© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen | Fachbeitrag Nr. 5/2019 |
1
Babe Anke Staude
Alleinstehende in Sachsen –
Statistisches Portrait einer Lebensweise
Einleitung, methodische Hinweise
Im Mikrozensus
1)
werden seit 1996 differenziert
Daten zur Abbildung von Lebensformen (Ehepaare
und Lebensgemeinschaften mit ledigen Kindern,
Alleinerziehende, Ehepaare und Lebensgemein-
schaften ohne ledige Kinder und Alleinstehende)
erhoben. Diese bilden die wesentliche Grundlage
für die dargestellten Ergebnisse des Beitrages.
Eine Lebensform, die sich in den letzten Jahrzehn-
ten am dynamischsten entwickelt hat, ist neben
den Ehepaaren mit minderjährigen Kindern das
Alleinleben. (siehe [1], S. 10) Oft wird Alleinleben
mit „allein wohnen“ verbunden. Tatsächlich gab es
nach den Ergebnissen des Mikrozensus von 2017
in Sachsen 929 700 Ein-Personen-Haushalte. Das
waren auf alle Haushalte bezogen 43,4 Prozent.
Damit lag Sachsen über dem Bundesdurchschnitt
(41,8 Prozent) und hatte nach den Stadtstaaten
Berlin, Hamburg und Bremen den höchsten Wert
bei den Flächenländern. (siehe Abb. 1)
„Steigende Zahl von Singles“ oder „Vereinsamung“ sind Themen die auftauchen, wenn über die Entwick-
lung der heutigen Lebensweise gesprochen wird. Hinzu kommt der Eindruck, dass auch die Entwicklung
der Technik und des Dienstleistungsangebotes für private Haushalte und die damit steigende Unabhän-
gigkeit der Lebensführung von anderen Personen sowie die enormen Möglichkeiten der digitalen Kom-
munikation in ihrer ganzen Breite die Tendenz des Alleinlebens befördern.
Auf Basis der Daten des Mikrozensus werden in diesem Beitrag Aspekte der Lebenssituation von
Alleinstehenden in den Fokus genommen. Nach methodischen Hinweisen erfolgt eine Darstellung der
Entwicklung der Gruppe der Alleinstehenden seit 1996. Anschließend werden einige Besonderheiten
der Lebenssituation Alleinstehender in unterschiedlichen Lebensphasen betrachtet.
Abb. 1 Anteil der Einpersonenhaushalte an den Haushalten insgesamt 1991 und 2017 nach Ländern
_____
Datenquelle: [2], eigene Berechnung
0
10
20
30
40
50
60
Berlin
Hamburg
Bremen
Sachsen
Niedersachsen
Sachsen-Anhalt
Bayern
Deutschland
Schleswig-Holstein
Thüringen
Hessen
Nordrhein-Westfalen
Saarland
Mecklenburg-Vorpommern
Baden-Württemberg
Brandenburg
Rheinland-Pfalz
Prozent
1991
2017
_____
1) weitere Informationen zum Mikrozensus siehe:
https://www.statistik.sachsen.de/html/9607.htm

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2
Was verbirgt sich aber hinter den Einpersonen-
haushalten und was ist der Unterschied zu Allein-
lebenden oder Alleinstehenden?
Einpersonenhaushalt, Alleinstehende, Allein-
lebende – definitorische Aspekte
Ein
Einpersonenhaushalt
wird in der amtlichen
Statistik als privater Haushalt verstanden, in dem
eine Einzelperson wirtschaftet und lebt. Der Schwer-
punkt der Zuordnung liegt also auf dem selbständi-
gen Wirtschaften.
Betrachtet man die Lebensformen, wird der Fami-
lienzusammenhang der Menschen in den privaten
Haushalten in den Fokus gerückt.
Alleinstehende
sind danach Personen, die nicht als Paar oder in
Gemeinschaft mit den eigenen ledigen Kindern
(auch Adoptiv-, Pflege- und Stiefkindern) leben.
Dennoch können sie auch in Mehrpersonen-
haushalten mit anderen Personen z. B. in Wohn-
gemeinschaften zusammenleben. (siehe Tab. 1)
Alleinstehende Personen können, obwohl in ge-
trennten Haushalten, auch in einer Paarbeziehung
leben. Das wird häufig auch bei jungen Leuten, die
sich noch in der Lebensphase vor der Familien-
gründung befinden, anzunehmen sein. Diese bilo-
kalen Paarbeziehungen können anhand der Daten
aus dem Mikrozensus aber nicht dargestellt wer-
den. (siehe [1], S. 24)
Alleinlebende
als Untergruppe der Alleinstehen-
den sind Personen, die alleinstehend sind und ei-
nen Einpersonenhaushalt führen.
