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9/2019
Landesamt für Denkmalpflege
»Das Residenzschloss zu Dresden – Band 2 neu erschienen«
Im Rahmen eines wissenschaftlichen Kolloquiums wurde gestern der
neuerschienene Band 2 »Das Residenzschloss zu Dresden« vom LfD vor
über 250 Gästen im Palais im Großen Garten präsentiert und ein Ausblick
auf
den demnächst erscheinenden Band 3 der gleichnamigen
Publikationsreihe gegeben.
Das
ehemalige
Dresdner
Residenzschloss
mit
seiner
über
achthundertjährigen Geschichte wurde im Februar 1945 in einer einzigen
Bombennacht zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelang es nur unter
Mithilfe Vieler, die Ruine zu bewahren. 1985 begann endlich der
Wiederaufbau der Schlossanlage von europäischem Rang, heute zugleich
ein Ort der Präsentation einzigartiger Kunstschätze, der inzwischen wieder
erlebbar ist. Die Arbeiten an diesem Monument dauern noch an
Die
denkmalpflegerische
Konzeption
des
Wiederaufbaus
beruht
insbesondere auf der Erforschung des erhaltenen Baubestandes, auf der
Analyse
der
Schrift-
und
Bildquellen
sowie
der
Erschließung
architekturgeschichtlicher und historischer Zusammenhänge. Im Band 1
legten hieran maßgeblich beteiligte Denkmalpfleger, Bauhistoriker,
Restauratoren und Archäologen die Ergebnisse ihrer jahrzehntelangen
Untersuchungen zur Entwicklung des Monumentes während der ersten
vierhundert Jahre vor.
Der nun vorliegende Band 2 schließt 1547 mit dem Umbau, der
Erweiterung
und
künstlerischen
Ausstattung
des
spätgotischen
Kernschlosses zu einem der großartigsten Residenzschlösser der
Renaissance nördlich der Alpen an, welches entsprechend umfassend
gewürdigt
wird.
Wiederum
auf
der
Grundlage
des
neuesten
Forschungsstandes, aber einer zunehmend dichteren Quellenlage, kann
die bauliche Entwicklung über knapp 150 Jahre nun den jeweiligen
Kurfürsten klarer zugeordnet werden, ebenso vielen der am Bau
Wirkenden. Es wird das Bild einer repräsentativen Residenzerweiterung
insbesondere in Dresden gezeichnet. Auch die zur Residenz gehörenden
baulichen Anlagen und Gärten sind in den Blick genommen, ebenso wie
die politische Stellung des Dresdner Hofes im Reich und seine
europäische Ausstrahlung hinsichtlich seiner Kunst- und Musikpflege.
Band 3 wird mit der barocken Prachtentfaltung am Residenzschloss um
1700
einsetzen
und
dessen
weitere
wechselvolle
Entwicklung,
insbesondere mit der Verfassungsreform von 1831 bis zum großen
Schlossumbau Ende des 19.Jahrhunderts vorstellen. Und hier wird auch
dem Folgenden bis hin zur Zerstörung 1945 und dem Wiederaufbau Raum
gegeben.
Die Publikation ist mit freundlicher Unterstützung der
Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der
Ostsächsischen Sparkasse Dresden erschienen.
Die Publikation ist erhältlich über den Buchhandel und Verlag.
Medieninformation
Ihre Ansprechpartner
Sabine Webersinke
Dr. Hendrik Bärnighausen
Durchwahl
Telefon (0351) 4 84 30-403
Telefon (0351) 4 84 30-517
Telefax (0351) 4 84 30-488
sabine.webersinke@
lfd.smi.sachsen.de
hendrik.baernighausen@
lfd.smi.sachsen.de
Dresden,
19. Juni 2018
Hausanschrift:
Landesamt für Denkmalpflege
Sachsen
Schloßplatz 1
01067 Dresden
www.denkmalpflege.sachsen.de
Verkehrsverbindung:
Zu erreichen über
Straßenbahnhaltestellen
Theaterplatz, Altmarkt und
Pirnaischer Platz
*Kein Zugang für elektronisch signierte
sowie für verschlüsselte elektronische
Dokumente.

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Landesamt für Denkmalpflege Sachsen (Hrsg.):
Das Residenzschloss zu Dresden
.
Die Schlossanlage und ihre frühbarocke Um-
und Ausgestaltung. Band 2 der dreibändigen Reihe.
Petersberg: Michael Imhof Verlag 2019.
