Ingenieurbüro für Baugrund und Umwelt Pabst
Ingenieurbüro für Baugrund
und Umwelt Pabst
Büro Dresden
Inselallee 26 - 28
Ingenieurbüro für Baugrund und Umwelt Pabst
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01723 Kesselsdorf
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Telefax 035 204 / 791 392
E-Mail zentrale@ingenieurbueropabst.de
Geotechnischer Bericht
Auftrag Nr.:
IBU 2918.21
Objekt:
Wohnbebauung Am Bahnhof
in 01917 Wiesa
Auftraggeber:
KM EntwicklungsHausprojekte UG
Anton-Weck-Straße 5
01159 Dresden
Datum:
08.06.2021

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IBU 2918.21
Wohnbebauung Am Bahnhof in 01917 Wiesa
Jun. 21/2918g.doc
INHALTSVERZEICHNIS
Seite
1
Einführung
1
2
Vorhandene Unterlagen und Beschreibung der Baumassnahme
1
3
Geländebeschreibung und Aufschlussprogramm
1
4
Baugrundverhältnisse
2
4.1
Bodenverhältnisse
2
4.2
Hydrogeologische Verhältnisse
3
4.3
Bodengruppen, Bodenklassen, Frostempfindlichkeitsklassen und Homogenbereiche 4
4.4
Bodenkenngrößen
8
4.5
Erdbebenzone nach DIN EN 1998-1
8
5
Allgemeine Angaben zur Gründung von Gebäuden
9
6
Hinweise zur Durchführung
10
6.1
Gründung
10
6.2
Ver- und Entsorgungsleitungen
12
6.3
Herstellung von Verkehrsflächen
13
6.4
Wasserhaltung
14
6.5
Wiederverwendbarkeit von Aushubmassen
14
7
Angaben zur Versickerungsfähigkeit
15
8
Schlussbemerkung
16
ANLAGEN
0
Legende
1
Übersichtsplan
2
Lageplan
3
Schnitte mit Aufschlussergebnissen
4
Bodenmechanische Laborergebnisse
5
Schadstofftechnische Untersuchungen, Entnahmeprotokoll
6
Ergebnisse der Versickerungsversuche
VERTEILER
Auftraggeber
2-fach (1-fach Papier, 1-fach digital)

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Wohnbebauung Am Bahnhof in 01917 Wiesa
1
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1
EINFÜHRUNG
In Wiesa ist an der Straße Am Bahnhof die Erschließung eines Wohngebietes ge-
plant. Das
Ingenieurbüro für Baugrund und Umwelt Pabst
wurde mit der Durchfüh-
rung von Baugrund- und Schadstoffuntersuchungen sowie der Erarbeitung eines geo-
technischen Berichtes beauftragt.
2
VORHANDENE UNTERLAGEN UND BESCHREIBUNG DER BAUMASSNAHME
Der Ausarbeitung des Berichtes liegen folgende Unterlagen zugrunde:
[1]
Angebotsanfrage vom 13.04.2021
[2]
Angebot vom 16.04.2021
[3]
Auftragserteilung vom 28.04.2021
[4]
Städtebaulischer Gestaltungsplan im Maßstab 1 : 1.000 vom 07.09.2020,
Verfasser: Planungsbüro Schubert
[5]
Lageplan aus B-Plan im Maßstab 1 : 100 vom 23.04.2020,
Verfasser: Planungsbüro Schubert
[6]
Interaktives Kartenwerk des LfULG
[7]
Hohlraumkarte des Sächsischen Oberbergamtes
[8]
Büroeigenes DIN- und Normenwerk
Gemäß [4] und [5] sollen auf dem Untersuchungsgebiet 16 Wohngebäude errichtet
werden. Des Weiteren ist im Westen und Süden des Wohngebietes die Herstellung
von Verkehrsflächen und die Verlegung von Leitungen vorgesehen.
3
GELÄNDEBESCHREIBUNG UND AUFSCHLUSSPROGRAMM
Das Untersuchungsgelände befindet sich in Wiesa südlich der Straße Am Bahnhof
auf dem nördlichen Teil des Flurstücks 854/5. Zum Zeitpunkt der Baugrunderkundung
war das Gelände teilweise stark mit Sträuchern und Bäumen bewachsen. Des Weite-
ren wurden im Untersuchungsgebiet Hinterlassenschaften (z. B. Gleisschotter, Bahn-
schwellen, Bahnsteigreste) der ehemaligen Nutzung als Bahngelände angetroffen.
Aufgrund der ehemaligen Nutzung des Geländes ist dieses sehr uneben, sodass zwi-
schen den Ansatzpunkten der Bohrungen Höhenunterschiede von bis zu 2,22 m ge-
messen wurden.
Zur Untersuchung der Untergrundverhältnisse wurden im Bereich der geplanten
Wohnhäuser 6 Rammkernbohrungen DN 80 gemäß DIN EN ISO 22475-1, Tabelle 2,
Zeile 7 (RKB 4 bis RKB 9) und im Bereich der Verkehrsflächen 3 Rammkernbohrun-
gen (RKB 1 bis RKB 3) ausgeführt.
In den Bohrungen RKB 4 und RKB 9 wurde jeweils ein Versickerungsversuch zur Be-
stimmung der Durchlässigkeit der anstehenden Böden ausgeführt.

