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Bebauungsplan „REWE-Markt – An der
Alten Zuckerfabrik“ – Markranstädt
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag

Bebauungsplan „REWE-Markt – An der Alten Zuckerfabrik“ – Markranstädt
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Impressum
Seite 2
seecon Ingenieure I 03.11.2020
Impressum
Auftraggeber:
REWE Markt GmbH, Zweigniederlassung Ost
Rheinstraße 8, 14513 Teltow
Redaktion, Satz und Gestaltung:
seecon Ingenieure GmbH, Spinnereistraße 7, Halle 14, 04179 Leipzig
Stand bzw. Redaktionsschluss:
03.11.2020
Anmerkung:
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und
weiblicher Sprachformen verzichtet. Alle geschlechtsspezifischen Bezeichnungen, die in
männlicher oder weiblicher Form benutzt wurden, gelten für beide Geschlechter gleicherma-
ßen ohne jegliche Wertung oder Diskriminierungsabsicht.

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Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Inhaltsverzeichnis
seecon Ingenieure I 03.11.2020
Seite 3
Inhaltsverzeichnis
Impressum ............................................................................................................................ 2
Inhaltsverzeichnis .................................................................................................................. 3
1
Veranlassung und Zielstellung ................................................................................. 5
1.1
Veranlassung ........................................................................................................... 5
2
Grundlagen .............................................................................................................. 6
2.1
Methodische Grundlagen ......................................................................................... 6
2.1.1
Prüfablauf/Methoden ............................................................................................... 6
2.1.2
Definition artenschutzrechtlich relevanter Arten ....................................................... 7
2.1.3
Verbotstatbestände nach § 44 BNatSchG ............................................................... 8
2.1.4
Ausnahmen von den Verboten (§ 44 BNatSchG) ..................................................... 9
2.2
Rechtsgrundlage ....................................................................................................10
3
Beschreibung des Bauvorhabens/Untersuchungsraum ..........................................10
3.1
Erläuterung des Bauvorhabens...............................................................................10
3.2
Beschreibung des Untersuchungsraums ................................................................11
3.2.1
Administrative Einordnung des UR .........................................................................13
3.2.2
Schutzgebiete .........................................................................................................13
3.2.3
Biotope ...................................................................................................................13
4
Artenschutzrechtliche Prüfung ................................................................................14
4.1
Bestandsprognose und Relevanzprüfung ...............................................................14
4.1.1
Pflanzen .................................................................................................................14
4.1.2
Tiere .......................................................................................................................15
4.2
Prognose und Bewertung von Schädigungen und Störungen .................................20
4.2.1
Herpetofauna ..........................................................................................................22
4.2.2
Säugetiere ..............................................................................................................23
4.2.3
Vögel ......................................................................................................................24
4.3
Maßnahmenplanung ...............................................................................................28
4.3.1
Maßnahmen Herpetofauna .....................................................................................28
4.3.2
Maßnahmen Säugetiere .........................................................................................29
4.3.3
Maßnahmen Vögel .................................................................................................29
4.3.4
Konflikt- und Maßnahmenplanung ..........................................................................30
4.3.5
Einzelartenprüfung..................................................................................................32
5
Ausnahmevoraussetzung .......................................................................................32
5.1
Alternativenprüfung .................................................................................................32
5.2
Überwiegendes öffentliches Interesse ....................................................................34
5.3
Maßnahmen zur Stabilisierung der Population (FCS) .............................................34

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Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Inhaltsverzeichnis
Seite 4
seecon Ingenieure I 03.11.2020
Quellenverzeichnis ...............................................................................................................35
Abbildungsverzeichnis ..........................................................................................................36
Tabellenverzeichnis ..............................................................................................................36
Anlagenverzeichnis ..............................................................................................................36
Abkürzungsverzeichnis.........................................................................................................37

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Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Veranlassung und Zielstellung
seecon Ingenieure I 03.11.2020
Seite 5
1
Veranlassung und Zielstellung
1.1
Veranlassung
Der bestehende Einzelhandelsmarkt möchte sich von derzeit ca. 1.300 m² auf zukünftig
1.960 m² Verkaufsfläche (VKF) erweitern. Geplant ist, den bisherigen Einzelhandelsmarkt ab-
zureißen und einen Neubau an gleicher Stelle zu errichten.
Hierfür hat die Stadt Markranstädt im Februar 2017 über die Verabschiedung des neuen Ein-
zelhandelskonzeptes im Stadtrat die Voraussetzungen geschaffen. Der derzeit rechtskräftige
Bebauungsplan M 18 „Alte Zuckerfabrik“ sieht bisher lediglich eine VKF von 1.300 m² vor. Die
REWE Group als Eigentümerin der Fläche und Besitzerin des bestehenden Marktes hat be-
reits im September 2019 einen formlosen Antrag auf die Neuaufstellung eines B-Planes für
den Bereich des derzeitig festgesetzten Sondergebietes (Standortes des Einzelhandelsmark-
tes) bei der Stadt Markranstädt gestellt. Der Stadtrat der Stadt Markranstädt hat am
07.11.2019 einstimmig den Beschluss zur Einleitung des Bebauungsplanverfahrens „REWE-
Markt – An der Alten Zuckerfabrik“ gefasst.
Der neue würde den rechtskräftigen Bebauungsplan in diesem Bereich ersetzen. Der Gel-
tungsbereich für den überlagerten Bereich beträgt ca. 0,85 ha.
Ein erster Versuch, den gesamten rechtskräftigen Bebauungsplan durch eine 1. Änderung in
allen Teilbereichen anzupassen, ist aufgrund verschiedener Problematiken bisher gescheitert.
Um für die Erweiterung des REWE-Marktes schnellstmöglich Baurecht zu schaffen, wurde das
Verfahren abgebrochen und soll nun wie oben beschrieben neu aufgesetzt werden.
Auf Wunsch der REWE Group soll das Planverfahren im Vollverfahren durchgeführt werden.
So soll zum einen eine Verträglichkeitsstudie für das Einzelhandelskonzept der Stadt Markran-
städt und als eine Grundlage für den erforderlich werdenden Umweltbericht ein Artenschutz-
rechtlicher Fachbeitrag erarbeitet werden.

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Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Grundlagen
Seite 6
seecon Ingenieure I 03.11.2020
2
Grundlagen
2.1
Methodische Grundlagen
Nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) ist im artenschutzfachlichen Beitrag zu prü-
fen, ob geschützte Tier- und/oder Pflanzenarten durch das Vorhaben betroffen sind und ob mit
der Realisierung des Vorhabens die Schädigungs- oder Störungsverbote des § 44 BNatSchG
erfüllt werden können.
Als methodische Grundlage werden die Arbeitshilfen für artenschutzrechtliche Bewertungen
des LfULG herangezogen.
2.1.1
Prüfablauf/Methoden
Zu prüfen sind die europarechtlich geschützten Arten, d. h. die Arten nach Anhang IV der FFH-
Richtlinie, und die Europäischen Vogelarten. Die Umsetzung der artenschutzfachlichen Prü-
fung gliedert sich wie folgt:
1. Relevanzprüfung
Ermittlung der im Vorhabensbereich aktuell vorkommenden bzw. in Einzelfällen bei
Unsicherheiten potenziell zu erwartenden geschützten Arten auf Grundlage der Multi-
Base-Abfrage
Zusammenstellung der Arten, die möglicherweise betroffen sein könnten und in einer
Einzelartenbetrachtung näher betrachtet werden müssen
In der Relevanzprüfung erfolgt eine Abschichtung von Arten, deren populationsbezogene oder
individuelle Betroffenheit mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Als wesentliche An-
haltspunkte für die Relevanzprüfung werden folgende Ausschlusskriterien geprüft:
Art ist weit verbreitet, ökologisch breit eingenischt oder gilt als ungefährdet
(z. B. ubiquitäre, in Sachsen flächendeckend verbreitete Brutvogelarten)
das Vorhaben beinhaltet keine Eingriffe, welche für die Art oder Artengruppe
beeinträchtigt wirken kann (z. B. keine Baumfällungen, keine Relevanz für xylobionte
Käferarten)
Es verbleiben Arten, für die eine Betroffenheit nicht sicher ausgeschlossen werden können.

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Grundlagen
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Seite 7
2. Konfliktanalyse
Beschreibung der artenschutzrechtlichen Schädigungs- und Störungsverbote durch
das geplante Vorhaben, unterschieden nach bau-, anlage- oder betriebsbedingten
Wirkfaktoren
Beleuchtung vorhabenspezifischer Wirkungen und Wirkpfade durch Bauabläufe,
Bauzeiträume und Nachwirkungen
Prüfung, ob sich die Arten im Wirkbereich des Vorhabens befinden und gegenüber
dem Vorhaben empfindlich sind
3. Maßnahmenkonzept
Im Artenschutzrechtlichen Fachbeitrag wird zwischen folgenden Maßnahmen unterschieden:
artspezifische Vermeidungsmaßnahmen zum Schutze wertgebender möglicherweise
betroffener Arten
vorgezogene bzw. vor dem Eingriff zu realisierende Ausgleichsmaßnahmen (CEF-
Maßnahmen) zur Sicherung der durchgängigen ökologischen Funktionalität
Die Belange der zuvor abgeschichteten weit verbreiteten, störungstoleranten
Brutvogelarten in günstigem Erhaltungszustand finden in Form von Gildenbildungen
Berücksichtigung. Die in Vorbereitung zur Einzelartenbetrachtung konzipierten
Maßnahmen werden auf Mitnahmeeffekte für die gebildeten Gilden geprüft. Stellt sich
heraus, dass die geplanten Maßnahmen nicht ausreichend ubiquitäre Brutvogelarten
mit abdecken, werden zusätzliche Maßnahmen eingeplant.
4. Einzelartenbetrachtung
Prüfung der Verbote nach § 44 Abs. 1 i. V. m. Abs. 5 BNatSchG unter Berücksichti-
gung der geplanten Vermeidungs- und ggf. vorgezogener funktionserhaltender
Ausgleichs(CEF)-Maßnahmen.
2.1.2
Definition artenschutzrechtlich relevanter Arten
Besonders geschützte Arten gem. § 7 Abs. 2 Nr. 13 BNatSchG:
Tier- und Pflanzenarten des Anhangs IV der Richtlinie 92/43/EWG (FFH-Richtlinie)
europäische Vogelarten (hierzu zählen alle in Europa natürlich vorkommenden
Vogelarten)
Tier- und Pflanzenarten, die in einer Rechtsverordnung nach § 54 Abs. 1 BNatSchG
aufgeführt sind

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Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Grundlagen
Seite 8
seecon Ingenieure I 03.11.2020
Streng geschützte Arten gem. § 7 Abs. 2 Nr. 14 BNatSchG:
-
Arten des Anhangs IV der Richtlinie 92/43/EWG (FFH-Richtlinie)
-
Arten einer Rechtsverordnung nach § 54 Absatz 2 BNatSchG
Da eine Rechtsverordnung nach § 54 Abs. 1 und 2 BNatSchG bislang nicht rechtskräftig vor-
liegt, findet sie in diesem Fachbeitrag keine Anwendung.
2.1.3
Verbotstatbestände nach § 44 BNatSchG
§ 44 BNatSchG - Vorschriften für besonders geschützte und bestimmte andere Tier- und Pflan-
zenarten:
(
1) Es ist verboten,
1. wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu
verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu be-
schädigen oder zu zerstören,
2. wild lebende Tiere der streng geschützten Arten und der europäischen Vogelarten während
der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich
zu stören; eine erhebliche Störung liegt vor, wenn sich durch die Störung der Erhaltungszu-
stand der lokalen Population einer Art verschlechtert,
3. Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wild lebenden Tiere der besonders geschützten Arten
aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören,
4. wild lebende Pflanzen der besonders geschützten Arten oder ihre Entwicklungsformen aus
der Natur zu entnehmen, sie oder ihre Standorte zu beschädigen oder zu zerstören.
(5) Für nach § 15 Absatz 1 unvermeidbare Beeinträchtigungen durch Eingriffe in Natur und
Landschaft, die nach § 17 Absatz 1 oder Absatz 3 zugelassen oder von einer Behörde durch-
geführt werden, sowie für Vorhaben im Sinne des § 18 Absatz 2 Satz 1 gelten die Zugriffs-,
Besitz- und Vermarktungsverbote nach Maßgabe der Sätze 2 bis 5. Sind in Anhang IV Buch-
stabe a der Richtlinie 92/43/EWG aufgeführte Tierarten, europäische Vogelarten oder solche
Arten betroffen, die in einer Rechtsverordnung nach § 54 Absatz 1 Nummer 2 aufgeführt sind,
liegt ein Verstoß gegen
1. das Tötungs- und Verletzungsverbot nach Absatz 1 Nummer 1 nicht vor, wenn die Beein-
trächtigung durch den Eingriff oder das Vorhaben das Tötungs- und Verletzungsrisiko für
Exemplare der betroffenen Arten nicht signifikant erhöht und diese Beeinträchtigung bei An-
wendung der gebotenen, fachlich anerkannten Schutzmaßnahmen nicht vermieden wer-den
kann,
2. das Verbot des Nachstellens und Fangens wild lebender Tiere und der Entnahme, Be-
schädigung oder Zerstörung ihrer Entwicklungsformen nach Absatz 1 Nummer 1 nicht vor,

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Grundlagen
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Seite 9
wenn die Tiere oder ihre Entwicklungsformen im Rahmen einer erforderlichen Maßnahme, die
auf den Schutz der Tiere vor Tötung oder Verletzung oder ihrer Entwicklungsformen vor Ent-
nahme, Beschädigung oder Zerstörung und die Erhaltung der ökologischen Funktion der Fort-
pflanzungs- oder Ruhestätten im räumlichen Zusammenhang gerichtet ist, beeinträchtigt wer-
den und diese Beeinträchtigungen unvermeidbar sind,
3. das Verbot nach Absatz 1 Nummer 3 nicht vor, wenn die ökologische Funktion der von
dem Eingriff oder Vorhaben betroffenen Fortpflanzungs- und Ruhestätten im räumlichen Zu-
sammenhang weiterhin erfüllt wird.
Soweit erforderlich, können auch vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen festgelegt werden. Für
Standorte wild lebender Pflanzen der in Anhang IV Buchstabe b der Richtlinie 92/43/EWG
aufgeführten Arten gelten die Sätze 2 und 3 entsprechend. Sind andere besonders geschützte
Arten betroffen, liegt bei Handlungen zur Durchführung eines Eingriffs oder Vorhabens kein
Verstoß gegen die Zugriffs-, Besitz- und Vermarktungsverbote vor.
2.1.4
Ausnahmen von den Verboten (§ 44 BNatSchG)
Die Ausnahmen von den Verboten des § 44 NatSchG sind in § 45 Abs.7 BNatSchG geregelt.
(7) Die für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Behörden sowie im Fall des Ver-
bringens aus dem Ausland das Bundesamt für Naturschutz können von den Verboten des §
44 im Einzelfall weitere Ausnahmen zulassen
1. zur Abwendung erheblicher land-, forst-, fischerei-, wasser- oder sonstiger erheblicher
wirtschaftlicher Schäden,
2. zum Schutz der natürlich vorkommenden Tier- und Pflanzenwelt,
3. für Zwecke der Forschung, Lehre, Bildung oder Wiederansiedlung oder diesen Zwecken
dienende Maßnahmen der Aufzucht oder künstlichen Vermehrung,
4. im Interesse der Gesundheit des Menschen, der öffentlichen Sicherheit, einschließlich der
Verteidigung und des Schutzes der Zivilbevölkerung, oder der maßgeblich günstigen Auswir-
kungen auf die Umwelt oder
5. aus anderen zwingenden Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses einschließ-
lich solcher sozialer oder wirtschaftlicher Art.
Eine Ausnahme darf nur zugelassen werden, wenn zumutbare Alternativen nicht gegeben sind
und sich der Erhaltungszustand der Populationen einer Art nicht verschlechtert, soweit nicht
Artikel 16 Absatz 1 der Richtlinie 92/43/EWG weiter gehende Anforderungen enthält. Artikel
16 Absatz 3 der Richtlinie 92/43/EWG und Artikel 9 Absatz 2 der Richtlinie 2009/147/EG sind
zu beachten. Die Landesregierungen können Ausnahmen auch allgemein durch Rechtsver-
ordnung zulassen. Sie können die Ermächtigung nach Satz 4 durch Rechtsverordnung auf
andere Landesbehörden übertragen.

