Heft 23 – 2019
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Zum gleichen Zeitpunkt tritt die Prüfungsordnung für die
Durchführung von Zwischen- und Abschlussprüfungen
für den Ausbildungsberuf Verwaltungsfachangestellter/
Verwaltungsfachangestellte in der Fassung vom 01. Feb-
ruar 2007 außer Kraft.
Bundesministerium für
Verkehr und digitale Infrastruktur
Im Auftrag
Ludwig Kern
(VkBl. 2019 S. 806)
Nr. 161 Richtlinie für die Anerkennung der
Eignung einer Stelle für die Schulung
in Erster Hilfe im Sinne des § 68 der
Fahrerlaubnis-Verordnung
Bonn, den 04. November 2019
StV11/7324.5/30
Im Benehmen mit den für das Fahrerlaubniswesen zu-
ständigen obersten Landesbehörden gebe ich die Richt-
linie für die Anerkennung der Eignung einer Stelle für die
Schulung in Erster Hilfe im Sinne des §
68
der Fahrerlaub-
nis-Verordnung neu bekannt. Diese Richtlinie ersetzt die
bisherige Richtlinie für die Anerkennung der Eignung einer
Stelle für die Schulung in Erster Hilfe im Sinne des §
68
der
Fahrerlaubnis-Verordnung vom 20.
Oktober
2015
(VkBl. S. 680).
Bundesministerium für
Verkehr und digitale Infrastruktur
Im Auftrag
Renate Bartelt-Lehrfeld
Richtlinie für die Anerkennung der Eignung einer
Stelle für die Schulung in Erster Hilfe im Sinne des
§ 68 der Fahrerlaubnis-Verordnung
Vom 4. November 2019
I.
Nach § 68 der Fahrerlaubnis-Verordnung bedürfen Stel-
len, die Schulungen in Erster Hilfe für den Erwerb einer
Fahrerlaubnis durchführen, der amtlichen Anerkennung
durch die für das Fahrerlaubniswesen oder das Gesund-
heitswesen zuständige oberste Landesbehörde oder
durch die von ihr bestimmte oder nach Landesrecht zu-
ständige Stelle.
Ziel des Anerkennungsverfahrens ist es, die Qualität und
die Einheitlichkeit der Schulungen sicherzustellen.
II.
1. Lehrplan
Die Schulung hat sich nach einem Lehrplan zu rich-
ten, der für die Lehrkräfte hinsichtlich Inhalt, Durch-
führung der praktischen Demonstrationen und Übun-
gen sowie Mindestzeitmaß verbindlich ist.
Im Lehrplan sind Aussagen zu dem Gesamtlernziel,
der Organisation und der Gliederung der Schulung zu
treffen. Die einzelnen Abschnitte beinhalten Folgen-
des:
• Teillernziel,
• Methoden,
Medien, Visualisierung,
benötigte Materialien,
• genaue
Beschreibung der Erste-Hilfe-Maßnah-
men, gegebenenfalls
• Praxisanleitung,
Hintergrundinformationen für die Lehrkraft,
Erfolgskontrolle.
2. Inhalt und Durchführung der Schulung
Die Schulung hat nach Inhalt und Umfang sowie in
methodisch-didaktischer Hinsicht mindestens dem
Standard zu entsprechen, der in sachlicher Überein-
stimmung mit den in der Bundesarbeitsgemeinschaft
Erste Hilfe vertretenen Hilfsorganisationen und unter
Berücksichtigung von Empfehlungen des Deutschen
Beirates für Erste Hilfe und Wiederbelebung bei der
Bundesärztekammer in den jeweils aktuellen Lehrplä-
nen und Leitfäden zum Erste-Hilfe-Lehrgang festge-
legt ist.
Der Teilnehmer soll nach Abschluss der Schulung
bereit und in der Lage sein, unter besonderer Beach-
tung des Eigenschutzes, Erste Hilfe – auch unter Ver-
wendung einfacher Hilfsmittel z. B. aus dem Kfz.-Ver-
bandkasten (DIN 13164) – durchzuführen.
