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Leitfaden
zur Umsetzung der Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der
Bundesrepublik Deutschland“ (Förderrichtlinie) des BMVI in der letzten aktualisierten
Fassung vom 15.11.2018
Leitfaden-Version 7 vom 15.11.2018
Einleitung
Das Ziel dieses Leitfadens ist es, die Antragstellung möglichst einfach, verständlich und transparent zu
gestalten sowie die Antragsteller im Förderverfahren zu unterstützen. Auf diese Weise sollen bereits
im Vorfeld der Antragstellung möglichst viele Fragen ausgeräumt werden.
Der Aufbau des Leitfadens orientiert sich deshalb am Vorgehen der Antragsteller. Er beginnt mit der
Identifizierung des Handlungsbedarfs, reicht über die ersten Schritte im Vorfeld einer Antragstellung
bis zu den konkreten Schritten im Antragsverfahren und skizziert dabei die Optionen, die im Rahmen
des Bundesförderprogramms möglich sind.
Mit dem Leitfaden erhält der Antragsteller Erklärungen anhand von Beispielrechnungen,
Präzisierungen und Auslegungen des Richtlinientextes.
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Der Leitfaden wird im Lichte der Praxiserfahrungen mit dem Förderprogramm kontinuierlich
weiterentwickelt. Aus diesem Grund erfolgt die Veröffentlichung als „lebendes“ Dokument im
Internet. Falls Sie den Leitfaden ausdrucken, stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie stets mit der
aktuellsten Version des Leitfadens arbeiten!
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Dabei ist zu beachten, dass den Inhalten des Leitfadens keine Rechtsverbindlichkeit zukommt. Maßgebend sind
immer die Inhalte des Förderbescheids, der Förderrichtlinie einschließlich der korrespondierenden Regelungen
der NGA-Rahmenregelung sowie der Nebenbestimmungen.

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Inhaltsverzeichnis
Einleitung ................................................................................................................................................ 1
Abbildungsverzeichnis ............................................................................................................................ 3
1.
Allgemeine Informationen .............................................................................................................. 4
1.1.
Förderaufrufe und ergänzende Dokumente ............................................................................. 4
1.2.
Beratungshotline ...................................................................................................................... 4
2.
Antragstellung ................................................................................................................................. 4
3.
Förderung von Beratungs-/Planungsleistungen ............................................................................... 5
3.1.
Antragstellung (Beratungs-/Planungsleistungen) .................................................................... 5
3.2.
Inhaltliche Anforderungen (Beratungs-/Planungsleistungen) ................................................. 5
3.3.
Auswahl des Beraters .............................................................................................................. 6
3.4.
Förderhöhe und Auszahlungsmodalitäten (Beratungs-/Planungsleistungen) .......................... 6
4.
Infrastrukturprojekte: Förderverfahren und Begriffe ...................................................................... 7
4.1.
Zuwendungsempfänger (Antragsteller) ................................................................................... 7
4.2.
Begünstigte .............................................................................................................................. 8
4.3.
Auszahlung, zuwendungsfähige Ausgaben und Zahlungsintervalle ....................................... 8
4.3.1.
Kostenbegriff (Wirtschaftlichkeitslücke) ........................................................................ 8
4.3.2.
Eigenleistungen der Kommune ....................................................................................... 9
4.4.
Mitverlegung von Infrastrukturen zur späteren eigenwirtschaftlichen Erschließung nicht-
förderfähiger Gebiete / Gebietsteile im Rahmen des Förderverfahrens .............................................. 9
4.5.
Erreichen der Aufgreifschwelle bei der Förderung von Schulen, Krankenhäusern und
Gewerbegebieten ................................................................................................................................. 9
5.
Sonderprogramm Gewerbegebiete zur Förderung der Breitbandanbindung von Industrie- und
Gewerbegebieten sowie Häfen mit mind. 1 Gbit/s (symmetrisch) ........................................................ 11
5.1.
Umfang der Förderung in Gewerbegebieten ......................................................................... 11
6.
Betreibermodell (nach Nr. 3.2 der Richtlinie) ............................................................................... 12
6.1.
Maßnahmebeginn im Betreibermodell .................................................................................. 12
6.2.
Verfahrensablauf im Betreibermodell ................................................................................... 12
7.
Wirtschaftlichkeitslückenmodell (nach Nr. 3.1 der Richtlinie) ..................................................... 13
7.1.
Maßnahmebeginn Wirtschaftlichkeitslückenmodell ............................................................. 13
7.2.
Verfahrensablauf im Wirtschaftlichkeitslückenmodell ......................................................... 13
8.
Antrag auf vorzeitigen Maßnahmebeginn ..................................................................................... 14
9.
Markterkundungsverfahren ........................................................................................................... 16
9.1.
Durchführung des Markterkundungsverfahrens .................................................................... 16
9.2.
Mindestanforderungen an die Angaben der ausbauwilligen Anbieter im Rahmen einer
Markterkundung ................................................................................................................................ 17
9.3.
Ergebnisse des Markterkundungsverfahrens ......................................................................... 17
10.
Gebietsabgrenzung .................................................................................................................... 17
11.
Höhe und Laufzeit der Bundesförderung .................................................................................. 18
11.1.
Bagatell- und Höchstgrenze .............................................................................................. 19
11.2.
Zuwendungsfähige Ausgaben im Betreibermodell ........................................................... 19

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11.3.
Einnahmen im Wirtschaftlichkeitslückenmodell ............................................................... 19
11.4.
Zuwendungsfähige Kosten im Wirtschaftlichkeitslückenmodell ...................................... 20
11.5.
Fördersätze ........................................................................................................................ 20
11.6.
Fördersätze im Fall interkommunaler Kooperation ........................................................... 21
11.7.
Beispielrechnungen für Fördersätze .................................................................................. 21
11.8.
Ko-Finanzierung ................................................................................................................ 22
11.9.
Kommunaler Eigenanteil ................................................................................................... 22
11.10.
Rechenbeispiele zur Berechnung der Bundesförderung .................................................... 22
11.11.
Laufzeit der Bundesförderung ........................................................................................... 24
12.
Vorbehalt der Gewährung der Bundeszuwendung .................................................................... 24
13.
Offener und diskriminierungsfreier Zugang (open Access) ...................................................... 24
14.
Index .......................................................................................................................................... 25
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 - Verfahrensablauf im Betreibermodell im Regelfall ....................................................... 13
Abbildung 2 - Alternatives Antragsverfahren im Betreibermodell ....................................................... 13
Abbildung 3 - Verfahrensablauf im Wirtschaftlichkeitslückenmodell im Regelfall ............................. 14
Abbildung 4 - Alternatives Antragsverfahren im Wirtschaftlichkeitslückenmodell ............................. 14
Abbildung 5 - Verfahrensablauf mit vorzeitigem Maßnahmebeginn im Betreibermodell .................... 15
Abbildung 6 - Vorzeitiger Maßnahmebeginn im Wirtschaftlichkeitslückenmodell ............................. 15

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1. Allgemeine Informationen
Die Informationen in diesem Abschnitt gelten für alle Fördergegenstände. In den nachfolgenden
Abschnitten wird dann speziell und detailliert auf die verschiedenen Fördergegenstände eingegangen.
1.1. Förderaufrufe und ergänzende Dokumente
Nach Umstellung des Antragsverfahrens durch den sog. „Relaunch“ am 3.7.18 entfällt die
Notwendigkeit regelmäßiger Förderaufrufe. Daher gilt ein Förderaufruf, aus dem die grundlegenden
Informationen für die Antragstellung hervorgehen, ab sofort bis zu seinem Widerruf. Sind die zur
Verfügung stehenden Haushaltsmittel erschöpft, können keine weiteren Bewilligungen mehr
vorgenommen werden, es sei denn, weitere Mittel werden zur Verfügung gestellt.
Die Förderaufrufe werden auf der Internetseite des Bundesministeriums für Verkehr und digitale
Infrastruktur veröffentlicht:
http://www.bmvi.de
Zusätzlich zu diesem Leitfaden werden auf der Seite des Projektträgers (
www.atenekom.eu
) alle im
Leitfaden erwähnten Dokumente und Vorlagen bereitgestellt, ebenso die Antworten für im Verfahren
häufig gestellte Fragen. Antragsteller und Projektverantwortliche sollen so zügig Informationen zu
Detailfragen erhalten können.
1.2. Beratungshotline
Für Fragen zum Förderprogramm, zur Antragstellung und bei technischen Schwierigkeiten mit dem
Online-Portal
www.breitbandausschreibungen.de
steht eine telefonische Beratungshotline unter der
folgenden Telefonnummer zur Verfügung:
030 233249777
2. Antragstellung
Die Antragstellung erfolgt für jeden Fördertatbestand über ein entsprechendes auf dem zentralen
Online-Portal
www.breitbandausschreibungen.de
zur Verfügung gestelltes Formular. Der Antrag ist
nach erfolgter digitaler Einreichung zusätzlich postalisch an den Projektträger des Programms
(Bewilligungsbehörde) zu senden:
atene KOM GmbH
- Breitbandförderung -
Invalidenstraße 91
10115 Berlin
Es gilt der postalische Eingang bzw. der Faxeingang der vollständigen und unterzeichneten Unterlagen
bei der Bewilligungsbehörde.

