Zielvereinbarung
gemäß § 10 Abs. 2 SächsHSFG
zwischen
der Universität Leipzig
vertreten durch die Rektorin Prof. Dr. med. Beate A. Schücking
und
dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und
Tourismus
vertreten durch den Staatsminister Sebastian Gemkow
für die Jahre 2021 bis 2024

Inhaltsverzeichnis
Präambel ............................................................................................................................... 1
1
Hochschulpolitische Ziele ............................................................................................... 3
1.1
Übergreifende Ziele ................................................................................................. 3
1.2
Lehre und Studium .................................................................................................. 6
1.3
Forschung ..............................................................................................................10
1.4
Dritte Mission – Gesellschaftliche Rolle und soziale Verantwortung .......................11
2
Mittelzuweisungen, Berichterstattung und Abrechnung .................................................13
2.1
Mittelzuweisung ......................................................................................................13
2.2
Berichterstattung ....................................................................................................14
2.3
Abrechnung ............................................................................................................14
3
Unterzeichnung und Inkrafttreten ..................................................................................15
4
Anlage 1: Fächerangebot
5
Anlage 2: Zielvereinbarung 2021 bis 2024 mit der Medizinischen Fakultät der
Universität Leipzig

1
Präambel
Die Staatsregierung hat am 22.11.2016 die „Hochschulentwicklungsplanung 2025“ (HEP
2025) beschlossen, welche die strategischen Zielsetzungen und Entwicklungserwartungen an
die staatlichen Hochschulen im Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsministeriums für
Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) vorgibt. Diese im Dialog mit den Hochschulen
entstandene Hochschulentwicklungsplanung ist getragen von den Leitlinien der finanziellen
und inhaltlichen Planungssicherheit, der Hochschulautonomie, der standortspezifischen
Ausdifferenzierung,
der
Chancengleichheit
sowie
der
Aufrechterhaltung
des
Qualitätsanspruches in Lehre und Forschung in der sächsischen Hochschullandschaft. Hierzu
dient auch die Sicherung des landesweit abgestimmten Fächerangebotes.
Der Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken wurde am 6. Juni 2019 von den
Regierungschefs von Bund und Ländern beschlossen. Er stellt die Nachfolge des
Hochschulpakts (HSP) dar und ist auf Dauer angelegt. Mit dem Zukunftsvertrag sollen eine
hohe Qualität von Studium und Lehre sowie gute Studienbedingungen gewährleistet werden.
Gleichzeitig sollen die Studienplatzkapazitäten in Deutschland bedarfsgerecht erhalten
werden. Die Umsetzung des Zukunftsvertrages ist in den Zielvereinbarungen mit den
Hochschulen verankert.
Zur Umsetzung dieser staatlichen Hochschulentwicklungsplanung schließt das SMWK gemäß
§ 10 Abs. 2 des Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetzes (SächsHSFG) mit den einzelnen
Hochschulen als Bestandteil eines umfassenden Controllings regelmäßig Zielvereinbarungen
ab. Der HEP 2025 wurde daher so hinreichend flexibel wie möglich ausgestaltet, um den
Hochschulen die Chance zu geben, auf neue Herausforderungen und Tendenzen reagieren
zu können bzw. selbst Motor derartiger Veränderungen zu sein. Ziele und Handlungsaufträge
wurden daher von staatlicher Seite nur so detailliert vorgegeben, wie dies zwingend notwendig
ist. Insbesondere bei den hochschulspezifischen Zielen bedarf es bei der Untersetzung eines
kurzfristigeren Planungshorizonts, weshalb die Zielvereinbarungen auf vier Jahre angelegt
sind. Die hochschulinterne Umsetzung erfolgt auf Grundlage der Entwicklungsplanung jeder
einzelnen
Hochschule
sowie
der
hochschulindividuellen
Konkretisierung
durch
Zielvereinbarungen mit den Fakultäten
.
Der Freistaat Sachsen unterstützt die Hochschulen bei der Umsetzung der Ziele des HEP
2025 durch die Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen. Dazu gehört insbesondere
die Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen entsprechend der Beschlüsse des
Haushaltsgesetzgebers. Mit der Zuschussvereinbarung zwischen den Hochschulen und der
Staatsregierung gemäß § 10 Abs. 1 S. 4 SächsHSFG besteht finanzielle Planungssicherheit
bis Ende 2024. Die wesentlichen Bestandteile dieser Vereinbarung sind die Ausstattung der
Hochschulen mit einem Gesamtbudget bis zum Ende des Jahres 2024. Des Weiteren wird der
Einsatz der im Ergebnis der vollständigen Übernahme des BAföG für Studierende durch den
Bund freigewordenen Mittel zur Stärkung des Hochschulbereiches und der Zuweisungen des
Bundes im Rahmen des Zukunftsvertrages geregelt. Gleichzeitig verankert die
Zuschussvereinbarung die Leistungsverpflichtungen der Hochschulen. Insoweit bildet die
Zuschussvereinbarung den finanziellen Rahmen der im Folgenden geschlossenen
Zielvereinbarung, welche den HEP 2025 für jede Hochschule individualisiert.
Die im Jahr 1409 gegründete Universität Leipzig (UL) gehört zu den großen,
forschungsstarken und medizinführenden Universitäten in Deutschland. Sie verfügt über eine
in ihrer Vielfalt alleinstellende Fakultäts- und Fächerstruktur und hält mit ihrem Frauenanteil
unter Studierenden, wissenschaftlichem Personal und bei den Professorinnen und
Professoren die Spitzenposition im Bereich der Gleichstellung an sächsischen Hochschulen.
Sie begreift sich als urbane Universität, die aktiv in die Wissenschaftsregion Leipzig hinein
wirkt. Die Entwicklung der letzten Jahre ist von einer hohen Dynamik in allen