2.1 Schulungsinhalte
Die Schulungsinhalte sind den Teilnehmern durch
theoretischen Unterricht, durch Demonstration und
durch Üben so zu vermitteln, dass die Teilnehmer
Erste Hilfe leisten können. Eine Durchführung des
theoretischen Unterrichts unter Verwendung von ein-
zelnen Elementen am PC oder Notebook unter Be-
gleitung der Lehrkraft ist möglich.
Lernziele, theoretische und praktische Inhalte für
die Schulung in Erster Hilfe
1
Zielsetzung
Die Teilnehmer können grundsätzliche Maßnahmen
bei Notfallsituationen nach anerkannten und gelten-
den Standards systematisch anwenden. Die Vermitt-
lung erfolgt praxisnah und kompetenzorientiert. Die
Maßnahmen sollten im Gesamtablauf unter Ein-
schluss der psychischen Betreuung der vom Notfall
betroffenen Personen geübt werden.
1
A
D = Ausbilderdemonstration. Die Maßnahme wird von der Lehrkraft
demonstriert und erläutert sowie gegebenenfalls von einzelnen Teil-
nehmern geübt. TÜ = Teilnehmerübungen. Die Maßnahme wird von
der Lehrkraft demonstriert und erläutert sowie grundsätzlich von
allen Teilnehmern bis zur sicheren Beherrschung (insbesondere
durch zielgruppenorientierte Fallbeispiele) geübt. Die Maßnahmen
sollen grundsätzlich im Gesamtablauf sowie jeweils auch unter Ein-
schluss der psychischen Betreuung geübt werden.
Auszug aus dem Verkehrsblatt Amtlicher Teil

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Die Teilnehmer sollen
eigene Sicherheit/eigenes Schutzverhalten be-
herrschen; z.
B. Absichern einer Unfallstelle vor-
nehmen können
den Notruf absetzen können
Rettung aus einem Gefahrenbereich inklusive
Straßenverkehr kennen
• Maßnahmen zur psychischen Betreuung und
zum Wärmeerhalt durchführen können
die Wundversorgung mit vorhandenen Verband-
mitteln durchführen und bei Besonderheiten
(Fremdkörper in Wunden, Nasenbluten, Amputa-
tionsverletzungen, Verbrennungen, Verätzungen)
die ggf. notwendigen ergänzenden Maßnahmen
ergreifen können
• bedrohliche Blutungen erkennen und entspre-
chende Maßnahmen durchführen können
Maßnahmen
bei Knochenbrüchen und Gelenk-
verletzungen durchführen können
die Kontrolle des Bewusstseins durchführen kön-
nen und Gefahren der Bewusstlosigkeit kennen
die
Kontrolle der Atmung durchführen können
und Gefahren bei Atemstillstand kennen
die Seitenlage durchführen können
die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen
können
den Einsatz eines Automatisierten Externen De-
fibrillators (AED) kennen
die Helmabnahme beim bewusstlosen Motorrad-
fahrer kennen
• hirnbedingte Störungen erkennen und entspre-
chende Maßnahmen bei Schlaganfall und Krampf-
anfall durchführen können
Atemstörungen erkennen und entsprechende
Maßnahmen bei Atemwegsverlegungen und
Asthma bronchiale durchführen können
• kreislaufbedingte Störungen erkennen und ent-
sprechende Maßnahmen bei Herzinfarkt und
Stromunfällen durchführen können
Temperaturbedingte Störungen erkennen und
versorgen können
Vergiftungen erkennen und versorgen können
über das Thema „Organspende“ informiert wer-
den
Praktische Inhalte
Rettung aus dem Gefahrenbereich (AD)
Absetzen des Notrufes (im Rahmen eines Fall-