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Beschreibung des Bauvorhabens/Untersuchungsraum
Seite 10
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Im Rahmen der artenschutzrechtlichen Prüfung ist gleichermaßen zu prüfen, ob die Ausnah-
mevoraussetzungen für eine Ausnahme von den Verbotstatbeständen vorliegen.
2.2
Rechtsgrundlage
Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz; BNatSchG)
Sächsisches Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Sächsisches
Naturschutzgesetz; SächsNatSchG)
Richtlinie 92/43/EWG des Rates zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der
wild lebenden Tiere und Pflanzen (FFH-Richtlinie; FFH-RL)
Richtlinie 2009/147/EG, RL über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (Vogel-
schutz-Richtlinie, VSchRL)
Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV)
3
Beschreibung des
Bauvorhabens/Untersuchungsraum
3.1
Erläuterung des Bauvorhabens
Die Stadt Markranstädt ist eine Stadt im Landkreis Leipzig mit ca. 16.000 Einwohnern. Sie liegt
nur ca. 10 km südwestlich vom Leipziger Stadtzentrum entfernt und grenzt direkt an die Leipzi-
ger Stadtgrenze im Ortsteil Grünau an.
Der Geltungsbereich umfasst die Flurstücke 684/7, 683/2 und 681/10 der Gemarkung Mar-
kranstädt und befindet sich am östlichen Ortseingang der Stadt. Südlich an den Geltungsbe-
reich angrenzend verläuft die Leipziger Straße (Bundesstraße B 87) und östlich die Siemens-
straße. Nördlich befindet sich die Eisenbahnstrecke Leipzig-Großkorbetha und dahinter beste-
hende Gewerbeflächen (z. B. Gelände der Hydraulik Markranstädt GmbH und das Gewerbe-
gebiet Nordost). Im Westen wird das Plangebiet durch das Betriebsgelände einer Papierfabrik
begrenzt.
Das Plangebiet hat eine Größe von ca. 0,85 ha.
Die Planung sieht die Erweiterung des bestehenden Einzelhandelsmarktes vor. Für die Reali-
sierung ist ein Abriss des alten Marktes, die Umgestaltung der Verkehrsflächen (Parkplatz)
sowie ein Neubau an gleicher Stelle vorgesehen.

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Beschreibung des Bauvorhabens/Untersuchungsraum
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Der geplante Neubau wird in Richtung Westen erweitert und schließt an das Gebäude der
Papierfabrik an.
Die Umgestaltung des Parkplatzes erfordert eine Erweiterung in Richtung Osten, wodurch der
mit Gehölzen und Büsche bestandene Wall zur Siemensstraße teilweise eingeebnet wird.
Der Gehölzbestand entlang der Leipziger Straße soll erhalten bleiben.
Die Aufstellung des neuen Bebauungsplans wird den rechtskräftigen in diesem Bereich erset-
zen.
Abb. 1
Geltungsbereich
3.2
Beschreibung des Untersuchungsraums
Das Plangebiet ist größtenteils versiegelt und besteht aus dem Einzelhandelsmarkt und dem
Parkplatz. Auf diesem befinden sich fünf schmale mit Bodendeckern bewachsene Grünstreifen
mit je einem Einzelbaum.
Aufgrund der Ausstattung der umliegenden Bereiche, vor allem im Norden, wir der Untersu-
chungsraum auf diese Bereiche erweitert, um Betrachtungen und Bewertungen vorzunehmen.
Entlang der Leipziger Straße zieht sich ein Grünstreifen (Verkehrsbegleitgrün), vorwiegend mit
Bodendeckern bewachsen und neun Einzelbäumen. Im südwestlichen Bereich befindet sich

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Beschreibung des Bauvorhabens/Untersuchungsraum
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ein Berg-Ahorn mit einer im Durchmesser ca. 10 bis 15 cm großen Baumhöhle (geschütztes
Biotop nach § 21 SächsNatSchG).
Am östlichen Rand schließt ein mit Gehölzen bestandener Wall an. Hier dominieren Brombee-
ren, es kommen aber auch roter Hartriegel, Robinien, Hundsrose, Kirsche (diverse), Flieder
und Sanddorn vor. Vereinzelt sind Hängebirken vorzufinden. Die Böschungsschulter ist klein-
flächig mit ca. 50 cm hohen Altgrasbeständen bewachsen. Die in Richtung Siemensstraße
abfallende Böschung unterliegt einer regelmäßigen Pflege (Scherrasen/Straßenbegleitgrün).
Nördlich des Marktes befinden sich außerhalb des Plangebiets zwei Regenrückhaltebecken
(technische Anlagen). Diese sind umschlossen von einem dichten Gehölzgürtel aus Brombee-
ren von ca. 2 bis 4 m Höhe und neun Weiden mit Höhen von 10 bis 15 m. Ansonsten finden
sich im dichten Bewuchs Roter Hartriegel, Robinie, Schwarzer Holunder und Kirschen (di-
verse) wieder. In beiden Becken befinden sich an den östlichen Uferseiten ca. 10 m
2
Schilfbe-
stände.
Abb. 2
Untersuchungsraum

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Beschreibung des Bauvorhabens/Untersuchungsraum
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3.2.1
Administrative Einordnung des UR
Staat:
Bundesrepublik Deutschland
Bundesland:
Freistaat Sachsen
Landkreis:
Landkreis Leipzig
Gemeinde:
Stadt Markranstädt
3.2.2
Schutzgebiete
Das Plangebiet weist keine Schutzgebiete auf.
3.2.3
Biotope
Folgende Biotoptypen sind im Geltungsbereich vorhanden.
Tab. 1
Biotop- und Nutzungstypen im Geltungsbereich nach sächsischer Biotoptypenliste
Bio-
top-
Nr.
CIR-
BTLNK-
Schlüssel
Biotoptyp
Beschreibung
Flächengröße,
ca. (m²)
1
-
sonst. versiegelte Fläche Gebäude inkl. vorhandener Außentrep-
pen, Rampe für Ladebereich
2.337
2
-
Sonst. versiegelte Fläche Verkehrsflächen (Stellflächen, Zuwe-
gung, Anlieferwege, Abdeckung Ab-
wassergrube)
4.421
3
94 900
sonstige Grünanlage,
Freifläche
anthropogen überprägte Grünflächen,
Rasenbereiche, Gehölze intensiv ge-
nutzt/gepflegt
1.742
Innerhalb des Geltungsbereiches befindet sich im Südwesten ein höhlenreicher Einzelbaum
nach § 21 SächsNatSchG. Der Berg-Ahorn weist ein ca. 15 cm großes Astloch auf. Weitere
Höhlenbäume bzw. geschützte Biotope befinden sich nicht im Geltungsbereich.

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4
Artenschutzrechtliche Prüfung
4.1
Bestandsprognose und Relevanzprüfung
Grundlage für die Prüfung sind die in Sachsen vorkommenden Arten gemäß den Artenlisten
des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie: „regelmäßig in
Sachsen auftretende Vogelarten“ und „streng geschützte Tier- und Pflanzenarten (außer Vö-
gel)“. Weiterführende Informationen wie Schutzstatus nach BNatSchG, Kategorie der Roten
Liste Sachsen und des Erhaltungszustandes in Sachsen kann den Tabellen der Anlagen 1
und 2 entnommen werden.
Aufgeführt werden Arten anhand der Nachweise im Messtischblatt-Quadrant 4639 Südwest
ab 2014 im Sinne einer worst-case-Betrachtung (iDA - Umwelt Sachsen). Aufgrund der unzu-
reichenden Datenlage wird auf die Auswertung der MultiBase-Abfrage für den Untersuchungs-
raum verzichtet.
Im Rahmen einer Potenzialabschätzung wurde der UR im März 2020 begangen und Potenzi-
ale für die Artengruppen Brutvögel, Fledermäuse und Amphibien sowie die Zauneidechse er-
mittelt.
Abschichtungsschritte
Prüfung, ob Hauptreproduktionsstätten der potenziell vorkommenden Arten den Habitat-
komplexen im UR entsprechen (Grobfilter)
Habitatpotenzialanalyse – Prüfung ob arttypische Lebensraumansprüche im UR erfüllt
werden (Feinfilter)
Prüfung, ob Habitate bzw. potenzielle Vorkommen im Wirkraum des Vorhabens vorhan-
den sind. Bei Vögeln werden die Fluchtdistanzen der Arten herangezogen [8][9]. Bei
fehlenden Angaben zu Fluchtdistanzen muss von einer Betroffenheit ausgegangen
werden (Einzelartenprüfung).
4.1.1
Pflanzen
Für die in Sachsen vorkommenden Anhang-IV-Arten
Asplenium adulterinum
(Braungrüner
Strichfarn),
Botrychium matricariifolium
(Ästige Mondraute),
Coleanthus subtilis
(Scheiden-
blütgras),
Cypripedium calceolus
(Gelber Frauenschuh),
Gentianella lutescens
(Karpaten-
Fransenenzian),
Lindernia procumbens
(Liegendes Büchsenkraut),
Luronium natans

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Artenschutzrechtliche Prüfung
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(Schwimmendes Froschkraut),
Trichomanes speciosum
(Prächtiger Dünnfarn) ist ein Vor-
kommen im Baubereich ausgeschlossen. Es liegen keine Funde oder Hinweise auf Vorkom-
men der streng geschützten Arten vor.
4.1.2
Tiere
4.1.2.1 Herpetofauna
Reptilien
Im MTBQ 4639 SW wurden folgende Reptilien erfasst:
Zauneidechse (
Lacerta agilis
)
Der überwiegende Teil des UR bietet aufgrund der vollständigen Versieglung und des dichten
Bewuchses keine geeigneten Habitate für Zauneidechsen. Geeignete Strukturen bilden die
Bahnlinie inkl. Schotterbett im Norden, die als eine der Hauptverbreitungsstrukturen für Zau-
neidechsen gilt. Vom Norden ausgehend ist eine Ausbreitung entlang geeigneter Randstruk-
turen möglich. Der zum Geltungsbereich gehörende östliche Bahndamm ist etwas lichter be-
wachsen, in der Ausprägung jedoch relativ schmal und bildet daher ein nur bedingt geeignetes
Habitat.
Es ist davon auszugehen, dass Zauneidechsen von Nord nach Süd das Gebiet durchstreifen,
es aufgrund der weniger optimalen Bedingungen in großen Teilen wieder verlassen.
Es ist mit potenziellen Einzelvorkommen von Individuen zu rechnen.
Amphibien
Im MTBQ 4639 SW wurden folgende Amphibienarten erfasst:
Knoblauchkröte (
Pelobates fuscus
); Wechselkröte (
Bufotes viridis
)
Im UR befinden sich nördlich des Geltungsbereichs zwei Regenrückhaltebecken. Die Ausstat-
tung der Becken ist aufgrund der relativ schlechten Wasserqualität (viel Müll im und am Ge-
wässer), keine Unterwasserpflanzen und nur wenige Quadratmeter große Schilfbereiche als
schlecht zu bewerten. Des Weiteren weisen die steil ansteigenden Uferbereiche einen dichten
Brombeerbewuchs auf.
Dennoch kann die Eignung als potenzieller Lebensraum und Laichgewässer für Amphibien
nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Ein Vorkommen von Amphiben im Untersuchungs-
raum ist somit nicht auszuschließen.

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4.1.2.2 Säugetiere
Folgende Arten wurden im MTBQ 4639 SW erfasst:
Fledermäuse
Abendsegler (
Nyctalus noctula
), Breitflügelfledermaus (
Eptesicus serotinus
), Graues Langohr
(
Plecotus austriacus
) Kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus), Mopsfledermaus (
Barbas-
tella barbastellus
), Rauhautfledermaus (
Pipistrellus nathusii
)
Im Bereich der Laderampe des Marktes befindet sich an der westlichen Gebäudeseite ein
Traufkasten, welcher an der Stirnseite eine Einflugmöglichkeit besitzt. Des Weiteren befinden
sich an der gegenüberliegenden Außenmauer des Nachbargebäudes einige Schlitze, Spalten
und Löcher.
Der sich an der Leipziger Straße befindliche Höhlenbaum weist aufgrund der Lage im stö-
rungsintensiven Raum eine geringe Habitateignung auf. Eine Nutzung als Tages- oder Wo-
chenquartier kann jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Weitere Baumhöhlen konn-
ten nicht festgestellt werden. Aufgrund des dichten Brombeerbewuchses waren allerdings
nicht alle Bäume von allen Seiten vollständig einsehbar. Es kann somit nicht ausgeschlossen
werden, das mögliche Baumhöhlen übersehen wurden.
Ob sich hinter den festgestellten Spalten und Öffnungen geeignete Hohlräume befinden
konnte nicht festgestellt werden, zum derzeitigen Zeitpunkt ist somit von einem potenziellen
Vorkommen der aufgeführten Fledermausarten im UR auszugehen.
4.1.2.3 Vögel
Im MTBQ 4639 SW erfasste Vogelarten:
Amsel (
Turdus merula
), Bachstelze (
Motacilla alba
), Baumfalke (
Falco subbuteo
), Blaumeise
(
Parus caeruleus
), Bluthänfling (
Carduelus cannabina
), Buchfink (
Fringilla coelebs
), Bunt-
specht (
Dendrocopos major
), Dorngrasmücke (
Sylvia communis
), Eichelhäher (
Garrulus
glandarius
), Elster (
Pica pica
), Fasan (
Phasianus colchicus
), Feldschwirl (
Locustella naevia
),
Feldsperling (
Passer montanus
), Fitis (
Phylloscopus trochilus
), Gartengrasmücke (
Sylvia bo-
rin
), Gartenrotschwanz (
Phoenicurus phoenicurus
), Gelbspötter (
Hippolais icterina
), Girlitz
(
Serinus serinus
), Graureiher (
Ardea cinerea
), Grauschnäpper (
Muscicapa striata
), Grau-
specht (
Picus canus
), Grünfink (
Carduelis chloris
), Grünspecht (
Picus viridis
), Hausrotschwanz
(
Phoenicurus ochruros
), Haussperling (
Passer domesticus
), Heckenbraunelle (
Prunella mo-
dularis
), Kernbeißer (
Coccothraustes coccothraustes
), Klappergrasmücke (
Sylvia curruca
),
Kleiber (
Sitta europaea
), Kohlmeise (
Parus major
), Kormoran (
Phalacrocorax carbo
), Kuckuck
(
Cuculus canorus
), Mäusebussard (
Buteo buteo
), Mehlschwalbe (
Delichon urbica
), Mönchs-
grasmücke (
Sylvia atricapilla
), Nachtigall (
Luscinia megarhynchos
), Neuntöter (
Lanius

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collurio
), Pirol (
Oriolus oriolus
), Ringeltaube (
Columba palumbus
), Rotkehlchen (
Erithacus ru-
becula
), Rotmilan (
Milvus milvus
), Schwanzmeise (
Aegithalos caudatus
), Schwarzkehlchen
(
Saxicola torquata
), Singdrossel (
Turdus philomelos
), Sommergoldhähnchen (
Regulus igni-
capillus
), Star (
Sturnus vulgaris
), Stieglitz (
Carduelis carduelis
), Straßentaube (
Columba livia
f. domestica
), Sumpfrohrsänger (
Acrocephalus palustris
), Teichrohrsänger (
Acrocephalus sci-
rpaceus
), Türkentaube (
Streptopelia decaocto
), Wiesenschaftstelze (Schafstelze) (
Motacilla
flava
), Zaunkönig (
Troglodytes troglodytes
), Zilpzalp (
Phylloscopus collybita
)
Prüfungsrelevante Arten
Folgende Arten gelten als Arten mit hervorgehobener artenschutzrechtlicher Bedeutung in
Sachsen:
Bodenbrüter
Schwarzkehlchen, Schafstelze
Das Schwarzkehlchen besiedelt offene bis halboffene Lebensräume mit niedriger und nicht zu
dichter Vegetation. Der UR ist aufgrund seines dichten Brombeerbewuchses und den fehlen-
den Brach- und Ruderalflächen nicht geeignet.
Auch die Schafstelze bevorzugt offenere und vegetationsärmere Lebensräume. Vorzugweise
extensive Weiden oder Agrarkulturen.
Diese Bereiche sind angrenzend an den UR im Norden und Nordosten zu finden.
Als typische Bodenbrüter in der Krautschicht und dichten Gehölzbeständen konnten Rotkehl-
chen, Nachtigall, Zaunkönig und Zilpzalp im UR beobachtet werden.
Diese Arten werden bei der weiteren Betrachtung herangezogen.
Freibrüter (Sträucher/Hecken)
Gelbspötter, Neuntöter
Die sich im UR befindlichen Sträucher bilden geeignete Habitatstrukturen für den Gelbspötter
sowie für den Neuntöter. Der Neuntöter benötigt halboffene und offene Landschaften, wie sie
sich östlich der Siemensstraße befinden. Diese Strukturen werden hauptsächlich als Lebens-
raum genutzt. Eine Nutzung des dichten Brombeergürtels im UR als Bruthabitat kann nicht
ausgeschlossen werden.
Ein Vorkommen des Gelbspötters und des Neuntöters ist potenziell möglich. Folgende häufige
Brutvogelarten konnten im UR beobachtet werden: Amsel, Bluthänfling, Dorngrasmücke, Fitis,
Girlitz, Grünfink, Klappergrasmücke, Mönchgrasmücke.

