Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen
Projekt
Junge (känozoische) tektonische Entwicklung der
Kristallingebiete in Sachsen
Anlage 3
Tektonische Dokumentation von post-kretazischen Störungen (K. Stanek)
Inhaltsverzeichnis
Anlage 3-1: Einführung in die Darstellung und Interpretation von strukturgeologischen
Raumdaten (spröde Störungen)
Anlage 3-2:
Störungen Autobahnanschnitt Weixdorf (Dresden)
Anlage 3-3:
Störungen Steinbruch Kindisch
Anlage 3-4:
Störungen Grenzübergang Ludwigsdorf
Anlage 3-5:
Störungen Steinbruch Schwarzkollm
Anlage 3-6:
Generalisiertes Profil Kreide-Sedimente Oberau - Meißen
Anlage 3-7:
Störungen im Finstergrund - Pillnitz
Anlage 3-8: Störungsinventar der Lausitzer Überschiebung zwischen Pillnitz und
Kirnitzschtal
Anlage 3-9:
Tektonische Übersicht zum Zittauer Gebirge
Anlage 3-10: Störungen Quarzgang Rumburk
Anlage 3-11: Störungen Berzdorfer Becken
Anlage 3-12: N-S-Störungen der Elbezone
Anlage 3-13: Reliefbild der Elbtalkreide
Anlage 3-14: Störungen in der Umgebung von Aue-Schlema (Roter Kamm)
Anlage 3-15: Störungen Steinbruch Dörfel
Anlage 3-16: Störungen Umgebung Thermalbad Wiesenbad
Anlage 3-17: Störungen Granit Naundorf (Niederbobritzscher Granit)
Anlage 3-18: Tektonisches Modell für das Zittau-Turover Becken
Anlage 3-19:
Übersichtskarte zu neotektonischen Indikationen im Freistaat Sachsen 1:400 000
(Format A1 in der Beilage)

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Einführung in die Darstellung und Interpretation
von strukturgeologischen Raumdaten (spröde Störungen)
Man unterscheidet je nach Lage der drei Hauptspannungsachsen drei Grundtypen von Störungen:
Abschiebungen
(normal fault)
Aufschiebungen
(reverse fault)
Blattverschiebungen
(strike-slip fault)
Die Richtung der Bewegung an einer Störung wird immer als Bewegung des Hangendblockes relativ
zum immobilen Liegendblock beschrieben. Horizontale Bewegungen (Blattverschiebungen) werden
als Bewegung des gegenüberliegenden Blockes beschrieben (Man steht auf dem fixen Block und sieht
den mobilen, gegenüberliegenden Block nach rechts - rechtsseitig oder dextral - oder nach links -
linksseitig oder sinistral - vorrübergleiten).
Die Richtung der Bewegung wird an kinematischen Indikatoren - Harnischrillungen oder
Extensionsklüften - bewertet. Dabei können die Art der auf einer Harnischfläche plastisch
deformierten Minerale ein Hinweis auf die Temperaturbedingungen bei der Bildung der Störung
(Teufenlage der Störung) sein.
Abb. 1: Lage der Hauptspannungsachse im Verhältnis zu Bewegungen an Störungsflächen
(aus
Davis & Reynolds, 1996).
Abb. 2: Kinematische Indikatoren zur Bestimmung des Bewegungssinns an spröden Störungsflächen
(aus
Davis & Reynolds, 1996).
Anlage 3-1a
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3

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Abb. 3: Aufschiebung auf der Schichtungsfläche in Grauwacken (Steinbruch Butterberg, Kamenz).
Die Abbrüche des plastisch deformierten Quarzen belegen eine Aufschiebung.
Abb. 4: Bewegungsspuren auf einer Störungsfläche im Basaltgang (Steinbruch Kindisch).
Die Abbrüche des plastisch deformierten Chlorit/Epidot belegen eine sinistrale Blattverschiebung.
Anlage 3-1b
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3

