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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 1
Otto-Dix-Quartier in Dresden
Städtebauliche Studie
Analyse
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 2
Vorbetrachtungen

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 3
Vorbetrachtungen
Anlass und Zielstellung
Die Landeshauptstadt Dresden ist eine
wachsende Stadt, die große Ziele verfolgt.
„Es soll eine lebenswerte Stadt mit allen
Bürgerinnen und Bürgern sein, die
Leistungskraft hat, schonend mit den
Ressourcen umgeht und sich als Kulturstadt in
Europa etabliert.“
(Dirk Hilbert, INSEK DD 2025)
Mit der Entwicklung des
„Wissenschaftsstandortes Dresden Ost“ als
energieeffizienten und ressourcenschonenden
Forschungs- und Innovationsstandort liegt das
in dieser Studie betrachtete Quartier an der
Reicker Straße zwischen Koitschgraben und
Otto-Dix-Ring/West in einem Stadtgebiet, in
dem sich umfassende städtebauliche
Veränderungen abzeichnen.
Um sowohl die Ideen und Bedarfe der Bürger/-
innen, als auch der Investierenden miteinander
zu verknüpfen, soll für das Gebiet an der
Reicker Straße eine fokussierte
Öffentlichkeitsbeteiligung mit Einwohner/-
innen, wichtigen Akteuren, Stadtbezirksrat und
Eigentümer/-innen durchgeführt werden. Aus
der Analyse des Ortes und den
unterschiedlichen Interessen der Beteiligten
wird als Ergebnis dieser Studie eine
Aufgabenstellung formuliert, durch die eine
positive Entwicklung des Gebietes befördert
werden soll und die als Grundlage zur
Erarbeitung eines städtebaulichen
Masterplanes dient.
Fläche des nahegelegenen zukünftigen
„Wissenschaftsstandortes Dresden Ost“
Brache der ehemaligen Gärtnerei am Otto-Dix-Ring
Rückseite des Otto-Dix-Centers grenzt an die Brache
Es gilt für das Gebiet eine ganzheitliche Vision
mit gesamtstädtischen Interessen zu
entwickeln, in der sich neben den
Planungsabsichten der Landeshauptstadt
Dresden bezüglich des Wissenschaftsstandortes
auch noch die zukünftigen Aktivitäten der
zahlreichen Akteure im und rund um das Areal
wiederfinden. Schon bei anderen
Beteiligungsmöglichkeiten für die
Stadtentwicklung in Dresden zeigte sich, dass
die Bürger/-innen der Landeshauptstadt
Interesse haben, mitzuwirken. „
Sie haben als
Einwohnerinnen und Einwohner ein großes
Bedürfnis, Ihre Stadt mitzugestalten. Mit Recht
sagen Sie: Es ist unsere Stadt!“
(Dirk Hilbert,
INSEK DD 2025)
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 4
Vorbetrachtungen
Anlass und Zielstellung
B-Plan Nr. 202 Otto-Dix-Ring aus dem Jahr 2009
Viele leerstehende Ladenflächen im O.D.C.
Plattenbauten zwischen O.D.C. und Koitschgraben
Einen erheblichen Teil des
Bearbeitungsgebietes nimmt die Brache einer
ehemaligen Gärtnerei ein, die sehr großes
Potenzial für die zukünftige Wohnentwicklung
in Dresden bietet. Auf dieser Fläche sieht ein
Bebauungsplan von 2009 bereits ein Wohn- und
ein Gewerbegebiet vor. Es ist an der Zeit, die
bisher verbindlichen Bauleitplanungen für das
Areal - die vor über 10 Jahren beschlossen
wurden und zu einem großen Teil Flächen für
Einfamilienhäuser vorsehen - einer Überprüfung
zu unterziehen, auf geänderte
zukunftsorientierte Anforderungen zu
hinterfragen und anzupassen.
Auch das Versorgungszentrum Otto-Dix-Center
sowie ein benachbartes großes Parkhaus,
gehören zum Untersuchungsraum und stellen
große Bestandteile des zu entwickelnden
Quartiers dar. Aufgrund der Entwicklung eines
reduzierten Ladenangebotes und viel Leerstand
im heutzutage überdimensionierten O.D.C., gibt
es Überlegungen zur Umnutzung oder Rückbaus
des Gebäudes. Das Grundstück birgt ein
enormes Entwicklungspotenzial und es könnten
sich völlig neue Möglichkeiten zur
städtebaulichen Umgestaltung und
Neustrukturierung ergeben.
Diese möglichen Veränderungen würden auch
das dahinter liegenden Plattenbaugebiet am
Koitschgraben beeinflussen, welches ebenfalls
mit in die Studie einbezogen wird. Das
Wohngebiet wird durch das Förderprogramm
„Sozialer Zusammenhalt“ unterstützt und hat
durch die Präsenz eines Quartiersmanagements
für alle Bürger/-innen und Akteure im Stadtteil
bereits eine wichtige Anlaufstelle.
„Trotzdem sind die sozialräumlichen Indikatoren
weiterhin um ein Vielfaches hinter dem
städtischen Durchschnitt zurück. Der Stadtteil ist
nach wie vor stigmatisiert und gilt in Folge der
Segregationsprozesse als sozialer Brennpunkt.“
(Entwicklungskonzept Soziale Stadt – Am
Koitschgraben)
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 5
Analyse – Lage und Strukturen

