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Bereich
Information
V.-Datum
Helmholtz-Zentrum für
Umweltforschung GmbH - UFZ
Leipzig
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom
01.01.2014 bis zum 31.12.2014
19.10.2015
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ
Leipzig
Veröffentlichung Jahresabschluss 2014
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014
Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ ist ein rechtlich selbständiges Zentrum der Hermann von Helmholtz-
Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e. V. (HGF). Das UFZ ist das Helmholtz-Kompetenzzentrum für integrierte
Umweltforschung. Ziel aller Forschung ist die Entwicklung von Strategien für eine nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen.
Besondere Schwerpunkte bilden der vorsorgende Schutz und das Management von Wasserressourcen, die Sicherung und der Erhalt
von Ökosystemfunktionen und Biodiversität sowie die Entwicklung von Sanierungs- und Managementstrategien für kontaminierte
Landschaftsausschnitte. Die entwickelten Konzepte, Instrumente und Technologien werden ausgehend von anwendungsorientierter
Grundlagenforschung bis hin zu ihrer exemplarischen Anwendung in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik aktiv begleitet.
Die Tätigkeit des UFZ wird durch Zuwendungen des Bundes (90 %), des Freistaates Sachsen (5 %) und des Landes Sachsen-Anhalt (5
%) getragen. Darüber hinaus wirbt das UFZ Mittel von Anderen, sog. Drittmittel, ein.
I. Darstellung der wirtschaftlichen und personellen Lage
Der Wirtschaftsplan für das Jahr 2014 in der Fassung vom 18.10.2013 wurde vom Aufsichtsrat während seiner 45. Sitzung am 28.
November 2013 in Leipzig genehmigt. Betriebs- und Investitionshaushalt im Rahmen der Programmorientierten Förderung orientieren
sich dabei an den Finanzierungsempfehlungen der Senatskommission.
Die Umsetzung des Wirtschaftsplans setzte sich 2014 wie folgt zusammen:
I. Einnahmen
Ist 2014 MEUR
1. Zuwendung im Rahmen der POF
65,8
2. Sonstige Einnahmen
38,3
davon nationale Projektförderung öffentlicher Zuschussgeber
17,3
davon EU-Projektförderung
5,9
davon Technologietransfer (insb. aus Lizenzen und Patenten)
0,2
davon weitere / sonstige Einnahmen
4,1
davon übertragene Selbstbewirtschaftungsmittel aus 2013
10,8
3. Überleitungsposition von Erträgen zu Einnahmen
1
-0,3
Gesamt
103,8
II. Ausgaben
Ist 2014 MEUR
1. Personalausgaben
56,9
2. Sachausgaben
19,1
3. Zuschüsse und Weiterleitungen an Dritte
2
5,6
4. Ausgaben für Investitionen
2,5 Mio. EUR
6,8
5. Ausgaben für Investitionen>2,5 Mio. EUR
7,6
6. Übertragene Selbstbewirtschaftungsmittel nach 2015
7,8
Gesamt
103,8
1
Kassenbestandsveränderung u.Ä
2
Davon in 2014 UFZ-Beitrag zur Finanzierung des Impuls- und Vernetzungsfonds des HGF-Präsidenten i. H. v. MEUR 2,6 sowie die an Partner in
koordinierten Drittmittelprojekten weitergegebene Mittel i. H. v. MEUR 3,0
Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist im Berichtsjahr von 1.151 im Vorjahr auf 1.109 (Stand: 31. Dezember 2014)
gesunken. Im Drittmittelbereich sank die Mitarbeiterzahl von 334 Mitarbeitern in 2013 auf 269 Mitarbeiter in 2014.Es wurden
insgesamt 65 Stellen abgebaut. Im Haushaltsbereich erhöhte sich die Mitarbeiterzahl von 817 Mitarbeitern in 2013 auf 840 Mitarbeiter
in 2014. Der Anstieg des Haushaltspersonals resultiert aus Einstellungen in Folge von Rekrutierungsinitiativen, welche den Abbau von
Haushaltsstellen im Zuge von Nichtwiederbesetzungen überstiegen.
Zum 1. September 2014 bzw. 1. Oktober 2014 wurden insgesamt 19 neue Auszubildende bzw. Berufsakademie-Studenten am UFZ
eingestellt. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 waren somit 53 Auszubildende/BA-Studenten am UFZ beschäftigt.
Im Jahr 2014 haben 16 Auszubildende und 6 BA-Studenten erfolgreich ihre Ausbildung am UFZ abgeschlossen. Allen Absolventen
konnte aufgrund der gezeigten Leistungen ein Weiterbeschäftigungsangebot für einen befristeten Zeitraum unterbreitet werden.
Am Jahresende 2014 waren am UFZ 172 Doktoranden und 58 Gastdoktoranden tätig. Außerdem wurden zum Stichtag insgesamt 56
Diplom-, Bachelor- und Masterarbeiten betreut.
12 Mitarbeiter waren am 31. Dezember 2014 im Rahmen einer Altersteilzeitvereinbarung beschäftigt (10 Arbeitsphase und 2
Freiphase).
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Frau Dr. Graßmann, Administrative Geschäftsführerin des UFZ, sieht auch 2014 als einen ihrer Arbeitsschwerpunkte, eine moderne,
attraktive, dienstleistungsorientierte UFZ-Wissenschaftsadministration aufzubauen, d.h. z.B. die Servicequalität in der Administration -
Reaktionszeit, Flexibilität und Kommunikation - weiter zu verbessern.
Schwerpunkte dabei waren im Jahr 2014:
Neubesetzung der Leitung der Personalabteilung durch Frau Dr. Karen Ranft, ehemalige Leiterin der Rechtsabteilung, sowie
Umstrukturierung der Arbeiten in der Personalabteilung zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit in diesem wichtigen Bereich.
Aufbau eines aussagefähigen Controllingsystems am UFZ, welches den veränderten Anforderungen aus den Entwicklungen in
der Wissenschaft sowie dem gestiegenen Informationsbedürfnis der Geschäftsleitung und anderer Stellen entspricht; insb.
verbesserte Erstellung eines aussagefähigen monatlichen Berichtswesens für die Geschäftsführung sowie Erhöhung der
Aussagefähigkeit der Mittelfristplanung.
Umstellung der Druck-und Kopiertechnik am gesamten UFZ auf zentrale Gerätetechnik, die in zentralen Druckerräumen
aufgestellt wurde und mit Chipkarten von den Mitarbeitern bedient wird. Die Umstellung hat die Zufriedenheit bei den
Mitarbeitern erhöht und der Service konnte verbessert werden.
Erfolgreiche Zertifizierung der elektronischen Eingangsrechnungsbearbeitung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG
im Juli 2014.
Fortsetzung der Umstellung auf elektronische Rechnungseingangsbearbeitung für den Bereich Bau und Facility-Management
ab Oktober 2014.
Mit den genannten Schwerpunkten stellt sich die Administration des UFZ den gestiegenen Anforderungen an eine moderne Verwaltung
und effiziente Arbeitsmethoden zur besseren Reaktion auf die Erfordernisse aus der Wissenschaft und von zentralen Stellen.
Auf Grund der Eigenart der Gesellschaft ergibt sich wie im Vorjahr kein Jahresergebnis, da die Zuschüsse nur in Höhe der angefallen
Aufwendungen gewährt werden.
Dementsprechend stehen den höheren Aufwendungen des Geschäftsjahres, die im Wesentlichen aus höheren Personalaufwendungen
und sonstigen betrieblichen Aufwendungen beruhen, höhere Erträge gegenüber. Dies betrifft hierbei vor allem Erträge aus Zuschüssen
vom Bund und Ländern sowie sonstige Erträge.