beispiels)
Maßnahmen zur psychischen Betreuung und des
Wärmeerhalts (im Rahmen eines Fallbeispiels)
• Wundversorgung mit Verbandmitteln aus dem
Verbandkasten durchführen (TÜ)
Druckverband am Arm (TÜ)
• Maßnahmen zur Schockvorbeugung/-bekämp-
fung (im Rahmen eines Fallbeispiels)
Ruhigstellung bei Knochenbrüchen und Gelenk-
verletzungen mit einfachen Hilfsmitteln (TÜ)
Handhabung einer Kälte-Sofortkompresse (AD)
Feststellen des Bewusstseins (TÜ)
Feststellen der Atemfunktion (TÜ)
Seitenlage
(TÜ)
Wiederbelebung
(TÜ)
• Einbindung des AED in den Ablauf der Wieder-
belebung (AD)
Abnehmen des Helmes durch zwei Helfer (AD)
• Lagerungsarten – atemerleichternde Lagerung,
Oberkörperhochlagerung (TÜ)
• Entfernen von Fremdkörpern aus den Atemwe-
gen (AD)
2.2 Dauer der Schulung
Die Schulung umfasst mindestens 9 Unterrichtsein-
heiten von jeweils mindestens 45 Minuten Dauer. Ins-
gesamt sind mindestens drei Pausen vorzusehen,
deren Gesamtdauer mindestens 45 Minuten beträgt.
2.3 Teilnehmerzahl
Die Teilnehmerzahl darf 20 Personen nicht überstei-
gen.
Bei einer Teilnehmerzahl ab 15 Personen muss neben
dem Ausbilder in jeder Schulung ein Ausbildungshel-
fer zur Verfügung stehen.
3.
Sachliche Voraussetzungen
3.1
Schulungsräume
Der Antragsteller muss nachweisen, dass er über ei-
nen Schulungsraum verfügt, in dem theoretischer
Unterricht, praktische Demonstrationen und Übun-
gen in Erster Hilfe durchgeführt werden können. Die
maximal zulässige Anzahl der Teilnehmer ergibt sich
neben der Bestimmung nach Nummer
2.3 aus der
Grundfläche des Raumes (10
m² Demonstrationsflä-
che + 2
m² pro Teilnehmer). Im Übrigen müssen die
Voraussetzungen
der Arbeitsstättenverordnung er-
füllt sein.
3.2 Lehrmittel
Es müssen die notwendigen Unterrichtsmittel, insbe-
sondere Demonstrations- und Übungsmaterialien
sowie geeignete Medien vollzählig und funktions-
tüchtig zur Verfügung stehen.
Das Demonstrations- und Übungsmaterial, insbeson-
dere die Geräte zum Üben der Atemspende und der
Herzdruckmassage, unterliegen besonderen Anforde-
rungen der Hygiene und müssen nachweislich, gege-
benenfalls nach jeder Anwendung, desinfiziert werden.
Es müssen mindestens folgende Demonstrations-
und Übungsmaterialien vorhanden sein:
Auszug aus dem Verkehrsblatt Amtlicher Teil

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Verbandkasten nach DIN 13164
Decke
• Übungsgeräte zur Wiederbelebung (2 je Schu-
lung)
AED-Demonstrations-/Trainingsgerät (1 je Schu-
lung)
Auswechselbare Gesichtsmasken (je Teilnehmer)
Integralhelm für Motorradfahrer
Rettungsdecke
Schere nach DIN 58279-B190
Verbandtuch nach DIN 13152-A
Dreiecktuch (1 je Teilnehmer)
• Verbandpäckchen nach DIN 13151 M (1 je Teil-
nehmer)
Wundauflage-Kompresse (1 je Teilnehmer)
Wundschnellverband nach DIN 13019 (1 je Teil-
nehmer)
Einmalhandschuhe nach DIN EN 455-1/455-2 (1
Paar je Teilnehmer)
Fixierbinde nach DIN 61634 – PB 6 (1 je Teilneh-
mer)
Kälte-Sofortkompresse Fläche mind. 200 cm³
Warndreieck
Warnweste
3.3 Teilnehmerunterlagen
Jedem Teilnehmer an einer Schulung ist eine Infor-
mationsschrift über die Lehrinhalte auszuhändigen.
