Bundesanzeiger
Name
Bereich
Information
V.-Datum
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland-Gesellschaft mit beschränk ter Haftung
Bonn
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009
17.01.2011
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
Bonn
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009
Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH, Bonn („KAH Bonn“) soll geistige und kulturelle
Entwicklungen sichtbar machen, insbesondere durch Ausstellungen nationalen und internationalen Ranges, die von der Kunst- und
Ausstellungshalle veranstaltet oder übernommen werden. In diesem Zusammenhang verfolgt die Gesellschaft ausschließlich
gemeinnützige Zwecke.
1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft
Im Geschäftsjahr 2009 lag der Schwerpunkt der Tätigkeiten der KAH Bonn im Bereich der Vorbereitung und Durchführung von
dreizehn Ausstellungen, wovon zwei Ausstellungen bereits in 2008 eröffnet wurden. Im Einzelnen waren dies folgende Ausstellungen:
• Rom und die Barbaren – Europa zur Zeit der Völkerwanderung (22. August 2008 bis 11. Januar 2009)
• Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans – Legenden, Klöster und Paradiese (21. November 2008 bis 15. März 2009)
• 19. Bundeswettbewerb 2009 - Kunststudentinnen und Kunststudenten stellen aus (13. Februar bis 15. März 2009)
• Tschechische Fotografie des 20. Jahrhunderts (13. März bis 26. Juli 2009)
• Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans - Legenden, Klöster und Paradiese (9. April bis 10. August 2009 im Martin-Gropius-
Bau, Berlin)
• Gipfeltreffen der Moderne - Das Kunstmuseum Winterthur - Die Großen Sammlungen (24. April bis 23. August 2009)
• Amedeo Modigliani (17. April bis 30. August 2009)
• Mara Eggert – Theater der Bilder (17. Juli bis 4. Oktober 2009)
• James Cook und die Entdeckung der Südsee (28. August 2009 bis 28. Februar 2010)
• Markus Lüpertz - Hauptwege und Nebenwege - Eine Retrospektive. Bilder und Skulpturen von 1963 bis 2009 (9. Oktober 2009 bis
17. Januar 2010)
• Projekt Bundeskunsthalle - 20 Jahre Grundsteinlegung (18. Oktober 2009 bis 3. Januar 2010)
• Arno Fischer – Retrospektive (5. November 2009 bis 3. Januar 2010)
• Kunst aus Bonner Schulen - Eine Ausstellung im Rahmen des XXV. Festivals Bonner Schulkultur (29. November bis 20. Dezember
2009)
Neben den ausstellungsbegleitenden Programmen der KAH Bonn wurde wie im Vorjahr ein weiteres Veranstaltungsprogramm
präsentiert. Die Ausstellungshalle bot den würdigen Rahmen für zahlreiche Gastspiele in den Bereichen Musik, Tanz, Theater, Medien
und zahlreiche Fremdveranstaltungen von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden.
