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5/2013
Landesamt für Denkmalpflege
Das Residenzschloss zu Dresden – Band 1 neu erschienen
Das ehemalige Dresdner Residenzschloss mit seiner über achthundertjäh-
rigen Geschichte wurde im Februar 1945 in einer einzigen Bombennacht
zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelang es nur unter Mithilfe Vieler
die Ruine zu bewahren. 1985 begann endlich der Wiederaufbau der
Schlossanlage von europäischem Rang, heute zugleich ein Ort der Prä-
sentation einzigartiger Kunstschätze, der inzwischen in wesentlichen Tei-
len erlebbar ist. Die Arbeiten an diesem bedeutendsten Monument sächsi-
scher Geschichte dauern immer noch an.
Die denkmalpflegerische Konzeption des Wiederaufbaus beruht insbeson-
dere auf der Erforschung des erhaltenen Baubestandes, auf der Analyse
der Schrift- und Bildquellen und auf der Erschließung architekturgeschicht-
licher und historischer Zusammenhänge. In diesem Band legen hieran
maßgeblich beteiligte Denkmalpfleger, Bauhistoriker und Archäologen die
Ergebnisse ihrer jahrzehntelangen Untersuchungen der Geschichte des
Dresdner Residenzschlosses in den ersten vierhundert Jahren in konzen-
trierter Form vor. Auf der Grundlage des neuesten Forschungsstandes
wird die für den Burgen- und frühen Schlossbau im deutschsprachigen
Raum bedeutsame Entwicklung von den Anfängen als schlichte „Curie“
um 1170/80, über die kastellförmige Anlage im 13. Jahrhundert, den Aus-
bau zur gotischen Fürstenburg um 1400, bis zum neuartigen spätgoti-
schen Schloss um 1470/80 und dem „Einzug der Renaissance“ mit dem
Georgenbau um 1530 aufgezeigt.
Berücksichtigung finden durch neue Erkenntnisse auch grundlegende As-
pekte der Landesgeschichts- und Residenzenforschung – wie die im Ver-
gleich etwa zu Meißen bis heute unterschätzte Rolle Dresdens für die
Herrschaftspraxis der Wettiner im Mittelalter.
Gegenstand zweier weiterer Bände wird die Errichtung und künstlerische
Ausstattung eines der großartigsten Residenzschlösser der Renaissance
nördlich der Alpen und dessen wechselvolles Schicksal bis 1945 samt ei-
nem kurzen Blick auf das Wiederaufbaugeschehen sein.
Das Jahrbuch ist erhältlich über den Buchhandel und Verlag.
Landesamt für Denkmalpflege Sachsen (Hrsg.):
Das Residenzschloss zu Dresden, Band 1 der dreibändigen Reihe.
Petersberg: Michael Imhof Verlag 2013.
ISBN 978-3-86568-787-6 (Band 1), 49,00 €, zzgl. Porto
312 Seiten, ca. 400 Abbildungen
Michael Imhof Verlag GmbH & Co. KG
Stettiner Straße 25, 36100 Petersberg
Tel. 0661/2919166-0, Fax 0661/2919166-9
www.imhof-verlag.com;
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Medieninformation
Ihr/-e Ansprechpartner/-in
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Dr. Hendrik Bärnighausen
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hendrik.baernighausen@
lfd.smi.sachsen.de
Dresden,
17. September 2013
Hausanschrift:
Landesamt für Denkmalpflege
Sachsen
Schloßplatz 1
01067 Dresden
www.denkmalpflege.sachsen.de
Verkehrsverbindung:
Zu erreichen über Straßenbahn-
haltestellen Theaterplatz, Altmarkt
und Pirnaischer Platz
*Kein Zugang für elektronisch signierte
sowie für verschlüsselte elektronische
Dokumente.

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Inhalt:
Geleitworte
Markus Ulbig, Sächsischer Staatsminister des Innern, S. 8
Claus Friedrich Holtmann, Ostdeutsche Sparkassenstiftung, S. 9
Einführung
Rosemarie Pohlack, S. 10
Die Forschungsgeschichte
Heinrich Magirius, S. 13
VON DEN ANFÄNGEN ZUR ZEIT DER FRÜHEN WETTINER IM 12. JAHRHUNDERT
BIS ZU KURFÜRST ERNST (1464–1486) UND HERZOG ALBRECHT (1464–1500)
Die historische Stellung der Dresdner Burg im Mittelalter und ihre Entwicklung
zur landesherrlichen Residenz der Wettiner, S. 20
Norbert Oelsner
Zur Stadtherrschaft im 12. Jahrhundert und zu Beginn des 13. Jahrhunderts, S. 20
Zum Prozess der Residenzbildung von der Mitte des 13. Jahrhunderts bis zur Mitte des
15. Jahrhunderts, S. 26
Vom „wesentlichen Hof“ der sächsisch-meißnischen Wettiner zur Hauptresidenz der al-
bertinischen Herzöge S. 37
Reinhard Spehr
Die Topographie der Burg- und Stadtgründung und die älteste Stadtbefestigung
Die Burg im Gefüge der mittelalterlichen Stadt, S. 60
Reinhard Spehr
Die archäologischen Forschungen im Burgareal, S. 72
Einführung, S. 72
Der Bereich an der Schloßstraße – Die baulichen Anfänge im 12. Jahrhundert (Phase
1), S. 73
Die Elbbrücke, S. 86
Der Hof des Burggrafen (Phasen 2a und 2b, ca. 1230–1290), S. 94
Der Ausbau der Burg am Ende des 13. und im 14. Jahrhundert (Phase 3), S. 120
Die Burg um 1400 (Phasen 4a und 4b), S. 125
Der Ausbau der Burg im 15. Jahrhundert (Phase 5), S. 129
Die Bebauung im Südteil des jetzigen Schlosses, S. 133
Die Bebauung östlich der Schloßstraße, S. 136
Der markgräfliche Bereich an der Sophienstraße und das Burglehn, S. 140
Frank Walther
Die wasserbautechnischen Anlagen des Mittelalters im Bereich von Burg und
Stadt, S. 161
Die Gewässersituation zur Zeit der Stadtentstehung, S. 161
Dresdens Stadtbach, S. 163
Wasserbautechnische Befunde des 13. Jahrhunderts, S. 164
Wasserbautechnische Einrichtungen ab dem 15. Jahrhundert, S. 167
Zur Wasserversorgung, S. 169
Schlussbetrachtung, S. 171

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Norbert Oelsner
Zur Typologie der Dresdner Burganlage bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts, S.
175
Norbert Oelsner
Die Errichtung der spätgotischen Schlossanlage (1468–1480) und ihre weitere
Entwicklung bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts, S. 189
Bauaufgabe – Strukturen – Befunde, S. 189
DIE ZEIT DER HERZÖGE GEORG (1500–1539) UND HEINRICH (1539–1541)
Heinrich Magirius
Die Herzöge Georg und Heinrich, S. 234
Heinrich Magirius
Der Georgenbau, S. 235
Arndt Kiesewetter
Die Fassadendekoration des Georgenbaus und ihre Farbigkeit, S. 272
Anhang
Regententafel, S. 283
Bibliographie mit Abkürzungsverzeichnis, S. 284
Personen- und Ortsregister, S. 303
Abbildungsnachweis, S. 311
Autoren, S. 311
Beilagenverzeichnis, S. 312