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Innovationspartnerschaft: Städtenetzwerk Demografie
Städtenetz Demografie Hettstedt – Lutherstadt Eisleben – Sangerhausen in Sachsen-Anhalt
Oberzentraler Städteverbund Bautzen-Görlitz-Hoyerswerda in Sachsen
„Städtedreieck am Saalebogen“ Bad Blankenburg-Rudolstadt-Saalfeld in Thüringen
komet-empirica
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Steckbrief: „Städtedreieck am Saalebogen“ Bad Blankenburg-Rudolstadt-Saalfeld
demografische Ausgangssi-
tuation
Quellen:
Thüringer Landesamt für Statistik;
12. koordinierte Bevölkerungsvo-
rausberechnung;
Serviceagentur Demografischer
Wandel
Landkreis Saalfeld-Rudolstadt
Bevölkerung
144.983
(1990)
116.818
(2010)
81.829 (2030
)
Durchschnittsalter
47,9
(2010)
55,8
(2030)
Anteil unter 18jährige
11,7%
(2010)
10,7%
(2030)
Anteil über 65jährige
25,9%
(2010)
38,8%
(2030)
Bevölkerung
Bad Blankenburg
8.323 (1990)
7.047
(2010)
5.872
(2030)
Rudolstadt
31.189
(1990)
23.762
(2010)
18.649
(2030)
Saalfeld
33.628
(1990)
26.755
(2010)
22.339
(2030)
Durchschnittsalter
Anteil unter 20jährige
Anteil über 65jährige
48,8
(2010)
12,9%
(2010)
28,2%
(2010)
51,7
(2030)
14,1%
(2030)
37,3%
. (2030)
48,5
(2010)
13,0%
(2010)
28,5%
(2010)
52,9 (2030)
14,2%
(2030)
40,3%
(2030)
47,0
(2010)
14,0%
(2010)
26,7%
(2010)
51,2
(2030)
14,4%
(2030)
35,4% (2030)

Innovationspartnerschaft: Städtenetzwerk Demografie
Städtenetz Demografie Hettstedt – Lutherstadt Eisleben – Sangerhausen in Sachsen-Anhalt
Oberzentraler Städteverbund Bautzen-Görlitz-Hoyerswerda in Sachsen
„Städtedreieck am Saalebogen“ Bad Blankenburg-Rudolstadt-Saalfeld in Thüringen
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Partner im Netzwerk
und Akteure
„Städtedreieck am Saalebogen“ - gemeinsames Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums Bad Blankenburg,
Rudolstadt und Saalfeld
Das Städtedreieck wurde im März 1997 durch öffentlich-rechtlichen Vertrag zwischen den drei unmittelbar aneinander
grenzenden kreisangehörigen Städten Bad Blankenburg, Saalfeld und Rudolstadt gegründet. Grundlage war die gemeinsame
Erstellung des Regionalen Entwicklungskonzeptes und die Absicht, gemeinsam den für Thüringen wichtigen Wirtschaftsraum
zu gestalten. Dabei sollten insbesondere vorhandene Vorteile aus der räumlichen Nähe der drei Kommunen für die Stadt-
entwicklung und für raumbedeutsame Maßnahmen gemeinsam genutzt werden. Begleitet wird die Zusammenarbeit seit
Begründung durch das Regionalmanagement der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen mbH.
Im Mai 2007 bekräftigten und erweiterten die drei Städte den Verbund. Sie ergänzten die Kooperation mit dem Gemeinsa-
men Ausschuss um ein Beratungs- und Entscheidungsgremium, welches die direkte Beteiligung der Stadträte der drei Kom-
munen ermöglicht und die Identifikation mit dem Städteverbund stärkt.
