DAS NEUE ENERGIE- UND
KLIMAPROGRAMM FÜR DEN
FREISTAAT SACHSEN (EKP)
Worum geht es?
Bisher nutzen wir in Deutschland überwiegend Kohle, Öl und Gas
für die Strom- und Wärmeerzeugung oder als Kraftstoffe. Um die
Klimaziele zu erreichen, die 2015 in Paris vereinbart wurden, muss die
Energieversorgung grundlegend umgebaut werden.
Mehr erneuerbare Energien: Wind, Sonne,
Biomasse oder Wasserkraft
Energieeinsparung
Das Energie- und Klimaprogramm (EKP) beschreibt, wie wir diese Ziele
in Sachsen umsetzen.
WICHTIGSTER PUNKT:
Ausbau erneuerbare Energien
Bis 2024 sollen jährlich zusätzlich 4 Terawattstunden (TWh) Strom
aus erneuerbaren Energien gewonnen werden, bis 2030 sogar
10 TWh zusätzlich.
ZUM VERGLEICH:
2017 betrug die regenerative Stromerzeugung
in Sachsen knapp 6 TWh.
Wo stehen wir aktuell und wie
sehen die nächsten Schritte aus?
BEREITS ERFOLGT:
Informationsveranstaltungen zu erneuerbaren Energien und große
Online-Umfrage mit mehr als 1.300 Menschen. Rückmeldungen
fließen in das neue EKP ein.
Gutachten der Sächsischen Energieagentur (SAENA) über die
Potenziale für die erneuerbaren Energien in Sachsen.
AKTUELL:
Das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und
Landwirtschaft arbeitet mit anderen Ministerien und Behörden an dem
Entwurf des EKP.
NÄCHSTE SCHRITTE:
Das EKP soll im Sommer 2020 fertig sein.
Dann wird es in der Staatsregierung und im Landtag diskutiert.
Ende 2020 soll es in Kraft treten und bis ins Jahr 2030 gelten.
Bei der Umsetzung des EKP werden viele weitere Akteure einbezogen.
Denn es müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen und Förderan-
gebote angepasst werden. Dafür brauchen wir den Landtag, aber bei-
spielsweise auch die betroffenen Verbände und Vereine, die kommnalen
Interessensvertreter, die Energieversorger oder die Landnutzer.
Welche Hürden gibt es noch?
Natürlich wird das neue EKP es nicht allen Menschen recht machen
können. So gibt es viele Bürgerinitiativen, die sich gegen Windräder
oder neue Stromleitungen in ihrer Umgebung einsetzen. Alle
Argumente „dafür“ und „dagegen“ muss man ernst nehmen, und
man muss sie abwägen. Am Ende steht immer ein Kompromiss, und
jede Seite muss Zugeständnisse machen – sonst funktioniert die
Demo kr
atie
nicht
.
Was könnt Ihr tun?
Auch in der Schule und zu Hause kann man Energie einsparen. In Schu-
len können Energieeinsparprojekte oder das Schulprofil Klimaschule
eingeführt werden. Darüber hinaus können Schülerinnen und Schüler
sich dafür einsetzen, dass auf ihrer Schule eine Solaranlage
in
s
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a
lli
e
r
t
wir
d
,
sich in einer der zahlreichen Bürgerenergiegenossenschaften
engagieren oder
sich in die Diskussionen über Windparks und
Klimaschutzmaßnahmen einmischen.
SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR ENERGIE, KLIMASCHUTZ,
UMWELT UND LANDWIRTSCHAFT