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Inklusive
CD-ROM
mit allen
Studiengängen
Studieren in Deutschland
Praktischer Leitfaden für
internationale Studierende
5. Auflage

2
Studieren in Deutschland
Das Wichtigste auf einen Blick
ƒ
Zeitplan
Was muss ich wann tun?
ƒ
Studiengang finden
Wie finde ich den passenden Studiengang?
ƒ
Deutschkenntnisse
Wie gut müssen meine Deutschkenntnisse sein?
ƒ
Englischsprachige Studiengänge
Kann ich auf Englisch studieren?
ƒ
Bewerbung
Wie bewerbe ich mich um einen Studienplatz?
ƒ
Stipendien
Gibt es Stipendien?
ƒ
Lebenshaltungskosten
Wie viel kosten die Miete, das Essen, etc.?
ƒ
Nebenjob finden
Wie kann ich neben dem Studium arbeiten?
ƒ
Krankenversicherung
Brauche ich eine Krankenversicherung?
ƒ
Visum
Brauche ich ein Visum?
ƒ
Wohnung finden
Wie finde ich eine Wohnung?
ƒ
Checkliste
Studienaufenthalt planen
9
16
21
15
30
28
25
68
26
36
40
42

Studieren in Deutschland
Praktischer Leitfaden für
internationale Studierende
5. Auflage
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Herausgeber
DAAD
Deutscher Akademischer Austauschdienst
German Academic Exchange Service
Kennedyallee 50, 53175 Bonn (Deutschland)
www.daad.de
Referat: Informationen für Ausländer zum Bildungs- und
Forschungsstandort Deutschland, Kampagnen, Internet
Projektkoordination
Dr. Ursula Egyptien Gad, Esther Kirk, Katharina Kohm
Text
Dr. Dagmar Giersberg, Bonn
Gestaltung und Satz
LPG Loewenstern Padberg GbR, Bonn
Bildnachweis
Michael Bahlo (Seite 11), Thomas Ebert (Seite 59), Dörthe Hagenguth (Seite 7, 23,
50, 74), Peter Himsel / David Ausserhofer (Seite 39), Norbert Hüttermann (Titel, Seite 34, 46),
Peter Grewer / WWU (Seite 17), Sanjay Kulkarni (Seite 70), weitere Bilder privat
Programmierung und Screendesign CD-ROM
snoopmedia GmbH, Bonn
Druck
Imprimerie Centrale SA, Luxembourg
Auflage
März 2014 – 30.000
© DAAD
Diese Broschüre und die eingelegte CD-ROM sind
auch auf Englisch erhältlich.
Diese Publikation wird aus Zuwendungen des
Auswärtigen Amtes finanziert.
klimaneutral
natureOffice.com | LU-319-527625
gedruckt
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Studieren in Deutschland
3
In Deutschland studieren? – Gute Idee!
6
1.
So bereiten Sie Ihren Studienaufenthalt vor
8
1.1
So finden Sie Ihren Studiengang und Ihre Hochschule
10
Welche Arten von Hochschulen gibt es in Deutschland? |
Wie unterscheiden sich staatliche und private Hochschulen? |
Welche Studiengänge gibt es? | Internationale Studiengänge |
Wie finde ich den passenden Studiengang? | Wo kann ich
mich beraten lassen? | Karte: Hochschulen in Deutschland
1.2
So sehen die Voraussetzungen für eine Zulassung zum Studium aus
19
Wird meine Hochschulzugangsberechtigung anerkannt? |
Was ist, wenn mein Schulabschluss nicht ausreicht? | Was wird
an den Hochschulen gefordert? | Wie gut müssen meine
Deutschkenntnisse sein?
1.3
So klappt die Finanzierung
24
Welche Kosten kommen auf mich zu (Semester beitrag, Lebens -
haltungskosten, Krankenversicherung, Studiengebühren)? |
Wie kann ich nachweisen, dass mein Studium finanziell
gesichert ist? | Welche Förderungs möglichkeiten gibt es für mich?
1.4
So funktioniert die Bewerbung für einen Studiengang
30
Wie bewerbe ich mich bei Fächern mit zentraler
Zulassungsbeschränkung? | Wie bewerbe ich mich für die
anderen Fächer? | Was kostet eine Bewerbung? | Wie sieht die
Bewerbung aus? | Welche Termine muss ich beachten?
Inhalt
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

4
Studieren in Deutschland
1.5
So sind die Regeln für die Einreise und den Aufenthalt in Deutschland
36
Wann brauche ich ein Visum? | Welches Visum ist das richtige? |
Welche Unterlagen brauche ich zur Beantragung eines Visums? |
1.6
So bereiten Sie Ihre Wohnungssuche vor
40
Wie bekomme ich einen Platz im Studentenwohnheim? |
Welche privaten Unterkünfte gibt es? | Wo verbringe ich die ersten Nächte?
1.7
So planen Sie Ihren Studienaufenthalt – Checkliste
42
2.
Das sind die ersten Schritte in Deutschland
44
2.1
So bekommen Sie Hilfe
45
Die erste Station: Akademisches Auslandsamt |
Studentenwerke | Besondere Hilfen | Studentenorganisationen |
Internationale Hochschulgruppen | Fachschaft
2.2
So finden Sie eine Unterkunft
51
Was muss ich für die Wohnungssuche wissen? | Und wo finde
ich Wohnungsanzeigen?
2.3
So schreiben Sie sich bei Ihrer Hochschule ein
52
2.4
So erledigen Sie die ersten Behördengänge
53
Was mache ich beim Einwohnermeldeamt? | Was muss ich tun,
um eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen?
2.5
So organisieren Sie Ihr Studium
55
Welche Arten von Lehrveranstaltungen gibt es? | Wie ist das
Studium aufgebaut? | Welche Arten von Prüfungen gibt es? |
Wie stelle ich meinen Stundenplan zusammen?
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

3.
So profitieren Sie besonders von Ihrem Aufenthalt
60
3.1
So knüpfen Sie Kontakte
61
3.2
So lernen Sie (besser) Deutsch
64
Wie viel Deutsch brauche ich? | Wie kann ich mein
Deutsch verbessern?
3.3
So sammeln Sie während des Studiums erste Berufserfahrungen
68
Was sind typische Nebenjobs für Studierende? | Wie viel darf
ich arbeiten? | Und was bringt ein Praktikum?
3.4
So sehen Ihre Arbeitsmöglichkeiten nach dem Studium aus
72
Wie sehen die rechtlichen Rahmenbedingungen aus? | Wo hat
meine Jobsuche gute Chancen? | Wie gut müssen meine
Deutschkenntnisse sein?
Alles Gute!
76
Anhang
77
In Zahlen: Internationale Studierende in Deutschland
78
Der DAAD: Ziele, Aufgaben, Programme,
weiterführende Links, Adressen
80
Index
88
Praktischer Leitfaden für internationale Studierende
5
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

6
Studieren in Deutschland
Ein Studium in einem anderen, vielleicht
fremden Land ist immer eine spannende
Herausforderung. Und dabei ändern sich
nicht nur die eigenen Lebensumstände:
Neue Eindrücke führen zu neuen Sicht-
weisen. So wird
ein Studienaufenthalt
in Deutschland – mitten im Herzen
Europas – sicher
auch für Sie zu einer
intensiven Erfahrung.
In Deutschland erwarten Sie vielfältige
Möglichkeiten zu lernen und zu forschen.
Die deutschen Hochschulen haben welt weit
einen hervorragenden Ruf. Von ihnen
gehen wichtige, auch international bedeu -
tende Impulse für Innovation und Fort -
schritt aus. Und hier finden Sie sehr gute
Bedingungen für ein erfolgreiches Studium.
Sie sind mit Ihrer Idee, in Deutschland
zu studieren, übrigens nicht allein.
Mehr als 265.000 junge Menschen aus
der ganzen Welt lernen und forschen
an deutschen Hochschulen. Sie machen
derzeit 11,1 Prozent aller Studierenden in
Deutsch land aus. In kaum einem anderen
Land ist der Anteil der ausländischen
Studierenden so hoch.
Auch auf Ihrem Weg nach Deutschland
sind Sie nicht allein. Diese Broschüre hilft
Ihnen dabei, Ihren Studienaufenthalt gut
vorzubereiten. Natürlich kann sie nicht alle
Ihre persönlichen Fragen beantworten.
Aber auf der ganzen Welt freuen sich die
Mitarbeiter der DAAD-Büros darauf,
Sie bei den Planungen zu unterstützen.
Oder stellen Sie uns Ihre Fragen unter
www.facebook.com/Study.in.Germany
.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg – und eine
schöne, ereignisreiche Zeit in Deutschland!
In Deutschland studieren?
Gute Idee!
Der Deutsche Akademische Austausch-
dienst (DAAD) ist eine gemeinsame
Einrichtung der deutschen Hochschulen
und Studierendenschaften. Unsere
Aufgabe ist es, die akademische
Zusammenarbeit weltweit zu fördern
– vor allem durch den Austausch von
Studierenden und Wissenschaftlern.
In unseren Informations-Broschüren
und auf unseren Webseiten unter
www.daad.de
und
www.study-in.de
finden Sie Informationen
zum Studium
und Leben in Deutsch
land.
Wer sind wir?
Sie haben Interesse an einem Studium in Deutschland?
Wunderbar! Darüber freuen wir uns sehr!
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

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8
Studieren in Deutschland
1
.
So bereiten Sie Ihren
Studienaufenthalt vor
In diesem Kapitel erfahren Sie,
wie Sie Ihren Studienaufenthalt
in Deutschland erfolgreich
planen. Hier wird beschrieben,
was Sie vor der Abreise aus
Ihrem Heimatland klären oder
erledigen müssen.
Ein Studium im Ausland ist immer auch
ein Start in eine neue und unbekannte
Welt. Dabei gibt es vieles zu beachten, zu
planen und zu organisieren. Im folgenden
Zeitplan sind die einzelnen Schritte auf
Ihrem Weg nach Deutschland eingetragen
– damit Sie leicht den Überblick behalten.
In den nachfolgenden Kapiteln finden Sie
dann konkrete Hinweise zu den einzelnen
Punkten im Zeitplan.
Am Ende dieses Kapitels finden Sie
an schließend noch eine ausführliche
Checkliste, mit der Sie prüfen können,
ob Sie alle wichtigen Schritte vor der
Abreise erledigt und alle not
wendigen
Unterlagen beisammen haben
(siehe Seite 42–43).
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Praktischer Leitfaden für
Studienaufenthalt
internationale Studierende
vorbereiten
9
3
Ca. 15 Monate vor der Abreise
Informieren Sie sich – im Internet oder in einem DAAD-
Büro – über die Möglichkeiten für einen Studienaufenthalt
in Deutschland (siehe Seite 10–18).
Informieren Sie sich darüber, ob Sie die Voraussetzungen
für einen Studienaufenthalt in Deutschland erfüllen
(siehe Seite 19–22).
Informieren Sie sich darüber, wie Sie Ihren Studienaufenthalt
in Deutschland finanzieren können und ob ein Stipendium
für Sie in Frage kommt (siehe Seite 24–29).
3
Ca. 9 Monate vor der Abreise
Entscheiden Sie sich für einen Studiengang und eine
Hochschule (siehe Seite 10–18).
Nehmen Sie mit dem Akademischen Auslandsamt Ihrer
Wunschhochschule Kontakt auf (siehe Seite 17).
3
Ca. 4–5 Monate vor Studienbeginn
Schicken Sie Ihre Bewerbung um einen Studienplatz ab
(siehe Seite 30–35). Beachten Sie die Bewerbungsfristen!
Hätten Sie gern einen Platz im Studentenwohnheim?
Dann bewerben Sie sich jetzt (siehe Seite 40).
3
Wenn Sie die Zulassung zum Studium bekommen haben
Brauchen Sie ein Visum? Dann beantragen Sie es jetzt
(siehe Seite 36–38).
Haben Sie eine Krankenversicherung, die in Deutschland
anerkannt wird? Dann besorgen Sie sich eine Bescheinigung
(siehe Seite 26–27).
3
Ca. 1 Monat vor der Abreise
Prüfen Sie, ob Sie alle notwendigen Unterlagen haben
(siehe Seite 42).
Planen Sie, wo Sie die ersten Nächte verbringen
(siehe Seite 41).
Machen Sie per E-Mail eventuell Besichtigungstermine
für eine Unterkunft aus (siehe Seite 51).
3
Los geht’s!
ƒ
Zeitplan
!
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

10 Studieren in Deutschland
1.1
So finden Sie Ihren Studiengang
und Ihre Hochschule
„Wer die Wahl hat, hat die Qual.“ So
lautet ein deutsches Sprichwort. Und
es beschreibt Ihre Lage – angesichts
der vielfältigen Studienmöglichkeiten
in Deutschland – vielleicht ganz gut.
In Deutschland gibt es 441 staatlich aner-
kannte Hochschulen, an etwa 180 Or ten
in der ganzen Bundesrepublik verteilt. Wo
diese Orte liegen, sehen Sie auf der Karte
auf Seite 18. Alle Hoch schulen zusam-
men bieten rund 16.900 Studiengänge
an. Und Sie haben die Wahl. Damit Ihre
Wahl nicht zu einer Qual wird, haben wir
hier für Sie ein paar Entscheidungshilfen
zusammengestellt.
Welche Arten von Hoch schulen
gibt es in Deutschland?
Etwas übersichtlicher wird das Angebot
bereits, wenn man sich für eine Hoch-
schulart entscheidet. In Deutschland gibt
es drei Arten von Hochschulen:
Universitäten,
Fachhochschulen sowie
Kunst-, Film- und Musikhochschulen.
An
Universitäten
sind Sie richtig auf-
ge hoben, wenn Sie sich für ein stark
wissenschaftlich orientiertes Studium
interessieren. Universitäten bieten viele
unterschiedliche Fächergruppen an.
Manche Universitäten haben sich auf
bestimmte Fachgebiete speziali siert.
Beispiele dafür sind Technische Hoch -
schulen, Medizinische Hochschulen
oder Pädagogische Hochschulen. Auch
wenn Sie in Deutschland promo vieren
(also den Doktortitel machen) möchten,
sind Sie an den Universitäten genau
richtig.
Auf der CD-ROM hinten in dieser
Broschüre finden Sie Informationen zu
allen Studiengängen in Deutschland.
Recherche mit CD
Hier bekommen Sie einen Überblick über die deutsche
Hochschullandschaft. Er soll Ihnen dabei helfen, den für Sie
richtigen Studiengang zu finden.
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

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Studiengang und Hochschule finden 11
Fachhochschulen
sind die richtige Lösung,
wenn Sie sich ein sehr praxisorientiertes
Studium wünschen. Hier erhalten Sie eine
wissenschaftlich fundierte Ausbildung,
die auf die konkreten Anforderungen im
Berufsleben zugeschnitten ist. Zum Stu-
dium gehören Praktika (siehe Seite 70–71)
und Praxis semester.
Kunst-, Film- und Musikhochschulen
sind
die richtige Wahl, wenn Sie ein künst le -
risches Fach studieren möchten. Diese
Hoch schulen bieten Fächer an wie Bildende
Kunst, Schauspiel, Tanz, Industrie- und
Mode-Design, Grafik, Instrumentalmusik
oder Gesang. An Hochschulen
für moderne
Medien werden
Regisseure, Kameraleute,
Drehbuchautoren
sowie andere Film- und
Fernsehschaffende
ausgebildet. Die Vor-
aussetzung für ein solches Studium ist ein
besonderes künstlerisches Talent, das Sie
in einem
Eignungs test unter Beweis stellen
müssen.
Für diese Hochschulen gelten
also besondere Zulassungsbedingungen.
Nurzat Moldobaeva
kommt aus Kirgisistan und
studiert im Internationalen Studiengang Tourismus-
management an der School of International
Business der Hochschule Bremen.
Im Wintersemester 2012 / 2013 waren
an den 441 staatlich anerkannten Hoch-
schulen insgesamt knapp 2,5 Millionen
Studierende eingeschrieben:
1.638.956 Studierende an
den 131 Universitäten,
825.734 Studierende an den
225 Fachhochschulen und
32.897 Studierende an den
52 Kunst-, Film- und Musik-
hochschulen.
Quelle: Statistisches Bundesamt
Studierenden-Zahlen
Tourismusmanagement zu studieren,
konnte ich mir in Deutschland erfüllen.
Ich bin als Au-pair hierher gekommen und
wollte eigentlich nur ein Jahr bleiben.
Dann habe ich vom Studiengang Touris-
musmanagement an der Fachhochschule
Bremen erfahren und war sofort begeistert.
Das Studium ist sehr praktisch orientiert.
Wir lernen die wichtigsten Grundlagen für
unseren späteren Beruf. Und mir gefällt es
sehr, dass wir viel in Teams arbeiten. Auch
das Verhältnis zu den Professoren ist super
– ganz offen und locker!
Meinen großen Traum, …
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

12 Studieren in Deutschland
Wie unterscheiden sich staatliche
und private Hochschulen?
Die meisten Hochschulen in Deutsch-
land werden vom Staat finanziert. Einige
wenige Hochschulen werden von der
protestan tischen oder der katholischen
Kirche unterhalten. Daneben gibt es über
120 private Hochschulen, deren Studien-
abschlüsse vom Staat anerkannt werden.
Die meisten davon sind Fachhochschulen.
Die große Mehrheit der Studierenden in
Deutschland ist allerdings an staatlichen
Hochschulen eingeschrieben. Nur rund
5,5 Pro zent besuchen eine private Hoch-
schule. Das liegt daran, dass an privaten
Hochschulen zum Teil hohe Studien-
gebühren (siehe Seite 26–27) verlangt
werden.
Die Qualität der Lehre ist an bei-
den
Hochschul typen vergleichbar gut.
Welche Studiengänge gibt es?
Jeder Studiengang bereitet auf einen
be stimmten Hochschulabschluss vor.
Wenn Sie sich für einen Studiengang
entscheiden, dann wählen Sie nicht nur
das Fach, sondern gleichzeitig auch den
Abschluss, den Sie erreichen möchten.
Die deutschen Hochschulen bieten für
alle Wünsche und Ausbildungs stufen
geeignete Studiengänge an.
Sie können als Anfänger Ihr erstes
Studium in Deutschland aufnehmen
(das heißt dann „grundständiges
Studium“).
Sie können – im Rahmen Ihres
Studiums in Ihrem Heimatland – ein
paar Semester Auslandserfahrung in
Deutschland sammeln.
Sie können nach einem bereits abge-
schlos senen Studium in Deutschland
ein weiterführendes Studium
absolvieren.
Sie können in Deutschland promovieren.
Die Abschlüsse im Überblick
An deutschen Hochschulen können Sie
folgende Abschlüsse machen:
Bachelor
(B.A., B.Sc., Bachelor of Engi-
neering oder Ähnliches): Das ist der erste
aka demische Abschluss, der auf dem
inter nationalen Arbeitsmarkt anerkannt
wird. Bachelor-Studiengänge vermitteln in
sechs bis acht Semestern die Grundlagen
in einem Fach. Haben Sie den Bachelor
erfolgreich absolviert, können Sie ins
Berufs leben starten oder versuchen, den
nächst höheren akademischen Abschluss
zu machen: den Master.
Das Bildungswesen in Deutschland
wird nicht zentral geregelt. Jedes
der 16 Bundesländer (siehe Seite 18)
hat seine eigenen Hochschulgesetze
und Richtlinien. Außerdem sind die
Hochschulen in Deutschland weitge-
hend selbstständig. Vieles ist deshalb
nicht für alle Hochschulen einheitlich
geregelt. Darum gilt: Fragen Sie
immer nach, welche Bestimmungen
an der Hochschule Ihrer Wahl gelten.
Wichtig zu wissen
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Studiengang und Hochschule finden 13
Master
(M.A., M.Sc., Master of Engineering
oder Ähnliches): Das ist der zweite akade-
mische Abschluss, den man an deutschen
Hochschulen erwerben kann. Die Vor-
aussetzung dafür: Sie haben bereits einen
Bachelor-Studiengang (oder etwas Ver-
gleichbares) erfolgreich absolviert. Dann
können Sie Ihr Wissen in einem weiteren
Studium von zwei bis vier Semestern
vertiefen oder erweitern. Haben Sie den
Master erfolgreich absol viert, können
Sie ins Berufsleben starten oder versu-
chen, den nächst höheren akademischen
Abschluss zu machen: die Promotion.
Staatsexamen
: Das Staatsexamen ist kein
akademischer, sondern ein staatlicher
Abschluss. Das bedeutet: Die Prüfungs-
ordnung wird nicht von der Hochschule,
sondern von den Bundesländern fest-
gelegt. Außerdem finden die Prüfungen
unter staatlicher Aufsicht statt. Wer in
Deutschland als Arzt, Anwalt, Lehrer oder
Pharmazeut arbeiten möchte, braucht ein
solches Staatsexamen. Das Erste Staats-
examen kann man nach einem erfolg-
reichen Studium der Fächer Jura, Medizin
und Pharmazie sowie der Lehramts-
studiengänge ablegen. Danach kann man
sich mit einer berufsbezogenen, prakti-
schen Ausbildungsphase auf das Zweite
Staatsexamen vorbereiten und / oder eine
Promotion beginnen. Das Staatsexamen
garantiert aber nicht, dass man eine Stelle
bekommt. Sie sollten auch vorher prüfen,
ob das deutsche Staatsexamen in Ihrem
Heimatland anerkannt wird.
Promotion
: Das Promotionsstudium
endet mit der Verleihung des Doktortitels.
Während des Studiums wird eine For-
schungsarbeit (Dissertation) geschrieben.
Die Dauer der Promotion ist abhängig
von dem jeweiligen Forschungsthema; in
der Regel sind es etwa zwei bis fünf Jahre
(siehe Seite 14).
In den letzten Jahren sind die Studien gänge
an deutschen Hochschulen im Rahmen
des Bologna-Prozesses reformiert worden.
Die neuen Bachelor- und Master studien-
gänge haben mittlerweile fast überall die
traditionellen Diplom- und Magister-
Artium-Studiengänge abgelöst.
Eventuell
finden Sie bei Ihrer Recherche
aber noch
diese beiden Abschlüsse. Mit
Diplom
enden Studiengänge der Natur-, Ingenieur-,
Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
sowie auch künstlerischer Fächer; mit
Magister Artium (M.A.)
enden vor allem
geistes wissenschaftliche Studiengänge.
Diese beiden Abschlüsse sind mit dem
Master vergleichbar.
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

