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SÄCHSISCHER
RECHNUNGSHOF
B e r a t e n d e Ä u ß e r u n g
Organisationsmodell
für Städte und Gemeinden mit
10.000 bis unter 20.000 Einwohnern

Organisationsmodell
für Städte und Gemeinden mit
10.000 bis unter 20.000 Einwohnern
Beratende Äußerung gem. § 88 Abs. 2 SäHO i. V. m. § 96 Abs. 1 Satz 3 SäHO
Juli 2008
Az.: 2-14000000G032-05.4 3263/08

Sächsischer Rechnungshof
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5
Vorwort
Mit dieser Beratenden Äußerung veröffentlicht der Sächsische Rechnungshof be-
reits das fünfte Organisationsmodell für sächsische Kommunen. Auch diesmal
wurde die gesamte Kernverwaltung in die Organisationsprüfung und Modellerar-
beitung einbezogen. Im Vordergrund stand die ganzheitliche Betrachtung des
Verwaltungshandelns einer Kommune mit 10.000 bis unter 20.000 Einwohnern.
Den kommunalen Entscheidungsträgern, Rechtsaufsichts- und Prüfbehörden
möchte der Sächsische Rechnungshof mit den hier vorliegenden Empfehlungen zu
effizienten Verwaltungsstrukturen und zum angemessenen Personalbestand eine
Unterstützung bei der Beurteilung bzw. Gestaltung der Organisation der jeweili-
gen Kommune geben. Aktuelle Einflussfaktoren, wie die demografische Entwick-
lung, die Auswirkungen der Kreisgebiets- und Funktionalreform oder die Einfüh-
rung der kommunalen Doppik, sind durch jede Kommune selbst in ihrer Organisa-
tionstätigkeit zu berücksichtigen.
Die zugrunde liegenden Organisationsprüfungen in fünf ausgewählten Kommu-
nen sowie Verfahrens- und Vorgehensweise zur Erarbeitung des Organisations-
modells erfolgten in Abstimmung mit Vertretern des Sächsischen Städte- und
Gemeindetages und des Sächsischen Staatsministeriums des Innern.
Bei interkommunalen Vergleichen der Kernhaushalte, ohne die Beschäftigten in
Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Kindertageseinrichtungen, verfügten die
sächsischen Kommunen 2005 über einen geringeren Personalbestand (Vollzeit-
stellen je 1.000 Einwohner) als der Durchschnitt der alten Länder. Innerhalb der
neuen Länder war es der niedrigste Personalbestand. Erforderliche Konsolidie-
rungen sind jedoch aufgrund der stärkeren Auswirkungen der Demografie, des
Auslaufens des Solidarpaktes II im Jahr 2019 und der absehbaren Ost-West-
Angleichung der Tarife nach wie vor in den sächsischen Kommunen nötig.
Durch schlankere Organisationsstrukturen entsprechend dem vorgelegten Modell
könnten insgesamt rd. 300 Vollzeitstellen eingespart werden. Eine Umsetzung der
Empfehlungen des Modells wird nicht in jedem Fall sofort, aber mittelfristig mög-
lich sein. Ausgehend vom derzeitigen Preisniveau und von den tariflichen Entgel-
ten wäre eine Ausgabenreduzierung von rd. 18,0 Mio. € je Jahr in dieser Größen-
klasse allein aufgrund von Einsparungen im Bereich der Kernverwaltung möglich.
Die Gemeinden sind aufgefordert, den gesamten Bereich des Kernhaushaltes kri-
tisch zu betrachten und weitere Einsparpotenziale zu erschließen.
Das Organisationsmodell ist im Internet unter
www.rechnungshof.sachsen.de
in
der Rubrik: Veröffentlichungen/Beratende Äußerungen abrufbar.

6

7
Inhaltsverzeichnis
Seite
1
Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse
11
2 Vorbemerkungen
15
3 Istsituation
17
3.1
Organisationsstrukturen
17
3.2
Personalbestand
19
3.3
Aufgabenumfang
20
3.4
IT-Einsatz
21
4
Hinweise zur Methodik bei Organisationsprüfungen
23
4.1
Allgemeines
23
4.2
Erfassung und Auswertung des Aufgabenbestandes
23
4.3
Analyse von Verwaltungsprozessen
26
4.4
Personalbedarfsberechnung
28
5 Aktuelle Einflussfaktoren bei der Modellerarbeitung
29
5.1
Demografie
29
5.2
Kommunale Doppik
32
5.3
Verwaltungsreform
34
5.4
Novellierung des Einwohner- und Meldewesens
35
6 Organisationsmodell
38
6.1
Annahmen
38
6.2
Mehr- und Minderbedarf
41
6.3
IT-Einsatz
42
6.4
Organisationsstruktur
44
6.5
Bürgerbüro
46
6.6
Stellenbildung
48
7 Übersichten zum Organisationsmodell
51
7.1
Organisationsstruktur
51
7.2
Stellenübersicht
53
7.3
Aufgabenzuordnung
54
7.3.1
BM-Bereich
54
7.3.2
FB Allgemeine Verwaltung und Bürgerservice
55
7.3.3
FB Finanzen
58
7.3.4
FB Jugend, Sicherheit und Ordnung
60
7.3.5
FB Bauwesen
62
Anhang
- Anlagen

8

9
Abkürzungsverzeichnis
Allg. Allgemeine
BauGB Baugesetzbuch
BM Bürgermeister
BMeldDÜV
Verordnung zur Durchführung von regelmäßigen Datenübermittlungen der
Meldebehörden an Behörden oder sonstige öffentliche Stellen des Bundes
DV Datenverarbeitung
EDV Elektronische Datenverarbeitung
Erzgeb. Erzgebirge
EW Einwohner
FB Fachbereich
FRL Förderrichtlinie
GastVO
Verordnung der Sächsischen Staatsregierung zur Ausführung des Gaststättenge-
setzes (Gaststättenverordnung)
HKR
Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen
IMK
Konferenz der Innenminister
IT Informationstechnik
KGSt Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement
KISA
Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen
KKM Kommunales Kernmelderegister
MA Mitarbeiter
MRRG Melderechtsrahmengesetz
NKR
neues kommunales Haushalts- und Rechnungswesen
OWiZuVO
Verordnung der Sächsischen Staatsregierung über Zuständigkeiten nach dem
Gesetz über Ordnungswidrigkeiten
OWiG
Gesetz über Ordnungswidrigkeiten
PC Personalcomputer
SächsABl. Sächsisches Amtsblatt
SächsGemO
Gemeindeordnung für den Freistaat Sachsen
SächsGewODVO
Verordnung der Sächsischen Staatsregierung zur Durchführung der Gewerbe-
ordnung
SächsGVBl. Sächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt
SäHO
Haushaltsordnung des Freistaates Sachsen (Sächsische Haushaltsordnung)
SächsJG
Gesetz über die Justiz im Freistaat Sachsen (Sächsisches Justizgesetz)
SächsKAG Sächsisches Kommunalabgabengesetz
SächsMG Sächsisches Meldegesetz
SächsStrG
Straßengesetz für den Freistaat Sachsen (Sächsisches Straßengesetz)
SächsVwNG
Gesetz zur Neuordnung der Sächsischen Verwaltung (Sächsisches Verwal-
tungsneuordnungsgesetz)
SAKD
Sächsische Anstalt für kommunale Datenverarbeitung
SB Sachbearbeiter
SG Sachgebiet
SGB Sozialgesetzbuch
SMI
Sächsisches Staatsministerium des Innern
SRH Sächsischer Rechnungshof
StVO Straßenverkehrs-Ordnung
TEW
Tausend Einwohner
TVöD
Tarifvertrag öffentlicher Dienst
VK
Vollzeitkraft ist eine Rechengröße, bei der Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte
auf Vollzeitbeschäftigte hochgerechnet werden
VwV Verwaltungsvorschrift

10

11
1
Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse
Die Beratende Äußerung beinhaltet neben dem Organisationsmodell für Städte und Gemein-
den mit 10.000 bis unter 20.000 Einwohnern die Darstellung der Istsituation in allen
43 Kommunen dieser Größenklasse und gibt Hinweise zu Organisationsprüfungen. Aktuelle
Einflussfaktoren bei der Modellerarbeitung und der daraus resultierende Handlungsbedarf
werden benannt.
Das Organisationsmodell umfasst Empfehlungen und Hinweise für die Organisationsstruktur,
Personalbemessung, Aufgabenzuordnung zu einzelnen Verwaltungsbereichen und zum IT-
Einsatz. Es bezieht sich ausschließlich auf die Kernverwaltung.
Die Istsituation in den sächsischen Kommunen der hier betrachteten Größenklasse war bzgl.
der Organisationsstrukturen sehr unterschiedlich. Nur fünf der 43 Kommunen wiesen drei
Hierarchieebenen (Dezernate, Ämter, Sachgebiete) aus. Die Anzahl der Ämter lag zwischen
drei und sieben. Die Mehrzahl der Kommunen hatten vier Ämter eingerichtet. Vor allem wa-
ren die Ämter: Finanzverwaltung, Hauptamt, Bau(ordnungs)amt und Ordnungs(Sozial)amt
vorhanden.
Der durchschnittliche Personalbestand in der Kernverwaltung der Kommunen betrug zum
30.06.2005 rd. 2,87 VK je TEW. Fünf Kommunen hatten einen Personalbestand unter 2,4 VK
je TEW, dabei lag die Einwohnerzahl bei vier Kommunen unter 14.000 und bei einer über
17.000.
Die gesetzlichen Anforderungen an Bedienstete nach §§ 61, 62 SächsGemO hatten fast alle
Kommunen erfüllt.
Die gegenwärtige Verwaltungsorganisation zeigte u. a. Optimierungspotenzial im IT-Bereich,
bei der Aufgabenwahrnehmung und den Leitungsspannen. Unzureichende Nutzung von Soft-
waremöglichkeiten und fehlende Schnittstellen sowie redundante Datenhaltung und ausge-
prägte Kontrollmechanismen sind beispielhaft zu nennen. Des Weiteren waren ineffiziente
Leitungsspannen aufgrund geringer Mitarbeiterzahlen je Organisationseinheit festzustellen.
In die kurz- und mittelfristige Organisationsarbeit der Kommunen müssen aktuelle Einfluss-
faktoren, wie z. B. Demografie, kommunale Doppik, Verwaltungsreform und Novellierung
des Einwohner- und Meldewesens, berücksichtigen. Strategisch langfristig angelegtes Ver-
waltungshandeln fordert eine frühzeitige Kenntnisnahme dieser Veränderungen und je nach
kommunaler Erfordernis die Einleitung entsprechender Maßnahmen.

12
Für die Mehrheit der Kommunen der Größenklasse mit 10.000 bis unter 20.000 Einwohnern
wird im Organisationsmodell eine
Struktur mit einem BM-Bereich und vier Fachberei-
chen
empfohlen. Kommunen, deren Einwohnerzahl an der unteren Grenze der betrachteten
Größenklasse liegt, sollten sich an der Zwei-Ämter-Struktur aus dem Organisationsmodell für
Gemeinden mit 5.000 bis 10.000 Einwohnern des SRH orientieren.
1
Liegt die Einwohnerzahl
an der oberen Grenze, sollten dennoch nicht mehr als vier Fachbereiche, dafür aber Sachge-
biete innerhalb der Fachbereiche eingerichtet werden.
Die vier Fachbereiche sind: FB Allgemeine Verwaltung und Bürgerservice, FB Finanzen, FB
Jugend, Sicherheit und Ordnung sowie FB Bauwesen. Das Bürgerbüro i. S. v. einem Sachge-
biet mit Leiterstelle wurde dem FB Allgemeine Verwaltung und Bürgerservice zugeordnet.
Weitere Sachgebiete innerhalb der Fachbereiche bestehen nicht.
Das Organisationsmodell weist
38 Stellen mit 36,0 VK
in der Kernverwaltung aus. Darin
enthalten sind im BM-Bereich drei Stellen: Sekretärin, persönlicher Referent und SB Wirt-
schaftsförderung und Kultur. In den Fachbereichen ist die Stellenanzahl wie folgt: FB Allge-
meine Verwaltung und Bürgerservice 11 Stellen (10,1 VK), FB Finanzen 8 Stellen (7,7 VK),
FB Jugend, Sicherheit und Ordnung 8 Stellen (7,2 VK) sowie FB Bauwesen 8 Stellen
(8,0 VK). Bei der Einwohnerzahl der
Modellkommune mit 15.000 Einwohnern
ergibt dies
einen Personalbestand
von 2,4 VK je TEW
, den der SRH für Kommunen der Größenklasse
mit 10.000 bis unter 20.000 Einwohnern empfiehlt. Bei nachgewiesenem Mehrbedarf sollten
2,6 VK je TEW nicht überschritten werden.
Die Realisierung der im Organisationsmodell angegebenen Vorschläge zur Struktur und zum
Personalbestand wird vor allem aufgrund der demografischen Entwicklung und der tariflichen
Beschränkungen beim Personalabbau in allen Kommunen und insbesondere in Kommunen
mit einem derzeit stark abweichenden Personalbestand kurzfristig und nachhaltig nur schwer
möglich sein. Der SRH hält eine
mittelfristige Umsetzung
der Empfehlungen im Organisa-
tionsmodell bis spätestens zum Jahr 2013 für realisierbar.
Dem Organisationsmodell liegen Modellannahmen zugrunde, die sich in Art und Umfang an
den Gegebenheiten der fünf geprüften Kommunen orientieren. Maßgebend für die Umgestal-
tung der Verwaltung in den Kommunen und für die rechtsaufsichtliche Beurteilung des Perso-
nalbestandes müssen immer die konkreten Gegebenheiten vor Ort sein. Vergleichende Be-
trachtungen zu Aufgabenbestand und -volumen müssen erfolgen. Die Organisationshoheit des
Bürgermeisters bleibt unbenommen.
1
Vgl. SRH, Beratende Äußerung: „Organisationsmodell für Gemeinden mit 5.000 bis 10.000 Einwohnern“,
www.rechnungshof.sachsen.de
, LT-DS 4/3346 vom 09.11.2005, S. 45 ff.

13
FB Allgemeine Verwaltung und
Bürgerservice
02 Sekretariats- und Ablagearbeiten
10 Zentrale Verwaltung und IT
11 Personal
33 Einwohner- und Meldewesen
34 Personenstand
BM-Bereich
02 Sekretariats- und Ablagearbeiten
10 Zentrale Verwaltung und IT
13 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
41 Kultur
80 Wirtschafts- und Verkehrsförderung
FB Finanzen
20 Kämmerei
21 Kasse
22 Steuern
23 Liegenschaften
FB Jugend, Sicherheit und
Ordnung
32 Sicherheit und Ordnung
37 Feuerschutz
40 Schulen
47 Archiv
51 Jugend
52 Sport
FB Bauwesen
23 Liegenschaften
60 Bauverwaltung
61 Stadtplanung
63 Bauordnung
65 Hochbau
66 Tiefbau
67 Grünflächen
72 Märkte
Bürgermeister
2
Hier werden ausschließlich Fachaufgaben mit einem Anteil > 5 % innerhalb der jeweiligen Organisationseinheit dargestellt.
Organisationsstruktur mit wesentlichen Fachaufgaben (nach Aufgabengruppen)
2

14
Organisationsstruktur mit Stellenübersicht
Bürgermeister
FB Finanzen
FB Jugend, Sicherheit und
Ordnung
FB Bauwesen
1,00 FB-Leiter
1,00 FB-Leiter
1,00 FB-Leiter
FB Allgemeine Verwaltung und
Bürgerservice
1,00 FB-Leiter
1,00 Sekretärin
1,00 persönlicher Referent
1,00 SB Wirtschaftsförderung und Kultur
BM-Bereich
0,90 SB Haushalt
1,00 SB Haushalt und Beteiligungen
1,00 MA Steuern
0,80 MA Steuern und Liegenschaf-
ten
1,00 Kassenverwalter
1,00 MA Kasse und Vollstreckung
1,00 MA Kasse
1,00 SB Sicherheit und Ordnung
1,00 SB Stadtplanung
1,00 SB Bauverwaltung
1,00 SB Liegenschaften
1,00 SB Hochbau und Bauver-
waltung
1,00 SB Tiefbau
1,00 SB Grünflächen und Bauord-
nung
1,00 MA Märkte
1,00 MA Straßenverkehrsangele-
genheiten
0,70 SB Feuer- und Zivilschutz
0,80 SB Schulen und Sport
1,00 SB Jugend
0,95 SB Soziales
0,75 MA Archiv
1,00 MA Zentrale Dienste
0,50 MA Stadtratsangelegenheiten
1,00 SB Personal
1,00 SB Organisation und IT
0,75 Bezügerechner
1,00 Standesbeamter
Bürgerbüro
1,00 Bürgerbüro-Leiter
2,85 MA Bürgerbüro

15
2
Vorbemerkungen
Nach dem Organisationsmodell für Gemeinden mit 5.000 bis 10.000 Einwohnern erstellt der
SRH nunmehr für die nächstfolgende Größenklasse eine Beratende Äußerung nach § 88
Abs. 2 SäHO i. V. m. § 96 Abs. 1 Satz 3 SäHO. Für die Entscheidung der Größenklasse mit
10.000 bis unter 20.000 Einwohnern war neben der beabsichtigten einwohnerbezogenen Fort-
schreibung der Organisationsmodelle vor allem die Betrachtung einer größtmöglichen Anzahl
von Kommunen mit grundsätzlich vergleichbarem Aufgabenbestand ausschlaggebend.
Entsprechend der Einwohnerzahl ist die Verteilung der Kommunen dieser Größenklasse mit
Großen Kreisstädten und erfüllenden Gemeinden einer Verwaltungsgemeinschaft wie folgt:
3
0
2
4
6
8
10
12
14
16
Kommunen
- davon Große Kreisstädte
- davon erfüllende Gemeinden einer Verwaltungsgemeinschaft
Einwohner
Anzahl
Kommunen
10.000
12.000
14.000
16.000
18.000
20.000
Zur Erfassung der Istsituation wurden im Januar 2006 in allen 43 sächsischen Kommunen
dieser Größenklasse Daten u. a. zu nachfolgenden Schwerpunkten erhoben:
-
Organisationsstruktur;
-
Stellenbesetzung;
-
Anzahl der nachgeordneten Einrichtungen, Unternehmen und Zweckverbände;
-
Aufgabenwahrnehmung;
-
Umsetzung der gesetzlichen Regelungen zur Befähigung von Bediensteten;
-
neues kommunales Haushalts- und Rechnungswesen und
-
demografische Entwicklung.
3
Zum Einwohnerstand 30.06.2005 und Gebietsstand 01.01.2006.

16
Anschließend wurden 2006 und 2007 Organisationsprüfungen in fünf ausgewählten Kommu-
nen durchgeführt. Die jeweilige überörtliche Prüfung erfolgte auf der Grundlage von § 109
Abs. 2 SächsGemO, wonach auch die Organisation und die Wirtschaftlichkeit der Verwaltung
überörtlich geprüft werden können.
Zielsetzung der überörtlichen Prüfung war die Erfassung der Organisationsstruktur, des Auf-
gabenbestandes, der Aufgabenwahrnehmung und der gemeindespezifischen Daten für eine
vergleichende Darstellung der erhobenen Werte in den fünf Kommunen. Auf der Basis einer
anschließenden kritischen Analyse wurden den geprüften Kommunen konkrete Vorschläge
zur Organisation im Einzelfall gegeben. Dies ist jedoch nicht einer umfassenden Erarbeitung
von konkreten Vorschlägen zur Umgestaltung der bestehenden Verwaltungsorganisation
gleichzusetzen.
Für die Auswahl der überörtlich zu prüfenden Kommunen wurden Auswahlkriterien, wie
z. B. Einwohnerzahl, Personalbestand, Große Kreisstadt und Verwaltungsgemeinschaft be-
stimmt. Ein vollständiger Überblick der Auswahlkriterien ist in Anlage 1 dargestellt. Folgen-
de Kommunen wurden ausgewählt:
Kommune Einwohner*
Personalbestand
30.06.2005
in VK/TEW*
Große Kreisstadt Verwaltungsgemein-
schaft
- erfüllende Gemeinde -
Brand-Erbisdorf 11.367 2,75 ja nein
Kamenz 18.250 2,53 nein ja
Markranstädt 15.356 2,87 nein nein
Oelsnitz/Erzgeb. 12.636 1,85 nein nein
Oschatz 16.351 2,88 ja nein
* Zum Einwohnerstand 30.06.2005 und Gebietsstand 01.01.2006.
Die einzelnen Kommunen waren nur bedingt miteinander vergleichbar. Kamenz war bei-
spielsweise erfüllende Gemeinde einer Verwaltungsgemeinschaft und die Große Kreisstadt
Oschatz untere Bauaufsichtsbehörde. In den fünf Kommunen war die Anzahl der wahrge-
nommenen Aufgaben für Dritte (u. a. Brand-Erbisdorf umfangreich die örtliche Rechnungs-
prüfung) sehr unterschiedlich. Diese Besonderheiten wurden bei der Prüfung und Erarbeitung
des Organisationsmodells berücksichtigt.
Auf der Basis von definierten Annahmen zur Modellkommune werden in dieser Beratenden
Äußerung Empfehlungen in Bezug auf die Organisationsstruktur und die Stellenbildung vor-
gelegt. Eine detaillierte Beschreibung der Methodik bei den Organisationsprüfungen enthält
Pkt. 4. Das Organisationsmodell bietet somit Ansatzpunkte und Hilfen für die eigene Organi-
sationsarbeit sowie Basisdaten für die Gestaltung einer effizient arbeitenden Verwaltung.
4
4
Bei den Übersichten können durch Rundungen Differenzen in den Salden entstehen.

17
3
Istsituation
3.1
Organisationsstrukturen
Die Organisationsstrukturen in der hier betrachteten Größenklasse waren sehr unterschiedlich.
Von den 43 Kommunen waren fünf Kommunen in drei Hierarchieebenen organisiert (Dezer-
nate, Ämter, Sachgebiete). Zwei oder drei Dezernate waren eingerichtet, wobei ein Dezernat
stets vom (Ober-)Bürgermeister geleitet wurde. Kommunen mit Dezernatstrukturen hatten
eine Einwohnerzahl über 16.000.
Die Anzahl der Ämter (Fachbereiche) lag zwischen drei und sieben. Die Mehrzahl der Kom-
munen hatte maximal vier Ämter. Die Ämteranzahl war nicht maßgeblich von der Einwoh-
nerzahl bestimmt:
Anzahl der Kommunen
Einwohner bezogene Betrachtung*
3 Ämter
12
vor allem Kommunen mit weniger als 13 TEW
4 Ämter
18
keine Abhängigkeit zu EW
5 Ämter
7
vor allem Kommunen mit 16 TEW bis 17 TEW
6 Ämter
3
keine Abhängigkeit zu EW
7 Ämter
3
Kommunen mit mehr als 17 TEW
Summe Kommunen
43
* Zum Einwohnerstand 30.06.2005 und Gebietsstand 01.01.2006.
Die Kommunen hatten vor allem die Ämter: Finanzverwaltung (98 %), Hauptamt (91 %),
Bau(ordnungs)amt (88 %) und Ordnungs(Sozial)amt (77 %) eingerichtet. Daneben waren
Schul(Sport)ämter (28 %) und vereinzelt u. a. Hoch- und Tiefbauämter vorhanden.
Einen Beigeordneten nach § 55 SächsGemO hatten 53 % der Kommunen bestellt.
Bei der separaten Betrachtung der Organisationsstrukturen in den elf Großen Kreisstädten
zeigten sich keine Besonderheiten im Vergleich zu den anderen Kommunen. Zwei Große
Kreisstädte hatten Dezernate eingerichtet. Die Ämteranzahl lag wie in der gesamten Größen-
klasse zwischen drei und sieben. Fünf Große Kreisstädte hatten einen Beigeordneten.
In allen 43 Kommunen waren mit einer Ausnahme dem (Ober-)Bürgermeister Stellen oder
Bereiche zugeordnet. Diese betrafen die Aufgabenbereiche: Sekretariat (98 %), Rechnungs-
prüfung (53 %), Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (21 %), Recht (12 %), Wirtschaftsförde-
rung, Personalwesen, Informationstechnik und Stadtratsangelegenheiten (jeweils 7 %) sowie
vereinzelt u. a. den Umwelt- und Liegenschaftsbereich.