Die folgenden Ausführungen widmen sich den
Alleinstehenden, also den Personen die in Ein-
personenhaushalten oder alleinstehend in Mehrper-
sonenhaushalten wie z. B. Wohngemeinschaften
leben. Sie basieren auf den Ergebnissen des Mikro-
zensus über die Bevölkerung in privaten Haushalten
am Wohnsitz der Lebensform
2)
. Zunächst erfolgt die
Darstellung allgemeiner Aspekte und Entwicklun-
gen seit der Einführung des Lebensformkonzeptes
im Mikrozensus im Jahr 1996 bei den Alleinste-
henden in Sachsen. Aufgrund von methodischen
Änderungen wie 2005 der Umstellung auf Jahres-
durchschnittswerte, 2011 der Hochrechnung auf Ba-
sis des Zensus 2011 und ab 2016 der Umstellung
auf eine neue Stichprobe sowie durch die Belegung
der Frage nach Lebenspartner im gleichen Haushalt
mit Auskunftspflicht ab 2017 sind Einschränkungen
im Zeitvergleich möglich. (siehe [3]) Deswegen wird
im Wesentlichen auf Strukturen und Entwicklung
abgestellt. Anschließend erfolgt ein Blick auf die Al-
leinstehenden in verschiedenen Lebensphasen. Hier
werden die Ergebnisse von 2017 zu Alleinstehenden
im Alter bis unter 35 Jahren, von 35 bis unter 65 Jah-
ren und von 65 Jahren und älter separat betrachtet.
Anteil der Alleinstehenden in Sachsen deutlich
gestiegen
1996 gab es in Sachsen 692 900 Alleinstehende
und 3 821 900 Personen, die als Paare ohne Kin-
der oder in familialen Lebensformen zusammen
lebten. Der Anteil der Alleinstehenden an der Be-
völkerung (in Lebensformen) betrug 15,3 Prozent.
2017 hatte sich die Zahl der Alleinstehenden auf
960 000 erhöht und die Bevölkerung in den ande-
ren Lebensformen auf 3 062 300 verringert. Der
Anteil der Alleinstehenden lag damit bei 23,9 Pro-
zent und deutlich höher als 1996. (Abb. 2)
Tab. 1 Alleinstehende in Ein- und Mehrpersonen-
haushalten in Sachsen 2017 nach Alters-
gruppen
(in 1 000)
Einpersonen-
haushalten
Mehrpersonen-
haushalten
15 - 25
77,6
70,0
7,6
25 - 35
169,5
158,3
11,3
35 - 45
100,5
94,4
6,1
45 - 55
126,9
121,5
5,4
55 - 65
135,7
130,0
5,7
65 - 75
114,5
111,5
/
75 - 85
161,2
156,1
5,1
85 und mehr
74,0
69,9
/
Insgesamt
960,0
911,7
48,2
Alter
von … bis
unter … Jahren
Insgesamt
Davon in …
Abb. 2 Anteil der Alleinstehenden an der Bevöl-
kerung in Sachsen 1996 bis 2017
0
5
10
15
20
25
1996 1999 2002 2005 2008 2011 2014 2017
Prozent
_____
2) Zur Bevölkerung am Wohnsitz der Lebensform zählen alle Mit-
glieder einer Lebensform (z. B. Alleinerziehende mit Kindern),
deren Bezugsperson (hier: Vater oder Mutter) am Ort der Haupt-
wohnung lebt.

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In den sächsischen Großstädten besonders
viele Alleinstehende
Auch wenn das Leben als Alleinstehende (in einem
Ein- oder Mehrpersonenhaushalt) eine etablierte
Lebensform ist, zeigen sich doch in Abhängigkeit
vom Urbanisierungsgrad
3)
regionale Unterschiede
der Ausprägung. So war es in den drei sächsi-
schen Großstädten besonders ausgeprägt. 2017
lag der Anteil der Alleinstehenden an den Lebens-
formen in Leipzig bei 53,5 Prozent, in Dresden bei
50,8 Prozent und in Chemnitz bei 47,5 Prozent.
Am niedrigsten fiel er in den Landkreisen Leipzig
und Bautzen (jeweils 37,8 Prozent), Nordsachsen
(38,9 Prozent) und Sächsische Schweiz-Osterzge-
birge (39,2 Prozent) aus.
Bezogen auf die Bevölkerung in Lebensformen
zeigt sich ein analoges Bild. In den drei Groß-
städten war der Anteil der Alleinstehenden an
der gesamten Bevölkerung in Lebensformen am
höchsten. So gehörte in Leipzig fast ein Drittel
(31,0 Prozent) dazu. In Dresden (28,4 Prozent) und
in Chemnitz (25,8 Prozent) waren es mehr als ein
Viertel. In den Landkreisen Bautzen (18,3 Prozent),
Leipzig (19,3 Prozent), Nordsachen (20,1 Prozent)
und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (20,5 Pro-
zent) wurden wiederum die niedrigsten Anteile von
Alleinstehenden verzeichnet.
Anteil der Senioren an den Alleinstehenden
rückläufig
Wenn teilweise auch immer noch die Annahme
besteht, dass überwiegend Senioren allein leben,
zeigt die Statistik inzwischen ein anderes Bild.
