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f a.
rMp
STAATSMINISTERIUM
FÜR WIRTSCHAFT
ARBEIT UND VERKEHR
Freistaat
SACHSEN
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Postfach 10 03 29 | 01073 Dresden
Ihr/e AnsprechpartnerZ-in:
Siglinde Rauch-Liebich
Landesamt für Straßenbau und Verkehr
Zentrale
Nachrichtlich:
Sächsischer Landkreistag
Käthe-Kollwitz-Ufer 88
01309 Dresden
Durchwahl
Telefon: 0351 564-8642
Telefax: 0351 564-8609
Siglinde.Rauch-Liebich@
smwa.sachsen.de
„Richtlinie für die Anlage von Meistereien (RAM)" - Baukonzeption für
Autobahn- und Straßenmeistereien
Allgemeines Rundschreiben Straßenbau Nr. 11/2014
Aktenzeichen
(bitte bei Antwort angeben)
64-4032/7/2
Dresden,
11. Dezember 2014
Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat mit dem
Allgemeinem Rundschreiben Straßenbau Nr. 11/2014 die „Richtlinie für die
Anlage von Meistereien (RAM)" - Baukonzeption für Autobahn- und Stra¬
ßenmeistereien für den Bereich der Bundesfernstraßen verbindlich einge¬
führt.
Das sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr führt
die „Richtlinie für die Anlage von Meistereien (RAM)" für Staatsstraßen ver¬
bindlich ein. Um Beachtung bei der Planung und dem Bau von Autobahn-
meistereien sowie Straßenmeistereien, die dem gemeinschaftlichen Be¬
triebsdienst dienen, wird gebeten.
Im Allgemeinen Rundschreibenl 1/2014 wurden die Vorlagegrenzen für Neu-
Um- und Ausbauten sowie die vorzulegenden Unterlagen neu geregelt. Es
wird um Beachtung gebeten.
Zertifikat seit 2006
audit berufundfamllle
Die Landkreise sind in geeigneter Form hiervon in Kenntnis zu setzen.
Das Allgemeine Rundschreiben Straßenbau 31/2006 vom 17. November
2006 wird aufgehoben.
Bernd Saplotr
Abtei lungsleit
Anlage
Hausanschrift;
Sächsisches Staatsministerium
für Wirtschaft, Arbeit und
Verkehr
Wilhelm-Buck-Slraße 2
01097 Dresden
Außenstelle:
Hoyerswerdaer Straße 1
01097 Dresden
www.smwa.sachsen.de
Verkehrsanbindung:
Zu erreichen mit den Straßenbahnlinien
3, 7.8
Haltestelle Carolaplalz
Seite 1 von 1
Kein Zugang für elektronisch signierte
sov/ie für verschlüsselte elektronische
Dokumente.

image
Bundesministerium
für Verkehr und
digitale Infrastruktur
) ^ fe 5^ j '/ /2
CO
SMWA-24.11.14-0040
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur» Postfach 20 Ol 00, 53170 Bonn
der
Oberste
Länder
Straßenbaubehörden
" v"2
,;,v
"
4,--'.
nachrichtlich:
Bundesanstalt für Straßenwesen
Brüderstraße 53
51427 Bergisch Gladbach
Bundesrechnungshof
Außenstelle Potsdam
Dortussstraße 30/34
14467 Potsdam
Dr. Stefan Krause
Leiter der Abteilung Straßenbau
HAUSANSCHRIFT
Robert-Schuman-Platz 1
53175 Bonn
POSTANSCHRIFT
Postfach 20 01 00
53170 Bonn
TEL +49 (0)228 99-300-5112
FAX +49 (0)228 99-300-5099
al-stb@bmvi.bund.de
www.bmvi.de
Allgemeines Rundschreiben Straßenbau Nr. 11/2014
Sachgebiet 10.6 Straßenbetriebsdienst - Nebenanlagen
(Dieses ARS wird im Verkehrsblatt veröffentlicht)
Betreff: „Richtlinie für die Anlage von Meistereien (RAM)" -
Baukonzeption für Autobahn- und Straßenmeistereien
Bezug:
- ARS-Nr. 31/2006 vom 17.11.2006; Az.: S 27/7243.6/20-00/554208
- Mein Schreiben vom 11.12.2013; Az.: StBl 1/7243.6/20-00/2126298
- E-Mail Referat StB 11 vom 01.07.2014
Aktenzeichen: StB 11/7243.6/20-00/2126298
Datum: Bonn, 18.11.2014
Seite 1 von 2
Die Länderfachgruppe Straßenbetrieb hat den Maßnahmenkatalog
MK 11 „Baukonzeption für Autobahn- und Straßenmeistereien -
Richtlinie für die Anlage von Meistereien (RAM)" überarbeitet und
aktualisiert und die „Richtlinie für die Anlage von Meistereien" unter
meiner Mitwirkung erarbeitet. Dabei wurden die Anregungen im
Rahmen Ihrer fachlichen Stellungnahme weitgehend eingearbeitet.
