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Sächsisches Landesamt
Branchenbezogene Merkblätter
Stand: 09/2012
für Umwelt, Landwirtschaft
zur Altlastenbehandlung
Bearbeiter: Prof. Burmeier
und Geologie
Ing.gesellschaft mbH (BIG)
Verena Enzner, Institut für
Abfallwirtschaft u. Altlasten
22: Transformatoren- und
Referat Boden, Altlasten
Umformerstationen
Seiten: 18
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Branchentypisches Schadstoffpotenzial
1.1
Gesetzliche Grundlagen der ehemaligen DDR
Folgende Richtlinien und Normen, die im Zusammenhang mit der Altlastenproblematik für den Be-
reich Transformatoren- und Umformerstationen relevant sind, existierten in der DDR:
- RGW 1103
Leistungstransformatoren. Allgemeine technische Forderungen; Ausgabe
1980-04-00
- RGW 634
Leistungstransformatoren. Stufenschalter. Technische Forderungen; Ausgabe
1980-01-00
- TGL 17580/03
Mineralölerzeugnisse. Isolieröle. Transformatorenöle; Ausgabe 1986-11-00
- TGL 190-159/01
Elektroenergie-Verteilung. Instandhaltung. Allgemeine Forderungen; Ausgabe
1987-09-00
-TGL 190-159/06
Elektroenergie-Verteilung. Instandhaltung. Transformatoren- und Schaltsta-
tionen bis 30 kV; Ausgabe 1985-08-00
- TGL 190-159/07
Elektroenergie-Verteilung. Instandhaltung. Umspann- und Schaltwerke bis
110 kV Oberspannung; Ausgabe 1981-01-00
- TGL 190-159/08
Elektroenergie-Verteilung. Instandhaltung. Zustandsabhängige
Instandhaltung; Ausgabe 1987-09-00
- TGL 190-159/10
Elektroenergie-Verteilung. Instandhaltung. Schaltgeräte über 1 kV.
Instandhaltungsstrategie; Ausgabe 1984-11-00
-TGL 190-167/02
Transformatoren und Drosseln. Inbetriebnahme; Ausgabe 1970-03-00
- TGL 190-167/03
Transformatoren und Drosseln. Bedienen von Drehstromtransformatoren mit
Oberspannung über 1 kV; Ausgabe 1989-01-00
- TGL 190-167/04
Transformatoren und Drosseln. Erdschlussdrosseln. Betrieb; Ausgabe 1973-
01-00
- TGL 190-202/04
Erstausrüstung von Umspannwerken. Umspannwerke 110 bis 380 kV.
Arbeitsschutz; Ausgabe 1980-07-00
- TGL 190-202/06
Erstausrüstung von Umspannwerken. Unbesetzte Umspannwerke unter 110 kV
Arbeitsschutz und Inventar; Ausgabe 1980-03-00
- TGL 190-209/01
Transformator-Kabelstationen. Plattenbauweise Cottbus. Typen, Allgemeine
Forderungen; Ausgabe 1986-05-00
- TGL 190-209/04
Transformator-Kabelstationen. Erfurt IV. Typen. Allgemeine Forderungen;
Ausgabe 1970-12-00
- TGL 190-209/07
Transformator-Kabelstationen. Streifenbauweise. Typen. Allgemeine
Forderungen; Ausgabe 1970-12-00
- TGL 190-209/10
Transformator-Kabelstationen. Ziegelbauweise Dresden. Typen, Allgemeine
Forderungen; Ausgabe 1989-03-00
- TGL 190-210/01
Transformator-Freileitungsstationen. Plattenbauweise Cottbus. Typen,
Allgemeine Forderungen; Ausgabe 1983-07-00
- TGL 190-219
Transformator-Stationen für Abnehmer; Ausgabe 1969-07-00
- TGL 190-236/02
Errichtungsvorschriften für Umspannwerke, Schaltwerke und Umformer-
werke. Allgemeine bautechnische Forderungen für Außenanlagen; Ausgabe
1982-03-00
- TGL 190-236/03
Errichtungsvorschriften für Umspannwerke, Schaltwerke und Umformer-
werke. Allgemeine elektrotechnische Forderungen für luftisolierte Anlagen;
Ausgabe 1983-12-00

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- TGL 190-236/05
Errichtungsvorschriften für Umspannwerke, Schaltwerke und Umformer-
werke. Vereinfachtes Umspannwerk 110 kV als Außenanlage, 2 Leitungs-
anschlüsse, 2 Transformatoren; Ausgabe 1988-03-00
- TGL 190-236/06
Errichtungsvorschriften für Umspannwerke, Schaltwerke und Umformer-
werke. Schaltanlage 110 kV mit Sammelschiene als Außenanlage; Ausgabe
1989-02-00
- TGL 190-236/08
Errichtungsvorschriften für Umspannwerke, Schaltwerke und Umformer-
werke. Schaltanlage 220 kV mit Sammelschiene als Außenanlage; Ausgabe
1975-09-00
- TGL 200-1570
Transformatoren. Ölablässe; Ausgabe 1979-09-00
- TGL 200-1620/01
Hochspannungsgeräte. Drehstrom-Trockentransformatoren über 1 kV bis 10 kV.
Verteilungstransformatoren 63 bis 1000 kVA; Ausgabe 1980-01-00
- TGL 22213/01
Landeskultur und Umweltschutz. Schutz der Gewässer. Grundlegende
Forderungen zum Schutz vor Mineralölen; Ausgabe 1976-09-00
- TGL 22213/02
Landeskultur und Umweltschutz. Schutz der Gewässer. Lagerung von
Mineralölen; Ausgabe 1977-01-00
- TGL 22213/03
Landeskultur und Umweltschutz. Schutz der Gewässer. Umfüllung von
Mineralöl; Ausgabe 1977-01-00
- TGL 28593/01
Innenraum-Schaltanlagen. Transformatorboxen für Schwerpunkt Laststa-
tionen. Nennspannung 6 bis 20 kV; Ausgabe 1984-07-00
- TGL 34718
Transformator-Kabelstationen in Kompaktbauweise. Nennspannung 10kV;
Ausgabe 1986-10-00
- TGL 8788-01
Brandschutz für Elektroenergieanlagen. Transformatoren, Drosseln und
Gleichspannungs-Erzeugungsanlagen für Elektroabscheider; Ausgabe 1969-
04-00
- TGL 9520
Hochspannungsgeräte. Transformatoren. Drosselklappen;
Ausgabe 1975-12-00
- TGL 9832/01
Hochspannungsgeräte. Drehstrom-Öltransformatoren. Nennleistung 100 bis
1600 kVA; Ausgabe 1989-08-00
- TGL 9832/03
Hochspannungsgeräte. Drehstrom-Öltransformatoren. Nennleistung über 1600
bis 10 000 kVA; Ausgabe 1984-06-00
- Richtlinie zum Schutz der Gewässer beim Verkehr mit Kraftstoffen und Ölen entsprechend
Wasserrecht der DDR, 1984.
Aufgrund der im Nachfolgenden dargestellten Relevanz von Herbiziden wird bezüglich der Richtli-
nien und Normen auf die Inhalte des detaillierten branchenbezogenen Merkblattes Nr. 20 - „Gärtne-
reien“ [L
FULG 2010] verwiesen.
1.2
Einteilung
Standorte von Trafo- und Umformerstationen können eingeteilt werden
- nach Stellung im Verteilungsnetz ( regional/überregional)
- nach der Spannungsebene
- nach dem Verantwortungsbereich (territorial – zentrale/regionale Energieversorgungsunternehmen
sowie betriebliche Standorte).
Es werden technologisch folgende Unterscheidungen für die jeweiligen Stationen getroffen.
Ein
Umspannwerk / eine Umspannstation
ist eine elektrische Anlage. Sie ist Teil des elektrischen
Versorgungsnetzes
eines
Energieversorgungsunternehmens
und dient zum Umspannen von elektri-
schem Strom und somit der Verbindung unterschiedlicher
Spannungsebenen.
Umspannwerke / -
stationen setzen die hohe Übertragungsspannung in die Verbraucherspannung um. Somit wandeln sie
die Wechselspannung von 380 kV bzw. 220 kV auf 110 kV um. Der Strom mit dieser Spannung wird
dann weiter regional zu den Umspannwerken verteilt, welche die Spannung von 110 kV auf 20 kV
umwandeln. Neben den
Leistungstransformatoren
bestehen Umspannwerke immer aus
Schaltanlagen,
die als Freiluftschaltanlage oder in gekapselter Form als
gasisolierte
Schaltanlage
und
weiteren Einrichtungen zur Mess- und Regeltechnik aufgebaut sind. Anlagen ohne Transformatoren
werden auch als
Lastverteilerwerk
(Lastverteiler oder Schaltwerk) bezeichnet.

