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Begleitpublikation zur Ausstellung
Jens Kugler:
Bodenschätze. Sächsische Bergreichtümer in
Archivalien des Bergarchivs Freiberg (Veröffentlichungen
des Sächsischen Staatsarchivs, Reihe A, Band 11)
Halle/S. 2008, 22,– €
ISBN 978-3-89812-590-1
Braunkohlengrube Kaditzsch bei Grimma (um 1885)
Die Belegschaft des Zwickauer vertrauensschachtes (1910)
„Edelsteinmandat“ (1732)
Kohlenbergleute (1894)
Mittelbar berührten Erfolg und Misserfolg von
Bergbauunternehmungen das ganze Land. Im
sächsischen Montanwesen folgten Zeiten der
Stagnation stets neue Entwicklungen. Bei
manchen Lagerstätten änderte sich das Ziel des
Bergbaus. Einige, bereits stillgelegten Lagerstätten
erlebten in nur wenigen Jahrzehnten eine
Renaissance. Nur wenige Rohstoffe wurden in
der Vergangenheit vollständig abgebaut.
Anhand von ausgewählten Bodenschätzen wird in
der gleichnamigen Ausstellung des Sächsischen
Staatsarchivs beispielhaft sächsische Bergbauge-
schichte dargestellt. Die Gewinnung jedes
Bodenschatzes hat ihre eigene Geschichte, stellt
einen eigenen Aspekt der sächsischen Montange-
schichte dar. Das Bergarchiv Freiberg besitzt einen
umfangreichen Bestand an verschiedensten
Archivalien, der die Geschichte des Abbaus, der
Aufbereitung und Verarbeitung verschiedenster
Rohstoffe belegt. Allein die historischen Unterlagen
zum Silbererzbergbau bilden einen riesigen Fundus.
Die sächsischen Bodenschätze und ihr Abbau
haben im Landschaftsbild und in der Kultur
Sachsens deutlich sichtbare Spuren hinterlassen.
Die Ausstellung zeigt eine Auswahl unterschied-
lichster Dokumente aus der Überlieferung des
Bergarchivs Freiberg, welche die Erkundung,
Aufsuchung, Gewinnung und Verarbeitung von
Bodenschätzen in Sachsen in ihren bergbauhisto-
rischen Kontext einbetten. Während die
Ausstellung über einen längeren Zeitraum im
Schloss Freudenstein zu sehen sein wird, wandert
sie zeitgleich als Tafelausstellung durch Sachsen.
Impressum:
Herausgeber: Sächsisches Staatsarchiv, Wilhelm-Buck-Straße 4, 01097 Dresden
Stand: Oktober 2008
Vorlagen: Sächsisches Staatsarchiv / Bergarchiv Freiberg
Gestaltung: Zwölf Medien GbR, Berlin
www.archiv.sachsen.de
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STEINKOHLE
KAOLIN
BRAuNKOHLE
Sachsen war und ist ein an Bodenschätzen reiches
Land. Seit dem hohen Mittelalter war es eines der
reichsten Territorien Mitteleuropas. Einen wichtigen
Beitrag dazu lieferten seine Bodenschätze. Vor allem
Silber, Zinn, Kupfer und Kobalt, die alle dem
landesherrlichen Bergregal unterlagen, bescherten
den Kurfürsten erhebliche Einnahmen.
Abgebaut wurden diese Bodenschätze zunächst vor
allem im genau so genannten Erzgebirge. In
größeren Zeiträumen verschob sich allerdings der
Fokus: Nach den hochmittelalterlichen Silberfunden
in Freiberg, im Spätmittelalter am Schreckenberg
(Annaberg) und Schneeberg, wurde später ein
wesentlicher Teil des sächsischen Silbers als
Nebenprodukt der Kupferverhüttung gewonnen.
Mit dem Kaolin rückten ab dem 18. Jahrhundert
seltene Erden in das Gesichtsfeld, im 19. Jahrhundert
kamen mit der Stein- und Braunkohle die fossilen
Brennstoffe als Voraussetzung für die Industrialisie-
rung hinzu. Sächsisches Kobalt hatte vom 16. Jahr-
hundert bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts
eine weltweite Monopolstellung inne, da wichtige
Manufakturzweige wie die Glasherstellung und die
Keramik ohne diesen Grundstoff nicht auskamen.
Das Blau der Delfter Kacheln stammte über einen
langen Zeitraum hinweg ausschließlich aus Sachsen.
Eine ähnliche Bedeutung erlangte das Kaolin,
nachdem es im Jahr 1707 dem »Goldmacher«
F. W. Böttger gelungen war, daraus Porzellan
herzustellen.
Das breite Spektrum der sächsischen Bodenschätze
wird so deutlich. Es waren nicht nur die unmittel-
baren Bergbauregionen, die vom Abbau und der
Verarbeitung der Bodenschätze profitierten.
uranerz-verkauf (1909)
Kalkbrüche bei maxen (18. Jahrhundert)
Ehrenfriedersdorfer Zinnerztrümerzug
Wassergöpelanlage auf dem Reichelt-Schacht (1818)
Die Kaolinlagerstätte der Weißen Erden Zeche (1819)
Akte über die Hüttenrauchschäden (1857–1863)
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