LANDESDIREKTION SACHSEN
Geldwäscheprävention - Ein Thema für mich?!
Risikobasierte
organisatorische Maßnahmen
(„Risikomanagement“)
nach dem Geldwäschegesetz (GwG)
für Güterhändler, Immobilienmakler und andere Nicht-
finanzunternehmen
1
Gemeinsames Merkblatt der Länder der Bundesrepublik Deutschland
Stand: 4. Juni 2020
1
Dieses Merkblatt gilt nicht für Veranstalter und Vermittler von Glücksspielen!

- 1 -
Inhalt
A.
Risikomanagement (§ 4 GwG) ................................................................... 2
B.
Risikoanalyse (§ 5 GwG) ........................................................................... 4
I.
Grundsätzliches ................................................................................. 4
II.
Umfang .............................................................................................. 4
III.
Inhalt .................................................................................................. 5
C.
Interne Sicherungsmaßnahmen (§ 6 GwG) ............................................... 8
I.
Überblick ........................................................................................... 8
II.
Geldwäschebeauftragter (§ 7 GwG) ................................................ 13
D.
Aufzeichnungs-/ Aufbewahrungspflicht (§ 8 GwG) .................................. 14
E.
Gruppenweite Einhaltung von Pflichten (§ 9 GwG) .................................. 16
F.
Auslagerung (Outsourcing) interner Sicherungsmaßnahmen .................. 17
G.
Schlussbemerkung .................................................................................. 18
H.
Bußgelder, Veröffentlichungspflicht ......................................................... 18
Faktoren für ein potenziell geringeres Risiko (Anlage 1)
............................ 19
Faktoren für ein potenziell höheres Risiko (Anlage 2)
................................ 20

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- 2 -
A. Risikomanagement (§ 4 GwG)
Am 1. Januar 2020 ist das neue
Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schwe-
ren Straftaten (Geldwäschegesetz
2
- GwG)
in Kraft getreten. Es ermöglicht in vielen
Fällen, Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung
dem jeweiligen Risiko anzupassen (
„risk based approach“
). Daher müssen Gewer-
betreibende und Unternehmen, die dem GwG unterliegen („Verpflichtete“), über ein
Risikomanagement
verfügen. Dieses besteht zwingend aus einer
Risikoanalyse
(§ 5
GwG) und den sich daraus ableitenden
internen Sicherungsmaßnahmen
(§ 6 GwG).
Im Unternehmen ist ein Mitglied der Leitungsebene als verantwortliche Person für das
Risikomanagement zu benennen. Die benannte Person muss die Risikoanalyse und
die internen Sicherungsmaßnahmen genehmigen.
2
Geldwäschegesetz vom 23. Juni 2017 (BGBl. I S. 1822), zuletzt geändert am 12. Dezember
2019 (BGBl. I S. 2602)
Risikomanagement
Risikoanalyse
Risiken umfassend und
vollständig erfassen
Risiken gewichten
Risiken identifizieren
und kategorisieren
Interne Sicherungsmaßnahmen
= geeignete Präventionsmaßnahmen
ableiten

- 3 -
Die Notwendigkeit zur Einrichtung eines Risikomanagements gilt grundsätzlich für alle
Verpflichteten (§ 4 Abs. 1 GwG). In den folgenden Fällen ist sie an bestimmte Schwel-
lenwerte geknüpft:
Kunsthändler
: Transaktionen ab 10.000 Euro (bar oder unbar)
Kunstvermittler
und
Kunstlagerhalter
(mit Lagerhaltung in Zollfreigebieten):
Transaktionen ab 10.000 Euro (bar oder unbar)
Immobilienmakler
: Schwellenwert 10.000 Euro (ohne Betriebskosten, aber
einschließlich der Miete bzw. Pacht über Nebenflächen) bei der Vermittlung von
Miet- oder Pachtverträgen. Bei der Vermittlung von Kaufverträgen gilt kein
Schwellenwert
Edelmetallhändler
(wie beispielsweise Gold, Silber, Platin): Bartransaktionen
ab 2.000 Euro (Annahme und Abgabe von Bargeld)
Sonstige Güterhändler
: Bartransaktionen ab 10.000 Euro (Annahme und Ab-
gabe von Bargeld)
Verpflichtete, die unter die Schwellenbetragsregelungen fallen, benötigen kein Risiko-
management, wenn folgende drei Voraussetzungen erfüllt sind:
(1)
Es muss eine geschäftspolitische Grundsatzentscheidung getroffen worden
sein, keine Geschäfte zu tätigen, mit denen der jeweilige Schwellenwert erreicht
oder überschritten wird. Für Immobilienmakler muss diese Entscheidung auch
den Verzicht auf die Vermittlung von Immobilienkaufverträgen umfassen;
(2)
Es ist sichergestellt, dass dieser Betrag auch nicht durch künstliche Stückelung
bzw. mehrere Zahlungen, zwischen denen möglicherweise eine Verbindung be-
steht, erreicht wird; und
(3)
Geschäfte, mit denen der Schwellenwert erreicht oder überschritten wird, sind
durch entsprechende Geschäftsanweisungen und Kontrollen tatsächlich ausge-
schlossen.
Werden Geschäfte in relevanter Höhe nicht grundsätzlich ausgeschlossen oder ändern
Verpflichtete diese Entscheidung, entsteht die Pflicht, ein Risikomanagement einzurich-
ten, spätestens ab dem ersten Geschäft, das den Schwellenwert erreicht oder über-
schreitet. Die Pflicht ist in einer dem jeweiligen Risiko angemessenen Zeit umzusetzen.
Achtung bei (Geldwäsche-) Verdachtsfällen:
Unabhängig von den Schwellenwerten müssen
alle
Verpflichteten beim Vorliegen
von Tatsachen, die darauf hindeuten, dass eine Transaktion oder eine Geschäfts-
beziehung im Zusammenhang mit Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung ste-
hen könnte,
- die allgemeinen sowie ggf. verstärkten Sorgfaltspflichten beachten (§ 10 Ab-
satz 3 Nummer 3 GwG) und
- durch organisatorische Maßnahmen sicherstellen, dass Verdachtsfälle erkannt
und gemeldet werden.

