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SACHSEN
Impftermine unter
0800 089 9089
sachsen.impfterminvergabe.de
Informationen zur Corona-Schutzimpfung
für Beschäftigte in der Pflege, Eingliederungshilfe
sowie Kinder- und Jugendhilfe

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ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Die in Deutschland verfügbaren COVID-19-Impfstoffe durchlaufen ein zentra-
lisiertes Zulassungsverfahren, koordiniert von der Europäischen Arzneimittel-
agentur EMA und bewertet von den Expertinnen und Experten der nationalen
Arzneimittelbehörden, z. B. dem Paul-Ehrlich-Institut. Eine Zulassung der
COVID-19-Impfstoffe wird unter Beachtung aller Bestimmungen, die für die
Zulassung eines Impfstoffs in der Europäischen Union gelten, erteilt. Voraus-
setzung ist ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis. Vor dem Einsatz der Impf-
stoffe prüft das Paul-Ehrlich-Institut deren Qualität, Wirksamkeit und Sicher-
heit und bestätigt diese mit der staatlichen Chargenfreigabe.
Momentan sind in Deutschland vier Impfstoffe zugelassen:
1. Ein mRNA-Impfstoff des deutschen Unternehmens BioNTech in Koope-
ration mit dem Pfizer-Konzern – Comirnaty (BNT162b2). Dieser wurde am
21. Dezember 2020 von der Europäischen Kommission zugelassen.
Die STIKO empfiehlt diesen Impfstoff ab 16 Jahren.
2. Ein mRNA-Impfstoff der US-Firma Moderna – Moderna (mRNA-1273).
Die Zulassung erfolgte am 6. Januar 2021.
Die STIKO empfiehlt diesen Impfstoff ab 18 Jahren.
3. Ein vektorbasierter Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens Astra-
Zeneca – AstraZeneca (AZD1222). Die Zulassung erfolgte am 29. Januar 2021.
Die STIKO empfiehlt diesen Impfstoff ab Vollendung des 60. Lebensjahres.
4. Ein vektorbasierter Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson. Die
Zulassung erfolgte am 11. März.
Die STIKO empfiehlt diesen Impfstoff ab Vollendung des 60. Lebensjahres.
WICHTIG:
Auch nach der Impfung gilt weiterhin die Einhaltung der
AHA+L+A-Regelungen! (Abstand halten, Hygienemaßnahmen beachten, Alltag
mit Maske, regelmäßiges Lüften und die App zur Coronawarnung benutzen.)
In Deutschland gibt es keine Impfpflicht. Aber es ist dringend zu empfehlen,
sich impfen zu lassen. Eine Impfung bietet einen guten individuellen Schutz.

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DIE WICHTIGSTEN ANLAUFSTELLEN
Weitere Informationen zur Corona-Schutzimpfung für Beschäftigte in
der Pflege finden Sie unter:
pflegenetzwerk-deutschland.de/corona/corona-schutzimpfung
Aktuelle Informationen des Sächsischen Staatsministeriums für
Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt:
coronavirus.sachsen.de/coronaschutzimpfung.html
Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA):
impfen-info.de
Weitere aktuelle Hinweise und Fachinformationen bieten auch
folgende Behörden und Institute an:
rki.de/covid-19-impfen
pei.de/coronavirus
In der kostenlosen STIKO-App des Robert Koch-Instituts finden Sie
Antworten auf Fragen rund um individuelle Impfberatung:
stiko-web-app.de
Zur Teilnahme an der Befragung zur Verträglichkeit der COVID-19-
Impfstoffe nutzen Sie bitte die
SafeVac 2.0-App
des Paul-Ehrlich-Instituts
(im Apple App Store oder Google Play Store) oder die folgende Website:
nebenwirkungen.bund.de
Ein ärztliches Expertinnen- und Expertenteam im Paul-Ehrlich-
Institut beantwortet Fragen von medizinischen Fachkräften zur
Arzneimittelsicherheit (E-Mail:
pharmakovigilanz@pei.de
,
Telefon 06103-770, Montag bis Freitag von 9:00 bis 16:00 Uhr)

