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Umwelterklärung
2005
Staatliche Umweltbetriebsgesellschaft

- 2 -
Inhaltsverzeichnis
Seite
1.
Vorwort
3
2.
Struktur der UBG
4
3.
Standorte
5
4.
Beschreibung der Bereiche
6
4.1
Geschäftsbereich 1: Labore
6
4.2
Geschäftsbereich 2: Umweltradioaktivität
8
4.3
Geschäftsbereich 3: Messnetzbetrieb Wasser
10
4.4
Geschäftsbereich 4: Messnetzbetrieb Luft
12
4.5
Verwaltung
14
5.
Die Leitlinien der Umweltpolitik
15
6.
Das Umweltmanagementsystem
16
6.1
Darstellung des Umweltmanagementsystems
16
6.2
Wesentliche Umweltaspekte und Umweltauswirkungen
17
6.2.1
Ermittlung und Bereitstellung von Daten
17
6.2.2
Betrieb der Messnetze, Messstationen und Messstellen
17
6.2.3
Analysen von Proben in Laboren
18
6.2.4 Gebäudereinigung
18
7.
Umweltmaßnahmen des Jahres 2005
19
8.
Umweltmaßnahmen des Jahres 2006
22
9.
Termin für die nächste Umwelterklärung
24
10.
Gültigkeitserklärung
24
Anlage: Abkürzungsverzeichnis
Impressum
Herausgeber:
Staatliche Umweltbetriebsgesellschaft
Dresdner Straße 78c, 01445 Radebeul
Internet:
www.ubg-sachsen.de
Telefon:
(0351) 83994-0; Fax: (0351) 83994-44
E-Mail:
Poststelle@ubg.smul.sachsen.de
(Kein Zugang für elektronisch signierte sowie verschlüsselte
elektronische Dokumente)
Fotos:
UBG
Redaktion:
Manfred Richter, Umweltmanagementbeauftragter
Redaktionsschluss:
Dezember 2005
Hinweis:
Diese Veröffentlichung darf weder von Parteien noch von Wahlhelfern
im Wahlkampf zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Auch
ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf die Druck-
schrift nicht in einer Weise verwendet werden, die als Parteinahme der
UBG zugunsten einzelner Gruppen verstanden werden kann. Den
Parteien ist es gestattet, die Druckschrift zur Unterrichtung ihrer Mit-
glieder zu verwenden.
Copyright:
Diese Veröffentlichung ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch
die des Nachdrucks von Auszügen und der foto-mechanischen Wieder-
gabe, sind dem Herausgeber vorbehalten.

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1. Vorwort
Die Staatliche Umweltbetriebsgesellschaft sieht es als Einrichtung im Geschäftsbereich des
Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft als besondere Verpflichtung
an, ihre gesamte Aufgabenerfüllung unter die Prämisse umweltbewussten Handelns zu stellen.
Unsere Tätigkeit der Erhebung von Daten der Medien Wasser, Boden, Luft und der Umwelt-
radioaktivität dient der Beurteilung des aktuellen Zustandes der Umwelt und ist eine Grundla-
ge für fundierte politische Entscheidungen zur Bewahrung und Gestaltung unserer Natur ins-
gesamt. Deshalb ist die Auditierung des Gesamtunternehmens nach EMAS und DIN EN ISO
14001die logische Konsequenz.
Ein erfolgreiches Umweltmanagement erfordert zunächst die Schaffung der notwendigen
Rahmenbedingungen, lebt aber danach wesentlich vom Engagement der Beschäftigten.
Jeder Mitarbeiter hat Anteil am Erfolg unserer Bemühungen durch sein tägliches Verhalten
und die aktive Umsetzung unserer Ziele. Wir wollen nicht nur auf Versäumnisse anderer hin-
weisen, sondern durch Ressourcenschonung, Energieverbrauchsminimierung und Reduzie-
rung vermeidbarer Belastungen einen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung der Umwelt
leisten.
In dieser Umwelterklärung finden Sie neben der Beschreibung unseres Unternehmens und der
Erläuterung unseres breit gefächerten Aufgabenspektrums insbesondere die Leitlinien unserer
Umweltpolitik sowie die konkreten Verbesserungsziele.
Dabei ging es uns besonders darum, nur Maßnahmen aufzunehmen, die tatsächlich maßgeb-
lich von uns beeinflusst werden können.
Wir sind uns bewusst, dass der nunmehr beschrittene Weg einen Entwicklungsprozess in
Gang setzt, der stets aufs Neue unser volles Engagement erfordert.
Ulrich Langer
Geschäftsführer

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2. Struktur
Die Staatliche Umweltbetriebsgesellschaft (UBG) ist ein Staatsbetrieb unter der Dienstauf-
sicht des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL). Die Fach-
aufsicht wird überwiegend durch das Sächsische Landesamt für Umwelt und Geologie wahr-
genommen. Im Geschäftsbereich Umweltradioaktivität obliegt die Fachaufsicht teilweise dem
SMUL.
Die UBG gliedert sich in vier Geschäftsbereiche mit insgesamt 13 Fachbereichen und einer
Verwaltung. Ein Geschäftsführer vertritt die UBG in allen Angelegenheiten.
Die Struktur der UBG zeigt nachstehendes Organigramm:
Geschäftsführer
Verwaltung
Geschäftbereich 1:
Labore
Geschäftsbereich 2:
Umweltradioaktivi-
tät
Geschäftbereich 3:
Messnetzbetrieb
Wasser
Geschäftsbereich 4:
Messnetzbetrieb
Luft
Sachgebiet
Qualitäts-
management
Fachbereich 20
Zentrale Aufgaben
Fachbereich 31
Lysimeterstation
Brandis
Fachbereich 41
Immissions-
messungen
Fachbereich 11
Geoanalytik
Fachbereich 21
1. Landesmessstelle
(Radebeul)
Fachbereich 32
Messnetzbetrieb
OW/GW (Rade-
beul)
Fachbereich 42
Emissions-
messungen
Fachbereich 12
Spezielle Wasser-
analytik
Fachbereich 22
2. Landesmessstelle
(Chemnitz)
Fachbereich 33
Messnetzbetrieb
OW/GW (Chem-
nitz)
Fachbereich 13
Allgemeine Was-
seranalytik
Fachbereich 43
Messnetzbetrieb
OW/GW
(Leipzig)
Fachbereich 14
Gewässerökologie