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In einer
Transformatorenstation
, auch Umspannstation, Netzstation oder kurz Trafostation genannt,
wird die elektrische Energie aus dem
Mittelspannungsnetz
mit einer
elektrischen
Spannung
von 10
bis 36 kV auf die in
Niederspannungsnetzen
(Ortsnetzen) verwendeten 400/230 Volt zur Versorgung
der Niederspannungskunden transformiert (umgewandelt). Eine Trafostation besteht im Wesentli-
chen aus dem Gebäude, mindestens einem
Transformator,
einer Mittelspannungsschaltanlage und
mindestens einer Niederspannungsverteilung. Bei einfachen Trafostationen können die Mittelspan-
nungsschaltanlage auch nur aus einem Mittelspannungsschalter mit Trafosicherungen und die Nie-
derspannungsverteilung aus nur einem niederspannungsseitigen Trafoschalter bestehen.
Umformer
bzw.
Umformerstationen
dienen der Wandlung von Stromarten, z. B. Gleichstrom in
Wechselstrom bzw. Wechsel der Frequenz bei Wechselstrom.
Transformatoren- und Umformerstationen können darüber hinaus
Leistungskondensatoren
zur
Blindstrom- bzw. Phasenkompensation enthalten.
1.3
Technologische Grundlagen
Die Umformstationen bzw. Transformatorenanlagen, welche bei Hoch- und Mittelspannungsspeisung
die für die Elektroenergieversorgung der betreffenden Einrichtungen notwendige Niederspannung
zur Verfügung stellen, werden in sog. Transformatorenstationen (Trafohäuser oder Freiluftanlagen)
untergebracht.
In den Stationen werden hauptsächlich drei
Transformatorenarten
verwendet:
- luftgekühlte Transformatoren
- Gießharztransformatoren
- flüssigkeitsgekühlte Transformatoren.
Von diesen Transformatoren haben nur die flüssigkeitsgekühlten eine altlastenrelevante Bedeutung,
da hier der Kern und die Wicklung in Öl eingeschlossen sind.
Bei den ölgefüllten Transformatoren ist der Einbau eines sog. Buchholzrelais zwischen Trafogehäuse
und Ölausdehnungsgefäß möglich. Es dient der Vorwarnung bzw. Abschaltung bei Überlastung,
Kurzschluss oder Isolationsfehlern.
Oftmals dienten Sammelleitungen für ölhaltige Abwässer sowie
Ölabscheider und Ölsammelgru-
ben und -auffangtassen
zum Auffangen der verwendeten Öle bei Leckagen und bei Handhabungs-
verlusten. Die Sicherungs- und Auffangsysteme (Trafotassen) müssen jedoch nicht immer vorhanden
gewesen sein. So lassen sich bei Freiluftschaltanlagen zum Beispiel folgende Arten der Installation
unterscheiden:
-
in einer Ölwanne und Ölabscheidesystem,
-
auf einem Schotterbett mit und ohne Ölauffangtasse,
-
auf Schienen ohne Ölauffangtasse.
E-Spulen (Drosseln) wurden zumeist mit Ölsammelgruben gesichert.
Von den flüssigkeitsgekühlten Transformatoren existieren zwei Arten, die sich durch ihre Kühl- und
Isolierflüssigkeiten (Transformatorenöle) unterscheiden:
-
mineralölgefüllte Transformatoren
-
PCB-gefüllte Transformatoren

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Die in
mineralölgefüllten Transformatoren
verwendeten Öle werden aus Erdöldestillaten gewon-
nen (leichtes Spindelöl, Gasöl). Um die erforderlichen Eigenschaften zu erhalten, werden diese noch
unter besonderen Bedingungen verändert. Grundsätzlich ist bei Transformatorenölen auf Mineralöl-
basis von hochreinen Mineralölen auszugehen.
Die Mineralöle finden neben den Transformatoren auch in Kondensatoren, Wandlern, Drosseln, Leis-
tungsschaltern sowie in ölgefüllten Kabeln Verwendung.
PCB-gefüllten Transformatoren
enthalten Mischungen verschiedener PCB (Monochlorbiphenyle
bis Nonachlorbiphenyle) sowie Tri- und Tetrachlorbenzole. Die höher chlorierten Biphenyle sind
bioakkumulierbar und biologisch kaum abbaubar. PCB-basierte Trafoöle fanden im Bereich der
ehem. DDR nach einschlägigen Recherchen und Zeitzeugenbefragungen sehr wahrscheinlich keine
Verbreitung. PCB dürfen wegen ihrer hohen Toxizität seit 1983 nicht mehr hergestellt werden. Seit
1989 darf in Deutschland keine Verwendung mehr stattfinden.
Umformer
enthalten keine Isolieröle. Ihre Umweltrelevanz besteht wenn überhaupt, im Einsatz von
Schmiermitteln für mechanisch bewegte Teile bzw. bei vorhandenem Anschluss von ölgefüllten Ka-
beln.
Neben Transformatoren können anlagenspezifisch
Leistungskondensatoren
eingesetzt worden sein.
Diese konnten auf Grund der günstigen dielektrischen Eigenschaften ebenfalls mit PCB-haltigen
Ölen als Isolierflüssigkeit gefüllt sein. Hier ist jedoch auch für den Bereich der ehem. DDR von einer
Verbreitung bis zu o. g. Verbotszeitraum auszugehen.
1.3.1
Charakterisierung der vorkommenden Stoffgruppen
Nachfolgend sind die typischen Stoffgruppen aufgeführt, die branchentypisch relevant sein können.
Daneben sind aufgrund der häufigen Verbindung von Trafostandorten mit sonstigen industriellen
Nutzungen ggf. weitere Schadstoffe bei der Altlastenbearbeitung nutzungsspezifisch abzuleiten.
1.)
Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW)
2.) Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
3.) Polychlorierte Biphenyle (PCB)
4.) Polychlorierte Terphenyle (PCT)
5.) Dioxine
6.) Herbizide (zur Bewuchsbekämpfung)
Zu 1.)
Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW)
Bedeutung
Unter dem Begriff MKW werden im allgemeinen die unter Normalbedingungen flüssigen Verarbei-
tungsprodukte der Rohöle wie Ottokraftstoffe, Mitteldestillate (leichtes Heizöl, Dieselkraftstoff) und
schweres Heizöl sowie Produkte weiterer Verarbeitung wie z. B. Motorenöle, Scheideöle, emulgierte
Produkte, Trafoöle etc. zusammengefasst (überwiegend gesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffe
mit einer Kettenlänge bis C40). Kohlenwasserstoffe sind wesentlicher Bestandteil des Erdöls und
werden durch Raffination als Fraktionen unterschiedlicher Siedebereiche daraus isoliert.
Chemisch-physikalische Eigenschaften
Im reinen Zustand sind Kohlenwasserstoffe farblos. Sie sind mit Wasser nicht mischbar, jedoch in
geringem Umfang darin löslich. Ihre Dichte liegt deutlich unter der des Wassers. Sie sind hydrophob
und flüchtig. Die flüssigen Kohlenwasserstoffe sind brennbar oder sogar leicht entzündlich.
Verhalten im Untergrund
Die Mobilität der MKW hängt stark von der Kettenlänge der Komponenten ab. Mit zunehmender
Kettenlänge nehmen die Wasserlöslichkeit und Flüchtigkeit ab und die Viskosität zu. Die Ausbrei-
tung der MKW im Untergrund erfolgt i. d. R. als Ölphase. Wenn der Druck der Ölphase groß genug
ist, können MKW in das Grundwasser eindringen. Wegen der geringen Dichte reichern sich die
MKW i. d. R. im Kapillarraum an („aufschwimmende Phase“).
MKW entwickeln im Grundwasser stationäre Kontaminationsfahnen (Länge 10 – max. 100 m) mit
relativ stabilem Charakter. Höhere aliphatische MKW sind nur sehr gering wasserlöslich und werden
nur sehr langsam transportiert.

