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Grundsatzplan 2002
Öffentliche Wasserversorgung
Freistaat Sachsen
Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
Landesamt für Umwelt und Geologie

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Impressum
Grundsatzplan öffentliche Wasserversorgung
Freistaat Sachsen 2002
Titelbild:
Talsperre Neunzehnhain II
Foto: Archiv LfUG
Herausgeber:
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und
Landwirtschaft
Archivstraße 1, D-01097 Dresden
eMail: Poststelle@smul.sachsen.de
Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie
Zur Wetterwarte 11, D-01109 Dresden
eMail: Poststelle@lfug.smul.sachsen.de
Autoren:
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und
Landwirtschaft
Abteilung Wasser und Abfall
Referat 43 - Siedlungswasserwirtschaft
Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie
Abteilung Wasser, Abfall
Referat 31 - Wasserversorgung, Abwasserbeseiti-
gung, Wasserbau
Redaktionsschluss:
November 2002
Versand:
Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie
Abteilung Wasser, Abfall
Auflage: 350
Hinweis:
Diese Veröffentlichung wird im Rahmen der Öffentlich-
keitsarbeit des Sächsischen Landesamtes für Umwelt und
Geologie (LfUG) herausgegeben. Sie darf weder von
Parteien noch von Wahlhelfern im Wahlkampf zum Zwe-
cke der Wahlwerbung verwendet werden. Auch ohne
zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf die
Druckschrift nicht in einer Weise verwendet werden, die
als Parteinahme des Landesamtes zugunsten einzelner
Gruppen verstanden werden kann. Den Parteien ist es
gestattet, die Druckschrift zur Unterrichtung ihrer Mitglie-
der zu verwenden.
Copyright:
Diese Veröffentlichung ist urheberrechtlich geschützt. Alle
Rechte, auch die des Nachdrucks von Auszügen und der
fotomechanischen Wiedergabe, sind dem Herausgeber
vorbehalten.
Gedruckt auf 100% Recyclingpapier
Dezember 2002
Das Sächsische Landesamt für Umwelt und Geolo-
gie ist im Internet
(www.umwelt.sachsen.de/lfug).
Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und
Landwirtschaft ist im Internet
(www.smul.sachsen.de)

3
Inhaltsverzeichnis
Vorwort.................................................................................................................................................................... 5
1
Einleitung...................................................................................................................................................... 6
2
Grundsätze für die Sicherung und weitere Entwicklung der öffentlichen Wasserversorgung im
Freistaat Sachsen.........................................................................................................................................6
2.1
Vorbemerkungen...................................................................................................................................... 6
2.2
Träger der öffentlichen Wasserversorgung.............................................................................................. 7
2.3
Versorgungssysteme................................................................................................................................ 8
2.4
Zielvorgaben............................................................................................................................................. 8
2.5
Umsetzung der Zielvorgaben ................................................................................................................... 9
3
Stand und Entwicklung der öffentlichen Wasserversorgung im Freistaat Sachsen von 1990 bis 2010 .... 10
3.1
Überblick über den Freistaat Sachsen ................................................................................................... 10
3.2
Versorgungsstrukturen ........................................................................................................................... 11
3.3
Wasserdargebot ..................................................................................................................................... 15
3.4
Trinkwasserverbrauch/-bedarf................................................................................................................17
3.5
Trinkwasserversorgungsanlagen/Kapazitäten ....................................................................................... 20
3.6
Trinkwasserbilanz................................................................................................................................... 20
3.7
Trinkwasserqualität................................................................................................................................. 22
3.8
Trinkwasserschutzgebiete...................................................................................................................... 24
3.9
Maßnahmen zur Sicherung der öffentlichen Wasserversorgung........................................................... 25
4
Übersichten zu ausgewählten Aufgabenträgern ........................................................................................ 27
4.1
Erläuterungen zu den Tabellen .............................................................................................................. 27
4.2
Verzeichnis ausgewählter Träger der öffentlichen Wasserversorgung.................................................. 28
5
Literaturverzeichnis..................................................................................................................................... 86
6
Tabellenverzeichnis.................................................................................................................................... 87
7
Abbildungsverzeichnis................................................................................................................................ 87
8
Abkürzungsverzeichnis............................................................................................................................... 87
9 Anhangverzeichnis .....................................................................................................................................88
10 Anhang........................................................................................................................................................89

4

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5
Vorwort
Die Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser zu jeder Zeit
hat einen hohen Stellenwert bei der Beurteilung der
Lebensqualität in einem Land. Sie gehört zu den
wichtigsten und vordringlichsten Aufgaben der
öffentlichen Daseinsvorsorge.
Bei den in den vergangenen zwei Jahren z. T. sehr
emotional geführten Diskussionen um Privatisierung und
Liberalisierung der deutschen Trinkwasserversorgung
wurde letztlich der deutschen Trinkwasserversorgungs-
wirtschaft unumstritten eine insgesamt hohe Qualität be-
scheinigt. Dazu gehören neben der Qualität des Trink-
wassers selbst auch eine hohe Versorgungssicherheit, die
nachhaltige Nutzung der Ressourcen aber auch der Grundsatz kostendeckender Entgelte.
Die Trinkwasserversorgung im Freistaat Sachsen wird diesen Ansprüchen bereits weitgehend gerecht.
Es ist beachtlich, was in elf Jahren auf diesem bedeutenden Gebiet der kommunalen Selbstverwaltung
erreicht wurde. Deshalb gilt der Dank an dieser Stelle den kommunalen Aufgabenträgern, aber auch
den zuständigen Behörden und engagierten Bürgern, die diesen Prozess begleitet und positiv beein-
flusst haben.
Besonders während der Hochwasserereignisse im August 2002 haben sich die regionalen Verbundsys-
teme im Oberen Elbtal und im Erzgebirge bewährt. Bis auf wenige kleinere Ausnahmen konnte die
Trinkwasserversorgung während dieser Extremsituation aufrecht erhalten werden. Die Versorgungssi-
cherheit hat durch dieses Ereignis einen neuen, höheren Stellenwert erhalten, den es nunmehr zu be-
achten gilt. Der Grundsatzplan enthält dazu bereits erste Vorschläge
.
Die vorliegende Broschüre ist die Fortschreibung der Veröffentlichung aus dem Jahre 1998. Vor allem
der weitere Rückgang des Trinkwasserverbrauches und die neuen Erkenntnisse der demografischen
Entwicklung haben die kommunalen Aufgabenträger veranlasst ihre Planungen so zu überarbeiten,
dass sie den zukünftigen Anforderungen gerecht werden.
Das heißt auch, dass die Anstrengungen für eine wirtschaftliche und kostengünstige Versorgung fort-
gesetzt werden. Der Grundsatzplan dokumentiert diesen Kenntnisstand.
Er zeigt, dass die Trinkwasserversorgung im Freistaat Sachsen auf einem guten Wege ist.
Steffen Flath
Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft

6
1 Einleitung
Der „Grundsatzplan öffentliche Wasserversorgung
des Freistaates Sachsen 2002“ ist die Fort-
schreibung und Laufendhaltung der gleichnamigen
Veröffentlichung des Staatsministeriums für Umwelt
und Landwirtschaft (SMUL) und des Landesamtes
für Umwelt und Geologie (LfUG) aus dem Jahre
1998.
Er wurde entsprechend § 8 SächsWG im Auftrag
des SMUL, unter Federführung des LfUG und unter
Mitwirkung der Staatlichen Umweltfachämter erar-
beitet.
Mit der Fortschreibung des Grundsatzplanes bis
2010 wird auch Bilanz über den vergangenen Zeit-
raum seit 1990 gezogen.
Eine Aktualisierung machte sich notwendig, da die
im Bezugszeitraum 1995 - 2010 des Grundsatzpla-
nes 1998 (GPW 1998) getroffenen Ansätze teilwei-
se so nicht eintrafen oder nicht zu erwarten sind.
Die tatsächliche rückläufige Entwicklung beim Was-
serverbrauch, bei der Auslastung bzw. Reduzierung
der Anlagen sowie beim Rückgang der Einwohner-
zahlen hat sich bis zum Jahr 2000 tendenziell nicht
geändert. Der seinerzeit erwartete Wiederanstieg
des Wasserverbrauchs ist nicht eingetreten.
Unter Berücksichtigung dieser Tatsachen wurden
vom Landesamt für Umwelt und Geologie im Jahr
2000 „Methodische Grundlagen zur Erarbeitung von
Versorgungskonzeptionen der Aufgabenträger der
öffentlichen Wasserversorgung“ herausgegeben.
Damit wird das Anliegen verfolgt, die Versorgungs-
konzeptionen wesentlich zu qualifizieren, um künfti-
ge Anforderungen und Ziele der Wasserversorgung
exakter formulieren zu können.
Basis für die Entwicklung der öffentlichen Wasser-
versorgung im Freistaat Sachsen sind die Versor-
gungskonzeptionen der Aufgabenträger der öffentli-
chen Wasserversorgung. Diese werden in Abstim-
mung mit den Staatlichen Umweltfachämtern und
den Regierungspräsidien laufend aktualisiert und
fortgeschrieben.
Seit 1998 gehen die Daten aus den Versorgungs-
konzeptionen in die Datenbankanwendung “Pla-
nung/Abrechnung der öffentlichen Wasserversor-
gung“ als Teil des Fachinformationssystems “Was-
serwirtschaftliche Planung“ ein. Während 1998 die
Dateneingabe noch ausschließlich bei den Staatli-
chen Umweltfachämtern erfolgte, sind jetzt schon
einige große Aufgabenträger direkt in das Daten-
banksystem involviert. Die Plausibilitätsprüfung wird
nach wie vor bei den Staatlichen Umweltfachämtern
durchgeführt. Die Zusammenführung der Daten
erfolgt im Landesamt für Umwelt und Geologie für
den gesamten Freistaat Sachsen.
Damit ist eine fundierte Grundlage für die statisti-
sche Auswertung zur Entwicklung der öffentlichen
Wasserversorgung der zurückliegenden Jahre und
eine Vorausschau auf die Trinkwasserversorgung
bis zum Jahr 2010 geschaffen worden.
Das Datenmaterial ist Grundlage für den GPW
2002.
Nach der Aufstellung der Grundsätze für die Siche-
rung und weitere Entwicklung der öffentlichen Was-
serversorgung im Freistaat Sachsen, die sich wei-
testgehend an den Grundsätzen von 1998 orientie-
ren, werden im 1. Teil des GPW 2002 Aussagen
zur Situation und Entwicklung der Wasserversor-
gung in den Regierungsbezirken bzw. im gesamten
Freistaat Sachsen gemacht.
Im 2. Teil des GPW 2002 sind die wichtigsten Auf-
gabenträger (> 5 000 versorgte Einwohner) in je
einem Übersichtsblatt dargestellt. Dabei werden die
Daten des Basisjahres 2000 den Werten der Pla-
nungszeiträume bis 2005 bzw. 2010 gegenüberge-
stellt. Diese repräsentieren 98 % aller versorgten
Einwohner im Freistaat Sachsen.
Die im Dokument ausgewiesenen Sachverhalte
sind im Anhang mit Karten dargestellt.
Der strukturelle Aufbau des GPW 2002 ist dem
GPW 1998 angeglichen, um Vergleiche zu ermögli-
chen. Es wurden die sich aus dem Hochwasserer-
eignis im August 2002 ergebenden speziellen stra-
tegischen Aussagen berücksichtigt.
2 Grundsätze für die Siche-
rung und weitere Entwick-
lung der öffentlichen Was-
serversorgung im Freistaat
Sachsen
2.1 Vorbemerkungen
Die öffentliche Wasserversorgung ist nach DIN
4046 die „Wasserversorgung, die der Bevölkerung,
gewerblicher und sonstiger Einrichtungen in den
Kommunen mit Trinkwasser dient“, unabhängig von
der Art der Rechtsträgerschaft und Betriebsführung.
Die öffentliche Wasserversorgung ist im Freistaat
Sachsen nach § 57 Sächsisches Wassergesetz
eine kommunale Pflichtaufgabe.

7
Trinkwasser ist nach dem Lebensmittel- und Be-
darfsgegenständegesetz ein Lebensmittel.
Es wird allgemein als das wichtigste Lebensmittel,
welches durch nichts ersetzbar ist, bezeichnet. Die
Versorgung mit Trinkwasser hat deshalb als Da-
seinsfür- und –vorsorge höchsten Stellenwert.
Die Bedeutung des Wassers für den Menschen
wurde bereits in der
Europäischen Wasser-Charta
des Europarates vom 6. Mai 1968 besonders her-
vorgehoben.
Die Grundsätze für die Sicherung und weitere Ent-
wicklung der öffentlichen Wasserversorgung im
Freistaat Sachsen berücksichtigen auch in vollem
Umfang die auf der Konferenz der Vereinten Natio-
nen für Umwelt und Entwicklung im Juni 1992 in
Rio de Janeiro vereinbarten Ziele –
die AGENDA
21
, das Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert.
Die Ressortverantwortung innerhalb der Sächsi-
schen Staatsregierung stellt sich wie folgt dar:
Sächsisches Staatsministerium des Innern
(SMI)
Das SMI als oberste Rechtsaufsichtsbehörde des
Freistaates Sachsen legt die Rahmenbedingungen
für die kommunale Aufgabenerfüllung fest und be-
aufsichtigt mit seinen nachgeordneten Behörden
deren Erfüllung.
Die rechtlichen Grundlagen dafür bilden
-
die Gemeindeordnung für den Freistaat Sach-
sen (SächsGemO) Neufassung in der Be-
kanntmachung vom 14. Juni 1999, rechtsberei-
nigt mit Stand vom 13. März 2002
-
das Sächsische Kommunalabgabengesetz
(SächsKAG) vom 16. Juni 1993, rechtsbereinigt
mit Stand vom 1. Juli 2002
-
das Sächsische Gesetz über kommunale Zu-
sammenarbeit (SächsKomZG) vom 19. August
1993, rechtsbereinigt mit Stand vom 1. Juli 2002
-
die Verordnung über Allgemeine Bedingungen
für die Versorgung mit Wasser (AVB WasserV)
vom 20. Juni 1980
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und
Landwirtschaft (SMUL)
Das SMUL als oberste Wasserbehörde im Freistaat
Sachsen ist mit seinen nachgeordneten Behörden
zuständig für die Bewirtschaftung und den Schutz
der Gewässer und die nachhaltige Sicherung der
für die Trinkwasserversorgung benötigten Wasser-
ressourcen.
Die rechtlichen Grundlagen dafür bilden
-
das Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushal-
tes (WHG) in der Fassung der Bekanntma-
chung vom 19. August 2002 und
-
das Sächsische Wassergesetz (SächsWG),
Neufassung in der Bekanntmachung
vom 21. Juli 1998, rechtsbereinigt mit Stand
vom 1. Januar 2002
Sächsisches Staatsministerium für Soziales
(SMS)
Das SMS als oberste Gesundheitsbehörde im Frei-
staat Sachsen ist mit seinen nachgeordneten Be-
hörden zuständig für die Überwachung des „Le-
bensmittels Trinkwasser“.
Die rechtlichen Grundlagen dafür bilden
-
das Infektionsschutzgesetz (IfSG) vom 20. Juli
2000, rechtsbereinigt mit Stand vom 6. August
2002
-
die EG-Richtlinie 98/83/EG über die Qualität
von Wasser für den menschlichen Gebrauch
vom 3. November 1998, berichtigt mit Stand
vom 19. Februar 1999
-
die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) Neufas-
sung in der Bekanntmachung vom 5.12.1990
(gültig bis 31.12.2002),
die Verordnung zur Novellierung der Trinkwas-
serverordnung vom 21. Mai 2001
(Die novellierte TrinkwV tritt am 01.01.2003 in
Kraft.)
-
das Gesetz über den öffentlichen Gesundheits-
dienst im Freistaat Sachsen (SächsGDG) vom
11. Dezember 1991, rechtsbereinigt mit Stand
vom 3. Juli 2002
2.2 Träger der öffentlichen Wasserversor
gung
Die Kommunalverfassung der DDR von 1990 be-
stimmte die Versorgung mit Wasser als kommunale
Selbstverwaltungsaufgabe mit der Konsequenz der
damit von kommunaler Seite geforderten Entflech-
tung der Kapitalgesellschaften Wasserversorgung
und Abwasserbehandlung (WAB) und Übertragung
des Vermögens auf die Kommunen.
Diese Entflechtung hat die Versorgungsstrukturen
im Freistaat Sachsen wesentlich geprägt. Für die-
sen Vorgang war wegen der noch fehlenden ge-
setzlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen -
Sächsisches Wassergesetz, Gemeindeordnung,
Gesetz über kommunale Zusammenarbeit, Kom-
munalabgabengesetz - von der Staatsregierung
den künftigen kommunalen Aufgabenträgern bereits
im Mai 1991 ein Strukturkonzept als Richtschnur an
die Hand gegeben worden.

8
Dieses Konzept verfolgte das Ziel, der drohenden
Zersplitterung bis auf gemeindliche Strukturen zu
begegnen und statt dessen leistungsfähige Ver-
bände und Stadtwerke als Aufgabenträger zu bil-
den, die eine wirtschaftliche Wasserversorgung
gewährleisten und einen tragfähigen Kompromiss
zwischen wirtschaftlichem Größenvorteil und kom-
munaler Nähe darstellen. Die Versorgung sollte
jeweils bis zum Endverbraucher sichergestellt wer-
den. Gewachsene Versorgungsstrukturen und Ver-
bundsysteme sollten möglichst erhalten werden,
was insbesondere für die überregionalen Fernwas-
serversorgungssysteme gelten sollte.
Mit dem Sächsischen Wassergesetz erfolgten dazu
im § 57 die rechtlichen Regelungen, dass zwar die
Gemeinden im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit die
Pflicht haben, in ihrem Gebiet die Bevölkerung, die
gewerblichen und die sonstigen Einrichtungen aus-
reichend mit Wasser zu versorgen, diese Verpflich-
tung aber auch auf andere Körperschaften des öf-
fentlichen Rechts übertragbar ist (Träger der öffent-
lichen Wasserversorgung). Die Pflicht zur öffentli-
chen Wasserversorgung ist insbesondere dann auf
öffentlich-rechtliche Verbände zu übertragen, wenn
die öffentliche Wasserversorgung
-
dadurch erst zu vertretbaren Bedingungen
ermöglicht wird,
-
hinsichtlich des Anlagenbetriebes eine Umwelt-
beeinträchtigung vermieden oder erheblich ver-
ringert werden kann,
-
technisch oder wegen des unverhältnismäßig
hohen Aufwands für eine Gemeinde nicht mög-
lich oder die Aufgabenwahrnehmung überörtlich
nicht gewährleistet ist.
2.3 Versorgungssysteme
Die öffentliche Wasserversorgung im Freistaat
Sachsen steht auf folgenden Säulen:
a) Örtliche Wasserversorgung
Das sind Wasserversorgungsanlagen zur Versor-
gung einzelner oder mehrerer zusammenhängen-
der Gemeinden ohne Verbund zu einem anderen
Versorgungsgebiet.
b) Überörtliche oder regionale Wasserversorgung
Dazu gehören Wasserversorgungsanlagen, mit de-
nen durch einen überörtlichen Verbund die Was-
serversorgung für mehrere Versorgungsgebiete
erfolgt. In der Regel speisen mehrere Wasserwerke
in ein solches Verbundsystem ein.
Diese Versorgungsanlagen machen den überwie-
genden Teil der öffentlichen Wasserversorgung im
Freistaat Sachsen aus.
c) Überregionale oder Fernwasserversorgung
Dazu gehören Wasserversorgungsanlagen, mit de-
nen Trinkwasser über ein weitreichendes Verbund-
netz (überregional) verteilt und an mehrere Versor-
gungsträger abgegeben wird.
Es erfolgt keine direkte Abgabe an die Endverbrau-
cher.
Die Fernwasserversorgungssysteme wurden in der
Vergangenheit dort errichtet, wo aus hyd-
rologischen oder hydrogeologischen Gegebenhei-
ten eine Sicherstellung der öffentlichen Wasserver-
sorgung mengenmäßig nicht ausreichend gewähr-
leistet werden konnte oder durch anthropogene Be-
einflussung, z. B. durch weitreichende Grundwas-
serabsenkungen infolge Bergbau oder durch eine
weitgehende Grundwasserverunreinigung infolge
Industrieansiedlungen eine Nutzung örtlicher Dar-
gebote nicht mehr möglich war.
Fernwasserversorgungssysteme im Freistaat Sach-
sen sind:
-
die Fernwasserversorgung Südsachsen, die
Wasser aus den Trinkwassertalsperren im Erz-
gebirge und Vogtland der Landestalsperren-
verwaltung Sachsen (LTV) aufbereitet und an
die Aufgabenträger im Regierungsbezirk
Chemnitz verteilt,
-
die Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz, die
länderübergreifend Grundwasser/Uferfiltrat der
Elbaue Torgau und Talsperrenwasser aus dem
Harz (Sachsen-Anhalt) insbesondere im indus-
triellen Ballungsraum Halle-Leipzig verteilt,
-
die Fernwasserversorgung aus dem Wasser-
werk Sdier, aus dem Wasser an Aufgabenträ-
ger v. a. der Oberlausitz geliefert wird.
Die öffentliche Wasserversorgung im Freistaat
Sachsen wird durch einen weitgehenden Verbund
zwischen b) und c) geprägt.
Neben der öffentlichen Wasserversorgung existiert
in einzelnen Gemeinden oder Gemeindeteilen auch
noch eine Einzelversorgung der Einwohner aus
Hausbrunnen oder auch aus betrieblichen Wasser-
versorgungsanlagen. Die überwiegende Zahl dieser
Anlagen hat erwiesenermaßen keine Trinkwasser-
qualität. Nach Bundesrecht können für nicht öffent-
liche Wasserversorgungen keine Schutzgebiete
festgesetzt werden.
2.4 Zielvorgaben
Nach dem Landesentwicklungsplan des Freistaates
Sachsen vom 16. August 1994 soll die Versorgung
der Bevölkerung mit Trinkwasser auf qualitativ ho-
hem Niveau bei sozialverträglichen Preisen erfol-
gen.

9
Das qualitative Niveau ist durch die gesetzliche
Verpflichtung vorgegeben, Trinkwasser bereitzu-
stellen, das der Trinkwasserverordnung entspricht.
Neben dieser gesetzlichen Verpflichtung soll die
Trinkwasserversorgung im Freistaat Sachsen bis
2010 das Niveau der Altbundesländer erreichen.
Dazu gehören insbesondere die Erhöhung der Be-
reitstellungs- und Versorgungssicherheit, die Ver-
besserung der technischen Ausstattung der Was-
serversorgungsanlagen und Betriebseinrichtungen
einschließlich der Steuerungs- und Regeltechnik
und die Rekonstruktion der Verteilernetze zur Re-
duzierung der Rohrnetzverluste.
Die Trinkwasseraufbereitung soll weitgehend durch
einfache naturnahe Verfahren der Wasserbehand-
lung erfolgen und wirtschaftlich realisierbar sein.
2.5
Umsetzung der Zielvorgaben
Trinkwasserqualität
Im
Freistaat Sachsen entsprach das abgegebene
Trinkwasser auch im Jahr 2000 noch nicht flächen-
deckend allen Anforderungen der Trinkwasserver-
ordnung.
Öffentliche Wasserversorgungsanlagen, aus denen
Trinkwasser mit akut gesundheitsgefährdenden
Grenzwertüberschreitungen abgegeben wurde, sind
aber bereits seit 1991/92 stillgelegt.
Für alle Anlagen, bei denen das Trinkwasser noch
nicht den Anforderungen der Trinkwasserverord-
nung entspricht, sind im Rahmen der Versorgungs-
konzeptionen der Aufgabenträger in Abstimmung
mit den Gesundheits- und Umweltbehörden nach-
haltige Sanierungspläne aufzustellen und der Zeit-
plan zur Umsetzung festzulegen.
Während die Maßnahmen zur Beseitigung von Ü-
berschreitungen der mikrobiologischen und chemi-
schen Parameter der TrinkwV weitgehend realisiert
sind, sollen die Maßnahmen zur Beseitigung von
Überschreitungen der Indikatorparameter bis zum
Jahr 2005 weitgehend abgeschlossen werden.
Schutz und Sicherung der Trinkwassergewin-
nungsgebiete
Alle Wassergewinnungsanlagen der öffentlichen
Wasserversorgung sind bezüglich ihrer Schutzfä-
higkeit und Schutzwürdigkeit sowie ihres zukünfti-
gen Bedarfs zu bewerten. Daraus ergibt sich eine
Übersicht der für jeden Aufgabenträger für die öf-
fentliche Wasserversorgung auf Dauer zu erhal-
tenden Wassergewinnungsanlagen. Für diese An-
lagen sind Wasserschutzgebiete die einen ausrei-
chenden Schutzstatus sichern nach § 19 WHG
bzw. § 48 SächsWG festzusetzen. Alle unter diesen
Gesichtspunkten nicht auf Dauer schützbaren bzw.
nicht mehr erforderlichen Wassergewinnungsanla-
gen sind schrittweise abzulösen und ggf. erlassene
Wasserschutzgebietsverordnungen aufzuheben.
Darüber hinaus sind für die nachhaltige Sicherung
der Trinkwasserversorgung im Freistaat Sachsen
im Landesentwicklungsplan Vorrang- und Vorbe-
haltsgebiete für die Trinkwasserversorgung ausge-
wiesen. Dabei handelt es sich um Wasservorkom-
men, die sich für die Trinkwasserversorgung be-
sonders eignen, d. h. die
-
mit angemessener Sicherheit zur Verfügung
stehen
-
eine Wasserbeschaffenheit haben, die eine
einfache Aufbereitung erwarten lässt
-
dauerhaft schützbar sind und deren Schutz kei-
ne unzumutbare Einschränkung der Flächen-
nutzung bedeutet.
In den Regionalplänen sind diese Gebiete weiter zu
präzisieren.
Es ist im Planungszeitraum bis 2010 mit einem wei-
teren Rückgang der Anzahl der Was-
serschutzgebiete zu rechnen. Dies resultiert aus
weiteren Stilllegungen von Wassergewinnungsan-
lagen aus Wassergüte- und wirtschaftlichen Grün-
den.
Gleichzeitig wird mit der novellierten Sächsischen
Schutzzonenausgleichsverordnung SächsSchAVO
vom 02. Januar 2002 eine Verbesserung in der
Umsetzung der Schutzzonenanforderungen ver-
folgt.
Versorgungsstruktur
Die im Strukturkonzept der Staatsregierung von
1991 formulierten Grundsätze für die Versorgungs-
strukturen sind auch heute noch gültig.
Unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit und
aus den Erkenntnissen des Hochwassers vom Au-
gust 2002 sind in den Gebieten, in denen leistungs-
fähige und bei Notsituationen sichere Versorgungs-
strukturen noch nicht entstanden sind, Anstrengun-
gen zu unternehmen, diese zu erreichen.
Aus versorgungstechnischen und betriebswirt-
schaftlichen Gründen sind die Fernwasserver-
sorgungssysteme zu erhalten und deren Auslas-
tung weiter zu erhöhen.
Vorhandene Überkapazitäten sind generell schritt-
weise dem künftigen Bedarf unter Berücksichtigung
der Versorgungssicherheit v. a. in Ballungsgebieten
anzupassen. Es ist der Grundsatz umzusetzen,