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3. Standorte
Radebeul
Geschäftsführung/Verwaltung
Mitarbeiter:
19
Dresdner Straße 78c
01445 Radebeul
Tel. (0351) 839 94-0
Fax (0351) 839 94-44
GB Messnetzbetrieb Wasser
Fachbereich 32
Mitarbeiter: 13
Dresdner Straße 78c
01445 Radebeul
Tel. (0351) 839 94-61
Fax (0351) 839 94-55
Neusörnewitz
GB Labore
Zentrallabor Neusörnewitz
Mitarbeiter:
48
Prasseweg 9
01640 Neusörnewitz
Tel. (03523) 809-0
Fax (03523) 809-52
Wahnsdorf
GB Umweltradioaktivität
1. Landesmessstelle
Mitarbeiter:
15
Altwahnsdorf 12
01445 Radebeul
Tel: (0351) 83 12-634
Fax (0351) 83 12-623
GB Messnetzbetrieb Luft
Altwahnsdorf 12
Mitarbeiter: 16
01445 Radebeul
Tel. (0351) 83 12-710
Fax (0351) 83 12-720
Görlitz
GB Labore
Grenzgewässerlabor Görlitz
Mitarbeiter:
5
Sattigstraße 9
02826 Görlitz
Tel. (03581) 48 67-11
Fax (03581) 48 67-12
GB Messnetzbetrieb Wasser
Fachbereich 32
Außenstelle Görlitz
Mitarbeiter:
3
Sattigstraße 9
02826 Görlitz
Tel. (03581) 48 29-32
Fax (03581) 48 29-61
Chemnitz
GB Labore
Gewässergütelabor Chemnitz
Mitarbeiter:
8
Stephanplatz 3
09112 Chemnitz
Tel. (0371) 369 34-0
Fax (0371) 369 34-11
GB Umweltradioaktivität
2. Landesmessstelle
Mitarbeiter: 7
Dresdner Straße 183
09131 Chemnitz
Tel. (0371) 4 61 24-0
Fax (0371) 4 61 24-22
GB Messnetzbetrieb Wasser
Fachbereich 33
Mitarbeiter:
8
Pornitzstraße 3a
09112 Chemnitz
Tel. (0371) 369 34-60
Fax (0371) 369 34-63
Leipzig
GB Messnetzbetrieb Wasser
Fachbereich 34
Mitarbeiter:
7
Bautzner Straße 67
04347 Leipzig
Tel. (0341) 24 21-490
Fax (0341) 24 21-414
Brandis
GB Messnetzbetrieb Wasser
Fachbereich 31
Mitarbeiter:
4
Lysimeterstation Brandis
Kleinsteinberger Straße 13,
04821 Brandis
Tel. (034292) 824-0
Fax (034292) 824-22
Bad Düben
GB Labore
Gewässergütelabor Bad Düben
Mitarbeiter:
8
Bitterfelder Straße 25
04849 Bad Düben
Tel. (034243) 338-0
Fax (034243) 338-18
Schlema
GB Umweltradioaktivität
Beratungsstelle für Radongeschütztes Bauen
Prof.-Rajewsky-Straße 4
08301 Schlema

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4. Aufgaben der Bereiche
4.1 Geschäftsbereich 1: Labore
Aufgaben des Geschäftsbereiches 1 (GB1)
sind die Erhebung und Auswertung chemi-
scher, physikalischer und biologischer Daten
für die Bereiche Wasser, Boden und Luft.
Der GB 1 gliedert sich in die Fachbereiche
Geoanalytik, Allgemeine Wasseranalytik,
Spezielle Wasseranalytik, Gewässerökologie
sowie das Sachgebiet Qualitätsmanagement.
69 Mitarbeiter sind im Zentrallabor Neusör-
newitz und in drei Gewässergütelaboren be-
schäftigt.
Zentrallabor Neusörnewitz
Fachbereich Geoanalytik
(Standort Neusörnewitz)
-
Anorganische Analytik von Böden, Gesteinen und Sedimenten (Allgemeine Bodenchemie,
Bestimmung von Total- und extrahierbaren Elementgehalten, Nährstoffauszüge, Gesteins-
vollanalysen)
-
Bodenphysikalische und -mechanische Untersuchungen
-
Organische Analytik von Böden und Sedimenten
Fachbereich Allgemeine Wasseranalytik
(Standorte: Neusörnewitz, Chemnitz, Bad Düben und Görlitz)
-
Probennahme an Fließ- und Standgewässern sowie Entnahme von Sedimentproben ein-
schließlich der teilweise bereits während der Probennahme zu bestimmenden Physikalisch-
chemischen Kenngrößen
-
Analyse der Hauptinhaltsstoffe, Verunreinigungen und Nebenbestandteile der wichtigsten
Summen- und Einzelparameter
-
Betrieb von fünf Gewässergütemessstationen
Gewässergütemessstation Zehren
Kontinuierlicher Probensammler in einer Gewässergütemessstation

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- 7 -
Fachbereich Spezielle Wasseranalytik
(Standort Neusörnewitz)
-
Organische Analytik - Bestimmung eines sehr breiten Spektrums umweltrelevanter Para-
metergruppen im Spuren- und Ultraspurenbereich wie BETX, PAK, LHKW, PCB, Chlor-
benzole, Pestizide oder Zinnorganische Verbindungen in Wasserproben
-
Metallanalytik - Ermittlung der Konzentrationen von im Wasser gelöst oder partikulär vor-
liegenden Kationen und Schwermetallen (auf Anforderung bis zu 60 Elemente)
GC-MS-Gerät zur Analyse von organischen Spurensubstanzen
Analyse des Pflanzenschutzmittels Carbamazepin
Fachbereich Gewässerökologie
(Standorte Neusörnewitz, Chemnitz, Bad Düben u. Görlitz)
-
Bestimmung der biologischen Gewässergüte mittels Makro- und Mikroorganismen
-
Erstellung von Arteninventaren zur Beurteilung des ökologischen Zustands von Stand- und
Fließgewässern als Forderung der EU-Wasserrahmenrichtlinie mittels biologischer Kom-
ponenten
-
Mikrobiologische Untersuchungen von Stand- und Fließgewässern sowie des Grundwas-
sers
-
Toxikologische Untersuchungen auf 2 trophischen Ebenen
-
Qualitative und quantitative Phytoplankton- und Chlorophylluntersuchung zur Trophie-
bestimmung
-
Fachliche Mitarbeit beim Biomonitoring in den Gewässergütemessstationen
Sachgebiet Qualitätsmanagement
(Standort Neusörnewitz)
-
Verantwortlich für die Akkreditierung des Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN
ISO/IEC 17025 unter Berücksichtigung des Fachmoduls Wasser und des Bundesboden-
schutzgesetzes sowie für die Aufgaben des IMS im Geschäftsbereich
-
Führung des Qualitätsmanagement-Handbuches und Unterstützung der Fachbereiche bei
der Erstellung und Aktualisierung von Standardarbeitsvorschriften
-
Durchführung von Vergleichsanalysen und Audits innerhalb des Geschäftsbereiches Labo-
re
-
Durchführung von Ringversuchen zur Überwachung von Privatlaboren im Rahmen der
Sächsischen Eigenkontrollverordnung und Organisation der länderübergreifenden Ringver-
suche im Rahmen der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser/Abwasser (LAWA)

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- 8 -
4.2 Geschäftsbereich 2: Umweltradioaktivität
Zu den Aufgaben des Geschäftsbereiches 2
(GB2) zählen die Überwachung der Umwelt-
radioaktivität und der anlagenbezogenen Ra-
dioaktivität, die Kontrollen und Gutachten im
Auftrag der strahlenschutzrechtlichen Auf-
sichtsbehörden, die nuklearspezifische Ge-
fahrenabwehr sowie die Beratung zum Ra-
dongeschützten Bauen.
Die Durchführung dieser Aufgaben erfolgt
durch 22 Mitarbeiter in Radebeul und Chem-
nitz. In Schlema wird tageweise die Radon-
beratungsstelle besetzt.
1. Landesmessstelle in Radebeul
Leistungen
Messstände für gammaspektrometrische Untersuchungen
Probennahmeorte nach dem Strahlenschutzvorsorgegesetz
-
Probennahmen von Oberflächenwasser, Sedimenten, Luftschwebstaub und Niederschlag
-
Feldmessungen mittels Gammaspektrometrie, Dosisleistung sowie Radon- u.
Radonfolgeproduktmessung
-
Gamma- und Alphaspektrometrische Analytik sowie Einzelnuklidanalytik
Überwachung der Umweltradioaktivität
Betrieb der Landesmessstellen und der Lan-
desdatenzentrale.
-
Vollzug der Messaufgaben des Strahlen-
schutzvorsorgegesetzes sowie flächenhafte
Vorsorgeüberwachung der Umwelt auf
Einträge von künstlicher Radioaktivität
-
Messung und Berichterstattung an den
Bund im Rahmen des Integrierten Mess-
und Informationssystems (IMIS)
-
Ermittlung der Radioaktivität in unter-
schiedlichsten Proben
Standorte des ehemaligen Uranbergbaus