18
In den fünf geprüften Kommunen lagen folgende Strukturen vor:
Kommune Einwohner Hierarchie-
ebenen
Dezernate Ämter/
Fachbereiche
Sachgebiete*
Brand-Erbisdorf 11.367
2
2
-
6**
Kamenz
18.250 ***
2
2
-
6
Markranstädt 15.356
1
-
4
-
Oelsnitz/Erzgeb. 12.636
2
-
2
3
Oschatz
16.351
3
2
5
5
*
Nur, wenn ein Sachgebietsleiter vorhanden war.
** Inkl. dem eingerichteten Rechnungsprüfungsamt.
*** Die Einwohnerzahl mit beteiligter Gemeinde betrug 20.641.
Beteiligungsverwaltung
Eine Beteiligungsverwaltung hatten 20 Kommunen eingerichtet. Diese war grundsätzlich der
Kämmerei/Finanzverwaltung zugeordnet. Ausnahme bildete die Zuordnung zum (Ober-)Bür-
germeister. Zwischen den Kommunen mit und ohne Beteiligungsverwaltung gab es bzgl. der
durchschnittlichen Anzahl an Eigenbetrieben, unmittelbaren und mittelbaren Unternehmen
sowie Zweckverbänden keine gravierenden Unterschiede.
Bürgerbüro
Vier der fünf geprüften Kommunen hatten ein Bürgerbüro eingerichtet. Es war in der Mehr-
zahl der Kommunen dem Hauptamt oder Struktureinheiten mit ähnlichem Aufgabenspektrum
zugeordnet. Aufgabenschwerpunkte waren neben dem Einwohner- und Meldewesen grund-
sätzlich die Gewerbeangelegenheiten. Hinzu kamen u. a. Aufgaben aus dem Bereich Steuern,
weitere Aufgaben des Bereiches Sicherheit und Ordnung, Sozialversicherungsangelegenhei-
ten sowie Aufgaben aus den Bereichen Soziales, Jugend und Bau.
In den Bürgerbüros arbeiteten durchschnittlich vier Mitarbeiter. Die wöchentlichen Öffnungs-
zeiten betrugen durchschnittlich rd. 38 Stunden. Zusätzlich dazu war das Bürgerbüro in gerin-
gerem Umfang samstags geöffnet.
Nicht alle Kommunen führten statistische Erhebungen zur Frequentierung des Bürgerbüros
durch.

19
3.2
Personalbestand
Der durchschnittliche Personalbestand in der Kernverwaltung der Kommunen betrug zum
30.06.2005 rd. 44,6 VK oder rd. 2,87 VK je TEW.
5
0
2
4
6
8
10
12
14
16
1 2 3 45678 9 10 11
Anzahl
Kommunen
VK/TEW
2,0
2,2
2,4
2,6
2,8
3,0
3,2
3,4
3,6
3,8
19 Kommunen
24 Kommunen
Durchschnitt
2,87 VK/TEW
Von den 19 Kommunen mit einem Personalbestand unter dem Durchschnittswert von
2,87 VK je TEW hatten neun unter 12.000 und fünf über 16.000 Einwohner.
Bei den 24 Kommunen mit einem Personalbestand über dem Durchschnittswert von 2,87 VK
je TEW hatten drei unter 12.000 und 16 über 16.000 Einwohner.
Vom durchschnittlichen Personalbestand in den 43 Kommunen entfielen rd. 96 % auf Tarif-
beschäftigte
6
und rd. 4 % auf Beamte (ohne Ober-/Bürgermeister, mit Beigeordneten).
Die Eingruppierung der Mehrzahl der Stellen war in vier der fünf geprüften Kommunen im
unteren und mittleren Bereich der Entgeltgruppen (Entgeltgruppe 1 bis 8) erfolgt. Eine Kom-
mune hatte die Mehrzahl höher (ab Entgeltgruppe 9) eingruppiert. Die Beamtenbesoldungen
wurden den ungefähr vergleichbaren Entgeltgruppen zugeordnet.
Die Forderung nach Einstellung von mindestens einem Bediensteten mit der Befähigung für
den gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst nach § 61 Abs. 2 SächsGemO war in 40
Kommunen erfüllt. Die Anforderung an den Fachbediensteten für das Finanzwesen nach § 62
Abs. 2 SächsGemO (Ausbildung und Berufserfahrung) war in 38 Kommunen erfüllt.
5
Zum Einwohnerstand 30.06.2005 und Gebietsstand 01.01.2006 (bei Verwaltungsgemeinschaften inkl. der
Einwohnerzahlen der Mitgliedsgemeinde[n]).
6
Diese umfassen auch die vergleichbaren Beschäftigten der nicht dem TVöD beigetretenen kommunalen Kör-
perschaften.

20
3.3
Aufgabenumfang
Elf Kommunen der betrachteten Größenklasse waren Große Kreisstädte. Die Aufgaben der
Großen Kreisstädte sind in der Verordnung der Sächsischen Staatsregierung über die Zustän-
digkeiten der Großen Kreisstädte (SächsGrKrZuVO) geregelt. Sie betreffen die Aufgabenbe-
reiche: Ausführung der Gewerbeordnung
7
, Ausführung des Gaststättengesetzes/Gaststätten-
verordnung und Vollzug der Straßenverkehrsordnung. Im Rahmen der Organisationsprüfun-
gen wurde die Aufgabenwahrnehmung in den zwei Großen Kreisstädten und in den übrigen
drei Städten verglichen. Aufgrund dessen ist ein Personalmehrbedarf in den Großen Kreis-
städten nur im Aufgabenbereich Vollzug der Straßenverkehrsordnung gegeben. In den zwei
verbleibenden Aufgabenbereichen wiesen weder der monatliche Zeitbedarf und die Mengen-
angaben noch die mittleren Bearbeitungszeiten generell erhöhte Werte in den Großen Kreis-
städten aus.
Sechs Kommunen der betrachteten Größenklasse waren untere Bauaufsichtsbehörde. Davon
waren vier Kommunen Große Kreisstädte. Der Ist-Personalbestand für die untere Bauauf-
sichtsbehörde lag zwischen 2,75 VK und 4,25 VK. Der durchschnittliche Personalbestand
betrug 3,4 VK.
Eine der fünf geprüften Kommunen war untere Bauaufsichtsbehörde. Aufgrund der Gegen-
überstellung der zeitlichen Inanspruchnahme der Aufgaben der unteren Bauaufsichtsbehörde
und den übrigen Städten ergab sich ein deutlicher zeitlicher Mehrbedarf. Dies resultierte u. a.
aus erhöhten Zeitwerten für die Bauberatung, Baugenehmigung und ordnungsbehördlichen
Maßnahmen der Bauaufsicht.
34 Kommunen erledigten Aufgaben der Kernverwaltung für Dritte.
8
In den einzelnen Kom-
munen differierte die Anzahl der Aufgaben von 1 bis 23. Dabei erledigte fast die Hälfte der
Kommunen ein bis zwei Aufgaben für Dritte. Am häufigsten wurden die Aufgaben Rech-
nungsprüfung (50 %), Standesamt (47 %) und Lohnrechnung sowie Meldewesen (jeweils
21 %) genannt.
Zur Aufgabenerfüllung nutzten die Kommunen der betrachteten Größenklasse die Formen der
wirtschaftlichen Betätigung, die nachgeordneten Einrichtungen und die Zweckverbände wie
folgt:
7
Diese sind Ausführung der §§ 33a (Erlaubnis: Schaustellung von Personen) und 33i (Erlaubnis: Spielhallen)
sowie § 15 Abs. 2 (Entzug) Gewerbeordnung.
8
Ohne die Aufgaben als erfüllende Gemeinde im Rahmen der Verwaltungsgemeinschaft, da diese bei der Be-
trachtung der Kernverwaltung (VK/TEW) über die Einwohnerzahlen der Mitgliedsgemeinde(n) berücksich-
tigt werden.

21
43 Kommunen
Kommunen, die sich in
dieser Form betätigten
je Kommune durchschnitt-
lich erfasste Objekte
9
Wirtschaftliche Betätigung
- Eigenbetriebe
16
1,1
- unmittelbare Beteiligungen*
43
3,2
- mittelbare Beteiligungen*
38
4,6
Nachgeordnete Einrichtungen in eigener Trägerschaft
- Schulen
43
4,3
- Bibliothek
39
1,1
- Sportstätten
32
5,3
- Bauhof
32
1,0
- Kindertageseinrichtungen
31
4,1
- Museum
29
1,2
- Markt
22
1,0
- Freibad
21
1,0
- Friedhof
20
1,9
- Jugendklub
13
3,2
Zweckverbände
43 3,4
* An privatwirtschaftlichen Unternehmen.
Die Zweckverbände wurden am häufigsten für die Bereiche Wasserversorgung und Abwas-
serbeseitigung gebildet.
3.4
IT-Einsatz
Alle geprüften Kommunen verfügten über ein Datennetz, an dem nahezu alle PC-Arbeits-
plätze angeschlossen waren, dennoch unterschied sich die IT-Landschaft im Detail. In zwei
Kommunen war die IT-Landschaft nahezu homogen, dabei leaste eine Kommune die Hard-
ware.
Die Verfügbarkeit von Internet am PC-Arbeitsplatz schwankte in den Kommunen zwischen
60 und 98 %. Die Verfügbarkeit von E-Mail lag dagegen zwischen 33 und 98 %. Eine Dienst-
anweisung oder Dienstvereinbarung zur Nutzung von Internet und E-Mail hatten nur zwei der
fünf geprüften Kommunen in Kraft gesetzt.
Ein Intranet in Form eines Portals war nur in einer Kommune vorhanden, u. a. wegen des Ar-
guments der fehlenden Zeit für Aufbau und Pflege.
9
Lt. Erhebungen in den 43 Kommunen vom Januar 2006.

22
Die Fortentwicklung des Internetauftrittes, ein Aushängeschild des kommunalen E-Govern-
ments, stagnierte in den geprüften Kommunen. Zwar waren die Anbindung an einen Formu-
larserver und die Integration des Zuständigkeitsfinders unter Berücksichtigung von Lebensla-
gen des Freistaates Sachsen
10
mitunter vorgesehen, umgesetzt wurde dies jedoch noch von
keiner Kommune.
Keine der geprüften Kommunen konnte ein beschlossenes IT-Konzept vorweisen, lediglich in
einer Kommune lag der Entwurf eines IT-Konzeptes vor.
Zwei Kommunen hatten keinen EDV-Beauftragten bestellt, es stand dort aber zumindest ein
Ansprechpartner für den EDV-Bereich zur Verfügung. Die Zeiten für den IT-Bereich
schwankten stark von 8,2 Std. je Monat bis 228,6 Std. je Monat. In den Kommunen mit einem
geringeren Zeitbedarf wurden Verträge zur Wartung von Hard- und Software abgeschlossen.
In der Kommune mit 228,6 Std. je Monat war im Gegensatz zu den übrigen Kommunen die
Anwenderbetreuung höher als die Systembetreuung. Ein grundsätzlich verbesserter IT-
Einsatz in Kommunen mit hohen Zeiten im IT-Bereich konnte nicht festgestellt werden.
Fehlende oder nicht funktionierende Schnittstellen verursachten zusätzlichen personellen
Aufwand. Fachanwendungen waren teilweise nicht miteinander verknüpft, sodass Medien-
brüche auftraten. In der Folge mussten Daten doppelt vorgehalten und gepflegt werden. Mit-
unter wurde aber auch festgestellt, dass die Mitarbeiter hinsichtlich Standardsoftware, vor
allem zur Nutzung von MS Excel, nur unzureichend geschult waren. Folglich waren manuelle
Listen vorzufinden, die besser in elektronischer Form geführt werden könnten.
In den Bereichen des HKR und der Entgeltrechnung nutzten vier der geprüften Kommunen
externe Dienstleister zur elektronischen Datenverarbeitung.
10
Im Service-Portal des Freistaates Sachsen unter
www.amt24.sachsen.de
(13.02.2008) befinden sich umfas-
sende Informationen.

23
4
Hinweise zur Methodik bei Organisationsprüfungen
4.1
Allgemeines
Zum Verständnis der Prüfungsfeststellungen und der abgeleiteten Empfehlungen wird nach-
folgend die zugrunde liegende Prüfungsmethodik dargestellt. Die Ausführungen können dar-
über hinaus von den Kommunen für die eigene Fortentwicklung der Organisation genutzt
werden, da die klassische Methode dafür die Organisationsuntersuchung
11
(-prüfung) ist.
Unabhängig von dem Umfang der Untersuchungen verlaufen die Organisationsuntersuchun-
gen idealtypisch in den Phasen: Planung, Istaufnahme, Schwachstellenanalyse, Sollkonzept,
Umsetzungsplanung und Kontrolle. Die durchgeführten Organisationsprüfungen des SRH
endeten anstelle beim Sollkonzept mit Hinweisen und Folgerungen für die Umsetzung in den
geprüften Kommunen und den Empfehlungen im Organisationsmodell für effiziente Organi-
sationsstrukturen.
Ziel der Organisationsuntersuchung ist, die Verwaltung so zu gestalten, dass die zur Aufga-
benerfüllung notwendigen Leistungen unter Beachtung der jeweils festgelegten Anforderun-
gen an Qualität und Wirtschaftlichkeit erbracht werden.
12
Voraussetzung ist die Kenntnis des
Aufgaben-/Leistungsbestandes.
Die überörtliche Prüfung erfolgte in Form von schriftlichen Befragungen, Interviews und Ein-
sichtnahmen in die Unterlagen der Stadtverwaltung.
4.2
Erfassung und Auswertung des Aufgabenbestandes
Aufgabenkatalog
Um eine höchstmögliche Vergleichbarkeit der geprüften Kommunen untereinander herzustel-
len, wurden einheitliche Erhebungsbögen in allen fünf zu prüfenden Kommunen genutzt:
-
Teil A - Allgemeine Fragen zur Kommune,
-
Teil B - Arbeitsplatzbeschreibungen und Aufgabenwahrnehmung,
-
Teil C - Aufgabenkatalog Menge,
-
Teil D - Aufgabenkatalog Zeit.
11
In einem planmäßigen Verfahren werden Strukturen, Prozesse und Beziehungen mit Hilfe der Techniken des
Organisierens sowie der Techniken der Moderation und Ideenfindung untersucht und neue Lösungen einge-
führt, nötigenfalls durch Anordnungen der Verwaltungsführung. Vgl. Siepmann, Heinrich/ Siepmann, Ursu-
la, Verwaltungsorganisation, 6. Auflage, Stuttgart 2004, S. 250.
12
Vgl. ebenda, S. 31.

24
Der Aufgabenkatalog beinhaltet eine strukturierte Auflistung aller in der Gemeindegrößen-
klasse mit 10.000 bis unter 20.000 Einwohnern wahrzunehmenden Aufgaben mit einer sepa-
raten Auflistung der Aufgaben einer Großen Kreisstadt und der unteren Bauaufsichtsbehörde.
Ergänzungen waren durch die Beschäftigten der Stadtverwaltung möglich und ausdrücklich
erwünscht.
Der Aufgabenkatalog ist vergleichbar mit dem Aufgabengliederungsplan der KGSt:
Aufgabenhauptgruppe 0
Allgemeine Aufgaben
Aufgabenhauptgruppe 1
Allgemeine Verwaltung
Aufgabenhauptgruppe 2
Finanzen
Aufgabenhauptgruppe 3
Recht, Sicherheit und Ordnung
Aufgabenhauptgruppe 4
Schule und Kultur
Aufgabenhauptgruppe 5
Soziales
Aufgabenhauptgruppe 6
Bauverwaltung
Aufgabenhauptgruppe 7
Stadtreinigung und Märkte
Aufgabenhauptgruppe 8
Wirtschaft und Verkehr
Die Aufgabengruppen sind fachspezifisch mit Hilfe von Untergruppierungen näher dokumen-
tiert, beispielsweise wie folgt:
Aufgabenhauptgruppe 0
Allgemeine Aufgaben
Aufgabengruppe
02
Sekretariats- und Ablagearbeiten
Aufgabenbereiche 02.01 Allgemeine Sekretariatsarbeiten ausführen
02.01.01
Termine abstimmen, verwalten und überwachen
02.01.02 Telefondienst wahrnehmen
02.01.03
Gäste betreuen, Besprechungen (formell) vorbereiten
02.01.04
Telefaxe/E-Mails entgegennehmen, weiterleiten und
versenden
Die Anlage 2 enthält eine Auflistung aller Aufgabenhauptgruppen und Aufgabengruppen. In
der Anlage 3 sind die Aufgabengruppen bis zur ersten Untergliederung dargestellt. Der Auf-
gabenkatalog enthält weisungsfreie und weisungsgebundene Pflichtaufgaben sowie freiwillige
Aufgaben. Er wurde elektronisch und in Papierform bereitgestellt.
In den Kommunen kann bei eigenen Organisationsuntersuchungen der aktuelle Aufgaben-
gliederungsplan genutzt werden.

25
Erfassung Zeitaufwand und Arbeitsmengen
Der o. a. Aufgabenkatalog wurde zur Erfassung des Zeitaufwandes um die Spalten
-
zeitlicher Aufwand und
-
davon Aufwand: Aufgaben für Dritte in %
ergänzt (Aufgabenkatalog Zeit). Die Eintragungen waren von jedem Mitarbeiter der Kern-
verwaltung entsprechend seiner Aufgabenwahrnehmung wahlweise in Std. je Monat oder
in % selbst vorzunehmen. Dazu wurde ein vorheriges Informationsgespräch über die Zielset-
zung, das Verfahren und die Untersuchungsmethode geführt. Insbesondere wurden Hinweise
zu den personenbezogenen Eintragungen gegeben, u. a. wurde auf die Schätzung des Zeitauf-
wandes in Nettoleistungszeiten (vgl. Pkt. 4.4) eingegangen.
Zur Erfassung der Arbeitsmengen wurde ein zweiter Aufgabenkatalog mit den ergänzten
Spalten
-
Mengeneinheit (entweder je Monat oder absolut) und
-
Menge
erstellt (Aufgabenkatalog Menge). Die Amts- oder Fachbereichsleiter hatten die Eintragungen
entsprechend den vorhandenen und vor allem verwertbaren Mengenangaben vorzunehmen.
Als Basis dienten Statistiken, Übersichten, Akten und sonstiges Beleggut. Nur in Ausnahme-
fällen konnten die Angaben zu den Arbeitsmengen geschätzt werden.
Nicht in jedem Fall war die Aussagekraft der Mengenangaben für eine weitergehende Be-
trachtung gegeben. In diesen Fällen wurde auf die Angabe zur Menge verzichtet. Den Zeitan-
gaben je Arbeitsaufgabe stand somit teilweise eine korrespondierende Mengenangabe gegen-
über.
Auswertung der erhobenen Zeit- und Mengendaten
Die Auswertung der erhobenen Daten erfolgte IT-gestützt mit einer Datenbank. Die mitarbei-
terbezogenen Daten wurden anonymisiert eingegeben. Nach einer ersten Auswertung erfolg-
ten bei vorhandenen Mengen Plausibilitätskontrollen bzgl. des Zeitbedarfs je Arbeitsmenge
und eine vergleichende Betrachtung mit bereits vorhandenen Daten. Nach Rücksprache mit
der geprüften Kommune wurden erforderlichenfalls Änderungen vorgenommen.
Die Datenbank ermöglichte eine aufgaben- und organisationsstrukturbezogene Auswertung
der im Aufgabenkatalog enthaltenen Zeit- und Mengendaten.