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Entlang der westlichen Grundstücksgrenze konnte in einem Efeubestand ein altes Amselnest
vorgefunden werden.
Freibrüter (Bäume)
Baumfalke, Kormoran, Gelbspötter
Die Lage im Siedlungsbereich mit angrenzender Bahnlinie und Straßen schließt den UR als
Bruthabitat für den Baumfalken aus. Dieser nutzt ältere Holzbestände am Rand von offenen
bis halboffenen, gewässereichen Landschaften.
Aufgrund der Lage und der geringen Größe der Gewässer sowie der Ausstattung ist eine Nut-
zung des UR durch den Kormoran auszuschließen. Der Kormoran bevorzugt großräumigere
Fluss- und Seenlandschaften.
Da der Gelbspötter sowohl höhere Sträucher als auch Laubbäume als Niststandorte nutzt, wird
er für die weitere Betrachtung der Betroffenheitsbewertung herangezogen.
Höhlenbrüter (Bäume)
Gartenrotschwanz, Grauspecht, Grünspecht
Der im Rahmen der Vor-Ort-Begehung festgestellte Höhlenbaum im Südwesten mit seiner ca.
10 bis 15 cm großen Baumhöhle besitzt aufgrund seiner Ausprägung Potenzial für Vogelarten.
Aufgrund seiner Lage an der Straße und dem hohen Aufkommen von KFZ- und Personenver-
kehr ist jedoch von einer geringen Eignung auszugehen.
Die Bäume im nördlichen Untersuchungsraum konnten aufgrund des dichten Bewuchses nicht
vollständig eingesehen werden. Eine Anwesenheit weiterer Baumhöhlen kann somit nicht voll-
ständig ausgeschlossen werden.
Die vorhandenen nördlichen Gehölzstrukturen bieten eine gute Habitatausstattung für den
Gartenrotschwanz, wodurch ein Vorkommen potenziell möglich ist.
Eine Eignung des UR für Grünspecht und Grauspecht wird ausgeschlossen. Der Grauspecht
bevorzugt geschlossene Wälder mit hohem Totholzanteil. Der Grünspecht bevorzugt lichte
Wälder oder Streuobstwiesen. Als typische Nahrungsquelle frisst er bspw. Ameisen am Bo-
den. Beide Habitatansprüche werden im UR nicht erfüllt.
Im UR konnte der Buntspecht beobachtet werden, der den UR hauptsächlich als Nahrungsha-
bitat nutzt. Eine Nutzung als Bruthabitat kann dennoch nicht vollständig ausgeschlossen wer-
den.
Als typische Höhlenbrüter konnten außerdem Blaumeise, Kohlmeise und Star im UR beobach-
tet werden.

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Horstbrüter
Graureiher, Mäusebussard, Rotmilan
Die Lage im Siedlungsbereich sowie die vorhandene Habitatausstattung schließt ein Vorkom-
men von Horstbrütern im UR aus. Es konnten keine Horste im UR festgestellt werden.
Gebäudebrüter
Mehlschwalbe, (Hausrotschwanz, Hausperling)
Aufgrund der Ausprägung des Bestandsgebäudes ist eine Nutzung durch die Mehlschwalbe
auszuschließen. Es konnten auch keine Spuren festgestellt werden, die auf eine frühere Nut-
zung hinwiesen.
Für die oben aufgeführten Arten mit hervorgehobener artenschutzrechtlicher Bedeutung ist
das Gebäude nicht geeignet (Mehlschwalbe). Eine Nutzung durch andere Gebäudebrüter
kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, da ein Einflug am Traufkasten an der Westseite
des Gebäudes möglich ist. Aus diesem Grund werden der Hausrotschwanz und der Hausper-
ling für eine Bewertung der Betroffenheit herangezogen.
Gewässerbrüter (Still- und Fließgewässer)
Das Potenzial für Bruten von Wasservogelarten (Enten und Taucher) im UR wird aufgrund der
Gewässerausprägung mit den kleinflächigen Röhrichtbeständen, des steilen Uferbereichs und
dem umliegenden dichten Bewuchs als gering eingeschätzt. Beobachtungen konnten zum
Zeitpunkt der Begehung nicht gemacht werden.
Aufgrund der Nähe zum Kulkwitzer See kann eine temporäre Anwesenheit von Wasservogel-
arten im Jahresverlauf nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Brutschmarotzer
Kuckuck
Die Habitatansprüche des Kuckucks werden entsprechend seiner Wirtsvögel im UR erfüllt.

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4.2
Prognose und Bewertung von Schädigungen und
Störungen
Unterschieden werden kann in:
Baubedingte Beeinträchtigungen
Bei den baubedingten Auswirkungen handelt es sich hauptsächlich um zeitlich begrenzte
Handlungen, die mit dem laufenden Baubetrieb und der Baustelleneinrichtung (BE) in Zusam-
menhang stehen. Die Auswirkungen sind weitestgehend auf die Bauphase beschränkt. Dies
betrifft sowohl die Bautätigkeiten selbst als auch die Flächen der Baustelleneinrichtung und
den zu erwartenden Schwerlastverkehr an Zubringerwegen.
Folgende Arbeiten können zu einer unmittelbaren Schädigung oder Tötung von Individuen
führen (Verbotstatbestand § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG):
-
Abriss des alten Einzelhandelmarktes
-
Anschluss des neuen Einzelhandelsmarktes an westliche Gebäudewand
-
Flächeninanspruchnahme durch Parkplatzerweiterung im Osten
Baubedingte Beeinträchtigungen, welche mit Störwirkungen von streng geschützten Tierarten
und europäischen Vogelarten einhergehen (Verbotstatbestand § 44 Abs. 1 Nr. 2 BNatSchG)
und zur Lebensraumentwertung durch Vergrämung oder Zerstörung von Lebensstätten (Ver-
botstatbestand § 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG) führen können, sind:
-
Abriss des alten Einzelhandelmarktes
-
Anschluss des neuen Einzelhandelsmarktes an westliche Gebäudewand
-
Neubau des Einzelhandelmarktes
-
Flächeninanspruchnahme durch Parkplatzerweiterung im Osten
Anlagebedingte Beeinträchtigungen
Anlagebedingte Beeinträchtigungen sind die zeitlich unbegrenzten und in das örtliche Wirkge-
füge eingreifenden Veränderungen, welche durch ein Bauwerk verursacht werden. Hierzu ge-
hören Versiegelungen und Überprägungen durch Nutzungsänderungen, Geländenivellierun-
gen, die zur allgemeinen Lebensraumentwertung führen können. Auch Anlagen mit zerschnei-
denden Wirkungen für Wanderkorridore oder aber der Verlust von Leitstrukturen können zu
dauerhaften Störungen streng geschützter Arten führen.
Folgende Arbeiten führen zu einer dauerhaften Flächeninanspruchnahme durch Versiegelung:
-
Abriss des alten Einzelhandelmarktes
-
Anschluss des neuen Einzelhandelsmarktes an westliche Gebäudewand
-
Flächeninanspruchnahme durch Parkplatzerweiterung im Osten

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Betriebsbedingte Beeinträchtigungen
Betriebsbedingte Beeinträchtigungen können durch die Nutzung und Unterhaltung der Bau-
werke entstehen. Hierbei sind vor allem Lärmbelastungen relevant.
Von einer betriebsbedingten Beeinträchtigung kann für das Vorhabengebiet nicht ausgegan-
gen werden. Mit der Wiedernutzung als Einzelhandelsmarkt wird von einer ähnlichen Stö-
rungsintensität im menschlichen Siedlungsraum wie vor Umsetzung des Vorhabens ausge-
gangen und wird daher als nicht erheblich gewertet. Die vorkommenden Arten sind an ein
Leben im Siedlungsbereich angepasst und im gewissen Maße störungstolerant.
Tab. 2
Räumliche und zeitliche Abgrenzung der relevanten Wirkfaktoren
Verbotstatbestand
Art der Verwirklichung (pot.) Pot. betroffene Artengrup-
pen und Arten
§ 44 (1) i.V.m. § 44 (5) BNatSchG
(1) Nr. 1 wild lebenden Tieren der besonders
geschützten Arten nachzustellen, sie zu fan-
gen, zu verletzen o. zu töten o. ihre Entwick-
lungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu
beschädigen o. zu zerstören.
(5) Nr. 1 das Tötungs- und Verletzungsverbot
nach Absatz 1 Nummer 1 liegt nicht vor, wenn
die Beeinträchtigung durch den Eingriff oder
das Vorhaben das Tötungs- und Verletzungsri-
siko für Exemplare der betroffenen Arten nicht
signifikant erhöht und diese Beeinträchtigung
bei Anwendung der gebotenen, fachlich aner-
kannten Schutzmaßnahmen nicht vermieden
werden kann,
Baubedingte Tötung oder
Verletzung von anwesen-
den Tieren in Nestern oder
Quartieren. Maßgebliches
Stören von versorgenden
Elterntieren während der
Jungenaufzucht.
Säugetiere
in Ihren Quar-
tieren (Fledermäuse).
Gelege und Jungtiere von
Vögeln
(Gebäudebrüter).
Amphibien
während der
Wanderzeiten.
Reptilien
in
ihren Lebensräumen.
(1) Nr. 2: wild lebende Tiere der streng ge-
schützten Arten und der europäischen Vogelar-
ten während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-,
Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungs-
zeiten erheblich zu stören, eine erhebliche Stö-
rung liegt vor, wenn sich durch die Störung der
Erhaltungszustand der lokalen Population einer
Art verschlechtert,
Baubedingte Störung von
Tieren in ihren Quartieren.
Nachhaltige Störung durch
Vergrämen mit Auswirkun-
gen auf die lokalen Popula-
tionen.
Säugetiere während der
Wanderung in ihre Nah-
rungshabitate und Migrati-
onskorridore (
Fleder-
maus
).
Von den Elterntieren ab-
hängige Gelege und Jung-
tiere von
Vögeln
.
(1) Nr. 3: Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der
wild lebenden Tiere der besonders geschütz-
ten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu be-
schädigen o. zu zerstören
(5) Nr. 3: das Verbot nach Absatz 1 Nummer 3
liegt nicht vor, wenn die ökologische Funktion
der von dem Eingriff oder Vorhaben betroffe-
nen Fortpflanzungs- und Ruhestätten im räum-
lichen Zusammenhang weiterhin erfüllt wird.
Inanspruchnahme von Fort-
pflanzungs- und Ruhestät-
ten. Lebensraumentwertung
durch Verlust des Besied-
lungspotenzials.
Säugetiere:
Quartiere von
Fledermäusen.
Vögel:
Brutstätten gebäu-
debewohnender Vögel
Reptilien
: Habitatstruktu-
ren von Zauneidechsen

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4.2.1
Herpetofauna
Reptilien
Zauneidechse
baubedingte Beeinträchtigungen:
Ein erhöhtes Habitatpotenzial besitzen die Randstrukturen im Norden entlang des Weges bis
hin zur Bahnlinie. Ein Eingriff in diese Bereiche findet nicht statt, so dass eine Betroffenheit
von Individuen und Lebensräumen in diesen Bereichen ausgeschlossen werden kann.
Ein direkter Eingriff findet in den Böschungsbereich im östlichen Geltungsbereich im Zuge der
Parkplatzerweiterung statt. Die Eignung dieses Bereichs als dauerhafter Lebensraum (Som-
mer- und Winterlebensraum) wird aufgrund der schmalen Ausprägung und dem Gehölzbe-
wuchs als gering bis ungeeignet eingeschätzt, so dass maximal von einer Anwesenheit ein-
zelner, das Gebiet durchstreifender Individuen ausgegangen werden kann. Für diese kann im
Falle einer Anwesenheit ein Verletzungs- und Tötungsrisiko nicht vollständig ausgeschlossen
werden.
anlagenbedingte Beeinträchtigungen:
Es sind keine anlagenbedingten Beeinträchtigungen für die Art zu erwarten, da die Eignung
der überprägten Bereiche als gering bis ungeeignet bewertet wird.
betriebsbedingte Beeinträchtigungen:
Es sind keine betriebsbedingten Beeinträchtigungen für die Art zu erwarten.
Amphibien
Erdkröte, Knoblauchkröte, Teichfrosch, Wechselkröte
baubedingte Beeinträchtigungen:
Ein direkter Eingriff in die Gewässer und deren Uferbereiche finden nicht statt. Es kann jedoch
nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass es im Jahresverlauf zu Wanderbewegungen
von Amphibien kommt. Hauptwanderbewegungen finden zwischen den Laichgewässern und
den angrenzenden Gehölzstrukturen statt. Eine Wanderbewegung in Richtung südlich gele-
genes Baufeld ist als unwahrscheinlich einzustufen, da dieses keine geeigneten Strukturen als
Landlebensraum bietet, kann aber nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Sollten Tiere in Richtung Baufeld wandern kann von einem signifikant erhöhten Tötungsrisiko
durch Verschüttung oder Überfahren ausgegangen werden.
anlagebedingte Beeinträchtigungen:
Es sind keine anlagebedingten Beeinträchtigungen für die Arten zu erwarten.

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betriebsbedingte Beeinträchtigungen:
Es sind keine betriebsbedingten Beeinträchtigungen für die Arten zu erwarten.
4.2.2
Säugetiere
Fledermäuse
Abendsegler, Breitflügelfledermaus, Graues Langohr, Kleine Bartfledermaus, Mopsfleder-
maus, Rauhautfledermaus
baubedingte Beeinträchtigungen:
Durch den Abriss des Markts sowie dem Anschluss des Neubaus an die westliche Außen-
mauer muss bei Besatz von einer Gefahr der Tötung für gebäudebewohnende Fledermausar-
ten verbunden mit dem Zugriff auf Quartiere gerechnet werden.
Für den höhlenreichen Einzelbaum im Südwesten ist eine Nutzung als Tages- bzw. Wochen-
quartier möglich. Ein Eingriff in diesen und weitere für Fledermäuse nutzbare Bäume ist nicht
vorgesehen. Aufgrund der Lage im Siedlungsbereich und an der Straße wird aufgrund der
bereits bestehenden hohen Frequentierung durch Kunden- und Lieferverkehr davon ausge-
gangen, dass die Umsetzung der Baumaßnahme keine signifikant höhere Beeinträchtigung
durch akustische Reize darstellt.
Generell ist von einer Nutzung des UR als Jagdhabitat, durch alle genannten Fledermausar-
ten, möglich. Arbeiten in den Abendstunden bzw. eine Ausleuchtung würde zu einer Zer-
schneidung der Wanderroute in die Nahrungshabitate bzw. zu einer Störung der Tiere bei ihren
Jagdaktivitäten führen.
Nach Beendigung der Baumaßnahme steht der UR wieder uneingeschränkt als Nahrungs-
raum zur Verfügung.
anlagebedingte Beeinträchtigungen:
Durch den Abriss und den Gebäudeanschluss an das benachbarte Gebäude stehen potenzi-
elle Quartiere wie der Traufenkasten sowie Löcher und Spalten in der Außenmauer nicht mehr
zur Verfügung.
betriebsbedingte Beeinträchtigungen:
Es sind keine betriebsbedingten Beeinträchtigungen für die Arten zu erwarten.

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4.2.3
Vögel
Bodenbrüter
Rotkehlchen, Nachtigall, Zaunkönig, Zilpzalp
baubedingte Beeinträchtigungen:
Es findet kein direkter Eingriff in die geeigneten Strukturen im nördlichen Untersuchungsraum
statt.
Aufgrund der Lage im Siedlungsraum zwischen Bahnlinie und B87 sowie der angrenzenden
Gewerbebetriebe ist bereits von einer hohen Störintensität auszugehen und eine Anpassung
der vorkommenden Arten an diese zu erwarten.
Die geeigneten Bereiche sind durch einen dichten Brombeergürtel umgeben, wodurch sie von
den Störreizen der Bauausführung weitestgehend abgeschirmt sind.
Eine signifikante Störung durch akustische und optische Reize wird durch die Bauausführung
nicht erwartet, kann aber nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Nach Durchführung der Baumaßnahme steht der UR wieder vollständig zur Verfügung.
anlagebedingte Beeinträchtigungen:
Es sind keine anlagenbedingten Beeinträchtigungen für die Arten zu erwarten.
betriebsbedingte Beeinträchtigungen:
Es sind keine betriebsbedingten Beeinträchtigungen für die Arten zu erwarten.
Freibrüter (Sträucher/Hecken)
Gelbspötter, Neuntöter
baubedingte Beeinträchtigungen:
Es findet kein direkter Eingriff in die geeigneten Strukturen im nördlichen Untersuchungsraum
statt.
Aufgrund der Lage im Siedlungsraum zwischen Bahnlinie und B87 sowie der angrenzenden
Gewerbebetriebe ist bereits von einer hohen Störintensität auszugehen und eine Anpassung
der vorkommenden Arten an diese zu erwarten.
Die geeigneten Bereiche sind durch einen dichten Brombeergürtel umgeben, wodurch sie von
den Störreizen der Bauausführung weitestgehend abgeschirmt sind.
Eine signifikante Störung durch akustische und optische Reize wird durch die Bauausführung
nicht erwartet, kann aber nicht vollständig ausgeschlossen werden.

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Nach Durchführung der Baumaßnahme steht der UR wieder vollständig zur Verfügung.
Es sind keine baubedingten Beeinträchtigungen für die Arten zu erwarten.
anlagebedingte Beeinträchtigungen:
Es sind keine anlagenbedingten Beeinträchtigungen für die Arten zu erwarten.
betriebsbedingte Beeinträchtigungen:
Es sind keine betriebsbedingten Beeinträchtigungen für die Arten zu erwarten.
Freibrüter (Bäume)
Gelbspötter
baubedingte Beeinträchtigungen:
Bei der Umgestaltung des Parkplatzes werden lediglich jüngere Bäume entfernt für die eine
Eignung als Brutplatz ausgeschlossen wird.
Es findet kein direkter Eingriff in die geeigneten Strukturen im nördlichen Untersuchungsraum
statt.
Aufgrund der Lage im Siedlungsraum zwischen Bahnlinie und B87 sowie der angrenzenden
Gewerbebetriebe ist bereits von einer hohen Störintensität auszugehen und eine Anpassung
der vorkommenden Arten an diese zu erwarten.
Die geeigneten Bereiche sind durch einen dichten Brombeergürtel umgeben, wodurch sie von
den Störreizen der Bauausführung weitestgehend abgeschirmt sind.
Eine signifikante Störung durch akustische und optische Reize wird durch die Bauausführung
nicht erwartet, kann aber nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Nach Durchführung der Baumaßnahme steht der UR wieder vollständig zur Verfügung.
Es sind keine baubedingten Beeinträchtigungen für die Arten zu erwarten.
anlagebedingte Beeinträchtigungen:
Es sind keine anlagebedingten Beeinträchtigungen für die Arten zu erwarten.
betriebsbedingte Beeinträchtigungen:
Es sind keine betriebsbedingten Beeinträchtigungen für die Arten zu erwarten.

