0
1
2
3
0
50
100
150
200
250
300
350
27.
29.
31.
33.
35.
37.
39.
41.
43.
45.
47.
49.
51.
1.
3.
5.
7.
9.
11.
13.
15.
17.
19.
21.
23.
25.
Influenzavirus-Nachweise
Erkrankungen pro 100.000 Einwohner
2013
Kalenderwoche
2014
Influenzavirus-Nachweise
Inzidenz 2013/2014
Normalgang
präepidemische Schwelle
epidemische Schwelle
Inzidenz 2012/2013
ARE-/Influenza-Sentinel 2013/2014
LANDESUNTERSUCHUNGS-
ANSTALT FÜR DAS GESUNDHEITS-
UND VETERINÄRWESEN
im Freistaat Sachsen

 
│1
Inhaltsverzeichnis
Vorwort zum ARE-/Influenza-Sentinel 2013/2014 im Freistaat Sachsen ............................................................................................................ 2
1
Auswertung des epidemiologischen ARE-/Influenza–Sentinels 2013/2014 im Freistaat Sachsen und
Vergleich mit anderen Surveillance-Instrumenten ..........................................................................................................................................3
1.1
Sächsisches ARE-/Influenza-Sentinel sowie Saisonverlauf in Sachsen und Deutschland .................................................................... 3
1.2
Sächsische Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) ............................................................................................................... 7
1.3
Influenzasaison 2013/2014 innerhalb Europas ................................................................................................................................................. 8
1.4
Influenzavirus-Nachweise bei Geimpften (Sächsisches ARE-/Influenza-Sentinel) ................................................................................. 8
2
Auswertung des Influenza-Sentinels 2013/2014 im Freistaat Sachsen, mikrobiologischer Teil ......................................................10
2.1
Diagnostisches Procedere während des Sentinel-Zeitraumes ....................................................................................................................10
2.2
Ergebnisse des Sentinels von Oktober 2013 bis April 2014.........................................................................................................................10
3
Influenza-Impfstoff für die Saison 2014/2015 ...............................................................................................................................................14

image
 
2 │
Vorwort zum ARE-/Influenza-Sentinel 2013/2014
im Freistaat Sachsen
Sehr geehrte Leserinnen und Leser des Influenza-Sentinel-Be-
richts,
die Influenza gilt als eine der bedeutendsten Infektionskrank-
heiten. Schon im Altertum wurde über Grippeausbrüche berich-
tet. Im 20. Jahrhundert traten 3 schwere Influenza-Pandemien
auf. Die im jetzigen Jahrhundert (2009) abgelaufene Influenza
A(H1N1)pdm09-Pandemie zeigte einen leichten Verlauf.
Das aviäre Influenzavirus A Subtyp H5N1, das erstmalig 1996
aus einer Gans in China isoliert wurde, hatte sich nach seinem
Wiederauftauchen 2003/2004 von Asien nach Europa und Afrika
ausgebreitet und ist derzeit weiterhin in Geflügelpopulationen
einiger Länder zu finden. Es wird als ein Influenzavirus mit pan-
demischem Potential angesehen. Bislang (Stand Januar 2014)
wurden insgesamt 650 menschliche aviäre Influenza A(H5N1)-
Erkrankungen bestätigt, von denen 386 tödlich verliefen.
Im April 2013 wurde nun seitens der WHO erstmals über In-
fektionen mit dem aviären Influenzavirus A Subtyp H7N9, ei-
nem niedrig pathogenen Vogelgrippe-Virus, bei 3 Patienten in
Ostchina berichtet. Die bislang gemeldeten 450 menschlichen
H7N9-Fälle, einschließlich 165 Todesfälle (Stand Juni 2014),
traten in 2 Wellen und (mit einer Ausnahme) nur in China
auf. Die vorliegenden Daten lassen darauf schließen, dass das
A(H7N9)-Virus derzeit nicht effizient von Mensch zu Mensch
übertragen wird – entsprechendes gilt auch für das Influenza
A(H5N1)-Virus –, wobei eine fortgesetzte Mensch-zu-Mensch-
Übertragung notwendige Voraussetzung für eine Pandemie-
Entstehung ist.
Regelmäßige (geringfügige) Änderungen der Oberflächenstruk-
turen Hämagglutinin und Neuraminidase der Influenzaviren
aufgrund von Punktmutationen führen auch in Interpandemie-
zeiten zur sogenannten Antigen-Drift - der Grund, warum die
Influenza-Impfstoffe jährlich den aktuell zirkulierenden Vari-
anten angepasst werden müssen. Aufgrund der Antigen-Drift
kommt es alle 2-3 Jahre zu rekurrierenden Influenzaepidemien.
Wie unterschiedlich die verschiedenen Influenza-Saisons somit
verlaufen können, zeigt ein Rückblick auf die beiden letzten.
Während der Influenza-Saison 2012/2013, die einer ausge-
prägten Influenzaepidemie gleichkam, wurden im mikrobiologi-
schen Teil des sächsischen Influenza-Sentinels insgesamt 1.785
Rachen-/Nasenabstriche in der LUA untersucht. In der Hälfte
dieser Proben (50,1 %) konnten Influenzaviren nachgewiesen
werden. 2012/2013 zeigte die Positivrate daher einen bisher nie
erreichten Wert. Die vergangene Saison 2013/2014 zeichnete
sich durch eine ausgesprochen moderate Influenzawelle aus.
Von den insgesamt 323 untersuchten Proben – dies entspricht
ca. einem Fünftel der Saison 2012/2013 – ergaben 9,0 % einen
Influenzavirus-Nachweis. Hierbei handelte es sich um die bis-
lang niedrigste Positivrate im Sentinel. Während in der Saison
2012/2013 ca. drei Viertel der in der LUA geführten Nachweise
Influenzavirus A und knapp ein Viertel Influenzavirus B betra-
fen, dominierte in der vergangenen Saison Influenzavirus A mit
ca. 97 %.
Im epidemiologischen Teil des sächsischen ARE-/Influenza-Sen-
tinels werden die Zahlen von Personen mit akuten respiratori-
schen Erkrankungen (ARE) erfasst, die die Sentinel-Arztpraxen
konsultiert haben. Bei Überschreiten des berechneten sog. „Nor-
malgangs“, d. h. die normalerweise auftretende Anzahl von ARE,
kann für ein bestimmtes Territorium (Landkreis oder kreisfreie
Stadt) bzw. eine definierte Bevölkerung unter Einschluss der
Daten des mikrobiologischen Sentinels auf ein Zirkulieren von
Influenza-Viren bzw. auf den Beginn einer Influenzawelle ge-
schlossen werden.
Es soll allgemein nochmals darauf hingewiesen werden, dass die
im Sentinel erfassten Daten nur einen Teil der tatsächlich in
Sachsen aufgetretenen Influenza-Erkrankungen abbilden kön-
nen, jedoch wichtige Informationen beispielsweise zum Verlauf
der Influenzawelle und den zirkulierenden Virus-Typen/-Subty-
pen liefern.
Die medizinische und volkswirtschaftliche Bedeutung der In-
fluenza soll durch die folgenden Zahlen verdeutlicht werden:
Gemäß den Daten der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI)
kam es während der oben bereits angesprochenen Influenza-
welle in der Saison 2012/2013 schätzungsweise zu 7,7 Mio.
zusätzlichen Arztbesuchen und 4,3 Mio. Influenza-assoziierten
Arbeitsunfähigkeiten (bzw. Pflegebedürftigkeit bei Kindern und
nicht Berufstätigen). Die geschätzte Zahl der Exzess-Hospitali-
sierungen lag bei 32.000. Nach Szucs (2001) verursachte eine
mittelschwere Epidemie (z. B. 8,5 Mio. Fälle 1995/1996) direkte
(z. B. ambulante/stationäre Behandlung) und indirekte (z. B. Ar-
beitsunfähigkeit, Tod) Kosten von rund 5,1 Mrd. €. Eine leichte
Epidemie (z. B. 4 Mio. Fälle) führt immer noch zu Kosten von
mindestens 2,5 Mrd. €.
Das alljährlich im Freistaat Sachsen durchgeführte Influenza-
Sentinel, das vom Öffentlichen Gesundheitsdienst geleitet und
koordiniert wird, hat sich nun seit ca. 35 Jahren bewährt. Allen
Beteiligten am ARE-/Influenza-Sentinel möchten wir auf diesem
Wege unseren herzlichen Dank aussprechen. Nur durch das gro-
ße Engagement der Sentinelärzte sowie der Mitarbeiter aus den
Gesundheitsämtern vor Ort ist die Durchführung des Sentinels
möglich. Wir hoffen auch in Zukunft auf Ihre enge Kooperation
mit der LUA, um im Rahmen der ARE-/Influenza-Surveillance die
Prävention und das Management von Influenza-Erkrankungen
weiterhin positiv beeinflussen zu können.
Dr. Gerlinde Schneider
Präsidentin