Die Vermögenslage stellt sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert dar. Wie im Vorjahr besteht die Bilanz zum
größten Teil aus dem Anlagevermögen, dass durch Zuschüsse finanziert ist, die entsprechend passiv im Sonderposten abgegrenzt
sind.
II. Darstellung der Entwicklung des Wissenschaftsbereichs
Im Rahmen der Programmorientierten Forschungsförderung beteiligt sich das UFZ seit 2009 erfolgreich an den Forschungsbereichen
(FB) Erde und Umwelt sowie Gesundheit. Seit 2010 bringt das UFZ seine Kompetenzen auch in die Energieforschungsthemen ein.
Im Helmholtz-Forschungsbereich Erde und Umwelt koordiniert das Zentrum mit dem größten Teil seiner Mittel das Programm
"Terrestrische Umwelt" (84 % der UFZ-Ressourcen). Dieses Programm wird gemeinsam mit den Helmholtz-Zentren
Forschungszentrum Jülich (FZJ) und Helmholtz Zentrum München für Gesundheit und Umwelt (HMGU) bearbeitet. Die hierbei
erworbenen Kernkompetenzen bringt das UFZ als Schnittstellenwissen in die benachbarten FB Gesundheit und Energie ein und bildet
damit wissenschaftliche Brücken zu dort lokalisierten Programmen: Die Beteiligung des UFZ am Programm "Gen-Umwelt-Einflüsse auf
Volkskrankheiten (GEnCoDe)" ist bereits gut etabliert (8 % der UFZ-Ressourcen). Diese Brückenfunktion nimmt das UFZ nun seit vier
Jahren auch in den Programmen "Erneuerbare Energien" und "Technologie, Innovation und Gesellschaft" des FB Energie wahr, in
denen es 8 % seiner Ressourcen einsetzt.
In der dritten Programmorientierten Förderperiode (POF III, 2014/15 bis 2018/19) wird diese grundsätzliche Positionierung
beibehalten. Nachdem im Berichtsjahr 2013 bereits die Programme "Terrestrische Umwelt" und "Gen-Umwelt-Einflüsse auf
Volkskrankheiten (GEnCoDe)" positiv evaluiert wurden, konnte dieses gute Ergebnis im Jahr 2014 auch für die noch ausstehenden
Programme "Erneuerbare Energien" und "Technologie, Innovation und Gesellschaft" aus dem Forschungsbereich Energie wiederholt
werden.
Beide Programme wurden im Berichtsjahr evaluiert:
1.
Begutachtung
des neuen Forschungsprogramms "Erneuerbare Energien" (EE) im FB Energie (Laufzeit 2015 - 2019)
Das Programm
"Erneuerbare Energien" wurde vom 3. Februar 2014 bis 5. Februar 2014 in Berlin begutachtet. Die Evaluierung verlief
äußerst erfolgreich und führte zu einer Finanzierungsempfehlung der Senatskommission für das Programm EE, die einen
Gesamtaufwuchs von 3,0 % p.a. vorsieht. Im Vergleich dazu war das Ergebnis für das UFZ überdurchschnittlich gut mit einem
jährlichen Aufwuchs von 4,4 %.
2.
Begutachtung
des Forschungsprogramme "Technologie, Innovation und Gesellschaft" (TIG) im FB Energie (Laufzeit 2015 - 2019)
Die Evaluierung
des Programms "Technologie, Innovation und Gesellschaft" fand vom 12. Februar 2014 bis 14. Februar 2014 statt.
Auch dieses Programm wurde sehr gut evaluiert, jedoch mit einer strategischen Nachbesserungsauflage belegt, von deren Erfüllung es
abhängen wird, ob das Programm einen Aufwuchs erhalten wird. Bei positiver Begutachtung der Auflage im Mai 2015 kann TIG einen
Gesamtaufwuchs von 3,3 % p.a. realisieren. Der TIG-Aufwuchs des UFZ bei diesem Programm könnte ebenfalls leicht
überdurchschnittliche 4,1 % p.a. betragen.
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Nachfolgend werden zunächst besondere Zentrums-Highlights aus dem Jahr 2014 berichtet, gefolgt von zwei wissenschaftlich
besonders bedeutsamen Forschungsergebnissen.
Zentrums-Highlights
Wichtige Lücke in Fließgewässerforschung geschlossen
Der wissenschaftliche Wert der mobilen Mesokosmen (MOBICOS) begründet sich in einem Dilemma der Fließgewässerökologen: In
Freilanduntersuchungen lassen sich die natürlichen Umweltbedingungen in all ihrer Komplexität und Einmaligkeit berücksichtigen, es
besteht aber kaum Kontrolle über die einwirkenden Faktoren. Dagegen lassen sich im Labor die Rahmenbedingungen kontrollierten
und es lässt sich manipulieren und replizieren, jedoch lassen sich die Ergebnisse oft kaum auf das Freiland übertragen. Diese Lücke
zwischen Labor und Landschaft schließt die neue UFZ-Forschungsplattform MOBICOS, die im Oktober 2014 am Elbufer in Magdeburg
eröffnet wurde. MOBICOS ermöglicht eine naturnahe Durchführung kontrollierter Experimente, in dem Wasser aus dem zu
untersuchenden Fließgewässer in die Container geleitet und dort analysiert oder für ökologische Experimente genutzt wird.
UFZ koordiniert deutsch-chinesische "Helmholtz - CAS Research Centre for Environmental Information Science (RCEIS)"-Netzwerk
Eine hochrangige chinesische Delegation unter Leitung des ehemaligen chinesischen Ministers für Wissenschaft und Technologie, Prof.
Guanhua Xu, Direktor des Chinesisch-Deutschen Zentrums für Wissenschaftsförderung (CDZ), nahm am 22. November 2014 am
Festakt zur Eröffnung des deutsch-chinesischen "Helmholtz - CAS Research Centre for Environmental Information Science (RCEIS)"-
Netzwerks teil. RCEIS wird mit Beteiligung von DLR, FZJ und KIT vom UFZ koordiniert. Mit RCEIS wird ein Informationssystem für
China entwickelt, in dem verschiedene Monitoring- und Modellierungsplattformen integriert werden.
LEIPZIGER SCHAUMTESTER gewinnt Innovationspreis
Beim 10. IQ Innovationspreis Mitteldeutschland wurde der LEIPZIGER SCHAUMTESTER mit dem ersten Preis der Stadt Leipzig
ausgezeichnet. Der IQ Innovationspreis ist ein Projekt der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland. Neben den Clusterpreisen
Automotive, Chemie / Kunststoffe, Informationstechnologie, Life Sciences und Energie / Umwelt / Solarwirtschaft werden drei
Stadtpreise verliehen. Der Leipziger Innovationspreis ging an das Team von Dr. Lucie Moeller, Prof. Dr. Andreas Zehnsdorf (beide
Umwelt- und biotechnologisches Zentrum) und Dr. Frank Eismann (Eismann & Stöbe GbR) für ihre Innovation. Das äußerst einfach zu
bedienende Gerät könnte in Zukunft zur Grundausstattung einer jeden Biogasanlage gehören, da es die Tendenz zur Schaumbildung
bei Substraten zuverlässig anzeigt und damit die Anlagen vor Ausfällen schützt. Es wird bereits für 800 EUR/Stück in Serienproduktion
gefertigt.
