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Zur Nachahmung empfohlen:
Brandis ist Innovationskommune

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Zur Nachahmung empfohlen:
Brandis ist Innovationskommune

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Inhalt
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1.
Grußwort
2.
Innovationskommune und Innovationsnetzwerk
2.1. Projekt Innovationskommune – wozu?
2.2. Brandis wird Innovationskommune
2.3. Brandis als „Blaupause“
3.
Zugänge zur Verwaltung (Multikanalstrategie)
3.1. Internetauftritt der Stadt Brandis
3.2. Ratsinformationssystem
3.3. Bürger-App
3.4. Beteiligungsportal
3.5. Behördennummer 115
3.6. Bürgerkoffer
4.
Innovationen in der Verwaltung
4.1. Prozessmanagement
4.2. Dokumenten-Management
4.3. Online-Stadtplan
4.4. Baumkataster
4.5. Online-Kita-Anmeldung
4.6. Raum-/Mietmanagement
4.7. Digitaler Bauhof
4.8. Elektronisches Meldewesen
4.9. Elektronisches Steueramt
5.
Bürgerprojekte
5.1. Expedition Brandis: Stadt. Plan. Spiel.
5.2. Geschichtswerkstatt
5.3. Öffentliches WLAN
6.
Neues Selbstverständnis
6.1. Imagefilm
6.2. Leitbild
6.3. Mit-Mach-Stadt
7.
Ansprechpartner
7.1. Stadtverwaltung Brandis
7.2. Sächsische Staatskanzlei
7.3. Projektbegleitung
7.4. Projektpartner
37
Bildnachweise
38

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Vorwort | 05
Liebe Leserinnen und Leser, sehr geehrte Damen und Herren,
als die Stadt Brandis im Jahr 2014 Gewinnerin des Wettbewerbs um die „Inno
vationskommune Sachsens 2014 bis 2016“ wurde, war klar: Das könnte ein ganz
wichtiger Meilenstein für die Entwicklung unserer Stadt werden.
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-
Bei dieser Ausschreibung des
Freistaates Sachsen
wurden von 19 sich
bewerbenden Kommunen sechs zur Präsentation nach Dresden eingeladen. Mit
unserem ganzheitlichen Ansatz konnten wir die Jury überzeugen. Am 30.
September 2014 beschloss der Stadtrat die Kooperationsvereinbarung
einstimmig – ein Zeichen, dass nicht nur die Verwaltung hinter diesem Schritt
und der damit einhergehenden riesigen Chance für Brandis steht. Damit war
Brandis nun Modellkommune für eine innovative Verwaltung und für die nächs-
ten Jahre ein Vorbild für alle anderen sächsischen Kommunen.
Innovationskommune ist ein abstrakter Begriff, den es nun auszufüllen galt.
Modern und innovativ bedeutet in diesem Fall aber nicht, einfach nur eine pa-
pierlose Verwaltung zu schaffen. Es ging um die Menschen, um die Bürgerin-
nen und Bürger. Und darum, untereinander und auf verschiedensten Ebenen zu
kommunizieren, aufeinander zuzugehen und Ideen einzubringen.
Eine Reihe von Teilprojekten wurden auf den Weg gebracht, die mehr Bürger
freundlichkeit und Teilhabe am politischen Geschehen möglich machten und bis
heute machen. Denn Nachhaltigkeit war ein weiterer wichtiger Aspekt. Stich-
worte sind dabei beispielsweise ein Rats- und Bürgerinformationssystem
auf unserer Homepage, bargeldloser Zahlungsverkehr oder ein interaktiver
Bürgermelder – integriert in die neue Brandis-App. Insgesamt waren es mehr
als 30 Teilprojekte, die seitens der Stadtverwaltung mit Hilfe von Vertretern des
Innenministeriums umgesetzt wurden.
Nicht zuletzt galt es für alle, transparent aufzuzeigen, was funktioniert und
auch, wo es hakt. Denn das Vorgehen in Brandis soll als „Blaupause“ für andere
sächsische Städte und Gemeinden nutzbar sein.
Die Herausforderung und Verantwortung haben wir angenommen. Die Ergeb
nisse halten Sie mit dieser Dokumentation in der Hand. Wir können stolz und
zugleich glücklich sein, diese einmalige Chance, unsere Stadt gut gerüstet für
die Zukunft aufzustellen, genutzt zu haben.
-
Arno Jesse
Bürgermeister der Stadt Brandis
Arno Jesse
Bürgermeister der Stadt Brandis
Vorwort

08 | Innovationskommune und Innovationsnetzwerk
2. Innovationskommune und Innovationsnetzwerk