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Höhlenbrüter (Bäume)
Gartenrotschwanz
baubedingte Beeinträchtigungen:
Ein Eingriff in höhlenreiche Einzelbäumen findet nicht statt.
Aufgrund der Lage im Siedlungsraum zwischen Bahnlinie und B87 sowie der angrenzenden
Gewerbebetriebe ist bereits von einer hohen Störintensität auszugehen und eine Anpassung
der vorkommenden Arten an diese zu erwarten.
Eine signifikante Störung durch akustische und optische Reize wird durch die Bauausführung
nicht erwartet, kann aber nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Nach Durchführung der Baumaßnahme steht der UR wieder vollständig zur Verfügung.
Es sind keine baubedingten Beeinträchtigungen für die Arten zu erwarten.
anlagebedingte Beeinträchtigungen:
Es sind keine anlagebedingten Beeinträchtigungen für die Arten zu erwarten.
betriebsbedingte Beeinträchtigungen:
Es sind keine betriebsbedingten Beeinträchtigungen für die Arten zu erwarten.
Gebäudebrüter
Haussperling, Hausrotschwanz
baubedingte Beeinträchtigungen:
Durch den Abriss des Marktes wird in den vorhandenen Traufkasten eingegriffen.
Bei einem Abriss des Gebäudes während der Brutzeit muss bei einem Besatz von einer Gefahr
der Tötung verbunden mit dem Zugriff auf Lebensstätten gerechnet werden.
anlagebedingte Beeinträchtigungen:
Durch den Abriss des Marktes steht der Traufkasten nicht mehr als potenzielle Brutstätte zur
Verfügung.
betriebsbedingte Beeinträchtigungen:
Es sind keine betriebsbedingten Beeinträchtigungen für die Arten zu erwarten.

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Gewässerbrüter (Still- und Fließgewässer)
Es ist im Jahresverlauf nur von einer temporären Anwesenheit von Wasservogelarten zurech-
nen. Der Kulkwitzer See bietet in unmittelbarer Nähe ausreichende Ausweichräume.
baubedingte Beeinträchtigungen:
Es sind keine baubedingten Beeinträchtigungen für die Arten zu erwarten.
anlagebedingte Beeinträchtigungen:
Es sind keine anlagebedingten Beeinträchtigungen für die Arten zu erwarten.
betriebsbedingte Beeinträchtigungen:
Es sind keine betriebsbedingten Beeinträchtigungen für die Arten zu erwarten.
Brutschmarotzer
Kuckuck
In Abhängigkeit seiner Wirtsvögel gelten für den Kuckuck die Ausführungen der Gehölz- und
Bodenbrüter.
Häufige Brutvogelarten
Die in Anlage 1 grün hervorgehobenen, häufigen Vogelarten mit einem günstigen Erhaltungs-
zustand werden überschlägig hinsichtlich der artenschutzrechtlichen Bestimmungen geprüft.
Sie sind von den Einzelartenprüfungen ausgenommen. Es wird von einem Mitnahmeeffekt
durch Vermeidungsmaßnahmen für prüfungsrelevante Arten ausgegangen. Die für wertge-
bende Arten entwickelten Maßnahmen werden auf ihre Wirksamkeit für die sogenannten Al-
lerweltsarten hin abschließend geprüft. Im Bedarfsfall werden diese um Maßnahmen für
ubiquitäre Arten ergänzt.
Dazu gehören:
Amsel, Blaumeise, Bluthänfling, Buchfink, Buntspecht, Dorngrasmücke, Fitis, Gartengrasmü-
cke, Girlitz, Grünfink, Hausrotschwanz, Haussperling, Klappergrasmücke, Kohlmeise,
Mönchsgrasmücke, Nachtigall, Ringeltaube, Rotkehlchen, Singdrossel, Star, Stieglitz, Zaun-
könig, Zilpzalp

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4.3
Maßnahmenplanung
Im Artenschutz wird prinzipiell unterschieden zwischen artspezifischen Vermeidungsmaßnah-
men (V
AS
X), Maßnahmen zum Erhalt der kontinuierlichen ökologischen Funktion (A
CEF
X) und
artspezifischen Erhaltungsmaßnahmen (A
FCS
X). CEF-Maßnahmen sind flächenbezogen und
werden noch vor dem Eingriff realisiert, damit die Funktionalität des Lebensraumes zum Zeit-
punkt des Eingriffs gewährleistet bleibt.
Kann das Eintreten von Zugriffs- oder Störungsverboten trotz Vermeidungs- und/oder CEF-
Maßnahmen nicht verhindert werden, ist die Zulassung einer Ausnahme erforderlich und es
sind artspezifische Erhaltungsmaßnahmen vorzusehen. Diese FCS-Maßnahmen verfolgen
das Ziel, die Populationen der betroffenen Art in einem günstigen Erhaltungszustand zu be-
wahren. Sie sind damit Bestandteil der Ausnahmenvoraussetzungen, durch sie kann der Ver-
botstatbestand überwunden werden.
Folgende Maßnahmen sollen das Eintreten der Verbotstatbestände nach § 44 BNatSchG ver-
hindern:
4.3.1
Maßnahmen Herpetofauna
Amphibien
Errichtung eines Schutzzaunes entlang der nördlichen und östlichen Grenze des Gel-
tungsbereichs um potenzielle Wanderbewegungen in Richtung Baufeld zu unterbinden.
Der Zaun ist vor Beginn der Aktivitätszeit im März zu errichten.
Zauneidechse
Errichtung eines Schutzzaunes entlang der nördlichen und östlichen Grenze des Gel-
tungsbereichs um ein potenzielles Eindringen in das Baufeld zu unterbinden. Der Zaun ist
vor Beginn der Aktivitätszeit im März zu errichten.
regelmäßige Pflege des östlichen Böschungsbereiches (Mahd). Die geringe Eignung des
Bereichs soll durch eine regelmäßige Mahd weiter erhalten bleiben. Dadurch wird vermie-
den, dass das Gebiet durchstreifende Zauneidechsen sich in diesem Bereich aufhalten.
Kontrolle des Baufeldes auf durchstreifende Zauneidechsen durch die ökologische
Baubegleitung. Bei Vorkommen werden die Individuen in sichere Bereiche außerhalb des
Baufeldes und des Schutzzauns verbracht.

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4.3.2
Maßnahmen Säugetiere
Fledermäuse
Kontrolle von Spalten und Löchern des Gebäudes und der Außenmauer vor Abriss auf
den Besatz von Fledermäusen und deren Spuren. Bei Feststellung einer Nutzung werden
geeignete Maßnahmen mit der UNB abgestimmt.
Integration von dauerhaften Fledermausquartieren in die Gebäudefassade des Neubaus
im Falle von Funden (Art und Umfang wird im Rahmen der öBB erfasst)
Mit dem ausschließlichen Betreiben einer Tagesbaustelle (7:00 bis 18:00 Uhr) wird die
Störung von jagenden Fledermäusen ausgeschlossen
4.3.3
Maßnahmen Vögel
Zum Ausschluss der individuenbezogenen Betroffenheit von Brutvögeln, als auch zum
Ausschluss der Störung und ggf. indirekten Tötung ist der Zeitpunkt des Abrisses sowie
der Beginn der Arbeiten außerhalb der Brutzeit festzulegen. Dadurch wird eine Störung
innerhalb der Fortpflanzungs- und Mauserzeiten ausgeschlossen. Bei andauernden
Arbeiten in die Brutzeit hinein ist eine Vergrämungswirkung bzw. sind Anpassungseffekte
zu erwarten. Die angrenzenden Bereiche im Nordosten sowie der Kulkwitzer See im
Osten bieten störungsfreie Ausweichräume, für Brutvögel. Der räumlich funktionelle
Zusammenhang bleibt erhalten und der UR steht nach Durchführung der Maßnahme
wieder vollständig zur Verfügung.
Kontrolle der Baubereiche und des UR vor Baubeginn, während der Bauzeit und
besonders innerhalb der Brutzeit, auf Individuen und Brutaktivitäten der Avifauna, durch
eine ökologische Baubegleitung.
Kontrolle des Traufkastens vor Abriss auf den Besatz durch Brutvögel. Bei Feststellung
einer Nutzung werden geeignete Maßnahmen mit der UNB abgestimmt.
Integration von dauerhaften Brutmöglichkeiten in die Gebäudefassade des Neubaus im
Falle von Funden (Art und Umfang wird im Rahmen der öBB erfasst)

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4.3.4
Konflikt- und Maßnahmenplanung
Einzelartenbezogene Betroffenheiten werden in den Einzelartentabellen behandelt. In den fol-
genden Kästen werden den Konflikten die vermeidenden Maßnahmen zugeordnet:
Tab. 3
Konflikt- und Maßnahmenübersicht
K-1 Tötungsrisiko Amphibien
Potenzielle Wanderbewegung ins Baufeld und ein dadurch verbundenes signifikant erhöhtes Tötungs-
risiko während der Hauptwanderzeiten.
V-1 ökologische Baubegleitung – Kontrolle Baufeld
Kontrolle der Baubereiche und des UR vor Baubeginn und permanent während der Bauzeit auf Indivi-
duen der Avifauna und der Herpetofauna, durch eine ökologische Baubegleitung.
Durch die ökologische Baubegleitung sind bei Bedarf Maßnahmen zur Vermeidung der Störung und
Tötung von anwesenden Individuen in Absprache mit der UNB einzuleiten
V-2 Schutzzaun (Amphibien/Reptilien)
Errichtung eines Schutzzaunes entlang der nördlichen und östlichen Grenze des Geltungsbereiches,
um potenzielle Wanderbewegungen in Richtung Baufeld zu unterbinden. Der Zaun ist vor Beginn der
Aktivitätszeit im März zu errichten.
K-2 Tötungsrisiko Reptilien
Eindringen von Zauneidechsen in das Baufeld und ein dadurch verbundenes signifikant erhöhtes Tö-
tungsrisiko während der Aktivitätszeit.
V-1 ökologische Baubegleitung – Kontrolle Baufeld
Kontrolle der Baubereiche und des UR vor Baubeginn und permanent während der Bauzeit auf Indivi-
duen der Avifauna und der Herpetofauna, durch eine ökologische Baubegleitung.
Durch die ökologische Baubegleitung sind bei Bedarf Maßnahmen zur Vermeidung der Störung und
Tötung von anwesenden Individuen in Absprache mit der UNB einzuleiten
V-2 Schutzzaun (Amphibien/Reptilien)
Errichtung eines Schutzzaunes entlang der nördlichen und östlichen Grenze des Geltungsbereiches,
um potenzielle Wanderbewegungen in Richtung Baufeld zu unterbinden. Der Zaun ist vor Beginn der
Aktivitätszeit im März zu errichten.
K-3 Tötungsrisiko Fledermäuse
Bei Vorkommen signifikant erhöhtes Tötungsrisiko durch Abriss und Verschluss von Löchern und Spal-
ten
V-3 ökologische Baubegleitung – Kontrolle Gebäude
Kontrolle des Gebäudes, von Maueranschlüssen und Spalten vor Abriss auf den Besatz und Nutzungs-
spuren von Gebäudebrütern und Fledermäusen. Bei Feststellung einer Nutzung werden geeignete
Maßnahmen mit der UNB abgestimmt.

Bebauungsplan „REWE-Markt – An der Alten Zuckerfabrik“ – Markranstädt
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Artenschutzrechtliche Prüfung
seecon Ingenieure I 03.11.2020
Seite 31
K-4 Störungsrisiko Fledermäuse
Erhöhtes Störungsrisiko durch Arbeiten während der Aktivitätszeit (Jagdaktivität).
V-4 Bauzeitenregelung (Tagesverlauf)
Die Baustelle wird ausschließlich als Tagesbaustelle, zwischen 7:00 und 18:00 Uhr, betrieben.
K-5 Lebensstättenverlust Fledermäuse
Verlust von potenziellen Quartieren durch Abriss und Verschluss von Löchern und Spalten
V-3 ökologische Baubegleitung – Kontrolle Gebäude
Kontrolle des Gebäudes, von Maueranschlüssen und Spalten vor Abriss auf den Besatz und Nutzungs-
spuren von Gebäudebrütern und Fledermäusen. Bei Feststellung einer Nutzung werden geeignete
Maßnahmen mit der UNB abgestimmt.
FCS-1 dauerhafte Integration von Quartieren in Gebäudebestand
Integration von Fledermausquartieren in die Gebäudefassade des Neubaus zum dauerhaften Erhalt
der räumlichen Funktionalität (Art und Umfang werden im Rahmen der öBB erfasst).
K-6 Tötungsrisiko Brutvögel (Gebäudebrüter)
Bei Vorkommen signifikant erhöhtes Tötungsrisiko durch Abriss und Verschluss von Löchern und Spal-
ten
V-3 ökologische Baubegleitung – Kontrolle Gebäude
Kontrolle des Gebäudes, von Maueranschlüssen und Spalten vor Abriss auf den Besatz und Nutzungs-
spuren von Gebäudebrütern und Fledermäusen. Bei Feststellung einer Nutzung werden geeignete
Maßnahmen mit der UNB abgestimmt.
V-5 Bauzeitenregelung (Abriss)
Der Abriss ist außerhalb der Brutzeit während der Wintermonate durchzuführen.
K-7 Lebensstätten Gebäudebrüter
Verlust von potenziellen Niststätten durch Abriss und Verschluss von Löchern und Spalten
V-3 ökologische Baubegleitung – Kontrolle Gebäude
Kontrolle des Gebäudes, von Maueranschlüssen und Spalten vor Abriss auf den Besatz und Nutzungs-
spuren von Gebäudebrütern und Fledermäusen. Bei Feststellung einer Nutzung werden geeignete
Maßnahmen mit der UNB abgestimmt.
FCS-2 dauerhafte Integration von Nistkästen in Gebäudebestand
Integration von Nistkästen in die Gebäudefassade des Neubaus zum dauerhaften Erhalt der räumlichen
Funktionalität (Art und Umfang werden im Rahmen der öBB erfasst)
K-8 Störungsrisiko Brutvögel
Störung während der Fortpflanzungs- und Mauserzeit.
V-1 ökologische Baubegleitung – Kontrolle Baufeld

Bebauungsplan „REWE-Markt – An der Alten Zuckerfabrik“ – Markranstädt
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Ausnahmevoraussetzung
Seite 32
seecon Ingenieure I 03.11.2020
K-8 Störungsrisiko Brutvögel
Störung während der Fortpflanzungs- und Mauserzeit.
Kontrolle der Baubereiche und des UR vor Baubeginn und permanent während der Bauzeit auf Indivi-
duen der Avifauna und der Herpetofauna, durch eine ökologische Baubegleitung.
Durch die ökologische Baubegleitung sind bei Bedarf Maßnahmen zur Vermeidung der Störung und
Tötung von anwesenden Individuen in Absprache mit der UNB einzuleiten
V-6 Bauzeitenregelung (Jahresverlauf)
Die Bauarbeiten sind zwischen Oktober und März (außerhalb der Hauptbrutzeit) aufzunehmen. Durch
die andauernden Arbeiten in die Brutzeit hinein sind eine Vergrämungswirkung bzw. ein Anpassungs-
effekt zu erwarten. Der UR und die angrenzenden Bereiche bieten genügend störungsfreie Ausweich-
räume, um Arbeiten innerhalb der Brutzeit durchzuführen. Der räumlich funktionelle Zusammenhang
bleibt erhalten.
4.3.5
Einzelartenprüfung
Die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung der festzustellenden prüfungsrelevanten Arten er-
folgt in den Einzelartentabellen im Anhang. Potenziell vorkommende Brutvögel und Fleder-
mausarten werden in Gilden zusammengefasst behandelt.
In der Prüfung der ubiquitären Brutvogelarten sind keine zusätzlichen Maßnahmen notwendig.
Die Maßnahme V-3 und V-5 sind dazu geeignet alle Brutvogelarten vor Zugriffen während der
Brut- und Mauserzeit zu schützen.
5
Ausnahmevoraussetzung
5.1
Alternativenprüfung
Gegenstand der Ausnahme/Befreiung ist der im Rahmen einer worst-case-Betrachtung zu er-
wartende Verlust von Lebensstätten von gebäudebewohnenden Fledermäusen und Gebäu-
debrütern, durch den Abriss des alten Marktes sowie dem Verschluss von Löcher und Spalten
in der Außenmauer des Nachbargebäudes.
Als Maßnahme zum Erhalt der räumlichen Funktion kommen die Installation von Nistkästen
für Gebäudebrüter und Quartiere für Fledermäuse in Frage.
Die Bedarfsermittlung bzw. der Nachweis einer Nutzung findet unmittelbar vor Abriss durch
eine ökologische Baubegleitung statt. Ohne konkrete Nachweise der tatsächlichen Nutzungen
ist aufgrund der Vielzahl der verschiedenen Anforderungen einzelner Arten und den nicht ab-
schätzbaren Stückzahlen an Quartiershilfen ein vorzeitiger Ausgleich nicht quantifizierbar.

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Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Ausnahmevoraussetzung
seecon Ingenieure I 03.11.2020
Seite 33
Aufgrund fehlender Standortverfügbarkeiten ist eine Realisierung der CEF-Maßnahme vor Be-
ginn nicht möglich.