Zwar waren tatsächlich in den Jahren 1996 und
1997 noch mehr als die Hälfte der Alleinstehenden
65 Jahre und älter, jedoch hat sich das Bild seit-
dem gravierend verändert. Seit 2005 lag ihr Anteil
stetig unter 40 Prozent. Im Gegenzug stieg der An-
teil der unter 35-Jährigen an den Alleinstehenden
von 17,8 Prozent im Jahr 1996 auf 25,7 Prozent im
Jahr 2017. Der Anteil der 35- bis unter 65-Jährigen
erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 30,9 Pro-
zent auf 37,8 Prozent. (siehe Abb. 4)
Diese Veränderungen gingen einher mit demo-
grafischen Entwicklungen wie z. B. dem „Her-
auswachsen“ des Frauenüberschusses der letzten
Nachkriegsgeneration (siehe [4], S. 10), der Erhö-
hung der Lebenserwartung für beide Geschlechter
und der deutlich späteren Familiengründung bei jun-
gen Leuten als noch Anfang der Neunziger Jahre.
(siehe [5], S. 7 f.)
_____
3) Der Urbanisierungsgrad bezeichnet den Anteil der Stadtbewoh-
ner an der Gesamtbevölkerung.
Görlitz
Bautzen
Leipzig
Meißen
Nordsachsen
Mittelsachsen
Erzgebirgskreis
Zwickau
Vogtlandkreis
Sächsische Schweiz-
Osterzgebirge
Dresden,
Stadt
Leipzig,
Stadt
Chemnitz,
Stadt
Kartengrundlage:
Verwaltungsgrenzen, © GeoSN 2018
Abb. 3 Anteil der Alleinstehenden an der
Bevölkerung in Sachsen 2017
Gebietsstand: 1. Januar 2018
Anteil der Alleinstehenden
von ... bis unter ... Prozent
15 - 20
20 - 25
25 - 30
30 - 35
Abb. 4 Alleinstehende in Sachsen 1996 bis 2017 nach Altersgruppen
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
unter 25
25 - 35
35 - 45
45 - 55
55 - 65
65 - 75
75 - 85
85 und mehr
Prozent
Alter von ... bis
unter ... Jahren

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Schere zwischen alleinstehenden Männern und
Frauen schließt sich
Neben den Veränderungen bei den Altersgruppen
vollzog sich eine zweite Entwicklung hinsichtlich
der Geschlechterverteilung. Seit 1996 hat sich die
Zahl der alleinstehenden Männer mehr als ver-
doppelt. Betrug ihre Zahl 1996 noch 224 300 lag
sie 2017 bei 475 600. Die Zahl der alleinstehen-
den Frauen hat sich im Unterschied dazu im glei-
chen Zeitraum nur geringfügig um 15 700 erhöht
und lag 2017 bei 484 300. Waren 1996 also noch
mehr als zwei Drittel der Alleinstehenden Frauen,
hat sich bis 2017 fast eine paritätische Verteilung
herausgebildet (50,5 Prozent Frauen, 49,5 Prozent
Männer).
Bei Jüngeren mehr Männer, bei Älteren mehr
Frauen alleinstehend
Bisher zeigte sich, dass sich die Gruppe der Allein-
stehenden seit 1996 „verjüngt“ hat und der Anteil
beider Geschlechter fast gleich ist. Im Kontext zur
Bevölkerung insgesamt wird deutlich, dass Phasen
des Alleinlebens besonders in der Jugend und im
Alter größere Bedeutung haben. (siehe Abb. 6)
Für junge Menschen ist mit der emotionalen und
sozialen Ablösung vom Elternhaus und während
der eigenen Identitätssuche und Suche nach den
ihnen gemäßen Lebensformen ein temporäres Le-
ben als „Single“ nicht ungewöhnlich. Die Verlänge-
rung der Bildungs- und Ausbildungsdauer und die
Verzögerung des Übergangs von Jugendlichen in
den Erwachsenenstatus mit ökonomischer Selb-
ständigkeit und Familiengründung verlängern die-
se Phase ggf. auch. (siehe [6]) Als Gründe für den
1996 unverkennbar niedrigeren Anteil der Alleinle-
benden bei den jüngeren Altersgruppen können in
Sachsen auch noch Nachwirkungen der traditio-
nell früheren und häufigeren Eheschließungen und
der Wohnungsknappheit in der ehemaligen DDR
angenommen werden. (siehe [1] S. 27)
Bei Senioren über 65 Jahren und besonders bei
den Frauen ergibt sich das Alleinleben häufig
durch den Tod des Partners. Weiter zeigt sich,
dass bei den Männern die Anteile der Alleinstehen-
den in den Altersgruppen bis unter 80 Jahre 2017
teilweise deutlich höher waren als 1996. Bei den
Frauen lagen sie 2017 bis zur Altersgruppe 55 bis
unter 60 Jahren über denen von 1996. Dabei war
der Unterschied allerdings nicht so deutlich wie bei
den Männern.
Im Folgenden soll auf einige Aspekte des Lebens
der Alleinstehenden in den verschiedenen Lebens-
phasen eingegangen werden.
