Endowasher – Effizienz der Hygienemaßnahmen
15
Humanmedizin
1
Vorwort
Seit einigen Monaten sind in Fachzeitschriften und
Vorträgen Veröffentlichungen zu finden, die sich mit
dem Thema Endowasher beschäftigen. Das in der
Endoskopie eingesetzte Medizinprodukt wurde bis-
her, bei den in diesen Arbeitsbereichen regelmä-
ßig stattfindenden hygienischen Überwachungen der
Endoskope, meist nicht mit untersucht. In den erschie-
nenen Fachbeiträgen (11, 19) werden zum Teil gra-
vierende Belastungen mit hygienerelevanten Keimen
beschrieben.
Das Risiko für Patienten, durch solche unzureichend
aufbereiteten medizinischen Geräte eine nosokomiale
Infektion zu bekommen, ist dabei nicht unerheblich.
Der Hauptanteil der Patienten, die sich einer endo-
skopischen Diagnostik unterziehen müssen, kommt
aus Krankenhäusern und die Untersuchung ist aus
klinischer Sicht anberaumt. Der Anteil an Vorsorge-
untersuchungen bei Gesunden (Screening) ist deut-
lich geringer. Trotzdem steht für beide Gruppen die
berechtigte Forderung nach geringsten Risiken und
Nebenwirkungen, der man effektiv nachkommt, wenn
alle infektionsprophylaktischen Maßnahmen konse-
quent angewandt werden.
Diese Arbeit gibt einen Überblick über hygienische
Kontrollen und deren Resultate, die in Sachsen im
Bereich der Landesdirektion Chemnitz ermittelt wur-
den und zeigt, wie Mängel und Lücken bei der Aufbe-
reitung und Lagerung dieser Systeme zu vermeiden
sind, um das Risiko nosokomialer Infektionen für Pati-
enten, Personal und Dritte zu minimieren
2
Zusammenfassung
Wenn man der Meinung ist, in Deutschland sei im
medizinischen Bereich alles in Vorschriften und Geset-
zen geregelt, so trifft das für den Endowasher als vor-
mals hygienisch unbeachtetes Zusatzgerät in der
Endoskopie nicht in vollem Umfang zu. Seit etwa zwei
Jahren erst erfolgt eine Einbeziehung dieser Geräte
mit ihren Schlauchsystemen und Flaschen aus Kunst-
stoff in die hygienischen Kontrolluntersuchungen.
Die Zusatzspülgeräte für Endoskope ermögli-
chen dem Arzt bei endoskopischen Untersuchungen
schnell einen ungehinderten Blick durch Freispülen
des Sichtfeldes. Bei einem Endowashertyp, der 1995
gebaut und bis Ende des Jahres 2008 noch verwen-
det wurde, verlaufen flüssigkeitsführende Schläuche
im Inneren des Gerätes, die einer Reinigung und Des-
infektion nicht zuzuführen sind. Flaschen zur Aufnah-
me von Sterilflüssigkeit sind selbst nicht sterilisierbar.
Zu diversen Schlauchsystemen fehlen Herstelleran-
gaben zur Aufbereitung überhaupt, Hinweise, dass es
sich um Einmalartikel handelt, sind nicht zu finden.
In Anwendung der Empfehlung des Robert Koch-
Institutes „Anforderungen an die Hygiene bei der Auf-
bereitung flexibler Endoskope und endoskopischen
Zusatzinstrumentariums“ müssen Endowasher als Zu-
satzinstrumentarium mit einbezogen werden, obwohl
eine namentliche Nennung dieser Geräte leider nicht
erfolgt. Die maschinelle Aufbereitung ist zu bevorzu-
gen.
Durch unsere Untersuchungsergebnisse bei Ein-
beziehung der Endowasher in die hygienischen und
mikrobiologischen Überprüfungen erfolgte bei den
Mitarbeitern der betroffenen Endoskopieabteilungen
ein Überdenken der Aufbereitungsschritte und somit
führten die Verbesserungen zur Erhöhung der Patien-
tensicherheit. Neue Geräte, die dem aktuellen Stand
von Wissenschaft und Technik entsprechen, wurden
erworben.
Die regelmäßigen, kontinuierlichen Kontrollen blei-
ben weiterhin erforderlich, um bei Beachtung aller Vor-
schriften nosokomiale Infektionen in diesem Fachge-
biet prinzipiell vermeiden zu können.
3
Schlüsselwörter
-
Medizinprodukte
-
Endoskopie
-
Endoskopiezubehör
-
Endowasher
-
Infektionsprophylaxe
-
Hygienemaßnahmen
-
Aufbereitung
-
Reinigung
-
Desinfektion
4
Einsatz und Aufbereitung des Endowashers
Die Reinigung und Desinfektion von Endoskopen ist
in bindenden Vorschriften geregelt und für den erneu-
ten Einsatz dieser Medizinprodukte Voraussetzung.
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat im Jahr 2002 für die
Aufbereitung von Endoskopen eine Empfehlung mit
dem Titel „Anforderungen an die Hygiene bei der Auf-
bereitung flexibler Endoskope und endoskopischen
Zusatzinstrumentariums“ erarbeitet und im Bundesge-
sundheitsblatt (14) veröffentlicht.
Die Aufbereitung von Endoskopen ist maschinell im
Reinigungs- und Desinfektions-Gerät (RDG-E), aber
auch teilmaschinell und manuell gestattet.
Endowasher müssen dem endoskopischen Zusatz-
instrumentarium zugeordnet und demzufolge auch
nach diesen Vorschriften aufbereitet werden. In der
Praxis wurde dies nicht immer konsequent beachtet.
Auch die konstruktive Gestaltung des Endowashers
ließ eine allseitige Aufbereitung bei manchen Gerä-
ten nicht zu. Die Notwendigkeit zur Benutzung eines
Endowashers ist an Untersuchungen mit Endoskop
gebunden und nach jedem Patienten, bei dem das
Gerät benutzt wurde, muss eine Aufbereitung erfol-
gen.
Endowasher – Effizienz der Hygienemaßnahmen unter besonderer Berücksich-
tigung von Reinigung und Desinfektion

image
LUA Mitteilung 02/2009
16
Die Aufbereitung von Endoskopen und Endowashern
bei Vorliegen oder Verdacht von CJK und vCJK wird
gesondert geregelt (20) und ist nicht Gegenstand die-
ser Arbeit.
4.1 Rechtliche Grundlagen/Rechtsvorschriften
Gesetze, Richtlinien, Verordnungen und Normen
regeln in Deutschland den Umgang mit biologischen
Materialien zum Schutz von Personal, Patienten und
Dritten zur Verhütung übertragbarer Krankheiten und
müssen auch in jeder Endoskopieabteilung eingehal-
ten werden.
Nachfolgend sind die Wichtigsten davon aufgeführt:
-
Infektionsschutzgesetz
-
Sozialgesetzbuch 5. Buch
-
Medizinproduktegesetz
-
Medizinprodukte-Betreiberverordnung
-
Biostoffverordnung
-
Technische Regel Biologische Arbeitsstoffe
Nr. 250
-
Berufsgenossenschaftliche Regel Nr. 250
-
DIN EN ISO 15883-4
Kontrollen über die Einhaltung dieser Vorschriften
sind sowohl angekündigt, aber auch ohne vorherige
Information zulässig und können hausintern und von
zuständigen Behörden (Gesundheitsamt, Landesdi-
rektion) durchgeführt werden.