10
dass durch entsprechende Verbundleitungen zwi-
schen benachbarten Aufgabenträgern örtliche Aus-
fälle zumindest für einen zeitlich beschränkten Zeit-
raum kompensiert werden können, um die Grund-
versorgung zu sichern.
Das Augusthochwasser 2002 hat gezeigt, dass kei-
nesfalls jeder Aufgabenträger selbst über zusätzli-
che Kapazitäten verfügen muss.
Die Einzelwasserversorgung aus Hausbrunnen ist
dort aufrecht zu erhalten, wo sie den An-
forderungen der Trinkwasserverordnung gerecht
wird, eine öffentliche Versorgung nicht besteht und
aus technischen und wirtschaftlichen Gründen auch
nicht angeboten werden kann.
Prioritäten der Investitionstätigkeit
Zur Erreichung bzw. der Einhaltung gesetzlicher
Verpflichtungen und der selbst gestellten Ziele sind
auch zukünftig erhebliche finanzielle Aufwendungen
erforderlich.
Nach § 73 SächsGemO haben die Aufgabenträger
bei der Umsetzung dieser Ziele Rücksicht auf die
wirtschaftlichen Kräfte ihrer Abgabepflichtigen zu
nehmen. Daraus ergibt sich die zwingende Not-
wendigkeit einer Prioritätensetzung.
Im Rahmen der Erarbeitung der Versorgungskon-
zeptionen durch die Aufgabenträger sind in Ab-
stimmung mit Gesundheits- und Umweltverwaltung
Maßnahmepläne aufzustellen, die die einzelnen
Investitionsmaßnahmen ausweisen:
1. Investitionsmaßnahmen zur Ablösung belaste-
ter Hausbrunnen- und anderer Einzelwasser-
versorgungsanlagen, die nicht der TrinkwV
entsprechen
2. Investitionsmaßnahmen zur Beseitigung von
Überschreitungen der bakteriologischen und
chemischen Parameter und zur Beseitigung
von Überschreitungen der Indikatorparameter
der TrinkwV
3. Investitionsmaßnahmen zur Rekonstrukti-
on/Sanierung der Trinkwasserverteilung
4. Investitionsmaßnahmen zur Verbesserung der
technischen und baulichen Ausstattung
Der Freistaat Sachsen wird vorrangig Investitions-
maßnahmen der Prioritäten 1. und 2. entsprechend
seiner Mittelausstattung fördern, um insbesondere
die Erreichung der gesetzlichen Verpflichtungen zu
beschleunigen.
Die Maßnahmen der Prioritäten 3. und 4. sind unter
Berücksichtigung der wirtschaftlichen Leistungs-
fähigkeit der Aufgabenträger - soweit versorgungs-
technisch vertretbar - weiter zeitlich zu strecken.
Aufgrund der Bedeutung der öffentlichen Wasser-
versorgung als eine wesentliche Aufgabe der kom-
munalen Selbstverwaltung und damit auch für die
weitere wirtschaftliche Entwicklung im Freistaat
Sachsen wird die Sächsische Staatsregierung die-
ser Aufgabe auch in der Zukunft besondere Auf-
merksamkeit widmen.
3. Stand und Entwicklung der
öffentlichen Wasserversor
gung im Freistaat Sachsen
von 1990 bis 2010
3.1
Überblick über den Freistaat Sachsen
Der Freistaat Sachsen hat eine Fläche von 18.413
km².
Zum 31.12.2000 lebten im Freistaat ca. 4.4 Mio.
Einwohner. Damit hat sich durch Abwanderung und
Geburtenrückgang die Einwohnerzahl in Sachsen
seit 1990 um ca. 320 000 Einwohner reduziert.
Auch in den nächsten Jahren wird vor allem bedingt
durch die Altersstruktur und anhaltende Abwande-
rung mit einem weiteren Bevölkerungsrückgang ge-
rechnet.
In der Tabelle 1 ist eine demographische Übersicht
für den Freistaat Sachsen dargestellt.
Tab. 1: Demographische Übersicht Freistaat Sachsen (Stand 31.12.2000)
Freistaat
Sachsen
RB
Chemnitz
RB
Dresden
RB
Leipzig
Fläche km² 18.413 6.097 7.930 4.386
Flächenanteil von Sachsen
%
-
33,1
43,1
23,8
Einwohner Tausend 4.444 1.631 1.719 1.094
Einwohner je km²
EW/km²
241
268
217
249
Kreise (Stadt/Land)
Anzahl
7/22
3/9
3/8
1/5
Gemeinden Anzahl 540 214 223 103

11
3.2
Versorgungsstrukturen
Im Freistaat Sachsen ist die öffentliche Wasserver-
sorgung nach § 57 SächsWG eine kommunale
Pflichtaufgabe. Diese kann von den Kommunen auf
andere Körperschaften des öffentlichen Rechts ü-
bertragen werden.
Daraus resultiert, dass gegenwärtig im Freistaat
Sachsen die öffentliche Wasserversorgung von 95
Aufgabenträgern wahrgenommen wird, darunter 45
Zweckverbände bzw. Städte, 18 Gemeinden in
Teilzweckverbänden und 32 Einzelgemeinden.
Eine detaillierte Strukturübersicht zu den Aufgaben-
trägern ist in Tabelle 2 zusammengefasst. Aussa-
gen zu Einwohnern und Anschlussgrad bzw. zur
territorialen Zuordnung der Aufgabenträger sind in
Tabelle 3 und in der Karte der Aufgabenträger der
öffentlichen Wasserversorgung (Anhang 4) darge-
stellt.
Tab. 2: Struktur der Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung im Freistaat Sachsen
(Stand 06/2002)
Regierungsbezirk
Anzahl und Art der Aufgabenträger
Versorgte
Einwohner
in TEW
Anteil an der Gesamt-
versorgung
in %
Chemnitz
Dresden
Leipzig
Freistaat gesamt
Zweckverbände/Städte größer 100.000 EW
8
4
3
15
1.610
789
816
3.215
99,7
47,1
74,7
73,4
Chemnitz
Dresden
Leipzig
Freistaat gesamt
Zweckverbände/Städte
mit 20.000 bis 100.000 EW
0
11
4
15
0
509
260
769
0
30,4
23,8
17,5
Chemnitz
Dresden
Leipzig
Freistaat gesamt
Zweckverbände/Städte kleiner 20.000 EW
1
13
1
15
3
143
8
154
0,2
8,5
0,7
3,5
Chemnitz
Dresden
Leipzig
Freistaat gesamt
Gemeinden in Teilzweckverbänden
0
18 (in 2 Teil-ZV)
0
18 (in 2 Teil-ZV)
0
171
0
171
0
10,2
0
3,9
Chemnitz
Dresden
Leipzig
Freistaat gesamt
Einzelgemeinden
2
29
1
32
1
63
9
73
0,1
3,8
0,8
1,7
Chemnitz
Dresden
Leipzig
Freistaat gesamt
Aufgabenträger gesamt
11
75
9
95
1.614
1.675
1.093
4.382
36,8
38,2
25,0

12
Tab. 3: Übersicht der Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung mit Anschlussgrad (Stand 2000)
Kenn-
Nr.
Name
Einwohner
gesamt
in TEW
Angeschlossene
Einwohner
in TEW
Anschlussgrad
in %
Regierungsbezirk Chemnitz
101 Zweckverband Kommunale Wasserver-/Abwas-
erentsorgung „Mittleres Erzgebirgsvorland“
153,6 141,9 92,4
102 Regionaler Zweckverband der kommunalen
Wasserversorgung Bereich Lugau-Glauchau
260,0 258,9 99,6
103 Wasserzweckverband Freiberg
113,7 108,0 95,0
104
Zweckverband „Mittleres Erzgebirge“
180,1
173,8
96,5
105 Stadt Chemnitz
261,2 261,2 100
106
Trinkwasserzweckverband Mildenau-
Streckewalde
2,9 2,9 99,7
109 Stadt Elterlein
0,9 0,9 100
110
Gemeinde Rechenberg Bienenmühle
0,5
0,5
100
121 Zweckverband Wasser/Abwasser Vogtland 275,7 274,4 99,5
122 Regional-Wasser/Abwasser-Zweckverband
Zwickau/Werdau
243,7 243,7 100
123 Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge 150,8 148,1 98,2
Regierungsbezirk Dresden
201 Trinkwasserzweckverband Kamenz
39,5 34,7 87,8
203 Stadt Hoyerswerda
49,5 49,5 100
204
Zweckverband Wasserversorgung „Obere
Wesenitz“
9,2 9,0 98,0
205 Zweckverband Wasserversorgung Landkreis
Bautzen
67,2 64,5 96,0
206 Zweckverband Wasserversorgung Bischofs-
werda
50,6 49,1 97,1
208 Stadt Bautzen
41,3 41,3 100
209
Trinkwasserzweckverband „Kamenz Nord“
32,9
32,9
100
210 Zweckverband „Oberlausitz Wasserversorgung“ 106,9 105,9 99,1
211 Stadt Zittau
27,4 27,4 100
212 Stadt Löbau
17,7 17,5 98,9
213 Trinkwasserzweckverband „Neiße-Schöps“ 18,5 17,8 96,2
214 Zweckverband Wasserversorgung Ostritz-Rei-
chenbach
14,1 13,8 98,1
215 Wasserzweckverband Mittlere Neiße-Schöps 19,2 19,2 100
216
Stadt Bad Muskau
4,1
4,1
100
217 Stadt Niesky
12,1 12,1 99,9
218 Stadt Rothenburg
6,9 6,5 94,8
219 Stadt Weißwasser
26,2 26,2 100
220 Trinkwasserzweckverband „Bastei“
4,8 4,8 100
221 Zweckverband „Wasserversorgung Taubenbach“ 3,3
3,3
100
222 Wasser- und Abwasserzweckverband „Mittlere
Wesenitz“
10,9 10,1 93,0
223 Zweckverband Wasserversorgung
„Pirna-Sebnitz“
83,2 82,8 99,5
224 Stadt Pirna
38,3 38,3 100
225 Trinkwasserzweckverband „Pfeifholz“
16,7 16,7 100
226
Regionaler Zweckverband „Kommunale Wasser-
versorgung Riesa-Großenhain“
107,1 106,6 99,5
228 Stadt Wilsdruff
11,0 10,4 94,3
230
Trinkwasserzweckverband „Meißner Hochland“
9,5
8,5
89,3
231 Trinkwasserzweckverband „Weißeritzgruppe“ 107,9 104,0 96,4
232 Stadt Dresden
472,3 472,3 100
233 Stadt Görlitz
62,8 62,8 100
234 Gemeinde Lohsa
4,7 4,7 100
236 Gemeinde Arnsdorf
5,1 5,1 99,0
237 Gemeinde Großnaundorf
1,1 1,0 94,6
238 Gemeinde Lichtenberg
1,8 1,7 92,0
239 Gemeinde Ottendorf-Okrilla
10,3 10,3 99,7
240 Gemeinde Berthelsdorf
1,2 1,2 99,4
241 Gemeinde Haselbachtal
3,1 3,0 96,4

13
242 Gemeinde Spreetal
0,6 0,6 100
244 Gemeinde Dittelsdorf
1,1 1,0 94,2
247 Gemeinde Hartmannsdorf-Reichenau
1,3 0,2 15,4
249
Gemeinde Hermsdorf / Erzgebirge
1,0
0,3
30,0
253 Gemeinde Klipphausen
6,1 5,5 90,2
255 Gemeinde Königshain
1,3 1,3 99,2
256 Gemeinde Königswartha
4,4 4,4 100
257 Gemeinde Kreischa
3,6 3,6 98.9
258 Gemeinde Lampertswalde
1,3 1,3 99,3
260
Gemeinde Laußnitz
2,1
2,1
100
262 Gemeinde Mücka
1,3 1,3 100
263 Gemeinde Neißeaue
1,7 1,7 100
264
Gemeinde Neukirch
0,8
0,8
100
265
Stadt Radeberg
18,7
18,3
97,6
266 Gemeinde Wachau
4,7 4,4 94,6
267 Gemeinde Oberlichtenau
1,6 1,3 82,6
268 Gemeinde Stauchitz
0,7 0,7 100
271 Gemeinde Reinhardtsdorf-Schöna
1,7 1,7 100
272 Gemeinde Rietschen
3,2 3,2 100
273 Gemeinde Mittelherwigsdorf
1,6 1,6 100
274 Gemeinde Rosenthal-Bielatal
0,9 0,9 100
277 Gemeinde Schöpstal
2,8 2,7 95,3
278 Gemeinde Schwepnitz
3,0 3,0 100
279 Gemeinde Steina
1,9 1,7 90,1
280 Gemeinde Tauscha
1,2 1,2 99,2
281 Gemeinde Triebischtal
3,4 2,9 84,6
284 Gemeinde Markersdorf
2,4 2,4 99,8
287 Gemeinde Lawalde
0,9 0,9 98,8
288 Gemeinde Ralbitz-Rosenthal
1,0 1,0 100
290 Gemeinde Ebersbach
3,6 3,6 100
291 Stadt Radeburg
8,1 7,9 97,0
292 Gemeinde Diera-Zehren
3,7 3,5 95,3
293 Gemeinde Niederau
4,3 4,3 99,5
294 Gemeinde Moritzburg
8,0 8,0 99,8
295 Stadt Meißen
29,8 29,8 99,9
296 Gemeinde Weinböhla
10,1 10,0 98,6
297 Stadt Coswig
24,9 24,9 100
298
Stadt Radebeul
32,1
32,0
99,7
299
Gemeinde Taubenheim
1,4
1,1
78,0
Regierungsbezirk Leipzig
301 Zweckverband Delitzsch-Rackwitzer Wasserver-
sorgung DERAWA
54,8 54,8 100
302 Wasserverband Eilenburg-Wurzen
101,1 101,1 100
303 Zweckverband für Wasserversorgung und
Abwasserbeseitigung Torgau-Westelbien
43,4 43,4 100
304 Zweckverband Beilrode-Arzberg
8,0 8,0 100
305 Zweckverband Wasserversorgung und Abwas-
serentsorgung Leipzig Land, Stadt Leipzig
590,2 590,2 100
306 Zweckverband Wasserversorgung Bornaer Land 75,0 75,0 100
307 Versorgungsverband Grimma-Geithain
86,8 86,6 99,7
308 Wasserverband Döbeln-Oschatz
124,9 124,9 100
344 Stadt Naunhof
8,8 8,8 100
Im Freistaat Sachsen existieren drei selbständige
Fernwasserversorgungsunternehmen. Deren allei-
nige Aufgabe ist die Bereitstellung von Trinkwasser
für die Aufgabenträger der öffentlichen Wasserver-
sorgung zur Weiterverteilung und im Fall des ZV
Fernwasser Südsachsen auch die Rohwasserbe-
reitstellung aus der Talsperre Lichtenberg an den
Wasserzweckverband Freiberg für das Wasserwerk
Freiberg. Es bestehen keine direkten Kundenbezie-
hungen zu den Endverbrauchern, ausgenommen
mit Großabnehmern bei der Fernwasserversorgung
Elbaue-Ostharz GmbH. Insgesamt werden im Frei-
staat Sachsen etwa 1,7 Mio. Einwohner, das sind
ca. 38 % der Gesamtbevölkerung, mit Trinkwasser
aus den drei Fernwassersystemen versorgt.
Zweckverband Fernwasser Südsachsen (FWS)
Seit 1993 besteht der aus der ehemaligen Erzge-
birge Wasser/Abwasser AG i. L. ausgegliederte
Zweckverband Fernwasser Südsachsen im Regie-

14
rungsbezirk Chemnitz. Mitglieder sind die sieben
regionalen Zweckverbände des Regierungsbezirks
und die Stadt Chemnitz, die unmittelbar selbst über
keinerlei eigene Aufbereitungskapazitäten verfügt.
Einschließlich der vollständig aus dem Fernwasser-
versorgungssystem versorgten Stadt Chemnitz
werden insgesamt etwa 70 % aller Trinkwasserab-
nehmer im Regierungsbezirk Chemnitz mit Trink-
wasser aus dem Fernwassersystem versorgt. Die
neun Wasserwerke des ZV FWS beziehen ihr Roh-
wasser ausschließlich aus Trinkwassertalsperren.
Durch die Modernisierung von Wasserwerken, Re-
habilitation und Erweiterung des Netzes ist es ge-
lungen, eine wesentlich sicherere und qualitätsge-
rechtere Versorgung im Regierungsbezirk Chem-
nitz zu gewährleisten. Besonderes Augenmerk ha-
ben die Erweiterung des Versorgungssystems
durch Ablösung anderweitiger nicht qualitätsgerech-
ter bzw. unwirtschaftlicher örtlicher Bilanzanlagen
durch Fernwasser und die weitere Anpassung der
Kapazitäten an den zukünftigen Bedarf. Die Redu-
zierung der Aufbereitungskapazität des in Rekon-
struktion befindlichen WW Burkersdorf von
165 Tm
3
/d auf 91 Tm
3
/d ist ein wichtiger Schritt in
dieser Richtung.
Im Anhang 1 ist das System der FWS dargestellt.
Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH
(FEO)
Der ehemalige volkseigene Betrieb war zu DDR-
Zeiten der einzige Betrieb, der nur die Aufgabe der
Trinkwasserbereitstellung hatte. Es werden Grund-
wasser, Uferfiltrat (Elbaue bei Torgau) und Talsper-
renwasser (Rappbodetalsperre in Sachsen-Anhalt)
zu Trinkwasser aufbereitet. Aus dem länderüber-
greifenden Versorgungssystem werden Aufgaben-
träger der öffentlichen Wasserversorgung im Regie-
rungsbezirk Leipzig im Freistaat Sachsen, in Sach-
sen-Anhalt und im geringeren Umfang in Thüringen,
zunehmend aber auch industrielle Großabnehmer
direkt mit Trinkwasser versorgt. Die Kapazitäten der
FEO sind in Folge der seinerzeit hohen Ver-
brauchswerte derzeit nur unzureichend ausgelastet.
Durch Erweiterung des Netzes wurden in den letz-
ten Jahren bereits weitere Verbraucher im Raum
Borna und Zeitz und im Industriegebiet Bitter-
feld/Wolfen an die Fernwasserversorgung ange-
schlossen. Die Unternehmensstrategie ist darauf
ausgerichtet, v. a. industrielle Großabnehmer für
die Abnahme zu gewinnen, um die Auslastung vor-
handener Kapazitäten, v. a. die sächsischen Was-
serwerke Torgau Ost, Mockritz und Kossa, zu er-
höhen.
Im Regierungsbezirk Leipzig werden z. Z. ca.
310.000 Einwohner, also etwa 30 % der Bevölke-
rung mit Trinkwasser aus der FEO versorgt.
Im Anhang 2 ist das System der FEO dargestellt.
Zweckverband Fernwasserversorgung Sdier
Der von den Mitgliedern Stadt Bautzen, Stadt Lö-
bau, den ZV Wasserversorgung Landkreis Bautzen
und Oberlausitzer Wasserversorgung gebildete ZV
liefert an die Mitglieder das im WW Sdier aus
Grundwasser aufbereitete Trinkwasser. Es werden
ca. 60.000 Einwohner dieses ostsächsischen Ge-
bietes aus dem Zweckverband mit Trinkwasser ver-
sorgt.
Landestalsperrenverwaltung – Trinkwassertal-
sperren
Die besondere hydrogeologische Situation im Frei-
staat hat dazu geführt, dass 42 % des zur Trink-
wasseraufbereitung erforderlichen Rohwassers aus
Trinkwassertalsperren zur Verfügung gestellt wer-
den. Das gegenüber Grundwasser relativ weniger
geschützte und mengenmäßig größeren Schwan-
kungen unterliegende Oberflächenwasser benötigt
einen außerordentlich sensiblen Umgang. Nur
durch eine einheitlichen Grundsätzen entsprechen-
de Bewirtschaftung kann gewährleistet werden,
dass jederzeit ein qualitativ hochwertiges Rohwas-
ser bereit gestellt werden kann. Diese Aufgabe
wurde dem Staatsbetrieb Landestalsperrenverwal-
tung (LTV) übertragen. Neben einer Reihe von
Brauchwassertalsperren, Speichern, Hochwasser-
rückhaltebecken und den Wasserläufen I. Ordnung
betreibt die LTV alle Trinkwassertalsperren im Frei-
staat Sachsen. Mit dem in der LTV vorhandenen
gebündelten Sach- und Fachverstand wird die
mengen- und qualitätsmäßige Bewirtschaftung und
die Sicherheit der Anlagen mit hoher Qualität ge-
währleistet. Durch gezielte Maßnahmen in den Ein-
zugsgebieten, den Staubauwerken und den Ent-
nahmeanlagen wurde und wird zunehmend eine
wesentliche Verbesserung der Rohwasserqualität
erreicht, die zu Einsparungen im Aufbereitungspro-
zess und zum Minimierungsgebot entsprechend der
Trinkwasserverordnung beiträgt. Innerhalb des Mul-
tibarrierenprinzips zur Bereitstellung eines hochwer-
tigen Trinkwassers ist die Stufe Rohwasser das
wichtigste Stellglied. Nur durch die in einer Hand
befindliche Bewirtschaftung im Zusammenwirken
mit den Rohwasserbeziehern gelingt es, zeitweilige
Staubeschränkungen oder vollständige Absenkun-
gen zum Zweck der Ertüchtigung der z. T. über 100
Jahre alten Anlagen zu beherrschen.
Wichtigste Vorhaben im Zeitraum bis 2010 stellen
die Rekonstruktion der Talsperren Muldenberg und
Klingenberg sowie die Fertigstellung des Rohwas-
serüberleitungssystems von der Talsperre Rau-
schenbach zu den Talsperren Lichtenberg und
Kleingenberg dar.

15
Im Anhang 3 ist die öffentliche Trinkwasserversor-
gung durch Talsperren dargestellt.
Besonders während der Hochwassersituation im
August 2002 haben sich die Fernwasserver-
sorgungssysteme und die einheitliche Bewirtschaf-
tung der Talsperren und Gewässer I. Ordnung
durch die LTV bewährt. Es konnten umfangreiche
Ausfälle von Wasserwerken in allen drei Regie-
rungsbezirken durch zusätzliche Einspeisungen aus
den Fernwasserversorgungssystemen und weiteren
Talsperrenwasserwerken kompensiert werden.
Das Wasserwerk Dresden-Coschütz, das Rohwas-
ser aus dem Talsperrensystem Klingen-
berg/Lehnmühle bezieht, konnte den Ausfall der
Dresdener Wasserwerke Hosterwitz und Tolkewitz
ausgleichen und außerdem die Versorgung der
Städte Freital und Tharandt sowie weiterer Ge-
meinden übernehmen. Auch die Einspeisung aus
dem Talsperrenwasserwerk Gottleuba des ZV Pir-
na/Sebnitz in einer Größenordnung bis zu 10 Tm
3
/d
trug zur Sicherung der Wasserversorgung in der
Stadt Dresden und Umland bei.
Im Regierungsbezirk Chemnitz konnten Ausfälle
örtlicher Wasserwerke durch zusätzliche Einspei-
sung von bis zu 70 Tm
3
/d aus der Fernwasserver-
sorgung Südsachsen kompensiert werden.
Es wurden die technischen Kapazitäten voll in An-
spruch genommen und die mittleren Bilanzgrößen
(Q
365
) z. T. weit überschritten. Es hat sich gezeigt,
dass die sicherste Versorgung aus den Talsper-
renwasserwerken gewährleistet werden konnte. Nur
ein einziges Talsperrenwasserwerk (Klingenberg)
ist kurzzeitig ausgefallen. Allerdings wurden durch
die erheblich verstärkte Trübung des Rohwassers
die technologischen Grenzen der Wasserwerke
erreicht. Damit wird deutlich, dass generell eine
zweistufige Filtration anzustreben und bei zukünfti-
gen Rekonstruktionen umzusetzen ist.
3.3
Wasserdargebot
Natürliches Dargebot
Das für die Wasserversorgung nutzbare Dargebot
wird im Wesentlichen vom Niederschlag bestimmt.
Die durchschnittliche jährliche Niederschlagshöhe
in Sachsen liegt bei 700 mm. Dabei bestehen regi-
onal erhebliche Unterschiede mit einem Nord-Süd-
Anstieg mit beispielsweise ca. 550 mm im Leipziger
Raum über 650 mm im Erzgebirgsbecken bis ca.
1200 mm in den Kammlagen des Erzgebirges und
Vogtlandes.
Die Verteilung der Niederschläge im Jahresverlauf
ist allgemein gleichmäßig, wobei eine zunehmende
Tendenz der Niederschlagsintensität zu verzeich-
nen ist. Etwa 55 % der Niederschläge werden durch
Verdunstung wieder dem Wasserkreislauf zuge-
führt, etwa 35 % verlassen die Landesgrenze als
Oberflächenwasser. Der Rest von 10 %, etwa 1,5
Mrd. m³/a, trägt zur Grundwasserneubildung bei.
Oberflächenwasserdargebot
Für die öffentliche Wasserversorgung aus dem O-
berflächenwasserdargebot stehen in Sachsen Tal-
sperren, Wasserspeicher und Fließgewässer zur
Verfügung.
Obwohl das Territorium des Freistaates Sachsen
aufgrund seiner geographischen Lage über ein rela-
tiv dichtes Netz von Fließgewässern verfügt, erfolgt
eine Wasserentnahme zur Trinkwasserversorgung
nur noch in Einzelfällen und wird sich langfristig nur
noch auf die Entnahmen aus der Kleinen Mittweida
(Gemeinde Markersbach) und den Friedrichsbach
(Gemeinde Pöhla) i. M. auf 1,5 Tm
3
/d beschränken.
Für die Trinkwasserbedarfsdeckung wird im Frei-
staat Sachsen in den Regierungsbezirken Chemnitz
und Dresden Rohwasser aus den folgenden Tal-
sperren und Speichern zur Verfügung gestellt:
Regierungsbezirk Chemnitz:
Talsperre Dröda
Talsperre Werda
Talsperre Muldenberg
Talsperre Carlsfeld
Talsperre Eibenstock
Talsperre Sosa
Talsperre Stollberg
Talsperre Cranzahl
Talsperre Lichtenberg
Talsperrensystem Mittleres Erzgebirge
1)
1)
Zum Verbundsystem „Mittleres Erzgebirge“
gehören die Talsperren Saidenbach, Neun
zehnhain I, Neunzehnhain II, Einsiedel und
außerhalb der Bilanzabgabe die Talsperre
Rauschenbach (Überleitung von Rohwasser
aus der Talsperre Rauschenbach über die
Revierwasserlaufanstalt Freiberg in die Tal
sperre Saidenbach).
Regierungsbezirk Dresden:
Talsperrensystem Klingenberg/Lehnmühle
Talsperre Gottleuba
Speichersystem Altenberg
2)
Speicher Radeburg II
3)