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Die Faxnummer für die Zusendung der Antragsunterlagen lautet:
030/233249778
Für das Antragsportal ist eine einmalige Registrierung erforderlich, die über die atene KOM GmbH
erfolgt. Es wird darauf hingewiesen, dass die Registrierung eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen
kann.
3. Förderung von Beratungs-/Planungsleistungen
Die Planung und Durchführung von geförderten Projekten zum Ausbau hochleistungsfähiger
Breitbandinfrastrukturen ist komplex und umfasst diverse Themengebiete. So können technische,
ökonomische und rechtliche Fragen auftreten. Projektverantwortliche Kommunen, die die auftretenden
Fragestellungen etwa mangels qualifizierten Personals oder aufgrund fehlender Erfahrung auf dem
Gebiet der Telekommunikation nicht alleine leisten können, erhalten bei Stellung eines separaten
Antrags Fördermittel für Beratungs-/Planungsleistungen, um eine qualifizierte Planung und ein
qualifiziertes Projektmanagement sicherstellen zu können.
Die Förderung der Beratungs-/Planungsleistungen soll ausdrücklich der Unterstützung bei der
Vorbereitung und Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen dienen. Die Antragstellung muss nicht
zwingend in einen Antrag nach Nr. 3.1 oder 3.2 der Förderrichtlinie münden. Allerdings sollte eine
Absicht zur Durchführung eines Ausbauprojektes aus dem Antrag auf Förderung von Beratungs-
/Planungsleistungen klar hervorgehen.
Landkreise können Anträge auf Förderung von Planungs-/Beratungsleistungen auch dann stellen,
wenn sie selbst kein eigenes Förderprojekt planen. Hierfür ist durch den Landkreis darzulegen, dass
die Planungs-/Beratungsleistungen projektübergreifend eingesetzt werden, einen signifikanten
Mehrwert für die Ausbauprojekte der Gemeinden bieten und dass eine Doppelförderung von
Leistungen des Landkreises und der Gemeinden ausgeschlossen ist.
3.1. Antragstellung (Beratungs-/Planungsleistungen)
Die Antragstellung erfolgt über das elektronische Portal
www.breitbandausschreibungen.de
und
erfordert neben den allgemeinen Angaben zum Antragsteller nur wenige detaillierte Auskünfte.
Wichtig bei der Antragstellung ist, dass vor bzw. bei Antragstellung der Berater-/Planungsvertrag
noch nicht geschlossen wurde. Nach Nr. 7.3 der Förderrichtlinie des Bundes sind Beratungsleistungen,
die bereits vor Bewilligung eines Förderantrags begonnen wurden, nicht förderfähig. Der
Maßnahmebeginn ist dabei der Abschluss des Vertrags des Zuwendungsempfängers mit dem Berater.
Im Rahmen der Auswahl des Beraters ist das nationale Vergaberecht zu beachten.
3.2. Inhaltliche Anforderungen (Beratungs-/Planungsleistungen)
Die Anforderungen und Mindestinhalte an die Beratungs-/Planungsleistungen ergeben sich aus dem
Bewilligungsbescheid bzw. den besonderen Nebenbestimmungen. Die jeweils aktuelle Version dieser
besonderen Nebenbestimmungen (BNBest-Beratung) wird auf dem Internetportal des
Projektträgers
www.atenekom.eu
veröffentlicht. Dort ist spezifiziert, dass die Beratungs-/Planungsleistungen nach
wissenschaftlichem Standard erfolgen müssen.

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3.3. Auswahl des Beraters
Berater, die im Rahmen des Förderprogramms Leistungen erbringen, haben ihre Unabhängigkeit vor
Beginn der Beratungsleistungen gegenüber dem Zuwendungsempfänger zu versichern. Hierzu steht
auf
der
Internetseite
des
Projektträgers
www.atenekom.eu
das
Formular
„Muster
Unabhängigkeitserklärung
Berater“
zum
Download
bereit.
Eine
Veränderung
der
Unabhängigkeitserklärung ist nicht zulässig. Weiterhin hat der Berater einen Nachweis der Fachkunde
zu führen. Die Unabhängigkeitserklärung sowie die Fachkunde sind personengebunden nachzuweisen,
d.h. alle in die Beratungsleistung involvierten Mitarbeiter des Beratungsunternehmens haben die
entsprechenden Nachweise der Bewilligungsbehörde vorzulegen. Werden die Nachweise nicht
erbracht, ist eine Auszahlung der Zuwendung ausgeschlossen.
3.4. Förderhöhe und Auszahlungsmodalitäten (Beratungs-/Planungsleistungen)
Pro geplanter Infrastrukturmaßnahme (Wirtschaftlichkeitslückenmodell nach 3.1 oder Betreibermodell
nach 3.2 der Förderrichtlinie) und Gebietskörperschaft kann nur ein Antrag bewilligt werden.
Gefördert werden hierbei 100 Prozent der Ausgaben für Beratungs- /Planungsleistungen bis zu einer
Höchstgrenze von 50.000 Euro (Vollfinanzierung). Darüberhinausgehende Ausgaben muss der
Zuwendungsempfänger selbst tragen. Die Förderung von Beratungs-/Planungsleistungen kann mit
Fördermitteln anderer Programme kombiniert werden. Wichtig ist hierbei, dass es nicht zu einer
„Überförderung“ kommt, also nicht mehr Mittel angefordert werden, als tatsächlich für
Beratungsleistungen ausgegeben wurden. Gemäß Ziff. 6 ANBest-GK ist im Rahmen der
Verwendungsnachweisprüfung ein genauer zahlenmäßiger Nachweis über Einnahmen und Ausgaben
vorzulegen.
Beratungs-/Planungsleistungen können immer nur einmalig bezogen auf ein Projekt und einen
Antragsteller gewährt werden. Dies bedeutet konkret:
dass eine Kommune nur einmal antragsberechtigt ist, auch wenn sie mehrere Projekte
durchführen sollte,
ein Antrag auf Beratungs-/Planungsleistungen entweder zur Beseitigung von weißen NGA-
Flecken oder zur Erstellung einer Glasfaserausbauplanung gestellt werden kann,
im Falle
einer
landkreisweiten
Ausbauplanung automatisch
alle
Kommunen
für
Beratungsleistungen gesperrt sind, die von den Ausbauvorhaben umfasst sind (und
umgekehrt).
Die Beratungs-/Planungsleistung ist innerhalb von 24 Monaten ab Erhalt des Zuwendungsbescheids zu
erbringen.
Die Bereitstellung der Zuwendung erfolgt nach abgeschlossener Verwendungsnachweisprüfung. Dies
bedeutet, dass vor Auszahlung der Mittel geprüft wird, ob die im Bewilligungsbescheid und seinen
Nebenbestimmungen enthaltenen Anforderungen an die Beratungsleistungen eingehalten und die
übernommenen Pflichten erfüllt worden sind.
Für die Auszahlung der Fördermittel sind die Rechnung und ein Anforderungsschreiben des
Zuwendungsempfängers vorzulegen. Die Auszahlung der Zuwendung erfolgt in einer Summe nach
Vorlage und Prüfung des Verwendungsnachweises.
Bis zu diesem Zeitpunkt
tritt der
Zuwendungsempfänger in Vorleistung.

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4. Infrastrukturprojekte: Förderverfahren und Begriffe
Grundsätzlich
ist
das
Förderverfahren
zweistufig
aufgebaut.
Es
erfolgt
zunächst
ein
Zuwendungsbescheid in vorläufiger Höhe und zu einem späteren Zeitpunkt der Zuwendungsbescheid
in endgültiger Höhe. Da die Antragstellung zur Bundesförderung im Regelfall zeitlich vor der
Ausschreibung erfolgt, wird zunächst im ersten Zuwendungsbescheid die grundsätzliche
Förderfähigkeit des Vorhabens festgestellt und eine Schätzung des voraussichtlichen Förderbedarfs
durch den Projektträger des Bundesförderprogramms vorgenommen. Nach der Erteilung des
Zuschlags im Ausschreibungsverfahren wird anhand der dann verfügbaren Informationen der
Bescheid in endgültiger Höhe ausgestellt.
Für den Fall, dass die Ausschreibung bereits vor Antragstellung im Bundesförderprogramm erfolgen
soll, wird empfohlen, dass der Antragsteller einen Vorbehalt hinsichtlich des Erlangens der
Bundesförderung vorsieht. Hierdurch werden Haftungsrisiken für den Fall ausgeschlossen, dass das
Projekt wegen eines ablehnenden Bescheids nicht durchgeführt werden kann.
Gemäß Bundeshaushaltsordnung ist die Beantragung und Bewilligung von Fördermitteln nur vor
Maßnahmebeginn zulässig. Eine Förderung im Rahmen des Bundesprogramms ist daher grundsätzlich
nicht (mehr) möglich, wenn mit der Maßnahme bereits begonnen wurde. Im Rahmen der
Antragstellung kann jedoch gleichzeitig ein vorzeitiger Maßnahmebeginn beantragt und von der
Bewilligungsbehörde im Einzelfall genehmigt werden; siehe hierzu Nr. 8 – Vorzeitiger
Maßnahmebeginn.
Erst
nach
positiver
Entscheidung
über
den
Antrag
auf
vorzeitigen
Maßnahmebeginn kann das Vorhaben begonnen werden. Zu beachten ist jedoch, dass aus der
positiven Entscheidung über den vorzeitigen Maßnahmebeginn kein Anspruch auf spätere Bewilligung
des Hauptantrages erwächst.
Bei der Ausschreibung der Baumaßnahme und des Netzbetriebs im Betreiber- bzw. der Leistungen im
Wirtschaftlichkeitslückenmodell
sind
jeweils
beihilferechtlich
die
Vorgaben
der
NGA-
Rahmenregelung für das Auswahlverfahren und die Verpflichtungen des ausgewählten Anbieters zu
berücksichtigen (§§ 5 bis 7 der NGA-Rahmenregelung).
Hinsichtlich der technischen Anforderungen an das aufzubauende Netz wird insbesondere auf das
Dokument „Einheitliches Materialkonzept und Vorgaben für die Dimensionierung passiver
Infrastruktur im Rahmen des geförderten Breitbandausbaus (Version 4.0) hingewiesen.
Die Ausschreibungen sind auf dem zentralen Online-Portal
www.breitbandausschreibungen.de
zu
veröffentlichen.
4.1. Zuwendungsempfänger (Antragsteller)
Das Förderprogramm wendet sich an Gemeinden bzw. Landkreise. Diese initiieren die
Ausbauprojekte, stellen die Anträge im Förderverfahren, führen Ausschreibungen durch und
koordinieren die Projekte vor Ort. Sie leiten die zugewendeten Gelder zu 100 Prozent an die
Begünstigten
weiter,
die
sie
im
Wege
von
Ausschreibungen
ermitteln
(Wirtschaftlichkeitslückenförderung) bzw. verwenden die Mittel ausschließlich für die Errichtung der
geförderten Infrastruktur, die sie dann in Form einer Sachbeihilfe dem im Wege der Ausschreibung
ermittelten Netzbetreiber als Begünstigtem zur Verfügung stellen (Betreibermodell).
Im Falle der Übernahme der Aufgaben durch einen Landkreis oder einen interkommunalen Verbund,
übertragen die Kommunen die Aufgaben an die jeweilige Organisation. Dieser Aufgabenübertrag
muss schriftlich erfolgen und kann z. B. über einen öffentlich-rechtlichen Vertrag oder eine