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Wie und wann?
Das Wichtigste in Kürze
Entsprechend der Fachinformation zu den Impfstoffen sollte die
Impfung bei Personen mit akuter, schwerer fieberhafter Erkrankung
verschoben werden.
Blutgerinnungshemmende Medikamente (Marcumar, ASS etc.) müssen
nicht abgesetzt oder pausiert werden. Halten Sie dazu im Zweifel Rück-
sprache mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten.
Personen, die eine labordiagnostisch gesicherte Infektion mit SARS-
CoV-2 durchgemacht haben, sollten aufgrund ihrer damit einhergehenden
Immunität sowie in Anbetracht des bestehenden Impfstoffmangels laut
STIKO etwa 6 Monate nach Genesung geimpft werden.
Das Personal der Impfteams sollte möglichst selbst gegen COVID-19
geimpft sein und die infektionshygienischen Verhaltensregeln beachten
(Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung [PSA], bestehend aus
Schutzkittel, Einweghandschuhen, Atemschutzmaske [FFP2] und
Schutzbrille).
Eine zweite Impfstoffdosis sollte in einem Mindestabstand von:
BioNTech: 3-6 Wochen
Moderna: 4-6 Wochen
AstraZeneca: 9-12 Wochen
verabreicht werden. Bei dem Vakzin von Johnson & Johnson ist eine
Impfdosis ausreichend, um vollständig vor Covid-19 geschützt zu sein.

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Was müssen Beschäftigte in der Pflege, Eingliederungshilfe
sowie Kinder- und Jugendhilfe beachten
Impfungen sind nicht beschränkt auf bisher COVID-19-freie Einrichtungen,
sondern werden auch dort durchgeführt, wo einzelne COVID-19-Fälle in
der jüngeren Vergangenheit aufgetreten sind bzw. aktuell vorliegen.
Bereits nach der 1. Impfstoffdosis bildet sich ein erster Impfschutz aus,
sodass insbesondere bei verzögert verlaufenden COVID-19-Ausbrüchen
bei einem Teil der Geimpften eine Erkrankung verhindert bzw. abge-
mildert werden kann. Darüber hinaus gibt es keine Hinweise, dass die
Impfung bei Personen mit durchgemachter Infektion bzw. bei asymp-
tomatischen oder präsymptomatischen Patientinnen und Patienten
eine nachteilige Wirkung hat.
Auch Sie als Pflegekraft, Vertrauensperson, Ansprechpartnerin und
Ansprechpartner für Patientinnen und Patienten und pflegebedürftige
Menschen sowie deren Angehörige, Betreuerinnen und Betreuer sind in
Ihrem Arbeitsumfeld einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Dies
gilt ebenso für Sie als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter in der Eingliede-
rungshilfe sowie Kinder- und Jugendhilfe. Deshalb ist es wichtig, dass
Sie sich impfen lassen.
Sie können entsprechend Ihrer Expertise Vertrauen für die Impfung schaffen.
Suchen Sie als Mitarbeitende und Mitarbeitender eines Krankenhauses
oder einer Einrichtung selbst das Gespräch über die Corona-Schutz-
impfung mit den hilfe- und pflegebedürftigen Menschen und Patientin-
nen und Patienten, die Sie versorgen und/oder betreuen. Das baut bei
den zu impfenden Personen die Hemmschwelle ab.
Nur gemeinsam und in Solidarität aller Bürgerinnen und Bürger gelingt
uns eine Normalisierung unseres Alltags.

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HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN –
UND ANTWORTEN
Gründe für eine Impfung
Wussten Sie, dass das Risiko, schwer zu erkranken oder zu versterben, bei COVID-19
sehr viel größer ist als bei einer Grippeerkrankung?
Gerade ältere Menschen, aber auch Personen mit Vorerkrankungen haben ein erhöh-
tes Risiko, schwer zu erkranken.
Die Impfung bietet den bestmöglichen Schutz vor der Erkrankung und möglichen Folgen.
Man mindert das Risiko einer Übertragung, indem man selbst nicht krank wird; zudem
wird die Wahrscheinlichkeit reduziert, dass sich über Husten/Schnupfen das SARS-
CoV-2-Virus verbreiten kann. Eine gegen COVID-19 geimpfte Person wird nach einem
Kontakt mit SARS-CoV-2 mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erkranken.
Durch eine Impfung werden individuelle Beschränkungen aufgehoben (Testpflichten,
Kontakt-, Sport- und Reisebeschränkungen).
Erst wenn ca. 70 % der Bevölkerung immun sind, wird die Übertragung von SARS-
CoV-2 so sehr verringert, dass diese Pandemie vorübergeht. Leisten auch Sie Ihren
Beitrag dazu.
Warum sollte ich mich gegen COVID-19 überhaupt impfen lassen?
Welche Impfstoffe gibt es?
Die Impfstoffe beruhen auf dem Prinzip der „aktiven Immunisierung“. Dem Körper
werden Teile (Antigene) oder ein Bauplan für Antigene des Covid-19-Erregers prä-
sentiert, woraufhin das Immunsystem Antikörper produziert. Die unterschiedlichen
Impfstoffe nutzen dabei verschiedene Antigenteile und Ansätze.
mRNA (Boten-Ribonukleinsäure) ist die „Bauanleitung“ für jedes einzelne Eiweiß des
Körpers und ist nicht mit der Erbinformation – der DNA – zu verwechseln. In mRNA-
Impfstoffen gegen COVID-19 ist eine „Bauanleitung“ für einen Baustein des Virus, das so-
genannte Spikeprotein, enthalten. Die nach der Impfung gebildeten Spikeproteine werden
vom Immunsystem als Fremdeiweiße erkannt, dadurch werden spezifische Abwehrzellen
aktiviert. mRNA-Impfstoffe sind die Vakzine von BioNTech/Pfizer und Moderna.
Vektorbasierte Impfstoffe enthalten für den Menschen harmlose Erreger, die Vektoren. In
diese wurde ein Gen eingebaut, das den Bauplan für das bereits erwähnte Spikeprotein ent-
hält. Zu dieser Impfstoffart gehören die Vakzine von AstraZeneca sowie Johnson & Johnson.