16
2)
Der Speicher steht im Verbundsystem mit dem
Großen Galgenteich.
3)
Die Rohwasserbereitstellung erfolgt durch
Grundwasserinfiltration.
Von der Talsperre Rauschenbach erfolgt außerdem
über die Revierwasserlaufanstalt Freiberg und den
Oberen Großhartmannsdorfer Teich eine Überlei-
tung zur Talsperre Lichtenberg und zum Talsper-
rensystem Klingenberg/Lehnmühle. Dieses System
wird 2003 in Betrieb gehen.
Entsprechend den Bewirtschaftungsplänen für die
Trinkwassertalsperren und –speicher, die sowohl
die hydrologischen Grundlagen als auch die was-
sergütewirtschaftlichen Gesichtspunkte berücksich-
tigen, stehen die in der Tabelle 4 ausgewiesenen
Rohwassermengen aus Trinkwassertalsperren und
Wasserspeichern zur Trinkwasserversorgung zur
Verfügung. Es werden die tatsächlichen Abgabe-
leistungen der Jahre 2000 und 2001 und die pla-
nungsseitig vorgehaltenen Rohwassermengen dar-
gestellt.
Die Reduzierung der vorgehaltenen Rohwasser-
mengen im Vergleich zum Grundsatzplan 1998 er-
gibt sich durch die Überarbeitung der Randbedin-
gungen der Speicherwirtschaft. So wurden die
Hochwasserrückhalteräume, die landschaftsbeding-
ten Mindestabgaben und die wassergütewirtschaft-
lichen Reserveräume erhöht. Für die Talsperren
wurde ein Selbstbehalt eingeführt.
Das Augusthochwasser 2002 hat gezeigt, dass es
erforderlich ist, über die bereits geplante Vergröße-
rung der Hochwasserrückhalteräume hinaus eine
weitere Verringerung der Betriebsstauräume für die
Rohwasserbereitstellung zur Erhöhung des Hoch-
wasserschutzniveaus vorzunehmen. Es ist ein Op-
timum der Betriebsstauräume unter Berücksichti-
gung einer jederzeit zu sichernden Menge und
Qualität des Rohwassers zu finden. Die Verringe-
rung der Betriebsstauräume hat deren höhere Inan-
spruchnahme zur Folge.
Zum Zeitpunkt der Endredaktion lagen noch keine
konkreten Ergebnisse vor.
Tab. 4: Rohwasserabgabeleistung der Trinkwassertalsperren und –speicher zur Trinkwasserversorgung
Abgegebene Rohwas-
sermenge für Trinkwas-
serversorgung
Vorgehaltene Rohwas-
sermengen für Trinkwas-
serversorgung nach dem
Bereitstellungsstufenprin-
zip Q
A99%BSS
1)
Planung vor dem HW 2002
vorgehaltene Rohwasser-
mengen für Trinkwasser-
versorgung nach dem Be-
reitstellungsstufenprinzip
Q
A99%BSS
1)
2000 2001 2000 2001 2003 2004
Mio. m³/a
Mio. m³/a
Mio. m³/a
Mio. m³/a
Mio. m³/a
Mio. m³/a
Regierungsbezirk
Dresden
37,02 37,17 45,41 45,03 40,43 40,54
Regierungsbezirk
Chemnitz
71,96 66,92 115,83 108,67 96,78 97,05
Freistaat Sachsen 108,98 104,09 161,24 153,71 137,21 137,59
1)
Die Bilanzabgabe Q
A99% BSS
ist die Abgabeleistung nach dem Bereitstellungsstufenprinzip (= entgeltwirk-
same Leistung).
Grundwasserdargebot
Das Grundwasserdargebot ist, außer von den hyd-
rologischen Bedingungen im Gebiet, maßgeblich
von den geologischen/hydrogeologischen Verhält-
nissen abhängig. Die hydrogeologischen Gegeben-
heiten Sachsens sind aufgrund des unterschiedli-
chen Gesteinsaufbaus sehr inhomogen. Günstige
Bedingungen zur Grundwasserneubildung bilden
Lockergesteine, die ein hohes Porenvolumen besit-
zen. In Festgesteinen ist die Grundwasserbewe-
gung fast ausschließlich an Klufthohlräume gebun-
den. Wasserwirtschaftliche Bedeutung erlangt der
Festgesteinsbereich dort, wo das Kluftsystem be-
sonders günstig ausgebildet ist. Aus der hydrogeo-
logischen Differenziertheit resultieren daher die un-
terschiedlichen Möglichkeiten der Grundwasserge-
winnung in Sachsen.
Der Lockergesteinsbereich macht etwa 30 % der
Fläche des Freistaates aus und ist vor allem im
Norden Sachsens und in den Talauen der Haupt-
flüsse vorzufinden. Etwa 45 % der Fläche von
Sachsen gehören zum Festgesteinsbereich. Inner-

17
halb der Verwitterungszone des Festgesteins
kommt es insbesondere in Tallagen und Mulden-
strukturen zur Anreicherung von Sickerwasser, das
durch Quell- und Sickerwasserfassungen erschlos-
sen wird. Hydrogeologisch bedeutende Poren-
grundwasserleiter sind auch im Übergangsbereich
zwischen Fest- zum Lockergestein, dem sogenann-
ten Randpleistozän, ausgebildet.
Durch den Rohstoffabbau in Sachsen, insbesonde-
re dem Braunkohlenbergbau in der Lausitz und in
Mitteldeutschland sowie dem Bergbau im Erzge-
birge, ist eine Änderung der hydrogeologischen
Verhältnisse eingetreten. In diesen Gebieten wur-
den die natürlichen Grundwasserfließrichtungen
und die Beschaffenheit des Grundwassers erheb-
lich beeinflusst.
Neben dem Grundwasserdargebot, das sich aus
versickernden Niederschlägen bildet, sind die
Grundwasserdargebote aus Uferfiltrat und Grund-
wasseranreicherung an den großen Flüssen Elbe,
Mulde und Neiße von Bedeutung.
Da bis 1989 Grundwassererkundungen systema-
tisch durchgeführt wurden, kann der Freistaat
Sachsen auf eine nahezu flächendeckende hydro-
geologische Erkundung grundwasserführender Ge-
biete zurückgreifen. Das erkundete Grundwasser-
dargebot im gesamten Freistaat Sachsen beträgt
rund 2,2 Mio. m³/d (Tabelle 5). Davon wurden im
Jahr 2000 ca. ein Fünftel für die öffentliche Was-
serversorgung genutzt.
Tab. 5:
Erkundete Grundwasserdargebote im Freistaat Sachsen
Regierungs-
bezirk
Staatliches
Umweltfachamt
Gesamtdar-
gebot
(Tm³/d)
sich erneuern-
de Vorräte
(Tm³/d)
Uferfiltrat
(Tm³/d)
Grundwasser-
anreicherung
(Tm³/d)
Dresden Radebeul 635,66 244,46 250,20 141,00
Bautzen 305,26 192,88 37,28 75,10
Chemnitz Chemnitz 45,67 45,67 0 0
Plauen 56,36 56,36 0 0
Leipzig
Leipzig
948,58
604,58
344,00
0
3.4 Trinkwasserverbrauch/-bedarf
Grundlagen
Der Trinkwasserverbrauch ist die tatsächlich benö-
tigte Menge (Ist-Wert) an Trinkwasser zur Siche-
rung der öffentlichen Wasserversorgung.
Der Trinkwasserbedarf ist der Planungswert für das
in einem bestimmten Zeitraum benötigte Trinkwas-
servolumen der öffentlichen Wasserversorgung.
Sowohl bei Verbrauch als auch bei Bedarf wird in
folgende Verbrauchergruppen unterschieden:
-
Haushalte/Kleingewerbe
-
Industrie/Gewerbe/Landwirtschaft
-
Sonstige Verbraucher
-
Eigenbedarf (der Wasserversorgungsanlagen)
-
Wasserverluste
Für die Ermittlung des Wasserbedarfs in den Ver-
sorgungskonzeptionen der Aufgabenträger der öf-
fentlichen Wasserversorgung wurden den Aufga-
benträgern die “Methodischen Grundlagen zur Er-
arbeitung von Versorgungskonzeptionen der Auf-
gabenträger der öffentlichen Wasserversorgung im
Freistaat Sachsen“ als Empfehlung übergeben.
Die Entwicklung des Wasserbedarfes ist natürlich
auch von den örtlichen Gegebenheiten stark ge-
prägt, die bei jedem Aufgabenträger Berücksichti-
gung finden müssen.
Stand und Entwicklung der Einwohner
In den Jahren 1990 – 2000 ist ein Bevölkerungs-
rückgang von fast 7 % zu verzeichnen. Während im
Grundsatzplan 1998 bei den meisten Aufgabenträ-
gern in der Regel noch von einem geringen Bevöl-
kerungszuwachs bis zum Jahr 2010 ausgegangen
wurde, wird in den aktuellen Planungen generell mit
einer weiteren Verringerung der Bevölkerung ge-
rechnet. Dies entspricht auch den aktuellen Prog-
nosen des Statistischen Landesamtes des Freistaa-
tes Sachsen.
Anschlussgrad
Der Anschlussgrad an die öffentliche Wasserver-
sorgung hat sich im Freistaat Sachsen seit 1990
von 93,8 % auf 98,8 % im Jahr 2000 erhöht. Damit
waren insgesamt nur noch ca. 50 000 Einwohner
nicht an die öffentliche Wasserversorgung ange-
schlossen.

18
Der Anschlussgrad im Freistaat Sachsen gleicht
sich damit dem bundesweiten Anschlussgrad (1998
= 98,9 %) immer mehr an.
Die Hauptversorgungsräume und Großstädte sind
in der Regel bereits zu 100 % angeschlossen.
Handlungsbedarf gibt es ausschließlich im ländli-
chen Raum. Besonders in den ländlichen Regionen
der Regierungsbezirke Chemnitz (Landkreise Frei-
berg und Mittweida) und Dresden (Landkreise Ka-
menz und Weißeritzkreis) gibt es noch ca. 20 Ge-
meindeteile, die nicht an die öffentliche Wasserver-
sorgung angeschlossen sind und ca. 30 Gemeinde-
teile mit einem Anschlussgrad bis 30 %.
Im Regierungsbezirk Leipzig besteht bereits ein
Anschlussgrad von 99,9 %. Die Entwicklung des
Anschlussgrades der einzelnen Regierungsbezirke
ist in Abb. 1 dargestellt.
Eine Übersicht zum Anschlussgrad der einzelnen
Gemeinden im Jahr 2000 gibt die Karte “An-
schlussgrad an die öffentliche Wasserversorgung“
(Anhang 5).
Das geplante Ziel ist im Freistaat Sachsen 99,4 %
der Bevölkerung bis zum Jahr 2010 an die öffentli-
che Wasserversorgung anzuschließen. Damit ist
dann das Optimum erreicht, um mit einem wirt-
schaftlich vertretbaren Aufwand die Haushalte an
die öffentliche Wasserversorgung anzuschließen.
Abb. 1:
Anschlussgrad der Bevölkerung an die öffentliche Wasserversorgung
92
93
94
95
96
97
98
99
100
1990
1995
2000
2005
2010
Jahr
%
Freistaat Sachsen
RB Chemnitz
RB Dresden
RB Leipzig
Spezifischer Wasserverbrauch/-bedarf
Der spezifische Wasserverbrauch/-bedarf ist das in
den einzelnen Verbrauchergruppen bezogen auf
Einwohner und Zeiteinheit benötigte Wasser.
Im Folgenden wird die Entwicklung in den einzelnen
Verbrauchergruppen dargestellt.
Haushalte/Kleingewerbe
Der spezifische Wasserverbrauch der Verbraucher-
gruppe Haushalte/Kleingewerbe (auch bezeichnet
als spezifischer Wasserverbrauch der Bevölkerung)
ist im Zeitraum von 1992 bis zum Jahr 2000 von
141 auf 89 l/E
.
d zurückgegangen. Zum Vergleich:
der bundesweite Durchschnitt des Wasserverbrau-
ches der Bevölkerung lag 1998 bei 129 l/E
.
d.
In den Planungen bis 2010 wird von einem etwa
gleich bleibenden spezifischen Wasserbedarf in
dieser Verbrauchergruppe ausgegangen.
Eine Übersicht zur Entwicklung in den einzelnen
Regierungsbezirken ist in Abb. 2 dargestellt.
Industrie/Gewerbe/Landwirtschaft
Nach dem extrem starken Rückgang des spezifi-
schen Wasserverbrauches in der Verbrau-
chergruppe Industrie/Gewerbe/Landwirtschaft An-
fang der 90er Jahre im gesamten Freistaat Sach-
sen, war auch bis zum Jahr 1999 in allen Regie-
rungsbezirken ein weiterer leichter Rückgang des
Verbrauches in dieser Gruppe zu verzeichnen.
Im Jahr 2000 ist in den Regierungsbezirken Leipzig
und Chemnitz erstmals ein leichter Anstieg zu ver-
zeichnen, was sich auch in den Planungen bis 2010
im Freistaat Sachsen fortsetzt. Der spezifische
Wasserbedarf dieser Verbrauchergruppe soll dann
zwischen 14,5 l/E
.
d (RB Leipzig) und 23,7 l/E
.
d (RB
Dresden) liegen.

19
Eigenbedarf
Der Eigenbedarf der Trinkwasserversorgungsanla-
gen lag 1995 im Durchschnitt im Freistaat Sachsen
noch bei 3,4 % des Gesamtwasserverbrauches und
hat sich im Jahr 2000 auf 2,6 % reduziert. Dieser
Durchschnittswert entspricht den technologisch be-
dingten Anforderungen und Empfehlungen und wird
als Planungsgröße bis zum Jahr 2010 in dieser
Größenordnung auch angesetzt.
Dabei ist nicht auszuschließen, dass in einigen
Versorgungsbereichen technologisch bedingt noch
Spitzenwerte bis 8 % erreicht wurden und werden.
Wasserverluste
Die durchschnittlichen Wasserverluste haben sich
im Freistaat Sachsen von 27 % im Jahr 1995 auf
ca. 21 % im Jahr 2000 reduziert. Dabei liegen die
Wasserverluste im Regierungsbezirk Chemnitz wie
auch in den vergangenen Jahren mit fast 27 % am
höchsten. Für die Planungen bis zum Jahr 2010
sind in den einzelnen Regierungsbezirken zwischen
13 % und 22 % Wasserverluste angesetzt worden,
was für den Freistaat Sachsen einen Durch-
schnittswert von 17 % ergibt.
Allerdings ist die prozentuale Angabe der Wasser-
verluste zum Gesamtwasserverbrauch als alleinige
Angabe keine sichere Größe zur Aussage der
Wasserverluste. Die Angabe der Verluste in m³/h
.
km der Haupt- und Versorgungsleitungen der Ver-
sorgungsgebiete ist in ihrer Aussage besser
einordbar. Die bisher erfassten Daten erlauben
noch keine Aussage zum Gesamtgebiet des Frei-
staates Sachsen.
Gesamtwasserverbrauch/-bedarf
Der Gesamtwasserverbrauch/-bedarf setzt sich aus
dem Verbrauch/Bedarf der einzelnen Verbraucher-
gruppen zusammen.
Der spezifische Gesamtwasserverbrauch hat sich
seit 1992 von 221 l/E
.
d auf 149 l/E
.
d im Jahr 2000
reduziert.
Gründe für den gravierenden Rückgang des Was-
serverbrauches im Freistaat Sachsen sind die Ab-
wicklung großer Industriebetriebe, der Einsatz was-
sersparender Techniken und der sparsame Um-
gang mit Wasser auf Grund hoher Preise. Für den
Planungszeitraum bis 2010 wird ein weiterer, aller-
dings geringfügiger Rückgang des spezifischen
Gesamtwasserbedarfes auf 144 l/E
.
d erwartet.
Dieser resultiert hauptsächlich aus der angestreb-
ten weiteren Senkung der Wasserverluste, was sich
auch in den Investitionen der Maßnahmen zur Si-
cherung der öffentlichen Wasserversorgung wider-
spiegelt.
Damit ist wie auch in den vergangenen Jahren von
einer weiteren Reduzierung des absoluten Was-
serbedarfes auszugehen, zumal auch die Bevölke-
rungsentwicklung weiterhin rückläufig ist.
0
20
40
60
80
100
120
140
160
l/E und d
1992
1995
2000
2005
2010
Jahr
Abb. 2: Spezifischer Wasserverbrauch/-bedarf für Haushalte und Kleingewerbe
RB Chemnitz
RB Dresden
RB Leipzig
Freistaat Sachsen

20
3.5 Trinkwasserversorgungsanlagen/
Kapazitäten
Mit dem stark rückläufigen Wasserverbrauch in den
vergangenen Jahren hat sich auch die Zahl der bi-
lanzwirksamen Wasserversorgungsanlagen stark
reduziert.
Wurde im Jahr 1992 die öffentliche Wasserversor-
gung noch durch ca. 2.120 bilanzwirksame Anlagen
mit einer Auslastung von 63 % gesichert (nach be-
reits erfolgter Stilllegung von rd. 400 Anlagen seit
1990), erfolgte im Jahr 2000 die öffentliche Was-
serversorgung nur noch durch ca. 590 Anlagen.
Das bedeutet eine Reduzierung der Anzahl der An-
lagen um mehr als zwei Drittel. Schon Anfang der
90er Jahre war erkennbar, dass die durch die rück-
läufige Bedarfsentwicklung entstehenden Überka-
pazitäten abgebaut werden müssen. Vor allem
wurden Wasserfassungen und Bilanzanlagen still-
gelegt, die den Qualitätsanforderungen der Trink-
wasserverordnung nicht entsprachen.
Darunter fielen vor allem eine Vielzahl kleinerer An-
lagen, die über keine oder keine ausreichende Auf-
bereitung verfügten. Schon im Grundsatzplan 1998
wurde darauf hingewiesen, dass mit weiteren Still-
legungen von Anlagen in Größenordnungen zu
rechnen ist. Die dabei getroffenen Prognosen wur-
den dabei noch übertroffen.
In der Tabelle 6 ist die Anzahl der bilanzwirksamen
Anlagen, kategorisiert nach ihrer mittleren Abgabe
für das Jahr 2000 bzw. der mittleren Kapazität im
Jahr 2010, ersichtlich.
Die Gesamtzahl der Anlagen wird sich also weiter
reduzieren, wobei nach wie vor insbesondere klei-
nere unwirtschaftliche und nicht ausreichend
schützbare bzw. nicht versorgungssichere Anlagen
stillgelegt werden.
In der Karte „Anlagen und Maßnahmen der öffentli-
chen Wasserversorgung“ (Anhang 6) sind die be-
deutendsten Anlagen der öffentlichen Wasserver-
sorgung dargestellt.
Tab. 6: Anlagen der öffentlichen Wasserversorgung im Freistaat Sachsen (Anzahl der Anlagen nach mittlerer
Abgabe/Kapazität in m³/d)
0-50 50-100 100-
200
200-
500
500-
1000
1000-
2000
2000-
10000
>10000 insge-
samt
RB Chemnitz
Ist 2000
119
45
58
53
24
5
7
4
315
Plan 2010 35 35 51 67 32 12 9 9 250
RB Dresden
Ist 2000
51
37
35
32
17
10
12
7
201
Plan 2010 16 12 26 36 16 13 19 7 145
RB Leipzig
Ist 2000
9
7
10
15
9
14
6
6
76
Plan 2010 0 1 4 7 13 11 12 7 55
Freistaat Ist 2000 179 89 103 100 50 29 25 17 592
Sachsen Plan 2010 51 48 81 110 61 36 40 23 450
3.6
Trinkwasserbilanz
Durch den rückläufigen Wasserverbrauch und die
vorhandenen Kapazitäten der Wasserversorgungs-
anlagen stellt die quantitative Wasserbedarfsde-
ckung unter Wahrung der Nachhaltigkeit im Frei-
staat Sachsen kein Problem dar.
Der prozentuale Anteil der Jahresentnahmemenge
der Wasserversorgungsanlage nach ihrer Gewin-
nungsart ist in Tabelle 7 ersichtlich.
Im Vergleich zum Jahr 1995 hat sich das Verhältnis
Grundwasserentnahme zu Oberflächenwasserent-
nahme von 60 % : 40 % auf 57 % : 43 % verändert,
wobei sich der Anteil von Oberflächenwasserent-
nahme aus dem Fließgewässer ausschließlich auf
zwei kleine Versorgungsgebiete reduziert hat.

21
Tab. 7:
Wassergewinnung 2000 nach Gewinnungsart im Freistaat Sachsen
Anteil der Jahresentnahmemenge nach Gewinnungsart in %
Regierungsbezirk Grundwasser Grundwasser/
Uferfiltrat
Grundwasser/
Infiltrat (GWA)
Oberflächenwasser/
Standgewässer
(Talsperren/
Speicher)
Oberflächenwasser/
Fließgewässer
StUFA Bereich Anteil Anteil Anteil Anteil Anteil
Chemnitz
20 %
0 %
2 %
77 %
3 %
Chemnitz
27 %
0 %
0 %
73 %
0 %
Plauen
16 %
0 %
3 %
80 %
<1 %
Dresden
39 %
9 %
14 %
38 %
0 %
Bautzen
85 %
2 %
13 %
0 %
0 %
Radebeul
18 %
12 %
15 %
55 %
0 %
Leipzig
27 %
73 %
0 %
0 %
0 %
Leipzig
27 %
73 %
0 %
0 %
0 %
Freistaat
28 %
24 %
6 %
42 %
<<1 %
Sachsen
Nach Gegenüberstellung des prognostizierten
Wasserbedarfes für die Jahre 2005 und 2010 und
der verfügbaren Kapazitäten ist aus Tabelle 8 er-
sichtlich, dass auch in Zukunft die Wasserbedarfs-
deckung im Freistaat Sachsen gesichert ist.
Die über dem Durchschnitt liegenden Kapazitätsre-
serven in den Regierungsbezirken Dresden und
Leipzig sind bedingt durch die dringend erforderli-
che Sicherung
-
des Ballungsgebietes Oberes Elbtal (Pirna,
Dresden, Freital, Meißen, Riesa) bei möglichem
Ausfall der ufernahen Wasserwerke bzw. ggf.
von Talsperrenwasserwerken. Das Hochwas-
serereignis im August 2002 hat die Notwendig-
keit der Beibehaltung einer zweiseitigen Ein-
speisemöglichkeit bewiesen,
-
des Ballungsgebietes Leipzig mit seinen wech-
selseitigen Einspeisungsmöglichkeiten der Fas-
sungen an der Mulde bzw. Elbe.
Die geplanten Zuleitungen von Fernwasser wurden
den gegenwärtigen Bedingungen sinnvoll ange-
passt.
Aus den Übersichten der einzelnen Aufgabenträger
(Pkt. 4) ist die jeweils konkrete Situation ableitbar.

22
Tab. 8:
Trinkwasserbedarfsdeckungsbilanz für mittlere Verhältnisse im Freistaat Sachsen
Regierungsbezirk 2005 2010
mittlerer Bedarf
(Tm³/d)
Chemnitz
230,5
222,6
Dresden 249,3 251,3
Leipzig 151,6 142,4
Freistaat Sachsen 631,4 616,3
mittlere verfügbare Kapazität (Tm³/d)
Chemnitz
267,0
264,4
Dresden 365,1 364,0
(unter Berücksichtigung von Zu- und
Leipzig
252,8
250,8
Ableitungen)
Freistaat Sachsen
884,9
879,2
Bilanz für mittlere Verhältnisse
Chemnitz
36,5
41,8
(Tm³/d) Dresden 115,8 112,7
Leipzig 101,2 108,4
Freistaat Sachsen 253,5 262,9
3.7
Trinkwasserqualität
Entwicklung der Trinkwasserqualität
Zentral versorgte Bevölkerung
Seit 1992 stehen vergleichbare Untersuchungser-
gebnisse für den gesamten Freistaat zur Verfü-
gung, die von der Landesuntersuchungsanstalt für
das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen
(LUA) seitdem datenmäßig aufbereitet wurden. In
Tabelle 9 sind die von Abweichungen für die wich-
tigsten Parameter der Trinkwasserverordnung
(TrinkwV) betroffenen – an zentrale Anlagen ange-
schlossenen – Bürger für die Jahre 1992 bis 2001
dargestellt.

23
Tab. 9: Entwicklung der Wasserqualität hinsichtlich beanstandeter Parameter in Bezug auf die betroffenen Ein-
wohner bei ZWVA
Bakterio-
logie
Mangan THM Eisen pH-Wert Trübung Alumi-
nium
Nitrat Sulfat
1992
684.362
936.757
697.391 1.027.415
871.274
555.149
35.901
220.975
14.600
1993
563.415 1.550.327
890.245
752.950
644.581
552.000
58.815
118.190
9.600
1994
554.095 1.358.882
942.070
467.169
442.569
343.860
280.990
90.116
20.730
1995
446.208 1.113.552
691.270
434.941
400.999
356.508
234.616
89.277
45.610
1996
374.505 1.036.112
654.910
348.143
328.850
251.802
183.779
54.353
20.788
1997
99.983
390.792
407.580
205.936
186.645
126.332
94.165
66.244
65.439
1998
159.450
393.032
117.357
68.947
153.926
35.402
20.200
47.278
17.301
1999
56.233
107.073
127.381
56.996
92.901
68.475
19.910
35.922
15.698
2000
47.349
119.903
163.274
33.941
68.946
34.074
16.652
23.676
3.148
2001
34.379
75.308
115.186
33.902
65.289
57.608
19.770
11.065
3.147
In Tabelle 10 ist dazu der Anteil der von Beanstan-
dungen betroffenen Bevölkerung in Prozent und als
ganz entscheidender Wert der Rückgang der Bean-
standungen bis 2001 dargestellt. Der Anteil der aus
zentralen Anlagen versorgten Bevölkerung Ende
2000 betrug 98,8 %.
Tab. 10: Rückgang des Anteils der von Grenzwertüberschreitungen bei ZWVA betroffenen Bevölkerung ge-
genüber dem Jahr mit der höchsten Beanstandungsquote
Parameter
Anteil der von Grenzwertüberschreitungen betroffenen
Bevölkerung in %
Rückgang ge-
genüber dem
Jahr mit höchst.
Beanstandungs-
quote in %
1992
1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001
Nitrat
4,7
2,6
2,0
1,9
1,2
1,4
1,0
0,8
0,5
0,3
93,6
Bakteriologie
14,4 12,2 12,0
9,8
8,2
2,2
3,5
1,3
1,1
0,8
94,4
Mangan
19,7 33,7 29,4 24,3 22,7
8,8
8,7
2,4
2,7
1,7
95,0
pH-Wert
18,3
14,0
9,6
8,8
7,2
4,1
3,4
2,1
1,5
1,5
91,8
THM
14,7
19,3 20,4 15,1 14,3
9,0
2,6
2,9
3,7
2,6
87,3
Eisen
21,6
16,3 10,1
9,5
8,4
4,5
1,5
1,3
0,8
0,8
96,3
Trübung
11,7
12,0
7,5
7,8
5,5
2,8
0,8
1,6
0,8
1,3
89,2
Aluminium
0,8
1,3
6,1
5,1
4,0
2,1
0,4
0,5
0,4
0,4
93,4
Es kann somit als außerordentlich positives Ergeb-
nis festgestellt werden, dass i. d. R. ein Rückgang
der von Grenzwertüberschreitungen betroffenen
Bevölkerung von über 90 % erreicht werden konnte.

