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Zweck der Wahlstatistik
Die repräsentative Wahlstatistik dient dem Informations-
bedarf in vielen Bereichen unserer Gesellschaft. Sie gibt
Aufschluss über das Wahlverhalten verschiedener Be-
völkerungsgruppen, und zwar über
Wahlbeteiligung und
Stimmabgabe nach Alter, Geschlecht und Bundesländern.
Für die repräsentative Wahlstatistik werden Urnen- und
Briefwahlbezirke durch eine
mathematische Zufallsstich-
probe
ausgewählt. In den ausgewählten Wahlbezirken
sind die amtlichen Stimmzettel mit einem Unterschei-
dungsaufdruck nach Geschlecht und Altersgruppe ver-
sehen. So können Daten über die Stimmabgabe der
Wähler/-innen für die einzelnen Parteien nach Geschlecht
und Altersgruppen ermittelt werden.
Außerdem erfasst die repräsentative Wahlstatistik durch
Auszählung der Wählerverzeichnisse der ausgewählten
Wahlbezirke die Geschlechts- und Altersgliederung der
Wahlberechtigten und ihre Beteiligung an der Wahl.
Wahlbeteiligung der Wähler und
Wählerinnen unter 21 Jahren bei
der Europawahl 2009
Beispielhafte Ergebnisse
der repräsentativen Wahlstatistik
Partei A
Partei B
Partei C
Partei D
Partei E
Partei F
Sonstige
Stimmabgabe für beispielhafte Parteien nach Alter
in %
18 - 25
25 - 35
35 - 45
45 - 60
60 und mehr
Alter von ... bis
unter ... Jahren
16,2
%
14,4
%
12,8
%
11,1
%
7,9
%
11,6
%
14,5
%
13,2
%
11,5
%
8,7
%
6,2
%
5,7
%
6,1
%
9,2
%
7,4
%
5,2
%
6,0
%
5,6
%
6,0
%
9,4
%
16,5
%
16,6
%
18,4
%
15,8
%
5,2
%
21,0
%
17,8
%
17,9
%
20,3
%
23,0
%
23,2
%
25,0
%
26,0
%
26,1
%
38,4
%
Alter von ... bis
unter ... Jahren
Partei
A
Partei
B
Partei
C
Partei
D
Partei
E
Partei
F
Sonstige
Männer
29,2
20,8
10,9
7,2
8,7
12,1
11,1
18 – 25
23,6
20,5
13,4
5,3
6,3
13,0
17,8
25 – 35
24,8
16,6
14,5
6,0
6,2
16,5
15,5
35 – 45
25,6
17,3
16,1
6,0
7,0
15,1
12,9
45 – 60
25,1
20,7
14,1
6,0
10,6
12,4
11,1
60 und mehr
36,2
23,5
4,7
9,3
9,1
9,3
8,0
Frauen
32,0
20,8
13,3
7,2
6,3
9,9
10,5
18 – 25
22,8
21,6
19,7
5,1
6,0
10,2
14,6
25 – 35
25,2
19,0
18,8
6,0
5,2
12,4
13,4
35 – 45
26,5
18,4
20,7
5,2
5,3
11,3
12,6
45 – 60
27,0
20,0
17,4
6,0
7,8
10,6
11,2
60 und mehr
40,3
22,5
5,6
9,4
6,0
8,2
7,9
Insgesamt
30,7
20,8
12,1
7,2
7,5
11,0
10,8
28,9
34,9
40,9
48,9
60
Baden-
Württemberg
46,2%
Bayern
33,0%
Berlin
24,4%
Branden-
burg
25,8%
Bremen
29,1%
Hamburg
23,6%
Hessen
29,9%
Mecklenburg-
Vorpommern
34,6%
Nieder-
sachsen
31,0%
Nordrhein-
Westfalen
34,5%
Rhein-
land-Pfalz
44,6%
Saarland
50,2%
Sachsen
42,1%
Sachsen-
Anhalt
28,1%
Schleswig-
Holstein
27,0%
Thüringen
44,6%
Wahlbeteiligung nach Bundesländern
(Deutschland: 35,2%)
Stimmabgabe für beispielhafte Parteien nach Geschlecht und Alter
in %
Der
Bundeswahlleiter
Informationen
des Bundeswahlleiters
europawahl 2014
Durchführung
der repräsentativen
Wahlstatistik

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Gesetzliche Grundlagen
Die gesetzlichen Grundlagen für die repräsentative Wahl-
statistik sind im Wahlstatistikgesetz geregelt. In den
ausgewählten Urnenwahlbezirken liegt das Wahlstatistik-
gesetz zur Ansicht bereit. Sie finden es auch im Internet-
angebot des Bundeswahlleiters unter
www.bundeswahlleiter.de
im Bereich
Europawahlen
unter
Rechtsgrundlagen.
Auswertung der Ergebnisse
Die Daten aus der repräsentativen Wahlstatistik werden
von den Statistischen Landesämtern und vom Statis-
tischen Bundesamt ausgewertet. Die aus den Stich-
probenbezirken gewonnenen Daten werden zunächst
länderweise auf die Totalzahlen der Wahlberechtigten und
Wähler/-innen hochgerechnet. Aus den hochgerechneten
Länderergebnissen wird dann durch Zusammenfassung
das Ergebnis für das Bundesgebiet ermittelt und für den
Bund und die Länder veröffentlicht. Soweit einzelne
Gemeinden für eigene Zwecke wahlstatistische Aus-
zählungen durchführen, dürfen die Ergebnisse nur auf
Gemeindeebene veröffentlicht werden.
