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Bundesministerium
für Verkehr und
digitale Infrastruktur
6^-39-rV.^/Ißi-lo/fj
SMWÄ-28.02.14-0040
Bundesmiwsteiium iür VerKehf und digitale infrastruktur • Postfach 20 01 00,53170 Bonn
Oberste Straßenbaubehörden
der Länder
A
-I
nachrichtlich:
Bundesanstalt für Straßenwesen
Brüderstraße 53
51427 Bergisch Gladbach
Bundesrechnungshof
Außenstelle Potsdam
Dortustraße 30/34
14467 Potsdam
Prof, Dr.-ing. Dr.-irtg. E.h. Josef Kunz
Leiter der Abteilung Straßenbau
HAUSANSCHRIFT
Robert-Schuman-Platz 1
53175 Bonn
POSTANSCHRIFT
Postfach 20 01 00
53170 Bonn
TEL +49 (0)228 99-300-5000 '
FAX +49 (0)228 99-300-5099
al-stb@bmvi.bund.de
www.bmvi.de
Betreff: Allgemeines Rundschreiben Straßenbau Nr. 21/20X3
Sachgebiet 10.5 Straßenbetriebsdienst - Fahrzeuge und
Geräte
Bezug: ARS-Nr. 21/2013 „MaßnaWenkatalog M 7 Teil: Management
der Fahrzeug- und Geräteausstattung für den Straßenbetriebsdienst
Aktenzeichen: StB 11/7243.7/10-00/2089092
Datum: Bonn, 21.02.2014
Seite 1 von 1
Aufgrund eines Kanzleifehlers wird das o. g. Allgemeine Rundschrei¬
ben Straßenbau (ARS) Nr. 21/2013 vom.08.01.2014 in ARS
Nr. 27/2013 umbenannt. Die Berichtigung wurde bereits im Verkehrs¬
blatt 3/2014 vom 15.02.2014 veröffentlicht.
Im Auftrag
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Josef Kunz
Beglaubigt:
Angestellte
ZUSTELL- UND LIEFERANSCHRiFT: Heinrich-von-Siephan-Straße
VERKEHRSANBINDUNG: Bus: 631,637,638, Bahn: 66, Haltestelle: Robert-Schuman-Platz
TT
Zertifikat seit joog
audit batufundtämllie

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Bundesministerium
für Verkehr und
digitale Infrastruktur
Bundesministerium fürVerkefirund digitale Infrastruktur • Postfach 20 01 00,53170 Bonn
Prof, Dr.-Ing. Dr.-lng. E.h. Josef Kunz
Leiter der Abteilung Straßenbau
Oberste Straßenbaubehörden
der Länder'
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Robert-Schuman-Piatz 1
53175 Bonn
Q+-53>sit. 11/3/31+ -am/isde
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Allgemeines Rundschreiben Straßenbau Nr. 21/2013
Sachgebiet 10.5 Straßenbetriebsdienst - Fahrzeuge und Geräte
(Dieses ARS wird im Verkehrsblatt veröffentlicht)
Bezug: ARS-Nr. 30/2003 „Maßnahmenkatalog Straßenbetriebsdienst
(MK 8) - Ermittlung des Fahrzeug- und Gerätebedarfs für Autobahn-
und Straßenmeistereien (Ausgabe 2003)"
Aktenzeichen: StB 11/7243.7/10-00/2089092
Datum: Bonn, 08.01.2014
Seite 1 von 2
Die Länderfachgruppe Straßenbau hat unter meiner Mitwirkung den
„Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des
Straßenbetriebsdienstes" für die Fahrzeug- und Geräteausstattung
überarbeitet und den Teil M 7: „Management der Fährzeug- und- Gerä¬
teausstattung für den Straßenbetriebsdienst" erstellt-. •
Tch bitte hiermit den Maßnahmenkatalog M 7 für die Bundesfernstra¬
ßen einzuführen und diesen bei der Beschaffung von Fahrzeugen und
Geräten für Autobahn- und Straßenmeistereien anzuwenden. Im Inte-
ZUSTELL- UND LIEFERANSCHRIFT: Heinrich-von-Siephan-Straße
VERKEHRSANBINDUNG: Bis: 631,637,638, Bahn: 66, Haltestelle: Robert-Schuman-Plalz
TT
Zertifikat seit 2009
audit berufundfamilie

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Bundesministerium
für Verkehr und
digitale Infrastruktur
Seite 2 von 2
resse einer einheitlichen Handhabung empfehle ich, den Maßnahmen¬
katalog M 7 auch für die in Ihrem Zuständigkeitsbereich liegenden
Straßenmeistereien anzuwenden.
Das Allgemeine Rundschreiben Straßenbau 30/2003 zur Einführung
des Maßnahmenkatalogs MK 8 „Ermittlung des Fahrzeug- und Gerä¬
tebedarfs für Autobahn- und Straßenmeistereien (Ausgabe 2003)" ist'
überholt und wird hiermit aufgehoben.
Von Ihrem Einfährungserlass bitte ich mir eine Kopie bis zum
01.04.2014 zu übersenden.
Im Auftrag
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. JosefKunz
AEA\ Beglaubigt:
Ängeste-Ilte
Anlage: Maßnahmenkatalog M 7 Teil: Management der Fahrzeug-
und Geräteausstattung für den Straßenbetriebsdienst

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Adhoc Fachgruppe Betriebsdienst - Arbeitskreis BEKOFK
SMWA-Anlage
Maßnahmenkatalog
Teil
Management der Fahrzeug- und Geräteaus
stattung für den Straßenbetriebsdienst
- Aktualisierung 24. Mai 2013 -
Bearbeitung unter
Federführung:
Mitwirkung:
Landesbetrieb Straßenbau NRW
Bundesminister für Verkehr Bau und Stadtentwicklung
Bayerisches Staatsministerium des. Inneren
Oberste Baubehörde -
Hessisches Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen
Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und
Verkehr
Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz
Landesbetrieb für Straßenbau Saarland
Juni 2013

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Maßnahmenkatalog Straßenbetriebsdienst M 7
Management der Fahrzeuge- und Geräteausstattung
für den Straßenbetriebsdienst
Aktualisierung 24.05.2013
INHALT
2
1
Budgetierung
EINLEITUNG
der investiven Fuhrparkmittel
3
4
2.1
2.2
Budgetberechnung
pro Meisterei/Organisationseinheit
allgemein
4
2.3 Risiken ^ 5
2.4 Investitionsmanagement 5
2.4.1
2.4.2 Wirtschaftlichkeitsberechnungen
Wertgrenzen
6
3
3.1
Optimierung
Gesamtprozess
der Bedarfsplanung und Beschaffung
8
3.1.1 Bedarfsplanung 8
3.1.2
3.1.3
Budgetabstimmung
Beschaffung
/ Vorbereitung der Ausschreibungen
9
; 8
3.2 Leistungsbeschreibung 9
3.3 Ausschreibung und Veröffentlichung 9
4 Wirtschaftlichkeitskennzahlen und Berichtswesen 10
4.1 Ausgewählte Wirtschaftlichkeitskennzahlen 10
4.1.1 Bestandskennzahlen 10
4.1.2 Kostenkennzahlen 10
4.1.3 Auslastungskennzahlen 11
4.2
4.3
Weiterentwicklung
Berichtswesen
des Kennzahlensystems
12
¦. ; 12
5 Einsatzsteuerung und Datenerfassung beim Fuhrpark
17
5.1 Allgemeine Anforderungen im Betriebsdienst 17
5.2 Anforderungen an die Einsatzdatenerfassung 18
6
6.1
Organisation
Private
des
Werkstätten
Fuhrparkservice
20
6.1.1 Fahrzeuge 20
6.1.2 Geräte 20
6.2 Werkstätten des Straßenbetriebsdienstes 20
6.2.1 Organisation des Werkstattwesens 20
6.2.2 Werkstätten der Meistereien 21
6.2.3 Zentralwerkstätten 21
6.2.4 Werkstattpersonal 22
6.3 Werkstattwesen 22
7 Anhang....
23
7.1
7.2 Berechnungsbeispiel
Beispiel Investitionsantrag
Kostenvergleichsrechnung
23
24
7.3 Ausstattungsbeispiel Meistereien 25
7.4 Kennzahlen zur Analyse der Wirtschaftlichkeit 26
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Maßnahmenkatalog Straßenbetriebsdienst M 7
Management der Fahrzeuge- und Geräteausstattung
für den Straßenbetriebsdienst
Aktualisierung 24.05.2013
1 EINLEITUNG
Mit dem vorliegenden Maßnahmenkatalog M 7 werden der Aufbau und die Organisation (Manage¬
ments) einer effizienten und leistungsstarken der Fahrzeug- und Geräteausstattung für den Betriebs¬
dienst der Bundesfem-, Landes- und Kreisstraßen beschrieben.
Im Rahmen der Umsetzung' der Konzeption sollen im Wesentlichen folgende Zielsetzungen erreicht
werden:
• Einheitliche und transparente Budgetierung der investiven Mittel
• Optimierung der Bedarfsplanung und Beschaffung
• Fahrzeugbezogener Datenkatalog und Wirtschaftlichkeitsberechnung
• Optimierung des internen Fuhrpark-Service (Werkstattbereich)
Der Fuhrpark des Straßenbetriebsdienstes kann:
• dezentral,
• zentral oder
• in einer Mischform
organisatorisch zugeordnet sein: Bei der Entscheidung sind z. B. folgende Aspekte zu berücksichti¬
gen:
Das typische Merkmal einer rein dezentralen Organisation auf Ebene einer Meistere! ist die unmit¬
telbare Koppelung von Leistungserbringung und dafür eingesetztem Fuhrpark sowie die umfassen¬
de Budgetverantwortung. Damit einhergeht eine höhere Identifikation der Bedienet mit dem Fuhr¬
park. Auch lassen sich freie Personalkapazitäten des dezentralen Fuhrparkservices einfacher im
Betriebsdienst nutzen. Der meistereiübergreifende Einsatz von Spezialfahrzeugen ist bei dezentraler
Organisation erschwert.
Eine rein zentrale Organisation, in der Fuhrparkkapazitäten nur tage-, wochen- oder monatsweise
bereitgestellt werden, lässt eine bessere Auslastung der Fahrzeuge und Geräte, besonders der Spezi¬
alfahrzeuge und -geräte erwarten. Vorhaltekosten für Spezialfahrzeuge und -geräte belasten die
Meistereien nur anteilig. Die Zentralisierung des Fuhrparks fördert auch seine Standardisierung,
was eine Kostendämpfung in der Fahrzeugbeschaffung erwarten lässt.
Sofern dem Zentralen Fuhrpark auch das Personal des Fuhrparkservices zugeordnet ist, ist ein Ein¬
satz dieses Personals im Betriebsdienst einer Meisterei erheblich erschwert. Auch können sich Prob¬
leme bei der kurzfristigen Verfügbarkeit von Fahrzeugen oder Geräten ergeben.
Mischformen verbinden idealer weise die Vorzüge beider Reinformen. Die Fuhrpark-Mischform
muss in der Organisationsstruktur und der KLR eindeutig definiert sein.