24
Da eine zeitweilig geringfügige, für eine Reihe der
Parameter der TrinkwV auch langfristige Über-
schreitung der Grenz- bzw. Indikatorwerte keine
gesundheitlichen Auswirkungen hat, wurde und
wird nach dem im Freistaat angewandten Risiko-
abwägungs-Duldungs-Modell sichergestellt, dass
aus zentralen Anlagen kein gesundheitsgefährden-
des Trinkwasser abgegeben wurde und abgegeben
wird. Die einzelnen Abweichungen von Grenzwer-
ten der Trinkwasserordnung waren regelmäßig so
gering, dass keine zentralen Verteilungsanlagen
wegen Qualitätsproblemen abgeschaltet werden
mussten, abgesehen vom Hochwasserereignis im
August 2002.
Das in Sachsen bewährte Modell wurde in die no-
vellierte ab 01.01.2003 geltende TrinkwV über-
nommen.
Einzelwasserversorgungsanlagen/Hausbrunnen
Ca. 50 000 Einwohner im Freistaat werden derzeit
noch aus nicht zentralen Anlagen, vorwiegend aus
Hausbrunnen versorgt. Im Jahr 1990 waren dies
noch etwa 280.000 Einwohner.
Die nicht vollständigen Ergebnisse der Untersu-
chungen der nicht öffentlichen Anlagen wiesen aus,
dass über 80 % dieser Anlagen nicht den Anforde-
rungen der TrinkwV entsprechen. Dabei sind die
Abweichungen zu den Grenzwerten der TrinkwV
i. d. R. wesentlich höher als die Überschreitungen
bei zentraler Versorgung.
Zukünftige Aufgaben
Vorwiegend in den so genannten Brunnendörfern
(s. Karte Anschlussgrad) gilt es, in den nächsten
Jahren eine wesentliche Verbesserung zu errei-
chen. Der Freistaat hat für Vorhaben des Neuan-
schlusses an zentrale Trinkwasseranlagen die
höchste Förderpriorität festgelegt und gewährt den
maximal möglichen Fördersatz, um den Aufgaben-
trägern die Realisierung dieser Aufgabe zu erleich-
tern.
Darüber hinaus sind auch die noch vorhandenen
Grenzwertüberschreitungen in der öffentlichen
Wasserversorgung schrittweise abzubauen. Dazu
sind durch die Aufgabenträger bis 2003 Maßnah-
mepläne aufzustellen und mit den Gesundheitsbe-
hörden abzustimmen. Die Umsetzung der entspre-
chenden Vorhaben wird durch den Freistaat mit der
Gewährung zinsverbilligter Darlehen unterstützt.
Eine besondere Problematik stellen noch vorhan-
dene Bleileitungen dar. Sowohl im öffentlichen als
auch im privaten Bereich (Kundenanlagen) sind bis
2013 wegen des am 01.12.2013 in Kraft tretenden
verschärften Grenzwertes von derzeit 40 μg/l auf
10 μg Blei/l alle Bleileitungen auszuwechseln. Da
noch keine statistisch gesicherten Angaben zu noch
existierenden Bleileitungen vorliegen sollten die
Versorgungsunternehmen bis spätestens 2005 eine
vollständige Erfassung des eigenen Bestandes
durchführen und in Zusammenarbeit mit den Ge-
sundheitsbehörden auch die noch in Kundenanla-
gen vorhandenen Bleileitungen erfassen. Nur ein
auf einer vollständigen Erfassung abgestimmtes
Programm des Versorgers mit den Kunden
(-anlagen) gewährleistet die Umsetzung dieser For-
derung aus der TrinkwV.
Generell sind in den Versorgungskonzeptionen und
somit in den unter 3.9 dargestellten Investitionen
die für die Auswechslung von Bleileitungen erfor-
derlichen Vorhaben und deren Kosten noch nicht
ausgewiesen.
3.8
Trinkwasserschutzgebiete
Der rapide Rückgang des Wasserverbrauches und
die damit verbundene Stilllegung von Wasserver-
sorgungsanlagen hatte in den letzten 10 Jahren
natürlich auch die Aufhebung von Wasserschutz-
gebieten in Größenordnungen zur Folge. So hat
sich die Anzahl der Wasserschutzgebiete von 1992
bis 2000 von 2350 auf ca. 1000 und damit um ca.
55 % reduziert. Die Fläche der Wasserschutzgebie-
te hat sich im gleichen Zeitraum um ca. 25 % ver-
ringert.
Die prozentual geringere Reduzierung der Wasser-
schutzgebietsflächen ergibt sich aus der Stilllegung
einer Vielzahl sehr kleiner Wasserschutzgebiete.
Die Anzahl der Neufestsetzungen von Wasser-
schutzgebieten ist im Verhältnis zu den Aufhebun-
gen sehr gering bzw. es wurden teilweise vorhan-
dene Wasserschutzgebiete neu ausgegrenzt.
Für den Planungszeitraum bis 2010 ist mit einem
weiteren Rückgang der Anzahl der Was-
serschutzgebiete zu rechnen.
Dies ist einmal mit der weiteren Stilllegung von
Wassergewinnungsanlagen verbunden und zum
anderen mit In-Kraft-Treten der neuen SächsSchA-
VO vom 2. Januar 2002 zu begründen.
Nach der neuen Verordnung ist nicht mehr der
Freistaat Sachsen sondern nach § 48 Abs. 7
SächsWG der Begünstigte (i. d. R. der Betreiber
der Anlage) zur Ausgleichszahlung an die Landwir-
te verpflichtet. Somit werden jetzt auch die Wasser-
schutzgebiete für bereits stillgelegte und in Reserve
gehaltene Wassergewinnungsanlagen schnellst-
möglich aufgehoben. Mit der neuen SächsSchAVO
ist aber auch mit einer Überarbeitung und Anpas-

25
sung an bundesdeutsches Recht bzw. die Anforde-
rungen der SächsSchAVO (§ 13) von einer Vielzahl
bestehender und bestehend bleibender Wasser-
schutzgebiete bis zum Jahr 2007 zu realisieren.
3.9
Maßnahmen zur Sicherung der öffentli-
chen Wasserversorgung
Anfang der 90er Jahre hatten im Freistaat Sachsen
vorrangig Maßnahmen zur Einhaltung der Trink-
wasserverordnung Priorität. Das bedeutet es wur-
den vor allem im Bereich der Wasseraufbereitung
und Wassergewinnung Investitionen getätigt.
Nach Stilllegung vieler nicht ausreichend schützba-
rer Dargebote, Sanierung von Gewinnungs- und
Aufbereitungsanlagen und Neubau vieler Aufberei-
tungsanlagen in den letzten 10 Jahren werden nun
die Schwerpunkte im Bereich der Wasserverteilung
gesetzt.
Hier geht es vor allem um die weitere Erhöhung des
Anschlussgrades (Ersatz von Eigenversorgungs-
anlagen/Hausbrunnen), die Sanierung vorhandener
Leitungssysteme zur Senkung der teilweise noch
immer hohen Rohrnetzverluste und auch um den
Ersatz noch vorhandener Bleileitungen.
Aber auch im Bereich der Wasseraufbereitung und
Wasserspeicherung sind noch Investitionsmaß-
nahmen zu tätigen, um u. a. die Umsetzung der
neuen Trinkwasserverordnung zu realisieren.
In der Tabelle 11 sind die geplanten Investitionen
der Aufgabenträger für den Zeitraum 2001 – 2005
und 2006 – 2010 nach folgenden technischen
Komplexen zusammengefasst:
Wassergewinnung, Wasseraufbereitung,
Wasserspeicherung, Wasserförderung,
Wasserverteilung,
Gesamtsystem.
Aus der Übersicht ist deutlich ersichtlich, dass:
1. die Planungen im Vergleich zum Grundsatzplan
1998 zielgerichteter und konkreter von den
Aufgabenträgern vorgenommen werden konn-
ten.
2. sich die Investitionen im Bereich Wassergewin-
nung/-aufbereitung auf Grund der bereits in den
letzten Jahren realisierten notwendigen Maß-
nahmen deutlich reduzieren werden
3. der Schwerpunkt der Investitionen nach wie vor
im Bereich der Wasserverteilung liegt.
Tab. 11: Maßnahmen der öffentlichen Wasserversorgung im Freistaat Sachsen
Maßnahmen mit schwerpunktmäßigem Bezug auf
Regie-
rungs-
bezirk
Wasser-
gewinnung
Wasser-
aufberei-
tung
Wasser-
speiche-
rung
Wasser-
förderung
Wasser-
verteilung
Gesamt-
system
Gesamt-
kosten
Mio. EUR
Mio. EUR
Mio. EUR
Mio. EUR
Mio. EUR
Mio. EUR
Mio. EUR
2001-2005 4,1 70,0 21,6 4,1 89,7 2,8 192,3
Chemnitz 2006-2010 1,3 73,4 19,4 1,0 187,2 3,5 285,8
gesamt 5,4 143,4 41,0 5,1 276,9 6,3 478,1
2001-2005 4,9 19,4 11,0 2,3 77,6 11,5 126,7
Dresden 2006-2010 5,9 8,0 11,6 0,4 135,6 8,6 170,1
gesamt 10,8 27,3 22,6 2,8 213,1 20,1 296,8
2001-2005 8,5 10,7 5,0 4,6 44,6 1,3 74,7
Leipzig 2006-2010 - 4,2 4,1 0,1 24,1 - 32,5
gesamt 8,5 14,9 9,1 4,7 68,7 1,3 107,2
2001-2005 17,5 100,1 37,6 11,0 211,9 15,6 393,7
Freistaat 2006-2010 7,2 85,6 35,1 1,5 346,9 12,1 488,4
Sachsen gesamt 24,7 185,7 72,7 12,5 558,8 27,7 882,1

26
Auch im Bereich der Landesplanungen mussten die
Prioritäten für die förderpolitischen Ziele neu ge-
setzt werden.
Während 1998 noch Maßnahmen zur Erneuerung
und Sanierung gefördert wurden, werden jetzt nur
noch Maßnahmen zur Ablösung von nicht der
Trinkwasserverordnung entsprechenden Haus-
brunnen/Eigenversorgungsanlagen und Maßnah-
men zum Abbau der Überschreitung der Parameter
der Trinkwasserverordnung gefördert.
Eine Übersicht zu den geplanten Investitionen in
diesen zwei Prioritätenkomplexen und den dazuge-
hörenden Fördermittelbedarf gibt Tabelle 12.
Auch in der Karte „Anlagen und Maßnahmen der
öffentlichen Wasserversorgung“ (Anhang 6) werden
ausgewählte Maßnahmen insbesondere Neubau
und Sanierung von Wasserwerken und Leitungen
dargestellt.
Tab. 12:
Investitions- und Fördermittelbedarf 2002-2006 für die Maßnahmen der Wasserversorgung
Priorität 2002
Mio. EUR
2003
Mio. EUR
2004
Mio. EUR
2005
Mio. EUR
2006
Mio. EUR
Gesamt
Mio. EUR
I *
12,2
11,5
6,9
5,0
3,7
39,3
II **
82,4
56,0
38,2
45,3
19,4
241,3
Investitionsbe-
darf
gesamt 94,6 67,5 45,1 50,3 23,1 280,6
I *
9,2
8,6
5,2
3,8
2,8
29,6
II ** 24,7 16,8 11,5 13,6 5,8 72,4
Fördermittelbe-
darf
gesamt 33,9 25,4 16,7 17,4 8,6 102,0
Ablösung von nicht der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) entsprechenden Hausbrunnen und sonstigen Eigen-
wasserversorgungsanlagen. Grundlage ist die novellierte (ab 01.01.2003 gültige) TrinkwV.
**
Abbau der Überschreitungen der Parameter der TrinkwV
Nicht enthalten sind die Ersatzinvestitionen in Folge
der durch das Hochwasser entstandenen Schäden
an Wasserversorgungsanlagen, die etwa insgesamt
54 Mio. Euro betragen.
Besonders betroffen sind der ZV Weißeritzgruppe,
der ZV Pirna-Sebnitz, die Stadt Dresden und der
Wasserverband Brockwitz-Rödern.
Der
ZV Weißeritzgruppe
wurde durch das Hoch-
wasser am meisten betroffen. Über 50 % aller
Schäden an Wasserversorgungsanlagen im Frei-
staat sind allein in diesem Zweckverband zu ver-
zeichnen. Betroffen sind vor allem Verbindungs-
und Ortsleitungen, Pumpstationen sowie das WW
Klingenberg durch Überflutung. Im Zusammenhang
mit den geplanten Investitionen wird aus dem
Hochwasserereignis überprüft, z. T. die Wiederher-
stellung der zerstörten überörtlichen Verbindungs-
leitungen über andere Trassen zu führen, um bei
ähnlichen Situationen zukünftig derart umfassende
Auswirkungen zu vermeiden. Teilweise ist auch
eine sofortige Neuverlegung auf den alten Trassen
wegen des nicht abzuwartenden Straßenneu- bzw.
–ersatzbaus in den besonders betroffenen Tallagen
nicht möglich. Im Zusammenhang mit benachbarten
Aufgabenträgern ist zu sichern, dass bei Notsituati-
onen die bewährten Ein- und Ausspeisungsmög-
lichkeiten erhalten und erweitert werden. Durch das
Augusthochwasser 2002 wurden im Verbandsge-
biet Schäden an Wasserversorgungsanlagen von
insgesamt ca. 27,4 Mio. Euro verursacht.
Im
ZV Pirna-Sebnitz
sind durch das Hochwasser
erhebliche Schäden an Orts- und Verbindungslei-
tungen sowie Pumpstationen eingetreten. Wasser-
werke sind nicht betroffen. Durch das Augusthoch-
wasser 2002 wurden im Verbandsgebiet Schäden
an Wasserversorgungsanlagen von insgesamt ca.
4,9 Mio. Euro verursacht.
In der
Stadt Dresden
betragen die Kosten zur Be-
hebung der Hochwasserschäden ca. 7,4 Mio. Euro.
Schäden traten hauptsächlich am WW Dresden-
Hosterwitz, an Pumpstationen und Leitungen auf.
Im Verbandsgebiet des Wasserverbandes
Brock-
witz-Rödern
traten Schäden an Wasserversor-
gungsanlagen in Höhe von 3,2 Mio. Euro haupt-
sächlich am WW Meißen-Siebeneichen und an

27
Verbindungsleitungen auf.
4. Übersichten zu ausgewähl
ten Aufgabenträgern
4.1
Erläuterungen zu den Tabellen
In den folgenden Tabellen wird für ausgewählte
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung,
die in der Regel mehr als 5 000 Einwohner versor-
gen, sowie für die Fernwasserversorgungen eine
Übersicht zum Stand und zur Entwicklung der öf-
fentlichen Wasserversorgung gegeben. Diesen Zu-
sammenfassungen liegen die Versorgungskonzep-
tionen der Aufgabenträger zugrunde. In einigen Fäl-
len wurden durch die Staatlichen Umweltfachämter
aus fachlicher Sicht Korrekturen der Versorgungs-
konzeptionen vorgenommen und eine Behör-
denvariante für die Planungen bis 2010 erstellt.
In den Übersichten wurden als Basisjahr die Ist-
Werte 2000 angesetzt. Als Planungszeitraum wur-
den die Jahre 2005 und 2010 betrachtet.
Zwischenzeitliche Veränderungen in den Strukturen
durch Eingliederung von Gemeinden in Zweckver-
bände sowie Zweckverbandsneubildungen wurden
in den Übersichten weitestgehend berücksichtigt.
Versorgungsräume/Versorgungsgebiete
Der Betrachtung der Versorgungsgebiete kommt
eine besondere Bedeutung zu. Sie bildet die Grund-
lage für die Wasserbedarfsermittlung, die Bereitstel-
lung von Kapazitäten und die Wasserbedarfsde-
ckungsbilanz. Die Versorgungskonzeptionen wur-
den unter Beachtung der bestehenden Versor-
gungsgebiete aufgestellt.
Einwohner/Anschlussgrad
Nach neuesten Prognosen des Statistischen Lan-
desamtes Sachsen ist im Freistaat Sachsen im
Planungszeitraum mit einem weiteren Bevölke-
rungsrückgang zu rechnen.
Im Vergleich zum Grundsatzplan 1998 wurde von
den Aufgabenträgern die Bevölkerungsentwicklung
realistischer eingeschätzt und den Prognosen des
Statistischen Landesamtes angepasst.
Wasserbedarf/Kapazitäten
Die geplanten Bedarfswerte entsprechen bei den
meisten Aufgabenträgern den Trendbewertungen
der letzten Jahre. Die in der Methodik zur Erarbei-
tung der Versorgungskonzeptionen der Aufgaben-
träger empfohlenen Versorgungssicherheiten wur-
den weitestgehend berücksichtigt.
Die vorhandenen örtlichen Kapazitäten sind zum
Teil sehr hoch, werden aber auch aus Gründen der
Havarieversorgung zum Teil weiter vorgehalten
(s. auch unter 3.5).
Wasserbedarfsdeckungsbilanz
Die aus den Berechnungsgrößen ermittelten Bilan-
zen der Aufgabenträger sichern eine ausreichende
Bedarfsdeckung.
Maßnahmen
Im Planungszeitraum machen Maßnahmen im Be-
reich der Wasserverteilung sowohl von der Anzahl
als auch vom Investitionsumfang den größten Anteil
aus.
Maßnahmen zur Sicherung der Trinkwasserqualität
(Einhaltung TrinkwV) haben sich im Vergleich zum
Grundsatzplan 1998 wesentlich reduziert.
In den Übersichten wurden Maßnahmen betrachtet,
die im Zeitraum zwischen 2000 und 2010 realisiert
werden sollen.
Von einigen Aufgabenträgern konn-
ten die konkreten Investitionen nur bis zum Jahr
2006 realistisch eingeschätzt werden. Das bedeu-
tet, dass die Aussagen zum Investitionsbedarf bis
2010 nicht in allen Fällen vollständig sind.
Planun-
gen, die über das Jahr 2010 hinausgehen, wurden
nicht berücksichtigt.
Schlussfolgerungen
Der vorliegende Grundsatzplan, der unter Berück-
sichtigung der Wasserversorgungskonzeptionen
der Aufgabenträger erstellt wurde, ist eine langfris-
tige konzeptionelle Orientierung zur Sicherung der
öffentlichen Wasserversorgung durch die Aufga-
benträger. Daraus sind keine Einschränkungen der
kommunalen Planungshoheit abzuleiten.
In den Aufsichts- und Fachbehörden soll der
Grundsatzplan bei der Beurteilung der Notwendig-
keit von Maßnahmen zur Sicherstellung der Was-
serversorgung und bei der finanziellen Unterstüt-
zung durch staatliche Förderung nach Umfang und
Zeitpunkt berücksichtigt werden.
Die Versorgungskonzeptionen sind durch die Auf-
gabenträger fortzuschreiben. Dabei sind die aufge-
stellten Grundsätze (s. 2.) zu beachten. Die Pla-
nungen für die Maßnahmen zur Sicherung der
Wasserversorgung sind weiter zu konkretisieren.

28
4.2 Verzeichnis ausgewählter Träger der öffentlichen Wasserversorgung
Kenn-Nr. Name
Seite
101
Zweckverband Kommunale Wasserver-/Abwasserentsorgung „Mittleres Erzgebirgsvorland
29
102
Regionaler Zweckverband der kommunalen Wasserversorgung Bereich Lugau-Glauchau
30
103 Wasserzweckverband Freiberg
31
104
Zweckverband „Mittleres Erzgebirge“
32
105 Stadt Chemnitz
33
121 Zweckverband Wasser/Abwasser Vogtland
34
122 Regional-Wasser/Abwasser-Zweckverband Zwickau/Werdau
35
123 Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge
36
FWV Südsachsen
37
201 Trinkwasserzweckverband Kamenz
38
203 Stadt Hoyerswerda
39
204
Zweckverband Wasserversorgung „Obere Wesenitz“
40
205
Zweckverband Wasserversorgung Landkreis Bautzen
41
206 Zweckverband Wasserversorgung Bischofswerda
42
207
Trinkwasserzweckverband „Kamenz Nord“
43
208 Stadt Bautzen
44
210 Zweckverband „Oberlausitz Wasserversorgung“
45
211 Stadt Zittau
46
212 Stadt Löbau
47
213 Trinkwasserzweckverband „Neiße-Schöps“
48
214 Zweckverband Wasserversorgung Ostritz-Reichenbach
49
215 Wasserzweckverband Mittlere Neiße-Schöps
50
216
Stadt Bad Muskau
51
217 Stadt Niesky
52
218 Stadt Rothenburg
53
219 Stadt Weißwasser
54
220 Trinkwasserzweckverband „Bastei“
59
222
Wasser- und Abwasserzweckverband „Mittlere Wesenitz“
60
223 Zweckverband Wasserversorgung „Pirna-Sebnitz“
61
224 Stadt Pirna
62
225 Trinkwasserzweckverband „Pfeifholz“
63
226 Regionaler Zweckverband „Kommunale Wasserversorgung Riesa-Großenhain“
64
228 Stadt Wilsdruff
65
230
Trinkwasserzweckverband „Meißner Hochland“
66
231 Trinkwasserzweckverband „Weißeritzgruppe“
67
232 Stadt Dresden
68
233 Stadt Görlitz
55
265
Stadt Radeberg
56
291 Stadt Radeburg
69
294 Gemeinde Moritzburg
70
295 Stadt Meißen
71
296 Gemeinde Weinböhla
72
297 Stadt Coswig
73
298
Stadt Radebeul
74
FWV Sdier
58
TZV Röderaue
57
WV Brockwitz-Rödern
75
301
Zweckverband Delitzsch-Rackwitzer Wasserversorgung DERAWA
76
302 Wasserverband Eilenburg-Wurzen
77
303
Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Torgau-Westelbien
78
304 Zweckverband Beilrode-Arzberg
79
305
Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Leipzig Land, Stadt Leipzig
80
306 Zweckverband Wasserversorgung Bornaer Land
81
307 Versorgungsverband Grimma-Geithain
82
308 Wasserverband Döbeln-Oschatz
83
344 Stadt Naunhof
84
FWV Elbaue-Ostharz
85

29
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Chemnitz
Zweckverband Kommunale Wasserversorgung/Abwasserentsorgung
"Mittleres Erzgebirgsvorland" Hainichen
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt 20 Gemeinden im Landkreis Mittweida, 8 Gemeinden im westlichen Teil des Landkreises Freiberg,
2 Gemeinden und einen Gemeindeteil im Mittleren Erzgebirgskreis sowie einige Gemeindeteile im Muldentalkreis. Das
Territorium des Verbandes ist in 30 Versorgungsgebiete aufgeteilt. Davon werden acht Versorgungsgebiete
ausschließlich durch Fernwasser, zehn Versorgungsgebiete ausschließlich durch örtliche Dargebote und zwölf
Versorgungsgebiete sowohl durch Fernwasser als auch örtliche Dargebote versorgt.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 153,6 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010 ein Bevölkerungsrückgang auf 146,5 T Einwohner erwartet. Der im Jahr 2000 bestehende Anschlussgrad von 92,4
% soll bis zum Jahr 2010 auf 95 % erhöht werden, insbesondere durch die Ablösung nicht der Trinkwasserverordnung
entsprechender Hausbrunnen und Einzelversorgungsanlagen.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu ca. 25 % aus örtlichen Dargeboten und zu ca. 75 % durch
Zuleitungen aus der Fernwasserversorgung Südsachsen.
Bis zum Jahr 2010 wird sich der Gesamtwasserbedarf leicht verringern, insbesondere durch die Reduzierung des
Wasserbedarfes in der Verbrauchergruppe Industrie/Gewerbe/Landwirtschaft und die Senkung der Wasserverluste. Bei
der Bedarfsgruppe Bevölkerung/Kleingewerbe wird ein Anstieg des spezifischen Wasserbedarfes von 71 l/E.d im Jahr
2000 auf 75 l/E.d im Jahr 2010 erwartet.
Im Zeitraum von 2000 bis 2010 ist im Verbandsgebiet die Stilllegung von 22 bilanzwirksamen Anlagen vorgesehen.
Die Wasserbedarfsdeckung wird dann vorwiegend durch Zuleitung von Fernwasser (86 % des Gesamtbedarfes)
realisiert und damit eine ausreichende Versorgungssicherheit gewährleistet.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
141,2
140,9
139,3
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
127
121
117
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
72 75 75
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 18,0 17,0 16,3
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
4,3
7,9
7,5
Zuleitungen Gesamt
13,7
14,7
14,5
davon Zultg. FWV
13,6
14,3
14,1
Ableitungen Gesamt
0,0
0,2
0,2
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
5,4 5,5
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- die Behebung der Hochwasserschäden aus dem Augusthochwasser 2002
- Ortsnetzerweiterungen zur Erhöhung des Anschlussgrades
- Ortsnetzerneuerungen
- Bau von Fernwasseranschlussleitungen
- Rekonstruktion/ Sanierung von Speicheranlagen
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beträgt ohne die Behebung von Hochwasserschäden ca. 31 Mio.
Euro, wobei ca. 70 % der Mittel für Maßnahmen der Wasserverteilung (Rohrnetz) geplant sind.
Die Kosten zur Beseitigung der Hochwasserschäden betragen ca. 0,4 Mio. Euro.

30
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Chemnitz
Regionaler Zweckverband der kommunalen Wasserversorgung Lugau-Glauchau
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt die Landkreise Chemnitzer Land und Stollberg (außer Zwönitz) sowie sechs Gemeinden im
Landkreis Mittweida, die Gemeinde Dennheritz im Kreis Zwickauer Land und einen Gemeindeteil im Mittleren
Erzgebirgskreis. Das Territorium des Verbandes ist in 13 Versorgungsgebiete aufgeteilt. Davon werden zwei
Versorgungsgebiete ausschließlich durch Fernwasser, drei Versorgungsgebiete ausschließlich durch örtliche Dargebote
und acht Versorgungsgebiete sowohl durch Fernwasser als auch örtliche Dargebote versorgt.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 260,0 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010 ein Bevölkerungsrückgang auf 249,1 T Einwohner erwartet. Der im Jahr 2000 bestehende Anschlussgrad von 99,6
% soll sich bis zum Jahr 2010 noch leicht auf 99,7 % erhöhen.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu ca. 42 % aus örtlichen Dargeboten und zu ca. 58 % durch
Zuleitungen, zum größten Teil aus der Fernwasserversorgung Südsachsen.
Bis zum Jahr 2010 wird sich der Gesamtwasserverbrauch leicht verringern. Dabei wird beim spezifischen
Gesamtwasserbedarf eine geringe Erhöhung erwartet, die hauptsächlich aus der Erhöhung des spezifischen Bedarfes
der Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe resultiert.
Im Zeitraum von 1997 bis 2000 wurden im Verbandsgebiet 25 Wasserversorgungsanlagen stillgelegt. Bis zum Jahr 2010
wird sich die Anzahl der bilanzwirksamen Anlagen im Verbandsgebiet weiter verringern und somit nur noch ca. 33 % des
Wasserbedarfs durch örtliche Dargebote gedeckt werden.
Durch ausreichende Zuspeisungsmöglichkeiten von Fernwasser ist in allen Versorgungsgebieten die Bedarfsdeckung
gesichert.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
258,9
254,5
249,1
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
137
137
138
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
73 76 78
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 35,4 34,7 34,4
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
14.7
13,2
13,1
Zuleitungen Gesamt
21,9
24,3
24,5
davon Zultg. FWV
20,4
22,7
22,9
Ableitungen Gesamt
1,2
1,3
1,3
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
1,5 1,9
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- die Behebung der Hochwasserschäden aus dem Augusthochwasser 2002
- die Sanierung/Rekonstruktion von Wassergewinnungs- und -aufbereitungsanlagen zur Qualitätssicherung
- Rohrnetzerneuerung
- Sanierung von Hochbehältern
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beträgt ohne die Behebung von Hochwasserschäden ca. 21 Mio.
Euro, wobei ca. 50 % der Mittel für Maßnahmen der Wasserverteilung (Rohrnetz) geplant sind.
Die Kosten zur Beseitigung der Hochwasserschäden betragen ca. 0,2 Mio. Euro.

31
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Chemnitz
Wasserzweckverband Freiberg
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Das Verbandsgebiet umfasst 21 Gemeinden des Landkreises Freiberg und die Stadt Nossen (im RB Dresden). Das
Territorium des Verbandes ist in 15 Versorgungsgebiete aufgeteilt. Davon werden fünf Versorgungsgebiete
ausschließlich durch Fernwasser, acht Versorgungsgebiete ausschließlich durch örtliche Dargebote und zwei
Versorgungsgebiete sowohl durch Fernwasser als auch örtliche Dargebote versorgt.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 113,7 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010 ein Bevölkerungsrückgang auf 108,2 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet betrug im Jahr
2000 95,0 % und soll bis zum Jahr 2010 auf 99,2 % erhöht werden, insbesondere durch die Ablösung nicht der
Trinkwasserverordnung entsprechender Hausbrunnen und Einzelversorgungsanlagen.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu ca. 7 % aus örtlichen Dargeboten und zu ca. 19 % durch
Zuleitungen von Trinkwasser aus der Fernwasserversorgung Südsachsen. Die übrige Wassermenge wurde aus dem
WW Freiberg (Rohwasserbezug ZV Fernwasser Südsachsen aus der Talsperre Lichtenberg) bereitgestellt.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem geringen Rückgang des Gesamtwasserbedarfes gerechnet, wobei in der
Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe ein Anstieg des Bedarfes erwartet wird. Der Rückgang des spezifischen
Gesamtwasserbedarfes resultiert hauptsächlich aus der Reduzierung der Wasserverluste.
Von den vorhandenen örtlichen Dargeboten werden ca. 50 % der Anlagen bis zum Jahr 2010 stillgelegt. Mit dem WW
Freiberg kann ein Großteil des Wasserbedarfes im Verbandsgebiet abgedeckt werden.
Eine ausreichende Versorgungssicherheit ist gewährleistet.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
108,0
106,9
107,4
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
144
143
142
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
73 75 78
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 15,6 15,3 15,3
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
12,9
16,6
16,4
Zuleitungen Gesamt
3,8
8,7
9,1
davon Zultg. FWV
2,9
7,0
7,3
Ableitungen Gesamt
1,1
1,6
1,8
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
8,4 8,4
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- die Behebung der Hochwasserschäden aus dem Augusthochwasser 2002
- Erweiterung der Ortsnetze zur Erhöhung des Anschlussgrades
- Erneuerung der Ortsnetze
- Rekonstruktion von Speicher- und Verteilungssystemen
- Rekonstruktionsmaßnahmen in der TWA Freiberg
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beträgt ohne die Behebung von Hochwasserschäden ca. 75 Mio.
Euro, wobei ca. 85 % der Mittel für Maßnahmen der Wasserverteilung (Rohrnetz) geplant sind.
Die Kosten zur Beseitigung der Hochwasserschäden betragen ca. 0,6 Mio. Euro.