26
Die Aufgaben konnten ausgehend von der kleinsten Einheit einer Arbeitsaufgabe über die
Aufgabengruppe bis hin zur Aufgabenhauptgruppe zusammengefasst werden. Diese Daten-
auswertung konnte je Mitarbeiter, je Amt/Fachbereich und für die gesamte Organisationsein-
heit der Kernverwaltung einer Kommune, im Vergleich mit den fünf geprüften Kommunen
und dem errechneten Durchschnitt der geprüften Kommunen erfolgen.
Die o. a. Datenauswertungen waren in %-Zeitanteilen, in Std. je Monat, in Std./Monat je
TEW, in Mengen je Monat und in Std. je Menge möglich.
4.3
Analyse von Verwaltungsprozessen
Die o. a. Datenbasis war Grundlage für eine kritische Betrachtung der vorgefundenen Istsitua-
tion. Beispielsweise wurde deutlich, ob und wie weit Aufgaben wahrgenommen wurden, die
nicht zu dem originären Aufgabenbestand einer Kommune gehören oder über das nötige Maß
der freiwilligen Aufgaben hinausgehen. Zudem wurden über den benötigten Zeitbedarf ver-
gleichbarer Aufgaben in den einzelnen Kommunen erste Informationen zur Effizienz der Auf-
gabenwahrnehmung möglich.
Da ein ungeprüfter Istzustand keinesfalls als Grundlage zur Bestimmung von künftigen Orga-
nisationsstrukturen sowie des künftigen Personalbedarfs dienen darf, wurden einzelne ausge-
wählte Verwaltungsprozesse bzgl. der Aufbau- und Ablauforganisation analysiert und Opti-
mierungsvorschläge erarbeitet.
In den folgenden Aufgabenhauptgruppen wurden Verwaltungsprozesse ausgewählt und z. T.
in mehreren Kommunen überprüft:
Aufgabenhauptgruppe 0: Allgemeine Aufgaben
-
Bearbeitung der Eingangspost,
Aufgabenhauptgruppe 1: Allgemeine Verwaltung
-
Vorbereitung der Sitzung des Technischen Ausschusses,
-
Berechnung der Entschädigungszahlungen an Stadträte,
-
Anzeige der Geburt seines Kindes durch einen Mitarbeiter,
Aufgabenhauptgruppe 2: Finanzen
-
Haushaltsplanaufstellung,
-
Sollstellung vornehmen (Sollvormerkung) bis Istbuchung,
-
Vollstreckung von öffentlich-rechtlichen Forderungen,
-
Gewerbeanmeldung,
-
Grundsteuern bearbeiten (u. a. Überprüfung Messbescheide),
Aufgabenhauptgruppe 3: Recht, Sicherheit und Ordnung
-
Bearbeitung eines Versicherungsschadens am Dienstfahrzeug,

27
Aufgabenhauptgruppe 6: Bauverwaltung
-
Stellungnahme der Gemeinde zu einem Bauantrag,
-
Bearbeitung eines Widerspruches (keine Abhilfe),
-
Erteilung Erlaubnisschein für Schachtarbeiten.
Einsparpotenziale gab es in allen Kommunen bzgl. der Anwendung und Nutzung der Mög-
lichkeiten im IT-Bereich (unzureichende Nutzung von Softwaremöglichkeiten, fehlende
Schnittstellen, vgl. Pkt. 3.4).
Die Aufgabenwahrnehmung war darüber hinaus zu optimieren durch:
-
eine Beschränkung auf das notwendige Maß (redundante Datenhaltung, überzogene Bür-
gerfreundlichkeit
13
, Aufgabenübernahme trotz Nichtzuständigkeit),
-
die Begrenzung der einbezogenen Mitarbeiter (ausgeprägte Kontrollmechanismen, unnötig
hohe Informationsbereitstellung) sowie
-
weitestgehende räumliche Zusammenfassung der in verschiedenen Gebäuden unterge-
brachten Organisationseinheiten (zusätzliche Wege- und Liegezeiten).
Nicht nur bei den originären Fachaufgaben, sondern auch bei den allgemeinen Aufgaben, wie
im Bereich der Führungs- und allgemeinen Sekretariatsaufgaben waren Optimierungspotenzi-
ale festzustellen. Ursachen waren ineffiziente Leitungsspannen (geringe Mitarbeiteranzahl),
hoher Besprechungs- und Berichtsaufwand (durch Strukturveränderungen) und entbehrliche
Fertigung von handschriftlichen Vorarbeiten (unzureichende Softwarekenntnisse).
Bei der Aufnahme, Analyse und ggf. Erarbeitung veränderter Prozessabläufe sind die betrof-
fenen Mitarbeiter für eine erfolgreiche Umsetzung einzubeziehen. Durch die aktive Teilnah-
me der Mitarbeiter an der Prozessgestaltung können deren Erfahrungen und Änderungsvor-
schläge genutzt sowie möglicherweise vorhandene Vorbehalte und Ängste gegenüber Verän-
derungen abgebaut werden. Die Akzeptanz der möglichen Veränderungen wird durch eine
gemeinsame Lösungsfindung erhöht. Gleichzeitig werden die Mitarbeiter für die Prozessop-
timierung sensibilisiert und befähigt, ihre Verwaltungsabläufe und Aufgabenerledigung künf-
tig selbst zu analysieren und zu verbessern.
Zur Dokumentation der Verwaltungsprozesse wurden Arbeitsablauftabellen im Excel-Format
verwendet. Diese Tabellen enthalten die am Prozess beteiligten Mitarbeiter, eine Beschrei-
bung der Arbeitsschritte und eine Klassifizierung der Arbeitsschritte nach Tätigkeitsarten
(z. B. Bearbeitung, Weiterleitung, Prüfung). Einsparpotenziale können auf einfache, transpa-
rente und leicht nachvollziehbare Weise ausgewiesen werden, indem die Anzahl der einzelnen
Tätigkeitsarten und die Anzahl der Wechsel zwischen den Bearbeitern im Istzustand und im
13
Dies zeigte sich in unnötigen Arbeitsschritten, wie z. B. Begleitung der Bürger in die Kasse bei Zahlungsvor-
gängen.

28
vorgeschlagenen Sollzustand gegenübergestellt werden (vgl. Anlage 4). Das Beispiel lt.
Anlage 4 weist für den Verwaltungsprozess „Berechnung der Entschädigungszahlungen an
Stadträte“ im Istzustand 17 Tätigkeitsarten und 5 Bearbeiterwechsel und im vorgeschlagenen
Sollzustand 11 Tätigkeitsarten und 3 Bearbeiterwechsel aus.
4.4
Personalbedarfsberechnung
Bei der Personalbedarfsberechnung ist die gesamte Arbeitsbelastung für die zu betrachtende
Organisationseinheit zu ermitteln. In Theorie und Praxis sind mehrere Verfahren zur Perso-
nalbedarfsbemessung vorzufinden. Der SRH wählte dazu das o. a. Verfahren der Zeit-/Men-
genmethode in den geprüften Kommunen (vgl. Pkt. 4.2).
Der Zeitaufwand wurde in Form von Nettoleistungszeiten – reine Ausführungszeiten – erfasst
und nach erfolgter kritischer Analyse und vergleichender Betrachtung für die Personalbe-
darfsberechnung der Modellkommune zusammengestellt. Dieser Zeitaufwand beinhaltet keine
Ausfallzeiten (z. B. Krankheit, Urlaub) und keine Nebenarbeitszeiten (z. B. personenbezogene
Verlust- und notwendige Erholungszeiten). Auf der Grundlage der von der KGSt ermittelten
Nettoarbeitszeit für eine Normalarbeitskraft
14
wurde mit einer Nettoleistungszeit von rd. 123
Std. je Monat der Personalbedarf ermittelt (vgl. Anlage 5).
Die Besonderheiten in Sachsen bzgl. der geltenden 40-Stunden-Woche und der gesetzlichen
Regelung zu den Feiertagen sind bei der Ermittlung der Arbeitstage berücksichtigt worden.
14
Vgl. KGSt-Bericht Nr. 2/2003, Arbeitszeit einer Normalarbeitskraft, Köln 2003, S. 8 ff.

29
5
Aktuelle Einflussfaktoren bei der Modellerarbeitung
5.1
Demografie
Bevölkerungsentwicklung
Nach der 4. Regionalisierten Bevölkerungsprognose verliert der Freistaat Sachsen von 2005
bis 2020 bis zu 9,3 %
15
seiner Einwohner. Ein Rückgang der Bevölkerung und damit der Be-
völkerungsdichte ist in fast allen Regionen Sachsens zu erwarten. Er wird jedoch regional
sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Neben Geburtendefiziten kommt es vor allem in den
strukturschwachen Gebieten zu einer Abwanderung der meist jungen und gut ausgebildeten
Bevölkerung. Die Sozialstruktur ändert sich. Die Kaufkraft der verbleibenden Einwohner
sinkt.
Der demografische Wandel erfasst ebenso die Altersstruktur der Bevölkerung. Der Anteil der
mindestens 65-Jährigen wird sich von 22,3 % auf bis zu 28,5 % im Jahr 2020 erhöhen, gleich-
zeitig sinkt der Anteil der Menschen im erwerbsfähigen Alter. In den Abwanderungsgebieten
werden im Verhältnis noch mehr alte Menschen leben.
Auch die meisten der gegenwärtig 43 Kommunen der Größenklasse von 10.000 bis unter
20.000 Einwohnern müssen bis zum Jahr 2020 mit einem teilweise starken Einwohnerrück-
gang, der im Einzelfall fast 20 % betragen kann, rechnen:
15
Der angegebene Wert entspricht der Prognosevariante 3 - untere Grenze, vgl. 4. Regionalisierte Bevölke-
rungsprognose des Freistaates Sachsen bis 2020:
www.statistik.sachsen.de
(15.01.2008).

30
V
erteilung der 43 Kommunen im Bezug
auf ihre Einwohnerentwicklung
0
5
10
15
20
25
12345
Veränderung
in %
Anzahl
Kommunen
-15
-10
-5
0
Auswirkungen
Diese Veränderungen haben erheblichen Einfluss auf die finanzielle Ausstattung der Kom-
munen, ihre Handlungsfähigkeit sowie die Art und Intensität der Aufgabenerfüllung. Organi-
sationsstrukturen und Stellenentwicklung der Verwaltungen werden damit in besonderer Wei-
se von demografischen Effekten beeinflusst.
Bei der Mehrzahl der geprüften Kommunen waren die Auswirkungen bereits erkennbar:
Schulen und Kindertageseinrichtungen wurden geschlossen. In mehreren Städten traten Kos-
tenremanenzen auf, z. B. weil ein Gebäude, in dem sich Grund- und Realschule befanden, nur
noch von einem Schultyp genutzt wurde. Personal für die Instandhaltung, Grünpflege und
Sicherung des Gebäudes musste aber weiterhin in ähnlichem Umfang bereitgestellt, die infra-
strukturelle Versorgung gewährleistet werden.
Personalreduzierungen erfolgten neben Ausgliederungen aus dem Kernhaushalt und dem Ab-
schluss von Haustarifverträgen hauptsächlich durch Nichtbesetzung frei werdender Stellen.
Aufgrund der fehlenden Neueinstellungen und der grundsätzlichen Altersentwicklung der
Bevölkerung stieg und steigt der Altersdurchschnitt der Beschäftigten stetig. Im Jahr 2006 lag
er für die Kernverwaltung der kreisangehörigen Gemeinden bereits bei rd. 47,2 Jahren. Bei
den fünf geprüften Kommunen war insbesondere bei Kommunen mit einem überdurchschnitt-
lich starken Bevölkerungsrückgang auch ein besonders hoher Altersdurchschnitt der Mitarbei-
ter festzustellen. Eine Altersstrukturanalyse mit den Angaben, wann und in welchen Struktur-

31
einheiten verstärkt Mitarbeiter altersbedingt ausscheiden und welcher Bedarf an qualifizier-
tem Personal entsteht, war grundsätzlich nicht vorhanden.
Aufgrund des Bevölkerungsrückganges im Erwerbsalter und der Abwanderung gut ausgebil-
deter junger Menschen gerät die öffentliche Hand bei der Suche nach Fachkräften zunehmend
unter Konkurrenzdruck. Bereits jetzt berichteten einzelne geprüfte Kommunen von Schwie-
rigkeiten bei der Gewinnung von Nachwuchsfachkräften.
Handlungsbedarf
Nicht in jedem Fall waren die Daten des Statistischen Landesamtes zur Bevölkerungsprogno-
se in den Kommunalverwaltungen bekannt und dienten den Entscheidungsträgern als Hand-
lungsgrundlage. Da Bürger und Gemeinderat den notwendigen Einschnitten oftmals skeptisch
gegenüberstehen und deren Richtigkeit anzweifeln, erhöht sich die Gefahr, dass strukturelle
Anpassungen aufgeschoben werden oder ganz unterbleiben.
Folgendes Vorgehen ist zu empfehlen:
1. prognostizierte Bevölkerungsentwicklung für die Kommune ermitteln, dabei Unterschie-
de bei einzelnen Ortschaften/Stadtvierteln erkennen und berücksichtigen;
2. Ausarbeitung von Konzepten zur weiteren Entwicklung der Infrastruktur (Rück- und ggf.
Neubau), die an der prognostizierten demografischen Entwicklung und nicht am gegen-
wärtigen oder einem optimistisch veranschlagten kurzfristigen Bedarf, sondern an Nach-
haltigkeitsaspekten ausgerichtet sind (Setzen von Prioritäten und Orientierung an den
Kernaufgaben);
3. Ausarbeitung von haushaltswirtschaftlichen Konzepten mit regelmäßiger Fortschreibung
(im Vorgriff auf absehbare Entwicklungen mit finanziellen Auswirkungen auf den Haus-
halt ist die Einnahmeentwicklung zu ermitteln, in die der Bedarf an Aufgaben einzuord-
nen ist);
4.
Einbindung des Stadtrates und der Bürger bei der Entwicklung dieser Konzepte;
5.
Kommunizierung des Themas Bevölkerungsrückgang auf vielfältige Art;
6. Anpassung des Angebots an öffentlichen Leistungen an den Bevölkerungsrückgang und
stärker an die Bedürfnisse älterer Bürger;
7. Nutzung aller Möglichkeiten zur Aufrechterhaltung von Bürgernähe wie E-Government
und mobilen Service;
8. Intensivierung und Optimierung der kommunalen Zusammenarbeit, auch bei der Planung
und den Anstrengungen zu einer bedarfsgerechten Aufrechterhaltung der Infrastruktur
(Problemlösungen müssen interkommunal erarbeitet, Konkurrenzsituationen vermieden
werden);
9. Orientierung hin zur Bürgerkommune, Förderung des bürgerschaftlichen Engagements,
um Angebote vor Ort weiterhin vorhalten zu können;

32
10. aufgrund des rückläufigen bzw. veränderten Aufgabenumfangs und des steigenden Al-
tersdurchschnittes der Mitarbeiter ist ein Personalentwicklungskonzept zur langfristigen
Sicherung eines bedarfsorientierten Personalbestandes zu erarbeiten;
11. daneben sind stärkere Anstrengungen bei der Personalgewinnung und -entwicklung unter
Herstellung einer balancierten Altersstruktur nötig (gesetzliche Verpflichtungen nach
§ 61 Abs. 2 und § 62 Abs. 2 SächsGemO sind zu beachten);
12. bei der Ausbildung des eigenen Nachwuchses sind die notwendigen Vorlaufzeiten bis
zum Einsatz zu beachten, diese betragen einschließlich Auswahlverfahren vier Jahre;
13. Fortbildung des vorhandenen Personals muss gut geplant, kontinuierlich und in dem ge-
botenen Umfang erfolgen;
14. ein noch flexiblerer Einsatz der Mitarbeiter innerhalb der Struktur der Kommunalverwal-
tung unter Wahrung der fachlichen Kompetenz sollte ermöglicht werden.
Der Freistaat Sachsen gewährt nach Maßgabe einer Förderrichtlinie
16
finanzielle Zuwendun-
gen für Projekte und Maßnahmen, die dazu beitragen, die Anpassung an den demografischen
Wandel positiv zu bewältigen. Fördergebiet ist das gesamte Gebiet des Freistaates Sachsen
mit Ausnahme der Kreisfreien Städte Leipzig und Dresden mit ihrem jeweiligen Verdich-
tungsraum nach dem Landesentwicklungsplan 2003.
5.2
Kommunale Doppik
Gesetzliche Neuregelung
Mit dem Gesetz über das neue kommunale Haushalts- und Rechnungswesen vom 07.11.2007
werden die Kommunen verpflichtet, spätestens ab 2013 die kommunale Doppik einzuführen.
Damit wird das kamerale durch ein doppisches, produktorientiertes Haushalts- und Rech-
nungswesen abgelöst. Ziel ist die Einführung des so genannten Ressourcenverbrauchskonzep-
tes.
Das neue Rechnungswesen sieht eine Drei-Komponenten-Rechnung vor: Ergebnishaushalt/-
rechnung, Finanzhaushalt/-rechnung, Vermögensrechnung (Bilanz). Zu Beginn des ersten
doppischen Haushaltsjahres ist eine Eröffnungsbilanz zu erstellen. Auf der Ebene des Ge-
samthaushaltes wird damit erstmals ein vollständiges Bild der Vermögens-, Ertrags- und Fi-
nanzlage der Kommunen vermittelt.
16
Richtlinie der Sächsischen Staatskanzlei zur Förderung von Maßnahmen für die Bewältigung des demografi-
schen Wandels (FRL „Demografie“) vom 07.07.2007, SächsABl. 2007, S. 1476 ff.

33
Handlungsbedarf
Die Kommunen haben als Basis für die zu erstellende Eröffnungsbilanz sämtliche Vermö-
gensgegenstände und Schulden genau zu verzeichnen und deren Wert anzugeben (Inventar).
Die Bestandsaufnahme hat durch eine Inventur zu erfolgen.
Zur Abbildung des Haushalts müssen die bisherigen Haushaltsstellen nach der VwV Gliede-
rung und Gruppierung entsprechend der neuen Haushaltssystematik nach dem kommunalen
Produkt- und Kontenrahmen ersetzt werden. Jede Kommune hat einen auf ihren Bedürfnissen
abgestimmten Produktplan mit Produktbereichen, -gruppen, -untergruppen und Produkten zu
erstellen. Schlüsselprodukte sind individuell nach Bedarf festzulegen. Die Haushaltsführung
ist entsprechend den neuen Regelungen umzustellen. Ein solch komplexer Vorgang bedarf
einer gründlichen Vorbereitung mit Festlegungen zur Art und Weise des Umstellungsprozes-
ses. Im Rahmen eines Projektmanagements ist der Personalbedarf sowie die Verfügbarkeit
und Qualifikation des vorhandenen Personalbestandes zu ermitteln. Daraus resultierend müs-
sen Festlegungen zu Mitarbeiterschulungen, Personaleinstellungen oder Nutzung von Exter-
nen getroffen werden. Eine Erweiterung des Personalbestandes sollte vermieden werden.
Erste Erkenntnisse und Hinweise u. a. zu den Themen: Projektmanagement, Personalmana-
gement, IT-Einsatz, Produktbildung, Haushaltsplanung und Eröffnungsbilanz aus der beglei-
tenden Prüfung des SRH zur Einführung der Doppik in den sächsischen Frühstarterkommu-
nen (Grünhain-Beierfeld, Zschorlau, Bockelwitz, Pirna) sind veröffentlicht.
17
Beispielweise
wurde bei der Prüfung festgestellt, dass insbesondere die Vermögenserfassung und -bewer-
tung zeitintensiv war. In einer Kommune (6.630 Einwohner) benötigten zwei Mitarbeiter
(1,75 VK) 30 Wochen für die Vermögenserfassung. Dies erfolgte ohne Hinzuziehung von
externem Sachverstand. Weitere Informationen können auch aus den Veröffentlichungen im
Sachsenlandkurier, Ausgabe Januar 2008 entnommen werden und als Orientierung dienen.
18
Ein temporärer Personalmehrbedarf mit Gültigkeit für alle Kommunen bei der Einführung der
kommunalen Doppik ist aufgrund der unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten und Nut-
zung von Externen nicht bestimmbar.
17
Vgl. Binus, Karl-Heinz, Begleitende Prüfung zur Einführung der Doppik, in Sachsenlandkurier 05/2007,
S. 201 ff.
18
Vgl. Binus, Karl-Heinz, Paradigmenwechsel im kommunalen Rechnungswesen: Bestandsaufnahme und
Perspektiven, in: Sachsenlandkurier 01/2008, S. 9 ff. und Witt, Tina, Notwendigkeit und Aufgabe der Rech-
nungsprüfung im neuen kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen, in: Sachsenlandkurier 01/2008, S. 14
ff.

34
5.3
Verwaltungsreform
Gesetzliche Neuregelung
Zum 01.08.2008 wird im Freistaat Sachsen eine Verwaltungsreform, bestehend aus einer
Funktional- und einer Kreisgebietsreform, wirksam. Sie stellt an die kommunale Ebene quali-
tativ und quantitativ höhere Ansprüche bei der Aufgabenerfüllung. In großem Umfang wer-
den staatliche Aufgaben auf die Ebene der Landkreise und Kreisfreien Städte verlagert. Ein
gleichzeitiger Übergang von Aufgaben der Landkreise auf die kreisangehörigen Kommunen
findet nur in vergleichsweise geringem Ausmaß statt.
Das Sächsische Verwaltungsneuordnungsgesetz (SächsVwNG) und das Gesetz zur Neuglie-
derung des Gebietes der Landkreise des Freistaates Sachsen und zur Änderung anderer Geset-
ze bestimmen die Übertragung folgender Aufgaben auf die kreisangehörigen Gemeinden:
-
Verfolgung und Ahndung von straßenrechtlichen Ordnungswidrigkeiten (§ 52 Abs. 1
SächsStrG), sofern die kreisangehörigen Gemeinden als Träger der Straßenbaulast untere
Straßenbaubehörde und als solche für den Vollzug der entsprechenden Norm zuständig
sind (vgl. Art. 34 Nr. 11 SächsVwNG);
-
Erlass verkehrsrechtlicher Anordnungen als Aufgaben der Straßenverkehrsbehörde nach
§ 45 StVO, soweit sich diese auf Gemeinde- und sonstige öffentliche Straßen beziehen
(Art. 35 Nr. 2b SächsVwNG);
-
für Kommunen mit mindestens 5.000 Einwohnern: Widerspruchsbehörde bei Verwal-
tungsakten in Selbstverwaltungsangelegenheiten nach § 27 SächsJG (Art. 9 Nr. 7 des Ge-
setzes zur Neugliederung des Gebietes der Landkreise des Freistaates Sachsen und zur Än-
derung anderer Gesetze). Kleineren Kommunen überträgt das Landratsamt als Rechtsauf-
sichtsbehörde die Zuständigkeit auf Antrag.
Zur Erprobung einer ortsnahen Aufgabenerfüllung können die Landkreise bestimmte Aufga-
ben, zu deren Durchführung sie berechtigt oder verpflichtet sind, durch öffentlich-rechtlichen
Vertrag auf kreisangehörige Gemeinden übertragen (Art. 24 SächsVwNG). Der auf längstens
zehn Jahre befristete Vertrag muss u. a. eine Regelung über den Kostenausgleich enthalten
und bedarf der Genehmigung der oberen Fachaufsichtsbehörde.
Außerhalb dieses Gesetzespakets, aber im Zusammenhang mit diesem, sollen den kreisange-
hörigen Gemeinden durch Änderung von Verordnungen
19
zeitgleich folgende Aufgaben über-
tragen werden:
19
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Beratenden Äußerung lagen die Verordnungen im Entwurf vor.

35
-
bestimmte Aufgaben im Gewerberecht (Titel II Abschnitt 1, Titel III, Titel IV der Gewer-
beordnung), die bisher in der Zuständigkeit der Landkreise lagen;
-
gesamte Ausführung des Gaststättengesetzes, insbesondere des gaststättenrechtlichen Er-
laubnisverfahrens;
-
Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten, sofern die kreisangehörigen Ge-
meinden für den Vollzug der entsprechenden Gesetze zuständig sind, betroffen sind:
-
Ordnungswidrigkeiten nach § 49 Abs. 1, 3 und 4 StVO im Zusammenhang mit ver-
kehrsrechtlichen Anordnungen;
-
Ordnungswidrigkeiten nach §§ 145 und 146 Gewerbeordnung.
Handlungsbedarf
Trotz des geringen Anteils an übertragenen Aufgaben stellt die Verwaltungsreform auch die
Kommunen mit 10.000 bis unter 20.000 Einwohnern, insbesondere in der Aufgabengruppe
Sicherheit und Ordnung, vor neue Herausforderungen. Mit der Dekonzentration der Aufga-
benerfüllung als besonderer Ausdruck von Orts- und Bürgernähe steigen die Ansprüche an die
fachliche Qualifikation der Mitarbeiter. Gleichzeitig treten durch eine vollumfängliche Bear-
beitung von Aufgaben „aus einer Hand“, die stärkere Verwirklichung des Prinzips der Einheit
von Planungs-, Entscheidungs-, Vollzugs- und Kontrollräumen Synergieeffekte auf, die nicht
in jedem Fall zu einem Personalmehrbedarf führen müssen. Dies wurde auch im Rahmen un-
serer Untersuchung zu den Großen Kreisstädten deutlich (vgl. Pkt. 3.3).
Die Möglichkeit der Bündelung von Aufgaben, die im Rahmen der Verwaltungsreform auf
die Kommunen übergehen, durch Übertragung auf größere und leistungsstarke Kommunen
mittels Verwaltungsvereinbarungen, sollte genutzt werden.
5.4
Novellierung des Einwohner- und Meldewesens
Gesetzliche Neuregelung
Mit der Novellierung des SächsMG
20
wurden die bundeseinheitlichen Vorgaben des MRRG
2007 in Landesrecht umgesetzt. Dadurch soll das Melderecht vereinfacht und bürgerfreundli-
cher gestaltet werden. Den Bürgern und der Wirtschaft können nunmehr bestimmte Amts-
handlungen auch über das Internet angeboten werden. Das sind insbesondere:
-
einfache Melderegisterauskunft online;
-
Auskunft über die zur eigenen Person gespeicherten Daten;
20
Vgl. Gesetz zur Änderung des Sächsischen Meldegesetzes und zur Änderung des Gesetzes über die Errich-
tung der Sächsischen Anstalt für kommunale Datenverarbeitung vom 16.02.2006, SächsGVBl. 2006, S. 58 ff.