- 4 -
B. Risikoanalyse (§ 5 GwG)
I.
Grundsätzliches
Alle Verpflichteten, die eine Risikoanalyse vornehmen, müssen die Risiken von Geld-
wäsche und Terrorismusfinanzierung für ihre eigenen Geschäfte ausfindig machen und
bewerten.
Die individuelle Risikoanalyse ist die elementare Basis, auf der die gesamte Geldwä-
scheprävention im Unternehmen aufbaut, um einen maximalen und wirksamen Schutz
vor Missbrauch für Geldwäschehandlungen oder Terrorismusfinanzierung zu erreichen.
Dies betrifft sowohl den Umfang wie auch die Intensität der internen Sicherungsmaß-
nahmen des § 6 GwG, die „angemessen“ sein und sich aus der Risikoanalyse ableiten
lassen müssen (z. B. der Umfang und die Häufigkeit der Unterrichtung der in den
geldwäscherechtlich relevanten Unternehmensbereichen tätigen Mitarbeiter und deren
Zuverlässigkeitsüberprüfung). Ebenso wirkt sich die Risikoanalyse auch auf den Um-
fang der zu erfüllenden Sorgfaltspflichten (nur allgemeine, zusätzlich verstärkte oder
nur vereinfachte Sorgfaltspflichten) bei einzelnen Geschäftsvorfällen und die damit
verbundene „angemessene“ Pflichterfüllung aus.
Die Risikoanalyse der Unternehmen muss dokumentiert,
regelmäßig
(zumindest ein-
mal im Jahr)
überprüft
und gegebenenfalls aktualisiert werden. Die aktuellste Fassung
ist der Aufsichtsbehörde auf Verlangen zur Verfügung zu stellen (§ 5 Absatz 2 GwG).
II.
Umfang
Der Umfang der Risikoanalyse ist nicht vorgeschrieben – er muss lediglich nach der Art
und dem Umfang der Geschäftstätigkeit des Verpflichteten angemessen sein (§ 4 Ab-
satz 1 GwG). Hier sind z. B. zu berücksichtigen die Größe, Organisationsform
/Komplexität und Gefährdungssituation des Unternehmens, gemessen an dessen Ge-
schäfts-, Kunden- und Produktstruktur.
RISIKEN:
Ermitteln
Bewerten
Dokumentieren

- 5 -
III. Inhalt
1.
Risikofaktoren
Dem GwG sind zwei Anlagen
3
mit beispielhaften Aufzählungen von Faktoren und mög-
lichen Anzeichen für potenziell geringere bzw. höhere Risiken angehängt, die einige
Orientierungspunkte für Ihre Risikoanalyse bieten und zu beachten sind.
Die Faktoren sind in folgende Bereiche gegliedert:
-
Kundenrisiken
-
Produkt- bzw. Dienstleistungsrisiken
-
Transaktionsrisiken
-
Vertriebskanalrisiken
-
geografische Risiken
Die dort aufgeführten Kriterien sind auch Hinweise, die Sie für die - ebenfalls verpflich-
tend vorgeschriebene - Risikobewertung Ihrer einzelnen Geschäftsvorfälle nutzen
müssen. Hieraus leitet sich z. B. ab, wie umfassend die auf Kunden bezogenen Sorg-
faltspflichten im Einzelfall ausfallen müssen (§ 10 Absatz 2 GwG).
So deuten Faktoren für ein geringeres Risiko auf die Möglichkeit hin, es bei vereinfach-
ten Sorgfaltspflichten belassen zu können (§ 14 GwG), wogegen Faktoren für ein
hö-
heres Risiko
verstärkte Sorgfaltspflichten auslösen (§ 15 GwG). Ein höheres Risiko
liegt beispielsweise dann vor, wenn ungewöhnlich komplexe und undurchschaubare
Firmengeflechte hinter den Vertragspartnern stehen. Daneben definiert das GwG eini-
ge Fallkonstellationen, bei denen generell von einem höheren Risiko auszugehen ist.
Dies ist z. B. dann der Fall, wenn eine Transaktion im Verhältnis zu vergleichbaren
Fällen besonders komplex oder groß ist, ungewöhnlich abläuft bzw. ohne offensichtli-
chen wirtschaftlichen oder rechtmäßigen Zweck erfolgt oder es sich bei Kunden um
politisch exponierte Personen handelt. Dagegen kommen vereinfachte Sorgfaltspflich-
ten in Betracht, wenn eine dem Risiko angemessene Prüfung ergibt, dass ein geringes
Geldwäsche- oder Terrorismusfinanzierungsrisiko besteht. Der Verpflichtete muss auf
Verlangen der Aufsichtsbehörde darlegen, dass der Umfang der von ihm getroffenen
Maßnahmen im Hinblick auf die Risiken der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung
angemessen ist.
Das Bundesministerium der Finanzen hat für die Verpflichteten ergänzend zu den An-
lagen 1 und 2 des GwG eine
nationale Risikoanalyse
bereitgestellt, die auf der
Homepage des Ministeriums zu finden ist. Diese berücksichtigt die Ergebnisse der
Ri-
sikobewertung der EU-Kommission
4
und ist von den Verpflichteten bei der Erstel-
lung ihrer Risikoanalyse heranzuziehen. Auch
eigene Erfahrungen, Erkenntnisse der
3
Anlage 1:
Faktoren für ein potenziell
geringeres
Risiko,
Anlage 2:
Faktoren für ein poten-
ziell
höheres
Risiko: Diese Anlagen
müssen
Sie immer berücksichtigen! Sie finden die An-
lagen auch am Ende dieses Merkblattes.
4
EU
Risikoanalyse
in
englischer
Sprache,
Dokument: EU 10977/17 ADD 2

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- 6 -
Branche oder allgemeine Veröffentlichungen
können bei der Risikobewertung hilf-
reich sein.
2.
Strukturierung einer Risikoanalyse
Nachfolgend finden Sie detaillierte Hinweise, mit Hilfe derer Sie Ihre Risikoanalyse
strukturieren können:
Schritt 1: Neutrale Bestandsaufnahme
Unter anderem:
-
Grunddaten zum Unternehmen (Rechtsform, Größe, Filialen usw.)
-
Gibt es gegebenenfalls für Unternehmen einer Gruppe bereits Risikobetrachtun-
gen/ eine Analyse?
-
Unternehmensstandort: Geographisches und infrastrukturelles Umfeld Ihrer Ge-
schäftstätigkeit (beispielsweise ländlicher Raum, Flughafen- oder Grenznähe, Be-
völkerungsstruktur, sonstiges Gewerbe im Umfeld, örtliche und regionale Kriminali-
tätslage usw.)
-
Kunden-, Vertriebs- und Produktstruktur (beispielsweise Laufkundschaft, Stamm-
kundschaft, Endabnehmer, Wiederverkäufer, Herkunftsländer Ihrer Kunden,
Onlinegeschäfte, Außendienstmitarbeiter, Produktpalette usw.)
Risikofaktoren
ermitteln
Anlage 1 und
Anlage 2
zum GwG
Allgemeine
Veröffentli-
chungen (Pres-
se, Verbän-
de…)
Eigene
Erfahrungen
und
Erkenntnisse
Nationale
Risikoanalyse
Informationen
von
FATF und FIU
Veröffentli-
chungen der
Strafverfol-
gungsbehörden
Informationen
der
GwG-Aufsichts-
behörden