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 6
Analyse
Lage und Strukturen – stadträumlich
Stadträumliche Lage
Das Untersuchungsgebiet umfasst eine Fläche
von ca. 15 Hektar und befindet sich im Südosten
der Landeshauptstadt Dresden im südöstlichen
Randbereich des Stadtteils Strehlen,
unmittelbar angrenzend an die Stadtteile Reick
und Leubnitz-Neuostra, die alle im Stadtbezirk
Prohlis liegen. Es liegt ca. vier Kilometer vom
Hauptbahnhof und vier Kilometer von der
Altstadt entfernt. Der Große Garten und die
Pferderennbahn befinden sich in ca. 2,5
Kilometer Entfernung.
Die Reicker Straße begrenzt das Quartier im
Norden und bietet eine parallel am Gebiet
vorbeiführende Hauptverkehrsachse in Ost-
West-Richtung als wichtige Anbindung an das
Stadtzentrum. Sie stellt eine Sichtachse bis zur
Christuskirche Strehlen dar.
Der Blick Richtung Nordosten reicht über große
Wiesen und die Gleise der S-Bahn-Strecke bis
zur alten Gasanstalt Reick. Noch prägt der
großflächige Freiraum in diese Richtung den
Charakter des Gebietes, doch zukünftig könnten
dort neue Gebäude für den
Wissenschaftsstandort Dresden Ost entstehen.
Die Bebauung dieser Flächen wird das Gebiet
städtebaulich neu gliedern und funktional neu
ausrichten.
Reicker Straße als Sichtachse bis zur Christuskirche
Blick auf die alte Gasanstalt Reick
Blick auf die Plattenbauten am Otto-Dix-Ring
In den anderen Richtungen umgeben
größtenteils Wohngebiete und
Kleingartenanlagen das Gebiet. Die Fläche wird
von unterschiedlichen Gebäudetypologien
umgeben. In Richtung Süden richtet sich der
Blick auf die fünf- bis sechsgeschossigen
Plattenbauten des dicht besiedelten
Wohngebietes am Otto-Dix-Ring.
In historischen Plänen Dresdens sieht man, dass
die heutige Brache im Untersuchungsgebiet am
östlichen Rand des Stadtteils Strehlen, eine der
letzten unbebauten Flächen entlang der Reicker
Straße war, bevor sie in den 1990er schließlich
mit der Gärtnerei bebaut wurde.
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 7
Analyse
Lage und Strukturen – stadträumlich
Untersuchungsgebiet
Aufnahmedatum 2020
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Grafik: StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 8
Analyse
Lage und Strukturen – Umgebung
Das Areal wird durch die Reicker Straße im
Norden, den Koitschgraben im Osten, den
Heinz-Lohmar-Weg im Süden und dem Otto-
Dix-Ring/West im Westen begrenzt.
Das Gebiet hat eine gute Erreichbarkeit durch
die ÖPNV-Verknüpfung zur Innenstadt mit den
Straßenbahnlinien 9, 10 und 13 entlang der
Reicker Straße und auch durch die Vernetzung
mit dem Umland über die S-Bahn-Haltestelle
Dresden-Reick mit der S1 und der S2 .
Fotos?
Reihe aus Einfamilienhäusern in unmittelbarer
Nachbarschaft
S-Bahn-Haltestelle Dresden-Reick
Gewerbliche Flächen entlang der Lohrmannstraße
Der kürzeste Weg von der S-Bahn-Haltestelle
zum Untersuchungsgebiet führt aktuell entlang
der Lohrmannstraße durch ein Gewerbegebiet,
das vor allem durch diverse Baustoffhändler
geprägt ist. Im südwestlichen Teil des
Gewerbegebietes schließt sich Wohnbebauung
in Form von Mehrfamilienhäusern an.
Betrachtet man die Reicker Straße weiter
Richtung Westen, fallen im nördlichen Bereich
die großen Freiflächen auf, die bis vor ca. 10
Jahren noch von Bebauung geprägt waren und
nun als Grünfläche mit zahlreichen Bäumen in
der Umgebung liegen.
Unmittelbar angrenzend an das
Untersuchungsgebiet reiht sich im Westen ein
kleines Neubaugebiet aus Einfamilienhäusern,
das eine kontrastreiche Grenze zur Brache
darstellt und den Übergang in das westlich
liegende Wohn-/Gewerbe- und
Kleingartengebiet zwischen Otto-Dix-Ring und
Dorotheenstraße bildet.
Im Süden des zu betrachtenden Areals befinden
sich ein eine Kita, eine Grundschule sowie die
Wohnblockbebauungen entlang des Otto-Dix-
Rings.
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 9
Untersuchungsgebiet
Analyse
Lage und Strukturen – Umgebung
© Landeshauptstadt Dresden
Grafik: StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 10
Analyse
Lage und Strukturen – Untersuchungsgebiet
Grünflächen in der Wohnsiedlung zwischen O.D.C
Großzügige Treppen vor dem Otto-Dix-Center
Sitzgelegenheiten am Koitschgraben
und Koitschgraben
Das Untersuchungsgebiet
Die dargestellte Begrenzung bildet den
Schwerpunktraum ab, der immer im
Zusammenhang mit seiner Umgebung
betrachtet wird.
Die Hauptbestandteile innerhalb des Areals
setzen sich aus der ca. sechs Hektar großen
Brache, dem Otto-Dix-Center und der östlich
davon bestehenden Wohnsiedlung am
Koitschgraben zusammen.
Die Brache besteht seit der Insolvenz der
ehemaligen Gärtnerei im Jahr 2005. Bereits
1999 wurde für diese Fläche ein Bebauungsplan
aufgestellt (B-Plan 202), der nun im Zuge dieser
Studie überarbeitet und an die neuen
Entwicklungen angepasst werden soll.
Das Otto-Dix-Center eröffnete im Jahr 2001 als
komplexer Einzelhandelsstandort. Aktuell steht
der größte Teil der Verkaufsflächen leer und das
Center wird hauptsächlich durch den
Lebensmittelgroßhandel Kaufland belebt.
Die im Gebiet gelegene Wohnsiedlung besteht
aus sechsgeschossiger Plattenbauweise der
1980er Jahre. In den Gebäuden finden sich
heute außer Wohnungen auch einige soziale
Einrichtungen, unter anderem das Stadtteilbüro
Koitschgraben. Zwischen den Plattenbauten
befinden sich öffentliche Grünflächen,
Fußwege, ein kleiner Spielplatz, sowie das
leerstehende Gebäude der ehemaligen
Konsum-Filiale.
Des Weiteren sind das Parkhaus des O.D.C.,
weitere Parkplätze, der Mietwagenanbieter
Buchbinder, der Schulhof der 129. Grundschule,
sowie der Koitschgraben (östliche Grenze)
innerhalb des Untersuchungsgebietes verortet.
Ein Blick auf ausgewählte historische Karten der
letzten 20 Jahre zeigt, dass das Gebiet schon oft
Standort großer Veränderungen und
Umstrukturierungen war.
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 11
Analyse
Lage und Strukturen – Untersuchungsgebiet
Untersuchungsgebiet
Aufnahmedatum 2020
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Grafik: StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 12
Analyse
Lage und Strukturen – Untersuchungsgebiet
1999
Auf dem Luftbild sind die weißen Gewächshausdächer der ehemaligen
Zierpflanzenwirtschaft Florades e.G. zu sehen. Auf der gegenüberliegenden
Seite nordöstlich der Reicker Straße befindet sich innerhalb des Rudolf-
Bergander-Rings Wohnblockbebauung.
2003
Östlich des Gärtnereigeländes ist das große Otto-Dix-Center entstanden,
das 2001 eröffnet wurde. An der Südseite des Gebäudes wurde im gleichen
Zuge ein Parkhaus gebaut. Auf dem Luftbild wird die ursprüngliche
städteplanerische Idee des O.D.C. deutlich – ein Shoppingcenter zentral
inmitten eines Wohngebietes. Die Reicker Straße wirkt damals weniger wie
eine Grenze des Gebietes als heutzutage.
© Landeshauptstadt Dresden
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 13
Analyse
Lage und Strukturen – historisch
2009
Das Luftbild zeigt mehrere Veränderungen. Zum einen ist die Gärtnerei
nicht mehr vorhanden und die Fläche wird zur Brache. Gleichzeitig ist zu
erkennen, dass das Wohngebiet innerhalb des Rudolf-Bergander-Rings
kleiner geworden ist – der östliche Teil ist bereits vollständig abgerissen.
2015
Die Blockbebauung innerhalb des Rudolf-Bergander-Rings ist auf dieser
Aufnahme nicht mehr vorhanden. Westlich des Untersuchungsgebietes ist
entlang des Otto-Dix-Rings eine Reihe Einfamilienhäuser entstanden. Sie
grenzen unmittelbar an das zu entwickelnde Quartier.
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 14
Analyse
Lage und Strukturen – atmosphärisch / akustisch / intuitiv
Fundstücke auf der Brache erzählen von Gegenwart
und Geschichte
Begehung der Brache auf dem Untersuchungsgebiet
Fluchttreppe als symbolische Verbindung zwischen
O.D.C. und Brache
Mit der Karte auf Seite 19 wird keine exakte
oder messbare Wirklichkeit aufgezeigt, sondern
es werden mit plakativen Darstellungen die
intuitiven Assoziationen der ersten
Ortsbesichtigung visualisiert. Die informelle
Herangehensweise soll erste Eindrücke und die
Atmosphäre des Gebietes wiederspiegeln.
Da eine Umgebung nicht nur visuell, sondern
auch akustisch wahrgenommen wird, wurden
bei der Begehung Tonaufnahmen angefertigt.
Die Kategorisierung in laut/mittel/leise wurde
nach eigener Einschätzung festgelegt.
Beim genauen Hinhören fiel besonders auf, wie
viel ruhiger es im südlichen Bereich der Brache
im Gegensatz zur sehr lauten Reicker Straße
wirkt – in diesem unteren Bereich dominierten
Vogelgezwitscher und die Geräusche der
spielenden Kinder auf dem Schulhof.
Die Atmosphäre auf der Brache wirkt durch die
vielen unterschiedlichen Pflanzenarten sehr
„wild“ und lädt zum Entdecken ein. Die
Überreste der ehemaligen Gärtnerei
hinterlassen noch immer Spuren aus der
Vergangenheit.
Steht man auf dem Parkplatz oberhalb der
Böschung, hat man einen guten Blick über das
gesamte Areal. Besonders kontrastreich wirkt
der abrupte Übergang von Wiese und Otto-Dix-
Center. Das O.D.C. wirkt hierbei wie eine
gigantische „Grenze“ zwischen der Brache und
der dahinter liegenden Siedlung. Die
Fluchttreppe des Gebäudes führt mitten auf die
ungenutzte Fläche und symbolisiert die
fehlende Verbindung der Orte.
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 15
Analyse
Lage und Strukturen – atmosphärisch / akustisch / intuitiv
laut
mittel
leise
Sound (Eindruck)
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Grafik: StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 16
Analyse
Lage und Strukturen – Vielfalt im Untersuchungsgebiet
Bauzaun trennt zukünftige Grünfläche vor dem
Blick auf die Ballsportanlagen des Schulhofes
O.D.C. von der Brache
Parkplatz im südwestlichen Teil des
Bearbeitungsgebietes
Die grafische Darstellung der unterschiedlichen
Bestandteile des Untersuchungsgebietes stellt
zum Abschluss des ersten Kapitels der Analyse
noch einmal die Vielfalt der Strukturen,
Nutzungen und Akteure in den Fokus. Die bunte
Mischung stellt einerseits großes Potenzial für
ein lebhaftes Quartier dar und deutet
gleichzeitig auf eine komplexe Aufgabe hin, alle
Bedarfe und Nutzungsansprüche miteinander
zu verknüpfen.
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 17
Analyse
Lage und Strukturen – Vielfalt im Untersuchungsgebiet
Brache
Grünflächen
Otto-Dix-Center
Buchbinder Autovermietung
Wohnen (z.T. soziale Institutionen)
Seniorenresidenz
Leerstand / Nutzung offen
Schulhof der 129. Grundschule
Parkplätze / Parkhaus
Koitschgraben
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 18
Analyse – Nutzungen