2
Leistungsdimensionen
gekennzeichnet:
Im
letzten
Förderranking
der
Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG) 2018 verbesserte sich die UL im Vergleich zum Jahr 2015 um
drei Positionen. Die steigende Tendenz der eingeworbenen Drittmittel konnte auch in den
letzten Jahren fortgeführt werden. Das gesamte Drittmittelaufkommen wurde von ca.
131 Mio. € im Jahr 2015 auf ca. 145 Mio. € im Jahr 2018 gesteigert.
Die systemakkreditierte UL verzeichnet eine anhaltend hohe Nachfrage nach ihren
Studienangeboten. Seit dem Wintersemester 2016/17 haben sich jährlich mehr als 7.000
Studierende (1. Fachsemester) für ein Studium an der UL eingeschrieben. Die UL hat sich als
Sachsens Zentrum für Fächer der staatlichen Daseinsvorsorge (Rechtswissenschaft, Human-
und Veterinärmedizin, Lehramt, Pharmazie, Psychologie) etabliert.
Die UL gehört zu den in ihrem internationalen Wirken profiliertesten Hochschulen in
Deutschland. Im Förderranking des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD)
erreicht sie regelmäßig Spitzenpositionen. Sie pflegt eine Vielzahl internationaler
Kooperationen auf allen Kontinenten und beteiligt sich seit der ersten Ausschreibung mit der
Arqus Hochschulallianz an der Initiative „European Universities“ der Europäischen Union.
Neben der Generierung von Wissen hat die UL auch den Transfer von Wissen als eine
Leistungsdimension definiert, die das Profil der Universität sichtbar prägt und
Wettbewerbsvorteile schafft. Im Dialog mit der Gesellschaft ist die UL bestrebt, ihren
vielfältigen Wissensvorrat wirksam werden zu lassen und motiviert ihre Angehörigen zur
aktiven Teilhabe an Transferaktivitäten. Die UL zählt zu den gründungsstärksten Hochschulen
in Deutschland. Sie gehört zu den Top fünf in der Kategorie „Gründungen mit Wissenstransfer
aus der Hochschule“ (Gründungsradar 2018 des Stifterverbands).
Die kommenden Herausforderungen werden darin bestehen, die Vielfalt der Fächer und
Strukturen sowie die hohe Entwicklungsdynamik in allen Wissenschaftsbereichen und
Leistungsdimensionen aufrecht zu erhalten. Die UL verfolgt dazu eine mehrdimensionale
Strategie, die sowohl die Aufgabenfelder Lehre, Forschung und Transfer, als auch
Administration, Infrastruktur, Internationalisierung sowie Gleichstellung und Diversity
Management umfasst. Ihre drei strategischen Forschungsfelder „Nachhaltige Grundlagen für
Leben und Gesundheit“, „Veränderte Ordnungen in einer globalisierten Welt“ und „Intelligente
Methoden und Materialien“ entwickelt die Universität aktiv weiter.
Für diese profilbestimmenden Bereiche vereint die UL künftig ihre wissenschaftlichen Stärken
in der kombinierten Biodiversitäts-, Klima- und Gesellschaftsforschung mit dem Remote
Sensing Centre for Earth System Research, der Erforschung neuer globaler Dynamiken
einschließlich der Untersuchung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, der Precision
Medicine, der Magnetresonanzforschung und der Künstlichen Intelligenz / Data Science. Diese
Bereiche sind herausragende Schnittstellen und Brückenstrukturen zu neuartigem
Grundlagenwissen, Fundamentalthemen der gesellschaftlichen Entwicklung, der integrierten
Präzisionsmedizin und innovativen Schlüsseltechnologien. Sie weisen ein hohes
gesellschaftliches Wirkungspotential auf und sind geeignet, den Strukturwandel in der Region
zu gestalten. Die UL begreift deshalb auch den Prozess zur Gründung eines
Großforschungszentrums im Mitteldeutschen Braunkohlerevier als herausragende Chance für
die Hochschulentwicklung. Als größte und älteste Wissenschaftseinrichtung im Revier wird die
UL eine zentrale Rolle in dem durch die Förderung entstehenden Innovationsökosystem
übernehmen und sich aktiv an der Entwicklung von Zentrumskonzepten beteiligen.
Wichtiger Teil dieser Strategie ist dabei die Vernetzung im länderübergreifenden
Universitätsbund Halle-Jena-Leipzig.
Die Gesamtstrategie zielt auf die weitere Profilierung als exzellente, forschungsorientierte und
medizinführende Universität ab. Als einzige Universität in Sachsen und Mitteldeutschland
gehört die UL der German U15 an.