- 7 -
Schritt 2: Risiken erfassen und identifizieren
Erfassen Sie insbesondere Ihre Kunden-, Produkt-/Dienstleistungs-, Transaktions-
/Vertriebskanal- und Länderrisiken. Hierzu müssen Sie zumindest folgende Quellen
berücksichtigen:
-
Anlagen 1 und 2 des GwG
-
Nationale Risikoanalyse
5
Insbesondere folgende Quellen können Sie ergänzend dazu heranziehen:
-
Internes Erfahrungswissen, Erfahrungsaustausch, Vorkommnisse
-
Risikoberichte der Zentralstelle für Geldwäsche-Verdachtsmeldungen (Financial
Intelligence Unit, FIU)
-
Örtliche Kriminalitätsstatistiken bzw. Jahresberichte der örtlichen Strafverfolgungs-
und Sicherheitsbehörden (z.B. Landeskriminalämter, Zoll, Verfassungsschutz)
-
Internetseiten/Informationen der Geldwäscheaufsichtsbehörden der Länder
-
Veröffentlichungen in den Medien (Printmedien, Internet)
3.
Risiken kategorisieren = Festlegung von Risikogruppen
Die Einteilung in drei Risikokategorien bildet die Basis – entscheiden Sie zunächst, ob
Ihnen diese Kategorien genügen oder ob Sie weitere Feinabstufungen benötigen, um
Ihre Risiken einzuteilen und ergänzen Sie die Kategorien ggf. je nach Ihrem Bedarf:
4.
Risiken gewichten = Bewertung der identifizierten Risiken
Ordnen Sie Ihre „typischen“ Risiken wie Kunden, Produkte/Dienstleistungen, Transak-
tions-/Vertriebskanäle usw. den für Sie festgestellten Kategorien zu und kommen Sie
so zu Ihrer individuellen Risikoklasseneinschätzung (pro Risiko und pro Kategorie).
Scheuen Sie sich nicht, die Risikoklasse HOCH auszuwählen. Dies sagt nichts über
die Zuverlässigkeit oder Compliance Ihres Unternehmens aus.
Bilden Sie Fallgruppen!
Welche typischerweise bei Ihnen anfallenden, relevanten
Geschäftsvorfälle (ein Geschäftsvorfall kann mehrere Risiken haben) bringen unter den
Risikogesichtspunkten für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung für Ihr Unterneh-
men welches konkrete Risiko mit sich (Zusammenfassung mehrerer Risiken zu einem
Gesamtrisiko pro Geschäftsvorfall)?
5
Die nationale Risikoanalyse wurde im Auftrag des Bundes erstellt und liegt seit Oktober
2019 vor (§ 5 Absatz 1 Satz 2 GwG)
Niedriges Risiko
Mittleres Risiko
Hohes Risiko
Beachten Sie:
Innerhalb eines Unternehmens können für einzelne Bereiche/
Abteilungen unterschiedliche Risiken bestehen!

- 8 -
Eine realistische Einschätzung ermöglicht Ihrem Unternehmen, stärker risikobehaftete
Geschäftsvorfälle besser bzw. überhaupt zu erkennen, genauer zu überwachen und zu
kontrollieren.
Hierfür einige – vereinfacht dargestellte –
beispielhafte
Konstellationen:
Kunde
Produkt
Transaktion/
Vertriebsweg
Auslands-
bezug?
Risikoklasse*
Niedrig
Mittel
Hoch
Stammkunde
PKW < 20.000 €
Barzahlung
Nein
X
Neukunde
PKW < 20.000 €
Barzahlung
EU
X
Neukunde
Designerschmuck
Barzahlung
Drittland
6
X
Geschäfts-
kunde (jur. P.)
Industrieprodukte
Überweisung
Teilzahlung
bar
Embargo-
land
7
X
Neukunde
Eigentumswoh-
nung
über Dritte
Drittland
X
Neukunde
hochpreisige ETW
Internet mit
Besichtigung
Nein
X
Neukunde
Einfamilienhaus
Internet ohne
Besichtigung
Nein
X
Geschäfts-
kunde (AG)
Computer-
Hardware
Barzahlung
Nein
X
*
Die obigen Bewertungen sind nur ein Beispiel, sie können selbstverständlich je nach den individuellen
Gegebenheiten Ihres Unternehmens anders ausfallen.
Sofern ein
Geldwäschebeauftragter
(§ 7 GwG) bestellt ist, gehört die Erstellung und
Aktualisierung der Risikoanalyse zu seinen Aufgaben.
C. Interne Sicherungsmaßnahmen (§ 6 GwG)
I.
Überblick
6
Zum Beispiel Drittstaat, in dem Korruption signifikant ausgeprägt ist
7
In bestimmten Branchen können auch grundsätzlich Hochrisikokunden individuell „üblich“ sein. In sol-
chen Fällen muss sich das Unternehmen der Risiken bewusst sein und diese „managen“.
Anhand einer solchen Bewertung müssen Sie grundsätzlich jede Geschäftsbezie-
hung oder Transaktion individuell auf das jeweilige Risiko prüfen!
Bitte denken Sie daran: Risikoanalyse und interne Sicherungsmaßnahmen müssen
von dem für das Risikomanagement als verantwortlich benannten Mitglied der
Leitungsebene genehmigt werden!

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- 9 -
Entsprechend dem Ergebnis Ihrer Risikoanalyse müssen Sie – bezogen auf Ihr
Geschäft und auf Ihre Kunden – organisatorische Maßnahmen schaffen, sogenannte
„interne Sicherungsmaßnahmen“, um angemessen auf Ihre Risikosituation gegen
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung reagieren zu können. Tätigt Ihr Unterneh-
men beispielsweise geldwäscherelevante Bargeldgeschäfte mit Rechnungsbeträgen
jenseits des Schwellenwertes, wickelt es international Geschäfte ab oder hat es häufig
mit neuen Kunden zu tun, werden die unternehmensinternen Sicherungsmaßnahmen
umfangreicher sein als bei regionalen Geschäftsvorfällen mit lange persönlich bekann-
ten Stammkunden.
In Ihrem Unternehmen muss konkret festgelegt werden,
wer wann
und
wie
die unter-
nehmensinternen Pflichten des Geldwäschegesetzes erfüllt.
Auch wenn aufgrund einer unternehmensinternen Entscheidung keine Transaktionen
über den relevanten Schwellenwerten durchgeführt werden und somit ein Risikoma-
nagement nach § 4 GwG entfällt, hat das Unternehmen durch entsprechende Vorkeh-
rungen (interne Grundsätze, Verfahren, Kontrollen, Unterrichtungen der Mitarbeiter etc.
- „
vereinfachtes Risikomanagement
“) sicherzustellen, dass auffällige Geschäftsvor-
fälle (Anhaltspunkte dafür siehe § 15 Absatz 2 und Absatz 3 GwG), die eine Melde-
pflicht nach § 43 Absatz 1 GwG auslösen, erkannt, identifiziert, dokumentiert, gemeldet
und aufbewahrt werden (§ 6 Absatz 1 und Absatz 2 Satz 1 Nr. 1c GwG).
Angemessen sind solche Maßnahmen, die der jeweiligen Risikosituation des
einzelnen
Verpflichteten
entsprechen
und
diese
hinreichend
abdecken
(§ 6 Absatz 1 Satz 2 GwG)
Geldwäsche-
prävention
WANN
in Ihrem Unternehmen
WIE
WER