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 19
Analyse
Nutzungen – Gebäudenutzungen Untersuchungsgebiet und angrenzende Bebauung
Abriss der ehemals gewerblich genutzten Gebäude
129. Grundschule grenzt südlich an das Areal
Parkhaus am O.D.C.
auf dem Untersuchungsgebiet 2020
In unmittelbarer Nachbarschaft zum
Untersuchungsgebiet dominiert Wohnnutzung
(Block-/Siedlungsbebauung und
Einfamilienhäuser), jedoch ist auch deutlich zu
erkennen, dass einige Gebäude um das Areal
mit gewerblicher Nutzung / Einzelhandel
versehen sind. Hierzu zählen beispielsweise der
Biomarkt Strehlen, eine Fressnapf-Filiale, ein
Kfz-Meisterbetrieb und ein Montagebetrieb.
Auf dem Gelände sind neben den wenigen
verbliebenen Ladengeschäften im Otto-Dix-
Center lediglich die ehemalige Konsum-Filiale
(aktuell steht das Gebäude bis auf ein
Nagelstudio und eine Fahrschule größtenteils
leer) und der Mietwagenhändler Buchbinder als
letzter Betrieb auf den ehemals gewerblich
genutzten Flächen der jetzigen Brache
geblieben.
Besonders auffällig sind außerdem die vielen
Bildungseinrichtungen (129. Grundschule, 128.
Oberschule, Kindertagesstätte Abenteuerland,
Kindertagesstätte Am Koitschgraben) um das
Gebiet, sowie die zahlreichen sozialen
Institutionen im und um das Areal
(Seniorenresidenz, Bürgertreffs, Jugend-
sozialarbeit, etc.). Diese werden im Kapitel zur
Akteursanalyse noch detaillierter aufgelistet.
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 20
Analyse
Nutzungen – Gebäudenutzungen Untersuchungsgebiet und angrenzende Bebauung
Wohnen
Gewerbe / Einzelhandel
Bildungs- und soziale Einrichtungen
sonstige Nutzung
Ungenutzt
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 21
Analyse
Nutzungen – Wohngebiete und Baustruktur
Blockbebauung in der Walter-Arnold-Straße als Teil
des Untersuchungsgebiets
Einfamilienhäuser in der Gudehusstraße (östlich des
Koitschgrabens, angrenzend an das Gebiet)
Siedlungsbau an der Reicker Straße (Wieckestraße),
ebenfalls östlich des Gebiets
Der Blick auf die Verteilung der Wohngebiete
zeigt besonders deutlich die Zweiteilung in
Wohnnutzung südlich der Reicker Straße und
quasi keine Wohnnutzung nördlich der Reicker
Straße. Diese Gegebenheit war – wie bereits an
den historischen Karten erläutert – nicht schon
immer so. Diese aktuell existierende
Funktionstrennung wird zukünftig durch die
Entwicklung des Wissenschaftsstandortes
Dresden-Ost voraussichtlich bestehen bleiben.
Starke Kontraste zeigen sich auch hinsichtlich
der Baustrukturen der einzelnen Gebiete.
Während sich im westlichen Bereich Richtung
Innenstadt gründerzeitliche Strukturen mit
zahlreichen freistehenden
Mehrfamilienhäusern (u. a. Dresdener
Kaffeemühlenhäuser) ballen, finden sich in
unmittelbarer Umgebung zum
Untersuchungsgebiet ausschließlich Blockrand-/
und Siedlungsbau oder Einfamilienhäuser. Es
besteht ein Defizit an vielfältigen und
durchmischten Wohnstrukturen.
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 22
Analyse
Nutzungen – Wohngebiete und Baustruktur
Einfamilienhaus
Freistehendes
Mehrfamilienhaus
Block, Blockrand,
Siedlungsbau
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Grafik: StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 23
Analyse
Nutzungen – Gewerbe und Einzelhandel
Netto-Filiale Lohmannstraße
Kaufland im O.D.C.
Parkplätze im UG des O.D.C.
Die gewerblichen Nutzungen konzentrieren sich
besonders nördlich der S-Bahn-Strecke. Dort
befinden sich neben den Frauenhofer-Instituten
für Keramische Technologien und Systeme,
Elektronenstrahl- und Plasmatechnik sowie
Werkstoff- und Strahltechnik, die als Basis für
die Entwicklung des neuen Forschungs- und
Innovationsstandortes dienen, auch noch
diverse Einrichtungen und Händler des Kfz-
Gewerbes.
Der Blick auf Lebensmittelversorgung zeigt
Kaufland als großen und zentralen Standort auf.
Dieser soll auch in Zukunft bestehen bleiben. Es
gibt aktuell bereits Überlegungen, die Filiale aus
dem O.D.C. auszulagern und städtebaulich
ebenerdig in das neue Quartier zu integrieren.
Weitere Supermärkte in der Umgebung sind
außer dem neuangesiedelten Biomarkt etwas
weiter entfernt, so liegen z. B. die Konsum- und
Penny-Filialen bereits weit westlich der
Dohnaer Str. im Stadtteil Leubnitz-Neuostra.
Ein weiteres Gewerbegebiet säumt den Weg
von der S-Bahn-Station Reick bis zur Reicker
Straße entlang der Lohrmannstraße. Hier haben
sich schwerpunktmäßig Bau- und
Werkstoffhändler niedergelassen.
Südlich des Bearbeitungsgebietes befindet sich
der Standort der BMW-Niederlassung Dresden
sowie ein weiterer Autohändler und eine Aral-
Tankstelle.
In unmittelbarer Nähe zum zukünftigen
Quartier zwischen Reicker Straße und S-Bahn-
Gleisen erstrecken sich die Gewächshaus- und
Solardächer des großen Gartenbaucenters
Rülcker.
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 24
Analyse
Nutzungen – Gewerbe und Einzelhandel
Gewerbe
Einzelhandel
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 25
Analyse
Nutzungen – Otto-Dix-Center
Das nach dem berühmten Maler Otto Dix
benannte Einkaufszentrum eröffnete im Jahr
2001. Gemäß des Zentrenkonzeptes der Stadt
Dresden wurde es im Jahr 2006 als „Komplexer
Einzelhandelsstandort“ (möglich ab 10.000 m²
Nutzfläche) ausgewiesen.
„Sie stellen komplex
geplante und gebaute Einzelhandelsstandorte
dar, die sich nicht an historisch gewachsenen
Strukturen orientiert haben (dezentrale
Standorte)“.
(Vgl. DD Zentrenkonzept 2006)
Inzwischen gilt das O.D.C. aufgrund der vielen
leerstehenden Ladenflächen in seiner
ursprünglichen Konzeption als
überdimensioniert.
Blick über den „Flucht-Balkon“ Richtung Westen aus
dem O.D.C. auf die Brache
Ungenutzter Zwischenraum / Fläche zwischen
„Freiraum zu vermieten“ im O.D.C.
leerstehenden Läden des O.D.C. und Seniorenheim
Aktuelle Läden/Funktionen im O.D.C.:
Kaufland
Tedi (1-Euro-Shop)
Kiosk (Zeitungen, Tabak, Lotto)
Geldautomat
Vodafone-Shop
Bäckerei
WC
Tiefgarage
Noch offen ist die Frage, ob das O.D.C. bestehen
bleibt und mit neuen Nutzungen bespielt wird
oder nicht. Aktuell wird seitens des Eigentümers
der Rückbau des Objektes und die Neuplanung
vorranging wohnungswirtschaftlicher Gebäude
geprüft.
In der sich aktuell in Bearbeitung befindlichen
Fortschreibung des Einzelhandels- und
Zentrenkonzeptes soll das O.D.C. voraussichtlich
zu einem „Wohnnahen Zentrum“ umklassifiziert
bzw. entwickelt werden. Die Voraussetzungen
hierfür (entsprechend hohes
Bevölkerungspotenzial im Einzugsbereich,
ÖPNV-Erschließung, bereits bestehende
Funktion als Nahversorger) sind gegeben. Der
Funktionalität eines „Wohnnahen Zentrums“
angepasst wären zusätzliche ergänzende
Nutzungen wie kleine Läden mit
Angebotsschwerpunkt im periodischen Bedarf,
Gastronomie und sonstige Dienstleister mit
Wohngebietsbezug (Friseur, Reisebüro, Praxen,
etc.) und auch Einrichtungen der Kultur oder
Verwaltung.
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 26
Analyse
Nutzungen – Zentrenkonzept (Radius 500 m)
Einfamilienhaus
Freistehendes
Mehrfamilienhaus
Block, Blockrand,
Siedlungsbau
Darstellungen dieser Karte beziehen
sich auf die Klassifizierungen des noch
gültigen Zentrenkonzeptes der
Landeshauptstadt Dresden von 2006.
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Grafik: StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 27
Analyse
Nutzungen – Kultur
Dieses Nutzungsdefizit sollte auch in Hinblick
auf die neue Bewohner/-innen-Zielgruppe
bezüglich des Wissenschaftsstandortes, für die
ein lebenswertes Umfeld gewünscht ist (Vgl.
Erläuterungsbericht zum Rahmenplan Nr. 789,
Kapitel 3.5 Standortimage), mitgedacht werden.
Auch im INSEK DD 2025+ lautet eins der vier
großen Zukunftsthemen für die
Stadtentwicklung „Dresden –Kulturhauptstadt:
Erhalt und Weiterentwicklung der einzigartigen
Kulturlandschaft“
Kulturelle Einrichtungen in Dresden
O.D.C.: Raum für Kultur?
Untersuchungsgebiet
„Kunst und Kultur gehören grundsätzlich zu den
wichtigsten Vorrausetzungen zur Herausbildung
eines eigenen unverwechselbaren
Selbstverständnisses in der Stadt, für Kreativität
und die weitere Entwicklung von Lebensqualität,
Identifikation, Bildungsniveau
und sozialen Frieden. Kulturelle Werte sind zu
bewahren und zu entwickeln.“
(INSEK DD 2025+,
S.41)
Es gibt bereits in zahlreichen Städten viele
erfolgreich realisierte Konzepte von
Umnutzungen leerstehender Shoppingcenter –
manchmal auch als temporäre Aufwertung /
Zwischennutzung – zu vielfältigen Kulturorten
für Kreative und Interessierte mit innovativen
Pop-Up-Stores, Ausstellungsflächen etc.
Im gesamtstädtischen Vergleich befinden sich
auffällig wenige kulturelle Einrichtungen im und
um das Untersuchungsgebiet. In der Umgebung
findet sich weder eine Galerie noch ein Kino,
Theater oder generell ein Veranstaltungsort für
Konzerte o. ä.
Es lassen sich in diesem Bereich lediglich das
Panometer, welches eher für gezielte
Besucher/-innen als für die Bewohner/-innen
aus der Nachbarschaft ausgelegt ist, und die
Stadtteilbibliotheken aufzählen.
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 28
Analyse
Nutzungen – Kultur
Museen und Galerien
Bibliotheken
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 29
Analyse
Grünräume
Grün- und Erholungsfläche
Sonstige Gehölzfläche
Waldfläche
Erwerbsgartenbau
Bebaute Fläche
Neues Baugebiet
Maßnahmen zur Verbesserung Stadtklima
Erhalt/Entwicklung des Grünverbundes
Erhalt/Entwicklung des Biotopverbundes
Ausschnitt aus dem Landschaftsplan Dresden 2018
Grünverbindung Koitschgraben
Landeshauptstadt Dresden: Ausführungsplanung Grünanlage zwischen Otto-Dix-Center und Brache
Nach dem Leitbild „der kompakten Stadt im
ökologischen Netz“ (Vgl. INSEK) sollte in der
stadtplanerischen Entwicklung vor allem auf
grüne Achsen und Wegeverbindungen geachtet
werden. Daher erscheint es diesbezüglich
besonders sinnvoll, den Naturraum entlang des
Koitschgrabens als Grünverbindung zwischen
Wohngebiet, Wissenschaftsstandort und der
S-Bahn-Haltestelle Reick mitzudenken.
Bei dem Gedanken von zusammenhängenden
Grünräumen und der Vermeidung von
„Briefmarkenplanung“ im zu entwickelnden
Quartier, ist es wichtig die bereits lange
geplante Maßnahme des Fördergebietes einer
Grünanlage zwischen O.D.C. und Brache, die
aktuell wie eine isolierte Insel im
Bearbeitungsgebiet liegt, in die
gesamtplanerischen Absichten sinnvoll zu
integrieren.
Der Fokus auf die Grünräume in der Umgebung
zeigt großflächige grüne Bereiche auf, die sich
vielfältig zusammensetzen – eine große Rolle
spielt neben Grünflächen/Parkanlagen auch der
beträchtliche Anteil der Kleingärtenanlagen und
Brachen. Während die Brachen nach und nach
der zukünftigen Bebauung weichen werden,
wird es um so wichtiger, die Kleingärten zu
schützen. Das Kleingartenentwicklungskonzept
der Landeshauptstadt (2018) beschreibt deren
wichtige ökologische und soziale Dimension.
„Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf den
Erhalt und die Entwicklung von wohnortnahen
Kleingärten gelegt.“
(S. 8)
Bei der Realisierung der geplanten Verbindung
zwischen Otto-Dix-Ring und Dohnaer Straße
(siehe Analyse-Kapitel „Verkehr“) müssten
Kleingärten weichen.
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 30
Analyse
Grünräume
Wald
Grünanlagen und Freiflächen
Kleingärten und Gärten
Spielplätze, Schulhöfe, Sportplätze
Friedhöfe
Brachen
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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 31
Analyse
Nutzungen – Flächennutzungsplan
Bauflächen
Ortsteilzentrum
Wohnnahes Zentrum
Gewerbliche Baufläche
Gewerbliche Baufläche mit geringem Störungsgrad
Sonderbaufläche
Zweckbestimmung für Sonderbauflächen
Großflächiger Einzelhandel
Wissenschaft
Gemeindebedarfsaustattung
Gemeindebedarfsfläche
Zweckbest. für Gemeindebedarfsaustattung
Schule, Bildungseinrichtung
Konfessionelle Einrichtung
Kulturellen Zwecken dienende Einrichtung
Sportlichen zwecken dienende Anlage
Brand- und Katastrophenschutz, Polizei
Verkehrsflächen
Hauptverkehrszug Straße
Hauptverkehrszug Bahnananlage
Grün- und Freiflächen
Grünfläche
Zweckbestimmung für Grün- und Freiflächen
Parkanlage
Dauerkleingarten
Sonstiger Garten
Grünvernetzung
Wohnbaufläche mit hoher Wohndichte
Wohnbaufläche mit geringer Wohndichte
Gemischte Baufläche
Gemischte Baufläche mit Kerngebietsfunktion
Zweckbest. für Baufl. mit Kerngebietsfunkt.
Wiese am Rudolf-Bergander-Ring ist Teil des
zukünftigen Wissenschaftsstandortes
Wohnwagen-Idylle auf der zukünftig bebauten
Fläche des Wissenschaftscampus
Für die noch ungenutzte Fläche innerhalb des
Areals sind im FNP größtenteils
„Wohnbauflächen mit geringer Wohndichte“
vorgesehen. Ein für „Gewerbliche Baufläche mit
geringem Störungsgrad“ vorgesehener Streifen
trennt die zukünftige Wohnbaufläche von der
Reicker Straße und dem Wissenschaftsstandort.
Die Plattenbausiedlung am Koitschgraben ist als
„Wohnnahes Zentrum“ deklariert –also die
gleiche Zweckbestimmung, die möglicherweise
zukünftig für das O.D.C. vorgesehen werden
könnte. Die Fläche des O.D.C. ist aktuell als
Sonderbaufläche mit der Zweckbestimmung
„Großflächiger Einzelhandel“ ausgewiesen.
Die Betrachtung des entsprechenden
Ausschnitts des Flächennutzungsplanes 2020
verdeutlicht die Entwicklung der Grünbereiche
nördlich der Reicker Straße zur Sonderbaufläche
mit der Zweckbestimmung Wissenschaft. Diese
Visualisierung hebt noch einmal die Wichtigkeit
der Entwicklung der Grünvernetzung entlang
des Koitschgrabens hervor, welche für
Fußgänger außerdem aktuell durch die Reicker
Straße durchtrennt wird.
Südlich der Bahnstrecke bleibt ein grünes Band
in Ost-West-Erstreckung bestehen. Auch hier
würde sich eine Wegeverbindung durchs Grüne
anbieten.
© StadtLabor
© StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 32
Analyse
Nutzungen – FNP
Analyse
Nutzungen – Flächennutzungsplan
Ausschnitt aus dem
Flächennutzungsplan 2020
Landeshauptstadt Dresden
© Landeshauptstadt Dresden