Innovationskommune und Innovationsnetzwerk | 07
Projekt Innovationskommune – wozu?
Sachsen ist geprägt von vielen kleinen Kommunen. Chem
nitz, Dresden und Leipzig nicht berücksichtigt, hat eine
sächsische Kommune im Durchschnitt 6.400 Einwohner.
Die sächsischen Kommunen eint, dass sie geringe finan
zielle Spielräume haben, insbesondere dann, wenn sie im
ländlichen Raum liegen und vom demografischen Wandel
betroffen sind.
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-
Die Vielzahl der Kommunen bedingt eine Vielzahl von de
zentralen Lösungen im IT-Bereich, die weitgehend nicht
interoperabel sind. Doch die selbstständige Implemen
tierung und Pflege solcher Einzellösungen ist teuer und
aufwändig. Daher verfolgt der Freistaat Sachsen einen
kooperativen Ansatz und entwickelt Anwendungen als
sogenannte Basiskomponenten, die von Sachsens Kommu
nen nachgenutzt werden können. Sächsischen Kommunen
steht also ein Baukasten an Anwendungen zur Verfügung,
deren Einsatz zur finanziellen Entlastung und zur Moder
nisierung der Kommunalverwaltungen beitragen könnte.
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Die Zusammenarbeit der sächsischen Kommunen und der
sächsischen Staatsregierung im Bereich des E-Government
wird durch den sächsischen IT-Kooperationsrat gesteuert.
In diesem Gremium sind sowohl die kommunalen Spit
zengremien und Dienstleister als auch der Datenschutz
beauftragte des Landes und die Sächsische Staatsregie
rung vertreten. Der IT-Kooperationsrat ist gesetzlich im
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Sächsischen E-Government-Gesetz verankert und dient
der Abstimmung gemeinsamer Maßnahmen und Vorha
ben. Bereits 2014 hatte das Gremium erkannt, dass der
kommunalen IT-Vielfalt entgegenzutreten sei. Motiviert
durch das Inkrafttreten des Sächsischen E-Government-
Gesetzes und den Wunsch, gemeinsame E-Government-
Lösungen und Standards zu schaffen, wurde seit 2014
nach einer neuen Form der Zusammenarbeit gesucht.
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Es entstand die Idee der Innovationskommune: Anhand
eines Beispiels, eines Modells sollte sächsischen Städten
und Gemeinden veranschaulicht werden, wie E-Govern
ment mit Hilfe von nachnutzbaren, übertragbaren
Lösungen umgesetzt werden kann. Von Anfang an war
klar, dass Innovation nur in einer ebenenübergreifenden
Kooperation gelingen kann. Genauso klar war, dass eine
Kommune gesucht werden müsse, denn in den Kommunen
kommen Bürgerinnen und Bürgern direkt in Kontakt mit
der Verwaltung und profitieren folglich auch unmittelbar
von Modernisierungsmaßnahmen und Innovationen. Über
einen Zeitraum von etwa drei Jahren sollte eine Stadt
oder Gemeinde als Innovationskommune Instrumente der
Verwaltungsmodernisierung und des E-Government ein
führen und nutzen. Diese Lösungen sollten anschließend
anderen Kommunen zur Nachnutzung zur Verfügung ge
stellt werden.
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-
Brandis wird Innovationskommune
Zur Auswahl einer geeigneten Innovationskommune wurde
ein Wettbewerb ausgelobt, an dem sich alle sächsischen
Kommunen beteiligten konnten. Die Pflichten der poten
ziellen Innovationskommune waren in den Teilnahmeun
terlagen festgehalten: Nicht nur die Verwaltung, sondern
alle „Player“ der Stadt bekennen sich zum Ziel, die Inno
vationskommune für die Zukunft aufzustellen. Das Projekt
musste eine umfassende Unterstützung durch die politi
schen Verantwortlichen und die Bevölkerung erfahren. Die
Einzelprojekte sollten durch externe und interne Expertise
begleitet werden, regelmäßige Projektgruppentreffen soll
ten stattfinden, ein Projektkoordinator vor Ort sowie eine
dauerhafte Begleitung der Öffentlichkeitsarbeit waren
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weitere Voraussetzungen. Es ging darum, Innovation als
Einstellung in der Verwaltung zu leben und neue Formen
der Interaktion für eine Bürgerstadt zu implementieren. Ein
weiteres wichtiges Ziel war es, „Blaupausen“ zu schaffen,
die möglichst auf der gesamten kommunalen Ebene ein
setzbar sind.
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Unter den 19 kommunalen Gebietskörperschaften, die am
Wettbewerb teilnahmen, konnte sich die Stadt Brandis,
knapp 10.000 Einwohner, 18 km östlich von Leipzig ge
legen, mit ihrem Antrag als Gewinnerin durchsetzen. Der
Brandiser Antrag und die Präsentation konnten die Jury am
meisten überzeugen.
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Brandis als „Blaupause“
Zwischen dem Freistaat Sachsen und der Stadt Brandis
wurde eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.
Gegenstand der Vereinbarung ist die Verzahnung und
integrative Umsetzung von Instrumenten und Ansätzen
der Verwaltungsmodernisierung und des E-Governments.
Dabei sollen die Verwaltungsprozesse erfasst und die
Steuerungsfähigkeit der Innovationskommune verbessert
sowie ein Leitbild für andere Kommunen und Standards
für die Verwaltungsmodernisierung im direkten Aus-
tausch mit der kommunalen Praxis definiert werden. Die
Ergebnisse sollen unter Mitwirkung der Innovationskom-
mune auch anderen Kommunen, insbesondere dem Inno-
vationsnetzwerk, bestehend aus den Kommunen Brand-
Erbisdorf, Brandis, Markranstädt, Thallwitz, Wilsdruff
und Wurzen – den Finalisten des Wettbewerbs – nutzbar
gemacht werden.
Mit Ablauf des Jahres 2016 konnten Projekte abgeschlos-
sen werden, die den Bürgerinnen und Bürgern im Sinn
einer Multikanalstrategie diverse Zugänge zur Stadtver-
waltung von Brandis ermöglichen (Behördennummer 115,
mobiler Bürgerkoffer, Brandis-App, WLAN-Hotspot auf
dem Marktplatz). Daneben sind innovative Möglichkeiten
der Online-Bürgerbeteiligung geschaffen worden. Die Er-
gebnisse einer Untersuchung zu neuen Formen der Bür-
gerbeteiligung im Rahmen der „Mit-Mach-Stadt“ werden
demnächst in einem Handlungsleitfaden veröffentlicht.
Daneben wurde eine umfassende Prozessoptimierung der
Verwaltungsverfahren der Stadt Brandis durchgeführt.
Auf dieser Basis konnte die elektronische Vorgangsbe-
arbeitung und Aktenführung eingeführt sowie weiterge-
hende Digitalisierungsmaßnahmen durchgeführt werden.
Viele Einzelvorhaben der Innovationskommune Brandis
können einfach und ohne größeren finanziellen Aufwand
auf andere Kommunen übertragen werden, um Projekte
zur Verwaltungsmodernisierung in die Praxis umzusetzen.
08
| Innovationskommune und Innovationsnetzwerk

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Innovationskommune und Innovationsnetzwerk |
09
Brandiser Kinder beim „Stadt.Plan.Spiel“

12 | Zugänge zur Verwaltung (Multikanalstrategie)
3. Zugänge zur Verwaltung (Multikanalstrategie)