Folgende Veranstaltungen wurden im Jahr 2009 durchgeführt (Auswahl):
• Lesung im Forum der Reihe Weltliteratur Live: Homers "Ilias" 23. Januar 2009
• Voraufführung, Faustspuren 29. Januar 2009
• Status Quo Vadis? Wie verträgt sich öffentliche Kulturförderung mit zeitgemäßen Museen und Ausstellungshäusern? 5. Februar 2009
• Talkin’ Jazz – Till Brönner trifft Jim Rakete 20. Februar 2009
• Talkin’ Jazz – Till Brönner trifft Maria João 21. März 2009
• Irish Spring 24. März 2009
• Ars Vitalis - Fahrenheiten 18. April 2009
• Akkordeonale 2009 29. April 2009
• Wasser taucht nie auf – Musiktheater im Forum 9. Mai 2009
• Museumsmeilenfest 2009 21. – 24. Mai 2009

• Space Sounds 29. Mai 2009
• Jazz and Bluestime, Doldingers Passport ft. Majid Bekkas 30. Mai 2009
• Lesung im Forum der Reihe Weltliteratur Live: "The Book of Me" 18. Juni 2009
• Talkin’ Jazz – Till Brönner trifft James Last 26. Juni 2009
• GA-Sommergarten: Jazz und Swing auf dem Dachgarten – Rod Mason 5. Juli 2009
• GA-Sommergarten: Jazz und Swing auf dem Dachgarten – Jazz Connection 19. Juli 2009
• GA-Sommergarten: Jazz und Swing auf dem Dachgarten – Trevor Richards und die British New Orleans all Stars 2. August 2009
• GA-Sommergarten: Jazz und Swing auf dem Dachgarten - Letitia y su Rumbadana 23. August 2009
• Talkin’ Jazz – Till Brönner trifft Biréli Lagrène 11. September 2009
• Schlagzeugfestival im Forum – Drums Summit III 25. – 27. September 2009
• Kabarett im Forum – „Der dritte Bildungsweg“ mit Jürgen Becker, Martin Stankowski, Dietmar Jacobs 2. Oktober 2009
• Projekt Bundeskunsthalle: Festwochenende 20 Jahre Grundsteinlegung 17./18. Oktober 2009
• KunstFilmBiennale2009 28. Oktober – 1. November 2009
• Talkin’ Jazz – Till Brönner trifft Joachim Król 30. Oktober 2009
• Konzert im Forum – Klangwelten 17. November 2009
• Diskussionsveranstaltung im Forum – Robert Fleck und Francis Rambert: Kulturerbe und kulturelle Differenz 20. November 2009
• Festival im Forum – XXV. Festival Bonner Schulkultur 2009 28. November 2009
• Festivaleröffnung im Forum – Kunst aus Bonner Schulen 29. November 2009
• Lesung in der Lounge der Reihe Weltliteratur Live:
"Warum wir die Frauen lieben" 10. Dezember 2009
2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
a.) Ertragslage
Die Umsätze aus den Ausstellungen und Veranstaltungen haben im Berichtsjahr von TEUR 3.571 auf TEUR 3.787 im Jahr 2009 leicht
zugenommen.
Die Zuwendungen des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien betrugen im Geschäftsjahr 2009 TEUR 16.718 (im
Vorjahr TEUR 16.464), die projektbezogenen Zuwenden betrugen TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 324).
Die in direktem Zusammenhang mit den Ausstellungen stehenden Aufwendungen konnten von TEUR 7.441 auf TEUR 5.483 gesenkt
werden.
Der Personalaufwand liegt mit TEUR 5.451 um TEUR 499 unter dem Vorjahresniveau. Die Geschäftsführung hat im Jahr 2008 mit der
Bildung einer Rückstellung in Höhe von TEUR 600 eine Vorsorge für eventuelle Ansprüche eines früheren Mitgliedes der
Geschäftsführung aus seinem Arbeitsverhältnis getroffen.
b.) Liquidität
Die Liquidität der Gesellschaft ist als zufrieden stellend zu bezeichnen. Die liquiden Mittel der Gesellschaft von TEUR 39 weisen zum
Bilanzstichtag einen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 529 niedrigeren Bestand auf. Die Liquiditätslage der Gesellschaft zum Stichtag
ist stark von den aktuell laufenden Ausstellungen abhängig. Vorrangig ist die Liquiditätslage von den Fördermitteln des Bundes aus
der institutionellen und der projektbezogenen Förderung bestimmt. Im Jahr 2009 wurden TEUR 12.834 (Vorjahr TEUR 14.400) an
Fördermitteln ausbezahlt. Zum Bilanzstichtag stehen noch TEUR 6.075 an Mitteln zum Abruf bereit.