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 33
Analyse
Nutzungen – Rahmenplan Nr. 789 Wissenschaftsstandort Dresden-Ost
3.4
Lebensumfeld3.4
Lebensumfeld
Dresden bietet als Stadt herausragende Lebensbedingungen. Für die Wissenschaftler/
-innen sollten darüber hinaus in kurzer Distanz zu ihrem Arbeitsstandort auch adäquate
Wohnungsangebote bereitgestellt werden können, notwendige Infrastrukturen (zum
Beispiel Kindertageseinrichtungen, Schulen) für junge Famili3.4
Lebensumfeld
Dresden bietet als Stadt herausragende Lebensbedingungen. Für die Wissenschaftler/
-innen sollten darüber hinaus in kurzer Distanz zu ihrem Arbeitsstandort auch adäquate
Wohnungsangebote bereitgestellt werden können, notwendige Infrastrukturen (zum
Beispiel Kindertageseinrichtungen, Schulen) für junge Familien sind unverzichtbar,
damit die oft befristete Mitwirkung in einem Forschungsprojekt überhaupt angenommen
werden kann.en sind unverzichtbar,
damit die oft befristete Mitwirkung in einem Forschungsprojekt überhaupt angenommen
werden kann.
Dresden bietet als Stadt herausragende Lebensbedingungen. Für die Wissenschaftler/
-innen sollten darüber hinaus in kurzer Distanz zu ihrem Arbeitsstandort auch adäquate
Wohnungsangebote bereitgestellt werden können, notwendige Infrastrukturen (zum
Beispiel Kindertageseinrichtungen, Schulen) für junge Familien sind unverzichtbar,
damit die oft befristete Mitwirkung in einem Forschungsprojekt überhaupt angenommen
werden kann.
Darstellung zur zukünftigen Verkehrsinfrastruktur
(vgl. Erläuterungsbericht Rahmenplan Nr. 789)
Darstellung der Technopoles-Strategie Dresden
(vgl. Erläuterungsbericht Rahmenplan Nr. 789)
Grüne Achse südlich entlang der Bahnstrecke
(vgl. Erläuterungsbericht Rahmenplan Nr. 789)
Die Gegenüberstellung des Areals mit dem
Rahmenplan Nr. 789 verdeutlicht die Dimension
des geplanten Wissenschaftsstandortes und
zeigt die direkte Nachbarschaft des zu
entwickelnden Wohnquartiers auf. Die große
Bedeutung des Untersuchungsgebietes wird im
Bericht zum Rahmenplan beschrieben:
„Für die
Wissenschaftler/-innen sollten in kurzer
Distanz zu ihrem Arbeitsstandort adäquate
Wohnungsangebote bereitgestellt werden
können (…) Von besonderem Interesse sind die
im Umfeld gegebenen Wohnstandorte
, die mit
ihren differenzierten Qualitäten und
Infrastrukturangeboten (z. B. Otto-Dix-Center)
und insbesondere auch mit dem Entwick-
lungspotenzial im Bereich der ehemaligen
Gärtnerei eine
wichtige Ergänzung zum
Wissenschaftsstandort
darstellen.“
(S.7-8)
Mit der Ansiedlung von drei Fraunhofer-
Instituten sowie weiteren forschungsnahen
Wirtschaftsunternehmen haben sich im
Dresdner Osten als dritter Themenschwerpunkt
der Technopoles-Strategie Dresdens
„Neue
Werkstoffe“
,
Nanotechnologie und Energie
herauskristallisiert. An diesem Standort wird an
Schlüsselfragen der Zukunft wie z. B.
Energiespeicherung, Energieumwandlung oder
auch Energieeffizienz durch innovative
Werkstoffe/Nanotechnologie gearbeitet.
© Landeshauptstadt Dresden
© Landeshauptstadt Dresden
© Landeshauptstadt Dresden