Meilenstein in der Sanierung des Industriestandortes Leuna
Nach vier Jahren Testbetrieb weihte der Umweltminister von Sachsen-Anhalt, Dr. Hermann Onko Aeikens, eine Anlage zur Reinigung
von kontaminiertem Grundwasser am 5. Juni 2014 in Leuna ein. Die Behandlungsanlage nutzt innovative, naturnahe Verfahren ohne
zusätzliche Chemikalien, um das Grundwasser von Altlasten der alten Raffinerie zu befreien.
Die neue Anlage ist gewissermaßen ein Gemeinschaftsprojekt von Wissenschaft, Industrie und Politik. Seit 2004 besteht eine
Kooperation zwischen dem UFZ und der Landesanstalt für Altlastenfreistellung (LAF) Sachsen-Anhalt. Während das UFZ das Verfahren
zur Reinigung für das Grundwasser entwickelte und erprobte, kümmerte sich die LAF um die Projektsteuerung und die Finanzierung
für den Bau der Anlage.
Wissenschaftlich besonders bedeutsame Forschungsergebnisse
Die Chemikalien-Belastung europäischer Fließgewässer erfordert integrierte Strategien für Chemikalien-Regulation
Die Vorgaben der EU im Hinblick auf Gewässerqualität konzentrieren sich derzeit primär auf Einträge von sogenannten prioritären
Stoffen, d.h. etwa 40 Chemikalien, die als besonders gewässergefährdend eingestuft wurden. Dem steht eine Zahl von rund 100.000
organischen Chemikalien gegenüber, die im täglichen Gebrauch sind und auf unterschiedlichen Wegen in aquatische Ökosysteme
gelangen können.
Dass die Belastung europäischer Fließgewässer mit organischen Chemikalien ein Problem von europäischer Dimension ist, belegen die
Ergebnisse einer Studie des UFZ in Zusammenarbeit mit europäischen Kollegen (Malaj et al., 2014), in der Daten aus der
Gewässerüberwachung von Behörden von 4.000 über ganz Europa verteilten Messstellen analysiert wurden. Demnach zeigen mehr als
40 % der Messstellen eine chronische Belastung mit organischen Chemikalien in mindestens einer der überwachten
Organismengruppen (d.h. Fische, Wirbellose und Algen). In 14 % der untersuchten Gewässer wurden Konzentrationen gefunden, die
auf Organismen letal wirken können. Von den 223 überwachten Chemikalien trugen Pestizide, Organozinnverbindungen, polyzyklische
aromatische Kohlenwasserstoffe und bromierte Flammschutzmittel am meisten zum chemischen Risiko bei. Diese stammen meist aus
den urbanen Räumen oder landwirtschaftlich genutzten Flächen flussaufwärts. Da die meisten Monitoring-Programme jedoch nur eine
Teilmenge der genannten 223 Stoffe beinhalten, wurden die tatsächlichen Risiken in der Auswertung wahrscheinlich eher noch
unterschätzt.
In der Umwelt sind Organismen jedoch nicht einzelnen Stoffen sondern einer komplexen Mischung von Chemikalien ausgesetzt. Daher
ist davon auszugehen, dass die daraus resultierende Kombinationswirkung für die Beeinträchtigung der Umweltqualität wichtiger ist
als die gefährlichen Eigenschaften der Einzelstoffe. Die Europäische Kommission betrachtet dieses Problem als eine der zentralen
Herausforderungen für die Umweltrisikobewertung von Chemikalien und erhofft sich dazu von dem von ihr geförderten Projekt
SOLUTIONS Ansätze, um diese Herausforderungen anzugehen. Das EU-Projekt mit 39 Partnern aus 18 Ländern wird vom UFZ-
Department Wirkungsorientierte Analytik (Leitung Dr. W. Brack) koordiniert. Im Rahmen von SOLUTIONS sollen Strategien entwickelt
werden, wie Informationen aus z.B. chemischem Monitoring, Modellierung und neuartigen Screening-Werkzeugen zu einem
integrierten Ansatz zusammengeführt werden können, der eine Bewertung von wassergefährdenden Stoffen sowie die Ableitung von
Verbesserungsmaßnahmen ermöglicht.
Entsprechende Ansätze wurden gemeinsam mit dem führenden Netzwerk zu "emerging pollutants" (NORMAN) im Juni 2014 diskutiert
(Workshop: "Methodologies for prioritising hazardous chemicals in European waters: the state of play and the need for
improvement"). Die großen EU-Verbundprojekte SOLUTIONS und NORMAN haben eine Schlüsselfunktion als Berater der EU-
Generaldirektion Umwelt sowie anderer europäischer Institutionen. Dies ist ein besonders erfolgreiches Beispiel für den über viele
Jahre aufgebauten UFZ-Wissenstransfer in die EU-Kommission im Bereich der Wasserqualitäts-Regulierung.
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Malaj, E., von der Ohe, P.C., Grote, M., Kühne, R., Mondy, C.P., Usseglio-Polatera, P., Brack, W., Schäfer, R.B. (2014). Organic
chemicals jeopardize the health of freshwater ecosystems on the continental scale. Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. 111 (26), 9549 - 9554
EU-Agrarreform hemmt EU-Biodiversitätsziele
Mit einem Gesamtbudget von EUR 360 Mrd. hat die Europäische Union die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für den
Zeitraum 2014 - 2020 ratifiziert. Damit wurde eine Entscheidung über 40 % des EU-Budgets und in Hinblick auf das Landnutzungs-
Management ca. die Hälfte des EU-Territoriums getroffen. Da nach neuer GAP 30 % die Zahlungen an die Erfüllung von
Umweltschutzmaßnahmen gebunden sind, erweckt die Reform den Eindruck als fördere sie den Umweltschutz. Eine UFZ-koordinierte
Studie belegt jedoch, dass aufgrund von Ausnahmeregelungen genau das Gegenteil bewirkt wird und die EU-eigenen
Biodiversitätsziele mit dieser Reform nicht erreichbar sind.
Das Forscher-Konsortium mit UFZ-Partnern aus 8 Ländern hat systematisch alle Maßnahmen und Verpflichtungen aus der neuen GAP
analysiert, mit den bestehenden Regelungen verglichen und Abschätzungen zu den wahrscheinlichen Auswirkungen auf die
Biodiversität der EU vorgenommen. Als wichtige Erkenntnis wurde deutlich, dass 88 % der Landwirte und ca. 50 % der Fläche von den
Umweltschutzmaßnahmen ausgenommen sind. Damit sind die neuen Regelungen weniger anspruchsvoll als vor der Reform und die
EU-Biodiversitätsziele 2020 mit der neuen GAP nicht erreichbar. Die EU delegiert die Einführung "schärferer Auflagen" an die einzelnen
Mitgliedsländer, ohne bei diesen das notwendige Problembewusstsein zu schaffen. Die Autoren der Studie verfassten Empfehlungen
für die EU-Mitgliedstaaten, um die negativen Effekte dieser Reform zu minimieren und Verbesserungen für die EU-Biodiversität doch
noch zu erreichen. So wurde u.a. empfohlen, dass die Mitgliedsstaaten kontextspezifische Maßnahmen mit erkennbarem Nutzen für
Ökosystemleistungs- und Biodiversitätsziele priorisieren und umsetzen sollten. Ferner wurde angeraten, auch im Bereich der Beratung
der Landwirte die Mittelausstattung nicht zu vernachlässigen und damit dafür zu sorgen, dass Landwirte bessere Möglichkeiten
erhalten, sich über den Stand der besten Praxis in der Bodenbewirtschaftung zu informieren.