Jüngere Alleinlebende
(15 bis unter 35 Jahre)
Junge Männer deutlich häufiger alleinstehend
als junge Frauen
2017 gab es unter den jungen Leuten im Alter von
15 bis unter 35 Jahren 247 100 Alleinstehende
(29,8 Prozent). Mit dem Einstieg in das Erwachse-
nenleben ändert sich Vieles im Leben der jungen
Menschen. Berufliche Ausbildung oder Studium,
Abb. 5 Alleinstehende in Sachsen 1996 bis 2017
nach Geschlecht
0
30
40
50
60
70
1996 1999 2002 2005 2008 2011 2014 2017
Prozent
weiblich
männlich
Abb. 6 Anteil der Alleinstehenden an der Bevölkerung in Sachsen 1996 und 2017 nach Altersgruppen
und Geschlecht
_____
0
20
40
60
80
100
15-20 20-25 25-30 30-35 35-40 40-45 45-50 50-55 55-60 60-65 65-70 70-75 75-80 80-85 85 und
mehr
Prozent
_____
1996: Anteil der Altersgruppe 15 bis unter 20 Jahren ist aufgrund der geringen Besetzungswerte nicht darstellbar.
Frauen 1996
Männer 1996
Frauen 2017
Männer 2017
Alter von ... bis unter ... Jahren

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erste Partnerschaften und die Lösung aus dem
Elternhaus gehen mit zunehmendem Alter einher
mit der Veränderung der Lebensformen. Lebten
von den 15- bis unter 20-Jährigen noch 89,1 Pro-
zent als Kind im elterlichen Haushalt, waren es
in der Altersgruppe von 20 bis unter 25 Jahren
nur noch rund ein Drittel (34,8 Prozent). Von den
25- bis unter 30-Jährigen lebten etwa ein Zehntel
(10,4 Prozent) und von den 30- bis unter 35-Jähri-
gen noch 6,1 Prozent bei den Eltern.
Im Gegenzug stieg der Anteil der jungen Leute,
die in Ehe- oder Lebensgemeinschaften ohne oder
auch schon mit Kindern oder als Alleinerziehende
leben, mit zunehmendem Alter stetig. Lag er bei
den 20- bis unter 25-Jährigen bei gut einem Fünf-
tel (22,1 Prozent), erhöhte er sich bei den 25- bis
unter 30-Jährigen auf die Hälfte (51,2 Prozent).
Von den 30- bis unter 35-Jährigen lebten zwei
Drittel mit Partnern in Ehe- oder Lebensgemein-
schaften oder als Alleinerziehende mit Kind(ern)
zusammen.
Alleinstehend zu sein war unter den 20- bis unter
25-Jährigen am stärksten ausgeprägt. 43,1 Pro-
zent von ihnen hatten diesen Status (unabhängig
davon, ob sie tatsächlich partnerlos waren oder
eine bilokale Beziehung führen). Bei den 25- bis
unter 30-Jährigen zählten gut ein Drittel (38,4 Pro-
zent) und bei den 30- bis unter 35-Jährigen reichlich
ein Viertel (27,8 Prozent) zu den Alleinstehenden.
Zwischen den jungen Männern und Frauen gab es
deutliche Unterschiede. Frauen lebten früher und
häufiger in Gemeinschaft mit einem Partner und/
oder Kind(ern) zusammen. Junge Männer lebten
etwas länger und häufiger im Haushalt der Eltern
und waren deutlich häufiger alleinstehend, als ihre
Altersgenossinnen. (siehe Abb. 7)
Selbst dann, wenn die Alleinerziehenden als ohne
Partner Lebende den Alleinstehenden zugerechnet
würden, bliebe ein deutlicher Männerüberschuss.
Auch zeigte er sich sowohl bei den ausländischen
als auch deutschen Alleinstehenden.
Bei 20- bis unter 30-Jährigen in Ausbildung ist
Anteil der Alleinstehenden am höchsten
Von besonderer Bedeutung im Leben junger Men-
schen ist die Ausbildung. Reichlich ein Drittel
(34,5 Prozent) der jungen Menschen im Alter von
15 bis unter 35 Jahren befanden sich in der schuli-
schen oder beruflichen Ausbildung bzw. im Studium.
Dabei nahmen die Anteile der in Ausbildung Befind-
lichen mit zunehmendem Alter und den erreichten
Abschlüssen ab. Bei den 15- bis unter 20-Jährigen
befanden sich noch 91,2 Prozent in schulischer
oder beruflicher Ausbildung und bei den 30- bis un-
ter 35-Jährigen nur noch 5,3 Prozent.
In den Altersgruppen in denen i. d. R. der Schwer-
punkt auf der beruflichen Ausbildung liegt, spielt
Abb. 7 Bevölkerung im Alter von 15 bis unter 35 Jahren 2017 nach Altersgruppen,
Geschlecht und Lebensform
0
20
40
60
80
100
15-20
20-25
25-30
30-35
15-20
20-25
25-30
30-35
Prozent
Lebensform
Frauen
Ehepaar/Lebens-
gemeinschaft/
Alleinerziehend
Alleinstehend
Kind im elterlichen
Haushalt
Alter von ... bis
unter ... Jahren
Männer
Abb. 8 Anteil der Alleinstehenden an den 15- bis
unter 35-Jährigen in Ausbildung 2017 nach
Altersgruppen
0
10
20
30
40
50
60
15-20
20-25
25-30
30-35
Alter von ... bis
unter ... Jahren
Prozent

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auch das Leben als Alleinstehende eine bedeut-
same Rolle. So lag der Anteil von Alleinstehenden
bei jungen Leuten in Ausbildung in den Altersgrup-
pen 20 bis unter 25 Jahre (48,7 Prozent) und 25
bis unter 30 Jahre (58,7 Prozent) am höchsten.
