AUSBAU VON RADWEGEN
Worum geht es?
Die Staatsregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Fahrradinfrastruktur
erheblich auszubauen und zu verbessern. Radfahren soll sicherer und
attraktiver werden und der Radverkehr dadurch insgesamt gestärkt
werden. Wichtige Schritte auf diesem Weg:
In allen verkehrs- und städteplanerischen Konzepten soll das Fahr-
rad stärker als bisher berücksichtigt und die Fahrrad-Infrastruktur
entsprechend ausgebaut werden.
Lücken im bestehenden Netz sollen schrittweise geschlossen und
durchgängige Radverkehrsverbindungen geschaffen werden.
Radschnellwege sollen als besonders leistungsfähige Verbin-
dungen des Alltagsradverkehrs entstehen.
Beim Neu- und Ausbau von Bundes- und Staatsstraßen werden
Radwege von Beginn an mit geplant und angelegt, wenn geeignete
sonstige Führungen fehlen.
Die neue Radverkehrskonzeption Sachsen 2019 ist Grundlage für
die zukünftige Entwicklung es Alltagsradverkehrs und des touris-
tischen Radverkehrs im Freistaat Sachsen. Sie setzt zusammen mit
dem Landesverkehrsplan 2030 den Rahmen für die weitere
strategische Ausrichtung der Radverkehrsaktivitäten im Freistaat
Sachsen.
Welche konkreten Maßnahmen setzt
die Staatsregierung derzeit um?
Der Freistaat Sachsen hat 540 km Radwege an Bundes- und Staats-
straßen der höchsten Priorität bereits beauftragt. Rund 81 km und
weitere 45 km Radwege wurden bereits baulich fertig gestellt und
für den Verkehr freigegeben. Die restlichen Strecken sind in Planung
oder im Bau.
Der Freistaat Sachsen übernimmt Konzeptionierung, Finanzierung und
Umsetzung der Erstausstattung des landestouristischen Radwege-
netzes SachsenNetz Rad im Umfang von über 5.100 km mit aktueller
durchgängiger Wegweisung.
Die Staatsregierung unterstützt darüber hinaus die Kommunen beim
Ausbau des kommunalen Radwege-Netzes, indem sie bis zu 90 Prozent
der förderfähigen Kosten übernimmt.
Welche Hürden und
Schwierigkeiten gibt es?
Freistaat und Kommunen dürfen Radwege nicht einfach so bauen.
Radwege müssen geplant und genehmigt werden. Das ist ein kom-
plexer, mehrstufiger Prozess. Dazu gehören u. a.: Voruntersuchung
mit Variantenuntersuchung zur Linienfindung, Herausarbeitung der
öffentlichen und privaten Betroffenheiten, Genehmigungsverfahren
(Planfeststellung), Ausarbeitung des technischen Entwurfs.
Ein – oft zeitrelevanter – Punkt im Genehmigungsprozess sind
etwa die umweltfachlichen Untersuchungen und Genehmigungen
(insbesondere infolge der europäischen Umweltgesetzgebung
mit Vorgaben zum Artenschutz und Fauna-Flora-Habitat) sowie
er
forderlicher
Grunder
werb.
Was gilt es zu tun?
Da die Verbesserung und Förderung des Radverkehrs vor allem eine
kommunale Aufgabe ist, sind die Landkreise, Städte und Gemeinden
sowie der ADFC Sachsen wichtige Partner beim Ausbau von Radwegen.
WICHTIGE SCHRITTE:
Aufstellung kommunaler Radverkehrskonzepte
Benennung von Verantwortlichen für den Radverkehr
kontinuierliche Investitionen in den Radverkehr
STAATSMINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT, ARBEIT UND VERKEHR