ISBN 978-3-86568-788-3, 69,00 €, zzgl. Porto
656 Seiten, 455 Farb- und 73 S/W-Abbildungen
Michael Imhof Verlag GmbH & Co. KG
Stettiner Straße 25, 36100 Petersberg
Tel. 0661/2919166-0, Fax 0661/2919166-9
www.imhof-verlag.com;
info@imhof-verlag.de
https://www.imhof-
verlag.de/media/catalog/product/pdfs/5e977e411d25a42b6d1e91671da1a1d9_Residen
zschloss%20Dresden%20Band%202_Blick%20ins%20Buch.pdf
Zum Inhalt
Geleitworte
Prof. Dr. Roland Wöller, Sächsischer Staatsminister des Innern, S. 12.
Dr. Michael Ermrich, Ostdeutsche Sparkassenstiftung, S. 13.
Einführung
Rosemarie Pohlack, S. 14.
Mittelalterliche
Grundlagen
und
historische
Ausgangssituation
der
Residenzentwicklung Dresdens um die Mitte des 16. Jahrhunderts
Norbert Oelsner, S. 22.
Die Rekonstruktion der Schlossgrundrisse von der Mitte des 16. bis zur Mitte des
17. Jahrhunderts
Henning Prinz und Norbert Oelsner, S. 35.
Baustruktur und Raumfunktionen des Residenzschlosses im Zeitraum 1553–1694
Henning Prinz und Norbert Oelsner, S. 38.
Forschungsstand, S. 38.
Arbeitsmethode und Quellen, S. 38.
Der Zugang zum Residenzschloss, S. 39.
Die Erschließung der Räumlichkeiten, S. 41.
Die allgemeinen funktionellen Grundrissstrukturen des Residenzschlosses von
1553–1656/60, S. 42.
Veränderungen in der allgemeinen Grundrissstruktur des Residenzschlosses
von 1658/62–1694, S. 46.
Übersicht der Funktionen des Dresdner Residenzschlosses und der
Residenzhäuser, S. 46.
Die
Funktionen
der
Räume
und
Raumgruppen
des
Dresdner
Residenzschlosses 1553–1694, S. 47.
Ausgewählte Quellen zu Raumfunktionen, S. 55.
DIE ZEIT DES HERZOGS/KURFÜRSTEN MORITZ (1541–1553)
UND DES KURFÜRSTEN AUGUST (1553–1586)
Herzog und Kurfürst Moritz
Heinrich Magirius, S. 74.

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Kurfürst August
.
Heinrich Magirius, S. 76
Residenztopografie Dresdens unter Herzog / Kurfürst Moritz (1541–1553)
und Kurfürst August (1553–1586)
Norbert Oelsner und Henning Prinz, S. 78.
Zur baugeschichtlichen Bedeutung des Dresdner Schlosses
Seine Stellung innerhalb der frühen Schlossbaukunst im Reichsgebiet
Steffen Delang, S. 90.
Das Dresdner Residenzschloss unter Kurfürst Moritz und Kurfürst August 1547–
1586 (Moritzbau)
Norbert Oelsner und Henning Prinz, S. 104.
Bauaufgabe und Baugestalt, S. 104.
Der Große Schlosshof, S. 109.
Die Umgestaltung der älteren Baulichkeiten und die neuen Schlossgebäude, S.
118.
Bauverantwortliche, leitende Bauhandwerker, Künstler, S. 124.
Baukosten, Gewerke, Baumaterial, S. 130.
Rundgang durch die Einzelräume und Raumgruppen des Residenzschlosses
1553–1586
Henning Prinz und Norbert Oelsner, S. 136.
Einführung, S. 136.
Räume und Raumgruppen im Kellergeschoss, S. 138.
Räume und Raumgruppen im Erdgeschoss, S. 141.
Räume und Raumgruppen im ersten Obergeschoss, S. 153.
Räume und Raumgruppen im zweiten Obergeschoss, S. 166.
Räume und Raumgruppen im dritten Obergeschoss, S. 181.
Der Große Schlosshof
Stil, Ikonografie und Ikonologie seines plastischen und malerischen Schmucks
Angelica Dülberg, S. 205.
Die Treppentürme, S. 205.
Die Brüstungs- und Zwickelreliefs an der Loggia, S. 222.
Der Renaissancebrunnen, S. 224.
Die sogenannte Scheuerbude, S. 227.
Das Schlosskapellenportal, S. 227.
Die Giebelfiguren, S. 239.