(siehe Abb. 8)
Alleinstehende im mittleren Alter (35 bis unter
65 Jahre)
26,9 Prozent aller Männer aber nur 16,6 Prozent al-
ler Frauen im Alter von 35 bis unter 65 Jahren waren
2017 alleinstehend. Wie schon bei den jüngeren Al-
leinstehenden im Alter von 15 bis unter 35 Jahren,
ergab sich damit auch hier eine eindeutige Män-
nerdominanz. So standen den 228 800 Männern
134 400 Frauen gegenüber. Selbst wenn die allein-
erziehenden Männer (14 300) und Frauen (76 200)
als ohne Partner Lebende dazu genommen wür-
den, wären die Männer immer noch in der Überzahl.
Alleinstehende Männer deutlich häufiger ledig
als alleinstehende Frauen
Alleinstehende Männer von 35 bis unter 65 Jahren
waren deutlich häufiger ledig als alleinstehende
Frauen. 62,6 Prozent von ihnen wiesen diesen Fa-
milienstand auf, bei den Frauen waren es dagegen
nur 38,7 Prozent. Dafür hatten mehr als die Hälfte
der Frauen den Familienstand verwitwet oder ge-
schieden. Bei den Männern traf das nur auf knapp
jeden Dritten (30,3 Prozent) zu.
Berufliche Abschlüsse von Alleinstehenden
etwas niedriger
Alleinstehende Männer und Frauen haben gegen-
über den Nicht-Alleinstehenden etwas niedrigere
berufliche Abschlüsse.
Von den alleinstehenden Männern besaßen 8,3 Pro-
zent
keinen
beruflichen Ausbildungsabschluss.
69,8 Prozent hatten einen Lehrabschluss oder
eine Berufsfachschule absolviert und 8,4 Prozent
Abb. 9 Alleinstehende im Alter von 35 bis unter 65 Jahren 2017 nach Geschlecht und Familienstand
1)
_____
1) Einschließlich vergleichbare Familienstände für eingetragene Lebenspartnerschaften.
0
20
40
60
80
100
Frauen
Männer
Prozent
ledig
verheiratet getrennt lebend
geschieden
verwitwet
_____
1) Mit Angabe zum beruflichen Bildungsabschluss.
2) Bachelor, Master, Diplom, Promotion einschl. Berufsakademie, Fachhochschul-, Ingenieurschul-, Verwaltungsfachhochschul-
abschluss, Lehramts-, Staatsprüfung, Magister, künstlerischer Abschluss oder vergleichbare Abschlüsse.
3) Einschl. Fachschulabschluss der ehemaligen DDR, Meister-/ Technikerausbildung sowie Abschluss einer 2- oder 3-jährigen
Schule des Gesundheitswesens.
4) Einschl. gleichwertiger Berufsfachschulabschluss, Vorbereitungsdienst für den mittleren Dienst in der öffentlichen Verwaltung
sowie Anlernausbildung (bis Geburtsjahr 1953).
5) Einschl. Anlernausbildung (ab Geburtsjahr 1954), Berufsvorbereitungsjahr, berufliches Praktikum.
Abb. 10 Nicht-Alleinstehende und Alleinstehende im Alter von 35 bis unter 65 Jahren 2017 nach
Geschlecht und höchstem berufsbildenden oder Hochschulabschluss
1)
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
Hochschul-
abschluss
2)
Fachschul-
abschluss
3)
Lehre/ Berufs-
ausbildung im
dualen System
4)
ohne Abschluss
5)
Prozent
Nicht-Allein-
Allein-
Nicht-Allein-
Allein-
stehende
stehende
stehende
stehende
Männer
Frauen

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verfügten über einen Meister- oder Fachschulab-
schluss. 13,4 Prozent konnten einen Fachhochschul-
oder Hochschulabschluss aufweisen. Von den nicht
alleinstehenden Männern besaßen nur 3,7 Prozent
keinen beruflichen Abschluss. Auch einen Lehr- oder
Berufsfachschulabschluss hatten weniger (62,7 Pro-
zent) als von den Alleinstehenden. Dafür lag der
Anteil mit Meister- oder Fachschulabschlüssen
(14,2 Prozent) und Fachhochschul- oder Hochschul-
abschlüssen (19,4 Prozent) bei ihnen deutlich höher.
Bei den Frauen ist die Verteilung ähnlich, aber
nicht ganz so stark differenziert. 5,5 Prozent der
alleinstehenden Frauen, 1,4 Prozentpunkte mehr
als bei den nicht alleinstehenden, hatten keinen
beruflichen Abschluss. Der Anteil der Frauen mit
Lehr- oder Berufsfachschulabschlüssen (62,6 Pro-
zent) lag bei alleinstehenden deutlicher über dem
von nicht alleinstehenden Frauen (56,3 Prozent).
