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Pillnitzer Platz 3
01326 Dresden
Geologische Aufnahme und Auswertung
der Erdgastrasse EUGAL
Vergabe-Nummer: Z469/18
Abschlussbericht
Beak Consultants GmbH
Am St.-Niclas-Schacht 13
D-09599 Freiberg
Fon 0 37 31 / 78 13 50
Fax 0 37 31 / 78 13 52
www.beak.de
Projekt-Nr.:
2018 0107
Freiberg, den 08.05.2020

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image
Geologische Aufnahme und Auswertung
der Erdgastrasse EUGAL
1. Zwischenbericht
Projekt 2018 0107
Status
Entwurf
Version:
Erstelldatum:
Letzte Änderung:
Druckdatum:
Seite II
freigegeben
X
1.0
08.05.2020
08.05.2020
08.05.2020
Datei:
20180107_LfULG_Geologie_EUGAL_Abschlussbericht_v1.0.docx
Projektdaten
Basisdaten
Art der Dokumentation:
Bericht
Titel:
Geologische Aufnahme und Auswertung der Erdgastrasse EUGAL
Kurzbezeichnung:
Geologische Aufnahme und Auswertung der Erdgastrasse EUGAL
Text:
51
Seiten
Anlagen
:
-
Karten
:
-
Auftraggeber:
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Pillnitzer Platz 3, 01326 Dresden
Projekt-Nr. Beak:
2018 0107
Vergabe-Nr. LfULG:
Z 469/18
Angebot Datum:
08.06.2018
Vertrag Datum:
10.08.2018
Bearbeiter
Name
Qualifikation
Funktion
Andreas Hamperl
Dipl.-Geologe
Projektleitung
Helmut Schynschetzki
Dipl.-Ing.(FH)
Leitung und Koordination Kartierung
Stefan Schaefer
MSc Economic Geology
Kartierung
Peter Bock
Dipl.-Geologe
Kartierung
Markus Zingelmann
Dipl.-Geologe
Kartierung
Gerald Volkmer
Dipl.-Geologe
Kartierung
Hartmut Kühne
Dipl.-Geologe
Datenhaltung, advangeo®-Field-Cap
Dr. Karl-Otto-Zeißler
Dipl.-Mathematiker
Datenaufbereitung
Projektleitung und Qualitätssicherung
Name
Datum
Unterschrift
Projektleiter
Herr A. Hamperl
08.05.2020
Qualitätssicherung
Dr. Thomas Hertwig
08.05.2020
Verteiler
Firma/ Einrichtung
Textexemplar (Anzahl)
Datenträger (Anzahl)
LfULG
1
0
Beak Consultants GmbH
1
0
Versionsverwaltung
Version Datum
Status
Dateiname
Bearbeiter
0.1
22.10.2019
Entwurf
20180107_LfULG_Geologie_EUGAL_Abschlussbericht_v0.1.docx
Hamperl/
Hertwig
1.0
08.05.2020 freigegeben
20180107_LfULG_Geologie_EUGAL_Abschlussbericht_v1.0.docx
Hamperl/
Hertwig
Freiberg, den 08.05.2020
Geschäftsführer

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Status
Entwurf
Version:
Erstelldatum:
Letzte Änderung:
Druckdatum:
Seite 1
freigegeben
X
1.0
08.05.2020
08.05.2020
08.05.2020
Datei:
20180107_LfULG_Geologie_EUGAL_Abschlussbericht_v1.0.docx
Geologische Aufnahme und Auswertung
der Erdgastrasse EUGAL
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 2
Geologische Aufnahme und Auswertung
der Erdgastrasse EUGAL
Abschlussbericht
Andreas Hamperl, Dr. Thomas Hertwig, Helmut Schynschetzki
Beak Consultants GmbH

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 3
Inhalt
1
Zusammenfassung
7
2
Einführung
8
2.1
Veranlassung
8
2.2
Aufgabenstellung
8
3
EUGAL im Überblick
9
3.1
Kenndaten der EUGAL-Trasse
9
3.2
Trassenführung in Sachsen
10
4
Tätigkeitsbericht
11
4.1
AP1 Aufarbeitung des vorliegenden Datenmaterials
11
4.1.1
Datenübergabe/-übernahme
11
4.1.2
Datenaufbereitung
12
4.2
AP2 Vorbereitung der einheitlichen Datenablage und Einpflege der aufbereiteten Altdaten
14
4.3
Geologische Aufnahme des aufgeschlossenen Trassenbereiches (AP3 und AP4)
15
4.3.1
Arbeitsberatungen
15
4.3.2
Datenübernahme
16
4.3.3
Kartierung der Erdgastrasse EUGAL
16
5
Durchgeführte Arbeiten und Resultate
21
5.1
Digitalisierung der Ergebnisse der geologischen Kartierung „Erdgastrasse Freundschaft“
21
5.1.1
Digitalisierung der kartierten Trasse
21
5.1.2
Vorgehensweise
21
5.1.3
GIS-Projekt
23
5.2
Geologische Aufnahme der Erdgastrasse EUGAL
24
5.2.1
Vorgehensweise
24
5.2.2
Datenerfassung in der Aufschlussdatenbank Sachsen (UHYDRO)
28
5.2.3
Ergebnisdarstellung
33
5.3
Datenübergabe
42
5.4
Proben/Handstücke
42
5.5
Fotodokumentation (Auswahl)
44
6
Literatur
51

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 4
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1:
Daten zur Erdgastrasse EUGAL (GASCADE 2018)
9
Abbildung 2:
Bauabschnitte der EUGAL-Trasse in Sachsen
10
Abbildung 3:
Karte zur Erläuterung der Stationierung entlang der EUGAL-Trasse
13
Abbildung 4:
Lage und Verteilung der recherchierten Aufschlussdaten entlang der EUGAL-Trasse
14
Abbildung 5:
Grabenöffnung am Stationspunkt SP 38+500 am 30.10.2018
16
Abbildung 6:
Verlauf des kartierten Abschnitts der Erdgastrasse Freundschaft
21
Abbildung 7:
Beispiel für Ortsangaben in den handschriftlichen Aufzeichnungen zur Kartierung der
Erdgastrasse Freundschaft
22
Abbildung 8:
Beispiel für die Ablage eines Kartierabschnittes als Bilddatei
22
Abbildung 9:
Pufferung zur Darstellung der Petrologie
23
Abbildung 10: Beispiele zur Kartenserie im GIS-Projekt „Erdgastrasse Freundschaft“
23
Abbildung 11: advangeo®-Field-Cap-Komponenten
24
Abbildung 12: advangeo®-Field-Cap-Benutzeroberfläche zur Erfassung von Feldpunkten im Gelände
25
Abbildung 13: advangeo®-Field-Cap-GIS-Viewer.
26
Abbildung 14: advangeo®-Field-Cap-Benutzeroberfläche zur Erfassung von Aufschlüssen im Gelände
26
Abbildung 15: advangeo®-Field-Cap-Benutzeroberfläche zur Erfassung von Daten zu Fotos
27
Abbildung 16: Übersicht zu den Feldpunkten
28
Abbildung 17: Namenskonventionen: AKBEZ in UHYDRO Grabensohle - horizontaler Aufschluss (D)
29
Abbildung 18: Namenskonventionen: AKBEZ in UHYDRO vertikales Profil (P)
29
Abbildung 19: Beispiel für die Erfassung der Stammdaten eines horizontalen Aufschlusses (Grabensohle)
30
Abbildung 20: Verlauf der Horizontalprofile
31
Abbildung 21: Verteilung der Vertikalprofile entlang der EUGAL-Trasse (Beschriftung beispielhaft)
32
Abbildung 22: Abrufbare Schichtdateninformation entlang der Trassenlinie (beispielhaft)
34
Abbildung 23: Darstellung der Ergebnisse der Kartierung der Grabensohle in Polygonform (Kartenserie
M 1 : 25.000)
34
Abbildung 24: Darstellung der Ergebnisse über die Kartierung der quartären Überdeckung
35
Abbildung 25: Beispiel zur Dokumentation und Registrierung einer Gesteinsprobe in advangeo®-Field-Cap
43
Abbildung 26: Rohrgraben und Rohrlegerfahrzeuge
44
Abbildung 27: Kreuz- und Schrägschichtung saalekaltzeitlicher Sande östlich Adelsdorf bei Großenhain
45
Abbildung 28: Großdobritzer Straße in Oberau: Lausitzer Überschiebung - Blick auf Nordweststoß
45
Abbildung 29: Südlicher Elbhang bei Gauernitz, Lkr. Meißen - Kontakt Lößlehm/Granodiorit
46
Abbildung 30: Südlicher Elbhang bei Gauernitz, Lkr. Meißen - Kontakt Granodiorit/Gneis
46
Abbildung 31: Eiskeil nordwestlich von Klipphausen
47
Abbildung 32: Toteisblock westlich von Klipphausen, Füllung mit weichselkaltzeitlichem Lösslehm, eingebettet in
saalekaltzeitliche Sedimente, Basis mit Kiessand, wasserführend
47
Abbildung 33: Nossen-Wilsdruffer-Schiefergebirge bei Birkenhain, westlich von Wilsdruff ca. 500 m südlich der
A4 - Hakenwerfen, im Anschluss an den stark verwitterten Magmatit (links im Bild), Feldspäte in
annähernd gleichkörnigem Gefüge reliktisch erhalten, gelbbraun, vollkommen zu Tonmineralen
umgewandelt
48
Abbildung 34: Zwischen Oberschaar und Erlicht - Sandstein, Kreide, Niederschöna-Formation
48
Abbildung 35: Barytgänge östlich von Weißenborn: Zone von 3 großen Barytgängen. E-W-streichend, kreuzen
den Graben im gegenseitigen Abstand von ca. 10 m. Mächtigkeit schlecht erkennbar, da sich die
Gänge durch einzelne, dezimetergroße Baryt-Blöcke im Stoß manifestieren. Diese Zonen sind
jeweils 1,5 bis 2 m mächtig. Im Baryt sind kavernöse Bereiche, darin ist häufig Hämatit
eingelagert.
49
Abbildung 36: Boudinage-Struktur südlich Voigtsdorf, unmittelbar östlich der Straße
49
Abbildung 37: Pegmatitgänge zwischen Voigtsdorf und Sayda - an der Grenze zum überlagernden Hangschutt/-
lehm Verschleppung in westliche Richtung
50
Abbildung 38: Granitaufwölbung NE von Sayda - umgeben von Gneis unter ca. 1 m Hanglehm/Hangschutt;
feinkörniger, aplitartiger Granit mit Quarz-, Feldspat- und Glimmeraggregaten in mm-Größe
50

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 5
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1:
Übergebene Primärdaten/Bearbeitungsgrundlagen LfULG
11
Tabelle 2:
Übergebene Primärdaten/Bearbeitungsgrundlagen GASCADE
12
Tabelle 3:
Beratungen
15
Tabelle 4:
Kartiertage, verantwortlicher Geologe und Kartierabschnitt
17
Tabelle 5:
Struktur des shape-Files zur Erfassung der Kartierdaten
22
Tabelle 6:
Startpunkte und Längen der Horizontalprofile
30
Tabelle 7:
Aufgenommene tektonische Elemente
36
Tabelle 8:
Eiskeile und ähnliche periglaziale Bildungen
39
Tabelle 9:
Bleichungs-, Störungs- und Rötungszonen
40
Anhang
Anhang 1
Kartenserie zur Digitalisierung der Ergebnisse der geologischen Kartierung „Erdgastrasse
Freundschaft“
Anhang 2
Graphische Darstellung der erfassten Vertikalprofile zur Erdgastrasse EUGAL
Anhang 3
Graphische Darstellung der erfassten Horizontalprofile zur Erdgastrasse EUGAL
Anhang 4
Kartenserie zur geologischen Aufnahme der Erdgastrasse EUGAL (Grabensohle und
Anhang 5
Kurzanleitung advangeo Field Cap (EUGAL)
Anhang 6
Datenträger
- GIS-Projekt zur geologischen Aufnahme der Erdgastrasse EUGAL
- UHYDRO-Datenbank
- advangeo®-Field-Cap-Datenbank incl. fieldcap-client-Anwendung
- Bericht mit Anlagen (PDF)