36
-
Anmeldung über das Internet (Voraussetzung ist ein vorausgefüllter Anmeldeschein durch
die Gemeinde, die Verwendung einer qualifizierten elektronischen Signatur und ein nutz-
barer Zugang durch die Gemeinde);
-
bundesweite Rückmeldungen nur noch durch elektronische Datenübermittlung (Rückmel-
deverfahren).
21
Ein weiterer wesentlicher Teil der Novellierung des SächsMG ist die Schaffung eines Kom-
munalen Kernmelderegisters (KKM). Die SAKD als Rechtsträger errichtet und betreibt das
KKM. Es dient der Speicherung landesweit ausgewählter - von den Kommunen erfasster und
übermittelter - Meldedaten für den Vollzug meldebehördlicher Aufgaben, wie z. B. regelmä-
ßige Datenübermittlung an Behörden oder sonstige öffentliche Bundesstellen, an sächsische
Behörden, Gerichte oder öffentlich bestellte Vermessungsingenieure sowie Erteilung der ein-
fachen Melderegisterauskünfte durch automatisierten Abruf über das Internet.
Das KKM nahm seine Tätigkeit zum 01.10.2007 auf; ab diesem Zeitpunkt sollen die Daten
zum Abruf bereitgehalten werden.
22
Das Außerkrafttreten des bisherigen automatisierten Ab-
rufverfahrens zum 30.09.2007 wurde auf den 30.09.2008 verschoben.
23
Die Umgestaltung der meldebehördlichen Verfahren, die Nutzung der neuen elektronischen
Kommunikationstechnologien und das KKM sollen mittel- und langfristig zu dauerhaften
Kosteneinsparungen führen.
24
Handlungsbedarf
Die Novellierung des SächsMG betrifft vor allem die Aufgabengruppen Führen des Melde-
registers und Auskunftserteilung aus dem Melderegister:
Hohe Zeitanteile beim Führen des Melderegisters
wiesen alle Kommunen für die Aufgaben
der An-, Ab-, Um- und Rückmeldungen aus. Bis zum 31.12.2006 erfolgte dies mittels Über-
mittlung der Daten gem. § 2 der 1. BMeldDÜV per Post. Ab 01.01.2007 erfolgt in einem so
genannten Rückmeldeverfahren (elektronische Datenübermittlung) ein Datenabgleich der zu-
ständigen Meldebehörden. Einsparungen sind insbesondere durch die Vereinfachung des Ver-
waltungsverfahrens sowie durch die Reduzierung des Personalbedarfs möglich und zu nutzen.
21
Durch das MRRG und die 1. BMeldDÜV wird eine bundesweite (auch innerhalb Sachsens) elektronische
Rückmeldung vorgeschrieben, die seit dem 01.01.2007 durch das Land bei jeder Meldebehörde zu gewähr-
leisten ist.
22
Vgl. Art. 2 Nr. 2 der Verordnung des SMI zur Änderung der Sächsischen Meldeverordnung und einer weite-
ren Verordnung vom 19.09.2007, SächsGVBl. 2007, S. 413.
23
Vgl. Art. 1 der Verordnung des SMI zur Änderung der Sächsischen Meldeverordnung und einer weiteren
Verordnung vom 19.09.2007, SächsGVBl. 2007, S. 413.
24
Vgl. Begründung zum Gesetz zur Änderung des Sächsischen Meldegesetzes und zur Änderung des Gesetzes
über die Errichtung der Sächsischen Anstalt für kommunale Datenverarbeitung, vgl. Landtagsdrucksache
4/2509 vom Juli 2005, S. 31.

37
Der Bund und die vom Arbeitskreis I der IMK eingesetzte Projektgruppe Meldewesen gehen
von einer Kostenersparnis bei jeder der beteiligten Meldebehörden von 2,32 € für jede Rück-
meldung aus.
25
Eine personelle Einsparung war nach Aussage der geprüften Stadtverwaltun-
gen aufgrund der erst kurzzeitigen Umsetzung der neuen Verfahren und der damit verbunde-
nen Anlaufschwierigkeiten noch nicht festzustellen.
Bei der schriftlichen und mündlichen Auskunftserteilung aus dem Melderegister sind die Ein-
sparungen durch die Novellierung des SächsMG erst mit dem Betrieb des KKM zu erwarten.
Der Anteil der schriftlichen Auskünfte aus dem Melderegister, z. B. an Rechtsanwälte oder
Finanzämter, lag in den einzelnen Kommunen zwischen rd. 20 % und 85 %. Mit der Einfüh-
rung des KKM besteht dafür die Möglichkeit der elektronischen Datenübermittlung.
Bei der Personalbedarfsermittlung im Organisationsmodell blieben die o. a. Einsparpotenziale
aufgrund fehlender Erkenntnisse aus den Prüfungen unberücksichtigt. Folglich hat jede
Kommune nach der Umstellungsphase und vollständigen Einführung des KKM selbst diese
zu ermitteln.
25
Vgl. ebenda, S. 31.

38
6
Organisationsmodell
6.1
Annahmen
Zur Beschreibung der Modellkommune, die dem Organisationsmodell zugrunde liegt, wurden
nachfolgende Annahmen getroffen. Diese resultieren aus den Erkenntnissen der durchgeführ-
ten Prüfungen in fünf Kommunen unter Berücksichtigung der Istsituation in allen 43 Kom-
munen der hier betrachteten Größenklasse. Die angegebenen gerundeten Mengenangaben bei
ausgewählten Arbeitsvorgängen können zur weiteren Orientierung bei einer vergleichenden
Betrachtung der jeweiligen Kommunen mit dem Organisationsmodell genutzt werden.
Struktur der Kommune
-
Einwohnerzahl: 15.000
- Anteil unter 15 Jahren:
10 %
- Anteil über 65 Jahren:
20 %
- prognostizierter EW-Rückgang 2006 bis 2020:
8 bis 11 %
-
Größe des Gemeindegebietes:
5.000 ha
Einrichtungen, Mitgliedschaft in Zweckverbänden, Beteiligungen
-
4 Schulen (Grundschulen, Mittelschulen, Gymnasien);
-
8 Kindertagesstätten (3 in kommunaler Trägerschaft, 5 in freier Trägerschaft);
-
5 Sportstätten;
-
1 Bibliothek;
-
3 Jugendklubs (1 in kommunaler Trägerschaft, 2 in freier Trägerschaft);
-
1 Museum (in kommunaler Trägerschaft);
-
1 Wochenmarkt und einmal jährlich ein traditioneller Markt;
-
1 Freibad (in kommunaler Trägerschaft);
-
1 Bauhof mit Bauhofleiter;
-
1 Friedhof (in kommunaler Trägerschaft);
-
5 freiwillige Feuerwehren;
-
1 Eigenbetrieb;
-
Mitgliedschaft in 3 Zweckverbänden: Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und KISA;
-
4 unmittelbare Beteiligungen;
-
4 mittelbare Beteiligungen;
Organisation der Verwaltung
-
keine Dezernatsstruktur, innerhalb der Fachbereiche werden grundsätzlich keine Sachge-
biete gebildet (Ausnahme Bürgerbüro);
-
Bürgermeister mit Sekretärin, persönlichem Referenten und einem SB Wirtschaftsförde-
rung und Kultur;

39
-
Bürgerbüro mit Öffnungszeiten montags bis donnerstags bis 18 Uhr, freitags bis 12 Uhr
und samstags von 10 bis 12 Uhr, breitem Serviceangebot und flexiblem Schichtsystem
(vgl. Pkt. 6.5);
-
keine Außenstellen;
Personal der Kernverwaltung
-
notwendige Rechts- und Verwaltungskenntnisse sowie die Kenntnisse der anzuwendenden
Standard- und Spezialsoftware sind vorhanden;
-
Anforderungen der §§ 61, 62 SächsGemO sind erfüllt;
-
nicht hauptamtliche Gleichstellungs-/Frauenbeauftragte und Personalratsvorsitzender;
-
Fortbildung erfolgt für jeden Mitarbeiter an durchschnittlich zwei Tagen im Jahr;
IT-Einsatz
-
IT- Konzept besteht, Hard- und Software sind bedarfsgerecht;
-
EDV-Beauftragter ist bestellt;
-
Pflegeverträge mit Dritten über die Hard- und Software bestehen;
-
externes Rechenzentrum wird genutzt;
-
Internetzugang ist bedarfsgerecht, alle Mitarbeiter besitzen eine eigene E-Mail-Adresse;
-
Schnittstellenproblematik ist nicht vollständig gelöst;
Aufgabenwahrnehmung in der Kernverwaltung
-
grundsätzlich werden alle originären Aufgaben der Kernverwaltung wahrgenommen, aus-
gelagert ist die Bezügerechnung der Beamten;
-
die örtliche Rechnungsprüfung erfolgt durch Dritte;
-
keine Aufgaben der unteren Bauaufsichtsbehörde und der Großen Kreisstadt;
-
keine Aufgabenerledigung für Dritte;
Personal
-
Personalverwaltung und -abrechnung erfolgen für 110 Mitarbeiter;
-
DV-Entgeltrechnung erfolgt durch KISA;
Kämmerei
-
Haushaltssatzung und zusätzlich eine Nachtragssatzung werden erarbeitet;
-
dezentrale Sollstellung erfolgt;
Kasse
-
monatlich werden 3.200 Ist-Buchungen durchgeführt;
-
es bestehen 9.000 Personenkonten;
-
es existieren 12 kostenrechnende Einrichtungen;
Liegenschaften
-
Anlagennachweise werden geführt;

40
;
Sicherheit und Ordnung
-
monatlich gibt es 32 Gewerbean-, Gewerbeum- oder -abmeldungen;
-
monatlich werden 20 Anträge zur Nutzung des öffentlichen Straßenraumes über den Ge-
meingebrauch hinaus bearbeitet;
Einwohner- und Meldewesen
-
monatlich werden 140 Anträge auf Ausstellung und 65 Anträge auf Änderung eines Perso-
nalausweises gestellt sowie 10 Verlustanzeigen abgegeben;
-
monatlich werden 60 Reisepässe ausgestellt
26
und in 3 Fällen Verlustanzeigen entgegen-
genommen
Personenstand
-
monatlich werden 6 Eheschließungen durchgeführt;
-
monatlich werden 9 Sterbefälle beurkundet;
Soziales
-
Aufgaben nach dem SGB beschränken sich im Wesentlichen auf Ausgabe, Überprüfen der
Vollständigkeit und Weiterleiten von Anträgen;
Bauverwaltung
-
Beiträge nach dem Baugesetzbuch werden veranlagt;
Stadtplanung
-
Stadtplanung und Stadtsanierung finden statt;
Bauordnung
-
monatlich werden 6 Stellungnahmen zur planungsrechtlichen und gestalterischen Zulässig-
keit (Bauvorbescheide) abgegeben;
-
monatlich werden 11 Stellungnahmen zu Bauanträgen oder Bauvoranfragen abgegeben;
Hochbau/Tiefbau
-
Submissionen und Vergaben werden durchgeführt;
-
monatlich werden 15 Schachtscheine ausgestellt;
-
ingenieurtechnische Leistungen werden in Zusammenarbeit mit Dritten erbracht;
-
kleinere Bauprojekte werden selbstständig betreut;
Stadtreinigung und Märkte
-
Stadtreinigung und Winterdienst werden organisiert;
Infrastruktur und Tourismus mit Bezug auf die Verwaltung
-
kein Krankenhaus, kein überregionaler Anziehungspunkt zur Durchführung von Eheschlie-
ßungen (Auswirkungen auf den Arbeitsanfall im Standesamt);
-
keine unmittelbare Nähe zu Ballungsräumen (Auswirkungen u. a. auf die Bereiche Sicher-
heit und Ordnung sowie Soziales);
-
keine größeren touristischen Anziehungspunkte.
26
Die für die Ausstellung benötigten Zeiten werden sich aufgrund der Einführung des Reisepasses mit biomet-
rischen Merkmalen (ePass) voraussichtlich erhöhen.

41
6.2
Mehr- und Minderbedarf
Bei starken Abweichungen vom festgelegten qualitativen und quantitativen Aufgabenumfang
der Modellkommune (vgl. Pkt. 6.1) ist ein örtlicher Mehr- oder Minderbedarf bei der Perso-
nalbemessung möglich.
Vor allem der
Mehrbedarf
kann zeitlich begrenzt oder auf Dauer auftreten und ist neben ei-
ner Prüfung hinsichtlich Notwendigkeit, Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit entsprechend zu
beachten.
Insbesondere bei den freiwilligen Aufgaben ist der personelle Mehrbedarf im Rahmen einer
Aufgabenkritik regelmäßig zu hinterfragen. Personalabgänge aufgrund des Eintritts in das
Rentenalter bzw. die Freizeitphase der Altersteilzeit stellen dazu einen besonders geeigneten
Zeitpunkt dar.
Gründe eines permanenten Mehrbedarfs sind hauptsächlich aufgabenspezifisch und können
u. a. sein:
-
Übernahme von Aufgaben für Dritte mit Kostenersatz außerhalb von Verwaltungsgemein-
schaften (z. B. Rechnungsprüfung, Personalverwaltung und Entgeltrechnung für andere
Kommunen oder für Vereine, Personenstandswesen);
-
Aufgabenumfang aus geografischen, politischen oder historischen Gründen gegenüber den
Annahmen der Modellkommune wesentlich erhöht (z. B. erhöhte Notwendigkeit zur
Überwachung des ruhenden Verkehrs, große Flächenkommune mit weit auseinander lie-
genden Ortsteilen);
-
ständig wiederkehrende kulturelle oder sportliche Großereignisse, starker Fremdenverkehr;
-
Übertragung von Aufgaben des Landratsamtes auf die Kommune (z. B. als örtlicher Träger
der Sozialhilfe oder im Rahmen des Art. 24 § 1 SächsVwNG)
-
Vollzug der Straßenverkehrsordnung in Großen Kreisstädten und
-
untere Bauaufsichtsbehörde.
Bei der Ermittlung des Mehrbedarfs aufgrund der Übernahme von Aufgaben für Dritte kön-
nen die Mengenangaben zur Aufgabenwahrnehmung in der Kernverwaltung unter Pkt. 6.1 als
Orientierung dienen.
Ein temporärer Mehrbedarf kann insbesondere aufgrund demografischer Entwicklung und
besonderer Schwierigkeiten und Belastungen im Personalbereich auftreten. Er darf sich nach
Wegfall des Mehrbedarfsgrundes nicht verfestigen. Der Personalabbau hat zeitnah zu erfol-
gen.

42
Gründe eines temporären Mehrbedarfs sind beispielsweise:
-
überdurchschnittlich hoher Bevölkerungsrückgang, der aus Gründen auftretender Rema-
nenzen und/oder arbeitsrechtlichen Bindungen kurzfristig nicht in gleichem Umfang zu ei-
ner Personaleinsparung führen kann;
-
umfangreiche Strukturänderungen, z. B. durch Gemeindezusammenschlüsse;
-
Notwendigkeit von umfangreichen Änderungen in der Infrastruktur- und Raumplanung;
-
Einarbeitung im Rahmen der Umstellung auf die kommunale Doppik;
-
Mitwirkung bei Modellprojekten;
-
Einarbeitung neuer Mitarbeiter wegen Personalwechsel in großem Umfang und mit großer
Bedeutung und
-
Vertretung wegen langer Ausfallzeiten.
Ein
Minderbedarf
ergibt sich vor allem bei gegenüber den Annahmen im Modell verringer-
tem Aufgabenumfang in der Kernverwaltung. Dies tritt auf:
-
bei Auslagerung von Kernverwaltungsaufgaben auf Dritte (z. B. Personenstand, Kassenge-
schäfte, Aufgaben aus den Bereichen Kultur, Liegenschaften, Bau) und
-
aus geografischen, politischen oder historischen Gründen (z. B. keine Notwendigkeit zur
Überwachung des ruhenden Verkehrs, geringe Bautätigkeit, geringer Umfang an Mahnung
und Beitreibung).
6.3
IT-Einsatz
Ein IT-gestütztes Verwaltungshandeln gehört heute zur Normalität. Geschäftsprozesse wer-
den über die Informations- und Kommunikationstechnik miteinander verknüpft. Der Aufbau
einer leistungsstarken, bürger-, service- und dienstleistungsorientierten Verwaltung setzt eine
effektive und effiziente IT-Organisation voraus. Standen vor einigen Jahren noch die Vernet-
zung der Computer und der Aufbau von Datenbanken im Vordergrund, so sind inzwischen
vermehrt Aktivitäten im Bereich des E-Governments vorzufinden, damit verbunden ist die
notwendige Modernisierung der Verwaltung. Insbesondere „online-fähige“ interne Verwal-
tungsabläufe sind Voraussetzung zur Entwicklung eines effektiven E-Governments. Für die
Optimierung von Verwaltungsprozessen ohne Medienbrüche oder den Aufbau eines Intranets
kann zunächst temporär Mehraufwand entstehen, mittel- und langfristig sollten jedoch zeitli-
che Ressourcen freigesetzt, Quantität und Qualität gesteigert werden. Eine grobe Gesamtkon-
zeption ist zu empfehlen.

43
Zur weiteren Förderung des kommunalen E-Governments wurde die Richtlinie aus dem Jahr
2004 im Jahr 2007 aktualisiert.
27
Nach dieser werden u. a. Maßnahmen zur Einführung von
innovativen Informations-, Kommunikations- und Medientechnologien und -diensten für Un-
ternehmen und Privatpersonen sowie Softwarelösungen, von denen Bürger, Unternehmen und
Privatpersonen profitieren, gefördert. Zuwendungsvoraussetzung ist die Gewährleistung einer
kostenfreien Nachnutzung der geförderten Maßnahme für alle staatlichen Behörden und Trä-
ger der Selbstverwaltung im Freistaat Sachsen. Beispielsweise stehen gegenwärtig bereits zur
Verfügung:
-
Web Content Management System,
-
elektronische Signatur und Verschlüsselung,
-
Formularservice,
-
Geodaten oder
-
Zuständigkeitsfinder.
Für einen effizienten Einsatz von Hard- und Software sollte eine homogene IT-Landschaft
angestrebt werden. Sie erleichtert die Administration und verringert den dafür notwendigen
zeitlichen Aufwand, unabhängig davon, ob Dritte die allgemeine Betreuung von Hard- und
Software übernehmen oder entsprechende Zeiten in der Verwaltung vorgehalten werden.
Bei der Entscheidung, ob die IT-Betreuung vollumfänglich oder teilweise in der Kernverwal-
tung vorgehalten oder von Dritten wahrgenommen wird, haben die Kommunen nach wirt-
schaftlichen Aspekten unter Berücksichtigung der Qualitäts- und Ausfallsicherung abzuwä-
gen. Dazu gehören neben finanziellen Gesichtspunkten u. a. auch:
-
Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal,
-
Verfügbarkeit von Drittanbietern,
-
Abhängigkeit von „einem“ eigenen EDV-Betreuer,
-
Reaktionszeiten bei Problemen/Ausfällen,
-
Sicherheit und Zuverlässigkeit,
-
Flexibilität,
-
missbräuchliche hohe zeitliche Inanspruchnahme des vorhandenen EDV-Betreuers für
Anwenderbetreuung und
-
eingeschränkte Bereitschaft der Mitarbeiter bei vorhandenem EDV-Betreuer sich EDV-
Wissen anzueignen.
27
Vgl. Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums des Innern zur Förderung von Projekten des Kommuna-
len E-Governments (KomE-GovFördRL) vom 08.10.2007, SächsABl. 2007, S. 1476.

44
Unabhängig von der o. a. Entscheidung sind nachfolgende Sachverhalte für den IT-Einsatz zu
beachten:
1. Es sollten Dienstanweisungen für den IT-Einsatz und über die Organisation des Informa-
tions- und Datenschutzes in Kraft gesetzt werden. Dienstvereinbarungen zur Nutzung von
Internet und E-Mail sollten abgeschlossen werden. Diesbezügliche Muster hat die SAKD
veröffentlicht.
28
2. Ein EDV-Beauftragter sollte bestimmt werden, der als Ansprechpartner für alle EDV-An-
gelegenheiten zur Verfügung steht.
3. Unter dem Gesichtspunkt eines wirtschaftlichen Verwaltungshandelns sind bzgl. des IT-
Einsatzes Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen durchzuführen. Die Kommunen können sich
dabei an der „Empfehlung zur Durchführung von Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen beim
Einsatz der IT in der Bundesverwaltung" orientieren, die von der Koordinierungs- und Be-
ratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung
(KBSt) bereitgestellt wurde.
29
4. Nur durch entsprechende Schulung der Mitarbeiter kann die vorhandene Hard- und Soft-
ware effektiv genutzt werden. Dadurch lassen sich die Zeiten der anwendernahen Benut-
zerbetreuung deutlich reduzieren.
6.4
Organisationsstruktur
Im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltungsgarantie liegt die Organisationshoheit bei den
Kommunen. Nach § 53 Abs. 1 SächsGemO regelt der Bürgermeister die innere Organisation
der Gemeindeverwaltung und ist für die sachgemäße Erledigung der Aufgaben und den ord-
nungsgemäßen Gang der Gemeindeverwaltung verantwortlich. Der demografische Wandel
stellt dabei eine besondere Herausforderung dar. Eine zukunftsorientierte Handlungsstrategie
fordert, langfristig tragbare Strukturen und anpassungsfähige Organisationsformen zu schaf-
fen. Der Stadtrat sollte diesen Prozess kritisch und konstruktiv begleiten.
Der SRH empfiehlt grundsätzlich für die Mehrheit der Kommunen der Größenklasse mit
10.000 bis unter 20.000 Einwohnern eine Organisationsstruktur mit vier Ämtern/Fachbe-
reichen (im Folgenden nur noch als Fachbereiche bezeichnet). Für Kommunen mit knapp
über 10.000 Einwohnern wird die Zwei-Ämter-Struktur aus dem Organisationsmodell für
28
Unter
www.sakd.de
(13.02.2008) stellt die SAKD unter Download/Musterdienstanweisungen Dienstanwei-
sungen für den Einsatz der Informationstechnik, über die Organisation des Informations- und Datenschutzes
sowie Musterdienstvereinbarungen über die Nutzung elektronischer Kommunikationssysteme (E-Mail) und
über die Nutzung des Internets bereit.
29
Unter
www.kbst.bund.de
(13.02.2008) kann eine Software zur Durchführung von Wirtschaftlichkeitsbetrach-
tungen heruntergeladen werden.

