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Rn
Rn
Rn
Rn
Rn
Rn
Rn
Rn
Radon
Vorkommen – Wirkung – Schutz

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Inhalt
Radon ist ein radioaktives Edelgas. Es ist natürlichen Ursprungs
und wird hauptsächlich aus dem Boden in die Luft freigesetzt.
Deshalb wird Radon vom Menschen eingeatmet und kann Lun-
genkrebs verursachen. Der Mensch kann sich vor den schäd-
lichen Wirkungen durch geeignete Maßnahmen schützen.
Mit diesen Kernaussagen sind die folgenden Fragen verknüpft:
Wo und wie gelangen Menschen mit Radon in Berührung?
Wie bemerkt man, ob in der Atemluft hohe Radongehalte
vorhanden sind? Um es gleich vorwegzunehmen:
Radon lässt sich nicht riechen, schmecken, sehen oder fühlen.
Wenn man Radon nicht mit den Sinnesorganen wahrnehmen
kann – was ist dann geeignet, um die Radonsituation richtig
zu bewerten?
Wie groß ist das gesundheitliche Risiko durch die
Einwirkungen von Radon?
Wann sollte ich mich vor Radon schützen und
wie kann das geschehen?
Hat Radon nicht auch heilende Wirkung
auf den menschlichen Organismus?
Die vorliegende Broschüre soll Antworten auf diese und einige wei-
tere Fragen zum Radon geben. Sie informiert über Eigenschaften von
Radon, sein Vorkommen, die mögliche Gesundheitsgefährdung sowie
über Empfehlungen für den Umgang mit Radon und den Schutz vor
Radonbelastungen.
Einleitung
Radon als mögliches Gesundheitsrisiko
02 |
Einleitung | 03
03 | Einleitung
04 | Herkunft und Eigenschaften
07 | Gesundheitliche Wirkung von Radon
11 | Radonvorkommen in Sachsen
14 | Radon in Gebäuden
22 | Gesetzliche Regelungen zum
Radonschutz
23 |
Schutz vor Radon in Aufenthaltsräumen
24 | Schutz vor Radon an Arbeitsplätzen
28 | Radonmessung
32 | Schutzmaßnahmen
36 | Adressen und Ansprechpartner
38 | Notizen
40 | Impressum

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Radon gibt es in der Natur nicht erst seitdem es den Menschen gibt.
Die Erdkruste enthält seit ihrer Entstehung natürliche radioaktive
Elemente wie Uran und Thorium. Diese wandeln sich durch radio-
aktiven Zerfall um, bis nach mehreren Zwischenstufen (aus weite-
ren radioaktiven Elementen wie z. B. Radium, Radon und Polonium)
stabiles Blei entsteht. Bei den Zerfallsprozessen wird ionisierende
Strahlung ausgesendet.
Die im Boden vorhandenen natürlichen radioaktiven Elemente kön-
nen durch verschiedene Ausbreitungsprozesse in die Atmosphäre und
in das Grund- und Oberflächenwasser gelangen sowie von Pflanzen
und Tieren aufgenommen werden. Der Mensch ist deshalb seit jeher
neben der Strahlung aus dem Kosmos auch weiteren natürlichen
Strahleneinwirkungen ausgesetzt, die ihren Ursprung in der Zusam-
mensetzung der Erdkruste haben. Radon ist hierbei, wie im Folgenden
dargestellt, von besonderer Bedeutung.
Die Einwirkung der natürlichen Strahlenquellen auf den Menschen
erfolgt zum einen durch die Aufnahme der radioaktiven Elemente in
den Körper beim Atmen oder mit der Nahrung bzw. dem Trinkwasser.
Von außen ist der Mensch dagegen vor allem der Gammastrahlung
ausgesetzt, die von den natürlichen radioaktiven Elementen im Boden
und in anderen Materialien (z. B. Baumaterialien) ausgesandt wird.
Radon
1)
stammt aus der natürlichen Uran-Radium-Zerfallsreihe, wo-
bei Radium der unmittelbare Vorgänger des Radons ist. Uran und
2)
Nach dieser Zeit ist jeweils die Hälfte der ursprünglich vorhandenen
Atomkerne zerfallen.
3)
Die effektive Dosis ist die physikalische Größe zur Beschreibung der Stärke
von Strahlenwirkungen. Sie hat die Maßeinheit Sievert (Sv, 1 Sv = 1.000 mSv –
Millisievert).
04 |
Herkunft und Eigenschaften | 05
Radium kommen in unterschiedlichen Konzentrationen in allen Böden
vor. Radon zerfällt mit einer Halbwertszeit von 3,8 Tagen
2)
und sen-
det dabei Alpha-Strahlen aus, die aus Helium-Atomkernen bestehen.
Radon ist farb-, geruch- und geschmacklos und kann deshalb vom
Menschen nicht wahrgenommen werden. Radon ist als einziges
natür
liches radioaktives Element gasförmig. Es ist in Wasser und
Fetten sehr gut löslich.
Das Einatmen radonhaltiger Luft verursacht mit 1,1 mSv
3)
pro Jahr
im Mittel etwa die Hälfte der mittleren effektiven Dosis
3)
durch na-
türliche Strahlen quellen für die Bevölkerung (s. Abbildung S. 6). Die
gesamte natürliche Strahlenbelastung ist ungefähr genau so groß
wie die Strahlen belastung aus künstlichen Quellen, einschließ lich
medizi nischer
Anwendungen.
Herkunft und Eigenschaften
Radon – ein natürliches radioaktives Edelgas
Entstehung von Radon im Boden als Teil der natürlichen Uran-
Radium-Zerfallsreihe und Transport in den Lebensraum des Menschen
(Rn = Element-Symbol für Radon)
Uran
Radium
Radon
Rn
Rn
Rn
Rn
Rn
Rn
Rn
Rn
Rn
Rn
1)
Hier (wie im gesamten Text) ist damit das wichtigste Radonisotop,
das Radon-222, gemeint.