Für einen effizienten und leistungsstarken Betriebsdienst ist es unerlässlich sich der im Folgenden •
beschriebenen Themenkomplexe der Budgetierung, Prozessoptimierung der Bedarfsplanung und
der Beschaffung, der Wirtschaftlichkeitskennzahlen und des Berichtswesens, sowie der Organisati¬
on des Fuhrpark-Services anzunehmen.
Die Länder sollen im Rahmen der Auftragsverwaltung die Ziele des Maßnahmenkataloges Fuhr¬
parkmanagement im Straßenbetriebsdienst verfolgen. Hierbei ist zu beachten, dass die Straßenbau¬
verwaltungen der Länder sehr unterschiedlich organisiert sind. Insoweit kann die Konzeption län¬
derspezifisch angepasst werden.
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Maßnahmenkatalog Straßenbetriebsdienst M 7
Management der Fahrzeuge- und Geräteausstattung
für den Straßenbetriebsdienst
Aktualisierung 24.05.2013
2 BUDGETIERUNG DER INVESTIVEN FUHRPARKMITTEL
Die Zuteilung der investiven Fuhrparkmittel (> 5.000,- Euro)1, bezogen auf eine Meiste-
rei/Organisationseinheit, erfolgt bei den Länderverwaltungen i. d. R. in Abhängigkeit von zwei •
Faktoren: einerseits werden vorrangig die technischen und bedingt die wirtschaftlichen Gesicht¬
punkte pro Fahrzeug und Gerät bewertet, um eine Neu- oder Ersatzbeschaffung festzulegen. Ande¬
rerseits wird als Maßstab für die Ausstattung einer Meisterei/Organisationseinheit eine Ausstat¬
tungsvorgabe benutzt, um Obergrenzen des Bestandes zu bestimmen bzw. einen bestehenden Über¬
hang abzubauen. Die Genehmigung der Mittel erfolgt in der Regel bezogen auf eine einzelne Er¬
satzbeschaffung und teilweise ungeachtet der gewünschten Ausstattungsvarianten. D. h. die erfor¬
derliche Gesamtzuteüung der investiven Mittel pro Meisterei/Organisationseinheit berechnet sich
aus der Summe der Einzelgenehmigungen.
2.1 Budgetberechnung allgemein
Die Haushaltsmittel für die Neu- und Ersatzbeschaffungen ab 5.000,- Euro werden jeweils in sepa¬
raten Titeln geführt: Buncl: „Erwerb von KFZ" und „Erwerb von Geräten".
Nach dem gültigen Haushaltsrecht (HO der Länder und BHO) ist zu beachten, dass die investiven
Mittel nicht für konsumtive Zwecke verausgabt werden dürfen. Die vier angeführten Bundestitel
sind aber wechselseitig deckungsfähig. Zudem sind die Titel mit einer Reihe anderer Titel gegensei¬
tig deckungsfähig.
Entsprechend der letztlich für den Erwerb von Fahrzeugen und Geräten verfügbaren Haushaltsmittel
liegt das Gesamtbudget für die Bundesinvestitionen der Meistereien/Organisationseinheiten fest.
Demgegenüber werden die Aufwendungen (konsumtiv wie investiv) für die mischfinanzierten
Meistereien/Organisationseinheiten nach dem jährlich ermittelten Lohnstundenschlüssel zwischen
Bundes- und Landesmitteln aufgeteilt ("Gemeinschaftsaufwand").
2.2 Budgetberechnung pro Meisterei/Organisationseinheit
Die Berechnung der konsumtiven Budgets der Meistereien (UI - Mittel) wird in der Regel auf der
Grundlage betrieblicher Parameter (Netzlänge, bewerteter Anlagebestand, Arbeitsplanung usw.)-
durchgeführt. Demgegenüber werden die Investitionsbudgets für Fahrzeuge und Geräte meistens
auf der Grundlage technischer und wirtschaftlicher Bewertungen des vorhandenen Fahrzeug und
Gerätebestandes aufgestellt. Eine gemeinsame Berechnungsgrundlage ist im Allgemeinen nicht
gegeben.
Alternativ zu dem bisher in den meisten Ländern praktizierten Prinzip der Zuweisung der investiven
Mittel, sollte eine einheitliche Berechnungsgrundlage für die Budgets der konsumtiven und der
investiven Mittel angestrebt werden:
• Das berechnete Jahresbudget (investiv und konsumtiv) sollte der Meiste¬
rei/Organisationseinheit als Gesamtbudget zur Verfügung gestellt werden.
• Der jährliche Finanzbedarf für die (Ersatz)-beschaffung von Fahrzeugen und Geräten wird
unter Berücksichtigung ihrer Nutzungsdauer aus dem Ausstattungsbedarf für Fahrzeug- und
Geräte der Meisterei/Organisationseinheit abgeleitet. Der Ausstattungsbedarf für Fahrzeug-
und Geräte sollte auf der Grundlage der Jahresarbeitsplanung und der Festlegung von Ei¬
gen- und Fremdleistungen der Meisterei/Organisationseinheit iterativ ermittelt werden, um
Auslastungsgrade zu optimieren. Die Jahresarbeitsplanung ist hierbei auf der Grundlage des
Anlagebestandes der Sträßen(RiAnBu)2 und der Leistungsbeschreibungen gemäß dem Leis¬
1 Beschaffungen kleiner 5000 € sind in den konsumtiven Mitteln enthalten
2 Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Abteilung Straßenbau, Straßenverkehr: Richtlinie zur Erhe¬
bung des Anlagebestandes der Bundesfernstraßen, Juni 2011
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Maßnahmenkatalog Straßenbetriebsdienst M 7
Management der Fahrzeuge- und Geräteausstattung
für den Straßenbetriebsdienst
Aktualisierung 24.05.2013
tungsheft für den Straßenbetriebsdienst3 aufzustellen (siehe auch Maßnahmenkatalog MK
l4). Beispiele zum Ausstattungsbedarf einer Autobahn-und Straßenmeisterei sind im An¬
hang 7.4 aufgeführt.
2.3 Risiken
Maßgebliche Änderungen der aufgezeigten Bedarfsplanung können durch besondere Vorkommnis¬
se wie Unfälle und sonstige Schäden auftreten, außerdem können witterungsbedingt Verschiebun¬
gen ggf. notwendig werden. Da davon auszugehen ist, dass die jeweiligen Einzelbudgets der Meis-
terei/Organisationseinheiten eher knapp bemessen sein werden, kann das Risiko für diese besonde¬
ren Vorfälle nicht den jeweiligen Stellen bzw. deren Budget angelastet werden.
Abhängig von dem derzeitigen durchschnittlichen Bedarf für Unfälle usw. sollte auch in Zukunft
eine Budgetreserve in dieser Höhe an zentraler Stelle, um entsprechende „Notbeschaffungen" abde¬
cken zu können, zurückgestellt werden.
Sofern diese Reserven nicht ausgeschöpft werden, müssen diese unterjährig aufgelöst werden.
Um die Prinzipien der Bewirtschaftung der Landes- und Bundesmittel konform zu halten, kann ggf.
mit dem Land eine analoge Regelung für die Verwendung der Einnahmen der Unfallschäden ver¬
einbart werden, wie dies für die Bundesmittel bereits praktiziert wird.
2.4 Investitionsmanagement
In der Regel führen die Länderverwaltungen im Rahmen der Beschaffung von Fahrzeugen und Ge¬
räten für den Straßenbetriebsdienst Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen durch. Zur Objelctivierung von
Investitionsentscheidungen sind allerdings zusätzliche Wirtschaftlichkeitsberechnungen hilfreich.
Auch werden die Folgekosten sowie die weitere Entwicklung der Investitionen nach erfolgter An¬
schaffung oftmals nicht kontinuierlich analysiert.
Mit einem Investitionsmanagement wird die Zielsetzung verfolgt, ein einheitliches Verfahren für
die Beantragung von Investitionen und der damit verbundenen Standardisierung und Institutionali¬
sierung des Investitionsantrags einzuführen. Dabei stehen Optimierung, Vereinfachung sowie Ob¬
jektivierung der bisherigen Planungs- und Beschaffungsprozesse im Vordergrund. Hierbei sind die
Investitionsentscheidungen durch Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu unterstützen, wobei alternati¬
ve Finanzierungsmöglichkeiten mit einzubeziehen sind.
Neben dieser gesamtbetriebswirtschaftlichen Sicht müssen auch die Regelungen für den Einzelfall
einer Investition betrachtet werden. Da ein großer Teil der Beschaffungen zur Grundausstattung der
Meisterei/Organisationseinheit zur Aufrechterhaltung des Betriebsdienstes gehört, handelt es sich
bei dem überwiegenden Teil der Bedarfsmeldungen um sich wiederholende Tatbestände. Anderer¬
seits ist zu berücksichtigen, dass die Möglichkeiten, die KFZ und Geräte zu leasen oder anzumieten,
nur eingeschränkt möglich oder sogar unwirtschaftlich sind. Häufig sind die folgenden Sachverhalte
gegeben:
• Es liegen keine Angebote für Anmietung oder Leasing vor
• Nach der vorhandenen Infrastruktur ist eine Anmietungen nicht praktikabel. .
• Nach dem benötigten Ausrüstungsstandard ist eine Anmietung / Leasing nicht möglich.
• Für nichtplanbare Leistungen, die sehr kurzfristig erbracht werden müssen, sind die '
Zugriffszeiten nicht vertretbar.
3 Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Abteilung Straßenbau, Straßenverkehr; Leistungsheft für
den Straßenbetriebsdienst auf Bundesfernstraßen, Version 1.1
4 Bundesministerium für Verkehr, Bau und StadtentwicMung, Abteilung Straßenbau, Straßenverkehr; Maßnahmenkatalog
zur „Umsetzung der Steuerung des Straßenbetriebsdienstes in den Ländern - Steuerungskonzeption -" (MK 1), Septem¬
ber 2006
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Maßnahmenkatalog Straßenbetriebsdienst M 7
Management der Fahrzeuge- und Geräteausstattung
für den Straßenbetriebsdienst
Aktualisierung 24.05.2013
Nach dem in dieser Konzeption vorgeschlagenen Verfahren zur Budgetberechnung muss die Meis-
terei/Organisationseinheit eine umfassende Wirtschaftlichkeitsrechnung durchführen, damit einer¬
seits anhand des Anlagenbestandes, der Jahresarbeitsplanung und des dafür notwendigen Fahrzeug-
und Geräteeinsatzes die Budgetbemessung berechnet werden kann. Andererseits müssen auf der
Basis der festen Budgets und der Planung über mehrere Jahre einschließlich der Möglichkeiten von
Rückstellungen und Budgetüberziehungen bzw. der Alternativen von Anmietungen oder Ausleihe
die optimalen Investitionsentscheidungen getroffen werden. Damit kommen den Leitungen der
Meisterei/Organisationseinheit neue Aufgaben in Bezug auf die Wirtschaftlichkeitsberechnung und
Prüfung einer effizienten Betriebssteuerung zu.
2.3.1 Wertgrenzen
Ein bewegliches Anschaffungsgut gilt nach Haushaltsrecht als Investition, wenn es einen Wert von
5000 € überschreitet. Fahrzeuge gelten in jedem Fall als Investitionen. Die betrieblichen Investitio¬
nen werden im Planungsprozess im engeren Sinne nach Wertegrenzen unterschieden. Danach wird
entschieden, ob die Erstellung einer Wirtschaftlichkeitsberechnung erforderlich ist oder nicht.