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Aus sämtlichen Bohrungen sind gemäß DIN EN ISO 22475-1 sowie DIN EN 1997-2
schichtbezogen über die gesamte Tiefe der Bohrungen Proben der Entnahme-
kategorien A (bindige Böden) und B (nicht bindige Böden) sowie der Güteklasse 3
entnommen worden. 4 Proben der angetroffenen Böden wurden repräsentativ hin-
sichtlich ihrer Kornverteilung und ihres natürlichen Wassergehaltes untersucht. An 2
dieser Proben sind die Fließ- und Ausrollgrenzen bestimmt worden.
Des Weiteren wurden von den mit den Bohrungen angetroffenen Böden Einzelproben
entnommen. Diese sind nach organoleptischer Beurteilung zu 2 Mischproben zusam-
mengestellt worden. Die Untersuchungen an den beiden Mischproben gemäß dem
Untersuchungsprogramm der LAGA TR-Boden 2004 dauern derzeit noch an. Die Er-
gebnisse der schadstofftechnischen Untersuchungen werden nach Abschluss der
Analysen in einer separaten Stellungnahme nachgereicht.
Die Lage der Aufschlusspunkte ist in Anlage 2 dokumentiert. In Anlage 3 sind die Er-
gebnisse der Aufschlüsse in Form von höhengerechten Schnitten dargestellt. Die bo-
denmechanischen Laborergebnisse sind in der Anlage 4 und die Entnahmeprotokolle
der schadstofftechnischen Untersuchungen in der Anlage 5 enthalten. In der Anlage 6
sind dem Bericht die Ergebnisse der Versickerungsversuche beigefügt.
4
BAUGRUNDVERHÄLTNISSE
4.1
Bodenverhältnisse
Die Schichtenfolge beginnt zunächst mit einer 20 … 90 cm mächtigen Schicht aus
Auffüllungen
(Homogenbereich 1). Diese bestehen aus sandigen, überwiegend
schwach steinigen bis steinigen, teilweise schwach schluffigen Kiesen. Die Auffüllun-
gen sind unterschiedlich stark mit Kohle, Ziegel, Schotter, Keramik, Beton und Wur-
zeln vermengt. Dem Bohrwiderstand folgend sind die Auffüllungen mitteldicht gela-
gert.
Den Auffüllungen folgen Schluffe, Sande und Kiese sowie teilweise Steine in regello-
ser Wechsellagerung. Aufgrund der Geländemorphologie ist davon auszugehen, dass
es sich bei diesen zumindest teilweise ebenfalls um aufgefüllte Böden handelt. Da
diese keine anthropogenen Fremdbestandteile enthalten, wurden diese Böden nach-
folgend wie natürlich anstehende Böden behandelt.
Mit Ausnahme der Bohrung RKB 5 wurden in allen Bohrungen teilweise schwach
schluffige bis schluffige, untergeordnet schwach tonige
Sande
mit stark wechselnden
Kiesanteilen (Homogenbereich 2) erkundet. Die einzelnen Sandschichten weisen
Mächtigkeiten von 0,2 … 3,7 m auf. Dem Bohrwiderstand folgend sind die Sande
überwiegend mitteldicht gelagert, lediglich in der Bohrung RKB 8 wurde eine lockere
bis mitteldichte Lagerung festgestellt.

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3
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Mit den Bohrungen RKB 1, RKB 2 und RKB 7 wurden sandige bis stark sandige, teil-
weise steinige
Kiese
mit stark wechselnden Schluffanteilen (Homogenbereich 3) mit
Schichtmächtigkeiten von 0,2 … 1,5 m angetroffen. Die mit der Bohrung RKB 5 in ei-
ner Tiefe von 20 … 40 cm unter Gelände angetroffenen Steine wurden dem Homo-
genbereich 3 zugeordnet. Die Kiese und Steine sind dem Bohrwiderstand folgend mit-
teldicht gelagert.
In den Bohrungen RKB 1 und RKB 6 bis RKB 8 wurden teilweise stark kiesige, teilwei-
se schwach tonige
Schluffe
mit stark schwankenden Sandanteilen (Homogenbe-
reich 4) in Mächtigkeiten von 0,6 … 1,9 m aufgeschlossen. Die Schluffe sind leicht-
plastisch ausgebildet und besitzen weiche sowie steife Konsistenzen. In der Bohrung
RKB 8 wurde in den Schluffen ein intensiver Ölgeruch festgestellt.
Den beschriebenen Schichten folgen in den Bohrungen RKB 4 bis RKB 7 und RKB 9
bis zur Endteufe der Bohrungen die
Verwitterungsböden
(Homogenbereich 5) des in
der Tiefe anstehenden Felses. Diese sind als sandige bis stark sandige Kiese ausge-
bildet. Dem Bohrwiderstand folgend sind die Verwitterungsböden mitteldicht und mit
zunehmender Tiefe mitteldicht bis dicht gelagert.
Aufgrund fehlenden Bohrfortschritts mussten die Bohrungen RKB 4 bis RKB 7 vor
dem Erreichen der geplanten Endteufen von 6,0 m unter Gelände in Tiefen von
0,7 … 4,8 m unter Gelände vorzeitig abgebrochen werden. Es ist davon auszugehen,
dass etwa ab dieser Tiefe
verwitterter Fels
(Lausitzer Granit, Homogenbereich 6)
ansteht.
4.2
Hydrogeologische Verhältnisse
Grundwasser wurde mit den Bohrungen nicht angeschnitten.
Schichtenwasser wurde mit den Bohrungen RKB 1, RKB 3, RKB 6 und RKB 8 in Tie-
fen von 1,0 … 3,4 m unter Gelände angetroffen.
Generell können die anstehenden Böden jahreszeitlich schwankend schichtenwasser-
führend sein.
Nach [6] befinden sich im Umkreis von ca. 145 m um das Untersuchungsgebiet die
Grundwassermessstellen 4750S9013 Kamenz,HyWisKa7/95 (unmittelbar westlich
des Untersuchungsgebietes), 4750S9014 Kamenz,HyWisKa8/95 (ca. 145 m nördlich
des Untersuchungsgebietes) und 4750S9015 Kamenz,HyWisKa9/95 (ca. 65 m nord-
östlich des Untersuchungsgebietes). In diesen Messstellen wurden im Jahr 2005
Grundwasserstände von 175,83 … 178,18 m ü. NHN gemessen. Dies entspricht be-
zogen auf den am tiefsten gelegenen Bohransatzpunkt (RKB 9) einem Grundwasser-
flurabstand von 3,84 … 6,19 m.

