Wir über uns
Das Gesetz über das Mess- und Eichwesen (Eichgesetz) enthält die Ermächtigung, für
Messgeräte, an deren Messsicherheit ein öffentliches Interesse besteht, die Eichpflicht
vorzuschreiben. Eichpflichtige Messgeräte müssen eichfähig sein, die Prüfung und
Stempelung (Eichung) bzw. Kennzeichnung erfolgt gemäß der Eichordnung. Die am
häufigsten vorkommenden dieser eichpflichtigen Messgeräte sind: Wasserzähler, Gaszähler,
Elektrizitätszähler (Stromzähler), Wärmezähler, Waagen, Zapfsäulen und Tankwagen für
Heizöl. In Sachsen ist der Staatsbetrieb für Mess- und Eichwesen (SME) für das Prüfen,
Eichen und auch Kalibrieren dieser Messgeräte, aber auch für die Überwachung von
Medizinprodukten, medizinischen Laboratorien und Fertigpackungen zuständig. Zu seinen
Aufgaben gehört auch die Zulassung und Kontrolle von Instandsetzungsbetrieben und
staatlich anerkannten Prüfstellen.
Der Staatsbetrieb überwacht durch Nachschau die Gültigkeit der Eichung von im
geschäftlichen und amtlichen Verkehr verwendeten Messgeräten. Als besondere
Serviceleistung für Messgerätebesitzer und deren Kunden bietet der Staatsbetrieb die
Eichgarantie an. Außerdem kann jeder von einem Messergebnis Betroffene bei Zweifeln eine
Befundprüfung des Messgerätes beantragen, um feststellen zu lassen, ob Fehlergrenzen
eingehalten werden und das Messgerät den sonstigen Anforderungen entspricht.
Im Februar 2007 wurde die Europäische Messgeräterichtlinie (MID) in nationales Recht
umgesetzt und dabei gleichzeitig unter Wahrung der Schutzfunktionen ein systemischer
Umbruch vom staatlichen Messwesen hin zu einem weitgehend auf Selbstverantwortung der
Wirtschaft basierenden Qualitätssicherungssystem angestrebt.