4.2 Hygieneplan
Gemäß § 36 IfSG und BGR 250/TRBA 250 ist ein
Hygieneplan (1, 9) in jeder Endoskopieabteilung zu
erstellen und muss für die dort tätigen Mitarbeiter
als strikte Handlungsrichtlinie zu jeder Zeit einzuse-
hen sein (1). Mit seiner täglichen Umsetzung soll er
ein Optimum an Sicherheit und Hygiene für die Pati-
enten bieten, aber auch zum Schutz des Personals
vor Infektionen dienen. Der Hygieneplan beinhaltet
Angaben zu Personalhygiene, Patientenhygiene, der
baulichen Aufteilung und Anordnung der Räume einer
Endoskopieabteilung, der Instrumentenaufbereitung,
der chemischen Desinfektion, regelt den Umgang mit
Wäsche und Abfall und gibt Auskunft über alle durch-
zuführenden Hygienekontrollen. Der Hygieneplan ist
mitgeltendes Dokument des Qualitätshandbuches im
Rahmen der Zertifizierung.
Reinigungs­ und Desinfektionsplan
Ein Teil des Hygieneplans ist der Reinigungs- und
Desinfektionsplan. Er gibt genaue Anweisungen zu
Konzentrationen von Lösungen und der Durchführung
dieser Arbeiten. Mit den Rubriken WAS-WANN-WIE-
WOMIT-WER können schnell daraus wichtige Infor-
mationen entnommen werden. Der Plan soll gut sicht-
bar für alle Mitarbeiter z. B. an Wänden angebracht
werden. Die darin enthaltenen Handlungsanwei-
sungen sollten sehr kurz gehalten und übersichtlich
sein. Alle Maßnahmen sind gut verständlich, auch für
das Reinigungspersonal, zu beschreiben. Die Mitar-
beiter bestätigen die Kenntnisnahme durch ihre Unter-
schrift (1).
Händehygiene
Im Rahmen der Personalhygiene ist die Händehy-
giene ein wichtiger Abschnitt im Hygieneplan. Hän-
de sind der Hauptüberträger der meisten Krankheits-
erreger. Nur die intakte Haut gepflegter Hände kann
häufigen Desinfektionsmaßnahmen ohne Schaden
widerstehen. Händehygiene und Hautschutz sind bei
Arbeiten in medizinischen Bereichen mit Infektionsge-
fährdung täglich mehrfach durchzuführen, um Infekt-
ketten zu unterbrechen. Schmuck an Händen und
Unterarmen darf wegen der möglichen Infektionsge-
fahr nicht getragen werden.
Der Umgang mit aufbereiteten Medizinprodukten in
der Endoskopie hat nur mit desinfizierten Händen oder
mit frischen Einmalhandschuhen zu erfolgen (14); ste-
ril anzuwendende Medizinprodukte sind nur mit ste-
rilen Handschuhen zu berühren.
Der Schutz der Medizinprodukte vor einer Konta-
mination durch die Hände des Personals ist genauso
wichtig wie der Schutz des Personals vor einer Infekti-
on mit kontagiösen Mikroorganismen.
4.3 Aufbau eines Endowashers
Die Abbildungen 1 bis 3 zeigen den Aufbau von
Endowashern.
Abb. 1:
Endowasher mit abnehmbarer Förderpumpe

image
image
Endowasher – Effizienz der Hygienemaßnahmen
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Humanmedizin
Abb. 2:
Schematische Darstellung eines Endowashers (Vorder­
seite) (18)
Abb. 3:
Endowasher der neuesten Generation
4.4 Funktionsweise des Endowashers
Einen Endowasher in seiner Funktion sollte man
immer gemeinsam mit einem Endoskop in Anwen-
dung betrachten. Bei endoskopischen Untersu-
chungen kann es durch Blutungen, Koagula, Schleim
oder andere behindernde Stoffe plötzlich notwendig
sein, die klare Sicht wiederherzustellen.
Da in einigen Fällen die wenigen Milliliter und der
Druck der Flüssigkeit (isotonische Kochsalzlösung
-steril- oder Ampuwa), die sich in der kleinen Flasche
der Optikspüllösung befindet, nicht ausreicht, wird
der Endowasher dazu eingesetzt, eine größere Men-
ge Flüssigkeit zu befördern und somit schnell wieder
klare und scharfe Bilder auf dem Monitor zu erhalten.
Zeitgleich erfolgt durch die Absaugung der Transport
dieser Flüssigkeiten aus dem Körper des Patienten in
ein geschlossenes Auffanggefäß.
4.5 Untersuchung am Patienten am Beispiel einer
Koloskopie
Die Einsatzbereitschaft des Endowashers kann vor
der endoskopischen Untersuchung oder auch erst bei
Bedarf während der Diagnostik hergestellt werden. In
der Notfallendoskopie, wo keine Vorbereitung auf die
Untersuchung erfolgen kann, wird er immer anwend-
bar bereitstehen.
Eine Händedesinfektion vor Beginn des Aufbaus
und das Tragen von Handschuhen verhindern eine
Übertragung von Mikroorganismen der Hände auf die
aufbereiteten Teile. Flasche, Stopfen und Schläuche
werden den Verpackungen entnommen, zusammen-
gefügt und die Vorratsflasche mit der Spülflüssigkeit
(z. B. sterile isotonische NaCl, Ampuwa) befüllt. Der
Druckschlauch wird über eine Luer Lock (LL)-Verbin-
dung und einen Y-Adapter oder direkt mit dem Arbeits-
kanal des Endoskops verbunden. Die dritte Öffnung
des Y-Adapters verschließt man mit einer Ventilkap-
pe. Durch diese Öffnung könnte auch gleichzeitig eine
in den Arbeitskanal des Koloskops eingeführte Biop-
siezange bzw. eine Schlinge durchgeleitet und, auch
ohne sie herausziehen zu müssen, mit der gepumpten
Spülflüssigkeit eine klare Sicht wiederhergestellt wer-
den.
Zur Inbetriebnahme des Gerätes wird der Netzschal-
ter betätigt. Zum Testen bzw. vor Untersuchungsbe-
ginn ist das System der Schläuche mit Spülflüssig-
keit zu befüllen. Diese Zuführung erfolgt durch manu-

LUA Mitteilung 02/2009
18
elle Regelung an einem Taster an der Frontseite des
Endowashers. Die Flüssigkeit wird dabei vorsichtig im
durchsichtigen Schlauch transportiert und verdrängt
die vorhandene Luft. Am Y-Adapter angekommen,
wird das Befüllen beendet.
Zum Einsatz kommt der Endowasher, wenn auf dem
Monitor das Bild nicht mehr klar zu sehen ist. Dazu
wird der Fußschalter betätigt, die Flüssigkeit aus der
Vorratsflasche gesaugt und durch die Schlauchsys-
teme bis zum distalen Ende des Koloskops transpor-
tiert. Es wird so lange gespült und gesaugt, bis wieder
ein deutliches Bild erkennbar ist. Diese Vorgänge sind
während der gesamten Zeit der Endoskopie möglich
und können bei Bedarf wiederholt werden.