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Im Zuge der Baugrunderkundung wurde am 19.05.2021 in der Grundwassermessstel-
le 4750S9013 Kamenz,HyWisKa7/95 ein Grundwasserstand von 6,8 m unter Gelände
(175,79 m ü. NHN) gemessen.
Für Gebäudeabdichtungen und zur Bemessung der Auftriebssicherheit ist ein Bemes-
sungswasserstand von 3,3 m unter Gelände (≙ 0,5 m über höchstem gemessenen
Grundwasserstand) bezogen auf den Ansatzpunkt der Bohrung RKB 9 zu berücksich-
tigen.
4.3
Bodengruppen, Bodenklassen, Frostempfindlichkeitsklassen und Homogenbe-
reiche
Die aufgeschlossenen Schichten wurden in der nachfolgenden Tabelle den jeweiligen
Bodengruppen nach DIN 18196 sowie den Bodenklassen nach DIN 18300-2002 zu-
geordnet und in Homogenbereiche nach DIN 18300-2015 mit Angabe der entspre-
chenden Eigenschaften eingeteilt. Die Einstufung in die Frostempfindlichkeitsklassen
erfolgte nach ZTVE-StB 17, Tabelle 3. Die Zuordnung entspricht der Schichtenzu-
sammenfassung in den Aufschlussprofilen.
Tabelle 1: Homogenbereiche, Bodengruppen, -klassen, Frostempfindlichkeits-
klassen
Homogenbereich nach DIN 18300-2015
1
2
Bodenart
Auffüllungen (Kiese)
Sande
ortsübliche Bezeichnung
Auffüllungen
Sande
Bodengruppe
[GU], [GW/GI]
SE/SI, SW, SU, SU*, ST*
Bodenklasse nach DIN 18300-2002
3 - 5
1)
3 - 6
2) 3)
Frostempfindlichkeitsklasse
nach ZTVE-StB 17
F 1 - F 2
2)
F 1 - F 3
2)
Korngrößenverteilung
mit Körnungsbändern
Band 1
Band 2
Anteil an Steinen und Blöcken
≤ 30 %
< 5 %
Anteil an großen Blöcken
< 5 %
< 5 %
Dichte
1,8 ... 2,0 g/cm³
1,8 ... 2,0 g/cm³
Scherfestigkeit
= 32,5°,
c = 0 kN/m²,
c
u
= 1 kN/m²
= 30 … 32,5°
2)
,
c = 0 kN/m²,
c
u
= 2 … 5 kN/m²
2) 3)
Wassergehalt
2 ... 8 %
5 … 20 %
Konsistenzzahl
n. b.
I
C
= 0,50 … 1,75
4)
Plastizitätszahl
n. b.
I
P
= 0 … 10 %
4)
Bezogene Lagerungsdichte
I
D
= 0,35 ... 0,65
I
D
= 0,20 ... 0,65
Organischer Anteil
3 %
3 %

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Homogenbereich nach DIN 18300-2015
3
4
Bodenart
Kiese/Steine
Schluffe
ortsübliche Bezeichnung
Kiese/Steine
Schluffe
Bodengruppe
GW/GI, GU, GU*
UL, TL, ST*
Bodenklasse nach DIN 18300-2002
3 - 6
1), 2)
4
Frostempfindlichkeitsklasse
nach ZTVE-StB 17
F 1 - F 3
2)
F 3
Korngrößenverteilung
mit Körnungsbändern
Band 3
Band 4
Anteil an Steinen und Blöcken
≤ 100 %
< 5 %
Anteil an großen Blöcken
< 10 %
< 5 %
Dichte
1,8 ... 2,0 g/cm³
1,8 ... 2,1 g/cm³
Scherfestigkeit
= 30 … 32,5°
2)
,
c = 0 kN/m²,
c
u
= 1 … 2 kN/m²
2)
= 27,5 ,
c = 3 … 6 kN/m²
3)
,
c
u
= 5 … 20 kN/m²
3)
Wassergehalt
3 ... 20 %
13 ... 24 %
Konsistenzzahl
n. b.
I
C
= 0,50 … 1,00
Plastizitätszahl
n. b.
I
P
= 7 … 20 %
Bezogene Lagerungsdichte
I
D
= 0,35 ... 0,65
n. b.
Organischer Anteil
3 %
3 %
Homogenbereich nach DIN 18300-2015
5
Bodenart
Verwitterungsböden
(Kiese)
ortsübliche Bezeichnung
Verwitterungsböden
Bodengruppe
GW/GI, GE
Bodenklasse nach DIN 18300-2002
3
Frostempfindlichkeitsklasse
nach ZTVE-StB 17
F 1
Korngrößenverteilung
mit Körnungsbändern
Band 5
Anteil an Steinen und Blöcken
< 5 %
Anteil an großen Blöcken
< 5 %
Dichte
1,8 ... 2,0 g/cm³
Scherfestigkeit
= 32,5 , c = 0 kN/m²,
c
u
=1 kN/m²
Wassergehalt
3 ... 8 %
Konsistenzzahl
n. b.
Plastizitätszahl
n. b.
Bezogene Lagerungsdichte
I
D
= 0,35 ... 0,75
Organischer Anteil
0
%

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Homogenbereich nach DIN 18300-2015
6
Benennung des Felses
verwitterter Fels
5)
ortsübliche Bezeichnung
Lausitzer Granit
Bodenklasse nach DIN 18300- 2002
6 - 7
6)
Frostempfindlichkeitsklasse
nach ZTVE-StB 17
F 1
Dichte
2,5 ... 2,8 g/cm³
Verwitterung, Veränderungen und Ver-
änderlichkeit
gering verwittert bis verwit-
tert, nicht veränderlich
Druckfestigkeit
50 … 150 MPa
Trennflächenrichtung
n. b.
Trennflächenabstand
0,1 bis > 1 m
Gesteinskörperform
blockig
1)
… je nach Steinanteil
2)
… je nach Feinkornanteil
3)
… je nach Konsistenz
4)
… gilt für Sande mit Feinkornanteil > 15 %
5)
… unterhalb der Aufschlusstiefe
6)
… je nach Verwitterungsgrad
n.b. … nicht bestimmbar
Körnungsband 1 - Homogenbereich 1