Es wird empfohlen, die allgemeine Wertgrenze für die Erstellung von Wirtschaftlichkeitsberech¬
nungen auf einen Betrag ab 5.000 € festzulegen (Abb. 1). Die Fahrzeuge und Geräte mit Anschaf¬
fungskosten von mehr als 50.000 € stellen anteilsmäßig lediglich. 20 % des Fuhr- und Geräteparks
dar, wobei ihr Anlagewert mehr als 80 % des gesamten Anlagevermögens umfasst.
Wertgrenzen für Wirtschaftlichkeitsberechnungen
Empfehlungen
Investitionen > 50.000 €
z. B. Kehrmaschine
Zusammenhängende Investitionen, deren Anschaf¬
fungssumme > 50.000 € übersteigt
z.B. LKW mit Kran
Abb. 1 Empfehlung für Wertgrenzen
2.3.2 Wirtschaftlichkeitsberechnungen
Investitionen werden in die zwei Kategorien „Ersatzbeschaffungen" und „Neubeschaffungen" un¬
terteilt. Bei erforderlichen Ersatzbeschaffungen sind die Anlagegüter größtenteils abgeschrieben
und werden teilweise auch über die Abschreibungsdauer hinaus genutzt. Sofern ein Anlagegut „re¬
paraturanfällig" geworden ist, kann es ebenfalls durch eine Ersatzbeschaffung ersetzt werden, damit
weitere Reparaturkosten vermieden werden. Bei Neubeschaffungen handelt es sich folglich um
Investitionen, die keine Ersatzbeschaffung darstellen.
Für Investitiönsentscheidungen sollten Wirtschaftlichkeitsberechnungen auf der Grundlage einer
Kostenvergleichsrechnung in Verbindung mit einer Nutzwertanalyse durchgeführt werden.
Kostenvergleichsrechnung
Mit Hilfe der Kostenvergleichsrechnung können verschiedene Investitionsaltemativen miteinander
verglichen werden. Für den Vergleich von zwei bzw. drei Investitionsaltemativen können die
durchschnittlichen Gesamtkosten einer Periode (i. d. R. ein Jahr, möglich ist auch der Ansatz des
gesamten Nutzungszeitraums) herangezogen werden. Bei der Kostenvergleichsrechnung sind zwei
Investitionsaltemativen - z. B. zwei vorliegende Angebote - gegenüberzustellen. Hier sind sowohl
die Kosten der Anschaffung als auch die Folgekosten, die durch die Investition entstehen, an¬
zugeben. Des Weiteren können durch die Investition entstehende Einsparungen benannt werden.
Die zu berücksichtigenden Gesamtkosten setzten sich aus den Betriebskosten und den Kapitalkosten
zusammen. Zu den Betriebskosten zählen z. B. Instandhaltung, Wartungs- und Reparaturkosten. Die
Kapitalkosten beinhalten kalkulatorische Abschreibungen und kalkulatorische Zinsen. Die Kosten-
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Management der Fahrzeuge- und Geräteausstattung
für den Straßenbetriebsdienst
Aktualisierung 24.05.2013
3 OPTIMIERUNG DER BEDÄRFSPLÄNUNG UND BESCHAFFUNG
Die Erfahrungen der Länderverwaltungen zeigen, dass der Gesamtprozess von der Bedarfsplammg
über die Beschaffung bis hin zur Lieferung und Zahlung der Fahrzeuge und Geräte für den Be¬
triebsdienst bis zu 12 Monate und mehr in Anspruch nehmen kann. Diese Dauer resultiert im We¬
sentlichen aus:
• dem bestehenden Vergaberecht und
• den notwendigen Produktionszeiten der Hersteller, die sich aus der jeweils herrschenden
wirtschaftlichen Gesamtsituation ergeben.
Dieses führt regelmäßig zu Konflikten mit der Jährlichkeit des Haushaltes. Darüber hinaus sind in
den Straßenbauverwaltungen i. d. R. an der Beschaffung viele Mitarbeiter aus verschiedenen Berei¬
chen beteiligt, was teilweise zu redundanten Arbeiten führt. Grundsätzlich ist es für eine effiziente
und wirtschaftliche Betriebsführung der Meisterei/Organisationseinheit nicht tragbar, nach der Be¬
darfsanmeldung für Ersatzbeschaffungen teilweise mehr als ein Jahr warten zu müssen, bis die Er¬
satzfahrzeuge / -geräte einsetzbar sind. Nachfolgend wird der Planungs- und Beschaffungsprozess
beschrieben. Dabei werden Möglichkeiten aufgezeigt-, wo Optimierungspotenziale im Gesamtpro¬
zess bestehen, damit die Bewirtschaftung der Investitionsmittel innerhalb eines Haushaltsjahres
erfolgen kann.
3.1 Gesamtprozess
Der Gesamtprozess der Beschaffung kann in nachfolgende Teilschritte gegliedert werden:
• Bedarfsplanung („bottom - up")'
• Budgetabstimmung / Vorbereitung der Ausschreibungen
• Beschaffung („top - down")
3.3.1 Bedarfsplanung
Die Bedarfsplanüng kann meistereispezifisch auf der Grundlage:
• der aktuellen Jahresarbeitsplanung,
• einer Ressourcenabschätzung für die Eigenleistungserbringung,
• der Fahrzeug- und Gerätebedarfsermittlung und
• von Wirtschaftlichkeitsberechnungen
aufgestellt werden.
Dieser Teilschritt ist möglichst frühzeitig einzuleiten, da darauf aufbauend die Budgetermittlung
und Budgetabstimmung folgt. Die Bedarfsplanung wird i. d. R. von der Meiste¬
rei/Organisationseinheit durchgeführt.
3.3.2 Budgetabstimmung / Vorbereitung der Ausschreibungen
Die Budgetabstimmung erfolgt an zentraler Stelle in Bezug auf die voraussichtlich im Folgejahr zu
erwartenden Haushaltsmittel.
Für die Planung und Abstimmung der gesamten Jahresinvestitionen sind eine Zusammenfassung der
Leistungsbeschreibung einschließlich der Mengenangaben und die gesamte Erfassung der Bedarfs¬
anmeldungen auf den Budgetkonten exforderlich. Gleichzeitig muss die Gesamtsumme mit der Mit¬
telerwartung abgeglichen werden. Sofern das Gesamtsaldo wesentlich von Null abweicht, wird eine
Korrektur erforderlich.
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Maßnahmenkatalog Straßenbetriebsdienst M 7
Management der Fahrzeuge- und Geräteausstattung
für den Straßenbetriebsdienst
Aktualisierung 24.05.2013
Vergleichsrechnung stellt nur eine grobe Durchschnittsrechnung dar und wird im Allgemeinen für
den Vergleich von Kauf, Miete und Leasing von Dienstfahrzeugen sowie Sondermaßnahmen einge¬
setzt..
Nutzwertanalyse
Im Entscheidungsprozess für die Anschaffung von Investitionen gibt es neben den monetären Krite¬
rien auch qualitative Aspekte, die nur schwer quantifizierbar sind (z. B. technische, soziale oder
rechtliche Kriterien wie Änderung gesetzlicher Bestimmungen). Mit dem Einsatz einer Nutzwert¬
analyse kann man diese Kriterien in die Wirtschaftlichkeitsberechnungen und damit auch in den
Entscheidungsprozess integrieren.
Zum Aufbau einer Nutzwertanalyse sind die folgenden Schritte erforderlich:
• Aufstellen des Zielsystems
• Gewichtung der Ziele und Aufstellen der Wertetabellen
• Bestimmung und Bewertung der Alternativen
• Berechnung der Nutzwerte, Beurteilung und Darstellung der Ergebnisse der Nutzwertanaly¬
se
Die Nutzwertanalyse dient als umfassende Bewertungsmethode für die Beurteilung von Investitio¬
nen, welche durch die Bemcksichtigung nicht monetärer Kriterien den Entscheidungsprozess auf
der Basis von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen ergänzt und unterstützt.
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Management der Fahrzeuge- und Geräteausstattung
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Aktualisierung 24.05.2013
Unabhängig davon können alle Vorbereitungen für die durchzuführende Ausschreibung (i. d. R.
EU-weit) durchgeführt werden. Bei langen Lieferzeiten kann ein zeitgestaffeltes Ausschreibungs-
-verfahren zweckmäßig sein (siehe Abschnitt 3.3). Dazu sind die Bedarfsanmeldungen nach Prioritä¬
ten und Lieferzeiten aufzuteilen.
3.3.3 Beschaffung
Aufgrund von Lieferzeiten ist in bestimmten Fällen ein Zeitraum von 3 bis 6 Monaten und mehr
gegeben, ohne dass dies maßgeblich von der Straßenbauverwaltung beeinflusst werden kann. Zu
prüfen sind demgegenüber die intern bedingten Zeitfaktoren: Abschluss der Verträge und Abstim¬
mung der Bedarfspositionen. Abschließend ist in diesem Zusammenhang festzuhalten, dass die
Wartung und Reparatur von. KFZ und Geräten, die zur Ausmusterung vorgesehen sind, deren Ersatz
aber nicht rechtzeitig beschafft werden kann, teilweise erhebliche Kosten verursachen.
Nach Abschluss der Verträge und der Erfassung der entsprechenden Rahmenverträge soll die weite¬
re Beschaffung - i. d. R. - von dezentraler Stelle ausgeführt werden.
Da die Meistereien/Organisationseinheiten nach der hier dargelegten Konzeption über feste Budgets
verfügen, werden die Konflikte, ob einzelne Bedarfspositionen bestellt werden können oder nicht,
reduziert und sind von der Frage des verfügbaren gesamten Budgets einer Meiste-
rei/Organisationseinheit abhängig.
3.2 Leistungsbeschreibung
Um VGL konforme Leistungsbeschreibungen zu gewährleisten wird vorgeschlagen:
• Sämtliche Leistungsbeschreibungen sind in einem einheitlichen Format zu erstellen.
• Die Qualitätssicherung der Leistungsbeschreibungen ist laufend vorzunehmen.
3.3 Ausschreibung und Veröffentlichung
Folgende Sachverhalte stehen sich zum Teil gegenüber:
• Ausschreibungen sind erst zulässig, wenn die erforderlichen Investitionsmittel verfügbar
sind (z.B. Mai), so dass bis zum Jahresende nur sechs bis sieben Monate für die Ausschrei¬
bungen bis hin zur Vergabe, Bestellung, Lieferung und Zahlung der. Gebrauchsgüter
verbleiben.
• Bei EU-weiten Ausschreibungen muss aufgrund der einzuhaltenden Fristen und der not¬
wendigen Arbeitszeit im Durchschnitt mit fünf Monaten gerechnet werden, bis ein Vertrag
rechtsgültig abgeschlossen werden kann.
• Fahrzeuge mit verschiedenen An- und Aufbauten, bei denen häufig mehrere Hersteller ein¬
bezogen sind, können häufig nur mit Fristen"von bis zu 6 Monaten und mehr geliefert wer¬
den.
• Für die Meisterei/Organisationseinheit ist es ineffizient und unwirtschaftlich, wenn KFZ
und Geräte, die im Winter benötigt werden, erst im Frühjahr, und die für die „Sommerarbei-
. ten" erst im Herbst geliefert werden. Die kurzfristige Wartung und Instandsetzung von Alt-
• geräten etc., die zur Überbrückung dieser Engpässe vorgenommen werden'müssen, bedin¬
gen zusätzliche Kosten.