Wenn die Untersuchung abgeschlossen ist, wird das
Koloskop, nachdem es aus dem Kolon des Patienten
entfernt wurde, noch am Untersuchungsort äußerlich
mit einem desinfizierenden Einmaltuch zum distalen
Ende hin abgewischt und mit einer Reinigungslösung
durchgespült. Ziel der Vorreinigung ist es, ein Antrock-
nen von organischem Material und chemischen Rück-
ständen im Kanalsystem zu vermeiden (14). Danach
werden alle Verbindungen zwischen Endoskopieturm,
Endoskop und Endowasher getrennt und alle aufzu-
bereitenden Teile in einen Transportbehälter gelegt,
mit einem Deckel verschlossen und in den Aufberei-
tungsraum der Endoskopieabteilung gegeben.
4.6 Aufbereitung in der Endoskopieabteilung
Eine Risikobewertung von Medizinprodukten erfolgt
vor ihrer Aufbereitung. Da Endowasher in Zusam-
menhang mit Endoskopen zu betrachten sind, erfolgt
eine Einstufung analog einem Endoskop als Medizin-
produkt, semikritisch B, nach folgendem Algorithmus
(Abb. 4).
Die Art der Aufbereitung ist nicht gesetzlich vorge-
schrieben. Eine manuelle, teilmaschinelle und maschi-
nelle Aufbereitung ist in Deutschland möglich.
Die validierte maschinelle Aufbereitung sollte immer
bevorzugt werden. Grundlegend soll die Empfehlung
„Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung
flexibler Endoskope und endoskopischen Zusatz-
instrumentariums“ der Kommission für Krankenhaus-
hygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-
Institut angewandt werden (14). Zur Umsetzung des
Personalschutzes ist die TRBA 250 zu berücksichti-
gen (1).
4.6.1
Manuelle Aufbereitung
Eine manuelle Aufbereitung des Endowashers ist
möglich, aber zeitaufwändig und immer von der Per-
son, die diese Arbeit ausführt, und deren individu-
ellem Arbeitsstil abhängig. Prinzipiell sind die Herstel-
lerangaben zu berücksichtigen und je nach Geräte-
typ unterscheiden sich die erforderlichen Handgriffe.
Äußerlich ist das Grundgerät des Endowashers mit
einem VAH-gelisteten Flächendesinfektionsmittel zu
desinfizieren. Dabei sind besonders die Schalter und
Regelknöpfe am Gerät zu beachten, die während der
laufenden Untersuchung mit Untersuchungshand-
schuhen berührt wurden.
Ja
Ja
Medizinprodukt
(z.B. Endowasher
als endoskopisches
Zusatzinstrumentarium)
Direkter oder indirekter
Kontakt mit
Schleimhaut?
Hohlräume oder schwer
zugängliche Abschnitte?
Nicht fixierende
Vorreinigung
unmittelbar
nach Anwendung
= Semikritisches
Medizinprodukt
= Semikritisch B mit
erhöhten Anforderungen
an die Aufbereitung
Reinigung/Desinfektion
(bevorzugt maschinell)
Sterilisation bei Bedarf
Abb. 4:
Entscheidungsfindung zur Aufbereitung eines Endowashers

image
image
Endowasher – Effizienz der Hygienemaßnahmen
19
Humanmedizin
Reinigung
Die Schläuche, die Flasche und der Stopfen werden
in ihre Einzelteile zerlegt und in eine Lösung (Konzen-
tration und Einwirkzeit siehe Produktinformation) luft-
blasenfrei eingelegt. Dies betrifft auch alle weiteren
dazugehörenden Teile. Während der Einwirkzeit erfolgt
ein Ablösen der Reste von Blut, Eiweiß, Sekreten, Fett
und Biofilmen (3). Bei dem Zubehör des Endowashers
kann von einer geringen organischen Belastung aus-
gegangen werden. Die zur Reinigung zu verwendende
Lösung muss materialschonend sein, pH-neutrale Mit-
tel sind dafür geeignet. Mit passenden Bürsten wer-
den die Innenfläche der Flasche und das Lumen der
Schläuche gereinigt, wodurch bei Endoskopen schon
eine Reduktion der Keimzahl um bis zu 4 Logarithmus-
Stufen (lg-Stufen) möglich ist. Bei schwer zugängigen
Stellen (z. B. Y-Adapter) kann ein geeignetes Präpa-
rat auch zur Reinigung im Ultraschallbad verwendet
werden. Die Beschallungszeit ist gemäß den Angaben
der Hersteller nicht zu überschreiten, ein gründliches
Spülen aller Teile der Reinigung anzuschließen. Dazu
wird die Reinigungslösung aus dem Spülbecken ent-
fernt. Mit reichlich Wasser, das mindestens Trinkwas-
serqualität aufweisen muss, werden alle Teile sorgfäl-
tig abgespült. Nach der gründlichen Reinigung ist die
Desinfektion anzuschließen.
Desinfektion
Ziel der Desinfektion ist eine Keimreduktion um
5 lg-Stufen. Das bedeutet eine Reduktion von 10
5
(100.000) Koloniebildenden Einheiten (KBE) auf 1
Koloniebildende Einheit. Um eine optimale Wirkung zu
erreichen, dürfen sich die Produkte der Reinigungs-
und Desinfektionsmittel in ihrer chemischen Zusam-
mensetzung nicht gegenseitig behindern und müssen
kompatibel sein.
Alle gereinigten Teile können nun in ein Tauchbad
mit Desinfektionsmittel luftblasenfrei eingelegt werden
und müssen während der gesamten Einwirkzeit voll-
ständig benetzt sein. Zur Anwendung kommen vor-
zugsweise die in der Desinfektionsmittel-Liste des
VAH (6) geprüften und für wirksam befundenen Prä-
parate. Die Dosierung ergibt sich dabei nach dem Wir-
kungsspektrum der zu erwartenden Mikroorganismen
und der Einwirkzeit des Präparates. Um eine Belas-
tung der Raumluft durch Ausdunstung zu vermindern,
müssen Abdeckungen für die Instrumentenwannen
verwendet werden. Nachdem die Zeit der Desinfek-
tion abgelaufen ist, erfolgt ein sorgfältiges Abspülen
aller Teile. Bewährt haben sich vor dem Auslauf des
Wasserhahnes Sterilfilter, die einen erneuten Eintrag
von Mikroorganismen verhindern. Im Anschluss wer-
den diese Teile sorgfältig mit medizinischer Druckluft
getrocknet.
4.6.2
Maschinelle Aufbereitung
Die validierte maschinelle Aufbereitung sollte immer
bevorzugt werden, um eine Reproduzierbarkeit des
Verfahrens zu ermöglichen und innerhalb der Auf-
bewahrungsfristen der Chargenprotokolle (30 Jah-
re) einen Nachweis des ordnungsgemäßen Ablaufs
erbringen zu können.
Die Schläuche und bei manchen Gerätetypen auch
die Fördereinheit des Endowashers werden nach der
Vorreinigung gemeinsam mit dem Endoskop in einem
Zyklus in der Endoskopwaschmaschine aufbereitet.
Dazu werden die aufzubereitenden Teile des Endo-
washers eingelegt und an die dafür vorgesehenen
Düsen angeschlossen (Abb. 5 und 6).
Abb. 5 und Abb. 6: Fördereinheit und Schläuche im RDG­E
Je nach Gerätetyp erfolgen das Einlegen des Endo-
skops und das Anschließen der Kanäle an die jewei-
ligen Düsen. Danach wird die Maschine gestartet.