45
Gemeinden mit 5.000 bis 10.000 Einwohnern (erschienen 2005)
30
als Orientierung empfoh-
len. Liegt der Einwohnerwert an der oberen Grenze der hier betrachteten Größenklasse
(20.000 Einwohner) sollten dennoch nicht mehr als vier Fachbereiche, dafür aber Sachgebiete
innerhalb der Fachbereiche eingerichtet werden. Die Bildung von Sachgebieten ist der Ein-
richtung eines weiteren Fachbereiches vorzuziehen. Hauptgrund ist der vorhersehbare Rück-
gang des Aufgabenbestandes aufgrund der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung. Die gebil-
deten Sachgebiete werden einerseits dem derzeitig erhöhten Aufgabenbestand in diesen
Kommunen gerecht und andererseits wird der anstehende Aufgabenrückgang aufgrund der
Demografie bereits jetzt berücksichtigt. Die damit verbundenen organisatorischen Verände-
rungen innerhalb eines Fachbereiches sind leichter umzusetzen als einen Fachbereich aufzulö-
sen.
Die hier vorgeschlagene Organisationsstruktur wurde in Anlehnung an die viergliedrige
Struktur einer der fünf geprüften Kommunen erarbeitet.
Bei der Bildung der vier Fachbereiche waren sachliche und rationelle Gesichtspunkte aus-
schlaggebend. Der Aufgabenzusammenhang wurde gewahrt. Nach Größe und Bedeutung
wurden möglichst gleichartige Fachbereiche geschaffen. Nur das Bürgerbüro, welches einem
Fachbereich zugeordnet wurde (vgl. Pkt. 6.5), erhielt eine (Sachgebiets-)Leiterstelle. Die An-
zahl der Mitarbeiter je Fachbereich sollte ähnlich und möglichst hoch sein. Die Leitungsspan-
ne, die das Verhältnis eines Vorgesetzten zur Anzahl seiner Mitarbeiter angibt, wurde mit
1 : 6 bzw. 1 : 7 für dieses Modell als optimal angesehen. Diese kann größer sein, wenn viele
gleichartige Aufgaben wahrgenommen werden oder sich die Aufgaben wenig unterscheiden.
Gleiches gilt je qualifizierter die Mitarbeiter sind, je mehr die Führungskraft delegiert, je ko-
operativer geführt wird und bei einer hohen Anzahl routinemäßiger Arbeiten. Weitere Aus-
führungen zur Leitungsspanne sind der o. a. Beratenden Äußerung aus dem Jahr 2005
31
zu
entnehmen. Dem Bürgermeister wurden drei Mitarbeiter mit den Aufgabenbereichen: Sekre-
tariat, persönliche Referententätigkeit, Wirtschaftsförderung und Kultur zugeordnet.
Folgende vier Fachbereiche wurden eingerichtet:
-
FB Allgemeine Verwaltung und Bürgerservice (inkl. Bürgerbüro);
-
FB Finanzen;
-
FB Jugend, Sicherheit und Ordnung;
-
FB Bauwesen.
Eine Zuordnung der Aufgaben zu den Fachbereichen nach Aufgabengruppen ist im Über-
sichtsteil im Pkt. 7.1 enthalten.
30
Vgl. SRH, Beratende Äußerung: „Organisationsmodell für Gemeinden mit 5.000 bis 10.000 Einwohnern“,
www.rechnungshof.sachsen.de
, LT-DS 4/3346 vom 09.11.2005, S. 45 ff.
31
Vgl. ebenda, S. 62 ff.

46
6.5
Bürgerbüro
Personal des Bürgerbüros
Nach dem Prinzip der ganzheitlichen Sachbearbeitung ist jeder Mitarbeiter in der Lage, alle
im Bürgerbüro anfallenden Fachaufgaben grundsätzlich abschließend zu erledigen. Die Mit-
arbeiter haben die gleichen fachlichen Kompetenzen und Verantwortlichkeiten. Der Bürger
kann deshalb alle seine Anliegen einschließlich der Zahlung am selben Serviceplatz erledigen.
Bei erwarteter großer Kundennachfrage kann die temporäre Besetzung eines Infotresens für
Kurzkontakte, wie allgemeine Auskünfte, Ausgabe von Formularen, Verkauf von Tickets
usw. angebracht sein.
Das Bürgerbüro unterliegt einer hohen Veränderungsdynamik in technischer und fachlicher
Hinsicht. Fachlich geschultes, dienstleistungsorientiertes Personal mit einer hohen Sozial-
kompetenz ist eine notwendige Voraussetzung für die qualifizierte Wahrnehmung der Aufga-
ben im Bürgerbüro.
Aufgabenwahrnehmung im Bürgerbüro
Das Bürgerbüro bündelt grundsätzlich alle Aufgaben mit laufendem Publikumsverkehr. Alle
dafür geeigneten Aufgaben, für die die Kommunen zuständig sind, werden im Bürgerbüro
abschließend bearbeitet. Ansonsten werden Anträge entgegengenommen, Auskünfte erteilt
und Ansprechpartner vermittelt. Vor allem bei der Annahme von Anträgen lassen sich Aufga-
benüberschneidungen mit anderen Fachbereichen nicht immer vermeiden und treten vor allem
bei Aufgaben auf, die sich aus einer Antragsannahme (Bürgerbüro) und einer Bearbeitung
(meist mit FB Jugend, Sicherheit und Ordnung) zusammensetzen.
Im Modell des SRH werden folgende Aufgaben vollständig oder mit dem jeweils angegebe-
nen Anteil im Bürgerbüro wahrgenommen:
Aufgabe
Erledigung
im Bürger-
büro in %
02
Sekretariats- und Ablagearbeiten
02.01.02 Telefondienst wahrnehmen
100
02.07 Postausgangsbearbeitung
100
12
Statistik und Wahlen
12.10
Mitarbeit bei Bürgerentscheiden und -begehren
100
21
Kasse
21.01.03 Barzahlungsverkehr abwickeln
81
22
Steuern
22.04
Hundesteuer (An- und Abmeldungen, Veranlagung)
100

47
Aufgabe
Erledigung
im Bürger-
büro in %
32
Sicherheit und Ordnung
32.09.01.01 Gewerbeanmeldungen, -abmeldungen und -ummeldungen bearbeiten,
Gewerbekartei führen inkl. Auskunftserteilung
100
32.09.01.04
Anträge auf Genehmigung von Ausnahmen der Sonn- und Feiertagsruhe
entgegennehmen, prüfen und weiterleiten
22
32.09.02
Gaststätten und Beherbergungsgewerbe: vorübergehende Gestattung,
Sperrzeitenregelung bearbeiten, Anmeldung entgegennehmen und weiter-
leiten, Mithilfe bei Überprüfungen
29
32.09.03 Reisegewerbeanliegen (Anträge auf Ausstellung/Verlängerung entgegen-
nehmen und weiterleiten)
100
32.09.06 Angelegenheiten bei sonstigen Gewerbebetrieben bearbeiten
100
32.10
Anträge auf Genehmigung von Sammlungen, Lotterien und Ausspielun-
gen entgegennehmen und bearbeiten, Rechnungen prüfen
54
32.11 Fundangelegenheiten bearbeiten
30
32.19.07.05
Anträge auf Ausnahmegenehmigungen von den Vorschriften der StVO
entgegennehmen und weiterleiten
100
33
Einwohner- und Meldewesen
100
35
Sozialversicherung
35.01
Mitwirkung bei der Auskunftserteilung in Sozialversicherungsangelegen-
heiten
100
41
Kultur
41.04
Durchführung von kulturellen Veranstaltungen (Kartenverkauf)
100
50
Soziales
50.02
Sonstige Aufgaben nach SGB*, Amtshilfe leisten
54
50.03
Mitwirkung bei Aufgaben des örtlichen Trägers der Sozialhilfe*
100
50.06.01
Anträge auf weitere Sozialmaßnahmen für bestimmte Personenkreise*
100
50.15
Rundfunk- und Fernsprechgebührenermäßigung bearbeiten
100
50.18
Aufgaben nach dem Grundsicherungsgesetz wahrnehmen*
100
50.19
Aufgaben nach dem Schwerbehindertengesetz wahrnehmen*
100
51
Jugend
51.02
Aufgaben nach dem SGB ausführen*
35
64
Wohnungsförderung
64.02 Beratung in Wohnungsfragen
100
64.05.02
Gewährung von Miet- und Lastenzuschüssen*
100
64.06.01 Wohnberechtigungsscheine*
100
80
Wirtschafts- und Verkehrsförderung
80.05.01
Förderung von Einrichtungen und Veranstaltungen des Fremdenverkehrs
(u. a. Privatzimmervermittlung)
15
* Jeweils Aufklärung der Bevölkerung, Auskünfte, Beratung, Anträge entgegennehmen und weiterleiten.
Ergänzend sind die Leitungstätigkeiten des Bürgerbüro-Leiters sowie die minimalen Zeitan-
teile für die Erstellung von Fotokopien und die Bedarfsfeststellung von Materialien und In-
ventar zu nennen.

48
Zur Bemessung des erforderlichen Personalbedarfs für eine effiziente Aufgabenerledigung
sollten Erhebungen zur Frequentierung des Bürgerbüros innerhalb eines Tages, an den einzel-
nen Wochentagen oder im Laufe des Jahres (Spitzenzeiten bei Brückentagen und zu Ferien-
beginn) erfolgen. Diese können als Grundlage für einen variablen Personaleinsatz dienen.
6.6
Stellenbildung
Für die Stellenbildung musste zunächst der zeitliche Bedarf für die Aufgabenerfüllung ermit-
telt werden. Dies erfolgte - wie in Pkt. 4 beschrieben - maßgeblich auf der Basis der erhobe-
nen Zeit- und Mengendaten und der Erkenntnisse aus den durchgeführten Prozessoptimierun-
gen in den fünf geprüften Kommunen unter Zugrundelegung der Annahmen und der Überle-
gungen zum Bürgerbüro und IT-Einsatz in der Modellkommune.
Bei der Festlegung des zeitlichen Bedarfs der Aufgabenerfüllung wurde grundsätzlich vom
Durchschnitt der fünf geprüften Kommunen ausgegangen. Festgestellte Einsparpotenziale
(insbesondere bei der Ablauf- und Aufbauorganisation) sowie untypische hohe Zeitanteile bei
geprüften Kommunen (u. a. aufgrund mangelnder Aufgabenkritik) führten zu Abschlägen.
Gleichzeitig erfolgten Zeitzuschläge u. a. für Aufgaben der Wirtschaftsförderung und des Be-
teiligungsmanagements. Das Maß der freiwilligen Aufgaben wurde zeitlich begrenzt. Kom-
munen, die freiwillige Aufgaben in einem Zeitumfang weit über dem Durchschnitt der ande-
ren einbezogenen Kommunen leisteten, wurden in diesem Fall nicht berücksichtigt.
Einige Aufgaben aus dem vorgegebenen Katalog wurden nicht von allen Kommunen erfüllt
oder von den Mitarbeitern nicht mit Zeitangaben untersetzt. Hier wurde abweichend vom o. a.
Grundsatz (Verwendung des Durchschnitts) der qualifizierte Durchschnitt
32
als Grundlage für
den Zeitbedarf der Modellkommune gewählt.
Die so ermittelte Modellzeit ergab rd. 4.284 Std. je Monat. Bei 15.000 Einwohnern ergibt dies
einen rechnerischen Personalbedarf von 2,32 VK je TEW. Zu diesem Wert wurde ein „Reali-
sierbarkeits-Aufschlag“
33
von 0,08 VK je TEW (absolut 1,2 VK) addiert. Die Zurechnung
zum Modell erfolgte über einen pauschalen Zuschlag von rd. 3 % auf alle Aufgaben. Als Aus-
gangspunkt für die Stellenbildung betrug der zeitliche Bedarf zur Aufgabenerfüllung nunmehr
4.428 Std. je Monat. Dieser verteilt sich auf die Aufgabenhauptgruppen wie folgt:
32
Kommunen, in denen Aufgaben nicht mit Zeitangaben untersetzt waren, gingen nicht in die Berechnung des
Mittelwertes (Divisor) ein. Damit liegt der qualifizierte Durchschnitt höher als der einfache Durchschnitt der
fünf Kommunen.
33
Auch unter dem Aspekt der mit der Verwaltungsreform übergehenden Aufgaben.

49
Aufgabenhauptgruppe Std./Monat %
0 Allgemeine Aufgaben
706,5 16,0
1 Allgemeine Verwaltung
597,1 13,5
2 Finanzen
1.144,7 25,9
3
Recht, Sicherheit und Ordnung
834,8
18,9
4 Schule und Kultur
182,0 4,1
5 Soziales
195,2 4,4
6 Bauverwaltung
638,6 14,4
7
Stadtreinigung und Märkte
58,7
1,3
8
Wirtschaft und Verkehr
70,5
1,6
Summe
4.428,0 100,0
Die zeitintensivsten Bereiche sind die Aufgabenhauptgruppen Finanzen sowie Recht, Sicher-
heit und Ordnung. Eine Zusammenstellung der Werte zur Aufgabenwahrnehmung in Std. je
Monat und in Std./Monat je TEW der fünf geprüften Kommunen, deren Durchschnitt und der
Modellkommune sind in der Anlage 6 dargestellt. Die Anlage 7 weist die Abweichungen des
Modells vom Durchschnitt in Std./Monat je TEW aus.
Das Organisationsmodell besteht aus 38 Stellen mit 36,0 VK in der Kernverwaltung:
Organisationseinheit Std./Monat
Anzahl
Stellen
VK
BM – Bereich
369
3
3,0
FB Allgemeine Verwaltung und Bürgerservice
(davon: Bürgerbüro)
1.242
(474)
11
(4)
10,1
(3,85)
FB Finanzen
947
8
7,7
FB Jugend, Sicherheit und Ordnung
886
8
7,2
FB Bauwesen
984
8
8,0
Gesamt
4.428
38
36,0
Die detaillierte Darstellung ist im Übersichtsteil in den Pkt. 7.2 und 7.3 enthalten. Bei der
Stellenbildung wurden auch Teilzeitstellen angenommen. Dies entspricht einerseits der der-
zeit vorgefundenen kommunalen Praxis und resultiert andererseits aus dem geringen Aufga-
benvolumen einzelner Aufgaben, die aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit nicht in jedem Fall
einer Stelle als Vollzeitkraft zugeordnet werden konnten.
Bei der Einwohnerzahl der Modellkommune von 15.000 ergibt sich ein Wert von 2,4 VK je
TEW, den der SRH für Kommunen der Größenklasse mit 10.000 bis unter 20.000 Einwoh-
nern als Personalbestandswert empfiehlt. Die Modellkommune ist unter Pkt. 6.1 beschrieben.
Bei nachgewiesenem Mehrbedarf (vgl. auch Pkt. 6.2) sollten 2,6 VK je TEW nicht überschrit-

50
ten werden. Ein darüber hinausgehender Mehrbedarf dürfte nur temporär und auch nur bei
Zusammentreffen mehrerer das Verhältnis zwischen Einwohnerzahl und VK-Werten negativ
beeinflussender Faktoren nachweis- und begründbar sein.
Bei den Erhebungen zur Istsituation in den 43 Kommunen dieser Größenklasse im Januar
2006 hatten fünf Kommunen einen Personalbestand unter 2,4 VK je TEW, dabei lag die Ein-
wohnerzahl bei vier Kommunen unter 14.000 und bei einer über 17.000.
Der SRH verkennt nicht die Schwierigkeiten der Kommunen, den o. a. Personalbestandswert
zeitnah, wertgenau und nachhaltig umzusetzen. Gründe hierfür können sein:
-
die demografische Entwicklung und die daraus resultierende relative Erhöhung des Pro-
Kopf-Anteils Mitarbeiter zu Einwohner,
-
die tariflichen Beschränkungen beim Personalabbau,
-
die Umstellung auf die kommunale Doppik und
-
die bisher noch wenig oder unzureichend erfolgte interkommunale Zusammenarbeit.
Unter Berücksichtigung dieser Aspekte hält der SRH jedoch mittelfristig bis spätestens zum
Jahr 2013 einen Personaleinsatz von 2,4 VK je TEW als sachgerecht und umsetzbar.
Eine zusammenfassende Darstellung des Organisationsmodells in Bezug auf Organisati-
onsstruktur, Stellenübersicht und Aufgabenzuordnung ist der folgenden Übersicht zu
entnehmen.

7
51
Übersichten zum Organisationsmodell
7.1
Organisationsstruktur
-
Aufgabenverteilung
nach Aufgabengruppen in %
(dargestellt werden Aufgabengruppen mit einem Anteil > 5 % innerhalb der jeweiligen Organi-
sationseinheit)
Bürgermeister
01 Führungsaufgaben
5,2
02 Sekretariats- und Ablage-
arbeiten
12,9
10 Zentrale Verwaltung und
IT
18,9
11 Personal
14,1
33 Einwohner- und Melde-
wesen
19,3
34 Personenstand
9,8
01Führungsaufgaben 17,5
02 Sekretariats- und Ablagearbeiten
28,7
10 Zentrale Verwaltung und IT
16,6
13 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
9,4
41Kultur 8,0
80 Wirtschafts- und Verkehrsförderung
18,3
01 Führungsaufgaben 5,8
20 Kämmerei 30,5
21Kasse 36,7
22Steuern 15,5
23 Liegenschaften 6,9
01 Führungsaufgaben 7,9
20Kämmerei 6,0
32 Sicherheit und Ordnung
32,3
37Feuerschutz 8,0
40Schulen 6,1
47Archiv 10,0
51 Jugend 11,9
52Sport 5,4
FB Allgemeine Verwaltung und
Bürgerservice
FB Finanzen
FB Jugend, Sicherheit und
Ordnung
FB Bauwesen
BM-Bereich
01 Führungsaufgaben 5,3
20Kämmerei 5,7
23 Liegenschaften 12,0
60 Bauverwaltung 18,5
61 Stadtplanung 12,1
63Bauordnung 5,2
65Hochbau 7,1
66Tiefbau 8,3
67Grünflächen 9,8
72Märkte 5,2

52
-
Aufgabenverteilung
nach Aufgabengruppen in Std. je Monat
(dargestellt werden Aufgabengruppen mit einem Anteil > 5 % innerhalb der jeweili-
gen Organisationseinheit)
Bürgermeister
01Führungsaufgaben 64,5
02 Sekretariats- und Ablagearbeiten
106,1
10 Zentrale Verwaltung und IT
61,4
13 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
34,9
41Kultur 29,7
80
Wirtschafts- und Verkehrsförderung
67,5
01 Führungsaufgaben 55,4
20 Kämmerei 288,8
21Kasse 347,4
22Steuern 146,9
23
01 Führungsaufgaben
64,0
02 Sekretariats- und Ablage-
arbeiten
160,5
10 Zentrale Verwaltung und
IT
235,4
11 Personal
175,2
33 Einwohner- und Melde-
wesen
239,2
34
01 Führungsaufgaben 70,0
20Kämmerei 53,4
32 Sicherheit und Ordnung
286,5
37Feuerschutz 70,6
40Schulen 54,5
47Archiv 88,8
51Jugend 105,7
52
Liegenschaften 65,7
Sport 47,9
Personenstand
121,8
FB Jugend, Sicherheit und
Ordnung
FB Bauwesen
BM-Bereich
FB Allgemeine Verwaltung und
FB Finanzen
Bürgerservice
01 Führungsaufgaben 51,8
20Kämmerei 55,6
23 Liegenschaften 117,7
60 Bauverwaltung 181,9
61 Stadtplanung 118,7
63Bauordnung 51,3
65Hochbau 69,7
66Tiefbau 81,8
67Grünflächen 96,7
72 Märkte 51,0

53
7.2
Stellenübersicht
Organisationseinheit
Stellenbedarf (in VK)
BM-Bereich: 1,00 Sekretärin
1,00 persönlicher Referent
1,00 SB Wirtschaftsförderung und Kultur
FB Allg. Verwaltung und Bürgerservice:
1,00 FB-Leiter
1,00 MA Zentrale Dienste*
0,50 MA Stadtratsangelegenheiten
1,00 SB Personal
1,00 SB Organisation und IT
0,75 Bezügerechner**
1,00 Standesbeamter
1,00 Bürgerbüro-Leiter
2,85 MA Bürgerbüro
FB Finanzen:
1,00 FB-Leiter
0,90 SB Haushalt
1,00 SB Haushalt und Beteiligungen
1,00 MA Steuern
0,80 MA Steuern und Liegenschaften
1,00 Kassenverwalter
1,00 MA Kasse und Vollstreckung***
1,00 MA Kasse
FB Jugend, Sicherheit und Ordnung:
1,00 FB-Leiter
1,00 SB Sicherheit und Ordnung
1,00 MA Straßenverkehrsangelegenheiten
0,70 SB Feuer- und Zivilschutz
0,80 SB Schulen und Sport
1,00 SB Jugend
0,95 SB Soziales*
0,75 MA Archiv
FB Bauwesen:
1,00 FB-Leiter
1,00 SB Stadtplanung
1,00 SB Bauverwaltung
1,00 SB Liegenschaften
1,00 SB Hochbau und Bauverwaltung
1,00 SB Tiefbau
1,00 SB Grünflächen und Bauordnung
1,00 MA Märkte*
*
Haushaltssachbearbeiter für jeweilige Organisationseinheit
**
Arbeit als Gleichstellungs-/Frauenbeauftragte
***
Arbeit als Personalratsvorsitzender

54
7.3
Aufgabenzuordnung
34
Jedem Mitarbeiter wurden Zeiten der Aufgabengruppe 03 Allgemeine Tätigkeiten (03.02 und
03.03) zugeordnet. Sie werden in der nachfolgenden Übersicht nicht aufgeführt.
7.3.1
BM-Bereich
● 1,00 Sekretärin
02.01 Allgemeine Sekretariatsarbeiten ausführen
44,1 %
02.02 Allgemeine Schreibarbeiten ausführen
9,9 %
02.05 Fotokopien erstellen ausführen
0,6 %
02.07 Posteingangsbearbeitung
31,7 %
10.03 Aufgaben aus dem Bereich der Gemeindevertretung und anderer Vertretungsorgane
12,2 %
● 1,00
persönlicher Referent
01.01 Führungsaufgaben wahrnehmen
18,8 %
01.02 Besprechungen und Berichtswesen
27,1 %
01.03 Dritte beraten und Auskünfte erteilen
6,5 %
10.01 Vorbereitung von Grundsatzentscheidungen
22,9 %
10.02 Pflege von Partnerschaften, Mitgliedschaften in Verbänden und Vereinen
5,9 %
10.03 Aufgaben aus dem Bereich der Gemeindevertretung und anderer Vertretungsorgane
9,0 %
13.01 Informationen an Medien
1,1 %
13.06 Öffentlichkeitsarbeit
3,3 %
13.09 Internetauftritt gestalten und fortschreiben
4,1 %
● 1,00
SB Wirtschaftsförderung und Kultur
13.01 Informationen an Medien
5,4 %
13.06 Öffentlichkeitsarbeit
8,5 %
13.09 Internetauftritt gestalten und fortschreiben
6,0 %
41.01 Federführung für Planung des kulturellen Angebotes der Gemeinde
14,9 %
41.02 Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten der kulturellen Einrichtungen
0,8 %
41.07 Sonstige Kulturförderung
1,3 %
41.08 Öffentlichkeitsarbeit, kulturelle Zusammenarbeit pflegen
2,9 %
41.09 Denkmalschutz und Denkmalpflege
3,1 %
41.11 Betrieb und Verwaltung eigener kultureller Einrichtungen
1,0 %
80.01 Allgemeine Aufgaben der Wirtschaftsförderung
20,9 %
80.02 Maßnahmen der Wirtschaftsförderung durchführen
9,6 %
80.03 Förderung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs
1,3 %
80.04 Organisation von Messen, Ausstellungen, Kongressen
1,7 %
80.05 Fremdenverkehrsentwicklung
15,1 %
80.06 Aufgaben zur Förderung der Naherholung
6,3 %
34
Die ausgewiesenen Aufgaben sind mit einem Kurztext beschrieben (analog zu A
nlage 3).