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Überwachung der anlagenbezogenen Radioaktivität
-
Durchführung von Kontrollprogrammen, Störfalltrainings sowie Kontrollmessungen im
Rahmen der Eigenüberwachung des Vereins für Kernverfahrenstechnik und Analytik am
Forschungsstandort Rossendorf
-
Kontrollen der Eigenüberwachung der Wismut GmbH an den Standorten des ehemaligen
Uranbergbaus sowie Monitoring an den übrigen Standorten
Forschungsprojekte und Werkverträge
Spezielle radiochemische Analytik zur Unterstützung der Aufgaben des LfUG.
Radonberatung
-
Durchführung von Bürgerberatungen
-
Hilfe zur Selbsthilfe
-
Fördermöglichkeiten des Freistaates werden erläutert

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- 10 -
4.3 Geschäftsbereich 3: Messnetzbetrieb Wasser
Zu den Aufgaben des Geschäftsbereiches 3 (GB 3) gehören die Messung sowie statistische
Auswertung von Wasserständen und Durchflüssen, die Ermittlung von Bodenwasserhaus-
haltsgrößen aus Lysimetern und die Probennahmen in vier Fachbereichen durch 35 Mitarbei-
ter an fünf Standorten. Eine gewisse Sonderstellung kommt hierbei dem Fachbereich 31 Ly-
simeterstation Brandis zu, während die Fachbereiche 32 bis 34 prinzipiell die gleichen Aufga-
ben des Messnetzbetriebes Oberflächen- und Grundwasser für die territorialen Einzugsgebiete
Radebeul/Görlitz, Chemnitz und Leipzig wahrnehmen.
Messnetz Oberflächenwasser „Stand und Menge“
-
Betreuung von über 200 z. T. mit Daten-
fernübertragung ausgerüsteten Pegeln
einschließlich über 100 Hochwassermel-
depegeln
-
Modernisierung, Neubau und Unterhal-
tung der Pegelanlagen vorzugsweise
durch hochwassersichere Ausrüstung mit
redundanter Messtechnik
-
Erfassung und statistische Aufbereitung
von Wasserständen und Durchflussmen-
gen sowie Erarbeitung einer Jahresstatis-
tik
-
Anleitung und Kontrolle von ehrenamtli-
chen Pegelbeobachtern
-
Betrieb eines Niederschlagsmessnetzes
Pegel Elsterberg
Grundwassermessnetze
-
Betreuung von etwa 2000 Messstellen
(Brunnen, Beobachtungsrohre oder Quel-
len) in Messnetzen
-
Probennahme
zur
Grundwassergüte-
überwachung mit Vor-Ort-Analytik an
etwa 350 Messstellen (Übergabe der Pro-
ben an die Labore des GB 1 zur Analyse)
-
Messung des Grundwasserstandes durch
ehrenamtliche Beobachter sowie deren
Anleitung und Kontrolle
-
Statistische Aufbereitung und Auswer-
tung der Messwerte sowie Stammdaten-
erfassung und -pflege
-
Darstellung der Wasserstände und der
zugehörigen Zeitabläufe in Form von
Grundwasserganglinien
Einbau der Probennahmetechnik in eine Grundwassermessstelle

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- 11 -
Lysimeterstation Brandis – Messnetz Bodenwasser
-
Betrieb von etwa 20 Versickerungsmes-
sern und 24 wägbaren Lysimetern mit
verschiedenen Böden
-
Tägliche Messung von Niederschlag, Si-
ckerwasser und Änderung der Boden-
wasservorräte sowie Ermittlung der rea-
len Verdunstung
-
Analyse der Inhaltsstoffe von Nieder-
schlag und Sickerwasser
-
Erfassung und Auswertung von Boden-
untersuchungen und den Parametern der
landwirtschaftlichen Nutzung
-
Durchführung von Untersuchungen zum
Wasser- und Stoffhaushalt im Fluss -
Einzugsgebiet der Parte
Lysimeter

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- 12 -
4.4 Geschäftsbereich 4: Messnetzbetrieb Luft
Die Aufgabe des Geschäftsbereiches 4
(GB 4) besteht in der laufenden Überwa-
chung der Luftqualität in den Fachbereichen
Immissionsmessungen und Emissionsmes-
sungen am Standort Radebeul-Wahnsdorf
durch 16 Mitarbeiter.
Turmhaus Wahnsdorf
Betrieb des stationären Luftmessnetzes des Freistaates
:
-
Online-Betrieb von 32 stationären Messstationen mit Übergabe der Messdaten in das Inter-
net
-
Laufende Messung der Luftgüteparameter SO
2
, NO
x
, Ozon, Benzol, Toluol, Xylole,
Schwebstaub, Ruß
-
Gewinnung meteorologischer Daten zur Einschätzung der Luftgüteparameter
-
Sammlung von Schwebstaub (PM 10- und PM 2,5-Fraktionen) und Sedimentationsstaub
zur analytischen Bestimmung von Schwermetallen, polyzyklischen Kohlenwasserstoffen
(PAK) und Ruß
-
Absicherung der Messdatenverarbeitung und Kommunikation
-
Betreiben einer Messnetzzentrale, Plausibilitätskontrolle der Daten sowie deren Übergabe
an das Landesamt für Umwelt und Geologie und an die Öffentlichkeit
-
Wartung, Reparatur und Kalibrierung von ca. 600 Gebern und Geräten
-
Einhaltung der vorgegebenen Qualitätsstandards bei den Messungen, dazu Betreiben eines
Referenz- und Kalibrierlabors (Basisverfahren)
-
Sicherung der Verfügbarkeit aller Analysatoren zu > 95% (s. Abbildung)
-
Weiterentwicklung des Luftmessnetzes entsprechend den gesetzlichen Anforderungen
Sächsisches Luftmessnetz
Datenverfügbarkeit des Luftmessnetzes
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
Januar Oktober
Juli
April
Januar Oktober
Juli
April
Januar Oktober
Juli
April
Januar Oktober
Juli
Zeitraum Jan. 1996 - Dez. 2006
in %

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Durchführung weiterer Messungen:
-
Betreuung eines Depositionsmessnetzes (Niederschlag) mit 10 Messstellen
-
Betrieb von verkehrsnahen Sondermessstellen an hochbelasteten Straßen
-
Durchführung von Sondermessungen mit Immissionsmesswagen und mobilen Containern
-
Betrieb eines Partikelmesssystems im Submikronbereich (Zählung ultrafeiner Partikel) in
Dresden Nord
-
Betrieb von Verkehrszähleinrichtungen bei verkehrsnahen Messungen
-
Betreuung eines akustischen Messsystems (SODAR) in Neuhausen
-
Durchführung von Emissionsmessungen an ausgewählten Anlagen aus besonderem Anlass

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- 14 -
4.5 Verwaltung
Standort Radebeul
Die Verwaltung ist die Serviceabteilung für die Geschäftsführung und die Geschäftsbereiche.
Sie stellt die für die Leistungserbringung erforderlichen Ressourcen mit folgenden Aufgaben-
schwerpunkten in 5 Sachbereichen zur Verfügung:
Kaufmännischer Bereich
-
Vollzug und Überwachung aller Zahlungsvorgänge
-
Erstellung des jährlichen Wirtschaftsplans und des Jahresabschlusses sowie der mittelfristi-
gen Finanz- und Investitionsplanung
-
Laufende Anlagenbuchhaltung
-
Jährliche Produktkalkulation und Weiterentwicklung der Kosten- und Leistungsrechnung,
des Controllings und Berichtswesens
Personal/Organisation
Betreuung von ca. 160 Beschäftigten der UBG sowie einer wechselnden Anzahl von ABM-
Kräften, Zivildienstleistenden, Auszubildenden und Praktikanten
Organisation der eigenen Ausbildungsgänge und Bearbeitung von Fortbildungsanträgen
Kontinuierliche Begleitung und Fortschreibung aller Prozesse der Aufbau- und Ablauf-
organisation
Informations- und Kommunikationstechnik
Planung und Realisierung der IT-Unterstützung der Geschäftsbereiche
Gewährleistung der Funktionalität der zentralen Bürokommunikationsinfrastruktur
Bereitstellung der erforderlichen IT-Arbeitsplatzausstattung und Anwenderunterstützung
Einkauf/Fuhrpark
Beschaffung von Lieferungen und Leistungen
Verwaltung des Fuhrparks
Bearbeitung von Dienstreisevorgängen
Liegenschaften
Bewirtschaftung der Dienstgebäude und Betriebsanlagen sowie Abwicklung des kleinen
Baubedarfs und des Bauunterhalts
Vorbereitung und Begleitung von Baumaßnahmen
Grundbuchrechtliche Sicherung des gewässerkundlichen Messnetzes des Freistaates
Abwicklung von Vertragsangelegenheiten