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Die wichtigsten internen Sicherungsmaßnahmen
8
sind:
1. interne Grundsätze
,
Verfahren
und
Kontrollen
zum Umgang mit Risiken, Kun-
densorgfaltspflichten, der Verdachtsmeldepflicht, der Dokumentation und Archivie-
rung (einschließlich der Vernichtung nach Beendigung der Aufbewahrungsfrist)
sowie sonstigen Vorschriften zur Geldwäscheprävention
2.
unter bestimmten Voraussetzungen die Bestellung eines
Geldwäschebeauftrag-
ten nebst Stellvertreter
3.
die
Schaffung gruppenweiter Verfahren
für verpflichtete Unternehmen, sofern
Sie Mutterunternehmen einer Gruppe sind (siehe nachfolgend unter Kapitel E)
4.
geeignete
Maßnahmen
,
um neue Produkte und Technologien zu schützen
sowie
anonyme Geschäftsbeziehungen und Transaktionen
zu
unterbinden
5. Zuverlässigkeitsüberprüfung
der
Mitarbeiter
6. Unterrichtung der Mitarbeiter
über bestehende Pflichten sowie Typologien und
Methoden der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung
7.
unabhängige
Überprüfung betriebsinterner Grundsätze und Verfahren
8.
Schaffung eines
internen Hinweisgebersystems
9.
Sicherstellung der
Auskunftspflicht
gegenüber Behörden
Im Einzelnen:
Zu 1. Interne Grundsätze, Verfahren und Kontrollen
Die unternehmensinternen Grundsätze, Kontrollen und Verfahren leiten sich aus Ihrer
Risikoanalyse ab und regeln die Erfüllung der konkreten geldwäscherechtlichen Pflich-
ten in allen davon betroffenen Teilen Ihres Unternehmens. Dazu gehört der Umgang
mit den festgestellten Risiken, die Handhabung der Kundensorgfaltspflichten, die Re-
gelung des Verdachtsmeldewesens, die Dokumentation und Archivierung sowie die
Einhaltung der sonstigen geldwäscherechtlichen Vorschriften einschließlich der Kon-
trolle der Vorgaben.
8
Die Aufzählung ist nicht abschließend, ggf. können auch darüber hinaus weitere Siche-
rungsmaßnahmen in Frage kommen, um Ihre individuellen Risiken abzudecken.
Tipp:
Erstellen Sie ein „Geldwäschehandbuch“ für Ihr Unternehmen. Legen Sie
darin z. B. fest,
wer
in welchen Fällen die Identifizierungs- und Aufzeichnungs-
pflichten
wie
zu erfüllen hat und wie mit außergewöhnlichen/verdächtigen Sach-
verhalten und der Meldepflicht im Verdachtsfall umzugehen ist. Regeln Sie auch,
wer die Einhaltung der Vorgaben in welchen Abständen kontrolliert und die Kon-
trolle dokumentiert. Dies kann Sie davor schützen, sich dem Vorwurf des Organi-
sationsverschuldens nach § 130 Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG) auszuset-
zen!

- 11 -
Die Strategien, Kontrollen und Verfahren müssen in einem angemessenen Verhältnis
zu Art und Größe des verpflichteten Unternehmens und des Risikos von Geldwäsche
und Terrorismusfinanzierung stehen.
Zu 2. Geldwäschebeauftragte und Stellvertreter
Siehe nachfolgend unter II.
Zu 3. Schaffung gruppenweiter Verfahren/Mutterunternehmen einer Gruppe
Siehe Kapitel E.
Zu 4. Maßnahmen gegen den Missbrauch neuer Technologien und Produkte
Unternehmen müssen Präventivstrategien und Verfahren gegen den Missbrauch von
neuen Technologien und Produkten zur Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in
ihre internen Sicherungsmaßnahmen aufnehmen und umsetzen. Sie müssen dafür
Sorge tragen, dass diese neuen Technologien und Produkte nicht die Anonymität von
Geschäftsbeziehungen oder von Transaktionen begünstigen.
Zu 5. Mitarbeiter auf Zuverlässigkeit prüfen
Das GwG fordert Regeltreue und Integrität von jedem mit geldwäscherelevanten Sach-
verhalten befassten Mitarbeiter ein. Nach § 1 Absatz 20 GwG müssen Sie die Zuver-
lässigkeit wie folgt prüfen:
Hält sich Ihr Personal an das Geldwäschegesetz und Ihre internen Vorschriften?
Mitarbeiter müssen die Gewähr bieten, dass sie alle für sie relevanten geldwä-
schepräventiven Pflichten aus dem Geldwäschegesetz sowie vom Unternehmen
vorgegebene interne Sicherungsmaßnahmen gegen Geldwäsche genau beachten.
Werden Verdachtsfälle gemeldet?
Dazu zählt, dass Tatsachen, die eine Geldwäsche-Verdachtsmeldung begründen,
an den Vorgesetzten oder Geldwäschebeauftragten weitergeleitet werden.
Beteiligt sich Ihr Personal an zweifelhaften Geschäften?
Letztlich können Mitarbeiter nur dann zuverlässig sein, wenn sie sich in keiner
Weise an zweifelhaften Geschäftsbeziehungen oder Transaktionen beteiligen.
Überprüfen Sie diese Vorgaben insbesondere durch den Einsatz von Personalkontroll-
oder Beurteilungssystemen. Der Aufwand ist angemessen, wenn er sich am eigenen
Risiko ausrichtet (Risikoanalyse!).
Zu 6. Mitarbeiterunterrichtung
Beachten Sie:
Die Zuverlässigkeit Ihrer Mitarbeiter messen Sie insbesondere da-
ran, ob sie bei den vom Unternehmen vorgeschriebenen, internen Sicherungsmaß-
nahmen die gebotene Sorgfalt walten lassen.