Zugänge zur Verwaltung (Multikanalstrategie) | 11
3.1. Internetauftritt der Stadt Brandis
Als eines der ersten Projekte wurde der Internetauftritt
der Stadt Brandis komplett neugestaltet. So erhielt die
Website ein neues Design mit neuen Funktionalitäten.
Dies erfolgte mit dem Ziel, die technische Basis auf eine
moderne und zukunftssichere Software umzustellen, die
der gemeinschaftlichen Erstellung, Bearbeitung und Or
ganisation von Inhalten dient. Im Zuge dieser Umstellung
wurden vorhandene Inhalte überarbeitet, bei Bedarf er
weitert bzw. entsprechend erneuert.
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Das Internet als Rückgrat der Kommunikation zwischen
Kommune und Bürgern sowie auch umgekehrt, bietet
zahlreiche Beteiligungs- und Kommunikationsmöglich
keiten für die Bürgerinnen und Bürger. Mit der Aktualisie
rung der Webseite konnten diverse externe Komponenten
wie zum Beispiel Amt24 eingebunden werden. Die Websi
te stellt aus diesem Grund den Rahmen und die Plattform
für weitere Online-Aktivitäten der Stadtverwaltung dar.
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3.2. Ratsinformationssystem
Zur Vereinfachung der Sitzungsverwaltung erfolgte eine
Umstellung auf ausschließlich digitale Dokumente für alle
Ausschüsse und den Stadtrat. Nutzer des neuen Systems
sind dabei neben der Verwaltung auch alle Rats- und
Ausschussmitglieder, die nun auf elektronischem Weg
Zugriff auf alle Unterlagen der vergangenen, aktuellen
und zukünftigen Sitzungen haben. Um in den Sitzungen
die Unterlagen bearbeiten zu können, werden Tablets und
andere Mobilgeräte verwendet, die durch die Verwaltung
bereitgestellt werden. Aus diesem Grund sind keine mas
senhaften Ausdrucke mehr notwendig und ein Großteil
der Papier- und Druckkosten kann eingespart werden.
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Über die Integration des Ratsinformationssystems
in die neue Webseite der Stadt Brandis stehen auch
den Bürgerinnen und Bürgern rund um die Uhr alle
Informationen über die öffentlichen Sitzungen des
Stadtrates und der Ausschüsse zur Verfügung. Das führt
zu mehr Transparenz und Offenheit und ermöglicht
die aktive Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger in
politische Entscheidungen.
Projektpartner
xebec mediafactory GmbH
Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Das eingesetzte Content-Management-System ist die
Open-Source-Lösung Joomla, die mit Unterstützung
desselben oder eines anderen Dienstleisters für kom
munale Internetauftritte genutzt werden kann.
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Die Erfahrung zeigt, dass die Auswahl des Systems Aus
wirkungen auf die Einbindung externer Komponenten
hat. So ist die Brandis-App bisher ausschließlich für
dieses Content-Management-System zugeschnitten,
wenngleich eine Anpassung auf andere Systeme mög
lich ist.
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Die Bereitstellung der Inhalte über das Ratsinformations
system hat den Prozess in Brandis deutlich beschleunigt
und Fehlerquellen reduziert.
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Projektpartner
KISA
Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Das Angebot der KISA steht allen sächsischen
Kommunen offen.
Der Betrieb ist als eigenständige Lösung möglich,
eine Integration in die Webseite erfolgt nach
Wunsch/Bedarf.
Es empfiehlt sich die Ausstattung der Rats-/Aus
schussmitglieder mit Mobiltechnologie.
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12 | Zugänge zur Verwaltung (Multikanalstrategie)
3.3. Bürger-App
Die Entwicklung einer individuellen Bürger-App für eine
kleine Kommune ist ein aufwendiges Projekt. Es lassen sich
eine Vielzahl von Funktionen und Inhalten identifizieren, die
über die Bürger-App bereitgestellt werden könnten. Bran
dis bietet eine kostenlos verfügbare Bürger-App für die
Betriebssysteme iOS und Android an. Darüber werden „Ba
sis-Leistungen“ der Webseite (zum Beispiel Zuständigkei
ten, Neuigkeiten, Termine inkl. Abfuhrkalender) angeboten,
sowie ergänzende Leistungen (zum Beispiel Bürgermelder,
Anregungen). Zusätzlich werden Ergebnisse verschie
dener anderer Projekte (Webseite, Online-Stadtplan, Be
teiligungsportal) integriert. Nicht alle wünschenswerten
Funktionen, wie die Anbindung einzelner Fachverfahren
und die Integration des Raum-Mietmanagements der
Stadt, konnten im Rahmen des Projekts adressiert werden.
Eine Nutzeroberfläche für Verwaltungsmitarbeiter erlaubt
die Bearbeitung der bereitgestellten Inhalte.
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Projektpartner
xebec mediafactory GmbH
Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Die Brandiser Bürger-App kann durch andere
Kommunen nachgenutzt werden.
Die Kommunen müssen im Wesentlichen ihr jeweiliges
Corporate Design (Farben, Schriften, Logo) sowie die
relevanten Inhalte zur Verfügung stellen.
Die Übertragbarkeit der bisherigen App hängt vom
jeweils eingesetzten Content-Management-System ab.
Für noch nicht unterstützte Systeme sind Anpassun
gen erforderlich, aber machbar.
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Insbesondere durch die Einbindung (in Sachsen) verbrei
teter Systeme wie zum Beispiel des Beteiligungspor
tals wird die Bürger-App auch für andere Kommunen
spannend.
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Zugänge zur Verwaltung (Multikanalstrategie) | 13
3.4. Beteiligungsportal
Bürgerinnen und Bürger sowie alle darüber hinaus In
teressierten können das Beteiligungsportal nutzen und
sich auf diesem Weg in aktuelle politische Diskussionen
einbringen. Es können nicht nur Meinungen, Ideen, Vor
schläge und Stellungnahmen schriftlich oder als Video
abgegeben, sondern auch von Seiten der sächsischen Po
litik oder der Verwaltung eingestellte Themen diskutiert
und Umfragen beantwortet werden. Durch eine kontinu
ierliche Moderation wird sichergestellt, dass die Grenzen
der Meinungsfreiheit und des Datenschutzes eingehalten
werden. Des Weiteren können Träger öffentlicher Belange
im Zuge von Rechtsetzungsverfahren einbezogen werden
und über das Beteiligungsportal ihre Stellungnahmen ab
geben.
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Projektpartner
Sächsische Staatskanzlei, Referat 43
Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Das Beteiligungsportal steht allen sächsischen Kom
munen und Landesbehörden kostenlos zur Verfügung.
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Der Einsatz in Brandis hat die Vielfältigkeit und Erwei
terbarkeit des Portals gezeigt, so dass auch weitere
Einsätze denkbar sind.
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Eine Nutzung ist organisationsweit und darüber
hinaus vielfältig denkbar.
Die Integration von Inhalten von übergeordneten
Behörden (Landkreis, Land) kann über eine einfache
Konfiguration erfolgen, so dass auch in Zeiten von
wenigen eigenen Inhalten das Portal gefüllt ist.
Digitaler Briefkasten in Brandis: Bürgermeister Arno Jesse, Prof. Gesche Joost (Universität der Künste Berlin) und
Abteilungsleiter Peter Sondermann (Sächsisches Staatsministerium des Innern) probieren die Letterbox aus.

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14 | Zugänge zur Verwaltung (Multikanalstrategie)
3.5. Behördennummer 115
Durch das wachsende Dienstleistungsspektrum der Ver
waltung steigt auch die Anzahl der telefonischen Anfra
gen. Dadurch werden jedoch die Mitarbeiter der Verwal
tung häufig in ihrer Arbeit unterbrochen und verlieren
wertvolle Zeit. Mit Einführung der deutschlandweit ein
heitlichen Behördennummer 115 erhalten die Bürgerin
nen und Bürger schnell und zielgerichtet Informationen
am Telefon. Ein Großteil der Anfragen kann mit deutlich
höherer Geschwindigkeit als in einer kleinen Verwaltung
möglich beantwortet werden, was zu einer erhöhten
Qualität und Kundenzufriedenheit führt.
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Währenddessen können sich die Verwaltungsmitarbeiter
wieder besser auf ihre fachlichen Tätigkeiten fokussie
ren, ohne dass ein Verlust an Bürgernähe entsteht. So
können außerdem die Qualität und Professionalität der
Verwaltungsarbeit auf hohem Niveau gehalten und sogar
gesteigert und das Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter der
Verwaltung verbessert werden. Insgesamt ist damit die
Behördennummer ein Gewinn für alle Beteiligten.
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Projektpartner
Bundesministerium des Innern,
Geschäfts- und Koordinierungsstelle 115
Stadtverwaltung Leipzig, Sachgebiet Bürgertelefon
Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Das Servicecenter Leipzig bietet an, auch weiteren
Kommunen die Nutzung der Behördennummer 115
zu ermöglichen oder auch die Anrufe der jeweiligen
zentralen Telefonnummer abzuwickeln.
Die Abrechnung erfolgt basierend auf der Menge und
Dauer der Anrufe.
In Brandis konnte eine signifikante Reduktion von
Störungen festgestellt und eine erhöhte Mitarbeiter-
zufriedenheit erreicht werden. Die Stadt ist damit nach
Dresden, Leipzig und Chemnitz die erste kreisangehöri-
ge 115-Kommune in Sachsen.
Rathaus Brandis