Die Prozesse laufen nach den Programmschritten
Reinigung, Spülen, Desinfektion, Nachspülen und
Trocknung ab. Die benötigten Chemikalien, die eine
wirksame Reinigung und Desinfektion ermöglichen,
werden vom RDG-E-Hersteller angegeben und müs-
sen für die Aufbereitung geeignet sein. Über Pumpen
erfolgt eine Dosierung der erforderlichen Menge der
Chemikalien. Laut DIN EN ISO 15883-4 ist die Reini-
gungslösung nach jedem Prozesszyklus abzulassen
(7). Beim Reinigen muss die Reinigungslösung alle
Oberflächen erreichen können. Um das zu garantie-
ren sind Spülschatten zu vermeiden. Beim anschlie-
ßenden Abspülen muss „das Abspülwasser oder die
Abspüllösung während oder nach jedem Programm-
zyklus abgelassen werden und darf nicht wieder ver-
wendet werden.“ (7) In der DIN 15883-4 wird ausge-
führt: „Die Temperatur der Reinigungsmittellösung
muss während der gesamten Reinigungsstufe über-
wacht werden, um sicherzustellen, dass sie innerhalb
der vom Hersteller des Reinigungsmittels festgelegten
Grenzen bleibt und mit den Grenztemperaturen für
das/die zu behandelnde(n) Gerät(e) verträglich ist.“ (7)
Moderne RDG-E können dies regeln oder den Betrieb
verhindern, „wenn die Temperatur des Reinigungsmit-
tels außerhalb des festgelegten Temperaturbereichs
liegt“. (7)
Ein weiterer Spülschritt ist nach dem Reinigen und
vor der Desinfektion erforderlich, um „Prozesschemi-
kalien und Verschmutzungen einschließlich der mikro-
biellen Verunreinigung“ auf einen Wert zu verringern,
„für den feststeht, dass er nicht das Niveau überschrei-
tet, das die Wirksamkeit des Desinfektionsprozesses
beeinträchtigen würde.“ (7) Für das zu verwendende
Spülwasser muss der Hersteller des RDG-E Angaben

image
image
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LUA Mitteilung 02/2009
20
machen und es sollte „mindestens Trinkwasserquali-
tät aufweisen.“ (7)
In der nun folgenden Phase der Desinfektion kom-
men vorzugsweise wässrige Lösungen zum Einsatz.
Vom Hersteller des Desinfektionsmittels müssen Prü-
fungen zur Wirksamkeit seines Präparates erbracht
werden. Die DIN EN ISO 15883-4 fordert: „a) eine
Inaktivierung vegetativer Bakterien einschließlich
Hefen und hefeartigen Pilzen um mindestens log
10
6;
b) eine Inaktivierung von Mykobakterien um minde-
stens log
10
5; c) eine Inaktivierung von Pilzsporen und
Viren um mindestens log
10
4.“ (7)
Auch die Temperatur der Desinfektionsmittellösung
muss während der gesamten Zeit dieser Phase elek-
tronisch überwacht werden, um die Wirksamkeit des
Prozesses nicht zu gefährden und die Geräte nicht
zu schädigen. Ein spezielles akustisches Signal kann
Fehler bei den einzelnen Programmschritten deutlich
machen. Das Programm bricht dann den Zyklus ab
und erst nach einer Fehlerbeseitigung ist ein erneuter
Start möglich. Diese Informationen sind auch auf dem
Chargenausdruck ablesbar.
Die DIN beschreibt ein mehrfaches oder ein ein-
maliges Verwenden der Desinfektionsmittellösung,
bevorzugt aber eine einmalige Benutzung.
Ein Nachspülen ist zur Entfernung des Desinfekti-
onsmittels erforderlich. Das zulaufende Wasser für
diese Schlussspülung muss weniger als 10 KBE je
100-ml-Probe aufweisen und frei von Legionellen,
Pseudomonas aeruginosa
und Mykobakterien sein
(7). Zum Erreichen dieser Forderung werden in der
Praxis in das Trinkwassernetz der Hausleitungen
direkt vor die RDG-E UV-Filter oder Sterilfilter instal-
liert, sollten sie nicht ein Teil des RDG-E sein. Letztere
können auch noch mögliche Reste von Desinfektions-
mitteln entfernen und verhindern einen erneuten Erre-
gereintrag, wie er bei einer Porengröße von größer als
0,2 µm möglich ist.
Die Trocknung soll im RDG-E erfolgen und ist ein
besonders wichtiger Schritt bei der Aufbereitung. Am
Schluss eines Tagesprogramms in der Endoskopie
werden auch deshalb die Programme der Maschinen
so eingestellt, dass diese Zeiten doppelt so lang sind,
um dabei eine größere Sicherheit zu gewährleisten.
Die maschinelle Aufbereitung ist damit beendet.
Abb. 7:
Prüfung auf Trockenheit der Fördereinheit
Die Prüfung auf Trockenheit der Beladung erfolgt
dann noch einmal manuell mit Hilfe von medizinischer
Druckluft, wobei die Hohlraumöffnungen durchbla-
sen werden und an den Endigungen der Kanäle keine
Feuchtigkeit mehr austreten sollte. Um eine Vermeh-
rung von Feuchtkeimen zu vermeiden, ist dieser Tätig-
keit besondere Aufmerksamkeit zu schenken und aus-
reichend Zeit dafür einzuplanen (Abb. 7 und 8).
Abb. 8:
Prüfung auf Trockenheit der Schläuche
Am Ende eines jeden Programms erfolgt der Aus-
druck eines Chargenprotokolls. Erst ein fehlerfrei-
er, vollständig abgelaufener Programmzyklus erlaubt
einen erneuten Einsatz der aufbereiteten Teile des
Endowashers und des Endoskops (Abbildung 9).
Abb. 9:
Chargenprotokoll des RDG­E
An Hand des Chargenprotokolls (Ausdruck) kann
jeder einzelne Schritt, den das Endoskop und die auf-
bereiteten Teile des Endowashers in der Waschma-
schine durchlaufen haben, nachvollzogen werden.
Bei Störungen werden sofort akustische oder
optische Signale vom RDG-E ausgesandt und der
Fehler muss beseitigt werden. Die Teile aus der
Maschine sind dann als nicht aufbereitet anzusehen
und einem erneuten Prozess zuzuführen.
RDG-E müssen über einen Selbstdesinfektions-
zyklus verfügen, „um eine Möglichkeit zum Desinfi-
zieren des RDG nach Eingriffen für Wartungszwecke,
Reparaturen oder zum Prüfen zu bieten“ (7).
Prüfung auf Konformität
Die Prüfung zur Validierung nach DIN EN ISO
15883-4 ist im Abschnitt 6 „Prüfung auf Konformität“
beschrieben (7). Die Anwendung validierter Verfahren
gewährleistet eine Reproduzierbarkeit der abgelaufe-

image
image
Endowasher – Effizienz der Hygienemaßnahmen
21
Humanmedizin
nen Prozesse und somit die Einhaltung vorgegebener
Spezifikationen.