Für ein zeitgestaffeltes Ausschreibungsverfahren lassen sich die Gebrauchsgüter für die Neu- und
Ersatzbeschaffungen in drei Gruppen gliedern:
• Lieferfristen > 6 Monate
• Lieferfristen 6 Wochen bis 6 Monate
• Lieferfristen < 6 Wochen
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Maßnahmenkatalog Straßenbetriebsdienst M 7
Management der Fahrzeuge- und Geräteausstattung
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4 WIRTSCHAFTLICHKEITSKENNZAHLEN UND BERICHTSWESEN
Der Grad der Wirtschaftlichkeit wird über Wirtschaftlichkeitskennzahlen ausgedrückt.
Um im Rahmen des Berichtswesens zum Geräte- und Fuhrparkmanagement Wirtschaftlichkeits¬
kennzahlen auswerten zu können, ist sicherzustellen, dass alle für die Kennzahlen benötigten
Grunddaten für die Auswertung in einem System bereitstehen. Zudem ist wichtig, dass eine ge¬
schlossene Buchungs- und Verrechnungssystematik entwickelt wird. Über diese wird sichergestellt,
dass die berechneten Kennzahlen inhaltlich belastbar sind.
Dieses Kapitel beschreibt, auf welche Weise die geeignete Datengrundlage für das Berichtswesen
bereitgestellt werden kann.
4.1 Ausgewählte Wirtschaftlichkeitskennzahlen
Folgende Kennzahlen sollten für das Fuhrparkmanagement eingeführt werden (siehe Anhang 7.5):
¦ Bestandskennzahlen,
¦ Kostenkennzahlen und
¦ Auslastungskennzahlen
4.3.1 Bestandskennzahlen
Aus dem Bereich der Bestandskennzahlen sollten die folgenden Kennzahlen für das Berichtswesen
ausgewählt werden:
¦ Altersquotient: Aktuelles Alter eines Fahrzeugs im Verhältnis zur erwarteten technischen
Nutzungsdauer
¦ Investitionsquotient: Investitionssumme imVerhältnis zur jährlichen Abschreibung
¦ Fahrzeugbestand: Anzahl Fahrzeuge nach Fahrzeuggruppen
¦ Bestandsbewertung: Anschaffungs- und Restbuchwert des Fuhrparks
Alle Bestandskennzahlen sollten je nach Informationsempfänger sowohl, auf der Ebene der Meiste-
rei/Organisationseinheit, wie auch auf der Ebene der Ämter/Niederlassungen und der Zentrale be¬
reitgestellt werden. Der Altersquotient ist ein wesentlicher Indikator für den zukünftigen Investiti¬
onsbedarf in den Fuhrpark. Er zeigt an, welcher Anteil der Regelnutzungsdauer eines Fahrzeugs
bereits abgelaufen ist. Je höher der Altersquotient, desto höher wird in den kommenden Jahren der
Investitionsbedarf für Ersatzbeschaffungen sein. Unter technischer Nutzungsdauer ist der Zeitraum
zu verstehen, in dem das Fahrzeug wirtschaftlich nutzbar ist, ungeachtet der Abschreibungsdauer.
Der Investitionsquotient bildet das Verhältnis von Investitionen und Abschreibungen und stellt da¬
mit einen Indikator für die Wertentwicklung des Fuhrparks wieder. Über ihn kann dargestellt wer¬
den, ob die bereitgestellten Investitionsmittel für den Werterhalt des Fuhrparks ausreichend sind.
Quotienten über 1 signalisieren einen realen Wertzuwachs. Quotienten unter 1 bedeuten eine reale
Reduktion des Anlage wertes des Fuhrparks.
Über die Kennzahlen zum Fahrzeugbestand (Anzahl und Wert der Fahrzeuge) kann die Ausstattung,
der einzelnen Meisterei/Organisationseinheit beurteilt werden. Ausgehend von den zu erbringenden
Leistungen aus dem Leistungsheft und dem individuellen für die Meisterei/Organisationseinheit
geltenden Mengengerüst je Leistung kann beurteilt werden, ob der Fahrzeugbestand für die Leis¬
tungserbringung ausreichend ist.
4.3.2 Kostenkennzahlen
Aus dem Bereich der Kostenkennzahlen sollten die folgenden Kennzahlen für das Berichtswesen
ausgewählt werden:
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¦ Kostenaufstellung je Fahrzeug: In einer Periode für ein Fahrzeug gebuchte primären und
sekundären Kosten (intern verrechnete Kosten).
¦ Kosten je Einsatzstunde: In einer Periode angefallene Kosten im Verhältnis zu den Brutto-
Einsatz-Stunden eines Fahrzeugs in der Periode.
¦ Kosten je gefahrenem Kilometer resp. Betriebsstunde der Geräte: In einer Periode angefal¬
lene Kosten im Verhältnis zu den gefahrenen Kilometern eines Fahrzeugs bzw. Betriebs¬
stunden eines Gerätes in der Periode.
¦ Fuhrparkkosten / Kosten der Eigenleistung (Meisterei/Organisationseinheit).
Die Kostenkennzahlen sollten je Fahrzeug und Fahrzeuggruppe ermittelt werden und auf der Ebene
der Meisterei/Organisationseinheit, der Ämter/Niederlassungen sowie der Zentrale bereitgestellt
werden.
Die regelmäßige Bereitstellung einer Kostenaufstellung soll die Kostentransparenz und Kostenbe-
wusstsein fördern. Die nach Kostenarten differenzierte Darstellung ermöglicht dabei die Identifika¬
tion von Kostentreibem. Über Kostenvergleiche zwischen einzelnen Fahrzeugen, können Ansatz¬
punkte zur Kostenreduktion / Kostenoptimierang gewonnen werden. Ersatzbedarfe können durch
die Kostennachweise wirtschaftlich begründet werden.
Die Umrechnung der Kosten auf eine Einsatzstunde eines Fahrzeugs bzw. den gefahrenen Kilome¬
tern stellt einen Bezug zwischen Kosten eines Fahrzeugs und seiner Nutzung dar. Hierbei ist die
Betrachtung der Kosten je Einsatzstunde zum einen für die Kalkulation der Tarife für die Kosten-
verrechhung, zum anderen für die Beurteilung von Angeboten zur externen Anmietung von Fahr¬
zeugen und Geräten hilfreich. Analog gilt dies für die Betriebsstunden der ausgewählten Geräte.
4.3.3 Auslastungskennzahlen
Für die Beurteilung der Auslastung eines Fahrzeugs sind die folgenden beiden Kennzahlen von
Bedeutung:
¦ Netto-Auslastung5 je Fahrzeug: Netto-Einsatz-Stunden eines Fahrzeugs im Verhältnis zur
Soll-Einsatzzeit der Fahrzeuggruppe.
¦ Brutto-Auslastung je Fahrzeug: Brutto-Einsatz-Stunden im Verhältnis zur Soll-Einsatzzeit
der Fahrzeuggruppe.
Die Soll-Einsatzzeit ist länderspezifisch zu definieren.
Die Auslastungskennzahlen sollten je Fahrzeug und Fahrzeuggruppe ermittelt werden und auf der
Ebene der Meistereien/Organisationseinheiten, der Ämter/Niederlassungen sowie der Zentrale be¬
reitgestellt werden.
Von besonderer Bedeutung ist die Brutto-Auslastung eines Fahrzeugs. Die Brutto-Auslastung eines
Fahrzeugs gibt an, zu welchem Anteil ein Fahrzeug gebunden ist und zu
welchem Anteil eine alternative Verwendung prinzipiell möglich wäre. Die Netto-Auslastung be¬
schränkt die Auslastungsbetrachtung auf den effektiven Einsatz des Fahrzeugs zur Lei¬
stungserbringung. Die Einsatzzeit ist in der Brutto-Auslastung ebenfalls enthalten.
Über den Vergleich von Netto- und Brutto-Auslastung wird der Block der „unproduktiven" Neben¬
zeiten deutlich. Dies sind Zeiten in denen ein Fahrzeug zwar gebunden ist (also nicht alternativ
eingesetzt werden kann), bei denen aber keine effektive Leistung erbracht wird. Das Verhältnis von
Netto- und Brutto-Auslastung stellt somit ein Effektivitätsmaß für den Fahrzeugeinsatz und eine
wichtige Kenngröße für die Wirtschaftlichkeit des Fuhrparks dar.
5 ggf. können die anteiligen Rüst- und Fahrzeiten abgeschätzt werden; siehe Anhang 7.4
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4.2 Weiterentwicklung des Kennzahlensystems
Bei der Weiterentwicklung des Systems können einerseits neue oder zusätzliche Kennzahlen defi¬
niert werden, oder es wird die Datengrundlage bestehender Kennzahlen verbessert und differenziert.
Eine qualitative Erweiterung der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Fuhrparks kann dadurch er¬
reicht werden, dass die zunächst stattfindende reine Datenbereitstellung in Richtung einer zielorien¬
tierten Steuerung weiterentwickelt wird. Hierbei sind vor allem zwei Aspekte von Bedeutung, die
im Rahmen der Umsetzung nochmals intensiv betrachtet werden sollten:
Zum einen ist den ermittelten Kennzahlenwert'en ein realistischer Normwert gegenüber zu stellen.
Hierüber kann dann ermittelt werden, ob die Zielereichung für einzelne Bereiche oder eventuell
sogar für den gesamten Fuhrpark gefährdet ist.
Zum anderen ist mit den Kennzahlen ein Instrumentarium zu verknüpfen, das geeignet ist, den fest¬
gelegten Normwert zu erreichen oder sogar zu überschreiten (Bsp. Ziel Vereinbarungen).
Erst mit diesem letzten Schritt ist ein vollständiges System der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für
das Geräte- und Fuhrparkmanagement geschaffen.
4.3 Berichtswesen
Hinsichtlich des Berichtswesens ist zwischen einem regelmäßigen, verbindlichen Berichtswesen
und einem individuellen „Ad-hoc" Berichtswesen zu unterscheiden.
Nachfolgend wird das regelmäßige Berichtswesen skizziert. Eine individuelle Analyse der Daten zu
beliebigen Zeitpunkten sollte zusätzlich möglich sein.
Ein unterjähriges und ein jahresbezogenes Berichtswesen ist zu etablieren. Das unterjährige Be¬
richtswesen soll operative Steuerungsinformationen bereitstellen und eine kurzfristige Reaktion auf
die Entwicklung wirtschaftlicher Größen ermöglichen. Das jahresbezogene Berichtswesen dient
hingegen der Fundierung der Investitionsentscheidungen und sollte deshalb parallel zur Anmeldung
der Investitionsbedarfe terminiert werden.
Unter jähriges Berichtswesen (z. B. monatliches Berichtswesen)
Das unteijährige Berichtswesen bezieht sich vor allem auf die Auslastungsanalyse der Fahrzeuge.
Es dient dazu in diesem Bereich eine Transparenz zu schaffen und ggf. kurzfristig auf akute Fehl¬
entwicklungen reagieren zu können. Bei Bedarf kann diese Auslastungssicht durch eine Kostenana¬
lyse ergänzt werden.