Über die Atemwege gelangt nicht nur das Radon in die Lunge,
denn es liegt in der Luft immer gemein sam mit seinen kurzlebigen
Zerfalls produkten
5)
vor. Während der größte Teil des Radons (als
sich nicht anlagerndes Edelgas) wieder ausgeatmet wird, lagern
sich seine eben falls eingeatmeten Zerfalls produkte in der Lunge
an. Somit trägt das Radon selbst nur wenig zur Strahlenbelastung
bei. Den Haupt teil der Strahlen einwirkung in den Atem wegen
bewirken die kurz lebigen Zerfallsprodukte, die in der Lunge weiter
zerfallen. Ihre Strahlung kann Schäden in den Zellen des empfind-
lichen Lungen gewebes aus lösen. Der menschliche Organismus ver-
fügt jedoch über Reparatur mechanismen, die die meisten derartigen
Veränderungen in den Zellen beheben. Nur wenn solche Zellschäden
infolge der Strahlen einwirkung nicht erfolgreich repariert werden,
können sie zum Ausgangs punkt eines Lungenkrebses werden.
Auf Grundlage der bisherigen wissenschaftlichen Untersuchungen
verwenden die Strahlen schutz gremien inter national die lineare
Dosis-Wirkungs-Beziehung ohne Schwellenwert für den prak-
tischen Strahlen schutz. Danach nimmt die Wahr schein lich keit, an
Lungenkrebs zu erkranken, in dem gleichen Maße zu wie die Dosis.
So bewirkt z. B. eine Verdop pelung der Dosis eine Verdoppelung der
Erkran kungs wahr schein lich keit.
Erhöhtes Lungenkrebsrisiko durch Radon
Infolge der gemeinsamen Auswertung verschiedener interna-
tionaler Studien über die Wirkung von Radon auf die beson-
5)
Die Zerfallsprodukte sind keine Edelgase, sondern elektrisch geladene
Schwermetallatome.
4)
Quelle: Daten aus dem Bericht des Bundesministeriums für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit an den Bundestag über „Umweltradio-
aktivität und Strahlenbelastung im Jahr 2015“
doris.bfs.de/jspui/bitstream/urn:nbn:de:0221-2017072814312/1/Parlaments-
bericht_2015.pdf
Künstliche Radioaktivität (insgesamt 1,74 mSv/Jahr)
Kerntechnische Anlagen,
Kernwaffenfallout,
Tschernobyl, Forschung-
Technik-Haushalt
Medizin
Natürliche Radioaktivität (insgesamt 2,1 mSv/Jahr)
Eingeatmetes Radon und
seine Zerfallsprodukte
direkte terrestrische Strahlung
Nahrung
direkte kosmische Strahlung
0,3 mSv
0,4 mSv
0,3 mSv
1,7 mSv
< 0,04 mSv
1,1 mSv
06 |
Gesundheitliche Wirkung von Radon | 07
Gesundheitliche Wirkung
von Radon
Gesundheitsrisiko oder Heilmittel?
Zusammensetzung der mittleren effektiven Jahresdosis
durch ionisierende Strahlung in Deutschland im Jahr 2015
4)

ders stark belasteten Arbeitnehmer im Uranbergbau zeigte sich
ein klarer Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der Radon-
belastung und der Häufigkeit des Auftretens von Lungenkrebs.
Zum Lungenkrebsrisiko durch Radon in Wohngebäuden wurden
in Deutschland in den Jahren 1990 bis 1997 zwei große Bevölke-
rungsstudien durchgeführt. Sie gehören im internationalen Maß-
stab zu den umfangreichsten. Dabei wurden die Radon belastungen
von ca. 3.000 Lungen krebs patien ten mit denen einer nicht
erkrankten Kontroll gruppe verglichen. Diese Studien wurden mit
den Unter suchungen anderer Länder zu sammen ge fasst und
gemeinsam ausge wertet, um die natur gemäß großen Unsicher hei-
ten der Ergeb nisse durch die größere Anzahl der einbe zogenen
Lungenkrebsfälle zu verringern. Es zeigte sich ein Anstieg des Lungen-
krebs risikos, das sich bei 1.000 Bq/m
3
6)
gegenüber niedrigen Radon-
konzen tra tionen von unter 100 Bq/m
3
ungefähr verdoppelt (s. Ab-
bildung S. 10).
Entsprechend den Ergebnissen der Bevölkerungs studien zum Lungen-
krebsrisiko durch Radonbelastungen sind bei Anwendung der linearen
Dosis-Wirkungs-Beziehung rechnerisch etwa 5 % der Lungen krebs-
fälle in Deutsch land auf Radon bzw. seine kurzlebigen Zerfalls-
produkte zurückzuführen. Über 90 % aller Lungen krebs fälle werden
durch das Tabak rauchen verursacht. Radon ist somit – wenn auch
mit großem Abstand hinter dem Rauchen – als zweitwichtigste
Lungenkrebs ursache
anzusehen.
Wichtig bei der Einschätzung des Lungen krebs risi kos ist, dass auch
unter den statistisch dem Radon zugeordneten Lungen krebs fällen
mehr als 90 % bei Rauchern auftreten, da sich die Risiken durch
Rauchen und Radon multipli zieren. Sie verstärken sich somit
gegen seitig, so dass das Lungen krebs risiko für Raucher mit stei-
gen der
Radon kon zen tra tion
stärker
wächst
als
für
Nicht raucher.
Bei gleicher Radon belastung ist für einen Raucher das Risiko, an
Lungen krebs zu er kran ken, ca. 25-mal höher als für einen Nicht-
raucher. Mit dem Rauchen aufzuhören bzw. gar nicht erst damit an-
zufangen verringert deshalb das Lungenkrebsrisiko bereits erheblich.
08 |
Gesundheitliche Wirkung von Radon | 09
6)
Bq (Becquerel) ist die Maßeinheit der Aktivität radioaktiver Stoffe
(1 Bq = 1 Zerfall pro Sekunde). Bq/m
3
ist daher die Aktivitätskonzentration
(bezogen auf das Luftvolumen in Kubikmeter).
Radon als Heilmittel
Radon wird auch gezielt in der Medizin zu therapeutischen Zwecken
eingesetzt. Es handelt sich dabei um eine spezielle Form der Strahlen-
therapie, die als Inhalationskur im Radon stollen, als Trink-Kur
oder als Bade-Kur (Wannen bäder) mit stark radonhaltigem Wasser
durchgeführt wird.
In wissenschaftlichen Studien wurde bestätigt, dass bei Rheuma-
erkrankungen wie Morbus Bechterew (eine schmerzhafte Gelenk-
rheumaerkrankung) und rheumatoider Arthritis sowie degenerativen
Wirbel säulen- und Gelenkerkrankungen eine lang anhal ten de (bis zu
einem Jahr) Schmerzlinderung und Funktions besserung durch eine
Radon therapie erzielt werden kann.
Erwartete Todesfälle pro 1.000 Personen
in Folge von Lungen krebs bis zum 75. Lebensjahr
7)
lebenslange
Nichtraucher
Raucher
(ca. 20 Zigaretten/Tag)
250
200
150
100
50
0
Todesfälle pro 1.000 Personen
Radonkonzentration (Bq/m
3
)
0
100
200
400
800
7)
Quelle: Darby S, Hill D, Auvinen A, Barros-Dios JM, Baysson H, Bochicchio F,
Deo H, Falk R, Forastiere F, Hakama M, Heid I, Kreienbrock L, Kreuzer M,
Lagarde F, Mäkeläinen I, Muirhead C, Oberaigner W, Pershagen G, Ruano-
Ravina A, Ruosteenoja E, Schaffrath Rosario A, Tirmarche M, Tomášek L, Whitley
E, Wichmann HE, Doll R: Radon in homes and risk of lung cancer: Collaborative
analysis of individual data from 13 European case-control studies.
BMJ 330:223-227; 2005