3
1
Hochschulpolitische Ziele
Die UL bekennt sich zu den Zielen des HEP 2025 und wird neben den in diesen bereits
beschriebenen Anforderungen zur Umsetzung auch die weiteren erforderlichen Maßnahmen
ergreifen, um die Ziele der staatlichen Hochschulentwicklungsplanung zu erfüllen. Zur
Untersetzung und auf Grundlage von § 10 Abs. 2 SächsHSFG werden zwischen der UL und
dem SMWK folgende hochschulspezifische Ziele vereinbart:
1.1
Übergreifende Ziele
1.1.1 Profil
Profilbildung erfolgt durch Schwerpunktsetzung, vgl. § 10 Abs. 2 S. 2 Nr. 1 SächsHSFG, und
bezeichnet das Ziel und den Prozess einer Hochschule, fachliche Schwerpunkte in ihrem
Leistungsangebot
zu
setzen
und
diese
mit
entsprechenden
Studienangeboten,
Forschungstätigkeiten sowie Ressourcen transparent zu untersetzen. Die erfolgreiche
Profilbildung verdeutlicht Stärken und Prioritäten der Hochschule sowohl nach innen als auch
nach außen. Zum Profil einer Hochschule gehört daher auch die standortspezifische
Ausdifferenzierung. Die Benennung von profilbestimmenden Bereichen, Fächergruppen oder
Studiengängen bedeutet nicht, dass Zweifel an der Expertise in den nicht genannten
Bereichen, Fächergruppen oder Studiengängen bestehen bzw. die Fortführung dieser an der
entsprechenden Hochschule in Frage gestellt ist. Der hochschulinterne Entwicklungsplan soll
Festlegungen zur Profilbildung in den Fakultäten entsprechend des im Folgenden vereinbarten
Profils der Hochschule enthalten. Soweit Anpassungen oder Änderungen von strategischen
Forschungsfeldern notwendig sind, sind diese mit dem SMWK abzustimmen.
Die UL und das SMWK sind sich darüber einig, dass sich das aktuelle Profil der Hochschule
wie folgt darstellt:
Die UL gehört zu den großen und medizinführenden Traditions-Universitäten in Deutschland.
Die drei strategischen Forschungsfelder „Veränderte Ordnungen in einer globalisierten Welt“,
„Intelligente Methoden und Materialien“ und „Nachhaltige Grundlagen für Leben und
Gesundheit“ entwickelt die Universität weiter. Zu ihrem Profil gehören die regionale
Verantwortung sowie die internationale Wahrnehmung und Ausstrahlung. Für das
Studienangebot sind die Fächergruppen Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Natur- und
Lebenswissenschaften, darunter auch eine große Vielfalt sogenannter „Kleiner Fächer“
profilprägend. Die Universität Leipzig ist zudem Sachsens Zentrum für Fächer, die der
staatlichen Daseinsvorsorge dienen. Zu nennen sind hier insbesondere die Ausbildung von
Juristen
1
, Lehrern, Medizinern, Pharmazeuten und Veterinärmedizinern.
1.1.2 Hochschulinterner Entwicklungsplan
Die UL schreibt ihren internen Entwicklungsplan bis zum 30.06.2022 gemäß § 10 Abs. 5
SächsHSFG fort.
1.1.3 Personalentwicklung
Im Rahmen der Personalentwicklung setzt die UL den „Rahmenkodex über den Umgang mit
befristeter Beschäftigung und die Förderung von Karriereperspektiven an den Hochschulen im
Freistaat Sachsen“ um.
1
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Folgenden in der Regel das generische Maskulinum
verwendet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten selbstverständlich für alle Geschlechter.

4
Die UL strebt einen Anteil der unbefristeten wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter
(§ 71 SächsHSFG) an der Gesamtzahl der wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter,
welche aus dem Stellenplan und aus sonstigen Haushaltsmitteln finanziert werden – ohne
Medizinische Fakultät, bis zum Ende der Zielvereinbarungsperiode von 33 % an.
1.1.4 Familiengerechte Hochschule
Die UL setzt es sich zum Ziel, sowohl für die Studierenden als auch für Beschäftigte ein
weltoffener, inklusiver und familienfreundlicher Lern- und Arbeitsort zu sein. Zu diesem Zweck
führt die UL bis zum Ende der Zielvereinbarungsperiode die Re-Auditierung des Diversity-
Audits des Stifterverbands durch, welches als intersektionales Auditierungsverfahren alle
Vielfaltsdimensionen berücksichtigt und so nachhaltige zielgruppenadäquate Handlungsfelder
und Maßnahmen aufzeigt.
1.1.5 Gleichstellung
Die UL (einschließlich Medizinische Fakultät) schreibt bis zum 31.12.2023 ihr
Gleichstellungskonzept aufbauend auf den im HEP 2025 beschriebenen und auf die
Hochschule
individualisierten
Anforderungen
fort.
Die
„Koordinierungsstelle
Chancengleichheit Sachsen“ (KCS) soll in diesen Prozess beratend eingebunden werden. Ein
Schwerpunkt der anzustrebenden gleichstellungsfördernden Maßnahmen soll auf der
Förderung von Frauen in Führungspositionen liegen. Aus diesem Grund bemüht sich die UL,
den Anteil der Professorinnen an der UL zu erhöhen.
Die UL strebt bis zum Ende des Zielvereinbarungszeitraums einen Anteil der Mitarbeiterinnen
an den wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeitern gemäß § 71 SächsHSFG (ohne
Medizinische Fakultät) von 50 % an
.
1.1.6 Inklusion
Die UL aktualisiert ihren Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention bis
zum 31.12.2022. In diesem Aktionsplan soll auch die Rolle der Beauftragten für Studierende
und Mitarbeiter mit Beeinträchtigung an der UL gestärkt werden.
1.1.7 Internationalisierung
Ausländische Studierende und Wissenschaftler bereichern die Forschung und Lehre und
tragen auf allen Ebenen zur Internationalisierung der Hochschullandschaft bei. Die UL setzt
die in ihrer Internationalisierungsstrategie beschriebenen Maßnahmen kontinuierlich um.
Die UL strebt 500 Begegnungen kumuliert für die Jahre 2021 bis 2024 von hauptberuflich
Beschäftigten der UL mit internationalen Partnern und international tätigen Organisationen an.
1.1.8 Teilnahme am Dialogorientierten Serviceverfahren
Die örtlichen zulassungsbeschränkten Studiengänge aller deutschen Hochschulen sollen über
die Stiftung für Hochschulzulassung auf dem zentralen Portal der Stiftung für
Hochschulzulassung verwaltet werden. Die UL beteiligt sich spätestens zum Wintersemester
2022/2023 grundsätzlich mit allen örtlichen zulassungsbeschränkten grundständigen
Studiengängen am Dialogorientierten Serviceverfahren (DoSV).