55
7.3.2
FB Allgemeine Verwaltung und Bürgerservice
● 1,00 FB-Leiter
01.01 Führungsaufgaben wahrnehmen
25,1 %
01.02 Besprechungen und Berichtswesen
11,4 %
01.03 Dritte beraten und Auskünfte erteilen
2,3 %
10.01 Vorbereitung von Grundsatzentscheidungen
8,5 %
10.03 Aufgaben aus dem Bereich der Gemeindevertretung und anderer Vertretungsorgane
11,4 %
10.05 Repräsentation und Ehrungen
5,0 %
10.06 Allgemeine Angelegenheiten der Gemeindeverfassung
4,4 %
11.01 Vorbereitungen zu personalwirtschaftlichen Grundsatzfragen
2,4 %
11.02 Stellenbedarfsplanung
0,9 %
11.03 Personalbeschaffung und -einsatz
0,7 %
11.05 Personalführung
3,0 %
11.10 Disziplinarangelegenheiten
0,6 %
12.09 Organisation von Wahlen, Wahrnehmung von Aufgaben der Wahlbehörde
3,3 %
13.01 Informationen an Medien
1,0 %
13.06 Öffentlichkeitsarbeit
1,3 %
20.04 Haushaltswirtschaft der Gemeinde
4,1 %
20.08 Erstellung von Satzungen
0,7 %
30.01 Rechtsberatung für die Verwaltung
2,6 %
30.02 Mitwirkung bei der Erarbeitung von Rechtsvorschriften, Verträgen, Verordnungen
3,5 %
30.03 Führung von Rechtsstreitigkeiten
4,7 %
30.13 Strafanzeigen und -anträge wegen strafbarer Handlungen zum Nachteil der Gemeinde
0,8 %
● 1,00 MA Zentrale Dienste
02.02 Allgemeine Schreibarbeiten ausführen
14,0 %
02.03 Ablagearbeiten und Wiedervorlagen ausführen
11,9 %
02.04 Boten(Post-)gänge ausführen
15,9 %
02.05 Fotokopien erstellen ausführen
2,4 %
02.06 Büromaterial, Formulare usw. verwalten
12,6 %
02.08 Allgemeine Sonderaufträge im Sekretärinnen-Bereich
6,3 %
10.21 Verwaltung der Büchereien und Druckschriftsachen
3,3 %
13.10 Durchführen und Überwachen der amtlichen Bekanntmachungen
3,2 %
13.11 Aufträge für Anzeigen abgeben
2,9 %
20.04 Haushaltswirtschaft der Gemeinde
1,6 %
20.05 Dezentrale Sollstellungen, inkl. Haushaltsüberwachung
25,0 %
● 0,50 MA Stadtratsangelegenheiten
10.03 Aufgaben aus dem Bereich der Gemeindevertretung und anderer Vertretungsorgane
80,8 %
10.05 Repräsentation und Ehrungen
16,7 %

56
● 1,00 SB Personal
10.10 Organisation der Gemeindeverwaltung
4,1 %
10.11 Aufstellung des Stellenplanes, Stellenbedarf und Stellenbewertung
4,2 %
10.16 Beschaffung von Dienstfahrzeugen, Anerkennung von Privatfahrzeugen
2,7 %
11.01 Vorbereitungen zu personalwirtschaftlichen Grundsatzfragen
0,8 %
11.02 Stellenbedarfsplanung
1,6 %
11.03 Personalbeschaffung und -einsatz
1,6 %
11.04 Personalentwicklung
4,3 %
11.06 Bestellung zu besonderen Funktionen
0,8 %
11.08 Personalangelegenheiten
42,6 %
11.10 Disziplinarangelegenheiten
0,8 %
11.13 Aufgaben zur Arbeitssicherheit
1,8 %
11.16 Soziale Betreuung der Mitarbeiter
1,7 %
11.17 Kooperation mit Personalvertretung und Tarifpartnern
4,9 %
20.04 Haushaltswirtschaft der Gemeinde
2,9 %
30.11 Bearbeitung von Schadensfällen
13,9 %
30.12 Eigen- und Fremdversicherung
8,7 %
30.14 Schiedsangelegenheiten
0,5 %
● 1,00 SB Organisation und IT
10.01 Vorbereitung von Grundsatzentscheidungen
4,1 %
10.10 Organisation der Gemeindeverwaltung
72,8 %
10.13 Verwaltung der Verwaltungsgebäude
6,3 %
10.17 Planung, Organisation und Durchführung technischer Verwaltungsdienstleistungen
4,2 %
10.20 Herausgabe der innerdienstlichen Mitteilungen
2,8 %
12.01 Federführung in Fachfragen der Statistik
0,4 %
12.02 Federführung bei Auftragsstatistiken für Bund, Land und andere Institutionen
0,6 %
12.03 Gewinnung, Beschaffung, Aufbereitung und Pflege statistischer Daten
0,2 %
12.04 Mitwirkung an IT-gestützten Statistiken
0,2 %
12.09 Organisation von Wahlen, Wahrnehmung von Aufgaben der Wahlbehörde
7,1 %
● 0,75 Bezügerechner
11.08 Personalangelegenheiten
96,2 %
11.18 Arbeit als Gleichstellungs-/Frauenbeauftragte
2,2 %
● 1,00 Standesbeamter
34.01 Beurkundung des Personenstandes
77,1 %
34.03 Beurkundung und Beglaubigung von Erklärungen
7,2 %
34.04 Weitere Ausstellungen von Personenstandsurkunden, weitere Auskünfte
13,0 %
34.06 Sonstige Aufgaben nach Landesrecht
1,7 %

57
● 3,85 Bürgerbüro
1,00
Leiter
1,00
MA1
0,95
MA2
0,90
MA3
in %
01.01 Führungsaufgaben wahrnehmen
13,3
-
-
-
02.01 Allgemeine Sekretariatsarbeiten ausführen
12,6 12,6 13,2 13,9
02.05 Fotokopien erstellen ausführen
-
-
5,3
-
02.07 Postausgangsbearbeitung
3,0 3,0 3,2 3,4
10.15 Bedarfsfeststellung, Beschaffung und Lagerhaltung
- 8,8
-
-
12.10 Mitarbeit bei Bürgerentscheiden und -begehren
0,8
0,8
0,8
0,8
21.01 Zahlungsverkehr durchführen
3,0 3,0 3,2 3,4
22.04 Hundesteuer
2,4 2,4 2,6 2,7
32.09 Gewerbeangelegenheiten
9,9 9,9 10,4 11,0
32.10 Genehmigung von Sammlungen, Lotterien u. ä.
0,1
0,1
0,1
0,1
32.11 Fundangelegenheiten
0,4 0,4 0,4 0,5
32.19 Straßenverkehrsangelegenheiten 0,4 0,4 0,4 0,5
33.01 Führen des Melderegisters
15,1
15,1
15,9
16,8
33.02 Auskünfte aus dem Melderegister erteilen, Melderegister aus-
werten
9,4 9,4 9,9 10,5
33.04 Führungszeugnisse, Auskünfte aus dem Gewerbezentral-
register
1,9 1,9 2,0 2,1
33.05 Beglaubigungen
1,2 1,2 1,2 1,3
33.06 Aufenthalts-, Lebens-, Melde- und sonstige Bescheinigungen
1,9
1,9
2,0
2,1
33.07 Lohnsteuerkarten
- 5,0 4,0 4,2
33.08 Bundespersonalausweise
8,7 8,7 9,2 9,7
33.09
Passangelegenheiten
6,3 6,3 6,6 7,0
33.10 Staatsangehörigkeitsangelegenheiten 0,1 0,1 0,1 0,1
33.13 Wehrerfassung
0,4 0,4 0,5 0,5
35.01 Auskunftserteilung in Sozialversicherungsangelegenheiten
0,3 0,3 0,3 0,3
41.04 Durchführung kultureller Veranstaltungen
0,3
0,3
0,3
0,3
50.02 Sonstige Aufgaben nach SGB
0,4
0,4
0,4
0,5
50.03 Mitwirkung bei Aufgaben des örtlichen Trägers der Sozial-
hilfe
0,8 0,8 0,8 0,8
50.06 Weitere Sozialmaßnahmen für bestimmte Personenkreise
0,5
0,5
0,5
0,5
50.15 Rundfunk- und Fernsprechgebührenermäßigungen
1,1 1,1 1,2 1,3
50.18 Aufgaben nach dem Grundsicherungsgesetz
0,9
0,9
1,0
1,0
50.19 Aufgaben nach dem Schwerbehindertengesetz
1,3
1,3
1,3
1,4
51.02 Aufgaben nach SGB
0,1
0,1
0,1
0,1
64.02 Beratung in Wohnungsfragen
0,1 0,1 0,1 0,1
64.05 Aufgaben nach dem Wohngeldgesetz
0,1
0,1
0,1
0,1
64.06 Wohnberechtigungsbescheinigungen/Härteausgleich
0,2 0,2 0,3 0,3
80.05 Fremdenverkehrsentwicklung
0,6 0,6 0,6 0,7

58
7.3.3
FB Finanzen
● 1,00 FB-Leiter
01.01 Führungsaufgaben wahrnehmen
23,4 %
01.02 Besprechungen und Berichtswesen
11,4 %
01.03 Dritte beraten und Auskünfte erteilen
2,1 %
10.03 Aufgaben aus dem Bereich der Gemeindevertretung und anderer Vertretungsorgane
4,0 %
20.01 Vorbereitende Tätigkeiten für den Verwaltungschef
6,5 %
20.02 Finanz- und Investitionsplanung
2,9 %
20.04 Haushaltswirtschaft der Gemeinde
43,6 %
20.06 Angelegenheiten des Finanzausgleichs 0,4 %
20.08 Erstellung von Satzungen
0,4 %
20.09 Aufnahme und Bewirtschaftung von Krediten, kreditähnliche Rechtsgeschäfte
0,7 %
20.10 Bewirtschaftung des Geld- und Kapitalvermögens
1,2 %
20.12 Verwaltung von Bürgschaften u. ä.
0,8 %
20.17 Beteiligungsverwaltung
1,5 %
● 0,90 SB Haushalt
02.02 Allgemeine Schreibarbeiten ausführen
16,4 %
02.05 Fotokopien erstellen ausführen
0,5 %
20.03 Investitionsberatung und -kontrolle
1,9 %
20.04 Haushaltswirtschaft der Gemeinde
46,0 %
20.05 Dezentrale Sollstellungen, inkl. Haushaltsüberwachung
13,0 %
20.07 Federführung bei der Bearbeitung finanzieller Zuwendungen
20,9 %
● 1,00 SB Haushalt und Beteiligungen
20.04 Haushaltswirtschaft der Gemeinde
27,4 %
20.06 Angelegenheiten des Finanzausgleichs 2,1 %
20.08 Erstellung von Satzungen
0,4 %
20.09 Aufnahme und Bewirtschaftung von Krediten, kreditähnliche Rechtsgeschäfte
2,5 %
20.10 Bewirtschaftung des Geld- und Kapitalvermögens
5,6 %
20.12 Verwaltung von Bürgschaften u. ä.
4,5 %
20.14 Steuerschuldnerische Angelegenheiten
4,2 %
20.17 Beteiligungsverwaltung
52,1 %
● 1,00 MA Steuern
22.01 Gewerbesteuerangelegenheiten
34,3 %
22.02 Grundsteuerangelegenheiten
36,8 %
22.03 Vergnügungsteuer
3,3 %
22.05 Sonstige Steuern
4,2 %
22.06 Aussetzung, Stundung, Niederschlagung und Erlass von Steuern und Abgaben
6,5 %
22.08 Rechtsstreitigkeiten nach Abgabenrecht bearbeiten
10,7 %
22.09 Steuerordnungswidrigkeiten verfolgen
2,0 %
22.10 Steuerstatistik und -prognose führen
1,1 %

59
● 0,80 MA Steuern und Liegenschaften
01.02 Besprechungen und Berichtswesen
5,5 %
20.11 Konzessionsverträge und -abgaben
0,6 %
22.02 Grundsteuerangelegenheiten
25,7 %
23.09 Führen von Anlagennachweisen
39,7 %
23.10 Angelegenheiten im Zusammenhang mit Jagd-, Fischerei-, Weide- u. ä. Rechten
1,6 %
23.11 Offene Vermögensfragen
16,9 %
23.12 Zuarbeit für das Bauamt
8,6 %
● 1,00 Kassenverwalter
01.01 Führungsaufgaben wahrnehmen
2,1 %
01.02 Besprechungen und Berichtswesen
1,6 %
21.02 Bewirtschaftung der Kassenmittel
8,6 %
21.03 Buchführung abwickeln
51,5 %
21.04 Tages-, Zwischen- und Jahresabschlüsse fertigen
7,1 %
21.05 Mitwirkung bei der Gewährung von Stundungen, Niederschlagungen und Erlassen
6,5 %
21.06 Feststellung der Uneinbringlichkeit von Forderungen
6,3 %
21.07 Überwachung der Zahlstellen und Handvorschüsse
5,0 %
21.08 Kassenmäßiger Abschluss
7,5 %
21.10 Verwahrung von Wertgegenständen und -zeichen
1,5 %
21.11 Ausstellung von steuerlichen Unbedenklichkeitsbescheinigungen
1,0 %
● 1,00 MA Kasse und Vollstreckung
03.01 Personalratsaufgaben wahrnehmen
6,3 %
20.15 Allgemeine Angelegenheiten zur Kostenrechnung
4,0 %
21.01 Zahlungsverkehr durchführen
2,6 %
21.03 Buchführung abwickeln
6,5 %
21.09 KLR erstellen
22,6 %
21.12 Vollstreckungswesen
56,4 %
● 1,00 MA Kasse
21.01 Zahlungsverkehr durchführen
28,6 %
21.03 Buchführung abwickeln
70,6 %

60
7.3.4
FB Jugend, Sicherheit und Ordnung
● 1,00 FB-Leiter
01.01 Führungsaufgaben wahrnehmen
31,1 %
01.02 Besprechungen und Berichtswesen
17,1 %
01.03 Dritte beraten und Auskünfte erteilen
2,1 %
10.01 Vorbereitung von Grundsatzentscheidungen
1,6 %
10.03 Aufgaben aus dem Bereich der Gemeindevertretung und anderer Vertretungsorgane
16,9 %
13.06 Öffentlichkeitsarbeit
2,4 %
30.03 Führung von Rechtsstreitigkeiten
2,8 %
30.13 Strafanzeigen/-anträge wegen strafbarer Handlungen zum Nachteil der Gemeinde
4,1 %
32.01 Allgemeine und sonstige ordnungsbehördliche Aufgaben
9,0 %
32.02 Weitergehende und spezielle ordnungsbehördliche Aufgaben
0,6 %
32.05 Natur- und Landschaftsschutz
1,1 %
32.20 Bußgeldangelegenheiten nach dem OWiG
3,6 %
40.01 Schulentwicklungsplanung und andere Fachplanungen
1,6 %
50.01 Sozialplanung
2,7 %
52.01 Sportentwicklungs- und Sportstättenleitplanung 2,1 %
● 1,00 SB Sicherheit und Ordnung
32.01 Allgemeine und sonstige ordnungsbehördliche Aufgaben
17,3 %
32.02 Weitergehende und spezielle ordnungsbehördliche Aufgaben
1,9 %
32.03 Waffen- und Sprengstoffangelegenheiten
1,6 %
32.04 Umweltschutz
13,6 %
32.05 Natur- und Landschaftsschutz
2,3 %
32.06 Jagd- und Fischereiangelegenheiten
1,9 %
32.07 Mitwirkung bei Aufgaben der Wasserbehörde
1,5 %
32.08 Feld- und Forstaufsicht
1,5 %
32.09 Gewerbeangelegenheiten
9,1 %
32.13 Bekämpfung übertragbarer Krankheiten
0,8 %
32.17 Lebensmittel- und Veterinärüberwachung
4,6 %
32.19 Straßenverkehrsangelegenheiten
40,3 %
32.20 Bußgeldangelegenheiten nach dem OWiG
1,5 %
● 1,00 MA Straßenverkehrsangelegenheiten
32.19 Straßenverkehrsangelegenheiten
98,9 %
● 0,70 SB Feuer- und Zivilschutz
10.03 Aufgaben aus dem Bereich der Gemeindevertretung und anderer Vertretungsorgane
8,4 %
37.01 Allgemeine Feuerschutzangelegenheiten
20,7 %
37.02 Brandbekämpfungsdienst organisieren
3,9 %
37.03 Brandschutz
30,8 %
37.04 Technischer Dienst, Beschaffung
26,5 %
38.01 Katastrophenschutz
2,3 %
38.02 Eigene Maßnahmen des Katastrophenschutzes
4,4 %

61
● 0,80 SB Schulen und Sport
40.01 Schulentwicklungsplanung und andere Fachplanungen
0,5 %
40.02 Allgemeine Angelegenheiten des Schulträgers
12,2 %
40.03 Bauherrenfunktion wahrnehmen
1,9 %
40.05 Beschaffung und Verwaltung von Lehr- und Lernmitteln
3,9 %
40.07 Schülerangelegenheiten
5,2 %
40.11 Förderung von Schulveranstaltungen
1,0 %
42.01 Bibliotheksentwicklungsplanung
4,2 %
42.02 Öffentlichkeitsarbeit und Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Gruppen
3,9 %
52.03 Planung, Verwaltung und Betrieb gemeindlicher Sporteinrichtungen
28,4 %
52.08 Beschaffung und Verleih von Sportgeräten
3,8 %
52.09 Zusammenarbeit mit Sportverbänden und Arbeitsgemeinschaften
5,0 %
● 1,00 SB Jugend
01.02 Besprechungen und Berichtswesen
5,7 %
51.01 Jugendhilfeplanung
2,8 %
51.02 Aufgaben nach SGB
0,8 %
51.04 Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit
3,3 %
51.06 Zusammenarbeit mit Trägern der freien Jugendhilfe und anderen Stellen
8,4 %
51.08 Gemeindliche Einrichtungen der Jugendhilfe
39,8 %
51.09 Förderung des Betriebs von Einrichtungen sowie von Veranstaltungen freier Träger
21,5 %
52.02 Sportförderung in Einzelbereichen und für spezielle Zielgruppen
2,9 %
52.04 Beratung von Vereinen bei der Planung und Errichtung vereinseigener Sportanlagen
1,8 %
52.06 Sportveranstaltungen planen und durchführen oder bei Dritten mitwirken
2,3 %
● 0,95 SB Soziales
02.02 Allgemeine Schreibarbeiten ausführen
14,8 %
02.05 Fotokopien erstellen ausführen
0,9 %
20.04 Haushaltswirtschaft der Gemeinde
8,8 %
20.05 Dezentrale Sollstellungen, inkl. Haushaltsüberwachung
37,0 %
32.02 Weitergehende und spezielle ordnungsbehördliche Aufgaben
16,7 %
32.10 Genehmigung von Sammlungen, Lotterien u. ä.
0,4 %
32.11 Fundangelegenheiten
4,0 %
32.12 Mitwirkung bei der Schädlingsbekämpfung
1,8 %
35.08 Sonstige Aufgaben nach SGB
1,6 %
50.02 Sonstige Aufgaben nach SGB
1,5 %
50.06 Weitere Sozialmaßnahmen für bestimmte Personenkreise
0,4 %
50.07 Zusammenarbeit mit Trägern der freien Wohlfahrtspflege und anderen Stellen
4,5 %
50.12 Förderung der Errichtung und des Betriebes von Einrichtungen der Sozialhilfe
0,7 %
50.21 Regelung des Nachlasses von verstorbenen allein stehenden Bürgern
4,6 %
64.06 Wohnberechtigungsbescheinigungen/Härteausgleich
0,4 %

62
● 0,75 MA Archiv
01.02 Besprechungen und Berichtswesen
1,3 %
47.01 Übernahme, Verwaltung und Pflege archivwürdiger Informationsträger
33,5 %
47.03 Führen der Gemeindechronik
4,5 %
47.06 Öffentlichkeitsarbeit und Zusammenarbeit mit Anderen
8,9 %
47.07 Mitwirkung in Angelegenheiten der Aktenordnung und der Aktenverwaltung
24,4 %
47.08 Bearbeitung von Auskunftsersuchen
14,1 %
47.09 Ausleihe von Archivgut
10,9 %
7.3.5
FB Bauwesen
● 1,00 FB-Leiter
01.01 Führungsaufgaben wahrnehmen
24,2 %
01.02 Besprechungen und Berichtswesen
13,3 %
01.03 Dritte beraten und Auskünfte erteilen
2,0 %
10.01 Vorbereitung von Grundsatzentscheidungen
2,7 %
10.03 Aufgaben aus dem Bereich der Gemeindevertretung und anderer Vertretungsorgane
14,7 %
13.06 Öffentlichkeitsarbeit
2,0 %
20.04 Haushaltswirtschaft der Gemeinde
5,5 %
30.03 Führung von Rechtsstreitigkeiten
2,8 %
60.01 Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten der Bauverwaltung
5,7 %
61.01 Allgemeine Aufgaben städtebaulicher Planung
4,5 %
63.01 Bauberatung
1,6 %
63.02 Bauvorbescheide
0,8 %
63.03 Baurechtliche Genehmigungen
4,1 %
63.14 Mitwirkung bei ordnungsbehördlichen Maßnahmen im Rahmen der Bauaufsicht
2,5 %
67.06 Öffentliche Grünflächen und deren Einrichtungen
5,2 %
67.13 Mitwirkung bei der Stadtbildpflege
3,0 %
72.01 Veranstaltung von Märkten
2,9 %
● 1,00 SB Stadtplanung
60.03 Bearbeitung finanzieller Zuwendungen
1,4 %
61.01 Allgemeine Aufgaben städtebaulicher Planung
3,8 %
61.02 Bauleitplanung
31,9 %
61.03 Verkehrsplanung
6,6 %
61.04 Mitwirkung bei der Regionalplanung
2,6 %
61.05 Stadtsanierung
37,1 %
61.06 Stadt-/Ortsgestaltung, Stadt-/Ortsbildpflege
5,1 %
61.07 Mitwirkung bei Denkmalschutz und -pflege
5,0 %
67.01 Natur- und Landschaftspflege (-schutz) einschließlich ordnungsbehördl. Aufgaben
1,6 %
67.07 Grünflächen und Freianlagen für andere Aufgabengruppen
1,6 %
67.13 Mitwirkung bei der Stadtbildpflege
1,6 %