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Zugänge zur Verwaltung (Multikanalstrategie) | 15
3.6. Bürgerkoffer
Um den Bürgerinnen und Bürgern einen langen Weg zur
Verwaltung zu ersparen, bietet der Bürgerkoffer insbe
sondere für Menschen in ländlichen Regionen und für
ältere Menschen einen mobilen Zugang zu den Verwal
tungsdienstleistungen. Ausgestattet mit einem Scanner,
einem Drucker, einem Laptop und einem Fingerabdruck
Lesegerät lassen sich mit dem Bürgerkoffer problemlos
Anträge, Ummeldungen und Ausweise erstellen. So kann
die Kommune weiterhin eine hohe Qualität bei der Leis
tungserbringung und ein hohes Maß an Zufriedenheit der
Bürgerinnen und Bürger sicherstellen.
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Projektpartner
Bundesdruckerei
Sächsische Staatskanzlei
Stadtverwaltung Taucha
Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Der Einsatz des Bürgerkoffers in Brandis hat sich
bewährt. Aufgrund der geringen Anzahl der An
wendungsfälle ist die Zusammenarbeit mit einer
oder mehreren Nachbarkommunen sinnvoll.
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Insbesondere die Bereitstellung der mobilen Dienst
leistung an zentralen Orten wie Wohnheimen erreicht
eine ausreichende Zahl von Bürgerinnen und Bürgern.
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Anfängliche Sicherheitsbedenken der Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen konnten ausgeräumt werden.
Der Bürgerkoffer und was in ihm steckt.

18 | Innovationen in der Verwaltung
4. Innovationen in der Verwaltung

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Innovationen in der Verwaltung | 17
4.1. Prozessmanagement
Die grundlegende Identifikation aller Geschäftsprozesse
in der Stadtverwaltung Brandis bildete die Grundlage
für verschiedene organisationsbezogene Projekte. So
wurden die Bereiche Ordnung und Finanzen sowie eine
Vielzahl einzelner Prozesse im Detail beleuchtet und auf
Schwachstellen und Verbesserungspotenziale abgeklopft.
Die Erkenntnisse flossen zum Teil in direkte Verbesse
rungsmaßnahmen ein. So wurden Prüfungen vereinfacht,
Kommunikationswege verbessert und überholte Verfah
ren modernisiert.
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Darüber hinaus wurden verschiedene Teilprojekte durch
die Betrachtung von Geschäftsprozessen vorbereitet:
Die Einführung des Ratsinformationssystems wurde in
einem Vergleich aus Ist- und Soll-Prozess evaluiert, um
unter anderem Erkenntnisse über die Wirtschaftlichkeit
erhalten zu können. Ebenso konnte die Umstellung des
Posteingangs auf ein digitales Verfahren auf Basis eines
entsprechenden Prozessmodells bereits vor Einführung
des neuen Systems entworfen und mehrere Herausforde
rungen angegangen werden, wodurch eine abgestimmte
Vorgehensweise unter Berücksichtigung der Bedürfnisse
der verschiedenen Beteiligten möglich wurde.
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Projektpartner
PICTURE GmbH
Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Alle in Brandis identifizierten (über 700) Prozesse
stehen als Steckbriefe über die Prozessplattform
Sachsen bereit und können durch andere Kommunen
zum Aufbau eines eigenen Tätigkeitskatalogs sowie
zur Entwicklung weiterer Organisationsdokumente
verwendet werden.
Die im Detail betrachteten Arbeitsabläufe von über 30
Geschäftsprozessen können durch andere Kommunen
als Modellierungsgrundlage und Benchmarking-Werk
zeug eingesetzt werden.
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Das in Brandis erarbeitete Wissen wird bereits im
Rahmen der Online-Befähigung weiterer Geschäfts
prozesse mit mehreren Kommunen evaluiert und
erweitert.
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Prozessbausteine: Analyse von Prozessen
mit Hilfe von Bausteinkarten

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18
| Innovationen in der Verwaltung
Zentrale Voraussetzung der nachhaltigen Einführung des
Dokumenten-Management-Systems war die Entwick
lung eines strukturierten Aktenplans, der in Brandis in
Anlehnung an den Sächsischen Produktplan aufgebaut
wurde. Erst die systematische Erfassung aller in der Ge
samtverwaltung vorgehaltenen Akten garantiert den sys
tematischen Aufbau eines Systems, über das auch län
gerfristig zwangsläufig vorkommende, organisatorische
Veränderungen sowie Vertretungsregelungen abgebildet
werden können. Der Aktenplan wird begleitet von einem
umfangreichen Berechtigungskonzept, das in Zusam
menarbeit mit dem Dienstleister in der Software umge
setzt wurde.
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4.2. Dokumenten-Management
Aufgrund der tiefgreifenden Eingriffe in bestehende Ar
beitsprozesse, der Vielzahl an betroffenen organisato
rischen und technischen Schnittstellen sowie der damit
verbundenen großen Bedeutung eines solchen Systems
für die Stadtverwaltung wird dringend empfohlen, die
Umsetzung mit hoher Priorität anzugehen.
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Projektpartner
LCS Computer Service GmbH