Das monatliche Berichtswesen sollte die Daten sowohl auf der Ebene der einzelnen Meiste-
rei/Organisationseinheit, sowie auch aggregiert nach Ämtern/Niederlassungen und falls erforderlich
für die Zentrale bereitgestellt werden.
Jährliches Berichtswesen
Das jährliche Berichtswesen soll einen systematischen Überblick über den gesamten Fuhrpark ge¬
ben. Dieser Überblick besteht zum einen aus einer Fahrzeuggruppen- und Meisterei-
/Organisationseinheit bezogenen Darstellung der Bestandskennzahlen und zum anderen aus einer
fahrzeuggruppenbezogen Darstellung der Kostenstruktur und Angabe der oben beschriebenen Kos¬
tenkennzahlen.
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. Nachfolgend werden die Erweiterungen für das Berichtswesen tabellarisch zusammengefasst:
Bericht
Kcmizahlen
Aggregation
Ernpl'ängcr
Monatsbericht:
Auslastungsübersicht
Bmtto-Auslastung
Netto-Auslastung
Fahrzeug / Fahrzeug-
grappe
Meisterei / Organisa¬
tionseinheit
Amt/Niederlassung
Jahresbericht:
B estandskennzahlen
Altersquotient
Investitionsquotient
Fahrzeugbestand (Anzahl
und Wert)
Fahrzeuggruppe
Meiste¬
rei/Organisationseinheit
Meisterei / Organisa¬
tionseinheit
Amt/Niederlassung
Zentrale
Jahresbericht:
Kostenübersicht
Kostenartenanalyse
Kosten pro Einsatzstunde
Kosten pro Kilometer
Fahrzeug/ Fahrzeug¬
gruppe •
Meisterei / Organisa¬
tionseinheit
Amt/Niederlassung
Zentrale
Jahresbericht:
Bestandskennzahlen
Fahrzeugbestand (Anzahl
'und Wert)
Fahrzeuggruppe/Land
Ministerien
Abbildung 4: Zusätzliche monatliche öder jährliche Berichte
Hinsichtlich des individuellen Berichtswesens ist vor allem die Kostenanalyse hervorzuheben. Hier
ist davon auszugehen, dass diese auf Ebene der Meisterei/Organisationseinheit regelmäßig (häufig
monatlich) entsprechend des individuellen Informationsbedarfs durchgeführt wird. Hierfür kann der
oben angefühlte Jahresbericht zur Darstellung der Kostensituation als technische Basis verwendet
werden.
Periodische Arbeiten in der Anlagenbuchhaltung und im Controlling müssen durchgeführt werden.
Anschließend müssen die abgerechneten Buchungsperioden gegen weitere Buchungen geschlossen
werden. Darauf basierend sind konstante Berichtstermine festzulegen, so dass Sicherheit darüber
besteht, wann welche Berichte / Daten verfügbar sind.
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5 EINSATZSTEUERUNG UND DATENERFASSUNG BEIM FUHRPARK
Der Straßenbetriehsdienst ist seit einigen Jahren einer starken Veränderung ausgesetzt. Im Rahmen
der bundesweiten Einführung des Leistungsheftes Straßenbetrieb6 und der damit verbundenen Imp¬
lementierung der ergebnisorientierten Steuerung des Betriebsdienstes7 wird auch die Einführung der
systematischen Arbeitsplanung erforderlich. Da die Meistereien/Organisationseinheiten immer im
Auftrag mehrerer Kunden (Baulastträger) arbeiten und die Gelder wirtschaftlich einsetzen müssen,
müssen die Kosten und Leistungen so exakt wie möglich erfasst und abgerechnet werden.
Die technische Ausstattung des Fuhrparks sowie die Nutzung der technischen Hilfsmittel hat mit
diesen Anforderungen nicht Schritt gehalten.
Die Einsatzdokumentation erfolgt heute vielfach noch manuell auf hierzu vorgegebenen Formblät¬
tern durch das Einsatzpersonal. Die dokumentierten Einsatzdaten müssen dann zur Weiterverarbei¬
tung in die in Anwendung befindlichen KLR - Systeme eingepflegt werden. Die manuelle Datener¬
fassung und -eingäbe über die Winter- und Betriebsdienstdurchführung erfordert dabei einen nicht
unerheblichen Zeitaufwand, der von den Mitarbeitern des Betriebsdienstes und von den jeweiligen
Verwaltungseinheiten aufzuwenden ist. Es sind somit beträchtliche Zeitanteile für diese Tätigkeiten
aufzuwenden die zusätzlich die einzelnen Kostenträger belasten.
Darüber hinaus sind eine genaue Mengenerfassung und Lokalisierung der Mengenerfassung bei
einem manuellen Aufschrieb zu aufwendig und wird daher nicht vorgenommen. Eine objektive
Bewertung, Kalkulation und eine darauf basierende Budgetplanung sowie Leistungsverrechnung
mit Dritten ist hierdurch erschwert.
5.1 Allgemeine Anforderungen im Betriebsdienst
Im Hinblick auf künftige Entwicklungen im Betriebsdienst, ist eine genauere und differenzierte
Erfassung der Leistungen erforderlich. Objektive Daten sind zur sachgerechten Kalkulation von
Betriebsdienstleistungen unabdingbar. Darüber hinaus sind die für die Auftraggeber erbrachten
Leistungen auf der Basis nachprüfbarer Daten zu verrechnen. Eine grobe Einschätzung der erbrach-
• ten Leistungen und darauf basierende Abrechnungen sind im Rahmen der immer knapper werden¬
den Finanzmittel zukünftig nicht mehr vertretbar.
Aufgrund dieser Vorgaben und Entwicklungen, die bundesweit bei den Straßenbauverwaltungen im
Winter- und Betriebsdienst gegeben sind, wurden und werden Erfassungssysteme zur automatischen
Erfassung aller relevanten Einsatzdaten und zur Übergabe in die KLR - Systeme gefordert. Entspre¬
chende Produkte werden heute bereits bei einigen Straßenbetriebsdiensten eingesetzt bzw. befinden
sich in der Erprobung. Der Schwerpunkt liegt zurzeit noch bei der Erfassung der Winterdienstleis¬
tungen.
Die Einsatzdatenerfassung im Betriebsdienst dient neben der baulast- und kostenträgerscharfen
Zuordnung von Aufwänden vor allem auch der gerichtsfesten Dokumentation, nicht nur im Winter¬
dienst sondern z.B. auch bei behaupteten Mähschäden.
Hier kann mit einer automatischen Einsatzdatenerfassung eine hohe Datenqualität bei zugleich
verringertem Erfassungsaufwand erreicht werden.
Mit den in den letzten Jahren zunehmenden Einsatz und den hiermit einhergehenden Weiterent¬
wicklungen der Produkte, stehen Erfassungs-, Weiterverarbeitung- und Auswertesysteme zur Ver¬
fügung, die den jeweiligen Anforderungen im Betriebsdienst mehr oder weniger angepasst werden
können.
6 siehe Abschnitt 2.2
7 siehe. Abschnitt 2.2
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Anzustreben ist dabei, dass die Module der automatischen Einsatzdatenerfassung auch zur verein¬
fachten Abrechnung von Unternehmerleistungen dienen. Hierdurch und durch die vereinfachte
Aufwandserfassung lässt sich eine hohe Akzeptanz der Systeme bei den Beschäftigten erreichen.
5.2 Anforderungen an die Einsatzdatenerfassung
Das vom Bund eingeführte Leistungsheft für den Straßenbetriebsdienst, erfordert im Zusammen¬
hang mit der Leistungsverrechnung eine Kostenträgerzuordnung (Straßenarten, Ortsdurchfahrten)
für erbrachte Leistungen.
Mit Schwerpunkt auf die Erfassung von Winterdienstdaten, aber auch für Mäh- und Astschneidege¬
räte, Kehrmaschinen und Leitpfostenreinigungsgeräte wurden mit der DIN EN 15430-18 bereits
Vorgaben für die Dateninhalte vorgenommen, die bei der automatischen Einsatzdatenerfassung im
Fahrzeug und bei der Schnittstellendefinition zu beachten sind. Bislang ist hier nur eine Kommuni¬
kation über (serielle) Schnittstellen nach den RS 232 Standard definiert.
fioDrtf computar
Abbüdung 5: Gesamtausstattung und Systembeispiel (aus: DIN EN 15430-1)
Bei der Einbindung von (älteren) Geräten ohne entsprechende Schnittstelle sind - aus Gründen der
Dokumentation und der Kostenträgerzuordnung - mindestens Gerät, Zeit, Ort und Betriebszustand
(an / aus) zu erfassen.
Die Datenerfassung sollte weitgehend ohne Bedienereingriffe möglich sein. Aufgrund der Einsatz¬
bedingungen empfiehlt sich, hohe Anforderungen an die Hardware zu stellen hinsichtlich Betriebs¬
temperatur, Umgebungsfeuchte und Schutzgrad (IP 62, IK 08).
Für die GPS-Positionsbestimmung ist eine hohe Genauigkeit und kurze Erfassungszeiten erforder¬
lich.
Für die Einsatzdokumentation und als Grundlage für die Kostenträgerzuordnung reicht eine Daten-
übeitragung nach Einsatzende per Datenträger oder (Mobil-)Funk grundsätzlich aus. Eine fortlau¬
fende Übermittlung der Einsatzdaten während des Einsatzes kann aber zur Unterstützung der
Einsatzleitung sinnvoll und hilfreich sein. Außerdem trägt sie zur Datensicherheit bei. Der Zugriff
auf Online-Daten sollte aber auf einen engen Personenkreis beschränkt bleiben. •
8 DIN EN 15430 - 1 Winterdienst-und Straßenbetriebsdienstausstattung- Datenerfassung und -Übertragung - Teil 1:
Datenerfassung im Fahrzeug; Deutsche Fassung EN 15430-1:2007 ?
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Ob die Datenhaltung (Datenbank) und Datenaufbereitung in einem verwaltungseigenen System
oder bei einem Dienstleister erfolgt, muss grundsätzlich geklärt werden. Dabei sind unter anderem
Datensicherhext und klare Verantwortlichkeiten bei der Systemverfügbarkeit abgewogen werden.
Unabhängig von der gewählten Lösung muss sichergestellt werden, dass das Eigentum an den Da¬
ten und die Verfügungsgewalt ausschließlich bei der Verwaltung liegen.
Die Auswerte- und Darstellungssoftware sollte neben den Geräteeinsatzdaten auch weitere Informa¬
tionen integrieren können, z.B. aus dem Strassen- und Wetterinformationssystem (SWIS) oder aus
Glättemeldeanlagen (GMA). Um baulastträgerbezogene Auswertungen zu ermöglichen, muss eine
Verknüpfung mit der Straßeninformationsbank erfolgen, z.B. als Tabellen-Datenimport. Neben
vordefinierten Standardberichten sollte ein Datenexport in Standard-Software (z.B. Excel) möglich
sein, der weitere Auswertemöglichkeiten bietet.
Für den Datentransfer zwischen Anbieterserverund Anwenderserver liegt ein Normentwurf9 vor. Er
soll künftig die KombinationsmögÜchkeit unterschiedlicher Geräte, Erfassungs- und Auswertesys¬
teme ermöglichen.