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Abbaubarkeit
Alkane und Alkene sind aerob gut bis mäßig abbaubar. Am besten abbaubar sind n-Alkane. Bereits
deutlich weniger abbaubar sind Isoalkane und Cycloalkane. Unter aeroben Bedingungen werden Al-
kane und Alkene zu gut abbaubaren Fettsäuren oxidiert. Der Abbaugrad von MKW kann mittels GC-
Chromatogrammen beurteilt werden.
Die Länge von Schadstofffahnen im Grundwasser ist bei Diesel- und Heizölschäden i. d. R. kleiner
als 100 m, da sich rasch ein Gleichgewicht zwischen Nachlieferung und biologischem Abbau durch
Mikroorganismen einstellt.
Bewertung der Mobilität
hohe Mobilität:
Ottokraftstoffe
mittlere bis hohe Mobilität: Kerosin
mittlere Mobilität:
Diesel, Heizöl EL, Trafoöl
geringe Mobilität:
Schmieröl, Heizöl S
Toxikologie
Die inhibitorische Wirkung von Aliphaten auf Mikroorganismen hängt von der Konzentration und
der Kettenlänge ab. Kurzkettige Aliphate sind Fettlöser und können daher die Lipidmembranen der
Mikroorganismen schädigen. Wichtig sind auch toxisch wirkende Additive, die in verschiedenen Mi-
neralölprodukten enthalten sein können. Daneben können einige der beim Teilabbau gebildeten Fett-
säuren auf Mikroorganismen inhibitorisch wirken.
Hauptaufnahmeweg
Der Hauptaufnahmeweg für Mineralöl als Aerosol verläuft über den Atemtrakt. Mit einer Aufnahme
als Dampf oder Flüssigkeit ist unter normalen Arbeitsbedingungen kaum zu rechnen.
Hauptwirkungsweisen
akut:
Lungenfunktionsveränderung nach sehr hohen Aerosolkonzentrationen
chronisch: Hautveränderungen (besonders bei empfindlichen Personen)
Ökotoxikologische Stoffgefährlichkeit
gering
Wassergefährdung
-
schwach wassergefährdend sind Mineralöl-Halbfertigprodukte (Stoff-Nr.: 771, WGK 1, nicht krebs-
erzeugend) und Schmieröle,
-
wassergefährdend sind Mineralöl-Halbfertigprodukte (Stoff-Nr.: 442, WGK 2, nicht krebserzeu-
gend), Diesel und Heizöl
-
stark wassergefährdende Mineralöl-Halbfertigprodukte (Stoff-Nr.: 441, WGK 3, krebserzeugend)
und Ottokraftstoff
- starke geschmackliche Beeinträchtigung, die zur Unbrauchbarkeit des Wassers führt
Zu 2.)
Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
Bedeutung
Die Stoffgruppe der PAK umfasst eine Vielzahl von individuellen Verbindungen mit mehreren Ring-
systemen und Alkylseitenketten. PAK werden großtechnisch aus Steinkohlenteer durch Destillation
und Kristallisation gewonnen. Besonders relevant sind aufgrund ihrer weiten Verbreitung in der
Umwelt (Boden) und ihres Gefährdungspotentials die einfachen mehrkernigen Aromaten, die in der
sogenannten EPA-Liste zusammengefasst sind. Es handelt sich um 16 Einzelverbindungen, die nach
Vorkommen, Bedeutung, Umweltrelevanz und toxikologischen Gesichtspunkten als Leitsubstanzen
angesehen werden können (siehe Ökotoxikologische Stoffgefährlichkeit).
PAK kommen als Nebenprodukt natürlicher als auch industrieller Verbrennungsprozesse sowohl in
Gewässern gelöst, aber auch in Bodenhorizonten, Auffüllungshorizonten u. a. ungelöst an den Fest-
stoffen adsorbiert vor. Sie entstehen dabei überwiegend bei unvollkommener Verbrennung. Einige
PAK weisen eine hohe Toxizität und Persistenz auf, z. B. Benzo(a)pyren. Benzo(a)pyren (BaP) wird
häufig als Leitkomponente für die Bewertung von PAK - Belastungen herangezogen.
Chemisch-physikalische Eigenschaften
PAK sind feste Substanzen. Einige PAK sind im Wasser löslich (Naphthalin, Acenaphthylen, Ace-
naphthen, Fluoren, Phenanthren, Pyren). Alle anderen PAK sind im Wasser schwer bis nicht löslich.
PAK besitzen eine nur geringe bis keine Flüchtigkeit.

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Für relativ leicht wasserlösliche PAK wird ein aerober mikrobieller Abbau beobachtet. Als Abbau-
produkte entstehen Säuren, Wasser und Kohlendioxid. PAK mit mehr als 5 Ringen werden nicht
mehr von Mikroben angegriffen.
Benzo(a)pyren ist eine aus gelblichen Nadeln (Dichte 1,351 g/cm³) oder Plättchen (Dichte 1,282
g/cm³) bestehende Substanz. Es besitzt einen Schmelzpunkt von 173 °C und einen Siedepunkt von
496 °C und ist damit als gering flüchtig einzustufen. Benzo(a)pyren ist in Wasser unlöslich, in Alko-
hol wenig und in aromatischen Kohlenwasserstoffen gut löslich.
Naphthalin bildet farblose, charakteristisch riechende Blättchen (Dichte 1,15 g/cm³) mit einem
Schmelzpunkt von 80,2 °C und einem Siedepunkt von 218 °C. Die Flüchtigkeit der niedrig moleku-
laren Verbindung Naphthalin ist deutlich höher als bei Benzo(a)pyren. Naphthalin ist in Alkohol,
Ether, Chloroform, Schwefelkohlenstoff und Benzol leicht und in Wasser schwer löslich.
Verhalten im Untergrund
PAK weisen lipophile bzw. hydrophobe Eigenschaften auf. Sie adsorbieren leicht an Bodenpartikeln.
Die Wasserlöslichkeit und Flüchtigkeit der PAK ist gering. Naphthalin nimmt unter den PAK eine
Sonderstellung ein, da es wesentlich wasserlöslicher als andere PAK ist. Die Mobilität der PAK
nimmt mit steigender Ringzahl ab. PAK können in das Grundwasser gelangen, wenn sie adsorbiert
an Kolloiden mit dem Sickerwasser verfrachtet werden oder wenn Tenside bzw. Lösungsvermittler
im Boden vorliegen. Dann können auch 4er- und 5er-Ringe im Grundwasser nachgewiesen werden.
Die Grundwassergefährdung ist jedoch i. d. R. gering. Aufgrund ihrer äußerst geringen Wasserlös-
lichkeit sind sie i. d. R. nur in sehr niedrigen Konzentrationen im Grundwasser nachweisbar.
Die höher kondensierten Aromaten bleiben in der ungesättigten Phase zurück, da sie praktisch nicht
mobil sind. Die Adsorption an mineralische bzw. organische Bodenbestandteile spielt hierbei eine
entscheidende Rolle. PAK können innerhalb von sehr langen Zeiträumen bis in die Kapillarzonen des
Bodens eindringen und dadurch auch praktisch dichte Bodenschichten wie z. B. Tone durchdringen.
Abbaubarkeit
Naphthalin ist unter aeroben Bedingungen mäßig abbaubar. 3er- und 4er-Ringe sind nur sehr einge-
schränkt abbaubar. Die Abbaubarkeit der höher kondensierten Ringe kann i. d. R. vernachlässigt
werden. Der PAK - Abbau erfolgt über eine Transformation zu Phenolen, wie z. B. Brenzcatechin,
dann Ringöffnung, dann Mineralisierung.
Bewertung der Mobilität
mittlere Mobilität: Naphthalin
(2er-Ring)
,
Acenaphthen, Acenaphthylen,
Anthracen, Fluoren, Phenanthren
(3er-Ringe)
geringe Mobilität: sonstige PAK
Toxikologie
Die PAK sind eine Stoffgruppe mit humantoxikologisch bedenklichen Vertretern. Einige PAK sind
karzinogen, andere können die Wirkung der karzinogenen Stoffe verstärken. Bei PAK mit bis zu 3
Ringen wurde kein mutagenes Potential gefunden. Fluoranthen verstärkt die Wirkung des Ben-
zo(a)pyrens.
Die karzinogenen PAK bewirken die Bildung von Tumoren auf der Haut und in den inneren Orga-
nen.
Hauptwirkungsweisen
akut:
Reizwirkungen von Stäuben, basierend auf einer schwachen Hautreaktion. PAK ist als kanze-
rogen für den Menschen anzusehen.
chronisch: Beim Menschen wird die niedrigste toxische Dosis bei inhalativer Aufnahme von BaP mit
70 ng/m³ angegeben. In Tierversuchen wurde eine erhebliche Tumorbildungsrate nachge-
wiesen.
Ökotoxikologische Stoffgefährlichkeit
∑ PAK
hoch
Acenaphthen
sehr gering – mittel
Acenaphthylen
mittel
Anthracen
sehr gering – mittel
Benz(a)anthracen
hoch