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Wie oft muss ich
mich impfen lassen?
Für einen vollständigen Impf-
schutz müssen Sie sich zwei
Mal impfen lassen.
Bei einer Impfung mit dem
Vakzin von Johnson & Johnson
ist eine Dosis ausreichend.
Nein. Der Impfstoff von BioN-
Tech/Pfizer wird zwar bei -90
bis -60 °C aufbewahrt, kurz vor
der Impfung wird er aber auf-
getaut und in Kochsalzlösung,
die bei normaler Kühlschrank-
oder Raumtemperatur gelagert
wird, aufgenommen.
Der Moderna-Impfstoff wird
bei -25 °C bis -15 °C auf-
bewahrt und kurz vor der
Impfung aufgetaut.
Das Vakzin von AstraZeneca und
auch das von Johnson & Johnson
wird bei 2 bis 8 °C aufbewahrt.
Wird der Impfstoff mit -70 °C
in den Körper gespritzt?
Was passiert, wenn ich den zweiten
Impftermin nicht wahrnehmen kann?
Die zweite Impfstoffdosis
sollte in einem bestimmten
Zeitraum verabreicht werden.
Wenn Sie einen Termin nicht
einhalten können, sagen Sie
bitte Ihrem Impfzentrum oder
Hausarzt rechtzeitig Bescheid.
Durchführung der Impfung
Muss ich vor der Impfung einen
COVID-19-Test machen lassen?
Nein, das ist nicht notwendig,
solange Sie keine Symptome
aufweisen.
Die Verträglichkeit der Impfung
wird durch eine akute Infektion
nicht negativ beeinflusst.
Die Impfung erfolgt freiwillig
und es wird in Deutschland
keine Impfpflicht gegen
COVID-19 geben.
Nach aktuellem Stand kann eine
Arbeitgeberin oder ein Arbeit-
geber keine Impfung verlangen.
Unabhängig davon ist eine
Impfung jedoch sehr ratsam,
um sich selbst und die Gemein-
schaft bestmöglich zu schützen.
Gibt es eine Impfpflicht?
Kann mich meine Arbeitgeberin oder
mein Arbeitgeber zur Impfung zwingen?

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Die Verfügbarkeit des Impf-
stoffs spielt eine wichtige Rolle.
Bei der Auswahl werden die
Empfehlungen der Ständigen
Impfkommission und die Vor-
gaben der Zulassung berück-
sichtigt, z. B. hinsichtlich der zu
impfenden Patientengruppen.
Die Impfstoffe von AstraZeneca
sowie Johnson & Johnson sind
für Personen ab 60 Jahren emp-
fohlen, priorisierten Patienten-
gruppen in der Altersgruppe
werden also vorrangig diese
Impfstoffe angeboten.
Bei unter 60-Jährigen ist eine
Impfung mit dem Vakzin von
AstraZeneca oder Johnson &
Johnson möglich, wenn die Ärztin
bzw. der Arzt und die Patientin
bzw. der Patient zustimmen.
Welchen Impfstoff bekomme ich?
Verteilung und Priorisierung des Impfstoffes
Die COVID-19-Impfungen werden aktuell von den Impfzentren der Länder
und der impfenden Ärztinnen- und Ärzteschaft durchgeführt.
Sie erhalten direkt einen Impftermin über die Impfterminvergabe oder
können sich von einem mobilen Impfteam impfen lassen, wenn dies von
Ihrem Impfzentrum angeboten wird.
Ärztinnen- und Arztpraxen werden ebenfalls in die Impfkampagne einbezogen.
Ich arbeite bei einem ambulanten Pflegedienst. Wann werde ich geimpft?
Kann ich mich von mobilen Impfteams impfen lassen?
Kann ich mich impfen lassen,
wenn ich Covid-19 schon hatte?
Es ist davon auszugehen, dass
man nach einer COVID-19-
Erkrankung bis zu einem halben
Jahr immun ist. Eine Impfung ist
deshalb erstmal nicht notwendig.
Bei einer unbemerkt durch-
gemachten Infektion ist eine
Impfung jedoch nicht schädlich.
Die Impfung mit dem Vakzin von
BioNTech/Pfizer wird für Kinder
und Jugendliche zwischen 12
und 17 Jahren ohne Vorerkran-
kungen derzeit nicht allgemein
empfohlen, ist aber nach
ärztlicher Aufklärung und bei
individueller Risikoakzeptanz der
zu impfenden Person bzw. deren
Sorgeberechtigten möglich.
Ich bin Pflegeschülerin oder
Pflegeschüler und noch minderjährig.