Veröffentlichung der Ergebnisse
Die Ergebnisse der repräsentativen Wahlstatistik liegen
voraussichtlich ab September 2014 vor. Ausgewählte
Daten stehen im Internetangebot des Bundeswahlleiters
unter
www.bundeswahlleiter.de
als Download zur Verfügung.
Für die einzelnen Länder können die Daten bei den Statis-
tischen Landesämtern angefordert werden. Die Ergebnisse
für den Bund und die einzelnen Länder erhalten Sie über
unseren Publikationsservice
www.destatis.de/publikationen
als Downloads oder gedruckte Veröffentlichungen.
Erschienen im März 2014
Bestellnummer: 0000098-14900-1
Fotorechte Titelseite:
MEPs voting during the Plenary Session in Strasbourg:
© European Union 2006 PE-EP
© Bundeswahlleiter 2014
© Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2014
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise,
mit Quellenangabe gestattet.
Auswahl der repräsentativen
Wahlbezirke
Bei der Europawahl 2014 gibt es etwa 90 000 Wahlbezirke,
darunter 75 000 Urnen- und 15 000 Briefwahlbezirke. Aus
diesen Wahlbezirken werden für die repräsentative Wahl-
statistik knapp
2 900 Stichprobenwahlbezirke
zufällig
ausgewählt: und zwar rund 2 500 Urnen- und rund 350
Briefwahlbezirke.
Damit ist gewährleistet, dass die ausgewählten Wahlbezirke
für die Gesamtheit des Wahlgebietes und für die einzelnen
Bundesländer repräsentativ sind.
Die Auswahl erfolgt durch den Bundeswahlleiter in Zusam-
menarbeit mit den Landeswahlleitern und den Statistischen
Landesämtern.
Was wird erfasst?
Zur Vereinfachung der Auszählung wird vor dem Aufdruck
der betreffenden Altersgruppe nach Geschlecht ein Groß-
buchstabe beigefügt, also z.B.
A. Mann, 1990 – 1996
oder
G. Frau, 1980 – 1989.
Dieser Aufdruck ist jedoch keiner
Einzelperson zugeordnet und lässt keinen Rückschluss auf
die Stimmabgabe einzelner Personen zu.
Ihr Wahlbezirk ist für die
repräsentative Wahlstatistik
ausgewählt worden. Mit Ihrer
Teilnahme an der Wahl tragen
Sie dazu bei, dass für ganz
Deutschland genaue Daten
über die Wahlbeteiligung und
die Stimmabgabe verschie-
dener Bevölkerungsgruppen
ermittelt werden können.
Ihr Wahlgeheimnis ist dabei
gewährleistet.
Vielen Dank
für Ihre Mitwirkung.
Roderich Egeler,
Bundeswahlleiter
Oberster Grundsatz:
Wahlgeheimnis und Datenschutz
Oberster Grundsatz aller wahlstatistischen Erhebungen ist
die Wahrung des Wahlgeheimnisses. Bei der Durchführung
der repräsentativen Wahlstatistik ist eine Verletzung des
Wahlgeheimnisses ausgeschlossen.
Der Stimmzettel in den repräsentativ ausgewählten Wahl-
bezirken enthält lediglich einen Unterscheidungsaufdruck
nach Geschlecht und sechs Altersgruppen. Wie bei jedem
Stimmzettel sind
keine personenbezogenen Daten
wie
Name, Anschrift oder Geburtsdatum enthalten.
Zur Ermittlung der Wahlbeteiligung werden die Wahlbe-
rechtigten und Wähler/-innen aus dem Wählerverzeichnis
ausschließlich nach Geschlecht und zehn Altersgruppen
ausgewertet.
Die Auswertung der Stimmzettel und die Auszählung der
Wählerverzeichnisse ist organisatorisch strikt getrennt.
Die ausgewählten Wahlbezirke müssen mindestens 400
Wahlberechtigte bei Urnenwahlbezirken umfassen und
mindestens 400 Wähler/-innen bei der Europawahl 2009 bei
Briefwahlbezirken umfasst haben.
Zum Schutz des Wahlgeheimnisses dürfen keine Ergebnisse
für einzelne Stichprobenwahlbezirke veröffentlicht werden.
Durch diese Maßnahmen ist sichergestellt, dass keinerlei
Anhaltspunkte für die Stimmabgabe einer Einzelperson
gewonnen werden können.
Geburtsjahres-
gruppen
Alters-
gruppen
1990 – 1996
unter 25 Jahre
1980 – 1989
25 – 34
1970 – 1979
35 – 44
1955 – 1969
45 – 59
1945 – 1954
60 – 69
1944 und früher
70 und älter
Die Untersuchung der
Stimmabgabe
der
Männer und Frauen für
die einzelnen Parteien
umfasst folgende sechs
Geburtsjahres- bzw.
Altersgruppen (dane-
ben ungefähres Alter):
Die
Wahlbeteiligung
der
männlichen und weib-
lichen Wahlberechtigten
und Wähler wird in den
Stichprobenwahlbe-
zirken nach folgenden
zehn Geburtsjahres-
gruppen aus den Wäh-
lerverzeichnissen
ausgezählt, die den
daneben angegebenen
Altersgruppen ungefähr
entsprechen.
Geburtsjahres-
gruppen
Alters-
gruppen
1994 – 1996
unter 21 Jahre
1990 – 1993
21 – 24
1985 – 1989
25 – 29
1980 – 1984
30 – 34
1975 – 1979
35 – 39
1970 – 1974
40 – 44
1965 – 1969
45 – 49
1955 – 1964
50 – 59
1945 – 1954
60 – 69
1944 und früher
70 und älter