 
│3
1 Auswertung des epidemiologischen ARE-/
Influenza–Sentinels 2013/2014 im
Freistaat Sachsen und Vergleich mit anderen
Surveillance-Instrumenten
Die Ergebnisse der Influenzaüberwachung der Saison 2013/2014
basieren wie bereits in den vergangenen Jahren (siehe LUA-
Mitteilungen sowie diesbezügliche Sonderhefte) auf diversen
erhobenen Daten.
Hierzu zählen aus epidemiologischer Sicht insbesondere:
]
das Influenza-Sentinelsystem des öffentlichen Gesundheits-
dienstes (ÖGD) in Sachsen bzw. der Arbeitsgemeinschaft In-
fluenza (AGI) inklusive Sachsen in Deutschland
]
der Erregernachweis (PCR und Virusanzüchtung) u. a. zur Be-
stätigung epidemiologischer Daten (Beginn/Ende einer Epi-
demie)
]
die Berücksichtigung entsprechender Informationen aus den
anderen Bundes- und den europäischen Nachbarländern, zu
Häufungen, Informationen über Krankheitsverläufe, Kompli-
kationen, Altersspezifität, Mortalität etc.
Die Auswertung dieser Faktoren ermöglicht nachstehende Ein-
schätzung der Influenza-Aktivität für die Saison 2013/2014.
1.1 Sächsisches ARE-/Influenza-Sentinel sowie
Saison-
verlauf in Sachsen und Deutschland
Im letzten Quartal 2013 entsprach die Häufigkeit akuter respi-
ratorischer Erkrankungen (ARE-Morbidität) im Freistaat Sach-
sen dem erwarteten Niveau. Auch in den anderen Bundeslän-
dern gestaltete sich die ARE-Influenza-Situation unauffällig.
Die Werte der Konsultationsinzidenzen für Gesamtdeutschland
zeigten die übliche Altersgruppenverteilung und bewegten sich
in dem für die Jahreszeit normalen Bereich.
Innerhalb des bundesweiten Sentinels der AGI erfolgten im Na-
tionalen Referenzzentrum (NRZ) ab der 48. Kalenderwoche (KW)
2013 vereinzelte Influenzavirus-Nachweise. Bis zum Jahresende
wurden insgesamt vier Influenza A(H3N2)- sowie zwei Influenza
B-Virus-Infektionen identifiziert. Die ersten positiv getesteten
Proben stammten aus Bayern und Thüringen.
Zum Jahreswechsel wurde bundesweit eine leichte Erhöhung
der ARE-Aktivität registriert, wobei diese sich jedoch immer
noch im Bereich der Hintergrundaktivität befand.
Der erste Nachweis einer Influenzavirus-Infektion der Saison
2013/2014 innerhalb des sächsischen Sentinels gelang in der
4. KW 2014 und somit - verglichen mit dem Vorjahr - zu einem
deutlich späteren Zeitpunkt. Betroffen war ein 4-jähriges unge-
impftes Mädchen aus Hessen, das mit typischer Symptomatik an
einer Influenza A(H1N1)pdm09 erkrankt war und in einer Kli-
nik im Erzgebirgskreis stationär behandelt werden musste. Der
zweite Nachweis, eine Influenza A(H3N2), erfolgte in der 5. KW
2014 bei einem 25-jährigen Patienten aus dem LK Zwickau.
Nachdem zu Jahresbeginn deutschlandweit weiterhin nur ver-
einzelte Influenzavirus-Nachweise geführt wurden, nahm die
Nachweisrate ab der 4. KW 2014 leicht zu. Auch die Aktivität
der akuten respiratorischen Erkrankungen stieg (nach einem vo-
rübergehenden Abfall in den ersten drei Wochen des Jahres) an
und lag ab der 5. KW im geringfügig, ab der 7. KW dann im mo-
derat erhöhten Bereich, wobei der Osten, Süden und Norden der
Republik mehr betroffen waren, als die Mitte und der Westen.
Allerdings war die erhöhte ARE-Aktivität gemäß den virologi-
schen Ergebnissen des NRZ während der gesamten Berichts-
saison nicht allein auf die Influenza zurückzuführen, sondern
wurde vor allem durch weitere zirkulierende Atemwegserreger
wie Respiratorische Synzytial-Viren (RSV), humane Metapneu-
moviren (hMPV), Adeno- und Rhinoviren verursacht.
Ab der 8. KW 2014 sank die ARE-Aktivität jedoch bereits bun-
desweit kontinuierlich und war nur noch geringfügig erhöht,
wobei der Osten und Süden wiederum vor der Mitte, dem Wes-
ten und dem Norden rangierte. Der Bereich der Hintergrund-
aktivität wurde dann in allen Regionen Deutschlands ab der
13. KW erreicht.
Grundsätzlich hielten sich die Zahl der Probeneingänge sowie
der Influenzavirus-Nachweise sowohl im NRZ als auch in den
Laboratorien der Landesuntersuchungsanstalt sehr in Grenzen.
Die meisten Probeneingänge erreichten das NRZ zwischen der
6. und 11. KW 2014, die LUA zwischen der 6. und 15. KW (also
sehr protrahiert). Die größte Anzahl von Nachweisen erfolgte in
den Wochen 8 bis 12 (NRZ) bzw. 7 bis 12 (LUA, siehe Abbildung
1 und Tabelle 1).
Grundsätzlich zirkulierten in der Saison 2013/2014 alle drei
Influenzavirus-Typen: die beiden Subtypen A(H1N1)pdm09 und
A(H3N2) sowie der Virustyp B. Allerdings dominierte im sächsi-
schen Sentinel Influenza A (H3N2) mit 24 Nachweisen, während
nur vier Influenza A(H1N1)pdm09 und eine einzige Influenza B-
Infektion identifiziert wurden. Auch im AGI-Sentinel rangierte
Influenza A(H3N2) mit 144 Nachweisen (bis einschließlich der
17. KW 2014) deutlich vor Influenza A(H1N1)pdm09 (72 Nach-
weise) und Influenza B (21 Nachweise).
Für den Freistaat Sachsen kann auf der Basis der Influenza-
überwachung durch das epidemiologische und mikrobiologische
ARE-/Influenza-Sentinel in der vergangenen Influenzasaison
von der schwächsten jemals registrierten Influenzawelle ge-
sprochen werden. Die Influenzaausbreitung erfolgte in Sachsen
(wie im übrigen Bundesgebiet) erheblich langsamer und schwä-
cher als in der vorherigen Saison, die durch eine regelrechte
Epidemie gekennzeichnet war. Die ausgesprochen moderate
Influenzavirus-Zirkulation dauerte von der 4. KW 2014 bis zum
Ende des Beobachtungszeitraumes in der 17. KW 2014 an. Die
Aktivität der akuten respiratorischen Erkrankungen befand sich
im Freistaat jedoch durchgehend auf einem sehr niedrigen Ni-
veau (siehe auch Abbildungen 1 - 4 sowie Tabelle 3).