Der Anteil mit Meister- oder Fachschulabschlüs-
sen war bei den alleinstehenden mit 19,1 Prozent
um 1,8 Prozentpunkte niedriger als bei nicht al-
leinstehenden und bei den Fachhochschul- oder
Hochschulabschlüssen mit 12,8 Prozent wieder
deutlicher unter dem von nicht alleinstehenden
Frauen (18,6 Prozent). (siehe Abb. 10)
Alleinstehende etwas seltener erwerbstätig
als Nicht-Alleinstehende
Sowohl bei den Männern als auch bei den Frau-
en zeigte sich, dass 2017 bei Alleinstehenden die
Erwerbsbeteiligung unter der von Nicht-Alleinste-
henden lag.
Während von den alleinstehenden Männern 74,1 Pro-
zent zu den Erwerbstätigen
4)
zählten, waren es bei
den Männern in Paargemeinschaften ohne Kinder
9,1 Prozentpunkte mehr. Lebten sie in Paargemein-
schaften mit Kindern oder als Alleinerziehende, wa-
ren es sogar 17,7 Prozentpunkte mehr als bei den
Alleinstehenden.
Von den alleinstehenden Frauen waren 69,6 Pro-
zent erwerbstätig. Das war von allen hier be-
trachteten Gruppen der niedrigste Wert. Ähnlich
wie bei den Männern lag die Erwerbsbeteiligung
bei Frauen in Paargemeinschaften ohne Kinder
(+9,8 Prozentpunkte) und in Paargemeinschaften
mit Kindern oder bei Alleinerziehenden (+16,3 Pro-
zentpunkte) deutlich darüber. Allerdings arbeiteten
die erwerbstätigen alleinstehenden Frauen häufi-
ger in Vollzeit (64,1 Prozent) als die nicht allein-
stehendenden. Bei Frauen in Paargemeinschaften
lag dieser Anteil bei 61,0 Prozent und bei Frauen
in Familien mit Kindern erreicht er den niedrigsten
Stand (52,5 Prozent).
Alleinstehende Nichterwerbstätige (Erwerbslose
oder Nichterwerbspersonen) suchten allerdings in
den letzten vier Wochen vor der Befragung häufi-
ger (34,7 Prozent) nach einer bezahlten Tätigkeit,
als die Nicht-Alleinstehenden. Bei Nichterwerbs-
tätigen in Paargemeinschaften ohne Kinder wa-
ren es 12,9 Prozent und bei Familien mit Kindern
26,7 Prozent.
Lebensunterhalt von Alleinstehenden öfter
aus Renten und Transferzahlungen
Die geringere Erwerbsbeteiligung der Allein-
stehenden im mittleren Alter hat auch Einfluss
darauf, aus welchen Quellen sie ihren Lebens-
unterhalt überwiegend finanzieren. Aus der eige-
Abb. 11 Bevölkerung im Alter von 35 bis unter 65 Jahren 2017 nach Lebensform, Geschlecht und
Beteiligung am Erwerbsleben
0
20
40
60
80
100
Paare mit Kindern/
Alleinerziehende
Paare ohne Kinder
Alleinstehende
Paare mit Kindern/
Alleinerziehende
Paare ohne Kinder
Alleinstehende
Prozent
Männer
Frauen
Erwerbstätige
Erwerbslose
Nichterwerbs-
personen
_____
4) Erwerbstätige sind alle Personen, die in der Berichtswoche einer
– auch geringfügigen und nicht zum Lebensunterhalt ausreichen-
den – Tätigkeit zum Zwecke des Erwerbs nachgingen. Abwei-
chend von der Definition der EU-Arbeitskräfteerhebung werden
im Mikrozensus auch Personen im freiwilligen Wehrdienst und im
Freiwilligendienst zu den Erwerbstätigen gezählt. Personen, die
zwar in der Berichtswoche nicht gearbeitet haben, jedoch in ei-
nem Arbeitsverhältnis stehen, gelten ebenfalls als Erwerbstätige,
wenn sie nicht länger als drei Monate von der Arbeit abwesend
sind.

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nen Erwerbstätigkeit konnten das 2017 etwa zwei
Drittel (66,3 Prozent). Das war deutlich weniger
als bei den gleichaltrigen Nicht-Alleinstehenden
(81,5 Prozent). Dagegen mussten Alleinstehende
mehr als drei Mal so häufig (16,4 Prozent) über-
wiegend auf Transfermittel für den Lebensunterhalt
zurückgreifen wie gleichaltrige Nicht-Alleinstehende
(4,5 Prozent). Auffällig ist auch, dass Alleinstehende
wesentlich häufiger überwiegend von Renten lebten
(14,5 Prozent) als in Familien oder Paaren Leben-
de (8,4 Prozent).