4.6.3
Sterilisation
Ist entsprechend der Risikobewertung der Medizin-
produkte und der Standardarbeitsanweisung eine Ste-
rilisation notwendig, erfolgt diese im Anschluss an die
Desinfektion. Dazu müssen die Einzelteile zusam-
mengefügt, in Folie verpackt und einem Sterilisations-
prozess zugeführt werden. Ein Chemoindikator auf
der Folie (Abb. 10 und 11) dient zur Unterscheidung
von sterilem und unsterilem Material. Der Einsatz
eines integrierenden Chemoindikators in der Verpa-
ckung oder eines Chemoindikators im Chargenüber-
wachungssystem weist auf den erfolgreichen Verlauf
eines Sterilisationsverfahrens hin. Zur Freigabe wird
die Verpackung auf Unversehrtheit und vollständige
Trockenheit kontrolliert und mit dem Datum zum letz-
ten möglichen Gebrauch versehen. Die Freigabe ist
mitarbeiterbezogen zu dokumentieren und muss für
Rückfragen oder Kontrollen für 30 Jahre archiviert
werden.
Abb. 10: Chemoindikatoren auf Folie
Abb. 11: Chemoindikatoren auf Container
4.7 Chemische Grundlagen der Reiniger und
Desinfektionslösungen
Eine Desinfektion kann nur erfolgreich sein, wenn
die vorangehende Reinigung gründlich und mit größ-
ter Sorgfalt durchgeführt wird.
In den Kliniken und Praxen werden Chemikalien
unterschiedlicher Wirkstoffklassen eingesetzt. Die
Verwendung von aufeinander abgestimmten Präpa-
raten ist notwendig. Unabhängige Gutachten belegen
die Wirksamkeit der Produkte.
Die Angaben der Hersteller von Maschinen und
Chemikalien sind dabei zu beachten.
Aldehyd
Präparate auf Aldehydbasis besitzen ein breites
Wirkspektrum und sind gut materialverträglich.
Nachteilig sind der unangenehme Geruch und
die Gefahr der Allergisierung. Aldehyde können zur
Eiweißvernetzung und damit verbunden zur Eiweiß-
fixierung (Eiweißfehler) führen. Deshalb muss vor der
Desinfektion eine gründliche Vorreinigung (mit Bür-
sten) und Nachspülung zur Beseitigung von orga-
nischem Material erfolgen.
Peressigsäure
Peressigsäure in konzentrierter Form ist stark
ätzend und so in der Endoskopie nicht einsetzbar. Bei
Präparaten, die auf der Grundlage von Peressigsäure
arbeiten, besteht die Notwendigkeit, den pH-Wert im
Bereich von 6-8 stabil zu halten, um die Balance zwi-
schen optimaler Reinigung und Materialverträglich-
keit (im alkalischen Bereich am Wirkungsvollsten) und
einer breit wirksamen Desinfektion (im sauren Milieu
stärker) zu erreichen. Eine Verschiebung aus diesem
fast neutralen Bereich, die durch den Eintrag orga-
nischer Substanz erfolgt, muss durch die Kombina-
tion mit Hilfsstoffen, die eine Pufferwirkung haben,
verhindert werden.
Peressigsäure entsteht bei der Umsetzung von
Essigsäure mit Wasserstoffperoxid.
Chemische Gleichung Peressigsäure:
CH
3
-C=O + H
2
O
2
CH
3
-C=O + H
2
O
OH
O-OH
Peressigsäure, die in Essigsäure und Sauerstoff zer-
fällt, ist leicht biologisch abbaubar und besitzt somit
eine gute Umweltverträglichkeit.
Enzymatische Reiniger
Reiniger auf enzymatischer Basis, die im neutralen
pH-Bereich arbeiten, werden angeboten. Bei diesen
sind die vorgegebenen Temperaturbereiche zu beach-
ten, damit es zu keiner Einschränkung der Wirksam-
keit der Reinigungsleistung kommt. Die Reiniger ent-
halten u. a. als Wirkstoffe Kombinationen von Prote-
asen zur Eiweißspaltung, Amylasen zur Spaltung von
Kohlehydraten und Lipasen zur Spaltung von Fetten.
4.8 Aufbereitung in der Zentralsterilisation
In einigen Krankenhäusern mit Endoskopieabtei-
lung ist es üblich, die Aufbereitung von Schläuchen
und Flasche des Endowashers der Zentralsterilisati-
on zu übergeben oder auch bereits in der Endoskopie-
abteilung gereinigt und desinfiziert im Sterilisierbehäl-

LUA Mitteilung 02/2009
22
ter (Container) verpackt der Sterilisation zuzuführen.
Wenn die Reinigung und Desinfektion in der Zentra-
len Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA) stattfindet,
erfolgt sie maschinell in den dort aufgestellten Rei-
nigungs- und Desinfektionsgeräten (RDG) mit einem
Anästhesieprogramm, das nach der Reinigungsphase
(Vorspülen–Reinigen–Nachspülen) bei thermischer
Desinfektion in der folgenden Desinfektionsphase
eine Temperatur von 90 °C und eine Haltezeit von
5 Minuten erreicht. In einigen Einrichtungen wird das
Anästhesieprogramm chemothermisch gefahren. Die
Trocknung ist bei einem Anästhesieprogramm ver-
längert, da die Utensilien wegen ihres geringen spe-
zifischen Gewichts dafür mehr Zeit benötigen als z. B.
chirurgische Instrumente.
Die trockenen Materialien (Flasche, Schläuche)
werden nun verpackt. Dafür sind die jeweiligen haus-
internen Regelungen zu beachten.
Zur Überwachung der Sterilisation wird beim Verpa-
cken in Folien dem zu sterilisierenden Gut jeweils ein
Chemoindikator beigelegt, um nach Prozessdurchlauf
beweisen zu können, dass der Vorgang erfolgreich
durchgeführt wurde. Bei Sterilisation im Container wird
an der Außenseite des Containers ebenfalls ein Che-
moindikator eingesteckt, der zudem noch prozessspe-
zifische Angaben enthält. Eine sich an die Desinfekti-
on anschließende Sterilisation soll die Wahrscheinlich-
keit, dass sich im Sterilisiergut noch ein lebensfähiger
Keim befindet, auf 10
-6
reduzieren.
Wenn der Sterilisationszyklus erfolgreich beendet
wurde, erfolgt die Kontrolle auf Unversehrtheit der
Verpackung und die anschließende Freigabe.
4.9 Lagerung
Die Lagerung der aufbereiteten Zubehörteile des
Endowashers hat staubgeschützt und trocken in
geschlossenen Schränken zu erfolgen. Das Datum
zum Ablauf der Lagerfrist muss auf der Verpackung
erkennbar sein. Nach Ablauf dieser Zeit darf das Pro-
dukt nicht mehr verwendet werden und ist einem voll-
ständigen erneuten Aufbereitungsprozess zuzuführen.
4.10 Wechselrhythmen und Standzeiten
Um eine Gefährdung durch Mikroorganismen in
der Vorratsflasche (hier als Behälter bezeichnet), im
Lumen von Schläuchen und in der Spülflüssigkeit
selbst auf ein Minimum zu begrenzen, sind die von Dr.
med. P. Kober (12) veröffentlichten Angaben zu Wech-
selrhythmen und Standzeiten hilfreich und geben u.a.
speziell für Endowasher notwendige Informationen
(Tabelle 1). Die maximale Standzeit wird dort mit 12
Stunden angegeben. Nach dieser Empfehlung sollen
die Behälter sterilisiert und die Schläuche desinfiziert
werden. Bei Benutzung des Endowashers sind diese
Maßnahmen selbstverständlich sofort nach Abschluss
des Eingriffes durchzuführen.
4.11 Mikrobiologische Kontrolluntersuchungen
In festgelegten Abständen sind Endoskope hygie-
nisch-mikrobiologisch zu prüfen (vierteljährlich emp-
fohlen) (14). Das können Eigenkontrollen, aber auch
durch die Gesundheitsämter angeordnete Überwa-
chungen sein.