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 34
Analyse
Nutzungen – FNP
Analyse
Nutzungen – Rahmenplan Nr. 789 Wissenschaftsstandort Dresden-Ost
Rahmenplan Nr. 789 des
Wissenschaftsstandortes Dresden-Ost
(Landeshauptstadt Dresden, 2012)
Bezug zum Untersuchungsgebiet
© Landeshauptstadt Dresden

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 35
Analyse
Nutzungen – Bebauungspläne Übersicht
Übersicht B-Pläne
Planungen/Umstrukturierungen liegen fast
alle im Bereich des zukünftigen
Wissenschaftsstandortes -> bis auf 398 A
jedoch noch im Aufstellungsverfahren
398 A ist bereits in Kraft getreten und wird
aktuell schon realisiert (z. B. Sanierung Kita)
543 und 680 sind bereits realisiert
B-Plan Dorotheenstraße/Hermannstraße
folgte dem von StadtLabor erarbeiteten
Rahmenplan Nr. 739 „Wohnquartier
Dorotheenstraße – Strehlen“
202 nimmt einen Großteil des
Untersuchungsgebiets ein
Die Brache der ehemaligen Gärtnerei wartet seit über 15 Jahren auf eine neue Nutzung
B-Plan 202
„Die Flächen an der Reicker Straße zwischen
dem Otto-Dix-Ring und dem Einkaufszentrum
O.D.C. sind nach der Insolvenz der
ehemaligen Gärtnerei im Jahr 2005
brachgefallen. Bereits im Jahr 1999 wurde
die Aufstellung eines Bebauungsplanes
beschlossen, um diesen Bereich städtebaulich
zu entwickeln und neu zu ordnen. Ein
Schwerpunkt der künftigen
Wohnentwicklung in Dresden ist es für junge
Familien bedarfsgerechte Angebote zu
schaffen.“
(EKO Am Koitschgraben 2016,
S.38)
© StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 36
Analyse
Nutzungen – FNP
Analyse
Nutzungen – Bebauungspläne Übersicht
Satzung in Kraft getreten
Satzung im Aufstellungsverfahren
© Landeshauptstadt Dresden

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 37
Analyse
Nutzungen – B-Plan 202 (Untersuchungsgebiet)
Zielstellungen des Bebauungsplanes (2009):
Entwicklung eines innenstadtnahen Wohn-
und Gewerbestandortes, wobei sich diese
Funktionen voneinander räumlich abgrenzen
straßenbegleitend an der Reicker Straße:
Errichtung von Gewerbeeinrichtungen
rückwärtig der Gewerbebebauung nach
Süden hin: individueller Wohnungsbau
Schaffung vielfältiger Wohnformen, wie
Stadtreihenhäuser, Einfamilien- und
Doppelhäuser
Einordnung einer öffentlich zugänglichen
Grünfläche zwischen Bebauungsgebiet und
O.D.C. mit einer fußläufigen Durchwegung
von der Reicker Straße zum Heinz-Lohmar-
Weg
Legende
Allgemeines Wohngebiet
Gewerbegebiet
Grenze des Geltungsbereiches
Baulinie
Baugrenze
Ausrichtung Längsachse Gebäude
nur Einfamilienhaus zulässig
nur Doppelhaus zulässig
nur Hausgruppen zulässig
nur Reihenhaus zulässig
Satteldach
Walmdach
Zeltdach
Pultdach
Flachdach
Verkehrsfläche besonderen Zwecks
Zweck: Verkehrsberuhigter Bereich
Straßenverkehrsfläche
Ver- und Entsorgungsflächen
Öffentliche Grünfläche
Zweck: Parkanlage
Anpflanzen: Bäume
Erhalten: Bäume
bestehendes Gebäude
Überlegungen zur Überarbeitung (2020):
B-Plan soll im Hinblick auf die aktuellen
Veränderungen in der Umgebung
(Wissenschaftsstandort, Abriss O.D.C.?) neu
gedacht werden -> neue Bezüge /
Wegeverbindungen / räumliche
Schwerpunkte
aktuell sind hauptsächlich Einfamilienhäuser,
Doppelhäuser und Reihenhäuser vorgesehen
-> nicht mehr zeitgemäß -> Bedarf an
verdichteten und vielfältigeren
Wohnstrukturen

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 38
Analyse
Nutzungen – B-Plan 202 (Untersuchungsgebiet)
Landeshauptstadt Dresden
Bebauungsplan Nr. 202
Reicker Straße / Otto-Dix-Ring
- Satzung vom 2. April 2009 -
© Landeshauptstadt Dresden

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 39
Analyse
Nutzungen – B-Plan 398 A Wissenschaftsstandort
B-Plan 398 A
Lage: direkt gegenüberliegend des
Bearbeitungsgebietes nördlich der Reicker
Straße
bereits in Kraft getreten und schon teilweise
in der Umsetzung (Kita Am Koitschgraben)
bis auf die Kita (Gemeinbedarf) und die
umgebenden öffentlichen Grünflächen sind
vorrangig Bauflächen für Sondergebiete
(Wissenschaft, Forschung, Innovation)
vorgesehen
Wichtige Rolle der Durchwegung /
Verknüpfung von Wohngebiet und
Wissenschaftsstandort / Weg zur S-Bahn /
Koitschgraben als Verbindung
Legende
Grenze des Geltungsbereiches
Sonstiges Sondergebiet, z.B. SO 8
Wissenschaft, Forschung, Innovation
Mischgebiet
Gemeinbedarf
Kindertagesstätte
Abgrenzung unterschiedlicher Nutzung
Baulinie
Baugrenze
öffentliche Straßenverkehrsfläche
Öffentlicher Fußweg
öffentliche Grünfläche
Wiese
Gewässerbegleitgrün
Erhalten: Bäume
Flächen für besondere Anlagen zum Schutz vor
schädlichen Umwelteinwirkungen
Lärmpegelbereich, z.B. III - V
bestehende Gebäude
Zulässige Zahl der Vollgeschosse, z.B. 3-5
Umbau und Modernisierung der Kindertagesstätte
„Am Koitschgraben“ im Rudolf-Bergander-Ring
Blick von der Reicker Straße: Baustelle des neuen
Spielplatzes der Kindertagesstätte (November 2020)
© StadtLabor
© StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 40
Analyse
Nutzungen – B-Plan 398 A Wissenschaftsstandort
Landeshauptstadt Dresden
Bebauungsplan Nr. 398 A
Wissenschaftsstandort Dresden-Ost
- Satzung vom 17. Mai 2018 -
© Landeshauptstadt Dresden