4.
Antragsteller und Lehrkräfte
Der Antragsteller muss nachweisen, dass er selbst
zur Schulung befähigt ist oder über befähigte Lehr-
kräfte in ausreichender Zahl verfügt.
Die Befähigung ist gegeben, wenn die Lehrkraft durch
Vorlage entsprechend gültiger Bescheinigungen
nachweist, dass sie über die erforderliche medizi-
nisch-fachliche und pädagogische Qualifikation ver-
fügt.
Folgende Anforderungen gelten für Lehrkräfte, die für
die Durchführung der Schulung in Erster Hilfe einge-
setzt werden sollen:
4.1. Persönliche Voraussetzungen
Mindestalter: 18 Jahre
• Beherrschung der deutschen Sprache in der
schriftlichen und gesprochenen Form (analog zu
§ 2 FahrlG).
4.2. Medizinisch-fachliche Qualifikation
Notfallmedizinische, sanitätsdienstliche Ausbildung:
mindestens Erste-Hilfe-Schulung und Sanitätsaus-
bildung mit dokumentierter Prüfung (mindestens 48
Unterrichtseinheiten); die ärztliche Approbation wird
als Qualifikation und dauerhafte Fortbildung aner-
kannt.
4.3
Pädagogische Qualifikation
Lehrkräfteschulung bei einer Stelle, deren Eignung
zur Aus- und Fortbildung von Lehrkräften in der Ers-
ten Hilfe (Multiplikatorenschulung) durch einen Unfall-
versicherungsträger nach der Unfallverhütungsvor-
schrift über Grundsätze der Prävention festgestellt
wurde, im Umfang von mindestens 56 Unterrichtsein-
heiten mit Prüfung.
Inhalte:
Themenbereich I: Grundlagen der Methodik und Di-
daktik (mindestens 24 Unterrichtseinheiten)
Die Rolle der Lehrkraft
Grundlagen der Didaktik
Kommunikation
Visualisieren und Präsentieren
Die Gruppe
Seminarstrukturierung
– Weiterentwicklung
Themenbereich II: Fachdidaktische Umsetzung Erste
Hilfe (mindestens 32 Unterrichtseinheiten)
– Unterrichtsbeispiele
Lehrprogrammbezogene
Einweisung Unfallver-
sicherungsträger
– Prüfung
Ein abgeschlossenes pädagogisches oder medizini-
sches Studium kann zum Teil auf die pädagogische
Qualifikation angerechnet werden. Es ist jedoch min-
destens eine entsprechende lehrprogrammbezogene
Einweisung im Umfang von 16 Unterrichtseinheiten
zu absolvieren.
4.4
Medizinisch-fachliche und pädagogische Fortbil-
dung
Die Lehrkräfte müssen mindestens alle drei Jahre im
Umfang von mindestens 16 Unterrichtseinheiten (8
Unterrichtseinheiten medizinisch-fachlich, 8 Unter-
richtseinheiten pädagogisch) auf die Inhalte der Ers-
te-Hilfe-Schulung bezogen, bei einer in Nummer
4.3
genannten Stelle fortgebildet werden.
4.5
Haftpflichtversicherung
Der Antragsteller hat nachzuweisen, dass er eine
Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat, die even-
tuelle Personen- und Sachschäden, die im Zusam-
menhang mit der Erste-Hilfe-Schulung stehen, ab-
deckt.
5. Dokumentation
Die anerkannte Stelle hat über die durchgeführten
Schulungen eine Dokumentation gemäß den Mustern
der Anlagen 1 und 2 zu führen. Diese Dokumentation
ist fünf Jahre aufzubewahren und auf Anforderung
der Anerkennungs- bzw. Aufsichtsbehörde vorzule-
Auszug aus dem Verkehrsblatt Amtlicher Teil

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gen. Die Teilnehmerdaten dürfen lediglich für die Do-
kumentation der Schulungsteilnahme verwendet wer-
den. Eine andere Verwendung oder Weitergabe an
Dritte ist nicht zulässig.