Zu dieser Studie gab es eine große Medienresonanz sowohl in deutschen Leitmedien (SZ, ZEIT, die Welt, Deutschlandfunk) und
Fachpublikationen als auch international. Wichtige Gespräche konnten daraufhin mit Mitarbeitern aus deutschen Ministerien und dem
Deutschen Bundestag geführt werden.
Entsprechend der UFZ-Mission ist mit der behandelten Frage nicht nur ein bedeutsames gesellschaftliches Problem aufgegriffen
worden sondern es sind auch Vorschläge für praxisnahe Lösungen erarbeitet worden, die wissenschaftliche und politische Hindernisse
berücksichtigen. Dieses Ergebnis ist daher ein Paradebeispiel für den integrierten Forschungsansatz des UFZ.
Pe'er, G., Dicks, L.V., Visconti, P., Arlettaz, R., Baldi, A., Benton, T.G., Collins, S., Dieterich, M., Gregory, R.D., Hartig, F., Henle, K.,
Hobson, P.R., Kleijn, D., Neumann, R. K., Robijns, T., Schmidt, J., Shwartz, A., Sutherland, W.J., Turbe, A., Wulff, F., Scott, A.V.,
(2014): EU agricultural reform fails on biodiversity. Extra steps by Member States are needed to protect farmed and grassland
ecosystems Science 344 (6188), 1090 - 1092
III.
Übersicht
der Investitionen>2,5 Mio. Euro
Die Zentren des Forschungsbereichs "Erde und Umwelt" haben unter Federführung des UFZ und zusammen mit dem DLR die
Investitionsmaßnahme "Advanced Remote Sensing - Ground Truth Demo and Test Facilities (ACROSS)" 2011 erfolgreich initiiert
(Finanzvolumen: EUR 23 Mio.). Sie zielt auf die Entwicklung geeigneter Methoden und Technologien zur Validierung komplexer
Satellitendaten (ground-truth) für Fragen der globalen Erdbeobachtung. Der UFZ-Anteil an dieser Investitionsmaßnahme beträgt EUR
3 Mio. Das UFZ plant mit seinen Mitteln die Erprobung und den Einsatz innovativer Technologien zur Messung und Validierung
bedeutsamer terrestrischer Umweltparameter und -zustände, wie z.B. Bodenfeuchte und Vegetationsinformationen, und deren
Einbindung in die Modellierungen von z.B. Landnutzungsänderungen oder Wasser- und Stoffkreisläufen. Die vorgesehenen neuen
Messmethoden stellen eine wichtige Erweiterung des bestehenden TERENO-Monitoringprogramms dar. Nach der erfolgreichen
Entsperrung der vorhandenen Restmittel in 2014 wurden die letzten Beschaffungsprozesse gestartet. Nach gegenwärtiger Planung soll
der Beschaffungsprozess 2015 komplett abgeschlossen sein.
Nach der Zustimmung des Aufsichtsrats in seiner 43. Sitzung am 6. Dezember 2012 errichtet das UFZ ein "Zentrum zur Visualisierung
biochemischer Prozesse auf zellulärer Ebene (ProVis)" (Investitionsvolumen: EUR 14,415 Mio.) am Standort Leipzig. Dazu sollen
aufeinander abgestimmte Verfahren zur chemischen Mikroskopie zellulärer Strukturen und organischer Oberflächen in einem Zentrum
zusammengeführt werden. Dies erlaubt eine hochmoderne mikroskopische Charakterisierung chemischer Strukturen von Oberflächen
und Grenzflächen, die weltweit in dieser Form einmalig sein wird.
Ein Bestandteil von ProVis ist die Investitionsmaßnahme BioSIMS, die in der 41. Aufsichtsratssitzung am 15. November 2011
beschlossen wurde und sich gegenwärtig in der Umsetzung befindet. Sie hat ein Investitionsvolumen in Höhe von EUR 6,917 Mio. Als
weiterer Bestandteil zur Errichtung von ProVis wurde 2013 ein EFRE-Antrag über EUR 5,148 Mio. von der Sächsischen Aufbaubank
genehmigt.
In der 44. Sitzung des Aufsichtsrates am 20. Juni 2013 hat das UFZ über die Aufstockung der PROVIS-Investitionsmaßnahme um EUR
2,35 Mio. auf ein Investitionsvolumen in Höhe von EUR 14,415 Mio. informiert. Diese wurde erforderlich, um die baulichen
Voraussetzungen für ProVis am Standort Leipzig zu schaffen. In 2014 konnten die erforderlichen Baumaßnahmen vollständig
abgeschlossen und die geplanten Großgeräte etabliert werden. Die offizielle Eröffnung mit einem wissenschaftlichen
Rahmenprogramm ist für den Mai 2015 geplant.
Mit dem Beschluss des Aufsichtsrates in der 47. Sitzung am 18. November 2014 wurde die Zustimmung erteilt, anstelle der geplanten
Gebäude 9.4 und
7.3 ein Forschungsgebäude 7.3 am Standort Leipzig für die Bedarfsdeckung des Fachbereiches ÖKOTOX und des
Departments SOMA zu errichten. Die geplante Baumaßnahme des UFZ hat ein Gesamtvolumen von ca. EUR 26 Mio. und soll im
Zeitraum von 2015 bis 2019 umgesetzt werden. Ein städtebaulicher Vorbescheid der Stadt Leipzig liegt vor, das
Koordinierungsgespräch wurde am 26. November 2014 durchgeführt. Die erforderlichen Unterlagen wurden vom UFZ termingemäß
eingereicht und mit der Vorbereitung des nicht-offenen Architektenwettbewerbs begonnen. Terminlich ist geplant, im September 2015
den Architekten und die erforderlichen Fachplaner zu beauftragen.
Im Frühjahr 2014 deutete sich an, dass die Umsetzung der Investitionsmaßnahme TERENO-MED bei den Partnern im Mittelmeerraum
aus förderrechtlichen Gründen nicht wie geplant erfolgen kann. Die Geschäftsführung des UFZ hat daher im Juni 2014 entschieden,
die Maßnahme vorerst nicht weiter zu verfolgen.
Die Ausbauinvestition "Chemicals in the Environment Profiler" - CITEPro wurde vom UFZ-Aufsichtsrat in seiner 46. Sitzung am 30. Juni
2014 genehmigt (Investitionsvolumen: EUR 4 Mio.). Ziel von CITEPro ist es, eine effiziente Risikobeurteilung von Chemikalien und
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deren komplexen Gemischen sowohl im Körper des Menschen als auch in der Umwelt zu ermöglichen. Dafür werden die beiden IPs
"Healthy Aquatic Ecosystems" und "Exposome" gerätetechnisch gestärkt und es wird stufenweise eine Hochdurchsatzanalytik für die
Bereiche Ökotoxikologie und Gesundheitsforschung im Zeitraum 2015 bis 2019 etabliert. Durch die Abdeckung terrestrischer und
aquatischer Ökosysteme bis hin zum Menschen wird die Plattform als Infrastruktur-Brücke zwischen den beiden
Forschungsprogrammen "Terrestrische Umwelt" und "Gene und Umwelt in Volkskrankheiten (GEnCoDe)" dienen. Mit der Umsetzung
soll 2015 begonnen werden.
IV.
Nachtragsbericht
Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten.
V. Risikobericht und Internes Kontrollsystem
Im Rahmen des Managements von Risiken strebt das UFZ an, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu dokumentieren, zu kontrollieren und
darüber hinaus risikobehafteten Entwicklungen durch gezielte Maßnahmen systematisch entgegen zu wirken. Konkrete Einzelziele des
etablierten Risikomanagements am UFZ sind im Rahmen der Unternehmensplanung, des internen Berichtswesens und Kontrollsystems
die frühzeitige Erkennung von den Fortbestand des UFZ gefährdenden Risiken und Fehlentwicklungen, die unmittelbare Information
der Geschäftsführung, die regelmäßige Risikoberichterstattung an die Mitglieder des Aufsichtsrates und die Einleitung geeigneter
Maßnahmen zur Risikoreduktion bzw. Prävention.