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Abb. 5: Tektonische Störungen werden im Schmidtschen Netz als Großkreis (Schnittlinie der Fläche mit
der unteren Halbkugel) dargestellt. Das Harnisch-Linear liegt auf der Störungsfläche und muss
deshalb im Schmidtschen Netz auf dem Großkreis der Fläche plotten. Die Messwerte werden als
Fallrichtung und Fallwinkel angegebn. Das (+) oder (-) indiziert die im Gelände beobachtete
Bewegungsrichtung Aufschiebung oder Abschiebung.
(Skizze modifiziert aus
Davis & Reynolds, 1996).
Fläche 280 / 44
Lineation 310 / 40 (-)
N
90°
180°
270°
Abb. 5: Beispiele für die Darstellung von tektonischen Störungen im Schmidtschen Netz.
orange Großkreise: Nord- bzw. Süd-fallende konjugierte Aufschiebungen (Fallwinkel ca. 30 ),
°
blaue Großkreise: WSW- bzw. ENE-fallende konjugierte Abschiebungen (Fallwinkel ca. 60 ),
°
grüne Großkreise: NW- bzw. SE-fallende konjugierte sinistrale Blattverschiebungen (Fallwinkel ca. 85 )
°
Anlage 3-1c
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3

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50 m
100 m
150 m
200 m
NE
SW
Profilüberhöhung 2:1
90°
180°
270°
rot - Störungsflächen
Faltenachsen in Foliation
Streckungslinear auf Foliation
90°
180°
270°
Klüfte
grünschieferfazielle Foliationsflächen
in Metagranodiorit und Myloniten
Anlage 3-2a
Anlage 2-1
Profil Autobahn A4 Weixdorf (SE-Seite)
Störungszone Großenhain - Klotzsche (N)
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3

 
N
90°
180°
270°
Foliationsflächen im Granodiorit und Myloniten
(dunkelgrün)
rot sind die Störungen dargestellt, die im Profil
ausgehalten sind.
Faltenachsen in Foliation
Streckungslinear auf Foliation
N
90°
180°
270°
Semiduktile bis spröde Störungsflächen:
hellgrün - semiduktil
dunkelgrün - spröd
blau - Störungen mit Lettenbildung
pink - spröde Störung mit Harnisch
Klüfte in der Störungszone
Es dominieren NE-SW streichende steilstehende
Kluftscharen. Nur untergeordnet wurden
E-W und N-S streichende Klüfte beobachtet.
Maximum density = 17.7
Minimum density = 0.0
Mean density = 5.1
Density calculation: Cosine sums
Cosine exponent = 20
Contour intervals = 10
N
90°
180°
270°
Klüfte (94)
Großenhain-Klotzsche Störungszone
Autobahnaufschluss A4 Weixdorf (SW)
Anlage 3-2b
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3

 
Anlage 3-3a
Steinbruch Kindisch
Granodiorit mit Intrusionen von Mikrogabbro
und Basaltgängen
Die Kleinintrusionen sind durch eine sinistrale Mylonitzone versetzt.
?
4377
4377
4378
4378
4379
4379
4380
4380
4381
4381
4382
4382
56717
56718
56719
56720
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3

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N
90°
180°
270°
Störungen im Granodiorit
(Quarz + Chlorit)
Anlage 3-3b
Equal area projection, lower hemisphere
Steinbruch Kindisch
Granodiorit
mit Mikrogabbro
und Basaltgängen
Steinbruch Kindisch, 09.10.2012, SW-Bereich, Basalt-Gangschar (N-S)
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3

Mylonitzone
Störungen jünger als Basalt
Störungen Karbonat-besetzt
Equal area projection, lower hemisphere
Steinbruch Kindisch
Granodiorit
mit Mikrogabbro
und Basaltgängen
Störungen im Kontakt
der Basaltgänge
Mylonitzone im Granodiorit
Steinbruch Kindisch, 09.10.2012
Störungen jünger als Basalt
Störungen Karbonat-besetzt
N
90°
180°
270°
N
90°
180°
270°
N
90°
180°
270°
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3
Anlage 3-3c

 
N
90°
180°
270°
Grenzübergang Ludwigsdorf
(nördlich Görlitz)
WNW streichededextrale strike-slip Störungen
grün - Schichtung
Tuffite und Tonschiefer
Equal area projection, lower hemisphere
Anlage 3-4
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3

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Kontakt GW/Granodiorit
sinistrale Störungen ver-
setzen Kontakt GW/Granodiorit
junge Störungen
Steinbruch Schwarzkollm
Granodiorit im Kontakt
zu Grauwacke
Blick NW, Intrusivkontak Grauwacke (oben) zu Granodiorit. Der Kontakt wird an einer
steilstehenden NW-streichenden Störung sinistral um etwa 10-15 m versetzt.
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3
Anlage 3-5
Steinbruch Schwarzkollm, 26.09.2013
N
90°
180°
270°
Equal area projection, lower hemisphere