Werden alleinstehende Männer und Frauen se-
parat betrachtet, zeigen sich noch einige Unter-
schiede. Männer finanzierten ihren Lebensunterhalt
häufiger aus ihrer Erwerbstätigkeit (68,5 Prozent)
als Frauen (62,4 Prozent). Aber auch auf Transfer-
zahlungen waren sie etwas häufiger (17,4 Prozent)
als Frauen (14,8 Prozent) angewiesen. Bei den
Frauen wiederum fällt auf, dass sie fast doppelt so
oft (20,5 Prozent) wie Männer (11,0 Prozent) ihr
Leben überwiegend durch Renten und Pensionen
finanzierten. Dies betrifft bei beiden Geschlech-
tern besonders die Altersgruppe der 55- bis unter
65-Jährigen. Trotz der etwas höheren Erwerbsbe-
teiligung der Männer war das mittlere monatliche
Nettoeinkommen von 1 267 Euro nur um 97 Euro
höher als das der Frauen.
Alleinlebende im Seniorenalter
(65 Jahre und älter)
Von der Bevölkerung im Alter von 65 und mehr
Jahren zählten 349 700 zu den Alleinstehenden.
Im Unterschied zur Bevölkerung unter 65 Jahren
waren bei der älteren Bevölkerung Frauen häu-
figer (46,8 Prozent) als Männer (19,7 Prozent)
alleinstehend. Hier wirken sich die höhere Lebens-
erwartung und das Fehlen der Männer bei den
Hochbetagten der letzten Kriegsgeneration aus.
(siehe [4], S. 10)
Abb. 13 Alleinstehende Männer und Frauen im Alter von 65 und mehr Jahren 2017 nach Familienstand
1)
in Prozent
_____
1) Einschließlich vergleichbare Familienstände für eingetragene Lebenspartnerschaften.
54,8
23,5
13,9
7,8
75,4
14,8
7,4
2,4
ledig
verheiratet getrennt lebend
verwitwet
geschieden
Männer
Frauen
_____
1) Arbeitslosengeld I und II einschließlich Sozialgeld, laufende Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung u. a. Hilfen in besonderen Lebenslagen.
2) Eigenes Vermögen, Ersparnisse, Zinsen, Vermietung, Verpachtung, Altenteil, Lebensversicherung, Versorgungswerk, sonstige Unterstützungen
wie BAföG, Stipendien, Elterngeld, Asylbewerberleistungen, Vorruhestandsgeld, Leistungen aus einer Pflegeversicherung, Pflegegeld für
Pflegekinder oder -eltern, Krankengeld.
Abb. 12 Alleinstehende und Nicht-Alleinstehende im Alter von 35 bis unter 65 Jahren 2017
nach Hauptquellen des überwiegenden Lebensunterhalts
in Prozent
81,5
4,5
8,4
3,2
2,4
66,3
16,4
14,5
0,5
2,3
Eigene Erwerbstätigkeit
Transferzahlungen
1)
Rente, Pension
Einkommen von Angehörigen
Sonstiges
2)
Alleinstehende
Nicht-Alleinstehende

© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen | Fachbeitrag Nr. 5/2019 |
9
Frauen deutlich häufiger verwitwet als Männer
Der Blick auf den Familienstand der Senioren
zeigt, dass Frauen häufiger als Männer durch den
Verlust des Partners alleinstehend sind. Rund
drei Viertel (75,4 Prozent) der alleinstehenden
Seniorinnen und reichlich die Hälfte der Senioren
(54,8 Prozent) waren verwitwet. Dabei nimmt im
höheren Alter der Anteil der Verwitweten zu. Bei
den alleinstehenden Seniorinnen im Alter von 65
bis unter 75 Jahren lag er bei 59,6 Prozent, er-
höhte sich bei den 75- bis unter 85-Jährigen auf
80,2 Prozent und erreichte schließlich im Alter von
85 und mehr Jahren 85,7 Prozent.
Bei den alleinstehenden Männern im Seniorenalter
entwickelte sich der Anteil der Verwitweten noch
stärker. Er betrug bei den 65- bis unter 75-Jähri-
gen lediglich 27,1 Prozent und hat sich bei den 75-
bis unter 85-Jährigen schon mehr als verdoppelt
(68,9 Prozent). Senioren im Alter von 85 Jahren
und mehr waren zu 93,8 Prozent verwitwet.
Nettoeinkommen von alleinstehenden Senio-
rinnen etwas höher als von Senioren
Fast alle Alleinstehenden im Seniorenalter (99,0 Pro-
zent) bestritten ihren Lebensunterhalt 2017 überwie-
gend aus ihrer Rente oder Pension. Das waren noch
etwas mehr als bei den nicht alleinstehenden Seni-
oren (97,5 Prozent). Von den Nicht-Alleinstehenden
war dafür etwas häufiger (1,6 Prozent) noch die ei-
gene Erwerbstätigkeit die Haupteinkommensquelle,
als bei den Alleinstehenden.
Während bei den nicht alleinstehenden Senioren
i. d. R. Einkommensquellen mehrerer Personen
für das Bestreiten des Lebensunterhaltes und die
gemeinsame Lebensgestaltung genutzt werden
können, stehen Alleinstehenden nur die eigenen
zur Verfügung. Durch den höheren Anteil von Wit-
wen bei den alleinstehenden Seniorinnen, spielen
allerdings entsprechende Hinterbliebenenrenten
bei den Einkommen eine besondere Rolle. So ver-
fügten alleinstehende Seniorinnen trotz niedrigerer
eigener Renten mit einem mittleren monatlichen
(Gesamt-) Nettoeinkommen von 1 366 Euro sogar
über etwas höhere Einkommen, als die alleinste-
henden Männer ihres Alters (1 331 Euro). (Zu Ren-
ten und Einfluss von Pflegegeld/-leistungen und
Hinterbliebenenrenten bei Senioren siehe weitere
Ausführungen in [7], S. 4)
Resümee
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass in
Sachsen das Leben als Alleinstehende eine be-
deutsame Lebensform sowohl bei den Männern
als auch bei den Frauen geworden ist. Knapp ein
Viertel der Bevölkerung war 2017 alleinstehend.