32
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Chemnitz
Zweckverband „Mittleres Erzgebirge“
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Das Verbandsgebiet umfasst, bis auf wenige Gemeinden/Gemeindeteile, flächendeckend den Landkreis Annaberg und
den Mittleren Erzgebirgskreis sowie einige Gemeindeteile im Landkreis Freiberg. Das Territorium des Verbandes ist in
22 Versorgungsgebiete aufgeteilt. Davon werden 15 kleinere Versorgungsgebiete ausschließlich durch örtliche
Dargebote versorgt. Die Versorgung der anderen Versorgungsgebiete erfolgt sowohl durch örtliche Dargebote als auch
durch die Zuleitung von Fernwasser.
Der Zweckverband bedient sich der Erzgebirge Trinkwasser GmbH als Betriebsführer, dem auch das Eigentum
übertragen worden ist.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 180,0 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010 ein Bevölkerungsrückgang auf ca. 169,3 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet betrug im
Jahr 2000 96,5 % und soll bis zum Jahr 2010 auf 97 % erhöht werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu ca. 34 % aus örtlichen Dargeboten und zu ca. 66 % durch
Zuleitungen aus der Fernwasserversorgung Südsachsen.
Bis zum Jahr 2010 wird wieder mit einem Anstieg des Gesamtwasserbedarfes gerechnet, hauptsächlich resultierend aus
der Erhöhung des spezifischen Bedarfes der Bevölkerung.
Im Zeitraum 1997 bis 2000 wurden im Verbandsgebiet zehn Wasserversorgungsanlagen stillgelegt, bis zum Jahr 2010
sollen neun weitere Anlagen folgen. Im Jahr 2010 soll der Wasserbedarf zu ca. 44 % aus örtlichen und zu ca. 56 %
durch Fernwasserzuleitung gedeckt werden.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
173,8
168,4
164,1
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
123
128
133
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
68 69 72
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 21,4 21,6 21,9
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
7,2
18,0
18,0
Zuleitungen Gesamt
14,2
12,1
12,3
davon Zultg. FWV
14,2
12,1
12,3
Ableitungen Gesamt
0,0
0,0
0,0
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
8,5 8,5
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- die Behebung der Hochwasserschäden aus dem Augusthochwasser 2002
- Neubau bzw. Rekonstruktion von Aufbereitungsanlagen
- Realisierung von Fernwasseranschlüssen
- Sanierung von Ortsnetzen
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beträgt ohne die Behebung von Hochwasserschäden ca. 36 Mio.
Euro, wobei ca. 67 % der Mittel für Maßnahmen der Wasserverteilung (Rohrnetz) geplant sind.
Die Kosten zur Beseitigung der Hochwasserschäden betragen ca. 0,6 Mio. Euro.

33
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Chemnitz
Stadt Chemnitz
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Stadt Chemnitz ist in ihren Verwaltungsgrenzen als eigenständiger Versorgungsraum zu betrachten. Die Stadt
bedient sich der Stadtwerke Chemnitz AG als Betriebsführer, dem auch das Eigentum übertragen worden ist.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 261,3 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010 ein Bevölkerungsrückgang auf ca. 236,0 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu 100 % durch Zuleitungen, darunter 98,5 % aus der
Fernwasserversorgung Südsachsen.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem Rückgang des Gesamtwasserbedarfes gerechnet, hervorgerufen durch die
Verringerung der Bevölkerung. In der Verbrauchergruppe Industrie/Gewerbe/Landwirtschaft wird eine Erhöhung des
Wasserbedarfes erwartet. Der spezifische Bedarf der Bevölkerung soll sich weiter reduzieren.
Durch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen im Ortsnetz in den letzten Jahren beliefen sich die Wasserverluste mit 11%
bereits im Jahr 2000 auf günstigem Niveau.
Alle örtlichen Dargebote der Stadt Chemnitz wurden bis zum Jahr 2000 stillgelegt.
Durch die Möglichkeit einer ausreichenden Fernwasserzuleitung ist bis zum Jahr 2010 die Bedarfsdeckung gesichert.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
261,2
245,8
236,0
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
149
163
158
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
95 91 85
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 38,9 40,1 37,3
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
0,0
0,0
0,0
Zuleitungen Gesamt
40,4
41,5
38,6
davon Zultg. FWV
39,8
40,6
37,8
Ableitungen Gesamt
1,5
1,4
1,4
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0,0 0,0
5.
Maßnahmen / Investitionen
Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen in den letzten Jahren im Ortsnetz ist bis zum Jahr 2010 die weitere
systematische Ertüchtigung des Rohrnetzes der Stadt geplant (jährliche Investitionsrate ca. 7 Mio. Euro).

34
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Chemnitz
Zweckverband Wasser/ Abwasser Vogtland
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt alle Gemeinden des Vogtlandkreises und die Stadt Plauen. Das Territorium des Verbandes ist in
21 Versorgungsgebiete aufgeteilt. Davon werden drei Versorgungsgebiete ausschließlich durch Fernwasser, sieben
Versorgungsgebiete ausschließlich durch örtliche Dargebote und elf Versorgungsgebiete sowohl durch Fernwasser als
auch örtliche Dargebote versorgt.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 275,7 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010 ein Bevölkerungsrückgang auf 259,1 T Einwohner erwartet. Der im Jahr 2000 bestehende Anschlussgrad von 99,5
% soll sich bis zum Jahr 2010 noch leicht auf 99,6 % erhöhen.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu ca. 35 % aus örtlichen Dargeboten und zu ca. 65 % durch
Zuleitungen, davon 88 % aus der Fernwasserversorgung Südsachsen.
Nach vorübergehendem gleich bleibenden Wasserbedarf wird bis 2010 wieder mit einem leichten Anstieg des
Wasserbedarfes gerechnet.
Dabei ist vor allem bei dem z. Z. sehr niedrigen Bedarf der Bevölkerung (69 l/E.d im Jahr
2000) mit einem Anstieg auf 77 l/E.d zu rechnen. Aber auch bei den anderen Verbrauchergruppen ist ein leichter
Anstieg des spezifischen Bedarfes bis zum Jahr 2010 abzusehen. Bei den Wasserverlusten wird eine deutliche
Reduzierung angestrebt.
Im Zeitraum von 2000 bis 2010 ist im Verbandsgebiet die Stilllegung von19 bilanzwirksamen Anlagen vorgesehen. Durch
ausreichende Zuspeisungsmöglichkeiten von Fernwasser ist in allen Versorgungsgebieten die Bedarfsdeckung
gesichert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist im Jahr 2010 eine ausreichende Bilanzreserve von 13,8 % gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
274,4
264,0
258,1
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
164
163
166
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
69 73 77
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 45,0 43,1 42,7
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
17,3
22,9
22,9
Zuleitungen Gesamt
33,6
26,8
26,9
davon Zultg. FWV
29,7
26,2
26,3
Ableitungen Gesamt
5,9
1,3
1,3
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
5,4 5,9
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Ersatz von Hausbrunnen und Eigenversorgungsanlagen
- die Sanierung/Rekonstruktion von Wasserversorgungsanlagen einschließlich Überarbeitung der zu erhaltenden
Wasserschutzgebiete
- Sanierung von Ortsnetzen und Rohrnetzerweiterung
- Neuanschlüsse an die Fernwasserversorgung
- den Rückbau bereits stillgelegter Wassergewinnungsanlagen
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 27 Mio. Euro, wobei ca. 75 % der Mittel für
Maßnahmen der Wasserverteilung (Rohrnetz) geplant sind.

35
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Chemnitz
Regional- Wasser/Abwasser-Zweckverband Zwickau/Werdau
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Das Verbandsgebiet umfasst, bis auf die Gemeinde Dennheritz, den gesamten Kreis Zwickauer Land und die Stadt
Zwickau.
Das Territorium des Verbandes ist in sieben Versorgungsgebiete aufgeteilt. Alle Versorgungsgebiete sind an
das Fernwasserversorgungssystem Südsachsen angeschlossen. Nur in wenigen Gemeinden erfolgt die
Wasserversorgung ausschließlich durch örtliche Dargebote.
Der Zweckverband bedient sich der Wasserwerke Zwickau GmbH als Betriebsführer, dem auch das Eigentum
übertragen worden ist.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 243,7 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010 ein Bevölkerungsrückgang auf 219,0 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu ca. 28 % aus örtlichen Dargeboten und zu ca. 72 % durch
Zuleitungen, darunter 96 % aus der Fernwasserversorgung Südsachsen.
Bis zum Jahr 2010 wird wie auch in den vergangenen Jahren weiterhin mit einem Rückgang des
Gesamtwasserbedarfes
gerechnet, wobei der spezifische Bedarf der Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe in
etwa als konstant eingeschätzt wird. Der Rückgang des Wasserbedarfes resultiert hauptsächlich aus der Reduzierung
der Wasserverluste, die mit 0,468 m³/h.km im Jahr 2000 den empfohlenen Höchstwert von 0,3 m³/h.km weit
überschritten.
Der derzeitige Bestand an bilanzwirksamen Anlagen im Verbandsgebiet soll in etwa bis zum Jahr 2010 erhalten bleiben
und somit ca. 17 % des Wasserbedarfes decken. Nicht in der Bilanz ausgewiesen ist dabei das Wasserwerk Wilkau-
Haßlau, welches evt. ab 2005 durch Fernwasserzuleitung ersetzt werden soll.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist im Jahr 2010 eine ausreichende Bilanzreserve von 13,0 % gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
243,7
225,8
219,0
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
164
159
155
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
79 78 81
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 40,0 35,8 33,9
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
11,2
9,0
10,6
Zuleitungen Gesamt
29,0
29,5
28,0
davon Zultg. FWV
27,8
28,1
26,6
Ableitungen Gesamt
0,2
0,3
0,3
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
2,4 4,4
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- die Behebung der Hochwasserschäden aus dem Augusthochwasser 2002
- Neubau von Versorgungsleitungen im Großraum Zwickau
- die Sanierung/Rekonstruktion von Wasserversorgungsanlagen einschließlich Überarbeitung der zu erhaltenden
Wasserschutzgebiete
- den Rückbau bereits stillgelegter Wassergewinnungsanlagen
- Rohrnetzerneuerung
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beträgt ohne die Behebung
von Hochwasserschäden ca. 27 Mio.
Euro, wobei ca. 85 % der Mittel für Maßnahmen der Wasserspeicherung, -förderung und -verteilung geplant sind.
Die Kosten zur Beseitigung der Hochwasserschäden betragen ca. 0,1 Mio. Euro.

36
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Chemnitz
Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt den gesamten Landkreis Aue-Schwarzenberg und die Gemeinde Zwönitz im Landkreis Stollberg.
Das Territorium des Verbandes ist in 23 Versorgungsgebiete aufgeteilt. Davon werden acht Versorgungsgebiete
ausschließlich durch Fernwasser, fünf Versorgungsgebiete ausschließlich durch örtliche Dargebote und zehn
Versorgungsgebiete sowohl durch Fernwasser als auch örtliche Dargebote versorgt.
Der Verband bedient sich der Wasserwerke Westerzgebirge GmbH als Betriebsführer.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 150,8 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010
ein Bevölkerungsrückgang auf 145,5 T Einwohner erwartet. Der im Jahr 2000 bestehende Anschlussgrad von
99,5 % soll sich bis zum Jahr 2010 noch leicht auf 99,6 % erhöhen.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu ca. 20 % aus örtlichen Dargeboten und zu ca. 80 % durch
Zuleitungen aus der Fernwasserversorgung Südsachsen.
Nachdem in den vergangenen Jahren der spezifische Wasserbedarf in allen Bedarfsgruppen rückläufig war, nur in der
Bedarfsgruppe Industrie/Gewerbe/Landwirtschaft war ein leichter Anstieg zu verzeichnen, wird bis zum Jahr 2010 mit
einer weiteren Reduzierung des spezifischen Gesamtwasserbedarfes gerechnet. Bei der Verbrauchergruppe
Bevölkerung/Kleingewerbe wird allerdings ein Anstieg des Bedarfes erwartet.
Bei den Wasserverlusten wird eine
deutliche Reduzierung angestrebt.
Im Zeitraum von 1997 bis 2000 wurden im Verbandsgebiet elf Wasserversorgungsanlagen stillgelegt, bis zum Jahr 2010
sollen weitere sechs Anlagen folgen. Im Jahr 2010 soll der Wasserbedarf zu 28 % aus örtlichen Dargeboten erfolgen.
Durch ausreichende Zuspeisungsmöglichkeiten von Fernwasser ist in allen Versorgungsgebieten die Bedarfsdeckung
gesichert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
148,1
146,9
143,4
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
163
158
157
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
73 77 81
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 24,1 23,2 22,5
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
5,2
9,1
9,9
Zuleitungen Gesamt
21,6
18,3
16,6
davon Zultg. FWV
19,9
18,1
16,3
Ableitungen Gesamt
2,7
0,4
0,4
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
3,8 3,6
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- die Behebung der Hochwasserschäden aus dem Augusthochwasser 2002
- die Sanierung/Rekonstruktion von Wassergewinnungsanlagen
- Rohrnetzerneuerung zur Sicherung der Versorgungssicherheit und Wasserqualität
- Neuanschlüsse an die Fernwasserversorgung
- Neubau und Sanierung von Hochbehältern
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich ohne die Behebung von Hochwasserschäden
auf ca.
44 Mio. Euro, wobei fast 50 % der Mittel für Maßnahmen der Wasserverteilung (Rohrnetz) geplant sind.
Die Kosten zur Beseitigung der Hochwasserschäden betragen ca. 0,5 Mio. Euro.

37
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Chemnitz
Zweckverband Wasserversorgung Südsachsen (FWS)
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Verbandsmitglieder sind die regionalen Zweckverbände des Regierungsbezirkes Chemnitz sowie die Stadt Chemnitz.
Der Zweckverband FWS versorgt alle Verbandsmitglieder mit Trink- und Rohwasser. Die Betriebsführung erfolgt durch
die Südsachsen Wasser GmbH.
Das Versorgungssystem der FWS zieht sich als Verbundsystem über den gesamten Regierungsbezirk Chemnitz.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
Im Regierungsbezirk Chemnitz wurden im Jahr 2000 ca. 1,37 Mio. Einwohner mit Fernwasser versorgt. Im Jahr 2010
sollen ca. 1,30 Mio. Einwohner über das Fernwasserversorgungssystem versorgt werden.
Dabei ist der Rückgang der versorgten Einwohner vordergründig auf die Verringerung der Bevölkerung zurückzuführen.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Der Zweckverband FWS hat im Jahr 2000 von der Landestalsperrenverwaltung 193 Tm³/d Wasser bezogen. Davon
wurden 15 Tm³/d als Rohwasser an regionale Aufgabenträger weitergeleitet. Die Auslastung des bilanzierten Dargebotes
der Talsperren lag damit bei rund 60 % bei einer Bereitstellungssicherheit von 99 %.
Infolge des Hochwassers im August 2002 werden die Betriebsstauräume zur Hochwasserbereitstellung zu Gunsten des
Hochwasserschutzniveaus entscheidend verringert, so dass ab 2003 eine relativ höhere Auslastung der neu bilanzierten
Dargebote eintreten wird.
Aufbereitet hat der Zweckverband FWS in seinen Wasserwerken im Jahr 2000 178 Tm³/d, wovon 169 Tm³/d an die
regionalen Zweckverbände und die Stadt Chemnitz abgegeben wurden. Das entspricht einer Auslastung der
vorhandenen Aufbereitungskapazität von ca. 78 %. Die Aufbereitung des Rohwassers erfolgt in folgenden Anlagen:
WW Einsiedel aus dem Talsperrensystem Mittleres Erzgebirge
WW Großzöbern aus der Talsperre Dröda
WW Burkersdorf aus der Talsperre Eibenstock
WW Sosa aus der Talsperre Sosa
WW Lichtenberg aus der Talsperre Lichtenberg
WW Carlsfeld aus der Talsperre Carlsfeld
WW Muldenberg aus der Talsperre Muldenberg
WW Cranzahl aus der Talsperre Cranzahl
WW Werda aus der Talsperre Werda
Zur Wasserbedarfsdeckung und Gewährleistung der Versorgungssicherheit im Regierungsbezirk Chemnitz ist für das
Jahr 2010 eine Abgabe der FWS an die regionalen Aufgabenträger in Höhe von 164 Tm³/d geplant. Die verfügbare
Kapazität der Fernwasserversorgungsanlagen wird im Jahr 2010 ca. 225 Tm³/d betragen.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
Sowohl die zwischen der Landestalsperrenverwaltung und der FWS vereinbarten bzw. neu zu vereinbarenden
Rohwasserbereitstellungsmengen
als auch die mit den Verbandsmitgliedern festgelegten Bezugsrechte bilden die
Grundlage einer langfristigen Sicherung der Wasserversorgung.
Die verfügbare Kapazität der FWS garantiert im Planungszeitraum bis 2010 quantitativ und qualitativ die Bedarfsdeckung
mit Fernwasser im Regierungsbezirk Chemnitz.
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Fernwasserversorgung auf:
- die Behebung der Hochwasserschäden aus dem Augusthochwasser 2002
- die Gewährleistung der Trinkwassergüte durch Erweiterungs-, Rekonstruktions- und Neubauinvestitionen vor
allem in den Wasserwerken Burkersdorf, Werda, Großzöbern, Sosa und Einsiedel
- Rohrnetzerneuerungen bzw. Neubau von Fernwasserleitungen bzw. Zubringerleitungen.
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beträgt ohne die Behebung von Hochwasserschäden ca. 109 Mio.
Euro, wobei ca. 80 % der Mittel für Vorhaben der Wasseraufbereitung geplant sind.
Die Kosten zur Beseitigung der Hochwasserschäden betragen ca. 0,09 Mio. Euro.

38
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Trinkwasserzweckverband Kamenz
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt die Gemeinden im mittleren Teil des Landkreises Kamenz. Das Territorium des Verbandes ist in
15 Versorgungsgebiete aufgeteilt, die zum größten Teil durch örtliche Dargebote versorgt werden.
Der Verband bedient sich der EWAG Kamenz als Betriebsführer.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
Im Verbandsgebiet lebten im Jahr 2000 ca. 39,5 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 eine gleich
bleibenden Bevölkerungszahl erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet betrug im Jahr 2000 87,8 % und soll bis
zum Jahr 2010 auf 90,7 % erhöht werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu 93 % durch örtliche Dargebote und durch geringfügige Zuleitungen.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem steigenden Gesamtwasserbedarf gerechnet, wobei in der Verbrauchergruppe
Bevölkerung/Kleingewerbe eine Erhöhung des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird.
Von den im Jahr 2000 noch 19 bilanzwirksamen Wasserversorgungsanlagen sollen im Jahr 2010 nur noch sechs
verbandseigene Anlagen in Betrieb bleiben. Die Wasserversorgung wird weiterhin zum größten Teil durch örtliche
Dargebote gesichert.
Ca. 90 % der Zuleitungen sind Durchleitungen aus dem Land Brandenburg in den TZV Röderaue.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
34,7
35,8
35,9
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
122
124
124
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
92 94 94
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 4,2 4,4 4,5
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
4,1
6,5
6,3
Zuleitungen gesamt
3,8
11,1
11,2
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
3,7
10,5
10,6
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
2,7 2,4
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Ortsnetzerweiterungen zur Erhöhung des Anschlussgrades (Neuanschluss von ca. 750 Einwohnern)
- den Neubau von Pumpwerken
- den Neubau von Hochbehältern
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 7,8 Mio. Euro, wobei diese Mittel zu 98 % für
Maßnahmen der Wasserförderung, -verteilung und -speicherung geplant sind.

39
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Stadt Hoyerswerda
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Stadt Hoyerswerda ist in ihren Verwaltungsgrenzen eigenständiger Versorgungsraum. Die Stadt bedient sich der
Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH als Betriebsführer.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Stadt Hoyerswerda lebten im Jahr 2000 ca. 49,5 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungsrückgang auf 41,6 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu 85 % aus örtlichen Dargeboten und durch Zuleitung aus dem Land
Brandenburg (LAUBAG).
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem sinkenden Gesamtwasserbedarf gerechnet, der hauptsächlich aus dem erwarteten
Bevölkerungsrückgang resultiert.
Die Wasserversorgung der Stadt wird auch zukünftig durch das WW Zeißig und Zuleitungen aus dem Land
Brandenburg gesichert.
Durch eine mögliche Erhöhung der Zuleitung ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
49,5
45,7
41,6
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
126
125
125
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
115 115 115
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 6,2 5,7 5,2
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
5,3
5,4
5,4
Zuleitungen gesamt
0,9
0,7
0,2
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
-
-
-
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0,4 0,4
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Sanierungen im WW Zeißig
- die Sanierung der Südleitung
- Schutzmaßnahmen Grundwasserwideranstieg Leitungen 1 und 2 LAUBAG
- Rekonstruktion der Druckerhöhungsanlage Zeißig
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 22 Mio. Euro, wobei diese Mittel zu ca.
75 % für Maßnahmen der Wasserspeicherung, -förderung und -verteilung geplant sind.

40
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Zweckverband Wasserversorgung „Obere Wesenitz“
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt die Gemeinden Neukirch/Lausitz und Steinigtwolmsdorf im Landkreis Bautzen. Das Territorium
des Verbandes ist in zwei Versorgungsgebiete aufgeteilt, die ausschließlich durch örtliche Dargebote versorgt werden.
Der Verband bedient sich der Kreiswerke Bautzen WV GmbH als Betriebsführer.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
Im Verbandsgebiet lebten im Jahr 2000 ca. 9,2 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein leichter
Bevölkerungsrückgang auf 9,3 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet betrug im Jahr 2000 98,0
% und soll bis zum Jahr 2010 auf 99,0 % erhöht werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 ausschließlich aus örtlichen Dargeboten.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem leicht steigenden Gesamtwasserbedarf gerechnet, wobei hauptsächlich in der
Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe eine Erhöhung des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird.
Die Wasserversorgung wird zukünftig durch drei verbandseigene Wasserversorgungsanlagen gesichert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
9,0
9,1
9,2
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
100
104
107
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
76 78 82
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 0,9 0,9 1,0
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
0,9
2,1
2,1
Zuleitungen gesamt
-
-
-
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
-
-
-
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
1,2 1,1
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Rohrnetzerweiterungen zur Erhöhung des Anschlussgrades (Neuanschluss von ca. 100 Einwohnern)
- den Bau von Entsäuerungsanlagen zur Wasseraufbereitung
- Rohrnetzerneuerungen zur Senkung der Wasserverluste
Der
Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 2,1 Mio. Euro, wobei diese Mittel zu 75 % für
Maßnahmen der Wasserförderung, -verteilung und -speicherung geplant sind.

41
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Zweckverband Wasserversorgung Landkreis Bautzen
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt ca. 80 % der Gemeinden im Landkreis Bautzen. Das Territorium des Verbandes ist in fünf
Versorgungsgebiete aufgeteilt, die teilweise durch örtliche Dargebote und durch Zuleitung aus der Fernwasser-
versorgung Sdier versorgt werden.
Der Verband bedient sich der Kreiswerke Bautzen WV GmbH als Betriebsführer, dem auch das Eigentum übertragen
wurde.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
Im Verbandsgebiet lebten im Jahr 2000 ca. 67,2 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungszuwachs auf 71,3 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet betrug im Jahr 2000
96,0% und soll bis zum Jahr 2010 auf 98,7 % erhöht werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu 47 % durch örtliche Dargebote und zu 52 % durch Zuleitung aus
der Fernwasserversorgung Sdier.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem steigenden Gesamtwasserbedarf gerechnet, hauptsächlich hervorgerufen durch den
erwarteten Bevölkerungszuwachs.
Von den im Jahr 2000 noch 24 bilanzwirksamen Wasserversorgungsanlagen werden im Jahr 2010 noch 18
verbandseigene Anlagen in Betrieb bleiben. Die Wasserversorgung wird auch zukünftig zu jeweils ca. 50 % durch
örtliche Dargebote und die Zuleitung aus der Fernwasserversorgung Sdier gesichert.
Durch die mögliche Erhöhung der Zuleitung aus der Fernwasserversorgung Sdier ist eine ausreichende Versorgungs-
sicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
64,5
70,0
70,4
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
121
122
122
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
79 80 80
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 7,8 8,5 8,6
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
3,7
4,7
4,7
Zuleitungen gesamt
4,3
4,4
4,5
davon Zultg. FWV
4,1
4,4
4,5
Ableitungen Gesamt
0,2
0,3
0,4
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0,3 0,2
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Rohrnetzerweiterungen zur Erhöhung des Anschlussgrades ( Neuanschluss von ca. 1900 Einwohnern)
- Rohrnetzerneuerungen
- den Bau von Hochbehältern und Druckerhöhungsstationen
- Bau von Entsäuerungsanlagen zur Wasseraufbereitung
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 35,1 Mio. Euro, wobei diese Mittel zu 95 %
für Maßnahmen der Wasserförderung, -verteilung und -speicherung geplant sind.

42
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Zweckverband Wasserversorgung Bischofswerda
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt sieben Gemeinden im westlichen Teil des Landkreises Bautzen und vier Gemeinden im Landkreis
Kamenz. Das Territorium des Verbandes ist in zwei Versorgungsgebiete aufgeteilt, die ausschließlich durch örtliche
Dargebote versorgt werden.
Der Verband bedient sich der WV Bischofswerda GmbH als Betriebsführer, dem auch das Eigentum übertragen wurde.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
Im Verbandsgebiet lebten im Jahr 2000 ca. 50,6 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungsrückgang auf 50,2 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet betrug im Jahr 2000 97,1
% und soll bis zum Jahr 2010 auf 99,9 % erhöht werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 ausschließlich aus örtlichen Dargeboten.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem steigenden Gesamtwasserbedarf
gerechnet, wobei hauptsächlich in der
Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe eine Erhöhung des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird.
Von den im Jahr 2000 noch 11 bilanzwirksamen Wasserversorgungsanlagen werden im Jahr 2010 noch sechs Anlagen
die Wasserversorgung sichern.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
49,1
50,1
50,2
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
110
117
117
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
86 90 92
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 5,4 5,9 5,9
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
5,4
7,1
7,1
Zuleitungen gesamt
-
-
-
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
-
-
-
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
1,2 1,2
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Ortsnetzerweiterungen zur Erhöhung des Anschlussgrades (Neuanschluss von ca. 100 Einwohnern)
- den Bau von Hochbehältern
- den Neubau von Versorgungsleitungen
- den Bau von Entsäuerungsanlagen und Desinfektionsanlagen zur Wasseraufbereitung
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca.
22,1 Mio. Euro, wobei diese Mittel zu 85 %
für Maßnahmen der Wasserförderung, -verteilung und -speicherung geplant sind.