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Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Ausnahmevoraussetzung
Seite 34
seecon Ingenieure I 03.11.2020
5.2
Überwiegendes öffentliches Interesse
Der Bebauungsplan „REWE-Markt – An der Alten Zuckerfabrik“ betrifft wesentlich folgende
Belange:
gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse und die Sicherheit der Wohn- und
Arbeitsverhältnisse,
die Erhaltung, Erneuerung, Fortentwicklung, Anpassung und der Umbau vorhandener
Ortsteile sowie die Erhaltung und Entwicklung zentraler Versorgungsberreiche,
die Belange der Wirtschaft im Interesse einer verbrauchernahen Versorgung der
Bevölkerung
Die Planung hat als grundlegendes Ziel, eine qualitativ verbesserte wohnortsnahe Versorgung
der Bevölkerung nordöstlich der Innenstadt von Markranstädt zu sichern.
Das öffentliche Interesse des Vorhabens überwiegt dem artenschutzrechtlichen insofern, dass
die mögliche Betroffenheit im Wirkraum während der Brutzeit anwesender Brutvögel sowie
gebäudebewohnender Fledermäuse ausschließlich theoretisch angenommen wird. Eine tat-
sächliche Betroffenheit kann durch die vorgeschaltete ökologische Baubegleitung ausge-
schlossen werden. Ein weiterer, die Gewichtigkeit des Artenschutzes gegenüber dem Vorha-
ben mindernder Faktor ist, dass sich die Störung auf den Bauzeitraum beschränkt und nicht
dauerhaft beeinträchtigend wirkt.
5.3
Maßnahmen zur Stabilisierung der Population
(FCS)
Sollten während der ökologischen Baubegleitung eine Nutzung durch Gebäudebrüter bzw. ge-
bäudebewohnende Fledermausarten festgestellt werden, werden die Nist- und Ruhestätten
über Nistkästen bzw. Quartiere ersetzt werden. Vorsorglich wird eine Ausnahme bei der zu-
ständigen Naturschutzbehörde beantragt.
Eine Abschätzung des Umfangs sowie Festlegung von Art und Anzahl der Kästen und Quar-
tiere ist erst nach einer Feststellung des aktuellen Besatzes möglich. Dieser wird durch die
geplante ökologische Baubegleitung vor Abriss bzw. Baubeginn durch eine Besatzkontrolle
ermittelt.
Der Ersatz ist nach Nutzungsnachweis im Verhältnis 1:2 zu gestalten, um die Erfolgswahr-
scheinlichkeit der Maßnahme zu erhöhen.

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Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Quellenverzeichnis
seecon Ingenieure I 03.11.2020
Seite 35
Quellenverzeichnis
[1]
Biotoptypenliste für Sachsen, Materialien zu Naturschutz und Landschaftspflege,
LfULG, Dresden (Stand 2004)
[2]
Arbeitshilfen für artenschutzrechtliche Bewertungen,
http://www.umwelt.
sachsen.de/umwelt/natur/20403.htm, LfULG, Abruf: 04/2020.
[3]
Datenabfrage Artdatenbank MultiBaseCS des LfULG, Auszug für den Bereich des
Untersuchungsraumes und der betroffenen Messtischblattquadranten 4639SW,
Dateneingang 04/2020
[4]
Atlas der Amphibien Sachsens, Materialien zum Naturschutz und Landschaftspflege,
LfUG, Dresden (2002)
[5]
Atlas der Säugetiere Sachsens, LfULG, Dresden (2009)
[6]
Brutvögel in Sachsen, LfULG, Dresden (2013)
[7]
Online-Angebot auf
www.ArtenSteckbrief.de
als inhaltlicher Bestandteil des
Internetportals
www.MultiBaseCS.de,
LfULG Abruf: 04/2020.
[8]
UVP und strategische Umweltprüfung: rechtliche und fachliche Anleitung für die
Umweltprüfung, Gassner E., Winkelbrandt, A., Bernotat, D. (2010)
[9]
Handlungsanleitung zur Anwendung der Eingriffsregelung in Bremen, Uni Hannover –
Institut für Landschafstpflege und Naturschutz, Hannover (1998)

Bebauungsplan „REWE-Markt – An der Alten Zuckerfabrik“ – Markranstädt
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Abbildungsverzeichnis
Seite 36
seecon Ingenieure I 03.11.2020
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1
Geltungsbereich ........................................................................................ 11
Abb. 2
Untersuchungsraum .................................................................................. 12
Tabellenverzeichnis
Tab. 1
Biotop- und Nutzungstypen im Geltungsbereich nach sächsischer
Biotoptypenliste ......................................................................................... 13
Tab. 2
Räumliche und zeitliche Abgrenzung der relevanten Wirkfaktoren ............ 21
Tab. 3
Konflikt- und Maßnahmenübersicht ........................................................... 30
Anlagenverzeichnis
Anlage 1
Bestandsprognose europäische Vogelarten, Abschichtung Prüfspektrum
Anlage 2
Bestandsprognose Arten nach Anhang IV der FFH-Richtlinie, Abschichtung
Prüfspektrum
Anlage 3
Artenschutzrechtliche Prüfung in Einzelarttabellen

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Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Abkürzungsverzeichnis
seecon Ingenieure I 03.11.2020
Seite 37
Abkürzungsverzeichnis
(alphabetisch geordnet)
A
Ausgleichsmaßnahme
ASB
Artenschutzrechtlicher Fachbreitag
BArtSchV
Bundesartenschutzverordnung
BE
Baustelleneinrichtung
BfN
Bundesamt für Naturschutz
BNatSchG
Bundesnaturschutzgesetz
bg
besonders geschützt
CEF
continued ecological functionality (Maßnahmen für die dauerhafte ökolo-
gische Funktion)
FCS
favorable conservation status (Maßnahmen zur Sicherung des Erhal-
tungszustandes)
FFH
Fauna-Flora-Habitat
FFH-RL
Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie
LfULG
Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Freistaat Sachsen
RL D
Rote Liste Deutschland*
RL SN
Rote Liste Sachsen*
SächsNatSchG
Sächsisches Naturschutzgesetz
sg
streng geschützt
UNB
Untere Naturschutzbehörde
UR
Untersuchungsraum
V
Vermeidungsmaßnahme
VSchRL
Vogelschutzrichtlinie

Bebauungsplan „REWE-Markt - An der Alten Zuckerfabrik" - Markranstädt
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Anlage 1
Tabelle: In Sachsen auftretende Vogelarten, Version 2.0 (Stand: 30.03.2017)
Art-ID
Artname (wissenschaftl.)
Artname (deutsch)
Artenkategorie
RL
RL
BS
EU
D
Lokale Population
Erhaltungszustand
Sachsen (Gesamt)
Fluchtdistanzen
1
2
3
4
6
7
8
9
10
11
12
29
*
Hervorhebung
als Art mit hervorgehobener
artenschutzrechtlicher Bedeutung bezieht sich
auf Wasservogelarten mit großen und
regelmäßigen Ansammlungen
*
Hervorhebung
als Art mit hervorgehobener
artenschutzrechtlicher Bedeutung bezieht sich
auf Wasservogelarten mit großen und
regelmäßigen Ansammlungen
Rote Liste Sachsen 2013/2015
Rote Liste Sachsen 1999
Betrachtungsschwerpunkt
artenschutzrechtliche Prüfung:
B=Brutvogelaspekt, G= Gastvogelaspekt,
J=Jahresvogelaspekt
VRL = Vogelschutzrichtlinie Anhang I
bg = nur besonders geschützt, sg = bg und
streng geschützt
Empfehlung zur landeseinheitlichen
Abgrenzung von Lokalen Populationen
Gesamt
(*begründete Abweichung von der ansonsten
schematischen Einschätzung)
Wälder
Gehölze, Baumbestand
Fließgewässer, Quellen
Stillgewässer inkl. Ufer
Sümpfe, Niedermoore, Ufer
Moore
Heiden, Magerrasen
Grünland, Grünanlagen
Feuchtgrünland, Staudenfluren
Äcker und Sonderkulturen
Ruderalflächen, Brachen
Gebäude, Siedlungen
Höhlen, Bergwerksanlagen
Fels-/Gesteins-/Offenbodenbiotope
Bergbaubiotope
Fluchtdistanzen nach FLADE 1994, WITT et
al. 1996, HECKENROTH 1995, HANDKE mdl.
[16]
Verbreitungsgebiet der Art im UR ab 2014
(Auswertung MTBQ 4639 SW)
Habitatkomplex (Hauptreproduktionsstätte)
im UR vorhanden (Grobfilter)
Habitatpotenzialanalyse / arttypischer
Lebensraumanspruch im UR vorhanden
(Feinfilter)
im Wirkraum des Bauvorhabens
(Einzelartenprüfung)
525
Corvus corone
Aaskrähe
häufige Brutvogelart
u
B
bg
L
günstig
100-200
331
Calidris alpina
Alpenstrandläufer
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
sg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
30-100
460
Turdus merula
Amsel
häufige Brutvogelart (A)
u
B
bg
G
günstig
x
x
293
Tetrao urogallus
Auerhuhn
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
0
1
J
VRL-I
sg
nicht eingestuft
nicht bewertet
x
308
Haematopus ostralegus
Austernfischer
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
R
B+G
bg
E
nicht bewertet
x
x
x
< 100
439
Motacilla alba
Bachstelze
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
< 5-10
x
-
498
Panurus biarmicus
Bartmeise
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
R
B
bg
E
günstig
x
x
x
< 5-15
287
Falco subbuteo
Baumfalke
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
3
2
B
sg
G
günstig
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
> 50-200
x
x
-
432
Anthus trivialis
Baumpieper
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
3
V
B
bg
G
unzureichend
336
Gallinago gallinago
Bekassine
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
1
2
B
sg
E
schlecht
x
x
x
x
x
x
x
x
10—40
246
Aythya marila
Bergente
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
435
Anthus spinoletta
Bergpieper
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
x
x
x
x
511
Remiz pendulinus
Beutelmeise
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
V
B
bg
E
unzureichend
< 10
408
Merops apiaster
Bienenfresser
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
R
B
sg
E
günstig
x
x
x
x
x
x
x
x
544
Carduelis flammea
Birkenzeisig
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig*
< 10
292
Tetrao tetrix
Birkhuhn
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
1
1
J
VRL-I
sg
E
schlecht
x
x
x
x
x
x
x
x
220
Anser albifrons
Blässgans
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
x
x
400
303
Fulica atra*
Blässhuhn*
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
V
J
bg
G
unzureichend
x
x
x
449
Luscinia svecica
Blaukehlchen
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
R
B
VRL-I
sg
G
günstig
x
x
x
x
x
x
x
10—30
504
Parus caeruleus
Blaumeise
häufige Brutvogelart (A)
u
B
bg
G
günstig
x
x
542
Carduelus cannabina
Bluthänfling
häufige Brutvogelart
V
V
B
bg
G
günstig*
x
x
431
Anthus campestris
Brachpieper
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
2
2
B
VRL-I
sg
E
schlecht
x
x
x
x
x
232
Tadorna tadorna
Brandgans
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
R
B
bg
E
nicht bewertet
x
x
x
50-300
454
Saxicola rubetra
Braunkehlchen
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
2
3
B
bg
E
schlecht
x
x
x
x
x
x
x
x
x
20-40
233
Aix sponsa
Brautente
sonstige Brutvogelart
n.b.
keine Prüfung
g
nicht relevant
nicht bewertet
14
Habitatkomplexe
30
Datengrundlage

Bebauungsplan „REWE-Markt - An der Alten Zuckerfabrik" - Markranstädt
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Anlage 1
Art-ID
Artname (wissenschaftl.)
Artname (deutsch)
Artenkategorie
RL
RL
BS
EU
D
Lokale Population
Erhaltungszustand
Sachsen (Gesamt)
Fluchtdistanzen
1
2
3
4
6
7
8
9
10
11
12
29
*
Hervorhebung
als Art mit hervorgehobener
artenschutzrechtlicher Bedeutung bezieht sich
auf Wasservogelarten mit großen und
regelmäßigen Ansammlungen
*
Hervorhebung
als Art mit hervorgehobener
artenschutzrechtlicher Bedeutung bezieht sich
auf Wasservogelarten mit großen und
regelmäßigen Ansammlungen
Rote Liste Sachsen 2013/2015
Rote Liste Sachsen 1999
Betrachtungsschwerpunkt
artenschutzrechtliche Prüfung:
B=Brutvogelaspekt, G= Gastvogelaspekt,
J=Jahresvogelaspekt
VRL = Vogelschutzrichtlinie Anhang I
bg = nur besonders geschützt, sg = bg und
streng geschützt
Empfehlung zur landeseinheitlichen
Abgrenzung von Lokalen Populationen
Gesamt
(*begründete Abweichung von der ansonsten
schematischen Einschätzung)
Wälder
Gehölze, Baumbestand
Fließgewässer, Quellen
Stillgewässer inkl. Ufer
Sümpfe, Niedermoore, Ufer
Moore
Heiden, Magerrasen
Grünland, Grünanlagen
Feuchtgrünland, Staudenfluren
Äcker und Sonderkulturen
Ruderalflächen, Brachen
Gebäude, Siedlungen
Höhlen, Bergwerksanlagen
Fels-/Gesteins-/Offenbodenbiotope
Bergbaubiotope
Fluchtdistanzen nach FLADE 1994, WITT et
al. 1996, HECKENROTH 1995, HANDKE mdl.
[16]
Verbreitungsgebiet der Art im UR ab 2014
(Auswertung MTBQ 4639 SW)
Habitatkomplex (Hauptreproduktionsstätte)
im UR vorhanden (Grobfilter)
Habitatpotenzialanalyse / arttypischer
Lebensraumanspruch im UR vorhanden
(Feinfilter)
im Wirkraum des Bauvorhabens
(Einzelartenprüfung)
14
Habitatkomplexe
30
Datengrundlage
349
Tringa glareola
Bruchwasserläufer
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
sg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
x
x
x
50-100
535
Fringilla coelebs
Buchfink
häufige Brutvogelart (A)
u
B
bg
G
günstig
x
x
415
Dendrocopos major
Buntspecht
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
x
x
523
Coloeus monedula
Dohle
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
3
3
B
bg
G
unzureichend
x
x
x
x
x
x
< 10-20
337
Gallinago media
Doppelschnepfe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
sg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
x
482
Sylvia communis
Dorngrasmücke
häufige Brutvogelart
V
V
B
bg
G
günstig
x
x
476
Acrocephalus arundinaceus
Drosselrohrsänger
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
3
B
sg
G
günstig
x
x
x
x
10-30
344
Tringa erythropus
Dunkler Wasserläufer
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
x
x
518
Garrulus glandarius
Eichelhäher
häufige Brutvogelart
u
B
bg
L
günstig
x
-
247
Somateria mollissima
Eiderente
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
250
Clangula hyemalis
Eisente
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
407
Alcedo atthis
Eisvogel
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
3
3
J
VRL-I
sg
G
unzureichend
x
x
x
20-80
519
Pica pica
Elster
häufige Brutvogelart
u
B
bg
L
günstig
< 20-50
x
-
541
Carduelis spinus
Erlenzeisig
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
296
Phasianus colchicus
Fasan
häufige Brutvogelart
n.b.
B
bg
G
nicht bewertet
x
-
424
Alauda arvensis
Feldlerche
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
V
V
B
bg
G
unzureichend
x
x
x
x
x
469
Locustella naevia
Feldschwirl
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
unzureichend
< 10-20
x
-
533
Passer montanus
Feldsperling
häufige Brutvogelart
u
V
B
bg
G
günstig
< 10
x
-
547
Loxia curvirostra
Fichtenkreuzschnabel
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
< 10-25
282
Pandion haliaetus
Fischadler
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
R
B
VRL-I
sg
E
günstig
x
x
x
x
400-600
491
Phylloscopus trochilus
Fitis
häufige Brutvogelart (A)
V
V
B
bg
G
günstig
x
x
315
Charadrius dubius
Flussregenpfeifer
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
B
sg
G
unzureichend
x
x
x
x
x
x
< 10-30
374
Sterna hirundo
Flussseeschwalbe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
2
2
B
VRL-I
sg
E
unzureichend
10-100
351
Actitis hypoleucos
Flussuferläufer
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
2
2
B
sg
E
schlecht
x
x
x
30-100
257
Mergus merganser
Gänsesäger
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
R
B+G
bg
E
unzureichend
x
x
x
> 100-300
510
Certhia brachydactyla
Gartenbaumläufer
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
< 10
483
Sylvia borin
Gartengrasmücke
häufige Brutvogelart
V
V
B
bg
G
günstig
x
x
453
Phoenicurus phoenicurus
Gartenrotschwanz
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
3
V
B
bg
G
günstig*
10-20
x
-
x
438
Motacilla cinerea
Gebirgsstelze
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
15-50
477
Hippolais icterina
Gelbspötter
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
V
V
B
bg
G
unzureichend*
< 10
x
x
x
551
Pyrrhula pyrrhula
Gimpel
häufige Brutvogelart
u
V
B
bg
G
günstig
537
Serinus serinus
Girlitz
häufige Brutvogelart
u
V
B
bg
G
günstig
< 10
x
x
556
Emberiza citrinella
Goldammer
häufige Brutvogelart
u
V
B
bg
G
günstig
x
x
x
x
x
x
x
319
Pluvialis apricaria
Goldregenpfeifer
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
sg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
x
(30)-50
564
Miliaria calandra
Grauammer
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
V
2
J
sg
E
günstig
x
x
x
x
10-40
222
Anser anser*
Graugans*
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
B+G
bg
L
günstig
x
x
x
x
x
x
x
> 100-> 200
206
Ardea cinerea
Graureiher
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
B+G
bg
E
günstig
x
x
x
x
x
x
x
x
x
< 50-> 150
x
x
-
494
Muscicapa striata
Grauschnäpper
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
10-20
x
412
Picus canus
Grauspecht
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
J
VRL-I
sg
G
günstig
x
x
x
x
x
x
x
x
-
343
Numenius arquata
Großer Brachvogel
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
0
1
B+G
sg
E
nicht bewertet
x
x
x
x
x
x
x
70-200
539
Carduelis chloris
Grünfink
häufige Brutvogelart (A)
u
V
B
bg
G
günstig
x
x