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Körnungsband 2 - Homogenbereich 2
Körnungsband 3 - Homogenbereich 3
Körnungsband 4 - Homogenbereich 4

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Körnungsband 5 - Homogenbereich 5
4.4
Bodenkenngrößen
Auf der Grundlage der bodenmechanischen Untersuchungen sowie vorhandener Er-
fahrungswerte wurden den definierten Schichten Bodenkenngrößen zugeordnet. Es
handelt sich dabei um Rechenwerte (cal), die bei erdstatischen Berechnungen für
Bemessungszwecke anzusetzen sind.
Tabelle 2: Bodenkenngrößen
Bodenart
Wichte
[kN/m³]
Wichte u.A.
'
[kN/m³]
Reibungswinkel
'
[°]
Kohäsion
c' / c
u
[kN/m²]
Steifemodul
E
s
[MN/m²]
Auffüllungen (Kiese)
20
12
32,5
0 / 1
60
Sande
Feinkornanteil ≤ 15 %
Feinkornanteil > 15 %
20
20
12
11
32,5
30
0 / 2
0 / 3 - 5
1)
45
25
Kiese/Steine
Feinkornanteil ≤ 15 %
Feinkornanteil > 15 %
20
20
12
11
32,5
30
0 / 2
0 / 3
65
85
Schluffe
weich
steif
20
20
10
10
27,5
27,5
3 / 5
6 / 20
4
8
Verwitterungsböden (Kiese)
20
12
32,5
0 / 1
100
verwitterter Fels
2)
21
13
37,5
0 / 1
≥ 120
1)
… je nach Konsistenz
1)
… unterhalb der Aufschlusstiefe
4.5
Erdbebenzone nach DIN EN 1998-1
Gemäß DIN EN 1998-1 liegt das untersuchte Grundstück nicht in einer Erdbebenzo-
ne.

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ALLGEMEINE ANGABEN ZUR GRÜNDUNG VON GEBÄUDEN
Die Gründung der geplanten Gebäude kann sowohl auf Einzel- und Streifenfunda-
menten als auch auf tragenden Bodenplatten erfolgen. Diese kommen bei einer Bau-
weise ohne Keller im Wesentlichen (RKB 4, RKB 5, RKB 8, RKB 9) in den gut tragfä-
higen Sanden, Kiesen und Verwitterungsböden und untergeordnet (RKB 6, RKB 7) in
bzw. geringfügig oberhalb der mäßig tragfähigen Schluffe zu liegen. Partiell kann die
Gründungssohle im verwitterten Fels (RKB 5) liegen.
Sollen die Gebäude unterkellert werden, liegt die Gründungssohle auch hier im We-
sentlichen (RKB 4, RKB 6 bis RKB 9) in den gut tragfähigen Sanden, Kiesen und
Verwitterungsböden. Partiell befindet sich die Gründungssohle im verwitterten Fels
(RKB 5, RKB 6).
Teilweise liegt die Gründungssohle bei einer Unterkellerung in den gering tragfähigen
weichen Schluffen (RKB 1). In diesen Fällen ist ein Gründungspolster vorzusehen. Die
Mächtigkeit des Gründungspolsters ist nach Vorlage der jeweiligen Gründungstiefe
gebäudespezifisch festzulegen. Ausgehend vom derzeitigen Erkundungsstand kann
deren Mächtigkeit bis zu 1 m betragen.
Für die Bemessung einer Gründung mittels tragenden Bodenplatten kann näherungs-
weise von nachfolgenden Parametern ausgegangen werden:
Tabelle 3: Gründungsparameter für tragende Bodenplatten
Bauwerksausführung
Parameter
unterkellert
Bungalow, eingeschossig
ohne Keller
Bettungsmodul k
s
11 MN/m³
Maximale Setzungen bei mittlerer
Bodenpressung p
35 kN/m
2
0,5 cm
Setzungsdifferenzen
< 0,3 cm
Zweigeschossige Wohnhäuser
ohne Keller (Gründungssohle
≥ 0,5 m über mindestens
steifen Schluffen)
Bettungsmodul k
s
11 MN/m³
Maximale Setzungen bei mittlerer
Bodenpressung p
60 kN/m
2
0,8 cm
Setzungsdifferenzen
< 0,4 cm
Zweigeschossige Wohnhäuser
mit
Keller
(Gründungssohle
3 m unter Gelände und ≥ 2,0 m
über Schluffschichten)
Bettungsmodul k
s
10 MN/m³
Maximale Setzungen bei mittlerer
Bodenpressung p
75 kN/m
2
1,3 cm
Setzungsdifferenzen
≤ 0,5 cm
Die Setzungen treten zu ca. 60 % zeitgleich mit dem Lasteintrag auf. Die restlichen
Setzungen klingen über einen Zeitraum von 6 bis 8 Monaten nach dem Lasteintrag
ab.
Für Einzel- und Streifenfundamente gilt ausgehend von einer Bauweise ohne Keller
bei einer frostfreien Einbindetiefe von 1,0 m unter Gelände und Fundamentbreiten
B = 0,5 … 1,0 m ein zulässiger mittlerer Sohlwiderstand
R,d
= 320 kN/m²
nach
DIN 1054:2010-12 / EC 7.

