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Geologisch-bergbauhistorischer Lehrpfad
Gesamtlänge 7 km
Dieses Faltblatt entstand mit freundlicher
Unterstützung durch den Naturschutz-
fonds der Sächsischen Landesstiftung Na-
tur und Umwelt aus Mitteln der Lotterie
GlüchsSpirale.
Wandern
in den Triebischtälern
Streckenverlauf mit Ausgangs- und Endpunkt:
Rothschönberg Schlossparkplatz — Heuweg — Stollntor —
Munzig · Neue Sorge — Munzig·Schäferei — Obermunzig —
Niedermunzig· Diebsgrund — Jahnbad Miltitz· Parkplatz —
Furkert–Bartsch–Mühle — Altes Kalkwerk Miltitz· Parkplatz
Empfohlene Wanderkarten:
Linkselbische Täler 1 : 33 000 · Sachsenkartografie
Top. Wanderkarte Nr. 30 · Landesvermessungsamt
Verkehrsverbindungen:
Überlandlinie R 413/418 · Regionalbahn Strecke RB 110
Gasthäuser • Hofläden • Besucherstätten
(Angaben ohne Gewähr)
-
Gasthof Rothschönberg,
täglich geöffnet
-
Jahnstübl,
geöffnet in der Badsaison
-
Kulturhaus Munzig,
Do–So ab 17 Uhr
-
Hofladen Rittergut Obermunzig,
Mo/Mi/Fr 16–18, Sa 10–13
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Mühlenladen Miltitzer Mühle,
Mo–Fr 8.30–12, 14–17, Sa 9–12
-
Altes Kalkwerk Miltitz,
So/Feiertage 10, 13.30, 15 Uhr
-
Ausstellung Schloss Rothschönberg,
Öffnungszeiten durch
Bekanntmachung
Herausgeber:
Gemeinde Triebischtal •
www.triebischtaeler.de
Text und Skizze: Richter/Fröhlich, Stand Juli 2006
Geologische Einführung
Entlang der Triebisch zwischen Rothschönberg und
Miltitz sind die steinernen Zeugen eines großen
erdgeschichtlichen Zeitraums auf einer kurzen
Strecke anzutreffen. Durch die steil stehenden
Schichten können entlang des Tales Sättel und
Mulden durchwandert werden, ein ständiger
Wechsel der Gesteine.
Teils natürliche Aufschlüsse, teils durch bergbau-
liche Aktivitäten freiliegende Gesteine ergeben,
wie ein Puzzle zusammengesetzt, ein Gesamtbild
über die Entstehungsgeschichte des Nossen-Wils-
druffer Schiefergebirges.
Die Gesteine dokumentieren einen geologischen
Zeitraum von vor 500 bis 250 Millionen Jahren.
Doch im Vergleich zum Erdalter von ca. 4,6 Milli-
arden Jahren wirkt das Schiefergebirge, welches
zur variszischen Gebirgsbildung zählt, hingegen
noch relativ jung. Die Beanspruchung der Gestei-
ne durch hohe Temperaturen im Randbereich des
Magmakörpers des heutigen Meißner Granit- und
Syenitmassivs führte zur Kontaktmetamorphose.
Sowohl Ausgangsgesteine wie Umwandlungspro-
dukte sind anzutreffen.
Das Tal der Triebisch entstand durch Erosion in geo-
logisch jüngster Zeit. Seit dem Tertiär schneidet
sich das Wasser Zentimeter für Zentimeter in die
alten Gesteine ein.
Alte Steinbrüche entlang des Weges –als geolo-
gische Aufschlüsse gekennzeichnet– dokumentieren
die örtliche Hart- und Lockergesteinsgewinnung,
die für Haus- und Wegebau unentbehrlich war.
Die Darstellungen auf den Tafeln und Säulen entstanden
durch ehrenamtliche Mitwirkung in einem Arbeitskreis
„Geopfad“ (Richter/Mitscherling/Fröhlich/Dr. Sebastian/
Palitzsch und weitere).