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5. Die Leitlinien der Umweltpolitik
Als staatlicher Fachbetrieb im Geschäftsbereich des Staatsministeriums für Umwelt und
Landwirtschaft leisten wir unseren Beitrag zum Erhalt einer gesunden Umwelt als einer we-
sentlichen Lebensgrundlage des Menschen durch Analysen und Messungen sowie anschlie-
ßender Übergabe der Ergebnisse an unsere Auftraggeber zur Auswertung und weiteren Bear-
beitung. Dies verpflichtet uns auch, unsere eigenen Tätigkeiten und innerbetrieblichen Abläu-
fe nachhaltig umweltgerecht auszuüben und zu gestalten. Die UBG setzt sich das Ziel, den
Umweltschutz in ihrem Bereich kontinuierlich zu verbessern. Sie gewährleistet durch den
Aufbau eines Umweltmanagementsystems die Umsetzung dieser Leitlinien.
Die Messung und Analytik der verschiedenen Umweltkompartimente (Boden, Wasser, Luft)
und der Umweltradioaktivität in hoher Qualität und in Erfüllung der uns gestellten Aufgaben-
komplexe ist die wesentlichste Umweltleistung der UBG. Aus- und Bewertungen der Um-
weltqualität des Freistaates Sachsen durch unsere Auftraggeber können nur auf Basis unserer
breit gefächerten Mess- und Probenahmepunkte sowie einer normengerechten Messung und
Analytik hoher Qualität erfolgen.
Wir achten auf einen sinnvollen Einsatz von Elektroenergie. Die für die Analytik erforderli-
chen Chemikalien reduzieren wir auf das nötige Maß. Da wir im Normenausschuss der DIN,
in der LAWA und in weiteren nationalen und internationalen Gremien mitarbeiten, wirken
wir bereits bei der Erarbeitung von Normen und Vorschriften darauf hin, dass möglichst ge-
ringe Mengen an umweltbelastenden Chemikalien zur Durchführung der Analysen verwendet
werden.
Wir sind dazu verpflichtet, die gesetzlichen Anforderungen des Umweltschutzes zu erfüllen.
Die für unsere Tätigkeit relevanten Gesetze und Verordnungen werden kontinuierlich aktuali-
siert und im Rahmen der Umweltbetriebsprüfung jährlich geprüft.
Eine schonende Nutzung von Ressourcen erwarten wir auch von unseren Zulieferern und Ver-
tragspartnern. Bei Investitionen und Beschaffungen werden auch Auswirkungen auf die Um-
welt in Betracht gezogen und in angemessenem Umfang berücksichtigt. Zulieferer und Ver-
tragspartner beziehen wir dadurch in unsere Bemühungen für einen verbesserten Umwelt-
schutz ein.
Wir setzen uns Ziele zur Verbesserung unserer Umweltleistung. Deren Umsetzung, Überwa-
chung und Dokumentation wird durch die Übertragung von Zuständigkeiten und geeignete or-
ganisatorische Strukturen gewährleistet.
Mit der Teilnahme am Gemeinschaftssystem der EU für das Umweltmanagement und die
Umweltbetriebsprüfung (EMAS) verstärkt die UBG ab dem Jahr 2005 ihre Bemühungen um
einen effektiven und nachhaltigen Umweltschutz.
Im Dialog mit der Öffentlichkeit, z. B. durch Informationsschriften und bei Vorträgen, berich-
ten wir über unsere Umweltleistungen
.
Mit der Umwelterklärung, welche jährlich aktualisiert
wird, stellen wir uns der öffentlichen Diskussion.
Unsere wichtigste Leistung: Wir ermitteln Umweltdaten
Wir halten die Rechtsvorschriften ein
Und wir berichten darüber
Wir setzen Elektroenergie und Stoffe sparsam ein
Wir beziehen unsere Partner ein
Wir verbessern uns kontinuierlich

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GF
IMS-V
IMS-B GB 1
IMS-B GB 2
IMS-B GB 3
IMS-B GB 4
IMS-B V
FASi
GB 1
GB 2
GB 3
GB 4
V
Arbeitsgruppe IMS
6. Das Umweltmanagementsystem der UBG
6.1. Darstellung
Das Integrierte Managementsystem (IMS) der UBG besteht aus dem Qualitätsmanagement-
system (QMS) und dem Umweltmanagementsystem (UMS). Das QMS baut auf bereits er-
folgten Akkreditierungen nach DIN EN ISO/IEC 17025:2000 eines großen Teils der Verfah-
ren bzw. Methoden der Geschäftsbereiche und der Zertifizierung der UBG nach DIN EN ISO
9001:2000 auf und erfährt mit dem Bezug zur Umwelt im UMS seine vollständige Bedeutung
innerhalb der UBG. Das UMS ist der Größe, der Struktur und den Tätigkeiten des Unterneh-
mens angemessen und erfüllt die Forderungen des Anhang I der EMAS-Verordnung.
Mit der Erarbeitung, Einführung und Umsetzung des IMS wurde vom Geschäftsführer ein
IMS-Verantwortlicher (IMS-V) berufen. Diese Funktion ist dem Geschäftsführer als Stabs-
stelle unmittelbar zugeordnet. Die Arbeit des IMS-V wird in den Geschäftsbereichen und in
der Verwaltung durch IMS-Beauftragte (IMS-B) unterstützt. Die IMS-B der Verwaltung fun-
giert als Vertreterin des IMS-V. Die IMS-B des Geschäftsbereiches 1 ist Vorsitzende des Per-
sonalrates. Somit ist sicher gestellt, dass bei allen Prozessen des UMS die Belange der Mitar-
beiter direkt berücksichtigt werden.
Der IMS-V und die IMS-B arbeiten als Arbeitsgruppe IMS zusammen, bereiten die Unterla-
gen vor und setzen die beschlossenen Maßnahmen in ihren Bereichen um. Die Unterstützung
bei speziellen Fragen, wie z.B. Arbeitssicherheit und Strahlenschutz, wird aktiv durch die
Fachkraft für Arbeitssicherheit (FASi) bzw. die Strahlenschutzbeauftragten gegeben. Nach-
stehendes Schema stellt die Zuständigkeiten für das IMS dar.
Die Mitarbeiter der UBG wurden über die Einführung des IMS im Februar 2004 durch einen
Rundbrief des Geschäftsführers informiert und um Unterstützung gebeten. In Beratungen der
einzelnen Bereiche sind die Inhalte des IMS besprochen und Dokumente eingeführt worden.
Mitarbeiterschulungen wurden an allen Standorten durchgeführt. Die Dokumentation des IMS
wurde in Form des IMS-Handbuches erstellt und steht allen Mitarbeitern zur Verfügung.
Das Handbuch besteht aus den drei Teilen: Grundsätze, Verfahrensanweisungen, die für die
gesamte UBG gelten und Geschäftsordnung mit Dienstanweisungen.
Mit der externen Auditierung des Umweltmanagementsystems an allen Standorten und der
anschließenden Gültigkeitserklärung der Umwelterklärung durch den externen Gutachter sind
die Schwerpunkte des Jahres 2005 abgeschlossen. Die Registrierung der UBG durch die In-
dustrie- und Handelskammer erfolgt Anfang 2006.
In den Folgejahren werden durch die IMS-Beauftragten der Bereiche jährlich interne Audits
durchgeführt. Der Zyklus der Umweltbetriebsprüfungen und Revalidierungen beträgt auf
Grund der Umweltrelevanz der UBG drei Jahre. Somit werden alle Standorte zwischen 2006
und 2008 revalidiert.
In jedem Jahr wird eine Umwelterklärung erarbeitet und veröffentlicht.