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 6
Abkürzungsverzeichnis
AG
Auftraggeber
AN
Auftragnehmer
SP
Stationspunkt/Kilometerpunkt
LfULG
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 7
1 Zusammenfassung
Die Erdgastrasse EUGAL durchquert Sachsen auf einer Länge von 106 Kilometern. Der für die Verlegung der
Rohre notwendige Graben stellt einen temporären geologischen Aufschluss dar. Im Auftrag des LfULG
bearbeitete die Beak Consultants GmbH die geologische Kartierung des Grabens. Hauptaufgabe war, eine
lithologische und stratigraphische Beschreibung der anstehenden Schichtenfolgen entlang der Trasse
anzufertigen, die alle wesentlichen, fachlich relevanten Informationen und sonstige auffällige Merkmale
enthält. Zusätzlich und parallel zur Kartierung war ein Abgleich mit den Daten der Erdgastrassen OPAL (2010-
11) und Freundschaft (1989-90) gefordert. Dazu waren Altdaten und handschriftliche Aufzeichnungen zu
digitalisieren und in einem GIS-Projekt zu verarbeiten.
Der vorliegende Abschlussbericht dokumentiert zum einen den Umfang der durchgeführten Kartierarbeiten an
der EUGAL-Trasse und zum anderen die Ergebnisse der Digitalisierung der Informationen zur geologischen
Aufnahme der Erdgastrasse Freundschaft aus den Jahren 1989 und 1990. Dazu sind Linien- und Punktdaten
aus bereitgestellten Karten digitalisiert und die handschriftlichen Informationen aufbereitet worden. Entspre-
chend der Kartierungsdokumentation erfolgte die Teilung der Trassenlinie in Einzelabschnitte und die
Zuweisung weiterer Attribute je Abschnitt. Parallel wurden auch die handschriftlichen Aufzeichnungen in
Einzelbilder entsprechend der kartierten Abschnitte zerteilt und als separate Bilddatei im TIF-Format mit
Kartierdatum und Abschnitt im Dateinamen abgelegt. Im Anschluss wurden die gespeicherten Bilddateien dem
jeweiligen Abschnitt der jeweiligen Kartierstrecke zugeordnet. Mittels der Hyperlinkfunktion in ArcGIS lassen
sich die jeweiligen Informationen am ausgewählten Trassenabschnitt im dazu erstellten GIS-Projekt abrufen.
Mit Stand des vorliegenden Abschlussberichts sind alle zugänglichen ausgehobenen Bereiche des Grabens
der EUGAL-Trasse kartiert. Bis auf wenige Streckenabschnitte und unzugängliche Teilstrecken, wie Unterfah-
rungen von Straßen, Gleisen und Gewässern konnte eine nahezu zusammenhängende Dokumentation des
Grabens umgesetzt werden. Durch den Einsatz von Feldcomputern (Tablets) und der advangeo®-Field-Cap-
Software war eine einheitlich strukturierte und eindeutig nummerierte Kartierung gewährleistet. Der Ab-
schlussbericht stellt die gewonnenen Daten vor und veranschaulicht sie.

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 8
2 Einführung
2.1 Veranlassung
Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) beauftragte am 10.08.2018 die
Beak Consultants GmbH mit dem Vorhaben:
„Geologische Aufnahme und Auswertung der Erdgastrasse EUGAL“.
Grundlagen der Bearbeitung bilden die Leistungsbeschreibung des LfULG vom 25.05.2018, die Antworten zur
Bieterfragen zur Ausschreibung vom 04.06.2018 und 07.06.2018, das Angebot der Beak Consultants GmbH
vom 08.06.2018 sowie der Forschungs- und Entwicklungsvertrag Az.: 1-0452/147/122-2018/71833, Vergabe-
Nr. Z 469/18, zwischen dem Freistaat Sachsen, vertreten durch das Sächsische Landesamt für Umwelt,
Landwirtschaft und Geologie und der Beak Consultants GmbH vom 10.08./16.08.2018.
Gemäß Aufgabenstellung ist nach Fertigstellung der Arbeitspakete (AP) 1 und 2 ein Zwischenbericht zu
erstellen, welcher zum 8. Oktober 2019 vorgelegt wurde. Darin wurden, infolge des wesentlichen höheren
Aufwands als ursprünglich angenommen, auch Zwischenergebnisse der Arbeitspakete AP 3 und AP 4
dargestellt.
2.2 Aufgabenstellung
Die Erdgastrasse EUGAL durchquert Sachsen auf einer Länge von 106 Kilometern. Der für die Verlegung der
Rohre notwendige Graben stellt einen temporären geologischen Aufschluss dar, der dokumentiert werden soll.
Im Ergebnis der Arbeiten soll die detaillierte geologische Aufnahme in einer Kartendarstellung eines räumlich
begrenzten Trassenkorridors münden. Hauptaufgabe ist, eine lithologische und stratigraphische Beschreibung
der anstehenden Schichtenfolgen entlang der Trasse anzufertigen, die alle wesentlichen, fachlich relevanten
Informationen und sonstige auffällige Merkmale enthält. Für die stratigraphische Einordnung sollen bereits
vorhandene Modelle als Grundlage dienen. Weiterhin sind Messungen relevanter Strukturelemente sowie die
Erfassung von besonderen geologischen Bildungen relevant. Bei der geologischen Profilaufnahme sollen in
regelmäßigen Abständen von mindestens 300 - 500 Metern Profile und in besonders interessanten Bereichen
Detailprofile aufgenommen und die quartäre Überlagerung ausgehalten werden.
lm Anschluss an die Geländearbeit werden die Daten als geologische Kartendarstellung im ArcGIS in
Verbindung mit einer Datenbank zusammengestellt. Dafür ist eine Methodik zur einheitlichen Ablage der
neuen und der vorliegenden Daten (Profilaufnahmen, Messwerte, Proben, Fotos) zu entwickeln.
Gemäß Leistungsbeschreibung war im Vorfeld und parallel zur Kartierung ein Abgleich mit den Daten der
Erdgastrassen OPAL (2010-11) und Freundschaft (1989-90) gefordert. Der Umfang der für diesen Leistungs-
teil zu bearbeitenden Inhalte war in der Leistungsbeschreibung nicht genau definiert. Neben der Erfassung
von Baugrundbohrungen zu den Trassen OPAL und EUGAL in der Aufschlussdatenbank (UHYDRO) sollten
die zu „erwartenden neuen Ergebnisse mit den vorliegenden lokalen Aufnahmen der Erdgastrasse "Freund-
schaft" (1989/1990) und der Erdgastrasse "OPAL" (2010-11), die einen ähnlichen Trassenverlauf aufweisen,
abgeglichen“ werden. Da nahezu alle Bohrungsdaten der Planung (Baugrund) sowohl von der OPAL- als auch
der EUGAL-Trasse bereits in der Aufschlussdatenbank des LfULG erfasst sind, sollte gemäß den Festlegun-
gen der Anlaufberatung am 07.08.2018 das Hauptaugenmerk der vorbereitenden Arbeiten (AP 1 Aufarbeitung
des vorliegenden Datenmaterials und AP 2 Vorbereitung der einheitlichen Datenablage und Einpflege der

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Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 9
aufbereiteten Altdaten) auf die Digitalisierung der Informationen zur Kartierung („lokaler Aufnahmen“) der
Erdgastrasse „Freundschaft“ aus den Jahren 1989/90 gelegt werden. Die Arbeitspakete AP 3 und AP 4
beinhalten die eigentliche geologische Aufnahme der aufgeschlossenen Trassenbereiche, aufgeteilt auf die
Jahre 2018 und 2019. Das Arbeitspaket 5 umfasst die Datenbank- und GIS-gerechte Aufbereitung der Daten
und die Dokumentation der Ergebnisse in einem Abschlussbericht.
3 EUGAL im Überblick
3.1 Kenndaten der EUGAL-Trasse
Die Erdgastrasse EUGAL - Europäische Gas-Anbindungsleitung - verläuft, beginnend an der Ostsee bei
Greifswald (Lubmin), über 480 km von Norden nach Süden durch Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg
bis in den Süden Sachsens und von dort über die Grenze in die Tschechische Republik. Nach Fertigstellung
sollen max. 55 Mrd. m³ russisches Erdgas, ausgehend von der Leitung „Nord Stream 2“, jährlich durch die
Leitung strömen und mehrere europäische Staaten versorgen.
Abbildung 1:
Daten zur Erdgastrasse EUGAL (GASCADE 2018)
Die Europäische Gas-Anbindungsleitung ist ein Gemeinschaftsprojekt der deutschen Fernleitungsnetzbetrei-
ber GASCADE Gastransport GmbH, Fluxys Deutschland GmbH, Gasunie Deutschland Transport Services
GmbH und ONTRAS Gastransport GmbH. GASCADE als Hauptanteilseigner fungiert als Projektträger.

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Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 10
3.2 Trassenführung in Sachsen
Die ca. 106 km lange EUGAL-Trasse in Sachsen untergliedert sich in drei Bauabschnitte bzw. Baulose. Zur
Orientierung ist die Trasse in 1 km lange Stationierungsabschnitte gegliedert. Sie beginnt am Kilometer- bzw.
Stationspunkt (SP) 0 im Ortsteil Oelsnitz der Gemeinde Lampertswalde an der Grenze zu Brandenburg. Die
Zählweise der Stationierung ist von Norden nach Süden gerichtet. Der letzte Stationspunkt in Sachsen ist
SP 106 in der Gemeinde Deutschneudorf.
Abbildung 2:
Bauabschnitte der EUGAL-Trasse in Sachsen
Bauabschnitt 12
bzw. das
Baulos 12
verläuft ausgehend von Lampertswalde über Großenhain,
Oberau/Niederau nach Sörnewitz nach Süden bis zum rechten Ufer der Elbe in Brockwitz (Stadtteil von
Coswig). Der Abschnitt hat eine Länge von 32,8 km. Die Elbe wird bei Coswig in einem Dükerbauwerk
unterquert.
Baulos 13
beginnt am Stationspunkt SP 33 am linken Ufer der Elbe in der zur Gemeinde Klipphausen
gehörenden Ortschaft Gauernitz und durchquert mehrere Ortschaften der Gemeinde bis zum Kilometerpunkt
42+400, an dem die Bundesautobahn A4 gekreuzt wird. Südlich der A4 verläuft die Trasse zwischen
Stationspunkt SP 42+500 und SP 52+400 über fast 10 km von Norden nach Süden durch das Stadtgebiet
Wilsdruff. Ab ca. SP 53 liegt die Trasse über ca. 6 km auf dem Gebiet der Gemeinde Halsbrücke. Daran
schließt sich der Verlauf der Trasse durch die Gemeinden Bobritzsch-Hilbersdorf und Weißenborn bis zum
Stationspunkt SP 69+55 an der Frauensteiner Straße (S 184), an dem das Baulos 13 endet.
Das
Baulos 14
schließt unmittelbar an Baulos 13 an der S 184 nach Südwesten an und verläuft bis SP 74 in
der Gemeinde Lichtenberg und bis SP 84 in der Gemeinde Mulda. Ab ca. SP 82 biegt die Trasse nach
Südosten um und durchquert ab SP 84 auf ca. 2 km die Stadt Olbernhau, ab SP 86 bis SP 93+500 die Stadt
Sayda. Bis zum Endpunkt bei SP 106 in Deutschneudorf werden noch die Ortschaften Neuhausen und Seiffen
durch die Trasse erfasst. Die Trasse zu Baulos 14 ist durch das Sonderbauwerk „Exportstation“ in Deutsch-
neudorf nochmals in zwei Teilbereiche, 14.1 und 14.2, gegliedert.