Kulturlandschaft Triebischtäler
Relikte des Altbergbaus bezeugen einen kleinräu-
migen Kalkabbau, dessen besonderer Vertreter das
Alte Kalkwerk Miltitz darstellt, wo kristalliner Kalk-
stein bis 1967 gewonnen wurde.
Neben Eisenerzbergbau, der nur kurz erfolgte,
hat der Silbererzbergbau um Munzig Spuren
hinterlassen.
Schließlich mündet im Triebischtal auch der Roth-
schönberger Stolln, eine technische Meisterleistung
der bergmännischen Wasserwirtschaft Mitte des
19. Jahrhunderts.
Das GEO des Geopfades steht für Geologie, kann
aber auch für Geographie stehen. So werden auch
die naturräumlichen Gegebenheiten des Triebisch-
tals vorgestellt.
800 Jahre Inbesitznahme dieses Landstrichs haben
vielfältige Spuren am Wege hinterlassen.
Entdecken Sie auf dem Geopfad auf der Haupt-
route oder auf den seitlichen Exkursionspfaden
Erd- und Kulturgeschichte inmitten einer anmu-
tigen Tallandschaft.

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Der Geopfad stellt im Triebischtal zwischen Rothschönberg und Miltitz
lehrpfadartig die Besonderheiten der Regionalgeologie, der Landschaft
und den fast vergessenen Altbergbau vor.
Der Geopfad durchzieht das Nossen-Wilsdruffer Schiefergebirge
mit sehr alten Gesteinen. Entlang des Triebischtalwander-
weges können bis zu den Ausläufern des Osterzgebirges
im Tharandter Wald oder nach Norden bis in das
Elbtal bei Meißen weitere Geotope in einer reiz-
vollen Kulturlandschaft erwandert werden.
Elbtal bei
Granit-
Syenit-
Massiv
Wassermühlen in und um Garsebach
Garsebacher Schweiz
Miltitz
Lehrpfadlänge 7 km · Schloss Rothschönberg — Altes Kalkwerk Miltitz
Markierung:
Lehrpfadzeichen
Nossen-
Wilsdruffer
Schiefergebirge
Porphyr- und
Pechsteingebiet
Rothschönberg
Tharandter Wald
Mohorn-Grund
Gesteinspark Mohorn-Grund/
Geologisches Freilichtmuseum
Gneiszone
des Erzgebirges
Götterfelsen
Mittelmühle
Altes Kalkwerk Miltitz
Rothschönberger Stolln - Hauptmundloch
Kalkofen Steinbach
Porphyrfächer Grund
Informationen
an geologischen
Aufschlüssen,
Bergbauzeugen
und zu Themen
Geologisch-bergbauhistorischer Lehrpfad
Meißen
Rothschönberger Stolln
Die Großgartenmauer
Wanderparkplatz Damm-Mühle
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Richtung Meißen
Bhf Miltitz-
Roitzschen
Roitzschen
Miltitz
Jahn-Bad
Heynitz
Munzig
Burkhardswalde
Weinberg
Groitzsch
Kottewitz
Rothschönberg
Schloss
Richtung Nossen
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Geologisch-bergbauhistorischer Lehrpfad
Geologischer Aufschluss mit Beschreibung
Tafelstandorte
Ortschaft
Kalkbergwerk Miltitz
Parkplatz
Bushaltestelle, Linien 413 und 418
Fließgewässer
Straße
Schutzhütte /Rastplatz
Kalkbergwerk Miltitz
Turmalingranit
An der Langen Leite
Munziger Gneis
Berggeschrei am Weitzschengrund
Der Silbererzbergbau zu Munzig
Andalusitglimmerschiefer
Halde „Freundl. Bergmann“
Am Rande der Elstereiszeit
Schau ins Land
Kalkofen
Von einem Gebirge, das es nicht mehr gibt
Rhyolithsteinbruch
Am Erzweg
Eiszeitliche Ablagerungen
Frucht- und Knotenschiefer
Am Backofen des Meißner Plutons
Amphibolit/Hornblendeschiefer
Am Röschenmundloch
Tonschieferartiger Phyllit
Die Kraft des Wassers
Phyllitischer Tonschiefer
Geotop und Biotop am Weinberg