14 Studieren in Deutschland
Es gibt viele attraktive Möglichkeiten, an
deutschen Hochschulen zu promovieren.
Grundsätzlich kann man zwischen zwei
Optionen wählen:
1. Die freie, sehr weitgehend selbst-
bestimmte Arbeit an der Dissertation
(„Lehrlingsmodell“) oder
2. die Teilnahme an einem Promotions-
programm, das eine Strukturierung
vorgibt („strukturierte Promotion“).
Option 1: Zunächst müssen Sie einen
Hochschulprofessor (Doktorvater oder
Doktormutter) finden, der Ihre Forschungs-
arbeit betreut. Da kein Hochschullehrer
dazu verpflichtet ist, jeden Doktoranden
anzunehmen, muss Ihre Forschungsidee
überzeugend sein. Informieren Sie sich
frühzeitig, zu welcher Hochschule und
welchem Professor
Ihr Forschungs-
schwerpunkt am besten
passt. Bei der
Recherche helfen Ihnen die CD-ROM in
dieser Broschüre, der Hochschulkom-
pass der Hochschulrektorenkonferenz
unter
www.hochschulkompass.de
und der Research Explorer unter
www.daad.de/research-explorer
.
Option 2: Es gibt ganz unterschiedliche
Programme, in deren Rahmen Sie in
Deutschland promovieren können. Die
wohl wichtigsten sind:
Graduiertenkollegs
Graduate Schools
Internationale Promotionsprogramme
Graduiertenkollegs
werden an Universi-
täten eingerichtet, um den wissenschaft -
lichen Nachwuchs zu fördern. Hier sind
die Dissertationen in ein um fassendes
Forschungsprogramm integriert. Das
Programm wird von mehreren Wissen-
schaftlern getragen und ist meist inter-
disziplinär ausgerichtet.
Auf der Homepage der Deutschen
Forschungs gemeinschaft (DFG) finden
Sie unter
www.dfg.de/gk
eine Liste
der Graduierten kollegs, die zurzeit
gefördert werden.
Einige Bundesländer haben meist eng-
lischsprachige
Graduate Schools
gegründet, die im Unterschied zu den
Graduiertenkollegs dauerhafte Ein-
richtungen der jeweiligen Universität
sein sollen. Dort werden hoch qualifi-
zierte Nachwuchsforscher individuell
intensiv betreut.
Daneben gibt es eine ganze Reihe von
Internationalen Promotionsprogrammen
(siehe Seite 15).
Bei der Suche nach allen diesen strukturier-
ten Promotionsprogrammen hilft die Seite:
www.daad.de/international-programmes
.
Hinweis: Die Informationen in dieser
Broschüre – etwa zu den Zulassungs-
bedingungen und dem Aufbau des
Studiums – beziehen sich vor allem
auf Bachelor- und Master-Studien-
gänge.
Falls Sie sich für ein Promo-
tionsstudium interessieren, infor-
mieren
Sie sich bitte genauer unter:
www.research-in-germany.de/phd
.
Hier finden Sie auch die DAAD-
Ver mit tlungsplattform „ PhD Germany“
(www.phdgermany.de)
, in der Promo-
tionsangebote aufgelistet sind, die sich
speziell an ausländische Bewerber
richten. Haben Sie eine passende
Promotionsstelle gefunden, können
Sie sich per Link in der Angebots-
beschreibung direkt über das DAAD-
Portal bewerben.
Promotion
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Studiengang und Hochschule finden 15
Internationale
Studiengänge
Deutsche Hochschulen bieten zurzeit
über 1.300 international ausgerichtete
Studiengänge an. Diese
„International
Bachelor, Master and Doctoral Pro-
grammes in Germany“
haben ein hohes
akademisches Niveau und gut struktu-
rierte Studienprogramme. Außerdem
gibt es dort eine intensive Betreuung und
Studien beratung. Die Unterrichtssprache
ist meist Englisch, doch es werden auch
studien begleitende Deutschkurse ange-
boten. Etwa die Hälfte der Studierenden
in diesen Studiengängen stammt aus
dem Ausland.
Weitere Informationen?
3
www.daad.de/
international-programmes
International oder bilateral ausgerichtet
sind
Doppelabschlussprogramme
.
Das sind Studiengänge, die von einer
deutschen Hochschule zusammen mit
einer oder mehreren Partnerhochschulen
im Ausland angeboten werden. Wer einen
solchen Studiengang wählt, verbringt eini-
ge Semester an einer Partnerhochschule.
Die dort erbrachten Studienleistungen
werden auf den Studiengang der Heimat-
hochschule voll angerechnet. Bei einigen
dieser Studiengänge verbringen die Teil-
nehmer etwa die Hälfte der Studienzeit an
der Partnerhochschule und erhalten die
Abschlüsse beider Hochschulen.
Auch für Doktoranden gibt es Angebote
mit einer stark internationalen Orientie-
rung. Zu nennen sind hier ins besondere
die
Graduiertenschulen der Exzellenz-
initiative
, die
International Max Planck
Research Schools (IMPRS)
sowie die
im Rahmen des Programms Internatio-
nal promovieren in Deutschland (IPID)
geförderten strukturierten Promotions-
programme
. Sie eröffnen besonders
begab ten deutschen und ausländischen
Graduierten die Möglichkeit, sich an
wissen schaft lichen Exzellenz zentren in
ganz Deutschland auf die Promotions-
prüfung vorzubereiten. Sie bieten eine
intensive fachliche Be treu ung, meist
englisch sprachige Lehr ver an stal tungen
und in vielen Fällen auch spezielle
Fördermöglichkeiten.
Weitere Informationen?
3
www.daad.de/ipid
3
www.exzellenz-initiative.de
3
www.mpg.de/de/imprs
Falls Ihnen die Entscheidung für ein
Studienfach schwer fällt, hilft Ihnen
vielleicht der Studium-Interessentest,
kurz SIT. Der Test ist kostenlos und
dauert etwa 15 Minuten (
www.zeit.de/
interessentest
). Links zu weiteren Selbst-
tests finden Sie unter
www.inobis.de/
selbsttests-was-studieren.html
.
Falls Sie sich für technische Fächer
interessieren, ist das Beratungsangebot
„SelfAssessment international“ für
Sie das richtige. Sie finden es unter
www.self-assessment.tu9.de
.
Falls Sie testen möchten, ob Ihr Know-
how für ein erfolgreiches Studium
an
deutschen
Hochschulen ausreicht, hilft
Ihnen der TestAS (siehe
Seite 21).
Selbsttests
ƒ
!
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

16 Studieren in Deutschland
Wie finde ich den
passenden Studiengang?
Nun kennen Sie ungefähr die Möglich-
keiten, die Ihnen die deutschen Hoch-
schulen bieten. Jetzt ist es Ihre Aufgabe,
sich im Detail darüber zu informieren,
welcher Studiengang an welcher Hoch-
schule für Sie der richtige sein könnte.
Bei Ihrer Recherche hilft Ihnen die
CD-ROM
, die Sie hinten in dieser
Broschüre finden. Hier sind Informa-
tionen zu allen Studienmöglichkeiten
an staatlich aner kannten Hochschulen
zusammengestellt. Außerdem finden
Sie dort wichtige Infor mationen zur
Zulassung, Termine sowie Adressen.
Diese Infor mationen stammen aus
der Datenbank der Hoch schul rektoren-
konferenz. Sie finden sie auch im
Internet
unter
www.study-in.de
.
Hilfreich bei Ihrer Recherche ist auch die
Webseite
www.universityranking.de
.
Hier werden Studienangebote geprüft
sowie die Stärken und Schwächen von
über 350 deutschen Hochschulen in
43 beliebten Fächern dargestellt.
Internationale Bachelor-, Master- und
Promotionsprogramme finden Sie unter
www.daad.de/international-programmes
.
Und schließlich finden Sie im Internet auf
den Seiten des DAAD, unter
www.study-
in.de
sowie unter
www.inobis.de
weitere
Hilfen für Ihre Entscheidung.
Wo kann ich mich beraten
lassen?
Lassen Sie sich auch beraten! Rat und
Hilfe für die Planung Ihres Studien-
aufenthalts in Deutschland bekommen Sie
auch in Ihrem Heimatland. Wenden Sie
sich an folgende Stellen oder Personen:
die
DAAD-Informationszentren (ICs)
und die
Außenstellen
des DAAD
(Adressen siehe Seite 82–87),
die
Lektoren
und
Dozenten
, die vom
DAAD an ausländische Hochschulen
vermittelt worden sind,
An deutschen Hochschulen ist das
Studien jahr in zwei Semester unterteilt:
das Winter- und das Sommersemester.
Zwischen den Monaten, in denen Semi-
nare und Vorlesungen stattfinden, gibt
es die sogenannte vorlesungsfreie Zeit;
das sind die Semesterferien. Wann ein
Semester
genau beginnt, hängt von
der Art
der Hochschule ab. Erkundigen
Sie sich daher immer bei der Hoch-
schule Ihrer Wahl.
Meistens gelten folgende Zeiten:
An Universitäten
Wintersemester: Oktober bis März
Sommersemester: April bis September
An Fachhochschulen
Wintersemester: September bis Februar
Sommersemester: März bis August
Wichtig: Viele Studiengänge kann
man
nur zum Wintersemester beginnen.
Das Studienjahr in Deutschland
ƒ
!
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

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Studiengang und Hochschule finden 17
die
Goethe-Institute
und
-Zentren
sowie
die
deutschen Auslandsvertretungen
– also Botschaften und Konsulate.
Ihr wichtigster Ansprechpartner in Deutsch-
land ist das
Akademische Aus lands amt
oder das
Internationale Büro (Interna-
tional Office)
Ihrer Wunsch
hochschule
(die Adressen finden Sie unter
www.daad.
de/aaa
). Sie infor mieren über Studien-
möglich
keiten einzelner Fachgebiete und
Studiengänge, über Zulassungsbedin-
gungen und Studien vorbereitung, über
Sprachprüfungen, Praktika, Studienfinan-
zierung und die konkrete Studien planung.
Schließlich berät man Sie auch in der
Geschäftsstelle des DAAD
in Bonn bei
Fragen zu Ihrem Studienaufenthalt in
Deutschland (Adresse siehe Seite 82).
Gern können Sie uns Ihre Fragen auch unter
www.facebook.com/Study.in.Germany
stellen.
Wie gesagt: Sie sind nicht allein.
Wir helfen Ihnen gerne!
sind uns Studierende aus der ganzen Welt.
Sie sind eine große Bereicherung für unsere
Universität! Wir vom International Office
wissen, welche Hilfe Sie brauchen. Wir be -
gleiten Sie gern bei der Planung und Or ga-
nisation Ihres Studiums an der Univer sität
Münster. Und wenn Sie in der leben digen
und lebens werten Stadt Münster an ge -
kommen sind, finden Sie in unserem inter-
nationalen Begeg nungszentrum „Die
B rücke“ Unterstützung bei allen Fragen.
So bieten wir Ihnen nicht nur eine fun-
dierte Ausbildung mit attraktiven Stu-
dien bedin gungen; wir sorgen auch dafür,
dass Sie sich schnell zu Hause fühlen.
Dr. Anke Kohl
, Leiterin des International Office der
Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
Sehr willkommen …
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

18 Studieren in Deutschland
Schleswig-
Holstein
Niedersachsen
Nordrhein-
Westfalen
Rheinland-
Pfalz
Saarland
Hessen
Baden-
Württemberg
Bayern
Thüringen
Sachsen-
Anhalt
Sachsen
Brandenburg
Berlin
Mecklenburg-
Vorpommern
Hamburg
Bremen
Wedel
Bochum
Hannover
Berlin
Schweinfurt
Ludwigshafen
Elmshorn
Lübeck
Hamburg
Bremerhaven
Bremen
Oldenburg
Wilhelmshaven
Münster
Herford
Braunschweig
Göttingen
Kassel
Dortmund
Hagen
Düsseldorf
Duisburg
St. Augustin
Bonn
Aachen
Trier
Landau
Siegen
Gießen
Fulda
Hof
Frankfurt a.M.
Darmstadt
Kaiserslautern
Mannheim
Heidelberg
Karlsruhe
Pforzheim
Ludwigsburg
Stuttgart
Offenburg
Tübingen
Freiburg
Ulm
Augsburg
Kempten
Benediktbeuern
München
Rosenheim
Regensburg
Erlangen
Frankfurt/O.
Ansbach
Freising
Köln
Krefeld
Essen
Witten-Herdecke
Iserlohn
Gelsenkirchen
Bielefeld
Lemgo
Detmold
Osnabrück
Holzminden
Vechta
Hildesheim
Clausthal-Zellerfeld
Merseburg
Halle
Köthen
Wolfenbüttel
Magdeburg
Friedensau
Stendal
Lüneburg
Eichstätt
Ingolstadt
Neuendettelsau
Weiden
Amberg
Bayreuth
Coburg
Bamberg
Konstanz
Weilheim-
Bierbronnen
Lahr
Furtwangen
Isny
Ravensburg
Reutlingen
Riedlingen
Biberach
Albstadt-
Sigmaringen
Trossingen
Rottenburg
Nürtingen
Esslingen
Schwäbisch Gmünd
Aalen
Heilbronn
Saarbrücken
Speyer
Worms
Koblenz
Vallendar
Oestrich-
Winkel
Idstein
Friedberg
Marburg
Erfurt
Schmalkalden
Weimar
Ilmenau
Jena
Leipzig
Dresden
Mittweida
Chemnitz
Freiberg
Zwickau
Moritzburg
Senftenberg
Cottbus
Wildau
Potsdam
Eberswalde
Neubrandenburg
Greifswald
Stralsund
Rostock
Kiel
Heide
Ottersberg
Emden
Brandenburg
Wismar
Flensburg
Paderborn
Pinneberg
Zittau
Görlitz
Bad Sooden-
Allendorf
Offenbach
Nordhausen
Wuppertal
Brühl
Bad Honnef
Schwäbisch Hall
Neu-Ulm
Weingarten
Landshut
Deggendorf
Passau
Aschaffenburg
Würzburg
Nürnberg
Alfter
Friedrichs-
hafen
Wernigerode
Elstal
Buxtehude
Erding
Bad Homburg
Schwerin
Hamm
Neuss
Mülheim/Ruhr
Elsfleth
Hameln
Dessau
Bernburg
Kleve
Geisenheim
Arnstadt
Gera
Fürth
Calw
Hachenburg
Mainz
Wiesbaden
Bingen
Oberursel
Rüsselsheim
Leer
Hochschulen in Deutschland
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Voraussetzungen für Zulassung zum Studium 19
Wer an einer deutschen Hochschule studie -
ren will, braucht eine sogenannte
Hoch-
schulzugangsberechtigung
. Dieses lange
Wort steht für eine einfache Sache: Das ist
ein Schulabschluss, der Sie für ein Studi-
um qualifiziert. In Deutschland ist das die
allgemeine
Hochschulreife
(Abitur) oder
die
Fachhochschulreife
.
Wird meine Hochschulzugangs-
berechtigung anerkannt?
Wie erfahren Sie, ob Ihre Hochschul-
zugangsberechtigung in Deutschland
aner kannt wird? Für eine erste Orientie-
rung hilft die Zulassungsdatenbank des
DAAD. Sie finden sie im Internet unter
www.daad.de/zulassung
. Dort geben
Sie das Land ein, in dem Sie Ihren Schul-
abschluss gemacht haben.
Sie erfahren dann, ob Ihr Abschluss
für einen direkten allgemeinen Hoch-
schulzugang ausreicht,
nur für einen fachgebundenen Hoch-
schulzugang (das heißt innerhalb einer
bestimmten Fächergruppe) ausreicht,
nur in Kombination mit dem Nachweis
von ein oder zwei erfolgreich abge-
schlossenen Studienjahren im Heimat-
land ausreicht oder
nicht für den Hochschulzugang
ausreicht.
Es gilt übrigens: Wenn Sie aus einem
Land der EU bzw. aus Island, Liechten-
stein, Norwegen oder der Schweiz kom-
men und Ihr Zeugnis dort für einen
Hochschul zugang ausreicht, dann reicht
es oft auch in Deutschland aus. Das gilt
auch, wenn Sie das Abitur an einer der
mehr als 140 Deutschen Schulen im
Ausland gemacht haben.
1
.
2
So sehen die Voraussetzungen für
eine Zulassung zum Studium aus
Hier erfahren Sie, welche Voraussetzungen Sie für ein
Studium in Deutschland erfüllen müssen. Genauer: Reichen
Ihre Schul abschlusszeugnisse, Ihre fachlichen Kenntnisse
und Ihre Deutschkenntnisse aus?
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

20 Studieren in Deutschland
Die DAAD-Zulassungsdatenbank gibt
zunächst einen groben Überblick.
Mehr Länder und Abschlüsse sowie
genauere Informationen finden Sie unter
www.anabin.de
(unter „Schulabschlüsse
mit Hochschulzugang“ – „Suchen“).
Für künstlerische Fächer werden manch-
mal besonders Begabte auch ohne for-
male Hochschulzugangsberechtigung
zugelassen. Je nach Hochschule müssen
Sie Arbeitsproben einreichen oder einen
Eignungs test bestehen.
Es gilt jedoch immer: Die letzte Ent-
schei dung darüber, ob Sie zum Studium
zu ge lassen werden, trifft immer die
Hochschule, bei der Sie sich bewerben.
Daher sollten Sie in jedem Fall vorher
beim Akademischen Auslandsamt Ihrer
Wunschhochschule nachfragen, ob Sie die
notwendigen Voraussetzungen erfüllen.
3
Falls Ihr Abschluss ausreicht, lesen
Sie auf Seite 21 weiter.
3
Falls Ihr Abschluss nicht ausreicht,
lesen Sie hier weiter.
Was ist, wenn mein Schul-
abschluss nicht ausreicht?
Reicht Ihr Schulabschluss nicht für die
Aufnahme eines Studiums aus, müssen
Sie in Deutschland eine Prüfung absol-
vieren. Sie heißt
Feststellungsprüfung
.
Auf diese Prüfung können Sie sich in
Studienkollegs
in Deutschland vorbereiten.
Die Studienkollegs sind Einrichtungen
an Universitäten und Fachhochschulen.
Sie bieten Kurse zu einzelnen Fächer-
gruppen an.
Geprüft werden Sie dann in mehreren
Fächern, die für Ihr Studienfach wichtig
sind. Ein Teil der Feststellungsprüfung
ist auch ein Sprachtest. Allerdings sind
grundlegende Deutschkenntnisse – etwa
auf der Stufe B1 des Europäischen Refe-
renz rahmens (siehe Kasten auf Seite 22)
– schon für die Teilnahme an den Kursen
Voraussetzung. Daher müssen Sie in
einer Aufnahmeprüfung nachweisen, dass
Sie über die nötigen Sprachkenntnisse
verfügen.
Der Kurs an einem Studienkolleg dauert in
der Regel zwei Semester. Studierende mit
sehr guten Leistungen können allerdings
bereits nach einem Semester die Fest-
stellungs prüfung machen. Der Unterricht
umfasst 28 bis 32 Stunden pro Woche.
Der Unterricht ist an fast allen Studien-
kollegs kostenlos. Allerdings müssen
die Kursteilnehmer den für Studierende
üblichen
Semesterbeitrag
zahlen (siehe
Seite 24). Für die Zulassung zum
Studien kolleg muss man sich bewerben.
Weitere Informationen?
3
www.studienkollegs.de
Bei einigen Studiengängen – vor allem
an Fachhochschulen – sind Praktika
eine weitere Voraussetzung
für die
Zulassung zum Studium.
Erkundigen
Sie sich rechtzeitig bei Ihrer Wunsch-
hochschule, ob ein solches Vorprakti-
kum für Ihren Studiengang Pflicht ist.
Praktikum als Voraussetzung
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Praktischer Leitfaden für internationale Studierende
Was wird an den Hochschulen
gefordert?
Vielleicht erfüllen Sie die formalen Voraus-
setzungen für ein Studium in Deutschland,
haben aber dennoch Sorge, dass Ihre
Kenntnisse und Ihr Know-how nicht für ein
erfolgreiches Studium an einer deutschen
Hochschule ausreichen? Auch in diesem
Fall gibt es Hilfen: zum Beispiel den Test
für Ausländische Studierende und / oder
studienvorbereitende Propädeutika.
Mit dem
Test für Ausländische Studie-
rende (TestAS)
können Sie selbst prüfen,
ob Sie mit den Anforderungen, die deut-
sche Hochschulen an Studierende stellen,
zurechtkommen. Eventuell hilft Ihnen das
Testergebnis auch bei der Entscheidung
für einen bestimmten Studiengang. Nach
dem Test können Sie Ihre Aussichten
auf ein erfolgreiches Studium jedenfalls
realistischer beurteilen. Außerdem ver-
bessert ein erfolgreich abgeschlossener
TestAS Ihre Chancen auf eine Zulassung
an Ihrer Wunschhochschule. Fragen Sie
nach, ob Ihre Hochschule den TestAS
verlangt und welche Vorteile das für Sie
bringt. Der TestAS kann dreimal pro
Jahr an einem Testzentrum des TestDaF-
Instituts wahrscheinlich auch in Ihrem
Heimatland abgelegt werden.
Wo es Test-
zentren gibt und was der TestAS
kostet,
erfahren Sie auf
www.testas.de
.
Eine andere Hilfe können
studienvorbe-
reitende Propädeutika
sein. Das sind
Vorbereitungssemester, die einige Hoch-
schulen für internationale Studienbewerber
anbieten. Diese Kurse bereiten sprachlich
und fachlich auf ein Studium in Deutsch-
land vor. Vielfach gibt es dort auch eine
Einführung in das deutsche Studien-
system und in die wissenschaftlichen
Arbeitstechniken.
Das Angebot wendet sich in der Regel an
Interessierte, die zwar bereits eine geeigne-
te Hochschulzugangsberechtigung haben,
sich aber gezielt auf das Fach studium
vorbereiten möchten. Ein solches Vorbe-
reitungssemester kann Ihnen dabei helfen,
den gewünschten Studiengang erfolgreich
und ohne Zeitverlust zu absolvieren. Erkun-
digen Sie sich beim Akademischen Aus-
landsamt Ihrer Wunschhochschule, ob es
dort ein solches Angebot gibt. Einen ersten
Überblick gibt auch die Datenbank unter
www.daad.de/international-programmes
(wählen Sie dort "Prep Course").
Wie gut müssen meine
Deutschkenntnisse sein?
Die Unterrichtssprache an deutschen
Hochschulen ist in den meisten Studien-
gängen Deutsch. Daher müssen Sie
für die Zulassung zum Studium Ihre
Deutschkenntnisse nachweisen.
Ausnahme: Das gilt allerdings meist nicht
für Studierende, die sich in einem der
internationalen Studiengänge (siehe
Seite 15) und in spezielle Aufbaustudien-
gänge einschreiben.
An einigen Hochschulen brauchen Sie
Ihre Deutschkenntnisse auch nicht nach-
zuweisen, wenn Sie dort nur ein oder zwei
Semester studieren wollen. Diese Regelung
gilt aber nicht überall. Bitte fragen Sie
daher unbedingt bei der Hochschule Ihrer
Wahl nach.
Voraussetzungen für Zulassung zum Studium 21
ƒ
!
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