Zum 31. Dezember 2014 umfasst der UFZ-Risikokatalog keine bestandsgefährdenden Risiken. Auch ist aktuell keine konkrete
Entwicklung erkennbar, welche den Bestand für die Zukunft nachhaltig und wesentlich gefährden könnte.
Das UFZ-Interne Kontrollsystem basiert auf im UFZ geltenden Richtlinien und Arbeitsanweisungen, welche z.B. im Intranet
dokumentiert sind. Alle Regelungen werden regelmäßig in Hinblick auf Angemessenheit und Funktionsfähigkeit beurteilt. Zudem
existieren Dokumentationen der Kontrollen für bestehende Prozessstrukturen.
VI.
Voraussichtliche
Entwicklung der Gesellschaft mit ihren Chancen und Risiken
Das UFZ greift Fragestellungen im Umweltbereich auf, die im internationalen politischen Diskurs als zentrale gesellschaftliche
Herausforderungen identifiziert wurden. Die am UFZ erarbeiteten wissenschaftlichen Analysen, Konzepte, Instrumente und
Technologien sollen die Grundlage zur Lösung der gesellschaftlichen Probleme darstellen und als Grundlage für eine aktive Beratung
von Entscheidungsträgern in Politik und Gesellschaft genutzt werden. Das UFZ will sich damit auf europäischer Ebene als eines der
führenden Forschungszentren für die Entwicklung komplexer mittel- und langfristig relevanter Umweltsystemlösungen etablieren.
Die Finanzierung der Helmholtz-Forschungszentren setzt weiterhin erzielbare hochwertige wissenschaftliche Ergebnisse voraus.
Aufgrund der bisherigen positiven Evaluierungsergebnisse und des ständigen Bemühens um höchste wissenschaftliche Qualität in der
Forschung kann derzeit davon ausgegangen werden, dass die Finanzierungsgrundlage des UFZ mittelfristig gesichert ist. Die
Aktivitäten zur inhaltlich-strategischen Schwerpunktsetzung für die dritte Periode der Programmorientierten Förderung (2014 bis 2018
Programm Erde und Umwelt, Programm Gesundheit (2015 bis 2019 und ebenso Programm Energie 2015 bis 2019) wurden 2013/2014
durch die internationalen Gutachter bestätigt, so dass das UFZ die bisherige Finanzierungsgrundlage aufrechterhalten kann. Dies gilt
auch für das kommende Wirtschaftsjahr 2015: Die Zuwendung im Rahmen der programmorientierten Förderung gemäß
Wirtschaftsplan 2015 in der Fassung vom 23. Oktober 2014 beläuft sich auf MEUR 69,276, davon entfallen MEUR 56,432 auf den
Betriebsmittelhaushalt, MEUR 8,269 auf Investitionen EUR
2,5 Mio. und MEUR 4,575 auf Investitionen EUR>2,5 Mio.
Für die Finanzierung des Neubauprojekts>2,5 Mio. € Forschungsgebäude 7.3 am Standort Leipzig mit einem
Gesamtinvestitionsvolumen i.H.v. 26 Mio. EUR (siehe Punkt III.) wird die UFZ-Investitionsumlage i.H.v. derzeit jährlich ca. 3,8 Mio.
EUR nicht ausreichen, so dass voraussichtlich in den Haushaltsjahren 2017-2018 eine Mittelumwidmung aus den Zuwendungen
"Betrieb" und "Investitionen
2,5 Mio. €" zugunsten der "Investitionen>2,5 Mio. €" i.H.v. insgesamt ca. 8 Mio. EUR erforderlich sein
wird. Folglich kann in diesem Zeitraum deutlich weniger in die anderen Zentrumsbereiche (wissenschaftliche Geräte, EDV-
Infrastruktur etc.) investiert werden. Auch im Bereich Betrieb werden Einsparungen notwendig sein.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass es zurzeit keine Anzeichen dafür gibt, dass die institutionellen Zuwendungen in den
Jahren 2015 - 2016 nicht in ähnlicher Höhe zur Verfügung stehen werden wie im Jahr 2014.
Leipzig, 14. April 2015
Prof. Dr. Georg Teutsch, Wissenschaftlicher, Geschäftsführer
Dr. Heike Graßmann, Administrative, Geschäftsführerin
Bilanz zum 31. Dezember 2014
Aktiva
EUR
31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software
559.757,00
695.034,00
2. Geleistete
Anzahlungen
0,00
88.872,34
559.757,00
783.906,34
II.
Sachanlagen
1. Bauten
auf fremden Grundstücken
34.654.684,00
37.823.075,00
2.
Technische Anlagen und Maschinen
22.971.223,00
18.372.936,00
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
8.328.526,00
8.391.357,00
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EUR
31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
4.258.064,15
7.123.809,67
70.212.497,15
71.711.177,67
70.772.254,15
72.495.084,01
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
698.007,90
418.440,33
2. Sonstige
Vermögensgegenstände
2.1. Ausgleichsansprüche an die öffentliche Hand aus
2.1.1 laufenden Geschäften
888.576,04
0,00
2.1.2 Pensionsrückstellungen
1.952.057,00
1.669.445,00
2.840.633,04
1.669.445,00
2.2. Forderungen an institutionelle Zuwendungsgeber aus
übertragenen Selbstbewirtschaftungsmitteln
2.2.1 an den Bund
7.084.617,00
10.175.300,00
2.2.2 an den Freistaat Sachsen
369.519,00
668.650,00
2.2.3 an das Land Sachsen-Anhalt
369.519,00
0,00
7.823.655,00
10.843.950,00
2.3. Forderungen aus Projektfinanzierung
2.3.1 an die öffentliche Hand
6.950.542,34
7.767.535,66
2.3.2 an andere Zuschussgeber
1.333.032,40
1.293.789,75
8.283.574,74
9.061.325,41
2.4. Andere sonstige Vermögensgegenstände
1.089.898,16
1.427.713,19
20.735.768,84
23.420.873,93
II.
Kassenbestand
und Guthaben bei Kreditinstituten
810.852,29
532.470,47
21.546.621,13
23.953.344,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten
885.447,03
836.977,15
93.204.322,31 97.285.405,56
Passiva
EUR
31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
A. Eigenkapital
1. Gezeichnetes
Kapital
26.000,00
25.564,59
2.
zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete
Einlagen
0,00
435,41
26.000,00
26.000,00
B. Sonderposten für Zuschüsse
1. zum
Anlagevermögen
70.772.254,15
72.495.084,01
2. zum
Umlaufvermögen
2.673.353,09
2.683.130,67
73.445.607,24
75.178.214,68
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen
für Pensionen
1.952.057,00
1.669.445,00
2. Steuerrückstellungen
2.648.869,00
0,00
3. Sonstige
Rückstellungen
7.660.472,35
6.739.805,88
12.261.398,35
8.409.250,88
D. Verbindlichkeiten
1.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
1.457.024,30
1.424.111,60
2.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
0,00
668.650,00
3.
Verbindlichkeiten gegenüber der öffentlichen Hand aus laufenden
Geschäften
0,00
3.251.550,19
4.