image
Bei der medizinischen Anwendung von Radon wirken die positiven
Effekte und mögliche negative Einflüsse auf die Lunge neben-
einander. In der Regel überwiegt jedoch der Nutzen der Therapie
deutlich gegenüber der Erhöhung des Risikos, an Lungen krebs zu
erkranken. Zudem ist ein Rückgang des Medikamenten verbrauchs,
der meist mit schädlichen Neben wirkungen und anderen Risiken
(z. B. Magen- und Darmblutungen) verbunden ist, zu ver zeichnen,
was sich sehr positiv auf das allge meine Befinden der Patienten aus-
wirken kann.
Wie auch bei anderen Anwendun gen von Medika men ten oder Strah-
lung ist es die Aufgabe des behan deln den Arztes, zwischen ver-
schiedenen Behand lungs arten abzuwägen und dabei deren Nutzen
in Bezug auf das Leiden des Patienten und die möglichen Neben-
wirkungen zu betrachten. Die effektive Dosis durch eine Radon-Heil-
kur liegt im Bereich der mittleren Jahresdosis durch die natür liche
Radioaktivität in der Umwelt (Abbildung S. 6).
In Sachsen werden Patienten in den Kurorten Bad Brambach und
Bad Schlema therapeutisch mit Radon behandelt.
10 |
Radonvorkommen in Sachsen | 11
Badekur in einem radonhaltigen Wannenbad
8)
8)
Quelle: Kurgesellschaft Schlema mbH,
www.kur-schlema.de
Radon entsteht in allen Böden, Gesteinen und in vielen Baumate ria-
lien, da sein „Mutterelement“ Radium dort in bestimmten Kon zen-
trationen vorhanden ist:
Gesteine und Baumaterialien
Radium-226-Gehalt in Bq pro kg
9)
Mittelwert
Bereich
Granit
100
30 – 500
Gneis
75
50 – 157
Diabas
16
10 – 25
Basalt
26
6 – 36
Granulit
10
4 – 16
Kies, Sand, Kiessand
15
1 – 39
Natürlicher Gips, Anhydrit
10
2 – 70
Tuff, Bims
100
< 20 – 200
Ton, Lehm
< 40
< 20 – 90
Ziegel, Klinker
50
10 – 200
Beton
30
7 – 92
Kalksandstein, Porenbeton
15
6 – 80
Kupferschlacke
1500
860 – 2100
Gips aus der Rauchgasentschwefelung
20
< 20 – 70
Braunkohlenfilterasche
82
4 – 200
Radonvorkommen
in Sachsen
Radon im Boden – eine Frage der Geologie
und der Bodeneigenschaften
9)
Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz
www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/baustoffe/radionuklide/radionuklide_node

image
image
image
image
Die Radonkonzentration im Erdreich und in der Bodenluft unterscheidet
sich daher in Abhängigkeit von Boden- und Gesteinsart. Die zweite wich-
tige Einflussgröße für das „Radonangebot“ aus dem Untergrund ist die
Gas
durch
lässigkeit des Bodens, da das Radon von seinem Ent
stehungs
ort
noch an die Erdoberfläche bzw. die Bodenplatte eines Hauses gelangen
muss, bevor es in die Freiluft austreten bzw. in das Haus eindringen kann.
Um die variierenden Radonkonzentrationen im Boden in Deutsch-
land abzuschätzen, wurde im Auftrag des Bundesumweltministeri-
ums eine Karte für das gesamte Bundes gebiet erstellt.
www.bfs.de/de/ion/radon/radon_boden/radonkarte.html
Gebiete mit hoher Radonverfügbarkeit sind danach u. a. im Erzge-
birge, Thüringer Wald, Harz, Fichtel gebirge und Bayerischen Wald zu
finden. Dort ist auch erkennbar, dass in vielen weiteren Regionen
mittlere bis hohe Radon konzentrationen zu erwarten sind.
Die in Sachsen durchgeführten Messprogramme ermöglichten eine
etwas genauere Kartendarstellung im Raster 1 x1 km (Abb. unten).
Die umseitige Karte ermöglicht Hinweise, welche Regionen in Sach-
sen erhöhte Radonkonzentrationen im Untergrund aufweisen.
Die Karten können jedoch nur einen regionalen Überblick liefern.
Genaue Angaben zum Radon angebot an einem bestimmten Bau-
stand ort sind daraus nicht ableitbar, da dieses auch auf engem Raum
große Unterschiede aufweisen kann.
12 |
Radonvorkommen in Sachsen | 13
In Sachsen treten besonders hohe Radon kon zen tra tionen in der
Bodenluft (300 – 500 kBq/m
3
) vor allem in Regionen des ehemaligen
Uranbergbaus auf.
Ergänzend zur Karte des Radonpotentials wurden die Überschreitungs-
wahrscheinlichkeiten von Referenzwerten für die Radonkonzentration
in Gebäuden im Freistaat Sachsen im 1 x 1 km-Raster abgeschätzt.
Die daraus erstellten Karten dienen der Information der Bürger und
zur Unterstützung der Baubehörden in den Gemeinden und Kreisen.

image
image
image
image
Nach dem Austritt aus der Erdoberfläche verdünnt sich das mit der
Bodenluft mitgeführte Radon in der Luft im Freien in der Regel um
mehr als das 1.000-fache (Bodenluft meist im Bereich von 10.000 bis
100.000 Bq/m
3
gegenüber Freiluft mit ca. 10 Bq/m
3
). Beim Eindringen
von Boden radon in Gebäude ist dieser Verdün nungs effekt wegen des
beschränkten Luftaustauschs mit der Außenluft jedoch viel ge ringer.
Außerdem wird das Eindringen von Radon in Häuser gefördert, weil
in diesen durch Temperatur unter schiede gegenüber dem Boden häu-
fig ein Unter druck herrscht, der das Ansau gen von Boden luft bewirkt.
Radon in Gebäuden
Wie und wo kommt Radon ins Haus?
14 |
Radon in Gebäuden | 15
Übertritt aus Baugrund
ins Gebäude
Außenluft
10
0
– 10
2
Bq/m
3
Oberfl ächenwasser
10
1
– 10
3
Bq/m
3
Grundwasser
10
3
– 10
7
Bq/m
3
Bodenluft
10
3
– 10
6
Bq/m
3
Raumluft
10
2
– 10
4
Bq/m
3
Ausströmen
aus dem Boden
Ausströmen
aus Baustoffen
Ventilation
Freisetzung
aus Brauch- und
Trinkwasser
Rn
Migration
Rn
Rn
Rn
Rn
Rn
Rn
Rn
Rn
Rn
Rn
Rn
Rn
Radonkonzentration in der Umwelt und beim Eindringen von Radon in ein Gebäude
Somit liegen die Radon konzen trationen in Gebäuden oft nur unge-
fähr um das 100- fache niedriger als in der Bodenluft, d. h. im Bereich
von unter 100 bis über 1.000 Bq/m
3
.
Zusätzlich zum Eindringen von Boden radon in Ge bäu de durch Un-
dichtigkeiten kann Radon auch aus Bau materialien freigesetzt werden.
Weil Radon wasserlöslich ist, kann es mit Trink- bzw. Brauch wasser in
Häuser gelangen und beim Duschen oder Kochen freigesetzt werden.
Diese Beiträge führen jedoch in der Regel zu wesentlich niedrigeren
Radon belastungen als durch das Ein dringen von Bodenradon. Der
Beitrag der Bau mate rialien liegt dabei im Mittel bei ca. 30 Bq/m³ und
über steigt in der Regel 70 Bq/m³ nicht. In Einzel fällen kann Radon aus
Baumaterial bedeutsam werden, wenn Natur steine oder berg bau liche
bzw. industrielle Rück stände mit erhöhten Radium ge halten (z. B. aus
der Uranerzaufbereitung, Halden material oder Kohle schlacken) direkt
als Bau mate rial, Beton- oder Mörtel zuschlagstoff oder für Funda-
mente bzw. Hinterfüllungen beim Haus bau verwendet wurden.
Mögliche Radon-Eintrittspfade in einem Keller an Leitungsdurchführungen und
über das Mauerwerk