Bebauungsplan „REWE-Markt - An der Alten Zuckerfabrik" - Markranstädt
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Anlage 1
Art-ID
Artname (wissenschaftl.)
Artname (deutsch)
Artenkategorie
RL
RL
BS
EU
D
Lokale Population
Erhaltungszustand
Sachsen (Gesamt)
Fluchtdistanzen
1
2
3
4
6
7
8
9
10
11
12
29
*
Hervorhebung
als Art mit hervorgehobener
artenschutzrechtlicher Bedeutung bezieht sich
auf Wasservogelarten mit großen und
regelmäßigen Ansammlungen
*
Hervorhebung
als Art mit hervorgehobener
artenschutzrechtlicher Bedeutung bezieht sich
auf Wasservogelarten mit großen und
regelmäßigen Ansammlungen
Rote Liste Sachsen 2013/2015
Rote Liste Sachsen 1999
Betrachtungsschwerpunkt
artenschutzrechtliche Prüfung:
B=Brutvogelaspekt, G= Gastvogelaspekt,
J=Jahresvogelaspekt
VRL = Vogelschutzrichtlinie Anhang I
bg = nur besonders geschützt, sg = bg und
streng geschützt
Empfehlung zur landeseinheitlichen
Abgrenzung von Lokalen Populationen
Gesamt
(*begründete Abweichung von der ansonsten
schematischen Einschätzung)
Wälder
Gehölze, Baumbestand
Fließgewässer, Quellen
Stillgewässer inkl. Ufer
Sümpfe, Niedermoore, Ufer
Moore
Heiden, Magerrasen
Grünland, Grünanlagen
Feuchtgrünland, Staudenfluren
Äcker und Sonderkulturen
Ruderalflächen, Brachen
Gebäude, Siedlungen
Höhlen, Bergwerksanlagen
Fels-/Gesteins-/Offenbodenbiotope
Bergbaubiotope
Fluchtdistanzen nach FLADE 1994, WITT et
al. 1996, HECKENROTH 1995, HANDKE mdl.
[16]
Verbreitungsgebiet der Art im UR ab 2014
(Auswertung MTBQ 4639 SW)
Habitatkomplex (Hauptreproduktionsstätte)
im UR vorhanden (Grobfilter)
Habitatpotenzialanalyse / arttypischer
Lebensraumanspruch im UR vorhanden
(Feinfilter)
im Wirkraum des Bauvorhabens
(Einzelartenprüfung)
14
Habitatkomplexe
30
Datengrundlage
485
Phylloscopus trochiloides
Grünlaubsänger
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
R
B
bg
E
nicht bewertet
x
x
347
Tringa nebularia
Grünschenkel
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
B+G
bg
E
nicht bewertet
x
x
x
x
x
x
413
Picus viridis
Grünspecht
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
J
sg
G
günstig
x
x
x
x
x
30-60
x
x
-
272
Accipiter gentilis
Habicht
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
J
sg
L
günstig
x
x
x
> 50-200
496
Ficedula albicollis
Halsbandschnäpper
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
R
B
VRL-I
sg
E
nicht bewertet
x
x
422
Galerida cristata
Haubenlerche
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
1
2
J
sg
E
schlecht
x
x
x
x
< 10
502
Parus cristatus
Haubenmeise
häufige Brutvogelart
u
V
B
bg
G
günstig
< 10-20
188
Podiceps cristatus
Haubentaucher
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
B+G
bg
L
günstig
x
x
x
10-> 80
452
Phoenicurus ochruros
Hausrotschwanz
häufige Brutvogelart (A)
u
B
bg
G
günstig
< 10-15
x
x
x
532
Passer domesticus
Haussperling
häufige Brutvogelart (A)
V
V
B
bg
G
günstig
< 5
x
x
x
444
Prunella modularis
Heckenbraunelle
häufige Brutvogelart
u
V
B
bg
G
günstig
< 5-10
x
-
423
Lullula arborea
Heidelerche
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
3
2
B
VRL-I
sg
G
unzureichend
x
x
x
x
x
< 10-20
365
Larus fuscus
Heringsmöwe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
B + G
bg
E
unzureichend
x
x
x
x
213
Cygnus olor*
Höckerschwan*
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
J
bg
L
günstig
x
x
x
x
x
x
x
wild: > 200; Parks: < 5
387
Columba oenas
Hohltaube
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
B
bg
G
günstig
x
x
x
30-100
334
Philomachus pugnax
Kampfläufer
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
sg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
x
x
x
x
40-80
225
Branta canadensis
Kanadagans
häufige Brutvogelart
keine Angabe
bg
nicht bewertet
nicht bewertet
x
x
x
x
549
Carpodacus erythrinus
Karmingimpel
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
R
B
sg
E
nicht bewertet
x
x
x
x
< 10-20
552
Coccothraustes coccothraustes Kernbeißer
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
x
-
323
Vanellus vanellus
Kiebitz
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
1
2
B+G
sg
E
schlecht
x
x
x
x
x
x
x
x
x
30-100
320
Pluvialis squatarola
Kiebitzregenpfeifer
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
x
x
481
Sylvia curruca
Klappergrasmücke
häufige Brutvogelart
V
V
B
bg
G
günstig*
x
x
507
Sitta europaea
Kleiber
häufige Brutvogelart (A)
u
B
bg
G
günstig
< 10
x
-
299
Porzana parva
Kleinralle (Kleines
Sumpfhuhn)
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
R
B
VRL-I
sg
E
nicht bewertet
x
x
x
419
Dendrocopos minor
Kleinspecht
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
10-30
240
Anas querquedula
Knäkente
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
1
1
B+G
sg
E
schlecht
x
x
x
x
x
x
> 100
324
Calidris canutus
Knutt
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
506
Parus major
Kohlmeise
häufige Brutvogelart (A)
u
B
bg
G
günstig
x
x
242
Netta rufina
Kolbenente
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
B+G
bg
E
nicht bewertet
x
x
x
528
Corvus corax
Kolkrabe
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
196
Phalacrocorax carbo
Kormoran
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
V
R
B+G
bg
E
günstig
x
x
x
> 100 (bejagt: > 400)
x
x
-
269
Circus cyaneus
Kornweihe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
1
1
B
VRL-I
sg
E
nicht bewertet
x
x
x
x
x
> 100
304
Grus grus
Kranich
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
2
B+G
VRL-I
sg
L
günstig
x
x
x
x
x
x
x
x
200-500
237
Anas crecca
Krickente
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
1
3
J
bg
E
schlecht
x
x
x
x
x
x
100

Bebauungsplan „REWE-Markt - An der Alten Zuckerfabrik" - Markranstädt
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Anlage 1
Art-ID
Artname (wissenschaftl.)
Artname (deutsch)
Artenkategorie
RL
RL
BS
EU
D
Lokale Population
Erhaltungszustand
Sachsen (Gesamt)
Fluchtdistanzen
1
2
3
4
6
7
8
9
10
11
12
29
*
Hervorhebung
als Art mit hervorgehobener
artenschutzrechtlicher Bedeutung bezieht sich
auf Wasservogelarten mit großen und
regelmäßigen Ansammlungen
*
Hervorhebung
als Art mit hervorgehobener
artenschutzrechtlicher Bedeutung bezieht sich
auf Wasservogelarten mit großen und
regelmäßigen Ansammlungen
Rote Liste Sachsen 2013/2015
Rote Liste Sachsen 1999
Betrachtungsschwerpunkt
artenschutzrechtliche Prüfung:
B=Brutvogelaspekt, G= Gastvogelaspekt,
J=Jahresvogelaspekt
VRL = Vogelschutzrichtlinie Anhang I
bg = nur besonders geschützt, sg = bg und
streng geschützt
Empfehlung zur landeseinheitlichen
Abgrenzung von Lokalen Populationen
Gesamt
(*begründete Abweichung von der ansonsten
schematischen Einschätzung)
Wälder
Gehölze, Baumbestand
Fließgewässer, Quellen
Stillgewässer inkl. Ufer
Sümpfe, Niedermoore, Ufer
Moore
Heiden, Magerrasen
Grünland, Grünanlagen
Feuchtgrünland, Staudenfluren
Äcker und Sonderkulturen
Ruderalflächen, Brachen
Gebäude, Siedlungen
Höhlen, Bergwerksanlagen
Fels-/Gesteins-/Offenbodenbiotope
Bergbaubiotope
Fluchtdistanzen nach FLADE 1994, WITT et
al. 1996, HECKENROTH 1995, HANDKE mdl.
[16]
Verbreitungsgebiet der Art im UR ab 2014
(Auswertung MTBQ 4639 SW)
Habitatkomplex (Hauptreproduktionsstätte)
im UR vorhanden (Grobfilter)
Habitatpotenzialanalyse / arttypischer
Lebensraumanspruch im UR vorhanden
(Feinfilter)
im Wirkraum des Bauvorhabens
(Einzelartenprüfung)
14
Habitatkomplexe
30
Datengrundlage
391
Cuculus canorus
Kuckuck
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
3
V
B
bg
G
unzureichend
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
219
Anser brachyrhynchus
Kurzschnabelgans
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
x
x
362
Larus ridibundus
Lachmöwe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
V
V
B+G
bg
E
unzureichend
x
x
x
x
x
x
10-100
241
Anas clypeata
Löffelente
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
1
1
B+G
bg
E
schlecht*
x
x
x
x
x
> 100
234
Aix galericulata
Mandarinente
sonstige Brutvogelart
n.b.
keine Prüfung
g
nicht relevant
nicht bewertet
369
Larus marinus
Mantelmöwe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
405
Apus apus
Mauersegler
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
< 10
274
Buteo buteo
Mäusebussard
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
B
sg
L
günstig
x
x
x
x
x
x
100
x
x
-
429
Delichon urbica
Mehlschwalbe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
3
V
B
bg
G
unzureichend
< 10-20
x
-
286
Falco columbarius
Merlin
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
sg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
x
x
467
Turdus viscivorus
Misteldrossel
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
20-50
25897
Larus michahellis
Mittelmeermöwe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
R
(als Weißkopfmöwe)
B+G
bg
E
unzureichend
x
x
x
x
256
Mergus serrator
Mittelsäger
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
417
Dendrocopos medius
Mittelspecht
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
V
3
J
VRL-I
sg
G
unzureichend
x
x
484
Sylvia atricapilla
Mönchsgrasmücke
häufige Brutvogelart (A)
u
B
bg
G
günstig
x
x
244
Aythya nyroca
Moorente
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
1
0
B
VRL-I
sg
E
nicht bewertet
x
x
x
318
Charadrius morinellus
Mornellregenpfeifer
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
sg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
448
Luscinia megarhynchos
Nachtigall
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
< 10
x
x
x
527
Corvus corone cornix
Nebelkrähe
häufige Brutvogelart
u
B
bg
siehe Aaskrähe
siehe Aaskrähe
514
Lanius collurio
Neuntöter
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
B
VRL-I
bg
G
günstig
x
x
x
x
x
x
< 10-30
x
x
x
x
230
Alopochen aegyptiacus
Nilgans
sonstige Brutvogelart
n.b.
keine Prüfung
g
nicht relevant
nicht bewertet
x
x
x
x
x
x
353
Phalaropus lobatus
Odinswassertreter
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
sg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
190
Podiceps auritus
Ohrentaucher
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
sg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
559
Emberiza hortulana
Ortolan
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
3
2
B
VRL-I
sg
G
unzureichend
x
x
x
235
Anas penelope
Pfeifente
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
n.b.
G
bg
nicht bewertet
nicht bewertet
x
x
x
x
x
x
> 100
341
Limosa lapponica
Pfuhlschnepfe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
512
Oriolus oriolus
Pirol
häufige Brutvogelart
V
V
B
bg
G
günstig
< 20-40
x
-
184
Gavia arctica
Prachttaucher
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
207
Ardea purpurea
Purpurreiher
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
n.b.
B+G
VRL-I
sg
E
nicht bewertet
x
x
x
526
Corvus corone corone
Rabenkrähe
häufige Brutvogelart
u
B
bg
siehe Aaskrähe
siehe Aaskrähe
372
Sterna caspia
Raubseeschwalbe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
sg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
516
Lanius excubitor
Raubwürger
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
2
2
J
sg
E
unzureichend*
x
x
x
x
x
x
x
> 50-150
427
Hirundo rustica
Rauchschwalbe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
3
V
B
bg
G
unzureichend
x
x
x
x
x
x
x
x
< 10
403
Aegolius funereus
Rauhfußkauz
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
3
J
VRL-I
sg
G
günstig
x

Bebauungsplan „REWE-Markt - An der Alten Zuckerfabrik" - Markranstädt
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Anlage 1
Art-ID
Artname (wissenschaftl.)
Artname (deutsch)
Artenkategorie
RL
RL
BS
EU
D
Lokale Population
Erhaltungszustand
Sachsen (Gesamt)
Fluchtdistanzen
1
2
3
4
6
7
8
9
10
11
12
29
*
Hervorhebung
als Art mit hervorgehobener
artenschutzrechtlicher Bedeutung bezieht sich
auf Wasservogelarten mit großen und
regelmäßigen Ansammlungen
*
Hervorhebung
als Art mit hervorgehobener
artenschutzrechtlicher Bedeutung bezieht sich
auf Wasservogelarten mit großen und
regelmäßigen Ansammlungen
Rote Liste Sachsen 2013/2015
Rote Liste Sachsen 1999
Betrachtungsschwerpunkt
artenschutzrechtliche Prüfung:
B=Brutvogelaspekt, G= Gastvogelaspekt,
J=Jahresvogelaspekt
VRL = Vogelschutzrichtlinie Anhang I
bg = nur besonders geschützt, sg = bg und
streng geschützt
Empfehlung zur landeseinheitlichen
Abgrenzung von Lokalen Populationen
Gesamt
(*begründete Abweichung von der ansonsten
schematischen Einschätzung)
Wälder
Gehölze, Baumbestand
Fließgewässer, Quellen
Stillgewässer inkl. Ufer
Sümpfe, Niedermoore, Ufer
Moore
Heiden, Magerrasen
Grünland, Grünanlagen
Feuchtgrünland, Staudenfluren
Äcker und Sonderkulturen
Ruderalflächen, Brachen
Gebäude, Siedlungen
Höhlen, Bergwerksanlagen
Fels-/Gesteins-/Offenbodenbiotope
Bergbaubiotope
Fluchtdistanzen nach FLADE 1994, WITT et
al. 1996, HECKENROTH 1995, HANDKE mdl.
[16]
Verbreitungsgebiet der Art im UR ab 2014
(Auswertung MTBQ 4639 SW)
Habitatkomplex (Hauptreproduktionsstätte)
im UR vorhanden (Grobfilter)
Habitatpotenzialanalyse / arttypischer
Lebensraumanspruch im UR vorhanden
(Feinfilter)
im Wirkraum des Bauvorhabens
(Einzelartenprüfung)
14
Habitatkomplexe
30
Datengrundlage
294
Perdix perdix
Rebhuhn
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
1
2
J
bg
E
schlecht
x
x
x
x
50-100
342
Numenius phaeopus
Regenbrachvogel
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
245
Aythya fuligula*
Reiherente*
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
J
bg
L
günstig
x
x
x
< 5 (Parks) - > 50
459
Turdus torquatus
Ringdrossel
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
1
R
B
bg
E
schlecht
x
x
x
x
x
10-30
227
Branta bernicla
Ringelgans
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
x
388
Columba palumbus
Ringeltaube
häufige Brutvogelart (A)
u
B
bg
L
günstig
x
x
562
Emberiza schoeniclus
Rohrammer
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig*
x
199
Botaurus stellaris
Rohrdommel
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
2
1
J
VRL-I
sg
E
günstig
x
x
x
> 50
471
Locustella luscinioides
Rohrschwirl
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
R
B
sg
G
günstig
x
x
x
x
< 10-20
268
Circus aeruginosus
Rohrweihe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
B
VRL-I
sg
E
unzureichend
x
x
x
x
x
x
x
> 100-300
231
Tadorna ferruginea
Rostgans
häufige Brutvogelart
n.b.
keine Angabe
bg
nicht bewertet
nicht bewertet
285
Falco vespertinus
Rotfußfalke
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
sg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
x
229
Branta ruficollis
Rothalsgans
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
sg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
x
189
Podiceps grisegena
Rothalstaucher
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
1
2
B
sg
E
schlecht
x
x
446
Erithacus rubecula
Rotkehlchen
häufige Brutvogelart (A)
u
B
bg
G
günstig
x
x
x
262
Milvus milvus
Rotmilan
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
B
VRL-I
sg
nicht bewertet
günstig
x
x
x
x
x
x
x
x
100—300
x
x
-
345
Tringa totanus
Rotschenkel
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
1
1
B+G
sg
E
schlecht
x
x
x
x
x
20-> 100
216
Anser fabalis
Saatgans
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
x
x
x
x
524
Corvus frugilegus
Saatkrähe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
2
3
B+G
bg
E
unzureichend
x
x
x
x
x
< 5-50
310
Recurvirostra avosetta
Säbelschnäbler
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
sg
Gastvogel
Gastvogel
x
30-> 100
252
Melanitta fusca
Samtente
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
325
Calidris alba
Sanderling
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
316
Charadrius hiaticula
Sandregenpfeifer
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
sg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
10-30
436
Motacilla flava
Schafstelze
(siehe
Wiesenschafstelze)
< 10—30
254
Bucephala clangula
Schellente
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
J
bg
L
günstig
x
x
x
x
x
50-100
473
Acrocephalus schoenobaenus
Schilfrohrsänger
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
3
2
B
sg
G
unzureichend
x
x
x
< 10-20
470
Locustella fluviatilis
Schlagschwirl
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
3
B
bg
G
günstig
x
x
x
x
5-20
392
Tyto alba
Schleiereule
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
2
3
J
sg
G
unzureichend
x
x
x
x
x
< 8-20
236
Anas strepera
Schnatterente
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
3
B+G
bg
E
unzureichend
x
x
x
x
x
100-200
499
Aegithalos caudatus
Schwanzmeise
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
x
-