 
Lausitzer Überschiebung bei Oberau
(NE Meißen)
Anlage 3-6
N
270°
90°
NNW-streichende
Klüfte, flach SE-fallende
Schichtung (grün) im Pläner
180°
90°
180°
270°
90°
180°
270°
Braun: Engständige NE-fallende
Bruchschieferung
Blau: Konjugierte Störungen, die die
Bruchschieferung durchlagen
Rot: Lausitzer Überschiebung,
Aufschiebung nach SW
Störungen im Granit
90°
180°
270°
Tännicht Kreide Schleppung
Störungsdynamik unsicher
Grün: überkippte Schichtung im Pläner
Lila: Störungen im Pläner
Oliv: Klüftung flach Nord fallend
Überschiebung am Tännichtgrund
(SW Meißen)
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3
SW
NE
Generalisiertes Profil der Kreide im Gebiet Meißen
(ohne Maßstab)

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Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3
Anlage 3-7a
N
90°
180°
270°
Equal area projection, lower hemisphere
Störungen (Karbonat besetzt)
Störungen (Harnisch mit Letten)
Abb. 2: Engständige NE-fallende Klüftungs- und Störungsflächen
im Abstand von wenigen Dezimetern.
Steinbruch ca. 50 m östlich Wasserversorgung Finstergrund
NW-streichende sinistrale strike slip Störungen
werden an dextralen NE-streichenden Störungen
versetzt.
E
W
Pillnitz - Meixstrasse

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Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3
Anlage 3-7b
Pillnitz - Meixstrasse
Abb. 3: Aufschlussgebiet an der Meixstraße in Pillnitz (siehe rote Pfeile)
NW-streichende sinistrale strike slip Störungen (lila) werden an
dextralen NE-streichenden Störungen (orangegelb) versetzt.

 
Oberpoiritz
Breiter Stein
Dürrröhrsdorf
Hohnstein
Hohnstein
Ostrauer Mühle
(Kirnitzschtal)
Ostrauer Mühle
(Kirnitzschtal)
Nasser Grund
(Kirnitzschtal)
Liebethal
Bonnewitz
Pfaffenstein
N
N
N
90°
180°
270°
N
90°
180°
270°
Finstergrund
N
90°
180°
270°
N
90°
180°
270°
N
90°
180°
270°
N
90°
180°
270°
N
N
90°
180°
270°
N
90°
180°
270°
Pirna
Pillnitz
Störungsinventar der Lausitzer Überschiebung
zwischen Pillnitz und Kirnitzschtal
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen -
Anlage 3
Anlage 3-8
Störungen im Sandstein
(nach geomorph.
Analyse)
Lausitzer Überschiebung

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0 0,5 1
2
3
4
Kilometer
Reliefbild Zittauer Gebirge (Nordbeleuchtung)
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3
Anlage 3-9
Lausitzer Überschiebung
NE-streichende Störungen
E-W streichende Abschiebungen
Pliozäne? Heraushebung
410
Basis Phonolith (28 Ma)
Basementoberfläche in Bohrungen
Lückendorfer Störungszone
Südgrenze Silifizierung
1-963
-87 m
1-963
-87 m
1248
-78 m
1248
-78 m
1248
-78 m
1248
-78 m
IE-960
<+6 m
IE-960
<+6 m
1-955
+278 m
1-955
+278 m
716-83
+205 m
716-83
+205 m
710A-83
+84 m
710A-83
+84 m
1247
+46 m
1247
+46 m
700
700
600
400
410
260
390
170

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N
90°
180°
270°
number of faults 9
thickness of the „vein“ 50-100 m
trending NW
The vein has been intersected by several
fault sets (from oldest to youngest):
- NW-trending sinistral strike-slip faults
- NE trending dextral (and sinistral) faults
- NNE trending sinistral faults
Anlage 3-10
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3
GPS 462, quartz vein in granite,
Rumburk
quarry at the northern
edge of the city

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Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3
SW
NE
10 m
kohliger Schluff
kohliger Schluff
Extensionale Störungsstaffel in
pleistozänen Kiesen
Extension in NE-SW-Richtng
2. Tiefschnitt, 1. Sanierungsschnitt
Baufeld III, 14.07.1998
90°
180°
270°
Anlage 3-11
P
T

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Anlage 2-8b
Vorläufige Interpretation von geomorphologischen Indikationen für die Lage von Störungen im Gebiet des Berzdorfer Beckens
Die orange gstrichelte Linie deutet die östliche Fortsetzung der Cunewaldaer Querstörung an
(DEM-Daten LfUG Freiberg)
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen

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Abb. 1: Kreide auflagernd auf
Monzonit im Weißeritz-Tal bei
Dresden-Plauen.
Die Steinbruchswand wird von
E-W streichenden Kluftscharen
gebildet.
Abb. 2: Westwand des Steinbruches
Die Steinbruchswand wird von N-S
streichenden Störungen gebildet.
Anlage 3-12a
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3
N
90°
180°
270°
Der Monzonit wird von drei
Störungssystemen durchzogen:
NE-gerichtete Abschiebungen,
NE-streichende strike-slip Störungen
N-S streichende dextrale und sinistrale
strike-slip Störungen
Die letztgenannten Störungen sind
die jüngsten Störungen.

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N
90°
180°
270°
Oberkreide Pfaffensteine
Blick nach Westen, äquidistante WNW-ESE streichende Klüftung.
Nahezu orthogonal dazu NNE streichende Klüfte und Störungen
grün - Schichtung im Sandstein
blau - Klüfte
rot - Störung
Anlage 3-12b
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3

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N
90°
180°
270°
rot - Störungen
grün - Schichtung im Sandstein
schwarz - Klüfte
Orthogonale Bruchsysteme im Sandstein Liebethal
Oberkreide Liebethal (Pillnitz)
aufgelassene Steinbrüche
In der Ortslage Liebthal (NE Pirna) sind flach lagernde
Sandsteine (Oberkreide) aufgeschlossen. Die Sandstein
werden von einem äquidistanten System von Klüften
und Störungen durchschlagen. Die Störungen und Klüfte
bilden ein nahezu orthogonales Netz.
N-S streichende sinistrale Blattverschiebungen
E-W streichende sinistrale (?) Blattverschiebungen
SW
NE
Anlage 3-12c
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3

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Pirna
Pillnitz
Reliefbild der Sächsischen Schweiz nach DGM 20
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3
Anlage 3-13
Störungen im Sandstein
(nach geomorph. Analyse)
Lausitzer Überschiebung

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Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3
Anlage 3-14a
4
2
1
3
Gebiet Aue - Roter Kamm
Roter Kamm
Abb. 2: Modell der Störungen und deren relative Altersfolge aus dem Gebiet des Auerhammer Granites
(Steinbrüche südlich Aue). Die orange gefärbten Flächen stellen die jüngsten Kataklasezonen dar.
Etwas älter sind NNW-streichende sinistrale Blattverschiebungen. Rot dargestellt wurden NE-gerichtete
Abschiebungen vom Typ „Roter Kamm“. NE-streichende Blattverschiebungen mit hydrothermaler
Mineralisation sind die ältesten beobachteten Störungen.
Abb. 1: Ausschnitt aus der Gk25 (SDAG Wismut) mit der Lage der Störung Roter Kamm und
der Markierung des Untersuchungsgebietes

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Tektonisch Daten Störungen
Steinbrüche südlich Aue
Auerhammer Granit
GPS 401-406
Abb. 3: Dextrale NE-streichende Kataklasezone
sind die jüngsten Störungen in den
Steinbrüchen südlich Aue
Abb. 4: 1-1,5 m breite NE-streichende Kataklasezone am NE-Stoß des Steinbruchs Rudolph südlich Aue.
Die Störungen durchschlagen Quarzeinsprenglinge im grobkörnigen Granit.
N
90°
180°
270°
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3
Anlage 3-14b

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Tektonisch Daten Störungen
Steinbrüche südlich Aue
Auerhammer Granit
GPS 401-406
Abb. 5: NE- und konjugierte SW-gerichtete
Abschiebungen, besetzt mit Quarz und Hämatit
(Störungen Typ Roter Kamm)
Abb. 7: Etwa 3 m breite NW-
streichende silifizierte Brekzie
des Roten Kammes in
Schlema.
Abb. 6: Abschiebungen vom Typ
„Roter Kamm“ im Steinbruch
Rudolph, südlich Aue
N
90°
180°
270°
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3
Anlage 3-14c