Zertifikat seil 2009
audlt faexufundfamllie
ZUSTELL- UND LIEFERANSCHRIFT: Heinrich-von-Stephan-Straße
VERKEHRSANBINDUNG: Bus: 631, 637, 638, Bahn: 66, Haltestelle: Robert-Schuman-Platz

image
Bundesministerium
für Verkehr und
digitale Infrastruktur
Seite 2 von 2
Ich bitte, die Richtlinie für die Anlage von Meistereien in der Fassung
von Juni 2014 für den Geschäftsbereich der Bundesfernstraßen einzu¬
führen und dabei folgendes zu beachten:
- Bei einer erforderlichen Abweichung von den angegebe¬
nen Regelmaßen der Abmessungen für Fahrzeugstände,
Waschhallen und Werkstattgebäuden (Punkt 2.3, 2.4, 2.5)
bitte ich die Notwendigkeit eingehend zu begründen und
nachzuweisen und danach mit mir abzustimmen.
- Die Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit der Errichtung
oder Erneuerung einer Waschhalle bitte ich detailliert zu
prüfen.
Wie im Rahmen der gemeinsamen Dienstbesprechung „Straßenbe¬
triebsdienst" am 23.-24.09.2013 in Bonn angekündigt, bitte ich mir
künftig Entwürfe unter Anwendung der Vorgaben der RAM für Neu-
UmA und Ausbauten von bundeseigenen Meistereien nach folgender
Maßgabe vorzulegen:
- Maßnahmen < 0,5 Mio. € - 1,0 Mio. € —> Anzeigepflicht
- Maßnahmen 1,0 Mio. €- 5,0 Mio. € ^vereinfachte
Unterlagen
Maßnahmen > 5,0 Mio. € —> ES Bau und
EW Bau gemäß RBBau
Im Rahmen des vereinfachten Verfahrens (1,0 Mio. € - 5,0 Mio. €)
bitte ich mir eine Kostenermittlung, einen Erläuterungsbericht ggf. mit
Variantenvergleich sowie Plandarstellungen zur Erteilung des Gese¬
henvermerks vorzulegen. Unabhängig davon sind Maßnahmen größer
2,0 Mio. € weiterhin einzeln in den Haushalt einzustellen.
Ich gehe dabei davon aus, dass auch landeseigene Gehöfte für den
gemeinschaftlichen Betriebsdienst gemäß der Vorgaben der RAM
errichtet bzw. erneuert werden.
Ich bitte, mir einen Abdruck Ihres Einführungserlasses bis zum
10.01.2015 zuzusenden. Das Allgemeine Rundschreiben Straßenbau
31/2006 vom 17.11.2006 wird hiermit aufgehoben.