- 12 -
Alle Personen, die mit geldwäscherelevanten Geschäftsvorfällen in Kontakt kommen
können, müssen neben den Pflichten des Geldwäschegesetzes auch die gängigen
Typologien und Methoden der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung kennen und
über Änderungen informiert werden. Wie die Unterrichtung zu erfolgen hat, ist am Risi-
ko festzumachen.
Je nach Risiko, aber auch durch organisatorische Veränderungen im Unternehmen,
wenn Mitarbeiter den Bereich verlassen oder Neue hinzukommen, wenn sich die Kun-
denstruktur oder die Rechtslage ändert oder zur „Auffrischung“ kann eine – auch re-
gelmäßige – Wiederholung oder Ergänzung der Mitarbeiterunterrichtung nötig sein.
Zu 7. Überprüfung der unternehmensinternen Grundsätze und Verfahren
Mit dem Aufstellen von Regeln ist es nicht getan: Sie als Unternehmer müssen auch
überprüfen, ob die getroffenen Maßnahmen tatsächlich wirksam und geeignet sind und
ob die Vorgaben von Ihren Mitarbeitern eingehalten werden. Sie entscheiden dabei
selbst, ob Sie unabhängige Dritte dafür einsetzen oder intern (z. B. durch die Innenre-
vision) dafür sorgen, Ihre eigenen Strategien, Kontrollen und Verfahren zu überprüfen.
Letztlich wird es von der Größe und dem ermittelten Risiko der Geschäfte abhängen,
welcher Aufwand anzusetzen ist, denn auch hier gilt der Grundsatz des risikobasierten
Ansatzes.
Überprüft werden müssen neben den Grundsätzen, Kontrollen und Verfahren zum Ri-
sikomanagement auch die
tatsächliche
Handhabung der Sorgfalts- und Meldepflich-
ten, die Dokumentation und Archivierung (einschließlich der Vernichtung nach Beendi-
gung der Aufbewahrungsfrist) sowie die unternehmensinterne Kommunikation zu den
internen Sicherungsmaßnahmen.
Tipp:
Dokumentieren Sie,
wen
Sie
wann, wie
und
mit welchen Inhalten
unter-
richtet haben. Sie begrenzen Ihren Aufwand, wenn Sie nur diejenigen unterrichten,
die in Kontakt mit Transaktionen, Geschäftsbeziehungen oder Vertragspartnern
kommen. Dies sind in der Regel die Bereiche Akquise, Verkauf/Vertrieb, Kasse,
Finanzwesen und Controlling.
Außerdem sollten Sie beachten:
Ganz gleich, wer im Unternehmen für die inter-
nen Sicherungsmaßnahmen verantwortlich zeichnet: In jedem Fall ist das
Unter-
nehmen
Verpflichteter im Sinne des GwG. Die Verletzung der organisatorischen
Pflichten, wenn beispielsweise Aufsichtspflichten gegenüber Mitarbeitern vernach-
lässigt werden, fällt regelmäßig auf den Inhaber, die Geschäftsführung bzw. das
Unternehmen zurück und kann nach § 130 bzw. § 30 OWiG empfindliche Bußgel-
der nach sich ziehen. Daneben ist nach § 9 Absatz 2 OWiG auch die Bebußung
des Beauftragten möglich, beispielsweise eines Geldwäschebeauftragten.

- 13 -
Zu 8. Internes Hinweisgebersystem
Unternehmensintern muss gewährleistet sein, dass es für Mitarbeiter und Personen in
einer vergleichbaren Position (z. B. Dienstleister, auf die Pflichten ausgelagert sind)
einen Meldeweg gibt, über den Verstöße gegen das Geldwäschegesetz an eine geeig-
nete Stelle berichtet werden können. Dabei ist die Wahrung der Vertraulichkeit der
Identität zu gewährleisten.
Zu 9. Auskunftspflicht
Des Weiteren muss gewährleistet werden, dass bei einschlägigen behördlichen Anfra-
gen wie von der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU) bei der Ge-
neralzolldirektion oder von den zuständigen Aufsichtsbehörden Auskünfte zu Kunden,
Geschäftsbeziehungen und Transaktionen erteilt werden können. Diese umfassen bei-
spielsweise Informationen zu Kunden, die im Rahmen einer Geschäftsbeziehung einer
Identifizierung unterzogen worden sind.
II.
Geldwäschebeauftragter (§ 7 GwG)
Hinsichtlich der Bestellung eines Geldwäschebeauftragten gilt es zu unterscheiden:
Die nach dem GwG verpflichteten
Finanzunternehmen
i. S. v. § 2 Absatz 1
Nummer 6 GwG haben eine dafür qualifizierte zuverlässige Person als Geldwä-
schebeauftragten auf Führungsebene (§ 1 Absatz 15 GwG) und einen Stellvertre-
ter zu bestellen und der Aufsichtsbehörde vorab anzuzeigen.
Für
alle übrigen Verpflichteten, die gemäß § 50 Nr. 9 GwG unter die Aufsicht
der Länder fallen
, kann die Aufsichtsbehörde die Bestellung eines Geldwäsche-
beauftragten anordnen, wenn sie es für risikoangemessen hält.
Für
Unternehmen, die mit hochwertigen Gütern handeln
, soll die Aufsichtsbe-
hörde die Pflicht zur Bestellung eines Geldwäschebeauftragten regelmäßig be-
hördlich anordnen. Dies kann durch eine allgemeine Anordnung (sog. „Allgemein-
verfügung“) erfolgen, die detaillierte Bestimmungen enthält, unter welchen weite-
ren Voraussetzungen ein Geldwäschebeauftragter zu bestellen ist. Diese finden
Sie ggf. auf der Internetseite Ihrer Aufsichtsbehörde. Darüber hinaus kann die Be-
stellung eines Geldwäschebeauftragten auch ohne eine explizite Pflicht hierzu eine
geeignete interne Sicherungsmaßnahme darstellen, um Ihre individuellen, im
Rahmen der Risikoanalyse festgestellten Risiken abzudecken.
Beachten Sie:
Die Aufsichtsbehörde kann Anordnungen treffen, damit Sie die für
Ihr Unternehmen erforderlichen internen Sicherungsmaßnahmen schaffen. So kann
z.B. risikoorientiert für den Einzelfall angeordnet werden, einen Geldwäschebeauf-
tragten zu bestellen.

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Grundsätzlich gilt:
Der Geldwäschebeauftragte ist für die Einhaltung der geldwäscherechtlichen Vor-
schriften zuständig und der Geschäftsleitung unmittelbar nachgeordnet.
Bei der Bestellung ist zu beachten, dass der Geldwäschebeauftragte und sein
Stellvertreter für die Aufgabe qualifiziert und im Sinne des Geldwäschegesetzes
zuverlässig sind (s.o. unter C I. 5). Ist dies nicht der Fall, kann die Aufsichtsbehör-
de verlangen, dass die Bestellung widerrufen wird.
Dem Geldwäschebeauftragten sind ausreichende Befugnisse einzuräumen und
die für eine ordnungsgemäße Durchführung seiner Funktion notwendigen Mittel
zur Verfügung zu stellen – insbesondere muss er Zugang zu allen für seine Aufga-
be erforderlichen Informationen und Daten etc. haben.
Er hat der Geschäftsleitung unmittelbar zu berichten und unterliegt im Hinblick auf
Verdachtsmeldungen und bestimmte Auskunftsersuchen nicht dem Direktions-
recht. Außerdem schließt das GwG für Geldwäschebeauftragte und deren Stellver-
treter arbeitsrechtliche Nachteile aufgrund der Wahrnehmung ihrer Aufgaben aus
und stellt diese Personen unter einen besonderen Kündigungsschutz. Dadurch soll
die Stellung der Funktion gestärkt werden.
Wird ein Geldwäschebeauftragter im Unternehmen eingesetzt und ist beispiels-
weise der Sitz des Mutterunternehmens im Ausland, so muss der Geldwäschebe-
auftragte dennoch seine Tätigkeit im Inland ausüben. Damit ist gewährleistet, dass
er für die zuständigen Behörden wie die Geldwäscheaufsicht oder die Strafverfol-
gungsbehörden nach Verdachtsmeldungen verfügbar ist.
Die Bestellung sowie vorgesehene Entpflichtung eines Geldwäschebeauftragten
nebst Stellvertreter sind der Aufsichtsbehörde vorab anzuzeigen!
D. Aufzeichnungs-/ Aufbewahrungspflicht (§ 8 GwG)
Ähnlich wie in anderen Unternehmensbereichen sind auch nach dem Geldwäschege-
setz
Unterlagen aufzubewahren
. Hierzu gehören insbesondere:
1.
Unterlagen, die bei der Erfüllung der Kernsorgfaltspflichten anfallen
, bei-
spielsweise zu Vertragspartnern, deren Vertretern, wirtschaftlich Berechtigten, Ge-
schäftsbeziehungen und Transaktionen. Hierzu zählt auch die dabei
zwingend zu
erstellende Kopie
oder optisch digitalisierte Erfassung der zur Verifizierung der
Identitätsangaben hinzugezogenen Dokumente (z. B. Personalausweis, Reisepass,
Handelsregisterauszug). Grundsätzlich ist es nicht zulässig, Ausweiskopien stel-
lenweise zu schwärzen. Eine Ausnahme kann nur für solche Daten gemacht wer-
Beachten Sie:
Um Interessenkollisionen zu vermeiden, kann der Geldwäschebe-
auftragte nicht gleichzeitig das nach § 4 Absatz 3 GwG zu benennende Mitglied der
Leitungsebene sein. Ausnahmen sind bei sehr kleinen Unternehmen möglich.