Die Sgraffitomalereien und die Fresken an der Loggiarückwand, S. 243.
Die Schlosskapelle
Heinrich Magirius, S. 261.
Überlieferte Daten zur Baugeschichte und zur Geschichte der Ausstattung, S.
261.
Archäologische Untersuchungen am Baubestand sowie Fundstücke, S. 271.
Architekturteile aus der Kapelle, S. 275.
Baubeschreibung und kunstgeschichtliche Würdigung der Architektur des 16.
Jahrhunderts, S. 275.
Die künstlerische Ausstattung im 16. Jahrhundert, S. 288.

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Die Erscheinung des Innenraumes der Schlosskapelle im 16. Jahrhundert, S.
297.
Zur liturgischen Funktion im 16. und 17. Jahrhundert, S. 298.
Baubeschreibung und Würdigung der Architektur nach der Restaurierung 1602–
1604 und der Einbau der Fritzsche-Orgel 1612–1614, S. 299.
Baubeschreibung und Würdigung der Umgestaltung der Schlosskapelle durch
Wolf Caspar Klengel in den sechziger Jahren des 17. Jahrhunderts, S. 302.
Bauliche Veränderungen zwischen 1670 und 1737, S. 310.
Der Taufstein der Schlosskapelle
Arndt Kiesewetter und Heiner Siedel, S. 319
Der Riesensaal (1549–1627)
Norbert Oelsner, S. 321.
Die malerische und plastische Innenraumausstattung
Angelica Dülberg, S. 331.
Die Stuckdecken, S. 331.
Die malerische Ausgestaltung, S. 341.
Die Schlossgärten im 16. und 17. Jahrhundert
Henrike Schwarz, S. 345.
Wasserbautechnische Anlagen des 16. und 17. Jahrhunderts im Dresdner
Residenzschloss und in der Stadt Dresden
Frank Walther, S. 355.
Das Schleusenkanalsystem ab 1547/48, S. 355.
Das Röhrwasser für das Residenzschloss und für weitere herrschaftliche
Bauten, S. 360.
Die kurfürstlichen Badeanlagen im 16./17. Jahrhundert, S. 366.
Bereitstellung von Löschwasser für das Dresdner Schloss, S. 368.
Die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung des neuen kurfürstlichen
Stallgebäudes mit Rüstkammer seit 1586, S. 371.
Die wasserbautechnischen Anlagen bei der Schlosserweiterung ab 1588–
89/1592–96, S. 374.
Zur Abhängigkeit des Kanalsystems im kurfürstlichen Schloss vom städtischen
Kanalsystem, S. 374.
Schlussbetrachtung, S. 376.
Das kursächsische Kanzleihaus zu Dresden,
Frank Walther, S. 380.
Anmerkungen zum Sitz der spätmittelalterlichen wettinischen Landesverwaltung
in Dresden, S. 380.
Vorgängerbebauung im Areal des Kanzleihauses, S. 380.
Das Kanzleihaus als erstes selbständiges kurfürstliches Verwaltungsgebäude in
Dresden, S. 384.
DIE ZEIT DES KURFÜRSTEN CHRISTIAN I. (1586–1591)
Kurfürst Christian I.
Henning Prinz, S. 394.

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Residenztopografie Dresdens unter Kurfürst Christian I. (1586–1591)
Norbert Oelsner und Henning Prinz, S. 396.
Der Kleine Schlosshof
Norbert Oelsner und Henning Prinz, S. 400.
Ausgangslage und Bauverlauf, S. 400.
Baugestalt, S. 405.
Bauverantwortliche, S. 414.
Das Kurfürstliche Stall- und Harnischkammergebäude mit Langem Gang und
Stallhof – eine neue Bauaufgabe im Komplex des Dresdner Residenzschlosses
Esther Hoppe-Münzberg, S. 417.
Quellen zum Bau, S. 418.
Bauverlauf und Diskussion des Aufgabenbereiches von Paul Buchner, S. 422.
Das ursprüngliche Äußere des Stallgebäudes, S. 424.
Hofansicht des Stallgebäudes, S. 426.
Stallhof: Rennbahn und Langer Gang, S. 426.
Ursprüngliches Inneres des Stallgebäudes, S. 427.
Die
Rüstkammer-Sammlung
im
Stallgebäude
als
frühe
fürstliche
Schausammlung, S. 433.
Zur Frage einer „praktischen“ Nutzung der Kurfürstlichen Gemächer, S- 433.