Gemeinsam mit dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt bündelt das Städtedreieck seit Juli 2007 in der Wirtschaftsförderagentur
(WIFAG) die Aktivitäten zur Ansiedlung und Bestandsentwicklung von Unternehmen in der Region.
regionalspezifische Ziele
Stärkung der oberzentralen Funktionen im Verbund
Verbesserung der Erreichbarkeit der Region durch gezielten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur
Stärkung der Städte als Entwicklungsschwerpunkte im ländlichen Raum
gemeinsame Nutzung der Standortvorteile und Erschließung von Synergieeffekten bei der Zusammenarbeit
Stärkung der funktionsteiligen Entwicklung vor dem Hintergrund des Stadtumbaus
Entwicklung einer regionalen und kulturellen Identität
bessere Abstimmung zu raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen sowie Koordinierung der Regionalentwicklung
gemeinsame Interessenvertretung des Städteverbundes gegenüber staatlichen Ebenen
kontinuierlicher Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Städten
gemeinsame aktive Gestaltung des demografischen Wandels

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Arbeits- und Kommunikati-
onsstrukturen
Rat der Bürgermeister
Zentrales Steuerungsorgan der Kooperation ist der Rat der Bürgermeister. In diesem Gremium, das in regelmäßigen Abstän-
den von etwa vier Wochen zusammen tritt, werden die Entscheidungen über aktuelle Probleme und Entwicklungszielstel-
lungen getroffen. Der Vorsitz im Rat der Bürgermeister wechselt jährlich. Kooperation ist Chefsache. Im Städtedreieck zeigt
sich, dass wenn sich die Spitzen der Verwaltung – die drei Bürgermeister – persönlich engagieren, die Kooperation Erfolge
vorweisen kann.
Gemeinsamer Ausschuss
Mit der Einrichtung des Gemeinsamen Ausschusses im Mai 2007 wurde eine weitere Etappe der Zusammenarbeit erreicht.
Dieser Kooperationsausschuss, dem Mitglieder aus allen drei Stadträten angehören, tagt seitdem als beratendes Gremium
und bildet eine Meinung zu regional bedeutsamen Projekte und Themen. So wurden hier z. B. die regionale Einzelhandelsflä-
chenentwicklung diskutiert und Empfehlungen für Beschlüsse der einzelnen Stadträte gegeben.
Zentrale Arbeitsgruppe
Themenbezogen arbeiten Vertreter der drei Städte mit der LEG Thüringen mbH an Lösungen für anstehende Planungen und
Maßnahmen, erarbeiten gemeinsame Stellungnahmen z. B. zum Entwurf des Regional- bzw. Landesentwicklungsplanes und
tauschen sich zu verschiedenen Fragen der Kommunalentwicklung aus. Seit 2012 wird in diesem Gremium die Aufstellung
eines gemeinsamen Flächennutzungsplanes vorbereitet
Aktions-Teams
Zur aktiven Gestaltung des demografischen Wandels werden drei gemeindeübergreifende Aktions-Teams gebildet, in denen
aktive Bürger, Unternehmer und die Verwaltungen mitarbeiten.
Themen
In der Zusammenarbeit stehen folgende Themen im Vordergrund:
Abstimmung der Stadt- und Regionalentwicklung (z. B. Regionales Einzelhandelskonzept 2010, Abstimmung zur Flächennut-
zungsplanung und gemeinsame Stellungnahmen zu raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen)
kooperative Wahrnehmung oberzentraler Funktionen bzw. koordinierte Funktionsentwicklung vor dem Hintergrund des
demografischen Wandels
Stärkung der gewerblichen Funktionen insbesondere durch Brachflächenentwicklung und gezielte Ansiedlungsförderung
Ausbau der touristischen Potenziale und Entwicklung einer „Dachmarke“ bei gleichzeitiger Einbindung in regionale Struktu-
ren

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stärkere Institutionalisierung der Zusammenarbeit
gemeinsame Durchführung von Veranstaltungen und Abstimmung des Veranstaltungsplanes