4 │
Altersverteilung
(Sächsisches ARE-/Influenza-Sentinel):
Aufgrund der niedrigen Zahl von insgesamt nur 29 positiven
Patientenproben ist die Beurteilung der Altersverteilung für die
Saison 2013/2014 nicht unproblematisch. Anhand der Auswer-
tung der Influenza-Meldedaten wurden andere Altersgruppen-
anteile festgestellt (siehe unten, Absatz 1.2).
Die identifizierten Influenza-Erkrankungen innerhalb des Sen-
tinels betrafen zu mehr als einem Drittel Schulkinder (7 - < 17
Jahre, 34,5 %). In der Altersgruppe der Klein- und Vorschulkinder
(1 - < 7 Jahre) wurden 31 % und bei den Erwachsenen (17 - < 60
Jahre) 27,6 % der Erkrankungsfälle registriert. Jeweils 3,5 % der
Fälle ließen sich der Hochrisikogruppe der unter 1-Jährigen bzw.
den 60-jährigen Senioren zuordnen. Somit traten 2013/2014
mit 69 % mehr als zwei Drittel aller innerhalb des Sentinels
nachgewiesenen Infektionen bei Kindern und Jugendlichen auf.
Während in der Vorsaison 2012/2013 verhältnismäßig viele Er-
krankungen bei Erwachsenen verzeichnet worden waren und der
Anteil der Personen < 17 Jahren bei 54,4 % lag, hatten die Kin-
der und Jugendlichen auch in der Saison 2011/2012 mit 62,4 %
sowie 2010/2011 mit 74,2 % die deutlich am meisten betroffe-
ne Altersgruppe gebildet (siehe auch Tabelle 2).
Den
klinischen Verlauf
der diesjährigen Influenza-Erkrankun-
gen beschrieben die behandelnden Ärzte überwiegend als mit-
telschwer und komplikationslos. Es wurde nur ein
Influenza-To-
desfall
in Sachsen erfasst. Ein 54-jähriger, trotz entsprechender
Risikofaktoren (chronische Lungenerkrankung) ungeimpfter
Patient, verstarb an einer durch Influenza A ausgelösten res-
piratorischen Globalinsuffizienz. Zum Vergleich: während der
epidemischen Influenza-Saison 2012/2013 waren insgesamt 22
letale Verläufe gemeldet worden.
Influenza-Ausbruchsgeschehen kamen während der Saison
2013/2014 im Freistaat Sachsen nicht zur Übermittlung, in der
Vorsaison 2012/2103 waren hingegen 30 Erkrankungshäufun-
gen berichtet worden.
Die diesjährige ausgesprochen milde Influenzawelle zeichne-
te sich durch einen protrahierten Verlauf sowie sehr niedrige
Erkrankungszahlen und damit verbundene Nachweisraten aus.
Im Vergleich zu vorherigen Influenzasaisons wurde mit einer
durchschnittlichen Positivrate von nur 9 % der niedrigste jemals
errechnete Wert erzielt. Wenn man in der vergangenen Be-
richtssaison denn überhaupt von einem „Gipfel“ oder vielleicht
besser „Plateau“ sprechen kann, so lag dieses zwischen der 7.
und 12. KW 2014 (siehe auch Tabellen 1 und 3 sowie Abbildun-
gen 2, 3 und 4).
In Sachsen wurden in der Saison 2013/2014 innerhalb des ÖGD-
Sentinels insgesamt 28 Influenza A-Infektionen sowie eine In-
fluenza B-Infektion nachgewiesen. 24 der 28 mittels PCR typi-
sierbaren Influenzaviren ließen sich dem Subtyp A(H3N2) und 4
dem Subtyp A(H1N1)pdm09 zuordnen.
Nach der Saison 2012/2013, in der im sächsischen Sentinel
(wie auch deutschland- und europaweit) eine Kozirkulation der
beiden Influenza A-Subtypen A(H1N1)pdm09 und A(H3N2) so-
wie Influenza B zu verzeichnen war, (wobei Influenza A(H1N1)
pdm09 am häufigsten nachgewiesen wurde) zirkulierten auch in
der Saison 2013/2014 die genannten Subtypen, jedoch mit einer
noch deutlicheren Dominanz von Influenza A.
Detaillierte Angaben zu den sächsischen Ergebnissen sind im
Teil 2 – Influenza-Sentinel/mikrobiologischer Teil aufgeführt.
0
10
20
30
40
50
60
70
80
40.-52.
1.-3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
Anzahl
2013
Kalenderwoche
2014
Probeneinsendungen
darunter Nachweise
Abbildung 1:
Probeneinsendungen und Influenzavirus-Nachweise (mittels
PCR) nach Kalenderwochen (Tag der Probenahme), Sächsisches
ARE-/Influenza-Sentinel, 40. KW 2013 - 17. KW 2014
Tabelle. 1: Probeneinsendungen, Influenzavirus-Nachweise
(mittels PCR) und Positivraten
KW
Probenein-
sendungen
Anzahl positiver
Proben
Positivrate (in %)
40-52
71
0
0
1-3
12
0
0
4
6
1
16,7
5
11
1
9,1
6
17
2
11,8
7
22
4
18,2
8
17
2
11,8
9
13
1
7,7
10
29
3
10,3
11
26
7
26,9
12
24
3
12,5
13
18
1
5,6
14
20
2
10,0
15
16
1
6,3
16
10
0
0
17
11
1
9,1
Summe
323
29
9,0
Tabelle. 2: Altersaufgliederung der Patienten mit Influenza-
virus-Nachweis (mittels PCR)
Altersgruppen
Sachsen
0 - < 1
1 = 3,5 %
1 - < 7
9 = 31,0 %
7 - < 17
10 = 34,5 %
17 - > 60
8 = 27,6 %
60
1 = 3,5 %
Gesamt
29