Wichtig für das Eindringen von Radon aus dem Boden ist die Barriere,
die die Boden platte und die erd berührten Wände eines Hauses dar-
stellen. So fern keine offenen Undichtigkeiten (z. B. Risse oder Spalten
an Leitungsdurch führungen) vorhanden sind, erreicht nur das
Radon den Innen raum, das während der Diffu sion
10)
durch diese
Barriere noch nicht zer fal len ist (Halb werts zeit
2)
3,8 Tage, nach 3
Halb werts zeiten ist fast 90 % der Ausgangsmenge zerfallen).
Besondere Aufmerksamkeit ist geboten, wenn sich ein Gebäude in
unmittel barer Nähe von Bergbau halden befindet oder eine luft-
gängige Verbindung mit unter irdischen Hohl räumen besteht. Hier
können stark erhöhte Radon konzentrationen auftreten. So wurden
die höchsten Radon kon zen tra tionen in Gebäuden mit einer Verbin-
dung zu Gruben hohl räumen gemessen. Da im Erz gebirge und Vogt-
land bereits seit Jahr hunderten ein inten siver Berg bau betrieben
wurde, sind insbesondere hier Gebäude mit Verbin dungen zu unter-
irdischen Hohlräumen anzutreffen.
Jahreszeitliche Unterschiede
Die Radonkonzentrationen in Gebäuden unter liegen jahres zeit-
lichen Schwankungen. Da im Winter meist deutlich weniger gelüftet
wird und der Temperatur unter schied zwischen dem Boden und dem
Haus inneren größer als im Sommer ist, sind in dieser Zeit meist hö-
here Konzen trationen als in der warmen Jahres zeit festzustellen. In
der Abbildung (s. S. 17) ist hierfür ein Beispiel dargestellt, das ver-
deutlicht, dass die Innen raum-Radonkonzentration im Winter um
ein Mehr faches höher liegen kann als im Sommer.
16 |
Radon in Gebäuden | 17
10)
Eindringen in Folge des Konzentrationsunterschieds, im Gegensatz zum
„Strömen“ durch ein Loch aufgrund von Druckunterschieden.
11)
Quelle: Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft
Verlauf der Monatsmittelwerte der Radon konzentration
in einem Erdgeschossraum
11)
1.400
1.200
1.000
800
600
400
200
0
Radonkonzentration in Bq/m
3
Monate (
Frühjahr,
Sommer,
Herbst,
Winter)
06/2006
02/2007
06/2007
10/2006
10/2007
02/2008
06/2008
10/2008
02/2009
06/2009
10/2009
02/2010
06/2010
10/2010
02/2011
06/2011
10/2011
02/2012
Die jahreszeitlichen Unterschiede sind nicht in jedem Jahr gleich
groß. Hierfür sind unter schied liche Witterungsverhältnisse in den
Jahren verant wortlich. So können die Jahreszeiten wärmer oder kälter
ausfallen. Einen wichtigen Einfluss haben auch die ebenfalls verän-
derlichen Wind verhältnisse an den Außenwänden, da diese den Luft-
austausch über Undichtigkeiten an Fenstern und Türen bestimmen.
500
400
300
200
100
0
2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Radonkonzentration in Bq/m
3
Beispiel für witterungsbedingt variierende Jahresmittelwerte
in einem Wohngebäude in Sachsen

image
Radonkonzentrationen in Wohnungen
Die durchschnittliche Radonkonzentration in Woh nungen liegt in
Deutschland bei ca. 50 Bq/m³. Die Spitzen werte erreichen mehrere
1.000 Bq/m³. Sie treten jedoch nur sehr selten auf (geschätzt 4 von
10.000 Wohnungen).
18 |
Radon in Gebäuden | 19
12)
Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz, Daten:
www.bfs.de/DE/themen/ion/
umwelt/radon/gebaeude/gebaeude_node
Radonmessung mit einem Radonmonitor in einem Neubau
Häufigkeitsverteilung der Radonkonzentration
in Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern
12)
70
60
50
40
30
20
10
0
Anteil von Gebäuden mit 1 und 2 Whg. in %
Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen in Bq/m
3
bis 50
50 – 100
100 – 200
200 – 400
400 – 1.000
über 1.000
Gegenüber der im Diagramm dargestellten mittleren Verteilung
für die gesamte Bundesrepublik, gibt es jedoch auch erhebliche
regionale Unter
schiede. So liegt z. B. auf Grund der geologischen
und berg
bau
lichen Gegeben
heiten sowie der Bau
substanz der
Mittel
wert in sächsischen Wohnun
gen bei ca. 80 Bq/m
3
. In Gebieten
mit niedrigen Mittelwerten können auch einzelne Fälle hoher Radon-
kon
z
e
n tr
a t
i
one
n
au
f
tr
ete
n
.
Eintrittspfade, Gebäudeeinfluss und Nutzungs verhalten
Die Konstruktion des Hauses und vor allem die Dichtigkeit seiner
erd be rührten Hülle (Bodenplatte, Kellerwände, Durch führungen von
erdverlegten Leitungen) sind entscheidend dafür, welche Eintritts-
pfade für das Bodenradon vorhanden sind und welche Menge an
Radon aus dem Boden in das Gebäude gelangen kann (s. Abbildung
auf der nächsten Seite).
Neben dem Radonangebot im Boden und dem Vor handensein von
Eintrittspfaden für Radon in das Haus spielen die Gewohnheiten
der Bewoh ner bzw. Nutzer (z. B. bei Arbeits räumen) eine wich-
tige Rolle. An erster Stelle steht hierbei das Lüften der Räume,
da durch den Aus tausch mit der Außenluft eine deutliche Ver-
dünnung erreicht wird. Darüber hinaus ist die Radon konzen tration
in den ver schiedenen Etagen und Räumen eines Gebäudes vom Luft -
austausch inner halb des Hauses, von der Raum aufteilung und dem
Nutzungsverhalten der Bewohner abhängig.

image
image
image
image
image
image
image
Fugen zwischen
Kellerwänden und
Fundamentplatte
Risse in Keller-
wänden und im
Fundament
Durchführungen
von Rohren und
Leitungen
Kabelschächte
Rn
Rn
Rn
Rn
Rn
Rn
20 |
Radon in Gebäuden | 21
13)
Quelle: Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft
Wochenenden
Mittelwert an Wochen-
enden: 406 Bq/m
3
werktags
Mittelwert werktags
während der Nutzungs-
zeit: 150 Bq/m
3
500
400
300
200
100
0
Radonkonzentration in Bq/m
3
Tagesstunden
0:00
3:00
6:00
9:00
12:00
15:00
18:00
20:00
22:00
Radoneintrittspfade an unzureichend abgedichteten Leitungsdurchführungen
Eintrittspfade und Ausbreitung des Radons im Haus
Das aus dem Bau grund in den Keller bereich bzw. bei fehlender
Unter kellerung in das Erd ge schoss ge lang te Radon breitet sich
vor allem über Treppen auf gänge, Leitungs schächte sowie sonstige
Kabel- und Rohr durch führungen in die höheren Etagen aus (siehe
auch Abbildung auf S. 23). In der Regel ist dabei eine Abnahme der
Radon kon zen tration gegenüber dem Keller- bzw. Erdge schoss fest-
zustellen.
Sind die Nutzer nicht anwesend oder nicht aktiv (z. B. während der
Nacht stunden), so fehlt in dieser Zeit der sonst durch das Öffnen
von Türen und das Umher gehen verursachte Luft aus tausch und
die Radon konzentration erreicht oft höhere Werte als während der
aktiven Nutzung.
Mittlere Tagesgänge der Radonkonzentration in einem Büro-
raum im Erdgeschoss
(Stundenmittelwerte aus Stundenmessungen
über 2 Wochen)
13)
Das Diagramm verdeutlicht diesen Zusammenhang am Bei spiel
eines Büroraums, der während der Nutzungs zeit (Arbeitsstunden an
Werktagen) weniger als die halbe Radon kon zen tra tion aufweist als
während der Zeiten, in denen niemand anwesend ist und daher die
Radon belastung auch nicht wirken kann.