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unterzeichnete Kooperationserklärung für die Dauer und den Umfang des beantragten Projektes
erfolgen.
Falls Kommunen ihre diesbezüglichen Aufgaben auf eigene Unternehmen (Zweckgesellschaften)
übertragen haben, können auch diese Zuwendungsempfänger werden. Eine Voraussetzung dabei ist,
dass sich diese Gesellschaften zu 100 Prozent in kommunaler Hand befinden. Für eine Teilnahme am
Förderprogramm ist es unschädlich, wenn diese Gesellschaften auch das Eigentum am Netz erhalten,
solange die Gebietskörperschaft auch unter diesen Umständen stets die Einhaltung der
Förderbedingungen sicherstellen kann. Kann sie die Förderbedingungen nicht sicherstellen (etwa
durch Verkauf des Netzes aus einer etwaigen Konkursmasse etc.), muss – ggf. mittels einer Bürgschaft
oder anderer geeigneter Maßnahmen – die gesicherte Rückzahlung der Fördermittel gewährleistet sein.
4.2. Begünstigte
Als Begünstigte kommen nur privatwirtschaftliche Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze in
Betracht. Diese müssen in einem offenen und transparenten Auswahlverfahren ermittelt werden und
führen den Ausbau und den Betrieb entweder selbst durch (Wirtschaftlichkeitslückenmodell) oder
bekommen die von der Kommune errichtete Infrastruktur als Pächter zum Netzbetrieb von der
Kommune zur Verfügung gestellt (Betreibermodell). Bei der Definition privatwirtschaftlicher
Unternehmen kommt es nicht auf die Eigentumsverhältnisse an, so dass an diesen Unternehmen auch
kommunale Anteilseigner beteiligt sein können. Entscheidend ist, dass dieses Unternehmen
keine
wettbewerbsverzerrenden Sondervorteile
aufweist.
4.3. Auszahlung, zuwendungsfähige Ausgaben und Zahlungsintervalle
Die Auszahlung erfolgt für alle Zuwendungsgegenstände im Wege des Anforderungsverfahrens.
Abweichend von Nr. 1.3 der ANBest-Gk bzw. Nr. 1.4 ANBest-P darf eine Auszahlung der
Zuwendung grundsätzlich nur insoweit und nicht eher angefordert werden, als sie der Erstattung
förderfähiger, tatsächlich entstandener und gezahlter Ausgaben des Zuwendungsempfängers im
Rahmen des Zuwendungszwecks dient (Erstattungsprinzip).
Weitere Anforderungen ergeben sich u.a. aus den Nebenbestimmungen und den hier folgenden
Ausführungen.
4.3.1. Kostenbegriff (Wirtschaftlichkeitslücke)
Unter Kosten im Sinne von 3.1 der Förderrichtlinie sind Ausgaben zu verstehen, die:
während des Projektzeitraums tatsächlich getätigt werden
zur Zielerreichung gem. Förderbescheid erforderlich sind.
Kosten, die während der Projektlaufzeit aller Voraussicht nach nicht zu Ausgaben führen, dürfen nicht
angesetzt werden. Hierunter fallen:
kalkulatorische Positionen, die nicht zu Ausgaben führen
Positionen, die außerhalb des Projektzeitraums liegen
Positionen, deren Notwendigkeit nach üblicher Netzbetriebspraxis nicht gegeben ist.

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Die Ausgaben, die zu Projektbeginn noch nicht feststehen oder bereits angefallen sind (etwa für
Wartung, Ersatz etc.), können geschätzt werden und werden mit ihrem Barwert als Kosten i.S. der Nr.
3.1 der Förderrichtlinie in Ansatz gebracht.
Grundsätzlich gilt: Der Betrachtungszeitraum für die Ermittlung des Barwertes aller Einnahmen
entspricht dem Betrachtungszeitraum für die Ermittlung des Barwertes aller Kosten i.S. der Nr. 3.1 der
Förderrichtlinie. Dieser Zeitraum entspricht der Zweckbindungsfrist. Dies bedeutet im Ergebnis, dass
keine Kosten angesetzt werden dürfen, die außerhalb der Zweckbindungsfrist anfallen. Durch diese
Regelung soll sichergestellt werden, dass allen angesetzten Kosten stets auch die in dem gleichen
Zeitraum anfallenden Einnahmen gegenübergestellt werden.
Kalkulatorische Kostenpositionen, die über die Zweckbindungsfrist hinausreichen, dürfen somit nicht
angesetzt werden. Erwartet der Betreiber über die Zweckbindungsfrist hinaus Kosten, die die
Einnahmen übersteigen, so steht es dem Zuwendungsempfänger frei, bei Antragstellung den
Zweckbindungszeitraum entsprechend auszuwählen, um diese Kostenpositionen abdecken zu können.
4.3.2. Eigenleistungen der Kommune
Tiefbauarbeiten im Betreibermodell sind grundsätzlich durch ein Vergabeverfahren zu vergeben.
Beabsichtigt der Zuwendungsempfänger eine Eigenvornahme durch den kommunalen Bauhof oder
möchte er das Projekt durch andere Formen der Eigenleistung unterstützen (z.B. durch sog.
„Buddelvereine“), so hat er gegenüber dem Zuwendungsgeber darzulegen, dass der Markt die
Leistungen nicht oder nur zu höheren Kosten anbietet.
Bei dem Fördermittelbedarf darf der Zuwendungsempfänger eigene Bauleistungen nur insoweit in den
Projektkosten berücksichtigen, als diese für ihn zusätzliche Ausgaben nach sich ziehen. Ausgaben, die
auch ohne die Durchführung angefallen wären, sind nicht förderfähig. Hierzu zählen grundsätzlich die
Personalkosten für Mitarbeiter des Zuwendungsempfängers.
4.4. Mitverlegung
von
Infrastrukturen
zur
späteren
eigenwirtschaftlichen
Erschließung nicht-förderfähiger Gebiete / Gebietsteile im Rahmen des
Förderverfahrens
Sowohl im Rahmen der Förderrichtlinie geförderte TK-Unternehmen als auch nicht-geförderte TK-
Unternehmen („Dritte“) sind grundsätzlich dazu befugt, geförderte Bauarbeiten für die Verlegung
eigener Telekommunikationsinfrastruktur zum Ausbau von nicht geförderten Gebieten zu nutzen.
Hierbei gelten für die nicht-geförderten TK-Unternehmen (Dritte) die Anforderungen des § 77i TKG.
4.5. Erreichen
der
Aufgreifschwelle
bei
der
Förderung
von
Schulen,
Krankenhäusern und Gewerbegebieten
4.5.1 Schulen
Maßgebliches Kriterium für die Förderfähigkeit eines Gebietes gemäß den Breitbandleitlinien der EU
ist die Aufgreifschwelle von 30 Mbit/s. Deren Unterschreitung bedeutet, dass es sich insoweit um ein
unterversorgtes Gebiet handelt (weißer NGA-Fleck).

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Die Leitlinien definieren keinen konkreten Bezugspunkt für die Feststellung eines weißen Flecks. Aus
dem Kontext der Leitlinien ergibt sich allerdings, dass die Versorgung der Endnutzer in Bezug auf die
Datenrate maßgeblich sein soll. Nur wenn für die Schule eine ausreichende Datenversorgung
bereitsteht, kann die Schule als versorgt gelten und eine Förderung scheidet aus.
2
In Analogie zu
Haushalten ist eine Schule dann als versorgt im Sinne der Breitbandrichtlinien anzusehen, wenn neben
der Schulverwaltung jeder Klasse einer Schule dauerhaft eine Datenversorgungsrate von 30 Mbit/s zur
Verfügung stehen kann. Dies gilt sinngemäß auch für andere Bildungseinrichtungen. Im Fall kleiner
Klassen wird der Wert der der Aufgreifschwelle auf 23 Schüler bezogen.
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Der erhaltene Wert wird
dann auf die nächste volle Stufe aufgerundet (siehe Beispiel 2).
Beispiele:
-
Eine Berufsschule verfügt über 485 Schüler in 21 Klassen. Die Aufgreifschwelle beträgt
21*30 MBit/s (Schülerversorgung) + 30 MBit/s (Schulverwaltung) = 660 MBit/s.
-
Eine Volkshochschule betreut 240 Teilnehmer in 20 Kursen. Die Aufgreifschwelle beträgt
240/23 * 30 MBit/s (Kursteilnehmer) + 30 MBit/s (Verwaltung) = 360 MBit/s.
Auslegungshilfe Schulen:
- allgemeinbildende, berufliche sowie Förderschulen in jedweder Trägerschaft
- Einrichtungen der sonstigen Aus- und Weiterbildung in öffentlicher Trägerschaft wie z. B.
Volkshochschulen.
Implikationen für das Förderverfahren:
o
Es ist möglich, Schulen im Rahmen eines Gesamtförderantrages zu berücksichtigen
o
Im Rahmen eines Sonderaufrufes sind ab dem 15.11.2018 auch Schulen förderfähig, die in
ansonsten sog. grauen Flecken liegen, solange dort die nutzerbezogene Aufgreifschwelle in Höhe von
30 MBit/s pro Klassenzimmer nicht erreicht ist
(Einzelanschlussförderung). Alle diese
Einzelanschlüsse sollten möglichst zusammengefasst werden, da pro Gebietskörperschaft aus Gründen
der Effizienz der Erschließung der Gesamtheit aller Einzelanschlüsse in der Regel nur ein Antrag
möglich ist.
o
Alle
Zuwendungsempfänger,
die
noch
nicht
mit
einem
zweiten
Förderbescheid
(„Förderbescheid über die endgültige Höhe“) beschieden sind, können Ihre diesbezüglichen
Änderungswünsche für das Fördergebiet im Rahmen des laufenden Verfahrens mit dem Projektträger
abstimmen.
4.5.2 Krankenhäuser
2
Dabei wird von der am Schulgebäude ankommenden Bandbreite ausgegangen.
3
Dabei wird lt. OECD-Studie für Deutschland eine durchschnittliche Anzahl Schüler pro Klasse von 23
angenommen.
Siehe
http://www.oecd-ilibrary.org/education/bildung-auf-einen-blick-2013-oecd-
indikatoren_eag-2013-de.