│5
0
5
10
15
20
25
30
35
0
1.000
2.000
3.000
4.000
5.000
6.000
7.000
40.
42.
44.
46.
48.
50.
1.
3.
5.
7.
9.
11.
13.
15.
17.
Mittelwert
Erkrankungen gesamt
2013 Kalenderwoche 2014
Erkrankungen
gesamt
Mittelwert pro
meldende
Praxis/Einrichtung
Abbildung 3:
Akute respiratorische Erkrankungen (ARE) in Sachsen 2013/2014
Mit insgesamt 323 Einsendungen (davon 29 mit positivem Ergebnis) während des Sentinelzeitraumes (40. KW 2013 – 17. KW 2014)
wurden in den LUA-Laboratorien verglichen mit der Vorjahressaison, die sich durch eine ausgeprägte Influenzaepidemie auszeich-
nete, nur ein Fünftel der damaligen Probenanzahl untersucht. Die Positivrate, das heißt der Prozentsatz, der den Anteil der Sentinel-
proben darstellt, in denen Influenzaviren nachgewiesen wurden, betrug 9 %.
Tabelle 3 liefert einen Überblick über die Sentinel-Erhebungen seit 1999 hinsichtlich Anzahl der Probeneinsendungen und Nachwei-
se, der Positivraten sowie der Influenzavirus-Typen und -Subtypen.
0
1
2
3
0
50
100
150
200
250
300
350
27.
29.
31.
33.
35.
37.
39.
41.
43.
45.
47.
49.
51.
1.
3.
5.
7.
9.
11.
13.
15.
17.
19.
21.
23.
25.
Influenzavirus-Nachweise
Erkrankungen pro 100.000 Einwohner
2013
Kalenderwoche
2014
Influenzavirus-Nachweise
Inzidenz 2013/2014
Normalgang
präepidemische Schwelle
epidemische Schwelle
Inzidenz 2012/2013
Abbildung 2:
ARE und Influenza in Beziehung zum Normalgang 27. KW 2013 – 26. KW 2014, Stadt Chemnitz

6 │
0
10
20
30
40
50
60
40
42
44
46
48
50
52
2
4
6
8
10
12
14
16
Mittelwert pro meldende Praxis/Einrichtung
2013
Woche
2014
2012/13
aktuell 2013/14
Erwartungswert
moderat
Signalschwelle
Abbildung 4:
Akute respiratorische Erkrankungen (ARE) in Sachsen 2012/2013 und 2013/2014, Mittelwert pro meldende Praxis/Einrichtung
Tabelle 3: In der LUA Sachsen erhobene Influenzavirus-Nachweise Saison 1999/2000 bis 2013/2014
Saison
Anzahl
Probeneinsen-
dungen
Anzahl
Nachweise
(Anzucht und/
oder PCR)
Positivrate
(%)
Anzahl
Proben
Nachweis
Infl. A
Anzahl
Subtyp
A(H1N1)
Anzahl
Subtyp
A(H1N2)
Anzahl
Subtyp
A(H3N2)
Anzahl
Proben
Nachweis
Infl. B
2013/2014
323
29
9,0
28
4
11)
-
24
1
2012/2013
1.785
895
50,1
692
12)
399
11)12)
-
287
12)
202
2011/2012
436
101
23,2
76
5
11)
-
69
25
2010/2011
1.267
524
41,4
310
2)
309
2)11)
-
1
214
2)
2009/2010
2.364
920
38,9
920
917
11)
-
-
-
2008/2009
2.296
826
36,0
679
3)4)
8
-
369
3)
149
3)
2007/2008
1.629
449
27,6
190
188
-
2
259
2006/2007
2.088
733
35,1
732
1)5)
16
1)
-
290
1)
1
2005/2006
1.183
181
15,3
48
6)
11
-
36
133
2004/2005
4.310
1.922
44,6
1.192
7)8)
110
7)
-
194
7)
748
7)
2003/2004
1.628
482
29,6
482
-
-
482
-
2002/2003
3.588
1.195
33,3
1.088
9)
1
1
1.086
110
9)
2001/2002
1.239
411
33,2
174
10)
-
3
171
241
10)
2000/2001
1.379
401
29,1
397
396
-
1
4
1999/2000
1.854
411
22,2
411
-
-
411
-
1)
davon 1 Doppelinfektion A(H1N1) und A(H3N2)
2)
davon 3 Doppelinfektionen A(H1N1)pdm09 und B
3)
davon 2 Doppelinfektionen Influenza A(H3N2) und B
4)
davon 292 x nicht typisiert und 10 nicht typisierbar
5)
davon 427 x nicht typisiert
6)
davon 1 x nicht typisierbar
7)
davon 18 Doppelinfektionen: 4 x Influenza A (H1N1) und B, 3 x Influenza A (H3N2) und B
sowie 11 x Influenza A (nicht typisiert) und B
8)
davon 888 x nicht typisiert
9)
davon 3 Doppelinfektionen Influenza A und B
10) davon 4 Doppelinfektionen Influenza A und B
11) Subtyp A(H1N1)pdm09
12) davon 1 Doppelinfektion A(H1N1)pdm09 und A(H3N2)

 
│7
1.2 Sächsische Meldedaten nach dem
Infektionsschutz-
gesetz (IfSG)
Zusätzlich zu den in den Laboratorien der LUA Sachsen und im
Rahmen des ARE-/Influenza-Sentinels identifizierten Influenza-
viren wurden im Verlauf der Saison natürlich auch in anderen
entsprechenden Einrichtungen Influenza-Erkrankungen labordi-
agnostisch bestätigt, gemäß IfSG an die zuständigen Gesund-
heitsämter gemeldet und von diesen an die LUA übermittelt.
Insgesamt wurden ab der 40. KW 2013 bis einschließlich der
17. KW 2014 im Freistaat jedoch nur 375 Influenza-Erkrankun-
gen meldetechnisch erfasst. Zum Vergleich: in der Vorsaison
2012/2013 war mit 10.025 Erkrankungen annähernd die 27fa-
che Fallzahl erreicht worden. Die in der Saison 2013/2014 von
den sächsischen Gesundheitsämtern übermittelten Influenza-
Nachweise gliedern sich auf in 336 Influenza A- (davon wiede-
rum 87 x als Influenza A(H1N1)pdm09 und 24 x als Influenza
A(H3N2) diagnostiziert), 27 Influenza B- sowie 12 nicht typi-
sierte Influenzavirus-Nachweise (siehe Abbildung 5).
Verglichen mit vorherigen Influenzaberichtsjahren erkrankten
in der Saison 2013/2014 verhältnismäßig viele Personen im Er-
wachsenenalter: 61 % aller gemeldeten Fälle betrafen Patien-
ten, die älter als 19 Jahre waren. Junge Erwachsene (20 bis 49
Jahre) stellten 31 % und Personen im Alter zwischen 50 und 69
Jahren 24 % aller gemeldeten Erkrankungsfälle.
Die unter den Kindern und Jugendlichen am meisten betroffene
Altersgruppe bildeten mit 17 % aller insgesamt Erkrankten die
1-4-jährigen Kleinkinder, gefolgt von den Vor- und Grundschü-
lern (5-9 Jahre) mit 10 %. 3 % der Erkrankungen traten bei
Säuglingen (< 1 Jahr) auf und nur 6 % aller Erkrankungen wur-
den bei über 69-Jährigen registriert (siehe Abbildung 7).
Insgesamt 33 der gemeldeten Erkrankten (9 %) mussten im
Krankenhaus behandelt werden. Dieser Anteil der hospitali-
sierten Patienten hatte in der Vorsaison 12 % betragen. In den
Altersgruppen der Säuglinge (< 1 Jahr) und Senioren (70 Jah-
re) wurden mit 23 % bzw. 21 % anteilig erwartungsgemäß die
meisten Krankenhauseinweisungen notwendig (siehe auch Ab-
bildungen 6 sowie 7).
0
10
20
30
40
50
40
42
44
46
48
50
52
2
4
6
8
10
12
14
16
Anzahl
2013
Meldewochen
2014
Influenza A
Influenza B
Influenza, nicht typisiert
Abbildung 5:
Influenza 2013/2014 in Sachsen, gemeldete Influenza-Nachweise
0
10
20
30
40
50
40
42
44
46
48
50
52
2
4
6
8
10
12
14
16
Anzahl
2013
Meldewochen
2014
Influenza-Erkrankungen
Anteil der
Hospitalisierten
Abbildung 6:
Influenza 2013/2014 in Sachsen, Anteil der Hospitalisierten (Meldedaten nach IfSG)