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Innovationen in der Verwaltung | 19
4.3. Online-Stadtplan
Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Bei der Auswahl des Dokumenten-Management-
Systems stand neben den technischen Anforderungen
und dem finanziellen Aspekt einer solchen Anschaf
fung insbesondere das Vertrauensverhältnis mit dem
Anbieter im Mittelpunkt.
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Die eingesetzte Software-Lösung ist in Brandis aktiv im
Einsatz. Viel Energie wurde insbesondere in die Entwick
lung eines strukturierten Aktenplans mit einem entspre
chenden Berechtigungskonzept gesteckt, der auch anderen
Kommunen zur Nachnutzung zur Verfügung steht.
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Der Online-Stadtplan ermöglicht sowohl eine orts
unabhängige als auch eine ortsbezogene Inanspruch
nahme geodatenbasierter Dienste, die eine Vielzahl von
Nutzergruppen adressieren: So können Touristen sich über
die lokalen Gegebenheiten wie Sehenswürdigkeiten, Rad-,
Reit- und Wanderwege informieren und finden auch die
einheimischen Lokale und Unterkünfte.
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Vereinen und der Wirtschaft wird es ermöglicht, Ansprech
partner und ortsbezogene Angebote einzugeben. Durch
eine Verbindung mit den entsprechenden Registern auf der
Webseite der Stadtverwaltung Brandis entsteht ein inter
aktiver, georeferenzierter Katalog.
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Über ein Ebenen-Konzept ist es Bürgerinnen und Bürgern
nach Belieben möglich, relevante Informationen nach dem
jeweiligen Kontext ein- oder, auszublenden, wie beispiels
weise Bushaltestellen oder Bebauungspläne.
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Das eingesetzte Online-Portal besitzt bereits alle rele
vanten Grunddaten und kann durch die Stadtverwaltung
beliebig erweitert und mit Zusatzinformationen angerei
chert werden, wenn sich neue Anwendungsszenarien und
Bedarfe ergeben.
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Projektpartner
Kunert Business Software GmbH
Mapconcept Ltd.
Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Anderen Kommunen steht mit der eingesetzten Lösung
eine einfache Möglichkeit zur Verfügung, raumbasierte
Daten zur Verfügung zu stellen. Hierbei handelt es sich
um ein Angebot, das insbesondere für kleine Kommu
nen interessant ist, die nicht immer über die notwen
digen Kapazitäten bzw. das entsprechende Wissen zur
selbständigen Pflege von Kartenmaterial verfügen.
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Das eingesetzte System profitiert insbesondere dann,
wenn Daten wie Rad-, Reit- oder Wanderwege über
Ortsgrenzen hinweg erfasst werden und so nach und
nach ein zusammenhängendes Kartensystem entsteht.

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20 | Innovationen in der Verwaltung
4.4. Baumkataster
Mit Einführung der Software ARCHIKART für die Führung
des Baumkatasters können die Nachweise der Verkehrs
sicherungspflicht, das Feststellen notwendiger Baum
pflegemaßnahmen und die Dokumentation derselben auf
einfachem Weg erfolgen. Im neuen Baumkataster können
zahlreiche Detaildaten von Bäumen und Bauminventar
hinterlegt werden. Außerdem erleichtert die Software
die ausführliche Dokumentation von Baumuntersuchun
gen sowie Baumschäden und des dadurch hervorgeru
fenen Handlungsbedarfs nach aktueller Richtlinie der
Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und
Landschaftsausbau e. V. (FLL). Auch die Festlegung der
Kontrollintervalle und der Nachweis von Überprüfungen
werden durch die flächenhafte Baumerfassung mit GPS-
Koordinaten sowie der Hinterlegung von Dokumenten
und Fotos vereinfacht.
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Für Brandis bedeutet der Umstieg auf ein digitales Baum
kataster einen enormen Mehrwert, der jedoch durch die
gegenüber der bisherigen Lösung nun deutlich detaillier
ter mögliche Erfassung mit großen initialen Aufwänden
verbunden ist.
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Projektpartner
Archikart
Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Die eingesetzte Lösung ist insbesondere für Kommu
nen interessant, die bereits über das Basis-produkt
der Firma verfügen, um eine Integration mit weiteren
Daten zu ermöglichen. Jedoch ist der Einsatz als Ein
zelmodul ebenfalls ohne weiteres möglich.
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Der Nutzen eines Baumkatasters liegt auf der Hand,
da ohne ein solches der Verkehrssicherungspflicht nur
äußerst schwierig nachgegangen werden kann.
Der Aufbau eines Baumkatasters ist nichtsdestotrotz
mit erheblichen Aufwänden verbunden, die durch den
Einsatz geeigneter Mobilgeräte zum Teil reduziert
werden können.

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Innovationen in der Verwaltung | 21
Brandiser Stadtpark

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22 | Innovationen in der Verwaltung
Betreuungsplätze in den Brandiser Kindertagesstätten -
hier die Kita „Regenbogen“ - kann man online beantragen.

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Innovationen in der Verwaltung | 23
4.5. Online-Kita-Anmeldung
Obwohl es in der Stadt Brandis mehrere Kinderbetreuungs
einrichtungen gibt, sind diese stark ausgelastet. Die Stadt
verwaltung führte aus diesem Grund bisher eine War
teliste, die regelmäßig in zahlreichen und langwierigen
Abstimmungen zwischen den verschiedenen Beteiligten
abgeglichen werden musste. Aus Sicht der Erziehungs
berechtigten, die auf der Suche nach entsprechenden
Plätzen waren, bestand wenig Transparenz über die aktu
elle oder zukünftige Verfügbarkeit von Plätzen. Mit Ein
führung der Online-Kita-Anmeldung konnten nicht nur
die Kommunikation erleichtert und die Transparenz für
alle Beteiligten erhöht, sondern auch eine Verschlankung
der Arbeitsprozesse in der Verwaltung erreicht werden.
So profitieren alle Beteiligten vom neu eingeführten
Online-Kita-Portal.
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4.6. Raum-/Mietmanagement
Projektpartner
Little Bird GmbH
Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Die Einführung einer zentralen Lösung für die Kita-
Anmeldung empfiehlt sich bereits bei nur wenigen
Einrichtungen im Ortsgebiet.
Sowohl die eingesetzte technische Lösung als auch die
dahinter stehende Firma erwiesen sich als zuverlässige
Wahl.
Der umfangreiche Abstimmungsprozess zwischen den
Einrichtungen und der Stadtverwaltung hatte neben
der Verschlankung der Verfahren auch spürbare Ver
besserungen in der Kommunikation und Zusammenar
beit zur Folge.
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Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Die eingesetzte Lösung der Firma Archikart führte zu
einer umfangreichen Verbesserung der betroffenen
Arbeitsabläufe und sorgte für deutlich erhöhte Trans
parenz.
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Die Lösung kann ohne weitere Aufwände auch von
anderen Kommunen eingesetzt werden. Bei der Ein
bettung in die Webseite ist auf Kompatibilität mit dem
verwendeten Content-Management-System zu achten.
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Brandis verfügt über eine große Zahl verschiedener
Räumlichkeiten und Gebäude, die von Vereinen, Firmen
und Privatpersonen angemietet werden können. Zu einer
Anmietung gehört häufig auch die Anpassung der Räum
lichkeiten, zum Beispiel durch eine passende Bestuhlung
oder Ausstattung mit Technik. Wie in vielen vergleichba
ren Kommunen wurde die Vermietung anhand der vor
handenen Werkzeuge, zumeist dem verfügbaren Kalender
und einer Tabellenkalkulation, durchgeführt. Rechnungen
wurden manuell erstellt, im Idealfall auf Basis von ent
sprechenden Kostentabellen.
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Durch die Einführung einer integrierten Lösung für Raum
und Mietmanagement konnten diese Tätigkeiten profes
sionalisiert und bürgerfreundlich bereitgestellt werden.
Durch eine datenbankgestützte Raumverwaltung inklusive
Inventar, integrierten Kostentabellen und einer Online
Schnittstelle für Mietanfragen wurden Prozesse stark ver
einfacht und für alle Beteiligten optimiert
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Projektpartner
Archikart
Das Forum der Oberschule Brandis kann zum Beispiel für
Veranstaltungen angemietet werden.