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 11
4 Tätigkeitsbericht
4.1 AP1 Aufarbeitung des vorliegenden Datenmaterials
4.1.1
Datenübergabe/-übernahme
Im Rahmen des Vertrages zwischen dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
(LfULG) und Beak Consultants GmbH Freiberg wurden für die Bearbeitung des Projektes digitale Daten
übergeben. Der bereitgestellte Primärdatenumfang geht aus der Tabelle 1 hervor.
Die Nutzung der Daten ist im „Geodaten-Übergabeformular“ geregelt. Ergänzend wurde eine Datennutzungs-
erklärung (AT 2018-08-05) unterzeichnet.
Tabelle 1:
Übergebene Primärdaten/Bearbeitungsgrundlagen LfULG
Beschreibung
Übergabedatum
Datenformat
Trassenverlauf EUGAL
07.08.2018
shape-Files
Trassenverlauf OPAL
07.08.2018
shape-Files
Aufschlüsse OPAL, EUGAL Baulose 12, 13, 14
07.08.2018
3 pdf-Files
Kartenblätter 1:25 000 Trasse Freundschaft
07.08.2018
5 Kartenblätter (Papier)
Analoge Aufschlusstabellen - Probendaten zur Trasse
Freundschaft
07.08.2018
23 Seiten (Papier)
EFLIN +Erläuterung
07.08.2018
Addin, gdb
Geologische Übersichtskarte
07.08.2018
1 pdf
Übersichtslageplan
07.08.2018
1 pdf
Bohrdaten (alle Daten entlang EUGAL-Trasse mit 200 m
Puffer)
10.08.2018
7 dbf-Dateien (UHYDRO-Format)
gescannte Unterlagen zur Erdgas-Trasse Freundschaft
27.09.2018
1 pdf - 096400-096487.pdf
(207 Seiten, davon 191 Textseiten
mit Informationen zur geologischen
Kartierung und 16 Seiten
Kartenmaterial 1 : 10.000)
Bohrdaten Baugrund EUGAL
16.11.2018
UHYDRO.zip
Daten zum Blatt Großenhain aus der „Karte der eiszeitlich
bedeckten Gebiete von Sachsen 1 : 50 000“
18.09.2018
shape-Files (Geologie, Linien)
lyr-Files
Seitens des Projektträgers GASCADE wurden nach einem ersten Informationsgespräch am 01.08.2018
nachfolgend wesentliche Unterlagen und Daten zur Planung und für die Bearbeitung des Vorhabens digital
übergeben.
Für die Nutzung von Daten zur Planung der Trasse und zur Ausführung der Arbeiten wurde ein Datennut-
zungsvertrag unterzeichnet. Tabelle 2 listet die von GASCADE gelieferten Unterlagen und Daten auf:

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 12
Tabelle 2:
Übergebene Primärdaten/Bearbeitungsgrundlagen GASCADE
Beschreibung
Übergabedatum
Datenformat
Planungsstrang Arbeitsflächen, Rohrlage, Schutzfläche
02.08.2018
3 shape-Files
Antragsunterlagen zum Planfeststellungsverfahren in Sachsen
- Abschnitt Chemnitz
07.08.2018
pdf-Files
Antragsunterlagen zum Planfeststellungsverfahren in Sachsen
- Abschnitt Dresden
07.08.2018
pdf-Files
Arbeitszeitenplan 2018 und 2019
30.08.2018
2 pdf-Files
Stationierung und Blattschnitte
31.08.2018
6 shape-Files
Übersicht Blattschnitte Lagepläne TK 25
31.08.2018
20 pdf-Files
Stationierungspunkte (alle 1000 m)
31.08.2018
shape-File
Stationierungslinie
31.08.2018
shape-File
Blattschnitte der Bauausführungspläne
31.08.2018
shape-File
Erkundungsdaten BGI - Bohrpunkte
13.08.2018
Excel-File
Zur Daten- und Informationsübergabe von GASCADE bzw. von der bauausführenden Arbeitsgemeinschaft
STREICHER-Bonatti gehört weiterhin die Bereitstellung der Wochenplanung, welche zum Ende der jeweiligen
Arbeitswoche für die Folgewoche per E-Mail, getrennt für die Baulose 12 und 13/14 bereitgestellt wurde.
4.1.2
Datenaufbereitung
Die übernommenen Daten (Tabelle 1 und Tabelle 2) wurden auf dem firmeneigenen Server installiert bzw. auf
diesen kopiert und für die weitere Bearbeitung aufbereitet.
4.1.2.1 Erdgastrasse Freundschaft
Im Zuge der Datenaufbereitung erfolgten im ersten Arbeitspaket
das Scannen der fünf Messtischblätter 1:25.000,
die Georeferenzierung entsprechend dem angetragenen Koordinatensystem (GK4),
die Transformation der Rasterdaten in das Zielkoordinatensystem ETRS89 UTM33,
die Digitalisierung
der Gasleitungstrasse und
der auf den Karten (Kartenblätter 1:25 000 Trasse Freundschaft) gekennzeichneten Probenahme-
punkte.
Als Grundlage für die Verifizierung der digitalisierten Informationen aus der TK25 wurden nach Übergabe der
gescannten Unterlagen zur Erdgastrasse Freundschaft Anfang Oktober 2018 die gescannten Karten
1 : 10.000 mit den handschriftlichen Eintragungen aus dem übergebenen PDF-File 096400-096487.pdf aus
der Datei extrahiert und ebenfalls im UTM-Format georeferenziert.

image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 13
Das zweite Arbeitspaket beinhaltete die Digitalisierung der handschriftlichen Aufzeichnungen zur Kartierung
des Rohrgrabens („lokale Aufnahmen der Erdgastrasse „Freundschaft“ (1989-1990)“). Dazu wurden die in den
Aufzeichnungen angegebenen Kartierabschnitte auf die zuvor digitalisierte Trassenlinie übertragen und die
Informationen abschnittweise der Trasse zugeordnet.
4.1.2.2 Erdgastrassen OPAL und EUGAL
Die übergebenen GIS-Daten zur EUGAL-Trasse wurden systemgerecht aufbereitet und analysiert. Zusätzlich
wurden aus den übergebenen Stationspunkten (SP je km) und der Stationierungslinie weitere Punkte alle
50 m entlang der Trasse zur Orientierung und Festlegung von Kartierungsmarken konstruiert. Diese dienen
neben der Orientierung im Gelände auch der Bezeichnung der aufgenommenen Vertikal- und Horizontalprofi-
le.
Abbildung 3:
Karte zur Erläuterung der Stationierung entlang der EUGAL-Trasse
Neben den GIS-Daten zu den Rohrleitungstrassen EUGAL und OPAL, welche bis auf zwei Abschnitte im
Erzgebirge weitgehend mit einem mittleren Abstand von 10 m parallel verlaufen, wurden die seitens des
LfULG übergebenen Aufschlussdaten in das Programm UHYDRO eingelesen und dort zur Visualisierung
sowie Einbindung in ArcGIS in das GeODIN-Format überführt. Die erste Datenübergabe erfolgte Mitte August
2018, in der neben Baugrundbohrungen der OPAL-Trasse von 2010 auch weitere Aufschlüsse im Nahbereich
der Trasse in einem 200 m breiten Korridor übergeben wurden. Dieser Datensatz umfasste 532 Aufschlüsse.
Eine zweite Datenübergabe erfolgte im November 2018, in welcher 166 Datensätze von Bohrungen zur
geotechnischen Erkundung aus den Jahren 2010 (OPAL) und 2017 (EUGAL) enthalten sind. Mithilfe von
GeODIN konnten die Bohrprofile visualisiert und mittels der GeODIN-Extension in ArcGIS deren Lage
dargestellt werden.

image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 14
Abbildung 4:
Lage und Verteilung der recherchierten Aufschlussdaten entlang der EUGAL-Trasse
4.2 AP2 Vorbereitung der einheitlichen Datenablage und
Einpflege der aufbereiteten Altdaten
Die im Zuge der Datenaufbereitung recherchierten, aufbereiteten und digitalisierten Daten der Erdgastrasse
Freundschaft wurden in einem GIS-Projekt verarbeitet. Dazu fand im ersten Schritt eine Teilung der digitali-
sierten Trasse-Polylinie in Einzelabschnitte entsprechend den Längenangaben in den handschriftlichen
Aufzeichnungen statt. Im zweiten Schritt erfolgte die Zuordnung gespeicherter Bildinformationen und
wesentlicher Kartierungsdaten im jeweiligen Abschnitt als Attribut zum jeweiligen Linienabschnitt.
Die
55,5 km lange Trasse
wurde auf diese Art und Weise in
1.023 Teilabschnitte
unterteilt. Darunter sind
auch 43 Abschnitte erfasst, welche aus unterschiedlichen Umständen (Graben zu, Bauwerke, Hindernisse...)
nicht kartiert wurden.
Erfasst wurden:
Datum der Kartierung
Name des Kartierers
Abschnitt
Kartierrichtung
Probenummer (PNUM), wenn im Abschnitt eine Probe gewonnen wurde

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 15
Länge des Abschnitts
Bemerkung
Legendeneinheit (GK50)
Dateiname der Bilddatei mit den handschriftlichen Informationen zum Abschnitt
4.3 Geologische Aufnahme des aufgeschlossenen
Trassenbereiches (AP3 und AP4)
4.3.1
Arbeitsberatungen
Gemäß Aufgabenstellung waren eine Anlauf- und eine Abschlussberatung und 12 Arbeitsberatungen im Feld
geplant. Auf Grund der im Zuge der Bearbeitung anzupassenden Herangehensweise wurden teilweise auch
Arbeitsberatungen im Büro bei Beak Consultants GmbH oder im LfULG abgehalten.
Zu folgenden Terminen fanden Abstimmungen, ein Informationsaustausch bzw. Beratungen statt:
Tabelle 3:
Beratungen
Beschreibung
Datum
Ort
wesentliche Inhalte
Informationsgespräch
01.08.2018
Bauleitung EUGAL
Lichtenberg
Vorstellung der Ansprechpartner und der
Arbeitsinhalte
Anlaufberatung
07.08.2018
LfULG
Abstimmungen zum Vertrag und zu den
wesentlichen Arbeitsinhalten
Arbeitsberatung
17.09.2018
LfULG
Festlegungen zur Aufbereitung der Daten zur
Freundschaftstrasse
Arbeitsberatung
26.09.2018
Beak
Sicherheits- und Arbeitsschutzunterweisung durch
den Bauträger der Gasleitungstrasse EUGAL
GASCADE
Abstimmungsberatung
28.09.2018
Beak
Abstimmungen zur Aufschlussbezeichnung und
zur Datenhaltung mit LfULG (Herr T. Duteloff)
Arbeitsberatung
09.10.2018
Beak
Vorstellung advandgeo Fieldcap - Festlegung der
Verwendung der Anwendung auf Feldcomputern
für die Kartierung der EUGAL-Trasse
Arbeitsberatung
03.12.2018
LfULG (Herr T. Duteloff)
Übergabe erster Erfassungsdaten von Kartie-
rungsergebnissen im UHYDRO-Format -
Zwischenberatung
27.03.2019
Beak
Präsentation der Ergebnisse der Digitalisierung
der Daten zur Erdgastrasse Freundschaft und
Information zum aktuellen Stand der Kartierung
der EUGAL-Trasse, Verhandlung zu Nachtrags-
leistungen
Präsentation beim Geokolloqui-
um des LfULG
14.11.2019
LfULG
Präsentation der Ergebnisse der Kartierung der
Erdgastrasse EUGAL
Gemeinsame Beratungen im Feld fanden an mehreren Terminen im Zuge der Kartierungstätigkeit statt, so am
14.11.2018, am 12.06.2019 und am 27.06.2019.
Ergänzend sind in diesem Zusammenhang die Termine zur Sicherheitsunterweisung weiteren Personals in
Lichtenberg (Baubüro von GASCADE) zu nennen, welche zusätzlich auf Grund des erhöhten personellen

image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 16
Aufwands (ständig 2 Personen vor Ort) gemäß den Anforderungen des Bauträgers GASCADE wahrgenom-
men werden mussten.
4.3.2
Datenübernahme
4.3.3
Kartierung der Erdgastrasse EUGAL
Der Start der eigentlichen Kartierarbeiten an der EUGAL-Trasse hat sich auf Grund der verzögerten Ausstel-
lung des Planfeststellungsbeschlusses um mehr als zwei Monate verschoben, so dass die Kartierarbeiten erst
am 30.10.2018 und nicht wie geplant im August 2018 aufgenommen werden konnten.
Die Öffnung des Grabens der Erdgastrasse EUGAL erfolgte am 30.10.2018 an der K8033 in der Ortschaft
Röhrsdorf der Gemeinde Klipphausen im Landkreis Meißen.
Abbildung 5:
Grabenöffnung am Stationspunkt SP 38+500 am 30.10.2018
Startpunkt war bei SP 38+500. Der Graben wurde zuerst in Richtung Süden ausgehoben.
In den ersten Monaten der Bearbeitung mussten erhebliche Anpassungen gegenüber den Vorgaben der
Ausschreibung vorgenommen werden. Ursache dafür waren weder durch den Auftraggeber (LfULG) noch
durch den Auftragnehmer (Beak) beeinflussbare und auch im Rahmen der Angebotserarbeitung nicht
vorhersehbare Unwägbarkeiten im Bauablauf. Vor allem die Logistik der Kartierarbeiten musste in den ersten
Monaten der Bearbeitung erheblich gegenüber der ursprünglichen Planung (Ausschreibung und Angebot)
abgeändert werden:
Aus Gründen des Arbeitsschutzes war der Personalaufwand (Sicherheits- und Arbeitsschutzunterweisung
vom 26.09.2018, Festlegung des Bauträgers) erheblich höher als geplant: Es wurde vorgegeben, dass
ständig ein zweiter Mitarbeiter außerhalb des Grabens als Sicherungsperson vor Ort sein muss.
Der Aushub erfolgte nicht kontinuierlich in eine Richtung sondern räumlich stark wechselnd. Ab Frühjahr
2019 wurde sowohl im Bauabschnitt 12 als auch in den Bauabschnitten 13 und 14 zeitgleich gearbeitet.
Die Rohrgrabenabschnitte waren in der Regel weniger als 2 Tage geöffnet und für die Kartierung zugäng-
lich. Die Geländeeinsätze waren somit sehr kurzfristig zu organisieren und zu realisieren. Dadurch ergab
sich auch ein erhöhter Aufwand für die Kommunikation mit den Baufirmen und dem Bauträger GASCADE.
Die jeweils beim Kartiereinsatz offenen Abschnitte waren in der Regel ca. 500 bis 800 m lang und somit
kürzer als die ursprünglich geschätzten ca. 2.000 m. Längere Abschnitte standen nicht oder nur selten zur