 
8 │
1.3 Influenzasaison 2013/2014 innerhalb Europas
Auch im europäischen Ausland wurden im 4. Quartal 2013 nur
vereinzelt auftretende Influenza-Fälle registriert. Insgesamt war
in diesem Zeitraum in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel
allenfalls niedrige Influenza-Aktivität zu verzeichnen. Bis zum
Jahreswechsel meldeten nur Bulgarien und Polen, teilweise auch
Rumänien, Estland und Litauen sowie vorübergehend Nordir-
land, Schottland und Luxemburg einen leicht steigenden Trend.
Von den europaweit in Sentinel- und Nichtsentinel-Proben de-
tektierten Influenzaviren waren 28 % Influenza A(H1N1)pdm09,
20 % A(H3N2), 37 % nicht typisierte Influenza A und 15 % In-
fluenza B. Hinweise auf anhaltende Influenza-Aktivität in Euro-
pa gab es bis Jahresende jedoch nicht.
Zu Jahresbeginn berichteten dann Bulgarien, Irland, das Verei-
nigte Königreich, Portugal, Malta und Spanien über einen stei-
genden Trend, wobei Spanien als erstes europäisches Land eine
mittlere Influenza-Aktivität übermittelte. In der 2. KW 2014
schlossen sich Bulgarien, Portugal und Griechenland an. Außer-
dem verzeichnete die Hälfte aller 30 meldenden europäischen
Länder einen Anstieg der Influenza-Aktivität. Im äußersten
Westen Europas (Spanien, Portugal und England) wurde ab der
3. KW 2014 (in Griechenland dann ab der 4. KW) geografisch
weit verbreitete Influenza-Aktivität beobachtet. Das erste Land,
das eine hohe Influenza-Aktivität meldete, war Bulgarien. Ab
der 5. KW variierte die Influenza-Aktivität innerhalb Europas
sehr stark: Griechenland meldete eine hohe, Bulgarien, Finnland,
Frankreich, Luxemburg, Spanien sowie Malta eine mittlere, die
übrigen Länder geringe Aktivität. Während etwas mehr als die
Hälfte der Länder einen steigenden Trend verzeichneten, sah ein
Drittel der Länder einen stabilen und einige Länder bereits wie-
der einen sinkenden Trend.
Während der gesamten Saison kam es bis zur 10. KW 2014 nur
in Bulgarien, Griechenland und Finnland kurzzeitig zu hoher
Influenza-Aktivität. In zusätzlich neun europäischen Ländern
wurden Werte erreicht, die mittlere Influenza-Aktivität darstell-
ten, alle übrigen 18 Länder kamen nicht über Meldezahlen hi-
naus, die eine geringe Influenza-Aktivität, also den niedrigsten
Wert der Aktivitätseinstufung, begründeten.
Tendenziell waren Länder im Westen, Süden und Osten Europas
mehr betroffen, als die in der Mitte und im Norden, wobei eine
Ausbreitungsrichtung der Influenzawelle z. B. von Ost- nach
West oder umgekehrt nicht festgestellt werden konnte. Wäh-
rend der gesamten milden und protrahiert verlaufenden Saison
zeigte sich in Europa ein inhomogenes Bild, was die Verteilung
der Influenza-Aktivität anbelangte. Die Typisierung der insge-
samt detektierten Influenzaviren ergab 43 % Influenza A(H1N1)
pdm09, 22 % A(H3N2), 32 % nicht typisierte Influenza A und
nur 3 % Influenza B. Von den Influenza B-Viren, die weiter cha-
rakterisiert wurden, gehörten 90 % zur (im aktuellen Impfstoff
befindlichen) Yamagata-Linie und 10 % zur Victoria-Linie.
1.4 Influenzavirus-Nachweise bei Geimpften
(Sächsi-
sches ARE-/Influenza-Sentinel)
Zu 231 der insgesamt untersuchten 323 Einsendungen (71,5 %)
liegen uns Angaben zum Impfstatus vor. Somit wurde bei 92
(28,5 %) der Untersuchten anlässlich der Probenahme leider
kein Impfstatus erhoben. In der vorangehenden vier Saisons
erfolgte bei zwischen 12,5 % bis maximal 27,5 % der Proben-
einsendungen keine Influenza-Impfanamnese oder zumindest
keine Eintragung derselben auf dem Probenbegleitschein. Dem-
zufolge ist das Ziel einer lückenlosen Erfassung der Impfanam-
nese weiter entfernt als je zuvor, was gerade in Anbetracht der
geringen Zahl an Probeneinsendungen in der Saison 2013/2014
besonders bedauerlich ist. Laut Impfanamnese aktuell gegen
Influenza geimpft waren insgesamt 25 (7,7 %) der Patienten,
von denen Proben bei uns eingegangen waren, 206 Probanden
(63,8 %) waren anamnestisch gegen Influenza ungeimpft.
Für die folgenden Berechnungen zu Erkrankung und Impfung
wird die Anzahl von 231 Probanden bzw. von 24 Positiv-Nach-
weisen mit erhobenem aktuellen Impfstatus Influenza betref-
fend (geimpft oder ungeimpft) zugrunde gelegt.
Trotz gesicherter Grippeimpfung erkrankten nur zwei Probanden
unseres Sentinels an Influenza. In einem Fall wurde Influenza
0
50
100
0
20
40
60
80
100
120
< 1
1 − 4
5 − 9
10 − 14 15 − 19 20 − 24 25 − 49 50 − 69
≥70
Hospitalisierungrsate (%)
Fallzahl
Alter
Fallzahl
Hospitalisie-
rungsrate
Abbildung. 7: Influenza 2013/2014 in Sachsen, Altersverteilung (Meldedaten nach IfSG, 40. KW 2013 – 17. KW 2014)