5
Punktwertrechnung Übergreifende Ziele:
Bei Erreichen der folgenden Werte für den Anteil der unbefristeten wissenschaftlichen und
künstlerischen Mitarbeiter (amtliche Personal- und Stellenstatistik 2024) am Gesamtpersonal
der wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter, welche aus dem Stellenplan und aus
sonstigen Haushaltsmitteln finanziert werden – ohne Medizinische Fakultät, werden der UL
Punkte wie folgt angerechnet:
Anteil
Punkte
Ab 33 %
10
Von 31 % bis unter 33 %
9
Von 29 % bis unter 31 %
8
Von 27 % bis unter 29 %
7
Von 25 % bis unter 27 %
6
Bei Erreichen der folgenden Werte für den Anteil der Mitarbeiterinnen an den
wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeitern (amtliche Personal- und Stellenstatistik
2024 – ohne Medizinische Fakultät) werden der UL Punkte wie folgt angerechnet:
Anteil
Punkte
Ab 50 %
10
Von 48 % bis unter 50 %
9
Von 46 % bis unter 48 %
8
Von 44 % bis unter 46 %
7
Von 42 % bis unter 44 %
6
Bei Erreichen der folgenden Werte für die die Anzahl der Begegnungen von hauptberuflich
Beschäftigten der UL mit internationalen Partnern und international tätigen Organisationen
kumuliert für die Jahre 2021 bis 2024 werden der UL Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 500
8
Von 475 bis 499
7
Von 450 bis 474
6
Von 425 bis 449
5
Von 400 bis 424
4
Der Punktwert für die Übergreifenden Ziele ergibt sich aus der Summe der Punktwerte für die
einzelnen Indikatoren; höchstens 25 Punkte.

6
1.2
Lehre und Studium
1.2.1 Anzahl der Studierenden
Die UL strebt im Jahr 2024 folgende Zielzahlen für die immatrikulierten Studierenden und
Studienanfänger im 1. Hochschulsemester an:
Jahr
Anzahl der
Studierenden
Anzahl der
Studienanfänger
im 1. HS
2024
28.000
4.600
1.2.2 MINT-Quote
Die UL strebt von 2023 bis 2024 eine Anzahl von insgesamt 9.950 Absolventen an.
Die Hochschule strebt einen Anteil der Absolventen in den MINT-Fächern an der Gesamtzahl
der Absolventen (Mittelwert 2021 bis 2024) von 20,5 % an.
1.2.3 Einhaltung der Regelstudienzeit
Die UL strebt von 2021 bis 2024 einen Anteil der Studierenden im Wintersemester innerhalb
der Regelstudienzeit zuzüglich zwei Semester (Mittelwert 2021 bis 2024) von 93 % an.
1.2.4 Qualitätssteigerung in der Lehre
Zum Zweck der Sicherung und Verbesserung der Qualität in der Lehre stärkt die UL die
hochschuldidaktische Weiterqualifizierung für alle Lehrenden unter Berücksichtigung
heterogener Zielgruppen.
Aus diesem Grund nehmen die Lehrenden der UL an 800 Personentagen kumuliert für die
Jahre 2021 bis 2024 an hochschuldidaktischen Weiterqualifizierungen teil.
1.2.5 Sicherung des landesweiten Fächerangebotes
Zur Sicherung eines landesweit abgestimmten Fächerangebotes bedarf die UL sowohl für die
Aufnahme neuer – nicht in der Anlage 1 aufgeführter Studienfächer – als auch für die Aufgabe
von Studienfächern, die in der Anlage 1 aufgeführt sind, des Einvernehmens des SMWK. Die
UL stellt einen entsprechenden Antrag. Das SMWK erteilt das Einvernehmen unter Beachtung
der im HEP 2025 dargestellten Grundsätze.
1.2.6 Daseinsvorsorge / Besondere Kapazitäten
Die UL verpflichtet sich, in den folgenden Studiengängen mit dem Abschluss Staatsexamen
die entsprechenden Planungsgrößen zu erreichen und die dafür notwendigen Kapazitäten ab
dem Wintersemester 2021/2022 vorzuhalten:
- für das Lehramt an Grundschulen:
280 Studierende
-
für das Lehramt an Oberschulen:
415 Studierende
- für das Lehramt an Gymnasien:
485 Studierende
- für das Lehramt Sonderpädagogik:
220 Studierende.
Spätestens ab dem Wintersemester 2022/2023 verpflichtet sich die UL darüber hinaus für das
Lehramt an berufsbildenden Schulen eine Planungsgröße von 90 Studierende pro Jahr zu
erreichen und die dafür notwendigen Kapazitäten vorzuhalten.
Insgesamt werden spätestens ab dem Wintersemester 2022/2023 1.490 Studienanfänger pro
Jahr in Lehramtsstudiengängen immatrikuliert.

7
Die UL sichert eine Verteilung der Fächer, Fachrichtungen und Förderschwerpunkte gemäß
den nachfolgenden Orientierungen:
Im Lehramt an Grundschulen und im Lehramt Sonderpädagogik eine Verteilung der
Fächer
und
Förderschwerpunkte
gemäß
den
Regelungen
der
Lehramtsprüfungsordnung I. In der Grundschuldidaktik wirkt die UL in besonderer
Weise auf eine hinreichende Belegung der Bereiche Kunst, Musik, Sport und Werken
hin.
Im Lehramt an Oberschulen und
im
Lehramt an Gymnasien ist von Planungen gemäß
der nachfolgenden
Tabelle
auszugehen
,
wobei eine Gleichverteilung zwischen diesen
beiden Schularten anzustreben
ist.
Sollte die Anzahl der Bewerbungen für das Lehramt
an Oberschulen unterhalb
der
Kapazität liegen, werden die Plätze durch Bewerber für
das Lehramt an Gymnasien gefüllt.
Lehramts-Fächer:
Planungsgrößen
Mathematik
270
Deutsch
270
Englisch
240
Sport
190
2
Physik
100
Geschichte
90
Biologie
120
3
Französisch
30
Spanisch
10
Chemie
80
Kunst
50
Ethik
80
Informatik
70
Latein
20
Russisch(/Slavistik)
20
Evang. Religion
60
Gemeinschaftskunde
60
WTH/Arbeitslehre
40
Polnisch
10
Tschechisch
10
Sorbisch
16
Italienisch
10
2
Im Wintersemester 2021/2022: Zielzahl 150, ab dem Wintersemester 2022/2023: Zielzahl 190
3
Ab Wintersemester 2022/2023: Zielzahl 100