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Ein den Haushalten vergleichbares Niveau der Versorgung mit 30 Mbit/s ist bei Krankenhäusern als
erreicht anzusehen, wenn neben der allgemeinen Krankenhausverwaltung auch für jede(s)
medizinische Station/Fachabteilung/Institut oder pro 11 Betten eine Datenrate von 30 Mbit/s zur
Verfügung steht.
Beispiel:
Ein großes Allgemeinkrankenhaus verfügt über 13 Stationen mit insgesamt 296 Betten (dies entspricht
gerundet 27 *11 Betten). Liefert der aktuelle Anschluss am Gebäude des Krankenhauses weniger als
840 MBit/s (27*30 MBit/s + 30 MBit/s (Verwaltung), gilt dieses Krankenhaus als unterversorgt und
ist als weißer Fleck grundsätzlich förderfähig.
4.5.3 Gewerbegebiete
Ein den Haushalten vergleichbares Niveau der Versorgung mit 30 Mbit/s ist in Gewerbegebieten als
erreicht anzusehen, soweit in den ansässigen Unternehmen nicht nur der Unternehmensleitung,
sondern auch jedem internetverbundenen Arbeitsplatz / Betriebsmittel eine Datenrate von 30 Mbit/s
zur Verfügung steht. Die Förderung eines Gewerbegebiets ist dann möglich, wenn bei mindestens drei
ortsansässigen Gewerbebetrieben von einem entsprechenden Bedarf auszugehen ist.
5. Sonderprogramm
Gewerbegebiete
zur
Förderung
der
Breitbandanbindung von Industrie- und Gewerbegebieten sowie Häfen
mit mind. 1 Gbit/s (symmetrisch)
Abweichend vom regulären Förderverfahren im Rahmen des Bundesförderprogramms Breitband
können für Gewerbe- und Industriegebiete sowie für Häfen auf Basis eines zeitlich und finanziell a
priori nicht beschränkten Sonderaufrufes Förderanträge nach 3.1 und 3.2 und 3.3 dieser Richtlinie
gestellt werden. Die Förderhöchstsumme wird im Hinblick auf die Fördergegenstände gem. Nr. 3.1
und 3.2 auf eine Mio. Euro je Projekt begrenzt und die Bagatellgrenze auf 10 000 Euro festgelegt.
Für jedes Unternehmen im Gewerbegebiet sind zuverlässig Bandbreiten von mindestens einem Gbit/s
symmetrisch zu ermöglichen.
Es ist darauf hinzuweisen, dass die allgemeinen Zuwendungsvoraussetzungen gelten und deshalb
insbesondere ein
Markterkundungsverfahren durchgeführt werden muss.
Antragsfähig sind
demnach nur diejenigen Gebietsteile innerhalb der Zielgebiete, in denen in den nächsten drei Jahren
kein privatwirtschaftlicher Ausbau erfolgt. Die für die Antragsstellung vorzulegenden Informationen
werden auf der Online-Plattform
www.breitbandausschreibungen.de
näher erläutert.
5.1. Umfang der Förderung in Gewerbegebieten
Die Fördermaßnahme umfasst sowohl den Aufbau der gesamten NGA-Infrastruktur bis zum
Grundstück des Adressinhabers als auch die Verlegearbeiten auf dem Privatgrundstück bis zum
Hausanschlusspunkt (APL) an der Innenseite der Gebäudeaußenwand (Hausanschluss). Förderfähig ist
der Hausanschlusspunkt in demjenigen Gebäude des Adressinhabers, welches für den Hausanschluss
geeignet und vom Netzverknüpfungspunkt am günstigsten zu erreichen ist.

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Erklärt sich ein Eigentümer nicht bereit, einem Anschluss auf seinem Grundstück zuzustimmen,
erfolgt die Erschließung für dieses Grundstück „homes passed“. Entscheidet sich der Eigentümer zu
einem späteren Zeitpunkt für einen Anschluss, so müssen die individuell anfallenden Kosten für die
Verlegearbeiten sowie die Kosten des Hausanschlusses auf eigene Rechnung beglichen werden.
6. Betreibermodell (nach Nr. 3.2 der Richtlinie)
6.1. Maßnahmebeginn im Betreibermodell
Der Maßnahmebeginn im Rahmen des Betreibermodells ist der Abschluss eines Vertrages mit dem
Bauunternehmen. Der Abschluss des Vertrages mit dem Pächter des Netzes (Netzbetreiber) stellt
keinen vorzeitigen Maßnahmebeginn dar, sondern ist Voraussetzung für die endgültige Bewilligung
(siehe Nr. 8 C 4. der Förderrichtlinie). Dieser Vertragsschluss kann jederzeit erfolgen, muss jedoch
spätestens vor der endgültigen Bewilligung nachgewiesen werden.
4
6.2. Verfahrensablauf im Betreibermodell
Im Rahmen des Betreibermodells werden Bauleistungen für die Errichtung der passiven Infrastruktur
und der spätere Netzbetrieb separat ausgeschrieben. Dabei wird die Antragstellung zur
Bundesförderung in der Regel vor der Ausschreibung der Bauleistung stattfinden. Das
Zuschlagskriterium „Eigenleistung, alternative Verlegemethoden“ gemäß Nr, 6.3 der Richtlinie ist im
Fall des Betreibermodells in das Verfahren zur Auswahl eines Netzplaners bzw. eines
Bauunternehmens, das auch die Netzplanung durchführt, aufzunehmen. Nach Erteilung des Zuschlags
erfolgt die endgültige Bewilligung. Dabei ist der gesicherte Netzbetrieb gemäß Nr. 8 C 4. der
Förderrichtlinie nachzuweisen. Der Netzbetrieb ist daher vor oder zeitgleich zur Bauleistung
auszuschreiben. Die Antragstellung auf Bundesförderung kann jedoch auch nach oder während der
Ausschreibung der Bauleistungen erfolgen.
Die nachfolgende Abbildung zeigt den Verfahrensablauf im Regelfall. Die Antragstellung im
Bundesförderprogramm erfolgt vor Beginn des Ausschreibungsverfahrens für die Bauleistungen. Der
Antragsteller erhält einen Zuwendungsbescheid in vorläufiger Höhe, der insbesondere eine
Förderzusage
sowie
eine
vorläufige
Fördersumme
enthält. Mit
dieser
Zusicherung
der
Bundesförderung beginnt der Antragsteller die Ausschreibung. Nach deren Ende teilt der Antragsteller
der Bewilligungsbehörde das Ergebnis der Ausschreibung mit und übermittelt die notwendigen
Informationen zum Vertragsschluss. Zudem ist der Nachweis des gesicherten Netzbetriebs zu
erbringen. Anhand dieser Informationen stellt die Bewilligungsbehörde den abschließenden
Förderbescheid aus.
4
Um Haftungsrisiken zu vermeiden, ist bei der Ausschreibung des Netzbetriebes darauf zu achten, dass ein
Vorbehalt hinsichtlich des Erlangens der Bundesförderung erfolgt.