│9
A(H3N2) und im anderen Influenza B diagnostiziert.
Der An-
teil geimpfter Personen an allen mit Influenzavirus-Nachweis
(= Influenza-Positive) betrug insgesamt 8,3 %
(Anteil Unge-
impfter: 91,7 %) und war somit etwas niedriger als im vergan-
genen Jahr (siehe Abbildung 8).
Betrachtet man nun die zwei Probanden, die trotz Impfung an
Influenza erkrankten, so stellt man fest, dass der Patient, bei
dem der Nachweis einer Influenza A(H3N2)-Infektion geführt
wurde, im „ungeschützten“ Zeitfenster erkrankte, innerhalb von
14 Tagen nach Impfung, also höchstwahrscheinlich noch gar
kein vollständiger Impfschutz aufgebaut werden konnte.
Die Relation von Geimpften zu Ungeimpften in der Gesamtgrup-
pe der Influenza-Positiven lag insgesamt bei 1:11; d.h.
unter
den Erkrankten waren 11-mal so viele Ungeimpfte wie Ge-
impfte
. Während für Geimpfte eine auf die Anzahl der Proben-
einsendungen (mit Impfstatus) bezogene
Erkrankungsrate
von
0,9 % (Relation 2 positive Geimpfte / 231 Proben mit bekann-
tem Impfstatus) ermittelt werden konnte, betrug diese bei Un-
geimpften insgesamt 9,5 % (Relation 22 positive Ungeimpfte /
231 Proben mit bekanntem Impfstatus).
Eine kontinuierliche Fortführung der Sentinelsysteme in Sach-
sen ermöglicht auch in Zukunft fundierte Aussagen sowie die
Beurteilung der Entwicklungen über Jahre (z. B. zum Ausmaß
von Epidemien, zum zeitlichen Ablauf, zur regionalen Ausbrei-
tung, zu den jeweiligen besonders betroffenen Altersgruppen
etc.).
Dies soll nachfolgend beispielhaft für die letzten 5 Jahre am
Beispiel der Stadt Chemnitz dargestellt werden (epid. Schwel-
le = epidemische Schwelle). Abbildung 9 veranschaulicht
noch einmal deutlich den blanden Verlauf der Influenzasaison
2013/2014 im Vergleich zu allen bisherigen Vorjahren. Die Ak-
tivität der akuten respiratorischen Erkrankungen lag durchweg
sogar unter dem Normalgang und war damit so niedrig wie nie
zuvor innerhalb des sächsischen Sentinels.
Bearbeiter: Dr. med. Sophie-Susann Merbecks
Irina Briem
Annett Friedrich
7
11
1
6
18
9
8
93
89
99
94
82
91
92
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13 2013/14
Ungeimpfte
Geimpfte
Abbildung 8:
Relation geimpfter und ungeimpfter Personen mit Influenzavi-
rus-Nachweis (Saison 2007/2008 bis 2013/2014, Sächsisches
ARE-/Influenza-Sentinel)
0
50
100
150
200
250
300
350
400
450
27.
32.
37.
42.
47.
52/53.
5.
10.
15.
20.
25.
30.
35.
40.
45.
50.
3.
8.
13.
18.
23.
28.
33.
38.
43.
48.
1.
6.
11.
16.
21.
26.
31.
36.
41.
46.
51.
4.
9.
14.
19.
24.
29.
34.
39.
44.
49.
2.
7.
12.
17.
22.
Erkrankungen pro 100 000 Einwohner
2009
2010
2011
Kalenderwochen/Jahre 2012
2013
2014
Normalgang
epid. Schwelle
Inzidenz
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14
Abbildung 9:
ARE-Normalgang und Verlauf 2009 – 2014, Stadt Chemnitz (gesamt)

 
10 │
2.1 Diagnostisches Procedere während des Sentinel-
Zeitraumes
Im Sentinel-Zeitraum 2013/2014 wurde das diagnostische Pro-
cedere den zu erwartenden Virustypen bzw. –subtypen ange-
passt.
Die Screeningdiagnostik für die eingegangenen Abstrichmate-
rialien (Nasen-/Rachenabstrich oder Rachenabstrich) umfasste
zwei PCR-Untersuchungen, eine zum Nachweis von Influenza
A-Virus (einschließlich des Influenza A(H1N1)pdm09-Virus) und
die zweite zum Nachweis von Influenza B-Virus. Konnte mittels
PCR Influenza A-Virus nachgewiesen werden, erfolgten weitere
molekularbiologische Schritte zur Subtypisierung in Influenza-
virus A(H1N1)pdm09 sowie zur Bestimmung der verschiedenen
weiteren Hämagglutinin- bzw. Neuraminidase-Gene.
Bei allen in der PCR positiven Abstrichmaterialien folgte der
Versuch eines kulturellen Virusnachweises mittels MDCK- (Ma-
din Darby Canine Kidney-)Zellen. Isolierte Virusstämme wurden
mittels monospezifischer Antiseren subtypisiert und dabei mit
den jeweiligen Referenzvirusstämmen der Impfstoffkomponen-
ten verglichen.
Wie seit Jahren praktiziert, erfolgt zu Beginn des Sentinels mit
dem Nationalen Referenzzentrum Influenza (NRZ Influenza) am
Robert Koch-Institut Berlin eine Absprache über den Umfang
und die Auswahl von Isolaten, die zu einer weiterführenden Di-
agnostik (intratypischen Differenzierung auf Genomebene) ein-
gesandt werden können. Aufgrund der geringen Einsendezahlen
und dementsprechend auch geringen Zahl an Virusnachweisen
(im Vergleich zur vorherigen Saison) traf das im Berichtszeit-
raum für alle Isolate zu.
2.2 Ergebnisse des Sentinels von Oktober 2013 bis April
2014
Die Saison 2013/2014 war bundesweit durch eine ausgespro-
chen moderate Zirkulation von Influenzaviren gekennzeichnet,
was sich auch auf die Zahl der eingesandten Proben einschließ-
lich der Virusnachweise auswirkte.
Im Zeitraum des Sentinels von Oktober 2013 bis April 2014 wur-
den insgesamt 323 Abstrichmaterialien (Nasen-/Rachen- oder
Rachenabstriche) auf das Vorhandensein von Influenzaviren un-
tersucht, davon 29 mit einem positiven Ergebnis (zum Vergleich:
2012/13 waren es 1.785 Einsendungen mit 894 positiven Pro-
benmaterialien).
Die Verteilung der Probenzahlen auf die einsendenden Einrich-
tungen (Sentinel-Arztpraxen, Krankenhäuser, Gesundheitsäm-
ter) ist in Tabelle 1, die Verteilung nach territorialen Gesichts-
punkten in Tabelle 2 dargestellt.
In 29 (9,0 %) der 323 Abstrichmaterialien konnten moleku-
larbiologisch Influenzaviren nachgewiesen werden. 28-mal
(96,6 %) wurde Influenza A-Virus und einmal (3,4 %) Influenza
B-Virus bestimmt. Vier der 28 Influenza A-Viren waren Influen-
za A(H1N1)pdm09 und 24 Influenza A(H3N2). Damit zeigt sich
in unserem Untersuchungsgut ein deutliches Überwiegen von
Tabelle 1: Probeneinsender, Probenzahl, positive Proben
und Positivrate nach PCR-Diagnostik
Einsender
Anzahl der
Proben
Anzahl der PCR-
positiven Genom-
nachweise
Positivrate [%]
Sentinel-Arztpraxen
83
15
18,1
Krankenhäuser
225
13
5,7
Gesundheitsämter/
Institute
15
1
6,7
Gesamt
323
29
9,0
Tabelle 2: Aufschlüsselung der Probeneinsendungen und
der positiven Influenzavirus-Genomnachweise
nach territorialen Gesichtspunkten
Kreis
Anzahl der
Einsender
Anzahl der
Einsendungen
Anzahl positiver
Influenzavirus-
Genomnach-
weise
Region Chemnitz (5 Kreise)
Chemnitz/Stadt
11
20
5
Erzgebirgskreis
12
99
12
Mittelsachsen
2
29
2
Vogtlandkreis
0
0
0
Zwickau
6
9
2
Gesamt
31
157
21
Region Dresden (5 Kreise)
Bautzen
4
13
2
Dresden/Stadt
0
0
0
Görlitz
1
2
0
Meißen
4
9
0
Sächsische
Schweiz-Osterz-
gebirge
4
11
1
Gesamt
13
35
3
Region Leipzig (3 Kreise)
Leipzig/Stadt
4
16
4
Leipzig
5
114
1
Nordsachsen
1
1
0
Gesamt
10
131
5
Gesamtsumme
54
323
29
2 Auswertung des Influenza-Sentinels 2013/2014
im Freistaat Sachsen, mikrobiologischer Teil

