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Sächsische Gartenakademie
Gartentelefon donnerstags 14-17 Uhr: 0351 2612-8080
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Pflanzenschutzhinweis
Befall durch Birnenknospenstecher
Hinweis 2018
Die ersten
Birnenknospenstecher
an den Birnen sind zu finden.
Im Herbst werden durch den Reifungsfraß der Käfer Blüten- und Blattknospen zerstört. Da auch die
Blütenknospen, die mit einem Ei des Käfers belegt wurden, nicht austreiben, kann es zu einem erheblich
reduzierten Blütenansatz im nächsten Frühjahr kommen. Der Birnknospenstecher ist ein etwa 5 mm
langer, braungrauer Rüsselkäfer mit einer breiten, hellen Querbinde auf den Flügeldecken. Dieser Käfer
hat eine Generation pro Jahr. Er führt zunächst einen Naschfraß auf den Birnbäumen durch. Später
legen die Weibchen ihre Eier einzeln in den Blütenknospen ab. Noch im Herbst oder erst im folgenden
Frühjahr schlüpft die Larve, welche die Knospe von innen her aushöhlt. Nach der Verpuppung (etwa im
Mai) schlüpft der Käfer aus der zerstörten Knospe. Schon bald verschwindet der Käfer wieder, um in
Spalten und Rindenritzen ein »Übersommerungsversteck« aufzusuchen. Erst Mitte bis Ende September
kehrt er wieder in den Kronenbereich der Bäume zurück.
In befallsgefährdeten Birnenbeständen kann eine Bekämpfung nach der Ernte erfolgen. Werden Käfer
gefunden, kann Bayer Garten Gartenspray Calypso Perfekt eingesetzt werden
Im Herbst und Winter können an Zimmerpflanzen
Trauermücken
(»Schwarze Fliegen«) auftreten.
Während die erwachsenen Fliegen für den Menschen nur lästig sind, sind die Larven in der Topferde in
der Lage erhebliche Wurzelschäden zu verursachen. Besonders warme und feuchte Erde begünstigt die
Entwicklung der Schädlinge. Erwachsene Tiere können mit Gelbstickern abgefangen werden. Zur
Reduzierung der Larven sollten die Pflanzen trockener gehalten und möglichst nur von unten gegossen
werden. Zusätzlich ist der Einsatz von SF-Nematoden zu empfehlen (Bestellkarten dazu im Handel
erhältlich).