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Benzo(a)pyren
hoch – hochgefährlich
Benzo(b)fluoranthen
hoch
Benzo(ghi)perylen
mittel
Benzo(k)fluoranthen
hoch
Chrysen
hoch - mittel
Dibenz(ah)anthracen
hoch
Fluoranthen
sehr gering – mittel
Fluoren
sehr gering – mittel
Indeno(1,2,3-cd)pyren
hoch
Naphthalin
sehr gering
Phenanthren
gering - mittel
Pyren
gering - mittel
Wassergefährdung
- stark wassergefährdend, WGK 3, Benzo(a)pyren
- wassergefährdend, WGK 2, Naphthalin
Zu 3.)
Polychlorierte Biphenyle (PCB)
Bedeutung
Die PCB sind aromatische, kernchlorierte Verbindungen mit unterschiedlichen Anteilen an Chlor
(z. B. Clophen A 60 = 60 % Chlor), die in der Natur nicht vorkommen. PCB stellen eine Substanz-
gruppe von 209 möglichen Einzelverbindungen (Kongenere) dar. Es handelt sich je nach Chlorie-
rungsgrad um flüssige oder feste Gemische. Die höher chlorierten PCB wurden wegen ihrer guten
elektrischen Eigenschaften und ihrer Nichtbrennbarkeit im Transformatoren- und Kondensatorenbau
benötigt, ferner als Kühlöle und unter Tage als Hydrauliköl. Aus Gründen des Umweltschutzes war
nur die Verwendung in geschlossen System erlaubt gewesen.
Die Verwendung von PCB ist in Deutschland seit 1989 durch die Chemikalien-Verbotsverordnung
untersagt.
Chemisch-physikalische Eigenschaften
PCB sind farblose Flüssigkeiten mäßiger bis hoher Viskosität, die in den meisten organischen Lö-
sungsmitteln gut, in Wasser, Glycerin und Glycolen kaum löslich sind.
Allgemeines
Technisches PCB ist ein Gemisch unterschiedlicher Kongenere. Bei gleichem Grundgerüst (Biphe-
nyl) unterscheiden sich die Kongenere durch Anzahl und Stellung der Chloratome. Technische PCB-
Gemische sind mittel- bis hochviskose Flüssigkeiten. Sie enthalten hauptsächlich Tri-, Tetra-, Penta-
und Hexachlorbiphenyle. Transformatorenöle können zur Verringerung der Viskosität 10 bis 20 %
Trichlorbenzol enthalten.
Handelsnamen: z. B. Arochlor 1242 (USA, Chloranteil 42 %, Siedebereich 325-366 °C), Clophen
(BRD), Askarel (Mischung PCB mit Chlorbenzolen).
Verhalten im Untergrund
Die Mobilität der PCB im Boden ist sehr gering: PCB besitzen eine hohe Viskosität, die mehrfach
chlorierten PCB sind sehr wenig wasserlöslich. An Huminsäuren und Eisenoxide werden PCB leicht
sorbiert. Über die Adsorbierbarkeit an Tonpartikel liegen widersprüchliche Angaben vor. Die Flüch-
tigkeit ist sehr gering. Mit zunehmendem Chlorierungsgrad nimmt die Mobilität ab.
Abbaubarkeit
PCB sind chemisch sehr stabile Verbindungen. In der Natur werden PCB nicht biochemisch syntheti-
siert. Daher verläuft der Abbau im Boden extrem langsam. Mit zunehmendem Chlorierungsgrad
nimmt die Abbaubarkeit ab. Aufgrund der geringen Abbaubarkeit und der lipophilen Eigenschaften
können sich PCB in der Nahrungskette anreichern.
Bewertung der Mobilität
geringe Mobilität
Toxikologie
PCB sind toxisch und als gesundheitsschädlich sowie umweltgefährlich (kumulative Wirkung, per-
sistent) eingestuft. 12 Verbindungen (non-ortho PCB und mono-ortho PCB) zeigen molekularbiolo-
gisch ein ähnliches Verhalten wie die Dioxine/Furane und sind daher besonders toxikologisch be-
deutsam.

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Diese werden als dioxinähnliche PCB bezeichnet. Aufgrund der Zuordnung von Toxizitätsäquiva-
lenzfaktoren durch die Weltgesundheitsorganisation ist für diese dioxinähnlichen PCB auch die Be-
zeichnung WHO-PCB gebräuchlich.
Ökotoxikologische Stoffgefährlichkeit
hoch
Wassergefährdung
stark wassergefährdend, WGK 3
4.) Polychlorierte Terphenyle (PCT)
Bedeutung
Bei PCT handelt sich um chemische Substanzen mit drei Kohlenstoff-Ringen und angelagerten
Chloratomen.
Die PCT sind Verwandte der PCB und ähneln sich in ihren Eigenschaften. Die erforderlichen Daten
zum Verhalten in der Umwelt und zur Toxikologie sind den vg. PCB zu entnehmen.
Zu 5.)
Dioxine
Bedeutung
Dioxine kommen meist als Gemisch verschiedener halogenierter Dibenzodioxine und Dibenzofurane
vor. Die Mitglieder der beiden Stoffgruppen besitzen entweder ein Dibenzodioxin - (zwei Benzolrin-
ge, die über zwei Sauerstoffbrücken verknüpft sind) oder ein Dibenzofuran - Grundgerüst (zwei Ben-
zolringe sind über ein Sauerstoffatom sowie direkt verbunden).
Neben den polychlorierten Dibenzodioxine (PCDD) und Dibenzofurane (PCDF) gibt es Dioxine, an
deren Benzolringe andere Halogenatome gebunden sind. Dies können insgesamt 75 (PCDD) bzw.
135 (PCDF) verschiedener Einzelverbindungen sein. Dioxine werden, außer für die Forschung und
Analytik, nicht gezielt hergestellt. Sie entstehen als Nebenprodukte bei einer Vielzahl von thermi-
schen Prozessen. Einzelne Vertreter dieser Stoffgruppe sind hochtoxisch und schwer abbaubar. Es
gibt keinerlei technische Verwendung von Dioxinen.
Durch Zersetzung von PCB unter Hitze und Sauerstoff können polychlorierte Dibenzodioxine und –
furane PCDD/PCDF entstehen. So ist bekannt, dass bei Bränden von PCB-haltigen Transformatoren
Dioxine in die Umwelt gelangen können. Die überraschend leichte Bildung der PCDD/PCDF bei Re-
aktionen rührt von der Tatsache her, dass sie durch ihre sechs- und fünfgliedrige Ringstruktur sehr
stabile Atomanordnungen darstellen und zugleich durch die Chlorierung eine zusätzliche Absiche-
rung gegenüber einer Reaktion mit Sauerstoff erhalten. PCDD/PCDF können u. a. in Verbrennungs-
anlagen gebildet werden, wobei Chlorphenole, Chlorbenzole und auch PCB als Vorläufer anzusehen
sind.
Chemisch-physikalische Daten
Bei Raumtemperatur sind Dioxine farblose, kristalline Feststoffe. Sie sind schwerflüchtig, wobei der
Sättigungsdampfdruck noch weiter zurückgeht, je mehr Halogenatome im Molekül enthalten sind.
Ihre Löslichkeit in Wasser ist äußerst gering, sie nimmt mit zunehmendem Halogenierungsgrad ab
und steigt mit zunehmender Temperatur an. Dioxine lösen sich einigermaßen gut in organischen Lö-
sungsmitteln wie Benzol, Anisol und Xylol. Sie sind lipophile Substanzen und reichern sich aufgrund
ihres hohen Oktanol - Wasser - Verteilungskoeffizienten im Fettgewebe, aber auch in Sedimenten
und Böden an.
Verhalten im Grundwasser und Boden
Dioxine und Furane sind im Wasser praktisch unlöslich. Die fehlende Löslichkeit in Wasser und die
extrem hohe Affinität zu anorganischen und organischen Bodenbestandteilen schließen einen Trans-
port mit dem Grundwasser aus. Dagegen können in ölhaltigen Sickerwasser- und Drainagewasser-
proben von Deponien, auf denen dioxinhaltige und furanhaltige Abfälle gelagert wurden, die entspre-
chenden Verbindungen in z. T. erheblichen Konzentrationen nachgewiesen werden. Die hohen Antei-
le an organischen Lösemitteln in solchen „Wässern“ wirken für die Dioxine und Furane als Lösungs-
vermittler. Beim Versickern derartig hoch belasteter „Wässer“ werden insbesondere die oberen Bo-
denschichten erheblich kontaminiert. Ein vertikaler Transport in der ungesättigten Zone wird durch
die hohe Affinität zum Bodenmaterial weitgehend verhindert. Aufgrund der niedrigen bis sehr nied-
rigen Dampfdrücke ist auch eine Ausbreitung im Untergrund als Gasphase auszuschließen. Dioxine
und Furane verhalten sich im Untergrund äußerst immobil, d. h. sie können weder durch Nieder-
schläge noch durch sonstige Spülmaßnahmen ausgewaschen werden.