│11
40. 41. 42. 43. 44. 45. 46. 47. 48. 49. 50. 51. 52.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17.
Infl. A
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
1
1
2
4
2
1
3
6
3
1
2
1
0
1
Infl. B
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
1
0
0
0
0
0
0
0
2
4
6
8
10
Anzahl
KW
Abbildung 2:
Positive Genomnachweise von Influenzavirus A und B pro Kalenderwoche
0
5
10
15
20
25
30
35
40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17
Probenzahl
Kalenderwoche
Proben
PCR-Positive
Anzahl eingesandte Proben: 323
Anzahl PCR-Positive:
29
Abbildung 1:
Relation von Probenanzahl zur Anzahl PCR-positiver Proben, aufgeschlüsselt nach Kalenderwochen während des Influenza-Sentinels

12 │
Influenzavirus A, wobei Influenza A(H3N2) dominierte. In Abbil-
dung 1 sind die Relationen Probenzahl/positive PCR-Ergebnisse
je Kalenderwoche dargestellt.
Bei den geringen Einsendezahlen kann nur von einem leichten
Anstieg der Einsendezahlen ab der 06. KW 2014 gesprochen
werden, der auch nicht kontinuierlich verlief. Das Maximum lag
in den Kalenderwochen 10 bis 12/2014.
Der erste Influenzavirus-Nachweis (Influenza A(H1N1)pdm09)
gelang in der 4. KW 2014. Die meisten Nachweise erfolgten in
der 11. KW 2014, in die auch der einzige Nachweis von Influ-
enza B-Virus fiel. In der letzten Sentinelwoche (17. KW 2014)
kamen noch 11 Proben zur Untersuchung, bei einer Probe ließ
sich Influenza A(H3N2) nachweisen.
In Abbildung 2 ist die Verteilung der positiven Genomnachweise
der Virustypen Influenza A und B auf die einzelnen Kalenderwo-
chen dargestellt.
Dem Nachweis von Influenza A-Viren mittels PCR folgten wei-
tere molekularbiologische Differenzierungen zum Nachweis
des Subtyps Influenza A(H1N1)pdm09 sowie der verschiedenen
weiteren Hämagglutinin (H)- und Neuraminidase (N)-Gene. In
einem Fall konnte nur das Hämagglutinin-Gen H3, jedoch kein
Neuraminidase-Gen, nachgewiesen werden. Da im gesamten
Sentinelzeitraum bei Influenza A neben Influenza A(H1N1)
pdm09 nur Influenza A(H3N2) zirkulierte, wurde diese Probe
mit dem isolierten Nachweis von H3 zahlenmäßig Influenza
A(H3N2) zugerechnet.
Von allen 29 Probenmaterialien mit dem Nachweis von Influ-
enzaviren mittels PCR wurden Virusanzuchtversuche unternom-
men, von denen 21 (72,4 %) erfolgreich verliefen. 20-mal konnte
Influenza A (davon 4-mal A(H1N1)pdm09 und 16-mal Influenza
A(H3N2)) sowie einmal Influenza B angezüchtet werden.
Alle isolierten Virusstämme wurden zur Bewertung der Über-
einstimmung mit den Impfstoffkomponenten mittels monospe-
zifischer Antiseren feintypisiert. Alle Influenza A(H1N1)pdm09-
Isolate reagierten gut mit dem Immunserum A/California/7/09
H1N1(2009). Die Isolate von Influenza A(H3N2) zeigten gute
Reaktivität mit dem Immunserum A/Texas/50/2012, von dem
sich der Impfstamm A/Victoria/361/2011 ableitet.
Bei dem Influenza B-Virusisolat ergab die Subtypisierung die
Zugehörigkeit zur Victoria-Linie, der Stamm reagierte gut mit
dem Immunserum B/Brisbane/60/08. Dieser Virusstamm bildete
die zusätzliche Impfstoffkomponente für Influenza B im von der
WHO empfohlenen quadrivalenten Impfstoff (war in Deutsch-
land verfügbar), im trivalenten Impfstoff war diese Komponente
nicht vertreten.
Aus den Ergebnissen der Typisierung/Subtypisierung und der Re-
aktion der angezüchteten Virusstämme mit den entsprechenden
Immunseren zeigte sich eine gute Übereinstimmung zwischen
zirkulierenden Virustypen und den Impfstoffkomponenten für
Influenza A. Bei nur einem Nachweis von Influenza B-Virus kann
für diesen Typ aus den vorliegenden Laborergebnissen keine Be-
wertung vorgenommen werden.
In den Abbildungen 3 und 4 sind die Verteilungen der Influ-
enzavirus-Typen/-Subtypen an der Gesamtzahl der Influenza-
virus-Nachweise pro Jahrgang (Abbildung 3) bzw. pro Virustyp
(Abbildung 4) ab Sentinel-Zeitraum 2004/2005 bis 2013/2014
dargestellt.
Zusammenfassung der Ergebnisse:
Anzahl
Anteil an allen Nach-
weisen
Anzahl eingesandter Proben innerhalb des Sentinel-Zeitraumes:
323
Anzahl der Proben mit einem
positiven Ergebnis in der PCR:
(s. Abb. 1)
29
9,0 %
Anzahl der positiven PCR-Ergebnisse je Typ/Subtyp:
(s. Abb. 2)
davon:
Influenza A:
28
96,6 %
Anteil Nachweise an
Influenza A
Influenza A(H1N1)pdm09
4
13,8 %
14,3 %
Influenza A(H3N2)
24*
82,8 %
85,7 %
davon:
Influenza B
1
3,4 %
Anzahl der Virus-Anzuchtversuche:
29
Anzahl der Proben mit einem
positiven Ergebnis in der Virusanzucht:
21
72,4 %
davon:
Influenza A-Virus:
20
95,2 %
Anteil Nachweise an
Influenza A
Influenza A(H1N1)pdm09
4
19,0 %
20,0 %
Influenza A(H3N2)
16
76,2 %
80,0 %
davon:
Influenza B-Virus:
1
4,8 %
Anteil Nachweise an
Influenza B
Viktoria-Linie
1
4,8 %
100,0 %
Yamagata-Linie
0
0 %
0 %
Gesamt:
21
100,0 %
*
einmal nur H3 nachweisbar