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Bei einer Bauweise mit Keller und einer Einbindetiefe der Fundamente von 0,5 m un-
ter UK Kellerfußboden sowie Fundamentbreiten B = 0,5 … 1,0 m kann ein zulässiger
mittlerer Sohlwiderstand
R,d
= 345 kN/m²
nach DIN 1054:2010-12 / EC 7 angesetzt
werden.
Bei Ausnutzung der zulässigen Sohlwiderstände stellen sich maximale Setzungen von
ca. 2,0 cm ein. Die Setzungsdifferenzen zwischen benachbarten Fundamenten mit
vergleichbarer Größe und Belastung liegen bei ≤ 0,5 cm. Das zeitliche Setzungsver-
halten ist analog zu dem bei einer Gründung auf einer tragenden Bodenplatte.
Zur Ermittlung der Gleitsicherheit in den Gründungssohlen ist ein Sohlreibungswinkel
‘ = 27,5° in den Schluffen und je nach Feinkornanteil 30° bis 32,5° in den Sanden
und Kiesen anzusetzen.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die oben aufgeführten Gründungspa-
rameter bei den angetroffenen stark wechselhaften Baugrundverhältnissen lediglich
als überschlägige Betrachtung zu werten sind. Als Grundlage für eine solide Trag-
werksplanung sind für jedes Gebäude mindestens 2 Rammkernbohrungen auszufüh-
ren, um die bauwerksspezifischen Baugrund- und Gründungsparameter mit ausrei-
chender Sicherheit festlegen zu können. Hieraus können teilweise deutliche Abwei-
chungen gegenüber den aufgeführten Parametern resultieren.
6
HINWEISE ZUR DURCHFÜHRUNG
6.1
Gründung
Die in Höhe der Gründungssohlen anstehenden Böden sind im Sinne der ZTVE-
StB 17 teilweise sehr frostempfindlich. An tragenden Bodenplatten sind daher Frost-
schürzen bis mindestens 1,0 m unter zukünftiges Gelände vorzusehen. Erfolgt die
Gründung auf Einzel- und Streifenfundamenten, sind diese mindestens bis 1,0 m un-
ter zukünftiges Gelände zu führen.
Werden die Gebäude unterkellert, ist davon auszugehen, dass die Gründungssohle
durchgehend mindestens 1,0 m unter zukünftigem Gelände liegt. Frostschürzen an
tragenden Bodenplatten können dann entfallen. Einzel- und Streifenfundamente sind
bei einer unterkellerten Bauweise zur Gewährleistung einer ausreichenden Grund-
bruchsicherheit mindestens bis 0,5 m unter Oberkante Kellerfußboden zu führen.
Die im Bereich der geplanten Baumaßnahmen vorhandenen Sträucher und Bäume
einschließlich deren Wurzelstöcke sind vollständig zu roden. Des Weiteren sind sämt-
liche auf dem Untersuchungsgebiet vorhandene bauliche Anlagen bis mindestens
0,5 m unter die Gründungssohlen der geplanten Gebäude vollständig zurück zu bau-
en.

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Baugruben bis 1 m Tiefe können mit annähernd lotrechten Wänden hergestellt wer-
den. Die Wände tieferer Baugruben sind auf Neigungen
≤ 60° in den mindestens
steifen Schluffen und
≤ 45° in allen übrigen Lockerböden abzuböschen. Baugru-
benwände im verwitterten Fels können mit einem Winkel
≤ 80° hergestellt werden.
Sämtliche frei abgeböschte Baugrubenwände sind bis zur Rückverfüllung der Baugru-
ben mit Planen gegen Wasserzutritte, Austrocknung und Erosion zu schützen.
Dauerhafte Böschungen sind mit einer Neigung 1 : 2 herzustellen und beispielsweise
durch zeitnahe Begrünung oder Erosionsschutzmatten ausreichend gegen Erosion zu
sichern.
Die im Gründungsbereich anstehenden Böden sind teilweise stark wasser- und witte-
rungsempfindlich. Sämtliche Aushubsohlen sind daher noch am Tag des Aushubes
mit einer Sauberkeitsschicht oder der kapillarbrechenden Schicht abzudecken. Witte-
rungsbedingt aufgeweichte Böden in den Aushubsohlen sind gegen eine Verstärkung
der Sauberkeitsschicht oder der kapillarbrechenden Schicht zu ersetzen.
Steht in den Gründungssohlen Fels an, sind Unebenheiten in der felsigen Aushubsoh-
le durch eine mindestens 20 cm Verstärkung der kapillarbrechenden Schicht
auszu-
gleichen.
Steine > 100 mm Durchmesser sind aus Gründungssohle zu entfernen.
Sämtliche Gründungssohlen in den Sanden und Kiesen sowie den Verwitterungsbö-
den sind vor ihrer Überbauung mit mindestens 3 Übergängen nachzuverdichten.
Die Gründungssohlen sind vor ihrer Überbauung vom unterzeichnenden Baugrund-
gutachter abnehmen zu lassen.
Für Anschüttungen zum Geländeausgleich
sind Mineralgemisch oder Betonrecycling
der Körnung 0/32 bis 0/56 zu verwenden. Diese sind auch bei einem gegebenenfalls
erforderlichen Bodenaustausch und für Gründungspolster einzubauen. Die aufzubau-
enden Schichten sind lagenweise in Lagen ≤ 30 cm einzubauen und auf einen Ver-
dichtungsgrad D
Pr
≥ 100 % zu verdichten.
Zur Gewährleistung einer ausreichenden Lastausbreitung sind Anschüttungen und
Gründungspolster mindestens um das Maß ihrer Mächtigkeit allseitig über den Rand
der Bodenplatten hinauszuführen. Zwischen der Anschüttung/Gründungspolster und
den anstehenden Böden ist zur Gewährleistung einer dauerhaften Filterstabilität und
Tragfähigkeit allseitig ein Geotextil GRK 3 zu verlegen.
Unterhalb der Bodenplatten bzw. der Fußböden ist eine kapillarbrechende Schicht
vorzusehen. Diese ist gemäß DIN 4095 zu dimensionieren (Mindestdicke 20 cm). In
Bereichen, in denen Anschüttungen oder Gründungspolster erforderlich sind, können
diese als kapillarbrechende Schicht dienen. Voraussetzung ist, dass Anschüttungen
und Gründungspolster aus einem Material hergestellt werden, welches die Anforde-
rungen an Frostschutzmaterial gemäß TL SoB-StB erfüllt.