22 Studieren in Deutschland
Die Deutschkenntnisse können mit zwei
unterschiedlichen Prüfungen nachgewiesen
werden. Sie heißen „Deutsche Sprachprü-
fung für den Hochschulzugang ausländi-
scher Studienbewerber (DSH)“ und „Test-
DaF“ („Test Deutsch als Fremdsprache“).
Sie brauchen
keine dieser Prüfungen
zu machen, wenn eine der folgenden
Beschreibungen auf Sie zutrifft:
Sie haben das Abitur an einer deutsch-
sprachigen Schule erworben,
Sie haben das neue Goethe-Zertifikat
C2: Großes Deutsches Sprachdiplom
oder eine der bisherigen Prüfun-
gen Kleines bzw. Großes Deutsches
Sprachdiplom oder die Zentrale Ober-
stufenprüfung des Goethe-Instituts
bestanden,
Sie haben das Deutsche Sprachdiplom
(Stufe II) der Kultusministerkonferenz.
Den
Test Deutsch als Fremdsprache
(kurz: TestDaF)
können Sie bereits in
Ihrem Heimatland machen. Denn dieser
Test wird nicht nur in Deutschland, son-
dern in über 90 Ländern der Welt ange-
boten. Er findet weltweit sechsmal (in der
Volksrepublik China dreimal) jährlich
statt. Informationen zu den Prüfungs-
orten, Terminen, Kosten, Bewerbungs-
möglichkeiten und vieles mehr finden Sie
unter
www.testdaf.de
.
Die
Deutsche Sprachprüfung für den
Hochschulzugang ausländischer Studien-
bewerber (DSH)
kann nur in Deutschland
abgelegt werden. Viele Hochschulen
bieten diese Prüfung an. Die Prüfungs-
termine erfahren Sie beim Akademischen
Auslandsamt Ihrer Hochschule.
TestDaF und die DSH sehen mehrere
Leistungsstufen vor. Wer in allen Teil-
prüfungen die mittlere Niveaustufe –
bei TestDaF ist das TDN 4, bei der DSH
ist das DSH-2 – erreicht, wird uneinge-
schränkt zum Studium zugelassen.
Ob in einzelnen Prüfungsteilen ein
niedrigeres Sprachniveau für eine Zulas-
sung
genügt, hängt von den Regelungen
an den
einzelnen Hochschulen ab.
Für beide, DSH und TestDaF, gilt, dass
Sie für die Teilnahme an der Prüfung eine
Gebühr zahlen müssen. Wie hoch die
Gebühr ist, hängt davon ab, an welcher
Institution und in welchem Land Sie die
Prüfung ablegen.
Natürlich lernen Sie Deutsch nicht nur,
um die Zulassung zum Studium zu
bekommen. Denken Sie auch daran, dass
Ihre Deutschkenntnisse eine wichtige
Rolle dabei spielen, wie wohl Sie sich
in Deutschland fühlen und wie schnell Sie
deutsche Freunde finden werden (siehe
Seite 64–67).
Das Niveau von Sprachkenntnissen
wird in Deutschland nach den Stufen
des Gemeinsamen Europäischen
Referenzrahmens für Sprachen angege-
ben. Es gibt drei grundlegende Level:
Elemen tare Sprachverwendung (A),
Selbstständige Sprachverwendung (B)
sowie Kompetente Sprachverwendung
(C). Die sechs Niveaustufen reichen von
Anfängerkenntnissen (A1) bis zu fast
muttersprachlichen Kenntnissen (C2).
Weitere Informationen?
3
www.europaeischer-
referenzrahmen.de
Europäischer Referenzrahmen
für Sprachen
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

image

24 Studieren in Deutschland
Ein wichtiger Teil Ihrer Planung betrifft
die Finanzen. Bevor Sie nach Deutschland
aufbrechen, muss die Finanzierung Ihres
Studienaufenthalts gesichert sein.
Welche Kosten kommen
auf mich zu?
Mit folgenden Kosten müssen Sie bei
einem Studienaufenthalt in Deutschland
rechnen:
Semesterbeitrag,
Lebenshaltungskosten (Wohnung,
Essen, Kleidung, Bücher, Telefon, …),
Kosten für eine Krankenversicherung
sowie
eventuell Studiengebühren.
Semesterbeitrag
Alle Studierenden einer Hochschule
müssen den sogenannten Semesterbeitrag
bezahlen. Die Höhe ist von Hochschule
zu Hochschule unterschiedlich, auch weil
in diesem Beitrag verschiedene Leistungen
enthalten sind. Durchschnittlich liegt der
Beitrag bei ca. 250 Euro.
Ein Teil des Semesterbeitrags sind die
Sozialbeiträge /-gebühren. Damit wer-
den beispielsweise Mensen, Studenten-
wohnheime oder Sportanlagen finanziert,
aber auch Ver waltungskosten gedeckt.
Beim Sozialbeitrag müssen Sie mit bis
zu 100 Euro rechnen.
In einigen Bundesländern gibt es noch
eine zusätzliche Verwaltungsgebühr: Sie
liegt je nach Hochschule bei etwa 50 bis
75 Euro pro Semester.
1
.
3
So klappt die Finanzierung
Hier erfahren Sie, mit welchen Kosten Sie für Ihren
Studien aufenthalt in Deutschland rechnen müssen und
welche Förderungsmöglichkeiten es für Sie gibt.
Sommersemester 2014
Sozialgebühren
75,09
Beitrag für Studierendenschaft 10,65
Semesterticket
132,90
Gesamtbetrag
218,64
Ein Beispiel: Semesterbeitrag
an der Universität Münster
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Finanzierung 25
An vielen Hochschulen müssen Sie darüber
hinaus einen Beitrag für das
Semester-
ticket
zahlen. Mit diesem Ticket können
Sie ein halbes Jahr lang in der Um
gebung
Ihrer Hochschule kostenfrei öffentliche
Verkehrsmittel benutzen. Je nach Hoch-
schulstandort und Reich weite des Tickets
kann es von 25 Euro bis zu 160 Euro
kosten.
Lebenshaltungskosten
Deutschland ist im europäischen Ver-
gleich nicht teuer. Die Kosten für Lebens -
mittel, Wohnung, Kleidung, kulturelle
Angebote usw. liegen ungefähr im EU-
Durchschnitt.
Verglichen mit der Schweiz
und den skandinavischen Ländern sind
sie sogar relativ niedrig.
Wie viel Geld ein Studierender in Deutsch -
land im Monat benötigt, lässt sich allge-
mein schwer sagen. Das ist auch von Stadt
zu Stadt unterschiedlich. Generell gilt, dass
man in kleineren Städten mit weniger Geld
auskommt als in den Großstädten. Wie viel
Geld Sie brauchen, hängt natürlich auch
davon ab, wie sparsam Sie leben.
Studierende in Deutschland haben durch-
schnittlich etwa 850 Euro pro Monat zur
Verfügung. Wer preiswert wohnt und auch
sonst bescheiden lebt, kann aber auch mit
ungefähr 600 Euro zurechtkommen.
Den größten Anteil der monatlichen
Ausgaben macht die
Wohnungsmiete
aus. Allerdings ist das Mietniveau sehr
unterschiedlich. Studierende zahlen je
nach Hoch schulort pro Monat zwischen
210 und 360 Euro für eine Unterkunft.
Überdurchschnittlich hoch sind die
Mieten in einigen Großstädten wie Köln,
München, Hamburg, Düsseldorf und
Frankfurt am Main. Wer sparen möchte,
wohnt in einem Studenten wohn heim
oder in einer Wohngemeinschaft (siehe
Seite 40–41).
ƒ
!
Durchschnitt
Im Supermarkt:
1 Kilogramm Kartoffeln
0,75
1 Kilogramm Reis
2,40
500 Gramm Spaghetti
0,50
1 Brot (ca. 500 Gramm)
2,00
1 Liter Milch
0,70
1 Flasche Mineralwasser (1 Liter) 0,50
1 Tiefkühlpizza
1,80
Im Café oder Restaurant:
1 Tasse Kaffee oder Tee
2,50
1 Glas Cola (0,3 Liter)
2,20
1 Glas Bier (0,3 Liter)
2,40
1 Glas Wein (0,2 Liter)
4,00
1 Pizza / Nudelgericht
7,00
1 kleiner Salat
3,20
In der Mensa:
1 Mittagessen
3,00
100 Gramm Salat vom Buffet
0,65
Eintritt:
Kino
8,00
Theater
15,00
Museum
6,00
Schwimmbad
4,00
Was kostet wie viel?
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

26 Studieren in Deutschland
Für Studierende gibt es eine Reihe von
Vergünstigungen
. In Theatern, Museen,
Opernhäusern, Kinos und anderen
Einrichtungen bekommen Studierende
(die einen Ausweis vorzeigen können)
oft ermäßigten Eintritt.
Krankenversicherung
Wer in Deutschland studieren möchte,
muss krankenversichert sein. Bei der
Einschreibung (siehe Seite 52) müssen
Sie den Nachweis über Ihre Krankenver-
sicherung vorlegen. Außerdem benötigen
Sie diesen Nachweis, um eine Aufent-
halts genehmigung zu bekommen (siehe
Seite 54).
Es kann sein, dass die Krankenversiche-
rung, die Sie im Heimatland haben, auch
in Deutschland gilt. Das trifft für gesetz-
liche Versicherungen aus den Mitglieds-
ländern der Europäischen Union sowie aus
Bosnien-Herzegowina, Island, Israel, Liech-
tenstein, Marokko, Mazedonien, Monte-
negro, Norwegen, aus der Schweiz, aus Ser-
bien,
Tunesien und aus der Türkei zu. Mit
diesen Ländern hat Deutschland Sozial-
ver sicherungs abkommen geschlossen. Mit
Ihrer Europäischen Kranken versiche rungs-
karte (EHIC) haben Sie auch in Deutsch-
land Versicherungsschutz.
Auch private Inlands- oder Auslands-
krankenversicherungen anderer Länder
können in Deutschland anerkannt wer-
den. Genaueres sollten Sie mit Ihrer Ver-
sicherung vor Ihrer Abreise nach Deutsch-
land klären. Wird Ihre Heimatversiche-
rung (gesetzliche oder private) anerkannt,
benötigen Sie für die Einschrei bung an
der Hochschule eine Bestätigung, dass
Sie von der Versicherungspflicht in der
gesetzlichen Kranken versicherung befreit
sind. In diesem Fall müssen Sie vor der
Einschreibung an Ihrer deutschen Hoch-
schule zu einer gesetzlichen deutschen
Kranken kasse gehen und sich diese Bestä-
tigung ausstellen lassen. Sie können dann
aber für die Dauer Ihres Studiums nicht
mehr in eine gesetzliche Krankenkasse
wechseln.
Falls der Versicherungsschutz, den Sie in
Ihrem Heimatland haben, in Deutschland
nicht anerkannt wird, müssen Sie sich
vor Ort versichern. In einer gesetzlichen
Kranken kasse kostet dies etwa 80 Euro
pro Monat, bis man 30 Jahre alt wird oder
das 14. Fachsemester beendet. Dann
steigt der Mitgliedsbeitrag auf mindestens
160 Euro pro Monat.
Klären Sie die Versicherungsfrage in
jedem Fall vor Ihrer Abreise nach Deutsch-
land. Denn für die Einschreibung (siehe
Seite 52) müssen Sie bereits einen Nach-
weis über die Krankenversicherung vor-
legen. Ihre Heimatkrankenkasse und das
Akademische Auslandsamt Ihrer Wunsch-
hochschule beraten Sie gern.
Viele Studentenwerke bieten Service-
pakete für internationale Studierende an,
die neben Wohnraum und Verpflegung
auch eine Krankenversicherung enthalten
(siehe Seite 47).
Studiengebühren
In Deutschland besuchen die meisten
Studierenden eine staatliche Hoch-
schule. Staatliche Hochschulen verlan-
gen für das Erststudium und für viele
ƒ
!
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Masterprogramme in der Regel keine
Studien
gebühren. Eine Ausnahme sind
die staatlichen Hochschulen im Bundes-
land Sachsen, die seit 2013 allgemeine
Studiengebühren für ausländische Stu-
dierende aus Nicht-EU-Staaten erheben
können. Weitere Informationen erhalten
Sie beim Akademischen Auslandsamt
Ihrer Wunschhochschule.
In einigen wenigen Bundesländern gibt
es Gebühren für ein Zweitstudium oder
ein Langzeitstudium. Auch für bestimmte
Masterprogramme können Studien-
gebühren anfallen – in manchen Fällen
mehr als 10.000 Euro pro Semester.
Zudem verlangen private Hochschulen
zum Teil relativ hohe Studiengebühren.
Die Höhe der Studiengebühren sagt in
Deutschland nichts über die Qualität
der Ausbildung aus. Auch die kosten-
freien Studiengänge sind von sehr guter
Qualität.
Weitere Informationen?
3
www.studis-online.de/StudInfo/
Gebuehren
Wie kann ich nachweisen,
dass mein Studium finanziell
gesichert ist?
Bevor Sie Ihr Studium beginnen, müssen
Sie nachweisen, dass Sie es selber finan zie-
ren können. Sie brauchen also einen so ge -
nannten
Finanzierungs nachweis
. Meistens
müssen Sie ihn schon beim Antrag auf
ein Visum vorlegen. Sie brauchen ihn aber
Finanzierung 27
Durchschnitt
Miete plus Nebenkosten
298,00
Verpflegung
165,00
Kleidung
52,00
Lernmittel
30,00
Auto und öffentl. Verkehrsmittel
82,00
Krankenversicherung,
Arztkosten, Medikamente
66,00
Telefon, Internet, Fernsehen
33,00
Freizeit, Kultur, Sport
68,00
Gesamt
794,00
Beispiel: Miete plus Nebenkosten
Durchschnitt
für eine Unterkunft im
Studentenwohnheim
240,00
für ein Zimmer in einer
Wohngemeinschaft
280,00
für eine Wohnung
allein
357,00
Quelle: Deutsches Studentenwerk,
20. Sozialerhebung
Monatliche Ausgaben von Studierenden
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

28 Studieren in Deutschland
spätestens, wenn Sie eine Aufenthalts-
erlaubnis beantragen (siehe Seite 54). In
der Regel wird verlangt, dass Sie über
rund 8.000 Euro für ein Jahr verfügen.
Den Finanzierungsnachweis können Sie
auf unterschiedliche Art vorlegen. Folgende
Formen sind dabei möglich:
Die Eltern legen Ein kom mens- und
Vermögens nachweise vor.
Jemand mit Wohnsitz in Deutsch-
land verpflichtet sich gegenüber der
Ausländerbehörde, die Kosten für
Sie zu übernehmen.
Ein Sicherheitsbetrag wird auf ein
gesperrtes Konto eingezahlt.
Sie legen eine Bankbürgschaft vor.
Sie erhalten ein Stipendium von
einem anerkannten Stipendiengeber.
Erkundigen Sie sich unbedingt bei der deut-
schen Botschaft in Ihrem Land, in welcher
Form Sie den Nachweis erbringen müssen.
Beachten Sie: Als internationaler Studie-
render dürfen Sie in Deutschland nur mit
Einschränkungen arbeiten. Ein Nebenjob
kann zwar Ihr Budget aufbessern, aber
es ist kaum möglich, so Ihren gesamten
Lebensunterhalt zu finanzieren (siehe
Seite 68–70).
Welche Förderungsmöglichkeiten
gibt es für mich?
Jetzt wissen Sie, mit welchen Kosten Sie
in etwa rechnen müssen. Doch eventuell
müssen Sie das alles nicht allein finan-
zieren. Es gibt eine ganze Reihe von För-
derungsmöglichkeiten für Ihren Studien-
aufenthalt in Deutschland.
Stipendien
Internationale Studierende können sich
bei zahlreichen Einrichtungen um ein
Stipendium bewerben, etwa beim DAAD,
bei
parteinahen Stiftungen, konfessio nellen
Einrichtungen oder wirtschafts nahen
Organisationen. Erkundigen Sie sich auch
in Ihrem Heimat land danach, ob Sie Sti-
pendien oder andere Förderungsmöglich-
keiten in Anspruch nehmen können.
Der DAAD bietet ein umfangreiches
Sti pen dienprogramm für deutsche und
ausländische Studierende, Graduierte und
Wissenschaftler. Beachten Sie: Die Förde-
rung eines Vollstudiums vom ersten bis
zum letzten Semester ist beim DAAD und
den meisten anderen Institutionen in der
Regel aber nicht möglich. Meist werden
auch keine Studien anfänger gefördert.
Förderung für Studierende
aus Europa
Für Studierende aus einem der 28 EU-
Länder sowie aus Island, Liechtenstein,
Norwegen, der Türkei und der ehemaligen
jugoslawischen Republik Mazedonien gibt
es besondere Austauschprogramme.
Zum Beispiel fördert das Erasmus-Pro-
gramm, das seit dem 1. Januar 2014 unter
dem Dach des neuen Programms der
EU Erasmus+ für allgemeine und beruf-
liche Bildung, Jugend und Sport angesie-
delt ist, den Austausch von europäischen
Studierenden.
ƒ
!
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

In der neuen Programmgeneration
(2014–2020) erweitert Erasmus sein Mobi-
litätsangebot durch Mehrfachförderung
(Studienaufenthalt und Praktikum) in
Bachelor, Master und Promotion, Gradu-
ierten praktika und kreditfinanzierte
Master
mobilität. Auch Assistenzzeiten
an Schulen in Deutschland für Lehramts-
studierende sind als Praktika in Erasmus +
förderbar.
Der Austausch (Studienaufenthalte)
funktioniert im Rahmen von bilateralen
Abkommen zwischen Hochschulen.
Das bedeutet: Wenn Sie eine Erasmus-
Förderung für einen Studienaufenthalt in
Deutschland in Anspruch nehmen möch-
ten, sind Sie an einer deutschen Partner-
hochschule Ihrer Heimathochschule zu
Gast. Darüber hinaus können auch Prak-
tika in verschiedenen Einrichtungen und
auch in Unternehmen gefördert werden.
Mit Erasmus werden einzelne Auslands-
aufenthalte (Studium und Praktikum)
von drei (beim Studium) bzw. zwei (beim
Praktikum) bis zwölf Monaten gefördert.
Je nach Studienphase steht den Studieren-
den ein Erasmus-Gesamtförderzeitraum
von 12 Monaten (inklusive anschließender
Graduiertenmobilität) zur Verfügung.
Die Höhe der Förderung richtet sich nach
den von der Heimathochschule innerhalb
der Vorgaben der Europäischen Kommis-
sion festgelegten Sätze. Außerdem sind
Erasmus- Studierende von den Studien-
gebühren im Gastland befreit.
Information und Beratung zu den Erasmus-
Mobilitätsmaßnahmen, zum Bewerbungs-
verfahren und zu den Antragsfristen
erhalten Sie beim Akademischen Auslands-
amt / International Office Ihrer Hoch-
schule sowie auf deren Internetseiten und
bei der Nationalen Agentur Ihres Landes.
Weitere Informationen?
3
ec.europa.eu/programmes/
erasmus-plus
Finanzierung 29
Die Stipendien-Datenbank des DAAD
bietet eine komfortable Möglichkeit, im
Internet die verschiedenen Stipendien-
arten zu recherchieren. Hier finden
Sie übrigens nicht nur Stipendien des
DAAD, sondern auch anderer Förder-
organisationen.
Recherchieren Sie unter
3
www.funding-guide.de
Stipendien-Datenbank
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30 Studieren in Deutschland
Es gibt verschiedene Wege, sich um einen
Studienplatz an einer deutschen Hochschule
zu bewerben. Welche Möglichkeit für Sie in
Frage kommt, hängt zunächst einmal davon
ab, welches Fach Sie studieren möchten.
Zwei Arten von Fächern werden dabei
unterschieden:
Fächer, für die es
eine zentrale Zulas -
sungsbeschränkung
(bundes
weiter
Numerus clausus) gibt. Das sind
Fächer, für die es in der ganzen
Bundes
republik mehr Interessenten
als Studienplätze gibt. Zurzeit sind
das die Fächer Medizin, Tiermedizin,
Zahnmedizin und Pharmazie.
Fächer, für die es
keine oder eine
lokale Zulassungsbeschränkung
(lokaler Numerus clausus, also nur
an einzelnen Hochschulen) gibt.
Die folgenden Hinweise sind grobe Richt-
linien. Sie sollten sich zur Sicherheit
immer beim Akademischen Auslandsamt
Ihrer Wunschhochschule danach erkun-
digen, wie das Bewerbungsverfahren für
Ihren Studiengang aussieht.
Wie bewerbe ich mich bei
Fächern mit zentraler
Zulassungsbeschränkung?
Für Studienfächer, bei denen es in ganz
Deutschland mehr Bewerber als Studien-
plätze gibt, gilt ein sogenannter zentraler
Numerus clausus (NC). Wenn Sie eines die-
ser Fächer studieren möchten, gelten beson-
dere Bedingungen für Ihre Bewerbung.
1.4
So funktioniert die Bewerbung
für einen Studiengang
Hier erfahren Sie, wie Sie sich um einen Studienplatz an
einer deutschen Hochschule bewerben – und was Sie dabei
beachten müssen.
ƒ
!
ist ein lateinischer Ausdruck. Er bedeu-
tet: beschränkte Anzahl. Gemeint ist
damit, dass es für ein Studienfach an
einer Hochschule oder auch in ganz
Deutschland nur ein bestimmte Anzahl
von Studienplätzen gibt. Und die Zahl
der Bewerber ist größer als die der
Plätze. In diesen Fällen gibt es ein
besonderes Auswahlverfahren und es
gelten besondere Bedingungen für die
Zulassung zum Studium.
Numerus clausus …
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

image
image
„Perfekt strukturiert und
absolut umfassend.
Für mich ist Deutschland
der Bildungsstandort
Nr.1 auf der Welt.“
Thi Hang Vo aus Vietnam
studiert Deutsch als Fremdsprache
im Masterstudiengang an
der Universität Bielefeld.
Das Foto wurde am Reclamstand
auf der Frankfurter Buchmesse auf­
genommen. Der Verlag ist für seine
Universal­Bibliothek bekannt.