- 15 -
den, die nicht zur Identifizierung der betreffenden Person erforderlich sind, z.B. Ein-
reisestempel in einem Reisepass. Neben den im GwG ausdrücklich genannten An-
gaben müssen auch Informationen, die den Ausweisinhaber beschreiben (z.B. Fo-
to, Körpergröße und Augenfarbe) sichtbar bleiben.
2.
Im Hinblick auf das Risikomanagement sind aufzuzeichnen
:
Informationen über die
Durchführung und die Ergebnisse der Risikobe-
wertung
im Rahmen der Erfüllung der allgemeinen, verstärkten bzw. verein-
fachten Sorgfaltspflichten (§§ 10, 14 und 15 GwG) bei der Begründung von
Geschäftsbeziehungen oder der Durchführung von Transaktionen
im jeweili-
gen Einzelfall
. Das heißt, dass die
Risikobewertung
zum Zeitpunkt der
Transaktion oder der aktiven Geschäftsbeziehung innerhalb der maximal
zehnjährigen Aufbewahrungsfrist nachvollziehbar sein muss. Sie müssen auf
Verlangen Ihrer Aufsichtsbehörde darlegen können, dass der Umfang der von
ihnen getroffenen Maßnahmen im konkreten Fall angemessen war (§ 10 Ab-
satz 2 Satz 4, § 14 Absatz 1 Satz 3 und § 15 Absatz 2 Satz 3 GwG).
Informationen über den Vertragspartner und den wirtschaftlich Berechtigten,
die angestrebte Art der Geschäftsbeziehung, die Herkunft der Vermögenswer-
te und des Vermögens des Verpflichteten und wirtschaftlich Berechtigten, die
Gründe für die Transaktion und die geplante Verwendung der Vermögenswer-
te (§ 15 Absatz 5 Nr. 1 GwG) bei Geschäftsbeziehungen oder Transaktionen
mit Beteiligung von Drittstaaten mit hohem Risiko (§ 15 Absatz 3 Nr. 2 GWG).
Ergebnisse der Untersuchungen, die im Zusammenhang mit außergewöhnli-
chen Transaktionen im Sinne des § 15 Absatz 6 i.V.m. § 15 Absatz 3 Nummer
3 GwG durchgeführt wurden.
Die Erwägungsgründe im Zusammenhang mit verdächtigen Sachverhalten,
unabhängig davon, ob sie zu einer Verdachtsmeldung geführt haben oder
nicht.
Mit Ausnahme der Kopierpflicht oder der optisch digitalen Erfassung bleibt es dem Un-
ternehmen überlassen, auf welche Weise die Aufzeichnung und Aufbewahrung ge-
schieht. Wird jedoch behördlicherseits Einblick verlangt, müssen die Unterlagen lesbar
verfügbar sein –
fünf
Jahre lang, soweit nicht andere gesetzliche Bestimmungen über
die Aufbewahrungspflichten längere Fristen (bis maximal zehn Jahre) vorsehen. Sie
beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die pflichtauslösende Geschäfts-
beziehung endet (§ 8 Absatz 4 Satz 3 GwG). Bei allen übrigen Fällen, bspw. bei
Transaktionen außerhalb einer Geschäftsbeziehung, gilt die Aufzeichnungspflicht ana-
log (§ 8 Absatz 4 Satz 4 GwG).
Spätestens nach zehn Jahren müssen archivierte
Unterlagen unverzüglich vernichtet werden.
Kunden müssen bei ihrer Identifizierung nach dem GwG mitwirken!
Verweigert der identifizierte Kunde
lediglich
das Kopieren bzw. die optisch digitalisierte
Erfassung des Ausweises, führt alleine diese Tatsache nicht zur Beendigungspflicht des §
10 Absatz 9 GwG, da die Kopierpflicht zu den Aufzeichnungspflichten des § 8 GwG und
nicht zu den Sorgfaltspflichten zählt. Es empfiehlt sich aber, auch diesen Sachverhalt zu
dokumentieren und ggf. eine Verdachtsmeldung zu erstatten.

- 16 -
E. Gruppenweite Einhaltung von Pflichten (§ 9 GwG)
Verpflichtete, die Mutterunternehmen einer Gruppe sind (§ 1 Absatz 16 GwG), haben
für alle gruppenangehörigen Unternehmen, Zweigstellen und Zweigniederlassungen
folgende Maßnahmen zu treffen und die Einhaltung der getroffenen Maßnahmen si-
cherzustellen:
1. Erstellung einer gruppenweiten Risikoanalyse als Grundlage für die nachfolgend
aufgeführten weiteren Regelungen und Maßnahmen. Nur damit kann wirksam ver-
hindert werden, dass einzelne Unternehmen oder Bereiche der Gruppe Transakti-
onen abwickeln oder Geschäftsbeziehungen begründen, ohne die Risiken zu ken-
nen. Besondere Sorgfalt im Mutterunternehmen ist bei Auslandsgeschäften erfor-
derlich, damit alle der Gruppe angehörigen Unternehmen auch die international
drohenden Risiken kennen und in ihren Compliance-Maßnahmen berücksichtigen.
2. Festlegung
gruppenweit einheitlicher interner Sicherungsmaßnahmen
3. Die Bestellung eines
Gruppengeldwäschebeauftragten
. Diesem obliegt die Er-
stellung einer gruppenweiten Präventionsstrategie gegen Geldwäsche und Terro-
rismusfinanzierung sowie die gruppenweite Koordinierung und Überwachung der
Umsetzung dieser Strategie. Eine Personenidentität des Gruppengeldwäschebe-
auftragten und des Geldwäschebeauftragten des Tochterunternehmens ist grund-
sätzlich möglich. Dies führt jedoch rechtlich zu einer anzeigepflichtigen Auslage-
rung gegenüber der zuständigen Aufsichtsbehörde. Diese Maßnahme bedarf wie-
derum vor ihrer Realisierung einer vorherigen vertraglichen Vereinbarung (siehe
unten unter Kapitel F).
4. Verfahren für den
Informationsaustausch innerhalb der Gruppe
zur Verhinde-
rung von Geldwäsche und von Terrorismusfinanzierung.
5. Vorkehrungen zum
Schutz von personenbezogenen Daten
.
Befinden sich gruppenangehörige Unternehmen
außerhalb Deutschlands
, so gilt:
Gruppenmitglied in anderem
EU-Mitgliedsstaat
: Das Mutterunternehmen muss
sicherstellen, dass die dort geltenden nationalen Geldwäschevorschriften einge-
halten werden.
Gruppenmitglied in einem
Drittstaat
9
mit geringeren Anforderungen an Geldwä-
scheprävention: Soweit im Drittstaat zulässig, gelten die (nationalen) Gruppenvor-
schriften. Dürfen die Gruppenvorschriften nach dem Recht des Drittstaates nicht
durchgeführt werden, sind die Mutterunternehmen verpflichtet sicherzustellen,
dass durch die dort ansässigen gruppenangehörigen Unternehmen zusätzliche
wirksame Präventionsmaßnahmen ergriffen werden. Über diese Maßnahmen ist
die Aufsichtsbehörde zu informieren.
9
Dies sind Staaten, die nicht Mitglied der Europäischen Union und nicht Vertragsstaat des Abkommens
über den Europäischen Wirtschaftsraum sind (§ 1 Abs. 17 GwG)