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12
Jun. 21/2918g.doc
Erdberührte Bauteile
der Gebäude sind gegen mäßige Einwirkung von drückendem
Wasser gemäß DIN 18533 (Wassereinwirkungsklasse W2.1-E) auszubilden. Alterna-
tiv können diese aus WU-Beton hergestellt werden.
Bei nichtunterkellerten Gebäuden, die auf einer Anschüttung aus einem
gut
durchlässigen Material (k
f
> 1 · 10
-4
m/s) errichtet werden, genügt eine Abdichtung
erdberührter Bauteile gegen Bodenfeuchte und nicht drückendes Wasser gemäß
DIN 18533-1 (Wassereinwirkungsklasse W1.2-E), sofern dauerhaft gewährleistet wird,
dass die Anschüttung mindestens in den oberen 20 cm frei ins Gelände entwässern
kann. Die Anschüttung wirkt dann als Flächendrainage. Gleiches gilt, sowohl für un-
terkellerte als auch nicht unterkellerte Gebäude, wenn eine Drainage verlegt wird, die
anfallendes Sickerwasser dauerhaft fasst und ableitet.
6.2
Ver- und Entsorgungsleitungen
Bei den anstehenden mindestens steifen Schluffen, Sanden, Kiesen und Verwitte-
rungsböden ist bei Rohren mit Nennweiten < DN 500 das nach EN/DIN 1610 auszu-
bildende Rohrbett in der Regel ausreichend. Bei größeren Leitungsdurchmessern als
DN 500 ist das Rohrbett um mindestens 30 cm zu verstärken.
Liegt die Rohrgrabensohle in den weichen Schluffen, ist bei Rohren mit Nennweiten
< DN 500 das nach EN/DIN 1610 auszubildende Rohrbett um 30 cm und bei größeren
Leitungsdurchmessern als DN 500 um mindestens 50 cm zu verstärken.
Witterungsbedingt oder durch Schichtenwasser aufgeweichte Böden in den Rohrgra-
bensohlen sind vollständig gegen eine Verstärkung des Rohrbetts auszutauschen.
Gegebenenfalls in den Rohrgrabensohlen angetroffener verwitterter Fels ist bis min-
destens 0,5 m unter die Rohrsohle gegen eine Verstärkung des Rohrbetts auszutau-
schen, um Punktlagerungen zu vermeiden.
Gräben mit Tiefen bis 1,25 m können mit annähernd lotrechten Wänden hergestellt
werden. Die Wände tieferer Gräben sind auf Böschungswinkel
≤ 60° in den mindes-
tens steifen Schluffen und
≤ 45° in den übrigen Lockerböden abzuflachen. Im verwit-
terten Fels ist ein Böschungswinkel
≤ 80° einzuhalten.
Werden die Gräben, z. B. zur Minimierung der Aushubmassen verbaut, eignen sich
eingestellte Fertigteilverbauten.
In Abschnitten, in denen der Abstand des Grabens zu baulichen Anlagen und Gebäu-
den kleiner als die jeweilige Grabentiefe ist, wird ein Verbau zwingend vorgeschrieben.
Die Gräben dürfen erst nach ihrer Sicherung begangen werden.

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13
Jun. 21/2918g.doc
6.3
Herstellung von Verkehrsflächen
Frostempfindlichkeit
Das Untersuchungsgebiet befindet sich in der Frosteinwirkungszone III. In den maß-
geblichen Tiefen (1,5 m unter OK Verkehrsfläche) wurden im Bereich der geplanten
Verkehrsflächen Böden der Frostempfindlichkeitsklassen F 1 bis F 3 angetroffen.
Zur Gewährleistung einer ausreichenden Frostsicherheit ist daher die Frostempfind-
lichkeitsklasse F 3 für die Dimensionierung des Oberbaus von Verkehrsflächen maß-
gebend. Im Untersuchungsgebiet sind ungünstige Wasserverhältnisse (Schichten-
wasser zeitweise höher als 1,5 m unter Planum) vorhanden.
Gemäß RStO 12 sind in Abhängigkeit der Belastung und Bauweise folgende Mindest-
dicken für den Oberbau von Verkehrsflächen erforderlich:
- Belastungsklassen Bk3,2 bis Bk1,0:
75 ... 80 cm,
- Belastungsklassen Bk0,3:
65 ... 70 cm,
- Gehwege ohne Belastung durch Kraftfahrzeuge:
30 cm.
Tragfähigkeit
Bei den in Höhe des zukünftigen Planums der Verkehrsflächen anstehenden Böden
sind ausgehend von den im Zuge der Baugrunderkundung angetroffenen Wasserge-
halten überwiegend Planumstragfähigkeiten E
v2
≥ 45 MN/m² vorhanden.
Bei Bauzeiten während oder unmittelbar nach niederschlagsintensiven Jahreszeiten
kann insbesondere im Bereich nördlich der Bohrung RKB 2 witterungsbedingt eine
Planumsverbesserung/Bodenaustausch von bis zu 50 cm Mächtigkeit erforderlich
werden.
Des Weiteren ist im Zuge der Herstellung des Planums mit Auflockerungen der an-
stehenden Böden zu rechnen. Die in Höhe des Planums anstehenden Böden sind da-
her vor ihrer Überbauung im erdfeuchten Zustand mit mindestens 3 Übergängen
nachzuverdichten.
Das Befahren des hergestellten Planums ist zu vermeiden. Ungebundene Frost-
schutz- und Tragschichten sind daher vor Kopf einzubauen.
Als Material für ungebundene Frostschutz- und Tragschichten sowie als Planumsver-
besserung/Bodenaustauschmaterial sind Mineralgemisch oder Betonrecycling der
Körnungen 0/32 … 0/56 zu verwenden.