Bebauungsplan „REWE-Markt - An der Alten Zuckerfabrik" - Markranstädt
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Anlage 1
Art-ID
Artname (wissenschaftl.)
Artname (deutsch)
Artenkategorie
RL
RL
BS
EU
D
Lokale Population
Erhaltungszustand
Sachsen (Gesamt)
Fluchtdistanzen
1
2
3
4
6
7
8
9
10
11
12
29
*
Hervorhebung
als Art mit hervorgehobener
artenschutzrechtlicher Bedeutung bezieht sich
auf Wasservogelarten mit großen und
regelmäßigen Ansammlungen
*
Hervorhebung
als Art mit hervorgehobener
artenschutzrechtlicher Bedeutung bezieht sich
auf Wasservogelarten mit großen und
regelmäßigen Ansammlungen
Rote Liste Sachsen 2013/2015
Rote Liste Sachsen 1999
Betrachtungsschwerpunkt
artenschutzrechtliche Prüfung:
B=Brutvogelaspekt, G= Gastvogelaspekt,
J=Jahresvogelaspekt
VRL = Vogelschutzrichtlinie Anhang I
bg = nur besonders geschützt, sg = bg und
streng geschützt
Empfehlung zur landeseinheitlichen
Abgrenzung von Lokalen Populationen
Gesamt
(*begründete Abweichung von der ansonsten
schematischen Einschätzung)
Wälder
Gehölze, Baumbestand
Fließgewässer, Quellen
Stillgewässer inkl. Ufer
Sümpfe, Niedermoore, Ufer
Moore
Heiden, Magerrasen
Grünland, Grünanlagen
Feuchtgrünland, Staudenfluren
Äcker und Sonderkulturen
Ruderalflächen, Brachen
Gebäude, Siedlungen
Höhlen, Bergwerksanlagen
Fels-/Gesteins-/Offenbodenbiotope
Bergbaubiotope
Fluchtdistanzen nach FLADE 1994, WITT et
al. 1996, HECKENROTH 1995, HANDKE mdl.
[16]
Verbreitungsgebiet der Art im UR ab 2014
(Auswertung MTBQ 4639 SW)
Habitatkomplex (Hauptreproduktionsstätte)
im UR vorhanden (Grobfilter)
Habitatpotenzialanalyse / arttypischer
Lebensraumanspruch im UR vorhanden
(Feinfilter)
im Wirkraum des Bauvorhabens
(Einzelartenprüfung)
14
Habitatkomplexe
30
Datengrundlage
191
Podiceps nigricollis
Schwarzhalstaucher
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
1
2
B+G
sg
E
schlecht
x
x
455
Saxicola torquata
Schwarzkehlchen
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
R
B
bg
G
günstig
x
x
x
x
x
x
15—30
x
x
-
359
Larus melanocephalus
Schwarzkopfmöwe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
R
B+G
VRL-I
bg
E
unzureichend
x
x
x
x
1028647
Oxyura jamaicensis
Schwarzkopf-Ruderente
sonstige Brutvogelart
nicht
gelistet
keine Prüfung
g
nicht bewertet
nicht bewertet
x
261
Milvus migrans
Schwarzmilan
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
B
VRL-I
sg
G
günstig
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
100-300
414
Dryocopus martius
Schwarzspecht
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
J
VRL-I
sg
G
günstig
x
x
208
Ciconia nigra
Schwarzstorch
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
V
2
B
VRL-I
sg
G
unzureichend
x
x
x
x
x
x
x
263
Haliaeetus albicilla
Seeadler
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
V
2
J
VRL-I
sg
L
günstig
x
x
x
x
x
x
x
330
Calidris ferruginea
Sichelstrandläufer
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
366
Larus argentatus
Silbermöwe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
R
B+G
bg
E
unzureichend
x
x
x
x
x
10-40
205
Egretta alba
Silberreiher
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
sg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
x
x
x
x
465
Turdus philomelos
Singdrossel
häufige Brutvogelart (A)
u
V
B
bg
G
günstig
x
x
215
Cygnus cygnus
Singschwan
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
R
B+G
VRL-I
sg
E
günstig*
x
x
x
x
x
x
x
100-300
493
Regulus ignicapillus
Sommergoldhähnchen
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
x
-
273
Accipiter nisus
Sperber
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
3
J
sg
L
günstig
x
x
x
x
x
x
x
50-150
480
Sylvia nisoria
Sperbergrasmücke
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
V
3
B
VRL-I
sg
E
unzureichend
x
x
x
x
x
x
397
Glaucidium passerinum
Sperlingskauz
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
3
J
VRL-I
sg
G
günstig
x
239
Anas acuta
Spießente
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
n.b.
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
x
200-300
447
Luscinia luscinia
Sprosser
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
R
B
bg
E
nicht bewertet
x
x
x
x
x
x
10-20
529
Sturnus vulgaris
Star
häufige Brutvogelart (A)
u
B
bg
G
günstig
x
x
398
Athene noctua
Steinkauz
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
1
1
J
sg
E
schlecht
x
x
x
x
x
x
50-100
456
Oenanthe oenanthe
Steinschmätzer
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
1
2
B
bg
E
schlecht
x
x
x
x
x
10-30
352
Arenaria interpres
Steinwälzer
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
sg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
309
Himantopus himantopus
Stelzenläufer
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
n.b.
B+G
VRL-I
sg
E
nicht bewertet
x
367
Larus cachinnans
Steppenmöwe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
R
(als
Weißkopf-
möwe)
B+G
bg
E
unzureichend
x
x
x
x
183
Gavia stellata
Sterntaucher
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
540
Carduelis carduelis
Stieglitz
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
< 10-20
x
x
238
Anas platyrhynchos*
Stockente*
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
V
J
bg
L
günstig
x
x
x
x
x
x
x
x
386
Columba livia f. domestica
Straßentaube
häufige Brutvogelart
n.b.
B
bg
L
günstig*
x
-
364
Larus canus
Sturmmöwe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
R
B+G
bg
E
unzureichend
x
x
x
x
332
Limicola falcinellus
Sumpfläufer
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
500
Parus palustris
Sumpfmeise
häufige Brutvogelart
u
V
B
bg
G
günstig
< 10

Bebauungsplan „REWE-Markt - An der Alten Zuckerfabrik" - Markranstädt
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Anlage 1
Art-ID
Artname (wissenschaftl.)
Artname (deutsch)
Artenkategorie
RL
RL
BS
EU
D
Lokale Population
Erhaltungszustand
Sachsen (Gesamt)
Fluchtdistanzen
1
2
3
4
6
7
8
9
10
11
12
29
*
Hervorhebung
als Art mit hervorgehobener
artenschutzrechtlicher Bedeutung bezieht sich
auf Wasservogelarten mit großen und
regelmäßigen Ansammlungen
*
Hervorhebung
als Art mit hervorgehobener
artenschutzrechtlicher Bedeutung bezieht sich
auf Wasservogelarten mit großen und
regelmäßigen Ansammlungen
Rote Liste Sachsen 2013/2015
Rote Liste Sachsen 1999
Betrachtungsschwerpunkt
artenschutzrechtliche Prüfung:
B=Brutvogelaspekt, G= Gastvogelaspekt,
J=Jahresvogelaspekt
VRL = Vogelschutzrichtlinie Anhang I
bg = nur besonders geschützt, sg = bg und
streng geschützt
Empfehlung zur landeseinheitlichen
Abgrenzung von Lokalen Populationen
Gesamt
(*begründete Abweichung von der ansonsten
schematischen Einschätzung)
Wälder
Gehölze, Baumbestand
Fließgewässer, Quellen
Stillgewässer inkl. Ufer
Sümpfe, Niedermoore, Ufer
Moore
Heiden, Magerrasen
Grünland, Grünanlagen
Feuchtgrünland, Staudenfluren
Äcker und Sonderkulturen
Ruderalflächen, Brachen
Gebäude, Siedlungen
Höhlen, Bergwerksanlagen
Fels-/Gesteins-/Offenbodenbiotope
Bergbaubiotope
Fluchtdistanzen nach FLADE 1994, WITT et
al. 1996, HECKENROTH 1995, HANDKE mdl.
[16]
Verbreitungsgebiet der Art im UR ab 2014
(Auswertung MTBQ 4639 SW)
Habitatkomplex (Hauptreproduktionsstätte)
im UR vorhanden (Grobfilter)
Habitatpotenzialanalyse / arttypischer
Lebensraumanspruch im UR vorhanden
(Feinfilter)
im Wirkraum des Bauvorhabens
(Einzelartenprüfung)
14
Habitatkomplexe
30
Datengrundlage
402
Asio flammeus
Sumpfohreule
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
B+G
sg
E
nicht bewertet
x
x
x
x
x
x
x
x
50-100
474
Acrocephalus palustris
Sumpfrohrsänger
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
x
-
243
Aythya ferina
Tafelente
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
3
V
J
bg
L
unzureichend
x
x
x
50-100
520
Nucifraga caryocatactes
Tannenhäher
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
3
J
bg
L
günstig
x
x
x
503
Parus ater
Tannenmeise
häufige Brutvogelart (A)
u
V
B
bg
G
günstig
< 10
302
Gallinula chloropus
Teichralle (Teichhuhn)
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
V
3
J
sg
G
günstig
x
x
x
x
475
Acrocephalus scirpaceus
Teichrohrsänger
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
< 10
x
-
327
Calidris temminckii
Temminckstrandläufer
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
251
Melanitta nigra
Trauerente
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
497
Ficedula hypoleuca
Trauerschnäpper
häufige Brutvogelart
V
V
B
bg
G
günstig
< 10-20
378
Chlidonias niger
Trauerseeschwalbe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
0
0
B+G
VRL-I
sg
nicht bewertet
nicht bewertet
40-100
298
Porzana porzana
Tüpfelralle
(Tüpfelsumpfhuhn)
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
1
2
B
VRL-I
sg
E
schlecht
x
x
x
389
Streptopelia decaocto
Türkentaube
häufige Brutvogelart
u
V
B
bg
L
günstig
< 2-10
x
-
284
Falco tinnunculus
Turmfalke
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
J
sg
L
günstig
x
x
x
x
x
x
x
x
x
30-100
390
Streptopelia turtur
Turteltaube
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
3
B
sg
G
unzureichend*
x
x
x
x
x
5-25
340
Limosa limosa
Uferschnepfe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
0
0
G
sg
nicht bewertet
nicht bewertet
x
x
x
x
x
50-80
426
Riparia riparia
Uferschwalbe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
3
B
sg
E
günstig
x
x
x
x
< 10
394
Bubo bubo
Uhu
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
V
2
J
VRL-I
sg
L
unzureichend
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
464
Turdus pilaris
Wacholderdrossel
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
295
Coturnix coturnix
Wachtel
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
3
B
bg
G
günstig
x
x
x
30-50
301
Crex crex
Wachtelkönig (Wiesenralle)
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
2
1
B
VRL-I
sg
E
unzureichend
x
x
x
x
x
30-50
509
Certhia familiaris
Waldbaumläufer
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
399
Strix aluco
Waldkauz
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
J
sg
L
günstig
x
x
x
x
x
10-20
489
Phylloscopus sibilatrix
Waldlaubsänger
häufige Brutvogelart
V
V
B
bg
G
günstig*
< 10-15
401
Asio otus
Waldohreule
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
u
V
J
sg
L
günstig
x
x
x
x
x
x
x
339
Scolopax rusticola
Waldschnepfe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
V
B
bg
L
günstig
x
x
x
x
x
5-30
348
Tringa ochropus
Waldwasserläufer
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
R
B
sg
E
nicht bewertet
x
x
x
x
x
x
x
x
100-250
290
Falco peregrinus
Wanderfalke
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
3
1
B
VRL-I
sg
L
günstig
x
x
x
x
x
x
x
x
x
100-200
442
Cinclus cinclus
Wasseramsel
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
V
3
J
bg
G
günstig
x
x
< 20-> 80
297
Rallus aquaticus
Wasserralle
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
V
3
B
bg
G
günstig
x
x
x
x
10-30
501
Parus montanus
Weidenmeise
häufige Brutvogelart
u
B
bg
G
günstig
< 10
377
Chlidonias hybridus
Weißbart-Seeschwalbe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x

Bebauungsplan „REWE-Markt - An der Alten Zuckerfabrik" - Markranstädt
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Anlage 1
Art-ID
Artname (wissenschaftl.)
Artname (deutsch)
Artenkategorie
RL
RL
BS
EU
D
Lokale Population
Erhaltungszustand
Sachsen (Gesamt)
Fluchtdistanzen
1
2
3
4
6
7
8
9
10
11
12
29
*
Hervorhebung
als Art mit hervorgehobener
artenschutzrechtlicher Bedeutung bezieht sich
auf Wasservogelarten mit großen und
regelmäßigen Ansammlungen
*
Hervorhebung
als Art mit hervorgehobener
artenschutzrechtlicher Bedeutung bezieht sich
auf Wasservogelarten mit großen und
regelmäßigen Ansammlungen
Rote Liste Sachsen 2013/2015
Rote Liste Sachsen 1999
Betrachtungsschwerpunkt
artenschutzrechtliche Prüfung:
B=Brutvogelaspekt, G= Gastvogelaspekt,
J=Jahresvogelaspekt
VRL = Vogelschutzrichtlinie Anhang I
bg = nur besonders geschützt, sg = bg und
streng geschützt
Empfehlung zur landeseinheitlichen
Abgrenzung von Lokalen Populationen
Gesamt
(*begründete Abweichung von der ansonsten
schematischen Einschätzung)
Wälder
Gehölze, Baumbestand
Fließgewässer, Quellen
Stillgewässer inkl. Ufer
Sümpfe, Niedermoore, Ufer
Moore
Heiden, Magerrasen
Grünland, Grünanlagen
Feuchtgrünland, Staudenfluren
Äcker und Sonderkulturen
Ruderalflächen, Brachen
Gebäude, Siedlungen
Höhlen, Bergwerksanlagen
Fels-/Gesteins-/Offenbodenbiotope
Bergbaubiotope
Fluchtdistanzen nach FLADE 1994, WITT et
al. 1996, HECKENROTH 1995, HANDKE mdl.
[16]
Verbreitungsgebiet der Art im UR ab 2014
(Auswertung MTBQ 4639 SW)
Habitatkomplex (Hauptreproduktionsstätte)
im UR vorhanden (Grobfilter)
Habitatpotenzialanalyse / arttypischer
Lebensraumanspruch im UR vorhanden
(Feinfilter)
im Wirkraum des Bauvorhabens
(Einzelartenprüfung)
14
Habitatkomplexe
30
Datengrundlage
379
Chlidonias leucopterus
Weißflügel-Seeschwalbe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
sg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
209
Ciconia ciconia
Weißstorch
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
V
3
B+G
VRL-I
sg
G
unzureichend
x
x
x
x
x
x
x
x
< 30-100
226
Branta leucopsis
Weißwangengans
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
x
411
Jynx torquilla
Wendehals
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
3
2
B
sg
G
unzureichend
x
x
x
x
x
x
10-50
259
Pernis apivorus
Wespenbussard
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
V
3
B
VRL-I
sg
L
unzureichend
x
x
x
x
x
x
x
100-200
410
Upupa epops
Wiedehopf
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
2
1
B
sg
E
unzureichend
x
x
x
x
x
433
Anthus pratensis
Wiesenpieper
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
2
B+G
bg
E
schlecht
x
x
x
x
x
x
x
x
10-20
436
Motacilla flava
Wiesenschaftstelze
(Schafstelze)
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
V
3
B
bg
G
günstig
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
-
271
Circus pygargus
Wiesenweihe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
2
1
B
VRL-I
sg
E
nicht bewertet
x
x
x
x
x
150-300
492
Regulus regulus
Wintergoldhähnchen
häufige Brutvogelart
V
V
B
bg
G
günstig*
< 5
288
Falco cherrug
Würgfalke
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
n.b.
R
B
VRL-I
sg
E
nicht bewertet
x
443
Troglodytes troglodytes
Zaunkönig
häufige Brutvogelart (A)
u
B
bg
G
günstig
x
x
x
404
Caprimulgus europaeus
Ziegenmelker
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
2
1
B
VRL-I
sg
E
unzureichend
x
x
x
x
5-10
490
Phylloscopus collybita
Zilpzalp
häufige Brutvogelart (A)
u
B
bg
G
günstig
x
x
x
200
Ixobrychus minutus
Zwergdommel
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
2
1
B
VRL-I
sg
E
unzureichend
x
x
x
221
Anser erythropus
Zwerggans
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
x
x
360
Larus minutus
Zwergmöwe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
255
Mergus albellus
Zwergsäger
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
495
Ficedula parva
Zwergschnäpper
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
R
R
B
VRL-I
sg
E
nicht bewertet
x
335
Lymnocryptes minimus
Zwergschnepfe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
sg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
214
Cygnus columbianus
Zwergschwan
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
VRL-I
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
x
x
x
100-300
376
Sterna albifrons
Zwergseeschwalbe
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
0
0
B
VRL-I
sg
E
nicht bewertet
x
x
x
326
Calidris minuta
Zwergstrandläufer
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
nicht
gelistet
G
bg
Gastvogel
Gastvogel
x
x
x
187
Tachybaptus ruficollis
Zwergtaucher
hervorgehobene artenschutzrechtliche
Bedeutung
V
3
B+G
bg
G
günstig
x
x
x
50-100
*
Die Betroffenheit der weitverbreiteten BV-Arten findet im Text
überschlägig Beachtung. Sie wird anhand der Art des Eingriffes
(z.B. Gehölzfällungen) in Gegenüberstellung zur BV-Gilde (z.B.
Freibrüter/Höhlenbrüter) ermittelt und mit Vermeidungsmaßnahmen
bedacht.