- 17 -
Reichen die ergriffenen Präventions-Maßnahmen im Drittstaat nicht aus, ist die
Aufsichtsbehörde verpflichtet anzuordnen, dass die nachgeordneten Gruppenmit-
glieder keine Geschäftsbeziehungen in diesem Drittstaat begründen oder fortset-
zen und keine Transaktionen durchführen. Besteht bereits eine Geschäftsbezie-
hung, so muss das deutsche Mutterunternehmen deren Beendigung oder Kündi-
gung sicherstellen.
Alle gruppenweiten Strategien und Verfahren müssen auf Ebene der Zweigstellen und
mehrheitlich im Besitz der Verpflichteten befindlichen Tochterunternehmen nicht nur im
Inland, sondern auch in Mitgliedstaaten und Drittländern wirksam umgesetzt werden –
dies hat das Mutterunternehmen sicherzustellen.
F. Auslagerung (Outsourcing) interner Sicherungs-
maßnahmen
Unter bestimmten Voraussetzungen, die in § 6 Absatz 7 GwG genannt sind, ist eine
vertragliche Auslagerung der internen Sicherungsmaßnahmen auf einen Dritten
(Dienstleister) möglich. Der Dritte ist mit Sorgfalt auszuwählen. Die Auslagerung müs-
sen Sie Ihrer Aufsichtsbehörde
vorab anzeigen
. Dabei müssen Sie darlegen, dass
keine Gründe für eine Untersagung der Auslagerung vorliegen. Der vorgesehene Aus-
lagerungsvertrag sowie ergänzende Unterlagen sollen beigefügt werden (z.B. Leis-
tungsscheine/Pflichtenkataloge, Referenzen des Dienstleisters). Eine Auslagerung ist
dabei auch innerhalb einer Unternehmensgruppe, z. B. auf die Mutter oder ein grup-
penangehöriges Dienstleistungsunternehmen, möglich. Die Verantwortung für die Si-
cherungsmaßnahmen und deren Durchführung bleibt stets bei Ihnen als verpflichtetem
Unternehmen. Auch innerhalb von Gruppen handelt es sich um Auslagerung.
Bieten Dritte nicht die Gewähr dafür, dass die Sicherungsmaßnahmen dem Gesetz
(GwG) entsprechend durchgeführt werden, sind die Steuerungsmöglichkeiten des Un-
ternehmens oder die Arbeit der Aufsichtsbehörde beeinträchtigt, so kann die vorgese-
hene Auslagerung untersagt werden.
Die gruppenweiten Pflichten ersetzen nicht die eigenen internen Sicherungsmaß-
nahmen gruppenangehöriger Unternehmen! So ist beispielsweise ggf. sowohl ein
örtlicher als auch ein Gruppengeldwäschebeauftragter zu bestellen.
Tipp:
Informieren Sie sich genau, welche Vorkehrungen innerhalb Ihrer Gruppe
bereits getroffen wurden und ob diese der aktuellen Rechtslage entsprechen.
Hinweis: Die Erstellung der Risikoanalyse kann nicht ausgelagert werden. Es han-
delt sich um eine Aufgabe, die in der Verantwortung der Unternehmensleitung liegt
und nicht abgegeben werden kann. Selbstverständlich können Sie bei der Erstel-
lung der Risikoanalyse externe Dienstleister zur Ihrer eigenen Unterstützung her-
anziehen.

- 18 -
G. Schlussbemerkung
Inhalt und Umfang des Risikomanagements sind dem jeweiligen Unternehmensrisiko
entsprechend angemessen auszurichten, deshalb können Ihnen die Aufsichtsbehörden
auch kein „Muster“ für Ihre Risikoanalyse zur Verfügung stellen. Wichtig ist, dass Sie
sich mit Ihrem Unternehmen auseinandersetzen und Maßnahmen entwickeln, die kon-
kret auf Ihr Unternehmen zugeschnitten sind. Nur so können Sie sich wirksam vor den
festgestellten Risiken schützen.
So müssen beispielsweise Kleinbetriebe mit geringem Risiko für Geldwäsche oder Ter-
rorismusfinanzierung keine unverhältnismäßig aufwändigen Vorkehrungen oder Ver-
fahren vorhalten. Bei Erstellung der Risikoanalyse sind die folgenden beiden Anlagen
zum GwG mit Faktoren für ein potenziell geringeres oder höheres Risiko zu beachten.
H. Bußgelder, Veröffentlichungspflicht
Bei Versäumnissen bei den internen Sicherungsmaßnahmen können Bußgelder von
bis zu 150.000 Euro je Einzelfall verhängt werden. Je nach Schwere des Verstoßes
kann die Höhe des Bußgeldes sogar bis zu 5 Millionen Euro oder bis zu 10 % des Vor-
jahresumsatzes betragen. Dies gilt insbesondere, wenn
Risiken nicht ermittelt/bewertet werden,
die Risikoanalyse nicht dokumentiert wird
keine angemessenen geschäfts- und kundenbezogenen internen Sicherungs-
maßnamen geschaffen oder deren Funktionsfähigkeit nicht überwacht und ak-
tualisiert werden
Maßnahmen und Erwägungen nicht dokumentiert werden
Gruppenregelungen nicht eingehalten werden oder
Verdachtsmeldungen nicht erstattet werden.