43
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Trinkwasserzweckverband „Kamenz-Nord“
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt acht Gemeinden im nördlichen Teil des Landkreises Kamenz. Die Gemeinden werden
ausschließlich durch Zuleitungen aus dem Land Brandenburg versorgt.
Der Verband bedient sich der EWAG Kamenz als Betriebsführer.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
Im Verbandsgebiet lebten im Jahr 2000 ca. 32,9 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungsrückgang auf 32,1 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 ausschließlich durch Zuleitung aus dem Land Brandenburg
(Südleitung Tettau) und der LAUBAG.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem leichten Rückgang des Gesamtwasserbedarfes gerechnet, wobei hauptsächlich
in der
Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe eine Reduzierung des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird.
Die Wasserversorgung erfolgt auch zukünftig durch Zuleitungen aus dem Land Brandenburg.
Durch die mögliche Erhöhung der Zuleitung ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
32,9
32,1
32,1
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
105
107
107
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
94 82 82
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 3,5 3,4 3,4
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
-
-
-
Zuleitungen gesamt
5,2
5,2
5,2
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
1,7
1,8
1,8
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0 0
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Rohrnetzerneuerungen
- Umverlegung Südleitung bei Liebegast
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft
sich auf ca. 0,3 Mio. Euro, wobei diese Mittel für
Maßnahmen der Wasserförderung, -verteilung und -speicherung geplant sind.

44
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Stadt Bautzen
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Stadt Bautzen ist in ihren Verwaltungsgrenzen eigenständiger Versorgungsraum. Die Stadt bedient sich der Energie-
und Wasserwerke Bautzen GmbH als Betriebsführer.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Stadt Bautzen lebten im Jahr 2000 ca. 41,3 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungsrückgang auf 39,0 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad in der Stadt beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 ausschließlich durch Zuleitung aus der Fernwasserversorgung Sdier.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem Rückgang des Gesamtwasserbedarfes gerechnet, wobei hauptsächlich beim
spezifischen Wasserbedarf der Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe eine Reduzierung erwartet wird.
Die Wasserversorgung der Stadt wird zukünftig ausschließlich durch die Zuleitung von Fernwasser gesichert.
Eine ausreichende Versorgungssicherheit ist durch die mögliche Erhöhung der Zuleitung aus der Fernwasserversorgung
Sdier gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
41,3
39,0
39,0
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
148
136
136
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
111 97 97
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 6,1 5,3 5,3
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
-
-
-
Zuleitungen gesamt
6,1
5,3
5,3
davon Zultg. FWV
6,1
-
-
Ableitungen Gesamt
-
-
-
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0 0
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Ortsnetzerneuerungen
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 7,6 Mio. Euro, wobei diese Mittel für
Maßnahmen der Wasserverteilung geplant sind.

45
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Zweckverband „Oberlausitz Wasserversorgung“
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt einen Großteil der Gemeinden des Landkreises Löbau-Zittau.
Das Territorium des Verbandes ist in 14 Versorgungsgebiete aufgeteilt, die zu fast 90 % durch örtliche Dargebote
versorgt werden.
Der Verband bedient sich der SOWAG mbH als Betriebsführer, dem auch das Eigentum übertragen wurde.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
Im Verbandsgebiet lebten im Jahr 2000 ca. 106,9 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungsrückgang auf 103,2 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet betrug im Jahr 2000
99,1 % und soll bis zum Jahr 2010 auf 99,7 % erhöht werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu fast 90 % aus örtlichen Dargeboten und der Zuleitung von anderen
Aufgabenträgern und aus der Fernwasserversorgung Sdier.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem leicht sinkenden Gesamtwasserbedarf gerechnet, hervorgerufen durch den erwarteten
Bevölkerungsrückgang.
Von den im Jahr 2000 noch 34 bilanzwirksamen Wasserversorgungsanlagen werden im Jahr 2010 noch 26 Anlagen in
Betrieb sein und mit den Zuleitungen in Höhe von ca. 15 % des Gesamtbedarfes die Wasserversorgung sichern.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
105,9
103,7
102,9
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
121
122
122
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
90 89 90
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 12,8 12,6 12,6
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
11,4
16,7
16,7
Zuleitungen gesamt
3,6
1,8
1,8
davon Zultg. FWV
0,6
0,6
0,6
Ableitungen Gesamt
2,2
0,2
0,2
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
5,7 5,7
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Ortsnetzerweiterungen zur Erhöhung des Anschlussgrades
- den Bau von Hochbehältern
- Rohrnetzerneuerungen und -auswechslungen
- Bau von Zwischenpumpwerken
- den Bau von Entsäuerungsanlagen zur Wasseraufbereitung
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum
2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 84,8 Mio. Euro, wobei diese Mittel zu 89 %
für Maßnahmen der Wasserförderung, -verteilung und -speicherung geplant sind.

46
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Stadt Zittau
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Stadt Zittau ist in ihren Verwaltungsgrenzen eigenständiger Versorgungsraum. Die Stadt bedient sich der Stadtwerke
Zittau GmbH als Betriebsführer, dem auch das Eigentum übertragen wurde. Der Gemeindeteil Hartau wird
durch die
Wassergenossenschaft Hartau e.G. versorgt.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Stadt Zittau lebten im Jahr 2000 ca. 27,4 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungsrückgang auf 24,7 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad in der Stadt beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 ausschließlich durch eigene Dargebote.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem sinkenden Gesamtwasserbedarf gerechnet. In den Verbrauchergruppen
Bevölkerung/Kleingewerbe und Industrie/Gewerbe/Landwirtschaft wird eine geringfügige Erhöhung des spezifischen
Wasserbedarfes erwartet wird. Bei den Wasserverlusten wird eine weitere Reduzierung angestrebt.
Die Wasserversorgung der Stadt wird zukünftig durch das WW Zittau-Eichgraben und die WVA Hartau gesichert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
27,4
25,7
24,7
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
191
194
197
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
118 121 121
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 5,2 5,0 4,9
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
5,6
9,8
9,8
Zuleitungen gesamt
-
-
-
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
0,4
0,6
0,6
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
4,2 4,3
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- die Sanierung von Behältern
- Rohrnetzauswechslungen
- Neubau Hochbehälter Kummersberg
- Rekonstruktion der Wasseraufbereitung der WVA Hartau
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 4,2 Mio. Euro, wobei diese Mittel zu ca. 90%
für Maßnahmen der Wasserspeicherung, -förderung und -verteilung geplant sind.

47
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Stadt Löbau
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Stadt Löbau ist in ihren Verwaltungsgrenzen eigenständiger Versorgungsraum. Die Stadt bedient sich der
Stadtwerke Löbau GmbH als Betriebsführer, dem auch das Eigentum übertragen wurde.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Stadt Löbau lebten im Jahr 2000 ca. 17,7 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungsrückgang auf 16,5 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad in der Stadt betrug im Jahr 2000 98,9 %. Bis
zum Jahr 2010 ist keine Erhöhung des Anschlussgrades geplant.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu ca. 50 % aus eigenen Dargeboten und durch Zuleitung aus der
Fernwasserversorgung Sdier und dem ZV „Oberlausitz Wasserversorgung“.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem sinkenden Gesamtwasserbedarf gerechnet, wobei in allen Verbrauchergruppen eine
Reduzierung des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird.
Die Wasserversorgung der Stadt wird auch zukünftig durch die vorhandenen drei eigenen Wasserversorgungsanlagen,
die Zuleitung von der Fernwasserversorgung Sdier und durch Zuleitungen aus dem ZV „Oberlausitz Wasserversorgung“
gesichert.
Eine ausreichende Versorgungssicherheit ist durch die mögliche Erhöhung der Zuleitung aus der Fernwasserversorgung
Sdier gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
17,7
16,8
16,3
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
143
131
132
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
120 111 111
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 2,5 2,2 2,2
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
1,6
1,9
1,9
Zuleitungen gesamt
1,6
1,0
1,0
davon Zultg. FWV
1,4
0,9
0,8
Ableitungen Gesamt
0,7
0,7
0,7
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0 0
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- die Sanierung von Rohrnetzen
- Rohrnetzauswechslung der Rohwasserleitung WW „Heiterer Blick“
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 6,4 Mio. Euro, wobei diese Mittel
ausschließlich für Maßnahmen der Wasserspeicherung, -förderung und -verteilung geplant sind.

48
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Trinkwasserzweckverband „Neiße-Schöps“
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt acht Gemeinden im mittleren Teil des Niederschlesischen Oberlausitzkreises und eine Gemeinde
im Landkreis Kamenz. Das Territorium des Verbandes ist in 14 Versorgungsgebiete aufgeteilt, die teilweise durch
örtliche Dargebote und durch Zuleitungen versorgt werden.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
Im Verbandsgebiet lebten im Jahr 2000 ca. 18,5 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungsrückgang auf 18,3 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet betrug im Jahr 2000 96,2
% und soll bis zum Jahr 2010 auf 99,7 % erhöht werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu 63 % durch örtliche Dargebote und zu 37 % durch Zuleitung aus
der Stadt Niesky, dem ZV WV Landkreis Bautzen und dem ZV Mittlere Neiße-Schöps.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem leicht steigenden Gesamtwasserbedarf gerechnet, wobei hauptsächlich in der
Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe eine Erhöhung des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird.
Von den im Jahr 2000 noch
acht bilanzwirksamen Wasserversorgungsanlagen werden im Jahr 2010 nur noch zwei
verbandseigene Anlagen in Betrieb bleiben. Die Wasserversorgung wird durch die Erhöhung der Zuleitungen gesichert.
Die Möglichkeit zur Einspeisung von Fernwasser (von Weißenberg/Sdier) wird geprüft.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
17,8
18,1
18,2
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
106
103
109
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
77 81 88
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 1,9 1,9 2,0
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
1,2
1,5
1,2
Zuleitungen gesamt
0,7
1,0
1,2
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
-
-
-
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0,6 0,4
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Ortsnetzerweiterungen zur Ablösung von Hausbrunnen mit Neuanschluss von ca. 640 Einwohnern
- Ortsnetzsanierungen
- den Bau von Hochbehältern
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 7,3 Mio. Euro, wobei diese Mittel zu 83 % für
Maßnahmen der Wasserförderung, -verteilung und -speicherung geplant sind.

49
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Zweckverband Wasserversorgung Ostritz-Reichenbach
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt einige Gemeinden im nordöstlichen Teil des Kreises Löbau-Zittau und im Süden des
Niederschlesischen
Oberlausitzkreises. Das Territorium des Verbandes ist in zwei Versorgungsgebiete aufgeteilt, die
ausschließlich durch örtliche Dargebote versorgt werden.
Der Verband bedient sich der OEWA Wasser und Abwasser GmbH als Betriebsführer.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
Im Verbandsgebiet lebten im Jahr 2000 ca. 14,1 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungsanstieg auf 15,0 T Einwohner erwartet.
Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet betrug im Jahr 2000 98,1 % und soll bis zum Jahr 2010 auf 99,8 % erhöht
werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 ausschließlich aus örtlichen Dargeboten.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem steigenden
Gesamtwasserbedarf gerechnet, wobei hauptsächlich in der
Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe eine Erhöhung des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird.
Die Wasserversorgung wird zukünftig durch die WW Reichenbach und Leuba gesichert. Eine geplante Zuleitung von
Rohwasser aus den Stadtwerken Görlitz in das WW Leuba soll als zweites Standbein der Versorgungssicherheit dienen.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
13,8
14,8
15,0
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
118
127
131
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
88 96 100
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 1,6 1,9 2,0
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
1,8
3,1
3,1
Zuleitungen gesamt
-
-
1,3
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
0,2
-
-
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
1,2 2,4
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Ortsnetzerweiterungen zum Anschluss von ca. 250 Einwohnern
- Ortsnetzsanierungen
- Instandhaltungs- und Rekonstruktionsmaßnahmen an den WW Reichenbach und Leuba
- die Sanierung von Hochbehältern
Der
Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 6,7 Mio. Euro, wobei diese Mittel zu 95 % für
Maßnahmen der Wasserförderung, -verteilung und -speicherung geplant sind.

50
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Wasserzweckverband Mittlere Neiße-Schöps
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt acht Gemeinden im nördlichen Teil des Niederschlesischen Oberlausitzkreises und eine
Gemeinde im Landkreis Kamenz. Das Territorium des Verbandes ist in acht Versorgungsgebiete aufgeteilt, die teilweise
durch örtliche Dargebote und durch Zuleitungen versorgt werden.
Der Verband bedient sich der Stadtwerke Weißwasser GmbH als Betriebsführer.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
Im Verbandsgebiet lebten im Jahr 2000 ca. 19,2 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungsanstieg auf 20,3 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu 50 % durch örtliche Dargebote und zu 50 % durch Zuleitungen aus
Weißwasser, Bad Muskau und aus Brandenburg.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem etwa gleich bleibenden Gesamtwasserbedarf gerechnet. In der Verbrauchergruppe
Bevölkerung/Kleingewerbe wird eine geringe Reduzierung des spezifischen Wasserbedarfes erwartet. Bei den
Wasserverlusten wird eine Reduzierung angestrebt.
Die Wasserversorgung wird auch zukünftig durch zwei verbandseigene Wasserwerke und Zuleitung durch andere
Aufgabenträger und aus Brandenburg gesichert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
19,2
20,1
20,3
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
177
172
171
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
107 107 106
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 3,4 3,5 3,5
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
1,7
4,3
4,3
Zuleitungen gesamt
2,3
1,7
1,7
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
0,6
0,2
0,2
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
2,3 2,3
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Rekonstruktion von Trinkwasserleitungen in Ortsnetzen
- Rekonstruktion der WW Boxberg und Pechern (sowohl Aufbereitungstechnologie als auch bauliche Hüllen)
- Brunnensanierungen
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 8,8 Mio. Euro, wobei diese Mittel zu
70 % für
Maßnahmen der Wasserförderung, -verteilung und -speicherung geplant sind.

51
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Stadt Bad Muskau
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Stadt Bad Muskau ist in ihren Verwaltungsgrenzen eigenständiger Versorgungsraum. Die Stadt bedient sich des
Ver- und Entsorgungsbetriebes Bad Muskau GmbH als Betriebsführer.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Stadt Bad Muskau lebten im Jahr 2000 ca. 4,1 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungszuwachs auf 4,3 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad in der Stadt beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 ausschließlich durch örtliche Dargebote.
Bis zum
Jahr 2010 wird mit einem etwa gleich bleibenden Gesamtwasserbedarf gerechnet, wobei beim spezifischen
Wasserbedarf eine Reduzierung erwartet wird. Bei den Wasserverlusten wird eine weitere Reduzierung angestrebt.
Die Wasserversorgung der Stadt wird bis zum Jahr 2010 ausschließlich durch das WW Bad Muskau gesichert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
4,1
4,2
4,3
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
137
130
130
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
102 101 101
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 0,6 0,5 0,6
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
0,6
2,0
2,0
Zuleitungen gesamt
-
-
-
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
-
-
-
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
1,5 1,4
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- den Neubau eines Absetzbeckens in der Spülwasserbehandlung des WW Bad Muskau
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 0,03 Mio. Euro, wobei diese Mittel für
Maßnahmen der Wasseraufbereitung geplant sind.

52
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Stadt Niesky
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Stadt Niesky ist in ihren Verwaltungsgrenzen eigenständiger Versorgungsraum. Die Stadt bedient sich der
Stadtwerke Niesky GmbH als Betriebsführer.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Stadt Niesky lebten im Jahr 2000 ca. 12,1 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungsrückgang auf 11,7 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad in der Stadt betrug im Jahr 2000 99,9 % und
wird bis zum Jahr 2005 100 % erreichen.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 ausschließlich aus örtlichen Dargeboten durch zwei Wasserwerke.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem sinkenden Gesamtwasserbedarf gerechnet, wobei in allen Verbrauchergruppen eine
Reduzierung des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird. Bei den Wasserverlusten wird eine weitere Reduzierung
angestrebt.
Die Wasserversorgung der Stadt wird zukünftig ausschließlich durch das WW Niesky gesichert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
12,1
11,7
11,7
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
102
95
95
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
83 79 79
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 1,2 1,1 1,1
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
1,7
2,6
2,6
Zuleitungen gesamt
-
-
-
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
0,5
0,6
0,7
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0,9 0,8
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- die Rekonstruktion des WW Niesky
- die schrittweise Rekonstruktion bzw. Auswechslung des Rohrnetzes
- die Rekonstruktion des Wasserturmes Niesky
- Umstellung von Versorgungszonen und Bau von neuen Versorgungsleitungen
- Neubau von zwei Brunnen (Ersatzneubau)
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 2,9 Mio. Euro, wobei ca. 55 % dieser Mittel
für Maßnahmen der Wasserspeicherung, -förderung und -verteilung geplant sind.

53
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Stadt Rothenburg
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Stadt Rothenburg ist in ihren Verwaltungsgrenzen eigenständiger Versorgungsraum. Die Stadt bedient sich der
Stadtwerke Rothenburg als Betriebsführer.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Stadt Rotheburg lebten im Jahr 2000 ca. 6,9 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 eine gleich
bleibende Bevölkerungszahl erwartet. Der Anschlussgrad in der Stadt betrug
im Jahr 2000 94,8 % und wird bis zum
Jahr 2010 auf 99,9 % erhöhen.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 ausschließlich aus örtlichen Dargeboten durch zwei Wasserwerke.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem gleich bleibenden Gesamtwasserbedarf gerechnet. Bei den Wasserverlusten wird eine
deutliche Reduzierung angestrebt.
Die Wasserversorgung der Stadt wird bis zum Jahr 2010 ausschließlich durch die WW Rothenburg und Uhsmannsdorf
gesichert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
6,5
6,9
6,9
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
151
144
144
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
85 83 83
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 1,0 1,0 1,0
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
1,0
1,3
1,3
Zuleitungen gesamt
-
-
-
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
-
-
-
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0,3 0,3
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Erweiterung des Ortsnetzes zur Ablösung von Hausbrunnen (Neuanschluss von ca. 350 Einwohnern)
- die Sanierung des Ortsnetzes
- die Rekonstruktion von Reinwasserbehältern
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf
ca. 1,8 Mio. Euro, wobei diese Mittel fast
ausschließlich für Maßnahmen der Wasserspeicherung, -förderung und -verteilung geplant sind.

54
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Stadt Weißwasser
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Stadt Weißwasser ist in ihren Verwaltungsgrenzen eigenständiger Versorgungsraum. Die Stadt bedient sich der
Stadtwerke Weißwasser GmbH als Betriebsführer.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Stadt Weißwasser lebten im Jahr 2000 ca. 26,2 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungsrückgang auf 20 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad in der Stadt beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 ausschließlich durch Zuleitung aus dem Land Brandenburg.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem sinkenden Gesamtwasserbedarf gerechnet, hauptsächlich hervorgerufen durch den
erwarteten Bevölkerungsrückgang. Bei den Wasserverlusten wird eine deutliche Reduzierung angestrebt.
Die Wasserversorgung der Stadt wird auch zukünftig ausschließlich durch die Zuleitung aus dem Land Brandenburg
gesichert. Eigene Wasserdargebote sind nicht vorhanden.
Eine ausreichende Versorgungssicherheit ist durch die mögliche Erhöhung der Zuleitung gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
26,2
21,0
21,0
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
132
132
134
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
100 102 103
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 3,5 2,8 2,7
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
-
-
-
Zuleitungen gesamt
4,6
4,0
3,9
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
1,1
1,2
1,2
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0 0
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- die Neuverlegung und Sanierung von Versorgungsleitungen
- Erneuerung der Übernahmestation A.-Bebel-Str.
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft
sich auf ca. 6,0 Mio. Euro, wobei diese Mittel
ausschließlich für Maßnahmen der Wasserspeicherung, -förderung und -verteilung geplant sind.

55
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Stadt Görlitz
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Stadt Görlitz ist in ihren Verwaltungsgrenzen eigenständiger Versorgungsraum. Die Stadt bedient sich der
Stadtwerke Görlitz AG als Betriebsführer, dem auch das Eigentum übertragen wurde.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Stadt Görlitz lebten im Jahr 2000 ca. 62,8 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungsrückgang auf 58,6 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad in der Stadt beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 fast ausschließlich durch eigene Dargebote und eine geringfügige
Zuleitung vom ZV Wasserversorgung Ostritz-Reichenbach.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem leicht steigenden Gesamtwasserbedarf gerechnet, wobei hauptsächlich in der
Verbrauchergruppe Industrie/Gewerbe/Landwirtschaft eine Erhöhung des Wasserbedarfes erwartet wird. Bei den
Wasserverlusten wird eine weitere Reduzierung angestrebt.
Die Wasserversorgung der Stadt wird zukünftig ausschließlich durch das WW Görlitz-Weinhübel gesichert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
62,8
61,1
58,6
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
144
150
155
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
108 100 100
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 9,0 9,2 9,1
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
9,6
22,0
22,0
Zuleitungen gesamt
0,2
-
-
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
0,8
1,1
2,5
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
11,7 10,4
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- die Bauwerkssanierung des WW Görlitz-Weinhübel
- Rohrnetzauswechslungen
- Sanierung der Rohwasseranlagen des WW Görlitz-Weinhübel
- Bau der Rohwasserleitung und Pumpwerk Hagenwerder als zweites Standbein
- Sanierung von Pumpwerken
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 18,5 Mio. Euro, wobei diese Mittel zu ca.
83 % für Maßnahmen der Wasserspeicherung, -förderung und -verteilung geplant sind.

56
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Stadt Radeberg
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Stadt Radeberg ist in ihren Verwaltungsgrenzen eigenständiger Versorgungsraum. Die Stadt ist Mitglied des
Teilzweckverbandes
Röderaue. Als Betriebsführer ist die GEWA, Gesellschaft für Wasser und Abwasser mbH für die
Stadt tätig .
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Stadt Radeberg lebten im Jahr 2000 ca. 18,7 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungsanstieg auf 19,7 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad in der Stadt betrug im Jahr 2000 97,6 % und
soll bis zum Jahr 2010 auf 100 % erhöht werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 durch Zuleitungen vom TZV Röderaue, aus der Stadt Dresden und
aus dem Land Brandenburg (Südleitung Tettau), wobei derzeit ca. 50 % (mit steigender Tendenz) der Zuleitungen für die
Sachsenmilch Holding AG bereitgestellt werden.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem erheblichen Rückgang des Gesamtwasserbedarfes ( ca. 32 %) gerechnet, wobei bei
allen Verbrauchergruppen ein Rückgang des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird. Bei den Wasserverlusten wird
eine deutliche Reduzierung angestrebt.
Die Wasserversorgung der Stadt wird auch zukünftig durch die Zuleitung aus Brandenburg, vom TZV Röderaue und aus
Dresden gesichert.
Eine ausreichende Versorgungssicherheit
(auch bei Nichteintreten des Bedarfsrückganges) ist durch die mögliche
Erhöhung der Zuleitungen gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
18,3
19,2
19,7
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
168
111
105
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
111 96 80
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 3,1 2,1 2,1
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
-
-
-
Zuleitungen gesamt
6,6
8,1
8,1
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
3,5
6,0
6,0
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0 0
5.
Maßnahmen / Investitionen
Im Bereich der Stadt Radeberg sind bis zum Jahr 2010 keine nennenswerten Investitionsmaßnahmen zur Sicherung der
Wasserversorgung geplant.

57
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Trinkwasserzweckverband Röderaue
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband ist ein Zweckverband in Teilfunktion. Er wird nicht direkt gegenüber den Verbrauchern wirksam. Mitglieder
des Teilzweckverbandes sind die Gemeinden Arnsdorf, Großnaundorf, Ottendorf-Okrilla, Radeberg, Wachau und
Lichtenberg.
Der Verband bedient sich der Gesellschaft für Wasser und Abwasser mbH (GEWA) als Betriebsführer.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
Durch den Verband wurde im Jahr 2000 für ca. 41,5 T Einwohner Trinkwasser geliefert. Im Jahr 2010 sollen durch den
Verband für 44,7 T Einwohner Trinkwasser bereitgestellt werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Der Verband stellte im Jahr 2000 für seine Mitgliedsgemeinden 6,1 Tm³/d Trinkwasser zur Verfügung und gab an
sonstige
Abnehmer 3,5 Tm³/d Trinkwasser ab. Von der abgegebenen Wassermenge wurden 1,4 Tm³/d aus drei eigenen
Anlagen gewonnen und 8,1 Tm³/d in den Wasserverband zugeleitet, davon 7,7 Tm³/d aus dem Land Brandenburg
(Tettau).
Die verbandseigenen Anlagen stehen zukünftig mit folgender mittlerer bilanzwirksamer Kapazität zur Verfügung:
WW Karswald 1,9 Tm³/d
WW Frankenfurt, Ottendorf-Okrilla
1,0 Tm³/d
Bis zum Jahr 2010 wird der Verband mit seinen eigenen Anlagen 2,9 Tm³/d und aus Zuleitungen (hauptsächlich aus dem
Land Brandenburg) 10,8 Tm³/d insgesamt eine verfügbare Kapazität von 13,7 Tm³/d bereitstellen. Davon sollen 7,7
Tm³/d an die Mitgliedsgemeinden und 6,0 Tm³/d an sonstige Abnehmer abgegeben werden.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
Die verfügbare Kapazität des Wasserverbandes garantiert im Planungszeitraum bis 2010 die Bedarfsdeckung der
Mitgliedsgemeinden mit einer ausreichenden Versorgungssicherheit.
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- die Rekonstruktion des WW Karswald
-
die Rekonstruktion von Hochbehältern
-
die Rekonstruktion von Verbindungsleitungen
-
die Erweiterung des Verbandsnetzes
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 12,7 Mio. Euro, wobei ca. 87 % der Mittel für
Maßnahmen der Wasserverteilung und -speicherung geplant sind.

58
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Zweckverband Fernwasserversorgung Sdier
1.
Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Zweckverband versorgt Gemeinden und Gemeindeteile im ostsächsischen Raum mit Trinkwasser. Mitglieder des
Zweckverbandes sind die Stadt Bautzen , die Stadt Löbau, der ZV Wasserversorgung Landkreis Bautzen und der
Zweckverband „Oberlausitz Wasserversorgung“.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
Durch den Zweckverband wurde im Jahr 2000 für ca. 63 T Einwohner Trinkwasser geliefert. Im Jahr 2010 soll auf Grund
des Bevölkerungsrückganges im Gebiet für ca. 62 T Einwohner Trinkwasser über das Fernwasserversorgungssystem
bereitgestellt werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Der ZV FWV Sdier hat im Jahr 2000 12,4 Tm³/d Fernwasser an seine Mitglieder abgegeben. Das waren ca. 60 % der
tatsächlichen verfügbaren Kapazitäten
Das von der FWV Sdier bereitgestellte Trinkwasser wird im WW Sdier aufbereitet. Das WW Sdier hat eine mittlere
verfügbare Kapazität von 21,5 Tm³/d.
Zur Wasserbedarfsdeckung und Gewährleistung der Versorgungssicherheit im ostsächsischen Raum ist für das Jahr
2010 eine Abgabe der FWV Sdier an die regionalen Aufgabenträger in Höhe von 11,4 Tm³/d geplant. Die verfügbare
Kapazität des WW Sdier wird damit im Jahr 2010 zu ca. 53 % ausgelastet werden.
Die Mitglieder des ZV haben zu prüfen, ggf. durch Stilllegung eigener unwirtschaftlicher Bilanzanlagen, eine bessere
Kapazitätsauslastung zu realisieren.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
Die verfügbare Kapazität der FWV Sdier garantiert im Planungszeitraum bis 2010 quantitativ und qualitativ die
Bedarfsdeckung mit Fernwasser im ostsächsischen Raum.
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der FWV Sdier auf:
- die Sanierung der Fernwasserleitungen an verschiedenen Teilabschnitten
- die Sanierung der Rohwasserleitung WF Spreewiese
- die Sanierung von Hochbehältern
- die Sanierung von Rohrgitterkaskaden und Filtern im WW Sdier
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 9,7 Mio. Euro, wobei
ca. 65 % der Mittel für
Vorhaben der Wasseraufbereitung geplant sind.

