Zielvereinbarung
gemäß § 10 Abs. 2 SächsHSFG
zwischen
der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
vertreten durch den Rektor Herrn Thomas Locher
und
dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und
Tourismus
vertreten durch den Staatsminister Sebastian Gemkow
für die Jahre 2021 bis 2024

Inhaltsverzeichnis
Präambel ............................................................................................................................... 1
1
Hochschulpolitische Ziele ............................................................................................... 3
1.1
Übergreifende Ziele ................................................................................................. 3
1.2
Lehre und Studium .................................................................................................. 5
1.3
Forschung / Künstlerische Praxis ............................................................................ 7
1.4
Dritte Mission – Gesellschaftliche Rolle und soziale Verantwortung ........................ 8
2
Mittelzuweisungen, Berichterstattung und Abrechnung .................................................. 9
2.1
Mittelzuweisung ....................................................................................................... 9
2.2
Berichterstattung ..................................................................................................... 9
2.3
Abrechnung ............................................................................................................10
3
Unterzeichnung und Inkrafttreten ..................................................................................10
4
Anlage: Fächerangebot

1
Präambel
Die Staatsregierung hat am 22.11.2016 die „Hochschulentwicklungsplanung 2025“ (HEP
2025) beschlossen, welcher die strategischen Zielsetzungen und Entwicklungserwartungen
an die staatlichen Hochschulen im Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsministeriums für
Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) vorgibt. Diese im Dialog mit den Hochschulen
entstandene Hochschulentwicklungsplanung ist getragen von den Leitlinien der finanziellen
und inhaltlichen Planungssicherheit, der Hochschulautonomie, der standortspezifischen
Ausdifferenzierung,
der
Chancengleichheit
sowie
der
Aufrechterhaltung
des
Qualitätsanspruches in Lehre und Forschung in der sächsischen Hochschullandschaft. Hierzu
dient auch die Sicherung des landesweit abgestimmten Fächerangebotes.
Der Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken wurde am 6. Juni 2019 von den
Regierungschefs von Bund und Ländern beschlossen. Er stellt die Nachfolge des
Hochschulpakts (HSP) dar und ist auf Dauer angelegt. Mit dem Zukunftsvertrag sollen eine
hohe Qualität von Studium und Lehre sowie gute Studienbedingungen gewährleistet werden.
Gleichzeitig sollen die Studienplatzkapazitäten in Deutschland bedarfsgerecht erhalten
werden. Die Umsetzung des Zukunftsvertrages ist in den Zielvereinbarungen mit den
Hochschulen verankert.
Zur Umsetzung dieser staatlichen Hochschulentwicklungsplanung schließt das SMWK gemäß
§ 10 Abs. 2 des Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetzes (SächsHSFG) mit den einzelnen
Hochschulen als Bestandteil eines umfassenden Controllings regelmäßig Zielvereinbarungen
ab. Der HEP 2025 wurde daher so hinreichend flexibel wie möglich ausgestaltet, um den
Hochschulen die Chance zu geben, auf neue Herausforderungen und Tendenzen reagieren
zu können bzw. selbst Motor derartiger Veränderungen zu sein. Ziele und Handlungsaufträge
wurden daher von staatlicher Seite nur so detailliert vorgegeben, wie dies zwingend notwendig
ist. Insbesondere bei den hochschulspezifischen Zielen bedarf es bei der Untersetzung eines
kurzfristigeren Planungshorizonts, weshalb die Zielvereinbarungen auf vier Jahre angelegt
sind. Die hochschulinterne Umsetzung erfolgt auf Grundlage der Entwicklungsplanung jeder
einzelnen
Hochschule
sowie
der
hochschulindividuellen
Konkretisierung
durch
hochschulinterne Zielvereinbarungen
.