Im Auftrag
Dr. Stefan Krause
Beglaubigt:
Angestellte

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Baukonzeption für
Autobahn- und Straßenmeistereien
Richtlinie für die Anlage von Meistereien
(RAM)
Bearbeitung unter
Federführung: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und
Verkehr
Mitwirkung: Bundesministerium für Verkehr und
digitale Infrastruktur
Oberste Baubehörde im Bayer. Staatsministerium des Inneren
Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz
Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer Hamburg
Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Technische Universität Dresden, Professur für Arbeitswissen¬
schaft
Juni 2014

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Richtlinie für die Anlage von Meistereien (RAM)
Inhaltsverzeichnis
1 Allgemeines
3
1.1 Vorbemerkungen 3
1.2 Begriffsbestimmungen 3
1.3
1.4
Lage
Grundstücksgröße
der Meistere! im Netz :
3
2.1
Bauliche
Planungs- und Gestaltungsgrundsätze
Anlagen
4
2.2.1
2.2.2
Räume
Straßenbetriebsdienst
für Verwaltung, Betrieb und Technik
4
5
4
2.2.3 Sonstige Betriebsräume
5
2.2.4 Fernmeldetechnik für AM
3
2.2.5 Ausstattungshinweis für Winterdienstrelevante Räume 5
2.3 Stände für Großfahrzeuge
6
2.4
2.5
Außenwaschplatz,
Werkstattbereich
Waschhalle
8
7
2.5.1 Werkstatt
8
2.6
2.5.2
2.7
Stände
Lagerbereich
Nebenräume
für Kleinfahrzeuge
9
8
2.8 Streustofflagerung 10
3.1
Sonstige
Betriebshof
Anlagen
.....10
3.2 Betriebstankanlage 11
3.3
3.4
3.5
3.6
Sicherheitseinrichtungen
Löschwasserversorgung
Lagerplätze
Parkplätze
12
-2-

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1 Allgemeines
1.1 Vorbemerkungen
Die Richtlinie enthält Planungs- und Gestaltungsgrundsätze für den Neubau von Autobahn-,
Straßen- und kombinierten Meistereien, die sich im Wesentlichen aus den im Leistungsheft
ausgewiesenen Tätigkeiten ergeben.
Der Raum- und Flächenbedarf hat sich an der Mitarbeiterzahl sowie der Fahrzeug- und Ge¬
räteausstattung zu orientieren.
1.2 Begriffsbestimmungen
Autobahnmeistereien (AM), Straßenbahnmeistereien (SM) und kombinierte Meistereien
(ASM = Autobahn- und Straßenmeistereien) sind Nebenanlagen im Sinne des § 1 Abs. 4
Nr. 4 FStrG und der entsprechenden §§ der Straßengesetze der Bundesländer.
1.3 Lage der Meistere! im Netz
Eine optimale Lage der Meistere! ist gegeben, wenn sie im betrieblichen Schwerpunkt des zu
betreuenden Streckennetzes liegt.
Bei einer AM gehen von diesem Schwerpunkt Betreuungsschleifen (Winterdienst) aus. Ein
AM-Standort in der Nähe einer Anschlussstelle, eines Autobahnkreuzes oder eines Auto¬
bahndreiecks ist für den Straßenbetriebsdienst - entsprechend dem Anforderungsprofil gel¬
tender Regelwerke - unerlässlich.
Die Meistere! muss an das öffentliche Straßennetz angeschlossen werden und soll in der
Nähe einer Ortschaft und einer Bundes-ZLandesstraße liegen. Die Kosten für die Ver- und
Entsorgungsleitungen sowie für die Belieferung mit Versorgungsgütern sind bei der Stand¬
ortwahl zu berücksichtigen. Für Autobahnmeistereien kann für den Betriebsdienst eine direk¬
te Zufahrt zur Bundesautobahn eingerichtet werden.
1.4 Grundstücksgröße
AM ca. 15.000 m2
SM ca. 10.000 m2
Die Größen sind bezogen auf eine optimale Ausnutzung des Grundstücks. Zuschläge kön¬
nen für:
- Ausgleichsmaßnahmen,
- die Gestaltung,
- die Erfüllung städtebaulicher Randbedingungen und
- die Erschließung
notwendig werden und aus der vorhandenen Topographie bzw. dem vorhandenen Zuschnitt
des Grundstückes entstehen.
-3-

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2 Bauliche Anlagen
2.1 Planungs- und Gestaltungsgrundsätze
Jede Meistere! soll eine eigenständige gestalterische Identität aufweisen, die aus der Ausei¬
nandersetzung mit den besonderen klimatischen, regionalen, landschaftlichen, topographi¬
schen und städtebaulichen Rahmenbedingungen des jeweiligen Standortes zu entwickeln
ist.
Ziel der jeweiligen Objektplanung müssen neben den funktionalen, gestalterischen und kon¬
struktiven Anforderungen stets auch ganzheitliche energie- und umweltschonende Lösungen
sein.
Die Anordnung der zu einer Meistere! gehörenden Gebäude, wie auch die innere Organisati¬
on und die konstruktiv-gestalterische Ausführung der einzelnen Baukörper, sind dabei so zu
planen, dass niedrige Baunutzungskosten und Betriebsabläufe mit kurzen Wegen entstehen
sowie die Berücksichtigung der Belange des Arbeits- und Gesundheitsschutzes berücksich¬
tigt werden. Die nachfolgend genannten Funktionsbereiche können baulich zusammenge-
fasst werden. Erweiterungen sollten möglich sein.