63
● 1,00 SB Bauverwaltung
60.01 Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten der Bauverwaltung
19,8 %
60.04 Vergabe von Lieferungen und Leistungen zur Ausführung von Bauvorhaben
53,3 %
60.05 Veranlagung von Beiträgen nach BauGB und SächsKAG
18,9 %
70.02 Erarbeitung eines Straßenreinigungs- und Winterdienstplanes
6,3 %
● 1,00 SB Liegenschaften
01.02 Besprechungen und Berichtswesen
2,6 %
23.01 Kauf, Verkauf, Tausch und Ersteigerung von Grundvermögen
35,1 %
23.02 Ausübung von Vorkaufsrechten
10,0 %
23.03 Bestellung von Rechten der Gemeinde am Grundeigentum Dritter
1,7 %
23.04 Enteignungen durchführen
0,8 %
23.06 Vermietung und Verpachtung von Grundstücken, Erbbaurechte u. ä.
33,5 %
23.07 Angelegenheiten der Gemeinde als Steuer- und Abgabenschuldnerin
3,2 %
23.08 Führen des Bestandsverzeichnisses
11,4 %
● 1,00 SB Hochbau und Bauverwaltung
60.01 Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten der Bauverwaltung
3,9 %
60.03 Bearbeitung finanzieller Zuwendungen
14,3 %
60.04 Vergabe von Lieferungen und Leistungen zur Ausführung von Bauvorhaben
14,2 %
60.05 Veranlagung von Beiträgen nach BauGB und SächsKAG
9,3 %
65.01 Entwurf und Bau von Hochbauten
31,8 %
65.02 Unterhaltung und Verwaltung von Gebäuden
19,5 %
65.03 Unterhaltung und Verwaltung von Mietwohnungen
4,9 %
65.05 Beschaffung von Energie und Wasser für städtische Einrichtungen
0,4 %
● 1,00 SB Tiefbau
60.01 Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten der Bauverwaltung
2,6 %
62.02 Führen des Zweitkatasters, Verwalten der Flurkarten
10,4 %
62.04 Ingenieurvermessung
2,1 %
62.05 Vergabe von Vermessungsarbeiten
4,2 %
62.06 Kartografie
5,1 %
62.07 Bodenordnung
1,3 %
62.08 Kontakte zur Geschäftsstelle des Gutachterausschusses
1,7 %
62.10 Benennung von Straßen und Plätzen, Grundstücks- und Gebäudenummerierung
1,3 %
62.11 Ermittlung grundstücksbezogener Schlüsselzahlen für Beiträge und Gebühren
3,1 %
66.01 Straßenbau und -verwaltung
39,1 %
66.03 Brückenbauten
1,9 %
66.04 Wasserbauanlagen
7,8 %
66.05 Abwasserbeseitigung
0,8 %
66.09 Benutzungsgenehmigungen von Anschlüssen für Abwasseranlagen
1,9 %
66.10 Aufgaben des Gewässerschutzes wahrnehmen
0,8 %
66.11 Schachtscheine
14,2 %

64
● 1,00 SB Grünflächen und Bauordnung
63.01 Bauberatung
6,3 %
63.02 Bauvorbescheide
9,7 %
63.03 Baurechtliche Genehmigungen
13,0 %
63.08 Wahrnehmung gemeindlicher Belange
3,0 %
63.14 Mitwirkung bei ordnungsbehördlichen Maßnahmen im Rahmen der Bauaufsicht
0,8 %
67.01 Natur- und Landschaftspflege (-schutz) einschließlich ordnungsbehördl. Aufgaben
1,7 %
67.06 Öffentliche Grünflächen und deren Einrichtungen
38,1 %
67.07 Grünflächen und Freianlagen für andere Aufgabengruppen
3,8 %
67.08 Friedhöfe und Leichenhallen
19,7 %
67.11 Aufgaben nach dem Gräbergesetz
2,2 %
● 1,00 MA Märkte
02.02 Allgemeine Schreibarbeiten ausführen
15,0 %
02.05 Fotokopien erstellen ausführen
0,9 %
20.04 Haushaltswirtschaft der Gemeinde
1,6 %
20.05 Dezentrale Sollstellungen, inkl. Haushaltsüberwachung
38,1 %
60.05 Veranlagung von Beiträgen nach BauGB und SächsKAG
0,7 %
60.06 Mitteilung an Finanzamt
1,0 %
60.07 Bauabzugsteuer
2,8 %
72.01 Veranstaltung von Märkten
38,5 %
gez. Heigl gez. Dr. Binus
Präsident Vizepräsident
gez. Dr. Augstein gez. Dr. Krebs
Rechnungshofdirektor Rechnungshofdirektor
gez. Dr. Spriegel
Rechnungshofdirektor

Anlagenverzeichnis
Anlage 1:
Auswahl der zu prüfenden Kommunen (Angaben der Kommunen: 01/2006)
Anlage 2:
Struktur des Aufgabenkataloges (Stand März 2006)
Anlage 3:
Detaillierter Aufgabenkatalog (Stand März 2006)
Anlage 4:
Arbeitsablaufdarstellung – Istzustand und vorgeschlagener Sollzustand
Anlage 5:
Berechnung Nettoleistungszeit
Anlage 6:
Vergleich des monatlichen Zeitbedarfs der Aufgabenwahrnehmung
Anlage 7: Vergleich des monatlichen Zeitbedarfs der Aufgabenwahrnehmung mit ausge-
wiesenen Abweichungen

Anlage 1
:
Auswahl der zu prüfenden Kommunen (Angaben der Kommunen: 01/2006)
Brand-
Erbisdorf
Kamenz
Markran-
städt
Oelsnitz/
Erzgeb.
Oschatz
1. Einwohnerzahl (30.06.2005,
Gebietsstand 01.01.2006)
11.367 18.250 15.356 12.636 16.351
2.
Personalbestand in VK/TEW
(30.06.2005)
2,75 2,53 2,87 1,85 2,88
3.
Große Kreisstadt
x
---
---
---
x
4. untere Bauaufsichtsbehörde --- --- --- --- x
5. Anzahl Dezernate
2 2 --- --- 2
6.
Anzahl Ämter/ Fachbereiche
-
-
4
2
5
6a.
Anzahl der Sachgebiete
(mit Sachgebietsleiter)
6 6 - 3 5
7. Verwaltungsgemeinschaft --- x --- --- ---
7.1
Anzahl Mitgliedsgemeinden
---
1
---
---
---
7.2 Einwohnerzahl (30.06.2005) --- 20.641 --- --- ---
8.
Anzahl Aufgaben für Dritte
21
2
1
1
4
9. Beteiligungsverwaltung x x --- x x
9.1 Anzahl Eigenbetriebe 1 1 --- --- ---
9.2
Anzahl unmittelbare Betei-
ligungen
7 3 2 4 6
9.3 Anzahl Zweckverbände 2 3 4 3 3
10. Anzahl nachgeordneter Ein-
richtungen
16 19 16 5 19
11. demografische Entwicklung
bei org. Maßnahmen beachten
x x --- x x
11.1 Anzahl Maßnahmen 4 3 --- 2 4
12.
Maßnahmen für NKR
x
---
x
---
x
13. Lage (Regierungsbezirk) Chemnitz Dresden Leipzig Chemnitz Leipzig

Anlage 2:
Struktur des Aufgabenkataloges (Stand März 2006)
Aufgabenhauptgruppe 0 Allgemeine Aufgaben
Aufgabengruppe 01 Führungsaufgaben
Aufgabengruppe
02
Sekretariats- und Ablagearbeiten
Aufgabengruppe 03 Allgemeine Tätigkeiten
Aufgabenhauptgruppe 1 Allgemeine Verwaltung
Aufgabengruppe
10
Zentrale Verwaltung und Informationstechnik
Aufgabengruppe 11 Personal
Aufgabengruppe 12 Statistik und Wahlen
Aufgabengruppe 13 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Aufgabengruppe 14 Rechnungsprüfung
Aufgabenhauptgruppe 2 Finanzen
Aufgabengruppe 20 Kämmerei
Aufgabengruppe 21 Kasse
Aufgabengruppe 22 Steuern
Aufgabengruppe 23 Liegenschaften
Aufgabenhauptgruppe
3
Recht, Sicherheit und Ordnung
Aufgabengruppe 30 Recht
Aufgabengruppe
32
Sicherheit und Ordnung
Aufgabengruppe 33 Einwohner- und Meldewesen
Aufgabengruppe 34 Personenstand
Aufgabengruppe 35 Sozialversicherung
Aufgabengruppe 37 Feuerschutz
Aufgabengruppe 38 Zivilschutz
Aufgabenhauptgruppe
4
Schule und Kultur
Aufgabengruppe 40 Schulen
Aufgabengruppe 41 Kultur
Aufgabengruppe 42 Bibliotheken
Aufgabengruppe 47 Archiv
Aufgabenhauptgruppe 5 Soziales
Aufgabengruppe 50 Soziales
Aufgabengruppe 51 Jugend
Aufgabengruppe 52 Sport
Aufgabenhauptgruppe 6 Bauverwaltung
Aufgabengruppe 60 Bauverwaltung
Aufgabengruppe 61 Stadtplanung
Aufgabengruppe 62 Vermessung
Aufgabengruppe 63 Bauordnung
Aufgabengruppe 64 Wohnungsförderung
Aufgabengruppe 65 Hochbau
Aufgabengruppe 66 Tiefbau
Aufgabengruppe 67 Grünflächen
Aufgabenhauptgruppe 7 Stadtreinigung und Märkte
Aufgabengruppe 70 Stadtreinigung
Aufgabengruppe 72 Märkte
Aufgabenhauptgruppe 8 Wirtschaft und Verkehr
Aufgabengruppe
80
Wirtschafts- und Verkehrsförderung

Anlage 3:
Detaillierter Aufgabenkatalog (Stand März 2006)
- Aufgabenhauptgruppen, Aufgabengruppen und erste Untergliederung
Aufgaben- Bezeichnung
Nr.
0 Allgemeine Aufgaben
01 Führungsaufgaben
01.01 Führungsaufgaben wahrnehmen
01.02
Besprechungen und Berichtswesen
01.03
Dritte beraten und Auskünfte erteilen
02
Sekretariats- und Ablagearbeiten
02.01
Allgemeine Sekretariatsarbeiten ausführen
02.02
Allgemeine Schreibarbeiten ausführen
02.03
Ablagearbeiten und Wiedervorlagen ausführen
02.04 Boten(Post-)gänge ausführen
02.05 Fotokopien erstellen ausführen
02.06
Büromaterial, Formulare usw. verwalten
02.07
Posteingangs- und -ausgangsbearbeitung
02.08
Allgemeine Sonderaufträge im Sekretärinnen-Bereich
03 Allgemeine Tätigkeiten
03.01
Personalratsaufgaben wahrnehmen
03.02
Teilnahme an Schulungsmaßnahmen
03.03 Fachliteratur lesen
1 Allgemeine Verwaltung
10
Zentrale Verwaltung und Informationstechnik
10.01
Vorbereitung von Grundsatzentscheidungen
10.02
Pflege von Partnerschaften, Mitgliedschaften in Verbänden und Vereinen
10.03
Aufgaben aus dem Bereich der Gemeindevertretung und anderer Vertretungsorgane
10.05
Repräsentation und Ehrungen
10.06
Allgemeine Angelegenheiten der Gemeindeverfassung
10.10
Organisation der Gemeindeverwaltung
10.11 Aufstellung des Stellenplanes, Stellenbedarf und Stellenbewertung
10.12
Übertragung von Befugnissen
10.13 Verwaltung der Verwaltungsgebäude
10.15
Bedarfsfeststellung, Beschaffung und Lagerhaltung
10.16
Beschaffung von Dienstfahrzeugen, Anerkennung von Privatfahrzeugen
10.17
Planung, Organisation und Durchführung technischer Verwaltungsdienstleistungen
10.20 Herausgabe der innerdienstlichen Mitteilungen
10.21 Verwaltung der Büchereien und Druckschriftsachen
11 Personal
11.01
Vorbereitungen zu personalwirtschaftlichen Grundsatzfragen
11.02 Stellenbedarfsplanung
11.03
Personalbeschaffung und -einsatz
11.04 Personalentwicklung
11.05 Personalführung
11.06
Bestellung zu besonderen Funktionen
11.08 Personalangelegenheiten
11.10 Disziplinarangelegenheiten

2
11.13
Aufgaben zur Arbeitssicherheit
11.16
Soziale Betreuung der Mitarbeiter
11.17
Kooperation mit Personalvertretung und Tarifpartnern
11.18
Arbeit als Gleichstellungs-/Frauenbeauftragte
12
Statistik und Wahlen
12.01
Federführung in Fachfragen der Statistik
12.02
Federführung bei Auftragsstatistiken für Bund, Land und andere Institutionen
12.03
Gewinnung, Beschaffung, Aufbereitung und Pflege statistischer Daten
12.04 Mitwirkung an IT-gestützten Statistiken
12.09
Organisation von Wahlen, Wahrnehmung von Aufgaben der Wahlbehörde
12.10
Mitarbeit bei Bürgerentscheiden und -begehren
13
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
13.01
Informationen an Medien
13.06 Öffentlichkeitsarbeit
13.09
Internetauftritt gestalten und fortschreiben
13.10
Durchführen und Überwachen der amtlichen Bekanntmachungen
13.11
Aufträge für Anzeigen abgeben
2 Finanzen
20 Kämmerei
20.01
Vorbereitende Tätigkeiten für den Verwaltungschef
20.02
Finanz- und Investitionsplanung
20.03 Investitionsberatung und -kontrolle
20.04 Haushaltswirtschaft der Gemeinde
20.05 Dezentrale Sollstellungen, inkl. Haushaltsüberwachung
20.06
Angelegenheiten des Finanzausgleichs
20.07
Federführung bei der Bearbeitung finanzieller Zuwendungen
20.08
Erstellung von Satzungen
20.09
Aufnahme und Bewirtschaftung von Krediten, kreditähnliche Rechtsgeschäfte
20.10
Bewirtschaftung des Geld- und Kapitalvermögens
20.11
Konzessionsverträge und -abgaben
20.12
Verwaltung von Bürgschaften u. ä.
20.13
Verwaltung von Stiftungen, Schenkungen u. ä.
20.14 Steuerschuldnerische Angelegenheiten
20.15 Allgemeine Angelegenheiten zur Kostenrechnung
20.17 Beteiligungsverwaltung
21 Kasse
21.01 Zahlungsverkehr durchführen
21.02
Bewirtschaftung der Kassenmittel
21.03 Buchführung abwickeln
21.04
Tages-, Zwischen- und Jahresabschlüsse fertigen
21.05
Mitwirkung bei der Gewährung von Stundungen, Niederschlagungen und Erlassen
21.06 Feststellung der Uneinbringlichkeit von Forderungen
21.07
Überwachung der Zahlstellen und Handvorschüsse
21.08 Kassenmäßiger Abschluss
21.09 KLR erstellen
21.10
Verwahrung von Wertgegenständen und -zeichen
21.11
Ausstellung von steuerlichen Unbedenklichkeitsbescheinigungen
21.12 Vollstreckungswesen

3
22 Steuern
22.01 Gewerbesteuerangelegenheiten
22.02 Grundsteuerangelegenheiten
22.03 Vergnügungsteuer
22.04 Hundesteuer
22.05 Sonstige Steuern
22.06
Aussetzung, Stundung, Niederschlagung und Erlass von Steuern und Abgaben
22.07
Veranlagung von Gebühren für Wasser, Abwasser, Straßenreinigung u. ä.
22.08 Rechtsstreitigkeiten nach Abgabenrecht bearbeiten
22.09 Steuerordnungswidrigkeiten verfolgen
22.10
Steuerstatistik und -prognose führen
23 Liegenschaften
23.01
Kauf, Verkauf, Tausch und Ersteigerung von Grundvermögen
23.02
Ausübung von Vorkaufsrechten
23.03
Bestellung von Rechten der Gemeinde am Grundeigentum Dritter
23.04 Enteignungen durchführen
23.05
Privatisierung und Reprivatisierung nach BauGB
23.06
Vermietung und Verpachtung von Grundstücken, Erbbaurechte u. ä.
23.07
Angelegenheiten der Gemeinde als Steuer- und Abgabenschuldnerin
23.08 Führen des Bestandsverzeichnisses
23.09
Führen von Anlagennachweisen
23.10
Angelegenheiten im Zusammenhang mit Jagd-, Fischerei-, Weide- u. ä. Rechten
23.11 Offene Vermögensfragen
23.12
Zuarbeit für das Bauamt
3
Recht, Sicherheit und Ordnung
30 Recht
30.01
Rechtsberatung für die Verwaltung
30.02
Mitwirkung bei der Erarbeitung von Rechtsvorschriften, Verträgen, Verordnungen
30.03
Führung von Rechtsstreitigkeiten
30.11
Bearbeitung von Schadensfällen
30.12 Eigen- und Fremdversicherung
30.13
Strafanzeigen und -anträge wegen strafbarer Handlungen zum Nachteil der Gemein-
de
30.14 Schiedsangelegenheiten
30.15 Friedensrichter
32 Sicherheit und Ordnung
32.01
Allgemeine und sonstige ordnungsbehördliche Aufgaben
32.02
Weitergehende und spezielle ordnungsbehördliche Aufgaben
32.03
Waffen- und Sprengstoffangelegenheiten
32.04 Umweltschutz
32.05 Natur- und Landschaftsschutz
32.06
Jagd- und Fischereiangelegenheiten
32.07
Mitwirkung bei Aufgaben der Wasserbehörde
32.08
Feld- und Forstaufsicht
32.09 Gewerbeangelegenheiten
32.10
Genehmigung von Sammlungen, Lotterien u. ä.
32.11 Fundangelegenheiten
32.12
Mitwirkung bei der Schädlingsbekämpfung
32.13
Bekämpfung übertragbarer Krankheiten
32.14
Anträge auf Unterbringung nach den Freiheitsentziehungsgesetz

4
32.15
Überwachung der Prostitution
32.16
Überwachung des Verkehrs mit Arzneimitteln außerhalb von Apotheken
32.17
Lebensmittel- und Veterinärüberwachung
32.19 Straßenverkehrsangelegenheiten
32.20
Bußgeldangelegenheiten nach dem OWiG
33
Einwohner- und Meldewesen
33.01 Führen des Melderegisters
33.02
Auskünfte aus dem Melderegister erteilen, Melderegister auswerten
33.03 Namensangelegenheiten
33.04
Führungszeugnisse, Auskünfte aus dem Gewerbezentralregister
33.05 Beglaubigungen
33.06
Aufenthalts-, Lebens-, Melde- und sonstige Bescheinigungen
33.07 Lohnsteuerkarten
33.08 Bundespersonalausweise
33.09 Passangelegenheiten
33.10 Staatsangehörigkeitsangelegenheiten
33.13 Wehrerfassung
33.14 Untersuchungsberechtigungsscheine
34 Personenstand
34.01
Beurkundung des Personenstandes
34.03
Beurkundung und Beglaubigung von Erklärungen
34.04
Weitere Ausstellungen von Personenstandsurkunden, weitere Auskünfte
34.06
Sonstige Aufgaben nach Landesrecht
35 Sozialversicherung
35.01
Auskunftserteilung in Sozialversicherungsangelegenheiten
35.02
Anträge auf Leistungen aus der Rentenversicherung
35.03 Anträge auf Wiederherstellung von Versicherungsunterlagen
35.08
Sonstige Aufgaben nach SGB
37 Feuerschutz
37.01 Allgemeine Feuerschutzangelegenheiten
37.02 Brandbekämpfungsdienst organisieren
37.03 Brandschutz
37.04
Technischer Dienst, Beschaffung
38 Zivilschutz
38.01 Katastrophenschutz
38.02
Eigene Maßnahmen des Katastrophenschutzes
4
Schule und Kultur
40 Schulen
40.01 Schulentwicklungsplanung und andere Fachplanungen
40.02
Allgemeine Angelegenheiten des Schulträgers
40.03 Bauherrenfunktion wahrnehmen
40.05
Beschaffung und Verwaltung von Lehr- und Lernmitteln
40.07 Schülerangelegenheiten
40.11
Förderung von Schulveranstaltungen
41 Kultur
41.01
Federführung für Planung des kulturellen Angebotes der Gemeinde
41.02 Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten der kulturellen Einrichtungen
41.04
Durchführung kultureller Veranstaltungen
41.07 Sonstige Kulturförderung
41.08 Öffentlichkeitsarbeit, kulturelle Zusammenarbeit pflegen

5
41.09
Denkmalschutz und Denkmalpflege
41.11
Betrieb und Verwaltung eigener kultureller Einrichtungen
42 Bibliotheken
42.01 Bibliotheksentwicklungsplanung
42.02
Öffentlichkeitsarbeit und Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Gruppen
47 Archiv
47.01
Übernahme, Verwaltung und Pflege archivwürdiger Informationsträger
47.03 Führen der Gemeindechronik
47.06
Öffentlichkeitsarbeit und Zusammenarbeit mit Anderen
47.07
Mitwirkung in Angelegenheiten der Aktenordnung und der Aktenverwaltung
47.08
Bearbeitung von Auskunftsersuchen
47.09
Ausleihe von Archivgut
5 Soziales
50 Soziales
50.01 Sozialplanung
50.02
Sonstige Aufgaben nach SGB
50.03
Mitwirkung bei Aufgaben des örtlichen Trägers der Sozialhilfe
50.06
Weitere Sozialmaßnahmen für bestimmte Personenkreise
50.07
Zusammenarbeit mit Trägern der freien Wohlfahrtspflege und anderen Stellen
50.12
Förderung der Errichtung und des Betriebes von Einrichtungen der Sozialhilfe
50.14
Pflegschaften und Vormundschaften
50.15
Rundfunk- und Fernsprechgebührenermäßigungen
50.18
Aufgaben nach dem Grundsicherungsgesetz
50.19
Aufgaben nach dem Schwerbehindertengesetz
50.20
Aufgaben nach dem Unterhaltssicherungsgesetz
50.21
Regelung des Nachlasses von verstorbenen allein stehenden Bürgern
50.22
Bearbeitung von sonstigem Schriftverkehr
51 Jugend
51.01 Jugendhilfeplanung
51.02
Aufgaben nach SGB
51.04
Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit
51.05
Mitwirkung bei der Aufstellung der Wahllisten für Jugendschöffen
51.06
Zusammenarbeit mit Trägern der freien Jugendhilfe und anderen Stellen
51.07
Weitere Maßnahmen der Jugendhilfe
51.08
Gemeindliche Einrichtungen der Jugendhilfe
51.09
Förderung des Betriebs von Einrichtungen sowie von Veranstaltungen freier Träger
52 Sport
52.01 Sportentwicklungs- und Sportstättenleitplanung
52.02
Sportförderung in Einzelbereichen und für spezielle Zielgruppen
52.03
Planung, Verwaltung und Betrieb gemeindlicher Sporteinrichtungen
52.04
Beratung von Vereinen bei der Planung und Errichtung vereinseigener Sportanlagen
52.06
Sportveranstaltungen planen und durchführen oder bei Dritten mitwirken
52.08
Beschaffung und Verleih von Sportgeräten
52.09
Zusammenarbeit mit Sportverbänden und Arbeitsgemeinschaften
6 Bauverwaltung
60 Bauverwaltung
60.01 Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten der Bauverwaltung
60.03 Bearbeitung finanzieller Zuwendungen
60.04
Vergabe von Lieferungen und Leistungen zur Ausführung von Bauvorhaben