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6.2 Wesentliche Umweltaspekte und Umweltauswirkungen
6.2.1 Ermittlung und Bereitstellung von Daten
Unser wesentlichster Umweltaspekt ist die Ermittlung und Bereitstellung von Daten über den
Zustand, die Eigenschaften und die Veränderungen der Umweltkompartimente Boden, Grund-
und Oberflächenwasser, Sedimente und Luft sowie der Umweltradioaktivität.
Diese Informationen werden für Entscheidungen in Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Wissen-
schaft und Öffentlichkeit bereitgestellt. Sie dienen der Beschreibung des Zustandes der Um-
welt, der Auswertung von Umweltereignissen, der Ableitung von Erkenntnissen über Um-
welteinflüsse und gleichzeitig der Verbesserung des Umweltbewusstseins von Entscheidungs-
trägern und Bürgern.
Umweltauswirkungen bestehen in den auf Grund dieser Daten abgeleiteten Maßnahmen zur
Verbesserung der Umweltqualität, der Vorbeugung von Schäden durch Umweltereignisse, der
Schonung von Ressourcen und in dem allgemeinen umweltgerechten Verhalten. Somit kön-
nen die vielfältigen, überwiegend durch Tätigkeiten der Menschen verursachten, Umweltaus-
wirkungen positiv beeinflusst werden.
Wir beeinflussen die Qualität unserer Arbeit und somit den Umfang der möglichen positiven
Umweltauswirkungen, indem wir bei nachstehenden Aspekten Verbesserungen vornehmen:
Quantität (Breite der Datengrundlage); Zuverlässigkeit/Genauigkeit; Verfügbarkeit; Übermitt-
lungsmöglichkeit; Zugriffsmöglichkeit; Anwendbarkeit/Auswertbarkeit; Art der Datenablage;
Zeitaufwand der Ermittlung.
Eine wichtige Maßnahme zur Verbesserung stellt die Weiterführung der bestehenden Quali-
tätsmanagementsysteme nach DIN EN ISO 9001-2000 und DIN EN ISO/IEC 17025-2005
dar.
6.2.2 Betrieb der Messnetze, Messstationen und Messstellen
Basis für die Ermittlung von Daten bildet der Betrieb von Messnetzen, Messstationen und
Messstellen. Dieser umfasst die Probennahme sowie die Funktionsüberwachung und In-
standhaltung der technischen und baulichen Anlagen. Dafür ist ein auf die jeweiligen Standor-
te und die zu erbringenden Leistungen abgestimmter Fahrzeugeinsatz erforderlich.
Als wesentlicher Umweltaspekt sind die Fahrten zu den Messstellen und Messstationen zu
nennen, da von ihnen durch den Verbrauch an Kraftstoffen und die dabei entstehenden Emis-
sionen Umweltauswirkungen ausgehen. Die UBG hält einen Fuhrpark von derzeit 39 Fahr-
zeugen bereit. Die Gesamtfahrleistung im Jahr 2004 betrug 813.000 km. Dabei wurden insge-
samt 76.117 l Kraftstoff verbraucht, davon 72.827 l Diesel und 3.290 l Benzin. Ausschlagge-
bend für die Fahrtstrecken sind in erster Linie die Erfüllung der Messaufgaben und die Ge-
währleistung der Funktion der installierten gerätetechnischen Ausrüstung. Unter Berücksich-
tigung dieser Anforderungen erfolgt eine Optimierung der Tourenplanung.
Als zweite negative Auswirkung des Fahrzeugeinsatzes auf die Umwelt betrachten wir die
Schadstoffemissionen. Diese hängen maßgeblich von der technischen Ausstattung des Fahr-
zeuges (Antriebssystem und Abgasnachbehandlung) ab und können mit der Zuordnung in
Schadstoffklassen verdeutlicht werden.
Für den Fuhrpark der UBG kann folgende Aussage getroffen werden:
Fahrzeuge in Schadstoffklasse:
Euro III: 24; D 3: 2; Euro II: 6; Euro I: 6; ohne: 1
Der Großteil der Fahrzeuge verfügt über eine emissionsmindernde technische Ausstattung.
Zur Beeinflussung dieser Aspekte und damit zur Verringerung der schädlichen Umweltaus-
wirkungen wird bei Neuanschaffungen auf die Einordnung in die Schadstoffklasse und den
herstellerseitig angegebenen Kraftstoffverbrauch Wert gelegt. Die Möglichkeit von Nachrüs-
tungen wird geprüft.

- 18 -
Einen weiteren wesentlichen direkten Umweltaspekt kann die Entsorgung des bei der Grund-
wasserprobennahme an verschiedenen Messstellen anfallenden kontaminierten Grundwassers
darstellen. Als Umweltauswirkung ist die Boden-/Wasserverschmutzung zu nennen, die je-
doch nur auftreten kann, wenn die Vorschriften der Entsorgung nicht eingehalten werden. Die
Vorgaben zur Entsorgung werden vom LfUG auf Basis der Auswertung der Parameter der
vorhergehenden Probennahmen für die einzelnen Messstellen gegeben. Sofern gegen die Ver-
sickerung des abgepumpten Wassers keine Bedenken bestehen, erfolgt diese unmittelbar im
Gebiet der Messstelle. Kontaminierte, nicht versickerungsfähige Grundwässer werden in Ab-
stimmung mit den Abwasserzweckverbänden über diese oder über zertifizierte Entsorgungs-
fachbetriebe entsorgt. Gewässer- und Bodenschutz werden durch die genannten Verfahrens-
weisen gewährleistet.
6.2.3 Analysen von Proben in Laboren
Die Durchführung der Analysen von Proben in Laboren beinhaltet auch Tätigkeiten mit Ge-
fahrstoffen und im Geschäftsbereich Umweltaktivität auch mit radioaktiven Stoffen. Dieser
Prozess stellt einen direkten Umweltaspekt dar. Es können Umweltauswirkungen in Form von
Boden-/Wasserverschmutzungen und Gesundheitsrisiken auftreten. Die Gefahrstoffe und die
radioaktiven Stoffe werden von Chemikalienherstellern oder Lieferfirmen beschafft. Der Um-
gang mit den Gefahrstoffen und den radioaktiven Stoffen bei der Analytik erfolgt unter Be-
achtung der Arbeits- und Strahlenschutzvorschriften. Die bei der Durchführung der Analysen
anfallenden Abfälle werden in speziellen Behältern gesammelt und von zertifizierten Entsor-
gerfirmen entsorgt. Radioaktive Abfälle werden getrennt gesammelt und an die Landessam-
melstelle abgeführt.
2004 wurden nachstehende Chemikalienmengen beschafft:
-
Anorganische Feststoffe: 273 kg (Salze u.a.)
-
Anorganische Flüssigkeiten: 1.979 l (Säuren u.a)
-
Organische Feststoffe: 52 kg (verschiedene Substanzen in kleinen Mengen)
-
Organische Flüssigkeiten: 682 l (Lösemittel)
2004 wurden nachstehende Abfallmengen entsorgt:
-
GB 1: 2.700 kg anorganische Substanzen (Säuren, Waschflüssigkeiten und Salze), 330 kg
organische Substanzen (vorwiegend Lösemittel) und 200 kg Feststoffe (belastete Aktiv-
kohle, Abluftfilter und Testplatten der Mikrobiologie)
-
GB 2: 30 kg anorganische Substanzen und 80 kg organische Substanzen
-
GB 4: Die Abfallmengen sind sehr gering und werden im GB 2 mit entsorgt.
Vom GB 2 wurden im Jahr 2004 an die Landessammelstelle nicht mehr benötigte Prüfstrahler
aus dem genehmigten Umgang mit ca. 24 MBq Gesamtaktivität (davon ca. 16 MBq Chemika-
lien mit natürlichem Uran oder Thorium) abgegeben. (Dies war in über zehn Betriebsjahren
die bisher einzige Abgabe radioaktiver Stoffe.)
6.2.4 Gebäudereinigung
Tätigkeiten mit Gefahrstoffen kommen im Zusammenhang mit der Gebäudenutzung vor,
wenn bei den Reinigungsarbeiten derartige Stoffe eingesetzt und dafür gelagert werden. Als
Umweltauswirkungen sind sowohl eine mögliche Boden-/Wasserverschmutzung als auch
Gesundheitsrisiken zu nennen. Die Reinigung der Büro- und Laborräume der UBG erfolgt an
allen Standorten durch Fremdfirmen. Diese Firmen verwenden fast ausnahmslos Reinigungs-
mittel, die keine Gefahrstoffe enthalten. Auf unsere Veranlassung hin werden nur noch Reini-
gungsmittel beschafft, die frei von derartigen Substanzen sind, so dass zukünftig dieser Um-
weltaspekt in der UBG entfallen wird.