Seite 9
Abbaubarkeit
PCDD/PCDF sind praktisch wasserunlöslich und werden sehr stark adsorptiv festgelegt. Zusätzlich
sind die Stoffe aufgrund ihrer Struktur kaum angreifbar. Für das Sevesogift 2,3,7,8-TCDD wurden in
den Böden Halbwertszeiten zwischen mehr als einem bis zehn Jahren gefunden.
Für 2,3,7,8-TCDD und –TCDF wurden trotz intensiver Suche bisher noch keine Mikroorganismen
gefunden, die diese Verbindungen abbauen können.
Bewertung der Mobilität
geringe Mobilität
Toxikologie
Die giftigste Einzelverbindung unter den Dioxinen ist das sogenannte „Sevesodioxin“ (kurz 2,3,7,8-
TCDD). Es ist im Tierversuch karzinogen. Subakut hat es verschiedene chronische Wirkungen, u. a.
die sogenannte Chlorakne. Polychlorierte Dioxine und Furane können bereits in geringen Mengen die
Entstehung von Krebs aus vorgeschädigten Zellen fördern. Über die Toxikologie von 2,3,7,8-TCDF
ist wenig bekannt.
Ökotoxikologische Stoffgefährlichkeit
hoch
Zu 6.)
Herbizide (zur Bewuchsbekämpfung)
Die erforderlichen Daten zum Verhalten von Herbiziden in der Umwelt und zur Toxikologie sowie
weitere Informationen sind dem branchenbezogenen Merkblatt Nr. 20 – „Gärtnereien“ [L
FULG
2010] zu entnehmen.
1.3.2
Geeignete Analysenparameter zur Identifizierung der potentiellen Schadstoffe und Stoff-
gruppen
Zur Feststellung des Vorkommens der in Abschnitt 1.3.1 aufgeführten Stoffe und Stoffgruppen in
Boden, Sicker-, Grund- und Oberflächenwasser werden die aufgeführten Analysenparameter emp-
fohlen.
Tabelle 1: Analysenparameter
Einsatzstoff Stoffgruppe Analysenparameter
Transformatorenöl Mineralölkohlenwasserstoffe MKW, PAK
Öl aus Ölkabeln
Mineralölkohlenwasserstoffe
MKW, PAK
Öl aus Leistungskondensato-
ren
Mineralölkohlenwasserstoffe
Polychlorierte Biphenyle
MKW, PAK, PCB
6
/PCT, (Di-
oxine, ggf. WHO-PCB)
Herbizide siehe branchenbezogenes Merkblatt Nr. 20 - „Gärtnereien“
Anmerkung: Das direkte Umfeld von Trafo- und Umformerstationen war ggf. aus Brandschutzgrün-
den bewuchsfrei zu halten. Legt die konkrete örtliche Situation die Notwendigkeit solcher Brand-
schutzmaßnahmen nahe, ist der Standort in diesem Bereich auch auf das Vorkommen von (Total-)
Herbiziden bzw. deren Abbauprodukten zu untersuchen.
Für eine Indikation des Vorliegens von PCB werden von den insgesamt 209 PCB- Kongeneren in der
Regel die sechs (DIN 51527)-PCB (Nr.28/52/101/138/153/180) herangezogen (PCB
B
6
), für welche
entsprechende Eichstandards vorliegen. Aus diesen wird dann ein entsprechender Summenwert der
PCB (PCB
6
* 5) abgeleitet. Bei einem Positivnachweis sind Untersuchungen auf die 12 WHO-PCB
(Nr. 77/81/105/114/118/123/126/156/157/167/169/189) durchzuführen.
Ein hilfsweises Heranziehen der Parameter EOX und AOX (organisch gebundener Halogene) zum
Nachweis des Vorliegens von Herbiziden und / oder PCB wird aufgrund der zu hohen Nachweis-
grenze und des eingeschränkten Parameterumfanges (nur halogenorganische Herbizide) nicht emp-
fohlen. Darüber hinaus können diese Untersuchungen den direkten Nachweis der Herbizide und /
oder PCB nicht ersetzen.

Seite 10
1.4 Zusammenfassung der altlastenrelevanten Stoffe/ Stoffgruppen nach der Zuordnung zu
Verdachtsort und Analysenparameter
In Tabelle 2 sind den möglichen Verdachtsorten/-flächen in Trafo- und Umformerstationen die dort
zu erwartenden Schadstoffgruppen und die möglicherweise gefährdeten Schutzgüter zugeordnet. In
der Spalte „Analysenparameter“ wurden die für diese Verdachtsorte sinnvollen Analyseparameter
zusammengestellt.
Tabelle 2: Zuordnung von Analyseparametern altlastrelevanter Stoffgruppen zu Verdachtsorten
Verdachtsort Stoff/ Stoffgruppe Analysenparameter Schutzgut
1)
Transformatoren-
standort im Innen-
raum
Mineralöle MKW, PAK,
(PCB
6
/PCT)
2,4
Mensch
Schaltanlagen Mineralöle MKW, PAK Mensch
Freilufttransforma-
torenstandort
Mineralöle, Herbizide
MKW, PAK,
(PCB
6
/PCT)
2,4
, Herbizide
Mensch, Boden,
Grundwasser (Ober-
flächenwasser)
Umformerstandort Mineralöle
MKW, PAK
Mensch
Kondensatoren-
raum
Mineralöle
Polychlorierte Biphenyle
MKW, PAK, PCB
6
/PCT
4
,
(PCDD/ PCDF)³
Mensch
1)
Wenn organoleptische Auffälligkeiten auf erhebliche Schadstoffeinträge hinweisen, können auch weitere
Schutzgüter betroffen sein.
2)
Wenn im Einzelfall explizite Hinweise vorliegen.
3)
Nur wenn PCB/PCT festgestellt wird, ist bei bekannten Brandhavarien eine Überprüfung zielführend.
4)
Bei Nachweis von PCB
6
sind Untersuchungen ggf. auf dioxinähnlichen PCB (WHO-PCB) durchzuführen.
2
Hinweise zur Altlastenbehandlung
2.1 Altlastenrelevanz
Die im Sächsischen Altlastenkataster SALKA befindlichen Transformatoren – und Umformstationen
waren zum Teil seit über 80 Jahren in Betrieb. Oftmals wurden diese Standorte im Zeitraum nach
1990 außer Betrieb gesetzt, wobei nur ein Teil dieser Standorte auch demontiert wurde. Es ist nicht
unwahrscheinlich, dass bei der Demontage dieser Standorte, insbesondere wenn diese nicht in der
Verantwortung der Energieversorger/ Netzbetreiber erfolgte, auch unqualifiziertes Personal für De-
montagearbeiten zum Einsatz gekommen ist. Weiterhin ist bei stillgelegten Anlagen Vandalismus
und daraus resultierender Schadstoffeintrag nicht auszuschließen.
Die spezifische Altlastenrelevanz der Standorte von Transformatoren- und Umformerstationen beruht
auf dem Einsatz von Mineralölen, welche als Isolieröle in Transformatoren, Kondensatoren, Wand-
lern, Schaltgehäusen, Leistungsschaltern sowie in ölgefüllten Kabeln Verwendung fanden.
Eines der Hauptprobleme beim Betrieb der mineralölgefüllten Transformatoren ist der Verlust der
isolierenden Eigenschaften der Öle durch die Aufnahme von Feuchtigkeit. Die Sicherung des Betrie-
bes der Transformatoren erfordert einen regelmäßigen Austausch der Betriebsflüssigkeiten, wobei
bei unsachgemäßer Handhabung Kontaminationen vor Ort auftreten können. Im Rahmen des norma-
len Betriebes der Trafoanlagen konnte es durch Leckagen und Handhabungsverluste zum Austritt
von Isolierölen kommen, was im Allgemeinen nur zu geringfügigen Bodenkontaminationen führte.
Umladevorgänge und Lagerung von Trafoöl, Altöl und ölgefüllten Anlagenteilen, die häufig auf un-
befestigten Flächen stattfanden, bilden ein zusätzliches Kontaminationspotential. Für den Bereich der
ehem. DDR ist anhand von Zeitzeugenbefragungen wahrscheinlich, dass Ölwechsel bzw. Ölentlee-
rung nur bei Großtrafos vor Ort stattgefunden haben. Transportfähige kleinere Trafoeinheiten wurden
in der Regel in externen Reparaturwerken gewartet bzw. instandgesetzt.
Eine weitere Kontaminationsquelle entstand häufig erst bei einer Demontage von Trafos. Insbesonde-
re am Standort nach der Demontage der Trafos und Wandler noch verbliebene Ölkabelabschnitte
können durch Ausbluten von Ölresten noch deutlich erkennbare, aber geringe Kontaminationen ver-
ursachen.