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 17
Kartierung zur Verfügung, da seitens der Baufirma angestrebt wurde, die jeweils fertigen Rohrstränge so
schnell wie möglich abzusenken. Nach Absenkung des Rohres waren Kartierungsarbeiten kaum noch in der
geforderten Qualität durchführbar und eine Begehung des Grabens ausgeschlossen. Daraus resultierten
insgesamt 90 Befahrungstermine, das sind deutlich mehr als die ursprünglich geplanten 50 Stück für die 106
km Grabenlänge.
Beginnend vom 30.10.2018 bis zum November 2019 sind insgesamt 90 Geländetermine an den in Tabelle 4
aufgeführten Terminen und Streckenabschnitten jeweils mit zwei Personen (1 Geologe + 1 Sicherungsposten)
realisiert worden:
Tabelle 4:
Kartiertage, verantwortlicher Geologe und Kartierabschnitt
Datum
verantwortlicher Geologe
Bauabschnitt
Streckenabschnitt
Stationspunkt SP (km)
Anzahl Punkte
01.11.2018
Thomas Hertwig
13
38 bis 39
6
07.11.2018
Thomas Hertwig
13
38 bis 39
5
08.11.2018
Thomas Hertwig
13
39 bis 40
3
09.11.2018
Stefan Schaefer
13
40 bis 41
1
09.11.2018
Thomas Hertwig
13
40 bis 41
1
12.11.2018
Stefan Schaefer
13
41 bis 42
17
13.11.2018
Thomas Hertwig
13
40 bis 41
5
14.11.2018
Thomas Hertwig
13
40 bis 42
6
16.11.2018
Enrico Kallmeier
13
36 bis 37
6
20.11.2018
Stefan Schaefer
13
36 bis 37
5
22.11.2018
Thomas Hertwig
13
36 bis 37
4
28.11.2018
Thomas Hertwig
13
35 und 40
6
29.11.2018
Enrico Kallmeier
13
33 bis 35
7
04.12.2018
Stefan Schaefer
13
33 bis 34
5
07.12.2018
Andreas Hamperl
13
36 bis 38
5
15.01.2019
Helmut Schynschetzki
13
42 bis 43
12
16.01.2019
Stefan Schaefer
13
43 bis 44
26
22.01.2019
Stefan Schaefer
13
44 bis 45
26
25.01.2019
Helmut Schynschetzki
13
42 bis 43
12
28.01.2019
Stefan Schaefer
13
44 bis 46
25
31.01.2019
Stefan Schaefer
13
46 bis 47
27
06.02.2019
Peter Bock
13
48 bis 49
20
08.02.2019
Helmut Schynschetzki
13
49 bis 50
16
11.02.2019
Stefan Schaefer
13
33 und 50
21
12.02.2019
Peter Bock
13
46 bis 47
2
15.02.2019
Peter Bock
13
50 bis 51
14

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 18
Datum
verantwortlicher Geologe
Bauabschnitt
Streckenabschnitt
Stationspunkt SP (km)
Anzahl Punkte
19.02.2019
Markus Zingelmann
13
50 bis 51
6
25.02.2019
Helmut Schynschetzki
13
51 bis 52
25
26.02.2019
Markus Zingelmann
13
52 bis 53
12
28.02.2019
Gerald Volkmer
13
53 bis 54
8
05.03.2019
Gerald Volkmer
13
54 bis 55
4
08.03.2019
Peter Bock
13
55 bis 56
13
12.03.2019
Helmut Schynschetzki
13
56 bis 57
10
14.03.2019
Peter Bock
13
33 bis 34
3
15.03.2019
Helmut Schynschetzki
13
56 bis 57
6
15.03.2019
Peter Bock
13
58 bis 59
6
18.03.2019
Peter Bock
14
81 bis 82
11
20.03.2019
Markus Zingelmann
13
58 bis 59
11
22.03.2019
Peter Bock
13
33 und 60
10
25.03.2019
Stefan Schaefer
13
60 bis 61
3
27.03.2019
Stefan Schaefer
14
80 und 83
12
02.04.2019
Peter Bock
13
56 bis 57
2
02.04.2019
Stefan Schaefer
13+14
60 und 80
14
05.04.2019
Peter Bock
13+14
61 und 79
19
09.04.2019
Peter Bock
13+14
63 und 79
10
09.04.2019
Stefan Schaefer
14
78 bis 79
4
11.04.2019
Peter Bock
13
63 bis 64
5
15.04.2019
Peter Bock
12
0 und 4
35
17.04.2019
Peter Bock
13+14
58 und 79
25
24.04.2019
Peter Bock
13+14
66 und 69
7
25.04.2019
Peter Bock
12
4 und 10
26
06.05.2019
Peter Bock
12+14
10 und 70
16
07.05.2019
Peter Bock
14
78 und 83
6
10.05.2019
Peter Bock
14
70 und 83
7
13.05.2019
Peter Bock
14
70 bis 72
20
14.05.2019
Markus Zingelmann
12
11 bis 12
9
16.05.2019
Peter Bock
14
83 bis 84
7
21.05.2019
Markus Zingelmann
12
12 bis 14
21
23.05.2019
Stefan Schaefer
13+14
65 und 74
24

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 19
Datum
verantwortlicher Geologe
Bauabschnitt
Streckenabschnitt
Stationspunkt SP (km)
Anzahl Punkte
27.05.2019
Peter Bock
14
78 und 84
24
29.05.2019
Peter Bock
14
71 und 84
19
03.06.2019
Peter Bock
12
14 und 17
47
04.06.2019
Peter Bock
14
85 bis 86
16
06.06.2019
Stefan Schaefer
14
74 und 78
18
11.06.2019
Peter Bock
12
17 bis 18
14
12.06.2019
Stefan Schaefer
14
77 und 85
14
13.06.2019
Peter Bock
12
18 bis 20
22
14.06.2019
Stefan Schaefer
14
76 bis 77
17
18.06.2019
Peter Bock
14
75 und 86
27
21.06.2019
Stefan Schaefer
12
8 und 21
29
24.06.2019
Peter Bock
12
21 und 25
18
27.06.2019
Peter Bock
14
77 und 87
16
01.07.2019
Stefan Schaefer
13+14
62 und 87
18
03.07.2019
Peter Bock
14
87 bis 88
43
05.07.2019
Stefan Schaefer
14
88 bis 90
42
09.07.2019
Peter Bock
12
25 und 31
25
10.07.2019
Peter Bock
14
77 und 90
29
12.07.2019
Peter Bock
14
89 und 97
29
15.07.2019
Peter Bock
12
31 bis 32
10
18.07.2019
Peter Bock
14
76 und 91
28
23.07.2019
Gerald Volkmer
14
91 bis 92
10
26.07.2019
Stefan Schaefer
14
91 und 94
19
29.07.2019
Stefan Schaefer
14
104 bis 106
20
08.08.2019
Peter Bock
12
25 bis 27
16
16.08.2019
Peter Bock
14
75 und 93
25
26.08.2018
Helmut Schynschetzki
13
50 und 51
9
12.09.2019
Andreas Hamperl
14
94 und 95
9
05.11.2019
Peter Bock
14
98 bis 106
32
(20.11.2019)
Helmut Schynschetzki
14
91 bis 92
1
(25.02.2020)
Helmut Schynschetzki
14
95 bis 96
3

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 20
Die in Spalte 5 der Tabelle 4 aufgeführte Anzahl an Punkten bezieht sich auf die mittels Feldcomputer am
jeweiligen Kartiertag registrierten Kartierungspunkte (zur Methodik der Kartierung wird unter Pkt. 5.2.1 näher
eingegangen).
Bei den Terminen am 20.11.2019 und 25.02.2020 handelt es sich um nachträglich zur Verdichtung des
Kenntnisstandes durchgeführte Kartierungen mit Aufnahmen an noch geöffneten Grabenabschnitten und/oder
am Aushub.

image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 21
5 Durchgeführte Arbeiten und Resultate
5.1 Digitalisierung der Ergebnisse der geologischen
Kartierung „Erdgastrasse Freundschaft“
5.1.1
Digitalisierung der kartierten Trasse
Die geologisch kartierte Trasse der Erdgasleitung Freundschaft verläuft von Norden nach Süden zwischen
Rothschönberg an der Autobahn A4 und Deutschneudorf an der Grenze zur Tschechischen Republik.
Abbildung 6:
Verlauf des kartierten Abschnitts der Erdgastrasse Freundschaft
Die Trassenlänge beträgt ca. 55,5 km. Im Zuge des Leitungsbaus konnten im Zeitraum Mai 1989 bis August
1990 rund 50 km durch Mitarbeiter des ehem. GFE Freiberg kartiert werden. Die Aufzeichnungen liegen
ausschließlich handschriftlich vor. Eine vollständige Digitalisierung aller Informationen war nicht Gegenstand
der Aufgabe.
5.1.2
Vorgehensweise
Eine Herausforderung war in vielen Fällen die Lesbarkeit und die Entzifferung der handschriftlichen Notizen.
Die Kartierung erfolgte durch drei unterschiedliche Bearbeiter. Dementsprechend sind die aufgezeichneten
Informationen sehr heterogen. Des Weiteren basieren die Maßangaben in den Aufzeichnungen offensichtlich
auf Schrittmaß, so dass bereichsweise erhebliche Anpassungen anhand von Fixpunkten (Null-, Knick- oder

image
image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 22
Probenahmepunkte) vorgenommen werden mussten. Auch bei der Gesteinsansprache gibt es bei allen drei
Bearbeitern z.T. erhebliche Unterschiede.
In der Regel sind in den Aufzeichnungen als Anfangspunkte markante topografische Merkmale (Straßen,
Wege, Ortschaften, Gewässer o.ä.) und die Richtung der Kartierungsroute genannt.
Abbildung 7:
Beispiel für Ortsangaben in den handschriftlichen Aufzeichnungen zur Kartierung der
Erdgastrasse Freundschaft
Entsprechend dieser und der weiteren Angaben in der Kartierungsdokumentation erfolgte die Teilung der
Ausgangspolylinie in Einzelabschnitte (0-12 m, 12-140 m...) und die Zuweisung weiterer Attribute je Abschnitt.
Die Trasse wird so in zahlreiche Einzelfeatures zerteilt, deren Länge den Angaben in der handschriftlichen
Dokumentation entsprechen. Parallel wurden die handschriftlichen Aufzeichnungen in Einzelbilder entspre-
chend der kartierten Abschnitte zerteilt und als separate Bild-Datei im TIF-Format mit Kartierdatum und
Abschnitt im Dateinamen (z.B. 1989-05-02_205-220.tif) abgelegt.
Abbildung 8:
Beispiel für die Ablage eines Kartierabschnittes als Bilddatei
Im Anschluss wurden die gespeicherten Bilddateien dem jeweiligen Abschnitt über die Attribute Datum und
Abschnitt der jeweiligen Kartierstrecke halbautomatisch zugeordnet. Mittels der Hyperlinkfunktion in ArcGIS
lassen sich die jeweiligen Informationen am ausgewählten Trassenabschnitt abrufen.
Die Begleitdaten sind wie folgt erfasst worden (Tabelle 5):
Tabelle 5:
Struktur des shape-Files zur Erfassung der Kartierdaten
ID
FILE
DATUM_
KART
NAME_
KART
ABSCHNIT_
V
KARTIER-
RIC
PNUM
LAENGE_M
BEMER-
KUNG
NUM-
MER_50
0 ..\TrasseFreundschaftGeol\
ScansTIF_hoch\1989-08-
11_30-80.tif
11.08.1989 Koch
30-80
N
50,0
641