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13
Abbildung 1 - Verfahrensablauf im Betreibermodell im Regelfall
Alternativ dazu kann die Ausschreibung der Bauleistungen auch vor der Antragstellung im
Bundesförderprogramm begonnen werden. In diesem Fall wird das Vergabeverfahren parallel zur
Ausschreibung des Netzbetriebs soweit durchlaufen, bis ein Bauunternehmer ausgewählt ist. Das
konkrete Angebot des Bauunternehmers wird der Bewilligungsbehörde gemeinsam mit dem Nachweis
des
gesicherten
Netzbetriebs
im
Rahmen
der
Antragstellung
zum
abschließenden
Bewilligungsbescheid vorgelegt, die nach Antragsprüfung den abschließenden Zuwendungsbescheid
fertigt. Erst dann kann der Vertragsabschluss mit dem Bauunternehmer erfolgen. Bei dieser Variante
muss berücksichtigt werden, dass die für die Antragsbearbeitung notwendige Zeit im
Vergabeverfahren eingehalten wird, um Verzögerungen zu vermeiden.
Abbildung 2 - Alternatives Antragsverfahren im Betreibermodell
7. Wirtschaftlichkeitslückenmodell (nach Nr. 3.1 der Richtlinie)
7.1. Maßnahmebeginn Wirtschaftlichkeitslückenmodell
Der Maßnahmebeginn im Rahmen des Wirtschaftlichkeitslückenmodells ist der Abschluss eines
Vertrages mit dem Telekommunikationsunternehmen über Netzausbau und Netzbetrieb.
7.2. Verfahrensablauf im Wirtschaftlichkeitslückenmodell
Die Kommune schreibt den Auf-/Ausbau der erforderlichen Infrastruktur und den Netzbetrieb
zusammen aus, das heißt, Infrastrukturausbau und Netzbetrieb werden vom selben Unternehmen
übernommen. Dabei wird die Antragstellung zur Bundesförderung in der Regel vor der Ausschreibung
der Bauleistung stattfinden. Die Ausschreibung hat das Ziel, die wirtschaftlichste Lösung für Aufbau
und Betrieb zu ermitteln. Das Zuschlagskriterium „Eigenleistung, alternative Verlegemethoden“
gemäß Nr. 6.3 der Richtlinie ist im Fall des Wirtchaftlichkeitslückenmodells in das Verfahren zur

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14
Auswahl eines Telekommunikationsunternehmens aufzunehmen. Die Höhe des geltend gemachten
Förderbedarfs, das heißt die Wirtschaftlichkeitslücke, wird hierbei maßgeblich sein.
Die nachfolgende Abbildung zeigt den Verfahrensablauf im Regelfall. Die Antragstellung im
Bundesförderprogramm erfolgt vor Beginn des Ausschreibungsverfahrens. Der Antragsteller erhält
einen Zuwendungsbescheid mit Vorbehalt, der insbesondere eine Förderzusage sowie eine vorläufige
Fördersumme enthält. Mit dieser Zusicherung der Bundesförderung beginnt der Antragsteller die
Ausschreibung. Nach deren Ende teilt der Antragsteller der Bewilligungsbehörde das Ergebnis der
Ausschreibung mit und übermittelt die notwendigen Informationen zum Vertragsschluss. Anhand
dieser Informationen stellt die Bewilligungsbehörde den abschließenden Förderbescheid aus.
Abbildung 3 - Verfahrensablauf im Wirtschaftlichkeitslückenmodell im Regelfall
Alternativ dazu kann die Ausschreibung auch vor der Antragstellung im Bundesförderprogramm
begonnen werden. In diesem Fall wird das Vergabeverfahren soweit durchlaufen, bis ein Netzbetreiber
in die nähere Auswahl gekommen ist. Das konkrete Angebot des Netzbetreibers wird der
Bewilligungsbehörde im Rahmen der Antragstellung vorgelegt, die nach Antragsprüfung den
abschließenden Zuwendungsbescheid fertigt. Erst dann kann der Vertragsabschluss erfolgen. Bei
dieser Variante muss berücksichtigt werden, dass die für die Antragsbearbeitung notwendige Zeit im
Vergabeverfahren eingehalten wird, um Verzögerungen zu vermeiden.
Abbildung 4 - Alternatives Antragsverfahren im Wirtschaftlichkeitslückenmodell
8. Antrag auf vorzeitigen Maßnahmebeginn
Ein Antrag auf vorzeitigen Maßnahmebeginn kann separat gestellt und von der Bewilligungsbehörde
genehmigt werden. Dies ist möglich, solange noch kein Vertragsschluss stattgefunden hat. Ein Antrag
auf vorzeitigen Maßnahmebeginn kann somit nicht rückwirkend gestellt werden.
Ein Antrag auf vorzeitigen Maßnahmebeginn kann bei Antragstellung über die Online-Plattform unter
www.breitbandausschreibungen.de
zum Ausbauvorhaben gestellt werden. Dem Antrag ist eine
Begründung beizufügen. In der Begründung muss der Bedarf eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns
ausreichend dargelegt und möglicherweise entstehende Nachteile eines regulären Beginns der
Maßnahmen plausibel erläutert werden. Hintergrund hierfür sind die haushaltsrechtlichen Vorgaben in
den §§ 23 und 44 BHO (bzw. die entsprechenden Regelungen in den Landeshaushaltsordnungen)
sowie in den Verwaltungsvorschriften (VV) Nr. 1.3 zu § 44 BHO. Danach dürfen Zuwendungen nur
gewährt werden, wenn die Zweckerfüllung ohne die Zuwendung nicht oder nicht im notwendigen

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15
Umfang erreicht werden könnte. Beginnt ein potentieller Zuwendungsempfänger aber eine Maßnahme
ohne die Zustimmung zum vorzeitigen (Bau-)Beginn, so wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass
er die Mittel bereits hat und die Maßnahme daher auch ohne die Zuwendung durchgeführt werden
kann.
Gründe für einen vorzeitigen Maßnahmebeginn liegen insbesondere dann vor, wenn durch
Baukoordination und Synergienutzung wesentliche Kosten des Breitbandausbaus (und somit auch
staatliche Mittel) eingespart werden könnten und bei einem späteren Beginn diese Optionen verloren
gingen.
Weitere Begründungsansätze können die folgenden sein:
Der zeitnahe Beginn kann notwendig werden, um die Einbettung in ein größeres, bereits
laufendes Gesamtprojekt sicherstellen zu können und damit Synergieeffekte und
Kosteneinsparungen nutzbar zu machen.
Im Falle von Projekten mit einer Vielzahl an beteiligten Kommunen können Beschlüsse der
jeweiligen Gemeinde-/Stadträte erforderlich sein, um eine Ausschreibung starten zu können.
Der vorzeitige Maßnahmebeginn stellt sicher, dass eine Ausschreibung und die entsprechende
Abstimmung mit allen beteiligten Kommunen möglichst zeitnah nach Antragstellung
vorbereitet werden kann.
Wird der vorzeitige Maßnahmebeginn bewilligt, so erfolgt der Beginn des Vorhabens (vor Erhalt eines
Förderbescheides) auf eigenes Risiko des Antragstellers. Eine verbindliche Bewilligung und
Mittelzusage ist mit der Erteilung der Ausnahme nicht verbunden.
Im Rahmen des Betreibermodells stellt sich das Verfahren bei beantragtem vorzeitigen
Maßnahmenbeginn wie folgt dar:
Abbildung 5 - Verfahrensablauf mit vorzeitigem Maßnahmebeginn im Betreibermodell
Das Verfahren im Wirtschaftlichkeitslückenmodell ist grundsätzlich vergleichbar. Es erfolgt jedoch
nur eine Ausschreibung, die sowohl den Aufbau als auch den Betrieb des Netzes umfasst.
Abbildung 6 - Vorzeitiger Maßnahmebeginn im Wirtschaftlichkeitslückenmodell

16
9. Markterkundungsverfahren
Im Markterkundungsverfahren wird ermittelt, ob innerhalb der nächsten drei Jahre voraussichtlich ein
privatwirtschaftlicher Ausbau eines NGA-Netzes erfolgen wird. Daher ist eine abgeschlossene
Markterkundung eine Grundvoraussetzung für einen Antrag im Rahmen des Bundesförderprogramms.
Ein Antrag auf Förderung im Rahmen des Bundesprogramms setzt voraus, dass das Ergebnis der
Markterkundung
nicht
älter
als
zwölf
Monate
ist
und
es
auf
der
Online-Plattform
www.breitbandausschreibungen.de
veröffentlicht wurde.
Voraussetzung für ein ab bzw. nach dem 1.8.2018 gestartetes Markterkundungsverfahren ist, dass das
Markterkundungsverfahrenes für einen Zeitraum von mindestens acht Wochen auf dem Online-Portal
www.breitbandausschreibungen.de
zur Stellungnahme eingestellt wird. Markterkundungsverfahren,
die vor dem 01.08.2018 mit einer Laufzeit von vier Wochen durchgeführt wurden, werden anerkannt
(Bestandsschutz).
Im Rahmen der Abfrage wird ermittelt, welche Teile des Gebietes, für das eine Förderung angestrebt
wird, voraussichtlich in den nächsten drei Jahren unter Marktbedingungen mit schnellem Internet
versorgt werden. Dadurch wird der Vorrang des privaten Telekommunikationsinfrastrukturausbaus
gewährleistet. Die voraussichtlich mit mindestens 30 Mbit pro Sekunde versorgten Teile werden im
Anschluss an die Markterkundung aus dem abgefragten Gebiet herausgenommen. Dieser Schritt ist
notwendig, da eine zuverlässige Versorgung mit 30 Mbit pro Sekunde nach den geltenden Vorgaben
der Europäischen Kommission bereits ein NGA-Netz kennzeichnet und diese Gebiete damit
beihilferechtlich nicht mehr förderfähig sind. Dadurch wird das Ausbaugebiet so abgegrenzt, dass die
Fördermaßnahme nicht zu einer Überlagerung bestehender oder zum Aufbau vorgesehener
Infrastruktur führt.
9.1. Durchführung des Markterkundungsverfahrens
Zunächst wird ein noch nicht mit mindestens 30 Mbit pro Sekunde erschlossenes Gebiet abgegrenzt.
Beachten Sie bitte auch die Hinweise zur Aufgreifschwellen im Falle von Schulen, Gewerbegebieten
unter Nr. 4. Auf dem zentralen Online-Portal
www.breitbandausschreibungen.de
veröffentlicht die
kommunale Gebietskörperschaft dieses Gebiet geografisch als beabsichtigtes Erschließungsvorhaben
mit einer Beschreibung der darin vorhandenen Breitbandversorgung einschließlich Mobilfunk. Hierzu
kann hilfsweise der Breitbandatlas des Bundes herangezogen werden. Die Gebietskörperschaft fordert
zusätzlich zur Veröffentlichung auf
www.breitbandausschreibungen.de
alle regional tätigen sowie
interessierten Unternehmen schriftlich mit einer Frist von acht Wochen zur Stellungnahme auf.
Im Rahmen ihrer Stellungnahmen sollen die Telekommunikationsunternehmen für das der Anfrage
zugrundeliegende Gebiet die vorhandenen Up- und Download-Geschwindigkeiten sowie ihre
diesbezüglichen Ausbaupläne (einschließlich Mobilfunk) für die nächsten drei Jahre angeben. Die
Pläne können sich dabei auf das gesamte abgefragte Gebiet oder nur auf Teile davon beziehen. Auch
der Aufbau eines NGA-Netzes durch die Nutzung bestehender alternativer Infrastrukturen oder die
Inanspruchnahme vorabregulierter Vorleistungen ist relevant. Maßgeblich für die Berechnung der
Drei-Jahres-Frist ist der Zeitpunkt der tatsächlichen Einsetzung des Netzes, gerechnet ab der
Veröffentlichung der Markterkundung.
Die am Markterkundungsverfahren teilnehmenden Unternehmen müssen einen detaillierten Zeitplan
mit Meilensteinen für den Netzausbau sowie Belege für eine adäquate Finanzierung oder sonstige
Nachweise vorlegen, die glaubhaft belegen, dass die geplanten Investitionen realisiert werden. Für die
Durchführung
des
Markterkundungsverfahrens
wurden
mit
den
Bundesländern
Mindestnachweispflichten
abgestimmt,
die
für
die
Darstellung
konkreter
Ausbau-
und