Der Freistaat Sachsen unterstützt die Hochschulen bei der Umsetzung der Ziele des HEP
2025 durch die Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen. Dazu gehört insbesondere
die Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen entsprechend der Beschlüsse des
Haushaltsgesetzgebers. Mit der Zuschussvereinbarung zwischen den Hochschulen und der
Staatsregierung gemäß § 10 Abs. 1 S. 4 SächsHSFG besteht finanzielle Planungssicherheit
bis Ende 2024. Die wesentlichen Bestandteile dieser Vereinbarung sind die Ausstattung der
Hochschulen mit einem Gesamtbudget bis zum Ende des Jahres 2024. Des Weiteren wird der
Einsatz der im Ergebnis der vollständigen Übernahme des BAföG für Studierende durch den
Bund freigewordenen Mittel zur Stärkung des Hochschulbereiches und der Zuweisungen des
Bundes im Rahmen des Zukunftsvertrages geregelt. Gleichzeitig verankert die
Zuschussvereinbarung die Leistungsverpflichtungen der Hochschulen. Insoweit bildet die
Zuschussvereinbarung den finanziellen Rahmen der im Folgenden geschlossenen
Zielvereinbarung, welche den HEP 2025 für jede Hochschule individualisiert.
Die 1764 gegründete Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB Leipzig) ist eine der
ältesten und renommiertesten Kunsthochschulen in Europa, die bis heute maßgeblich den
Diskurs künstlerischer Fragestellungen prägt. Mit ihren Fachgebieten Buchkunst/ Grafik-
Design, Fotografie, Malerei/ Grafik und Medienkunst sowie ihrem breiten Theorieangebot
bietet sie ein komplexes und in sich verknüpftes Portfolio für ein anspruchsvolles künstlerisch-
bildnerisches und gestalterisches Studium. Das institutionelle Selbstverständnis der HGB
Leipzig basiert auf der Balance zwischen künstlerischer Tradition und Innovation. Die Lehre
vermittelt neben künstlerischem, konzeptionellem,
handwerklichem
und medialem

2
Fachwissen ebenso soziale, gesellschaftspolitische und kommunikative Kompetenzen durch
unterschiedliche Formate der Individual- und Gruppenarbeit. Aufbauend auf einem
fachgebietsübergreifenden ersten und einem studiengangspezifischen zweiten Jahr im
Grundstudium findet das Hauptstudium (Abschluss: Diplom) ab dem fünften Semester in den
Fachklassen statt. Dabei ist die Teilnahme am Lehrangebot Theorie, welches
fächerübergreifend
kunst-
und
medienwissenschaftliche
sowie
philosophische
Fragestellungen behandelt, obligatorisch. Die Vertiefung der erworbenen Kenntnisse,
insbesondere eine weitere Förderung der künstlerischen Fähigkeiten erfolgt im
Meisterschülerstudium (Graduiertenstudium). Die HGB Leipzig ist bestrebt, vielfältige
Angebote zur künstlerischen Professionalisierung und Basisqualifikation zu entwickeln,
welche die Absolventen besser auf eine eigene freiberufliche und selbstständige Tätigkeit
vorbereiten.
Der 2009 etablierte Masterstudiengang „Kulturen des Kuratorischen" ist ein
gebührenpflichtiger postgradualer weiterbildender Studiengang, der die HGB Leipzig ebenfalls
als Hochschule von internationalem Rang auszeichnet. Besondere gesellschaftliche
Verantwortung übernimmt die HGB Leipzig seit dem Sommer 2016 mit der zusätzlichen
Aufgabe der Integration von Geflüchteten in der „Akademie für transkulturellen Austausch“
(ATA).
Die Öffnung zum Fachpublikum und für interessierte Besucher
*
des Hauses erfolgt durch
regelmäßige Diplom-, Meisterschüler- und Klassenausstellungen sowie durch die
Hochschulgalerie, das Institut für Buchkunst, die Hochschulbibliothek, das Hochschularchiv
und durch die Abendakademie, welche Aufgaben sowohl in der Studienvorbereitung als auch
in der Weiterbildung erfüllt. Im Institut für Theorie werden regelmäßig wissenschaftliche
Konferenzen und Tagungen durchgeführt und Fragen der künstlerischen Praxis intensiv
erörtert. Die Hochschule besitzt seit 2008 das Promotionsrecht.