Verbindlichkeiten aus Projektfinanzierung
4.1. gegenüber der öffentlichen Hand
2.500.315,19
3.507.979,49
4.2. gegenüber anderen Zuschussgebern
3.471.406,62
4.785.119,01
5. Sonstige
Verbindlichkeiten
42.570,61
34.529,71
7.471.316,72
13.671.940,00
93.204.322,31
97.285.405,56
Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezmber 2014
2014
EUR
EUR
2013
EUR EUR
1.
Erträge aus Zuschüssen von
a) Bund
71.536.489,41
70.232.420,18
b) Ländern
11.261.211,37
9.751.111,09
Seite 6 von 12

2014
EUR
EUR
2013
EUR EUR
c) anderen
Zuschussgebern
10.200.295,43
13.283.798,06
92.997.996,21
93.267.329,33
2.
Erlöse und andere Erträge
a)
Erlöse
aus Forschung, Entwicklung und
Benutzung
von Forschungsanlagen
2.111.507,33
1.628.773,92
b) Erlöse
aus Lizenz-/Know-how-Verträgen
219.527,66
15.391,79
c)
Erlöse
aus dem Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens
110.303,21
86.833,20
d)
andere aktivierte Eigenleistungen
365.689,73
562.632,74
e) Sonstige
betriebliche Erträge
1.490.382,67
1.259.815,46
4.297.410,60
3.553.447,11
3. Zuweisungen
zu den Sonderposten für
Zuschüsse
a) zum Anlagevermögen
-14.096.611,81
-12.714.548,51
b) zum
Umlaufvermögen
9.777,58
-336.889,59
-14.086.834,23
-13.051.438,10
4. Weitergegebene
Zuschüsse
-3.039.554,55
-6.758.032,86
5.
Für die Aufwandsdeckung zur Verfügung
stehende Zuschüsse, Erlöse und andere Erträge
80.169.018,03
77.011.305,48
6.
Aufwendungen für Roh-, Hilfs-
und
Betriebsstoffe
-2.821.657,48
-3.491.339,75
7. Aufwendungen
für Energie- und Wasserbezug
-2.827.616,55
-3.007.853,50
8.
Aufwendungen für fremde F&E-Arbeiten
-2.368.320,23
-2.826.343,21
9. Personalaufwand
a) Gehälter
-47.840.239,59
-47.384.194,07
b) Soziale
Abgaben
-8.022.871,46
-7.898.578,72
c) Aufwendungen
für Altersversorgung
-1.185.722,33
-796.217,85
d) Beihilfen
und Unterstützungen
-35.078,71
-58.071,65
e) Andere
Personalkosten
-484.816,82
-319.025,39
-57.568.728,91
-56.456.087,68
10. Abschreibungen
auf Anlagevermögen
-15.541.115,18
-15.050.128,91
11. Erträge
aus der Auflösung des Sonderpostens
für
Zuschüsse zum Anlagevermögen
15.541.115,18
15.050.128,91
12. Sonstige
betriebliche Aufwendungen
-13.880.508,68
-11.113.953,98
davon: Aufwand aus Rückstellungsbildung für
Nachzahlung der nichtabzugsfähigen Vorsteuer im
nichtunternehmerischen Bereich TEUR 2.649 (VJ
TEUR 0)
13. Zinsen und
ähnliche Aufwendungen
-702.186,18
-115.727,36
14. Jahresergebnis
0,00
0,00
Anhang für das Geschäftsjahr 2014
I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss
1.
Gliederung
Die Gesellschaft ist eine gemeinnützige Großforschungseinrichtung, die im Wesentlichen durch Zuwendungen der Bundesrepublik
Deutschland, des Freistaates Sachsen und des Landes Sachsen-Anhalt finanziert wird.
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften
aufgestellt. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend dem vom Arbeitskreis Rechnungswesen beim
Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeiteten Gliederungsvorschlag erstellt worden, der den geschäftsbedingten
Erfordernissen Rechnung trägt.
Im Geschäftsjahr wird der Zinsaufwand erstmalig separat ausgewiesen. Der separate Ausweis des zuvor im sonstigen betrieblichen
Aufwand enthaltenen Zinsaufwands erfolgt ebenfalls für das Vorjahr, so dass eine entsprechende Anpassung der Vorjahresangabe zu
den sonstigen betrieblichen Aufwendungen vorgenommen wurde (IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: Vorjahreszahlen im
handelsrechtlichen Jahresabschluss (IDW RS HFA 39)).
Im Übrigen wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Die Gliederung der sonstigen
Vermögensgegenstände, insbesondere der Ausgleichsansprüche bzw. Forderungen an die öffentliche Hand, erfolgte wie im Vorjahr.
Die Darstellung der Erträge aus der Projektförderung des Impuls- und Vernetzungsfonds wird im Gliederungspunkt II. erläutert.
2.
Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden
Die Vermögenswerte der Gesellschaft sind durch Zuschüsse finanziert, die nicht von den Anschaffungskosten abgesetzt, sondern auf
der Passivseite der Bilanz als "Sonderposten für Zuschüsse" ausgewiesen sind. Dementsprechend werden die im jeweiligen
Geschäftsjahr verrechneten Abschreibungen sowie Freisetzungen von Zuschüssen zur Finanzierung von Umlaufvermögen dem
Sonderposten entnommen.
Seite 7 von 12

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das entgeltlich erworbene Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen nach der linearen Methode (in Anlehnung an die
steuerlichen AfA-Tabellen) bilanziert. Die Nutzungsdauer für Hardware und Software ist auf drei Jahre, für das restliche bewegliche
Anlagevermögen auf 5 bis 10 Jahre festgelegt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter der Betriebs- und Geschäftsausstattung, d.h. alle
selbständig nutzbaren Anlagegüter>EUR 150,00 und
EUR 1.000,00 sowie für immaterielle Vermögensgegenstände im Wert
von>EUR 150,00 bis einschließlich EUR 500,00, wurde für das Jahr 2014 jeweils ein GWG - Sammelposten gebildet, der über den
Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben wird.
Die vom UFZ genutzten Grundstücke und Bauten gemäß § 5 Nr. 2 des Konsortialvertrages werden von den Ländern unentgeltlich zur
Verfügung gestellt. Sie befinden sich nicht im Eigentum des UFZ und werden nicht bilanziert.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nennwerten bilanziert.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bzw. der Projected Unit
Credit Methode versicherungsmathematisch unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck ermittelt. Der
angewandte Zinssatz betrug 4,53 % und die Renten- und Gehaltsdynamik 1,5 % bzw. 2,5 %.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und wurden in Höhe des
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, soweit eine
Restlaufzeit verlässlich geschätzt werden konnte.
Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.
Der Jahresabschluss schließt ohne Gewinn/Verlust ab, weil in Höhe der nicht durch Zuschusszahlungen gedeckten Aufwendungen
Ausgleichsansprüche an die öffentliche Hand bilanziert werden.
II.
Erläuterungen
zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die
Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.
Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 26.000,00. Es wurde vollständig einbezahlt und wird zu 90,0 % von der Bundesrepublik
Deutschland und zu jeweils 5,0 % vom Freistaat Sachsen und vom Land Sachsen-Anhalt gehalten. Der Sonderposten für Zuschüsse
entspricht der Höhe des aus Zuschüssen finanzierten Anlage- und Umlaufvermögens.
Die Ausgleichsansprüche / Ausgleichsverbindlichkeiten an die / gegenüber der öffentlichen Hand von TEUR 2.841 (i.Vj. im Saldo TEUR
-1.582) sind gemäß den besonderen Gliederungsvorschriften in den Grundsätzen für das Finanz- und Rechnungswesen von
Forschungseinrichtungen nach laufenden Geschäften TEUR 889 (i.Vj. TEUR -3.251) und Pensionsrückstellungen TEUR 1.952 (i.Vj.