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Wie wurden die Impfstoffe getestet,
die nun zugelassen sind?
Wie jeder Impfstoff wurden sie in
drei verschiedenen Phasen getestet.
Teilgenommen haben bis zu 30.000
Probanden. Die Phasen fanden nicht
nacheinander statt, wie sonst, sondern
überlappend bis gleichzeitig. Dadurch
und mithilfe eines reduzierten Verwal-
tungsaufwands konnte der Zulas-
sungsprozess beschleunigt werden.
Nach der Zulassung wird in Phase 4
weiter durch Studien überprüft, ob die
Impfstoffe sicher und wirksam sind.
Wo kann ich
Nebenwirkungen melden?
Nebenwirkungen melden Sie direkt
an Ihre Hausärztin bzw. Ihren Haus-
arzt oder in der Apotheke. Für die
Bewertung der Nebenwirkungen,
eine mögliche Diagnose und Folge-
behandlung sind diese weiterhin
Ihre Ansprechpartner, auch wenn
sie Sie nicht geimpft haben.
Verdachtsfälle zu Nebenwirkungen
werden sehr ernst genommen und
es wird so schnell wie möglich auf-
geklärt, ob es sich um eine zufällig in
zeitlichem Zusammenhang auftre-
tende Reaktion oder eine tatsäch-
liche Nebenwirkung handelt. Gerne
können Sie Nebenwirkungen auch
noch zusätzlich beim Paul-Ehrlich-
Institut über die Website
www.nebenwirkungen.bund.de
oder
über die
SafeVac 2.0-App
(die App
des Paul-Ehrlich-Instituts) melden.
Sicherheit des Impfstoffes
In die Impfstoffstudien werden mehrere
zehntausend Personen einbezogen.
Schwerwiegende Nebenwirkungen sind
bisher nicht gehäuft aufgetreten.
Impfreaktionen können z. B. stärkere
Kopfschmerzen, Glieder- und Gelenk-
schmerzen, lokale Einstichschmerzen
am Arm, Müdigkeit oder grippeähnliche
Symptome umfassen, die i. d. R. inner-
halb von zwei Tagen verschwinden.
Diese Symptome sind ein gutes
Zeichen dafür, dass Ihr Immunsystem
Antikörper entwickelt.
In Deutschland werden nur Impf-
stoffe genehmigt, die sehr strenge
Sicherheitsstandards erfüllen und
umfangreichen klinischen Prüfungen
unterzogen wurden.
Es finden weiterhin Untersuchungen
statt, um weitere Informationen
zur Sicherheit des Impfstoffs (z. B.
Auftreten seltener unerwünschter
Wirkungen) nach Anwendung in
größeren Bevölkerungsgruppen zu
erhalten.
AstraZeneca unterlag einer zusätzlichen
Prüfung, nachdem einige Fälle seltener
Hirnvenen-Thrombosen in Zusammen-
hang mit einer Impfung gestanden
hatten. Die Vorteile des Impfstoffs
bei der Bekämpfung von COVID-19
überwiegen weiterhin das Risiko von
Nebenwirkungen, weshalb der Impf-
stoff wieder zugelassen und für über
60-Jährige empfohlen wurde.
Sind die Impfstoffe überhaupt sicher?
Sind Nebenwirkungen zu erwarten?