32 Studieren in Deutschland
Wohin Sie Ihre Bewerbung schicken,
hängt dann davon ab,
aus welchem Land Sie kommen und
ob Sie eine deutsche Hochschul-
zugangsberechtigung (siehe Seite 19)
haben.
Bei bestimmten Studiengängen mit einem
bundesweiten oder lokalen Numerus
clausus müssen folgende Bewerbergrup-
pen ihre Bewerbung über die
Stiftung für
Hochschulzulassung
einreichen:
Bewerber aus den EU-Mitgliedsländern
sowie aus Island, Liechtenstein und
Norwegen sowie
Bewerber, die ihre Hochschulreife in
Deutschland oder an einer Deutschen
Schule im Ausland erworben haben.
Weitere Informationen?
3
www.hochschulstart.de
Alle anderen Bewerber bewerben sich
direkt bei ihrer Wunschhochschule oder
bei uni-assist.
Wie bewerbe ich mich für
die anderen Fächer?
Bei den Fächern, für die es keine zent-
rale Zulassungsbeschränkung gibt, läuft
die Bewerbung für alle internationalen
Studien bewerber
direkt über das
Akademische
Auslands amt
bzw.
das Studieren -
densekretariat
der Hochschule,
an der Sie studieren möchten,
oder
über uni-assist. Wenn die Bewerbun-
gen für Ihren Wunschstudiengang im
Auftrag der Hochschule von uni-assist
bearbeitet werden, dann bewerben Sie
sich bei uni-assist. Falls das nicht der
Fall ist, bewerben Sie sich direkt bei
der Hochschule. Bitte informieren Sie
sich darüber auf der Webseite Ihrer
Wunschhochschule.
Die Arbeits- und Servicestelle für
internationale Studienbewerbungen
(uni-assist) e.V. unterstützt interna-
tionale Studienbewerber bei der
Bewerbung um einen Studienplatz in
Deutschland. Gleichzeitig über prüft
sie für die Hochschulen, ob auslän-
dische Studien bewerber die formalen
Mindest voraussetzungen erfüllen.
Bei uni-assist können Sie sich mit
nur einem Satz Bewerbungsunter lagen
gleich bei mehreren Hochschulen
um einen Studienplatz bewerben.
uni-assist sorgt dann für eine schnelle
Prüfung der Unterlagen und meldet
sich rechtzeitig, falls Ihre Bewerbung
noch unvollständig ist. Wenn die
Unterlagen vollständig und die forma-
len Studienvoraussetzungen erfüllt
sind, leitet uni-assist die Bewerbung
an die Hochschulen weiter. Die Ent-
scheidung über die Zulassung wird
jedoch nicht von uni-assist, sondern
von der Hochschule selbst getroffen.
Weitere Informationen?
3
www.uni-assist.de
Was ist uni-assist?
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Eine Liste der uni-assist-Hochschulen
finden Sie unter
www.uni-assist.de/uni-
assist-mitglieder.html
.
Wie gesagt: Fragen Sie aber zur Sicherheit
immer noch einmal im Akademischen Aus-
landsamt der Hochschule Ihrer Wahl nach.
Was kostet eine Bewerbung?
Für die Bewerbung um einen Studien -
platz in Deutschland brauchen Sie eine
Reihe von Dokumenten und Nachweisen.
Außer dem fallen meist noch Bearbeitungs-
gebühren an. Folgende Kosten können
dabei auf Sie zukommen:
Gebühren für die Beglaubigungen von
Kopien und Übersetzungen,
Prüfungsgebühr für TestDaF oder
DSH (die Höhe der Gebühr hängt
davon ab, wo Sie die Prüfung ablegen),
Bearbeitungsgebühr für die Bewerbung
(siehe unten).
Die Höhe der
Bearbeitungsgebühr
hängt
davon ab, wo Sie sich bewerben.
Wenn Sie sich über uni-assist bewerben:
Die Kosten für eine oder die erste von meh-
reren Bewerbungen betragen – je nachdem,
aus welchem Land Sie kommen – maxi-
mal 68 Euro. Jede zusätzliche Bewer bung
an weiteren Hochschulen kostet für alle
Bewerber pro Hochschule 15 Euro. Das gilt
für alle Bewerbungen in einem Semester.
Wenn Sie sich direkt bei einer Hochschule
bewerben: Einige Hochschulen verlangen
für die Prüfung der Bewerbungsunterlagen
eine Bearbeitungsgebühr.
Bitte denken Sie daran: Ihre Bewerbung
wird erst bearbeitet, wenn Sie die Gebüh-
ren gezahlt haben.
Wenn Sie sich direkt bei der Stiftung
für Hochschulzulassung bewerben: Die
Bewerbung ist kostenlos.
Wie sieht die Bewerbung aus?
Das Formular für die Bewerbung erhalten
Sie bei der Hochschule, bei uni-assist, auf
der Internetseite des DAAD oder bei der
Stiftung für Hochschulzulassung.
Für Ihre Bewerbung brauchen Sie außer-
dem bestimmte Unterlagen. Dazu gehören
meistens
eine amtlich beglaubigte Kopie des
Zeugnisses der Hochschulreife,
eine amtlich beglaubigte Kopie
aller erworbenen Hochschulzeugnisse,
ein Passfoto,
eine Kopie des Reisepasses (Seite
mit Namensangabe und Foto),
Sprachnachweise (siehe Seite 21–22).
Beachten Sie: Als Nachweise werden nur
amtlich beglaubigte Kopien mit einer amt-
lich beglaubigten Übersetzung ins Deutsche
akzeptiert. Amtliche Beglaubigungen
stellen in Ihrem Land zum Beispiel die
deutschen Auslandsvertretungen aus.
Manche Hochschulen akzeptieren auch
englische und französische Dokumente.
Ihr Zulassungsantrag wird nur bearbeitet,
wenn Ihre Unterlagen vollständig sind
und Sie die Bearbeitungsgebühren gezahlt
haben.
Bewerbung für einen Studiengang 33
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

image
34 Studieren in Deutschland

Die Bewerbungsfrist endet in der Regel
mehrere Monate vor Semesterbeginn. Sie
sollten daher möglichst frühzeitig Kontakt
zum Akademischen Auslandsamt auf-
nehmen, damit Sie fehlende Dokumente
rechtzeitig beschaffen können.
Die Zulassungsstelle informiert Sie schrift -
lich über das Ergebnis der Bewerbung.
Im positiven Fall erhalten Sie einen Zulas-
sungsbescheid. Er enthält
Angaben zum erteilten Studienplatz,
eine Annahmeerklärung, die Sie
sofort an die Zulassungsstelle zurück-
senden müssen,
Angaben zum Zeitraum, in dem die
Einschreibung (Immatrikulation)
erfolgen muss (siehe Seite 52),
eventuell Hinweise auf noch zu
erbringende Leistungen und Prüfungen,
eventuell einen Termin für die noch
abzulegende Deutsch-Prüfung oder
für die Aufnahmeprüfung des
Studienkollegs,
eventuell die Einladung zu einer Orien-
tierungsveranstaltung für Studierende
aus dem Ausland (siehe Seite 55).
Welche Termine muss
ich beachten?
Merken Sie sich die folgenden Termine
für Bewerbungen bei den Akademischen
Auslandsämtern, uni-assist und der Stif-
tung für Hochschulzulassung vor. Ihre
Bewerbung muss spätestens zu diesem
Termin eingetroffen sein, sonst wird sie
nicht mehr bearbeitet.
Bei
Studienbeginn im Wintersemester
:
Bewerbungsfrist: Ende Mai bis 15. Juli
Der Zulassungsbescheid wird im
August / September verschickt.
Der Ablehnungsbescheid wird im
September / Oktober verschickt.
Bei
Studienbeginn im Sommersemester
:
Bewerbungsfrist: Anfang Dezember
bis 15. Januar
Der Zulassungsbescheid wird im
Februar / März verschickt.
Der Ablehnungsbescheid wird im
März / April verschickt.
Achtung: An einigen Hochschulen gibt
es andere Termine. Zum Teil ist nur eine
Zulassung zum Wintersemester
mög lich,
zum Teil liegen die Fristen früher
als hier
angegeben. Erkundigen Sie sich früh-
zeitig nach den genauen Terminen für
die Bewerbung und nach dem Veranstal-
tungsbeginn an Ihrer Wunschhochschule.
Bewerbung für einen Studiengang 35
3
www.inobis.de
Hier finden Sie viele nützliche Infos
und Datenbanken zum Thema „Hoch-
schulzugang und Studienbewerbung“
mit genauen Bewerbungschecklisten,
die auf den angestrebten Abschluss,
die Wunschhochschule und das
Herkunftsland abgestimmt sind.
Linktipp
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

36 Studieren in Deutschland
1.5
So sind die Regeln für die Einreise
und den Aufenthalt in Deutschland
Ob Sie als internationaler Studierender
ein Visum brauchen, hängt davon ab, aus
welchem Land Sie kommen und wie lange
Sie in Deutschland bleiben möchten.
Wann brauche ich
ein Visum?
3
Sind Sie Staatsbürger eines
EU-Mitgliedsstaates oder von Island,
Liechtenstein, Norwegen oder der
Schweiz?
Dann benötigen Sie für die Einreise nur
einen gültigen Personalausweis oder ein
vergleichbares Dokument. Nach Ihrer
Ankunft in Deutschland und wenn Sie
eine Wohnung gefunden haben, müssen
Sie sich beim zuständigen Einwohner-
meldeamt melden. Sie können dann eine
Bescheinigung über das Aufenthaltsrecht
erhalten (siehe Seite 54).
3
Sind Sie nicht Staatsbürger eines
der oben genannten Länder?
Dann hängt die Frage, ob Sie ein Visum
benötigen, von der Dauer Ihres Aufent-
haltes in Deutschland ab.
Grundsätzlich
brauchen Sie
ein Visum
, das
Sie
vor der Einreise
nach Deutschland bei
der zuständigen deutschen
Auslandsvertre-
tung beantragen müssen. Jedoch gibt es, je
nach Dauer und Zweck Ihres Aufenthalts,
Ausnahmen für bestimmte Länder
:
Staatsangehörige der Länder,
Australien
,
Israel
,
Japan
,
Kanada
,
Neuseeland
,
Süd-
korea
und der
Vereinigten Staaten von
Amerika
können
unabhängig von der
Dauer des geplanten Aufenthalts
ohne
Visum ein reisen. Sie müssen sich aber in
den ersten drei Monaten in Deutschland
eine Aufenthaltserlaubnis besorgen. Wenn
Sie aus
Andorra
,
Brasilien
,
El Salvador
,
Honduras
,
Monaco
oder
San Marino
kom-
men, dürfen Sie für Aufenthalte von mehr
als 90 Tagen nur dann ohne Visum ein-
reisen, wenn Sie nicht planen, in Deutsch-
land zu arbeiten.
Hier erfahren Sie, ob Sie ein Visum brauchen, um nach
Deutschland einreisen zu können. Und Sie erfahren, ob Sie
eine Aufenthalts erlaubnis benötigen.
ƒ
!
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Regeln für Einreise und Aufenthalt 37
Wenn ihr Aufenthalt
nicht länger als
90 Tage dauert und sie keine Erwerbs-
tätigkeit ausüben möchten,
können auch
Staatsbürger der folgenden Länder ohne
Visum einreisen:
Antigua und Barbuda,
Argentinien, Bahamas, Barbados,
Brunei Darussalam, Chile, Costa Rica,
El Salvador, Guatemala, Malaysia,
Mauritius, Mexiko, Nicaragua, Panama,
Paraguay, Seychellen, Singapur, St. Kitts
und Nevis, Taiwan, Uruguay, Vatikan-
stadt
und
Venezuela.
Für Staatsangehörige der Länder
Albanien,
Bosnien-Herzegowina, Mazedonien,
Montenegro
und
Serbien
gelten diese
Regeln für Inhaber eines biometrischen
Reisepasses.
Auf den Internetseiten des DAAD kann
man unter
www.daad.de/deutschland/
download
ein ausführliches Merkblatt
zu rechtlichen Rahmenbedingungen für
Einreise und Aufenthalt herunterladen.
Auf den Internetseiten des Auswärtigen
Amtes finden Sie unter
www.diplo.de/
visa
Antworten auf die wichtigsten Fragen
zum Thema Visum, unter anderem auch
die jeweils aktuellen Visabestimmungen
für alle Länder.
Wenden Sie sich für weitere Informationen
an die deutsche Botschaft oder das Kon-
sulat in Ihrem Heimatland. Dort hilft
man Ihnen bei allen Fragen rund um den
Visumsantrag. Die Adressen der deutschen
Auslandsvertretungen finden Sie unter
www.auswaertiges-amt.de
.
Welches Visum ist
das richtige?
Welches Visum Sie beantragen, hängt
unter anderem davon ab, ob Sie bereits
eine Zulassung zum Studium in Deutsch-
land haben oder nicht.
Ein wichtiger Tipp: Reisen Sie auf keinen
Fall als Tourist ein. Ein Touristenvisum
kann nachträglich nicht in ein Visum zu
Studienzwecken oder zur Studienbewer-
bung umgewandelt werden.
Visum zur Studienbewerbung
Haben Sie
noch keine Zulassung
zu einer
Hochschule oder zu einem Studienkolleg,
dann beantragen Sie das Visum zum
Zweck der Studienbewerbung.
Dieses Visum gilt drei Monate und gibt
Ihnen die Möglichkeit, die Voraussetzun-
gen für die Zulassung zu schaffen. Sollte
die Zeit nicht ausreichen, kann die Auf-
enthaltsdauer um höchstens sechs Monate
verlängert werden. Werden Sie in dieser
Zeit zum Studium oder Studienkolleg
zugelassen, können Sie eine Aufenthalts-
erlaubnis zu Studienzwecken beantragen.
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

38 Studieren in Deutschland
Visum zu Studienzwecken
Wenn Sie
bereits zu einem Studium oder
Studienkolleg zugelassen
sind, brauchen
Sie ein Visum für den Aufenthalt zu
Studienzwecken. Das Visum zu Studien-
zwecken wird in der Regel für die Dauer
von
drei Monaten
erteilt. Innerhalb dieser
drei Monate müssen Sie bei der Auslän-
derbehörde in Ihrem deutschen Wohnort
eine Aufenthaltserlaubnis beantragen.
Welche Unterlagen brauche ich
zur Beantragung eines Visums?
Welche Unterlagen Sie dem Antrag bei-
fügen müssen, erfragen Sie bei Ihrer
deutschen Auslandsvertretung. In der
Regel brauchen Sie:
den Nachweis eines Kranken ver si-
cherungs schutzes (siehe Seite 26–27),
den Finanzierungsnachweis (siehe
Seite 27),
den Nachweis über Ihre bisherigen
Studienleistungen,
den Nachweis über eventuell vorhan-
dene Deutschkenntnisse oder einen
geplanten Sprachkurs in Deutschland.
Zusätzlich beim Visum zu Studien-
zwecken:
Zulassungsbescheid der
Hochschule; er kann ersetzt werden
durch eine Bescheinigung der Hoch-
schule, dass guten Chancen auf eine
Zulassung bestehen.
Zusätzlich beim Visum zur Studien-
bewerbung:
eine in Deutschland aner-
kannte Hochschulzugangsberechtigung.
Wenn Sie ein Visum beantragen,
müssen Sie eventuell ein Gesundheits-
zeugnis vorlegen. Informationen
darüber erhalten Sie bei der deutschen
Auslandsvertretung.
Gesundheitsuntersuchung
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

image

40 Studieren in Deutschland
In Deutschland wohnen Studierende
entweder in einem Studentenwohnheim
oder in einer privaten Unterkunft. Anders
als vielleicht in anderen Ländern erhalten
Sie an deutschen Hochschulen nicht
automatisch mit Ihrer Einschreibung
(siehe Seite 52) eine Unterkunft.
In der Regel müssen Sie also selbst eine
Unterkunft suchen. Je nach Hochschulort
und je nach Ihren finanziellen Möglich-
keiten ist das nicht immer ganz einfach.
Darum sollten Sie möglichst früh mit der
Suche beginnen – am besten vor Ihrer
Ankunft in Deutschland.
Nützliche Hinweise zur Wohnungssuche
bekommen Sie beim Akademischen
Auslandsamt.
Wie bekomme ich einen Platz
im Studentenwohnheim?
In vielen Hochschulstädten gibt es gleich
mehrere Studentenwohnheime. Ein Zim-
mer in einem Studentenwohnheim ist
wahrscheinlich die preiswerteste Lösung
(siehe Seite 25).
Es ist nicht in allen Hochschulstädten
einfach, ein Zimmer im Wohnheim zu
bekommen. Wenn Sie sich möglichst
früh darum kümmern, steigen jedoch
Ihre Chancen. Tun Sie das also am bes-
ten sofort, wenn Sie die Zulassung zum
Studium erhalten haben. Sie müssen
dazu einen Antrag bei dem örtlichen
Studenten werk stellen.
Eine sehr praktische Hilfe dabei ist
der
DAAD-Wohnheimfinder
unter
www.daad.de/wohnen.
Hier finden Sie
Informationen über die einzelnen Wohn-
heime in der Hochschulstadt Ihrer Wahl.
Außerdem kommen Sie mit wenigen
Klicks zur Online-Bewerbung um einen
Wohnheimplatz beim Studentenwerk.
An manchen Hochschulen vermittelt auch
das Akademische Auslandsamt Plätze in
Studentenwohnheimen. Fragen Sie also
auch dort nach, wie man ein Zimmer im
Wohnheim bekommt.
Hier erfahren Sie, wie Sie im Heimatland die Wohnungssuche
in Deutschland vorbereiten und organisieren können.
1.6
So bereiten Sie Ihre
Wohnungssuche vor
ƒ
!
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Praktischer Leitfaden für internationale Studierende
Welche privaten Unterkünfte
gibt es?
Wie überall auf der Welt sind die Unter-
künfte, die von privaten Vermietern
angeboten werden, sehr unterschiedlich.
Von einem leeren Zimmer bis zu einer
möblierten Wohnung gibt es alles auf dem
privaten Markt.
Sie können also nach einer Wohnung oder
nach einem Zimmer suchen. Zimmer gibt
es zum Beispiel in einer Wohngemeinschaft.
Wohngemeinschaft (WG) bedeutet: Hier
leben mehrere Personen zusammen in
einer Wohnung. Jeder Bewohner hat ein
eigenes Zimmer, aber alle teilen sich
Küche, Bad und manchmal ein Wohn-
zimmer, zum Teil auch die Kosten für
einen Telefon- und Internetanschluss.
Diese Wohnform ist bei vielen Studieren-
den sehr beliebt.
Meistens bekommt man Zimmer und
kleine Wohnungen erst, wenn man vor
Ort ist. Das heißt: Die konkrete Auswahl
können Sie oft erst nach Ihrer Ankunft
in Deutschland treffen. Aber Sie können
die Suche vor bereiten, indem Sie vor
Ihrer Abreise im Internet recherchieren
und eventuell schon Termine für eine
Wohnungs besichtigung ausmachen. Wie
das funktioniert und wo Sie Wohnungs-
annoncen finden, erfahren Sie auf
Seite 51.
Wo verbringe ich die
ersten Nächte?
Sie haben noch keine Unterkunft, wenn
Sie in Deutschland ankommen? Dann
sollten Sie vor Ihrer Abreise klären, wo
Sie die ersten Nächte verbringen können.
Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten,
über die Sie auch das Akademische Aus-
landsamt informiert.
An einigen Studienorten bieten die Stu-
dentenwerke und Hochschulgemeinden
preisgünstig Übernachtungsmöglich-
keiten für die ersten Tage an. Ansonsten
gibt es die Möglichkeit, in einer privaten
Pension (das ist ein kleines Hotel), einem
Hostel, einem Jugendhotel oder in einer
Jugendherberge ein Zimmer zu bekom-
men. Für eine Übernachtung in der
Jugendherberge müssen Sie zwar Mitglied
in einem Verband der International Youth
Hostel Federation sein, das können Sie
aber in jeder Jugendherberge für einen
geringen Beitrag werden.
Weitere Informationen?
3
www.daad.de/wohnen
3
www.jugendherberge.de
3
www.hostelbookers.com
Wohnungssuche vorbereiten 41
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