Seite 11
Daneben sind auch im Bereich der Sammelleitungen für ölhaltige Abwässer sowie der nachgeschalte-
ten Ölabscheider und Ölsammelgruben Ölverluste möglich.
Bei Kenntnissen von Leckagen und Havarien sind Bereiche mit fehlenden Sicherungs- und Auffang-
systemen (Trafowanne) besonders relevant. Hierbei ist zu beachten, dass diese Sicherungssysteme oft
erst später ergänzt worden sind.
Zeitzeugenbefragungen bestärken die Einschätzung, dass im Bereich der ehem. DDR keine PCB-
haltigen Trafoöle zum Einsatz gelangten. Eine altlastenrelevante PCB-Kontamination an Transforma-
toren- und Umformerstationen aus diesem Zeitraum durch PCB-haltige Trafoöle ist somit unwahr-
scheinlich. Allerdings waren in Transformatoren- und Umformerstationen häufig Leistungskondensa-
toren installiert, welche auch im Gebiet der ehem. DDR häufig PCB-haltige Isoliermittel enthielten.
Diese PCB-haltigen Kondensatoren mussten in den 1980er Jahren durch PCB-freie Leistungskonden-
satoren ersetzt werden. In Ermangelung geeigneter zentraler Entsorgungs- bzw. Lagerkapazitäten für
die demontierten PCB-haltigen Kondensatoren wurden diese häufig unmittelbar am Demontageort
„zwischengelagert“. An solchen Standorten können deshalb geringfügige PCB-Kontaminationen aus
dem Betrieb bzw. der nachfolgenden Lagerung (ggf. defekter bzw. bei der Demontage beschädigter)
PCB-haltiger Kondensatoren nicht ausgeschlossen werden.
Eine weitere Kontaminationsmöglichkeit besteht bei Freilufttransformatoren im Einsatz von Herbizi-
den zur Bewuchsbeseitigung in Schotterbetten, Pflasterbereichen etc. Dies erfolgte aus Brandschutz-
gründen. Eine vergleichbare Problematik wird im diesbezüglichen branchenbezogenen Merkblatt
Nr. 20 - Gärtnereien [L
FULG 2010] betrachtet. Dort wird festgestellt, dass in der Regel davon auszu-
gehen ist, dass durch bauliche Sperren bzw. durch Abbau oder Verdünnung nach mehr als 10 Jahren
Stilllegung solch niedrige Schadstoffkonzentrationen erreicht werden, dass bodenschutzrechtliche
Gefährdungen unwahrscheinlich sind. Hier sollten an Standorten von Transformatoren- und Umfor-
merstationen dem Einzelfall entsprechende Betrachtungen und ggf. Untersuchungen durchgeführt
werden.
Insbesondere folgende Flächen werden für Untersuchungen vorgeschlagen (wenn vorhanden):
(1) Standflächen von Transformatoren in Gebäuden,
(2) Standflächen von Freilufttransformatoren und deren Umfeld,
(3) Schotterbetten von Transformatoren,
(4) Ölauffangtassen,
(5) Ölabscheidesystem,
(6) Kondensatorenraum,
(7) Schaltraum,
(8) Leistungsschalter,
(9) Ölhaltige Kabelstümpfe,
(10) Havarieflächen,
(11) Sonstige Flächen mit organoleptischen Auffälligkeiten.
Ggf. sind in Abhängigkeit vom Einzelfall auch weitere Verdachtsflächen möglich.
Boden
Bodenkontaminationen sind vor allem in Bereichen möglich, wo ölgefüllte Geräte und Einrichtungen
ohne schützende Auffangeinrichtungen im Freien betrieben worden sind. Darüber hinaus kann auch
bei massiven Schadensfällen in Gebäuden eine Bodenkontamination in Folge von Durchdringungen
der Gebäudesohle möglich sein.
Bei Anwendung von Herbiziden zur Bewuchsbeseitigung im Außenbereich können oberflächennahe
Bodenhorizonte in der weiteren Umgebung von Freilufttransformatoren spezifische Belastungen
aufweisen.
Grundwasser
In Abhängigkeit vom Umfang des Schadstoffeintrages in den Boden und den generellen Standortbe-
dingungen (u. a. Grundwasserflurabstand, Rückhaltevermögen der ungesättigten Bodenzone, Vor-
handensein und Wirksamkeit einer Flächenversiegelung) können sich Schadstoffverlagerungen bis
ins Grundwasser ergeben, welche ggf. zu Gefährdungen führen können.

Seite 12
Luft
Belastungen der Luft sind aufgrund der Schadstoffspezifik nicht zu erwarten.
2.2 Gefährdete Schutzgüter und relevante Pfade
Gefährdete Schutzgüter können sein:
-
Mensch
-
Boden
-
Grundwasser
-
Oberflächenwasser
Die zu berücksichtigten Wirkungspfade sind neben dem Direktkontakt mit den Schadstoffen je nach
Nutzung, planungsrechtlich zulässiger Nutzung bzw. Umgebungsnutzung:
-
Boden-Mensch
-
Boden-Nutzpflanze (Mensch)
-
Boden-Grundwasser(-Trinkwasser-Mensch)
-
Boden(-Grundwasser)-Oberflächenwasser
2.3 Gefährdungsabschätzung
Aufgrund des Umgangs und der Lagerung von umweltgefährdenden Trafoölen und ggf. weiteren
schadstoffhaltigen Betriebsmitteln ist entsprechend [S
MUL Anlage 2a, 1997] und BBodSchG für Alt-
standorte mit Transformatoren- und Umformerstationen eine Prüfung und Bewertung des Altlasten-
verdachtes erforderlich.
2.3.1 Verdachtsfallerfassung und Formale Erstbewertung
Die Erfassung und Formale Erstbewertung der Altstandorte erfolgt durch die zuständigen Boden-
schutzbehörden im Sächsischen Altlastenkataster SALKA.
Im Zusammenhang mit der SALKA - Erfassung sind folgende Empfehlungen für Trafo- und Um-
formerstationen zu beachten:
-
Aufgrund der häufigen Verbindung mit anderen betrieblichen Einrichtungen sind Nutzungen als
Trafo- und Umformerstationen als eigenständige Altlastenverdachtsflächen auszuweisen.
Einordnung in Branchenschlüssel und Belastungsstufe:
Branchennummer
Branchenbezeichnung
Gefährdungsklasse
2060 Trafo-, Umformerstation 35
2.3.2 Historische Erkundung und Bewertung (Beweisniveau 1)
Für die HE sind folgende Handbücher/ Materialien zur Altlastenbehandlung heranzuziehen:
-
Historische Erkundung von altlastenverdächtigen Flächen,
-
Handbuch Teil 3, Gefährdungsabschätzung, Pfad und Schutzgut Grundwasser,
-
Handbuch Teil 4, Gefährdungsabschätzung, Pfad und Schutzgut Boden,
-
Handbuch Teil 5, Gefährdungsabschätzung, Pfad und Schutzgut Oberflächenwasser,
-
bei Vorhandensein von Altuntersuchungen ggf. Bewertungshilfen zur Gefahrenverdachtsermitt-
lung in der Altlastenbehandlung.
Zur DV-gestützten Auswertung ist das Programm GEFA in der aktuellen Version zu nutzen.
Neben der Recherche zu Unterlagen und Informationen bei der Kommune und den aktuellen sowie
historischen Energieversorgern ist die multitemporale Luftbildauswertung eine gute Informations-
quelle für die historische Entwicklung des Standortes: z. B. Nutzung von Teilflächen,
Zeitraum Er-
richtung/Betrieb von Transformatoren- und Umformerstationen. Wesentlich sind weiterhin Informa-
tionen aus Befragungen von Zeitzeugen (ehemalige Mitarbeiter, Anwohner) und aus einer ersten
Ortsbegehung.