Stärkung der regionalen und kulturellen Identität und Imageentwicklung
konkrete Projekte
(Auswahl)
Seit der Fortschreibung des Regionalen Entwicklungskonzepts 2002 wurden folgende Schlüsselmaßnahmen bearbeitet:
Sicherung und Entwicklung des zentralörtlichen Status des Städteverbundes unter Einbeziehung von Bad Blankenburg als
Zentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums im Zuge der Aufstellung des Landesentwicklungsplans 2003
Aktivitäten zur Ansiedlung industrienaher Bildungseinrichtungen im Städteverbund
Verbesserung der verkehrlichen Anbindung des Städteverbundes an die A 9 und die A 71
Entwicklung des Südgeländes des Industriegebietes Rudolstadt-Schwarza
Entwicklung des Umstrukturierungsgebietes Volkstedt-West in Rudolstadt
Entwicklung des Geraer Bahnbogens in Saalfeld als Industrie- und Gewerbegebiet
Entwicklung des Güterbahnhofbereiches in Saalfeld, Prüfung eines Logistikzentrums
Entwicklung des ehem. Verpackungsmittelwerkes in Saalfeld („Grüne Mitte“)
Entwicklung des Wander- und Radwegenetzes im Städteverbund mit den Schwerpunkten 105. Deutscher Wandertag 2005
und Aufwertung des Saale-Radwanderweges
Förderung einer Netzwerkbildung der Unternehmen als Instrument der Standortsicherung
Ausbau des Außenmarketing für den Städteverbund in Fortführung der Aktivitäten zur Investorenakquisition
gemeinsames Vorhaben: Chancenorientiertes Demografie-Management – Daseinsvorsorge, Fachkräfte, bürgerschaftliches
Engagement
Innovationsthema für die
länderübergreifende
„Innovationspartnerschaft:
Städtenetz Demografie“
Koordinierung der Standortentwicklung und stärkere Institutionalisierung der Zusammenarbeit durch ein
chancenorientiertes Demografie-Management bei der kommunalen Daseinsvorsorge
Das Städtenetzwerk Demografie „Städtedreieck am Saalebogen“ wird sich innerhalb des länderübergreifenden Projekts auf-
grund der räumlichen Situation und der bisherigen Zusammenarbeit vor dem Hintergrund des demografischen Wandels mit
Fragen der Abstimmung der Stadt- und Regionalentwicklung, der Einbeziehung des Umlandes und der kooperativen Wahr-

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nehmung kommunaler Aufgaben beschäftigen. Dabei sollen die Potenziale des bürgerschaftlichen Engagements und die
Herausbildung gemeinsamer Problemlösungsstrukturen für die kommunale Daseinsvorsorge untersucht werden.
öffentlichkeitswirksame
Veranstaltungen und
Präsentationen
(Auswahl)
2005. 105. Deutscher Wandertag im „Städtedreieck am Saalebogen“
2010, 2011: gemeinsamer Auftritt der drei Städte auf der Expo Real in München 2010, 2011
2011: Fallstudie „Städtedreieck am Saalebogen: Handlungsansätze für ein vorausschauendes Demografie-
Management“
Neujahrsempfang des Städtedreiecks
Ansprechpartner
Bürgermeisterrunde des „Städtedreiecks am Saalebogen“
Sprecher:
Jörg Reichl Bürgermeister der Stadt Rudolstadt
Stadt Bad Blankenburg
Bürgermeister Frank Persike
Markt 1
07422 Bad Blankenburg
Tel.: 036741 370
Fax: 036741 3755
bad-blankenburg@saalebogen.de
www.bad-blankenburg.de
Stadt Saalfeld
Bürgermeister Matthias Graul
Markt 1
07318 Saalfeld
Tel.: 03671 5980
Fax: 03671 33240
saalfeld@saalebogen.de
www.saalfeld.de
Stadt Rudolstadt
Bürgermeister Jörg Reichl
Markt 7
07407 Rudolstadt
Tel.: 03672 486-101
Fax: 03672 4220 70
rudolstadt@saalebogen.de
www.rudolstadt.de
Regionalmanagement:
Dr. Reinhard Scholland,
Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH, Mainzerhofstr. 12, 99084 Erfurt,
Tel.:: 0361 5603 231, Fax: 0361 5603 336,
regionalmanager@saalebogen.de
weitere
Informationsquellen:
-
Serviceagentur Demografischer Wandel:
www.serviceagentur-demografie.de
-
Internetauftritt des „Städtedreiecks am Saalebogen“:
www.saalebogen.de