Die nutzende Verwaltung hat als Grundlage für die Planung einer Meistere! ein Raumbe¬
darfsprogramm zu erstellen.
Grundsätzlich sollte auf Kellergeschosse verzichtet werden.
2.2 Räume für Verwaltung, Betrieb und Technik
Für die Raumgrößen gelten folgende Richtwerte:
2.2.1 Verwaltung
- Einzelbüro Leiter/in ca. 20 m2
- Einzelbüro Vertreter/in ca. 15 m2
- Doppelbüro für Verwaltungsbeschäftigte ca. 25 m2
- Doppelbüro für das techn. Personal ca. 20 m2
- Aktenraum ca. 25 m2
- Raum für Informations-und Kommunikati- ca. 10 m2
onstechnik
- optional: Wertschutzraum ca. 5 m2
- Damen- und Herrentoilette
Anforderungen/Ausstattungshinweise:
Die Sicht auf den Einfahrtsbereich und den Betriebshof sollte vom Verwaltungsbereich aus
gegeben sein.
Der Wertschutzraum kann mit dem Raum für Informations- und Kommunikationstechnik zu-
sammengefasst werden. Der Wertschutz muss der Widerstandsklasse 3 entsprechen. Der
Zugangsbereich des Wertschutzraumes sollte in Form einer Fallenüberwachung mit Ein¬
bruchmeldetechnik der VdS-Klasse B mit Alarmweiterleitung ausgestattet werden.
4-

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2.2.2 Straßenbetriebsdienst
- Aufenthalts-ZSchulungsraum (Anschlüsse für ca. 50 m2
Schulungsgeräte, z. B. Beamer sind vorzusehen)
- Mehrzweckraum (Kolonnenführer/Bereitschaft)
ca. 20 m2
- Teeküche (ggf. in Aufenthaltsraum integriert)
- Wasch- und Duschraum (Herren) ~~~
- Umkleide- und Schrankraum (Herren)
- Wasch- und Duschraum (Damen)
- Umkleide- und Schrankraum (Damen)
- Trockenraum oder Trockenschränke mit
Schuhtrocknung
Die Größe der Funktionsbereiche
richtet sich je nach Anzahl der Be-
»— diensteten unter Berücksichtigung
der Arbeitsstättenverordnung.
Spindbreite jedoch mindestens
80 cm (30/50)
- Damen- und Herrentoiletten
Für die Reinigung stark verschmutzter Schuhe sollte eine Stiefelwäsche möglichst im Be¬
reich der Waschhalle angeordnet werden.
2.2.3 Sonstige Betriebsräume
- Lagerraum (Schutzkleidung u. a.)
ca. 30 m2
- Raum für Putzmittel
ca. 5 m2
- Heizungs- und Hausanschlussraum
Größe je nach Bedarf
2.2.4 Fernmeldetechnik für AM
In Abhängigkeit von den technischen Randbedingungen
- Kabelführungsraum
ca. . 10 m2
- Fernmelderaum für betriebs- und verkehrstechni- ca. 20 m2
sehe Anlagen
- Batterieraum
ca. 10 m2
Der Raum für die Fernmeldetechnik sollte der Schutzklasse WK 3 entsprechen
2.2.5 Ausstattungshinweis für Winterdienstrelevante Räume
Diese Räume sind bei der Beheizung von der Nachtabsenkung der Heizungsanlage auszu¬
nehmen und mit einer separaten Steuerung zu versehen.
-5-

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2.3 Stände für Großfahrzeuge
Die Anzahl der Stände für Großfahrzeuge und Maschinen richtet sich nach der notwendigen
Fahrzeug- und Maschinenausstattung der jeweiligen Meistere!. Die Abmessungen der Räu¬
me richten sich nach den Maßen der unterzustellenden Fahrzeuge einschließlich der zuge¬
hörigen Anbaumaschinen.
Regelmaße:
SM
AM
- Achsmaß
5,50 m
6,00 m
- lichte Raumhöhe1,
4,50 m
4,50 m
- lichte Raumtiefe
14,50 m
15,00 m
- Torhöhe (lichte Durchfahrtshöhe)
4,50 m
4,50 m
- Torbreite (lichte Durchfahrtsbreite)
5,00 m
5,50 m
1) Die tatsächliche Raumhöhe setzt sich aus der lichten Raumhöhe und den erforderli¬
chen Einbauten (z. B. Torführung, Beleuchtung etc.) zusammen.