9 E DIN EN 15430 - 2 Winterdienst- und Straßenbetriebsdienstausstattung - Teil 2: Protokoll für den Datentransfer zwi¬
schen dem Informationsanbieter-Server und dem Client Anwenderserver; Deutsche Fassung prEN 15430-2:2008, März
2008'
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6 ORGANISATION DES FUHRPARKSERVICE
Für einen effizienten und leistungsstarken Betriebsdienst ist es einerseits unerlässlich, dass die be¬
schafften Fahrzeuge und Geräte nach einem Ausfall möglichst zeitnah wieder zu Verfügung stehen,
andererseits dass die nötigen Pflege-, Wartungs- und Reparaturarbeiten möglichst wirtschaftlich
erbracht werden.
Fahrzeuge und Geräte, deren Betrieb nicht mehr wirtschaftlich ist, sind rechtzeitig auszusondern
und nicht mehr zu reparieren. Dies ist insbesondere der Fall, wenn eine Ersatzteilversorgung bzw.
ein Kundendienst/Service nicht mehr gewährleistet ist, der Reparaturaufwand den Zeitwert über¬
steigt oder die Leistungs- und Ausstattungsmerkmale nicht mehr den aktuellen Anforderungen ge¬
nügen.
6.1 Private Werkstätten
6.3.1 Fahrzeuge
Für in großer Stückzahl eingesetzte Fahrzeuge steht fast ausnahmslos ein dichtes Netz von privaten
Werkstätten zur Verfügung, die im Regelfall alle erforderlichen Wartungs- und Reparaturarbeiten
zeitnah erledigen können. Leistungsfähige private Werkstätten können die zunehmend komplexen
Arbeiten fachgerecht erledigen, da das erforderliche Spezialwissen und die erforderlichen Spezial¬
geräte (z.B. Diagnosegeräte) dort vorgehalten werden. Ein derartiges Vorhalten kann eine Werkstät¬
te des Straßenbetriebsdienstes aufgrund der beschränkten Anzahl an zu betreuenden Fahrzeugen
nicht wirtschaftlich gewährleisten. Dementsprechend sollen diese Arbeiten vergeben werden.
6.3.2 Geräte
An Mähgeräten und Reinigungsgeräten können im Regelfall alle erforderlichen Wartungs- und Re¬
paraturarbeiten von privaten Werkstätten zeitnah erledigt werden.
An die Wartung und Reparatur von Winterdienstgeräten sind demgegenüber höhere Anforderungen
zu stellen:
¦ Justierung der Streugeräte zur Erzielung eines ausreichenden Streubilds und
* rasche Reparaturen während der Einsätze
Zur Minimierung der Stillstandzeiten empfiehlt es sich, die Wartung und Reparatur von Stteugerä-
ten, Schneepflügen und Schneeräummaschinen vorrangig durch eigenes fachkundiges Werkstatt¬
personal vorzunehmen.
6.2 Werkstätten des Straßenbetriebsdienstes
6.3.1 Organisation des Werkstattwesens
In Eigenleistung sollen die Leistungen erbracht werden, die auf dem freien Markt nicht in angemes¬
sener Frist und zu einem angemessenen Preis angeboten werden.
Dies betrifft in erster Linie für den Straßenbetriebsdienst speziell erforderliche Geräte, sofern kein
ausreichender Service von privater Seite angeboten wird (mögliches Beispiel: Reparatur von Pflü¬
gen und Streumaschinen, die zur Gewährleistung eines ausreichenden Winterdienstes innerhalb
weniger Stunden wieder einsatzbereit sein müssen).
Ebenso ist es in der Regel wirtschaftlich, einfache Kleinreparaturen ohne aufwendige Lagerhaltung
für Ersatzteile, deren Vergabe einen unverhältnismäßigen Verwaltungs- und Transportaufwand
bedeuten würde, in Eigenleistung zu erbringen. Hierdurch wird sichergestellt, dass bei einfachen
Kleinreparaturen die Fahrzeuge und Geräte kurzfristig wieder verfügbar sind.
Die Werkstätten des Straßenbetriebsdienstes sind zentral in Form von Zentralwerkstätte, die für
mehrere Meistereien/Organisationseinheiten zuständig sind, dezentral in Form von Werkstätten
einer Meisterei oder als Mischform organisiert.
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Welche Tätigkeiten tatsächlich von den Werkstätten des Straßenbetriebsdienstes erbracht werden,
hängt maßgeblich von der Organisationsform der Werkstätten, der Anzahl und Qualifikation der
Beschäftigten und der technischen Ausstattung der einzelnen Werkstatt ab. Während Werkstätten
der Meistereien i. d. R. aus wirtschaftlichen Gründen nur über eine Grundausstattung an Personal
und technischer Ausrüstung verfügen, kann in Zentralwerkstätten auch eine erweiterte Ausstattung
wirtschaftlich sein, sofern deren Auslastung gegeben ist.
6.3.2 Werkstätten der Meistereien
Hierbei ist für jede Meisteret auf ihrem Gehöft eine Werkstatt vorgesehen. Es kann darüber hinaus
sinnvoll sein, auf entsprechend entwickelten Stützpunkten zusätzlich eine entsprechend ausgestatte¬
te Möglichkeit für Kleinstreparaturen, die dann dort durch das Betriebsdienstpersonal im Rahmen
ihrer fachlichen Möglichkeiten durchgeführt werden können, einzurichten. Das Werkstattpersonal
(vgl. 6.2.4) zeichnet grundsätzlich dafür verantwortlich, dass sich alle Fahrzeuge, Geräte und tech¬
nischen Einrichtungen der Meisteret jederzeit in einem verkehrssicheren und einsatzbereiten Zu¬
stand befinden. Sie stellen sicher, dass im Bedarfsfall auch außerhalb der regelmäßigen Arbeitszei¬
ten im Rahmen ihrer technischen Möglichkeiten Fahrzeuge und Geräte und dies speziell im Win¬
terdienst möglichst kurzfristig wieder fahr - bzw. einsatzbereit zur Verfügung stehen.
Für durch Dritte durchzuführende Arbeiten legen die Werkstätten eigenverantwortlich den notwen¬
digen Reparatur- und Wartungsumfang ggf. unter Hinzuziehung der an zentraler Stelle vorhandenen
zusätzlichen fachlichen Unterstützung fest.
Die baulichen Anforderungen an die Werkstatt sind in der RAM10 geregelt. Auf die Einhaltung der
Arbeits- und Gesundheitsschutz ist dabei ein besonderes Augenmerk zu legen.
6.3.3 Zentralwerkstätten
Wesentliches Merkmal zentraler Werkstatteinrichtungen ist die Betreuung des Fahrzeuge- und Ge¬
räteparks' mehrerer operativer Einheiten (z.B. Straßenmeistereien, Straßenbauämter etc.).
In den meisten Fällen sind die Standorte solcher Werkstätten historisch bedingt und keineswegs
"zentral"- im Sinne einer Lage im Aufkommensschwerpunkt der zu erbringenden Leistungen oder
eines Zuständigkeitsbereiches zu verstehen.
Hier liegt auch einer der wesentlichen möglichen Problempunkte beim Betrieb einer "Zentralwerk¬
statt". Durch lange unproduktive Anfahrts- bzw. Überführungswege werden personelle-, materielle-
und finanzielle Ressourcen in erheblichem Umfang gebunden. D.h. beim Betrieb einer Zentralwerk¬
statt kommt dem Standort eine wesentliche Funktion zu. Standortnachteile können bis zu einem
gewissen Grad durch organisatorische Ansätze, wie z.B. Vorhaltung eines Werkstattwagens, kom¬
pensiert werden.
Wesentliche Vorteile einer Zentralwerkstatt sind in der damit erreichbaren hohen Effizienz zu se¬
hen. Hierbei sind insbesondere drei Faktoren ausschlaggebend:
¦ wirtschaftliche Vorteile bei einer großen Anzahl zu betreuender Fahrzeuge und Geräte,
¦ Einsatz von Spezialwerkzeugen und -einrichtungen und
¦ Vorhalten von spezifischem Fachwissen (z. B. Digitalisierung der Fahrzeugtechnik), das
wirtschaftlich nur in größeren Organisationseinheiten mit größeren Personalressourcen
möglich ist.
Als problematisch erweist sich in diesem Zusammenhang der in der Regel sehr inhomogene Aufbau
der Fahrzeugflotte.
10 Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Abteilung Straßenbau, Straßenverkehr: Maßnahmenkata¬
log zur Baukonzeption für Autobahn- und Straßenmeistereien „Richtlinie für die Anlage von Meistereien" (MK 11),
September 2006
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6.3.4 Werkstattpersonal
Aufgaben in einer Werkstatt des Straßenbetriebsdienstes können nur an Personal mit geeigneten
Qualifikationen übertragen werden. Leistungen, für die das eigene Personal nicht ausreichend quali¬
fiziert ist, sind zwingend zu vergeben. Die Anforderungen des § 56 Abs. 1 der Unfallvorschrift
Fahrzeuge (Personen mit speziellen Fachkenntnissen) sind dabei zu beachten.
Aus wirtschaftlicher Sicht ist es unerlässlich, das Werkstättpersonal ganzjährig auszulasten. Bei
Zentralwerkstätten kann dies durch eine vorausschauende Steuerung aller planbaren Arbeiten er¬
reicht werden.
Sofern in den Werkstätten der Meistereien keine adäquaten Arbeiten anfallen bzw. deren Vergabe
wirtschaftlich ist, sollte soweit möglich, das vorgehaltene Personal auch für andere Leistungen .
des Straßenbetriebsdienstes einsetzbar sein (in beiden Fällen ist der CE - Führerschein erforderlich).
6.3 Werkstattwesen
Im Hinblick-auf ein angemessenes Werkstattwesen ist zu klären inwieweit sich der Werkstattauf¬
wand bereits bei der Beschaffung und durch organisatorische Maßnahmen minimieren lässt.
Diese Aspekte haben außer ihrer unmittelbaren Kostenrelevanz auch mittelbare Einflüsse, vor allem
über die Frage der Zahl, Größe und Ausstattung der Werkstätten der Meistereien und ggf. der Zent¬
ralwerkstätten. Unabhängig von der Vergabeintensität für solche Arbeiten muss weiterhin die not¬
wendige fachliche Kompetenz auf Seiten der SBV vorhanden sein. Diese dient auch der fachlichen
Betreuung des Fachpersonals in den verwaltungseigenen Werkstätten sowie im Rahmen des Be¬
schaffungswesens.
Aufgrund der besonderen Anforderungen an die Einsatzbereitschaft der Autobahnmeistereien kön¬
nen sich ggf. unterschiedliche Leistungsspektren und .geeignete Organisation des Werkstattwesens
für den Bereich der Autobahnen und für den Bereich des Basisnetzes (Bundes-, Landes-, Staats-,
Kreisstraßen) ergeben.
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7 ANHANG
7.1 Beispiel Investitionsantrag
Beim Investitionsantrag werden allgemein 2 Fälle monetär gegenübergestellt.
1. Fall: Neukauf eines neuen Fahrzeugs / Gerätes
2. Fall: Reparatur und Instandsetzung des alten Fahrzeugs / Gerätes
Neuqerät flnvestilionsobjekt)
Großgeräteträpier U 400
Gerateart-Nr.