Seite 13
Die Ortsbegehung sollte eine Identifizierung von Verdachtsbereichen entsprechend der im Punkt 2.1
beschriebenen Schwerpunkte sowie besonders auffälliger Bereich vornehmen. Wichtig ist hierbei,
anhand ggf. noch vorhandener technologischer Beschriftungen Verdachtsbereiche zuordnen zu kön-
nen. Des Weiteren ist ggf. zu prüfen, ob andere Standortnutzungen mit ähnlichem Schadstoffspekt-
rum Relevanz für spätere Bewertungen eines Altlastenverdachtes haben können.
Für die Stoffgefährlichkeit r
0
von Trafoölen und PCB-haltigen Betriebsmitteln sind entsprechend
dem Branchen-Schlüsselverzeichnis zur Altstandortbewertung [S
MUL 1998B]
,
die folgenden Werte
anzusetzen:
Schlüssel -
Nr.
Bezeichnung r
0
54106
Trafoöle, Wärmetr. Öle, frei v. polychl. Biph. u. polychl. Terph.
4,0
54107
Trafoöle, Wärmetr. Öle, polychl. Biph. u. polychl. Terph.
6,0
54198
PCB-haltige elektrische Betriebsmittel
5,0-6,0
Auf der Grundlage der o. g. Stoffgefährlichkeitsfaktoren kann mit dem Programm GEFA auf der
Grundlage der konkreten Standortbedingungen eine standortkonkrete Gefährdungsabschätzung er-
stellt werden.
Aufgrund des unterschiedlichen Umweltverhaltens der branchenspezifischen Hauptkontaminanten ist
eine Bewertung der schadstoffabhängigen Faktoren schwierig. Hierbei ist neben dem tatsächlichen
Schadstoffspektrum auch das Alter des Schadstoffeintrages zu berücksichtigen. Grundsätzlich han-
delt es sich bei den folgenden Angaben nur um überschlägige Empfehlungen, welche dem Einzelfall
anzupassen sind:
Grundwasser m
I
:
Für die
-
Lage zum Grundwasser,
-
Oberflächenabdeckung und
-
Oberflächenabdichtung
sind standortspezifische Eingaben erforderlich. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei Kontaminatio-
nen, die im Grundwasserbereich liegen, eine höhere Bewertung anzusetzen ist (m
I
= 1,4). Als Ver-
gleichslage für Altstandorte wird folgender Kompromiss als Normalfall festgelegt: Lage im ungesät-
tigten Bereich, keine Sohlabdichtung, keine Sohlentwässerung: m
I
= 1,2.
Ist ein Schutz gegen einen Austrag durch Niederschlagswasser gegeben, kann bei der Oberflächenab-
dichtung Δm = -0,1 angesetzt werden. Durch Undichtigkeiten der Betonunterbauten oder Auffangbe-
cken sowie auftretende Risse in der ggf. vorhandenen Versiegelung können Schadstoffe über den
Boden in das Schutzgut Grundwasser eingetragen werden. Deshalb erfolgt bei vorhandenen Undich-
tigkeiten und somit keiner wirksamen Oberflächenabdichtung eine Bewertung von ∆m = ± 0.
-
Löslichkeit:
Der Schadstoffaustrag in das Grundwasser wird stark von der Löslichkeit der vorhandenen Schad-
stoffe und den Sorptionseigenschaften an Böden und Materialien der ungesättigten Zone bestimmt.
An Trafostandorten sind sowohl gut (MKW) als auch schwer lösliche organische Stoffen und Stoff-
verbindungen (PAK, PCB) Hauptkontaminanten. Aufgrund dieser Spanne erfolgt die Bewertung im
Programm GEFA mit dem Mittelwert zwischen schwer und leicht löslich von ∆m = -0,3 für „löslich“
(0,1 < 100 mg/l).
Grundwasser m
II
:
-
Abbaubarkeit in der ungesättigten Zone:
Die Abbaubarkeit ist von den eingesetzten Wirkstoffen abhängig. Im Fall von Transformatoren- und
Umformerstationen sind die Hauptkontaminanten gut (MKW) bis nicht abbaubar (PCB). Die Abbau-
barkeit sollte in GEFA mit „nicht leicht abbaubar“ (∆m = ± 0) angegeben werden.
Grundwasser m
III
:
Abbaubarkeit in der gesättigten Zone:
Die Hauptkontaminanten bei Transformatoren- und Umformerstationen weisen unterschiedliche Ab-

Seite 14
baubarkeiten auf. Die PAK sind schwer oder eingeschränkt abbaubar. PCB sind chemisch sehr stabi-
le Verbindungen. In der Natur werden PCB nicht biochemisch synthetisiert. Daher verläuft der Ab-
bau im Boden extrem langsam und nimmt mit zunehmendem Chlorierungsgrad ab. Die Alkane und
Alkene der MKW sind aerob gut bis mäßig abbaubar. Bereits deutlich weniger abbaubar sind Isoal-
kane und Cycloalkane. Insofern erfolgt die Bewertung im Programm GEFA mit „nicht leicht abbau-
bar“ (∆m = ± 0).
Bedeutung Schutzgut Grundwasser m
IV
:
Nutzungskriterien:
Besteht eine Nutzung des Grundwassers als Trinkwasser oder ist eine solche vorgesehen, ist die po-
tentielle Gegenwart von MKW, PAK und PCB als besonders sensibel einzuschätzen und erfolgt je
nach Trinkwasserschutzzone mit m
IV
= 1,1 – 2,0.
- Aufbereitungsmöglichkeit:
Bei einer vorhandenen oder geplanten Wasseraufbereitung ist zu berücksichtigen, dass aufgrund des
toxischen Potenzials der bei Transformatoren- und Umformerstationen vorliegenden Schadstoffe an
die Wasseraufbereitung hohe Anforderungen gestellt werden (∆m = -0,2). Sind keine Aufberei-
tungsmöglichkeiten vorhanden, dann erfolgt eine Bewertung mit ∆m = ± 0.
Boden m
I
:
-
Fallzuordnung:
Von den 4 vorgegebenen Fällen werden überwiegend die Fälle 3 (zu schützender Boden liegt unter
einer Altlast m
I
= 0,7) und Fall 1 (zu schützender Boden ist die Altlast selbst m
I
= 1,0) zutreffen.
Der Schadstoffaustrag der Kontaminanten ist je nach Fall zu spezifizieren.
Boden m
II
:
Bei der Abschätzung des Schadstoffeintrages in den zu schützenden Boden wird der m
II
–Wert durch
die Entfernung Altlastenverdachtsfläche - Schutzobjekt bestimmt. Die Widerstände auf dem Ausbrei-
tungspfad sind fallabhängig zu definieren. Dabei ist die Bewertung mit den Angaben zum Schad-
stoffeintrag Grundwasser (Oberflächenabdeckung, Oberflächenabdichtung, Zustand der Bausubstanz,
Versiegelungsgrad und Zustand der Versieglungen) abzugleichen.
Boden m
III
:
-
Abbau:
Die Abbaubarkeit der branchentypischen Hauptkontaminanten ist sowohl gut als auch schwer. Auf-
grund dieser Spanne wird bei der Bewertung im Programm GEFA ein möglicher Abbau mit Abbau-
raten kleiner 75 % innerhalb eines Jahres m
III
= 0,9 gesetzt.
-
Verweilzeit im Boden:
Die branchentypischen Hauptkontaminanten sind aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften (Lös-
lichkeit, Aggregatzustand) sowohl gut als auch schwer mobilisierbar. Die Verweilzeit ist daher mit
„sonst“ ∆m = ± 0 anzugeben.
Boden m
IV
:
Für Transformatoren- und Umformerstationen liegen auf der Bearbeitungsstufe Historischen Erkun-
dung selten analytische Ergebnisse zu relevanten Schadstoffen aus den recherchierten Unterlagen
vor. Hierbei erfolgt die formale Bewertung der Bedeutung des Bodens auf der Grundlage der aktuel-
len und geplanten Nutzung des Standortes. Als Vergleichslage (m
IV
= 0,8) gilt Gewerbe und Indust-
rie. Sensiblere Nutzungen sind mit Aufschlägen zu berücksichtigen.
Sollten bereits aus Altuntersuchungen Analysenwerte vorhanden sein, so ist im Verfahrensschritt r
0
bei Repräsentanz einzugeben, dass konkrete Schadstoffe durch repräsentative Messungen ermittelt
sind. Danach stellt GEFA im Verfahrensschritt m
IV
ein Feld zur Eingabe der „Analysenwerte Boden“
zur Verfügung.