Ferner ist das Absolvieren der Lehrkräfteschulung
sowie die regelmäßige Fortbildung sachgerecht zu
dokumentieren und der Anerkennungsbehörde auf
Anforderung vorzulegen.
6. Teilnahmebescheinigung
Jedem Teilnehmer ist eine Teilnahmebescheinigung
gemäß dem Muster der Anlage
3 auszuhändigen. Die
Bescheinigung darf jeweils nur erteilt werden, wenn
die
Lehrkraft die Überzeugung gewonnen hat, dass
der Teilnehmer nach regelmäßigem Besuch die er-
forderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt.
7. Anerkennung (Unterlagen, Inhalt, Befristung,
Rücknahme und Widerruf der Anerkennung)
Die schulende Stelle muss Gewähr dafür bieten, dass
die erforderliche Zuverlässigkeit in der Zusammen-
arbeit mit der anerkennenden Stelle sichergestellt ist.
Jede Änderung einer Voraussetzung, die der Aner-
kennung zu Grunde liegt, ist unverzüglich der aner-
kennenden Stelle anzuzeigen.
7.1 Unterlagen
Dem Antrag auf Anerkennung sind insbesondere fol-
gende Unterlagen beizufügen:
a)
Lehrplan nach Nummer 1 für 9 Unterrichtseinheiten
b) Übersicht der Lehrmittel nach Nummer 3.2
c)
Bescheinigungen über die Qualifikation der Lehr-
kräfte nach Nummer 4
d) Bei Zweifeln an der Befähigung einer Lehrkraft
kann angeordnet werden, dass ein Gutachten
des zuständigen Gesundheitsamtes oder einer
anderen geeigneten Stelle darüber beigebracht
wird, ob die Lehrkraft für befähigt gehalten wird.
e)
Nachweis geeigneter Räumlichkeiten nach Num-
mer 3.1
Auf Verlangen der Anerkennungsbehörde: Gutachten
einer fachlich geeigneten Stelle oder Person zur Fra-
ge, ob die Voraussetzungen für die Anerkennung ge-
geben sind.
7.2 Inhalt
In dem Anerkennungsbescheid sind die Lehrkräfte,
deren Befähigung nachgewiesen worden ist, nament-
lich anzugeben. Der Inhaber der Anerkennung darf
die Schulung nur durch Lehrkräfte durchführen las-
sen, die im Anerkennungsbescheid angegeben sind.
Die Schulung darf nur in den im Anerkennungsbe-
scheid aufgeführten Räumen durchgeführt werden.
7.3 Befristung
Die Anerkennung soll auf längstens drei Jahre erteilt
werden. Sie wird auf Antrag um längstens drei Jahre
verlängert, wenn alle Voraussetzungen für die Aner-
kennung weiterhin bestehen. Die weitere Befähigung
der Lehrkräfte ist als erbracht anzusehen, wenn
die
Lehrkräfte durch Vorlage einer entsprechenden
Bescheinigung nachweisen, dass sie an einer Fort-
bildung nach Nummer 4.4 teilgenommen haben. Be-
stehen bei den Lehrkräften trotz Vorlage der entspre-
chenden Bescheinigung Zweifel an der Befähigung,
so ist anzuordnen dass ein Gutachten des zuständi-
gen Gesundheitsamtes oder einer geeigneten Stelle
darüber beigebracht wird, ob die Lehrkräfte weiterhin
für befähigt gehalten werden, die Schulung in Erster
Hilfe durchzuführen.
7.4 Rücknahme
Die Anerkennung ist zurückzunehmen, wenn bei ihrer
Erteilung eine der Anerkennungsvoraussetzungen
nicht vorgelegen hat. Die Anerkennungsbehörde
kann von der Rücknahme absehen, wenn der Mangel
nicht mehr besteht.