8
Im Lehramt an berufsbildenden Schulen ist von folgenden Planungsgrößen
auszugehen:
Fachbereich:
Planungsgrößen
Wirtschaft und Verwaltung
60
4
Gesundheit und Pflege
30
5
Für die an der UL eingerichteten Lehrämter ist für das Erweiterungsfach Deutsch als
Zweitsprache (DaZ) eine Kapazität von 40 vorzuhalten.
Die Ausbildung im Fach Musik wird für alle einschlägigen Lehrämter im Verbund mit
der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy
"
Leipzig (HMT)
gewährleistet. UL und HMT stimmen dazu das gemeinsame Vorgehen ab.
Die UL bekennt sich zu einem starken Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung mit einer
sachgerechten Ressourcenausstattung, das Aufgaben in den Bereichen Koordination,
Studium, Forschung, Qualitätsmanagement sowie der Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften
absichert.
Die
UL
setzt
durch
geeignete
Maßnahmen
ein
Qualitätsmanagement
für
die
Lehramtsstudiengänge um.
Bestandteil dieses Qualitätsmanagements ist die Verpflichtung
der UL,
für alle einschlägigen Fächer der Lehramtsstudiengänge Fachdidaktikprofessuren
vorzuhalten.
Zur Bereitstellung und Buchung der Praktikumsplätze im Rahmen der Schulpraktischen
Studien (SPS) im Freistaat Sachsen für alle Lehramtsstudierenden betreibt die UL in
Kooperation mit der TU Dresden und der TU Chemnitz ein Online-Praktikumsportal. Dieses
wird durch die UL kontinuierlich weiterentwickelt und den sich modifizierenden Bedarfen
angepasst.
Die UL setzt die Bestrebungen zur Bereitstellung eines Studienangebotes außerhalb der
Ballungszentren in Kooperation mit einer HAW fort.
Die UL strebt die Einrichtung eines Modellstudienganges der Stufenausbildung am Standort
Leipzig an.
Die UL strebt an, die Anzahl der Studienanfänger im Studienbereich Informatik zu erhöhen.
Die UL verpflichtet sich, in den folgenden Studiengängen mit dem Abschluss Staatsexamen
die entsprechenden Planungsgrößen zu erreichen und die dafür notwendigen Kapazitäten
vorzuhalten:
- für den Studiengang Humanmedizin:
340 Studienanfänger
- für den Studiengang Zahnmedizin:
53 Studienanfänger
- für den Studiengang Hebammenkunde:
25 Studienanfänger
- für den Studiengang Pharmazie:
48 Studienanfänger
- für den Studiengang Rechtswissenschaft:
750 Studienanfänger.
4
Ab dem Wintersemester 2022/2023
5
Spätestens ab dem Wintersemester 2022/2023

9
Für die Medizinische Fakultät gilt im Übrigen die Zielvereinbarung zwischen der Universität
Leipzig/Medizinische Fakultät Leipzig und dem SMWK vom 04.06.2021 gemäß Anlage 2.
Punktwertrechnung Lehre und Studium:
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Anzahl der immatrikulierten Studierenden (amtliche
Studierendenstatistik zum WS 2024/2025) werden der UL Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Von 30.451 bis 30.800
7
Von 30.101 bis 30.450
8
Von 29.751 bis 30.100
9
Von 29.401 bis 29.750
10
Von 26.660 bis 29.400
11
Von 26.250 bis 26.659
10
Von 25.900 bis 26.249
9
Von 25.550 bis 25.899
8
Von 25.200 bis 25.549
7
Bei Erreichen der folgenden Werte für den Anteil der Studierenden im Wintersemester
innerhalb der Regelstudienzeit zuzüglich zwei Semester (amtliche Statistik der Jahre 2021 bis
2024; Mittelwert) werden der UL Punkte wie folgt angerechnet:
Anteil
Punkte
Ab 93 %
11
Von 91,5 % bis unter 93 %
10
Von 90 % bis unter 91,5 %
9
Von 88,5 % bis unter 90 %
8
Von 87 % bis unter 88,5 %
7
Bei Erreichen der folgenden Werte für Personentage an hochschuldidaktischen
Weiterqualifizierungen kumuliert für die Jahre 2021 bis 2024 werden der UL Punkte wie folgt
angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 800
11
Von 760 bis unter 800
10
Von 720 bis unter 760
9
Von 680 bis unter 720
8
Von 640 bis unter 680
7
Der Punktwert für die Ziele in Lehre und Studium ergibt sich aus der Summe der Punktwerte
für die einzelnen Indikatoren; höchstens 30 Punkte.