Seite 15
2.3.3 Orientierende Untersuchung (Beweisniveau 2)
Für die OU sind neben der BBodSchV die folgenden Handbücher und Materialien zur Altlastenbe-
handlung in Sachsen heranzuziehen:
- Handbuch Teil 3, Gefährdungsabschätzung, Pfad und Schutzgut Grundwasser,
- Handbuch Teil 4, Gefährdungsabschätzung, Pfad und Schutzgut Boden,
- Handbuch Teil 5, Gefährdungsabschätzung, Pfad und Schutzgut Oberflächenwasser,
- Bewertungshilfen zur Gefahrenverdachtsermittlung in der Altlastenbehandlung.
Die Orientierende Untersuchung muss anhand erster technischer Standortuntersuchungen und analy-
tischer Nachweise konkrete Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Altlast ermitteln oder ausschlie-
ßen. In die Untersuchungen sind sämtliche bei der Historischen Erkundung ermittelten Altlastenver-
dachtsflächen einzubeziehen.
Kernpunkt der Bewertung der einzelnen Schutzgüter und Schutzobjekte ist der Vergleich von gemes-
senen oder geschätzten Konzentrationen (meist im Kontaktmedium des Schutzgutes) mit den wir-
kungspfad- und nutzungsbezogenen Prüf- und Maßnahmewerten der BBodSchV. Zusätzlich sind die
hilfsweise in Sachsen veröffentlichten Orientierungswerte der Bewertungshilfen zur Gefahrenver-
dachtsermittlung [L
FULG 2011] heranzuziehen. Werden diese Werte überschritten, ist in der Regel
eine Detailuntersuchung erforderlich. Bei Unterschreitung der Vergleichswerte gilt insoweit der Ver-
dacht des Vorliegens einer Altlast als ausgeräumt. Mittels GEFA erfolgt auf der Stufe der OU noch-
mals eine formale Bewertung auf der Grundlage der konkreten analytischen Befunde.
Beispielhaft ist in der Tabelle 3 ein typischer Probenahme- und Analysenplan enthalten, welcher als
Grundlage für die OU genutzt werden kann. Dieser ist jedoch an den konkreten Einzelfall anzupas-
sen.
Tabelle 3: Beispiel eines standortspezifischen Probenahme- und Analysenplanes
Ort der Probenahme
zu untersuchende Medien
Analysenparameter
Innenraumtrafos Fußbodenbeton und unterla-
gernder Boden
MKW, PAK, PCB
6
/PCT
1,2)
im
Feststoff und ggf. im Eluat
Kabelstümpfe (ölgefüllt) Fußbodenbeton und unterla-
gernder Boden
MKW, PAK im Feststoff und
ggf. im Eluat
Kondensatorraum
Fußbodenbeton und unterla-
gernder Boden
MKW, PAK, PCB
6
/PCT
2)
im
Feststoff und ggf. im Eluat
Schaltraum Fußbodenbeton und unterla-
gernder Boden
MKW, PAK im Feststoff und
ggf. im Eluat
Ölauffangtassen und
Ölabscheidesystem
Boden im unmittelbaren Um-
feld, ggf. Aufstandswasser
MKW, PAK im Feststoff und
im Eluat, ggf. im Wasser
Schotterbetten unter-
Schottermischprobe
MKW, PAK im Trogeluat
halb von Transformato-
ren oder Leistungs-
schaltern
Separiertes Feinkorn unterla-
gernder Boden
MKW, PAK im Feststoff und
ggf. im Eluat
Umgebung von Frei-
landtrafos
Oberflächennahe Boden-
mischprobe
pH-Wert, Leitfähigkeit,
MKW, PAK im Feststoff und
ggf. im Eluat, PSM
3)
im Eluat
Umfeld bei Brandhava-
rien
Oberflächennahe Boden-
mischprobe
pH-Wert, Leitfähigkeit, PAK,
PCDD/PCDT im Feststoff
1)
Bei Hinweisen auf Anwesenheit/ Lagerung von Kondensatoren
2)
Ggf. Untersuchung der dioxinähnlichen PCB bei Positivbefund der PCB
6
3)
Genauer Parameterumfang siehe Branchenbezogenes Merkblatt Nr. 20: „Gärtnereien“ [LfULG 2010]
Boden: Für die Bodenuntersuchungen werden wirkungspfadbezogene Proben entsprechend den Vor-
gaben der BBodSchV, Anhang 1 Tabelle 2 entnommen und analytisch untersucht.
Die Aufschlusstiefen sollten möglichst bis zum Anschnitt des Grundwassers bzw. Schichtenwassers
reichen. Proben sind bei organoleptischen Auffälligkeiten, bei geologischem Schichtenwechsel und
im GW- Anschnittbereich, jedoch mindestens eine Probe pro Meter zu entnehmen, DIN 4022 (1993),
DIN 4023 (2006). Aufgrund der Mobilisierungs- und Verteilungsmechanismen der Schadstoffe ist
von einer Akkumulation der Schadstoffe bei geologischem Schichtenwechsel zur kleineren vertikalen
Durchlässigkeit und im GW-Anschnittbereich auszugehen.

Seite 16
Grundwasser: Sofern möglich, sind bei der Orientierende Untersuchung bereits am Standort oder
dessen unmittelbarem Umfeld befindliche Grundwassermessstellen in die Probenahme einzubezie-
hen. Der Analysenumfang ist entsprechend den Gegebenheiten (siehe Tabelle 3) aufzustellen. Sofern
keine Grundwasseraufschlüsse existieren, sind Anhaltspunkte für eine Verunreinigung des Grund-
wassers anhand einer Sickerwasserprognose abzuleiten.
2.3.4 Detailuntersuchung (Beweisniveau 3)
Besteht aufgrund der Untersuchungsergebnisse aus der OU ein hinreichender Verdacht für das Vor-
liegen einer Altlast, sind die Untersuchungen zur Gefährdungsabschätzung auf der Stufe einer De-
tailuntersuchung (DU) fortzusetzen. Für die DU sind neben der BBodSchV die folgenden Handbü-
cher und Materialien zur Altlastenbehandlung in Sachsen heranzuziehen:
- Handbuch Teil 7, Detailuntersuchung,
- Bewertungshilfen zur Gefahrenverdachtsermittlung in der Altlastenbehandlung.
Für die DU ist die Untersuchungsstrategie danach auszurichten, dass die ermittelten Schadstoffein-
tragsbereiche hinreichend räumlich abgegrenzt werden. Ausgehend von der räumlichen Scha-
densausbreitung hat eine Prognose der zeitlichen Entwicklung des Ausbreitungsverhaltens der
Schadstoffe einschließlich einer Expositionsabschätzung der Schutzgüter / Schutzobjekte zu erfolgen.
Im Ergebnis sind das Erfordernis von Gefahrenabwehrmaßnahmen und ggf. vorläufige Sanierungs-
ziele gutachterlich abzuleiten.
2.3.5 Sanierungsuntersuchung
Wurden bei der Gefahrenerkundung nur kleinräumigen Kontaminationen (z. B. bei Trafostationen)
angetroffen, kann unter Umständen eine Sanierung mit einfachen Mitteln (z. B. geringfügiger Bo-
denaustausch) zweckmäßig sein. Hierfür kann dann in Abstimmung mit der zuständigen Ordnungs-
behörde über den Verzicht einer Sanierungsuntersuchung entschieden werden.
Bei komplexeren Schadensfällen ist generell für eine Entscheidung über Verhältnismäßigkeit, Art
und Umfang einer Sanierung eine Sanierungsuntersuchung erforderlich. Grundlage bildet § 13
BBodSchG und § 16 BBodSchV.
Prinzipiell stehen geeignete Sanierungsverfahren für die Schadstoffe dieser Branche zur Verfügung.
Eine Eignungsbeurteilung bezüglich Schadstoffen, Bodenarten und Umweltauswirkungen sowie
Aussagen zum Genehmigungsaufwand sind in der Datenbank ARTRIUM des LfULG enthalten.
2.4 Sanierung
2.4.1 Sanierung von Böden
Aufgrund
der
spezifischen Standortbedingungen von Transformatoren- und Umformerstationen (be-
grenztes Spektrum an Kontaminanten, räumlich begrenzter Einsatz) sind eher kleinflächige Boden-
kontaminationen zu erwarten. Aus den vorliegenden Erfahrungen bei der Sanierung von Altlasten hat
sich in solchen Fällen Bodenaustausch mit anschließender
off-site Behandlung des kontaminierten
Bodens als wirksames und effizientes Sanierungsverfahren bewährt. Für die Bodenreinigung stehen
chemisch-physikalische, bzw. biologische Aufbereitungsverfahren in Bodenwaschanlagen oder ther-
mische Aufbereitungsverfahren bereit.
Versiegelung und Einkapselung ist insbesondere dort geeignet, wo diese Verfahren in die Standort-
nutzung eingebunden werden können (Parkflächen), ggf. eine Versiegelung/Teilversiegelung durch
die vorhandene Bausubstanz bereits gegeben ist bzw. der Schutz der vorhandenen Bausubstanz einen
Bodenaustausch erschwert bzw. verbietet.
2.4.2 Grundwassersanierung
Die Entstehung von Grundwasserkontaminationen ist zu befürchten, wenn ungünstige Standortfakto-
ren (langfristig) zusammentreffen. Das betrifft insbesondere höhere Eintragsraten bei geringen
Grundwasserabständen, wobei die Schadstoffeinträge an Standorten von
Transformatoren- und Um-
formerstationen in der Regel räumlich und zeitlich begrenzt stattfanden. Für eine effektive Sanierung
sollte deshalb zunächst der Einsatz von MNA - Verfahren, ggf. nach Quellensanierung (Bodenaus-
tausch) betrachtet werden. Darüber hinaus stehen praxiserprobte, allerdings in der Regel auch auf-
wändigere Sanierungsverfahren zur Verfügung, welche entsprechend der konkreten Standortbedin-
gungen eingesetzt werden können (ATRIUM – Datenbank des Sächsischen Landesamtes für Um-
welt, Landwirtschaft und Geologie zur Verfügung [L
FULG 2010]).

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2.4.3 Sanierungsüberwachung und –kontrolle
Die Überwachung der Sanierung erfolgt u. a. durch messtechnische Begleitung und Überwachung
des Sanierungsfortschrittes. Während der Arbeiten ist die Einhaltung des Arbeitsschutzes unter den
besonderen Bedingungen der Arbeiten in kontaminierten Bereichen nach TRGS 524 und BGR 128
zu beachten.
Nach der Sanierung hat eine Kontrolle der Einhaltung der in der Sanierungsplanung festgelegten Sa-
nierungsziele zu erfolgen. Die Kontrolle kann sich auch entsprechend den Festlegungen der Geneh-
migungen in Form eines Standortmonitorings über einen längeren Zeitraum erstrecken. Das wird ins-
besondere bei der Ausführung der Sanierung als Sicherungsmaßnahme der Fall sein.
3
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