Die angeführten Regelmaße sollten nicht unterschritten werden.
Anforderungen/Ausstattungshinweise:
- keine Zwischenwände, um maximale Bewegungsfreiheit innerhalb der Halle zu ge¬
währleisten,
- 1 % Gefälle im Hallenboden zum Tor,
- ausreichende Anzahl Schiupftüren,
- Frostfreiheit ist zu gewährleisten,
- Fensterbänder sind zur Querbelüftung in ausreichendem Umfang vorzusehen,
- Sektionstore-ggf. elektrisch bedienbar.
Folgende Kriterien sind zur Optimierung der Arbeitsabläufe gesondert zu prüfen:
- Durchfahrmöglichkeit zur Vermeidung zusätzlicher Rangiervorgänge,
- Fernbedienbarkeit der Tore,
- Abstell-ZLagermöglichkeit von Zusatzmaschinen in der Halle, ggf. neben den Fahr¬
zeugen,
- Lagerungsmöglichkeit von Kleinteilen der Fahrzeugausstattung (Schneeketten etc.)
neben den Fahrzeugen
-6-

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2.4 Außenwaschplatz, Waschhalle
Der Außenwaschplatz für die Grobreinigung der Fahrzeuge ist in ausreichender Größe vor¬
zusehen. Auf eine Optimierung der Ver- und Entsorgungsleitungen ist zu achten.
Die Abwägung zwischen der Anordnung einer zusätzlichen Waschhalle oder dem Überda¬
chen des Außenwaschlatzes mit Vorsehen einer temperierbaren Bodenplatte ist in Abhän¬
gigkeit der örtlichen Gegebenheiten (insbesondere Winterdienst) vorzunehmen. Die Wasch¬
halle ist gleichzeitig als Stand für LKW oder Kehrmaschine zu nutzen.
Regelmaße der Waschhalle und Außenwaschplatz:
SM
AM
- Achsmaß
7,00 m
8,00 m
- lichte Raumhöhe1)
4,50 m
4,50 m
- lichte Raumtiefe
14,50 m
15,00 m
- lichte Durchfahrtshöhe
4,50 m
4,50 m
- lichte Durchfahrtsbreite
5,00 m
5,50 m
1) Die tatsächliche Raumhöhe setzt sich aus der lichten Raumhöhe und den erforderli¬
chen Einbauten (z. B. Torführung, Beleuchtung etc.) zusammen.
Die Regelmaße sollten nicht unterschritten werden.
Anforderungen/Ausstattungshinweise:
- mittiger Bodeneinlauf (mind. 0,30 m breit) mit Schlammfang,
- Anschluss an Leichtflüssigabscheider (ggf. mit Betriebstankstelle kombinieren),
- Wandfliesen bis Deckenhöhe (Waschhalle),
- rutschfester Bodenbelag,
- Anschlüsse für Hochdruckreiniger,
- Anschlüsse für Druckluft,
- ggf. Anordnung einer Stiefelwäsche
-7-

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2.5 Werkstattbereich
2.5.1 Werkstatt
Rege/maße:
SM
AM
Achsmaß
1,5 x Achsmaß Groß-Kfz-Halle
- lichte Raumhöhe in Abhängigkeit der erfor¬
min. 5,00 m1)
derlichen Hubeinrichtungen
- lichte Raumtiefe
15,00 m
4,50 m
5,00 m
15,50 m
lichte Durchfahrtshöhe
4,50 m
lichte Durchfahrtsbreite
5,50 m
Inspektionsgrube mit manueller Abdeckung
9,00 mx 0,90 mx 1,60 m
alternativ: Hebebühne
1) Die tatsächliche Raumhöhe setzt sich aus der lichten Raumhöhe und den erforderli¬
chen Einbauten (z. B. Torführung, Beleuchtung etc.) zusammen.