image
Sowohl für den privaten Wohnbereich als auch für Arbeitsplätze gilt
ein Referenzwert
14)
der Radon-Aktivitätskonzentration von 300 Bq/m³
im Jahresmittel
15)
. Da es keinen Schwellenwert für die gesundheit-
liche Wirkung für Radon gibt, sollte immer versucht werden, die
Radonkonzentrationen auch unterhalb dieses Wertes so weit als
möglich zu senken. Welcher Wert tatsächlich erreicht werden kann,
hängt neben den baulichen und lüftungstechnischen Möglichkeiten
oft auch von den variierenden Witterungsverhältnissen und vom
Nutzerverhalten ab.
Bis Ende 2020 soll die Ausweisung spezifischer Gebiete erfolgen,
in denen mit erhöhter Wahrscheinlichkeit eine Überschreitung des
Referenzwertes in Gebäuden im Jahresmittel erwartet wird. Im Radon -
maßnahmenplan des Bundes vom März 2019 sind die Maßnahmen
benannt, die zu einer besseren Aufklärung der Bevölkerung und
relevanter Personen mit Entscheidungsbefugnissen führen sollen,
sowie die Maßnahmen, die eine besser Erhebung der tatsächlichen
Betroffenheit ermöglichen. Außerdem enthält er Informationen und
Maßnahmen zur Weiterbildung von Radonfachkräften und zu prak-
tischen Methoden der Radonreduzierung. Er soll regelmäßig minde-
stens im Abstand von zehn Jahren aktualisiert werden.
22 |
Schutz vor Radon in Aufenthaltsräumen | 23
Neue Gebäude sind entsprechend StrlSchG so zu errichten, dass ein Zu-
tritt von Radon aus dem Baugrund verhindert oder erheblich erschwert
wird. Werden Veränderungen an Gebäuden vorgenommen, die zu
einer erheblichen Verminderung der Luftwechselrate führen, sollen
Maßnahmen zum Schutz vor Radon in Betracht gezogen werden.
Für bestehende Aufenthaltsräume, in denen der Referenzwert über-
schritten wird, sollen Informationen bereitgestellt werden wie die
Radonkonzentration durch technische oder andere Mittel verringert
werden kann. Dieser Anforderung ist der Freistaat Sachsen bereits
durch das Erarbeiten der „Maßnahmenbroschüre“
16)
und die Einrich-
tung einer Fallbeispieldatenbank
17)
nachgekommen.
Übersicht typischer Radoneintrittspfade in Bestandsgebäuden
14)
Referenzwert laut Gesetz zum Schutz vor der schädlichen Wirkung radio-
aktiver Strahlen (StrlSchG): In bestehenden Expositionssituationen … ein
festgelegter Wert, der als Maßstab für die Prüfung der Angemessenheit von
Maßnahmen dient. Ein Referenzwert ist kein Grenzwert.
15)
StrlSchG §§ 124, 126
16)
Radonschutzmaßnahmen: publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/26126
17)
Radondatenbank Fallbeispiele:
www.koraev.de/html/datenbank1.html
Schutz vor Radon
in Aufenthaltsräumen
Entsprechend Strahlenschutzgesetz
vom 27. Juni 2017
Radoneintrittspfade
1.
Hohlräume
und
vertikale Risse
2. Spalten in Holzfußböden
3. Außenwände
4. Bauteildurchführungen
5. Wandanschlüsse
6. Risse in Fußböden
7.
undichte
Deckenanschlüsse
Gesetzliche Regelungen
zum Radonschutz
Referenzwerte und zukünftige Pflichten

Bisher gab es nur für spezielle Arbeitsplätze in
untertägigen Bergwerken, Schächten und Höhlen, einschließlich
Besucherbergwerke
Radon-Heilbädern und -Heilstollen
Anlagen der Wassergewinnung, -aufbereitung und -verteilung
eine Betrachtung der auf den Arbeitsplatz bezogenen Radon-Expo-
sition im Rahmen der Strahlenschutzverordnung.
Da in den letztgenannten Anlagen sehr große Wassermengen durch-
gesetzt werden und z. B. als Rohwasser gehobenes Grundwasser noch
nicht entlüftet ist (d. h. deutlich mehr Radon enthält als Oberflächen-
wasser), kann die Entgasung des Radons aus dem Wasser hier eine
wichtige Rolle spielen.
Spätestens ab dem 1. Januar 2021 sollen an allen Arbeitsplätzen im
Keller und im Erdgeschoss von Gebäuden, die sich in noch auszuwei-
senden Gebieten mit erhöhten Radonkonzentrationen befinden, die
Radon-Aktivitätskonzentrationen bestimmt werden. Sofern diese den
Referenzwert überschreiten, sind die Verantwortlichen verpflichtet,
Maßnahmen zur Reduzierung der Radon-Aktivitätskonzentration
durchzuführen.
Sofern diese Maßnahmen nicht erfolgreich sind und der Referenzwert
von 300 Bq/m³ weiterhin überschritten wird, ist eine Abschätzung
der Exposition der Arbeitnehmer durchzuführen. Wird dabei festge-
stellt, dass eine effektive Dosis von 6 mSv/a überschritten wird, sind
geeignete Maßnahmen zu treffen um die Exposition so gering wie
24 |
Schutz vor Radon an Arbeitsplätzen | 25
Schutz vor Radon
an Arbeitsplätzen
Umfassende Pflichten für Arbeitgeber
möglich zu halten und die Anforderungen des beruflichen Strahlen-
schutzes einzuhalten. Das heißt, dass die betroffenen Arbeitnehmer
der Strahlenschutzüberwachung unterstellt werden. Diese Regelung
gilt sinngemäß seit 2001 für die o. g. speziellen Arbeitsplätze.
Zusammenfassung der gesetzlichen
Regelungen zum Radonschutz
Der Schutz vor Radon in Aufenthaltsräumen und an Arbeitsplätzen
ist in den §§ 121 – 132 des Strahlenschutzgesetzes (StrlSchG) vom
27. Juni 2017 sowie in den §§ 153 – 158 der Strahlenschutzverord-
nung vom 29. November 2018 geregelt. Die einzuhaltenden Werte
und wesentlichen Pflichten sind im Folgenden stichpunktartig zu-
sammengefasst:
Der
Referenzwert
für Radon in Aufenthaltsräumen und an Ar-
beitsplätzen beträgt
300 Bq/m³
im Jahresmittel. Ein Referenz-
wert ist ein festgelegter Wert, der als Maßstab für die Prüfung
der Angemessenheit von Maßnahmen dient. Ein Referenzwert ist
kein Grenzwert.
Radonvorsorgegebiete
sind Regionen, die aufgrund geologischer
oder sonstiger Gegebenheiten erhöhte Radonkonzentrationen
erwarten lassen. Diese Gebiete werden bis zum
31. Dezember
2020
ausgewiesen und veröffentlicht.
Neue Gebäude
sind so zu planen und zu errichten, dass der
Eintritt von Radon in Gebäude verhindert oder erheblich
erschwert
wird. Werden Neubauten in einem Radonvorsorge-
gebiet geplant, so sind entsprechend
wirksamere Maßnahmen
zum Radonschutz vorzusehen.
Nach Veröffentlichung der Radonvorsorgegebiete ergeben sich
für die Verantwortlichen für Arbeitsplätze die umseitigen Ver-
pflichtungen.