c.) Vermögenslage
Wie die Liquiditätslage ist auch die Vermögenslage der Gesellschaft als zufrieden stellend zu bezeichnen. Das Vermögen der
Gesellschaft besteht im Wesentlichen aus kurzfristigen Forderungen (TEUR 6.340; Vorjahr TEUR 3.097), die mit TEUR 6.075 aus noch
abzurufenden Fördermitteln bestehen. Diesem kurzfristigen Vermögen stehen kurzfristige Verbindlichkeiten von TEUR 3.012 (Vorjahr
TEUR 4.029) gegenüber. Darin sind Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.955 enthalten. Aufgrund des positiven Jahresergebnisses von
TEUR 3.997 konnte der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag zum 31. Dezember 2009 eliminiert werden. Die
Kapitalausstattung der Gesellschaft ist für den Umfang der Geschäftstätigkeit als gut zu bezeichnen.
d.) Personal
Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr im Durchschnitt 130 Mitarbeiter (Vorjahr 122) davon sind 12 Auszubildende.
3. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Die Zuwendungen des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der

institutionellen Förderung werden im Geschäftsjahr 2010 voraussichtlich TEUR 16.397 betragen. Insgesamt steht ein Etat von TEUR
19.973 lt. Wirtschaftsplan (Stand 8. Juni 2009) für das Geschäftsjahr 2010 zur Verfügung.
Im Ausstellungsbereich werden 2010 insgesamt voraussichtlich 8 Ausstellungsprojekte durchgeführt. Weitere Veranstaltungen werden
im Rahmenprogramm zu den Ausstellungen und als eigenständige Veranstaltungen durchgeführt werden.
In Vorbereitung sind weitere Ausstellungsprojekte, die für die folgenden Jahre geplant sind.
In den Bereichen Weitergabe von Ausstellungen und internationale Kooperation werden die Aktivitäten der Geschäftsführung
fortgeführt.
Hauptaufgabe der KAH Bonn ist die Durchführung von Ausstellungen.
Aufgrund der veröffentlichten Diskussionen im Zusammenhang mit den Beschlüssen des Haushaltsausschusses des Deutschen
Bundestages wird die zukünftige Programmausrichtung der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn beeinflusst. Als Folge hieraus wurde
entschieden, dass die KAH nicht mehr als Veranstalter von Open-Air-Konzerten auftritt. Für die Durchführung wurde ein
Konzessionsvertrag abgeschlossen. Der Rahmenvertrag regelt die Veranstaltung von bis zu 20 Konzerten. Die KAH stellt seit 2008 nur
das technische Equipment zur Verfügung. Die Kosten für das technische Equipment werden durch die Konzessionsabgabe gedeckt.
Für das Jahr 2011 sind erneut wieder ca. 8 Ausstellungen geplant.
Im Jahr 2010 ergeben sich voraussichtlich keine Veränderungen beim Personal.
Für das Jahr 2010 liegt dem Zuwendungsgeber BKM der Wirtschaftsplan vor. Die Bewilligung erfolgt voraussichtlich im Mai 2010.
4. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
Die Gesellschaft ist als Zuwendungsempfänger von der finanzpolitischen Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland in Bezug auf
die Förderung von Kunst und Kultur abhängig. Des Weiteren unterliegt die Gesellschaft auf Grund ihrer Tätigkeit naturgemäß einer
Anzahl von Risiken, die nicht von dem Erfolg der Ausstellungen und Veranstaltungen beim Publikum zu trennen sind. Die Höhe der
Einnahmen hängt dabei im Wesentlichen von der Akzeptanz der einzelnen Projekte ab und stellt sich als Geschäftsrisiko des
Wirtschaftens der KAH Bonn dar.
Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ist permanent davon abhängig, dass die bis zum Bilanzstichtag entstandenen
Vorlaufaufwendungen für Ausstellungsprojekte der Folgejahre durch entsprechende ertragswirksame Einnahmen in den Folgejahren
realisiert werden.