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Ich habe Angst vor Impfschäden!
Die Schutzimpfung gibt Hoffnung auf
einen sicheren und effektiven Schutz
vor einer COVID-19-Erkrankung.
Das Risiko, Schäden durch die Erkran-
kung davonzutragen, ist viel höher.
Wieso konnte die Entwicklung so schnell gehen?
Durch ähnliche Viren wissen die Forscherinnen und Forscher bereits viel über SARS-CoV-2.
Das lieferte relativ schnell eine gute Grundlage für die Entwicklung des COVID-19-Impfstoffes.
Darüber hinaus haben Forscherinnen und Forscher weltweit gleichzeitig daran gearbeitet,
ihre aktuellen Ergebnisse miteinander geteilt und an die Prüfbehörden weitergegeben. So
ein globales wissenschaftliches Zusammenwirken gab es vor dieser Pandemie noch nie.
Trotzdem wurden keine Prüfschritte weggelassen. Es wurde parallel an mehreren
Prüfschritten und generell stärker zusammengearbeitet.
Die zugelassenen COVID-19-Impfstoffe haben in klinischen Studien vor der Zulas-
sung Wirksamkeit und gute Verträglichkeit gezeigt.
Stimmt es, dass in den Impfstoffen
Mikrochips drin sind?
Solche Annahmen sind Verschwö-
rungsmythen, keine Tatsachen.
Die Forschung am Impfstoff wird
von Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftlern durchgeführt. Ihr
Ziel ist die Entwicklung eines guten
Schutzimpfstoffs gegen COVID-19.
Können mRNA-Impfstoffe
unsere Gene beeinflussen?
mRNA-Impfstoffe können nicht in
DNA umgebaut werden und haben
damit keinen Einfluss auf unsere Gene.
DNA und mRNA – das klingt zwar
ähnlich, ist aber etwas ganz anderes.
Wenn Sie einen mRNA-Impfstoff
bekommen, dann reagiert Ihr Körper,
indem er Proteine herstellt, auf die
Ihr Immunsystem wiederum mit der
Bildung von Antikörpern antwortet,
was für Sie dann den Schutz vor
dem eigentlichen Virus bedeutet.
Gibt es Hinweise darauf,
dass die COVID-19-Impfstoffe
Unfruchtbarkeit auslösen?
Nein. In den umfangreichen klinischen
Prüfungen gibt es keine Hinweise auf
das Auftreten von Unfruchtbarkeit.
Gibt es Hinweise darauf, dass die
COVID-19-Impfstoffe Autoimmun-
erkrankungen auslösen?
Nein. Die klinischen Studien geben
keine Hinweise darauf.
Gleichwohl wird die Sicherheit der
Impfstoffe weiter überwacht.

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Können sich vollständig
Geimpfte noch infizieren und
andere anstecken?
Die Impfung erzeugt keine
sterilisierende Immunität.
Es bleibt bei allen Impfstoffen
ein gewisses Risiko, dass man
trotzdem mit sehr geringen Vi-
rusmengen besiedelt sein kann.
Dementsprechend gering
ist auch die Gefahr der An-
steckung anderer.
Muss ich die Impfung
selbst bezahlen?
Die Impfung ist für Sie kostenfrei.
Kann ich nach der Impfung
auf Abstandsregelung und
Mund-Nasen-Schutz
verzichten?
Der Impfschutz greift circa
zwei bis drei Wochen nach der
zweiten Impfung – und auch
danach sind Sie weiterhin auf-
gefordert, die AHA-Regelungen
einzuhalten.
Trotz Immunität können Sie
möglicherweise noch Überträ-
gerin oder Überträger sein, die
Regelungen gelten vorerst also
weiterhin, zum Schutz aller.
Allgemeine Fragen
Wie wirksam sind die
COVID-19-Impfstoffe?
Nach derzeitigem Kenntnis-
stand bieten die Impfstoffe
eine hohe Wirksamkeit.
Die Wahrscheinlichkeit, an
COVID-19 zu erkranken, war
bei den geimpften Perso-
nen um rund 94-95 Prozent
(BioNTech/Moderna) bzw. bis
zu 70 Prozent (AstraZeneca)
geringer als bei den Placebo-
geimpften Teilnehmerinnen
und Teilnehmern. Johnson &
Johnson hat eine Wirksamkeit
von ca. 65 Prozent.
Wie lange der Impfschutz an-
hält, ist noch nicht bekannt.
Muss ich Urlaub nehmen, wenn
ich während der Arbeitszeit einen
Impftermin bekommen habe?
Die COVID-19-Impfung ist
eine freiwillige Impfung.
Die Arbeitgeberin oder der
Arbeitgeber ist nicht dazu
verpflichtet, das Impfen als
Arbeitszeit anzuerkennen.
Ob Sie sich während der
Arbeitszeit impfen lassen
können, müssen Sie frühzeitig
mit Ihrer Arbeitgeberin oder
Ihrem Arbeitgeber klären.

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Redaktionsschluss:
06/2021