image
Pflichten der Verantwortlichen
für Arbeitsplätze
über das Jahr gemittelte
Radon-222-Aktivitätskonzentration
≤ 300 Bq/m³
Messung der über das Jahr gemittelten Rn-222-Aktivitätskonzentra-
tion an allen Arbeitsplätzen in Innenräumen innerhalb von 18 Monaten
über das Jahr gemittelte
Radon-222-Aktivitätskonzentration
≤ 300 Bq/m³
potentielle Exposition am Arbeitsplatz
≤ 6 mSv/Kalenderjahr
Pflicht zur
Durchführung
von Maßnahmen
zur Reduktion der Rn-222-
Aktivitätskonzentration*
Pflicht zur Anmeldung
bei der zuständigen Behörde
unter Vorlage aller notwendigen
Unterlagen
Pflicht zur Erfüllung
der Anforderungen des
beruflichen Strahlenschutzes
am Arbeitsplatz
Pflicht zur
Überprüfung des Erfolges
der getroffenen Maßnahmen
zur Reduktion der Rn-222-
Aktivitätskonzentration
durch erneute Messung
Pflicht zur Abschätzung
der auf den Arbeitsplatz
bezogenen potentiellen
Rn-222-Exposition
Pflicht zur regelmäßigen
Überprüfung der Exposition
Exposition ist so gering wie
möglich zu halten
keine
weiteren
Pflichten
keine
weiteren
Pflichten
* Ausnahmen entsprechend § 128 Abs. 4
Ja
Nein
Nein
Nein
Ja
Ja
26 |
Schutz vor Radon an Arbeitsplätzen | 27
Ehemaliger Uranerzbergbau
Eine wichtige Rolle spielt das Radon auch beim Strahlenschutz für
die Beschäftigten der Wismut GmbH bei der Sanierung der Hinter-
lassenschaften des ehemaligen Uranerzbergbaus. Auf Grund des
hohen Radiumgehalts des Uranerzes können sich in Grubenhohlräu-
men unter Tage erhebliche Radon konzentrationen aufbauen. Um die
Bergarbeiter zu schützen, ist eine gezielte und ausreichende Frisch-
luft zufuhr erforderlich. Außerdem muss auch bei Sanierungsarbeiten
an Abraumhalden und Absetz anlagen mit erhöhten Radonkonzen-
trationen gerechnet werden. Die betroffenen Arbeitnehmer unterlie-
gen deshalb der strahlenschutzrechtlichen Überwachung.
Profilierung und Abdeckung einer Halde des Uranerzbergbaus

image
Grundlage aller Vergleiche und Bewertungen bei der Beschäftigung
mit dem Thema „Radon“ sind letztlich Mess werte der Radonaktivi-
tätskonzentration. Daher ist es wichtig, diese Messungen mit geeig-
neten und dem konkreten Untersuchungszweck angepassten Mess-
verfahren durchzuführen.
28 |
Radonmessung | 29
Die erste Frage lautet, ob mittels Messungen in Gebäu den die
Radonaktivitätskonzentration in der Atemluft fest ge stellt oder ob
durch eine Boden luft messung die Radon ver fügbarkeit im Boden
eingeschätzt werden soll.
Für die Messung der Radonaktivitätskonzentration in der Bodenluft
existieren verschiedene Verfahren, deren Vergleichbarkeit zurzeit
noch untersucht wird:
Beprobung
Messung
spezieller Einsatzzweck
Ansaugen von Boden-
luft mit einer rohr-
förmigen, gegen den
Boden abgedichteten
Sonde aus 1 m Tiefe
Messung der Szin tilla-
tion
19)
der ent nom-
menen
Boden luft probe
(auch später im Labor)
i. w. Kartierung
Kontinuierliches Fördern
der Bodenluft aus 1 m
Tiefe durch eine rohr-
förmige Sonde mittels
einer Pumpe
gleichzeitig Messung
mittels Radonmonitor
im Durchflussbetrieb
ggf.
Baugrund unter-
suchung
Registrierung der
Alphateilchen mit einem
Kern spur detektor
20)
Messung in 1 m Tiefe
und anschließende
Laborauswertung
ggf. Baugrund-
unter suchung
oder
Kartierung
Beim Vergleich der Ergebnisse von Boden luft mes sungen ist zu be-
achten, dass die Mess er geb nisse auch bei fehlerfreier Beprobung
(keine Ver dünnung der Probe mit atmosphä rischer Luft durch
Undichtig keiten) sehr stark von den äußeren Bedingun gen bei der
Probenahme beeinflusst sein können (Boden feuchte, Temperatur,
Luftdruck). Des Weiteren unterliegen die Radonaktivitätskonzentra-
tionen im Boden sehr starken Schwankungen. Diese sind durch täg-
liche und jahreszeitliche Änderungen des Atmosphärendrucks und
der jeweiligen Bodendurchfeuchtung bedingt.
Radonmessung
Geeignete, zuverlässige Messverfahren
19)
Als Szintillation (lat. „Funkeln“) bezeichnet man die Eigen schaft bestimmter
Stoffe, auf das Einwirken ionisieren der Strahlung mit dem Aussenden von
Lichtblitzen zu reagieren, die bei der Messung gezählt werden.
20)
Ein Kernspurdetektor enthält ein empfindliches, filmartiges Material, in dem
die Alpha teilchen des Radons feine Spuren hinterlassen, die durch Ätzung
sichtbar gemacht und unter dem Mikroskop ausgezählt werden können.
18)
Quelle: Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft
Beprobung der Bodenluft mit einer 1 Meter-Packersonde zur Ermittlung der
Radon konzentration in der Bodenluft
18)