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7. Umweltmaßnahmen des Jahres 2005
Unsere wichtigsten Umweltleistungen sind die Maßnahmen zur Verbesserung der Quantität
und der Qualität unserer Mess- und Analysenwerte. Zur Erfüllung dieser Forderungen wurde
das „Kostenoptimierte Entwicklungskonzept 2005 - 2008“ erarbeitet. In Abhängigkeit von der
finanziellen Grundlage werden die zur Verbesserung unserer Umweltleistung erforderlichen
Beschaffungen jährlich festgelegt und durchgeführt.
Nachstehend werden die Maßnahmen des Jahres 2005, gegliedert nach Geschäftsbereichen
dargelegt.
Geschäftsbereich 1 – Labore
Im Fachbereich Geoanalytik wurde ein GC-MS-Gerät beschafft. Damit kann eine Erweiterung
der Anzahl der Parameter in Sedimenten gemäß den Forderungen der EU-
Wasserrahmenrichtlinie, eine Erhöhung des Probendurchsatzes und eine Verbesserung der
Qualität der Parameter erzielt werden. Die Erhöhung der Empfindlichkeit bei der Analyse von
Sedimenten ermöglicht die Prüfung entsprechender Umweltqualitätsnormen.
Für die Sedimentationsbestimmung wurde moderne Analysentechnik beschafft. Dadurch
konnte eine deutliche Erhöhung der zu bearbeiteten Probenzahl bei gleichzeitig verbesserter
Qualität erzielt werden.
Im Fachbereich Spezielle Wasseranalytik wurde die technische Ausrüstung verbessert. Ein
sehr zeitaufwendiger Schritt der Probenaufbereitung konnte eingespart werden. Daraus resul-
tierte eine Kapazitätssteigerung.
Im Fachbereich Allgemeine Wasseranalytik wurden für zwei Labore TOC/TNb - Analysato-
ren beschafft. Damit wurden die entsprechenden Untersuchungsmethoden auf die Forderun-
gen der EU-Wasserrahmenrichtlinie umgestellt. Weiterhin werden bei der neuen Methode
deutlich weniger Chemikalien verbraucht. Die Methode ist automatisiert. Es werden zeit-
gleich zwei Parameter ermittelt. Damit kann eine deutlich höhere Anzahl von Daten zur Ver-
fügung gestellt werden.
In der Gewässergütemessstation Zehren wurde zur Überwachung der Elbe auf spezifische
Schadstoffe aus dem Raum Dresden ein Chlorkohlenwasserstoff – Monitor installiert. Damit
wird eine kontinuierliche Erfassung dieser spezifischen Schadstoffe gesichert, die bei den
bisherigen Stichproben nicht erfasst werden konnten. Damit wird eine Registrierung von au-
ßergewöhnlichen Gewässersituationen gesichert. Neben der quantitativen Erhöhung der An-
zahl der Messwerte wird eine deutliche qualitative Verbesserung erreicht, da das neue Mess-
verfahren empfindlicher ist. Außerdem stehen diese Daten online zur Verfügung.
In der Gewässergütemessstation Schmilka wurde zur Bestimmung umweltrelevanter organi-
scher Stoffgruppen ein Monitor zur UV-Absorptionsbestimmung installiert. Die online Er-
mittlung dieses Parameters ist ein wichtiger Bestandteil des internationalen Messprogramms
der Elbe. Die Messstation Schmilka ist nunmehr als internationale Messstelle im Programm
zur Identifizierung von unfallbedingten Gewässerbelastungen integriert. Gewässerverunreini-
gungen werden weitgehend automatisiert und zeitnah bestimmt. Die Ergebnisse werden onli-
ne übermittelt und stehen tagaktuell im Intranet der UBG zur weiteren Bearbeitung zur Ver-
fügung.
Im Fachbereich Gewässerökologie wurde durch eine Spezialisierung der einzelnen Bearbeiter
eine Einsparung von Arbeitszeit erzielt, die für die Bestimmung von Makrophyten (Wasser-
pflanzen) genutzt werden kann. Eine Forderung der EU-Wasserrahmenrichtlinie kann damit
erfüllt werden. Außerdem ergibt diese zusätzlich Information eine Verbesserung der Qualität
des gesamten Parameterspektrums des Fachbereiches.