Mit zahlreichen Veranstaltungen ist die HGB Leipzig ein wichtiger Kulturanbieter der Stadt
Leipzig und weit über den Freistaat Sachsen hinaus. Insbesondere durch Prämierungen,
Publikationen und Ausstellungen ihrer Lehrenden und Studierenden ist sie bundesweit und
international präsent. Über zahlreiche Kooperationen mit anderen Einrichtungen im In- und
Ausland einschließlich 35 Partnerschaften mit ausländischen Hochschulen sichert die HGB
Leipzig den internationalen Input im Studium sowie im Kollegium und erhöht den
Bekanntheitsgrad ihrer Absolventen und Meisterschüler. Gemessen an der Anzahl der
immatrikulierten Studierenden gehört die HGB Leipzig im Vergleich mit allen deutschen Kunst-
und Musikhochschulen in den Bereichen Studierenden- und Dozentenmobilität zu den Top 10.
Durch ihre renommierten Absolventen und Lehrenden, durch erfolgreiche projektbezogene
Kooperationen mit Kultureinrichtungen in Leipzig, einer Vielzahl von weiteren Städten in der
Bundesrepublik und in anderen Ländern hat sich die Hochschule den Ruf einer erstklassigen,
zeitgemäßen Kunstakademie erarbeitet. Diesen Ruf gilt es, auch in Zukunft zu verteidigen.
Dabei setzt die Hochschule nicht auf Quantitäten, sondern durch gezielte Auswahl adäquater
Partnerinstitutionen nach wie vor auf Qualität.
*
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Folgenden in der Regel das generische Maskulinum
verwendet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten selbstverständlich für alle Geschlechter.

3
1
Hochschulpolitische Ziele
Die HGB Leipzig bekennt sich zu den Zielen des HEP 2025 und wird neben den in diesen
bereits beschriebenen Anforderungen zur Umsetzung auch die weiteren erforderlichen
Maßnahmen ergreifen, um die Ziele der staatlichen Hochschulentwicklungsplanung zu
erfüllen. Zur Untersetzung und auf Grundlage von § 10 Abs. 2 SächsHSFG werden zwischen
der HGB Leipzig und dem SMWK folgende hochschulspezifischen Ziele vereinbart:
1.1
Übergreifende Ziele
1.1.1 Profil
Profilbildung erfolgt durch Schwerpunktsetzung, vgl. § 10 Abs. 2 S. 2 Nr. 1 SächsHSFG, und
bezeichnet das Ziel und den Prozess einer Hochschule, fachliche Schwerpunkte in ihrem
Leistungsangebot
zu
setzen
und
diese
mit
entsprechenden
Studienangeboten,
Forschungstätigkeiten sowie Ressourcen transparent zu untersetzen. Die erfolgreiche
Profilbildung verdeutlicht Stärken und Prioritäten der Hochschule sowohl nach innen als auch
nach außen. Zum Profil einer Hochschule gehört daher auch die standortspezifische
Ausdifferenzierung.
Der
hochschulinterne
Entwicklungsplan
soll
Festlegungen
zur
Profilbildung entsprechend des im Folgenden vereinbarten Profils der Hochschule enthalten.
Soweit Anpassungen oder Änderungen von Profillinien bzw. -bereichen notwendig sind, sind
diese mit dem SMWK abzustimmen.
Die HGB Leipzig und das SMWK sind sich darüber einig, dass sich das aktuelle Profil der
Hochschule wie folgt darstellt:
Das Fächerangebot der HGB Leipzig ist das einer künstlerisch-bildnerisch und gestalterisch
geprägten Kunsthochschule.
1.1.2 Hochschulinterner Entwicklungsplan
Die HGB Leipzig schreibt ihren internen Entwicklungsplan bis zum 30.06.2022 gemäß § 10
Abs. 5 SächsHSFG fort.
1.1.3 Personalentwicklung
Im Rahmen der Personalentwicklung setzt die HGB Leipzig den „Rahmenkodex über den
Umgang mit befristeter Beschäftigung und die Förderung von Karriereperspektiven an den
Hochschulen im Freistaat Sachsen“ um.