image
image
image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 23
5.1.3
GIS-Projekt
Die beschriebenen Gesteine wurden mittels der Ansprache in den Kartierungsaufzeichnungen mit den
Einheiten aus vorhandenen geologischen Karten (GK50) korreliert, um den Kartierungsabschnitten eine
Petrologie zuordnen zu können. Zur Darstellung der unterschiedlichen Kartiereinheiten wurde die Trasse
gepuffert (200 m) und anschließend nach der Petrologie aufgelöst (Abbildung 9).
Abbildung 9:
Pufferung zur Darstellung
der Petrologie
Im erstellten GIS-Projekt (Beak 2019) wurde abschließend zur Verbesserung der Lesbarkeit und Handhabung
eine Kartenserie mittels Data-Driven-Pages erzeugt (Abbildung 10). In der Legende werden nur die geologi-
schen Einheiten abgebildet, die auf dem jeweiligen Kartenblatt vorkommen. Darüber hinaus bietet sich die
Möglichkeit, die Kartenserie als PDF-Dokument zu speichern und als solches auszudrucken (Anhang 1).
Abbildung 10:
Beispiele zur Kartenserie im GIS-Projekt „Erdgastrasse Freundschaft“

image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 24
5.2 Geologische Aufnahme der Erdgastrasse EUGAL
5.2.1
Vorgehensweise
Wie unter Pkt. 3.2 dargestellt, untergliedert sich die Erdgastrasse in drei Bauabschnitte. Zur räumlichen
Orientierung dienten die Aufteilung der Bauabschnitte und die vorgegebene Kilometrierung von Kilometer 0 an
der Grenze zum Land Brandenburg bis Kilometer 106 an der tschechischen Grenze. Die Reihenfolge der
Aushubarbeiten war im Rahmen der Planung und Umsetzung des Bauvorhabens durch die beteiligten
Baufirmen vorgegeben. Diese wechselte sehr unregelmäßig. Anhand der wöchentlich herausgegebenen
Bauablaufpläne war die Durchführung der Kartierung anzupassen. Es war somit keine kontinuierliche
geologische Aufnahme der Grabenabschnitte, vorzugsweise von Norden nach Süden, möglich. Die Standorte
wechselten nahezu wöchentlich. Zeitweise wurde an zwei Abschnitten parallel gearbeitet, so dass auch das
Kartierpersonal aufgeteilt werden musste. Zur Vermeidung von Doppelarbeiten, Informationsverlusten und zur
verlustfreien Fortsetzung der Kartierung entsprechend der Aushubarbeiten wurde die gesamte Kartierung mit
Hilfe eines digitalen „Feldbuches“ realisiert. Dazu wurde die advangeo®-Field-Cap-Software, eine Eigenent-
wicklung der Beak Consultants GmbH, genutzt.
Advangeo® Field Cap bietet eine einfache, zeiteffiziente und benutzerfreundliche Lösung für die digitale
Datenerfassung. Sie kann auf jedem handelsüblichen Windows-Gerät installiert und betrieben werden. Im
Gelände bieten sich dafür Notebooks oder Tablet-PC an, die so zu einem digitalen Feldbuch werden. Es bietet
neben der Datenerfassung (Client-Anwendung) auch Funktionalitäten zum Datenmanagement (Server-
Anwendung mit zentraler Datenbank) und zur Einbindung der neu erfassten und verwalteten Daten in eine
GIS-Umgebung (open source; Abbildung 11).
Abbildung 11:
advangeo®-Field-Cap-Komponenten

image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 25
Nachfolgend sind die wichtigsten Bestandteile und Funktionalitäten sowie die damit verbundenen Vorteile im
Vergleich zu analoger Datenerfassung zusammengefasst:
Server- und Client-Anwendung (Datenerfassung mit variabler Anzahl an Bearbeitern, zentrale Daten-
verwaltung auf Serverdatenbank)
Client-Anwendung bietet umfangreiche Dialoge zur Datenerfassung (Auswahllisten, freie Textfelder,
Auswahllisten kombiniert mit Kommentarfeldern und Foto/Skizze), um Informationen zur Geographie,
Landnutzung, Aufschlussbeschreibung, Gesteinsart, Mineralogie, strukturelle Eigenschaften, Verwitte-
rung/Alteration, Skizze, Foto, … zu erfassen ( Abbildung 12, Abbildung 14, Abbildung 15)
im Feldcomputer integrierte Komponenten, wie Fotoapparat und GPS, sind mit der Client-Anwendung
direkt verbunden und übertragen Fotos und Koordinaten direkt in die Anwendung bzw. direkt an den
jeweiligen Feldpunkt
Feldpunkte sind im implementiertem GIS-Viewer direkt darstellbar (Abbildung 13)
umfangreiches Kartenmaterial (im vorliegenden Fall die Geometrie der geplanten Trasse und die Sta-
tionierung) kann digital mitgeführt und im GIS dargestellt werden,
einheitliche und personalisierte Datenerfassung,
eindeutige Nummerierung von Feldpunkten und Proben (Proben werden automatisch dem zugehöri-
gen Feldpunkt zugeordnet),
Anpassung für verschiedenste Probentypen (Festgesteine, Bachsedimente, Wasser),
einfache Synchronisierung mit zentralem Server und anderen Feldcomputern.
Abbildung 12:
advangeo®-Field-Cap-Benutzeroberfläche zur Erfassung von Feldpunkten im Gelände

image
image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 26
Abbildung 13:
advangeo®-Field-Cap-GIS-Viewer.
Der erfasste Feldpunkt ist mit einem Klick direkt im implementierten Viewer darstellbar. Es entstehen keine
zusätzlichen Lizenzkosten für den GIS-Viewer.
Abbildung 14:
advangeo®-Field-Cap-Benutzeroberfläche zur Erfassung von Aufschlüssen im Gelände

image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 27
Abbildung 15:
advangeo®-Field-Cap-Benutzeroberfläche zur Erfassung von Daten zu Fotos
Durch die tägliche Synchronisierung der Daten/Feldcomputer mit der Serveranwendung steht jedem Bearbei-
ter am Folgetag der aktualisierte gesamte Datensatz zur Verfügung. Das ist vor allem dann sehr nützlich,
wenn unterschiedliche Bearbeiter tätig sind und ggf. mehrere Geräte benutzt werden.
Bis auf wenige Streckenabschnitte und unzugängliche Teilstrecken, wie Unterfahrungen von Straßen, Gleisen
und Gewässern konnte eine nahezu zusammenhängende Dokumentation des Grabens umgesetzt werden.
Die geologische Aufnahme erfolgte jeweils an einem Punkt im Gelände bzw. am Graben (advangeo®-Field-
Cap speichert die Informationen jeweils an einem Punkt). Aus dem GPS des Feldcomputers werden die
Koordinaten automatisch gespeichert und dem Punkt zugewiesen.
Es wurden, wie gefordert, Vertikalprofile in regelmäßigen Abständen am Grabenprofil und Horizontalprofile
entlang der Grabensohle aufgenommen.
Insgesamt sind 1.340 Feldpunkte zur geologischen Kartierung erzeugt worden. Die Punkte markieren die
Aufnahme von ± regelmäßig angeordneten Vertikalprofilen, Gesteinswechsel an der Grabensohle und
einzelne Besonderheiten im Aufschluss (z.B. Eiskeile, Gänge, Störungen, Alterationszonen etc.). Die
advangeo®-Field-Cap-Client-Anwendung und die EUGAL-Felddatenbank sind Bestandteil der Datenübergabe
(Anhang 6). Eine Anleitung zur Installation der Anwendung liegt dem Bericht bei (Anhang 5).

image
image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 28
Abbildung 16:
Übersicht zu den Feldpunkten
5.2.2
Datenerfassung in der Aufschlussdatenbank Sachsen (UHYDRO)
Im Angebot der Beak Consultants GmbH vom 08.06.2018 wurde beschrieben, dass alle Daten parallel im
UHYDRO erfasst werden. Dabei wird zwischen
Längsprofilen (Grabensohle) (Aufschlussart „D“) und
Vertikalprofilen (ca. alle 500 m) (Aufschlussart „P“)
unterschieden.
Hinsichtlich der Bezeichnung der Aufschlüsse wurden in der Beratung mit dem LfULG am 28.09.2018
folgende Festlegungen getroffen (Abbildung 17 und Abbildung 18):
B216
B175
B816
B428
B87
B915
B386
B1077
B415
B500
B552
B867
B728
B337
B24
B561
B1220
B582
A277
B823
B1311
B1323
B388
B1208
B1397
B508
B1037
B310
B529
B891
B1242
B157
B1432
B3
B719
B65
B562
B688
B345
B537
B1168
B167
B528
B1158
B1330
B401
B331
B1429
B410
A281
B530
B1009
B986
B982
B293
B902
B1247
B1428
B1444
B635
B521
B1450
B999
B404
B498
0
5
10
20
30
40
km
´
Legende
Trassenverlauf EUGAL
"
)
Feldpunkte geologische Kartierung

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image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 29
Kilometerpunkt/Stationspunkt (SP)
Abstand in m von SP
Jahreszahl
Abbildung 17:
Namenskonventionen: AKBEZ in UHYDRO Grabensohle - horizontaler Aufschluss (D)
Kilometerpunkt/Stationspunkt (SP)
Abstand in m von SP
Jahreszahl
Abbildung 18:
Namenskonventionen: AKBEZ in UHYDRO vertikales Profil (P)
Eine erste Serie von erfassten Daten (57 Datensätze) für den Kartierungszeitraum November 2018 wurde zur
Beratung am 03.12.2018 im LfULG (Referat 101 | Geoarchive, Datenmanagement) übergeben (Abbildung 19).
Die Prüfung der Vorabdaten durch den AG ergab, dass die gewählte Art und Weise der Erfassung geeignet ist
und so weitergeführt werden kann.

image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 30
Abbildung 19:
Beispiel für die Erfassung der Stammdaten eines horizontalen Aufschlusses (Grabensohle)
Auf Grundlage der advangeo®-Field-Cap-Daten, respektive der Feldpunkte, wurden entlang der Trasse
Längsprofile zur Dokumentation der Grabensohle (Grabentiefe ca. 3,4 m u. GOK) und in regelmäßigen
Abständen (ca. 500 m) Vertikalprofile zur geologischen Aufnahme des Bodenprofils mithilfe des Programms
UHYDRO erfasst.
Zur besseren Handhabung und Veranschaulichung erfolgte die Dateneingabe in den Horizontalprofilen
entsprechend der drei Bauabschnitte 12, 13, 14 (eine gesamte Erfassung des Grabens mit seiner Länge von
106 km ist technisch in der Aufschlussdatenbank nicht vorgesehen (Limitierung auf 99,9 km)). Somit enthält
der übergebene Datensatz drei Längsprofile als Horizontalaufschlüsse mit folgenden Startpunkten:
Tabelle 6:
Startpunkte und Längen der Horizontalprofile
Bauabschnitt
Stationierung
AKBEZ
RECHTS
HOCH
Länge
BA12
0,0 km
D....0+0002019 404697,44
5691730,39
33.000 m
BA13
33,0 km
D...33+0002019 398502,09
5664076,73
36.075 m
BA14
69,075 km
D...69+0752019 389802,39
5634817,21
37.367 m
Generelle Kartier- und Datenerfassungsrichtung war ausschließlich entlang des Trassenverlaufs von
Norden nach Süden.
Zur räumlichen Einordnung der Profile wurde die vom Planer der Gastrasse übergebene Stationierungslinie
genutzt und daraus Daten zum Bohrlochverlauf (Bohrlochabweichungskurve) berechnet. Die Daten sind in die
UHYDRO-Datenbank (Tabelle KOO) mit den vorgegebenen Datenfeldern (AUF_ID, FLTEU, FLRECHTS,
FLHOCH, FLHOEHE, AZIMUT, NEIGUNG, ERFNAM, ERFDAT) überführt worden.
Dieser Arbeitsschritt war notwendig, da in der Schichtdatenerfassung von UHYDRO (Tabelle GSH) außer
Unterkante und Mächtigkeit keine weiteren Eingaben zur räumlichen Lage der jeweiligen Schicht möglich sind.

image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 31
Auf diese Art konnten die erfassten Daten in die geforderte Struktur zur Darstellung als Band entlang der
Trasse überführt werden. Die grafische Veranschaulichung der Grabenprofile ist im Anhang 3 abgelegt.
Abbildung 20:
Verlauf der Horizontalprofile
Gemäß Aufgabenstellung waren ca. alle 500 m geologische Profile vom jeweiligen Grabenstoß aufzunehmen.
Die Felddokumentation erfolgte mithilfe der advangeo®-Field-Cap-Anwendung. Die Daten wurden im
Nachgang im UHYDRO erfasst. Insgesamt sind an 230 Punkten Stoßprofile aufgenommen und in der
UHYDRO-Datenbank erfasst worden (Ausdruck der Einzelprofile in Anhang 2). Bezogen auf die Gesamtlänge
der Trasse von 106 km beträgt der mittlere Abstand der Punkte 460 m. Die tatsächlichen Abstände variieren
allerdings sehr stark, da nur selten eine Kartierung im vorgegebenen Raster von 500 m möglich war. Die
Randbedingungen für die Umsetzung der Kartierarbeiten waren immer vom jeweiligen Baufortschritt vorgege-
ben. In der Regel wurden die Profile meist am Anfang und/oder am Ende eines Kartierabschnittes, oft an sog.
Kopflöchern, aufgenommen, welche meist eine größere Tiefe (bis max. 5,5) aufwiesen als das Standardprofil
des Grabens (3,4 m).

