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INTERNAT DES SÄCHSISCHEN LANDESGYMNASIUM FÜR SPORT LEIPZIG | MARSCHNERSTRAßE 30 | 04109 LEIPZIG
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HAUSORDNUNG FÜR DAS INTERNAT
DES SÄCHSISCHEN
LANDESGYMNASIUMS FÜR SPORT
LEIPZIG
STAND: JANUAR 2021
Der Aufenthalt im Sportinternat Leipzig dient der Förderung von sportlichen Leistungsträger*innen.
Alle Mitglieder der Internatsgemeinschaft verpflichten sich entsprechend der Verhaltenskodexe für
die Internatsbewohner*innen und Mitarbeiter*innen zu gegenseitigem Respekt und Rücksichtnahme.
Das beinhaltet, dass alle Bewohner*innen möglichst ungestört wohnen, leben, lernen und trainieren
können. Vorrang hat die individuelle Entfaltung der Persönlichkeit der Sportler*innen entsprechend
ihrer Bedürfnisse im Zusammenspiel mit einer schulisch und sportlich leistungsorientierten
Lebensführung.
Die Verordnungen zur Sicherheit, dem Brandschutz und Hygiene sind Bestandteil der Hausordnung
und können jederzeit beim Internatspersonal eingesehen werden.
§ 1 WOHNEN
1. Priorität hat der persönliche Wohn- und Lebensbereich der Bewohner*innen. Deshalb ist ohne
persönliche Anmeldung und ausdrückliche Genehmigung der Internatspädagog*innen der
Aufenthalt im Internat für alle Nichtbewohner*innen untersagt. Während der Besuchszeiten
können
sich angemeldete
Gäste
in
Begleitung der
Internatsbewohner*innen
in
den
Gesellschaftsbereichen aufhalten. Das Betreten der Wohnbereiche inklusive der Vorräume ist nur
für
Personensorgeberechtigte,
Familienangehörige,
Trainer*innen
und
andere
Erziehungspartner*innen nach persönlicher Anmeldung bei den Internatspädagog*innen gestattet.
Die Bewohner*innen sind für Ihre Gäste verantwortlich.
2. Beim Einzug und Auszug wird ein Protokoll erstellt, auf welchem vorhandene Schäden und
Verunreinigungen in den Zimmern dokumentiert werden. Beim Auszug müssen die Zimmer
einwandfrei (bzw. gemäß dem Protokoll) und gereinigt übergeben werden. Die Möbel in den

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Zimmern dürfen nicht umgestellt werden. Es ist nicht gestattet, die Möbel, Türen, Wände und
Fenster zu bekleben, zu bemalen, zu bohren oder anderweitig zu verändern.
3. Für die Reinigung und Ordnung ist jeder Bewohner / jede Bewohnerin eigenverantwortlich. Das
beinhaltet vor allem das regelmäßige Putzen, das tägliche Bettenmachen und Lüften sowie die
regelmäßige Müllentsorgung. Einmal wöchentlich werden die Fußböden der Zimmer durch eine
Reinigungsfirma gewischt. Dafür muss der Boden freigeräumt und alles hochgestellt werden.
Teppiche, Vorleger o.Ä. sind aus hygienischen Gründen nicht gestattet.
4. Der Freizeitbereich sowie die TV- und Computerräume können während der vorgesehenen Zeiten
von den Bewohnern*innen genutzt werden. Bei der Computernutzung haben schulische Belange
Vorrang.
5. Eigene Fernsehgeräte in den Zimmern sind ab Klassenstufe 9 mit Zustimmung der
Internatspädagog*innen gestattet, wenn dadurch die Leistungen nicht negativ beeinflusst werden,
die Nachtruhe eingehalten wird und andere Bewohner*innen dadurch nicht gestört werden. Die
Benutzung des Handys ist mit Beginn der Nachtruhe nicht gewünscht.