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Geschäftsbereich 2 – Umweltradioaktivität
Durch den Verzicht auf die Redundanz von Messverfahren in beiden Landesmessstellen, au-
ßer im Bereich des Strahlenschutzvorsorgegesetzes, wurde eine Optimierung der Auslastung
erreicht. Durch die Beschaffung eines Low-Level-Gammaspektrometers, die Übernahme ei-
nes Gammaspektrometers von der Landesuntersuchungsanstalt für das Veterinär- und Ge-
sundheitswesens Sachsen und durch die Ersatzbeschaffung eines Liquid-Scintillations-
Counters konnte die technische Ausstattung der Laborbereiche weiter optimiert werden. Dar-
aus resultiert ein Anstieg des Leistungsumfanges.
Die Erweiterung der Datenbank zur Umweltradioaktivität im Freistaat Sachsen führte zu einer
transparenteren Gestaltung der Messdatenverarbeitung und somit zu einer Erhöhung der Qua-
lität.
Eine weitere Erhöhung der Qualität wurde durch die Maßnahmen zur Einleitung des Akkredi-
tierungsverfahrens nach DIN EN ISO/IEC 17025 erreicht. Nach Bearbeitung weniger und
geringfügiger Auflagen aus dem Audit erfolgt die Akkreditierung Anfang 2006.
Geschäftsbereich 3 – Messnetzbetrieb Wasser
Von den Mitarbeitern des Geschäftsbereiches werden in diesem Jahr 17 Pegelbaumaßnahmen
sowie die Planungen für 8 weitere Pegelbaumaßnahmen betreut. Dadurch werden die Voraus-
setzungen für die qualitative und quantitative Verbesserung für exakte Wasserstands- und
Durchflussmessungen geschaffen.
30 Pegelanlagen wurden mit automatischer Messtechnik und Datenfernübertragung ausgestat-
tet. Dadurch erhöht sich die Qualität und Verfügbarkeit von Wasserstandsdaten im Landes-
hochwasserzentrum und bei Dritten.
Durch die Betreuung der Planung der Ausrüstung von ca. 80 Grundwassermessstellen mit
automatischer Wasserstandsmessung, davon 40 Messstellen mit Datenfernübertragung, wird
die Datenmenge und -verfügbarkeit erhöht. Manuelle Übertragungsfehler werden ausge-
schlossen, so dass ebenfalls eine Verbesserung der Qualität aus der Realisierung dieser Maß-
nahmen resultiert. Besonders bei Hochwassersituationen sind diese Verbesserungen bedeu-
tungsvoll.
Ein Ombrometermessnetz, mit 22 über den Freistaat Sachsen verteilten Messstellen, wurde
aufgebaut und in Betrieb genommen. Die ermittelten Regenwassermengen werden mit Hilfe
der an jeder Messstelle vorhandenen Datenfernübertragung online übermittelt. Besonders bei
Hochwasser sind diese Messungen von hoher Bedeutung. Nunmehr verfügt der Freistaat
Sachsen über eine komplexe Erfassung sämtlicher bedeutungsvoller Wasserdaten der Parame-
ter Stand, Menge und Durchfluss.
Durch den Einsatz neuer Messverfahren, insbesondere der ADCP - Messtechnik wird die er-
forderliche Messzeit bei Durchflussmessungen verkürzt. Somit kann eine größere Anzahl von
Messungen je Pegel durchgeführt werden. Der Mittelwert dieser Messungen ist besser gesi-
chert und liegt somit in höherer Qualität vor. Die Durchflusswerte werden sofort und direkt
erstellt, während bei der konventionellen Messung diese Werte erst durch Auswertung der
Messprotokolle ermittelt werden können. Besonders bedeutungsvoll sind diese Verbesserun-
gen bei Hochwasser, da durch die Zeitvorteile mehr Messungen durchgeführt werden können.
Gesicherte Daten können, nach Validierung, dem Hochwasserzentrum des LfUG sofort von
der Messstelle übermittelt werden.

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Geschäftsbereich 4 – Messnetzbetrieb Luft
Im Januar 2005 wurden zwei zusätzliche Messcontainer in Betrieb genommen. Neben einer
deutlichen Kapazitätssteigerung erhöht sich durch die Steigerung der Dichte der Messpunkte
auch die qualitative Aussage über die gesamte Luftqualität im Freistaat Sachsen. Diese zwei
speziellen Container stehen an besonders belasteten Stellen des Straßenverkehrs in Chemnitz
und Dresden. Sie haben eine grundlegende Bedeutung für die Erfassung der Feinstaub- und
Stickoxidbelastung mit der Auswirkung, dass in diesen Städten Aktions- bzw. Luftreinhal-
tungspläne aufgestellt werden müssen.
Durch eine personelle Umstrukturierung konnten die Tätigkeiten aller Techniker optimiert
und die Instandhaltung der Messcontainer und Messräume, ohne Fremdleistungen, gewähr-
leistet werden. Zusätzlich wurde eine Stelle eingespart.
Allgemeine Verringerung des Verbrauches von Umweltressourcen
Neben diesen fachspezifischen Umweltmaßnahmen wurde auch eine allgemeine Verbrauchs-
verringerung der zur Durchführung unserer Arbeiten erforderlichen Umweltressourcen er-
reicht. Nachstehende Punkte erläutern die erzielten Ergebnisse:
-
In den Laboren wurden die Wasserstrahlpumpen durch elektrische Pumpen ausgetauscht.
Dadurch wurde eine Senkung des Wasserverbrauches möglich.
-
Bei der Analyse von Proben in den Laboren werden die Ansatzmengen kontinuierlich
durch eine Erhöhung der Empfindlichkeit der entsprechenden Bestimmungen minimiert.
Dadurch wird der Einsatz der für die Analytik erforderlichen Chemikalien reduziert. Wei-
terhin wird die Substitutionsmöglichkeit von bisher eingesetzten Chemikalien durch um-
weltverträglichere Substanzen geprüft und realisiert.
-
An allen Standorten der UBG wird ab 2005 ausschließlich Recycling-Papier eingesetzt.
Das Kopieren mehrseitiger Unterlagen erfolgt auf Duplex-Kopiergeräten. Drucker wurden
mit Duplex-Einheiten ausgestattet bzw. durch neue Drucker mit Duplex-Funktion ersetzt.
-
Der Energieverbrauch wird jährlich an Standorten mit Einzelzählern kontrolliert. Zur bes-
seren Zuordnung wurde am Standort Wahnsdorf die Möglichkeit des Einbaus von Einzel-
zählern je Gebäude geprüft und vorbereitet. Beim Kauf neuer Geräte sollen Geräte der
Energieeffizienzklasse A vorrangig beschafft werden.
-
Durch die Standardisierung der Arbeitsplatz-PCs auf ein einheitliches Modell mit Pentium
III-Prozessor wird gegenüber einem vergleichbaren Pentium 4 - Gerät eine Einsparung von
70 Wh je Computer erzielt. Programme werden in der UBG einheitlich auf Terminalser-
vern ausgeführt. Dies ermöglicht die Beschaffung von gebrauchten Pentium III-PCs, da
diese dann nur zum Starten der Betriebssysteme benötigt werden. Diese IT-Lösung schont
Umweltressourcen, weil vorhanden Geräte länger genutzt werden können.
-
Die Monitore schalten nach 10 Minuten ab, wenn der Computer nicht benutzt wird. Da-
durch wird ebenfalls Elektroenergie gespart. Röhren-Monitore, deren Bildröhre ver-
braucht ist, werden durch energiesparende TFT-Bildschirme ersetzt.
-
Eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung der Dienst - KFZ wurde durchgeführt. Neben der
Prüfung der Auslastung bildete die Analyse und Auswertung des Kraftstoffverbrauchs den
Hauptschwerpunkt. Entsprechende Schlussfolgerungen wurden gezogen und werden bei
der Reihenfolge und der Auswahl der Typen der neu zu beschaffenden Dienstfahrzeuge
berücksichtigt. Die Mitarbeiter wurden angewiesen, auf eine kraftstoffsparende Fahrweise
zu achten.
-
Bei Beschaffungen wird mit bewertet, ob der Anbieter umweltfreundlich produziert und
dies durch eine erfolgreiche Teilnahme an einem Umweltgutachten nach EMAS bzw. ISO
14001 nachweisen kann.
-
An allen Standorten befinden sich Sammelbehälter für verbrauchte Batterien und CDs.
-
Die Tonerpatronen der Drucker werden den Firmen zum Nachfüllen zurückgeschickt.