image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 32
Abbildung 21:
Verteilung der Vertikalprofile entlang der EUGAL-Trasse (Beschriftung beispielhaft)

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 33
5.2.3
Ergebnisdarstellung
5.2.3.1 Methodik
Aus der kontinuierlichen Begehung und digitalen Dokumentation der EUGAL-Trasse (advangeo-Daten) wurde
eine vereinfachte geologische Darstellung der Grabensohle erstellt, die im Trassenverlauf in Polygonform
(Puffer 200 m) dargestellt wird. Die Legende (Darstellung der geologischen Einheiten in der Fläche) orientiert
sich am Symbolschlüssel Geologie bzw. an den Symbolen, die das LfULG für die GK50 bzw. die Karte der
eiszeitlichen Bildungen (GK50_EiszeitGK4) vorliegen hat. Das GIS-Projekt wird wie beim Projekt zur
Gastrasse „Freundschaft“ als Kartenserie mittels Data-Driven-Pages erstellt.
Die Aufschlussbeschreibungen erfolgten im Feld ausschließlich mittels advangeo® Field Cap (Kapitel 5.2.1).
und sind dann ins UHYDRO überführt worden (Kapitel 5.2.2).
Die Feldbeobachtungspunkte liegen im GIS naturgemäß wenige Meter neben der Grabentrasse, da die GPS-
Erfassung der Koordinaten neben dem Graben stehend ausgeführt wurde. Für die Darstellung im GIS kam als
Grabenverlauf die von GASCADE übergebene Stationierungslinie (Tabelle 2) zur Anwendung. Diese Linie
erhält zu beiden Seiten einen 200 m breiten Puffer – westlich der Trasse wird die Geologie der Grabensohle
abgebildet, östlich die der quartären Überdeckung.
Die Beschreibung des Aufschlussverlaufes für die Darstellung der Grabensohle in UHYDRO benötigt die
Erfassung des Azimuts vom Beginn des entsprechenden Aufschlusses an. Dafür wurde die Stationierungslinie
zwischen den Ansatzpunkten der Aufschlüsse an den Knickpunkten der Linie in Einzelabschnitte zerlegt und
den Einzelabschnitten die berechneten Entfernungen (flache Teufen), Azimute sowie Neigungen zugewiesen.
Diese Daten sind dann den entsprechenden Aufschlüssen im UHYDRO als „BA-Messungen“ zugewiesen
worden.
5.2.3.2 Darstellung der Ergebnisse über die Kartierung der Grabensohle
Aus der kontinuierlichen Begehung und Dokumentation der EUGAL-Trasse wurde eine geologische Darstel-
lung der Grabensohle erstellt, die im Trassenverlauf
als Polylinie mit der originalen Information aus der Schichtdatentabelle (UHYDRO) und
in einer aggregierten Polygonform (200-m-Puffer)
dargestellt wird (Anhang 4).
Eine vollständige Darstellung aller Daten ist im gewählten Maßstab von 1 : 25.000 nicht zweckmäßig
(Lesbarkeit). Die Informationen zum jeweiligen Abschnitt sind allerdings in der Datenbank bzw. im GIS-Projekt
abrufbar. Abbildung 22 zeigt beispielhaft die Datenabfrage der detaillierten Schichtdateninformation an der
Polylinie im GIS-Projekt entlang der Trasse.
Die Legende für die Polygone (symbolhafte Darstellung der geologischen Einheiten in einer 200 m breiten
Pufferfläche westlich der Trasse) orientiert sich am Symbolschlüssel Geologie bzw. an den Symbolen, die das
LfULG für die GK50 vorliegen hat. Abbildung 23 zeigt einen Ausschnitt aus der erarbeiteten Kartenserie bzw.
dem GIS-Projekt mit den aggregierten Polygonen entlang (westlich) der Trassenlinie.

image
image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 34
Abbildung 22:
Abrufbare Schichtdateninformation entlang der Trassenlinie (beispielhaft)
Abbildung 23:
Darstellung der Ergebnisse der Kartierung der Grabensohle in Polygonform (Kartenserie
M 1 : 25.000)

image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 35
5.2.3.3 Darstellung der Ergebnisse über die Kartierung der quartären Überdeckung
Die kontinuierliche Aufnahme der quartären Überdeckung war nicht Gegenstand des Auftrages. Informationen
zur Ausbildung und Mächtigkeit der unter der Gelände- bzw. Grabenoberkante anstehenden Schichten
ergeben sich aus den 230 dokumentierten Vertikalprofilen (Abbildung 21). Für die kartographische Darstellung
wurden die Punktinformationen durch Bildung von Polygonflächen, in deren Mittelpunkt das jeweilige
Vertikalprofil vom Stoß des Grabens liegt, in die Fläche (200-m-Puffer) östlich der Trassenlinie projiziert. Die
Darstellung erfolgt nicht gesteinsspezifisch sondern lediglich mit Bezug zur erfassten Mächtigkeit am
jeweiligen Kartierpunkt. Abbildung 24 zeigt beispielhaft die Darstellung der Ergebnisse. Die vollständige
Darstellung ist aus Anhang 4 bzw. aus dem GIS-Projekt ersichtlich.
Abbildung 24:
Darstellung der Ergebnisse über die Kartierung der quartären Überdeckung
5.2.3.4 Tektonik, Gesteins- und Mineralgänge
Im Zuge der Kartierung und Datenerfassung (UHYDRO) wurden folgenden tektonischen Elemente aufge-
nommen:
Gesteinskontakte (KO),
Störungen/Bruchstrukturen (T.),
Klüfte (KF),
Schieferung (SK),
Harnische (HN)
Faltenachsen (B2),
unbestimmte Lineationen (LX),
Schichtung (SS).

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 36
Je nach Zugänglichkeit im Graben wurden Azimut und Neigung bestimmt. Tabelle 7 listet die Elemente mit
den zugehörigen Koordinaten und den jeweiligen Schichtdaten auf. Es gibt Bereiche, an denen mehrere
Elemente bestimmt worden, detaillierte Informationen dazu sind in den Datenbanken (advangeo Fielcap bzw.
UHYDRO) erfasst.
Tabelle 7:
Aufgenommene tektonische Elemente
RECHTS
HOCH
STRAT
PET
TEKART_1
403203.94
5681902.62
PR4W............SKFSWg...........;EO................ KF
403207.38
5681877.86
PR4W............MTSpTsWg............................ SK
403509.01
5680485.82
PR4W............MTSpTs...........-PY................ SK
403531.83
5680386.40
PR4W............MTSpTs.............................. SK
403545.03
5680328.90
PR4W............MTSpTs...........~Wg................ SK
403952.81
5679316.17
P...............MTSpTs...........^WgQP.............. SK
403944.19
5679298.13
P...............MTSpTs...........~t................. SK
403896.40
5679176.16
P...............MTSpTs...........<PegD.............. SK
403885.40
5679109.06
P...............MTSpTs...........~Wg................ B2
403812.63
5678664.98
PR4W............MPSpPh.........ge................... B2
403781.91
5678477.48
PR4W............SKFSWg.........ss~Ph................ SK
403608.05
5678366.24
PZPC............IIMRgr.........pp<aP................ KF
403502.85
5678331.70
PZPC............IIMRgr.........pp@Gn................ T.
403229.76
5678206.34
PR3G............M.S.Gn...........^mm................ SK
403192.68
5678177.46
PR3G............M.S.Gn...........^mm................ SK
403045.35
5677884.53
PZPC............IIPTMz.............................. KF
402765.17
5677554.62
PZPC............IIPBmD.............................. KF
401642.55
5676312.12
PZPC............IIPTmZ...........:F.GM.............. KF
401586.54
5676236.23
PZPC............IIPTmZ...........:F.GM.............. KF
401224.41
5675584.70
PZPC............IIPTmZ...........<aP................ KO
401201.37
5675557.22
PZPC............IIPTmZ.............................. KF
401014.42
5675273.31
PZPC............IIPTmZ...........:F.DG.............. KF
400976.10
5675208.84
KZQp.mSaD..12...SKLSs3k1s2k2.....=ust.......s1...... T.
400850.91
5674998.24
PZPC............IIPTmZ...........:DG................ KF
400748.71
5674826.32
PZPC............IIPTmZ...........:DG................ KF
400132.59
5673790.84
PZPC............IIPDgD.............................. KF
400133.30
5672987.18
PZPC............IIPDgD...........=r................. KF
400179.38
5672563.47
PZPC............IIPDgDrZ.........=r.sT.............. KF
400148.76
5672364.96
PZPC............IIPDgDr............................. KF
399940.58
5672245.11
PZPC............IIPDgDrZ............................ KF
399848.18
5672215.60
PZPC............IIPDgD.............................. KF
399762.71
5672074.89
PZPC............IIPDgDrZ............................ KF
399707.79
5672042.84
MZK2..tr........IIPDgDr..........~gD................ KF
399580.31
5671971.67
MZK2..tr........SKFKmRca.........;t................. KF
399242.55
5671945.87
MZK2..tr........SKFKmRca............................ KF
399128.69
5671869.44
MZK2..tr........SKFKmRca....t....°MA................ KF
399030.99
5671861.79
MZK2..tr........SKFKmRca....t....................... SS

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 37
RECHTS
HOCH
STRAT
PET
TEKART_1
398595.23
5671510.23
MZK2..tr........SKFKmRca....t....°EO................ KF
398261.95
5671224.86
MZK2..tr........SKFKmRca....t....°MA................ KF
398425.96
5663770.63
MZK2..tr........SKFStNmr.........=Us................ SS
398340.56
5663713.04
KZQp.jWe...e....SKLSlLuss1t......................... SS
398299.11
5663685.09
PZPC............IIPDgD...........:H.F............... KF
398175.20
5663643.60
P...............M.S.Gn...........<Pegr.............. KF
398121.59
5663627.49
PZPC............IIPDgD.............................. KF
395965.16
5662819.99
PZPC............IIPTMz.............................. KF
395961.32
5662869.87
PZPC............IIPTMzrZ.........^TMK............... T.
395963.19
5662854.99
PZPC............IIPTMz.............................. KF
395964.44
5662845.07
PZPC............IIPTMzrZko.......................... KF
395948.87
5662799.72
PZPC............IIPTMz.............................. KF
395938.85
5662787.25
PZPC............IIPTMz.............................. KF
395377.94
5658687.22
PZPC............SKLSr.r1r2r3...tk$Mz....us.......... T.
395052.70
5658035.13
PZS.............M.SpLy.............................. KF
395042.66
5658014.99
PZO.............MPSpTsrZ............................ SK
395031.45
5657992.53
PZO.............MPSpPhrZgf.......................... SK
394991.55
5657912.53
PZO.............MPSpPhrZ............................ KF
394980.84
5657891.06
PZS.............M.SpLyrZ............................ SK
394940.67
5657810.51
PZO.............MTSpTs.........../PhSs.............. SK
394929.47
5657788.07
PZD.............MTSpTs.........../SsQZ.............. T.
394895.33
5657411.36
PZS.............MKSpTkrZ........./TurZ.............. SS
394831.23
5657244.23
PZS.............MKSpTkTu.........;LM................ KF
394819.06
5657212.48
PZS.............MTSpTs..C......../LyQZ.............. SS
394806.88
5657180.73
PZS.............MKSpTurZ.........~ust............... SS
394804.38
5657174.20
PZS.............MKSpTurZ........./Ts..LE............ SS
394799.72
5657162.06
PZS.............MTSpTs..C........................... SS
394767.04
5657078.26
PZS.............MKSpTkTu.........]us................ SS
394724.86
5657011.46
PZS.............MTS.QZ.............................. KF
394688.03
5656953.11
PZS.............MKSpTk.........../Tu................ KF
394625.57
5656854.18
PZS.............M.SpLy...........^TsC............... B2
394587.13
5656793.30
PZS.............MKSpTkTu............................ KF
394519.69
5656692.94
PZS.............MKSpTuTk.........=rZt............... T.
394290.89
5655953.45
PZPC............M.S.Is.............................. KF
394095.99
5655564.37
PZPC............M.S.Is.............................. KF
394096.07
5655535.37
PZPC............MKFmWg...........=HM................ KF
394096.07
5655532.37
PZPC............MTSpTsWg............................ KF
394096.10
5655524.37
PZPC............M.S.Is.............................. KF
394096.14
5655509.37
PZPC............M.S.Is.............................. SK
393562.84
5653766.82
PZS.............MTSpTs.............................. SK
393135.48
5653080.16
PZS.............M.S.Is.............................. SK
393029.33
5652885.19
PZO.............MTSpTsLy............................ KH
392753.99
5652624.71
PZO.............MPSpPh.............................. KO