6. Im Internat besteht die Möglichkeit einer kostenfreien WLAN–Nutzung. Dazu gelten die
Festlegungen der zu unterzeichnenden Nutzungsvereinbarung. Die Nutzung der Computer der
pädagogischen Fachkräfte in den Büroräumen ist den Bewohner*innen untersagt.
7. Die feste Installation von elektronischen Assistenten (z.B. Alexa) ist nicht gestattet.
8. Aus Sicherheitsgründen sind die Zimmer während der Nachtruhe nicht von innen zu verschließen.
Beim Verlassen des Zimmers, sind die Türen zu verschließen, der Zimmerschlüssel ist mitzuführen.
Die Zimmerfenster und Zimmertüren sind bei Abwesenheit verschlossen zu halten. Die
Zimmerschlüssel dürfen nicht an Dritte – auch nicht an Familienangehörige – weitergereicht
werden.
9. Bewohner*innen dürfen auf dem Gelände ihre Fahrräder nur in die dafür vorgesehenen
Fahrradständer, an den vorhandenen Fahrradbügeln oder in dem videoüberwachten Fahrradkeller
abstellen. Der Fahrradkeller ist beim Verlassen zu verschließen. Für die Verkehrstauglichkeit der
Fahrräder sind die Internatsschüler*innen und deren Personensorgeberechtigte verantwortlich.
Nichtverkehrstaugliche Fahrräder sind innerhalb von 14 Tagen aus dem Fahrradkeller zu entfernen
10. Private elektrische Geräte müssen jährlich einer Prüfung durch eine Fachfirma unterzogen werden.
Die Geräte sind mit einem Prüfsiegel zu versehen. Die Veranlassung und die Kosten hierzu trägt der
Mieter / die Mieterin. Bei Verlassen des Wohnheimes sind die elektrischen Geräte in den
energiesparsamsten Zustand zu versetzen. Bei längerer Abwesenheit (Ferien, Trainingslager, etc.)
sind die Netzstecker zu ziehen.
11. Haushaltsgeräte, wie z.B. Toaster, Wasserkocher, Kaffeemaschinen usw. sind in den
Wohneinheiten nicht gestattet. Den Bewohner*innen ist es erlaubt, in den Etagenküchen eigene
elektrische Küchengeräte zur Zubereitung von Lebensmitteln (z.B. Toaster, Sandwichmaker) zu
benutzen. Die Geräte werden durch die pädagogische Fachkraft herausgegeben und nach erfolgter
Benutzung wieder verwahrt.
12. Die Haltung von Haustieren im Internat ist nicht gestattet.

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§ 2 VERPFLEGUNG
1. Die Vollverpflegung wird durch den Betreiber der Mensa entsprechend der Vertragsbedingungen
bereitgestellt. Die Bewohner*innen sind laut Miet- und Betreuungsvertrag verpflichtet, die
Vollverpflegung in Anspruch zu nehmen.
2. Das Betreten der Mensa, der Küchen und Freizeiträume im Internat in durchschwitzter und
unsauberer Trainingsbekleidung sowie das Tragen von Kopfbedeckungen während der Mahlzeiten
(ausgenommen sind medizinische und religiöse Beweggründe) sind nicht gestattet. Die Nutzung
von Handys ist während der Mahlzeiten unerwünscht.
3. Für die Zubereitung von Zwischenmahlzeiten und für die Selbstversorgung am Wochenende stehen
Küchen auf den Internatsetagen zur Verfügung. Für die Lagerung von verderblichen Lebensmitteln
sind die Kühlschränke auf den Etagen, bzw. die Gefrierschränke des Internats zu nutzen.
4. Die persönliche Grundausstattung an Geschirr und Besteck kann in hygienisch einwandfreiem
Zustand in den Zimmern gelagert werden. Weiteres Geschirr findet sich in den Etagenküchen.
§ 3 LERNEN UND TRAINIEREN
1. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen des Internats sind berechtigt, Einsicht in die schulischen
Unterlagen zu nehmen, insofern eine Genehmigung durch die Personensorgeberechtigten erteilt
wurde. Die Bezugspädagog*innen führen über jeden Bewohner / jede Bewohnerin eine
Bewohner*innenakte. Diese unterliegt dem Datenschutzgesetz und ist jederzeit für die
Personensorgeberechtigten einzusehen.