- 22 -
8. Umweltmaßnahmen des Jahres 2006
Für das Jahr 2006 wurden nachstehende Maßnahmen geplant bzw. bereits vorbereitet. Unsere
wichtigste Umweltleistung, die Verbesserung der Quantität und Qualität unserer Mess- und
Analysenwerte, steht dabei wieder im Vordergrund. Ein wesentliches Umweltziel ist die ge-
plante Festlegung von Kennzahlen zur Messung der Umweltleistung.
Nachstehend werden die Maßnahmen, gegliedert nach Geschäftsbereichen, dargelegt.
Geschäftsbereich 1 – Labore
Für den Fachbereich Geoanalytik wird eine Labordatenbank beschafft. Neben der Einsparung
von Arbeitszeit erhöht sich dadurch die Sicherung des Datenflusses, da manuelle Übertra-
gungsfehler ausgeschlossen werden. Somit wird auch die Qualitätssicherung weiter verbes-
sert.
Im Fachbereich Spezielle Wasseranalytik wird ein neues HPLC - MS - Gerät beschafft. Die
Anzahl der zu analysierenden Proben kann dadurch erhöht werden. Außerdem tritt eine Ver-
besserung der Qualität ein, da dieses neue Gerät deutlich empfindlicher ist und somit niedri-
gere Nachweisgrenzen erreicht werden.
Im Fachbereich Allgemeine Wasseranalytik wird für ein weiteres Labor ein TOC/TN
b
- Ana-
lysator beschafft. Neben der Erhöhung des Probendurchsatzes und der Verbesserung der Qua-
lität werden beim Einsatz dieser Methode deutlich weniger Chemikalien verbraucht als bei
den bisherigen Verfahren.
Für das Labor Bad Düben wird ein Fließinjektionsanalysator zur Bestimmung der gelösten
Nährstoffparameter beschafft. Dieses Gerät ersetzt mehrere klassische Analysenverfahren und
trägt somit zu einer Erhöhung der Untersuchungskapazität bei. Eine Erhöhung der Qualität
der ermittelten Werte wird ebenfalls erzielt, da eine komplexe Kalibrierung durchgeführt
wird.
Die Datenbank des Fachbereiches Gewässerökologie wird erweitert. Damit entfallen Fehler-
möglichkeiten durch manuelle Datenübertragungen. Weiterhin hat dann der Auftraggeber die
Möglichkeit, die aktuellen, validierten Daten direkt in dieser Datenbank einzusehen.
Geschäftsbereich 2 – Umweltradioaktivität
In der Beratungsstelle für Radongeschütztes Bauen erfolgt eine Verbesserung bzw. Erweite-
rung der Radonmesstechnik. Dadurch wird eine quantitative und qualitative Verbesserung der
Beratungsleistungen gegenüber Behörden und Bürgern erreicht.
Es wird derzeit im Auftrag des SMUL geprüft, inwieweit die UBG in der Lage ist, einen
Ringversuch zur Bestimmung der Radonkonzentration in der Bodenluft anzubieten. Die
Durchführung eines Ringversuches wäre ein wichtiger Beitrag zur externen Qualitätssiche-
rung für die auf dem Gebiet der Radonsanierung tätigen Ingenieurbüros.
Die Radonexhalationsmessung an sanierten Halden des Uranbergbaus soll vorbereitet werden.
Somit können auch diese für die Beurteilung der Langzeitwirksamkeit von Sanierungsmaß-
nahmen wichtigen Messungen von der UBG durchgeführt werden.
Die Gammaspektrometrie wird in beiden Landesmessstellen neu konzipiert. Es erfolgt eine
rechentechnische und geräteseitige Erneuerung, die zur Erhöhung der Quantität und zur Ver-
besserung der Qualität dieses Parameters beitragen.

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Geschäftsbereich 3 – Messnetzbetrieb Wasser
Von den Mitarbeitern des Geschäftsbereiches werden 9 Pegelbaumaßnahmen betreut. Damit
werden die Voraussetzungen für die qualitative und quantitative Verbesserung für exakte
Wasserstands- und Durchflussmessungen geschaffen.
Weiterhin erfolgt eine Betreuung der Ausrüstung von weiteren ca. 80 Grundwassermessstel-
len mit automatischer Wasserstandsmessung, davon 40 mit Datenfernübertragung. Daraus
resultieren weitere Verbesserungen der Quantität und Qualität, einschließlich einer unmittel-
baren Verfügbarkeit bei der Bestimmung dieses, besonders bei Hochwassersituationen, sehr
wichtigen Parameters.
Durch die Verbesserung des Rechnerprogramms wird eine Optimierung der Betriebs- und
Überwachungshandlungen beim Betreiben der Messnetze geschaffen.
Für das Einzugsgebiet des Dresdner Raumes wird ebenfalls das ADCP - Messverfahren ein-
geführt. Hierbei ist eine Modifikation erforderlich, da die zu untersuchenden Flussgebiete
allgemein eine geringere Wassertiefe haben als die Flussgebiete von Chemnitz und Leipzig.
Damit kann diese neue Messtechnik für alle entsprechenden Flussgebiete des Freistaates
Sachsen flächendeckend eingesetzt werden.
Zur Erfassung, Bearbeitung und Verwaltung der verschiedenen Messnetze der Lysimetersta-
tion Brandis wird eine einheitliche Datenbank beschafft. Neben der Einsparung von Arbeits-
zeit und der online – Übermittlung der Daten erfolgt dadurch eine Reduzierung von Fehler-
möglichkeiten bei der Datenübertragung und der weiteren Bearbeitung.
Geschäftsbereich 4 – Messnetzbetrieb Luft
Teile der bisher vergebenen Analytik werden ab 2006 im Geschäftsbereich durchgeführt. Da-
durch werden 68 T € eingespart. Außerdem entfällt die Qualitätssicherung für die extern er-
mittelten Werte. Neben der finanziellen Einsparung, die zur Erneuerung der Messnetztechnik
genutzt wird, verbessert diese Maßnahme auch die Qualität der zu erfüllenden Aufgaben.
In den Luftmessstationen werden die Klimaanlagen kontinuierlich durch energiesparende An-
lagen mit Außenluftnutzung ersetzt. Dadurch werden 30 % der für den Betrieb der jeweiligen
Klimaanlage erforderlichen Energie eingespart.
Für ein Gebäude des Geschäftsbereiches wird eine Druckluftanlage installiert. Dadurch wird
der Energiebedarf für die Drucklufterzeugung um 30 % verringert. Außerdem verbessern sich
die Arbeitsbedingungen in einem Arbeitsraum durch eine Reduzierung des Lärmpegels und
der anfallenden Wärmebelastung.
Durch den Einbau von Unterzählern für Elektroenergie und Wasser am Standort Wahnsdorf
ergibt sich die Möglichkeit der Zuordnung des jeweiligen Verbrauchs für die Bereiche.
Zwei nicht mehr genutzte Messcontainer werden entfernt. Die Flächen werden renaturiert.

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Abkürzungsverzeichnis
ADCP Akustischer Doppler-Strömungsmesser (engl.: Acoustic Doppler Current
Profiler)
BETX Benzol/Ethylbenzol/Toluol/Xylole
DIN Deutsche-Industrie-Norm
EG Europäische Gemeinschaft
EMAS
System für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung
(engl.: Eco Management and Audit Scheme)
EU Europäische Union
FASi
Fachkraft für Arbeitssicherheit
GB Geschäftsbereich
GF Geschäftsführer
GS-MS Gaschromatograph-Massenspektrometer
GW Grundwasser
HPLC Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie
(engl.: High Performance Liquid Chromatography)
IEC
International Electrotechnical Commission
IMIS
Integriertes Mess- und Informationssystem
IMS Integriertes Managementsystem
IMS-B
Beauftragte/r für das Integrierte Managementsystem
IMS-V
Verantwortlicher für das Integrierte Managementsystem
ISO Internationale Vereinigung der Standartisierungsgremien
(engl.: International Standart Organisation)
IT Informationstechnik
LAWA Länderarbeitsgemeinschaft Wasser / Abwasser
LfUG
Landesamt für Umwelt und Geologie
LHKW Leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe
MBq Megabecquerel
NO
X
Stickoxide
OW Oberflächenwasser
PAK
Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe
PCB Polychlorierte Biphenyle
PM
Schwebstaub (engl.: Particulate Matter)
QMS Qualitätsmanagementsystem
SMUL
Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
SODAR
akustisches Messsystem
SO
2
Schwefeldioxid
TFT Dünnschichttransistor (engl.: thin-film-transistor)
TOC/TN
b
Gesamtgehalt organischer gebundener Kohlenstoff (engl.: total organic
carbon) / Gesamt gebundener Stickstoff (engl.: total bound nitrogen)
UBG Staatliche Umweltbetriebsgesellschaft
UMS Umweltmanagementsystem
Anlage