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II. Jahreskonferenz des Demokratiezentrums Sachsen
01.06.2017 in Chemnitz
Wann, wenn nicht jetzt? – Bürgerschaftliches Engagement stärken
Tagungsimpuls:
„Engagementförderung ist Demokratieförderung“
Andreas Pautzke
Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement
Stellvertretender Geschäftsführer
Leiter des Arbeitsbereiches „Demokratiestärkung im ländlichen Raum“
Andreas Pautzke, BBE, II. Jahreskonferenz des Demokratiezentrums Sachsen am 01.06.2017 in Chemnitz
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II. Jahreskonferenz des Demokratiezentrums Sachsen
01.06.2017 in Chemnitz
Engagementpolitik ist Demokratiepolitik
Engagementpolitik schafft den Rahmen, in dem Menschen nach ihren je eigenen
Interessen, Werten und Möglichkeiten Verantwortung für die Gesellschaft
übernehmen. Engagement gestaltet die Gesellschaft – auch im Kleinen – und
ermöglicht zugleich Erfahrungen, durch die demokratische Haltungen und Werte
entstehen können.
Engagementpolitik ist daher Gesellschaftspolitik und aufs engste mit der Agenda
der Demokratiepolitik verbunden.
Gutes Engagement und die Erfahrung der Selbstwirksamkeit sind der beste
Beitrag zur Prävention gegen alle Formen unzivilen Handelns (Gewalt,
Menschenfeindlichkeit, Intoleranz…), die auch die Bürgergesellschaft und damit
die Demokratie gefährden.
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01.06.2017 in Chemnitz
Bürgerschaftliches Engagement
Bürgerschaftliches Engagement ist das eigensinnige selbstgewählte Handeln
selbstbewusster Bürger*innen.
Neben der Freiwilligkeit, der kooperativen Umsetzungs- und Erbringungsweise
und der Abwesenheit von materieller Gewinnorientierung des Engagements
gehören dessen Gemeinwohlorientierung und seine Orientierung an der Arena
des öffentlichen Raums zu seinen Definitionsmerkmalen (Deutscher Bundestag 2002, S. 86).
Das „bürgerschaftliche“ am Engagement ist gerade in diesen beiden
letztgenannten Definitionskriterien grundgelegt und lässt sich plastisch in dem
empirisch vorgefundenen Motiv der Mehrzahl der Engagierten übersetzen,
durch ihr Engagement
die Gesellschaft zumindest im Kleinen mitgestalten zu wollen
. (BMFSFJ 2010, S. 12)
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Bürgerschaftliches Engagement als Bürgerrecht
Bürgerschaftliches Engagement ist wichtige Quelle und unverzichtbares
Bürgerrecht einer starken, demokratisch verfassten, sozial gerechten und
kulturell vielfältigen Zivilgesellschaft.
Um populistischen Akteuren entschieden entgegentreten zu können, sind die
Gestaltungsspielräume und Zivilcourage der engagierten Bürgerinnen und
Bürger in der demokratischen Gesellschaft zu stärken. (BBE, 2017)
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II. Jahreskonferenz des Demokratiezentrums Sachsen
01.06.2017 in Chemnitz
Demokratieförderung ist Engagementförderung !
Demokratisches Zusammenleben und gesellschaftlicher Zusammenhalt werden
durch das bürgerschaftliche Engagement, die Übernahme von
Mitverantwortung durch die Bürgerinnen und Bürger, wesentlich getragen.
Demokratieförderung heißt deshalb, an den Motiven der Bürgerinnen und
Bürger für ihr freiwilliges gemeinwohlorientiertes Engagement anzusetzen, diese
in den Mittelpunkt zu stellen und sie bei der Umsetzung ihres Engagements zu
unterstützen.
Demokratieförderung kann nur gelingen, wenn sie die vorhandenen Strukturen
der Engagementförderung einbezieht, unterstützt und stärkt.
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Wer fördert bürgerschaftliches Engagement?