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14
Jun. 21/2918g.doc
Um einen Eintrag von Feinteilen in die ungebundenen Frostschutz- und Tragschichten
sowie den gegebenenfalls erforderlichen Bodenaustausch und eine daraus resultie-
rende Tragfähigkeitsverringerung zu vermeiden, ist nördlich der Bohrung RKB 2 zwi-
schen den anstehenden Böden und den darüber aufzubauenden Schichten ein Geo-
textil einzubauen (Robustheitsklasse GRK 3). Ist dieses auf Grund der zu verlegenden
Medienleitungen nicht umsetzbar, ist die Frostschutzschicht um 10 cm zu verstärken.
Die jeweiligen Schichten sind entsprechend ihrer Belastungsklasse nach den in der
RStO 12 und der ZTV SoB-StB enthaltenen Festlegungen zu verdichten.
In Höhe des Planums der Verkehrsflächen sowie unmittelbar unter diesem stehen
nördlich der Bohrung RKB 2 teilweise gering durchlässige Böden mit einer Durchläs-
sigkeit k
f
< 1 · 10
-6
m/s an, so dass eine natürliche Versickerung von Wasser aus dem
Oberbau nicht oder nur stark zeitverzögert erfolgen kann. Eine wirksame Entwässe-
rung des Oberbaus, z. B. durch Quergefälle und/oder Dränagen ist daher Vorausset-
zung für dauerhafte Planumstragfähigkeiten.
Im Bauabschnitt zwischen den Bohrungen RKB 2 und RKB 3 ist dies nicht erforder-
lich, da hier überwiegend ausreichend durchlässige Böden mit Durchlässigkeiten
k
f
~ 5 · 10
-5
… 1 · 10
-3
m/s anstehen.
6.4
Wasserhaltung
Eine Beeinflussung der Baumaßnahmen durch Grundwasser ist ausgehend von Aus-
hubtiefen bis zu 3,0 m unter Gelände nicht zu erwarten. Zur Ableitung des anfallenden
Niederschlags- und Schichtenwassers genügt somit eine ausreichend dimensionierte
offene Wasserhaltung.
6.5
Wiederverwendbarkeit von Aushubmassen
Die nachfolgenden Hinweise beziehen sich ausschließlich auf die bodenmechanische
Eignung der Aushubmassen zur Wiederverwendung. Bei zur Wiederverwendung vor-
gesehenen Massen ist neben deren bodenmechanischen Eigenschaften auch deren
schadstofftechnische Eignung zu berücksichtigen.
Im Zuge der Baumaßnahme gelangen Auffüllungen , Kiese und Steine sowie Schluffe,
Sande und Verwitterungsböden der Homogenbereiche 1 bis 5 nach DIN 18300-2015
bzw. der Bodenklassen 3 bis 6 nach DIN 18300-2002 zum Aushub.
Insbesondere im Bereich der Bohrungen RKB 5 und RKB 6 kann zudem verwitterter
Fels (Homogenbereich 6 nach DIN 18300-2015) zum Aushub gelangen. Dieser ist je
nach Verwitterungsgrad in die Bodenklassen 6 und 7 nach DIN 18300-2002 einzustu-
fen.

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15
Jun. 21/2918g.doc
Die beim Aushub anfallenden natürlich anstehenden Schluffe und feinkornreichen
Sande sowie Kiese (Feinkornanteil > 15 %) sind lediglich in Bereichen ohne definierte
Anforderungen an die Tragfähigkeit zur Wiederverwendung geeignet. Die Schluffe
müssen zum Zeitpunkt des Wiedereinbaus mindestens eine steife Konsistenz besit-
zen.
Aushubmassen mit einem Feinkornanteil ≤ 15 % (aufgefüllte Kiese, natürlich anste-
hende Sande, Kiese und Verwitterungsböden) können aus bodenmechanischer Sicht
uneingeschränkt wiederverwendet werden.
In den zur Wiederverwendung vorgesehenen Massen enthaltene Steine sowie gege-
benenfalls enthaltene Wurzeln mit einem Durchmesser > 1 cm sind vor dem Wieder-
einbau vollständig abzutrennen.
Massen mit einem Kohleanteil, der visuell > 5 % beträgt, sind lediglich für eine Gelän-
deprofilierung außerhalb von Bereichen mit definierten Anforderungen an die Tragfä-
higkeit geeignet.
Steine sowie zum Aushub gelangender Fels können uneingeschränkt wieder verwen-
det werden, sofern diese auf eine Körnung ≤ 56 mm gebrochen werden. Die gebro-
chenen Massen dürfen dabei jedoch einen Feinkornanteil von 15 % nicht übersteigen.
Zur Verfüllung von Arbeitsräumen können somit zumindest teilweise Fremdmassen
erforderlich werden. Hierfür sind vorzugsweise Böden der Bodengruppen SW, SU,
GW, GU, GI sowie Betonrecycling oder Mineralgemisch der Körnungen 0/32 bis 0/45
zu verwenden.
Zur Wiederverwendung vorgesehene Aushubmassen sind während der Zwischenlage-
rung vor Witterungseinflüssen, insbesondere Wasseraufnahme, zu schützen.
Die Verfüllmassen von Rohr- und Leitungsgräben sowie Arbeitsräumen von Baugru-
ben sind in Lagen ≤ 30 cm einzubauen und bis 0,5 m unter das künftige Planum be-
festigter Flächen auf einen Verdichtungsgrad D
Pr
≥ 98 % zu verdichten. Darüber hin-
aus ist ein Verdichtungsgrad D
Pr
100 % erforderlich. In Bereichen außerhalb befestig-
ter Flächen sind die auszuhebenden Böden durchgängig auf einen Verdichtungsgrad
D
Pr
≥ 97 % zu verdichten.
7
ANGABEN ZUR VERSICKERUNGSFÄHIGKEIT
Für Versickerungsanlagen für Regenwasser kommen gemäß DWA – Regelwerk Ar-
beitsblatt DWA-A 138, 2005 Lockerböden in Frage, deren k
f
-Werte im Bereich von
5 10
-6
m/s bis 5 10
-3
m/s liegen. Darüber hinaus muss der potentielle Aquifer flä-
chenhaft verbreitet und der Grundwasserflurabstand möglichst groß sein (mindestens
1 m unter UK Versickerungsanlage).