42 Studieren in Deutschland
1
.
7
So planen Sie Ihren Studienaufenthalt:
Schritt für Schritt Richtung Deutschland
3
Noch 18 Monate
Angebote suchen und entscheiden: Was will ich und was ist möglich?
Ich weiß,
wo ich mich über Studienaufenthalte in Deutschland informieren kann und
habe mindestens eine der folgenden Kontaktmöglichkeiten genutzt:
www.study-in.de
und
www.daad.de
DAAD-Büro in meinem Land
Deutscher Lektor an meiner Hochschule
Bildungsmessen in meinem Land
wie lang mein Studienaufenthalt in etwa sein soll.
welchen Abschluss ich machen will.
welches Fach ich studieren will.
welcher Hochschultyp passt.
welche Hochschulen mein Fach anbieten.
3
Noch 15 Monate
Voraussetzungen checken: Reichen sie für mein Wunschstudium
aus oder muss ich noch etwas tun?
Ich weiß,
ob mein Schulabschluss oder meine Ausbildung für eine Zulassung an einer
deutschen Hochschule ausreichen.
ob meine Deutsch- oder Englischkenntnisse für mein Wunschstudium ausreichen.
wie ich den Studienaufenthalt finanzieren kann und wo ich mich eventuell für
ein Stipendium bewerben kann.
3
Noch 12 Monate
Bewerbung vorbereiten: Was brauche ich wann?
Ich weiß,
wo ich mich bewerben muss.
welche Unterlagen ich für die Bewerbung brauche und wo ich sie bekomme.
wann ich die Bewerbung abschicken muss.
Die Checkliste
ƒ
!
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Checkliste 43
3
Noch 6 Monate
Reise planen: Wie komme ich hin?
Ich weiß,
wie ich nach Deutschland reise und wann ich die Reise buchen muss.
ob ich ein Visum brauche und wie ich es bekomme.
3
Noch 3 Monate
Unterkunft suchen: Wo werde ich wohnen?
Ich weiß,
wie ich gern wohnen möchte:
in einem Studentenwohnheim
in einem WG-Zimmer
in einer eigenen Wohnung
wie ich die Wohnungssuche angehe oder wie ich mich für einen Platz im
Studentenwohnheim bewerbe (siehe Seite 40).
wo ich die ersten Nächte verbringen kann, falls ich noch kein Zimmer habe.
3
Noch 1 Monat
Countdown für die Abreise: Ist alles vorbereitet und eingepackt?
Ich habe
die Reise gebucht.
die Wohnungssuche vorbereitet und eine Unterkunft für die ersten Nächte.
eine Packliste geschrieben.
3
Letzter Check
Diese Papiere und Dokumente müssen ins Gepäck:
Reisepass bzw. Personalausweis, der für die gesamte Zeit, die Sie in
Deutschland verbringen möchten, gültig ist (siehe Seite 36-38),
eventuell: Visum (siehe Seite 36–38),
Zulassungsbescheid Ihrer Hochschule oder die Bewerberbestätigung,
Finanzierungsnachweis (siehe Seite 27),
Originale sowie übersetzte und beglaubigte (!) Kopien der folgenden Dokumente:
Geburtsurkunde,
Abschlusszeugnis der Sekundarschule,
eventuell: Hochschuldiplome, Sprachdiplome,
eventuell: Bestätigung Ihrer Krankenversicherung, wenn sie in Deutschland
anerkannt wird (siehe Seite 26–27),
eventuell: Impfpass (Sie erfahren bei den deutschen Auslands vertretungen,
ob Sie bestimmte Impfungen benötigen).
3
Nach der Ankunft in Deutschland:
Ich gehe zum Akademischen Auslandsamt und lasse mir die nächsten
Schritte erklären.
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

44 Studieren in Deutschland
Wenn Sie in Deutschland angekommen
sind, sind einige Dinge zu erledigen.
Sie müssen
eventuell noch eine Unterkunft suchen,
sich immatrikulieren,
sich beim Einwohnermeldeamt
anmelden,
eventuell eine Aufenthaltserlaubnis
beantragen und
einen Stundenplan zusammenstellen.
Für all das finden Sie an vielen Stellen
Unterstützung. Denn: Auch vor Ort sind
Sie mit Ihren Fragen und Problemen
nicht allein.
2.
Das sind die ersten Schritte
in Deutschland
In diesem Kapitel erfahren Sie,
was Sie in Ihren ersten Tagen
und Wochen in Deutschland
erledigen müssen. Und natürlich:
wo man Ihnen bei all dem hilft.
In der Broschüre
„Ziel Deutschland“
finden Sie umfassende Informa -
tionen zum Studium und Leben in
Deutschland. Sie erhalten die Bro-
schüre zum Beispiel in den DAAD-
Büros weltweit (Adressen siehe
Seite 82–87).
Lesetipp
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Hilfe bekommen 45
2.1
So bekommen Sie Hilfe
Die erste Station:
Akademisches Auslandsamt
Die wohl wichtigste Kontaktstelle für
internationale Studierende ist das
Akademische Auslandsamt (AAA) oder
das Internationale Büro (International
Office). Jede Hochschule hat ein solches
Büro, wo man sich um die internatio
nalen
Hochschulbeziehungen kümmert.
Sie hatten sicher bereits bei der Planung
Ihres Aufenthalts in Deutschland Kontakt
mit dem Akademischen Auslandsamt
Ihrer Hochschule. Die Mitarbeiter des
Auslandsamts helfen Ihnen auch bei den
Fragen, die sich nach Ihrer Ankunft in
Deutschland stellen.
Hier versorgt man Sie mit allen notwen-
digen Informationen, die Sie für die ersten
Tage in Deutschland brauchen. Man unter-
stützt Sie dabei, die Formalitäten – wie
zum Beispiel die Einschreibung (siehe
Seite 52) – zu erledigen. Und Sie erhalten
auch nützliche Informationen für die
Wohnungssuche.
Die Adressen der Akademischen Aus-
lands ämter der Hochschulen finden Sie
unter
www.daad.de/aaa
. In der Regel
ist das Akademische Auslandsamt Ihrer
Hochschule von Montag bis Freitag
immer vormittags für Sie da.
Studentenwerke
An den deutschen Hochschulen bietet
das Studentenwerk eine Reihe von
Services für Studierende an. Es vergibt
zum Beispiel Zimmer im Studenten-
wohnheim und ist für die Mensen der
Hochschule zuständig.
Für internationale Studierende haben
einige dieser Studentenwerke ein spezi-
elles Servicepaket entwickelt. Es erleichtert
den Einstieg in das Studium und das
Leben in Deutschland.
Hier erfahren Sie, wer Ihnen in Deutschland bei welchen
Fragen weiterhilft. Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick über
wichtige hilfreiche Einrichtungen an den Hochschulen.
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

image
46 Studieren in Deutschland

Hilfe bekommen 47
Welche Leistungen in diesem Service-
paket genau enthalten sind, hängt von der
Hochschule ab. Meistens beinhaltet es
Folgendes:
ein Zimmer in einem Wohnheim
(siehe Seite 40),
den Semesterbeitrag, zum Teil mit
Semesterticket (siehe Seite 24),
Kulturveranstaltungen und Exkursionen,
Mittagessen in der Mensa,
Vermittlung einer gesetzlichen oder
privaten Krankenversicherung (siehe
Seite 26–27).
Einige Studentenwerke bieten darüber
hinaus auch Sport- und Sprachkurse an.
Sie verleihen zum Teil Fahrräder und
Computer, Geschirr und Bettwäsche.
Der Preis für das Servicepaket hängt von
den Leistungen ab, die enthalten sind.
Es kostet zwischen 158 und 358 Euro pro
Monat und kann für ein, maximal zwei
Semester vergeben werden. Das Paket
wird nicht von allen Studentenwerken
angeboten. Die Anzahl der Pakete pro
Studenten werk ist begrenzt. Falls Sie
Interesse
haben: Erkundigen Sie sich
möglichst
früh beim Studentenwerk
Ihrer Gasthochschule.
Die Studentenwerke kümmern sich auch
um die besonderen Fragen von Studieren-
den mit Behinderung.
Weitere Informationen?
3
www.internationale-studierende.de
Besondere Hilfen
Viele Hochschulen bieten besondere
Hilfen für den Start ausländischer Studie-
render in Deutschland an. Dazu gehören
Einführungsveranstaltungen, Begrüßungs-
programme, Abholservices oder andere
Betreuungsprogramme.
An einigen Hochschulen gibt es spezielle
Patenprogramme (auch Study-Buddy-
Programme genannt). In einem solchen
Programm bekommen Sie als internati-
onaler Studierender einen persönlichen
Ansprechpartner. Das sind erfahrene
Studierende. Sie helfen Ihnen bei Behör-
dengängen, bei Problemen im Alltag, bei
Fragen zum Studium usw. Oft nehmen
sie auch schon vor Ihrer Abreise aus dem
Heimatland Kontakt zu Ihnen auf.
Manchmal werden solche Buddy-Pro-
gramme auch von der Stadt, in der die
Hochschule ist, organisiert. Dann sind
die Paten keine Studierenden, sondern
einfach Menschen, die sich für einen
internationalen Austausch interessieren.
Fragen Sie beim Akademischen Auslands-
amt nach, ob es in Ihrer Hochschulstadt
besondere Hilfsprogramme gibt.
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

image
48 Studieren in Deutschland
Lena Wiemer
studiert Englisch und Medienwissen-
schaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-
Universität Bonn und engagiert sich dort im Study-
Buddy-Programm.
Anna Yuwen
kommt aus den USA und studiert im
Masterprogramm Nordamerika-Studien an der
Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
zu ausländischen Studierenden ist für mich
das Tolle am Study-Buddy-Programm.
Ich
finde es schön, dass ich Anna helfen kann,
hier zurechtzukommen. Und es macht mir
Spaß, an ihrem Leben in Deutschland teil-
zuhaben. Am Anfang haben wir Behörden-
gänge gemeinsam erledigt und Möbel ge-
kauft. Jetzt treffen wir uns zum Erzählen
und machen Ausflüge. Dabei lerne ich un-
glaublich viel über mich selbst: zum Bei-
spiel wenn Anna etwas komisch findet, was
für mich ganz normal ist. Und gleichzeitig
erfahre ich eine Menge über die Kultur und
das Leben in den USA.
hat Lena per Mail Kontakt zu mir auf-
genommen. Es war ein gutes Gefühl, ihr
alle meine Fragen – zum Beispiel zu
Versicherungen und zum Bankkonto –
stellen zu können. Ohne sie wäre mein
Start in Deutschland sicher schwieriger
gewesen. Zuerst haben wir Englisch mit-
einander gesprochen, aber dann langsam
auf Deutsch gewechselt. Mit Lena tauche
ich noch einmal tiefer in die deutsche
Sprache ein. Und ich lerne mit ihr ganz
viele Kleinigkeiten und Nuancen kennen,
die die Kultur ausmachen. Für mich
ist das wirklich sehr, sehr hilfreich – und
etwas ganz Besonderes.
Schon vor der Abreise … Der persönliche Kontakt …
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Praktischer Leitfaden für internationale Studierende
Studentenorganisationen
Hilfe und Tipps bekommen Sie auch bei
der Studentenvertretung. Diese Gruppe
von Studierenden wird von den Studieren-
den an Hochschulen selbst gewählt. Sie
vertritt die Interessen der Studierenden.
Studentenvertretungen können AStA
(Allgemeiner Studierendenausschuss),
UStA (Unabhängiger Studierenden-
ausschuss) oder StuRa (StudentInnenrat)
heißen.
Sie sorgen unter anderem auch dafür,
dass es an Hochschulen Sport-, Kultur-
und Freizeitprogramme gibt. Außerdem
bekommen Studierende hier Tipps zur
Wohnungs- und Jobsuche. Zum Teil
werden auch Mitfahrgelegenheiten in
andere Städte organisiert. Einige Studen-
ten vertretungen bieten auch Deutschkurse
für internationale Studierende an und
helfen bei der Vermittlung von Sprach-
tandems (siehe Seite 66–67).
Internationale Hochschulgruppen
An vielen Hochschulen gibt es außerdem
studentische Hochschulgruppen, die sich
speziell um ausländische Studierende
kümmern.
Sie unterstützen Neuankömmlinge und
organisieren zudem Partys, Ausflüge
und Stammtische, bei denen Sie schnell
Kontakt zu anderen Studierenden
bekommen (siehe Seite 62).
Fachschaft
Wenn Sie konkrete Fragen zu Ihrem
Studienfach haben, dann wenden Sie sich
am besten an die Fachschaftsvertretung
(auch Fachschaft genannt). Das ist eine
gewählte Gruppe von Studierenden. Sie
vertritt die Interessen der Studierenden
eines bestimmten Fachbereichs.
Zu Beginn des Semesters organisieren
die Fachschaften Informationsveran-
staltungen für Studienanfänger. Hier
erfahren Sie, wie Sie Ihr Studium planen
können. Außer dem können Sie hier
leicht Kontakte zu anderen Studierenden
knüpfen. Die Fachschaft hilft auch bei
der ersten Orientierung an Ihrer neuen
Hochschule.
Hilfe bekommen 49
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

image
50 Studieren in Deutschland

Falls Sie noch keine Unterkunft in Deutsch-
land haben, brauchen Sie zunächst eine
Lösung für die ersten Nächte. Wo Sie
dafür Übernachtungsmöglichkeiten finden,
erfahren Sie auf Seite 41.
Was muss ich für die
Wohnungssuche wissen?
Wie schon gesagt: Am besten ist es, wenn
Sie bereits im Heimatland mit der Suche
nach einer Unterkunft in Deutschland
beginnen. Das gilt vor allem dann, wenn
Sie in einem Studentenwohnheim wohnen
möchten (siehe Seite 40).
Wenn Sie lieber in einer privaten Unter-
kunft leben möchten – in einer kleinen
Wohnung oder einem Zimmer in einer
Wohngemeinschaft (siehe Seite 41) –,
dann beginnt die intensive Suche wahr-
scheinlich erst, wenn Sie in Deutschland
sind. Solche Unterkünfte werden nämlich
meistens vor Ort vergeben. Das heißt: Sie
schauen sich die Unterkunft an und spre-
chen mit dem Vermieter. Und wenn Sie
sich beide einig sind, unterschreiben Sie
einen Mietvertrag.
Hilfreiche Tipps für die Wohnungssuche
vor Ort bekommen Sie beim Akademi-
schen Auslandsamt.
Und wo finde ich
Wohnungsanzeigen?
Freie Zimmer oder Wohnungen finden
Sie über Wohnungsanzeigen – und die
gibt es an ganz verschiedenen Stellen.
An einigen Hochschulen gibt es beim Stu-
denten werk, bei der Studenten vertretung
oder beim Akademischen Auslandsamt
Zimmervermittlungen für Studierende.
Dort erhalten Sie Adressen von privaten
Vermietern. Außerdem finden Sie an den
sogenannten
Schwarzen Brettern in der
Hochschule
Mietangebote. Dort können
Sie auch selbst die Nachricht hinterlassen,
dass Sie ein Zimmer suchen.
Auch die Wohnungsbörsen im Internet
sind hilfreich. Einige haben sich auf
Unterkünfte für Studierende spezialisiert.
Dort kann man auch kostenlos Such an-
zeigen auf geben. Zwei Beispiele sind:
3
www.studenten-wg.de
3
www.wg-gesucht.de
2.2
So finden Sie eine Unterkunft
Hier erfahren Sie, wie Sie vor Ort am besten auf
Wohnungssuche gehen und wer Ihnen dabei hilft.
Unterkunft finden 51
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

52 Studieren in Deutschland
Um an einer deutschen Hochschule
studieren zu können, muss man sich dort
einschreiben. Diesen Vorgang nennt man
Einschreibung oder Immatrikulation. Erst
wenn Sie eingeschrieben sind, dürfen Sie
die Lehrveranstaltungen der Hochschule
besuchen, Prüfungen ablegen und einen
akademischen Grad erwerben. Dann
haben Sie auch Zugang zu allen Einrich-
tungen der Hochschule – zum Beispiel
zur Bibliothek, zu den Sportplätzen und
den Computerräumen.
Sie können sich an Ihrer deutschen Hoch-
schule einschreiben, sobald Sie den
Zulassungsbescheid (siehe Seite 35) vom
Akademischen Auslandsamt oder der
Stiftung für Hochschulzulassung erhalten
haben. Zusammen mit dem Zulassungs-
bescheid erhalten Sie die Information,
wann Sie sich immatrikulieren müssen.
Beachten Sie, dass die Fristen für die
Einschreibung oft kurz sind und Sie dafür
meist persönlich im Studierendensekreta-
riat der Hochschule erscheinen müssen.
Für die Einschreibung müssen Sie
bestimmte Unterlagen mitbringen. Was
genau verlangt wird, erfahren Sie beim
Akademischen Auslandsamt. Rechnen
Sie aber auf jeden Fall damit, dass Sie
Folgendes vorlegen müssen:
Ihren Zulassungsbescheid und
einen Nachweis über Ihre
Kranken versicherung.
Wenn Sie eingeschrieben sind, erhalten
Sie sofort eine schriftliche Bestätigung.
Sie gilt als Ersatz für den Studentenausweis,
der Ihnen kurze Zeit später mit der Post
zugeschickt wird. Die Immatrikulations-
bescheinigung brauchen Sie beispielsweise,
wenn Sie eine Aufenthaltserlaubnis bei
der Ausländerbehörde (siehe Seite 54)
beantragen.
2.3
So schreiben Sie sich bei
Ihrer Hochschule ein
Hier erfahren Sie, was Sie bei der Einschreibung (Immatrikulation)
bei Ihrer Hochschule in Deutschland beachten müssen.
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Erste Behördengänge 53
Sie haben ein Zimmer oder eine Wohnung
gefunden? Gut, dann kommen nun noch
einige Behördengänge auf Sie zu. Sie
können aber auch hier auf die Hilfe des
Akademischen Auslandsamtes zählen.
Was mache ich beim
Einwohnermeldeamt?
Wenn Sie eine Unterkunft gefunden
haben, müssen Sie sich beim Einwohner-
meldeamt melden. In größeren Städten
befindet es sich im Bezirksamt oder im
Bürgerbüro für den Stadtteil, in dem
Sie wohnen. Die Adresse erfahren Sie
beim Akademischen Auslandsamt. Für
die Anmeldung im Einwohnermeldeamt
brauchen Sie
Ihren Reisepass, eventuell mit Visum,
oder Ihren Personalausweis sowie
Ihren Mietvertrag bzw. eine
Bestätigung Ihres Vermieters, dass
Sie eingezogen sind.
Eventuell benötigen Sie weitere Unter lagen
wie die Immatrikulationsbescheinigung
oder eine Kopie Ihres Reisepasses. Fragen
Sie am besten vorher bei Ihrem Akade-
mischen Auslandsamt nach, was genau
verlangt wird.
Im Einwohnermeldeamt füllen Sie dann
ein Meldeformular aus und erhalten
eine Meldebestätigung. Heben Sie diese
Bestätigung gut auf.
Beachten Sie: Jeder, der in Deutschland
lebt und seine Wohnung wechselt, muss
das innerhalb von einer Woche dem
Einwohnermeldeamt mitteilen.
2.4
So erledigen Sie die ersten
Behördengänge
Hier erfahren Sie, welche Ämter Sie aufsuchen
müssen, nachdem Sie eine Unterkunft gefunden haben
und immatrikuliert sind.
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