6
60.05
Veranlagung von Beiträgen nach BauGB und SächsKAG
60.06
Mitteilung an Finanzamt
60.07 Bauabzugsteuer
61 Stadtplanung
61.01
Allgemeine Aufgaben städtebaulicher Planung
61.02 Bauleitplanung
61.03 Verkehrsplanung
61.04
Mitwirkung bei der Regionalplanung
61.05 Stadtsanierung
61.06 Stadt-/Ortsgestaltung, Stadt-/Ortsbildpflege
61.07
Mitwirkung bei Denkmalschutz und -pflege
62 Vermessung
62.02 Führen des Zweitkatasters, Verwalten der Flurkarten
62.04 Ingenieurvermessung
62.05
Vergabe von Vermessungsarbeiten
62.06 Kartografie
62.07 Bodenordnung
62.08
Kontakte zur Geschäftsstelle des Gutachterausschusses
62.10
Benennung von Straßen und Plätzen, Grundstücks- und Gebäudenummerierung
62.11
Ermittlung grundstücksbezogener Schlüsselzahlen für Beiträge und Gebühren
63 Bauordnung
63.01 Bauberatung
63.02 Bauvorbescheide
63.03 Baurechtliche Genehmigungen
63.08
Wahrnehmung gemeindlicher Belange
63.14
Mitwirkung bei ordnungsbehördlichen Maßnahmen im Rahmen der Bauaufsicht
64 Wohnungsförderung
64.01 Erstellung von Wohnungsbauprogrammen
64.02 Beratung in Wohnungsfragen
64.03
Anträge zu Wohnungsbauförderungs-, Instandsetzungs- und Modernisierungsmitteln
64.04 Gebäude- und Wohnraumzählung
64.05
Aufgaben nach dem Wohngeldgesetz
64.06 Wohnberechtigungsbescheinigungen/Härteausgleich
65 Hochbau
65.01
Entwurf und Bau von Hochbauten
65.02
Unterhaltung und Verwaltung von Gebäuden
65.03
Unterhaltung und Verwaltung von Mietwohnungen
65.05
Beschaffung von Energie und Wasser für städtische Einrichtungen
66 Tiefbau
66.01 Straßenbau und -verwaltung
66.02
Lichtsignale und Verkehrsschilder
66.03 Brückenbauten
66.04 Wasserbauanlagen
66.05 Abwasserbeseitigung
66.06 Wasserversorgung
66.09
Benutzungsgenehmigungen von Anschlüssen für Abwasseranlagen
66.10
Aufgaben des Gewässerschutzes wahrnehmen
66.11 Schachtscheine
67 Grünflächen
67.01 Natur- und Landschaftspflege (-schutz) einschließlich ordnungsbehördl. Aufgaben
67.06
Öffentliche Grünflächen und deren Einrichtungen

7
67.07
Grünflächen und Freianlagen für andere Aufgabengruppen
67.08
Friedhöfe und Leichenhallen
67.11
Aufgaben nach dem Gräbergesetz
67.13
Mitwirkung bei der Stadtbildpflege
7
Stadtreinigung und Märkte
70 Stadtreinigung
70.02 Erarbeitung eines Straßenreinigungs- und Winterdienstplanes
72 Märkte
72.01
Veranstaltung von Märkten
8 Wirtschaft und Verkehr
80
Wirtschafts- und Verkehrsförderung
80.01
Allgemeine Aufgaben der Wirtschaftsförderung
80.02
Maßnahmen der Wirtschaftsförderung durchführen
80.03
Förderung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs
80.04
Organisation von Messen, Ausstellungen, Kongressen
80.05 Fremdenverkehrsentwicklung
80.06
Aufgaben zur Förderung der Naherholung

Anlage 4:
Arbeitsablaufdarstellung – Istzustand und vorgeschlagener Sollzustand
Stadt A
Arbeitsablaufdarstellung
BM-Geschäfts-
Stand: März 2007
Arbeitsvorgang:
Berechnung
der Entschädigungszahlungen an Städträte - Ist
Tätigkeitsstufe
Bearbeitung
Weiterleitung
Prüfung
Aufenthalt
Ablage
Vordruck
Beschreibung der einzelnen Tätigkeitsstufen
Sekretärin BM
Dezernentin I
BM
SG Finanzen
1.
Ο⇒
⊃∇
Anwesenheit protokollieren
2.
Ο⇒
⊃∇
Öffnen modifizierte Excel-Mappe
3.
Ο⇒
⊃∇
ja
Anwesenheit aus Protokoll in der Liste 1 (Anwesenheit zu
Stadtratssitzungen) in Spalte mit dem entsprechenden Datum
übertragen (in Form von X oder XX)
4.
Ο⇒
⊃∇
Höhe des aktuell erworbenen Sitzungsgeldanspruchs generiert
sich selbstständig
5.
Ο⇒
⊃∇
Nach einem halben Jahr: Ausdruck der Liste 1
6.
Ο⇒
⊃∇
Ausdruck der Liste 2 (Summierung von Sitzungsgeldanspruch bei
Stadtrats- und Ausschusssitzungen, Name und Bankverbindung)
7.
Ο⇒
⊃∇
Löschen des Inhalts der Liste 1 im Computer
8.
Ο⇒
⊃∇
Stempel
für
Auszahlungsanordnung
sowie
sachliche
und
rechnerische Richtigkeit auf Liste 2
9.
Ο⇒
⊃∇
ja
Ausfüllen
der
Zahlungsanordnung
(Betrag,
Haushaltsstelle,
Kennzeichnen als Ausgabe)
10.
Ο⇒
⊃∇
Weiterleiten der Listen an Dezernentin I
11.
Ο⇒
⊃∇
Feststellen der sachlichen und rechnerischen Richtigkeit
12.
Ο⇒
⊃∇
Weiterleiten an Sekretärin BM
13.
Ο⇒
⊃∇
Erstellen einer Kurzmitteilung an Kasse (Word)
bereich

2
14.
Ο⇒
⊃∇
Weiterleiten an BM
15.
Ο⇒
⊃∇
Anordnung der Zahlung, Unterschreiben der Kurzmitteilung
16.
Ο⇒
⊃∇
Weiterleiten an Sekretärin BM
17.
Ο⇒
⊃∇
Weiterleiten an SG Finanzen zur Buchung und Auszahlung
105200 Summe
3111

3
Arbeitsablaufdarstellung
Tätigkeitsstufe
Bearbeitung
W eiterleitung
Prüfung
Aufenthalt
Ablage
Vordruck
Beschreibung der einzelnen Tätigkeitsstufen
Sekretärin BM
BM
SG Finanzen
1.
Ο⇒
⊃∇
Rats-
und
Bürgerinfosystems
more!
rubin
Programmteil
"Sitzungsgeld" öffnen
2.
Ο⇒
⊃∇
Anwesenheit aus Programmteil "Sitzungsdienst" übernehmen
3.
Ο⇒
⊃∇
Anwesenheit auf Plausibilität überprüfen
4.
Ο⇒
⊃∇
Nach einem halben Jahr: Zusammenstellung der erworbenen
Gesamtentschädigung je Person und gesamt durch Aufruf im
Programm
5.
Ο⇒
⊃∇
Ausdruck der Liste mit dem Sitzungsgeldanspruch, Namen und
Bankverbindung
6.
Ο⇒
⊃∇
Stempel für Auszahlungsanordnung sowie
sachliche und
rechnerische Richtigkeit auf Liste
7.
Ο⇒
⊃∇
ja
Ausfüllen der Zahlungsanordnung, sachliche und rechnerische
Richtigkeit feststellen
8.
Ο⇒
⊃∇
Weiterleiten an BM
9.
Ο⇒
⊃∇
Anordnung der Zahlung
10.
Ο⇒
⊃∇
Weiterleiten an Sekretärin BM
11.
Ο⇒
⊃∇
Weiterleiten an SG Finanzen zur Buchung und Auszahlung
63200 Summe
211
Arbeitsvorgang:
Berechnung der Entschädigungszahlungen an Städträte - Vorschlag
Stadt A
Stand: März 2007
BM-Geschäfts-
bereich

Anlage 5
:
Berechnung Nettoleistungszeit
Arbeitstage:
Jahr
365,00 Tage
abzüglich
Sonntage
52,00 Tage
Samstage
52,00 Tage
Feiertage*
10,70 Tage 114,70 Tage
= Bruttoarbeitstage
250,30 Tage
abzüglich
Ausfälle durch
Erkrankungen einschließlich Kuren
13,90 Tage
Urlaub und sonstige Dienstbefreiungen
31,53 Tage
45,43 Tage
= Nettoarbeitstage
204,87 Tage
Nettoleistungszeit bei Vollbeschäftigung:
Nettoarbeitszeit (im Monat)
(204,87 Tage x
8 Std.
/12)
= 136,58 Std./Monat
Verlust-/Erholungszeiten
(136,58 Std. x 0,1)
=
13,66 Std./Monat
Nettoleistungszeit
≈ 123,00 Std./Monat
* Feiertage:
Feiertage, die
immer
auf einen Wochentag fallen
Karfreitag 1
Ostermontag 1
Christi Himmelfahrt
1
Pfingstmontag
1
örtliche Feiertage (Buß- und Bettag)
1
Summe
5
x 1,0=
5 Tage
Feiertage, die auch auf einen Wochentag fallen können
Neujahrstag 1
1. Mai
1
3. Oktober
1
Reformationstag
1
Heiligabend (1 Tag)
1
1. Weihnachtstag
1
2. Weihnachtstag
1
Silvester (1 Tag)
1
Summe
8
: 7 x 5=
5,7 Tage
Insgesamt:
10,7 Tage

Anlage 6
:
Vergleich des monatlichen Zeitbedarfs der Aufgabenwahrnehmung
- nach Arbeitsaufgaben in Std. je Monat
A B C D E Ø 5 Kom-
munen
Modell
Vollzeitkraft
39,25
51,85
41,30
23,47
45,80
40,33
36,00
Monatliche Gesamtstundenzahl
4.827,7
6.377,6
5.079,9
2.887,1
5.633,6
4.961,2
4.428,0
0-8
Summe 0-8
4.827,7
6.377,5
5.079,9
2.887,1
5.633,6
4.961,2
4.428,0
0
Allgemeine Aufgaben
834,4
1.169,1
842,5
579,2
921,5
869,4
706,5
01
Führungsaufgaben
264,5
669,3
323,3
217,3
445,6
384,0
305,7
02
Sekretariats- und Ablagearbeiten
504,0
383,8
447,7
326,4
402,2
412,8
323,1
03
Allgemeine Tätigkeiten
65,9
116,1
71,5
35,5
73,7
72,6
77,7
1
Allgemeine Verwaltung
1.080,2
1.391,8
455,1
438,8
624,5
798,1
597,1
10
Zentrale Verwaltung und IT
435,4
897,1
248,5
297,0
223,5
420,3
353,0
11
Personal
188,2
351,9
115,9
99,4
318,2
214,8
175,2
12
Statistik und Wahlen
22,8
26,3
3,4
12,4
42,0
21,4
18,2
13
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
33,9
116,6
87,3
30,0
40,8
61,7
50,7
14
Rechnungsprüfung
399,8
-
-
-
-
399,8
-
2
Finanzen
1.001,4
1.412,9
1.414,1
758,5
1.326,5
1.182,7
1.144,7
20
Kämmerei
356,8
585,9
584,7
240,0
405,1
434,5
439,9
21
Kasse
378,5
489,4
398,9
199,0
464,1
386,0
362,4
22
Steuern
119,5
171,2
176,5
179,9
268,6
183,1
159,0
23
Liegenschaften
146,6
166,4
254,0
139,6
188,6
179,0
183,4
3
Recht, Sicherheit und Ordnung
965,4
1.117,9
1.031,2
538,2
860,4
902,6
834,8
30
Recht
56,0
76,9
50,0
25,9
72,5
56,3
54,5
32
Sicherheit und Ordnung
407,1
438,3
516,2
136,8
349,7
369,6
339,5
33
Einwohner- und Meldewesen
228,6
290,6
243,5
250,4
229,9
248,6
239,2
34
Personenstand
114,7
233,9
123,0
98,8
208,2
155,7
121,8
35
Sozialversicherung
1,2
2,2
9,8
2,6
-
4,0
3,3
37
Feuerschutz
127,4
69,2
87,7
21,4
-
76,4
70,6
38
Zivilschutz
30,4
6,8
1,0
2,2
-
10,1
5,8
4
Schule und Kultur
215,3
125,4
193,6
184,4
202,4
184,2
182,0
40
Schulen
80,4
29,8
62,3
67,3
53,6
58,7
54,5
41
Kultur
30,5
26,7
58,2
0,6
15,0
26,2
30,9
42
Bibliotheken
0,5
-
5,5
21,6
-
9,2
7,9
47
Archiv
103,9
68,9
67,7
94,9
133,8
93,8
88,8
5
Soziales
132,9
238,7
156,3
46,3
357,1
186,3
195,2
50
Soziales
25,2
14,3
42,9
26,0
40,9
29,8
41,1
51
Jugend
61,5
152,4
39,0
18,6
281,7
110,6
106,2
52
Sport
46,1
72,1
74,4
1,7
34,6
45,8
47,9
6
Bauverwaltung
491,4
815,5
947,7
336,4
1.197,0
757,6
638,6
60
Bauverwaltung
87,2
254,9
193,4
138,8
276,2
190,1
181,9
61
Stadtplanung
80,0
215,3
145,9
76,7
154,0
134,4
118,7
62
Vermessung
43,8
21,2
69,1
19,5
85,7
47,9
36,0
63
Bauordnung (nicht untere Bauaufsicht)
32,4
39,9
100,1
38,1
-
52,6
51,3
63_uB Bauordnung (untere Bauaufsicht)
-
-
-
-
197,6
197,6
-
64
Wohnungsförderung
1,5
0,7
0,4
2,2
7,4
2,4
2,6
65
Hochbau
31,0
123,9
143,9
10,0
123,3
86,4
69,7
66
Tiefbau
61,0
66,2
160,6
38,5
224,5
110,2
81,8
67
Grünflächen
154,5
93,3
134,3
12,7
128,3
104,6
96,7
7
Stadtreinigung und Märkte
53,3
7,1
14,8
0,6
53,1
25,8
58,7
70
Stadtreinigung
11,2
7,1
14,8
0,3
-
8,3
7,7
72
Märkte
42,1
-
-
0,2
53,1
31,8
51,0
8
Wirtschaft und Verkehr
53,4
99,1
24,5
4,7
91,0
54,6
70,5
80
Wirtschafts- und Verkehrsförderung
53,4
99,1
24,5
4,7
91,0
54,6
70,5
in Std./Monat

2
- nach Arbeitsaufgaben in Std./Monat je TEW
AB C D E Ø 5 Kom-
munen
Modell
Vollzeitkraft je TEW
3,45
2,51
2,69
1,86
2,80
2,66
2,40
Monatliche Gesamtstundenzahl je TEW
424,7
309,0
330,8
228,5
344,5
327,5
295,2
0-8
Summe 0-8
424,7
309,0
330,8
228,5
344,5
327,5
295,2
0
Allgemeine Aufgaben
73,4
56,6
54,9
45,8
56,4
57,4
47,1
01
Führungsaufgaben
23,3
32,4
21,1
17,2
27,3
24,2
20,4
02
Sekretariats- und Ablagearbeiten
44,3
18,6
29,2
25,8
24,6
28,5
21,5
03
Allgemeine Tätigkeiten
5,8
5,6
4,7
2,8
4,5
4,7
5,2
1
Allgemeine Verwaltung
95,0
67,4
29,6
34,7
38,2
53,0
39,8
10
Zentrale Verwaltung und IT
38,3
43,5
16,2
23,5
13,7
27,0
23,5
11
Personal
16,6
17,1
7,6
7,9
19,5
13,7
11,7
12
Statistik und Wahlen
2,0
1,3
0,2
1,0
2,6
1,4
1,2
13
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
3,0
5,6
5,7
2,4
2,5
3,8
3,4
14
Rechnungsprüfung
35,2
-
-
-
-
35,2
-
2
Finanzen
88,1
68,5
92,1
60,0
81,1
78,0
76,3
20
Kämmerei
31,4
28,4
38,1
19,0
24,8
28,3
29,3
21
Kasse
33,3
23,7
26,0
15,8
28,4
25,4
24,2
22
Steuern
10,5
8,3
11,5
14,2
16,4
12,2
10,6
23
Liegenschaften
12,9
8,1
16,5
11,0
11,5
12,0
12,2
3
Recht, Sicherheit und Ordnung
84,9
54,2
67,2
42,6
52,6
60,3
55,7
30
Recht
4,9
3,7
3,3
2,1
4,4
3,7
3,6
32
Sicherheit und Ordnung
35,8
21,2
33,6
10,8
21,4
24,6
22,6
33
Einwohner- und Meldewesen
20,1
14,1
15,9
19,8
14,1
16,8
15,9
34
Personenstand
10,1
11,3
8,0
7,8
12,7
10,0
8,1
35
Sozialversicherung
0,1
0,1
0,6
0,2
-
0,3
0,2
37
Feuerschutz
11,2
3,4
5,7
1,7
-
5,5
4,7
38
Zivilschutz
2,7
0,3
0,1
0,2
-
0,8
0,4
4
Schule und Kultur
18,9
6,1
12,6
14,6
12,4
12,9
12,1
40
Schulen
7,1
1,4
4,1
5,3
3,3
4,2
3,6
41
Kultur
2,7
1,3
3,8
0,1
0,9
1,7
2,1
42
Bibliotheken
0,0
-
0,4
1,7
-
0,7
0,5
47
Archiv
9,1
3,3
4,4
7,5
8,2
6,5
5,9
5
Soziales
11,7
11,6
10,2
3,7
21,8
11,8
13,0
50
Soziales
2,2
0,7
2,8
2,1
2,5
2,1
2,7
51
Jugend
5,4
7,4
2,5
1,5
17,2
6,8
7,1
52
Sport
4,1
3,5
4,8
0,1
2,1
2,9
3,2
6
Bauverwaltung
43,2
39,5
61,7
26,6
73,2
48,9
42,6
60
Bauverwaltung
7,7
12,4
12,6
11,0
16,9
12,1
12,1
61
Stadtplanung
7,0
10,4
9,5
6,1
9,4
8,5
7,9
62
Vermessung
3,9
1,0
4,5
1,5
5,2
3,2
2,4
63
Bauordnung (nicht untere Bauaufsicht)
2,9
1,9
6,5
3,0
-
3,6
3,4
63_uB Bauordnung (untere Bauaufsicht)
-
-
-
-
12,1
12,1
-
64
Wohnungsförderung
0,1
0,0
0,0
0,2
0,5
0,2
0,2
65
Hochbau
2,7
6,0
9,4
0,8
7,5
5,3
4,6
66
Tiefbau
5,4
3,2
10,5
3,0
13,7
7,2
5,5
67
Grünflächen
13,6
4,5
8,7
1,0
7,8
7,1
6,4
7
Stadtreinigung und Märkte
4,7
0,3
1,0
0,0
3,3
1,9
3,9
70
Stadtreinigung
1,0
0,3
1,0
0,0
-
0,6
0,5
72
Märkte
3,7
-
-
0,0
3,3
2,3
3,4
8
Wirtschaft und Verkehr
4,7
4,8
1,6
0,4
5,6
3,4
4,7
80
Wirtschafts- und Verkehrsförderung
4,7
4,8
1,6
0,4
5,6
3,4
4,7
in Std./Monat je TEW

Anlage 7: Vergleich des monatlichen Zeitbedarfs der Aufgabenwahrnehmung mit
ausgewiesenen Abweichungen
Ø 5 Kommunen
Modell
Abweichungen
Vollzeitkraft je TEW
2,66
2,40
-0,26
Monatliche Gesamtstundenzahl je TEW
327,50
295,20
-32,30
0-8
Summe 0-8
327,50
295,20
-32,30
0
Allgemeine Aufgaben
57,42
47,10
-10,33
01
Führungsaufgaben
24,24
20,38
-3,86
02
Sekretariats- und Ablagearbeiten
28,50
21,54
-6,97
03
Allgemeine Tätigkeiten
4,68
5,18
0,50
1
Allgemeine Verwaltung
53,00
39,81
-13,20
10
Zentrale Verwaltung und IT
27,02
23,53
-3,49
11
Personal
13,70
11,68
-2,02
12
Statistik und Wahlen
1,41
1,21
-0,19
13
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
3,84
3,38
-0,45
14
Rechnungsprüfung
35,18
0,00
-35,18
2
Finanzen
77,96
76,31
-1,65
20
Kämmerei
28,32
29,33
1,00
21
Kasse
25,42
24,16
-1,26
22
Steuern
12,19
10,60
-1,60
23
Liegenschaften
12,02
12,23
0,21
3
Recht, Sicherheit und Ordnung
60,29
55,65
-4,64
30
Recht
3,68
3,64
-0,04
32
Sicherheit und Ordnung
24,57
22,63
-1,94
33
Einwohner- und Meldewesen
16,79
15,95
-0,84
34
Personenstand
10,00
8,12
-1,88
35
Sozialversicherung
0,27
0,22
-0,04
37
Feuerschutz
5,49
4,70
-0,79
38
Zivilschutz
0,81
0,39
-0,42
4
Schule und Kultur
12,92
12,14
-0,78
40
Schulen
4,24
3,63
-0,61
41
Kultur
1,75
2,06
0,31
42
Bibliotheken
0,70
0,53
-0,17
47
Archiv
6,52
5,92
-0,60
5
Soziales
11,79
13,01
1,23
50
Soziales
2,05
2,74
0,69
51
Jugend
6,81
7,08
0,27
52
Sport
2,93
3,19
0,26
6
Bauverwaltung
48,86
42,57
-6,29
60
Bauverwaltung
12,10
12,13
0,03
61
Stadtplanung
8,49
7,91
-0,58
62
Vermessung
3,23
2,40
-0,84
63
Bauordnung (nicht untere Bauaufsicht)
3,58
3,42
-0,16
63_uB Bauordnung (untere Bauaufsicht)
12,08
0,00
-12,08
64
Wohnungsförderung
0,16
0,17
0,01
65
Hochbau
5,29
4,64
-0,64
66
Tiefbau
7,16
5,45
-1,71
67
Grünflächen
7,14
6,44
-0,70
7
Stadtreinigung und Märkte
1,86
3,91
2,06
70
Stadtreinigung
0,58
0,51
-0,06
72
Märkte
2,32
3,40
1,07
8
Wirtschaft und Verkehr
3,41
4,70
1,29
80
Wirtschafts- und Verkehrsförderung
3,41
4,70
1,29
in Std./Monat je TEW