0410
Gerätebezeichung
Geräteträger groß
Kostenstelie
Straßenmeisterei Musterstadt
Verantwortlicher
Herr Uwe Mustermann (Leiter der Straßenmeisterei)
Geplante jährl. Kilometerleistung
10.000
Geplante jährt Betriebsstunden
1.200
Geplante jährl. Vorhaftestunden
1.700
Investitionsdatum
20.11.2008
Investitionssumme
170.000 €
Kaufen. Nutzungsdauer ja]
10.
kaufm. AfA
17.000 €
Technische Nutzungsdauer
13
techn. (kalk.) AfA
13.077 €
Jährl. Instandhaftungsrste
6,5%
Jährl. Instandhattungskosten
11.050 €
Zus. Investitionskosten zum Ersatzzeitpunkt
Jährl. Gesamtkosten
2e.s9e c
Jährl. GK pro km
2,69 €
Jährl. GK pro BH
22,41 €
Jährl. GK pro VH
15,82 €
Altdorät
U 1650
Geräteart-Nr.
0410
Gerätebezeichnung
Geräteträger groß
Gerätenummer
96980
Kostenstelle
Straßenmeisterei Musterstadt
Verantwortlicher
Herr Uwe Mustermann (Leiter der Straßenmeisterei)
Kilometerstand [km]
100.000
Stand BH-Zähler [BH]
11.000
Vorhaftestunden d. letzten 3 Jahre
3.000
0 Kilometer pro Jahr (Prognose)
9.000
0 Betriebsstunden pro Jahr (Prognose)
990
0 Vorhaftestunden pro Jahr (Prognose)
900
Ersatzdatum
20.11.2008
Indienststellung
20.11.1998
Anschaffungskosten gem. KGV
145.000 €
Kaufm. Nutzungsdauer [a]
10
Alter [JJ.MM.TT]
10,0
Restbuchwert nach Ende Restnutzungsdauer
- €
Restbuchwert zum Ersatzzettpunkt
- €
Verkaufserlös nach Ende Restnutzungsdauer
10.000 €
Verkaufserlös zum Ersatzzeftpunkf
15.000 €
Jährl. Instandhaltungskosten
12.000 €
Anfallende Instandsetzungskosten zum Ersatzzeftpunkt
40.000 €
Erwartete Restnutzungsdauer [a]
2
Jährl. Gesamtkosten
27.0GG€
Jährl. GK pro km
2,7Q€
Jährl. GK pro BH
24,55 €
Jährl. GK pro VH
30,GG €
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7.2 Berechnungsbeispiel Kostenvergleich
Nutzwertanalyse
Angebot 1'
13.000 €
Angebot 2
15.000 €
Angebot 3
12.000 €
Kriterien
Gewicht
v. H.
Punkte Teilnutzen Punkte Teilnutzen Punkte
Teilnutzen
Sicherheit
25
8 200
7
175
5
125
Ergonomie
25
6 150
7
175
4
100
Fahrverhalten
10
8 80
7
70
5
50
Rundumsicht
10
7 70
4
40
6
60
Raumangebot
5
10 50
E
40
9
45
Zuladung
5
5 25
7
35
10
50
Verarbeitung/ Tech. Wert
10
8 80
7
70
4
40
Serviceleistung
10
5 50
6
60
6
60
Nutzwert (in Punkten)
100
705
665
530
Es wird empfohlen, aufgrund der deutlich höheren Qualität (A 1 = 705;A 3 = 530)
bei geringfügig höherem Preis (13,000 €/12.000 €) dem Angebot 1 den Zuschlag zu erteilen.
Wertung:
Der Preisgünstigste erhält 10 Punkte: A 1 = 9,23; A 2 = 8,00; A 3 = 10,00
Der höchste Nutzwert erhält 10 Punkte: A 1 = 10,00; A 2 = 9,4; A 3 = 7,5
Preis = 70 %; Nutzwert = 30 %
A 1 = 0,7*9,23 + 0,3*10,0 = 9,46
A 2 = 0,7*8,0 + 0,3*9,4 = 8,42
A 3 = 0,7*10,0 + 0,3*7,5 = 9,25
Somit erhält A 1 den Zuschlag, obwohl e nicht der preisgünstigste Bieter ist.
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Maßnahmenkatalog Straßenbetriebsdienst M 7
Management der Fahrzeuge- und Geräteausstattung
für den Straßenbetriebsdienst
Aktualisierung 24.05.2013
7.3 Beispielausstattung (nur Großgeräte) einer Autobahn- und einer Straßenmeisterei
7.3.1 Autobahnmeisterei
Nachstehend ist der Bedarf an Fahrzeugen und Geräten für eine Autobahnmeisterei mit einer
durchschnittlichen Streckenlänge dargestellt:
• Streckenlänge (Bundesautobahnen): 70 km
• zzgl. Astlängen (Verbindungsrampen): 35 km
• Verkehrsanlagen: 2 bewirtschaftete Rastanlagen; 4 Parkplätze
Ressourcenermittlung:
Sofern die Ressourcenermittlung in Anlehnung an den Maßnahmenkatalog MK 1 (Umset¬
zung der Steuerung des Straßenbetriebsdiensts) erfolgt, ist zunächst eine Jahresarbeitsplanung
aufzustellen. Auf dieser Grundlage sind für den in Eigenleistung zu erbringenden Arbeitsan¬
teil die erforderlichen Fahrzeug- und Gerätebedarfe abzuleiten und zu optimieren.
Für die Ausstattung der nachstehend beispielhaft aufgeführten Autobahnmeisterei ist ein Ei¬
genleistungsanteil von 80 % vorgegeben.
Sollstunden pro Fahrzeug bzw. Geräte:
Die gewählte Sollarbeitszeit ist fahrzeugspezifisch anhand von Erfahrungswerten vor¬
zugeben. Hier ist die geplante Nutzungszeit pro Jahr zu ermitteln. Diese könnte z.B. der Vor¬
haltezeit der Geräte entsprechen.
Maßgebend sind die nach Arbeitszeitregelung geltenden Festlegungen.
• z.B. 250 Arbeitstage x 7,7 tägliche Arbeitszeit = 1925 h
• für Fahrzeuge sind geringere Sollzeiten anzusetzen, um z. B. regelmäßige Reinigungs-
und Wartungsarbeiten zu berücksichtigen. Saisonal bedingte Einsatzzeiten (z.B. Mähge¬
räte) sind zu beachten.
Anmerkungen:
*1 Grandbedarf, unabhängig der Auslastung vorhalten
*2 die Geräte sind für die vorhandenen Trägerfahrzeuge vorzuhalten; eine wirtschaftliche Auslas¬
tung ist mit dem Trägerfahrzeug darzustellen
*3 Spitzenabdeckung erfolgt durch Untemehmerfahrzeuge (Make or Buy), Geräte stellte die Stra¬
ßenbauverwaltung
*4 Leistung wird durch Lohnunternehmer durchgeführt, alternativ könnte die Leistung durch ein
Fahrzeug der Nachbarmeisterei erledigt werden (Car-Sharing)
*5 Motorgeräteträger sind grundsätzlich mit entsprechenden Anbaugeräten (Sommer- und Winter¬
dienst) auszustatten
reg. Erf.: nach regionalen Erfordernissen
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Management der Fahrzeuge- und Geräteausstattung
für den Straßenbetriebsdienst
Aktualisierung 24.05.2013
Autobahnmeisterei
Art
Verwendungszweck
Ressourcen-
Bedarf in Be¬
triebs -h/ Jahr
Sollstunden je
Fz. / Gerät
Anzahl
Fahrzeuge
universelle Nutzung
Lastkraftwagen
(>=181 zul. GG n. § 34
StVZO)
Streudienst/Räumdienst
(auch mit überbreitem Front- und Sei¬
tenpflug bei 2-bahnigen Bundesstraßen)
Straßenbetriebsdienst, Transportaufga¬
ben
Absicherung von verwaltungseigenen
Arbeitsstellen, Zugfahrzeug,
Motorleistungswerte richten sich nach
der Topographie und den klimatischen
Verhältnissen der Straßenmeistereibe¬
zirke .
(mindestens ein LKW ist mit einem La¬
dekran auszustatten)
9860
1680
6
Mehrzweckgeräteträger*5
(MGT) bis max. 170 KW
(230 PS)
Streudienst/Räumdienst
Straßenbetriebsdienst
Mäharbeiten, Leitpfosten waschen,
Zugfahrzeug
1550
1680
1
¦Kleinlastkraftwagen mit
Mehrfachkabine und Lade¬
fläche
55 -100 KW
(75-136 PS)
Arbeitsgruppeneinsatz
Transport von Absperrgeräten
Bauwerksunterhaltung
Zugfahrzeug
8262
1440
6
Kleinlastkraftwagen mit
Mehrfachkabine und Lade¬
fläche mit Planenaufbau
und Sicherungselemehte
gem. RSA
55-100 KW
(75-136 PS)
Streckenwartungsfahrzeug
1694
1680
1
Radlader oder
Gabelstapler
Laden von losen Gütern, raumsparendes
Stapeln
Beladen von Streufahrzeugen
(i. d. R. Beschaffung von leistungsfähi¬
gen, gebrauchten Geräten mit Zertifikat)
600
1
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Art
V erwendungszweck
Ressourcen-Bedarf
in Betriebs -h/ Jahr
Sollstunden je Fz. /
Gerät
Anzahl
Winterdienstgeräte
Aufsatzstreugeräte
(FS 30) für Lastkraftwagen
Streudienst
1/LKW
bzw.
1/UF*3
*2
6
Aufsatzstreugeräte
(FS-30) oder Anhänger-
Streuer (3,5 ri3 FS 30) für
Mehrzweckgeräteträger
(MGT)
Streudienst
1/MGT
*2
1
Schneepflüge für Lastkraft¬
wagen (Frontpflug, ggf
Seitenpflug)
-Schnee- und Matschräumung
Bei 2-bahnigen Bundesstraßen ist ggf.
auch eine Pflugkombination einzusetzen.
Diese besteht aus Frontpflug als Auto¬
bahnpflug und Seitenpflug
1/LKW
bzw.
1/UF*3
*2
6
Schneepflüge für Mehr¬
zweckgeräteträger
Schnee- und Matschräumung
1/MGT
2
1
Reinigungsgeräte
Straßenkehrfahrzeug
Reinigung von Fahrbahnen, Rinnen,
Standstreifen
0,5
Kehrbesen als Anbaugerät
für Mehrzweckgeräteträger
Reinigung von Verkehrsflächen und in
Sonderfällen Schneebeseitigung, z- B. im
Bereich von Baustellenmarkierung
800
1680
1
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Management der Fahrzeuge- und Geräteausstattung
für den Straßenbetriebsdienst
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7.3.2 Straßenmeisterei
Nachstehend ist der Bedarf an Fahrzeugen und Geräten für eine Straßenmeisterei mit einer
durchschnittlichen Streckenlänge dargestellt:
• Streckenlänge (Bundes- und Landesstraßen): 337 km
• zzgl. Astlängen (Verbindungsrampen): 16 km
• Radwege: 210 km
Ressourcenermittlung:
Sofern die Ressourcenermittlung in Anlehnung an den Maßnahmenkatalog MK 1 (Umset¬
zung der Steuerung des Straßenbetriebsdiensts) erfolgt, ist zunächst eine Jahresarbeitsplanung
aufzustellen. Auf dieser Grundlage sind für den in Eigenleistung zu erbringenden Arbeitsan¬
teil die erforderlichen Fahrzeug- und Gerätebedarfe abzuleiten und zu optimieren.