1.1.4 Familiengerechte Hochschule
Die HGB Leipzig setzt es sich zum Ziel, sowohl für die Studierenden als auch als Arbeitgeber
ein familiengerechter Hochschulstandort zu sein. Zu diesem Zweck verpflichtet sich die
Hochschule weiterhin zur Einhaltung der in der Charta „Familie in der Hochschule“
vereinbarten Standards und zur Mitgliedschaft im „Familie in der Hochschule e. V.“ Darüber
hinaus wird die HGB Leipzig ihre bisherige Mitgliedschaft evaluieren und das Ergebnis dem
SMWK bis zum 31.12.2024 zur Verfügung stellen. Zur Evaluierung der Implementierung setzt
das Rektorat eine Kommission ein, in der mindestens ein externer Sachverständiger (Vertreter
der „Koordinierungsstelle Chancengleichheit Sachsen“ (KCS)) vertreten ist.
1.1.5 Gleichstellung
Die HGB Leipzig schreibt bis zum 31.12.2022 ihr Gleichstellungskonzept aufbauend auf den
im HEP 2025 beschriebenen und auf die Hochschule individualisierten Anforderungen fort. Die
„Koordinierungsstelle Chancengleichheit Sachsen“ (KCS) soll in diesen Prozess beratend
eingebunden werden.

4
Die HGB Leipzig strebt bis zum Ende des Zielvereinbarungszeitraums einen Anteil der
Professorinnen von 34 % an.
1.1.6 Inklusion
Die
HGB
Leipzig
aktualisiert
ihren
Aktionsplan
zur
Umsetzung
der
UN-
Behindertenrechtskonvention bis zum 31.12.2022. In diesem Aktionsplan soll auch die Rolle
der Beauftragten für Studierende und Mitarbeiter mit Beeinträchtigung (Inklusionsbeauftragter)
an der HGB Leipzig gestärkt werden.
1.1.7 Internationalisierung
Ausländische Studierende, Künstler und Wissenschaftler bereichern die Forschung, Lehre und
künstlerische Praxis und tragen auf allen Ebenen zur Internationalisierung der
Hochschullandschaft bei. Die HGB Leipzig setzt die in ihrer Internationalisierungsstrategie
beschriebenen Maßnahmen kontinuierlich um.
Zudem strebt sie eine Anzahl der teilnehmenden Künstler und Wissenschaftler an
Austauschprogrammen von 22 Teilnehmenden kumuliert für die Jahre 2023 bis 2024 an.
Punktwertrechnung Übergreifende Ziele:
Bei Abgabe der Evaluationsergebnisse an das SMWK bis zum 31.12.2024 und bestehender
Mitgliedschaft im „Familie in der Hochschule e. V.“ werden der HGB Leipzig acht Punkte
angerechnet
.
Bei Erreichen der folgenden Werte für den Anteil der Professorinnen (amtliche Personal- und
Stellenstatistik 2024) werden der HGB Leipzig Punkte wie folgt angerechnet:
Anteil
Punkte
Ab 34 %
10
Von 31 % bis unter 34 %
9
Von 28 % bis unter 31 %
8
Von 25 % bis unter 28 %
7
Von 22 % bis unter 25 %
6
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Anzahl der teilnehmenden Wissenschaftler und
Künstler an Austauschprogrammen kumuliert für die Jahre 2023 bis 2024 werden der HGB
Leipzig Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 22
10
21
9
20
8
19
7
18
6
Der Punktwert für die Übergreifenden Ziele ergibt sich aus der Summe der Punktwerte für die
einzelnen Indikatoren; höchstens 25 Punkte.

5
1.2
Lehre und Studium
1.2.1 Anzahl der Studierenden
Die HGB Leipzig strebt im Jahr 2024 folgende Zielzahl für die immatrikulierten Studierenden
an:
Jahr
Anzahl der
Studierenden
2024
500
1.2.2 Absolventen
Die HGB Leipzig strebt eine Anzahl der Absolventen von 200 (einschließlich Meisterschüler)
kumuliert für die Jahre 2023 und 2024 an.
1.2.3 Einhaltung der Regelstudienzeit
Die HGB Leipzig strebt einen Anteil der Studierenden im Wintersemester innerhalb der
Regelstudienzeit zuzüglich zwei Semester (Mittelwert 2023 bis 2024) von 88 % an.