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Anlagen 1 und 2 zum GwG in der Fassung vom 23. Juni 2017 (BGBl. I S. 1822)
Faktoren für ein potenziell geringeres Risiko (Anlage 1)
Die Liste ist eine nicht abschließende Aufzählung von Faktoren und möglichen Anzei-
chen für ein potenziell geringeres Risiko nach § 14:
1.
Faktoren bezüglich des Kundenrisikos:
a) öffentliche, an einer Börse notierte Unternehmen, die (aufgrund von Börsen-
ordnungen oder von Gesetzes wegen oder aufgrund durchsetzbarer Instru-
mente) solchen Offenlegungspflichten unterliegen, die Anforderungen an die
Gewährleistung einer angemessenen Transparenz hinsichtlich des wirtschaft-
lichen Eigentümers auferlegen,
b) öffentliche Verwaltungen oder Unternehmen,
c) Kunden mit Wohnsitz in geografischen Gebieten mit geringerem Risiko nach
Nummer 3.
2. Faktoren bezüglich des Produkt-, Dienstleistungs-, Transaktions- oder Vertriebs-
kanalrisikos:
a) Lebensversicherungspolicen mit niedriger Prämie,
b) Versicherungspolicen für Rentenversicherungsverträge, sofern die Verträge
weder eine Rückkaufklausel enthalten noch als Sicherheit für Darlehen dienen
können,
c) Rentensysteme und Pensionspläne oder vergleichbare Systeme, die den
Arbeitnehmern Altersversorgungsleistungen bieten, wobei die Beiträge vom
Gehalt abgezogen werden und die Regeln des Systems den Begünstigten
nicht gestatten, ihre Rechte zu übertragen,
d) Finanzprodukte oder -dienste, die bestimmten Kunden angemessen definierte
und begrenzte Dienstleistungen mit dem Ziel der Einbindung in das Finanz-
system („financial inclusion“) anbieten,
e) Produkte, bei denen die Risiken der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzie-
rung durch andere Faktoren wie etwa Beschränkungen der elektronischen
Geldbörse oder die Transparenz der Eigentumsverhältnisse gesteuert werden
(z. B. bestimmte Arten von E-Geld).
3. Faktoren bezüglich des geografischen Risikos – Registrierung, Niederlassung,
Wohnsitz in:
a) Mitgliedstaaten,
b) Drittstaaten mit gut funktionierenden Systemen zur Verhinderung, Aufdeckung
und Bekämpfung von Geldwäsche und von Terrorismusfinanzierung,
c) Drittstaaten, in denen Korruption und andere kriminelle Tätigkeiten laut glaub-
würdigen Quellen schwach ausgeprägt sind,
d) Drittstaaten, deren Anforderungen an die Verhinderung, Aufdeckung und
Bekämpfung von Geldwäsche und von Terrorismusfinanzierung laut glaub-
würdigen Quellen (z. B. gegenseitige Evaluierungen, detaillierte Bewertungs-
berichte oder veröffentlichte Follow-up-Berichte) den überarbeiteten FATF

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(Financial Action Task Force)-Empfehlungen entsprechen und die diese An-
forderungen wirksam umsetzen.
Faktoren für ein potenziell höheres Risiko (Anlage 2)
Die Liste ist eine nicht erschöpfende Aufzählung von Faktoren und möglichen Anzei-
chen für ein potenziell höheres Risiko nach § 15:
1. Faktoren bezüglich des Kundenrisikos:
a) außergewöhnliche Umstände der Geschäftsbeziehung,
b) Kunden, die in geografischen Gebieten mit hohem Risiko gemäß Nummer 3
ansässig sind,
c) juristische Personen oder Rechtsvereinbarungen, die als Instrumente für die
private Vermögensverwaltung dienen,
d) Unternehmen mit nominellen Anteilseignern oder als Inhaberpapiere emittier-
ten Aktien,
e) bargeldintensive Unternehmen,
f)
angesichts der Art der Geschäftstätigkeit als ungewöhnlich oder übermäßig
kompliziert erscheinende Eigentumsstruktur des Unternehmens,
g) der Kunde ist ein Drittstaatenangehöriger, der Aufenthaltsrechte oder die
Staatsbürgerschaft eines Mitgliedstaates im Austausch gegen die Übertra-
gung von Kapital- den Kauf von Immobilien oder Staatsanleihen oder Investiti-
onen in Gesellschaften in diesem Mitgliedstaat beantragt.
2. Faktoren bezüglich des Produkt-, Dienstleistungs-, Transaktions- oder Vertriebs-
kanalrisikos:
a) Betreuung vermögender Privatkunden,
b) Produkte oder Transaktionen, die Anonymität begünstigen könnten,
c) Geschäftsbeziehungen oder Transaktionen ohne persönliche Kontakte und
ohne bestimmte Sicherungsmaßnahmen wie elektronische Mittel für die Identi-
tätsfeststellung, einschlägige Vertrauensdienste gemäß der Definition in der
Verordnung (EU) Nr. 910/2014 oder andere von den einschlägigen nationalen
Behörden regulierte, anerkannte, gebilligte oder akzeptierte sichere Verfahren
zur Identifizierung aus der Ferne oder auf elektronischem Weg,
d) Eingang von Zahlungen unbekannter oder nicht verbundener Dritter,
e) neue Produkte und neue Geschäftsmodelle einschließlich neuer Vertriebs-
mechanismen sowie Nutzung neuer oder in der Entwicklung begriffener
Technologien für neue oder bereits bestehende Produkte,
f)
Transaktionen in Bezug auf Öl, Waffen, Edelmetalle, Tabakerzeugnisse, Kul-
turgüter und andere Artikel von archäologischer, historischer, kultureller oder
religiöser Bedeutung oder von außergewöhnlichem wissenschaftlichen Wert
sowie Elfenbein und geschützten Arten.
3. Faktoren bezüglich des geografischen Risikos – Registrierung, Niederlassung,
Wohnsitz in:
a) unbeschadet des Artikels 9 der Richtlinie (EU) 2015/849 ermittelte Länder,
deren Finanzsysteme laut glaubwürdigen Quellen (z. B. gegenseitige Evaluie-

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rungen, detaillierte Bewertungsberichte oder veröffentlichte Follow-up-
Berichte) nicht über hinreichende Systeme zur Verhinderung, Aufdeckung und
Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung verfügen,
b) Drittstaaten, in denen Korruption oder andere kriminelle Tätigkeiten laut
glaubwürdigen Quellen signifikant stark ausgeprägt sind,
c) Staaten, gegen die beispielsweise die Europäische Union oder die Vereinten
Nationen Sanktionen, Embargos oder ähnliche Maßnahmen verhängt hat oder
haben,
d) Staaten, die terroristische Aktivitäten finanziell oder anderweitig unterstützen
oder in denen bekannte terroristische Organisationen aktiv sind.

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Weitere Informationen:
Homepage:
www.lds.sachsen.de/geldwaesche
Besucheranschrift:
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Dienststelle Leipzig
Braustraße 2
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Ansprechpartner:
Frau Daniela Walther
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Herr Tommy Wagner
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E-Mail: Tommy.Wagner@lds.sachsen.de
Funktionspostfach:
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Hilfestellung geben und erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Obwohl es mit größtmögli-
cher Sorgfalt erstellt wurde, kann keine Haftung für die inhaltliche Richtigkeit übernommen werden.
Grundlage ist das Geldwäschegesetz (GwG) vom 23. Juni 2017 (BGBl I, Nr. 39, S. 1822 ff.), zuletzt
geändert am 12. Dezember 2019 (BGBl. I S. 2602)
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Herausgeber:
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