Der Stallhof
Bemerkungen zur malerischen Ausgestaltung des Langen Ganges
Angelica Dülberg, S. 440.
Das Lusthaus auf der Jungfernbastei
Heinrich Magirius, S. 443.
DIE ZEIT DER KURFÜRSTEN CHRISTIAN II. (1591/1601–1611)
UND JOHANN GEORG I. (1611–1656)
Kurfürst Christian II.
Henning Prinz, S. 456.
Kurfürst Johann Georg I.
Henning Prinz, S. 458.
Residenztopografie Dresdens unter den Kurfürsten Christian II. (1591/1601–1611)
und Johann Georg I. (1611–1656)
Norbert Oelsner und Henning Prinz, S. 461.
Das Residenzhaus Schlossgasse
Henning Prinz, S. 468.
Das Residenzschloss zur Zeit der Kurfürsten Christian II. und Johann Georg I.
Baumaßnahmen während der Regierungszeit Christians II.
Henning Prinz und Norbert Oelsner, S. 473.
Baumaßnahmen während der Regierungszeit Johann Georgs I.
Henning Prinz, S. 484.

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Die Neugestaltung des Riesensaals (1627–1650)
Norbert Oelsner, S. 490.
DIE ZEIT DER KURFÜRSTEN JOHANN GEORG II. (1656–1680),
JOHANN GEORG III. (1680–1691) UND JOHANN GEORG IV. (1691–1694)
Kurfürst Johann Georg II.
Henning Prinz, S. 508.
Kurfürst Johann Georg III.
Henning Prinz, S. 511.
Kurfürst Johann Georg IV.
Henning Prinz, S. 513.
Residenztopografie Dresdens und höfische Festbauten unter den Kurfürsten
Johann Georg II. (1656–1681), Johann Georg III. (1681–1691) und Johann Georg
IV. (1691–1694)
Norbert Oelsner und Henning Prinz, S. 515
Residenztopografie Dresdens von 1656 bis 1694, S. 515.
Höfische Festbauten: Komödienhaus, Ballhaus, Reithaus, Schießhaus, Palais
im Großen Garten, Redoutenhaus, S. 518.
Das Residenzschloss zur Zeit der Kurfürsten Johann Georg II., Johann Georg III.
und Johann Georg IV........ 533
Norbert Oelsner und Henning Prinz
Baumaßnahmen während der Regierungszeit Johann Georgs II., S. 533.
Baumaßnahmen während der Regierungszeit Johann Georgs III., S. 547.
Baumaßnahmen während der Regierungszeit Johann Georg IV., S. 550.
Stuckplastik des 17. Jahrhunderts
Hartmut Ritschel, S. 556.
Die Englische Treppe von 1693/95
Arndt Kiesewetter und Norbert Oelsner, S. 558.
Veranlassung und Ort des Einbaus, S. 558.
Baugestalt von 1693–1701, S. 561.
Zur Typologie und architekturgeschichtlichen Bedeutung, S. 563.
Anhang
Bildtafeln, S. 570.
Grundrissschemata der Räume des Residenzschlosses im Zeitraum 1553–
1694, S. 570.
Historische Stadtpläne, Stadtansichten, Ansichten des Residenzschlosses
Dresden und des Renaissanceschlossmodells, S. 588.
Bildprogramm auf den Fassaden des Großen Schlosshofes, S. 599.
Verzeichnis der Treppen, Gänge und Altane des Residenzschlosses Dresden
(1553–1694)
Henning Prinz und Norbert Oelsner, S. 603.

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Verzeichnis der Fenster im 1. und 2. Obergeschoss sowie Anbindung der Räume
an die Wendelsteine
und Gänge (1553–1694)
Henning Prinz und Norbert Oelsner, S. 609.
Ausstattungsinventare zum Dresdner Residenzschloss
Henning Prinz, S. 613.
Übersichten zur Ausstattung im Residenzschloss Dresden (1553 – Anfang 17.
Jahrhundert)
Henning Prinz, S. 618.
Betten in den Gastgemächern (1553–1600), S. 618.
Himmel/Baldachine (1553–1617), S. 620
Wandteppiche (1553–1617), S. 622.
Schenkstühle (1553–1586), S. 624.
Regententafel, S. 625.
Bibliografie mit Abkürzungsverzeichnis, S. 626.
Personen- und Ortsregister, S. 648.
Abbildungsnachweis, S. 654.
Autoren, S. 656.