1.2.4 Studienerfolg
Zum Zweck der Sicherung und Verbesserung der Qualität in der Lehre stärkt die HGB Leipzig
die hochschuldidaktische Weiterqualifizierung für alle Lehrenden unter Berücksichtigung
heterogener Zielgruppen.
Aus diesem Grund nehmen die Lehrenden der HGB Leipzig an insgesamt 8 Personentagen
kumuliert für die Jahre 2023 und 2024 an hochschuldidaktischen Weiterbildungen teil.
1.2.5 Sicherung des landesweiten Fächerangebotes
Zur Sicherung eines landesweit abgestimmten Fächerangebotes bedarf die HGB Leipzig
sowohl für die Aufnahme neuer – nicht in der Anlage aufgeführter Studienfächer – als auch für
die Aufgabe von Studienfächern, die in der Anlage aufgeführt sind, des Einvernehmens des
SMWK. Die HGB Leipzig stellt einen entsprechenden Antrag. Das SMWK erteilt das
Einvernehmen unter Beachtung der im HEP 2025 dargestellten Grundsätze.
1.2.6 Meisterschülerstudium
Die HGB Leipzig bildet Meisterschüler in Meisterschülerklassen aus. Die Hochschule strebt
eine Anzahl von 40 abgeschlossenen Meisterschülerprüfungen kumuliert für die Jahre 2023
bis 2024 an.

6
Punktwertrechnung Lehre und Studium:
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Anzahl der immatrikulierten Studierenden (amtliche
Studierendenstatistik zum WS 2024/2025) werden der HGB Leipzig Punkte wie folgt
angerechnet.
Anzahl
Punkte
Von 589 bis 600
7
Von 576 bis 588
8
Von 564 bis 575
9
Von 551 bis 563
10
Von 450 bis 550
11
Von 437 bis 449
10
Von 425 bis 436
9
Von 412 bis 424
8
Von 400 bis 411
7
Bei Erreichen der folgenden Werte für den Anteil der Studierenden im Wintersemester
innerhalb der Regelstudienzeit zuzüglich zwei Semester (amtliche Statistik der Jahre 2023 bis
2024; Mittelwert) werden der HGB Leipzig Punkte wie folgt angerechnet:
Anteil
Punkte
Ab 88 %
11
Von 86,5 % bis unter 88 %
10
Von 85 % bis unter 86,5 %
9
Von 83,5 % bis unter 85 %
8
Von 82 % bis unter 83,5 %
7
Bei Erreichen der folgenden Werte für Personentage an hochschuldidaktischen
Weiterbildungen kumuliert für die Jahre 2023 bis 2024 werden der HGB Leipzig Punkte wie
folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 8
11
7
10
6
9
5
8
4
7
Bei Erreichen der folgenden Werte für die abgeschlossenen Meisterschülerprüfungen
(amtliche Statistik der Jahre 2023 bis 2024) kumuliert für die Jahre 2023 bis 2024 werden der
HGB Leipzig Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 40
11
Von 38 bis 39
10
Von 36 bis 37
9
Von 34 bis 35
8
Von 32 bis 33
7
Der Punktwert für die Ziele in Lehre und Studium ergibt sich aus der Summe der Punktwerte
für die einzelnen Indikatoren; höchstens 40 Punkte.

7
1.3
Forschung / Künstlerische Praxis
1.3.1 Drittmittel
Die HGB Leipzig strebt Drittmitteleinnahmen in Höhe von 550 T€ kumuliert für die Jahre 2021
bis 2024 an.
1.3.2 Gutachtertätigkeiten
Die Lehrenden der HGB Leipzig werden als Juror oder Gutachter bei wichtigen künstlerischen
Projekten oder Wettbewerben eingesetzt. Die HGB Leipzig strebt eine Anzahl der
Gutachtertätigkeiten ihrer Lehrenden von 58 kumuliert für die Jahre 2023 bis 2024 an.