TEUR 1.669) gegliedert und werden unsaldiert entsprechend als Forderung oder Verbindlichkeit ausgewiesen. Die Forderungen an die
institutionellen Zuwendungsgeber Bund, Freistaat Sachsen und Land Sachsen-Anhalt aus Selbstbewirtschaftungsmitteln in Höhe von
TEUR 7.824 (i.Vj. TEUR 10.844) und die Forderungen an die öffentliche Hand aus Projektfinanzierung in Höhe von TEUR 6.951 (i.Vj.
TEUR 7.768) sind separat unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.
Die Ausgleichsansprüche an die öffentliche Hand aus Pensionsrückstellungen haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die übrigen
Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Pensionsrückstellungen betragen TEUR 1.952 (i.Vj.
TEUR 1.669).
Die erstmals ausgewiesenen Steuerrückstellungen beinhalten die Rückzahlungsverpflichtungen für nicht abziehbare Vorsteuern des
nichtunternehmerischen Bereichs für die Jahre 2004 bis 2014 in Höhe von TEUR 2.649.
Die sonstigen Rückstellungen mit TEUR 7.660 (i.Vj. TEUR 6.740) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personal in Höhe von
TEUR 5.922 (i.Vj. TEUR 5.491) (davon TEUR 513 (i.Vj. TEUR 345) Altersteilzeitrückstellung, TEUR 3.845 (i.Vj. TEUR 3.559)
Urlaubsrückstellung), Rückstellungen für Zinsen im Zusammenhang mit den Rückzahlungsverpflichtungen für nicht abziehbare
Vorsteuern des nichtunternehmerischen Bereichs in Höhe von TEUR 600 (i.Vj. TEUR 0,0) sowie in Höhe von TEUR 513 (i.Vj. TEUR 761)
Rückbaukosten.
Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten aus Projektfinanzierung gegenüber der öffentlichen Hand werden in Höhe von TEUR 2.500 (i.Vj TEUR 3.508)
ausgewiesen und entfallen im Wesentlichen auf Projekte des Bundes mit TEUR 2.414 (i.Vj. TEUR 3.473). Die Verbindlichkeiten
gegenüber anderen Zuschussgebern betragen TEUR 3.471 (i.Vj. TEUR 4.785).
Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 43 (i.Vj. TEUR 35) und beinhalten im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber
Mitarbeitern aus Reisekostenabrechnungen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Gesellschaft wird überwiegend durch institutionelle Zuwendungen vom Bund, Freistaat Sachsen und dem Land Sachsen-Anhalt
finanziert. Zusätzlich hat die Gesellschaft Zuwendungen im Rahmen von Projektfinanzierungen der Gesellschafter und weiterer
Zuwendungsgeber erhalten.
Bei den Erträgen aus Zuschüssen erfolgte wie in den Vorjahren, eine Zuordnung der Erlöse aus der Projektförderung des Impuls- und
Vernetzungsfonds zur Position 1.a Bund, da der Impuls-und Vernetzungsfonds überwiegend aus Mitteln des Bundes finanziert wird.
Im Jahr 2014 erwirtschaftete das UFZ Erlöse aus Forschung, Entwicklung und Benutzung von Forschungsanlagen in Höhe von TEUR
2.112 (i.Vj. TEUR 1.629) sowie Erlöse aus Lizenz-/Know-how-Verträgen in Höhe von TEUR 220 (i.Vj. TEUR 15).
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.490 (i.Vj. TEUR 1.260) enthalten u. a. Zinserträge aus der Abzinsung von
Rückstellungen (TEUR 90 (i.Vj. TEUR 156)), Tagungserträge (TEUR 229 (i.Vj. TEUR 214))
1
, Erträge aus Personalkostenerstattungen
(TEUR 184 (i.Vj. TEUR 161)), Betriebskostenerstattungen aus Kantinennutzung (TEUR 78 (i.Vj. TEUR 108)) sowie Erträge aus der
Auflösung von Rückstellungen (TEUR 461 (i.Vj. TEUR 133)).
Seite 8 von 12

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 13.881 (i.Vj. TEUR 11.114) handelt es sich im Wesentlichen um
Reisekosten in Höhe von TEUR 2.490 (i.Vj. TEUR 2.821), Bücher, Zeitschriften, Online-Dienste, Telefonie in Höhe von TEUR 1.244
(i.Vj. TEUR 1.330), Instandhaltungen/Reparaturen in Höhe von TEUR 1.517 (i.Vj. TEUR 1.593), Um- und Erweiterungsbauten in Höhe
von TEUR 313 (i.Vj. TEUR 469), Kosten für Wartung in Höhe von TEUR 1.626 (i.Vj. TEUR 1.284), Liegenschaftskosten in Höhe von
TEUR 840 (i.Vj. TEUR 780) sowie Aufwendungen aus nichtabziehbarer Vorsteuer des nichtunternehmerischen Bereichs für die Jahre
2004 - 2014 in Höhe von TEUR 2.649.
1
Die Tagungserträge dienen in voller Höhe der Deckung der Aufwendungen für die Veranstaltungen.
Die erstmals separat ausgewiesene Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 702 (i.Vj. TEUR 116) enthält
vorrangig Zinsen für die Rückzahlungsverpflichtungen aus Vorsteuern des nichtunternehmerischen Bereichs im Ergebnis der
Betriebsprüfung durch das Finanzamt in Höhe von TEUR 600 (i.Vj. TEUR 0,0) sowie Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen in
Höhe von TEUR 98 (i.Vj. TEUR 113). Wegen der besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte in der Gewinn- und
Verlustrechnung bei den sonstigen Aufwendungen entsprechend angepasst (Reduzierung in Höhe der Zinsen, da separater Ausweis).
Gemäß der Art der Finanzierung des UFZ ist das Jahresergebnis 2014 ausgeglichen.
III. Sonstige
Angaben
Finanzielle
Verpflichtungen
Das Bestellobligo für Investitionen hat zum 31. Dezember 2014 TEUR 1.854 (i.Vj. TEUR 1.961) betragen. Die sonstigen finanziellen
Verpflichtungen übersteigen den geschäftsüblichen Rahmen nicht.
Gesamtvergütung für die Tätigkeit des Abschlussprüfers
Die für das Geschäftsjahr 2014 anfallenden Honorare für die Tätigkeit des Abschlussprüfers Ernst & Young betragen TEUR 18 (wie
i.Vj.).
Personal
Das UFZ beschäftigte 2014 im Jahresdurchschnitt 1.118 (i.Vj. 1.149) Arbeitnehmer (ohne Studenten und wissenschaftliche
Hilfskräfte), davon durchschnittlich 637 (i.Vj. 660) wissenschaftliche Mitarbeiter (Beamte, Wiss. MA, Doktoranden), 431 (i.Vj. 438)
sonstige Mitarbeiter und 50 (i.Vj. 51) Auszubildende.
Das UFZ beschäftigt zwei Geschäftsführer. Mitglieder der Geschäftsführung waren im Berichtsjahr Herr Prof. Dr. Georg Teutsch
(Wissenschaftlicher Geschäftsführer) und Frau Dr. Heike Graßmann (Administrative Geschäftsführerin). Nachfolgend sind die
Gesamtbezüge der Geschäftsführer individualisiert angegeben. Ein ehemaliges Mitglied der Geschäftsführung (Prof. Dr. Peter Fritz)
erhielt in 2014 Ruhebezüge.