59
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Trinkwasserzweckverband Bastei
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt die Gemeinde Lohmen und die Stadt Wehlen im Landkreis Sächsische Schweiz. Die Versorgung
erfolgt z. Z. ausschließlich durch örtliche Dargebote.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 4,8 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010 ein Bevölkerungszuwachs auf 5,0 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 fast ausschließlich aus örtlichen Dargeboten
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem steigenden Gesamtwasserbedarf gerechnet, wobei hauptsächlich bei der
Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe eine Erhöhung des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird. Bei den
Wasserverlusten wird eine Reduzierung angestrebt.
Die Wasserversorgung wird zukünftig nur noch durch eine verbandseigene Anlagen und die Zuleitungen von der Stadt
Pirna realisiert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
4,8
5,0
5,0
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
113
127
141
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
84 90 100
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 0,5 0,6 0,7
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
0,5
0,7
0,7
Zuleitungen gesamt
-
-
0,1
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
-
-
-
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0,1 0,1
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Ortsnetzerneuerungen
- Bau der Verbindungsleitung zur Wasserüberleitung aus Pirna
- Bau der Verbindungsleitung zur Ablösung der WF Wehlen-Hofewiese
- Rekonstruktion Hochbehälter Kohlberg
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 0,5 Mio. Euro, wobei ca. 70 % der Mittel für
Maßnahmen der Wasserverteilung und -speicherung geplant sind.

60
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Wasser- und Abwasserzweckverband „Mittlere Wesenitz“
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt die Gemeinden Stolpen und Dürrröhrsdorf-Dittersbach (ohne Ortsteil Wünschendorf) im nördlichen
Teil des Landkreises Sächsische Schweiz. Die Versorgung erfolgt durch örtliche Dargebote und durch Zuleitung vom ZV
WV „Pirna-Sebnitz“.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 10,9 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010 ein geringer Bevölkerungszuwachs auf 11,1 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet betrug
im Jahr 2000 93,0 % und soll bis zum Jahr 2010 auf 97,7 % erhöht werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 fast ausschließlich aus örtlichen Dargeboten.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem steigenden Gesamtwasserbedarf gerechnet, wobei hauptsächlich bei der
Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe eine Erhöhung des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird. Bei den
Wasserverlusten wird eine deutliche Reduzierung angestrebt.
Die Wasserversorgung wird zukünftig nur noch durch drei verbandseigene Anlagen und die Zuleitung vom ZV WV
„Pirna-Sebnitz“ realisiert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
10,1
10,4
10,8
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
136
136
140
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
80 90 100
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 1,4 1,4 1,5
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
1,3
1,3
1,2
Zuleitungen gesamt
0,1
0,8
0,9
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
-
0,1
0,1
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0,6 0,5
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Ortsnetzrekonstruktion und –erweiterungen mit Neuanschluss von ca. 500 Einwohnern
- Bau der Verbindungsleitung Stolpen - Rennersdorf zur Ablösung der Wasserfassung Rennersdorf
- Neubau und Rekonstruktion von Hochbehältern
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 2,7 Mio. Euro, wobei diese Mittel für
Maßnahmen der Wasserförderung, -verteilung und -speicherung geplant sind.

61
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Zweckverband Wasserversorgung “Pirna-Sebnitz“
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt ca. 75 % der Gemeinden im Landkreis Sächsische Schweiz. Das Territorium des Verbandes ist in
zwei Versorgungsgebiete aufgeteilt. Die Versorgung erfolgt ausschließlich durch örtliche Dargebote. Der Verband
bedient sich der Gasversorgung Sachsen Ost GmbH als Betriebsführer.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 78,8 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010 ein Bevölkerungsanstieg auf 83,4 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet betrug
im Jahr
2000 99,5 % und soll bis zum Jahr 2010 auf 99,8 % erhöht werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 ausschließlich aus örtlichen Dargeboten. Davon wurden 67 % des
Trinkwassers durch Aufbereitung von Wasser aus der Talsperre Gottleuba gewonnen.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem Rückgang des Gesamtwasserbedarfes gerechnet, wobei bei der Verbrauchergruppe
Bevölkerung/Kleingewerbe eine Erhöhung des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird. Bei den Wasserverlusten
wird eine deutliche Reduzierung angestrebt.
Während im Jahr 2000 noch sechs bilanzwirksame Anlagen im Verbandsgebiet in Betrieb waren, soll zukünftig die
Wasserversorgung allein durch die WW Gottleuba und Endlerkuppe gesichert werden. In der Bilanz wird das WW
Endlerkuppe mit der durchschnittlich möglichen Wasserabgabe (Q
365
) ausgewiesen. Auf Grund der Lage im Nationalpark
Sächsische Schweiz wird zukünftig jedoch nur noch soviel Wasser aus dem WW Endlerkuppe bereitgestellt, wie
zusätzlich zu der Abgabe aus dem WW Gottleuba benötigt wird. Eine geringe Zuleitung aus der Stadt Pirna sichert die
Wasserversorgung des Ortsteiles Wünschendorf.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
78,4
83,2
83,2
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
183
172
162
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
109 111 114
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 14,3 14,3 13,5
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
16,7
33,8
33,6
Zuleitungen gesamt
-
0,2
0,2
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
2,4
6,0
8,8
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
13,7 11,5
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- die Behebung der Hochwasserschäden aus dem Augusthochwasser 2002
- Bau von Anschlussleitungen zur Ablösung kleiner Wasserfassungen
- Ortsnetzerweiterungen
- Rekonstruktion von Hochbehältern
- Fortführung Rekonstruktion WW Endlerkuppe und Filterrekonstruktion WW Gottleuba
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beträgt ohne die Behebung von Hochwasserschäden ca. 14,3
Mio. Euro, wobei ca. 80 % der Mittel für Maßnahmen der Wasserförderung, -verteilung und -speicherung geplant sind.
Die Kosten zur Beseitigung der Hochwasserschäden betragen ca. 4,9 Mio. Euro.

62
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Stadt Pirna
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Stadt Pirna ist in ihren Verwaltungsgrenzen als eigenständiger Versorgungsraum zu betrachten. Die Stadt bedient
sich der Stadtwerke Pirna GmbH als Betriebsführer, dem auch das Eigentum übertragen wurde.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Stadt Pirna lebten im Jahr 2000 ca. 42,7 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungsrückgang auf 41,6 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad in der Stadt beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu 82 % durch örtliche Dargebote und durch Zuleitung aus dem WW
Gottleuba.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem Rückgang des Gesamtwasserbedarfes gerechnet. Bei den Wasserverlusten wird eine
weitere Reduzierung angestrebt.
Die Wasserversorgung
der Stadt wird zukünftig fast ausschließlich durch die Zuleitung von Trinkwasser aus dem WW
Gottleuba gesichert. Als einzige örtliche Anlage wird das WW Tännicht in Vorhaltung mit einer stark reduzierten
Abgabemenge in Betrieb bleiben.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
42,7
41,8
41,6
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
143
140
138
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
97 98 99
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 6,1 5,8 5,7
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
5,0
5,2
0,5
Zuleitungen gesamt
1,1
4,0
6,5
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
-
-
-
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
3,4 1,3
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- die Behebung der Hochwasserschäden aus dem Augusthochwasser 2002
- Maßnahmen im Leitungsnetz zur Einspeisung von Wasser aus dem WW Gottleuba (Haupteinspeisung Ost und
West)
- Rekonstruktion der Hochbehälter Graupa und Weiße Taube
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich ohne die Behebung von Hochwasserschäden auf ca.
5,6 Mio. Euro, wobei diese Mittel für Maßnahmen der Wasserförderung, -verteilung und -speicherung geplant sind.
Die Kosten zur Beseitigung der Hochwasserschäden betragen ca. 0,3 Mio. Euro.

63
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Trinkwasserzweckverband „Pfeifholz“
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt die Gemeinden Nauwalde, Gröditz, Röderaue und Zabeltitz im Norden des Landkreises Riesa-
Großenhain. Die Versorgung erfolgt durch örtliche Dargebote und durch geringfügige Zuleitungen.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 16,7 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010 ein geringer Bevölkerungsrückgang auf 16,5 T Einwohner erwartet.
Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu 95 % aus örtlichen Dargeboten und durch Zuleitung vom RZV
Riesa-Großenhain und aus Brandenburg (Elsterwerda).
Bis zum Jahr 2010
wird mit einem leichten Anstieg des Gesamtwasserbedarfes gerechnet, wobei hauptsächlich bei der
Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe eine Erhöhung des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird. Bei den
Wasserverlusten wird eine deutliche Reduzierung angestrebt.
Die Wasserversorgung wird zukünftig nur noch durch das WW Frauenhain und die Zuleitung vom RZV Riesa-
Großenhain realisiert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
16,7
16,6
16,5
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
114
117
120
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
89 90 95
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 1,9 1,9 2,0
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
2,1
4,9
4,9
Zuleitungen gesamt
0,1
0,1
0,1
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
0,3
0,4
0,4
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
2,7 2,6
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- die Beseitigung der Hochwasserschäden
- Neubau Hochbehälter Zabeltitz
- Neubau Druckerhöhungsanlagen Koselitz und Zabeltitz
- Bau einer Anschlussleitung im Ortsbereich des Ortsteiles Stroga zur Ablösung der WF Strauch
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beträgt ohne die Behebung von Hochwasserschäden ca. 0,9 Mio.
Euro, wobei diese Mittel für Maßnahmen der Wasserförderung, -verteilung und -speicherung geplant sind.
Die Kosten zur Beseitigung der Hochwasserschäden betragen ca. 0,04 Mio. Euro.

64
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Regionaler Zweckverband „Kommunale Wasserversorgung Riesa-Großenhain“
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt ca. 75 % der Gemeinden im Landkreis Riesa-Großenhain und die Gemeinde Lommatzsch im
Landkreis Meißen. Das Territorium des Verbandes ist in drei Versorgungsgebiete aufgeteilt. Die Versorgung erfolgt fast
ausschließlich durch örtliche Dargebote. Der Verband bedient sich der Wasserversorgung Riesa-Großenhain GmbH als
Betriebsführer, dem auch das Eigentum übertragen wurde.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 107,1 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010 ein Bevölkerungsanstieg auf 108,0 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet betrug im Jahr
2000 99,5 % und soll bis zum Jahr 2010 auf 99,9 % erhöht werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu 98 % aus örtlichen Dargeboten und durch Zuleitung von anderen
sächsischen Zweckverbänden und aus dem Land Brandenburg (WW Tettau). Gleichzeitig erfolgt eine Ableitung aus dem
WW Fichtenberg nach Mühlberg in Brandenburg.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem leichten Anstieg des Gesamtwasserbedarfes gerechnet, wobei hauptsächlich bei der
Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe eine Erhöhung des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird. Bei den
Wasserverlusten wird eine weitere Reduzierung angestrebt.
Der derzeitige Bestand an bilanzwirksamen Anlagen im Verbandsgebiet soll bis zum Jahr 2010 erhalten bleiben.
Im Zusammenhang mit der Sicherung einer verbandsübergreifenden Wasserversorgung im Oberen Elbtal ist die
Realisierung einer Verbindung zwischen Großenhain und Rödern zu prüfen. Damit wäre die gegenseitige Einspeisung in
wichtige Versorgungsbereiche optimal gegeben und bei entsprechenden Situationen die Wasserversorgung gesichert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
106,6
106,9
107,9
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
134
136
139
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
90 92 95
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 14,3 14,5 15,0
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
14,5
31,6
31,6
Zuleitungen gesamt
0,3
0,2
0,2
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
0,5
1,5
1,5
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
15,8 15,3
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- die Behebung der Hochwasserschäden aus dem Augusthochwasser 2002
- Sanierung und Neubau von Hochbehältern
- Ortsnetzerweiterungen
- Rekonstruktion WW Fichtenberg
- Bau Trinkwasserüberleitung HB Riesa – WW Lommatzsch
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beträgt ohne die Behebung von Hochwasserschäden ca. 10,6
Mio. Euro, wobei ca. 78 % der Mittel für Maßnahmen der Wasserförderung, -verteilung und -speicherung geplant sind.
Die Kosten zur Beseitigung der Hochwasserschäden betragen ca. 0,8 Mio. Euro.

65
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Stadt Wilsdruff
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Stadt Wilsdruff ist in ihren Verwaltungsgrenzen als eigenständiger Versorgungsraum zu betrachten. Ausnahme
bilden die Gemeindeteile Mohorn, Herzogswalde und Grund, die im TWZV Weißeritzgruppe eingegliedert sind.
Die Stadt bedient sich der DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH als Betriebsführer.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Stadt Wilsdruff lebten im Jahr 2000 ca. 11,0 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungsanstieg auf 11,4 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet betrug im Jahr 2000 94,3 %
und soll bis zum Jahr 2010 auf 99,1 % erhöht werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu 95 % durch Zuleitung aus der Stadt Dresden (DREWAG) und zu 5
% durch Zuleitung von anderen Zweckverbänden.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem Anstieg des Gesamtwasserbedarfes gerechnet, wobei hauptsächlich bei der
Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe eine Erhöhung des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird. Bei den
Wasserverlusten wird eine weitere Reduzierung angestrebt.
Die Wasserversorgung der Stadt wird bis zum Jahr 2010 weiterhin durch Zuleitungen in den gleichen Anteilen wie im
Jahr 2000 gesichert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
10,4
10,9
11,3
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
123
132
138
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
77 85 90
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 1,3 1,4 1,6
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
-
-
-
Zuleitungen gesamt
1,5
2,1
2,4
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
0,2
0,4
0,4
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0,3 0,4
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
-
Ortsnetzerweiterungen mit Neuanschluss von ca. 550 Einwohnern
- Neubau des Hochbehälters Hühndorfer Höhe
Der
Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 1,6 Mio. Euro, wobei diese Mittel für
Maßnahmen der Wasserförderung, -verteilung und -speicherung geplant sind.

66
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Trinkwasserzweckverband „Meißner Hochland“
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt die Gemeinden Leuben-Schleinitz, Käbschütztal, Ketzerbachtal und seit 2002 die Gemeinde
Heynitz im Landkreis Meißen. Das Territorium des Verbandes ist in drei Versorgungsgebiete aufgeteilt, die teilweise
durch örtliche Dargebote und durch Zuleitung von anderen Zweckverbänden versorgt werden.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
Im Verbandsgebiet lebten im Jahr 2000 ca. 9,5 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungsanstieg auf 9,7 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad betrug im Jahr 2000 89,3 % und wird sich bis
zum Jahr 2010 auf 95,8 % erhöhen.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu 55 % durch örtliche Dargebote und zu 45 % durch Zuleitung von
anderen Zweckverbänden.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem Anstieg des Gesamtwasserbedarfes gerechnet, wobei hauptsächlich in der
Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe eine Erhöhung des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird.
Von den sechs vorhandenen örtlichen WVA werden bis zum Jahr 2005 zwei Anlagen stillgelegt. Mit den vier
verbleibenden Anlagen und entsprechenden Zuleitungen wird die Wasserversorgung langfristig gesichert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
8,5
8,8
9,3
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
104
109
116
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
75 78 84
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 0,9 1,0 1,1
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
0,5
1,0
0,8
Zuleitungen gesamt
0,4
1,1
1,3
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
-
-
-
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
1,1 1,0
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- die Behebung der Hochwasserschäden aus dem Augusthochwasser 2002
- den Neuanschluss von Ortsteilen an die öffentliche Wasserversorgung für ca. 580 Einwohner
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich ohne die Behebung von Hochwasserschäden auf ca.
3,5 Mio. Euro, wobei diese Mittel zu 97 % für Maßnahmen der Wasserförderung, -verteilung und -speicherung geplant
sind.
Die Kosten zur Beseitigung der Hochwasserschäden betragen ca. 0,04 Mio. Euro.

67
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Trinkwasserzweckverband „Weißeritzgruppe“
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt bis auf vier Gemeinden den gesamten Weißeritzkreis. Das Territorium des Verbandes ist in
drei Versorgungsgebiete aufgeteilt. Die Versorgung erfolgt hauptsächlich durch örtliche Dargebote.
Der Verband bedient sich der Wasserversorgung Weißeritzgruppe GmbH als Betriebsführer.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 107,9 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010 ein leichter Bevölkerungsanstieg auf 108,2 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet betrug im
Jahr 2000 96,4 % und soll bis zum Jahr 2010 auf 99,3 % erhöht werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu 99 % aus örtlichen Dargeboten und eine geringfügige Zuleitung aus
der Stadt Dresden (DREWAG) in das Versorgungsgebiet WW Klingenberg. Das Eigenaufkommen wird durch
Aufbereitung von Wasser aus der Talsperre Klingenberg und dem Speicher Altenberg gedeckt.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem Rückgang des Gesamtwasserbedarfes gerechnet, wobei bei der Verbrauchergruppe
Bevölkerung/Kleingewerbe eine Erhöhung des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird. Bei den Wasserverlusten
wird eine deutliche Reduzierung angestrebt.
Bis zum Jahr 2010 soll die Wasserversorgung wie bisher hauptsächlich durch die WW Klingenberg und Altenberg
gesichert werden.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
104,0
105,9
107,4
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
170
147
134
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
83 87 90
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 17,7 15,6 14,4
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
17,5
24,8
24,7
Zuleitungen gesamt
0,3
0,9
1,0
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
0,1
0,2
0,2
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
9,9 11,1
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- die Behebung der Hochwasserschäden aus dem Augusthochwasser 2002
- Ortsnetzerweiterungen zur Ablösung von Hausbrunnen und anderen nicht der TrinkwV entsprechenden
Einzelwasserversorgungsanlagen
- Rekonstruktion von Hochbehältern
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beträgt ohne die Behebung von Hochwasserschäden ca. 13,7
Mio. Euro, wobei ca. 98 % der Mittel für Maßnahmen der Wasserförderung, -verteilung und -speicherung geplant sind.
Die Kosten zur Beseitigung von Hochwasserschäden betragen ca. 27,4 Mio. Euro.

68
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Stadt Dresden
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Stadt Dresden ist in ihren Verwaltungsgrenzen als eigenständiger Versorgungsraum zu betrachten. Die Stadt
bedient sich der DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH als Betriebsführer, dem auch das Eigentum übertragen wurde.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Stadt Dresden lebten im Jahr 2000 ca. 472,3 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungsanstieg auf 475,0 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad in der Stadt beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgt im Normalbetrieb durch eigene Wasserwerke, wobei das WW Coschütz Rohwasser
aus dem Talsperrensystem Klingenberg/Lehnmühle aufbereitet, während die WW Hosterwitz und Tolkewitz
Grundwasser und Uferfiltrat aufbereiten.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem Anstieg des Gesamtwasserbedarfes gerechnet, wobei bei allen Verbrauchergruppen
eine Erhöhung des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird. Bei den Wasserverlusten
wird eine weitere Reduzierung
angestrebt.
Die Wasserversorgung der Stadt wird bis zum Jahr 2010 weiterhin durch die o. g. Wasserwerke und nur in besonderen
Situationen durch die Zuleitung aus dem WW Gottleuba und durch das WW Albertstadt gesichert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
472,3
475,0
475,0
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
175
179
186
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
103 105 108
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 82,7 85,0 88,4
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
86,1
125,5
125,5
Zuleitungen gesamt
0,4
1,1
1,1
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
3,8
15,8
16,0
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
25,8 22,2
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- die Behebung der Hochwasserschäden aus dem Augusthochwasser 2002
- Rekonstruktion der Rohwasserleitung Klingenberg-Dresden
- Bau Hauptleitung Gorbitz-Radebeul
- Rekonstruktion von Hochbehältern
- systematische Rohrnetzerneuerungen
Für den Zeitraum 2000 bis 2010 besteht ohne die Behebung von Hochwasserschäden ein Investitionsbedarf
hauptsächlich für Maßnahmen der Wasserförderung, -verteilung und –speicherung.
Die Kosten zur Beseitigung der Hochwasserschäden betragen ca. 7,4 Mio. Euro.

69
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Stadt Radeburg
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Stadt Radeburg ist in ihren Verwaltungsgrenzen als eigenständiger Versorgungsraum zu betrachten. Die Stadt ist
Mitglied des Teilzweckverbandes Brockwitz-Rödern. Die Betriebsführung erfolgt durch einen privaten Dritten.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Stadt Radeburg lebten im Jahr 2000 ca. 8,1 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 eine gleich
bleibende Bevölkerungszahl erwartet. Der Anschlussgrad in der Stadt betrug im Jahr 2000 97 % und soll bis zum Jahr
2010 auf 99,8 % erhöht werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 durch Zuleitung aus dem Versorgungsgebiet HB Fuchsweg/WW
Rödern des Teilzweckverbandes Brockwitz-Rödern.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem gleich bleibenden Gesamtwasserbedarf gerechnet, wobei bei der Verbrauchergruppe
Bevölkerung/Kleingewerbe eine leichter Rückgang des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird. Bei den
Wasserverlusten wird eine weitere Reduzierung angestrebt.
Die Wasserversorgung der Stadt wird auch zukünftig durch die Zuleitung aus dem Teilzweckverband Brockwitz-Rödern
gesichert.
Eine ausreichende Versorgungssicherheit ist durch die mögliche Erhöhung der Zuleitung gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
7,9
8,1
8,1
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
127
127
126
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
96 98 100
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 1,0 1,0 1,0
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
-
-
-
Zuleitungen gesamt
1,0
1,0
1,0
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
-
-
-
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0 0
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf die Erweiterung des
Ortsnetzes zum Anschluss von ca. 150 Einwohnern.
Der Investitionsbedarf
für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 0,1 Mio. Euro, wobei diese Mittel für
Maßnahmen der Wasserverteilung geplant sind.

70
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Gemeinde Moritzburg
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Gemeinde Moritzburg ist in ihren Verwaltungsgrenzen eigenständiger Versorgungsraum. Die Gemeinde ist Mitglied
des Teilzweckverbandes Brockwitz-Rödern. Die Betriebsführung erfolgt durch einen privaten Dritten.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Gemeinde Moritzburg lebten im Jahr 2000 ca. 8,0 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
geringer Bevölkerungszuwachs erwartet. Der Anschlussgrad in der Gemeinde beträgt 99,8 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 durch Zuleitung aus dem Versorgungsgebiet HB Fuchsweg/WW
Rödern des Teilzweckverbandes Brockwitz-Rödern.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem gleich bleibenden Gesamtwasserbedarf gerechnet, wobei bei der Verbrauchergruppe
Bevölkerung/Kleingewerbe ein Anstieg des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird. Bei den Wasserverlusten wird
eine weitere Reduzierung angestrebt.
Die Wasserversorgung der Stadt wird auch zukünftig durch die Zuleitung aus dem Teilzweckverband Brockwitz-Rödern
gesichert.
Eine ausreichende Versorgungssicherheit ist durch die mögliche Erhöhung der Zuleitung gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
8,0
8,0
8,1
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
119
118
118
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
95 97 100
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 1,0 0,9 1,0
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
-
-
-
Zuleitungen gesamt
1,0
0,9
1,0
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
-
-
-
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0 0
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf die Rekonstruktion des
Ortsnetzes.
Der Investitionsbedarf
für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 0,1 Mio. Euro, wobei diese Mittel für
Maßnahmen der Wasserverteilung geplant sind.

71
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Stadt Meißen
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Stadt Meißen ist in ihren Verwaltungsgrenzen eigenständiger Versorgungsraum. Die Stadt ist Mitglied des
Teilzweckverbandes Brockwitz-Rödern. Sie bedient sich der Meißner Stadtwerke GmbH als Betriebsführer, dem auch
das Eigentum übertragen wurde.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Stadt Meißen lebten im Jahr 2000 ca. 29,8 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 eine
Bevölkerungsrückgang auf 29,0 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad in der Stadt betrug im Jahr 2000 99,9 % und
soll bis zum Jahr 2010 auf 100 % erhöht werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 durch Zuleitung vom Teilzweckverband Brockwitz-Rödern und zwar für
den rechtselbischen Teil der Stadt aus dem Versorgungsgebiet HB Fuchsweg/WW Rödern und für den linkselbischen
Teil aus dem Versorgungsgebiet WW Meißen-Siebeneichen.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem gleich bleibenden Gesamtwasserbedarf gerechnet, wobei bei der Verbrauchergruppe
Bevölkerung/Kleingewerbe ein leichter Anstieg des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird. Bei den Wasserverlusten
wird eine weitere Reduzierung angestrebt.
Die Wasserversorgung der Stadt wird bis zum Jahr 2010 weiterhin durch die Zuleitung aus dem Teilzweckverband
Brockwitz-Rödern gesichert. Infolge des Augusthochwassers 2002 und der Beeinträchtigung des WW Siebeneichen ist
die Möglichkeit der Versorgung ausschließlich über die rechtselbische Zuleitung zu untersuchen und eine Entscheidung
zu treffen. Die eventuell notwendigen Investitionen sind unter 5. noch nicht ausgewiesen.
Eine ausreichende Versorgungssicherheit ist durch die mögliche Erhöhung der Zuleitung gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
29,8
29,5
29,0
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
135
137
138
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
99 100 101
Wasserverbrauch/-bedarf 4,0 4,0 4,0
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
-
-
-
Zuleitungen gesamt
4,0
4,0
4,0
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
-
-
-
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0 0
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf die Behebung der
Hochwasserschäden aus dem Augusthochwasser 2002 und die Erweiterung des Ortsnetzes sowie die Rekonstruktion
des Hochbehälters Meißen-Plossen.
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich ohne die Behebung von Hochwasserschäden auf ca.
0,9 Mio. Euro, wobei diese Mittel für Maßnahmen der Wasserverteilung und -speicherung geplant sind.
Die Kosten zur Beseitigung der Hochwasserschäden betragen ca. 0,15 Mio. Euro.

72
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Gemeinde Weinböhla
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Gemeinde Weinböhla ist in ihren Verwaltungsgrenzen eigenständiger Versorgungsraum. Die Gemeinde ist Mitglied
des Teilzweckverbandes Brockwitz-Rödern. Die Betriebsführung erfolgt durch den Eigenbetrieb der Gemeinde.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Gemeinde Weinböhla lebten im Jahr 2000 ca. 10,1 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
geringer Bevölkerungszuwachs erwartet. Der Anschlussgrad in der Gemeinde betrug im Jahr 2000 98,6 % und soll bis
zum Jahr 2010 auf 99,8 % erhöht werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 durch Zuleitung aus dem Versorgungsgebiet HB Fuchsweg/WW
Rödern des Teilzweckverbandes Brockwitz-Rödern.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem gleich bleibenden Gesamtwasserbedarf gerechnet. Bei den Wasserverlusten wird eine
weitere Reduzierung angestrebt.
Die Wasserversorgung der Stadt wird auch zukünftig durch die Zuleitung aus dem Teilzweckverband Brockwitz-Rödern
gesichert.
Eine ausreichende Versorgungssicherheit ist durch die mögliche Erhöhung der Zuleitung gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
10,0
10,1
10,2
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
133
127
125
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
102 100 101
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 1,3 1,3 1,3
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
-
-
-
Zuleitungen gesamt
1,3
1,3
1,3
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
-
-
-
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0 0
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf die Rekonstruktion des
Ortsnetzes.
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 0,1 Mio. Euro,
wobei diese Mittel für
Maßnahmen der Wasserverteilung geplant sind.

73
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Stadt Coswig
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Stadt Coswig ist in ihren Verwaltungsgrenzen eigenständiger Versorgungsraum. Die Stadt ist Mitglied des
Teilzweckverbandes Brockwitz-Rödern. Die Betriebsführung wird durch den Eigenbetrieb Coswig (EWAC) realisiert.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Stadt Coswig lebten im Jahr 2000 ca. 24,9 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein leichter
Bevölkerungszuwachs erwartet. Der Anschlussgrad beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 durch Zuleitung aus dem Versorgungsgebiet HB Fuchsweg/WW
Rödern des Teilzweckverbandes Brockwitz-Rödern.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem geringen Anstieg des Gesamtwasserbedarfes gerechnet, wobei hauptsächlich bei der
Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe eine Erhöhung des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird. Bei den
Wasserverlusten wird eine weitere Reduzierung angestrebt.
Die Wasserversorgung der Stadt wird bis zum Jahr 2010 weiterhin durch die Zuleitung aus dem Teilzweckverband
Brockwitz-Rödern gesichert.
Eine ausreichende Versorgungssicherheit ist durch die mögliche Erhöhung der Zuleitung gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
24,9
25,0
25,0
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
126
128
130
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
98 100 102
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 3,1 3,2 3,3
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
-
-
-
Zuleitungen gesamt
3,1
3,2
3,3
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
-
-
-
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0 0
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf die Rekonstruktion des
Ortsnetzes.
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich ohne die Behebung von Hochwasserschäden auf ca.
0,1 Mio. Euro, wobei diese Mittel für Maßnahmen der Wasserverteilung geplant sind.
Die Kosten zur Beseitigung der Hochwasserschäden betragen ca. 0,01 Mio. Euro.