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24 | Innovationen in der Verwaltung
4.7. Digitaler Bauhof
Für eine effizientere Auftragsabwicklung im Bereich des
Bauhofs wurde die Software Limes eingeführt. Da diese
anhand von Anforderungen der Verwaltung und der Kom
munalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanage
ment entwickelt wurde, können nun neue Steuerungsin
strumente und Controllingverfahren genutzt werden. Die
neue Software stellt eine Komplettlösung für den Bauhof
dar, mit der von der effizienten Auftragserfassung und
-bearbeitung über die Material- und Werkzeugverwal
tung bis zur integrierten Abwicklung der internen Ver
rechnung das gesamte Portfolio der Baubetriebshof-Tä
tigkeiten unterstützt wird.
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Projektpartner
KISA
Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Die eingesetzte Lösung kann von der KISA bezogen und
in allen Kommunalverwaltungen eingesetzt werden.
Erste gewonnene Erkenntnisse versprechen eine
deutlich gesteigerte Effizienz sowohl in der Arbeit des
Baubetriebshofs als auch in der Zusammenarbeit mit
der kommunalen Haushaltsverwaltung.
Lars Menschner vom Baubetriebshof der Stadt Brandis hat
die wichtigsten Infos zum Auftrag digital zur Hand.

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Innovationen in der Verwaltung | 25
4.8. Elektronisches Meldewesen
4.9. Elektronisches Steueramt
Mit der Einführung der E-Akte im Meldewesen der Stadt
Brandis wird dem Bedarf nach einer immer stärker wer
denden Digitalisierung entsprochen. Der inzwischen wei
testgehend elektronisch ablaufende Meldevorgang wird
durch den Einsatz von Bürgermonitoren mit Signaturfunk
tion und der Nutzung der elektronischen Unterschrift un
terstützt. Die Bürgerinnen und Bürger haben nun die Mög
lichkeit, sich am Bürgermonitor Dokumente und Formulare
anzusehen und diese digital zu unterschreiben. Dadurch
können Kosten für Papier und Druckerpatronen sowie Zeit
für Scanvorgänge eingespart werden. Außerdem wurde
nicht nur das Ziel der Prozessbeschleunigung erreicht,
auch die Zusammenarbeit mit den Bundesbehörden profi
tiert vom neuen elektronischen Meldewesen.
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Gleichzeitig wurden auch Bezahlterminals mit der Software
E-MESO installiert. Dadurch können die Mitarbeiter
entlastet, Wartezeiten verringert und die Sicherheit
erhöht werden. Die Bürgerinnen und Bürger können ihre
Gebühren flexibel elektronisch zahlen, langfristiges Ziel ist
die vollständige Ablösung einer Barkasse.
Projektpartner
KISA
Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Die eingesetzten Techniken (Bürgermonitor, Bezahlter
minals) erweisen sich als deutliche Prozessverbesserung
und auch in einer Kommune der Größenordnung von
Brandis als wirtschaftlich.
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Insbesondere die Nutzung der Signaturmöglichkeit
wird derzeit genau betrachtet, da sich für verschie
dene weitere Prozesse Anwendungsfälle andeuten.
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Mit der Teilnahme am Projekt des Landesamtes für Steu
ern und Finanzen wurde die Übermittlung der Gewerbe
steuer-Messbescheiddaten auf elektronischem Weg
eingeführt. Diese Daten stellen für das Steueramt die
Grundlage zur Festsetzung der Gewerbesteuer dar und
wurden bisher ausschließlich in Papierform übergeben.
Mit Hilfe der elektronischen Übermittlung kann langfristig
das papiergebundene Verfahren der Gewerbesteuer
Messbetragsübermittlung abgeschafft und gleichzeitig
die Fehlerquote durch das Entfallen der Datenübernahme
vom Papierbescheid und durch Verluste von Papier
Messbescheiden gesenkt werden.
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Projektpartner
KISA
Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Beim Einsatz der gewählten Verfahren ist insbesondere
auf die Schnittstellen zu den vorhandenen Systemen
zu achten.
Gegenwärtig wird noch an einer Schnittstelle zwischen
den Verfahren MESO-Gebührenkasse und IFRSachsen.
Ki-Sa gearbeitet. Die Finanzbuchhaltung spart nach
Verfügbarkeit zusätzliche manuelle Buchungen. In
Sachsen können derzeit 88 Kommunen von der Ent
wicklung dieser Schnittstelle profitieren.
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28 | Bürgerprojekte
5. Bürgerprojekte

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Bürgerprojekte | 27
5.1. Expedition Brandis: Stadt. Plan. Spiel.
Die aus einem Projektideenwettbewerb heraus entwickelte
Expedition „Kinder entdecken Brandis“ eignet sich für die 1.
bis 6. Klasse. Die Kinder erfahren während dieser modernen
Schnitzeljagd viel Interessantes über die Stadt Brandis und
ihre Geschichte. Sie können dabei mit dem Expeditionshand
buch und klassischen Mitteln wie einem Stadtplan arbeiten
oder mit Hilfe einer App auf Entdeckungsreise gehen. Diese
Expedition eignet sich sowohl für Schulklassen als auch für
Familien und Besucher der Stadt Brandis. Jedes Kind erhält zu
Beginn der Reise einen kleinen Rucksack voller Wissen, Spiel
und Spannung. Außerdem sind darin das Arbeitsheft, der
Stadtplan, ein Kugelschreiber sowie ein Schlüsselanhänger zu
finden. Während der Expedition gesammelte Souvenirs und
Trophäen haben darin natürlich auch noch Platz.
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Projektpartner
Quontum Projektmanagement GbR
Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Das Projekt war und ist mit einer großen Aufmerksam
keit und viel positiver Resonanz für die Kommune und
damit für die Stadtverwaltung verbunden.
Es stärkt das Profil sowohl bei Bürgerinnen und
Bürgern als auch bei Gästen der Stadt.
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Das Konzept ist ohne weiteres auf andere Kommunen
übertragbar, allerdings müssen die Inhalte aufgrund
des starken regionalen Bezugs jeweils neu erarbeitet
werden.