Punktwertrechnung Forschung / Künstlerische Praxis:
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Drittmitteleinnahmen (amtliche Statistik der Jahre
2021 bis 2024) kumuliert für die Jahre 2021 bis 2024 werden der HGB Leipzig Punkte wie folgt
angerechnet:
In T€
Punkte
Ab 550
11
Von 467 bis unter 550
10
Von 385 bis unter 467
9
Von 302 bis unter 385
8
Von 220 bis unter 302
7
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Anzahl der Gutachtertätigkeiten ihrer Lehrenden
kumuliert für die Jahre 2023 bis 2024 werden der HGB Leipzig Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 58
11
Von 55 bis 57
10
Von 52 bis 54
9
Von 49 bis 51
8
Von 46 bis 48
7
Der Punktwert für die Ziele in der Forschung / Künstlerische Praxis ergibt sich aus der Summe
der Punktwerte für die einzelnen Indikatoren; höchstens 20 Punkte.

8
1.4
Dritte Mission – Gesellschaftliche Rolle und soziale Verantwortung
1.4.1 Beitrag zur Kulturlandschaft
Die HGB Leipzig leistet einen wichtigen Beitrag zur Kulturlandschaft, indem sie an
Veranstaltungen mitwirkt und Ausstellungen organisiert bzw. anbietet. Dabei strebt die
Hochschule 20 selbst organisierte vorgenannte Veranstaltungen im Durchschnitt der Jahre
2023 bis 2024 an.
1.4.2 Transferbereitschaft / Akademische und künstlerische Weiterbildung
Die HGB Leipzig entwickelt eine Strategie für die akademische und künstlerische
Weiterbildung für alle Altersgruppen. Die Strategie soll bis zum 30.06.2022 an das SMWK
übergeben werden.
Zudem strebt die HGB Leipzig an, in ihrem weiterbildenden Studiengang „Kulturen des
Kuratorischen“ eine Anzahl von 34 Zulassungen kumuliert für die Jahre 2021 bis 2024
vorzuweisen.
Punktwertrechnung Dritte Mission:
Bei Erreichen der folgenden Werte für den Beitrag zur Kulturlandschaft (2023 bis 2024;
Mittelwert) werden der HGB Leipzig Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 20
10
19
9
18
8
17
7
16
6
Bei
Erreichen
der
folgenden
Werte
für
das
akademische
und
künstlerische
Weiterbildungsangebot im weiterbildenden Studiengang „Kulturen des Kuratorischen“
kumuliert für die Jahre 2021 bis 2024 werden der HGB Leipzig Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 34
7
Von 32 bis 33
6
Von 30 bis 31
5
Von 28 bis 29
4
Von 26 bis 27
3
Der Punktwert für die Ziele in der Dritten Mission ergibt sich aus der Summe der Punktwerte
für die einzelnen Indikatoren; höchstens 15 Punkte.

9
2 Mittelzuweisungen, Berichterstattung und Abrechnung
2.1
Mittelzuweisung
Auf Grundlage der im Doppelhaushalt 2021/2022 eingestellten Mittel beträgt das Zielverein-
barungsbudget der HGB Leipzig im Jahr 2021 441,6 T€ und im Jahr 2022 455,6 T€.
Vorbehaltlich der Entscheidung des Haushaltsgesetzgebers zum Doppelhaushalt 2023/2024
beträgt das Zielvereinbarungsbudget im Jahr 2023 463,9 T€ und im Jahr 2024 472,3 T€.
Das vereinbarte Zielvereinbarungsbudget wird jährlich während der Laufzeit der
Zielvereinbarungsperiode vollständig der Hochschule zugewiesen. Nach Ablauf der
Zielvereinbarungsperiode erfolgt durch das SMWK eine Abrechnung der Zielerreichung unter
Berücksichtigung des Grades der Zielerreichung und der Gewichtung der Ziele, vgl. 2.3.
Bei der Bemessung des vorgenannten Zielvereinbarungsbudgets wird das Nichterreichen
vereinbarter Ziele aus der Zielvereinbarungsperiode 2017 bis 2020 im Ergebnis der
Abrechnung der Zielvereinbarungsperiode 2017 bis 2020 gemäß § 4 Abs. 4 S. 2 Sächsische
Hochschulsteuerungsverordnung
durch
Verrechnung
in
den
Zuweisungen
des
Zielvereinbarungsbudgets in den Jahren 2022 bis 2024 zu gleichen Teilen berücksichtigt.