Für das Jahr 2010 ist eine nicht zurückzahlbare Zuwendung / Überbrückungszahlung mit Zuwendungsbescheid vom 16. Februar 2010
in Höhe von TEUR 4.734 genehmigt worden. Die Bewilligung des Wirtschaftsplanes 2010 erfolgt voraussichtlich im Mai 2010. Der
Zeitpunkt der Bewilligung der Mittel für das Jahr 2011 ist noch unklar. Voraussichtlich erfolgt die Gewährung erst nach
Verabschiedung des Bundeshaushalts 2011.
Bonn, den 30.04.2010
Dr. Bernhard Spies
Dr. Robert Fleck
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2009
A K T I V A
31.12.2009
EUR
31.12.2008
TEUR
A. UMLAUFVERMÖGEN
6.563.637,95
3.910
I. Vorräte
184.697,40
245
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
6.339.730,16
3.097
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
39.210,39
568
B. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
7.772,53
21
C. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG
0,00
484
6.571.410,48 4.415
P A S S I V A
31.12.2009
EUR
31.12.2008
TEUR
A. EIGENKAPITAL
3.513.748,08
0
I. Gezeichnetes Kapital
41.925,93
42
II. Verlustvortrag
-525.575,95
-2.455
III. Jahresüberschuss
3.997.398,10
1.929
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
0,00
484
B. RÜCKSTELLUNGEN
1.954.796,09
3.349
C. VERBINDLICHKEITEN
1.057.434,30
680
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
45.432,01
386
6.571.410,48
4.415

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009
2009
EUR
2008
TEUR
1. Rohergebnis
16.706.706,27
13.853
2. Personalaufwand
5.451.385,03
5.950
a) Löhne und Gehälter
4.274.846,10
4.821
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
1.176.538,93
1.129
- davon für Altersversorgung: EUR 343.944,12 (Vorjahr: TEUR 346)
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen
7.281.400,58
6.250
4. Betriebsergebnis
3.973.920,66
1.653
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
44.149,73
80
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
22,50
2
7. Finanzergebnis
44.127,23
78
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
4.018.047,89
1.731
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
28.320,52
16
10. Sonstige Steuern
-7.670,73
-214
11. Summe Steuern
20.649,79
-198
12. Jahresüberschuss
3.997.398,10
1.929
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009
I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens, welche nicht der
Ersteinrichtung zuzuordnen sind, gehen nach einer Regelung des Gesellschafters Bundesrepublik Deutschland in das Eigentum des
Bundes über.
In Höhe der Zuwendungen für Investitionen wird ein Ertrag gezeigt; dementsprechend wird die Übereignung der Investitionen als
Aufwand erfasst (Bruttomethode).
Die Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu den Anschaffungskosten bewertet. Der Zusammensetzung und Altersstruktur dieser Vorräte wird
durch entsprechende Bewertungsabschläge Rechnung getragen.
Unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips und Ansatz von Gängigkeitsabschlägen wurde die Bewertung des
Vorratsvermögens mit den Herstellungskosten durchgeführt.
Die Forderungen werden zu Nennwerten unter Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen bilanziert. Währungsforderungen sind
mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls oder dem niedrigen Stichtagkurs umgerechnet.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. Währungsverbindlichkeiten sind mit dem Kurs am Tage des
Geschäftsvorfalles oder dem höheren Stichtagkurs umgerechnet.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.
Bei der Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gewählt worden.
II. Erläuterungen zur Bilanz
Vorräte
Die Vorräte in Höhe von TEUR 185 (Vorjahr TEUR 245) bestehen zum Bilanzstichtag aus Hilfs- und Betriebsstoffen (TEUR 111; Vorjahr
TEUR 125); unfertigen Erzeugnissen (TEUR 0; Vorjahr TEUR 0) und fertigen Erzeugnissen (TEUR 74; Vorjahr TEUR 120).