17
Modernisierungspläne in den nächsten drei Jahren ausreichend sind. Diese Nachweispflichten sind
unter Nr. 3.5 im Leitfaden zum Breitbandausbau des Breitbandbüros des Bundes verfügbar.
9.2. Mindestanforderungen an die Angaben der ausbauwilligen Anbieter im
Rahmen einer Markterkundung
Liegen positive Rückmeldungen im Markterkundungsverfahren vor, so sind diese Gebiete im
Regelfall von der Teilnahme am Bundesförderprogramm auszuschließen. Dies entspricht dem
Grundsatz, den Ausbau vorrangig durch den Markt sicherzustellen.
Liegen Daten in nicht-ausreichender Detailschärfe vor, so ist ggf. nachzubessern, damit
Gebietskörperschaften sich ein hinreichend genaues Bild über den Zuschnitt etwaiger weißer Flecken
machen können. Dabei kann die Gebietskörperschaft von ausbauwilligen Anbietern beispielsweise
einen Zeitplan mit Meilensteinen, eine Darlegung des Ausbauumfanges und der zum Einsatz
kommenden Technik verlangen. Ausbauwillige Anbieter müssen hinreichend plausibel darlegen, dass
der Abschluss der Ausbauarbeiten in drei Jahren erfolgt sein wird. Eine fehlende vertragliche Bindung
des grundsätzlich ausbauwilligen Unternehmens kann alleine nicht dazu führen, dass das Gebiet als
unterversorgt angesehen und ein Antrag auf Bundesförderung gestellt werden kann.
Entscheidungen, ein Markterkundungsverfahren nicht anzuerkennen und für Gebiete trotz bekundetem
Ausbauwillen einzelner Unternehmen einen Antrag auf Bundesförderung zu stellen, müssen die
Gebietskörperschaften vornehmen. Ein einfacher Verweis auf die Unverbindlichkeit des bekundeten
Ausbauwillens im Markterkundungsverfahren sind in keinem Falle ausreichend. Es ist immer eine
Gesamtschau vorzunehmen und die Ernsthaftigkeit des Ausbauwillens ausführlich vor dem
Hintergrund des Vorrangs privater Investitionen zu erkunden und das Ergebnis der Abwägung zu
dokumentieren.
9.3. Ergebnisse des Markterkundungsverfahrens
Die
Ergebnisse
der
Markterkundung
sind
auf
dem
zentralen
Online-Portal
www.breitbandausschreibungen.de
zu veröffentlichen.
Die Ergebnisse der Markterkundung sind bei der abschließenden räumlichen Abgrenzung des
Projektgebietes entsprechend zu berücksichtigen. Bekundet ein Unternehmen seinen Ausbauwillen
erst nach abgeschlossenem Markterkundungsverfahren, so ist dieser Ausbauwille nur bei vertraglicher
Verpflichtung des ausbauwilligen Unternehmens und nur dann durch die Gemeinde zwingend zu
berücksichtigen, solange noch kein Antrag auf Bundesförderung gestellt wurde.
10.Gebietsabgrenzung
Bei der Gebietsabgrenzung geht es darum, ein Gebiet zu definieren, in dem ein geförderter Ausbau
sowohl notwendig als auch beihilferechtlich zulässig ist. Dieses muss nicht mit den
Verwaltungsgrenzen der beteiligten Gebietskörperschaften übereinstimmen. Die Ausbaugebiete
müssen so abgegrenzt werden, dass ausschließlich weiße NGA-Flecken erfasst sind und keine
Überlagerung bestehender Infrastruktur erfolgt. Eine Ausnahme ist dann möglich, wenn

18
außergewöhnliche Umstände
5
dies erfordern, um die Erschließung des Ausbaugebiets zu
gewährleisten.
Die Gebiete, in denen ein geförderter Ausbau stattfinden soll, müssen nicht zwingend geografisch
miteinander zusammenhängen. Vielmehr können auch mehrere geografisch voneinander getrennte
Gebiete für ein gefördertes Projekt zusammengefasst werden. Es sollten möglichst große Gebiete
erschlossen werden, um den Ausbau möglichst effizient zu gestalten und möglichst viele Bieter zu
erreichen.
Für die Abgrenzung der weißen NGA-Flecken kann der Breitbandatlas des Bundes herangezogen und
durch vor Ort verfügbare Informationen bzw. Angaben der Netzbetreiber ergänzt werden. Zu diesen
gehören auch die im Rahmen des Markterkundungsverfahrens eingegangenen Stellungnahmen. Sofern
ein privatwirtschaftlicher Netzbetreiber glaubhaft einen nicht-geförderten Ausbau angemeldet hat,
kann dieses Gebiet nicht weiter als weißer NGA-Fleck definiert werden. Der Fördermittelbedarf ist im
Hinblick auf die Erschließung der identifizierten weißen NGA-Flecken darzustellen. Das
Antragsformular des Projektträgers stellt bereits eine auf dem Breitbandatlas des Bundes sowie
weiteren dem Projektträger bekannten Datenquellen basierende Karte mit den aus seiner Sicht noch
verbleibenden weißen Flecken dar. Diese kann nach gewissenhafter Prüfung für das Antragsverfahren
übernommen werden. Korrekturen sind ebenfalls möglich.
Es ergeben sich somit die folgenden Schritte zur Gebietsabgrenzung:
1. Gebietskörperschaft(en)
definieren
z.
B.
als
Zusammenschluss
innerhalb
ihres
Verwaltungsgebietes das Gebiet (zusammenhängend oder nicht), in dem ein geförderter
Ausbau stattfinden soll (Projektgebiet).
2. Gebietskörperschaft(en) führen Markterkundungsverfahren für dieses zuvor definierte Gebiet
durch.
3. Unternehmen melden die bereits durch NGA-versorgten oder binnen der nächsten drei Jahre
eigenwirtschaftlich zu erschließenden Teilgebiete, die in dem der Markterkundung
zugrundeliegenden Gebiet liegen.
4. Gebietskörperschaft(en) exkludieren die bereits mit NGA-versorgten und die nachweislich in
den nächsten drei Jahren auszubauenden Teilgebiete.
5. Das neue Gebiet umfasst nunmehr ausschließlich weiße (NGA-)Flecken.
6. Es ist antragsfähig, sofern alle Haushalte in diesem Gebiet mit Gigabitgeschwindigkeit
versorgt werden können.
11. Höhe und Laufzeit der Bundesförderung
Die Höhe der Bundesförderung ist abhängig von den zuwendungsfähigen Projektkosten und wird
durch die in der Förderrichtlinie festgesetzten Förderquoten begrenzt.
Die Bundesregierung ist durch die Bundeshaushaltsordnung gehalten, den Einsatz von Fördermitteln
effizient zu gestalten. Aus diesem Grund werden im Rahmen des Bundesförderprogramms die
Einnahmen aus dem Betrieb der geförderten Infrastruktur gegengerechnet und unterliegen ggf. einem
Rückforderungsmechanismus, um eine Überförderung zu vermeiden.
5
Außergewöhnliche Umständen können z.B. dann vorliegen, wenn eine zuverlässige Erschließung des
Projektgebietes mit bestehender Infrastruktur nicht geleistet werden kann und der Neubau von Infrastruktur (z.B.
im Backbone-Bereich) in einem geringen Maße zu einem Überbau führt.