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 38
RECHTS
HOCH
STRAT
PET
TEKART_1
392312.33
5652120.26
PZO.............MTSpTs.........../Ph................ SK
392186.55
5652002.95
PZO.............MTSpTs...........=Ph................ SK
392158.76
5651977.03
PZO.............MTSpTs.............................. SK
392035.75
5651972.52
PZO.............MPSpTs.............................. SK
391917.46
5651985.53
PZO.............MPSpTs.............................. SK
391660.30
5651916.09
PZEO.F..........MTSpTs...........~Ph................ SK
391612.65
5651866.78
PZEO.F..........MPSpPh...........°Qo................ SK
391507.00
5651757.43
PZEO.F..........MPSpPh...........<Q.ES.............. SK
391419.13
5651666.48
PZEO.F..........MPSpPh...........<Q................. SK
391414.10
5651661.28
PZEO............S...GZ...........~l.sT.............. KO
391402.82
5651649.61
PZEO.F..........MPSpPh.............................. KO
391400.55
5651647.26
PZEO............S...GZ...........~t................. KO
391381.32
5651627.35
PZEO.F..........MPSpPh.............................. KO
391292.91
5651535.86
PZEO............IIG.Gz.........ru<Q.ES.............. KO
391163.46
5651320.65
PR3P..Rs........MGS.GnZG.........^B................. KO
391161.46
5651318.98
PZEO............IIG.Gz...........<Q.ES.............. KO
391115.09
5651280.33
PR3P..Rs........MGS.GnZG............................ KO
391114.22
5651279.60
PZEO............IIG.Gz...........<Q.ES.............. KO
390746.48
5650973.05
PR3P..Rs........MGS.GnZG......kof................... SK
390401.27
5650641.10
PR3P..Rs........MGS.GnZGrZ.......................... KO
390400.70
5650640.37
PZC2............IEVRry...........:Q................. KO
390222.98
5650413.24
PR3P..Rs........MGS.GnZG......kof^B................. KF
388449.39
5648205.40
PR3O............M.S.Gn........K..................... KF
388081.02
5647517.25
PR3O............M.S.Gn........K..^DG................ SK
388213.08
5647083.88
PR3O............M.S.Gn...........~rZ................ SK
388241.02
5646446.58
PR3O............M.S.Gn.............................. SK
388241.18
5646445.81
PZPU............IIHQQ............^ESBA.............. SK
388245.29
5646425.56
PR3O............M.S.Gn.........of^HMDG.............. SK
388201.27
5646228.20
PR3O............M.S.Gn.............................. KF
388176.27
5645034.43
PR3O............M.S.GnrZ.......of^DG................ KF
388126.52
5644955.04
PR3O............M.S.Gn.........of<Q................. KO
388103.11
5644892.75
PR3O............M.S.GnrZ.........<Q................. KO
388112.83
5644857.51
PR3O............M.S.Gn...........<Q................. KO
388113.58
5644854.81
PR3O............M.S.GnGz.........<Q................. KO
388118.24
5644837.92
PR3O............M.S.GnGz.......of<Q................. KO
388122.74
5644821.58
PR3O............M.S.Gn.........of................... KO
388139.64
5644760.33
PZC2............IEVRry...........;Q................. KO
388050.99
5644442.16
PR3O............M.S.Gn.........of<Q................. KO
387913.29
5642941.97
PR3O............M.S.Gn.........fr................... SK
387756.92
5642269.69
PZC2............IIPRgr...........\Q................. KO
387757.36
5642269.12
PZC2............IIPRgr...........~rZ................ KO
387778.45
5642241.23
PZC2............IIPRgr.............................. KO
387779.67
5642239.61
PZC2............IIPRgr...........~Gz................ KO

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 39
RECHTS
HOCH
STRAT
PET
TEKART_1
388008.65
5641936.82
PZC2............IIPRgr.............................. KF
388014.31
5641929.34
PZC2............IIPRgrrZ.........<Q.BA.............. KO
388261.29
5641602.75
PZC2............IIPRgr...........~rZ................ KO
388804.62
5640707.44
PZC2............IIPRgr...........<XXQA.............. KO
388812.73
5640672.85
PZPU............IIG.Gz...........<Q.ry.............. KO
388846.00
5640530.86
PZPU............IIG.Gz...........<Q.XX.............. KO
388866.66
5640442.67
PZC2............IIPRgr...........@Gn................ KO
388859.01
5640209.04
PR3O..Fg........S...GZr............................. KO
388866.05
5640174.26
PR3O..Fg........M.S.Gn........Mfr................... KO
388866.25
5640173.26
PR3O..Fg........M.S.Gn...........~rZ................ KO
388875.68
5640126.70
PR3O..Fg........M.S.Gn........Mfr................... KO
388875.84
5640125.92
PR3O..Fg........M.S.Gn...........~rZ................ KO
388934.35
5639836.91
PR3O..Fg........M.S.Gn........kfr................... KO
388934.45
5639836.40
PZPU............IIHQQ............^ES................ KO
388940.11
5639808.45
PR3O..Fg........M.S.Gn...........%HM................ KO
388942.15
5639730.78
PR3O..Fg........M.S.Gn.............................. KO
388942.26
5639716.32
PR3O..Fg........M.S.Gn...........;LM................ KO
388942.68
5639658.70
PR3O..Fg........M.S.Gn...........$Q.ES.............. KO
388901.17
5639157.76
PR3O..Fg........M.S.Gn........M..^DG................ KF
388999.92
5638864.65
PR3O..Fg........M.S.Gn........M..^DG................ KO
5.2.3.5 Geologische Besonderheiten
Als geologische Besonderheiten sind Eiskeile bzw. andere glazigene Bildungen im Norden der Trasse und
relevante Bleichungs-, Störungs- und Rötungszonen vor allem im Festgesteinsbereich im Südteil der Trasse
zu nennen. Angaben zu diesen Elementen sind in erster Linie in der Felddatenbank dokumentiert und verortet,
meistens auch durch Fotos belegt (Anhang 6). Die Erfassung in der UHYDRO-Datenbank erfolgte ausschließ-
lich im Bemerkungsfeld.
Zusammenstellungen der Elemente enthalten die Tabelle 8 und die Tabelle 9:
Tabelle 8:
Eiskeile und ähnliche periglaziale Bildungen
RECHTS
HOCH
BEMERKUNG
395571.10
5659990.10
Profil direkt neben Eiskeil, oben ca. 0,4 m breit, reicht bis 3,0 m u. GOK
395335.22
5658601.58
bei 321,4 m 1-2 cm Störungsletten, Grus tw. hämatitisiert, bei 354,7 m Eiskeil
395349.80
5658631.40
Eiskeil reicht bis in den Monzonit-Grus, mit Lösslehm aufgefüllt
395746.85
5659246.71
hier Eiskeil mit Lösslehm bis in 3,20 m Tiefe (B 66); viel umgelag. Lösslehm
395077.18
5661374.54
bei 80,0 m Eiskeil (von 77,0-81,5 m), ca. 1 m tief, mit hgr Lösslehm gefüllt
394555.71
5656744.57
meist klein, aber auch mittel- bis grobstückig, bei 162 m (Pkt. B114) steht bis etwa 3,2 m Tiefe ein
Eiskeil bis in die schwarzen Schiefer an, gefüllt mit lagigem Lösslehm

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 40
RECHTS
HOCH
BEMERKUNG
394555.10
5656743.78
Eiskeil bis 3,2 m Tiefe in die schwarzen Schiefer
394120.01
5655608.04
klein- bis grobstückig, bei 425 m und 465 m jeweils ein Eiskeil bis in die Schiefer, bei 465 m ein helles
0,2 m starkes, unbekanntes Trum nach S einfallend, bei 504 m eine nach S einfallende Kieselschiefer-
bank von 0,5 m
394882.79
5657378.68
meist klein- bis mittelstückig, aber auch schluffig/tonig zersetzt, mit Dezimeter großen Fe-
Anreicherungen, Wechsellagerung, zum Teil auch als Kieselschiefer, bei 119 m ein 1,5 m breiter und
2,8 m tiefer Eiskeil, horizontallagig gefüllt mit Lösslehm
394831.23
5657244.23
meist klein- bis grobstückig, einzelne steil stehende Kluft, oft mit Limonitbelag, bei 268 m Eiskeil von 0,4
m Breite und 2,8 m Tiefe bis in den Schieferzersatz, mit Lösslehm gefüllt
394895.33
5657411.36
teilweise chloritisch, meist schluffig (lehmig) zersetzt, aber auch klein- bis grobstückig, die Schiefer
fallen mit etwa 75° nach N ein; bei 86 m und bei 95 m Eiskeile von jeweils 0,5 m Breite uns ca. 2,4 m
Tiefe bis in den Schieferzersatz
394819.06
5657212.48
am Pkt. B92 ein schmaler, etwa 2,6 m tiefer Eiskeil bis an die Grenze zum kohlenstoffreichen
Tonschiefer
392047.68
5651971.21
bei 147 m ein ca. 1,5 m breiter und bis 2,3 m tiefer Eiskeil bis in den steinigen Umlagerungslehm
Tabelle 9:
Bleichungs-, Störungs- und Rötungszonen
RECHTS
HOCH
BEMERKUNG
Veränderung
395334
5658598
Bleichungszone
Bleichungszone
395364
5658660
Bleichungszone, Feldspäte komplett zersetzt
Bleichungszone
396283
5663357
viel umgelagerter Lösslehm, mit Bleichungsflecken
Bleichungszone
393124
5653060
sehr stark verwittert mit Bleichungszonen
Bleichungszone
388675
5632193
ab hier beginnt eine 5 m breite, vertikale Bleichungszone
Bleichungszone
388676
5632188
5 m breite, vertikale Bleichungszone, die mit etwa 50° streicht, Gneis hier
stärker zerbrochen, zum Teil auch stärker verquarzt
Bleichungszone
395369
5658670
Rötungszone
Rötungszone
394919
5657768
starke Rötungszone (hämatitisiert)
Rötungszone
389653
5634657
Rötungszone (hämatitisiert), aushubmaterial
auch limonitisch alteriert,
teilweise porös; Probe Fe- und Mn-reich, RFA-Messung: 1000 ppm AS, lokal
150 ppm Cu und 100 ppm Bi
Rötungszone
385103
5622504
wird von einer alterierten Rötungszone begrenzt
Rötungszone
385103
5622502
Rötungszone (Alterationszone), NE-SW streichend und etwa vertikal
einfallend, Graben ist hier ca. 5 m tief
Rötungszone
385439
5622015
grusig-limonitisch zersetzt, im südlichen Abschnitt durch Hämatit statt Limonit
Rötungszone, Streichen 320° mit 30° Einfallen
Rötungszone
384978
5622650
grobflaserig, teilweise tonig umgewandelt, einzelne Rötungszonen und viel
Mn-Belägen auf Kluftflächen
Rötungszone
385168
5622396
massiger Gneis mit lagenweise Feldspat- und Quarzmobilisaten, meist
foliationsparallel, bei 16215 m ein Quarztrum, von 16220 m bis 16228 m eine
alterierte Rötungszone, der Abschnitt wird von einem Pegmatitgang begrenzt,
Gneis engklüftet, plattig brechend
Rötungszone
389951
5618402
strak verwittert, teilweise auch stärker lehmit/tonig zersetzt, mehrere
geringmächtige Mikrogranit-, Aplit- oder Pegmatitgänge (110°/65°), einzelne
alterierte Rötungszonen
Rötungszone
391801
5617255
plattig brechend, bei 24892 m durch Hämatitisierung eine Rötungszone im hier
verwiterten Gneis (Störungszone?), oft engständig und schieferungsparallel
geklüftet, der Abschnitt wird von einem Quarzit begrenzt
Rötungszone
392341
5610085
grobflaserig, reich an Hellglimmer, südlich folgt eine Rötungszone mit stark Rötungszone