Anforderungen/Ausstattungshinweise:
- Hebevorrichtung - max. 51 Hub,
- Schweißtisch mit Absaugung,
- Werkbank, Standgeräte - hierbei sind möglichst gute ergonomische Arbeitsbedingun¬
gen vorzusehen,
- Grube mit Schöpfloch für Tropfwasser, Beleuchtung und Druckluftanschluss,
- Handwaschbecken mit Warmwasser (dezentrale Aufbereitung),
- Abgasabsaugung,
- Dimensionierung für Temperierung auf 150C
2.5.2 Nebenräume
Anforderungen/Ausstattungen:
Die Nebenräume sollen aus Raumspargründen auf zwei Ebenen eingerichtet werden:
- Lager für Öle und Fette,
- Lager für Verbrauchsstoffe mit besonderer Gefahrenklasse,
- Magazin für Kleinteile,
- Batterieladeraum bei Bedarf,
- Kompressorraum,
- Büro mit Bildschirmarbeitsplatz unmittelbar neben der Werkstatt,
Lager für Halbzeuge und Kfz-Verschleißteile
-8-

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2.6 Stände für Kleinfahrzeuge
Dieser Funktionsbereich dient der Unterstellung kleinerer Fahrzeuge und dazugehörige Ge¬
räte (z. B. kleine Mehrzweckgeräteträger, Kleinlastkraftwagen, Warnleitanhänger). Es ist zu
prüfen, ob geschlossene oder offene Unterstände erforderlich sind.
Regelmaße:
- Achsmaß 4,00 m
- lichte Raumhöhe^ 4,00 m
- lichte Raumtiefe 10,00 m
- lichte Durchfahrtshöhe 4,00 m
1} Die tatsächliche Raumhöhe setzt sich aus der lichten Raumhöhe und den erforderlichen
Einbauten (z. B. Torführung, Beleuchtung etc.) zusammen.
Zur Optimierung der Arbeitsabläufe ist die Durchfahrmöglichkeit zur Vermeidung zusätzlicher
Rangiervorgänge zu prüfen.
2.7 Lagerbereich
Dieser Funktionsbereich dient der Lagerung von Auf- und Anbaumaschinen, Verkehrszei¬
chen und witterungsempfindlichen Baustoffen. Hierzu sind Regalsysteme zur ordentlichen
Lagerung mit schnellem Zugriff vorzusehen.
Für einen Montageraum ist eine Achse vorzusehen.
Regelmaße:
- Achsmaß 4,00 m
- lichte Raumhöhe1' 4,20 m
- lichte Raumtiefe 10,00 m
- lichte Durchfahrtshöhe 4,20 m
1) Die tatsächliche Raumhöhe setzt sich aus der lichten Raumhöhe und den erforderlichen
Einbauten (z. B. Torführung, Beleuchtung etc.) zusammen.
Achsstände;
Die Anzahl der notwendigen Lagerachsen ist im Raumbedarfsprogramm entsprechend
nachzuweisen.
Anforderungen/Ausstattungshinweise:
Kombinationen von geschlossener und offener Lagerhalle sind möglich.
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2.8 Streustofflagerung
Für die Lagerung von Streustoffen kommen Streustoffhallen, Streustoffsilos oder die Kombi¬
nation Halle/Silo zur Verwendung.
Anforderungen/Ausstattungshinweise:
- die Halle ist in der Regel in Holzbauweise zu errichten,
die Toreinfahrt sollte an der Stirnseite der Halle, der Hauptwindrichtung abgekehrt,
angeordnet werden; eine Schlupftür ist vorzusehen,
- bei Schüttung in der Halle muss die lichte Raumhöhe in Firstlinie mindestens 9,00 m
- in der Halle dürfen keine Stützen und an den Längswänden keine in den Hallenraum
hineinragenden Pfeilervorlagen vorhanden sein,
- der Hallenboden ist mit einer wasserdichten Decke (z. B. Gussasphalt) zu versehen
und mit Gefälle zum Tor hin auszuführen; vor dem Tor ist das Tropfwasser auf einer
geeigneten Fläche zu sammeln und umweltverträglich abzuführen,
- für die Feuchtsalztechnologie/Soleausbringung sind in der Regel Sole-Mixstationen
oder Soleerzeuger aufzustellen. Die Größe der Vorratsbehälter (doppelwandig) ist
dem Bedarf anzupassen.
Alle Anlagenteile sind prozessoptimiert anzuordnen. Zur Sicherung der technischen Anlagen
ist ggf. ein Anfahrschutz zu berücksichtigen.
Beispielhaft beträgt die Grundfläche einer Streustoffiagerhaffe mit ca. 1000 f Fassungsver¬
mögen 300 m2.