10
1.3
Forschung
1.3.1 Forschungsleistung
Die
UL
stellt
sich
der
besonderen
Herausforderung
von
wettbewerblichen,
wissenschaftsgeleiteten Verfahren (DFG, Bund, EU). Die UL strebt in den Jahren 2021 bis
2024 an, Mittel im Umfang von 70.000 T€ jährlich (Mittelwert 2021 bis 2024) einzunehmen.
1.3.2 Drittmittel aus der Wirtschaft
Die UL strebt in den Jahren 2021 bis 2024 Drittmitteleinnahmen aus der Wirtschaft (ohne
Einnahmen der Medizinischen Fakultät) in Höhe von 7.000 T€ jährlich (Mittelwert 2021 bis
2024) an.
1.3.3 Promotionen
Die UL strebt (ohne Promotionen an der Medizinischen Fakultät) im Zeitraum 2021 bis 2024
insgesamt 1.200 erfolgreich abgeschlossene Promotionsverfahren (darunter 8 kooperative
Promotionen) an.
Punktwertrechnung Forschung:
Bei Erreichen der folgenden Werte für den Umfang der im wettbewerblichen,
wissenschaftsgeleiteten Verfahren eingeworbenen Mittel (Mittelwert 2021 bis 2024) werden
der UL Punkte wie folgt angerechnet:
In T€
Punkte
Ab 70.000
11
Von 66.500 bis unter 70.000
10
Von 63.000 bis unter 66.500
9
Von 59.500 bis unter 63.000
8
Von 56.000 bis unter 59.500
7
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Drittmitteleinnahmen aus der Wirtschaft – ohne
Medizinische Fakultät (2021 bis 2024; Mittelwert) werden der UL Punkte wie folgt angerechnet:
In T€
Punkte
Ab 7.000
11
Von 6.650 bis unter 7.000
10
Von 6.300 bis unter 6.650
9
Von 5.950 bis unter 6.300
8
Von 5.600 bis unter 5.950
7
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Anzahl der Absolventen der erfolgreich
abgeschlossenen Promotionsverfahren – ohne Medizinische Fakultät (2021 bis 2024; Summe)
werden der UL Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 1.200
11
Von 1.140 bis 1.199
10
Von 1.080 bis 1.139
9
Von 1.020 bis 1.079
8
Von
960 bis 1.019
7
Der Punktwert für die Ziele in der Forschung ergibt sich aus der Summe der Punktwerte für
die einzelnen Indikatoren; höchstens 30 Punkte.

11
1.4
Dritte Mission – Gesellschaftliche Rolle und soziale Verantwortung
1.4.1 Transferbereitschaft / Akademische Weiterbildung
Die UL entwickelt eine Strategie für lebenslanges Lernen und schafft innerhalb der
Zielvereinbarungsperiode die Voraussetzungen für den Ausbau von Angeboten der
akademischen Weiterbildung für alle Altersgruppen. Das Konzept soll bis zum 30.06.2023 an
das SMWK übergeben werden.
Die Wissenschaftliche Weiterbildung an der UL liefert mit ihrem umfassenden Angebot einen
wichtigen Beitrag, um der gesellschaftspolitischen Aufgabe des Lebenslangen Lernens und
des Wissenstransfers nachzukommen. Die UL stabilisiert bis 2024 die Anzahl der
weiterbildenden Studien und Studiengänge auf dem Niveau von mindestens 13. Im Jahr 2024
strebt die UL insgesamt 1.000 immatrikulierte Teilnehmer in Weiterbildungsstudiengängen und
weiterbildenden Studien an.
1.4.2 Stärkung der Innovationskraft
Die UL entwickelt ihre Transferstrategie unter Beachtung aktueller wirtschaftlicher und
gesellschaftlicher Entwicklungen weiter und setzt die darin beschriebenen Maßnahmen
kontinuierlich um.
Die UL strebt einen aus Patenten erworbenen Erlös von 180 T€ kumuliert für die Jahre 2021
bis 2024 an.
1.4.3 Gründungsgeschehen
Die UL strebt eine Anzahl der Ausgründungen von 80 kumuliert für die Jahre 2021 bis 2024
an.
Unter einer Ausgründung wird ein selbständiges Unternehmen (oder selbständiger
Unternehmer) verstanden, das durch Neugründung oder Änderung der Geschäftsfähigkeit
oder des Eigentümers bzw. Geschäftsführers eines bestehenden Unternehmens entstanden
ist und auf das eines der nachfolgenden Merkmale zutrifft:
-
Die Geschäftsfähigkeit basiert wesentlich auf Know-how und oder geistigem
Eigentum, das während des Studiums oder der Tätigkeit an der Universität
entstanden ist, d. h. die Gründer sind aktuelle und/oder ehemalige Forschende,
Studierende oder Mitarbeiter der Hochschule.
-
Das Geschäftsmodell einer wissenschaftsintensiven oder technologiebasierten
Gründung eines Gründers mit wissenschaftlichem Hintergrund wurde wesentlich
zusammen mit SMILE – die Gründerinitiative der UL entwickelt.
Ergänzende Erläuterung:
Dem Transfer-Audit des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft folgend wird hier ein
breites Verständnis der Handlungsfelder Dritte Mission und Transfer zu Grunde gelegt. Dritte
Mission und Transfer werden als beidseitiger Austausch von Wissen, Dienstleistungen,
Technologien
und
Personen
verstanden.
Dies
umfasst
alle
Formen
der
Kooperationsbeziehungen in den Bereichen der Forschung und Lehre zwischen Hochschulen
und externen Partnern in Wirtschaft, Politik, Kultur und öffentlichem Sektor. Beispiele dieser
Kooperationsbeziehungen sind:
-
in der Forschung: Auftragsforschung, Forschungskooperationen, Gründungen,
Patent- und Lizenzvereinbarungen, Co-Publikationen, Gutachten und Mitwirkung in
Beratungsgremien, Politikberatung, kooperative Professuren, Stiftungsprofessuren
-
in der Lehre: duale Studiengänge, kooperative Promotionen, Kooperationen in der
Weiterbildung, Mitwirkung in der Lehre, Praktika und Stipendien, Service-Learning,
Betreuung von Abschlussarbeiten und Promotionen, Mentoring und Coaching.

12
Punktwertrechnung Dritte Mission:
Bei
Erreichen
der
folgenden
Werte
für
immatrikulierte
Teilnehmer
in
Weiterbildungsstudiengängen und weiterbildenden Studien im Jahr 2024 werden der UL
Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 1.000
6
Von 950 bis unter 1.000
5
Von 900 bis unter 950
4
Von 850 bis unter 900
3
Von 800 bis unter 850
2
Bei Erreichen der folgenden Werte für Patentverwertungserlöse (2021 bis 2024; Summe)
werden der UL Punkte wie folgt angerechnet:
In T€
Punkte
Ab 180
6
Von 171 bis unter 180
5
Von 162 bis unter 171
4
Von 153 bis unter 162
3
Von 144 bis unter 153
2
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Anzahl der Ausgründungen (2021 bis 2024; Summe)
werden der UL Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 80
6
Von 76 bis 79
5
Von 72 bis 75
4
Von 68 bis 71
3
Von 64 bis 67
2
Der Punktwert für die Ziele in der Dritten Mission ergibt sich aus der Summe der Punktwerte
für die einzelnen Indikatoren; höchstens 15 Punkte.