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Tektonisch Daten Störungen
Steinbrüche südlich Aue
Auerhammer Granit
GPS 401-406
Abb. 8: NE-streichende sinistrale Epidot-Quarz-
besetzte Blattverschiebungen bilden die älteste
Störungsschar;
NW-streichende sinistrale „kalte“ Störungen
folgenden der Richtung des „Roten Kammes“.
Abb. 10: NE-streichende, Epidot-führende Störung,
versetzt durch NW-streichende Blattverschiebungen,
reaktiviert durch Kataklasezone,
Steinbruch Rudolph, südlich Schlema.
Abb. 9: NW-streichende Blatttverschiebung mit
kaolinisierten Kontakten zum Granit,
Steinbruch Rudolph, südlich Aue
N
90°
180°
270°
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3
Anlage 3-14d

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Störungstektonik
Annaberger Gneiskuppel
Aufschluss Steinbruch Dörfel
Schmidtsches Netz:
Störungen und Bewegungs-
richtung auf den Flächen
Die violett dargestellten NW-abschiebenden Störungen und Bewegungsbahnen
durchschlagen alle Flächen. In Extensionsbereichen sind dieser Störungen sind
die Klüfte mit Fluorit und Quarz besetzt und von Alterationszonen begleitet.
(siehe Foto auf S. A 02-4)
Die Lage der Störungen im Steinbruchsbereich ist im Foto oben dargestellt.
Die älteren Störungssysteme sind von SW-Abschiebungen (blau) und
NW-streichenden Blattverschiebungen (grün/orange) dominiert.
Die zeitliche Stellung der letztgenannten Störungen ist unsicher.
N
90°
180°
270°
Equal area projection,
lower hemisphere
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3
Anlage 3-15a

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Störungstektonik
Annberger Gneiskuppel
Aufschluss Steinbruch Dörfel
Linear 340/40
Abschiebung
violett
340/82
geöffnete Klüfte
mit Fluorit
ältere Störungen
060/88 sinistral
N
90°
180°
270°
Equal area projection, lower hemisphere
Südliche Steinbruchwand
E
W
Foto große NNW-fallende, abschiebende Flächen auf Westwand des Steinbruchs
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3
Anlage 3-15b

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Störungstektonik
Annberger Gneiskuppel
Aufschluss Steinbruch Dörfel
N
90°
180°
270°
Equal area projection, lower hemisphere
Die violett dargestellten NW-abschiebenden Störungen sind an der südwestlichen
Steinbruchswand im Abstand zwischen 20 - 50 m aufgeschlossen.
Sie markieren die jüngsten tektonischen Bewegungen.
Die Raumlage ist im Diagramm unten dargestellt.
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3
Anlage 3-15c

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Störungen mit Bewegungsindikatoren
belegen eine frühe latente SW- bzw SE-
gerichtete flache Abschiebung im Gneis (blau).
Ausgeprägt sind NW-streichende Blatt-
verschiebungen und unsichere Abschiebungen
(grün).
Die rot dargestellten Störungen wurden im Granit-
körper von Wiesenbad kartiert und sind zum Teil
hydrothermal mineralisiert.
Neben den bereits in den Gneisen dokumentierten
NW-streichenden Störungen treten NE-
streichende Blattverschiebungen auf (grün).
Kluft- und Störungstektonik
Annaberger Teilblock
Aufschlussgebiet Wiesenbad
Wiesenbad-Gneis
N
90°
180°
270°
Wiesenbad-Granit/Gneis
N
90°
180°
270°
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3
Anlage 3-16

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N
90°
180°
270°
Equal angle projection,
lower hemisphere
Störungstektonik
Niederbobritzscher Granitstock
Aufschluss Steinbruch Naundorf
Störungen und Bewegungs-
richtung auf den Flächen im
karbonen Granit
Die rot dargestellten Störungen
sind hydrothermal mineralisiert
und von Alterationszonen be-
gleitet. Die Lage der Störungen
ist im Foto oben dargestellt.
Die jüngeren Störungen sind
grün dargestellt.
Die anderen Störungen sind
zeitlich nicht zuzuordnen.
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3
Anlage 3-17

 
Störungen im Zittauer Becken
0 2 4 6 8 km
N
90°
180°
270°
N
90°
180°
270°
N
90°
180°
270°
N
90°
180°
270°
N
90°
180°
270°
Hirschfelder Granitrücken
Lausitzer Überschiebung
Waltersdorf - Jonsdorf
Lückendorfer Störung
Kohouty Vrch
Tagebau Turov
Haupt- (rot) und
Südstörung (grün)
?Pliozäne? Störung
Lausitzer Überschiebung
Verbreitung tertiärer
Sedimente und Vulkanite
Zittau
N
90°
180°
270°
Känozoische tektonische Entwicklung Sachsen - Anlage 3
Anlage 3-18