Endowasher wurden bei unseren Kontrollen erst seit
dem Jahr 2007 einbezogen. Mit der Endoskopieabtei-
lung sollte ein Termin vereinbart werden und auch das
Labor, das die Proben in sehr aufwändigen Untersu-
chungen bearbeitet, muss informiert sein.
4.11.1 Probenahme am Beispiel eines Endo-
washer-Modells
Um eine Probenahme beginnen zu können, ist eine
hygienische Händedesinfektion durchzuführen sowie
ein Schuhwechsel und ein Anziehen von Bereichsklei-
dung (ggf. steriler OP-Kittel), OP-Haube und Mund-
Nasen-Schutz vorzunehmen. Einmalhandschuhe sind
zu tragen und nach jedem Gerät oder bei Kontamina-
tion zu wechseln (hygienische Händedesinfektion zwi-
schendurch).
Für die Probenahme werden zwei Personen zwin-
gend benötigt, ideal wären drei. Es muss eine Auftei-
lung der Arbeiten in unsteril (Antrag ausfüllen, Mate-
rialien zureichen) und steril geben. Durch aseptische
Probenahmetechnik sind Kontaminationen zu ver-
meiden, um die Aussage der Befunde nicht zu verfäl-
schen!
Die benötigten sterilen Utensilien sind griffbereit zu
rechtzulegen:
20 ml Spritzen (zum Aufziehen der NaCl)
Kanülen
0,9 % NaCl (eigene, zertifizierte Herstellung oder
Beziehen von industriell hergestellter, zertifizierter
Kochsalzlösung)
50 ml Röhrchen mit Deckel (zum Auffangen der
Spüllösung)
Dreiwegehahn (bei manchen Geräten)
Tab. 1: Wechselrhythmen und Standzeiten von Endowashern (12)
Invasive Tätigkeiten
Wechselrhythmen und Standzeiten
Zahlen und Zeitspannen
Endo-Washer
(Zusatzspülgerät)
Arbeitsschicht (max. 12 h) (L)
Behälter sterilisieren (L)
sterile Spülflüssigkeit (L)
Innenlumen der Schläuche, einschl. Pum-
penschlauch, täglich desinfizieren (L)
(L = Literaturangabe)

Endowasher – Effizienz der Hygienemaßnahmen
23
Humanmedizin
Auf einem Untersuchungsantrag sind alle Informa-
tionen zu dokumentieren:
Angaben
zur Aufbereitungszeit,
zur Art der Aufbereitung,
zur Gerätespezifik,
zu Datum und Uhrzeit der Probenahme und
zu den Probenehmern
sind zu vermerken.
Die erste Probe ist eine Eigenkontrolle der NaCl. Dazu
werden 20 ml benötigt, die im Labor auf mögliche Kon-
taminationen vor Beginn der eigentlichen Probenah-
me untersucht werden.
Danach folgen die Probenahmen der einzelnen
Schlauchstücke des Endowashers. Jeweils eine Sprit-
ze mit Kanüle wird mit 20 ml NaCl aufgezogen, die
Kanüle in einen durchstichsicheren Behälter abgewor-
fen, der Inhalt der Spritze in den Schlauch gedrückt
und am anderen Ende des Schlauches wieder in ein
steriles 50 ml Röhrchen aufgefangen. Mit dem Deckel
wird das Röhrchen sofort verschlossen und kippsicher
auf einem Ständer abgestellt.
Die Fördereinheit des Endowashers (soweit ab
nehmbar) wird auch mit NaCl durchgespült. Dazu wird
die Fördereinheit von der Achse gezogen, der Drei-
wegehahn mit der aufgezogenen Spritze aufgesetzt,
die Flüssigkeit durchgedrückt und auf der anderen
Seite aufgefangen.
Eine weitere Probe wird von der verwendeten Spül-
lösung (z. B. Ampuwa) der jeweiligen Endoskopie-
abteilungen genommen. Dies erfolgt durch Aufziehen
von 20 ml mittels einer Spritze aus der befüllten Vor-
ratsflasche und Überführen in ein Probenröhrchen.
Der Endowasher wird danach für die erweiterte
Beprobung funktionstüchtig zusammengebaut und es
schließen sich fortführende Entnahmen an.
Im Betriebszustand wird unter Druck ein Auffangge-
fäß befüllt. Die Spülflüssigkeit (z. B. Ampuwa) durch-
fließt dabei die gesamten Lumina der Schläuche des
Endowashers bis zum freien Ende, an dem sie aufge-
fangen wird. Die Bewegung der Flüssigkeit wird dabei
physikalisch durch Peristaltik bewirkt. Sie entsteht
durch rotierende Walzen in einem Käfig in der Förder-
einheit, die den Förderschlauch zusammendrückt und
dadurch einen Weitertransport erzeugt.
Die Aussage der Ergebnisse kann man komplet-
tieren, wenn der Schlauch des Endowashers an den
Arbeitskanal eines Endoskops (z. B. eines Koloskops,
Gastroskops oder Duodenoskops) angeschlossen
wird und in dieser Reihenfolge die Spülflüssigkeit alle
Komponenten unter Arbeitsdruck durchfließt und am
distalen Ende des Endoskops in einem Röhrchen auf-
gefangen wird. Damit sind alle Teile integriert und ein
Zustand erreicht, der dem bei einer Untersuchung am
Patienten entspricht.
Die entnommenen Proben werden sicher verpackt
und unverzüglich ins Labor transportiert. Extreme
Temperaturen (ggf. kühlen) und lange Transportzeiten
sind dabei zu vermeiden.
4.11.2 Laboruntersuchung
Die Arbeiten im Labor beginnen mit dem Sortieren,
Vergleichen und Nummerieren von Proben und Labor-
begleitscheinen.
Benötigte Petrischalen mit Nährböden (Columbia-
Agar mit 5 % Schafblut, Bacillus subtilis Agar) und
Nährbouillons in Flaschen und Röhrchen (Casein-
Soja-Bouillon = CSB) sowie sterile Pipettenspitzen
und Impfösen werden bereitgestellt.
Die Verarbeitung der Proben erfolgt unter einer Sicher-
heitswerkbank, um einen Eintrag von Keimen zu ver-
meiden.
Die Spülflüssigkeiten werden in exakten Mengen
von 10 ml, 1 ml und 0,1 ml in je ein Laborgefäß mit
Bouillon (Röhrchen vorgelegt mit 7 ml bzw. Flasche
mit 10 ml Casein-Soja-Bouillon) und jeweils 0,5 ml auf
zwei Petrischalen mit Columbia-Agar pipettiert und
sorgfältig verteilt. In einem Laborbrutschrank erfolgt
die Bebrütung bei 37 °C für 48 Stunden und bietet
so Bakterien optimale Bedingungen zum Wachstum
und zur Vermehrung. Nach Ablauf der Bebrütungszeit
wird die Menge der Koloniebildenden Einheiten (KBE)
je Platte ausgezählt. Beide Zahlen addiert ergeben
die Gesamtkeimzahl (KBE/ml). Das Ergebnis wird im
Labordatensystem dokumentiert. Weitere Laborunter-
suchungen schließen sich an, wenn in einer Bouillon,
die mit dem Indikatorfarbstoff Phenolrot versetzt wur-
de, ein Farbumschlag von rot nach orange-gelb erfolgt
oder auch eine Trübung der Lösung zu sehen ist.