13
2 Mittelzuweisungen, Berichterstattung und Abrechnung
2.1
Mittelzuweisung
Auf Grundlage der im Doppelhaushalt 2021/2022 eingestellten Mittel beträgt das
Zielvereinbarungsbudget der UL im Jahr 2021 9.830,6 T€ und im Jahr 2022 10.142,2 T€.
Vorbehaltlich der Entscheidung des Haushaltsgesetzgebers zum Doppelhaushalt 2023/2024
beträgt das Zielvereinbarungsbudget im Jahr 2023 10.326,5 T€ und im Jahr 2024
10.514,4 T€.
Das vereinbarte Zielvereinbarungsbudget wird jährlich während der Laufzeit der
Zielvereinbarungsperiode vollständig der Hochschule zugewiesen. Nach Ablauf der
Zielvereinbarungsperiode erfolgt durch das SMWK eine Abrechnung der Zielerreichung unter
Berücksichtigung des Grades der Zielerreichung und der Gewichtung der Ziele, vgl. 2.3.
Bei der Bemessung des vorgenannten Zielvereinbarungsbudgets wird das Nichterreichen
vereinbarter Ziele aus der Zielvereinbarungsperiode 2017 bis 2020 im Ergebnis der
Abrechnung der Zielvereinbarungsperiode 2017 bis 2020 gemäß § 4 Abs. 4 S. 2 Sächsische
Hochschulsteuerungsverordnung
durch
Verrechnung
in
den
Zuweisungen
des
Zielvereinbarungsbudgets in den Jahren 2022 bis 2024 zu gleichen Teilen berücksichtigt.
Die Ressourcen aus den Bundesmitteln des Zukunftsvertrags Studium und Lehre stärken und
des auslaufenden Hochschulpakts werden wie folgt zugewiesen:
-
Der UL werden Mittel aus dem Zukunftsvertrag und dem auslaufenden Hochschulpakt
in Summe (ohne Medizinische Fakultät) wie folgt zugewiesen:
2021
25.725,0 T€
2022
26.239,5 T€
2023
26.754,0 T€
2024
27.302,8 T€
Die Zuweisung und die Budgethöhe für die Jahre 2022, 2023 und 2024 stehen unter
dem Vorbehalt der Entscheidung der Haushaltsgesetzgeber.
-
Aus dem Zukunftsvertrag werden der UL in den Jahren 2021 bis 2024 Stellen (ohne
Medizinische Fakultät) wie folgt zugewiesen:
2021
114 Stellen
2022
208 Stellen
2023
311 Stellen
2024
311 Stellen
Die Zuweisung der Stellen für die Jahre 2023/2024 erfolgt vorbehaltlich der
Entscheidung des Haushaltsgesetzgebers zum Doppelhaushalt 2023/2024.
Die UL wird im Umfang von 24 VZÄ durch abgeordnete Lehrkräfte aus dem Schulbereich
hinsichtlich der Lehrerausbildung zusätzlich unterstützt.

14
2.2
Berichterstattung
Die UL berichtet dem SMWK auf der Grundlage ihrer jeweiligen Zielvereinbarung über die
Zielerreichung. Das SMWK übermittelt den Hochschulen eine Vorlage zur Berichterstattung
über die Zielerreichung.
Die UL berichtet ab Beginn der Zielvereinbarungsperiode alle zwei Jahre über den Stand der
Umsetzung der vereinbarten Ziele. Stichtage sind der 31.12.2022 und der 31.12.2024. Wenn
Ziele an einen früheren Zeitpunkt geknüpft sind, dann ist darüber spätestens zum Ende des
folgenden Quartals Bericht zu erstatten, sonst ist der jeweilige Bericht spätestens zum Ende
des 1. Quartals nach Ablauf des zweijährigen Berichtszeitraumes beim SMWK vorzulegen.
Bei Abweichungen von den festgelegten Zielen erläutert die UL die Ursachen. Beim Eintreffen
von Ereignissen mit schwerwiegendem Einfluss auf das sächsische bzw. bundesdeutsche
Hochschulsystem, die die Erfüllung vereinbarter Ziele verhindern, setzen sich die
Vereinbarungspartner gegenseitig unverzüglich darüber in Kenntnis (ad-hoc Berichte). Daraus
resultierende Abweichungen im Rahmen der Zielerfüllung sind zwischen dem SMWK und der
UL festzuhalten. Grundsätzlich sind Abweichungen in den Zielvereinbarungsberichten
darzulegen.
Zusätzlich zu den schriftlichen Berichten, werden die UL und das SMWK zum Stand der
Umsetzung der Zielvereinbarungen in kontinuierlichem Austausch miteinander stehen. Dazu
findet mindestens einmal jährlich ein gemeinsames Gespräch zwischen der UL und dem
SMWK statt.
Im Übrigen berichtet die UL dem SMWK jährlich bis zum 15. Dezember zum Stichtag
1. November zu den je Schulart und Fach aufgenommenen Studienanfängern im ersten
Fachsemester sowie zu den je Fachsemester an der Hochschule eingeschriebenen
Lehramtsstudierenden.
2.3
Abrechnung
Auf Basis der Auswertungsberichte zur Zielvereinbarung ermittelt das SMWK nach Ablauf der
Zielvereinbarungsperiode den Grad der Zielerreichung nach dem in den einzelnen
Zielbereichen definierten Punktesystem.
Bleiben bei der Addition der Punkte eines Zielbereiches (Ziff. 1.1/ 1.2/ 1.3/ 1.4) – durch die
Definition des Höchstwertes – Punkte unberücksichtigt, können diese zum Erreichen des
Höchstwertes in anderen Zielbereichen angerechnet werden. Dies gilt nicht, wenn ein oder
mehrere Ziele dieses Zielbereiches gänzlich verfehlt werden (keine Punkte). Erreicht die UL
nach der Aufsummierung der Punkte aller Zielbereiche weniger als 100 % – das entspricht
einem Wert von 100 Punkten – so führt dies zu einem prozentualen Abzug im
Zielvereinbarungsbudget. Dieser Abzug wird gemäß Hochschulsteuerungsverordnung mit
dem Zielvereinbarungsbudget der kommenden Periode verrechnet.
Werden die Planungsgrößen für die Studienanfänger in den Lehramtsstudiengängen (Ziff.
1.2.6) im Durchschnitt der Jahre 2021 bis 2024 von der UL nicht erreicht, so ist bei einer
Abweichung von der Gesamtplanungsgröße (
1.490 Studienanfänger pro Jahr in
Lehramtsstudiengängen) von
mehr als -10 % ein jährlicher Budgetanteil von 900,0 T€ anteilig
in Höhe der prozentualen Abweichung an das SMWK zurückzuzahlen. Dieser Abzug wird mit
dem Zielvereinbarungsbudget der kommenden Periode verrechnet.