54 Studieren in Deutschland
Was muss ich tun, um eine
Aufenthalts erlaubnis zu
bekommen?
Welche Formalitäten Sie dann noch
erledigen müssen, hängt davon ab, aus
welchem Land Sie kommen.
3
Sie sind Staatsbürger eines
EU-Mitgliedslandes oder von Island,
Liechtenstein, Norwegen oder
der Schweiz?
Dann können Sie bereits im Einwohner-
meldeamt eine Bescheinigung über Ihr
Aufenthaltsrecht erhalten. Unter Umstän-
den müssen Sie dafür nachweisen, dass
Sie Ihren Lebensunterhalt selber bestrei-
ten können (siehe Seite 27) und dass Sie
krankenversichert (siehe Seite 26–27)
sind.
3
Die nun folgenden Informationen zur
Aufenthaltserlaubnis betreffen Sie nicht;
lesen Sie auf Seite 55 weiter.
3
Sie sind nicht Staatsbürger eines der
oben genannten Länder?
Dann müssen Sie, nachdem Sie sich beim
Einwohnermeldeamt angemeldet haben,
zur Ausländerbehörde Ihres Studienortes
gehen. Die Adresse erfahren Sie beim
Akademischen Auslandsamt. Dort kann
man Ihnen auch sagen, welche Dokumente
Sie mitbringen müssen.
Bei der Ausländerbehörde beantragen Sie
eine Aufenthaltserlaubnis. Bei der ersten
Beantragung müssen Sie eine Gebühr von
bis zu 110 Euro und bei einer Verlänge-
rung bis zu 80 Euro bezahlen. Sie müssen
persönlich zur Ausländerbehörde gehen
und Folgendes mitbringen:
die Meldebestätigung des Einwohner-
meldeamtes (siehe Seite 53),
den Nachweis über eine Kranken-
versicherung (siehe Seite 26–27),
die Immatrikulationsbescheinigung
Ihrer deutschen Hochschule (siehe
Seite 52),
eventuell einen Finanzierungsnachweis
(siehe Seite 27),
Ihren Pass, eventuell mit Visum
(siehe Seite 36–38),
eventuell ein Gesundheitszeugnis
(siehe Seite 38),
Geld für die Gebühr,
eventuell Ihren Mietvertrag,
eventuell (biometrische) Passfotos.
Die Aufenthaltserlaubnis wird in Form
eines sogenannten „elektronischen
Aufent haltstitels“ erteilt. Es handelt sich
um eine Karte mit einem integrierten
Chip, in dem bestimmte Daten, unter
anderem ein Passfoto und Fingerab-
drücke, gespeichert werden. Nach vier
bis sechs Wochen kann die Auf enthalts-
erlaubnis persönlich bei der Ausländer-
behörde abgeholt werden. Sie wird
zu nächst für mindestens ein Jahr und
maximal zwei Jahre erteilt, kann aber
verlängert werden.
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Studium organisieren 55
Ein Hochschulstudium unterscheidet
sich deutlich von einem Schulbesuch.
Das gilt in Deutschland wohl noch stärker
als in vielen anderen Ländern. Während
man als Schüler einen festen Stundenplan
bekommt, haben Studierende in vielen
Fächern mehr Freiheit. Sie können oft
wählen, welche Veranstaltungen sie besu-
chen möchten.
Diese Freiheit bei der Organisation des
Studiums verlangt eine gewisse Selbst-
ständigkeit und Eigeninitiative. Das
bedeutet aber nicht, dass Sie alle Entschei-
dungen allein treffen müssen. Nutzen
Sie die Beratungsangebote: Zu Beginn
eines Semesters gibt es Einführungs-
veranstaltungen für Studienanfänger. Sie
werden vom
AStA
und den
Fachschaften
(siehe Seite 49) angeboten und informie-
ren über die Hochschule und ihre Einrich-
tungen sowie über den Aufbau Ihres
Studiengangs.
Zudem organisiert das Akademische Aus-
landsamt meistens eine Orientierungs-
veranstaltung für Studienanfänger aus
dem Ausland. Diese Veranstaltung hilft
Ihnen auch bei der Studienplanung. Die
Einladung dazu erhalten Sie meist gemein -
sam mit der Zulassung zum Studium.
Welche Arten von
Lehrveranstaltungen gibt es?
An deutschen Hochschulen gibt es ver-
schiedene Veranstaltungsformen. Je nach
Studiengang und Hochschulart haben
sie eine unterschiedlich große Bedeutung.
Die wichtigsten Veranstaltungsformen
sind Vorlesungen, Seminare / Kurse,
Tutorien / Übungen sowie Repetitorien
und Kolloquien.
Bei
Vorlesungen
referiert ein Hochschul-
lehrer über ein bestimmtes Thema. In der
Regel finden hier keine Diskussionen statt
und die Zahl der Teilnehmer ist nicht
beschränkt.
2.5
So organisieren Sie Ihr Studium
Hier bekommen Sie einige wichtige Informationen
zur Organisation des Studiums in Deutschland – etwa zu den
unterschiedlichen Lehrveranstaltungen, zum Aufbau des
Studiums und zum Stundenplan.
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

56 Studieren in Deutschland
In
Seminaren
und
Kursen
spielen Dis-
kussionen mit dem Dozenten und den
anderen Studierenden eine zentrale Rolle.
Die Zahl der Teilnehmer ist oft beschränkt.
In einem
Tutorium
werden die Inhalte
einer Vorlesung oder eines Seminars
wiederholt und vertieft. Diese Veranstal-
tungen werden von Tutoren (das sind
Studierende höheren Semesters) geleitet.
Solche Begleitveranstaltungen zu einer
Vorlesung oder einem Seminar können
auch von einem Dozenten, Assistenten,
wissenschaftlichen Mitarbeiter oder einer
Hilfskraft geleitet werden. Dann heißen
sie meistens
Übungen
.
In einigen Studiengängen gibt es auch
Arbeits-
oder
Lerngruppen
. Hier treffen
sich Studierende, um den Stoff einer
Veranstaltung zu wiederholen, um sich
gemeinsam auf Prüfungen vorzubereiten
oder ein Projekt zu bearbeiten.
In einigen Fächern bieten
Repetitorien
Studierenden die Möglichkeit, unter
Anleitung von Hochschullehrern Studien-
inhalte zu wiederholen und sich gezielt
auf eine Prüfung vorzubereiten.
Veranstaltungen, in denen sich Studie-
rende kurz vor ihrer Abschlussprüfung
austauschen, werden oft als
Kolloquien
bezeichnet.
Einige Hochschulen haben zudem
Online-Lehrmodule
entwickelt. Sie ergän-
zen die anderen Formen der Lehrveran-
staltungen.
Und daneben gibt es auch
MOOCs
(Massive
Open Online Courses). Das sind online
stattfindende Lehrveranstaltungen, an
denen jeder kostenlos teilnehmen kann.
Die MOOCs deutscher Hochschulen
finden Sie unter
http://iversity.org.
Wie ist das Studium aufgebaut?
Wie ein Studiengang aufgebaut ist, steht
in der Studienordnung. Hier ist festgelegt,
welche Inhalte zum Studium gehören
und welche Leistungen für einen Ab -
schluss (siehe Seite 12–13) erbracht wer-
den müssen. Besorgen Sie sich also die
Studienordnung zu dem Studiengang,
den Sie gewählt haben. Sie finden die
Studienordnung meistens im Internet auf
der Homepage Ihres Fachbereichs oder
Instituts.
Die
Bachelor-
und
Master-Studiengänge
sind in Module gegliedert. Module
sind Studieneinheiten, die aus mehre-
ren thematisch zusammenhängenden
Ver anstaltungen – wie Vorlesungen,
An den größeren Hochschulen sind
einzelne Fachgebiete zu Fakultäten
oder Fachbereichen zusammenge-
schlossen. Beispiele: „Philosophische
Fakultät“ oder „Fachbereich Medizin“.
Jedes Fach wird von einem Institut
oder Seminar betreut. Dieses kann je
nach Hochschule in einem separaten
Gebäude oder in einzelnen Stockwerken
des Hauptgebäudes untergebracht
sein. Hier finden Sie die Büros Ihrer
Lehrkräfte, häufig auch eine Bibliothek
mit Fachliteratur – und viele Gelegen-
heiten zum wissen schaft lichen und
persönlichen Austausch.
Fakultäten, Fachbereiche /
Institute, Seminare
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Studium organisieren 57
Seminaren und Übungen – bestehen. Ein
Modul umfasst sechs bis zehn Wochen-
stunden.
Für jedes erfolgreich abgeschlossene
Modul erhält man Punkte. Um das
Studium abschließen zu können, braucht
man eine bestimmte Gesamtpunktzahl.
Die Punkte, die man erzielen kann,
heißen Credit Points.
Für einen Bachelor-Abschluss braucht
man – je nach Studienordnung – 180 bis
240 Credit Points, für den Master sind es
60 bis 120 Credit Points.
Welche Arten von Prüfungen
gibt es?
Leistungspunkte kann man mit der regel-
mäßigen Teilnahme an einer Lehrveran-
staltung sammeln. Oft schließen die Ver-
anstaltungen aber auch mit einer Prüfung
ab. Die Prüfungen können unterschied-
lich aussehen. Es gibt unter anderem
Klausuren (schriftliche Prüfungen),
Referate (kurze Vorträge zu einem
bestimmten Thema),
Hausarbeiten (schriftliche Arbeiten zu
einem bestimmten Thema) sowie
mündliche Prüfungen.
Wie stelle ich meinen
Stundenplan zusammen?
Die Studienordnung Ihres Studiengangs
gibt vor, welche Inhalte das Studium
hat und welche Module Sie absolvieren
müssen. Damit steht Ihr Stundenplan
aber noch nicht fest. Denn oft haben Sie
innerhalb der Module die Wahl zwischen
Veranstaltungen mit unterschiedlichen
Themenschwerpunkten.
Um Ihren Stundenplan zusammen stellen
zu können, brauchen Sie das
Vorlesungs-
verzeichnis
. Für jedes Fach gibt es ein
Kommentiertes Vorlesungs verzeichnis
(KVV)
. Sie finden es auf der Home page
Ihres Instituts. Im KVV sind alle Ver-
anstaltungen, die in einem Semester
angeboten werden, genau beschrieben.
Die Leistungen in Bachelor- und
Master- Studiengängen werden nach
dem European Credit Transfer and
Accumulation System (ECTS) gemes-
sen. Das ECTS misst den Arbeits-
aufwand, der für einen erfolgreichen
Studien abschluss erforderlich ist.
Dazu zählt auch der Aufwand für die
Vor- und Nachbereitung von Lehr-
veran staltungen, für Leistungsnach-
weise und die Vorbereitung auf
Prüfungen. Die erbrachten Leistungen
werden benotet und sind Teil der
Abschlussnote.
Ein Credit Point entspricht 25–30 Ar-
beits stunden. Die Studiengänge sind
in der Regel so aufgebaut, dass man
30 Credits pro Semester erreichen
muss, um das Studium innerhalb
der Regelstudienzeit abschließen zu
können.
Das ECTS macht die Anerkennung von
Studienleistungen über Ländergrenzen
hinweg einfacher. Falls die Credit
Points an Ihrer Heimathochschule
nicht anerkannt werden: Lassen Sie
sich Ihre Teilnahme an den Veranstal-
tungen und Ihre Prüfungs leistungen
von Ihrem Professor oder Dozenten
bescheinigen.
Credit Points nach dem ECTS
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

58 Studieren in Deutschland
Hier finden Sie oft auch Literatur-
hin weise, mit denen Sie sich auf eine
Veranstaltung vorbereiten können.
Wenn Sie die Seminare und Vorlesun-
gen
für Ihre Module ausgewählt haben,
müssen Sie sich in der Regel für die
Veranstal tungen anmelden. Auch das
geht meistens online.
In manchen Fächern gibt es sehr viele
Studierende. Wenn man ein ganz
bestimmtes Seminar besuchen möchte,
muss man sich daher rechtzeitig vorher
anmelden.
Ihr Stundenplan steht? Sie sind zu den
Veranstaltungen angemeldet? – Dann
kann es jetzt losgehen mit Ihrem Studium
in Deutschland.
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

image

60 Studieren in Deutschland
Natürlich möchten Sie sich in Deutsch-
land möglichst schnell einleben und sich
hier wohlfühlen. Vielleicht haben Sie
zusätzlich noch den Wunsch, während
Ihrer Studienzeit in Deutschland wertvolle
Erfahrungen auf dem deutschen Arbeits-
markt zu sammeln. Dazu haben wir eini-
ge Tipps für Sie zusammengestellt.
3.
So profitieren Sie besonders
von Ihrem Aufenthalt
In diesem letzten Kapitel finden
Sie Informationen zu drei
Themen, die sehr wichtig sein
können, damit Ihr Aufenthalt
in Deutschland für Sie zu einem
positiven Erlebnis wird. Hier
geht es um Kontakte und
Freund schaften, ums Deutsch-
lernen und um berufliche
Erfahrungen.
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Kontakte knüpfen 61
Wie wohl Sie sich in Deutschland fühlen
werden, hängt natürlich nicht nur von
Ihrem Studienerfolg ab. Ein großer Teil
der Lebensqualität wird von den persön-
lichen Kontakten bestimmt.
Das Leben an den Hochschulen ist sehr
unterschiedlich – eben weil auch die
Hochschulen selbst sehr unterschiedlich
sind. Einige Hochschulen sind eher klein
und überschaubar. Andere dagegen sind
sehr große Lehr- und Lernbetriebe; dort ist
es nicht immer ganz leicht, andere Studie-
rende näher kennenzulernen.
Darum haben wir hier ein paar Ideen für
Sie zusammengestellt, die die Kontakt-
suche erleichtern. Sie werden sicher selbst
viele weitere Möglichkeiten entdecken,
Kontakte herzustellen und Freundschaften
zu schließen.
Tipp 1: Nehmen Sie an den Orientierungs-
veranstaltungen für Studienanfänger teil.
Diese Veranstaltungen werden vom AStA,
Ihrer Fachschaft oder dem Akademischen
Auslandsamt angeboten. Hier treffen sich
Studierende, die neu an der Hochschule
sind und sich vielleicht genauso fremd
fühlen wie Sie.
Tipp 2: Besuchen Sie Stammtische,
Hochschulgruppen, Sportkurse, Partys …
Kneipen, Cafés und Restaurants spielen
im sozialen Leben in Deutschland generell
eine große Rolle. Und hier treffen sich
auch die Studierenden. Einige Fachschaften
und Hochschulgruppen organisieren
sogenannte
Stammtische
. Das bedeutet:
Studierende treffen sich regelmäßig in
einer bestimmten Kneipe oder in einem
Café. Hier lernen Sie Ihre Mitstudieren-
den näher kennen und können sich even-
tuell gleich verabreden, um gemeinsam
etwas zu unternehmen.
An jeder Hochschule gibt es
Gruppen
von
Studierenden mit gemeinsamen Interes-
sen und Hobbys. Da gibt es ganz unter-
schiedliche Studentenclubs, politische
Gruppen, Universitätschöre, Orchester,
3.1
So knüpfen Sie Kontakte
Hier erfahren Sie, wo sich im Studienleben gute
Gelegenheiten bieten, Kontakte zu knüpfen.
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

image
62 Studieren in Deutschland
Theatergruppen und vieles mehr. Solche
Gruppen sind der
ideale Ort, um Kontakte
zu knüpfen. Welche
Gruppen es an Ihrer
Hochschule gibt, erfahren Sie bei der
Studenten vertretung oder bei der Zentra-
len Studienberatung.
An den meisten Hochschulorten gibt es
religiöse Hochschul- oder Studenten-
gemeinden
. Hier geht es nicht nur um
Glaubensfragen, sondern es stehen
auch gemeinsame Ausflüge, Partys,
Diskus sionen und vieles andere auf dem
Programm. Die Adressen finden Sie
auf der Homepage Ihrer Universität.
Außerdem gibt es eine Reihe von
inter-
nationalen Studierendenorganisationen
.
Die Veranstaltungen dieser Organisati-
onen sind gute Treffpunkte zum Erfah-
rungsaustausch. Beispiele für solche
Gruppen sind:
AEGEE – Association des Etats Généraux
des Etudiants de l’Europe / European
Students’ Forum: eine euro päische
Studentenvereinigung aller Fakultäten
(www.aegee.org)
AIESEC: die größte weltweite Studen-
tenorganisation für Wirtschaftswissen-
schaftler
(www.aiesec.de)
ELSA – European Law Students’
Association: eine Studentenorganisation
für angehende Juristen
(www.elsa-germany.org)
Alicia Clesius
studiert Soziologie an der Johannes-
Gutenberg-Universität Mainz und engagiert sich
als Präsidentin von AEGEE Mainz-Wiesbaden für
internationale Studierende.
für den interkulturellen Austausch. AEGEE
hilft internationalen Studierenden, Kon-
takte zu knüpfen und die deutsche Kultur
kennenzulernen. Wir bieten Ausflüge in die
nähere Umgebung an, aber auch Tages-
touren nach Berlin oder zum Nürnberger
Weihnachtsmarkt. Außerdem gibt es
Kennen lern- Wochenenden und einen
Stammtisch. Zu Beginn des Semesters
nehmen sehr viele Studierende an unseren
Veranstaltungen teil, allerdings lässt das
im Semesterverlauf langsam nach. Das
ist ein gutes Zeichen: die meisten finden
schnell Freunde in Deutschland.
Wir bauen Brücken …
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Kontakte knüpfen 63
An jeder Hochschule gibt es ein Angebot
an
Sportkursen
in allen möglichen Dis-
ziplinen. Die Kurse sind zum großen
Teil gebührenfrei. Hier bieten sich viele
Gelegen
heiten, andere Studierende
kennenzulernen. Das aktuelle Sport-
programm finden Sie auf der Homepage
Ihrer Hochschule.
Hochschulpartys
, die in jedem Semester
veranstaltet werden, sind ebenfalls eine
gute Gelegenheit, Leute kennenzulernen.
Tipp 3: Nutzen Sie die sozialen Medien.
Sie können natürlich auch zunächst
virtuell Kontakt aufnehmen – zum
Beispiel über die Facebook-Seite Ihrer
Hochschule in Deutschland. Und über
www.facebook.com/Study.in.Germany
sind Sie mit mehr als 100.000 Men-
schen aus aller Welt verbunden, die
in Deutschland studieren oder einen
Studien aufenthalt planen.
Tipp 4: Wagen Sie den ersten Schritt.
Warten Sie nicht darauf, dass jemand mit
Ihnen Kontakt aufnimmt. Ergreifen Sie
selbst die Initiative. Sprechen Sie andere
Studierende an. Und nutzen Sie dafür
jede Gelegenheit, die sich bietet.
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

64 Studieren in Deutschland
3.2
So lernen Sie (besser) Deutsch
Wie viel Deutsch Sie können müssen, um
an einer deutschen Hochschule erfolg-
reich studieren zu können, hängt natür-
lich von Ihrem Studiengang ab.
Wie viel Deutsch brauche ich?
In den englischsprachigen Studiengängen
werden in der Regel keine Deutschkennt-
nisse, dafür sehr gute Englischkenntnisse
vorausgesetzt.
In deutschsprachigen Studiengängen gilt:
In den gesellschaftswissenschaftlichen
Fächern benötigen Sie meistens bessere
Deutschkenntnisse als in naturwissenschaft-
lichen Fächern – vor allem, was die Fähig-
keiten Schreiben und Sprechen betrifft.
Ihr Sprachniveau muss in jedem Fall
ausreichen, um einer Vorlesung und der
Diskussion in einem Seminar folgen zu
können. Sie müssen einen wissenschaft-
lichen Text verstehen können. Sie sollten
in der Lage sein, sich sprachlich ange-
messen über wissenschaftliche Themen
zu unterhalten und sich schriftlich damit
auseinandersetzen können.
Für die Bewerbung um einen Studienplatz
müssen Sie ja bereits Deutschkenntnisse
nachweisen (siehe Seite 21–22). Doch
das ist natürlich nicht der einzige Grund,
warum Sie Deutsch lernen sollten. Auch
nach der bestandenen Sprachprüfung
oder
mit dem entsprechenden Testergebnis
in der Tasche sollten Ihre Bemühungen,
Deutsch zu lernen, nicht enden.
Denn nicht nur für Ihr Studium benötigen
Sie Sprachkenntnisse. Auch für das Leben
außerhalb der Hochschule sind Deutsch-
kenntnisse wichtig. Sie erleichtern die
Orientierung im Alltag, sie sorgen dafür,
dass Sie intensiver am Leben in Deutsch-
land teilnehmen und deutlich besser
Kontakte knüpfen können.
Hier erfahren Sie, wie viel Deutsch Sie benötigen, um im Studium
und im Alltag in Deutschland gut zurechtzukommen. Und Sie erfahren,
wo und wie Sie Ihr Deutsch verbessern können.
Die Online-Sprachkurse von DUO
bereiten gezielt und auf unterschied-
lichen Niveaus auf ein Studium in
Deutschland vor.
Weitere Informationen?
3
www.deutsch-uni.com
Online-Sprachkurs DUO
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

image
image
Deutsch lernen 65
Wie kann ich mein Deutsch
verbessern?
Ideal ist es natürlich, wenn Sie bereits
in Ihrem Heimatland möglichst gute
Deutschkenntnisse erwerben. Das geht
zum Beispiel an den Goethe-Instituten
weltweit
(www.goethe.de).
Wenn Sie Ihre Sprachkenntnisse in
Deutschland weiter verbessern wollen, gibt
es dafür eine Reihe von Möglichkeiten.
Die
deutschen Hochschulen
bieten
Sprach kurse an. Sie sind in vielen Fällen,
aber nicht immer kostenpflichtig. Neben
den Kursen, die im Semester laufen,
gibt es dort auch
Sommerkurse
zum
Deutschlernen. Sie finden in der Regel
zwischen Juni und September statt und
wenden sich an Deutschlerner auf ganz
unterschiedlichen Sprachniveaus
(www.daad.de/sommerkurse).
Daneben bieten sehr viele andere
Institu-
tionen und Sprachschulen
Deutsch kurse
an. Das sind zum Beispiel die Goethe-
Institute in Deutschland
(www.goethe.de)
und die Volkshochschulen
(www.vhs.de)
,
aber auch viele andere, zum großen Teil
private Schulen. Die Kurse sind in jedem
Fall kostenpflichtig.
Nicolas Cuellar Gomez
kommt aus Kolumbien. Nach
seinem Bachelor in Betriebswirtschaftslehre studiert
er nun im Masterstudiengang Transition Management
an der Justus-Liebig-Universität Gießen.
für meinen Studienweg in Deutschland
war der Hochschulsommerkurs, den ich
2009 an der Uni Gießen gemacht habe.
Dort habe ich einen Monat lang sehr
intensiv Deutsch gelernt, aber auch viel
Praktisches über das Leben hier erfahren.
Am besten gefallen hat mir, dass dieser
Kurs so international war. Ich finde es
sehr spannend, mit so vielen unterschied-
lichen Leuten von allen fünf Kontinenten
zusammen zu sein. Das ist eine tolle
Atmo sphäre! So toll, dass ich mittlerweile
als Mentor beim Sommerkurs dabei bin.
Ein richtig guter Start …
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