2. Die pünktliche Teilnahme am Unterricht und am Training ist verpflichtend und selbstverständlich.
Bei Erkrankungen und Unfällen von Internatsbewohner*innen sind umgehend neben den
Personensorgeberechtigten, die Internatspädagog*innen und nachfolgend der Trainer / die
Trainerin zu informieren, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen.
3. Bei Nichtteilnahme am Unterricht sind die Internatspädagog*innen vor 8:00 Uhr zu
benachrichtigen. In der Regel folgt ein Arztbesuch. Krankenscheine und ärztliche Bescheinigungen
sind den Internatspädagog*innen und dem
Trainer / der Trainerin vorzulegen. Bei
krankheitsbedingter Freistellung von Training und Schule von mehr als 2 Tagen oder einer
ansteckenden Krankheit fahren die Bewohner*innen grundsätzlich nach Hause. Die Heimreise ist
schnellstmöglich nach Eintreten eines der benannten Ereignisse anzutreten. Ausnahmeregelungen
sind in Absprache mit der Internatsleitung bzw. den verantwortlichen Internatspädagog*innen
möglich.
4. Für Internatsschüler*innen mit Trainings- oder Wettkampfverpflichtungen ist eine Anwesenheit
auch während der Wochenenden und Ferien nach Anmeldung möglich. Schließzeiten des
Internates werden im Vorfeld rechtzeitig angekündigt (in der Regel in den Weihnachtsferien sowie
die Wochenenden in den Sommerferien). Wenn ein Schüler / eine Schülerin angemeldet ist und
nicht anreist, hat eine Abmeldung seitens der Personensorgeberechtigten beim Internatspersonal
zu erfolgen.

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§ 4 ZEITLICHE REGELUNGEN
1. Die Hausruhezeit gilt unabhängig von den Ausgangs- und Nachtruhezeiten von 21:30 – 06:00 Uhr.
Während der Ruhezeiten und in den frühen Morgenstunden ist die Zimmerlautstärke einzuhalten
und jeglicher Lärm im Haus zu unterlassen.
2. Nachtruhezeiten:
Klassenstufe
Ausgang
Nachtruhe
5 | 6
20:00 Uhr
20:30 Uhr
7 | 8
21:00 Uhr
21:30 Uhr
9 | 10
21:30 Uhr
22:00 Uhr
10 s | 11 | 12 | 13
22:00 Uhr
22:30 Uhr
3. Die Zeiten gelten auch an Wochenenden und in den Ferien. Über individuelle Ausnahmen
entscheidet der / die diensthabenden Internatspädagog*innen oder der Internatsleiter.
4. Insofern dies nötig erscheint, werden Hausaufgaben und Lernzeiten individuell zwischen
Personensorgeberechtigten, Bezugspädagog*innen und Bewohner*innen verbindlich vereinbart.
5. Sofern die schulischen und aus der Internatsunterbringung resultierenden Verpflichtungen erfüllt
sind, kann verlängerter Ausgang oder ein verlängerter Abend pro Woche gewährt werden. Dieser
ist unter Berücksichtigung von schulischen und sportlichen Verpflichtungen des Folgetages zu
gestalten. Dabei verschieben sich die Ausgangs- und Nachtruhezeiten um eine halbe Stunde.
6. Auswärtige Übernachtungen von Internatsschüler*innen müssen im Vorfeld durch die
Personensorgeberechtigten schriftlich mit Unterschrift oder per Mail und Anruf beantragt werden.
Bei
Vorliegen
einer
Dauervollmacht
erfolgt
die
mündliche
Rücksprache
der
Personensorgeberechtigten
mit
den
Internatspädagog*innen.
Sofern
keine
sportlichen,
schulischen und aus der Internatsunterbringung resultierenden Verpflichtungen entgegenstehen,
wird der Übernachtung außerhalb des Internates zugestimmt.