Bebauungsplan „REWE-Markt - An der Alten Zuckerfabrik" - Markranstädt
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Anlage 2
Tabelle: Streng geschützte Tier- und Pflanzenarten (außer Vögel) in Sachsen, Version 2.0
Art-ID
Artengruppe
Artname
Artname
RL
EU
D
Erhaltungszustand
1
2
3
3
5
6
7
8
9
Art-ID
Artengruppe
wissenschaftlicher Artname
deutscher Artname
Rote Liste Sachsen
Anhang FFH-RL
sg = besonders und streng geschützt
Erhaltungszustand in Sachsen (teilweise gutachterliche
Einstufung)
Wälder
Gehölze, Baumbestand
Fließgewässer, Quellen
Stillgewässer inkl. Ufer
Sümpfe, Niedermoore, Ufer
Moore
Heiden, Magerrasen
Grünland, Grünanlagen
Feuchtgrünland, Staudenfluren
Äcker und Sonderkulturen
Ruderalfluren, Brachen
Gebäude, Siedlungen
Höhlen, Bergwerksanlagen
Fels-/Gesteins-/Offenbodenbiotope
Bergbaubiotope
Verbreitungsgebiet der Art im UR (Auswertung MTBQ
4639 SW)
arttypischer Lebensraum im UR vorhanden (Grobfilter)
arttypisches Habitat im UR vorhanden/im Wirkraum des
Bauvorhabens (Feinfilter)
im Wirkraum des Bauvorhabens (Einzelartenprüfung)
65
Amphibien
Triturus cristatus
Nördlicher Kammmolch
3
II IV
sg
unzureichend
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
69
Amphibien
Bombina bombina
Rotbauchunke
3
II IV
sg
unzureichend
x
x
x
x
71
Amphibien
Pelobates fuscus
Knoblauchkröte
V
IV
sg
günstig
x
x
x
x
x
x
x
x
x
72
Amphibien
Bufo calamita
Kreuzkröte
2
IV
sg
schlecht
x
x
x
73
Amphibien
Bufo viridis
Wechselkröte
2
IV
sg
schlecht
x
x
x
x
x
x
x
x
75
Amphibien
Hyla arborea
Laubfrosch
3
IV
sg
unzureichend
x
x
x
x
x
x
x
x
79
Amphibien
Rana arvalis
Moorfrosch
V
IV
sg
günstig
x
x
x
x
x
x
80
Amphibien
Rana dalmatina
Springfrosch
V
IV
sg
günstig
x
x
x
81
Amphibien
Pelophylax lessonae
Kleiner Wasserfrosch
3
IV
sg
unbekannt
x
x
x
x
87
Reptilien
Lacerta agilis
Zauneidechse
3
IV
sg
unzureichend
x
x
x
x
x
x
x
x
x
91
Reptilien
Natrix tesselata
Würfelnatter
1
IV
sg
schlecht
x
x
92
Reptilien
Coronella austriaca
Glattnatter
2
IV
sg
unzureichend
x
x
x
x
x
105
Säugetiere
Rhinolophus hipposideros
Kleine Hufeisennase
2
II IV
sg
unzureichend
x
x
x
x
x
106
Säugetiere
Myotis mystacinus
Kleine Bartfledermaus
2
IV
sg
unzureichend
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
107
Säugetiere
Myotis brandtii
Große Bartfledermaus
3
IV
sg
unzureichend
x
x
x
x
x
x
108
Säugetiere
Myotis nattereri
Fransenfledermaus
V
IV
sg
günstig
x
x
x
x
x
x
x
109
Säugetiere
Myotis bechsteinii
Bechsteinfledermaus
2
II IV
sg
unzureichend
x
x
x
x
110
Säugetiere
Myotis myotis
Großes Mausohr
3
II IV
sg
günstig
x
x
x
x
x
111
Säugetiere
Myotis daubentonii
Wasserfledermaus
*
IV
sg
günstig
x
x
x
x
x
x
112
Säugetiere
Myotis dasycneme
Teichfledermaus
R
II IV
sg
unbekannt
x
x
x
x
x
113
Säugetiere
Vespertilio murinus
Zweifarbfledermaus
3
IV
sg
unzureichend
x
x
x
x
x
x
114
Säugetiere
Eptesicus nilssonii
Nordfledermaus
2
IV
sg
unzureichend
x
x
x
x
x
115
Säugetiere
Eptesicus serotinus
Breitflügelfledermaus
3
IV
sg
unzureichend
x
x
x
x
x
x
x
x
x
116
Säugetiere
Nyctalus noctula
Abendsegler
V
IV
sg
unzureichend
x
x
x
x
x
x
x
x
117
Säugetiere
Nyctalus leisleri
Kleinabendsegler
3
IV
sg
unzureichend
x
x
x
119
Säugetiere
Pipistrellus nathusii
Rauhhautfledermaus
3
IV
sg
unzureichend
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
120
Säugetiere
Barbastella barbastellus
Mopsfledermaus
2
II IV
sg
unzureichend
x
x
x
x
x
x
x
x
x
121
Säugetiere
Plecotus auritus
Braunes Langohr
V
IV
sg
günstig
x
x
x
x
x
Datengrundlage
18
Habitatkomplexe

Bebauungsplan „REWE-Markt - An der Alten Zuckerfabrik" - Markranstädt
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Anlage 2
Art-ID
Artengruppe
Artname
Artname
RL
EU
D
Erhaltungszustand
1
2
3
3
5
6
7
8
9
Art-ID
Artengruppe
wissenschaftlicher Artname
deutscher Artname
Rote Liste Sachsen
Anhang FFH-RL
sg = besonders und streng geschützt
Erhaltungszustand in Sachsen (teilweise gutachterliche
Einstufung)
Wälder
Gehölze, Baumbestand
Fließgewässer, Quellen
Stillgewässer inkl. Ufer
Sümpfe, Niedermoore, Ufer
Moore
Heiden, Magerrasen
Grünland, Grünanlagen
Feuchtgrünland, Staudenfluren
Äcker und Sonderkulturen
Ruderalfluren, Brachen
Gebäude, Siedlungen
Höhlen, Bergwerksanlagen
Fels-/Gesteins-/Offenbodenbiotope
Bergbaubiotope
Verbreitungsgebiet der Art im UR (Auswertung MTBQ
4639 SW)
arttypischer Lebensraum im UR vorhanden (Grobfilter)
arttypisches Habitat im UR vorhanden/im Wirkraum des
Bauvorhabens (Feinfilter)
im Wirkraum des Bauvorhabens (Einzelartenprüfung)
Datengrundlage
18
Habitatkomplexe
122
Säugetiere
Plecotus austriacus
Graues Langohr
2
IV
sg
unzureichend
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
128
Säugetiere
Castor fiber
Biber
V
II IV
sg
günstig
x
x
x
131
Säugetiere
Muscardinus avellanarius
Haselmaus
3
IV
sg
unzureichend
x
x
139
Säugetiere
Cricetus cricetus
Feldhamster
1
IV
sg
schlecht
x
x
146
Säugetiere
Canis lupus
Wolf
2
II* IV
sg
unzureichend
x
x
x
x
x
158
Säugetiere
Lutra lutra
Fischotter
3
II IV
sg
günstig
x
x
x
159
Säugetiere
Felis silvestris
Wildkatze
1
IV
sg
unbekannt
x
x
x
x
x
x
x
x
160
Säugetiere
Lynx lynx
Luchs
1
II IV
sg
schlecht
x
179
Säugetiere
Pipistrellus pipistrellus
Zwergfledermaus
V
IV
sg
günstig
x
x
x
x
x
x
x
x
x
180
Säugetiere
Pipistrellus pygmaeus
Mückenfledermaus
3
IV
sg
unzureichend
x
x
x
x
x
862
Farn- und Samenpflanzen
Asplenium adulterinum
Braungrüner Streifenfarn
1
II IV
sg
unzureichend
x
989
Farn- und Samenpflanzen
Botrychium matricariifolium
Ästige Mondraute
1
sg
schlecht
x
x
1409
Farn- und Samenpflanzen
Coleanthus subtilis
Scheidenblütgras
R
II IV
sg
günstig
x
x
1522
Farn- und Samenpflanzen
Cypripedium calceolus
Gelber Frauenschuh
1
II IV
sg
unbekannt
x
x
x
1929
Farn- und Samenpflanzen
Gentianella lutescens
Karpaten-Fransenenzian
1
sg
schlecht
x
2329
Farn- und Samenpflanzen
Lindernia procumbens
Liegendes Büchsenkraut
R
IV
sg
unzureichend
x
2373
Farn- und Samenpflanzen
Luronium natans
Froschkraut
1
II IV
sg
schlecht
x
x
x
3754
Farn- und Samenpflanzen
Trichomanes speciosum
Prächtiger Dünnfarn
3
II IV
sg
unzureichend
x
8443
Käfer
Cylindera arenaria viennensis
Wiener Sandlaufkäfer
2
sg
unzureichend
x
x
8457
Käfer
Carabus menetriesi pacholei
Menetries-Laufkäfer
1
II*
sg
schlecht
x
x
9221
Käfer
Graphoderus bilineatus
Schmalbindiger Breitflügel-Tauchkäfer
3
II IV
sg
unzureichend
x
x
9227
Käfer
Dytiscus latissimus
Breitrand
1
II IV
sg
nicht bewertet
x
x
10064
Käfer
Dicerca furcata
Scharfzähniger Zahnflügel-Prachtkäfer
sg
unbekannt
x
10065
Käfer
Dicerca moesta
Linienhalsiger Zahnflügel-Prachtkäfer
sg
unbekannt
x
11890
Käfer
Gnorimus variabilis
Veränderlicher Edelscharrkäfer
1
sg
schlecht
x
x
11890
Käfer
Protaetia speciosissima
Großer Goldkäfer
1
sg
schlecht
x
x
11895
Käfer
Osmoderma eremita
Eremit
2
II* IV
sg
unzureichend
x
x
11906
Käfer
Aesalus scarabaeoides
Kurzschröter
1
sg
unbekannt
x

Bebauungsplan „REWE-Markt - An der Alten Zuckerfabrik" - Markranstädt
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Anlage 2
Art-ID
Artengruppe
Artname
Artname
RL
EU
D
Erhaltungszustand
1
2
3
3
5
6
7
8
9
Art-ID
Artengruppe
wissenschaftlicher Artname
deutscher Artname
Rote Liste Sachsen
Anhang FFH-RL
sg = besonders und streng geschützt
Erhaltungszustand in Sachsen (teilweise gutachterliche
Einstufung)
Wälder
Gehölze, Baumbestand
Fließgewässer, Quellen
Stillgewässer inkl. Ufer
Sümpfe, Niedermoore, Ufer
Moore
Heiden, Magerrasen
Grünland, Grünanlagen
Feuchtgrünland, Staudenfluren
Äcker und Sonderkulturen
Ruderalfluren, Brachen
Gebäude, Siedlungen
Höhlen, Bergwerksanlagen
Fels-/Gesteins-/Offenbodenbiotope
Bergbaubiotope
Verbreitungsgebiet der Art im UR (Auswertung MTBQ
4639 SW)
arttypischer Lebensraum im UR vorhanden (Grobfilter)
arttypisches Habitat im UR vorhanden/im Wirkraum des
Bauvorhabens (Feinfilter)
im Wirkraum des Bauvorhabens (Einzelartenprüfung)
Datengrundlage
18
Habitatkomplexe
11970
Käfer
Necydalis major
Großer Wespenbock
2
sg
unbekannt
x
x
11971
Käfer
Necydalis ulmi
Panzers Wespenbock
1
sg
schlecht
x
x
11973
Käfer
Cerambyx cerdo
Heldbock
1
II IV
sg
unzureichend
x
x
12403
Libellen
Coenagrion ornatum
Vogel-Azurjungfer
1
II
sg
schlecht
x
x
12411
Libellen
Nehalennia speciosa
Zwerglibelle
0
sg
schlecht
x
12412
Libellen
Gomphus flavipes
Asiatische Keiljungfer
G
IV
sg
unzureichend
x
12414
Libellen
Ophiogomphus cecilia
Grüne Flussjungfer
3
II IV
sg
günstig
x
x
12423
Libellen
Aeshna subarctica
Hochmoor-Mosaikjungfer
1
sg
schlecht
x
x
12431
Libellen
Somatochlora alpestris
Alpen-Smaragdlibelle
1
sg
unzureichend
x
x
13342
Libellen
Leucorrhinia albifrons
Östliche Moosjungfer
2
IV
sg
unzureichend
x
x
x
13343
Libellen
Leucorrhinia caudalis
Zierliche Moosjungfer
1
IV
sg
schlecht
x
x
13345
Libellen
Leucorrhinia pectoralis
Große Moosjungfer
2
II IV
sg
unzureichend
x
x
x
x
15765
Schmetterlinge
Lycaena dispar
Großer Feuerfalter
*
II IV
sg
günstig
x
x
x
x
15784
Schmetterlinge
Phengaris teleius
Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling
1
II IV
sg
unzureichend
x
x
15785
Schmetterlinge
Phengaris nausithous
Dunkler Wiesenknopf-Ameisenblgäuling
*
II IV
sg
günstig
x
x

Bebauungsplan „REWE-Markt - An der Alten Zuckerfabrik" - Markranstädt
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Anlage 2
Art-ID
Artengruppe
Artname
Artname
RL
EU
D
Erhaltungszustand
1
2
3
3
5
6
7
8
9
Art-ID
Artengruppe
wissenschaftlicher Artname
deutscher Artname
Rote Liste Sachsen
Anhang FFH-RL
sg = besonders und streng geschützt
Erhaltungszustand in Sachsen (teilweise gutachterliche
Einstufung)
Wälder
Gehölze, Baumbestand
Fließgewässer, Quellen
Stillgewässer inkl. Ufer
Sümpfe, Niedermoore, Ufer
Moore
Heiden, Magerrasen
Grünland, Grünanlagen
Feuchtgrünland, Staudenfluren
Äcker und Sonderkulturen
Ruderalfluren, Brachen
Gebäude, Siedlungen
Höhlen, Bergwerksanlagen
Fels-/Gesteins-/Offenbodenbiotope
Bergbaubiotope
Verbreitungsgebiet der Art im UR (Auswertung MTBQ
4639 SW)
arttypischer Lebensraum im UR vorhanden (Grobfilter)
arttypisches Habitat im UR vorhanden/im Wirkraum des
Bauvorhabens (Feinfilter)
im Wirkraum des Bauvorhabens (Einzelartenprüfung)
Datengrundlage
18
Habitatkomplexe
15789
Schmetterlinge
Scolitantides orion
Fetthennen-Bläuling
1
sg
schlecht
x
15810
Schmetterlinge
Brenthis daphne
Brombeer-Perlmutterfalter
nb
sg
unbekannt
x
15827
Schmetterlinge
Euphydryas maturna
Eschen-Scheckenfalter
1
II IV
sg
schlecht
x
x
16242
Schmetterlinge
Euxoa vitta
Sandraseneule
R
sg
unbekannt
x
x
16283
Schmetterlinge
Scopula decorata
Sandthymian-Kleinspanner
1
sg
schlecht
x
x
16305
Schmetterlinge
Idaea contiguaria
Fetthennen-Felsflur-Kleinspanner
2
sg
unzureichend
x
16317
Schmetterlinge
Scotopteryx coarctaria
Ginsterheiden-Wellenstriemenspanner
1
sg
unbekannt
x
x
16475
Schmetterlinge
Carsia sororiata imbutata
Moosbeerenspanner
1
sg
schlecht
x
16522
Schmetterlinge
Artiora evonymaria
Pfaffenhütchen-Wellrandspanner
1
sg
schlecht
x
x
16588
Schmetterlinge
Hipparchia statilinus
Eisenfarbener Samtfalter
1
sg
schlecht
x
x
16724
Schmetterlinge
Amphipyra livida
Schwarze Hochglanzeule
1
sg
schlecht
x
16889
Schmetterlinge
Anarta cordigera
Moor-Bunteule
1
sg
schlecht
x
17525
Schmetterlinge