Die fertigen Erzeugnisse bestehen aus den Beständen an fertigen Ausstellungskatalogen. Der Ansatz erfolgte ausgehend von den
Beständen bewertet zu den Verkaufpreisen i. H. v. TEUR 166 (Vorjahr TEUR 240). Hieraus wurden die Herstellkosten retrograd
ermittelt, indem die nicht aktivierungsfähigen Kosten der Verwaltung und des Vertriebs sowie in den Verkaufspreisen enthaltene
Gewinne herausgerechnet wurden. Darüber hinaus wurden Gängigkeitsabschläge für Kataloge von bereits beendeten Ausstellungen
vorgenommen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen sind grundsätzlich zum Nennwert aktiviert. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine
pauschale Wertberichtigung von 3% (TEUR 7) vorgenommen.
Forderungen gegen den Gesellschafter Bund bestehen in Höhe von TEUR 6.075 (Vorjahr TEUR 2.542). Diese resultieren aus noch nicht
ausgezahlten Fördermitteln.
Von den in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Mitarbeitervorschüssen
von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 6) haben TEUR 0 eine Laufzeit von über einem Jahr.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Umsatzsteuer von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 8) sowie Forderungen aus
der Rückforderung des Körperschaftsteuerguthabens nach § 37 Abs. 5 KStG von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 1) enthalten. Hiervon haben
TEUR 1 eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Alle anderen Posten sind innerhalb eines Jahres fällig.
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Berichtsjahr erfolgte Zahlungen für anteilige Aufwendungen 2010.
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag hat sich durch den Jahresüberschuss 2009 von TEUR 3.997 (Vorjahr
Jahresüberschuss TEUR 1.929) auf TEUR 0 (Vorjahr TEUR 484) vermindert.
Stammkapital
Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 22.06.1998 wurde die Satzung der GmbH durch Aufnahme der 16 Bundesländer
als zusätzliche Gesellschafter mit einer Stammeinlage von je TDM 2 geändert. Die Gesellschafterversammlung hat am 3. Juli 2001 die
Umstellung des Stammkapitals von DM 82.000,00 auf EUR 41.925,93 beschlossen.
Das Stammkapital beträgt TEUR 42 und ist voll eingezahlt. Es wird zu 50/82 von der Bundesrepublik Deutschland und mit 32/82 von
den 16 Bundesländern gehalten.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 949 (Vorjahr TEUR 548) sind alle innerhalb eines Jahres fällig.
Besondere Sicherheiten bestehen nicht.
Sonstige Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 109 (Vorjahr TEUR 132). Darin sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von
TEUR 64 (Vorjahr TEUR 97) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 2) enthalten. Alle
Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft erhaltene Zahlungen für Einnahmen aus Veranstaltungen 2010.
III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Erträge aus Zuwendungen
Die Erträge aus Zuwendungen betreffen die Zuwendungen des Bundes im Rahmen der institutionellen Förderung in Höhe von TEUR
16.717 sowie Zuwendungen des Bundes im Rahmen der projektbezogenen Förderung von TEUR 0.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
2009
2008
TEUR
TEUR
Kostenbeiträge Dritter
402
498
Nebenkostenerstattung Restaurant
68
35
Versicherungsentschädigung
33
0
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
1.165
318
Übrige
63
1
1.731
852
Materialaufwand
Der Materialaufwand i. H. v. TEUR 5.483 (Vorjahr TEUR 7.441) betrifft Aufwendungen für bezogene Leistungen, Roh- Hilfs- und
Betriebsstoffe, bezogene Waren, Honorare Künstler und sonstige Fremdleistungen für Technik, Produktion und Transport.