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Projektpartner
Sametinger, Schubert, Unteidig Designberatung GbR
Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Entwickelt wurde eine technische Lösung auf Open
Source-Basis, deren einzige Voraussetzung die Mög
lichkeit des Betriebs eines Wordpress-Systems ist.
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Die Lösung steht frei zur Nachnutzung zur Verfügung
und kann neben Kommunen auch von Vereine, Schulen
und anderen eingesetzt werden.
5.2. Geschichtswerkstatt
Das Projekt Geschichtswerkstatt Brandis entstand nach
einem Aufruf an die Bevölkerung zur Unterstützung und
Fortsetzung der Arbeit des Stadtchronisten. In Verbin-
dung mit der Mit-Mach-Stadt werden in einem leben-
digen Archiv die ortsbezogene Geschichte dokumentiert
und aufbereitet, mündliche Überlieferungen gesammelt
und das gesammelte Wissen für die Weitergabe vorge-
halten. In der Geschichtswerkstatt werden dafür vor-
handene Dokumente, Fotografien und Angaben aus der
Geschichte der Stadt zusammengeführt, strukturiert und
veröffentlicht. Hier haben die Bürgerinnen und Bürger die
Möglichkeit ihre Erinnerungen und Erlebnisse zu erzäh-
len, die dann direkt in den digitalen Zeitstrahl der Stadt
Brandis einfließen. In der Geschichtswerkstatt begegnen
sich nicht nur Jung und Alt, sondern auch Geschichte und
moderne Medien.
28
| Bürgerprojekte

Bürgerprojekte |
29
5.3. Öffentliches WLAN
Mit der Einrichtung von WLAN-Hotspots können zentrale
Punkte des Stadtgebiets, wie der Marktplatz, der Bahn
hof und der Stadtpark mit einem kostenfreien Internet
zugang versorgt werden. Dadurch haben die Bürgerinnen
und Bürger der Stadt sowie Touristen und Geschäftsrei
sende die Möglichkeit, einfach und schnell verfügbare
Online-Dienste zu nutzen. Touristen können damit direkt
vor Ort Informationen über Sehenswürdigkeiten erha
ten, Geschäftsreisende unabhängig von ihrem Standort
arbeiten und kommunizieren. Die Verfügbarkeit einer
schnellen und kostenfreien Internetverbindung steigert
die Attraktivität der Stadt und eine vorher lückenhafte
Abdeckung des Stadtgebietes mit schnellen Internet
zugängen kann mit Hilfe der WLAN-Hotspots verbes
sert werden. Die Bereitstellung von kostenlosem WLAN
unterstützt zudem die Nutzung weiterer Innovationen.
Davon profitieren beispielsweise die erneuerte Webseite
oder die ebenfalls im Rahmen der Innovationskommune
entwickelte Bürger-App.
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l-
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Projektpartner
NU Informationssysteme GmbH
Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Insbesondere die eingesetzte technische Lösung ist
für Flächenkommunen ohne guten Breitbandanschluss
sehr interessant, da die Anbindung an einen zentralen
Knoten über eine Funkverbindung hergestellt wird.
Schwierigkeiten ergaben sich insbesondere bei der
Suche nach ausreichend hohen Punkten zum Aufbau
der Verbindung sowie bei der Umsetzung einer denk
malschutzkonformen Lösung im Stadtpark.
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32 | Neues Selbstverständnis
6. Neues Selbstverständnis

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Neues Selbstverständnis | 31
6.1. Imagefilm
Die Entwicklung eines Imagefilms sowie zweier doku
mentarischer Kurzfilme begleitete die Innovationskommune
während des gesamten Projektverlaufs. Dabei fokussiert
der Imagefilm auf die Stärken der Stadt und ist
insbesondere für den längerfristigen Einsatz gedacht.
Die beiden dokumentarischen Filme stellen blitzlichtartig
die Teilprojekte der Innovationskommune und die Ent-
wicklung hin zu einer modernen, leistungsfähigen und
bürgerfreundlichen Verwaltung dar. Sie dienen dabei
sowohl der Präsentation der Innovationskommune als auch
als Informationsweg für andere interessierte Behörden
sowie der Dokumentation des Projekts.
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Projektpartner
katacoon media
Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Die Nützlichkeit insbesondere des Imagefilms konnte
bereits auf mehreren Veranstaltungen nachgewiesen
werden, da dieser sowohl als Einstieg in Gespräche als
auch als Hintergrund fungieren kann.
Die Entwicklung eines kommunalen Imagefilms ist
stark abhängig vom jeweiligen Profil der Kommune, die
Zusammenarbeit mit einem professionellen Filmteam
hat sich dabei besonders bewährt.

32 | Neues Selbstverständnis
KOMPETENZ-
TEAM
KOMPETENZ-
TEAM
Fokusgruppe I
Fokusgruppe II
Fokusgruppe III
Fokusgruppe IV
Fokusgruppe V
Fokusgruppe VI
WORLD
CAFÉ
STADTRAT
März 2016
April 2016
Mai 2016
Juni 2016
Juli 2016
August 2016
STADTRAT
b u ragt
findet
Ergebni e
k rd ert
k rd ert
Ergebni e
KOMPETENZ-
TEAM
REDAKTIONS-
GRUPPE
LEITBILD-
PATEN
beru
legt vor
Einb iehung der
Mit-Mach-Stadt/Fest-
legung Schlü elprojekte
hat einsti ig
dafür gesti t
beobachten +
überwachen
kontinuierliche
Weit ntwicklung
fa t Ergebni e
zusa en
Januar 2017
Verö entlichung
Von der Beauftragung bis zur Abstimmung: Der Entstehungsprozess des Leitbildes.

Neues Selbstverständnis | 33
6.2. Leitbild
Der Leitbildprozess begann mit dem Ziel, Brandis Image
einer interessanten und lebenswerten Stadt für alle
Bürgerinnen und Bürger weiter zu entwickeln. Mit dem
Projektpartner wurde ein Experte für Stadt- und Regio
nalentwicklung zur Begleitung des Prozesses beauftragt.
Gleichzeitig berief das Stadtparlament auch ein Kom
petenz-Team als Steuergruppe für den Leitbildprozess.
Zunächst standen die Bündelung von Schwerpunktthe
men sowie die Identifikation von Experten für die Fokus
gruppen im Mittelpunkt. Bei der Themensetzung wurden
Fachleute und Interessenvertreter aus der Bevölkerung
und den jeweiligen Bereichen Tourismus, Innenstadt und
Wirtschaft beteiligt. Aus diesem Grund wurde der Leit
bildprozess eng mit der „Mit-Mach-Stadt“ verbunden.
Das Leitbild dient zukünftig nicht nur als Orientierung für
Verwaltung, Politik, Unternehmen, Bürgerschaft und die
Stadtentwicklung, sondern enthält unter anderem auch
konkrete Konzepte und soll das Wir-Gefühl in der Stadt
Brandis stärken. Die im Leitbild festgehaltenen Visionen,
strategischen Ziele und Handlungserfordernisse unter
stützen diese einzelnen Funktionen. Sie enthalten Vor
schläge zur Umsetzung, aber auch zur Erfolgskontrolle.
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Projektpartner
empirica ag
Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Die Entwicklung eines Leitbildes sollte möglichst früh
angegangen werden, da sich daraus viele Fra-gestellun
gen und auch Entscheidungen ableiten lassen. Wichtig
ist darüber hinaus insbesondere die möglichst breite
Einbindung der Bevölkerung.
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Die Zusammenarbeit mit einem professionellen Berater
sowie die Bildung einer überlegt besetzten Lenkungs
gruppe wird in jedem Fall empfohlen.
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34 | Neues Selbstverständnis
6.3. Mit - Mach - Stadt
Gemeinsam sollte eine Vision für Brandis und ein inno
vativer Prozess für eine „Beteiligung von Übermorgen“
im Rahmen der Innovationskommune entwickelt werden.
Rund 65 Personen waren an dem Projekt der Digitalen
Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland, Frau
Prof. Dr. Gesche Joost, und der Stadt Brandis beteiligt
– entweder als Gesprächspartner, Teilnehmer an Work
shops, Ideengeber oder Interviewpartner. Dabei waren
alle Altersgruppen vertreten: Schüler, Schulsozialarbei
ter, junge zugezogene Familien, Rentner, Ehrenamtliche
und Hauptamtliche. Bei öffentlichen Auftritten wie zum
Stadtmusikfest an der Litfaßsäule kamen zahlreiche Ide
en und Kommentare zusammen, die in Form von mehr
als 220 Postkarten ihren Weg zu den Mitarbeitern des
Design Research Lab der Universität der Künste Berlin,
die die Mit-Mach-Stadt ins Leben riefen, fanden. Daraus
wurden zahlreiche Projektideen entwickelt, die sich bei
spielsweise mit der Belebung der Innenstadt oder einzel
nen Aktionen wie Festen, Begrünung, Kunst und Kultur
im öffentlichen Raum bis hin zu multifunktionalen Räu
men befassen.
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Projektpartner
Design Research Lab, Universität der Künste, Berlin
Übertragbarkeit/Nachnutzbarkeit
Im Rahmen des Projekts konnte eine Vielzahl von Werk
zeugen für die Kommunikation mit Bürgerinnen und
Bürgern erprobt und etabliert werden.
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Das als Ergebnis vorliegende Handbuch für die
Stadtverwaltung und die Bürgerinnen und Bürger sind
wertvolle Grundlagen, auf die auch andere Kommunen
aufbauen können.
Ideen für Brandis: World Café