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 41
RECHTS
HOCH
BEMERKUNG
Veränderung
muskovithaltigem
Gneis,
hier einzelne
Pegmatittrümer
von
wenigen
Zentimetern
384466
5623304
klein- bis grobstückig, aber auch blockig verwittert, einzelne Rötungszonen
durch Hämatit sowie gelbbraun limonitische Alterationszonen
Rötungszone
392226
5617000
Beginn einer Alterationszone von völlig verwittertem Gneis, meist klein- bis
mittelstückig, aber auch kompakt, Bereiche mit Rötungen (Hämatitisierung)
und verstärkte Quarzführung
Rötungszone
395378
5658687
größere Störungszone von 257 - 265,3 m (Weststoß)
Störungszone
395961
5662870
Störungszone mit ansteh. Monzonitzers., klein- bis grobstk., Blöcke bis 50 cm
Störungszone
388388
5632907
rote, hämatitreiche alterierte Gang-/Störungszone mit Quarztrümchen und zu
Muskovit/Sericit umgewandelte Glimmer, deutliches Hakenwerfen nach
Norden
Störungszone
386115
5629330
in einem tiefgründig verwitterten grüngrauen, fein- bis mittelkörnigem
Zweiglimmergneis,
sitzen
boudinageartige
Körper
aus
feinlagigem,
feinkörnigem Gneis, daneben ein verschmierter Mikrogranitgang in einer
Störungszone
Störungszone
386107
5629302
Störungszone von ca. 3 m Mächtigkeit im Gneis, typisches Material einer
Störungsbrekzie, Grenze bilden tonige Lagen (Bänder), die Störungszone fällt
mit 55° nach 16° ein
Störungszone
385560
5628309
sehr stark alterierte, eisenreiche Störungszone mit einem Quarzgang und
etwas Mikrogranit an der nördlichen Begrenzung
Störungszone
386072
5629183
der Zweiglimmergneis wird durch eine große Störungszone von mehreren
Meter Breite begrenzt, Gneis wenig verwittert aber weit bis eng geklüftet
Störungszone
385512
5628196
fein- bis mittelflaserig, mit rötlichen Kalifeldspäten, wird südlich durch eine
Störungszone begrenzt
Störungszone
385512
5628195
Störungszone, gefüllt mit Gesteinszerreibsel sowie Fe- und Mn-Oxiden,
streicht auf beiden Grabenseiten aus
Störungszone
384375
5623478
Störungszone, tongefüllt, in cm-starken Bändern treten Hämatit und Quarz
sowie bebleichte und vertonte Zonen auf
Störungszone
385745
5621515
darin eine schmale Störungszone mit überwiegend dunkelbraunem, tonigem
Gneiszersatz
Störungszone
385745
5621513
ca. 1 m breite, vertikale Zone aus überwiegend kleinstückig verwittertem bzw.
zersetztem Gneis, unterscheidet sich deutlich von umgebenden kompakten
und festen Gneis, wahrscheinlich Störungszone
Störungszone
387657
5620769
Störungszone, massige Gneise sehrt stark verwittert, im Störungsbereich
kleinstückig zerschert, mit Graniteinschlüssen bis 50 cm und pegmatitischen
Schlieren bis 20 cm, schieferungsparallel, Streichen 350°, Fallen 63°
Störungszone
387672
5620753
Störungszone mit feinlagigen, feinstkörnigen Gneis, sehr eng geklüftet, plattig
bis kleinstückig verwittert, stark zerbrochen, mit Fe-Oxiden auf Kluftflächen, mit
einer Granitlinse
Störungszone
388250
5620107
Störungszone mit Störungsbrekzie, zerscherte und verkittete Gneisbruchstü-
cke, teilweise durch Hämatit rötlich verfärbt, die Zone ist rd. 10 m breit
Störungszone
390430
5618094
Störungszone auf ca. 10 m Grabenlänge, Gneise im Bereich einzelner
Störungen
stark
hämatitisiert,
granatführende
Biotitgneise,
Störungen
155°/55°, lystisch, im Liegenden einzelne Pegmatitschlieren bis 1 m
Störungszone
390982
5617754
feinflaserig, etwas weniger Feldspat (geschätzt - 20%), Granat dunkelbraun
verwittert, im Aushub auch hellglimmerführende Quarzite, der Abschnitt wird
von einer Störungszone begrenzt
Störungszone
390988
5617750
ca. 7 m breite Störungszone mit dunkelbraunem, tonigem Gneiszersatz, hier
auf der Sohle Wasseraustritte
Störungszone
391113
5617675
leukokrater Muskovitgneis, mit feinkörnigem, mikrogranitähnlichem Gefüge,
zum Teil cm-starke Lagen aus Hell- und Dunkelglimmern, der Abschnitt wird
von einer Störungszone begrenzt
Störungszone
391116
5617673
Störungszone im stark verwitterten Gneis, begleitet durch einen ca. 3 m
breiten Pegmatit mit hohem Quarzanteil
Störungszone
391801
5617255
plattig brechend, bei 24892 m durch Hämatitisierung eine Rötungszone im hier
verwiterten Gneis (Störungszone?), oft engständig und schieferungsparallel
Störungszone

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 42
RECHTS
HOCH
BEMERKUNG
Veränderung
geklüftet, der Abschnitt wird von einem Quarzit begrenzt
389839
5634980
massiver, kompakter Gneis, mittel- bis grobflaserig, eng geklüftet aber ohne
Kluftfüllung, der Abschnitt endet an einer Störungszone, steil nach S einfallend
Störungszone
389840
5634979
ca. 1 m breite Störungszone mit stark lehmig/tonig zersetztem Gneis
Störungszone
395963
5662856
anstehend, klein- bis grobstückig, Blöcke bis 50 cm, Übergang in Störungszo-
ne
Störungszone
391821
5651989
schwacher phyllitischer Glanz, mit 40-60° nach N einfallend, in 5 m Abstand
fast saigere Störungsfläche (1-3 cm breit), N-S streichend
Störungszone
389838
5634979
der kompakte, sehr feste Gneis steht im Kontakt zu einer ca. 1 m breiten
Störungszone, Inhalt vor allem aus schluffig/tonig zersetzten bzw. kleinstückig
zerscherten Gneis, nach S ist der Gneis komplett lehmig/tonig zersetzt
Störungszone
385199
5627494
feinlagig, vermutlich störungs- oder kluftbedingt großteils schluffig/grusig
verwittert, durch Hämatit verfärbt
Störungszone
385199
5627494
feldspat- und dunkelglimmerreiche Lagen in mm-Größe, gelegentlich
Störungsbrekzie bis 0,3 m Mächtigkeit
Störungszone
388386
5632908
im Gneis eine mehrere Meter breite alterierte Gang-/Störungszone mit
Quarztrümchen und Hämatit, Glimmer bestehen aus Muskovit/Serizit, im
Gegensatz zum angrenzenden Gneis weisen die Inhalte der Störungszone ein
eindeutiges Hakenwerfen nach N auf
Störungszone
386074
5629193
Gneis zerbrochen, feinlaminiert, im Kontakt zu einere Störungsbekzie mit
Gneis und Eklogit-(Amphibolit-)bruchstücken die mit Calcit verheilt sind
Störungszone
392551
5616762
20 - 30 cm mächtiger Gesteinsgang, gefüllt mit lehmig-grusigem, myloniti-
schem Material, bunt, rotbraun bis grün
Mylonit
5.3 Datenübergabe
Mit dem Abschlussbericht werden sowohl die Felddokumentation in Form der advangeo®-Field-Cap-
Anwendung als auch die im Datenformat UHYDRO erfassten Informationen zur Kartierung übergeben.
Ebenfalls sind die GIS-Projekte zur Aufnahme der Ergastrasse Freundschaft (Beak 2019) und zur Erdgastras-
se EUGAL Bestandteil der Datenübergabe.
Der Datenträger in Anhang 6 beinhaltet:
GIS-Projekt zur geologischen Aufnahme der Erdgastrasse EUGAL
UHYDRO-Datenbank
advangeo®-Field-Cap-Datenbank incl. fieldcap-client-Anwendung
Bericht mit Anlagen (PDF)
5.4 Proben/Handstücke
Im Zuge der Kartierung sind 186 Gesteinsproben/Handstücke zur eingehenden Bestimmung im Büro bzw. als
Belegproben entnommen worden. Die Stücke wurden nummeriert, fotografiert und in der advangeo®-Field-
Cap-Datenbank mit Beschreibung und Foto(s) registriert. Abbildung 25 zeigt die Eingabemaske zur Registrie-
rung der Proben mit Foto und weiteren Beschreibungen.
Derzeit lagern die Gesteinsproben im Probenarchiv der Beak Consultants GmbH. Mit Abschluss des Projektes
werden die Probenstücke dem Archiv des LfULG übergeben.

image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 43
Abbildung 25:
Beispiel zur Dokumentation und Registrierung einer Gesteinsprobe in advangeo®-Field-Cap

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Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 44
5.5 Fotodokumentation (Auswahl)
Abbildung 26:
Rohrgraben und Rohrlegerfahrzeuge

image
image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 45
Abbildung 27:
Kreuz- und Schrägschichtung saalekaltzeitlicher Sande östlich Adelsdorf bei Großenhain
Abbildung 28:
Großdobritzer Straße in Oberau: Lausitzer Überschiebung - Blick auf Nordweststoß

image
image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 46
Abbildung 29:
Südlicher Elbhang bei Gauernitz, Lkr. Meißen - Kontakt Lößlehm/Granodiorit
Abbildung 30:
Südlicher Elbhang bei Gauernitz, Lkr. Meißen - Kontakt Granodiorit/Gneis

image
image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 47
Abbildung 31:
Eiskeil nordwestlich von Klipphausen
Abbildung 32:
Toteisblock westlich von Klipphausen, Füllung mit weichselkaltzeitlichem Lösslehm, eingebettet
in saalekaltzeitliche Sedimente, Basis mit Kiessand, wasserführend

image
image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 48
Abbildung 33:
Nossen-Wilsdruffer-Schiefergebirge bei Birkenhain, westlich von Wilsdruff ca. 500 m südlich der
A4 - Hakenwerfen, im Anschluss an den stark verwitterten Magmatit (links im Bild), Feldspäte in
annähernd gleichkörnigem Gefüge reliktisch erhalten, gelbbraun, vollkommen zu Tonmineralen
umgewandelt
Abbildung 34:
Zwischen Oberschaar und Erlicht - Sandstein, Kreide, Niederschöna-Formation

image
image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 49
Abbildung 35:
Barytgänge östlich von
Weißenborn: Zone von 3 großen
Barytgängen. E-W-streichend,
kreuzen den Graben im
gegenseitigen Abstand von ca.
10 m. Mächtigkeit schlecht
erkennbar, da sich die Gänge
durch einzelne, dezimetergroße
Baryt-Blöcke im Stoß
manifestieren. Diese Zonen sind
jeweils 1,5 bis 2 m mächtig. Im
Baryt sind kavernöse Bereiche,
darin ist häufig Hämatit
eingelagert.
Abbildung 36:
Boudinage-Struktur südlich Voigtsdorf, unmittelbar östlich der Straße

image
image
Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 50
Abbildung 37:
Pegmatitgänge zwischen Voigtsdorf und Sayda - an der Grenze zum überlagernden Hangschutt/-
lehm Verschleppung in westliche Richtung
Abbildung 38:
Granitaufwölbung NE von Sayda - umgeben von Gneis unter ca. 1 m Hanglehm/Hangschutt;
feinkörniger, aplitartiger Granit mit Quarz-, Feldspat- und Glimmeraggregaten in mm-Größe

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 51
6 Literatur
GASCADE (2018): EUGAL – EUROPÄISCHE GAS-ANBINDUNGSLEITUNG - FACTSHEET. Kassel,
November 2018
Beak (2019):
Geologische Aufnahme und Auswertung der Erdgastrasse EUGAL - 1. Zwischenbericht. -
Freiberg, 08.10.2019

Schriftenreihe des LfULG, Heft XX/XXXX | 52
Herausgeber:
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG)
Pillnitzer Platz 3, 01326 Dresden
Telefon: + 49 351 2612-0
Telefax: + 49 351 2612-1099
E-Mail: lfulg@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg
Autor:
Andreas Hamperl, Dr. Thomas Hertwig, Helmut Schynschetzki
Beak Consultants GmbH
Am St.-Niclas-Schacht 13, 09599 Freiberg
Telefon: + 49 3731 781350
Telefax: + 49 3731 781352
E-Mail: postmaster@beak.de
Redaktion:
Vorname Nachname
Abteilung/Referat
Adresse der Dienststelle
Telefon: + 49 351 XXXX-X
Telefax: + 49 351 XXXX-X
E-Mail:
Fotos:
Beak
Redaktionsschluss:
TT.MM.JJJJ
ISSN:
XXXXXX (Wird von ÖA LfULG vergeben)
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Die Broschüre steht nicht als Printmedium zur Verfügung, kann aber als PDF-
Datei
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zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf die vorliegende Druckschrift
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davon, auf welchem Wege und in welcher Anzahl diese Informationsschrift dem
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schrift zur Unterrichtung ihrer Mitglieder zu verwenden.