Aber in Abhängigkeit von den Lebensphasen ist
das „Alleinstehen“ unterschiedlich geprägt:
Während im Alter bis unter 60 Jahren der An-
teil der Alleinstehenden bei den Männern über-
wiegt, trifft es bei den Älteren die Frauen.
Junge Männer (15 bis unter 35 Jahre) leben
häufiger und länger bei den Eltern oder als Al-
leinstehende, junge Frauen häufiger und eher in
Paargemeinschaften und/oder mit Kindern.
In der Hauptzeit der beruflichen Ausbildung ist
der Anteil der Alleinstehenden besonders hoch.
Alleinstehende im mittleren Alter (35 bis unter
65 Jahre) haben etwas niedrigere berufliche Ab-
schlüsse, sind etwas seltener erwerbstätig und
finanzieren ihren überwiegenden Lebensunter-
halt etwas häufiger aus Renten und Transfer-
zahlungen.
Alleinstehende Männer im mittleren Alter sind
deutlich häufiger ledig, als gleichaltrige allein-
stehende Frauen.
Von den alleinstehenden Senioren (65 Jahre und
älter) sind Frauen deutlich häufiger verwitwet, als
Männer.
Das mittlere monatliche Nettoeinkommen von
alleinstehenden Frauen im Seniorenalter ist et-
was höher als das von Männern.
Literatur- und Quellenverzeichnis
[1] Grünheid, E.: Wandel der Lebensformen in Deutschland,
BiB Working Paper 2/2017, Wiesbaden: Bundesinstitut für
Bevölkerungsforschung
https://www.bib.bund.de/Publikation/2017/Wandel-
der-Lebensformen-in-Deutschland.html?nn=9859990
Abruf: 19.03.2019
[2]
Statistisches Bundesamt: Fachserie 1 Reihe 3, Bevölkerung
und Erwerbstätigkeit, Haushalte und Familien - Ergebnisse
des Mikrozensus 2017, Wiesbaden, Juli 2018, S. 48
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/
Thematisch/Bevoelkerung/HaushalteMikrozensus/
HaushalteFamilien2010300177004.pdf?__blob=publicationFile
Abruf: 19.03.2019
[3] Statistisches Bundesamt: Qualitätsbericht – Mikrozensus
2016, Wiesbaden, Juli 2017
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Qualitaetsberichte/
Bevoelkerung/Mikrozensus2016.pdf?__blob=publicationFile
Abruf: 19.03.2019
[4] Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen:
Statistisch betrachtet – Senioren in Sachsen, Ausgabe
2016, Kamenz, Januar 2017, S.5
https://www.statistik.sachsen.de/download/300_Voe-
Faltblatt/SB_Senioren_2016.pdf
Abruf: 19.03.2019

© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen | Fachbeitrag Nr. 5/2019 |
10
[5] Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen:
Statistisch betrachtet – Familien in Sachsen - Ausgabe
2016, Kamenz, Juli 2016
https://www.statistik.sachsen.de/download/300_Voe-
Faltblatt/SB_Familien_2016.pdf
Abruf: 19.03.2019
[6] Schrader-Stiftung: Wandel des Lebenslaufs. Die Phase
der Postadoleszens, Artikel vom 08.09.2004
https://www.schader-stiftung.de/themen/demographie-
und-strukturwandel/fokus/sozialer-wandel/artikel/wandel-
des-lebenslaufs-die-phase-der-postadoleszens/
Abruf 19.03.2019
[7] Staude, B. A.: Sozioökonomische Aspekte der
Einkommenssituation sächsischer Seniorinnen und
Senioren aus dem Blickwinkel des Mikrozensus.
https://www.statistik.sachsen.de/download/300_Voe-
Fachbeitrage/Fachbeitrag_7_2017.pdf
Abruf: 19.03.2019
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Nichts vorhanden (genau Null)
weniger als die Hälfte von 1 in der letzten
besetzten Stelle, jedoch mehr als nichts
Angabe fällt später an
Zahlenwert nicht sicher genug
Zahlenwert unbekannt oder geheim zu halten
Tabellenfach gesperrt, weil Aussage nicht sinnvoll
Aussagewert ist eingeschränkt
vorläufige Zahl
berichtigte Zahl
geschätzte Zahl
Zeichenerklärung
Allen Rechnungen liegen die ungerundeten Werte zugrunde.
In einzelnen Fällen können bei der Summenbildung geringe
Abweichungen entstehen, die in Abbildungen und Tabellen auf
ab- bzw. aufgerundete Einzelangaben zurückzuführen sind.