7.5 Widerruf
Die Anerkennung ist zu widerrufen, wenn nachträg-
lich eine der Anerkennungsvoraussetzungen wegge-
fallen ist. Sie ist insbesondere zu widerrufen, wenn
Schulungen durch Personen, die nicht im Anerken-
nungsbescheid angegeben sind oder ohne die not-
wendigen Lehrmittel für den theoretischen Unterricht
oder für die praktischen Übungen oder entgegen dem
Lehrplan oder in nicht anerkannten Räumen durch-
geführt worden sind.
8. Auflagen
Der Anerkennungsbescheid kann u. a. mit Auflagen
hinsichtlich der Aufsicht, der Dokumentationspflich-
ten und der Mitteilung von Schulungsterminen ver-
sehen werden.
Auszug aus dem Verkehrsblatt Amtlicher Teil

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Anlage 1
Nummer oder Datum der Schulung:
Dokumentation
einer Schulung in Erster Hilfe
im Sinne des § 68 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV)
Angaben zur Ausbildungsstelle (Name, Anschrift):
Anerkannt nach § 68 FeV durch:
AZ:
Angaben zur Erste-Hilfe-Schulung:
Datum:
Uhrzeit: von
Uhr bis
Uhr
Name der Lehrkraft:
Ggf. Name des Ausbildungshelfers:
Schulungsort:
Anzahl der Teilnehmenden:
(entspricht der Anzahl der Teilnehmerdatenblätter als Anlage)
Alle Teilnehmenden sind mit Namen, Vornamen, Geburtsdatum, Anschrift und Unterschrift auf einzelnen Teilnehmer-
datenblättern zu erfassen.
Diese Dokumentation mit den Teilnehmerdatenblättern ist fünf Jahre aufzubewahren und auf Anforderung der Anerken-
nungsbehörde vorzulegen.
Für die Richtigkeit der Angaben:
Datum
Unterschrift Lehrkraft
Stempel der Ausbildungsstelle
Auszug aus dem Verkehrsblatt Amtlicher Teil

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Anlage 2
Nummer oder Datum der Schulung:
Ausbildungsstelle (Name, Anschrift):
oder
Stempel
Teilnehmerdatenblatt
Anlage zur Dokumentation einer Schulung in Erster Hilfe
im Sinne des § 68 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV)
Angaben zum Teilnehmenden:
Name:
Vorname:
Geburtsdatum:
Anschrift:
Straße, Hausnummer
PLZ, Ort
Die Angaben werden für die Dokumentation der Erste-Hilfe-Schulung erfasst und dienen zur Erstellung der Teilnahme-
bescheinigung.
Sie werden fünf Jahre aufbewahrt und können auf Anforderung der Anerkennungsbehörde vorgelegt werden.
Eine andere Verwendung oder Weitergabe an Dritte ist nicht zulässig.
Datum
Unterschrift des Teilnehmenden
Auszug aus dem Verkehrsblatt Amtlicher Teil

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VkBl. Amtlicher Teil
Anlage 3
Bescheinigung über die Teilnahme
an einer Schulung in Erster Hilfe
zur Vorlage bei der Fahrerlaubnisbehörde
Herrn/Frau
geb. am
Name Vorname
hat am (Datum)
in der Zeit von
Uhr bis
Uhr
in
,
Stadt
Straße/Hausnummer
unter der Leitung von
Name/Vorname Lehrgangsleiter (in Druckbuchstaben)
an einer Schulung in Erster Hilfe mit 9 Unterrichtseinheiten teilgenommen.
Informationsschrift wurde ausgehändigt: Ja
Nein
Name der Ausbildungsstelle:
Stempel der Ausbildungsstelle:
Anerkannt am:
durch (Behörde):
Aktenzeichen:
,
Ort Datum
Unterschrift Lehrgangsleiter
(VkBl. 2019 S. 812)
Auszug aus dem Verkehrsblatt Amtlicher Teil