3 Sonstige Anlagen
3.1 Betriebshof
Die Größe des Betriebshofes ergibt sich unter Berücksichtigung der Ziffer 1.4 aus der jewei¬
ligen Gebäudeanordnung und den erforderlichen Fahrflächen.
Die Fahrzeugbewegungen erfordern vor der jeweiligen Halle einen Fahrbereich von mindes¬
tens 18,00 m Tiefe.
Eine Hofbeleuchtung ist vorzusehen.
Bei großen Betriebshofflächen kann eine begrünte Mittelinsei vorgesehen werden.
Die Versickerung des Oberflächenwassers oder Zuführung zum offenen Löschwasserbereich
ist anzustreben.
betragen,
Schütthöhe an den Wänden
lichte Raumhöhe, durchgängig
min. 3,50 m
min. 5,70 m
min. 5,50 m
min. 5,50 m
lichte Durchfahrtshöhe Tor
lichte Durchfahrtsbreite Tor
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3.2 Betriebstankanlage
Eine Betriebstankanlage ist bei einer AM generell vorzusehen.
Bei einer SM sollte eine eigene Betrrebstankanlage entfallen, wenn in vertretbarer Entfer¬
nung zur Meistere! eine Tankstelle mit 24-Stundenservice vorhanden ist, die über ausrei¬
chend dimensionierte Fahrflächen für einen LKW mit Aufsatzstreuer und Schneepflug ver¬
fügt.
Fassungsvermögen des Tankbehälters bei einer;
AM 30.000 I Dieselkraftstoff zuzüglich Ad-Blue-Einrichtung
SM 20.000 I Dieselkraftstoff zuzüglich Ad-Blue-Einrichtung
Anforderungen/Ausstattungshinweise:
- durch die Tankanlage dürfen Fahrbewegungen im Betriebshof nicht behindert wer¬
den,
- das Rechtsbetanken einfahrender Fahrzeuge ist zu berücksichtigen,
- eine Fernbefüllung der Tankbehälter ist anzustreben.
3.3 Lagerplätze
Für die Lagerung von Baustoffen und wieder verwertbaren Stoffen ist ein Lagerplatz ent¬
sprechend den örtlichen Verhältnissen anzulegen. Baustoffe sind in offenen oder je nach
Erfordernis in geschlossenen Boxen zu lagern. Bei der Lagerung und Aufbewahrung von
Gefahrstoffen sind die Auflagen der Gefahrstoffverordnung zu beachten. Für die Zwischen¬
lagerung von Müll, Schrott und Reifen sind Containerstandorte einzurichten.
Soweit ein Kehrgutlager erforderlich ist, ist eine gesonderte Auffangrinne und Abscheider
zum Auffangen ggf. kontaminierter Stoffe vorzusehen.
Der Lagerbereich sollte mit einem Wasseranschluss sowie einer ausreichenden Beleuchtung
ausgestattet werden.
3.4 Sicherheitseinrichtungen
Das Betriebsgelände der Meistere! ist einzufrieden.
Das Einfahrttor ist mit elektrischem Antrieb zu versehen. Die Toranlage wird von innen über
eine Schleife und von außen mit Handsendern bedient. Die Bedienung muss in jedem Fall
vom Büro aus möglich sein.
Bei Bedarf ist eine Videoüberwachung zu installieren.
Für Fußgänger und Radfahrer ist ein gesonderter Zugang mit abschließbarem Tor zu schaf¬
fen.
Die Anlage ist mit einer Wechselsprech- und Generalschiießaniage zu versehen.
Vor dem Wertschutzraum (siehe 2.2.1) ist eine Alarmsicherung mit Aufschaltung an geeigne¬
ter Stelle {Verkehrsrechnerzentrale o. ä.) einzubauen. '
Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen (z. B. Einbau von Bewegungsmeldern, Überwachungs¬
kameras, Einsatz von Sicherheitsdiensten) können in begründeten Fällen installiert werden.
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3.5 Parkp/ätze
Für Besucher sind maximal drei Parkplätze außerhalb der Einfriedung vorzusehen.
Parkplätze für die Bediensteten sind einzurichten.
Ggf. erforderliche Fahrradständer sind zu überdachen.
3.6 Löschwasserversorgung
Zur Notfallversorgung kann eine Löschwasserzisterne oder ein gleichwertiges Löschwasser¬
system mit einem Volumen von 200 m3 erstellt werden.
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