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 41
Analyse
Nutzungen – B-Plan 398 B Wissenschaftsstandort
B-Plan 398 B
Nördliche Ergänzung des B-Planes 398 A
Satzung noch im Aufstellungsverfahren
Viel Grünfläche, Sportanlage -> wichtiges
Erholungsgebiet auch für
Stadtteilbewohner:innen -> könnte wichtige
Verknüpfung/Treffpunkt für
Wissenschaftler:innen und Anwohner:innen
werden
Öffentlicher Fußweg entlang der
Bahnstrecke geplant -> wäre auch ein
wichtiger Fahrradweg (wird noch geprüft /
sollte in eine naturverträgliche Achse
eingebettet werden)
Legende
Grenze des Geltungsbereiches
Sonstiges Sondergebiet, z.B. SO 8
Wissenschaft, Forschung, Innovation
Gewerbegebiet
Gemeinbedarf
Kindertagesstätte
Abgrenzung unterschiedlicher Nutzung
Baulinie
Baugrenze
öffentliche Straßenverkehrsfläche
Öffentlicher Fußweg
Öffentliche Grünfläche
Wiese
Gewässerbegleitgrün
Flächen für besondere Anlagen zum Schutz
vor schädlichen Umwelteinwirkungen
Lärmpegelbereich, z.B. III - V
bestehende Gebäude
Sportanlage
Zulässige Zahl der Vollgeschosse, z.B. 3-5
Wegbegleitgrün
Private Grünfläche
Wiese
Waldfläche
Bezeichnung der Maßnahmefläche
Flächen für die Wasserwirtschaft
Überschwemmungsgebiet
Regenrückhaltebecken der Bahnanlagen
Die heutige Straßenführung des Rudolf-Bergander-
Rings wird größtenteils zur Baufläche
© StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 42
Analyse
Nutzungen – B-Plan 398 B Wissenschaftsstandort
Landeshauptstadt Dresden
Bebauungsplan Nr. 398 B
Wissenschaftsstandort Dresden-Ost
- Entwurf zur öffentlichen Auslegung -
© Landeshauptstadt Dresden

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 43
Analyse
Nutzungen – B-Plan 398 C Wissenschaftsstandort
B-Plan 398 C
ebenfalls gegenüber des
Bearbeitungsgebietes (westlicher Teil)
Satzung noch im Aufstellungsverfahren
geplante Funktionen: Sondergebiet
Wissenschaft, Gewerbegebiet, Grünfläche,
Sportanlage, Gemeinbedarf (bereits
bestehende Oberschule wird in die
Planungen integriert)
Thema Verkehr: große Straßenkreuzung
geplant-> wichtiger Verbindungspunkt als
neue Wegeverbindung von der Liebstädter
Straße über die S-Bahn-Gleise bis zur Reicker
Straße -> führt direkt auf das
Bearbeitungsgebiet zu
Legende
Grenze des Geltungsbereiches
Sonstiges Sondergebiet, z.B. SO 8
Wissenschaft, Forschung, Innovation
Gemeinbedarf
Sportanlage
Abgrenzung unterschiedlicher Nutzung
Baulinie
Baugrenze
öffentliche Straßenverkehrsfläche
Grünfläche
Private Grünfläche, Zweck Kleingärten
Öffentliche Grünfläche, Ausgleich, z.B. AM2
Flächen für besondere Anlagen zum Schutz vor
schädlichen Umwelteinwirkungen
Lärmpegelbereich, z.B. III - V
bestehende Gebäude
Zulässige Zahl der Vollgeschosse, z.B. 3-5
Verkehrsfläche besonderen Zwecks
Gewerbegebiet
Bezeichnung der Maßnahmefläche
Anpflanzen: Bäume
Erhalten: Bäume
128. Oberschule wird in den Wissenschaftscampus
integriert (GB 2)
Leerstand an der Reicker Straße wird durch eine
Sondergebiets-Baufläche ersetzt (SO 4)
© StadtLabor
© StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 44
Analyse
Nutzungen – B-Plan 398 C Wissenschaftsstandort
Landeshauptstadt Dresden
Bebauungsplan Nr. 398 C
Wissenschaftsstandort Dresden-Ost
- Entwurf zur öffentlichen Auslegung -
© Landeshauptstadt Dresden

Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 45
Analyse – Verkehr

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 46
Analyse
Verkehr – Straßennetz im Bestand
Die Lage an der Verbindungsstraße Reicker
Straße sorgt für eine gute Anbindung an die
Innenstadt. Bis in die Altstadt sind es vier
Kilometer. Die nahe gelegenen Verkehrsachsen
Dohnaer Straße und Teplitzer Straße sorgen für
eine gute Verbindung mit dem Umland. Die
Autobahn A17 ist über die Wilhelm-Franke-
Straße und die Anschlussstelle Prohlis in
ebenfalls vier Kilometern Entfernung zu
erreichen.
Aus dem Verkehrsentwicklungsplan 2025plus
geht hervor, dass eine Umwidmung der
Straßenkategorien bestimmter in der Nähe des
Untersuchungsgebietes gelegener Straßen
geplant ist. Dazu gehört eine Abstufung der
Bundesstraße 172 Dohnaer Straße / Teplitzer
Straße zu einer Staatsstraße, eine Abstufung der
Cäcilienstraße und der Lockwitzer Straße zu
einer Hauptsammelstraße, sowie die
Hochstufung der Dohnaer Straße zwischen
Teplitzer Straße und Cäcilienstraße zu einer
Hauptsammelstraße.
Staatsstraße
Kreisstraße
Hauptverkehrsstraße
Hauptsammelstraße
sonstige Straße
Untersuchungsgebiet
Neue Straßenkategorien
Im Norden des Untersuchungsgebiets bildet der
Bahndamm eine Barriere, welche aktuell nur
durch die Rayskistraße im Westen und die
Lohrmannstraße im Osten überwunden werden
kann. Dennoch kann die Anbindung an die
Nachbarquartiere und die Gesamtstadt als gut
bezeichnet werden.
Es fällt auf, dass im Bestandsstraßennetz die
Reicker Straße die einzige Hauptstraße darstellt,
die das Untersuchungsgebiet tangiert – alle
anderen unmittelbar umgebenden Straßen sind
als Tempo-30-Zonen ausgewiesen und bieten
eine gute Basis für ein verkehrsberuhigtes
Quartier.
Partikelemissions- und Lärmbelastung der
vielbefahrenen Reicker Straße
© StadtLabor
© Landeshauptstadt Dresden

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 47
Analyse
Verkehr – Straßennetz im Bestand
Bundesstraße
Kreisstraße
Hauptstraße
Hauptsammelstraße
weitere Straßen
Abb. 77
© Landeshauptstadt Dresden
Grafik: StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 48
Analyse
Verkehr – geplante Maßnahmen im Straßennetz
Ausgewählte Defizite im Verkehrssystem
Im Verkehrsentwicklungsplan Dresden 2025plus
werden auch in der Nähe des
Untersuchungsgebietes Defizite im
Verkehrssystem dargestellt. Die Reicker Straße
ist von Grenzwertüberschreitung von Partikel-
emission betroffen. Des Weiteren ist die
Kreuzung Reicker Straße / Rayskistraße
teilweise überlastet.
Es soll eine Gesamtplanung der Reicker Straße
gemeinsam mit den DVB (barrierefreie
Haltestellen) und unter Einbeziehung des
Radverkehrs erfolgen. (Vgl. VEP)
Geplante Maßnahmen im Straßennetz
Legende
Überlastete Knotenpunkte mit
Rückstauerscheinungen Kfz-Verkehr
Straßen mit Lärm-Betroffenheitsindex >4
Von Grenzwertüberschreitung (Partikel-
emission) betroffene Bereiche
Bereiche für Neugestaltung des
Straßenraumes
Überlastete Knotenpunkte mit
Reiseverlusten im ÖPNV
Geplante neue Straßenverbindungen
Es sind Baumaßnahmen für neue
Straßenverbindungen geplant:
Anbindung der Liebstädter Straße an die
Reicker Straße mit Durchwegung der
Bahntrasse -> führt genau auf das
Untersuchungsgebiet zu
Verbindung/Ausbaustrecke von Reicker
Straße bis zur Dohnaer Straße über den
Otto-Dix-Ring -> führt mitten durch
Kleingartenanlage (aktuell Verbindung für
Radfahrer schon vorhanden) -> die
Ausbaustrecke führt direkt durch das Areal
und könnte zu mehr Kfz-Verkehr in der
Siedlung führen
Im Zuge der Entstehung des Wissenschafts-
standortes Dresden-Ost wird nach und nach
ein neues Wegenetz nördlich der Reicker
Straße entstehen (vgl. B-Pläne 398 A-C) ->
wichtig in Zusammenhang mit dem
Untersuchungsgebiet zu denken
© Landeshauptstadt Dresden
© Landeshauptstadt Dresden