66 Studieren in Deutschland
Eine gute Adresse für die Recherche nach
solchen Kursen und Anbietern ist die
Datenbank des Fachverbands Deutsch
als Fremdsprache. Sie finden sie unter
www.fadaf.de/de/daf_angebote/
sprachkursangebote
.
Nicht nur in den klassischen (und meist
kostenpflichtigen) Sprachkursen kann man
Deutsch lernen. Haben Sie schon einmal
ein Sprachtandem ausprobiert?
Bei einem
Sprachtandem
tun sich zwei
Menschen zusammen, die jeweils die
Muttersprache des anderen lernen möch-
ten. Man trifft sich regelmäßig und übt
gemeinsam mal die eine, mal die andere
Sprache.
Einige Akademische Auslandsämter, inter -
nationale Studierendenorganisationen oder
die Studierendenvertretung haben Listen
mit den Namen von Interessenten für
Sprach tandems. Sie können aber auch
einfach einen Aushang an einem der
zahlreichen Schwarzen Bretter an Ihrer
Hochschule machen, um einen Tandem-
Partner zu finden.
Vielleicht finden Sie Ihren Tandempart-
ner auch online – entweder über die Face-
book-Seite Ihrer Hochschule oder über
www.slf.ruhr-uni-bochum.de/etandem,
wo kostenlos Lernpartner für alle mögli-
chen Sprachen vermittelt werden.
An einigen Hochschulen gibt es auch
ein Online-Portal für die Suche nach
einem
passenden Tandem-Partner.
Informationen
dazu erteilen entweder
das Akademische Auslandsamt oder
die Studentenvertretung.
Das Niveau der Sprachkurse wird in
Deutschland nach den Stufen des
Gemeinsamen Europäischen Referenz-
rahmens für Sprachen angegeben
(siehe Kasten Seite 22).
Möchten Sie einschätzen, wie gut Ihre
eigenen Kenntnisse sind? Dann testen
Sie sich selbst. Auf der Internetseite
des Goethe-Instituts gibt es dazu eine
kostenlose Möglichkeit. Unter
www.goethe.de/einstufungstest
finden Sie
einen kurzen Test.
Wenn Sie Ihr Niveau genauer bestim-
men und auch mit einem Zertifikat
nachweisen möchten, dann bietet sich
der kostenpflichtige Test onDaF an
(www.ondaf.de)
. Hier können Sie
auch testen, ob Ihr Niveau für einen
TestDaF ausreicht.
Selbsttest: Wie gut ist
mein Deutsch?
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

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Deutsch lernen 67
Kenta Kamei
kommt aus Japan und studiert
Germanistik an der Universität Bielefeld.
mag ich, darum gefällt mir das Sprachen-
lernen im Tandem besonders gut. Hier
kann ich selbst entscheiden, über welche
Themen ich sprechen möchte. Wir treffen
uns einmal in der Woche und reden
einfach wie Freunde. Ich habe übrigens
gleich zwei Tandempartner. Mit Paul
spreche ich zum Beispiel darüber, was in
der vergangenen Woche passiert ist.
Meine Tandem partnerin Julia hat mich
am Bahnhof angesprochen. Einfach so.
Sie hat gefragt, ob ich Lust auf ein
Sprachtandem habe. Seitdem sprechen
wir jede Woche über einen Film, den wir
gesehen haben. Das macht echt Spaß!
Flexibilität …
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

68 Studieren in Deutschland
Vielleicht möchten Sie Ihren Studien-
aufenthalt nutzen, um Erfahrungen auf
dem deutschen Arbeitsmarkt zu sammeln.
Dann sind Nebenjobs und Praktika für
Sie eine besondere Chance. Außerdem
sind das gute Wege, um Kontakte zu
knüpfen.
Und schließlich können Sie mit einem
Nebenjob natürlich auch Geld hinzu-
verdienen. Bitte beachten Sie aber: Es ist
neben dem Studium praktisch nicht
möglich, dass Sie Ihren Lebensunterhalt
vollständig durch Ihre eigene Arbeit
finanzieren. Sie können sich keineswegs
darauf verlassen, dass Sie in Deutschland
einen Nebenjob finden. Außerdem dürfen
Studierende nur eingeschränkt arbeiten.
Was sind typische Nebenjobs
für Studierende?
Eine ideale Ergänzung zu Ihrem Studium
sind Jobs an den Instituten, in den Bib-
liotheken oder an anderen Einrichtungen
der Hochschulen. Hier können Sie etwa
als Studentische oder Wissenschaftliche
Hilfskraft arbeiten – oder als Wissen-
schaftlicher Mitarbeiter. Stellenanzeigen
dazu finden Sie auf der Homepage Ihrer
Hochschule.
Ein Klassiker unter den Studentenjobs
außerhalb der Hochschule ist
das Kellnern
in Cafés oder Kneipen. Andere
Studierende
betreuen Gäste auf Messen, arbeiten als
Auslieferungsfahrer oder Fahrradkuriere,
arbeiten im Copy-Shop, als Babysitter,
Haushaltshilfe und so weiter.
Falls Sie einen Job suchen, achten Sie auf
Aushänge an den Schwarzen Brettern in
der Hochschule, in Bibliotheken, Super-
märkten usw. An vielen Hochschulen gibt
es eine Jobvermittlung für Studierende.
Ansprechpartner ist das Studentenwerk
oder die örtliche Agentur für Arbeit.
Weitere Informationen?
3
www.daad.de/job
3.3
So sammeln Sie während des
Studiums erste Berufserfahrungen
Hier erfahren Sie, wie Sie mit Nebenjobs und Praktika den
deutschen Arbeitsmarkt kennenlernen können – und was Sie
dabei beachten müssen.
ƒ
!
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Berufserfahrungen sammeln 69
Wie viel darf ich arbeiten?
Es gibt genaue rechtliche Bestimmungen
dazu, wie viel Studierende arbeiten dürfen.
Je nach Herkunftsland sind die Regelungen
unterschiedlich.
3
Sind Sie Bürger eines der folgenden
Länder: Belgien, Bulgarien, Dänemark,
Estland, Finnland, Frankreich, Griechen-
land, Irland, Island, Italien, Kroatien
Lettland, Liechten stein, Litauen, Luxem-
burg, Malta, Norwegen, Niederlande,
Österreich, Polen, Portugal, Rumänien,
Schweiz, Schweden,
Slowakei, Sloweni-
en, Spanien,
Tschechien, Ungarn,
Vereinigtes Königreich oder Zypern
(Gruppe 1)?
Dann dürfen Sie ohne eine besondere
Genehmigung so viel arbeiten, wie Sie
möchten. Allerdings gilt (genauso wie für
deutsche Studierende), dass Sie im
Semester nicht mehr als 20 Stunden pro
Woche arbeiten sollten. Sonst müssen
Sie Beiträge zur Renten versicherung
bezahlen.
3
Sind Sie Bürger aus einem
anderen als den zuvor genannten
Ländern (Gruppe 2)?
Dann dürfen Sie nur bis zu 120 volle oder
240 halbe Tage im Jahr arbeiten. Wer
noch mehr arbeiten will, braucht eine
Genehmigung der Agentur für Arbeit
und der Ausländer behörde. Ob Sie diese
Genehmigung erhalten, hängt von der
Arbeitsmarktlage an Ihrem Studienort ab.
In Regionen mit höherer Arbeitslosigkeit
haben Sie nur geringe Chancen, eine
Genehmigung zu bekommen.
Wenn Sie als Studentische oder Wissen-
schaftliche Hilfskraft arbeiten, ist es in
der Regel kein Problem, wenn Sie die
120-Tage-Grenze überschreiten. Sie
müssen aber in jedem Fall die Ausländer-
behörde informieren.
Beachten Sie: Die arbeitsrechtlichen
Be stim mungen für internationale
Studierende sind sehr streng. Sie können
aus dem Land ausgewiesen werden,
wenn Sie dagegen verstoßen.
Generell ist es nicht erlaubt, dass Sie eine
selbstständige oder freiberufliche Tätigkeit
ausüben.
Wenn Sie einen Sprachkurs besuchen
oder im Studienkolleg studieren, dürfen
Sie nur mit Zustimmung der Ausländer-
behörde und der Agentur für Arbeit
arbeiten – und auch nur in der vorlesungs-
freien Zeit.
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

image
70 Studieren in Deutschland
Wenn Sie ein Praktikum absolvieren,
zählt das als reguläre Arbeit. Das gilt auch
dann, wenn das Praktikum nicht bezahlt
wird. Jeder Tag im Praktikum wird von
Ihrem 120-Tage-Guthaben abgezogen.
Und wenn Sie bereits 120 Tage gearbeitet
haben, müssen Sie für ein Praktikum die
Zustimmung der Ausländerbehörde und
der Agentur für Arbeit einholen.
Bei dieser Regelung gibt es eine Ausnahme:
Sie gilt nicht für Praktika, die in der
Studienordnung vorgeschrieben sind
(sogenannte Pflichtpraktika). Für Pflicht-
praktika brauchen Sie keine Zustim-
mung, und sie werden auch nicht auf Ihr
120-Tage-Guthaben angerechnet.
Weitere Informationen?
3
www.daad.de/deutschland/download
Merkblatt "Informationen zu den rechtlichen Rahmen-
bedingungen für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit
von ausländischen Studierenden, Hochschulabsol-
venten und Wissenschaftlern"
Die Adressen der Agentur für Arbeit an
Ihrem Studienort finden Sie unter
www.arbeitsagentur.de
.
Sandeep Shahi
kommt aus Indien und hat am heutigen
Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Information
and Communication Engineering studiert. Heute ist er
Senior Vice President bei Deutsche Post DHL in Bonn.
haben sich für mich ergeben, als ich für die
Abschlussarbeit meines Master-Studien-
gangs an der Universität Karlsruhe eng mit
der SAP AG zusammengearbeitet habe.
So konnte ich schon während des Studiums
enorm hilfreiche Kontakte knüpfen. Sie
haben nicht nur meine Arbeit sehr berei-
chert, sondern mir auch Türen geöffnet.
Bereits einen Tag nach meinem Abschluss
hatte ich mein erstes Jobangebot. Ich kann
jedem Studierenden nur wärmstens emp-
fehlen: Nutzen Sie solche Chancen, um
Ihre Fähigkeiten zu präsentieren.
Großartige Möglichkeiten …
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Berufserfahrungen sammeln 71
Und was bringt ein Praktikum?
Viele Studierende nutzen Praktika,
um während ihrer Ausbildung berufs-
praktische Erfahrungen zu sammeln. Der
Einblick in den Berufsalltag hilft vielen
dabei, Entscheidungen für die berufliche
Orientierung zu treffen. Zum Teil nutzen
Studierende diese Berufserfahrungen
auch, um in ihrem Studium gezielt inhalt-
liche Schwerpunkte zu setzen. Außerdem
bietet ein Praktikum die Möglichkeit,
Kontakte außerhalb der Hochschule zu
knüpfen.
In vielen Studiengängen sind Praktika
sogar Pflicht. Sie werden dann von Hoch-
schullehrern betreut. In einigen Studien-
gängen gehört ein bereits absolviertes
Praktikum zu den Zulassungsvorausset-
zungen (siehe Seite 20).
Praktika können Sie in einem Unter-
nehmen oder einer Organisation absol-
vieren. Ein Praktikum kann ein paar
Wochen oder mehrere Monate dauern.
Es wird meistens nicht oder nur
gering bezahlt.
Wenn Sie während Ihres Studiums in
Deutschland ein Praktikum absolvieren
möchten, können Sie sich bei folgenden
Stellen informieren:
beim Praktikantenamt Ihrer
Hochschule,
beim Akademischen Auslandsamt,
bei internationalen Studenten-
organisationen wie AIESEC und ELSA
(siehe Seite 62) sowie bei IAESTE
(www.iaeste.de)
.
Weitere Informationen?
3
www.daad.de/job
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72 Studieren in Deutschland
3.4
So sehen Ihre Arbeitsmöglichkeiten
nach dem Studium aus
Vielleicht gefällt Ihnen das Leben in
Deutschland so gut, dass Sie auch nach
Ihrem Studium gern hier bleiben möch-
ten. Und vielleicht möchten Sie die Kennt-
nisse und Qualifikationen, die Sie wäh-
rend des Studiums erworben haben, auf
dem deutschen Arbeitsmarkt anbieten.
Mit diesem Wunsch sind Sie nicht
allein: Ca. 30 Prozent der ausländischen
Absolventen bleiben nach ihrem Stu-
dienabschluss zunächst einmal in der
Bundes republik.
Wie sehen die rechtlichen
Rahmenbedingungen aus?
Wenn Sie Ihr Studium an einer deut-
schen Hochschule abgeschlossen haben,
gelten für Sie besondere Regeln. Das
heißt konkret: Als Absolvent einer deut-
schen Hochschule ist es für Sie relativ
leicht, eine Aufenthalts erlaubnis für eine
Erwerbs tätigkeit in Deutschland zu erhal-
ten, sofern bestimmte Voraussetzungen
erfüllt sind.
Nach dem erfolgreichen Abschluss
Ihres Studiums in Deutschland können
Sie zunächst eine bis zu 18-monatige
Aufenthalts erlaubnis für die Suche nach
einem Arbeitsplatz beantragen. Dafür
müssen Sie nachweisen, dass Ihr Lebens-
unterhalt gesichert ist und Sie sich ernst-
haft um einen Arbeitsplatz bemühen, der
dem Abschluss angemessen ist. Während
der Zeit der Arbeitssuche können Sie
ohne zeitliche Einschränkung arbeiten.
Wenn Ihre Suche innerhalb dieser Zeit
erfolgreich ist, dürfen Sie in Deutschland
bleiben. Dann kann Ihre bisherige Auf-
ent haltserlaubnis in eine Aufenthalts -
erlaubnis zum Zweck der Erwerbstätigkeit
umgeschrieben werden.
Voraussetzung dafür ist allerdings, dass
Ihr Arbeitsplatz Ihrem Studienabschluss
angemessen ist. Das bedeutet: Ihre zu -
künftige Arbeit muss fachlich etwas mit
dem Studium, das Sie absolviert haben,
zu tun haben. Zudem dürfen Sie für die
Arbeit nicht überqualifiziert sein. Dazu
zwei Beispiele: Für einen Absolventen
im Fach Medizin ist die Arbeit als
Hier erfahren Sie, welche Chancen Sie haben, nach Ihrem Studien-
abschluss in Deutschland zu leben und zu arbeiten – und welche
rechtlichen Rahmenbedingungen dafür gelten.
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

image
Arbeiten nach dem Studium 73
Programmierer fachlich nicht angemessen
und eine Absolventin der Kunstgeschichte
ist für das Kellnern in einem Museums-
Café überqualifiziert.
Schon nach zwei Jahren qualifizierter
Arbeit können Sie unter bestimmten
Vor aus setzungen eine Niederlassungs-
erlaubnis, also ein zeitlich unbefristetes
Aufenthaltsrecht, erhalten. Wenn alle Vor-
aussetzungen (u. a. Deutsch kennt nisse)
erfüllt sind, besteht nach acht Jahren
rechtmäßigen Aufenthalts in Deutsch-
land ein Anspruch auf Einbürgerung. Die
Studien zeit in Deutschland wird in den
meisten Bundesländern angerechnet.
Antonis Nicolaides
kommt aus Zypern und hat an
der Medizinischen Hochschule Hannover Medizin
studiert. Heute arbeitet er als Assistenzarzt für Anäs-
thesie und Intensivmedizin im Diakoniekrankenhaus
Henriettenstiftung in Hannover.
war ich, als ich als Schüler meine Ferien
in Deutschland verbracht habe. Schon
damals wusste ich, dass ich hier studieren
will. Das Studium war toll strukturiert
und gleichzeitig hatte ich viele Freiheiten.
So empfinde ich auch das Leben in
Deutschland: gut organisiert, sicher und
frei. Darum bin ich immer noch und sehr
gern hier: die Facharztausbildung hat
ein hohes Niveau und man hat nebenbei
auch die Gelegenheit zu forschen.
Ganz begeistert …
Die Blaue Karte EU Deutschland ist
für Staatsangehörige eines Nicht- EU-
Landes gedacht. Mit ihr bekommen
Hochqualifizierte die Erlaubnis, in
Deutschland zu leben und zu arbeiten.
Eine Blue Card kann jeder beantragen,
der einen (deutschen oder anerkann-
ten ausländischen) Hochschul abschluss
hat sowie einen Arbeitsvertrag mit
einem Bruttojahresgehalt von mindes-
tens 46.400 Euro, in bestimmten
Berufen (Naturwissenschaftler, Mathe-
matiker, Ingenieure, Ärzte und IT- Fach-
kräfte) kann auch ein Jahres gehalt
von 36.192 Euro ausreichen.
Weitere Informationen
3
www.bluecard-eu.de
Blaue Karte EU Deutschland
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

image
74 Studieren in Deutschland

Wo hat meine Jobsuche
gute Chancen?
Trotz der vereinfachten rechtlichen Rah-
menbedingungen ist es leider nicht
immer
einfach, einen passenden Arbeitsplatz zu
finden. Doch es gibt auch gute Nachrich-
ten für arbeitsuchende Hochschulabsol-
venten. In Deutschland fehlen hochqualifi-
zierte Arbeitskräfte.
Nach Angaben des Instituts der deutschen
Wirtschaft fehlen bei Akademikern in den
sogenannten MINT-Berufen, die Mathe-
matik, Informatik, Naturwissenschaft
und Technik umfassen, besonders viele
Fachkräfte. Ganz konkret in folgenden
Bereichen: Luft- und Raumfahrttechnik,
Informatik, Elektrotechnik, Medizin, Ver-
und Entsorgungstechnik, Maschinenbau-
und Betriebstechnik, Automatisierungs-
und Kraftfahrzeugtechnik, Öffentliche
Verwaltung sowie Technische Qualitäts-
sicherung. Je nach Branche gibt es also
für Hochschul absol venten durchaus gute
Chancen, einen Arbeitsplatz zu finden!
Für die Arbeitssuche ist wichtig, Folgendes
über die deutsche Wirtschaft zu wissen.
Kleine und mittlere Unternehmen (das
sind Betriebe mit weniger als 500 Beschäf-
tigten) spielen in Deutschland eine sehr
große Rolle. Sie gelten als Wirtschafts- und
Jobmotor.
Im Jahr 2012 gehörten 99,6 Prozent der
rund 3,7 Millionen deutschen Unterneh-
men zum Mittelstand. Sie stellen deutlich
mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze in
Deutschland. Wer bei der Jobsuche also
nicht nur die großen, international ope-
rierenden Unternehmen, sondern auch
die kleinen und mittleren Betriebe in den
Blick nimmt, vergrößert seine Chancen
deutlich.
Wie gut müssen meine
Deutschkenntnisse sein?
Wichtig zu wissen: Ihre Chancen auf einen
Arbeitsplatz in Deutschland sind deutlich
besser, wenn Sie gut Deutsch können.
Möglicherweise haben Sie für Ihr Studium
an einer deutschen Hochschule nur wenig
Deutschkenntnisse gebraucht – beispiels-
weise, weil Sie Ihren Master in einem
englischsprachigen Studiengang absolviert
haben.
Auf dem deutschen Arbeitsmarkt werden
aber in aller Regel sehr gute Deutschkennt-
nisse vorausgesetzt. Eine Ausnahme bilden
da höchstens Forschungseinrichtungen und
große, internationale Unternehmen. Dort
können sehr gute Englischkenntnisse Defi-
zite bei der deutschen Sprache ausgleichen.
Nutzen Sie also jede Chance, Deutsch
zu lernen und Ihre Deutschkenntnisse
immer weiter zu verbessern – während
des
Studiums und auch danach (siehe Seite
64–67).
Arbeiten nach dem Studium 75
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

76 Studieren in Deutschland
Alles Gute!
Ein Studium in Deutschland ist nicht nur
eine spannende Herausforderung, sondern
auch ein bedeutender Schritt auf Ihrem
Karriereweg.
Viele ausländische Studierende schließen
ihr Studium in Deutschland mit Erfolg
ab. Allein im Jahr 2011 haben 38.332 inter-
nationale Studierende an einer deutschen
Hochschule ein Examen absolviert. Mit
ihrem Abschlusszeugnis
in der Tasche
haben sie die besten Voraussetzungen für
den Start einer
internationalen Karriere.
Für viele ist Deutschland während ihrer
erlebnisreichen Studienzeit ein Stück
Heimat geworden. Und für die meisten
bleibt Deutschland ihr Leben lang ein
wichtiger Bezugspunkt. Vielleicht auch
für Sie? Das würde uns sehr freuen.
Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall
alles Gute!
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Praktischer Leitfaden für internationale Studierende 77
Anhang

78 Studieren in Deutschland
In Zahlen: Internationale Studierende
in Deutschland
Anzahl 2012
Deutsche Studierende
2.115.682
Ausländische Studierende
265.292
davon Bildungsinländer *
72.439
davon Bildungsausländer *
192.853
Insgesamt
2.646.266
in % aller in Deutschland
Anzahl 2012
studierenden Bildungsausländer
Afrika
19.530
10,1
Amerika
15.286
7,9
Asien
66.422
34,5
Europa
90.715
47,2
Osteuropa
55.353
28,8
Westeuropa
35.362
18,4
Australien / Ozeanien
566
0,3
Studierende an deutschen Hochschulen
Regionale Herkunft der Bildungsausländer *
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