Politik:
Gesetzgebung, Bedingungen, Anerkennung, „Türöffner“
Staat:
Europa, Bund, Länder, Landkreise, Kommunen
Wirtschaft:
Unternehmen, Gewerkschaften, Wirtschaftsverbände
Zivilgesellschaft:
Mitgliederverbände, Fachverbände, Bündnisse, gemeinnützige Einrichtungen und Vereine,
Stiftungen, Wissenschaft, Bürgerinitiativen, Bildungsträger, Sozialunternehmen,
Einzelpersonen
(z. Bsp. als Kümmerer, Spender, Berater),
Medien
Infrastruktureinrichtungen:
Freiwilligenagenturen, MGH´s, Seniorenbüros, Freiwilligenzentren, Bürgerstiftungen,
Bündnisse für Familie, Netzwerke und:
u.a. auch Lokale Partnerschaften für Demokratie
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BBE als organisationsbezogenes trisektorales Netzwerk
2002:
28 Gründungsmitglieder
März 2017:
265 Mitgliedsorganisationen
(wachsend)
Davon aus:
Staat
30
(Bund, Länder, Kommunen)
Wirtschaft
29
(Unternehmen, Gewerkschaften)
Zivilgesellschaft:
206
Verbände:
61
Fachorganisationen: 74
Stiftungen:
31
Wissenschaft:
19
Einzelpersonen:
21
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Aufgaben des Netzwerks:
Austausch und Abstimmung
Fortbildung und Qualifikation
Beratung und Service
Forschung und Kommunikation
Umsetzung:
Internetplattform, Newsletter
7 Arbeitsgruppen und 6 Themenpatinnen und -paten
Austausch:
Fachtagungen, Mittagsgespräche, Hintergrundgespräche,
Fachwerkstätten…..
Publikationen:
Buchreihe, Magazine zur Aktionswoche, Dokumentationen
Fortbildung, Qualifikation:
Civil Academy, Vorträge, Podien
Anerkennungskultur:
Woche des bürgerschaftlichen Engagements
Netzwerkprojekte und Arbeitsbereiche
(u.a. Demokratiestärkung im ländlichen
Raum, Kooperationsprojekt Bürgerhaushalte…..)
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Begriffe aus dem Feld der Demokratieförderung
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Demokratieberatung
Politische Bildung
GMF
Extremismusprävention
LGBT*I*
Anti-Gewalt-Training
Gegenkultur
Homophobie
Antisemitismus
Schule ohne Rassismus
Inklusion
Ziganismus
Intervention
Mediation
Opferperspektive
Narrative
Empowerment
Bunt statt Braun

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Begriffe aus dem Feld des Engagements
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Bürgerbus
Kunstscheune
Begegnungszentrum
Seniortrainer
Mehrgenerationenhaus
Lesepatenschaft
Dorfladen
Hospizarbeit
Willkommensinitiative
Heimatstube
Integrationstag
Freiwilligenagentur
Naturpflege
Schülerladen
Stadtteilfest
Kulturloge
Die Tafel
Dorfkirche

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Beispiel:
„Im gemeinsamen Gespräch werden Stärken und Schwächen analysiert,
Projektideen formuliert und
zusammen
mit den Bürgerinnen und Bürgern
entsprechende Lösungsansätze entwickelt.
Die Themen
, die wir für Sie mitbringen
und dann diskutieren wollen,
wählen Sie selbst
. Unser gemeinsames Ziel sollte es
dabei sein, engagierte Bürgerinnen und Bürger
in ihrem Tun
für die Heimat
zu
stärken und zu unterstützen
.“
Prof. Dr.-Ing. Henning Bombeck
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Blick über den Tellerrand: Bürgerbeteiligung
Beispiel
Fach- und Koordinierungsstellen der
Lokalen Partnerschaften für
Demokratie
Beispiel
Demokratieberater*innen
Beispiel
Regionale Aktionsgruppen /
Regionalmanager
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Beispiel: Schwarzburg in Thüringen
„Denkort für Demokratie“ –
Ort der Unterzeichnung der Weimarer Verfassung 1919
LEADER-Regionalmanagement:
Attraktivitätssteigerung für Tourismus / Investitionen und Baumaßnahmen
Lokale Partnerschaft für Demokratie:
Historischen Ort unter Aspekten der politischen Bildung erlebbar und
lebendig gestalten
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Publikationen des Arbeitsbereichs
Demokratiestärkung im ländlichen Raum
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