Personalaufwand
2009
2008
TEUR
TEUR
Löhne und Gehälter
4.275
4.821
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung (davon für Altersversorgung
TEUR 343; Vorjahr TEUR 346)
1.177
1.129
5.452
5.950
Sonstige betriebliche Aufwendungen
2009
2008
TEUR
TEUR
Kosten Open-Air-Veranstaltungen / Bewachung
1.893
1.284
Übrige Fremdleistungen
930
826
Marketing (Kosten für Ausstellungen, Kosten für Open-Air-Veranstaltungen)
1.150
802
Reparaturen , Instandhaltungen, Wartung und Service

418
1.080
Reinigungskosten
447
532
Mieten
228
226
Post- u. Fernmeldegebühren
154
172
AK der in Bundeseigentum übergehenden Vermögensgegenstände
969
336
Prüfungs- u. Rechtsberatungskosten
227
242
Bürobedarf- u. Fachliteratur
111
80
Reisekosten Arbeitnehmer
103
58
Wertberichtigung Forderung
1
14
Übrige
650
599
7.281
6.251
Ergebnisrechnung wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb
Nach einer Vereinbarung mit der Finanzverwaltung (Großbetriebsprüfungsstelle Bonn) vom 08. Dezember 2005 werden die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen mit 90% des bereinigten Umsatzes geschätzt.
Der Gewinn vor Steuern aus dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb beträgt EUR 92.166,65 die darauf entfallende Gewerbesteuer
beträgt EUR 13.718, die Körperschaftsteuer EUR 13.825, der Solidaritätszuschlag EUR 760 und der Anspruch auf Auszahlung des KSt-
Guthabens EUR 1.400. .
IV. Ergänzende Angaben
Zum 31. Dezember 2009 bestanden keine finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage von Bedeutung sind.
Unternehmensorgane:
Geschäftsführer
Gemeinsam vertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft waren:
Dr. Bernhard Spies, Bad Honnef
Dr. Christoph Vitali, Schweiz (bis 22.06.2009)
Dr. Robert Fleck, Düsseldorf (ab 22.06.2009)
Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung erfolgt gem. § 286 Abs. 4 HGB nicht.
Kuratorium
Dem Kuratorium gehören fünf Vertreter des Bundes und vier Vertreter der Länder an:
MD’in Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel (Vorsitzende)
Leiterin Abteilung Kultur und Medien beim Beauftragten
der Bundesregierung für Kultur und Medien
GL’in Dr. Sigrid Bias-Engels
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
MDg Michael Tietmann
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
MDg Dr. Thomas Götz
Auswärtiges Amt
MD Alexander Wormit
Bundesministerium für Bildung und Forschung
MDg Günter Schmitteckert
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Abteilungsleiter Dr. Enoch Lemcke
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern

MDg Peter Landmann
Staatskanzlei NRW
Abteilungsleiterin Heidi Schumacher
Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur
des Landes Rheinland-Pfalz
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl
Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich folgende Arbeitnehmer beschäftigt:
2009
2008
Mitarbeiter mit zeitlich unbefristeten Verträgen
79
81
Mitarbeiter mit zeitlich befristeten Verträgen
39
29
Auszubildende
12
12
Gesamt
130
122
Bonn, den 30.04.2010
Dr. Bernhard Spies
Dr. Robert Fleck
BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt
in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.
B e s t ä t i g u n g s v e r m e r k d e s A b s c h l u s s p r ü f e r s
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der
Buchführung und den Lagebericht der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH, Bonn, für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und
Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages
liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns
durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht
abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und
durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über
mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen
Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass
unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen
Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bonn, den 30. April 2010
DR. DORNBACH & PARTNER GMBH
NIEDERLASSUNG BONN
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Dr. Kohout,
Bokelmann, WirtschafWirtschaftsprüfertsprüfer
DATUM DER FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES SOWIE ERGEBNISVERWENDUNG
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 wurde am 15. Juli 2010 festgestellt.

Der Jahresüberschuss 2009 in Höhe von EUR 3.997.398,10 wurde wie folgt verwendet:
Die Gesellschafterversammlung beschließt, den Jahresüberschuss zum Ausgleich des Verlustvortrags i.H.v. EUR 525.575,95 zu
verwenden und den verbleibenden Betrag i.H.v. EUR 3.471.822,15 auf neue Rechnung vorzutragen.