15
3 Unterzeichnung und Inkrafttreten
Die Zielvereinbarung tritt mit Wirkung vom 01.01.2021 in Kraft.
Dresden, den 04.06.2021
Sebastian Gemkow
Staatsminister
Prof. Dr. med. Beate A. Schücking
Rektorin

1
4 Anlage 1: Fächerangebot gemäß Ziffer 1.2.5
Fächergruppe
Studienbereich
Studienfach
Agrar-, Forst- und
Ernährungswissenschaften,
Veterinärmedizin
Veterinärmedizin
Tiermedizin/Veterinärmedizin (156)
Geisteswissenschaften
Allg. und vergleichende Literatur- und
Sprachwissenschaft
Allgemeine Sprachwissenschaft/Indogermanistik (152)
Altphilologie (klass. Philologie),
Neugriechisch
Griechisch (070)
Latein (095)
Anglistik, Amerikanistik
Amerikanistik/Amerikakunde (006)
Anglistik/Englisch (008)
Außereuropäische Sprach- und
Kulturwissenschaften
Afrikanistik (002)
Ägyptologie (001)
Arabisch/Arabistik (010)
Asiatische Sprachen und Kulturen/Asienwissenschaften (187)
Japanologie (085)
Orientalistik/Altorientalistik (122)
Sinologie/Koreanistik (145)

2
Evangelische Theologie, - Religionslehre
Evangelische Religionspädagogik/kirchliche Bildungsarbeit
(544)
Evangelische Theologie, - Religionslehre (053)
Germanistik (Deutsch, germanische
Sprachen ohne Anglistik)
Deutsch als Fremdsprache oder als Zweitsprache (271)
Germanistik/Deutsch (067)
Geschichte
Alte Geschichte (272)
Archäologie (012)
Geschichte (068)
Mittlere und neuere Geschichte (273)
Kulturwissenschaften i.e.S.
Ethnologie (173)
Europäische Ethnologie und Kulturwissenschaft (024)
Philosophie
Ethik (169)
Philosophie (127)
Religionswissenschaft (136)
Romanistik
Französisch (059)
Italienisch (084)
Romanistik (Romanische Philologie, Einzelsprachen a.n.g.)
(137)

3
Spanisch (150)
Slawistik, Baltistik, Finno-Ugristik
Polnisch (206)
Russisch (139)
Slawistik (Slawische Philologie) (146)
Sorbisch (207)
Tschechisch (209)
Westslawisch (allgemein und a.n.g.) (130)
Humanmedizin/
Gesundheitswissenschaften
Humanmedizin (ohne Zahnmedizin)
Medizin (Allgemein-Medizin) (107)
Zahnmedizin
Zahnmedizin (185)
Ingenieurwissenschaften
Informatik
Bioinformatik (221)
Informatik (079)
Wirtschaftsinformatik (277)
Kunst, Kunstwissenschaft
Darstellende Kunst, Film und Fernsehen,
Theaterwissenschaft
Theaterwissenschaft (155)
Gestaltung
Angewandte Kunst (007)
Kunst, Kunstwissenschaft allg.
Kunsterziehung (091)
Kunstgeschichte/Kunstwissenschaft (092)

4
Musik, Musikwissenschaft
Musikwissenschaft/-geschichte (114)
Mathematik,
Naturwissenschaften
Biologie
Biologie (026)
Chemie
Biochemie (025)
Chemie (032)
Geographie
Geographie/Erdkunde (050)
Geowissenschaften (ohne Geographie)
Geophysik (066)
Meteorologie (110)
Mineralogie (111)
Mathematik
Mathematik (105)
Wirtschaftsmathematik (276)
Pharmazie
Pharmazie (126)
Physik, Astronomie
Physik (128)
Rechts-, Wirtschafts- und
Sozialwissenschaften
Erziehungswissenschaften
Erziehungswissenschaft (Pädagogik) (052)
Grundschul-/Primarstufenpädagogik (115)
Sonderpädagogik (190)
Politikwissenschaften
Politikwissenschaft/Politologie (129)

5
Psychologie
Psychologie (132)
Rechts-, Wirtschafts- und
Sozialwissenschaften allgemein
Kommunikationswissenschaft/Publizistik (303)
Lernbereich Gesellschaftslehre (154)
Rechtswissenschaften
Rechtswissenschaft (135)
Sozialwissenschaften
Sozialwissenschaft (148)
Soziologie (149)
Wirtschaftswissenschaften
Betriebswirtschaftslehre (021)
Volkswirtschaftslehre (175)
Wirtschaftspädagogik (181)
Wirtschaftswissenschaften (184)
Sport
Sport, Sportwissenschaft
Sportpädagogik/Sportpsychologie (098)