7. Gäste sind zwischen 14:30 und 21:30 Uhr im Internat nach der Anmeldung beim Internatspersonal
willkommen. An Wochenenden, Feiertagen und Ferien können nach Absprache mit den
diensthabenden Pädagog*innen diese Zeiten verändert werden. Das unbefugte Betreten der
Wohnbereiche ohne Anmeldung beim Internatspersonal ist untersagt. Die Bewohner*innen sind
für die Einhaltung der Hausordnung durch ihre Gäste verantwortlich.
§ 5 NUTZUNG DER FREIZEIT- UND FUNKTIONSRÄUME
1. Zur Nutzung der Freizeit- und Funktionsräume (Tischtennis-, Darts-, Tischkickerraum sowie
Waschraum) kann im zentralen Büro der 1. Etage der jeweilige Schlüssel gegen Unterschrift
ausgeliehen werden. Die ausleihende Person hat diesen nach Beendigung der Benutzung dort
wieder abzugeben und eventuelle Beschädigungen
zu melden. Ansonsten kann der letzte Nutzer /
die letzte Nutzerin haftbar gemacht werden.

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2. Der Kraftraum im Keller des Internates ist grundsätzlich nur für Trainingseinheiten im Beisein des
Trainers vorgesehen. Der Gymnastikraum kann nach Absprache für eigenständig durchgeführte
Übungen genutzt werden.
3. Wasch-und Trockenräume: Das Waschen von Wäsche erfolgt ausschließlich im Waschkeller. Für das
Trocknen der Wäsche stehen dort Wäscheständer sowie ein Wäschetrockner zur Verfügung. Die
Fenster sind offen zu halten.
§ 6 NIKOTIN, ALKOHOL, RAUSCHMITTEL, WAFFEN UND
JUGENDGEFÄHRDENDE MEDIEN
1. Das Einführen, Aufbewahren und Konsumieren von Alkohol, sonstigen Rauschmitteln und
Tabakwaren ist im gesamten Areal strengstens untersagt. Unter das Rauchverbot zählen auch E-
Zigaretten, E-Shishas und alle ähnlichen Dinge.
2. Missbräuchlicher Alkoholkonsum und Rauschzustände auch außerhalb des Internatsgeländes
werden nicht geduldet. Es gelten hierzu die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes.
3. Der Besitz und Gebrauch von Waffen, waffenähnlichen Gegenständen, realitätsgetreuen
Spielzeugwaffen sowie Reizgas, Pfefferspray, Elektroschocker und ähnlichem sind strengstens
untersagt.
4. Pornografische Medien sind im Internat verboten.
5. Bei mitgebrachten Filmen, Computerspielen und sonstigen Medien sind die Altersfreigaben der FSK
und USK zu beachten.
§ 7 Haftung
1. Mutwillige und grob fahrlässige Zerstörungen und Verschmutzungen am Internatseigentum sowie
am Eigentum anderer Bewohner*innen werden disziplinarisch geahndet und verpflichten zum
Schadensersatz.
2. Für alle von ihnen verursachten Schäden haften die Bewohner*innen und haben sofortigen Ersatz
in Höhe der Reparatur- und Anschaffungskosten zu leisten.
3. Für die sichere Aufbewahrung von Geld- und Wertgegenständen sind die Bewohner*innen selbst
verantwortlich. Für abhanden gekommenes Geld und Wertsachen wird von Seiten des Internates
keine Haftung übernommen.
4. Die ausgegebenen Schlüssel sind Bestandteil einer Schließanlage. Der Verlust von Schlüsseln und
deren Beschädigung sind den Internatsmitarbeiter*innen umgehend mitzuteilen. Die Kosten für
Ersatzbeschaffung eines Schlüssels sowie die notwendigen Folgekosten werden vom Mieter / von
der Mieterin getragen.
In Ausnahmefällen (z.B. Pandemie) kann die Hausordnung teilweise außer Kraft gesetzt oder
ergänzende bzw. abweichende Regelungen getroffen werden.