Die Flasche mit den 10 ml Bouillon und 10 ml Spül-
flüssigkeit wird nach zwei Tagen auf eine Petrischale
ausgestrichen und nach weiteren 24 Stunden abge-
lesen. Sie dient als Ergänzung zur Aussage des
Befundes und erfasst Mikroorganismen, die erst nach
Anreicherung sich so vermehren konnten, dass sie auf
einem festen Nährmedium anzüchtbar sind.
Um falsch negative Ergebnisse erkennen zu kön-
nen, hat sich die Einführung eines Hemmstofftests
bewährt. Rückstände von Desinfektionsmitteln, die
bei der Probenahme in die Spülflüssigkeiten gelan-
gen, hemmen auf und in Nährmedien ein Wachstum
von Mikroorganismen. Im Labor werden deshalb auch
noch von jeder Probe Spülflüssigkeit 0,1 ml auf eine
Petrischale mit Agar, der eine definierte Menge Spo-
ren von
Bacillus subtilis
enthält, mittig getropft und für
24 Stunden bei 37°C bebrütet.
Bacillus subtilis
wächst
in dieser Zeit im Nährboden und bewirkt eine Eintrü-
bung der gesamten Fläche, d.h. der Hemmstofftest ist
negativ. Kommt es aber im Areal der aufgetragenen
Spülflüssigkeit zu keinem Wachstum von Sporen und
bleibt der Nährboden in diesem Bereich durchsichtig
klar, ist ein sogenannter Hemmhof sichtbar und der
Hemmstofftest positiv. Die dazugehörenden Befunde
können in diesem Fall nicht verwendet werden und
sprechen für eine unzureichende Schlussspülung
nach der Desinfektion.

LUA Mitteilung 02/2009
24
4.11.3 Befundung und eigene Ergebnisse
Befundung:
Alle Laborbefunde sind im Labordatensystem zu
erfassen und für 10 Jahre aufzubewahren. Bei posi-
tiven Befunden (Nachweis von bakteriellen Erregern)
sind das auftraggebende Gesundheitsamt und die
Hygienefachkraft der Einrichtung sofort telefonisch zu
benachrichtigen.
Anzumerken wäre noch, dass die hygienischen Über-
prüfungen keine Untersuchungen auf Viren und Para-
siten beinhalten.
Die Bewertung der Untersuchungsergebnisse für
Endowasher erfolgt analog zu der von Endoskopen und
ist in der Empfehlung „Anforderungen an die Hygiene
bei der Aufbereitung flexibler Endoskope und endosko-
pischen Zusatzinstrumentariums“ geregelt (14).
Dort heißt es unter der Überschrift: „Hygienisch-mikro-
biologische Anforderungen an Endoskopprüfungen
(Bewertung der Untersuchungsergebnisse)
• Kein Nachweis von
Escherichia coli,
anderen Ente-
robacteriaceae oder Enterokokken als Indikator für
mangelhafte Reinigung oder Desinfektion.
• Kein Nachweis von
Pseudomonas aeruginosa,
anderen Pseudomonaden oder Nonfermentern als
Indikatoren für mangelhafte Schlussspülung oder
Trocknung.
Kein Nachweis von hygienerelevanten Erregern
wie
Staphylococcus aureus
als Indikatoren für z. B.
eine Endoskopkontamination nach Aufbereitung
bei mangelhafter Lagerung oder unzureichender
Händehygiene des Personals.
Bei Endoskopen, die zur Untersuchung in mikrobi-
ell nicht besiedelten Bereichen des oberen Gastro-
intestinaltraktes oder Respirationstraktes verwen-
det werden ... kein Nachweis von vergrünenden
Streptokokken als Indikator für Verunreinigung mit
Rachenflora.
Quantifizierung nachgewiesener Keimbelastung
wird empfohlen. Als Richtwert der zulässigen
Keimzahl gilt ≤1 KBE pro ml Flüssigkeitsprobe (20
ml; bei Einhaltung der genannten mikrobiologisch-
qualitativen Anforderungen).“
Ergebnisse
Seit dem Jahr 2007 erfolgt am Standort Chemnitz
der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen (LUA) eine
Einbeziehung von Endowashern in die Probenahmen,
die generell durch die zuständigen Gesundheitsämter,
im Rahmen der Amtshilfe, beauftragt werden.
Im Jahresbericht (16) der Einrichtung sind die Ergeb-
nisse zusammengestellt.
Es wurden von 8 Endowashern 35 Spülflüssigkeiten
untersucht. Davon konnten 2 wegen eines positiven
Hemmstofftests nicht bewertet werden.
In dieser Veröffentlichung heißt es:
„4 Proben“ (12 %) „wurden sowohl hinsichtlich der
Keimzahl als auch auf Grund des Nachweises von
Sphingomonas (Pseudomonas) paucimobilis
bean-
standet.
Spüllösung eines Schlauchstückes/Flasche zur
Pumpe (89 KBE/ml)
Optikspüllösung/Flasche
bis
Biopsiekanalan-
schluss (>100 KBE/ml)
Spüllösung aus der Systemflasche/aufgefüllt mit
Trinkwasser (78 KBE/ ml)
Spüllösung im Betriebszustand/Systemflasche bis
Anschluss Biopsiekanal (7 KBE/ml)“
Als Ursachen für das Auftreten von
Sphingomonas
paucimobilis
können eine mangelhafte Schlussspü-
lung oder eine unzureichende Trocknung in Frage
kommen. Bei kurzfristig anberaumten Wiederholungs-
untersuchungen konnte kein Keimwachstum mehr
festgestellt werden.
Im Jahre 2008 wurden 10 Endowasher beprobt und
dabei folgende Ergebnisse erzielt:
Von 52 Spülflüssigkeiten waren wegen Keimwachs-
tums 8 Proben (15 %) zu beanstanden, die drei Endo-
washern zuzuordnen sind. Der Richtwert der zuläs-
sigen Gesamtkeimzahl von ≤1 KBE/ml wurde dabei
mit >100 KBE/ml Probe jeweils um mehr als das Hun-
dertfache überschritten.
Fall 1:
Nachweis von
Nonfermentern
:
Spüllösung im Betriebszustand, Systemflasche bis
zum Anschluss Biopsiekanal
Spüllösung im Betriebszustand, Systemflasche bis
zum distalen Ende des Endoskops
Im ersten Fall werden durch den Spüldruck im
Betriebszustand die bakteriellen Verunreinigungen
vom Inneren des Endowashers (vgl. Abb. 2) auf das
Endoskop übertragen und würden so in den Pati-
enten gelangen. (Die zuvor erfolgten Untersuchungen
des Endoskops hatten kein Keimwachstum ergeben.)
Die Aufbereitung des Endowashers wurde nach die-
sen Befunden als nicht ausreichend durchführbar ein-
geschätzt und das Gerät sofort stillgelegt, da es nicht
mehr dem Stand von Wissenschaft und Technik ent-
sprach.
Fall 2:
Nachweis von
Pseudomonas aeruginosa
:
Spüllösung im Betriebszustand, Systemflasche bis
zum distalen Ende des Endoskops
Der Endowasher war zunächst nicht zu beanstanden,
der Befund entstand aber dann durch das Zusammen-
spiel von beiden Geräten, die am gleichen Tag, ein-
zeln beprobt, ohne Keimwachstum waren! Das zufällig
angeschlossene Endoskop mit einer speziellen, sel-
tenen Konstruktion mit zwei Arbeitskanalöffnungen,
die wechselseitig benutzt werden können, erbrachte
dann diesen zu beanstandenden Befund.