image
image
30 |
Radonmessung | 31
Die unten stehende Tabelle gibt einen Über blick über die bei Raum-
luftmessungen eingesetzten Geräte und ihren speziellen Einsatz-
zweck. Prinzipiell wird hierbei zwischen passiven und aktiven
Mess verfahren unterschieden. Passive Messsysteme (z. B. Kern spur-
detektor) benötigen keine Energie versor gung und werden nachträg-
lich ausgewertet, während aktiv messende Geräte eine (batteriege-
stützte) Energie ver sorgung besitzen, meist Zwischenwerte und auch
zeitliche Verläufe abbilden können.
Bei den oft eingesetzten Kernspur detektoren handelt es sich
äußerlich um pralinengroße Kapseln, die an unscheinbaren Stellen
im Raum eingesetzt werden können und kaum störend wirken (keine
Geräusche oder Lichtaussendung). Sie können bei entsprechenden
Firmen und anerkannten Messstellen bezogen werden (s. Anhang).
Wie in den Abbildungen S. 17 und S. 21 beispielhaft zu sehen ist,
kann die Radonaktivitätskonzentration in einem Haus große zeit-
liche Schwankungen aufweisen. Für die tatsäch lich herrschende
Belastung ist jedoch die wäh rend der Aufenthaltszeit im Mittel
vorhandene Radonaktivitätskonzentration maßgeblich. Wenn Mes-
sungen zur Erfassung der Radon belastung durchgeführt werden,
muss deshalb ausreichend lange gemessen werden, damit sich die
kurzzeitigen Schwankungen ausglei chen können. Durch eine Jahres-
messung oder mehrere Messungen zu verschiedenen Jahreszeiten
wird sichergestellt, dass deren unterschiedliche Beiträge zur jähr-
lichen Belastung erfasst werden.
21)
Quelle: Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft
Messverfahren für Raumluftradon
Dauer der
Messung
Zweck
Methode
aktiv
passiv
Minuten/
Stunden
grobe Orientierungs-
messung,
Eintrittspfadsuche
kontinuierliche
Messung mit
Radon monitor
oder elektroni-
schem
Dosi meter
und Abspeiche-
rung einer Zeit-
reihe der Mess-
werte
einige Tage
Orientierungs-
messung (Screening),
Erfassung
kurz zeitiger
Schwankun gen
bzw.
des Tagesganges (z. B.
zur Untersuchung von
Zusammenhängen)
nur für Orientie-
rungs mes sungen:
Kernspur- oder
Elek tretdetektor
oder Radon-
sammler
(Aktiv -
kohle) und
an
schließende
Labor messung
einige
Wochen bis
ein Jahr
Bewertung der
tatsäch lichen,
im
Mittel herrschenden
Radon belastung
durch Vergleich mit
Referenz werten
als
Ent
scheidungsgrund-
lage für Maßnahmen
bei speziellen
Frage stelllungen:
wiederholte
zeitauf gelöste
Messun gen
über
bestimmte Zeitab-
schnitte mit den
o. g. Messgeräten
Messung mit
Kernspur- oder
Elektretdetektor
und anschlie-
ßende Labor-
auswertung
Kernspurdetektor zur Registrierung von Radon in Häusern über Zeiträume
bis zu einem Jahr
21)
Messung der Radonaktivitätskonzentration mit einem Radondosimeter
(kleine schwarze Kapsel rechts) zum Vergleich mit dem Referenzwert

image
image
Radonbeeinflussung durch Nutzungsverhalten
Oft hat die An reiche rung des Radons in den Aufent haltsräumen mehr mit
dem Verhalten der Nutzer als mit dem Gebäude selbst zu tun. So liegt in
ca. 90 % des Altbaubestandes in Deutschland der Luftwechsel unter 0,5
pro Stunde
22)
, der als Mindestluftwechsel u. a. zur Vermeidung von Schim-
mel pilzbefall empfohlen wird. Die Einhaltung des Mindestluftwechsels
würde wegen der damit verbundenen stärkeren Verdünnung des Radons
die mittle ren Radon konzen trationen in der Atemluft deutlich senken.
Durch Maß nah men zum verbesserten Wärmeschutz wird z. B. oft
die Luft dichtig keit des Gebäudes auf Kosten des natürlichen Luft -
wechsels verändert. Da Wohnhäuser meist nicht mit einer tech-
nischen Lüftungsanlage ausgestattet sind, hängt es stark vom indi-
viduellen Verhalten bei der Fensterlüftung ab, welcher Luft wechsel
Während sich auf das Vorhandensein des Radons im Boden kaum
Einfluss nehmen lässt, gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten
für den Radonschutz von Gebäuden. Weil die drei Hauptfaktoren
Radonangebot des Baugrundes,
Eintrittsmöglichkeiten des Bodenradons in das Haus sowie
Ausbreitung des Radons im Haus und das Nutzungsverhalten
in unterschiedlichem Maße zur Radonkonzentration beitragen, gibt es
keinen universellen Radon schutz, der alle Situationen gleichermaßen
abdeckt.
Radonsanierung bei bestehenden Gebäuden
Bei bereits bestehenden Gebäuden sind die Suche nach den Eintritts-
stellen des Radons sowie die Prüfung der baulichen Gegeben heiten
wesentliche Voraussetzungen für eine erfolg reiche und kosten-
günstige Sanierung. Wenn Radon ein trittspfade (z. B. ungenügend
abge dichtete Leitungs durchführungen) durch Messungen nachge-
wiesen wurden, kann im Sinne einer spar samen Klein reparatur
die Abdich tung versucht werden. Wenn jedoch Radon an vielen
Stellen gleich zeitig oder sogar flächenhaft eindringt, überfordern
die notwendigen Maß nahmen den Heimwerker oftmals. In diesen
Fällen sollte die Analy se der Aus gangs situation, die Planung und
die Aus führung des Radonschutzes in die Hände von Fach firmen
gelegt werden. Meist gibt es mehrere Ansatz punkte, die sich
jedoch hinsichtlich des Aufwandes, der Kosten und der Wirksam-
keit der möglichen Maß nahmen deutlich unterscheiden können.
Schutzmaßnahmen
Wege, die Belastung zu verringern
32 |
Schutzmaßnahmen | 33
22)
Ein Luftwechsel von 0,5 pro Stunde bedeutet, dass 50 % der Luft des Raumes
pro Stunde ausgetauscht wird.
Beispiele für den Radonschutz
bei bestehenden Gebäuden
Wenn möglich, Änderung der Raumnutzung
Verbesserung der Druckverhältnisse:
Unterbodenentlüftung
mittels Sammelschacht bzw.
über mehrere Ansaugstellen
– Entlüftung von
Hohlböden
Abdichtung von:
Leitungsdurchführungen
,
– offenkundigen Undichtigkeiten (z. B. Risse),
Flächen
mittels Dichtungsbahnen oder Anstrichen

image
image
image
image
in einer Wohnung erreicht und wie weit deshalb das Radon in der
Atemluft verdünnt wird. Da sich häufi ges und gründliches, jedoch
wegen der Wärme verluste nicht zu langes Durchlüften auch in ande-
rer Hinsicht gesundheitlich positiv auswirkt (z. B. gegen Schim mel-
pilz oder flüchtige Stoffe aus Möbeln und Fußbodenbelägen), sollte
es bewusst als ein wichti ger Teil der täglichen Verrichtungen wie die
Mahl zeiten oder die Körper hygiene angesehen werden.
Radonschutz beim Neubau
Weil im größten Teil Sachsens ein mittleres bis hohes Radonangebot
im Boden vorhan den ist (s. Karte S. 14), sollte dieser Gesichts punkt
vorsorglich bei allen Neubauvorhaben beachtet werden. Radonakti-
vitätskonzentrationen in der Bodenluft von einigen 10 kBq/m
3
lassen
sich durch normgerechten und fehlerfrei ausgeführten Schutz gegen
die Boden feuchte gut beherrschen. Zusätzliche Radonschutzmaß-
nahmen bei hohem Radonangebot im Boden können zu verhältnis-
mäßig geringen Kosten realisiert werden, sofern sie von vornherein
geplant und in den Bauablauf eingeordnet werden.
In jeder Region Sachsens, in der mit mittleren bis hohen Radonakti-
vitätskonzentrationen in der Bodenluft zu rechnen ist, sollte daher
grundsätzlich über Radonschutzmaßnahmen nachgedacht werden.
Ein sachkundiger Bauingenieur oder Architekt sollte jeweils angemes-
sene Schutzmaßnahmen im Fundament- und Kellerbereich planen.
Die Abbildung unten verdeutlicht an welchen Stellen der spezielle
Radon schutz bei einem Neubau ansetzen kann. Zusätzlich besteht
auch die Möglichkeit, Nutzungen mit langen täglichen Aufenthalts-
zeiten (z. B. Kinder- oder Schlafzimmer) vorsorg lich nicht im Keller-
bereich bzw. einem nicht unter kellerten Erdgeschoss zu planen, weil
dort meist höhere Radonaktivitätskonzentrationen anzu treffen sind
als in den darüber liegenden Etagen.
Detailliertere Informationen zu möglichen Radon schutz maßnahmen
geben Publikationen von Bundes behörden (Merkblätter zur Senkung
der Radon konzentration in Wohnhäusern und das Radon-Handbuch
Deutschland, Bezugs möglich keiten s. S. 35).
34 |
Schutzmaßnahmen | 35
Bodenluftradonmessung in einer Baugrube
Drainschichten im Baugrund
mit Be- und Entlüftungssystem zur
gezielten Ableitung von Bodenluft mit hoher Radonaktivitäts-
konzentration.
Gasdichte Baufolien
unter der Bodenplatte und an den
Kellerwänden (Folien miteinander gasdicht verbunden)
als Sperre gegen Bodenluft.
Heizungsanlagen ohne Unterdruckerzeugung
(mit direkter
Außenluftzufuhr) zur Reduzierung des Ansaugens von Bodenluft.
Geeignete Lüftungsanlagen
Beispiele für Radonschutz-
maßnahmen beim Neubau