2.2
Berichterstattung
Die HGB Leipzig berichtet dem SMWK auf der Grundlage ihrer jeweiligen Zielvereinbarung
über die Zielerreichung. Das SMWK übermittelt den Hochschulen eine Vorlage zur
Berichterstattung über die Zielerreichung.
Die HGB Leipzig berichtet ab Beginn der Zielvereinbarungsperiode alle zwei Jahre über den
Stand der Umsetzung der vereinbarten Ziele. Stichtage sind der 31.12.2022 und der
31.12.2024. Wenn Ziele an einen früheren Zeitpunkt geknüpft sind, dann ist darüber
spätestens zum Ende des folgenden Quartals Bericht zu erstatten, sonst ist der jeweilige
Bericht spätestens zum Ende des 1. Quartals nach Ablauf des zweijährigen
Berichtszeitraumes beim SMWK vorzulegen.
Bei Abweichungen von den festgelegten Zielen erläutert die HGB Leipzig die Ursachen. Beim
Eintreffen von Ereignissen mit schwerwiegendem Einfluss auf das sächsische bzw.
bundesdeutsche Hochschulsystem, die die Erfüllung vereinbarter Ziele verhindern, setzen sich
die Vereinbarungspartner gegenseitig unverzüglich darüber in Kenntnis (ad-hoc Berichte).
Daraus resultierende Abweichungen im Rahmen der Zielerfüllung sind zwischen dem SMWK
und
der
HGB
Leipzig
festzuhalten.
Grundsätzlich
sind
Abweichungen
in
den
Zielvereinbarungsberichten darzulegen.
Zusätzlich zu den schriftlichen Berichten, werden die HGB Leipzig und das SMWK zum Stand
der Umsetzung der Zielvereinbarungen in kontinuierlichem Austausch miteinander stehen.
Dazu findet mindestens einmal jährlich ein gemeinsames Gespräch zwischen der HGB Leipzig
und dem SMWK statt.

10
2.3
Abrechnung
Auf Basis der Auswertungsberichte zur Zielvereinbarung ermittelt das SMWK nach Ablauf der
Zielvereinbarungsperiode den Grad der Zielerreichung nach dem in den einzelnen
Zielbereichen definierten Punktesystem.
Bleiben bei der Addition der Punkte eines Zielbereiches (Ziff. 1.1/ 1.2/ 1.3/ 1.4) – durch die
Definition des Höchstwertes – Punkte unberücksichtigt, können diese zum Erreichen des
Höchstwertes in anderen Zielbereichen angerechnet werden. Dies gilt nicht, wenn ein oder
mehrere Ziele dieses Zielbereiches gänzlich verfehlt werden (keine Punkte). Erreicht die HGB
Leipzig nach der Aufsummierung der Punkte aller Zielbereiche weniger als 100 % – das
entspricht einem Wert von 100 Punkten – so führt dies zu einem prozentualen Abzug im
Zielvereinbarungsbudget. Dieser Abzug wird gemäß Hochschulsteuerungsverordnung mit
dem Zielvereinbarungsbudget der kommenden Periode verrechnet.
3 Unterzeichnung und Inkrafttreten
Die Zielvereinbarung tritt mit Wirkung vom 01.01.2021 in Kraft.
Dresden, den 04.06.2021
Sebastian Gemkow
Staatsminister
Herr Thomas Locher
Rektor

1
4 Anlage: Fächerangebot gemäß Ziffer 1.2.5
Fächergruppe
Studienbereich
Studienfach
Kunst, Kunstwissenschaft
Bildende Kunst
Bildende Kunst/Graphik (023)
Neue Medien (287)
Gestaltung
Graphikdesign/Kommunikationsgestaltung (069)
Kunst, Kunstwissenschaft allg.
Interdisziplinäre Studien (Schwerpunkt Kunst,
Kunstwissenschaft) (040)