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 49
Analyse
Verkehr – geplante Maßnahmen im Straßennetz
Gebiet Rahmenplan Wissenschaftsstandort Nr.789
Straßennetz Bestand
Bahnstrecke Bestand
Untersuchungsgebiet
Neue Straßenverbindungen (VEP DD 2025plus)
Neugestaltung Straßennetz
Weitere neue Straßenverbindungen (vgl. B-Pläne
398 ABC, teilw. noch nicht in Kraft)
Rückbau von Straßen im Zuge des
Wissenschaftsstandortes (vgl. B-Pläne 398 ABC)
© Landeshauptstadt Dresden
Grafik: StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 50
Analyse
Verkehr – Öffentlicher Personennahverkehr
Stadtbahn
Das Untersuchungsgebiet ist gut an den
öffentlichen Personennahverkehr angebunden.
Auf der Reicker Straße verkehren die
Straßenbahnlinien 9 (Prohlis - Kaditz) und 13
(Prohlis - Mickten). Die Haltestelle Otto-Dix-Ring
liegt direkt am Untersuchungsgebiet.
Das Einzugsgebiet der Haltestelle Eugen-Bracht-
Straße legt eine Verschiebung zur besseren
Abdeckung der Reicker Straße und die
Erschließung des zukünftigen Wohnareals nah.
Andererseits liegt der aktuelle Standort direkt
an der Stichstraße Eugen-Bracht-Straße und vor
der auf der gegenüberliegenden Straßenseite
ansässigen Gärtnerei Rülcker.
Im Zuge der Gesamtplanung der Reicker Straße
ist der barrierefreie Ausbau der Haltestellen
vorgesehen.
Stadtbahn-Haltestelle Otto-Dix-Ring an der Reicker
Straße
S-Bahn-Haltepunkt Dresden-Reick
Buslinien 64/65 entlang der Lohrmannstraße
Bus
Die nächste Bushaltestelle befindet sich an der
Ecke Reicker Straße / Lohrmannstraße (Linie 64,
65, 87). Diese befindet sich in ca. 500 Metern
Entfernung vom Quartier. Durch die Nutzung
der Stadtbahn als Zubringer sind auch
Haltestelle weiterer Buslinien gut zu erreichen.
S-Bahn
Die S-Bahn-Linie verläuft in unmittelbarer Nähe
(450 Meter) zum Quartier, jedoch befindet sich
die Haltestelle Dresden-Reick in einer
Entfernung von ca. 1,5 Kilometern.
Hier besteht Optimierungsbedarf, z. B. durch
kürzere Wegeverbindungen für Fuß- und
Radverkehr zur Haltestelle, denn momentan
profitiert der Standort nicht so sehr von der
Nähe zur S-Bahn-Strecke.
In Verbindung mit dem Entstehen des
Wissenschaftsstandortes Dresden-Ost lohnt es
sich außerdem, über einen zusätzlichen S-Bahn-
Haltepunkt nachzudenken.
Am S-Bahnhof Reick gibt es eine Park-und-Ride-
Möglichkeit.
© StadtLabor
© StadtLabor
© StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 51
Analyse
Verkehr – Öffentlicher Personennahverkehr
Bus oder Stadtbahnhaltestelle
mit 300 Meter Radius
S-Bahn Haltestelle
mit 600 Meter Radius
Vorschlag zur Verlegung,
bzw. Ergänzung von Haltestellen
Untersuchungsgebiet
Rahmenplan Wissenschaftsstandort
© Landeshauptstadt Dresden
Grafik: StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 52
Analyse
Verkehr – Radverkehrsnetz
Ghost Bike an der Reicker Straße als Mahnmal für
tödlich verunglückte Radfahrer:in
Kein Platz für Radverkehr auf der Reicker Straße
Gehwegfahren auf der Reicker Straße
Direkt im oder am Untersuchungsgebiet gibt es
kaum Radverkehrseinrichtungen. In der
unmittelbaren Umgebung besitzt nur die
Dohnaer Str. einen Radweg. Die
Lohrmannstraße besitzt im Abschnitt zwischen
S-Bahn-Station und Reicker Straße einen
Radfahrstreifen, der allerdings kurz vor der
Reicker Straße abrupt endet. Kleinere Wege
erschließen abseits des Kfz-Straßennetzes
zusätzliche Verbindungen für Radfahrer. Hier ist
vor allem die Durchbindung der
Rothhäuserstraße hervorzuheben. Des
Weiteren führt die Radroute 6 der
Erlebnisregion Dresden „Auf den Spuren der
Dresdner Stadtgeschichte und alter
Bahntrassen“ durch das Untersuchungsgebiet
und bietet Potenzial für ein zukünftig
interessantes Gebiet für Radfahrer:innen.
Insgesamt ist das Gebiet nur schlecht für den
Radverkehr erschlossen und angebunden. Die
Landeshauptstadt Dresden hat 2016 ein
Radverkehrskonzept erstellt. Darin ist ein
Radnetz Dresden (Zielnetz) definiert. Die
Alltagsverbindungen als Teil des Radnetzes
Dresden sind in vier Kategorien untergliedert.
Mit der Reicker Straße führt eine Verbindung
der höchsten Kategorie direkt am
Untersuchungsgebiet vorbei. Hier ist ein großes
Defizit zu verzeichnen. Es gibt keine Sicherung
des Radverkehrs auf der Fahrbahn. In der
Vergangenheit ist es zu mehreren Unfällen
gekommen. Das Radverkehrskonzept hat diesen
Mangel bereits erkannt und ihn als
streckenhafte verkehrsorganisatorische
Maßnahme mit höchster Priorität eingestuft
(Maßnahmenliste Netz Nr. 633).
Bemängelt wird das Fehlen einer
Radverkehrsanlage bei hohem
durchschnittlichen Tagesverkehr. Eine weitere
geplante Maßnahme ist die Schaffung einer
Verbindung durch den Wissenschaftscampus
(Maßnahme Nr. 592), die direkt auf das
Untersuchungsgebiet zuführt und eine wichtige
Rolle für die Vernetzung von
Wissenschaftsstandort und dem Areal
einnehmen könnte.
Radverleihstationen
Das Untersuchungsgebiet befindet sich
außerhalb des MOBIbike-Bikesharing-Netzes
und bietet keine Bereiche mit
Rückgabemöglichkeiten.
An der S-Bahn-Station Dresden-Reick gibt es
eine überdachte Bike+Ride-Anlage.
© StadtLabor
© StadtLabor
© StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 53
Analyse
Verkehr – Radverkehrsnetz
Defizite im Radnetz
Radnetz Dresden (Zielnetz)
nach RVK 2016, IR II und IR III
Radweg oder Streifen
Geplanter Radweg / neu anzulegen
Radroute 6 (Erlebnisregion DD)
Bike+Ride-Anlage
Untersuchungsgebiet
Rahmenplan Wissenschaftsstandort
© Landeshauptstadt Dresden
Grafik: StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 54
Analyse
Verkehr – Fußwege
Die weiten Wiesen des zukünftigen
Wissenschaftsstandortes laden zum Spazierengehen ein
Fußgängerbrücke über den Koitschgraben verbindet
zwei Wohnsiedlungen miteinander
Fußgängerzone zwischen O.D.C. und
Seniorenresidenz
Besonders im Bereich der Siedlung entlang des
Otto-Dix-Rings sind viele Durchwegungen und
Pfade für Fußgänger anzutreffen. Die Brache ist
aktuell mit einem Zaun abgetrennt und darf
offiziell nicht betreten werden. Auf dem
schmalen Streifen zwischen Brache und O.D.C.,
der aktuell auf Höhe des Schulhofes einfach
endet, ist eine Durchquerung bis zum Otto-Dix-
Ring geplant. Es gibt aktuell keine Möglichkeit,
das O.D.C. in Ost-West-Richtung zu
durchqueren (außer zwischen Parkhaus und
O.D.C.) – es steht als unüberwindbare Grenze
zwischen der Siedlung und der Brache.
Zwischen O.D.C. und der Seniorenresidenz kann
man in einer Art „Fußgängerzone“ spazieren –
allerdings bestehen dafür aktuell kaum noch
Anreize, da alle Schaufenster (bis auf das der
Bibliothek) leer sind.
Sehr fußgängerfreundlich ist es innerhalb der
Siedlung am Koitschgraben. Dort finden sich
attraktiv angelegte Wege sowie kleine
Grünflächen und ein Spielplatz. Eine
Fußgängerbrücke verbindet die Siedlung mit der
Einfamilienhaussiedlung östlich des Gewässers.
Auch der Fußgängerweg entlang des
Koitschgrabens ist im südlichen Bereich der
Reicker Straße sehr idyllisch. Er endet allerdings
abrupt vor der Reicker Straße, die an dieser
Stelle als Fußgänger nicht überquert werden
kann. Hier sollten Möglichkeiten zur
Überquerung der Straße geprüft werden, da die
Erweiterung des Fußweges am Koitschgraben
eine wichtige grüne Verbindungsachse mit dem
zukünftigen Wissenschaftsstandort darstellt.
An der Reicker Straße müssen sich die
Fußgänger den Bürgersteig aktuell mit den
Radfahrenden teilen.
Die in der Karte verzeichneten Maßnahmen
zum Fußverkehr basieren auf dem internen
Arbeitsstand des noch unveröffentlichten
Fußverkehrskonzeptes Dresden.
© StadtLabor
© StadtLabor
© StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 55
Analyse
Verkehr – Fußwege
Öffentliche Verkehrswege
Fußwege
Geplante Maßnahmen: neue Wege
Geplante Maßnahme: neue Querstelle
Beantragung zur „Überleitung als
öffentlicher Weg“
Koitschgraben
© Landeshauptstadt Dresden
Grafik: StadtLabor, Tröger + Mothes GbR

Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 56
Analyse – Akteure

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 57
Analyse
Akteure – Sozialer Zusammenhalt
Das Untersuchungsgebiet ist Bestandteil des
Programms „Sozialer Zusammenhalt“. Dadurch
gibt es im Quartier bereits viele Überlegungen,
Aktionen, Institutionen und Akteure, die dazu
beitragen, die Situation in der Nachbarschaft zu
verbessern. So funktioniert z.B. das
Quartiersmanagement als Initiator für
Stadtteilarbeit und Anlaufpunkt zur
Netzwerkbildung der Akteure vor Ort.
„Das Städtebauförderprogramm Soziale Stadt
verknüpft bauliche Investitionen der
Stadterneuerung mit Maßnahmen zur
Verbesserung der Lebensbedingungen im
Stadtteil. Dabei soll die Qualität des Wohnens
erhöht werden, die Integration aller
Bewohnerinnen und Bewohner gestärkt und
insgesamt das soziale Gefüge verbessert
werden.“ (Vgl. EKO Am Koitschgraben)
Schwächen des Gebiets:
Monostruktur Wohnen erschwert
wohnortnahe Beschäftigungsmöglichkeiten
Verknüpfung der verschiedenen
Grünbereiche nur unzureichend ausgebildet
Mängel bei Kommunikations-, Freizeit-,
Kultur- und Sporteinrichtungen
Gestaltungsdefizite in öffentlichen oder
öffentlich zugänglichen/nutzbaren Räumen
Zielstellungen im Wohnungsbau:
Aufwertung des noch unsanierten
Wohnungsbestandes der Vonovia
Barrierefreie Wohnangebote
Integration regenerativer Energiequellen und
Ausbau des Fernwärmenetzes bei der
Entwicklung der Brachflächen
Etablierung neuer Wohnformen (Gelände
der ehemaligen Gärtnerei am Otto-Dix-Ring)
Schaffung eines attraktiven, vielfältig
nutzbaren Wohnumfeldes mit Treffpunkten
Verbesserung der Aufenthaltsqualität
öffentlicher Räume
Nutzung von ökologischen/
ressourcenschonenden Baumaterialien
(Neubauvorhaben)
Integration weiterer regenerativer
Energiequellen und Anpassung der
Gebäudetechnik zur Ressourcenschonung
Eine weitere interessante Idee aus dem
Entwicklungskonzept ist die Umnutzung der
ehemaligen Konsum-Halle, die zentral in der
Siedlung liegt, zu einem „Haus der Begegnung“
als einen Treffpunkt und Kommunikationsraum
für alle Menschen im Gebiet („Ensemble von
Begegnung, Dienstleistung und Kultur“).
Titelbild des EKO Am Koitschgraben
Stadtteilbüro Am Koitschgraben
Stadtteilfest Am Koitschgraben 2012
© StadtLabor
© StadtLabor
© StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 58
Analyse
Akteure – Soziale Stadt
Landeshauptstadt Dresden
Entwicklungskonzept
Soziale Stadt – Am Koitschgraben
© Landeshauptstadt Dresden
Grafik: StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 59
Analyse
Akteure – Soziale Institutionen und Bildungseinrichtungen
Es fällt auf, dass sich sehr viele soziale
Einrichtungen im Gebiet befinden. Durch das
Förderprogramm „Soziale Stadt“ sind diese gut
untereinander vernetzt. Das Quartiers-
Management „Am Koitschgraben“ unterstützt
das Netzwerk und übernimmt auch im
Beteiligungsprozess zum Untersuchungsgebiet
die Rolle des Multiplikators, der alle wichtigen
Akteure aktiviert und motiviert, sich zu
beteiligen. Dabei werden viele Altersgruppen
erreicht -bis zur Seniorengruppe „Walter“.
129. Grundschule
Straßensozialarbeit Prohlis / Mobile Jugendarbeit
Dresden Süd e.V.
Bunt gestaltete Blumenbeete und Fassade der
„Kontaktstelle“ als Kinder- und Familienzentrum
Des Weiteren sind viele Bildungseinrichtungen
im Gebiet ansässig, die einerseits eine gute
Infrastruktur an Schulen und Kindertagesstätten
für die neuen Bewohner/-innen des zukünftigen
Quartiers bereitstellen und gleichzeitig auch für
den Beteiligungsprozess großes Potenzial
bieten, um viele unterschiedliche Stimmen
(auch Kinder und Jugendliche) mit einzubinden.
Wichtige Akteure:
Stadtteilbüro „Am Koitschgraben“
Bibliothek Strehlen
129. Grundschule
128. Oberschule Carola von Wasa
Kindertagesstätte „Abenteuerland“
Kindertagesstätte „Am Koitschgraben“
Kindertagesstätte „Dresdener Spielkiste“
Jugendtreff „P.E.P.“
Straßensozialarbeit / Mobile Jugendarbeit
Kontaktstelle Koitschgraben
Bürgertreff Sonnenblume
Beratungs-und Begegnungsstätte „Walter“
Seniorenwohnen „Haus Reicker Blick“
© StadtLabor
© StadtLabor
© StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 60
Analyse
Akteure – Soziale Institutionen und Bildungseinrichtungen
Kindertagesstätten
Schulen
Einrichtungen für Senioren
Soziale Anlaufstellen
© Landeshauptstadt Dresden
Grafik: StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 61
Analyse
Akteure – Eigentümer:innen
Die Flächen und Gebäude innerhalb des
Untersuchungsgebietes gehören vielen
unterschiedlichen Eigentümer:innen (siehe
Karte auf Seite 73). Der Landeshauptstadt
Dresden gehören die öffentlichen Grünflächen,
Straßen und Wege innerhalb der Siedlung im
östlichen Teil des Areals, der Schulhof der
Grundschule, sowie der schmale Streifen
zwischen Brache und O.D.C.
Wohngebäude des Immobilienkonzerns Vonovia
Das Seniorenwohnheim „Haus Reicker Blick“
Die Zukunft der Brache ist noch ungewiss
© StadtLabor
© StadtLabor
© StadtLabor

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 62
Landeshauptstadt Dresden
Gebäude öffentl. Zweck
Städtische Betriebe
Wohnungsunternehmen
Sonstige Unternehmen
Mehrere Eigentümer
Private Haushalte
Analyse
Akteure – Eigentümer:innen
© Landeshauptstadt Dresden

Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 63
Zusammenfassung der Analyse

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 64
Zusammenfassung der Analyse
Stärken und Schwächen des Untersuchungsraumes
Stärken
Neuplanung des Quartiers als Chance: zukunftsorientiert / nachhaltig
Gute großräumliche Anbindung / gute ÖPNV-Anbindung
Gute Lebensmittelversorgung
Grünstruktur und Koitschgraben im Quartier
Entstehung Wissenschaftsstandort Dresden-Ost
Gute Infrastruktur von Schulen und Kindertagesstätten
Quartiersmanagement Am Koitschgraben / Soziale Stadt
Schwächen
fehlende Verbindungen zwischen Brache / O.D.C / Siedlung
schlechte radverkehrliche Erschließung
Reicker Straße (Lautstärke, Partikelemissionen, Unfälle)
Segregation / schwierige soziale Lage in der Siedlung
wenig öffentliche Treffpunkte / Kulturorte
wenig Vielfalt bei Wohnformen
Leerstand / geringe Auslastung des Otto-Dix-Centers

Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 65
Zusammenfassung der Analyse
Erste Schwerpunktthemen und Thesen
Wohnformen
Chance auf vielfältige und innovative Wohnformen in einem zukunftsweisenden und nachhaltig gestaltetem Quartier
Otto-Dix-Center
zentrale Frage: Umnutzung oder Rückbau?
Entwicklung wirkt sich maßgeblich auf die Planung des gesamten Quartiers aus
Wissenschaftsstandort
unmittelbarer Nachbar
Potenzial der Wechselwirkung zwischen Quartier und Wissenschaftsstandort
Vernetzung
Mobilität / Vernetzung / Grünräume
Schwerpunkte: Erneuerung der Reicker Straße; kurze grüne Wegeverbindungen für Fuß- und Radverkehr; Schaffung von Erholungsorten
Soziale Dimension / Soziale Stadt
Areal der Kontraste: städtebauliches Gesamtkonzept mit verbindenden Orten und Treffpunkten; Vermeidung von Segregation

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Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 66
Zusammenfassung der Analyse
Platz für Visionen
© StadtLabor, Tröger + Mothes GbR

Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 67
Zusammenfassung der Analyse
Leitbilder städtischer Planungen in der Landeshauptstadt Dresden
Leitbild der „europäischen Stadt“
Revitalisierung von Brachen
„Die Stadt der kurzen Wege“
Nahräumliche Versorgung und gute Anbindung
„Die kompakte Stadt im ökologischen Netz“
Stärkung des Grünverbundes

Städtebauliche Studie - Otto-Dix-Quartier in Dresden I Folie 68
Impressum
Gestaltung/Herstellung:
StadtLabor
Tröger + Mothes GbR
Bearbeiter/-innen:
Tim Tröger
Anna Morawek
Anne-Katharina Günsche
Hinrichsenstraße 3
04105 Leipzig
Tel.: 0341 / 21 11 800
Fax.: 0341 / 21 11 881
www.stadtlabor.de
kontakt@stadtlabor.de
Juni 2021
Dieses Dokument wurde im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden erstellt.