Für die Ausstattung der nachstehend beispielhaft aufgeführten Straßenmeisterei ist ein Eigen¬
leistungsanteil von 80 % vorgegeben.
Sollstunden pro Fahrzeug bzw. Geräte:
Die gewählte Sollarbeitszeit ist fahrzeugspezifisch anhand von Erfahrungswerten, vor¬
zugeben. Hier ist die geplante Nutzungszeit pro Jahr zu ermitteln. Diese könnte z.B. der Vor¬
haltezeit der Geräte entsprechen.
Maßgebend sind die nach Arbeitszeitregelung geltenden Festlegungen.
• z.B. 250 Arbeitstage x 7,7 tägliche Arbeitszeit = 1925 h
• für Fahrzeuge sind geringere Sollzeiten anzusetzen, um z. B. regelmäßige Reiriigungs-
und Wartungsarbeiten zu berücksichtigen. Saisonal bedingte Einsatzzeiten (z.B. Mähge¬
räte) sind zu beachten.
Anmerkungen:
*1 Grundbedarf, unabhängig der Auslastung vorhalten
*2 die Geräte sind für die vorhandenen Trägerfahrzeuge vorzuhalten; eine wirtschaftliche Auslas¬
tung ist mit dem Trägerfahrzeug darzustellen
*3 Spitzenabdeckung erfolgt durch Untemehmerfahrzeuge (Make or Buy), Geräte stellte die Stra¬
ßenbauverwaltung
*4 Leistung wird durch Lohnunternehmer durchgeführt, alternativ könnte die Leistung durch ein
Fahrzeug der Nachbarmeisterei erledigt werden (Car-Sharing)
*5 Motorgeräteträger sind grundsätzlich mit entsprechenden Anbaugeräten (Sommer- und Winter^
dienst) auszustatten
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für den Straßenbetriebsdienst
Aktualisierung 24.05.2013
Straßenmeisterei
Nr.
Art
Verwendungszweck
Ressourcen-
Bedarf in Betriebs
-h/Jahr
Sollstunden je Fz.
/Gerät
Anzahl
0 '
Fahrzeuge
universelle Nutzung
1.1
Lastkraftwagen
(>-18tzul. GG n. § 34
StVZO)
Streudienst/Räumdienst
(auch mit überbreitem Front- und
Seitenpflug bei 2-bahnigen Bundes¬
straßen)
Straßenbetriebsdienst, Transportauf¬
gaben
Absicherung von verwaltungseigenen
Arbeitsstellen, Zugfahrzeug,
Motorleistungswerte richten sich
nach der Topographie und den kli¬
matischen Verhältnissen der Stra¬
ßenmeistereibezirke
(mindestens ein LKW ist mit einem
Ladekran auszustatten)
3260
1680
2
1.2
Mehrzweckgeräteträger'1'5
(MGT) bis max. 170 KW
(230 PS)
Streudienst/Räumdienst
Straßenbetriebsdienst
Mäharbeiten, Leitpfosten waschen,
Zugfahrzeug
2980
1680
2
1.3
Klemer Mehrzweckgerä¬
teträger bis max. 88 KW
(120 PS)
Radwegunterhaltung - Winterdienst
Sondereinsätze
Mäharbeiten
Leitpfosten waschen.
800
1200
1
1.4
Kleinlastkraftwagen mit
Mehrfachkabine und
Ladefläche
55 -100 KW
(75-136 PS)
Arbeitsgruppeneinsatz
Transport von Absperrgeräten
Bauwerksunterhaltung
Zugfahrzeug
7452
1440
5
1.5
Kleinlastkraftwagen mit
Mehrfachkabine und
Ladefläche mit Planen¬
aufbau und Sicherungs¬
elemente gem. RSA
55 -100 KW
(75 -136 PS)
Streckenwartungsfahrzeug
1694
1680
1
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Management der Fahrzeuge- und Geräteausstattung
für den Straßenbetriebsdienst
Aktualisierung 24.05.2013
Nr.
Art
Verwendungszweck
Ressourcen-
Bedarf in Betriebs
-h/ Jahr
Soilstunden je Fz.
/ Gerät
Anzahl
1.6
Radlader oder
Gabelstapler
Laden von losen Gütern, raumspa¬
rendes Stapeln
Beladen von Streufahrzeugen
(i. d. R. Beschaffung von leistungsfä¬
higen, gebrauchten Geräten mit Zer¬
tifikat)
500
1
2.0
Winterdienstgeräte
2.1
Aufsatzstreugeräte
(FS 30) für Lastkraft¬
wagen
Streudienst
1/LKW
bzw.
1/UF*3
*2
2 +
4
2.2
Aufsatzstreugeräte
(FS 30) oder Anhänger¬
streuer (3,5 m3FS 30) für
Mehrzweckgeräteträger
(MGT)
Streudienst
1/MGT
*2
2
2.3
Aufsatzstreugeräte für
kleinen Mehrzweck¬
geräteträger
Streudienst auf Radwegen
1/MGT
*2' '
1
2.4
Schneepflüge für Last¬
kraftwagen (Frontpflug,
ggf. Seitenpflug)
Schnee- und Matschräumung
Bei 2-bahnigen Bundesstraßen ist
ggf. auch eine Pflugkombination
einzusetzen. Diese besteht aus
Frontpflug als Autobahnpflug und
Seitenpflug
1/LKW
bzw.
1/UF*3
*2
2 +
4
2.5
Schneepflüge für Mehr¬
zweckgeräteträger
Schnee- und Matschräumung
1/MGT
#2
2
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7.4 Kennzahlen zur Analyse der Wirtschaftlichkeit
1. KrinittUing der jährlichen Ge,samtkosten von fahrzeiigcn und Geräten
1.1. Strukturkosten ("Fixe Kosten)
1.1.1.Kalkulatorische Abschreibung pro Jahr
Anschaffungskosten
technischeNutzungsdauer
1.1.2.Kalkulatorische Zinsen
~~
Anschaffungskosten
2 —
x Zinssatz
1.1.3. Versicherung
Anschaffnngskosten X Pr ozentsatz
1.1.4. Garagenkosten
Umlage
1.2. Produktkosten (Variable Kosten)
1.2. I.Treibstoff
1.2.2.Öl-und Schmierstoffe
1.2.3.Reifen
1.2.4.Reparatur
1.2.5.Pflege
Falls ein Betriebsbogen für das Fahrzeug / Gerät gefiihrt wird, sind die
Kosten diesem zu entnehmen.
Wird kein Betriebsbogen gefiihrt, sind die Strukturkosten (Fixe Kosten)
des Fahrzeug / Gerätes zur Näherung mit 100 % zu beaufschlagen.)
1.3. Gesamtkosten
Strukturkosten + Produktkosten
(bei vorhandenem Betriebsbogen)
Strukturkosten x 200 %
(ohne Betriebsbogen)
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2. Ermittlung, der jährlidieu Sollcinsutzstundcn (Yurhaltestundcn)
Diese Werte sind aus der Betriebsdatenerfassung bzw. aus der jeweiligen .Arbeits¬
zeitregelung abzuleiten.
(Zum Beispiel: 250 Arbeitstage x 7,7 h /Arbeitstag - kalkulatorische,Ausfallstun¬
den)
3. Definition des zu untersuchenden Einsatzbereiches des Fahrzeug / Gerätes
Der Einsatzbereich des Fahrzeug / Gerätes wird über die Leistungspositionen des
Leistungshefts des Bundes definiert. Es kann eine separate Leistungsposition un¬
tersucht werden, sowie mehrere Leistüngspositionen in Kombination, falls das
Fahrzeug / Gerät leistungspositionsübergreifend eingesetzt werden kann.
(ZumBeispiel: Leistungsposition 2.01 „Bankette an Fahrbahnen mähen")
4. Definition der Jahresarbcilsmenge
Für die einzelne Leistungsposition wird die Jahresarbeitsmenge definiert. Werden
mehrere Leistungspositionen in Kombination untersucht, bei denen differente An-'
lagebestände angesprochen werden, kann dieser Schritt entfallen.
(Zum Beispiel: 900 km Mäharbeiten)
5. Festlegung der Arbeitsgeschwindigkeit des Fahrzeug / Gerätes
Hier wird die Arbeitsgeschwindigkeit des Gerätes bezogen auf den abzuarbeiten¬
den Anlagebestand angegeben. Dieser Wert kann eine Angabe des Herstellers
bzw. ein Erfahrungswert sein.
(Zum Beispiel: 1,5 km Mäharbeiten/Eh)
6. Ermittlung der Netto-Einsatz-Stunde
Die Netto-Einsatzzeit umfasst die produktive Einsatzzeit
Jahresarbeitsmenge
Leistungskennwert
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9. Ermittlung der Fahrzeug / Gcrätckosten pro Vnrhaltestundc
Gesamtkosten
Jährliche Vorhaltestunden
10. Festlegung der sonstigen Ressourcenansätze pro (icsamteinsatzstunde
Hier werden der Personalansatz und der eventuelle Verbrauchsmaterialansatz zur
Leistungseistellung pro Einsatzstunde festgelegt.
(Zum Beispiel: 1 Mann oder 2 Mann-Bedienung des Fahrzeug / Gerätes)
11. Gesamtkosten pro Gesamteinsatzstunde
Die Fahrzeug / Gerätekosten pro Vorhaltestunde entsprechen den Fahrzeug / Gerä¬
tekosten pro Gesamteinsatzstunde, wenn der kalkulatorische Ansatz der Anfahrt-,
Abfahrt-, Rüstzeit über alle Leistungspositionen identisch ist.
Fahrzeug / Gerätekosten pro VH + Personalkosten. + Materialkosten
H. lÜrmiUlung der Brutto-FinsiUz-Stunde
Die Brutto-Einsatz-Stunde umfasst die produktive Einsatzzeit einschließlich An¬
fahrt, Abfahrt- und Rüstzeit und alle weiteren Zeiten für die das Fahrzeug nicht für
andere Zwecke zur Verfügung'steht
Einsatzzeit + Anfahrtzeit + Abfahrtzeit 4- Rüstzeit und weitere Zeiten. .
9
X Einsatzzeit
8
7. Ermittlung der Anfahrt-, Abfahrt-, Rüstzeit
Diese Werte können aus der Betriebsdatenerfassung übernommen werden. Wird
dieser Wert nicht erhoben, kann zur Näherung 1/8 der Einsatzzeit angesetzt wer¬
den.
Einsatzzeit
8
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12. Gesamtkosten (pro Bcstandseinheit)
Cm.
„v. . Gesamteinsatzstunden
/ LrlSii X-
:
(Jahresarbeitsmenge)
13. Betriebszeiten
Die Betriebszeit von Fährzeugen und Geräten umfasst die Zeiten, während der das
Aggregat des Fahrzeuges oder Gerätes in Betrieb ist.
Die Wirtschaftlichkeit von Fahrzeugen und Geräten muss immer auf einen de¬
finierten Leistungsumfang bezogen und im Zusammenhang mit den zusätzlich
zur Leistungserstellung benötigten Ressourcen betrachtet werden.
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