74
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Stadt Radebeul
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Stadt Radebeul ist in ihren Verwaltungsgrenzen eigenständiger Versorgungsraum. Die Stadt ist Mitglied des
Teilzweckverbandes Brockwitz-Rödern. Sie bedient sich der Wasserversorgung und Stadtentwässerung Radebeul
GmbH als Betriebsführer, dem auch das Eigentum übertragen wurde.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Stadt Radebeul lebten im Jahr 2000 ca. 32,1 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 eine gleich
bleibende Bevölkerungszahl erwartet. Der Anschlussgrad in der Stadt betrug im Jahr 2000 99,7 % und soll bis zum Jahr
2010 auf 99,9 % erhöht werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 durch Zuleitung aus dem Versorgungsgebiet HB Fuchsweg/WW
Rödern des Teilzweckverbandes Brockwitz-Rödern.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem gleich bleibenden Gesamtwasserbedarf gerechnet, wobei bei der Verbrauchergruppe
Bevölkerung/Kleingewerbe eine Anstieg des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird. Bei den Wasserverlusten wird
eine weitere Reduzierung angestrebt.
Die Wasserversorgung der Stadt wird weiterhin durch die Zuleitung aus dem Teilzweckverband Brockwitz-Rödern
gesichert.
Eine ausreichende Versorgungssicherheit ist durch die mögliche Erhöhung der Zuleitung gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
32,0
32,0
32,0
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
152
151
153
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
110 112 115
Wasserverbrauch/-bedarf 4,9 4,8 4,9
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
-
-
-
Zuleitungen gesamt
4,9
4,8
4,9
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
-
-
-
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0 0
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf die Rekonstruktion des
Ortsnetzes.
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 0,1 Mio. Euro, wobei diese Mittel für
Maßnahmen der Wasserverteilung geplant sind.

75
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Dresden
Wasserverband „Brockwitz-Rödern“
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband ist ein Zweckverband in Teilfunktion. Er wird nicht direkt gegenüber den Verbrauchern wirksam. Er beliefert
die Mitgliedsgemeinden Coswig, Diera-Zehren,
Ebersbach, Klipphausen, Meißen, Moritzburg, Niederau, Radebeul,
Radeburg, Taubenheim, Triebischtal und Weinböhla mit Trinkwasser.
Der Verband bedient sich der Wasserversorgung Brockwitz-Rödern GmbH als Betriebsführer, dem auch das Eigentum
übertragen wurde.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
Durch den Verband wurde im Jahr 2000 für ca. 131,5 T Einwohner Trinkwasser geliefert. Im Jahr 2010 soll durch den
Verband für 133,2 T Einwohner Trinkwasser bereitgestellt werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Der Wasserverband stellte im Jahr 2000 für seine Mitgliedsgemeinden 17,2 Tm³/d Trinkwasser zur Verfügung und gab
an sonstige Abnehmer 0,2 Tm³/d Trinkwasser ab. Von der abgegebenen Wassermenge wurden 15,7 Tm³/d aus sieben
eigenen Anlagen gewonnen und von der Stadt Dresden (DREWAG) 2,1 Tm³/d in den Wasserverband zugeleitet.
Bis zum Jahr 2010 wird der Verband mit vier eigenen Anlagen 9,9 Tm³/d und 14,6 Tm³/d Zuleitung (hauptsächlich aus
der Stadt Dresden) eine verfügbare Kapazität von 24,5 Tm³/d bereitstellen. Davon sollen 18,0 Tm³/d an die
Mitgliedsgemeinden und 0,4 Tm³/d an sonstige Abnehmer abgegeben werden.
Die verbandseigenen Anlagen stehen mit folgender mittlerer bilanzwirksamer Kapazität zur Verfügung:
WW Rödern 4,6 Tm³/d
WW Meißen-Siebeneichen
5,0 Tm³/d
WW Gauernitz-Wildberg 0,2 Tm³/d
Als Reservekapazität steht außerdem das WW Coswig 1 für den Bereich Radebeul/Coswig/Meißen zur Verfügung.
Bis zum Jahr 2008 sind Entscheidungen
zu treffen hinsichtlich des weiteren Einsatzes der Wasserwerkskapazität
Rödern (Notversorgung und/oder reduziertes Versorgungsgebiet – Raum Radeburg). Es sind Einspeisungsmöglichkeiten
aus dem ZV Riesa-Großenhain (WW Fichtenberg und Riesa-Göhlis), ZV Röderaue über den HB Wachberg und von der
Stadt Dresden (DREWAG) über den HB Fuchsweg zu prüfen.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
Die verfügbare Kapazität des Wasserverbandes garantiert im Planungszeitraum bis 2010 die Bedarfsdeckung der
Mitgliedsgemeinden mit einer ausreichenden Versorgungssicherheit.
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- die Behebung der Hochwasserschäden aus dem Augusthochwasser 2002
-
die Rekonstruktion von Hochbehältern
-
die Rekonstruktion von Fern- und Verbindungsleitungen
-
die Rekonstruktion der WW Rödern und Meißen-Siebeneichen , wobei bei beiden WW im Jahr 2002 erst
Variantenuntersuchungen zu Alternativen durchgeführt werden
Der Investitionsbedarf
für den Zeitraum 2000 bis 2010 beträgt ohne die Behebung von Hochwasserschäden ca. 14,8
Mio. Euro, wobei ca. 50 % der Mittel für Maßnahmen der Wasserverteilung und -speicherung geplant sind.
Die Kosten zur Beseitigung der Hochwasserschäden betragen ca. 3,2 Mio. Euro.

76
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Leipzig
Zweckverband Delitzsch-Rackwitzer Wasserversorgung - DERAWA
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt den westlichen Teil des Landkreises Delitzsch. Durch das Fernwasserversorgungssystem der
FEO und die örtlichen Versorgungsanlagen ist das Verbandsgebiet in zwei Druckzonen eingeteilt. Der Zweckverband
bedient sich der technischen Werke Delitzsch GmbH als Betriebsführer.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 54,8 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010 ein etwa gleich bleibender Bevölkerungsstand erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu ca. 68 % aus örtlichen Dargeboten und zu ca. 32 % durch
Zuleitungen aus der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem leichten Anstieg des Gesamtwasserbedarfes gerechnet, der sich hauptsächlich
in der
Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe abzeichnet. Bei den Wasserverlusten wird eine weitere Reduzierung
angestrebt.
Von den vorhandenen örtlichen Dargeboten werden zukünftig nur noch zwei Wasserwerke betrieben. Das Wasserwerk
Löbnitz wurde im Jahr 2000 stillgelegt.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
54,8
54,5
54,8
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
134
138
140
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
88 92 92
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 7,3 7,5 7,7
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
5,0
6,4
6,4
Zuleitungen Gesamt
2,3
3,4
3,4
davon Zultg. FWV
2,3
3,4
3,4
Ableitungen Gesamt
-
-
-
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
2,3 2,1
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Aufbau eines Ringschlusses der Trinkwasserleitung Storkwitz-Zaasch
- Anbindung von Schönwölkau an das WW Delitzsch
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 1,8 Mio. Euro, wobei diese Mittel für
Maßnahmen der Wasserverteilung (Rohrnetz) geplant sind.

77
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Leipzig
Zweckverband Eilenburg-Wurzen
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt den östlichen Teil des Landkreises Delitzsch, die Gemeinde Mockrehna im Kreis Torgau-Oschatz
und den nördlichen Teil des Muldentalkreises. Das Territorium des Verbandes ist in 24 Versorgungsgebiete aufgeteilt.
Davon werden zehn Versorgungsgebiete ausschließlich durch Fernwasser, neun Versorgungsgebiete ausschließlich
durch örtliche Dargebote und fünf Versorgungsgebiete sowohl durch Fernwasser als auch durch örtliche Dargebote
versorgt.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 100,1 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010 ein Bevölkerungsrückgang auf 99,6 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu ca. 55 % aus örtlichen Dargeboten und zu 45 % durch Zuleitung
von Trinkwasser aus der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz und sonstige Zuleitungen.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem gleich bleibenden Gesamtwasserbedarf gerechnet. Diese Tendenz wird in allen
Verbrauchergruppen erwartet. Bei den Wasserverlusten wird eine weitere Reduzierung erwartet.
Von den derzeit 11 betriebenen Wasserwerken werden im Jahr 2010 noch sieben Anlagen in Betrieb sein. Die
Wasserbedarfsdeckung wird dann zu ca. 77 % durch Zuleitung von Fernwasser realisiert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
101,1
101,1
99,6
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
126
127
126
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
88 85 86
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 12,7 12,8 12,5
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
7,0
9,3
9,3
Zuleitungen Gesamt
5,9
11,3
11,0
davon Zultg. FWV
5,3
9,7
9,7
Ableitungen Gesamt
0,2
0,5
0,5
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
7,3 7,3
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Behebung der Hochwasserschäden aus dem Augusthochwasser 2002
- Sanierung und Neubau von Fernwasseranschlussleitungen
- Ortsnetzerneuerungen
- Bau von Verbindungsleitungen zwischen den Versorgungsgebieten
- Sanierung von Wassergewinnungs- und -aufbereitungsanlagen
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 ohne Behebung der Hochwasserschäden beläuft sich auf ca.
10 Mio. Euro, wobei ca. 69 % der Mittel ausschließlich für Maßnahmen der Wasserverteilung (Rohrnetz) geplant sind.
Die Kosten zur Beseitigung der Hochwasserschäden betragen etwa 1,3 Mio. Euro (Leitungen,
Pumpstationen v. a. im
Stadtgebiet Eilenburg).

78
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Leipzig
Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Torgau-Westelbien
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt linkselbisch den nördlichen Teil des Landkreises Torgau-Oschatz außer der Gemeinde
Mockrehna. Das Territorium des Verbandes ist in 6 Versorgungsgebiete aufgeteilt. Davon werden drei
Versorgungsgebiete ausschließlich durch Fernwasser, ein Versorgungsgebiet ausschließlich durch örtliche Dargebote
und zwei Versorgungsgebiete sowohl durch Fernwasser als auch durch örtliche Dargebote versorgt.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 43,4 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010 ein Bevölkerungsrückgang auf 41,1 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu ca. 37 % aus örtlichen Dargeboten und zu 73 % durch Zuleitung
von Trinkwasser aus der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz und sonstige Zuleitungen.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem steigenden Gesamtwasserbedarf gerechnet, wobei hauptsächlich eine Erhöhung des
spezifischen Bedarfes
der Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe erwartet wird. Bei den Wasserverlusten wird
eine weitere Reduzierung erwartet.
Von den verbandseigenen drei Wasserwerken wird bis zum Jahr 2010 eine Anlage endgültig und eine Anlage
vorübergehend wegen Sanierung
stillgelegt. Die Wasserbedarfsdeckung wird dann zu ca. über 90 % durch Zuleitung von
Fernwasser realisiert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
43,4
41,4
41,1
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
143
147
147
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
81 89 91
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 6,2 6,1 6,0
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
2,3
2,0
1,6
Zuleitungen Gesamt
4,5
6,1
6,1
davon Zultg. FWV
4,3
5,8
5,8
Ableitungen Gesamt
0,6
0,8
0,8
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
1,2 0,9
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Sanierung der zwei Wasseraufbereitungsanlagen
- Ortsnetzerneuerungen
- Sanierung von Hochbehältern
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 3,4 Mio. Euro, wobei ca. 58
% der Mittel
ausschließlich für Maßnahmen der Wasserverteilung (Rohrnetz) geplant sind.

79
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Leipzig
Zweckverband Beilrode-Arzberg
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt die Gemeinden Beilrode, Arzberg, Großtreben-Zwethau und den Ortsteil Graditz der Gemeinde
Torgau im rechtselbischen Teil des Landkreises Torgau-Oschatz. Er stellt ein in sich abgeschlossenes
Versorgungsgebiet dar. Eigentümer und Betreiber ist derzeit die VIA Dortmund (Fondsbetreibermodell).
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 8,0 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010 ein leichter Bevölkerungsrückgang auf 7,8 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet beträgt
100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 über den ZV Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Torgau-
Westelbien mit Fernwasser vom WW Torgau-Ost und durch eine geringfügige Zuleitung vom WW Köllitzsch.
Bis zum Jahr 2010 wird eine Erhöhung des Gesamtwasserbedarfes erwartet, die hauptsächlich aus der Erhöhung des
spezifischen Bedarfes der Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe resultiert.
Bis zum Jahr 2010 erfolgt
die Wasserbedarfsdeckung ausschließlich durch Zuleitung von Fernwasser über den ZV
Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Torgau-Westelbien
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
8,0
7,9
7,8
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
85
92
97
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
64 70 75
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 0,7 0,7 0,8
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
-
-
-
Zuleitungen Gesamt
0,7
1,1
1,0
davon Zultg. FWV
0,6
1,0
1,0
Ableitungen Gesamt
-
-
-
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0,4 0,2
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Sanierung der Dükerleitung für die Fernwasserzuleitung
- Ortsnetzerneuerungen
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 1,8 Mio. Euro, wobei diese Mittel
ausschließlich für Maßnahmen der Wasserverteilung (Rohrnetz) geplant sind.

80
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Leipzig
ZV Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Leipzig Land und die Stadt Leipzig
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband und die Stadt Leipzig bedienen sich der Kommunalen Wasserwerke Leipzig GmbH (KWL) als
Betriebsführung. Die KWL versorgen die Stadt Leipzig und das Leipziger Umland. Das Territorium ist in 10
Versorgungsgebiete aufgeteilt. Davon werden zwei Versorgungsgebiete ausschließlich durch Fernwasser, sechs
Versorgungsgebiet ausschließlich durch örtliche Dargebote und zwei Versorgungsgebiete sowohl durch Fernwasser als
auch durch örtliche Dargebote versorgt. Das Eigentum wurde an die KWL übertragen.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Stadt Leipzig und in den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 590,2 T Einwohner. Laut
Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein Bevölkerungszuwachs auf 596,6 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im
Verbandsgebiet beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu ca. 66 % aus örtlichen Dargeboten und zu 34 % durch Zuleitung
von Trinkwasser aus der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz und sonstige Zuleitungen.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem rückläufigen Gesamtwasserbedarf gerechnet, wobei insbesondere eine Reduzierung
des spezifischen Bedarfes der Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe erwartet wird. Bei den Wasserverlusten
wird eine weitere Reduzierung angestrebt.
Bis zum Jahr 2010 soll die Wasserversorgung durch fünf eigene Wasserwerke und Zuleitung von der
Fernwasserversorgung
FEO gesichert werden. Bei Ausfall eigener Wasserwerke kann die Versorgung durch eine höhere
Fernwassereinspeisung abgesichert werden.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
590,2
603,9
596,6
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
161
134
122
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
97 80 75
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 95,0 80,9 72,8
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
64,0
117,9
117,4
Zuleitungen Gesamt
32,5
35,4
35,4
davon Zultg. FWV
32,4
35,3
35,3
Ableitungen Gesamt
1,5
2,4
2,4
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
70,0 77,6
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Behebung der Hochwasserschäden aus dem Augusthochwasser 2002
- Sanierungsarbeiten in den Wasserwerken Naunhof I und Canitz
- Rohrnetzerneuerungen
- Ertüchtigung und Neuverlegung von Verbindungsleitungen
- Realisierung des Ringschlusses der Südleitung
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 ohne Behebung der Hochwasserschäden beläuft sich auf ca.
36,3 Mio. Euro, wobei ca. 71 % der Mittel ausschließlich für Maßnahmen der Wasserverteilung (Rohrnetz) geplant sind.
Die Kosten zur Beseitigung der Hochwasserschäden betragen etwa 0,4 Mio. Euro (WW im Muldegebiet).

81
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Leipzig
Zweckverband Wasserversorgung Bornaer Land
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt den Südraum des Kreises Leipziger Land und einige Gemeindeteile des Muldentalkreises. Das
Territorium des Verbandes ist in sechs Versorgungsgebiete aufgeteilt. Davon werden zwei Versorgungsgebiete
ausschließlich durch Fernwasser, ein Versorgungsgebiet ausschließlich durch örtliche Dargebote und drei
Versorgungsgebiete sowohl durch Fernwasser als auch durch örtliche Dargebote versorgt.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 75,0 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010 ein Bevölkerungsrückgang auf 72,7 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu ca. 37 % aus örtlichen Dargeboten und zu 63 % durch Zuleitung
von Trinkwasser aus der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz und sonstige Zuleitungen.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem sinkenden Gesamtwasserbedarf gerechnet, wobei für die Verbrauchergruppe
Bevölkerung/Kleingewerbe eine Erhöhung erwartet wird. Bei den Wasserverlusten wird eine weitere Reduzierung
angestrebt.
Die Wasserversorgung wird bis zum Jahr 2010 durch drei verbandseigene Wasserwerke und Zuleitung von Fernwasser
realisiert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
75,0
73,6
72,7
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
168
162
166
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
90 100 101
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 12,6 12,0 12,1
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
5,9
8,2
8,2
Zuleitungen Gesamt
7,9
11,7
11,7
davon Zultg. FWV
6,8
10,3
10,3
Ableitungen Gesamt
1,2
1,5
1,5
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
6,4 6,3
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Rohrnetzerneuerung
- Sanierung von Speicher- und Verteilungsanlagen
- Sanierung von Wassergewinnungsanlagen
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 beläuft sich auf ca. 15,4 Mio. Euro, wobei ca. 45% der Mittel für
Maßnahmen der Wasserförderung, -speicherung und -verteilung geplant sind.

82
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Leipzig
Versorgungsverband Grimma-Geithain
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt den mittleren und südlichen Teil des Muldentalkreises sowie den südöstlichen Teil des Kreises
Leipziger Land. Das Territorium des Verbandes ist in vier Versorgungsgebiete
aufgeteilt. Diese werden fast
ausschließlich durch örtliche Dargebote und geringfügige Zuleitungen von anderen Aufgabenträgern versorgt. Der
Verband bedient sich der OEWA Wasser und Abwasser GmbH als Betriebsführer. Das Eigentum wurde an die
Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain übertragen.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 86,8 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010 ein Bevölkerungsrückgang auf 83,3 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet betrug im Jahr
2000 99,7 % und soll bis zum Jahr 2010 100 % erreichen.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 fast ausschließlich aus örtlichen Dargeboten
Bis zum Jahr 2010 wird
mit einem sinkenden Gesamtwasserbedarf gerechnet, wobei hauptsächlich bei der
Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe ein Rückgang des spezifischen Wasserbedarfes erwartet wird.
Die Wasserversorgung wird bis zum Jahr 2010 durch sieben verbandseigene Anlagen und geringfügige Zuleitungen von
anderen Aufgabenträgern realisiert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
86,6
84,6
83,3
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
138
140
136
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
93 88 87
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 11,9 11,8 11,4
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
11,7
14,7
14,6
Zuleitungen gesamt
0,5
0,2
0,1
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
0,3
0,5
0,5
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
2,6 2,8
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Behebung der Hochwasserschäden aus dem Augusthochwasser 2002
- Rohrnetzerneuerung
- Anschlussprogramm an das neue WW Grimma
- Bau der Verbindungsleitung zur Ablösung der WW Großbothen I und II und Schönach
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum
2000 bis 2010 ohne Behebung der Hochwasserschäden beläuft sich auf ca. 8,7
Mio. Euro, wobei ca. 70 % der Mittel für Maßnahmen der Wasserförderung, -speicherung und -verteilung geplant sind.
Die Kosten zur Beseitigung der Hochwasserschäden betragen etwa 0,7 Mio. Euro (Leitungen, Pumpstationen v. a. im
Stadtgebiet Grimma).

83
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Leipzig
Wasserverband Döbeln-Oschatz
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Der Verband versorgt den Landkreis Döbeln und den südlichen Teil des Landkreises Torgau-Oschatz. Das Territorium
des Verbandes ist in 17 Versorgungsgebiete aufgeteilt, die ausschließlich durch örtliche Dargebote versorgt werden. Der
Verband bedient sich der OEWA Wasser- und Abwasser GmbH als Betriebsführer. Das Eigentum wurde der Döbeln-
Oschatzer Wasserwirtschaft GmbH übertragen.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In den Gemeinden des Zweckverbandes lebten im Jahr 2000 ca. 124,9 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr
2010 ein Bevölkerungsrückgang auf 122,7 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad im Verbandsgebiet beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 ausschließlich aus örtlichen Dargeboten.
Bis zum Jahr 2010 wird mit einem leichten
Anstieg des Gesamtwasserbedarf gerechnet, wobei hauptsächlich eine
Erhöhung des spezifischen Bedarfes der Verbrauchergruppe Bevölkerung/Kleingewerbe erwartet wird.
Im Verbandsgebiet wird die Wasserversorgung bis 2010 weiterhin ausschließlich durch örtliche Dargebote realisiert. Das
WW Oschatz I sowie zwei kleinere Wasserwerke werden stillgelegt. In den Jahren 2002/2003 wird dafür das neue
Wasserwerk Oschatz II/Großböhla als Ersatz für das WW Oschatz I errichtet.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
124,9
124,5
122,7
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
143
148
146
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
92 93 94
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 17,9 18,4 17,9
Ist-Abgabe/ verfügbare Kapazität
17,9
30,5
30,2
Zuleitungen Gesamt
-
-
-
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
-
0,3
0,3
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
11,8 12,0
5.
Maßnahmen / Investitionen
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung auf:
- Behebung der Hochwasserschäden aus dem Augusthochwasser 2002
- Neubau Wasserwerk Oschatz II/Großböhla
- Sanierung und Neubau im Rohrnetz
- Sanierung von Behältern und Pumpwerken
Der Investitionsbedarf für den Zeitraum 2000 bis 2010 ohne Behebung der Hochwasserschäden beläuft sich auf ca.
19,4 Mio. Euro, wobei die Mittel zum größten Teil für Maßnahmen der Wasserverteilung, -speicherung und -förderung
geplant sind.
Die Kosten zur Beseitigung der Hochwasserschäden betragen etwa 1,5 Mio. Euro (Leitungen, Pumpstationen und kleine
Wasserwerke im Muldegebiet).

84
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Leipzig
Stadt Naunhof
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Stadt Naunhof ist in ihren Verwaltungsgrenzen eigenständiger Versorgungsraum. Die Stadt bedient sich des
Eigenbetriebes Naunhof als Betriebsführer.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
In der Stadt Naunhof lebten im Jahr 2000 ca. 8,8 T Einwohner. Laut Prognose wird bis zum Jahr 2010 ein
Bevölkerungsanstieg auf 9,2 T Einwohner erwartet. Der Anschlussgrad beträgt 100 %.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die Wasserbedarfsdeckung erfolgte im Jahr 2000 zu 20 % aus örtlichen Dargeboten und zu 80 % durch Zuleitung von
Trinkwasser von anderen Zweckverbänden.
Bis zum Jahr 2010 wird in etwa mit einem gleichbleibenden Gesamtwasserbedarf gerechnet. Diese Tendenz wird in
allen Verbrauchergruppen erwartet.
Das Wasserwerk Ammelshain als örtliches Dargebot wurde stillgelegt. Die Wasserbedarfsdeckung wird in Zukunft
ausschließlich durch Zuleitung von anderen Aufgabenträgern, hauptsächlich von den Kommunalen Wasserwerken
Leipzig realisiert.
Mit der ausgewiesenen positiven Bilanz ist eine ausreichende Versorgungssicherheit gegeben.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
2000* 2005 2010
Versorgte Einwohner [TE]
8,8
9,1
9,2
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf ges. [l/E.d]
119
122
120
Spezif. Wasserverbrauch/-bedarf
Bevölkerung/Kleingewerbe [l/E.d]
88 87 87
Mittlere Verhältnisse in Tm³/d
Wasserverbrauch/-bedarf 1,0 1,1 1,1
Ist-Abgabe/verfügbare Kapazität
0,2
-
-
Zuleitungen Gesamt
0,8
1,6
1,5
davon Zultg. FWV
-
-
-
Ableitungen Gesamt
-
-
-
Bilanz
* für das Jahr 2000
Ist-Werte
0,5 0,4
5.
Maßnahmen / Investitionen
Im Bereich der Stadt Naunhof sind bis zum Jahr 2010 keine nennenswerten Investitionsmaßnahmen zur Sicherung der
Wasserversorgung geplant.

85
Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung
Regierungsbezirk Chemnitz
Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH (FEO)
1. Versorgungsräume / Versorgungsgebiete
Die Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH umfasst ein Versorgungsgebiet von ca. 9000 km² in den Ländern
Sachsen und Sachsen-Anhalt und geringfügig Thüringen.
Im Freistaat Sachsen versorgt die FEO als überregionales Wasserversorgungssystem die Stadt Leipzig sowie Verbände
und Großabnehmer in den Landkreisen Leipziger Land, Delitzsch, Torgau-Oschatz und im Muldentalkreis.
2.
Einwohner / Anschlussgrad
Im Regierungsbezirk Leipzig wurden im Jahr 2000 ca. 310 T Einwohner mit Fernwasser versorgt. Im Jahr 2010 sollen
ca. 330 T Einwohner über das Fernwasserversorgungssystem versorgt werden.
3.
Wasserbedarf / Kapazitäten
Die FEO hat im Jahr 2000 81 Tm³/d Fernwasser an die Zweckverbände im Regierungsbezirk Leipzig abgegeben. Das
entsprach einer Inanspruchnahme von ca. 40 % der tatsächlichen verfügbaren Kapazitäten
Die FEO bedient sich zur Abgabe von Fernwasser im Bereich des Freistaates Sachsen der Wasserwerke:
mittlere verfügbare Kapazität
Torgau-Ost 120,0 Tm³/d
Mockritz
70,0 Tm³/d
Kossa
16,5 Tm³/d
Zur Wasserbedarfsdeckung und Gewährleistung der Versorgungssicherheit im Regierungsbezirk Leipzig ist für das
Jahr
2010 eine Abgabe der FEO an die regionalen Aufgabenträger in Höhe von 62 Tm³/d geplant.
Die verfügbare Kapazität der Fernwasserversorgungsanlagen wird im Jahr 2010 ca. 206 Tm³/d betragen.
4. Wasserbedarfsdeckungsbilanz
Die verfügbare Kapazität der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH garantiert im Planungszeitraum bis 2010
quantitativ und qualitativ die Bedarfsdeckung mit Fernwasser im Regierungsbezirk Leipzig.
5.
Maßnahmen / Investitionen
Ausgehend von der prognostischen Fernwasserbilanz sind bis zum Jahr 2010 ohne Behebung der Hochwasserschäden
keine bedeutenden Investitionsmaßnahmen für Erweiterung von Gewinnungs- und Aufbereitungsanlagen sowie
qualitätssichernde Maßnahmen notwendig.
Grundlegende Erneuerungs- bzw. Sanierungsmaßnahmen im Leitungsnetz sind aus derzeitiger Sicht nicht notwendig.
Die Kosten zur Beseitigung von Hochwasserschäden betragen etwa 1,2 Mio. Euro ( Elbwasserwerke Torgau-Ost und
Mockritz).

86
5 Literaturverzeichnis
LANDESTALSPERRENVERWALTUNG DES FREISTAATES
SACHSEN (2001): Jahresbericht 2000 über die
Eigenüberwachung der Stauanlagen der
Landestalsperrenverwaltung - Pirna.
R
EGIERUNGSPRÄSIDIUM CHEMNITZ (2002): Plan
Öffentliche Wasserversorgung Regierungsbezirk
Chemnitz 2001-2010 – Chemnitz.