In Zahlen 79
*Zur Gruppe der internationalen
Studierenden gehören
Bildungsinländer
und
Bildungsausländer
:
Bildungsinländer
haben ihre Hochschul-
zugangsberechtigung in Deutschland
oder an einer deutschen Auslandsschule
erworben.
Bildungsausländer
haben ihre
Hochschulzugangsberechtigung an einer
ausländischen Schule erworben.
Die Zahlen sind der vom DAAD heraus-
gegebenen Publikation „Wissenschaft
weltoffen 2013“ entnommen und beziehen
sich auf das Studienjahr 2012. Weitere
Quellen sind die amtliche Hochschul-
statistik und die Sozialerhebungen des
Deutschen Studentenwerks.
Anzahl 2012
China
23.883
Russische Föderation
10.401
Österreich
7.887
Bulgarien
7.026
Polen
6.972
Türkei
6.584
Ukraine
6.200
Indien
5.745
Anzahl 2012
Frankreich
5.664
Kamerun
5.601
Spanien
5.125
Italien
4.860
Marokko
4.833
Südkorea
4.201
Iran
4.132
Anzahl 2012
Wirtschaftswissenschaften
28.500
Maschinenbau
16.250
Informatik
13.196
Anzahl 2012
Elektrotechnik
13.090
Germanistik
9.692
Humanmedizin
7.871
Die Top 15 Herkunftsstaaten von Bildungsausländern
Die 6 beliebtesten Studienfächer bei Bildungsausländern
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

80 Studieren in Deutschland
Der DAAD: Ziele, Aufgaben,
Programme, Adressen
„Wandel durch Austausch“ lautet das Motto
und oberste Ziel des DAAD. Seit fast
90 Jahren ermöglicht er jungen Akademi-
kern internationale Erfahrungen in aller
Welt. Die
Vergabe von Stipendien ist nur
eine Facette
im vielfältigen Spektrum: Der
DAAD fördert die Internationalisierung
der deutschen Hochschulen, stärkt die
Germanistik und deutsche Sprache im
Ausland und unterstützt Entwicklungs-
länder beim Aufbau leistungsfähiger
Hochschulen. Er ist ein wichtiger Partner
der auswärtigen Kultur-, Wissenschafts-,
Bildungs- und Entwicklungspolitik.
Der DAAD ist eine lebendige Gemein-
schaft mit vielen Mitwirkenden: Stipen-
diaten aus der ganzen Welt; Alumni,
die ihre Erfahrungen in ihr Heimatland
zurücknehmen und weiter vielfältige
Kontakte pflegen; Wissenschaftler, die als
Gutachter den DAAD in seinen Auswahl-
entscheidungen fachlich unterstützen;
Studierende und Graduierte, deren Ver-
treter Mitglieder des DAAD sind und ihre
Perspektive in dessen Arbeit einbringen
– und natürlich das globale Netzwerk der
Mitarbeiter, von denen viele selbst als
Stipendiaten oder Lektoren internationale
Erfahrungen gesammelt haben.
Heute ist der Deutsche Akademische
Austauschdienst die weltweit größte
Förder organisation seiner Art. Er trägt
dazu bei, die deutsche Wissenschaft weiter
zu internationalisieren. Deutschland wird
dadurch offener und toleranter – und
wettbewerbsfähiger in der globalisierten
Welt. Im Jahr 2013 gehörten dem DAAD
239 Hoch schulen und 131 Studierenden-
vertretungen an.
Das Budget
Der DAAD wird überwiegend aus Bundes-
mitteln verschiedener Ministerien finan-
ziert, vor allem des Auswärtigen Amtes,
des Bundesministeriums für Bildung und
Forschung sowie des Bundesministeriums
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung. Die Europäische Union ist
mittlerweile der drittgrößte Geldgeber.
Weitere Gelder stammen von Unterneh-
men, Organisationen und ausländischen
Regierungen. Das Gesamtbudget des
DAAD stieg von 384 Millionen Euro im
Jahr 2010 auf 430 Millionen Euro im
Jahr 2013.
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

Der DAAD 81
Programme und Ziele
des DAAD
Mit mehr als 250 Programmen hat der
DAAD im Jahr 2013 über 79.000 Deutsche
und Ausländer rund um den Globus
gefördert. Das Angebot reicht vom Aus-
landsjahr für junge Studierende bis zum
Promotionsstudium, vom Praktikum bis
zur Gastdozentur, von Aufbaustudien-
gängen für Teilnehmer aus Entwicklungs-
ländern bis zur Gründung von Hoch -
schulen im Ausland. Die internationalen
Aktivitäten deutscher Hochschulen
unterstützt der DAAD durch Marketing,
Publikationen, Veranstaltungen und
Fortbildungen.
Der DAAD verfolgt seine Ziele auch in
Zukunft vor allem auf drei Wegen:
1.
Stipendien für die Besten:
Vergabe von Stipendien an die besten
deutschen und internationalen Studie-
renden und Wissenschaftler, die sich in
anspruchsvollen Auswahlverfahren als
besonders leistungsfähig erwiesen haben
und Verantwortung übernehmen wollen;
2.
Weltoffene Strukturen:
Schaffung von Hochschulstrukturen im
In- und Ausland (von internationalen
Studiengängen über bilaterale Hochschul-
gründungen bis zu fachlichen Netzwer-
ken), die internationale Qualifizierung,
Mobilität und Dialog ermöglichen und
dadurch die Qualität von Forschung und
Lehre verbessern;
3.
Wissen für Wissenschafts-
kooperationen:
Systematisierung, Weiterentwicklung
und Bereitstellung des Wissens, das der
DAAD durch seine Arbeit und mit seinem
Netzwerk über die Bildungskulturen und
Wissenschaftssysteme weltweit erwirbt
und das für die Gestaltung international
erfolgreicher Kooperationen benötigt wird.
© DAAD; Stand: März 2014; keine Aktualisierungen in der PDF-Version!

82 Studieren in Deutschland
DAAD-Adressen im
In- und Ausland
Geschäftsstelle Bonn
Deutscher Akademischer Austauschdienst
Kennedyallee 50
53175 Bonn (Deutschland)
Postfach 20 04 04, 53134 Bonn
Tel. (+49/228) 882-0
Fax (+49/228) 882-444
E-Mail: postmaster@daad.de
Internet:
http://www.daad.de
Büro Berlin
Deutscher Akademischer Austauschdienst
Im Wissenschaftsforum am Gendarmenmarkt
Markgrafenstraße 37
10117 Berlin (Deutschland)
Tel. (+49/30) 20 22 08-0
Fax (+49/30) 204 12 67
E-Mail: info.berlin@daad.de
Internet:
http://www.daad-berlin.de
Ägypten
Außenstelle Kairo
German Academic Exchange Service
11 Sharia Saleh Ayoub
Kairo-Zamalek (Ägypten)
Tel. (+20/2) 27 35 27 26
Fax (+20/2) 27 38 41 36
E-Mail: info@daadcairo.org
Internet:
http://cairo.daad.de
Afghanistan
DAAD-Informationszentrum Kabul
E-Mail: info@daad-kabul.org
Internet:
www.daad-kabul.org/en/
Argentinien
DAAD-Informationszentrum Buenos Aires
E-Mail: ic@daad.org.ar
Internet:
http://www.daad.org.ar
Umfassende Informationen
zum Studium in Deutschland
3
www.study-in.de
3
www.daad.de/deutschland
Zum Studienangebot
3
www.study-in.de
3
www.hochschulkompass.de
3
www.daad.de/international-
programmes
3
www.studienwahl.de
3
www.universityranking.de
Zur Zulassung
3
www.daad.de/admission
3
www.anabin.de
Zur Bewerbung um einen Studienplatz
3
www.uni-assist.de
3
www.hochschulstart.de
Zu Visumsfragen
3
www.diplo.de/visa
Zu Stipendien und Förderprogrammen
3
www.funding-guide.de
3
eu.daad.de
Zum Deutschlernen
3
www.daad.de/sommerkurse
3
www.goethe.de
Weiterführende Links
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Der DAAD 83
Armenien
DAAD-Informationszentrum Eriwan
E-Mail: info@daad.am
Internet:
http://www.daad.am
Aserbaidschan
DAAD-Informationszentrum Baku
E-Mail: info@daad.baku.az
Internet:
http://ic.daad.de/baku
Äthiopien
DAAD-Informationszentrum Addis Abeba
E-Mail: office@daad-ethiopia.org
Internet:
http://www.daad-ethiopia.org
Australien
DAAD-Informationszentrum Sydney
E-Mail: daad.australia@gmail.com
Internet:
http://ic.daad.de/sydney
Belarus
DAAD-Informationszentrum Minsk
E-Mail: daad-ic-minsk@bntu.by
Internet:
http://www.daad-ic-minsk.by
Belgien
Außenstelle Brüssel
German Academic Exchange Service
Rue d'Arlon 22-24
1050 Brüssel (Belgien)
Tel. (+32) 2 609 52 85
Tel. (+32) 2 609 52 89
E-Mail: buero.bruessel@daad.de
Internet:
http://bruessel.daad.de
Brasilien
Außenstelle Rio de Janeiro
Serviço Alemão de Intercâmbio Acadêmico
Rua Presidente Carlos de Campos 417
22231-080 Rio de Janeiro (Brasilien)
Tel. (+55/21) 25 53-32 96
Fax (+55/21) 25 53-92 61
E-Mail: info@daad.org.br
Internet:
http://rio.daad.de
DAAD-Informationszentrum São Paulo
E-Mail: daad_sao_paulo@daad.org.br
Internet:
http://rio.daad.de
Chile
DAAD-Informationszentrum Santiago de Chile
E-Mail: ic@daad.cl
Internet:
http://www.daad.cl
VR China
Außenstelle Peking
German Academic Exchange Service
Unit 1718, Landmark Tower 2,
8 North Dongsanhuan Road, Chaoyang District
100004 Peking (VR China)
Tel. (+86/10) 65 90-66 56, -66 76
Fax (+86/10) 65 90-63 93
E-Mail: postmaster@daad.org.cn
Internet:
http://www.daad.org.cn
DAAD-Informationszentrum Guangzhou
E-Mail: info@daad-guangzhou.cn
Internet:
http://www.daad-guangzhou.cn
DAAD-Informationszentrum Shanghai
E-Mail: shanghai@daad.org.cn
Internet:
http://ic.daad.de/shanghai
Costa Rica
DAAD-Informationszentrum San José
E-Mail: daad@conare.ac.cr
Internet:
http://www.centroamerica.daad.de
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84 Studieren in Deutschland
Frankreich
Außenstelle Paris
Office Allemand d’Echanges Universitaires
Hôtel Duret de Chevry
8, rue du Parc-Royal
75003 Paris (Frankreich)
Tel. (+33/1) 44 17 02 30
Fax (+33/1) 44 17 02 31
E-Mail: info@daad.asso.fr
Internet:
http://paris.daad.de
Georgien
DAAD-Informationszentrum Tiflis
E-Mail: info@daad.org.ge
Internet:
http://ic.daad.de/tbilissi
Ghana
DAAD-Informationszentrum Accra
E-Mail: daadghana@yahoo.com
Internet:
http://ic.daad.de/accra
Griechenland
DAAD-Informationszentrum Athen
E-Mail: daad@athen.goethe.org
Internet:
http://www.daad.gr
Großbritannien
Außenstelle London
German Academic Exchange Service
1 Southampton Place
WC1A 2DA London (Großbritannien)
Tel. (+44/20) 78 31 95 11
Fax (+44/20) 78 31 85 75
E-Mail: info@daad.org.uk
Internet:
http://www.daad.org.uk
Hongkong
DAAD-Informationszentrum
Hongkong & Macau
E-Mail: daadhk@hkbu.edu.hk
Internet:
http://ic.daad.de/hongkong
Indien
Außenstelle New Delhi
German Academic Exchange Service
Office Bangladesh, India, Nepal, Sri Lanka
2, Nyaya Marg, Chanakyapuri
110021 New Delhi (Indien)
Tel. (+91/11) 416 80 96-8, -9
Fax (+91/11) 460 68 19 2
E-Mail: info@daaddelhi.org
Internet:
http://newdelhi.daad.de
DAAD-Informationszentrum Chennai
E-Mail: chennai@daadindia.org
Internet:
www.daaddelhi.org/en/
DAAD-Informationszentrum Pune
E-Mail: pune@daadindia.org
Internet:
www.daaddelhi.org/en/
Indonesien
Außenstelle Jakarta
DAAD Jakarta Office
JI. Jend. Sudirman, Kav. 61–62,
Summitmas I, Lt. 19
12190 Jakarta (Indonesien)
Tel. (+62/21) 520 08 70, 525 28 07
Fax (+62/21) 525 28 22
E-Mail: info@daadjkt.org
Internet:
http://jakarta.daad.de
Irak
DAAD-Informationszentrum Erbil
E-Mail: IC_erbil@daad-iraq.info
Internet:
http://www.daad-iraq.info
Iran
DAAD-Informationszentrum Teheran
E-Mail: info@daad-iran.org
Internet:
http://ic.daad.de/tehran
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Der DAAD 85
Israel
DAAD-Informationszentrum Tel Aviv
E-Mail: director@daad-israel.org
Italien
DAAD-Informationszentrum Rom
E-Mail: info@daad-italia.it
Internet:
http://www.daad-italia.it
Japan
Außenstelle Tokio
Deutscher Akademischer Austauschdienst
Akasaka 7-5-56, Minato-ku
107-0052 Tokio (Japan)
Tel. (+81/3) 35 82-59 62
Fax (+81/3) 35 82-55 54
E-Mail: daad-tokyo@daadjp.com
Internet:
http://tokyo.daad.de
Jordanien
DAAD-Informationszentrum Amman
E-Mail: info@daad-jordan.org
Internet:
www.daad-jordan.org
Kamerun
DAAD-Informationszentrum Yaoundé
E-Mail: daadkamerun@gmail.com
Internet:
http://ic.daad.de/yaounde
Kanada
DAAD-Informationszentrum Toronto
E-Mail: daadca@daad.org
Internet:
http://www.daad-canada.ca
Kasachstan
DAAD-Informationszentrum Almaty
E-Mail: daad@mailbox.kz
Internet:
http://www.daad.kz
Kenia
Außenstelle Nairobi
German Academic Exchange Service,
Regional Office for Africa
Madison Insurance House, 3rd floor,
Upper Hill Close
P.O. Box 14050
00800 Nairobi (Kenia)
Tel. (+254/771) 44 41 11
Fax (+254/20) 271 67 10
E-Mail: info@daadafrica.org
Internet:
http://nairobi.daad.de
Kirgisistan
DAAD-Informationszentrum Bischkek
E-Mail: info@daad.kg
Internet:
http://www.daad.kg
Kolumbien
DAAD-Informationszentrum Bogotá
E-Mail: info@daad.co
Internet:
http://www.daad.co
Korea, Republik
DAAD-Informationszentrum Seoul
E-Mail: info@daad.or.kr
Internet:
http://www.daad.or.kr
Lettland
DAAD-Informationszentrum Riga
E-Mail: ic@daad.lv
Internet:
http://www.daad.lv
Malaysia
DAAD-Informationszentrum Kuala Lumpur
E-Mail: info@daadkl.org
Internet:
http://ic.daad.de/kualalumpur
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86 Studieren in Deutschland
Mexiko
Außenstelle Mexiko Stadt
Servicio Alemán de Intercambio Académico
Calle Kepler 157, Col. Nueva Anzures,
Del. Miguel Hidalgo
C.P. 11550 Ciudad de México (Mexiko)
Tel. (+52/55) 52 50 18 83
Fax (+52/55) 52 50 18 04
E-Mail: info@daadmx.org
Internet:
http://www.daadmx.org
Pakistan
DAAD-Informationszentrum Islamabad
E-Mail: info@daad.org.pk
Internet:
http://ic.daad.de/islamabad
Polen
Außenstelle Warschau
Niemiecka Centrala Wymiany Akademickiej
Przedstawicielstwo w Warszawie
ul. Czeska 24
03-902 Warszawa (Polen)
Tel. (+48/22) 616 13 08, 6 17 48 47
Fax (+48/22) 616 12 96
E-Mail: daad@daad.pl
Internet:
http://www.daad.pl
Rumänien
DAAD-Informationszentrum Bukarest
E-Mail: info@daad.ro
Internet:
http://www.daad.ro
Russische Föderation
Außenstelle Moskau
Deutscher Akademischer Austauschdienst
Leninskij Prospekt 95a
119313 Moskau (Russische Föderation)
Tel. (+7/499) 132-49 92, -23 11
Fax (+7/499) 132-49 88
E-Mail: daad@daad.ru
Internet:
http://www.daad.ru
DAAD-Informationszentrum Novosibirsk
E-Mail: info@daad-novosibirsk.ru
Internet:
http://www.daad-novosibirsk.ru
DAAD-Informationszentrum St. Petersburg
E-Mail: daad@herzen.spb.ru
Internet:
http://www.daad.spb.ru
Serbien
DAAD-Informationszentrum Belgrad
E-Mail: info@daad.rs
Internet:
http://www.daad.rs
Singapur
DAAD-Informationszentrum Singapur
E-Mail: daaddirector@tum-create.com.sg
Internet:
http://ic.daad.de/singapore
Spanien
DAAD-Informationszentrum Madrid
E-Mail: info@daad.es
Internet:
http://www.daad.es
Südafrika
DAAD-Informationszentrum Johannesburg
E-Mail: daad@wits.ac.za
Internet:
http://ic.daad.de/johannesburg
Tadschikistan
DAAD-Informationszentrum Duschanbe
E-Mail: info@daad.tj
Internet:
http://www.daad.tj
Taiwan
DAAD-Informationszentrum Taipei
E-Mail: info@daad.org.tw
Internet:
http://www.daad.org.tw
Thailand
DAAD-Informationszentrum Bangkok
E-Mail: info@daad.or.th
Internet:
http://www.daad.or.th
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Praktischer Leitfaden für internationale Studierende
Tschechische Republik
DAAD-Informationszentrum Prag
E-Mail: info@daad.cz
Internet:
http://www.daad.cz
Türkei
DAAD-Informationszentrum Ankara
E-Mail: daad.ankara@daad.de
Internet:
http://ic.daad.de/ankara
DAAD-Informationszentrum Istanbul
E-Mail: info@daad-istanbul.com
Internet:
http://ic.daad.de/istanbul
Tunesien
DAAD-Informationszentrum Tunis
E-Mail: info@daad.tn
Internet:
www.daad.tn
Ukraine
DAAD-Informationszentrum Kiew
E-Mail: info@daad.org.ua
Internet:
http://www.daad.org.ua
Ungarn
DAAD-Informationszentrum Budapest
E-Mail: mail@daad.info.hu
Internet:
http://www.daad.info.hu
Venezuela
DAAD-Informationszentrum Caracas
E-Mail: daad.caracas@gmail.com
Internet:
http://ic.daad.de/caracas
Vereinigte Arabische Emirate
DAAD-Informationszentrum Abu Dhabi
E-Mail: info@ic-daad-abudhabi.org
Internet:
http://ic.daad.de/abudhabi
Vereinigte Staaten von Amerika
Außenstelle New York
German Academic Exchange Service
871 United Nations Plaza
N.Y. 10017 New York
(Vereinigte Staaten von Amerika)
Tel. (+1/212) 758-32 23
Fax (+1/212) 755-57 80
E-Mail: daadny@daad.org
Internet:
http://www.daad.org
DAAD-Informationszentrum San Francisco
E-Mail: daadsf@daad.org
Internet:
http://www.daad.org/daadsf
Vietnam
Außenstelle Hanoi
Vietnamesisch-Deutsches Zentrum an der
Technischen Universität Hanoi
1 Dai Co Viet
Hanoi (Vietnam)
Tel. (+84/4) 38 68 37-73
Fax (+84/4) 38 68 37-72
E-Mail: daad@daadvn.org
Internet:
http://www.daadvn.org
DAAD-Informationszentrum
Ho Chi Minh Stadt
E-Mail: hcmc@daadvn.org
Internet:
http://wic.daad.de/hcmc
Westbank und Gaza
DAAD-Informationszentrum Ostjerusalem
E-Mail: daadeastjerusalem@gmail.com
Internet:
http://www.daad.de/westbank_gaza
Hinweis:
Eine laufend aktualisierte Liste
der Adressen finden Sie auf den DAAD-
Internetseiten unter
www.daad.de/offices
.
Der DAAD 87
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88 Studieren in Deutschland
Index
Abitur
19
Akademisches Auslandsamt
17, 45
Arbeiten
68–75
Aufenthaltserlaubnis
54
Bachelor
12
Bewerbung
30–35
DSH (Deutsche Sprachprüfung für
den Hochschulzugang ausländischer
Studienbewerber)
21–22
Deutschkenntnisse
21–22, 64–67
Diplom
13
Fachhochschulreife
19
Fachschaft(svertretung)
49
Fakultät
56
Feststellungsprüfung
20
Förderungsmöglichkeiten
28
Graduiertenkolleg
14
Hochschulreife
19
Hochschulzugangsberechtigung
19
Job
68–75
Krankenversicherung
26–27
Lebenshaltungskosten
25
Lehrveranstaltung
55–58
Magister Artium
13
Master
13
Modul
56–57
Numerus clausus (NC)
30
Praktikum
70–71
Promotion/PhD
14
Semester
16
Semesterbeitrag
24
Semesterticket
25
Seminar
56
Sprachkenntnisse
21–22, 64–67
Staatsexamen
13
Stiftung für Hochschulzulassung
32–33
Stipendium
28–29
Studentenwohnheim
40
Studiengebühren
24–27
Studium-Interessentest
15
Studienkolleg
20
TestAS
21
TestDaF
21–22
Tutorium
56
Übung
56
uni-assist
32
Visum
36–38
Vorlesung
55
Vorlesungsverzeichnis
57
Wohnen
40–41, 51
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www.daad.de
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