Eine weitere Probenahme zur Abklärung konnte leider
nicht erfolgen.
Fall 3:
Nachweis von verschiedenartigen
Nonfermentern
:
alle Spüllösungen betroffen
Als Verursacher wurde die hausintern abgefüllte Flüs-
sigkeit ermittelt. Diese wird nach Aussage der leitenden
Schwester der Endoskopieabteilung „schon immer im

Endowasher – Effizienz der Hygienemaßnahmen
25
Humanmedizin
Keller des Hauses aus einem Hahn entnommen“. Die
dafür vorgesehene Plasteflasche (eine leere Ampuwa-
Flasche!!!) wird ohne Aufbereitung mehrfach verwen-
det und erneut mit Aqua dest. befüllt.
Weiterhin war zu beanstanden, dass alle Schläu-
che des Endowashers nicht trocken waren, sondern
noch Reste von Flüssigkeit enthielten. Die ebenfalls
zu beanstandende Probe Spüllösung bei angeschlos-
senem Endoskop verdeutlicht den Übertragungsweg
von der Systemflasche bis zum distalen Ende des
Endoskops.
Inzwischen
wurde
auch
dieser
Endowasher
(gleiches Modell wie im Fall 1) stillgelegt.
5
Resümee und Schlussfolgerungen
Die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Überwa-
chung bleibt aktuell. Dabei sollten die Endowasher bei
Überprüfungen von Endoskopen, sowohl hausintern
zur Eigenkontrolle, als auch durch die Gesundheits-
ämter (§ 36 Abs. 1 IfSG) veranlasst, zum gleichen
Zeitpunkt mit beprobt werden. Die Aussage von Endo-
skopuntersuchungen wird dadurch ergänzt.
Die Kontrollen stellen nur eine Momentaufnahme
zum Zeitpunkt der Probenahme dar. Eine Dokumenta-
tion der Befunde ist für die Nachvollziehbarkeit erfor-
derlich und aufzubewahren.
Jeder Mitarbeiter in der Endoskopie sollte selbstkri-
tisch seine täglichen Arbeitsabläufe in hygienischer
Sicht überdenken. Ständiger Stress, Personalmangel
und Zeitdruck lassen leider dafür wenig Zeit. Eine wert-
volle Hilfe ist die Einführung eines Qualitätsmanage-
mentsystems, das beim Erstellen von Verfahrensan-
weisungen zum Betrachten aller Abläufe zwingt und
mögliche Gefahren am Arbeitsplatz aufdecken kann.
Modelle von Endowashern, bei denen die Spülflüs-
sigkeit noch durch das Gerät geleitet wird, entspre-
chen nicht mehr dem Stand von Wissenschaft und
Technik und müssen aussortiert werden, da eine Auf-
bereitung nur unzureichend erfolgen kann. Deshalb
sollten Endowasher und dazugehörende Schlauch-
systeme separat zu reinigen, zu desinfizieren und zu
sterilisieren sein.
Für Geräte der neuesten Generation hat sich die
Verwendung von sterilem Zubehör als Einmalartikel
bewährt. Die Systeme sind hygienisch sicherer, die
Aufbereitung mit zeitaufwändigen manuellen und
maschinellen Arbeitsschritten wird eingespart, ist
somit kostengünstiger und als weniger umweltbela-
stend einzuschätzen.
Bei der Anschaffung von Neugeräten ist eine voraus-
schauende Bevorratung von Einmalartikeln anzuraten.
Jeder Patient, der sich einer endoskopischen Unter-
suchung unterziehen muss, erwartet selbstverständ-
lich, dass ihm durch diese kein Schaden (z. B. Verlet-
zung, Infektion) zugefügt wird. Dieser verantwortungs-
vollen Aufgabe müssen sich täglich die Mitarbeiter
einer Endoskopieabteilung als Herausforderung stel-
len.
6
Glossar
Begriffe
Erklärungen
Ampuwa
steriles pyrogenfreies Wasser
DIN
Normen des Deutschen Institutes für
Normung e.V.
Dreiwegehahn
Kleines Aufsatzstück für Spritzen mit
drei Ausgängen, wobei der Durch-
fluss zur dritten Seite mit einem Hahn
abgesperrt werden kann. Kommt bei
einer Probenahme als Kupplung
zum Einsatz, bei der die Anschlüsse
die gleiche Größe
haben.
Hemmstofftest
Test zum Erkennen von Desinfek-
tionsmittelrückständen bei
un
genü-
gender Schlussspülung
Luer-Lock
genormte Anschlüsse in der Medizin
isotonische NaCl 0,9 % Natriumchloridlösung, d.h. 0,9
g
Natriumchlorid in 100 Milliliter Was-
ser gelöst
Petrischale
flache, runde Schale aus durchsich-
tiger Plaste mit Deckel (früher aus
Glas) mit festem Nährboden
pH-Wert
negativer dekadischer Logarithmus
der Wasserstoffionenkonzentration
Pipette
Laborhilfsmittel zum Aufsaugen und
Ausdrücken von Flüssigkeiten
Y-Adapter
Zubehörteil mit drei Anschlussmög-
lichkeiten
7
Abkürzungsverzeichnis
BGR 250
Berufsgenossenschaftliche Regel Nr.
250
BGW
Berufsgenossenschaft für Gesund-
heitsdienst und Wohlfahrtspflege
BioStoffV
Biostoffverordnung
CJK
Creutzfeldt-Jakob-Krankheit
CSB
Casein-Soja-Bouillon
EN
Europäische Norm
IfSG
Infektionsschutzgesetz
ISO
International Organization for Standar-
dization (Internationale Organisation
für Normung)
KBE
Koloniebildende Einheiten
KRINKO
Kommission für Krankenhaushygiene
und Infektionsprävention beim Robert
Koch-Institut
L
Literaturangabe
LL
Luer-Look
ml
Milliliter
MPBetreibV
Medizinprodukte-Betreiberverordnung
MPG
Medizinproduktegesetz
NaCl
Natriumchlorid
RDG/RDG-E
Reinigungs- und Desinfektionsgerät/
für Endoskope
RKI
Robert Koch-Institut
SGB 5
Sozialgesetzbuch 5. Buch

LUA Mitteilung 02/2009
26
TRBA 250
Technische Regel Biologische
Arbeitsstoffe Nr. 250
VAH
Verbund für angewandte Hygiene
e.V.
vCJK
Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krank-
heit
ZSVA
Zentrale Sterilgutversorgungs-
abteilung
8
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und Wohlfahrtspflege BGW: BGR 250/TRBA
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Bodetex
®
forte 10.06, 2006
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stellung Korsolex
®
Endo-Cleaner/-Disinfectant
05.06, 2006
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GmbH: Bedienungsanleitung endo water-jet
10/95, 1995
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Anwenden von Medizinprodukten (Medizin-
produkte-Betreiberverordnung – MPBetreibV),
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Empfehlenswerte weitere Literatur
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in: Journal of Hospital Infection, 58 (2004), 3, S.
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Desinfektion, Sterilisation und Entwesung, 8.
Aufl., Hamburg: B. Behr´s Verlag 2007
Bearbeiter: Manuela Kaulfersch
LUA Chemnitz