19
11.1. Bagatell- und Höchstgrenze
Die Bagatellgrenze ist gemäß Förderrichtlinie bei 100.000 Euro angesetzt. Dies bedeutet, dass
Projektanträge für Infrastrukturmaßnahmen mit einer Fördersumme des Bundes von unter
100.000 Euro unzulässig sind. Für Beratungs-/Planungsleistungen gilt diese Bagatellgrenze nicht.
Die Förderobergrenze aus der Bundesförderung ist gemäß Förderrichtlinie bei 30 Mio. Euro pro
Vorhaben angesetzt. Die Förderobergrenze limitiert nur die Fördermittel aus dem Bundesprogramm,
stellt jedoch ausdrücklich keine Begrenzung der Projektkosten dar.
Die Fördergrenzen gelten nur für die Antragstellung und die daraufhin zu erfolgende Förderzusage.
Veränderungen danach, z. B. weil Maßnahmen nach 6.3 zu einer entsprechenden Kosteneinsparung
führen oder die Ausschreibung einen den zugesicherten Förderbetrag überschreitender Marktpreis
ergab, sind unabhängig von den Fördergrenzen.
11.2. Zuwendungsfähige Ausgaben im Betreibermodell
Anhand des folgenden Rechenbeispiels soll die Ermittlung der zuwendungsfähigen Ausgaben für das
Betreibermodell erläutert werden. Insbesondere die Gegenrechnung der Pachteinnahmen wird anhand
des Beispiels verdeutlicht.
Die Ausgaben einer Kommune für:
die Ausstattung von Leerrohren,
die Ausführung von Tiefbauleistungen oder
die Mitverlegung von Leerrohren bei anderweitig geplanten Erdarbeiten
belaufen sich auf insgesamt 20 Mio. Euro. Die Pachteinnahmen für einen Zeitraum von 20 Jahren
belaufen sich auf 10 Mio. Euro. Der für die Ermittlung des Barwertes bei Bundesprogrammen
grundsätzlich anzulegende Diskontierungszinssatz
6
der Bundesbank
7
für den Betrachtungszeitraum 20
Jahre
beträgt
Stand
Oktober
2015 1,21%. Bei einem konkreten
Nachweis,
dass die
Finanzierungskosten der Kommune über den Zeitraum des Pachtvertrags tatsächlich höher ausfallen
würden, kann dieser Zinssatz von der Bewilligungsbehörde zugrunde gelegt werden.
Aus diesen Angaben errechnen sich die zuschussfähigen
zuwendungsfähigen Ausgaben
unter
Berücksichtigung des Barwerts der Pachteinnahmen wie folgt:
20 – (10 * (1 / (1+0,0121)
20
)) =
12,14 Mio. Euro
[zuwendungsfähige Ausgaben] – [Barwert der Pachteinnahmen]
Die Bundesförderung errechnet sich daraus unter Zuhilfenahme der jeweiligen Fördersätze. Bei einem
Fördersatz von 50 Prozent beträgt die Zuwendung durch den Bund somit 6,07 Mio. Euro.
11.3. Einnahmen im Wirtschaftlichkeitslückenmodell
Für die Berechnung der Wirtschaftlichkeitslücke sieht § 6 Abs. 1 der NGA-Rahmenregelung vor, dass
diese aus der: „Differenz zwischen dem Barwert aller Einnahmen und dem Barwert aller Kosten des
6
Lt. Publikation des BMF:
http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Oeffentliche_Finanzen/Bundeshaushalt/personalkostensaetze-
2014-anl.pdf?__blob=publicationFile&v=3
7
https://www.bundesbank.de/de/statistiken/zeitreihen-datenbanken/zeitreihen-datenbank/743362!its?mode=its

20
Netzaufbaus und -betriebs“ zu bilden ist. Es wurde die Frage aufgeworfen, ob unter dem Begriff „alle
Einnahmen“ auch solche von Bestandskunden zu verstehen seien. Bestandskunden sind
Endverbraucher, die bereits vor dem geförderten Netzausbau Kunde des entsprechenden
Telekommunikationsunternehmens waren und die sich trotz der Verfügbarkeit einer höheren Datenrate
nach Netzausbau für kein höherwertiges Telekommunikationsprodukt entscheiden.
Die
Prüfung
der
Frage
ergab,
dass
sich
eine
Ungleichbehandlung
der
Telekommunikationsunternehmen ergibt, wenn unter den Begriff „alle Einnahmen“ auch Einnahmen
von Bestandskunden gezählt werden. Durch den Einbezug werden bestehende Einnahmen mit den
Kosten verrechnet, so dass die Teilnahme am Förderverfahren den Netzbetreiber wirtschaftlich
schlechter stellt. Nur die bereits im Fördergebiet aktiven Unternehmen verfügen über Bestandskunden,
Wettbewerber dagegen nicht. Bereits vor Ort aktive Telekommunikationsunternehmen werden somit
im Wettbewerb schlechter gestellt und zu einer Berechnung der Wirtschaftlichkeitslücke veranlasst,
die sich nicht an den eigenen betriebswirtschaftlichen Investitionsentscheidungen orientiert.
Vor diesem Hintergrund wird die Berechnung der Wirtschaftlichkeitslücke ab sofort wie folgt
konkretisiert:
Die Einnahmen aller Neukunden werden vollständig berücksichtigt.
Alle Einnahme aller Upgrader (Kunden, die aufgrund des neuen NGA-Netzes innerhalb des
Zweckbindungszeitraums auf ein höherwertiges Produkt wechseln) werden ab dem
prognostizierten Moment des Wechsels für die Restlaufzeit innerhalb der Zweckbindungsfrist
ebenfalls vollständig berücksichtigt.
Die Einnahmen der Bestandskunden werden nicht berücksichtigt, da diese die Möglichkeiten
des neuen NGA-Netzes nicht nutzen.
Durch die Herausnahme der Bestandskunden bei der Berechnung wird die Ungleichbehandlung von
Netzbetreibern mit Bestandskunden weitestgehend beendet. Da Bestandskunden die Möglichkeiten der
geförderten Infrastruktur nicht in Anspruch nehmen, steht dieses Vorgehen im Einklang mit der NGA-
Rahmenregelung.
11.4. Zuwendungsfähige Kosten im Wirtschaftlichkeitslückenmodell
Die Zuwendung soll eine Wirtschaftlichkeitslücke bei privatwirtschaftlichen Betreibern von
Breitbandinfrastrukturen schließen. Diese Lücke ist als die Differenz zwischen dem Barwert aller
Einnahmen
8
und dem Barwert aller Kosten des Netzaufbaus und -betriebs für einen Zeitraum von
mindestens sieben Jahren definiert.
Die Höhe und Zusammensetzung der Wirtschaftlichkeitslücke ist durch den im Vergabeverfahren
ausgewählten Netzbetreiber detailliert darzulegen und nachzuweisen. Sollten die durch den Betrieb
des Netzes generierten Erlöse wesentlich höher ausfallen als zum Zeitpunkt der Antragstellung
prognostiziert, greift ein Rückforderungsmechanismus gemäß der Förderrichtlinie bzw. der NGA-
Rahmenregelung.
11.5. Fördersätze
Die Bewilligungsbehörde entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen im jeweiligen Einzelfall über
die konkrete Förderhöhe bzw. -summe. Folgende Fördersätze sind festgesetzt:
8
Zur Berechnung der Einnahmen siehe Kapitel 11.3.

21
Der Fördersatz beträgt grundsätzlich 50 Prozent (Basisfördersatz) der zuwendungsfähigen
Ausgaben.
Der Basisfördersatz kann erhöht werden, wenn es sich bei dem Projektgebiet um ein Gebiet
mit einer geringen Wirtschaftskraft handelt. Eine negative Abweichung von dem auf
Gemeindeebene ermittelten einwohnerbezogenen Realsteuervergleich der letzten fünf Jahre
von mehr als 58 Punkten von der Standardabweichung des Bundesdurchschnitts führt zu einer
Erhöhung des Fördersatzes um 10 Prozentpunkte (ergibt einen Fördersatz von 60 Prozent der
zuwendungsfähigen Ausgaben). Eine negative Abweichung von mehr als 70 Punkten führt zu
einer Erhöhung des Fördersatzes um 20 Prozentpunkte (ergibt einen Fördersatz von
70 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben).
Die beantragende Gebietskörperschaft erhält im Antragsportal den für sie geltenden Fördersatz durch
Eingabe des Gemeindeschlüssels in das entsprechende Eingabefeld. Der anzuwendende Fördersatz
wird automatisch in den Antrag übernommen.
11.6. Fördersätze im Fall interkommunaler Kooperation
Erstreckt sich das Projektgebiet auf mehrere Kommunen, so wird der Fördersatz als gewichtetes Mittel
der Abweichungspunkte je Kommune
im Antragsverfahren automatisch rechnerisch ermittelt. Hierzu
sind die im Projektgebiet gelegenen Haushalte für die jeweilige Kommune separat zu ermitteln und im
Antrag anzugeben. Es wird somit eine Gewichtung nach später zu versorgenden Haushalten
vorgenommen. Die Wirtschaftskraft in den Gebieten, in denen mehr Haushalte durch die Maßnahme
erschlossen werden, werden in der Gesamtberechnung höher gewichtet als diejenigen, in denen
weniger Haushalte angeschlossen werden:
Der Fördersatz berechnet sich wie folgt: (∑
1
n
HH
n
* Abweichungspunkte Kommune
n
) / HH
HH
n
= Anzahl der Haushalte im Projektgebietsteil der an der Kooperation beteiligten Kommune n
Abweichungspunkte Kommune
n
= auf die beteiligte Kommune n entfallende spezifische
Abweichungspunktzahl
vom
Bundesschnitt
bei
der
Ermittlung
des
Realsteuervergleichs
HH = Anzahl aller Haushalte im gesamten Projektgebiet
11.7. Beispielrechnungen für Fördersätze
Nachfolgend einige Beispielrechnungen zur Bestimmung des Förderhöchstbetrags in Abhängigkeit
von den förderfähigen Ausgaben:
1. Fördersatz 50% (Basisfördersatz)
Der Zuwendungsempfänger erhält 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, jedoch
maximal 30 Mio. Euro Bundesförderung.
2. Berechnung des Fördersatzes im Falle kommunaler Kooperationen
Abweichungspunkte Kommune 1: 64 (10.000 HH im Projektgebiet der Kommune 1)
Abweichungspunkte Kommune 2: 98 (20.000 HH im Projektgebiet der Kommune 2)
Abweichungspunkte Kommune 3: 77 (30.000 HH im Projektgebiet der Kommune 3)
Beispiel:

22
Nach Anzahl der Haushalte im Projektgebiet ergibt sich nach obiger Vorgabe zur
Berechnung für ein Projekt der drei Beispielkommunen 1, 2 und 3 ein gewichtetes Mittel
der Abweichungspunkte von 81,8 Punkten.
Somit erhält das Projekt der kommunalen Kooperation einen Fördersatz i.H.v. 70%.
11.8. Ko-Finanzierung
Eine Ko-Finanzierung durch andere Förderprogramme (EU, Länder, private Geldgeber) ist möglich
und erwünscht. Auf diese Weise kann eine Gesamtförderung bis zu 90 Prozent der
zuwendungsfähigen Projektkosten erreicht werden. Es soll jedoch ein Eigenanteil von mind.
10 Prozent bei den beteiligten Kommunen verbleiben; für Ausnahmen siehe Nr. 11.9. dieses
Leitfadens resp. Nr. 6.6b und 6.6c der Förderrichtlinie des Bundes.
Eine Ko-Finanzierung durch andere Bundesförderprogramme ist grundsätzlich möglich (z.B.
Verwendung von GRW / GAK-Mitteln). Ausgeschlossen ist eine Ko-Finanzierung nach dem
Kommunalinvestitionsförderungsgesetz (KInvFG).
Bei der Ko-Finanzierung durch den Bund ist jedoch zu beachten, dass der Anteil der Bundesförderung
bezogen auf alle Finanzierungsbeiträge des Bundes grundsätzlich insgesamt nicht über die Fördersätze
(50 Prozent, ggf. 60 Prozent oder ggf. 70 Prozent) des Bundesförderprogramms Breitbandausbau
hinaus erhöht wird.
11.9. Kommunaler Eigenanteil
Der kommunale Eigenanteil von 10 Prozent kann für finanzschwache Kommunen
mit genehmigtem Haushaltssicherungskonzept oder
Kommunen in einem Haushaltssicherungsverfahren mit noch nicht genehmigtem Konzept
oder
Kommunen i. S. d. § 4 Abs. 1 der Verwaltungsvereinbarung zur Durchführung des KInvFG
(KInvFG I)
vom Land übernommen werden.
Der Eigenmittelbeitrag kann zu Lasten des Landes ebenfalls entfallen, wenn es sich um eine
Gebietskörperschaft mit geringer Wirtschaftskraft handelt. Dies ist der Fall, wenn der
Realsteuervergleich i.S. der Nr. 6.5 dieser Richtlinie eine negative Abweichung um mehr als 70
Punkte aufweist. Sollte sich erst im Laufe des Förderprojektes eine solche Abweichung ergeben, so
kann der Eigenmittelbeitrag ebenfalls vom Land übernommen werden.
Ebenfalls vom Land übernommen werden können die auf den Eigenmittelbeitrag der
Gebietskörperschaft entfallenden Mehrkosten der Projektumstellung im Falle einer nachträglichen
Erhöhung der Fördersumme auf Grund der Umstellung des Fördervorhabens auf Gigabit-Netze.
11.10. Rechenbeispiele zur Berechnung der Bundesförderung
Rechenbeispiele
9
zur Ermittlung der Bundesförderung (alle Rechenbeispiele gehen – vor eventuellen
Abzügen – von einem Bundefördersatz i.H.v. 50% aus):
Beispiel 1 (Regelfall):
Zuwendungsfähige Ausgaben
1.000.000 Euro
9
Alle Zahlen stellen Beispiele dar.

23
Eigenmittel
100.000 Euro
Landesmittel
400.000 Euro
Bundesförderung (nach Förderrichtlinie, FR)
500.000 Euro
Beispiel 2 (Vermeidung von Überförderung bei höheren Landesmitteln):
Zuwendungsfähige Ausgaben
1.000.000 Euro
Eigenmittel
100.000 Euro
Landesmittel
500.000 Euro
Bundesförderung (FR)
400.000 Euro
Begründung:
Die Vorschrift, dass eine Überförderung auszuschließen ist, bezieht sich auf die Bundesförderung.
Daher ist vorrangig die Landesförderung in Anspruch zu nehmen und erst nachrangig die
Bundesförderung.
Beispiel 3 (Vermeidung von Überförderung bei höheren Eigenmitteln):
Zuwendungsfähige Ausgaben
1.000.000 Euro
Eigenmittel (im Haushalt für das Projekt eingestellt) 200.000 Euro
Landesmittel
500.000 Euro
Bundesförderung (FR)
300.000 Euro
Begründung:
In diesem Beispiel werden im Haushalt des Antragstellers Eigenmittel i.H.v. 200.000 Euro
bereitgestellt, wenn z.B. dieser Mindesteigenmittelanteil im Rahmen des Landesförderprogramms
gefordert wäre. Erst dann kommt eine Bundesförderung in Betracht.
Beispiel
4
(Vermeidung
von
Überförderung
durch
Kumulierung
mit
anderen
Bundesprogrammen)
10
:
Zuwendungsfähige Ausgaben
1.000.000 Euro
Eigenmittel
100.000 Euro
Landesmittel
100.000 Euro
GAK / GRW-Mittel
500.000 Euro
davon Bundesanteil GAK / GRW
200.000 Euro
Bundesförderung (FR)
300.000 Euro
Fördersatz in Prozent: 50% (kumuliert), davon 30% Bundesförderprogramm
Begründung:
Eine Kumulierung mit anderen Bundesprogrammen und EU-Programmen ist möglich (siehe oben:
soweit dort nichts anderes geregelt ist), erhöht aber nicht die o. g. Fördersätze dieses Programms.
Beispiel 5 (Vermeidung von Überförderung bei EU-Kofinanzierung):
Zuwendungsfähige Ausgaben
1.000.000 Euro
Eigenmittel
100.000 Euro
EU-Mittel
500.000 Euro
Bundesförderung (FR)
400.000 Euro
Begründung:
10
Zu möglichen Ausnahmen siehe Nr, 6.6 der Förderrichtlinie, Sätze 3 ff.

24
Die Vorschrift, dass eine Überförderung auszuschließen ist, bezieht sich auf die Bundesförderung.
Daher ist vorrangig die EU-Förderung in Anspruch zu nehmen ist und erst nachrangig die
Bundesförderung.
Beispiel 6 (Vermeidung von Überförderung bei unentgeltlichen Leistungen Dritter):
Zuwendungsfähige Ausgaben
1.000.000 Euro
Eigenmittel
100.000 Euro
Landesmittel
400.000 Euro
Unentgeltliche Leistungen Dritter (i.S.v. 6.2 FR)
100.000 Euro
Bundesförderung (FR)
400.000 Euro
11.11. Laufzeit der Bundesförderung
Das Programm zur Unterstützung des Breitbandausbaus läuft bis zum 31.12.2019. Auch darüber
hinaus ist es ggf. möglich, noch Mittel anzufordern, sofern sich die Realisierung des (bereits
bewilligten) Vorhabens verzögert und entsprechende Verpflichtungsermächtigungen zur Verfügung
stehen. Dies bedarf dann einer Entscheidung über die Verlängerung des Bewilligungszeitraums,
worüber nur im konkreten Einzelfall auf Antrag entschieden werden kann.
12. Vorbehalt der Gewährung der Bundeszuwendung
„Die Gewährung der Bundeszuwendung steht zudem unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit der
veranschlagten Haushaltsmittel (VV Nr. 5.8 zu § 44 BHO i.V.m. Haushaltsführungsrundschreiben
2016 des BMF vom 18.12.2015)“
Der zitierte Vorbehalt stellt eine Standardformulierung bei der Erstellung von Förderbescheiden dar.
13. Offener und diskriminierungsfreier Zugang (open Access)
Gemäß § 7 der NGA-Rahmenregelung ist ein offener und diskriminierungsfreier Zugang zu den mit
Fördermitteln
errichteten
Infrastrukturen
zu
gewährleisten.
Diese
Verpflichtung
gilt
technikunabhängig für alle Netze, deren Aufbau durch das Bundesprogramm gefördert wird.

25
14. Index
Anforderungsschreiben 6
Antragsteller 7
Antragstellung 7
Beratungs-/Planungsleistungen 5
Betreibermodell 12
Wirtschaftlichkeitslücke 13
Ausschreibung 7
Betreibermodell 12
Wirtschaftlichkeitslückenmodell 13
Bagatellgrenze 19
Basisfördersatz 21
Bauhof 9
Bauleistungen 12
Begünstigte 8
Beratungshotline 4
Beratungsleistungen 5
Betreibermodell
Ausschreibung 12
Maßnahmebeginn 12
Pachteinnahmen 19
Bundesförderung
Rechenbeispiele 22
Drei-Jahres-Frist 16
Eigenleistungen 9
Förderaufrufe 4
Förderbescheid 7
Förderhöchstgrenze
Beratungs-/Planungsleistungen 6
Fördersatz 20, 21
Beispielrechnungen 21
Rechenbeispiele 22
Gebietsabgrenzung
Markterkundung 16
Vorgehensweise 18
Haushaltssicherung 22
Höchstgrenze
Siehe
Förderhöchstgrenze
Hotline
Siehe
Beratungshotline
interkommunale Kooperation 21
Kalkulatorische Kosten 9
Ko-Finanzierung 22
kommunale Unternehmen 8
Kommunalinvestitionsförderungsgesetz 22
Kostenbegriff 8
Markterkundung 16
Markterkundungsverfahren
Mindestanforderungen 17
Maßnahmebeginn 7
Beratungs-/Planungsleistungen 5
Betreibermodell 12
vorzeitiger Maßnahmebeginn 14
Wirtschaftlichkeitslückenmodell 13
Mindestnachweispflichten
Beratungs-/Planungsleistungen 5
Markterkundung 16
Netzbetrieb 12
NGA-Rahmenregelung 7
Pachteinnahmen 19
Planungsleistungen 5
Sachkunde 6
Verfahrensablauf
Betreibermodell 12
Wirtschaftlichkeitslücke 14
Verwendungsnachweisprüfung
Beratungs-/Planungsleistungen 6
vorzeitiger Maßnahmebeginn 14
Wirtschaftlichkeitslückenmodell
Ausschreibung 13
Maßnahmebeginn 13
Wirtschaftskraft 21
Zuwendungsempfänger 7
zuwendungsfähige Kosten 20
zuwendungsfähigen Ausgaben 19
Zweckgesellschaften 8