│13
Bearbeiter: Dr. med. Ingrid Ehrhard
Dipl.-Biol. Gertraude Helbig
6,1
5,2
41,9
1,7
99,7
59,0
5,0
44,6
13,8
39,2
20,4
94,7
0,4
80,3
0,2
68,3
32,1
82,8
38,6
73,5
0,1
57,7
18,0
40,8
24,8
22,6
3,4
0,0
20,0
40,0
60,0
80,0
100,0
120,0
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14
Prozent
Jahre
A (H1N1)
A (H3N2)
B
A (H1N1)pdm09
* 0,3% Influenza A nicht typisierbar / **1,98% Influenza A nicht typisierbar / ***0,78% Influenza A nicht typisierbar
*
***
**
Abbildung 3:
Anteil der Typen/Subtypen an der Gesamtzahl der Influenzavirus-Nachweise in %, beginnend mit der Saison 2004/2005 pro Jahrgang
22,2
6,1
5,2
41,9
1,7
99,7
59,0
5,0
44,6
13,8
39,2
20,4
94,7
0,4
80,3
0,0
0,2
68,3
32,1
82,8
38,6
73,5
0,1
57,7
18,0
0,0
40,8
24,8
22,6
3,4
0,0
20,0
40,0
60,0
80,0
100,0
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14
2004/05
2005/06
2006/07
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2008/09
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2010/11
2011/12
2012/13
2013/14
Prozent
Jahre
A(H1N1)pdm09
B
A (H3N2)
A (H1N1)
Abbildung 4:
Anteil der Typen/Subtypen an der Gesamtzahl der Influenzavirus-Nachweise in %, beginnend mit der Saison 2004/2005 pro Virustyp

 
14 │
Nach Auswertung aller molekularbiologischen, virologischen
und serologischen Befunde im Rahmen der weltweiten Surveil-
lance in der Influenzasaison 2013/2014 wurde von der WHO für
die Nordhalbkugel im kommenden Winter (Saison 2014/2015)
die folgende Impfstoffzusammensetzung empfohlen:
]
A/California/7/2009 (H1N1)pdm09-like virus
]
A/Texas/50/2012 (H3N2)-like virus
]
B/Massachusetts/2/2012-like virus
Die Zusammensetzung des Influenza-Impfstoffes für die nächs-
te Saison unterscheidet sich somit von der des bei uns in der
Saison 2013/2014 verwendeten Impfstoffes in der A(H3N2)-
Komponente. Seit 2001/2002 ist eine Kozirkulation der beiden
Influenza B-Linien Victoria und Yamagata zu beobachten. In
Konsequenz dieser Situation hat die WHO neben den trivalenten
erstmals (seit Sommer 2013 auf der Südhalbkugel und Winter
2013/2014 auf der Nordhalbkugel) auch quadrivalente Influen-
za-Impfstoffe empfohlen, die neben Antigenen der beiden Influ-
enza A-Virus-Subtypen (H3N2 und (H1N1)pdm09) auch Anti-
gene von Influenza B-Virusstämmen beider Linien (Victoria und
Yamagata) enthalten. Als Vertreter der B-Victoria-Linie wurde
durch die WHO wie bereits in der Saison 2013/2014
]
B/Brisbane/60/2008-like virus
ausgewählt. Hierdurch kann eine bessere Wirksamkeit der Imp-
fung bezüglich Influenza B erzielt werden.
Mindestens ein quadrivalenter Influenza-Impfstoff wird (wie
bereits in der Saison 2013/2014) in der kommenden Saison
2014/2015 auch in Deutschland verfügbar sein.
Bearbeiter: Dr. med. Sophie-Susann Merbecks
3 Influenza-Impfstoff für die Saison 2014/2015
Schließlich sei auch in diesem Jahr allen an den verschiedenen
Sentinelsystemen beteiligten Arztpraxen, Gesundheitsämtern,
Krankenhäusern und sonstigen Einrichtungen für die engagierte
Mitarbeit, ohne die eine aussagefähige epidemiologische Analy-
se nicht möglich wäre, herzlich gedankt. Im Sinne der Qualität
unseres Sentinels möchten wir Sie für die nächste Saison wie-
derum um eine lückenlose Datenerhebung, also das unbedingt
notwendige komplette Ausfüllen der Probenbegleitscheine, bit-
ten. Bitte bedenken Sie, dass es sich beim Sentinel nicht um
Routinediagnostik, sondern um ein Surveillance-Programm des
Öffentlichen Gesundheitsdienstes des Freistaates Sachsen han-
delt. Äußerst wichtig für die Bewertung der Wirksamkeit der
Influenza-Impfung ist insbesondere die lückenlose Erfassung
der Impfanamnese! Sie können damit wesentlich zur wissen-
schaftlichen Aussagekraft unseres Sentinels beitragen.
Wir freuen uns auf eine weiterhin effektive Zusammenarbeit in
der kommenden Saison 2014/2015.
Bearbeiter: Alle am Influenza-Sentinel beteiligten LUA-Mitar-
beiter

0
1
2
3
0
50
100
150
200
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27.
29.
31.
33.
35.
37.
39.
41.
43.
45.
47.
49.
51.
1.
3.
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7.
9.
11.
13.
15.
17.
19.
21.
23.
25.
Influenzavirus-Nachweise
Erkrankungen pro 100.000 Einwohner
2013
Kalenderwoche
2014
Influenzavirus-Nachweise
Inzidenz 2013/2014
Normalgang
präepidemische Schwelle
epidemische Schwelle
Inzidenz 2012/2013
Herausgeber:
Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen
Jägerstr. 8/10, 01099 Dresden
Redaktion:
Dr. med. Ingrid Ehrhard, LUA Sachsen, Standort Dresden, Tel. 0351/8144-1100
Redaktionskollegium:
Dr. med. Ingrid Ehrhard, LUA Sachsen, Standort Dresden, Tel. 0351/8144-1100
Dr. med. Sophie-Susann Merbecks, LUA Sachsen, Standort Chemnitz, Tel. 0351/8144-3200
Gestaltung und Satz:
SG IT, LUA Sachsen, Standort Dresden,
Jägerstr. 8/10, 01099 Dresden,
Tel.: 0351/8144 1712
Druck:
Druckerei & Verlag Christoph Hille, Boderitzer Straße 23c, 01217 Dresden, Tel: 0351/4712912
Redaktionsschluss:
15. Juli 2014
Bezug:
Dieses offizielles Mitteilungsblatt der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veteri-
närwesen des Freistaates Sachsen wird über Verteilerliste versandt und kann kostenfrei im Internet
abgerufen werden:
www.lua.sachsen.de
und unter
www.publikationen.sachsen.de
Titelbild:
Akute respiratorische Erkrankungen (ARE) und Influenzavirus-Nachweise (innerhalb des Sentinel-
zeitraumes: 40. KW 2013 -17. KW 2014) in Beziehung zum Normalgang 27. KW 2013 - 26. KW 2014,
Stadt Chemnitz