Organbezüge 2014 (PCGK- Bezügebericht)
Bezügebestandteile (brutto):
Prof. Dr. Georg
Teutsch
Dr. Heike
Graßmann
Prof. Peter Fritz
Vergütung, erfolgsunabhängig
162.523,98€
89.796,32€
Vergütung, erfolgsabhängig
Sonstige Leistungen (z.B. Ausgleichszahlungen zum Beamtenstatus
5.226,12€
Einmalzahlungen (Urlaubs-, Weihnachtsgeld, Jubiläumszuwendungen
usw.)
Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung, Krankenversicherung und
Umlagen
6.570,00€
Erstattung für Versorgungszwecke an Dritte (z.B. Universitäten)
Natural- und Sachbezüge aus
- Versorgungszuschlag,
26.525,52 €
- aus Wohnung, KFZ, DR usw.
9,00€
10,63€
Versorgungsbezüge
73.748,00 €
Summe
189.058,50 €
101.603,07€
73.748,00€
nachr.: Zuführung Pensionsrückstellungen aus BilMoG-Gutachten
136.006,00 €
25.083,00 €
108.826,00 €
Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Berichtsjahr
Vorsitzender:
MinDirig Wilfried Kraus
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Amtierender Stellvertreter des Vorsitzenden:
MinDirig Jörg Geiger
Sächs. Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Stellvertretender Vorsitzender:
MinR Thomas Reitmann
Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt
Mitglieder:
Seite 9 von 12

MinR Dr. Jürgen Jakobs
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Prof. Dr. Manfred Grasserbauer
Technische Universität Wien
Prof. Dr. Wolfram Mauser
Ludwig-Maximilians-Universität München
Prof. Dr. Beate Schücking
Universität Leipzig
Prof. Dr. Birgit Dräger
Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg (MLU)
Dieter Ernst
IWC-innovation and water consult Berlin, Staatssekretär a.D.
Dr. Ivonne Nijenhuis
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ
PD Dr. Josef Settele
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für ihre Tätigkeit keine Bezüge. Entstandene Reisekosten werden vergütet.
IV.
Unterzeichnung
des Jahresabschlusses gemäß § 245
HGB
Leipzig, den 14. April 2015
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ
Prof. Dr. Georg Teutsch, Wissenschaftlicher, Geschäftsführer
Dr. Heike Graßmann, Administrative, Geschäftsführerin
Entwicklung des Anlagevermögens 2014
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2014
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software
5.873.595,05
403.946,35
33.520,63
88.872,34
6.332.893,11
2. Geleistete
Anzahlungen
88.872,34
0,00
0,00
-88.872,34
0,00
5.962.467,39
403.946,35
33.520,63
0,00
6.332.893,11
II.
Sachanlagen
1. Bauten
auf fremden Grundstücken
76.862.986,15
318.447,42
147.932,11
342.234,97
77.375.736,43
2.
Technische Anlagen und Maschinen
74.922.291,86
5.922.849,38 1.436.942,68
6.084.569,67
85.492.768,23
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
67.616.080,20
3.747.060,05 2.850.209,25
143.250,00
68.656.181,00
4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im
Bau
7.123.809,67
3.704.309,12
0,00 -6.570.054,64
4.258.064,15
226.525.167,88 13.692.665,97 4.435.084,04
0,00 235.782.749,81
232.487.635,27 14.096.612,32 4.468.604,67
0,00 242.115.642,92
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2014
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software
5.178.561,05
628.095,69
33.520,63
5.773.136,11
2. Geleistete
Anzahlungen
0,00
0,00
0,00
0,00
5.178.561,05
628.095,69
33.520,63
5.773.136,11
II.
Sachanlagen
1. Bauten
auf fremden Grundstücken
39.039.911,15
3.681.141,39
0,11
42.721.052,43
2.
Technische Anlagen und Maschinen
56.549.355,86
7.289.997,05
1.317.807,68
62.521.545,23
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
59.224.723,20
3.941.881,05
2.838.949,25
60.327.655,00
4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
Seite 10 von 12

Kumulierte Abschreibungen
1.1.2014
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2014
EUR
154.813.990,21
14.913.019,49
4.156.757,04
165.570.252,66
159.992.551,26
15.541.115,18
4.190.277,67
171.343.388,77
Buchwerte
31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software
559.757,00
695.034,00
2. Geleistete
Anzahlungen
0,00
88.872,34
559.757,00
783.906,34
II.
Sachanlagen
1. Bauten
auf fremden Grundstücken
34.654.684,00
37.823.075,00
2.
Technische Anlagen und Maschinen
22.971.223,00
18.372.936,00
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
8.328.526,00
8.391.357,00
4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
4.258.064,15
7.123.809,67
70.212.497,15
71.711.177,67
70.772.254,15
72.495.084,01
Bestätigungsvermerk
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der
Buchführung und den Lagebericht der Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist
es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der
Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und
durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über
mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Dresden, 14. April 2015
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Fleischer, Wirtschaftsprüfer
Vu, Wirtschaftsprüferin
Unterlagen 48. Aufsichtsrat UFZ 25.06.2015
Bericht des Aufsichtsrats an die Gesellschafterversammlung zum Jahresabschluss 2014
Der Aufsichtsrat des UFZ hat den Jahresabschluss 2014 des UFZ und den Lagebericht der Geschäftsführung von der Ernst & Young
GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Zweigniederlassung Dresden, prüfen lassen. Die Wirtschaftsprüfer haben ihren Prüfbericht
vorgelegt und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Am 18.05.2015 hat die Prüfgruppe der Zuwendungsgeber zum Jahresabschluss 2014 getagt. Der entsprechende Prüfbericht wurde
dem Aufsichtsrat für die 48. Sitzung zugeleitet.
Die Vertreterin der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, Frau Vu, erläuterte in der 48. Aufsichtsratssitzung die
Prüfungsschwerpunkte und gab einen Überblick über den Prüfungsgegenstand sowie über den Umfang der Prüfung. Weiterhin stellte
sie die Prüfungsergebnisse dar und berichtete dabei insbesondere über die Entwicklungen der Ertragslage, des Personal- und
Sachaufwands, der Vermögenslage und des Umlaufvermögens.
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Aufgrund der vorliegenden Prüfungsergebnisse und Beratung im Aufsichtsrat hat dieser in seiner 48. Sitzung am 25.06.2015 der
Gesellschafterversammlung des UFZ empfohlen:
den Jahresabschluss des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung GmbH - UFZ zum 31.12.2014 festzustellen und den Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2014 zu genehmigen.
Der Aufsichtsrat bittet die Geschäftsführung, die von Ernst & Young abgegebenen Hinweise und Empfehlungen sowie die
Feststellungen und Erklärungen der Prüfgruppe der Zuwendungsgeber zum Jahresabschluss 2014 zu beachten und weiter zu
verfolgen.
Der Aufsichtsrat wurde von der Geschäftsführung regelmäßig schriftlich und mündlich über die Entwicklung, die Lage der Gesellschaft
und alle wichtigen Geschäftsvorfälle unterrichtet.
Die erste Sitzung des Aufsichtsrats im Jahr 2015 hat am 25.06.2015 stattgefunden.
Berlin, 25.06.2015
HELMHOLTZ ZENTRUM FÜR UMWELTFORSCHUNG, UFZ
MinDirig Jörg Geiger, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats
Datum der Feststellung des Jahresabschlusses 2014
Der Jahresabschluss 2014 wurde in der Gesellschafterversammlung am 25.06.2015 festgestellt.
Die Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2014 erfolgt somit nach der Feststellung.
i.V. Erika Rost, Leiterin Finanzabteilung
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