Radonberatung in Sachsen:
Vom Freistaat Sachsen wird eine Be-
ratung zu Radon in Gebäuden durch
eine speziell hierfür einge richtete
Radonberatungsstelle in Bad Schlema
und Chemnitz kostenlos angeboten.
Auch kostenlose Radonmessungen
im Rahmen von Messprogrammen
des Freistaates werden durch die
Radonberatungs stelle
durchgeführt
(Teilnahmebedingungen auf Anfrage).
Staatliche Betriebsgesellschaft
für Umwelt und Landwirtschaft
Radonberatungsstelle
Joliot-Curie-Str. 13
08301 Bad Schlema
Telefon: +49 3772 380427
E-Mail:
radonberatung@
smul.sachsen.de
2. Landesmessstelle für
Umweltradioaktivität
Dresdner Straße 183
09131 Chemnitz
Telefon: +49 371 46124 220
Telefax: +49 371 46124 299
www.radon.sachsen.de
Zuständige sächsische
Landesbehörden:
Staatsministerium für Umwelt
und Landwirtschaft
Referat 54 (Kerntechnik und
Strahlenschutz)
Bürgertelefon: +49 351 564 -20500
E-Mail: info@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de
Landesamt für Umwelt, Landwirt-
schaft und Geologie
Abteilung 5
Söbrigener Straße 3a
01326 Dresden Pillnitz
Telefon: +49 351 261-25304
E-Mail: abt5.lfulg@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg
Informationen von Bundesbehörden:
Merkblätter zur Senkung der
Radonkonzentration in Wohn-
häusern (kostenlos):
Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit
Referat Öffentlichkeitsarbeit
11055 Berlin
E-Mail: service@bmu.de
Download:
www.bmu.de/files/pdfs/
allgemein/application/pdf/radon_
merkblaetter.pdf
Direktbestellung von Publikationen
des
Bundes umweltministeriums:
Telefon: +49 228 993053355
Telefax: +49 228 993053356
E-Mail: bmu@broschuerenversand.de
Bestellung Radon-Handbuch
Deutschland:
Bundesamt für Strahlenschutz
Referat Z 2
Postfach 10 01 49
38201 Salzgitter
Telefon: +49 30 183330
Telefax: +49 30 183331885
E-Mail: info@bfs.de
Außerdem hat das Bundesamt für
Strahlenschutz Informationen zu den
verschiedenen Gesichts punkten der
Radonthematik in Infoblättern und
in der Reihe „Strahlenthemen“ sowie
zum Download aus dem Internet
zusammen gestellt:
www.bfs.de/DE/themen/ion/
umwelt/radon/radon_node
Ansprechpartner
bei Bundesbehörden:
Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit
Referat RS II 2
Postfach 12 06 29
53048 Bonn
Telefon: +49 228 993052960
Telefax: +49 228 993053967
E-Mail: RSII2@bmu.bund.de
www.bmu.de
Bundesamt für Strahlenschutz
Abteilung SW 1
Köpenicker Allee 120 –130
10318 Berlin
Telefon: +49 30 183334210
Telefax: +49 30 183334885
E-Mail: info@bfs.de
www.bfs.de
Radonmessungen:
Radonmessungen werden von
verschiedenen Firmen und Einrich-
tungen angeboten. Anbieter, die an
der externen Qualitätssicherung des
Bundesamtes für Strahlenschutz
teilgenommen haben, sind unter:
www.bfs.de/DE/themen/ion/service/
radon-messung/methode/methode
zu finden.
Empfehlenswerte Informationen:
www.bag.admin.ch/bag/de/home/
themen/mensch-gesundheit/
strahlung-radioaktivitaet-schall/
radon/was-ist-radon.html
Adressen und Ansprechpartner
Auf einen Blick
36 |
Adressen und Ansprechpartner | 37

Notizen
38 |
Notizen | 39

image
image
image
image
image
Herausgeber:
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
Postfach 10 05 10 | 01076 Dresden
Bürgertelefon: +49 351 564-20500
E-Mail: info@smul.sachsen.de |
www.smul.sachsen.de
Diese Veröffentlichung wird mitfinanziert mit Steuermitteln
auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen
Landtags beschlossenen Haushaltes.
Redaktion:
BfUL, LfULG, SMUL – Referat Strahlenschutz,
Gentechnik, Chemikalien
Redaktionsschluss:
26. März 2019
Gestaltung und Satz:
Heimrich & Hannot GmbH | genese Werbeagentur GmbH
Fotos:
Heimrich & Hannot GmbH (Titel, 5, 14, 20, 31, 33, 36);
www.fotolia.de:
Peter Günther (2); Kurgesellschaft
Schlema mbH (10); BfUL / Kemski & Partner (12, 13);
LfULG, SMUL (15, 19, 21, 25, 29, 32); Michael Reiter (23)
Druck:
Stoba Druck GmbH
Auflagenhöhe:
3.200 Exemplare, 5. Auflage
Papier:
Gedruckt auf 100 % Recyclingpapier
Bezug:
Diese Druckschrift kann kostenfrei bezogen werden bei:
Zentraler Broschürenversand der Sächsischen Staatsregierung
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regierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen Verpflichtung
zur Information der Öffentlichkeit herausgegeben. Sie darf
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Zeitraum von sechs Monaten vor einer Wahl zum Zwecke der
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Missbräuchlich ist insbesondere die Verteilung auf Wahlveran-
staltungen, an Informationsständen der Parteien sowie das Ein-
legen, Aufdrucken oder Aufkleben parteipolitischer Informationen
oder Werbemittel. Untersagt ist auch die Weitergabe an Dritte zur
Verwendung bei der Wahlwerbung. Auch ohne zeitlichen Bezug
zu einer bevorstehenden Wahl darf die vorliegende Druckschrift
nicht so verwendet werden, dass dies als Parteinahme des He-
rausgebers zu Gunsten einzelner politischer Gruppen verstanden
werden könnte. Diese Beschränkungen gelten unabhängig vom
Vertriebsweg, also unabhängig davon, auf welchem Wege und in
welcher Anzahl diese Informationsschrift dem Empfänger zuge-
gangen ist. Erlaubt ist jedoch den Parteien, diese Informations-
schrift zur Unterrichtung ihrer Mitglieder zu verwenden.
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