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Neues Selbstverständnis | 35
Junge Ideen für Brandis: Litfaßsäule der Mit-Mach-Stadt

38 | Ansprechpartner
7. Ansprechpartner

Ansprechpartner | 37
Telefon: 034292 655-0
E-Mail:
verwaltung@stadt-brandis.de
E-Mail:
arno.jesse@stadt-brandis.de
E-Mail:
kroeber@stadt-brandis.de
7.1. Stadtverwaltung Brandis
Stadtverwaltung Brandis
Markt 1-3
04821 Brandis
Arno Jesse
, Bürgermeister der Stadt Brandis
Robert Kröber
, Fachbereichsleiter Hauptverwaltung
7.2. Sächsische Staatskanzlei
Sächsische Staatskanzlei
Abteilung 4, IT und E-Government in der Staatsverwaltung
Wilhelm-Buck-Straße 4
01097 Dresden
Referat 43
7.3. Projektbegleitung
Johannes Schwall
, PICTURE GmbH
7.4. Projektpartner
Archikart Software AG
Bundesministerium des Innern, Geschäfts- u. Koordinierungsstelle 115
Bundesdruckerei
Design Research Lab, Universität der Künste, Berlin
empirica ag
Landesamt für Steuern und Finanzen
Landesrechenzentrum
LCS Computer Service GmbH
katacoon media
Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen (KISA)
Kunert Business Software GmbH
Little Bird GmbH
Mapconcept Ltd.
NU Informationssysteme GmbH
PICTURE GmbH
Quontum Projektmanagement GbR
Sächsische Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung (SAKD)
Sächsisches Staatsministerium des Innern, Referat 63
Sametinger, Schubert, Unteidig Designberatung GbR
Stadtverwaltung Leipzig, Sachgebiet Bürgertelefon
Stadtverwaltung Taucha
xebec media factory GmbH
Telefon: 0351 564-14300
E-Mail:
Referat43@sk.sachsen.de
www.picture-gmbh.de
www.archikart.de
www.115.de
www.bundesdruckerei.de
www.design-research-lab.org
www.empirica-institut.de
www.lsf.sachsen.de
www.sid.sachsen.de/lrzs.htm
www.lcs-schlieben.de
www.katacoon-media.com
www.kisa.it
www.kbs-leipzig.de
www.business.little-bird.de
www.mapconcept.de
www.nugmbh.de
www.picture-gmbh.de
www.quontum.de
www.sakd.de
www.smi.sachsen.de
www.design-research-lab.org
www.leipzig.de
www.taucha.de
www.xebec.de

38
| Bildnachweise
Vorder-/Rückseite
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Stadt Brandis
Thomas Kube
Grafik: katacoon media
Stadt Brandis
Stadt Brandis
© Bundesdruckerei GmbH; Haus E, Chemnitz [2013];
olly2 at bigstock; urfin at shutterstock;
LoopAll at bigstock; Barbara42 at pixelio
PICTURE GmbH
shutterstock
Seite 22
bis
25
Stadt Brandis
Seite 27
Seite
28
Seite
29
Seite 31
Seite 32
bis 35
Quontum Projektmanagement Hamann & Lötsch GbR
Stadt Brandis
Sächsische Staatskanzlei
Grafik: katacoon media
Stadt Brandis
Bildnachweise

Impressum |
39
Zur besseren Lesbarkeit werden personenbezogene Bezeich
nungen, die sich zugleich auf Frauen und Männer beziehen, in
der Regel nur in der im Deutschen üblichen männlichen Form
angeführt. Dies soll jedoch keinesfalls eine Geschlechterdiskri
minierung oder eine Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes zum
Ausdruck bringen.
-
-
Diese Broschüre steht auch barrierefrei zum Download zur Ver
fügung.
-
Verteilerhinweis:
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen Staatsregie
rung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen Verpflichtung zur In
formation der Öffentlichkeit herausgegeben. Sie darf weder von
Parteien noch von deren Kandidaten oder Helfern im Zeitraum
von sechs Monaten vor einer Wahl zum Zwecke der Wahlwer
bung verwendet werden. Dies gilt für alle Wahlen.
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Missbräuchlich ist insbesondere die Verteilung auf Wahlver
anstaltungen, an Informationsständen der Parteien sowie das
Einlegen, Aufdrucken oder Aufkleben parteipolitischer Informa
tionen oder Werbemittel. Untersagt ist auch die Weitergabe an
Dritte zur Verwendung bei der Wahlwerbung.
-
-
Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf
die vorliegende Druckschrift nicht so verwendet werden, dass
dies als Parteinahme des Herausgebers zu Gunsten einzelner po
litischer Gruppen verstanden werden könnte.
-
Diese Beschränkungen gelten unabhängig vom Vertriebsweg,
also unabhängig davon, auf welchem Wege und in welcher An
zahl diese Informationsschrift dem Empfänger zugegangen ist.
Erlaubt ist jedoch den Parteien, diese Informationsschrift zur
Unterrichtung ihrer Mitglieder zu verwenden.
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Sächsische Staatskanzlei
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Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf
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beschlossenen
Haushaltes.

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Herausgeber und Redaktion:
Sächsische Staatskanzlei
Redaktionsschluss:
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