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16
Jun. 21/2918g.doc
Eine Versickerung von Niederschlags- und Oberflächenwasser in aufgefüllten Böden
ist aus Gründen des Umweltschutzes nicht zulässig, sofern nicht nachgewiesen ist,
dass durch die Versickerung in den Auffüllungen eine negative Beeinflussung des
Grundwassers ausgeschlossen werden kann.
Unterhalb der Auffüllungen wurden feinkornreiche (Feinkornanteil > 15 %) und fein-
kornarme (Feinkornanteil ≤ 15 %) Böden in regelloser Wechsellagerung angetroffen.
Die feinkornreichen Böden sind mit Durchlässigkeiten k
f
< 5 10
-6
m/s für Versicke-
rungszwecke ungeeignet.
Für die feinkornärmeren Sande (Feinkornanteil ≤ 15 %) wurden mit den in den Boh-
rungen RKB 4 und RKB 9 durchgeführten Versickerungsversuchen für Versickerungs-
zwecke ausreichende Durchlässigkeiten k
f
= 8,7 10
-5
… 6,2 10
-4
m/s ermittelt (siehe
Anlage 6). Diese gelten ebenso für die natürlich anstehenden feinkornarmen Kiese
und Verwitterungsböden.
Ein ausreichender Grundwasserflurabstand ist gegeben.
Aus hydrogeologischer Sicht ist eine gezielte Versickerung von Niederschlags- und
Oberflächenwasser in den natürlich anstehenden feinkornärmeren Sanden, Kiesen
und Verwitterungsböden unterhalb der Auffüllungen prinzipiell möglich. Aufgrund der
stark wechselnden Schichtmächtigkeiten und Schichtausbildungen sind im Zuge der
Planung von Versickerungsanlagen allerdings an den jeweiligen Versickerungs-
standorten zwingend weiterführende Untersuchungen durchzuführen.
Des Weiteren wird dringend empfohlen, die zuständige untere Wasserbehörde in die
Planung von Versickerungsanlagen einzubeziehen, da im Zuge der Baugrunderkun-
dung mit der Bohrung RKB 8 in einer Tiefe von 5,4 m unter Gelände Anzeichen von
ölhaltigem Material festgestellt wurden. Es ist derzeit nicht auszuschließen, dass hö-
her liegende Bodenhorizonte mit ölhaltigen Stoffen verunreinigt sind und durch die
Versickerung von Niederschlagswasser Schadstoffe ins Grundwasser gelangen.
8
SCHLUSSBEMERKUNG
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die ausgeführten Baugrunduntersuchungen
punktuellen Charakter aufweisen. Prinzipiell sind Abweichungen zwischen den Auf-
schlusspunkten in Bezug auf Schichtmächtigkeit und Schichtausbildung zwischen
bzw. außerhalb der Aufschlusspunkte nicht vollständig auszuschließen.

image
image
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IBU 2918.21
Wohnbebauung Am Bahnhof in 01917 Wiesa
17
Jun. 21/2918g.doc
Sollten bei großflächigem Aufschluss im Zuge der Baumaßnahme wider Erwarten we-
sentlich andere Baugrund- und Wasserverhältnisse als dem vorliegenden Geotechni-
schen Bericht zugrunde liegend angetroffen werden, ist gemäß DIN 1054 und
DIN 4020 der unterzeichnende Gutachter sofort zu verständigen, um die im Geotech-
nischen Bericht getroffenen Empfehlungen zu überprüfen und gegebenenfalls ergän-
zen zu können.
Weiterhin ist der unterzeichnende Gutachter über Planänderungen und Planergän-
zungen gegenüber den diesem Geotechnischen Bericht zugrunde liegenden Plänen
zeitnah zu informieren, um die im Geotechnischen Bericht getroffenen Empfehlungen
zu überprüfen und gegebenenfalls ergänzen zu können.
Kesselsdorf, 08.06.2021
Dipl.-Ing. T. Pabst
M.Sc.-Geol. Ch. Sahm

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Inselallee 26 -28
01723 Kesselsdorf
Telefon: 035 204/791 391 Telefax: 035 204/791 392
Legende
Anlage 0
Projekt: IBU 2918.21
Auftraggeber: KM EntwicklungsHausproj.
Bearb.: Mönchg.
Datum: 18./19.5.21
Boden- und Felsarten
Auffüllung, A
Ton, T, tonig, t
Schluff, U, schluffig, u
Sand, S, sandig, s
Kies, G, kiesig, g
Steine, X, steinig, x
Fels, verwittert, Zv
Korngrößenbereich
f - fein
m - mittel
g - grob
Nebenanteile
' - schwach (<15%)
¯ - stark (30-40%)
Bodenklasse nach DIN 18300 (veraltet)
1
Oberboden (Mutterboden)
2
Fließende Bodenarten
3
Leicht lösbare Bodenarten
4
Mittelschwer lösbare Bodenarten
5
Schwer lösbare Bodenarten
6
Leicht lösbarer Fels und vergleichbare
Bodenarten
7
Schwer lösbarer Fels
Konsistenz
breiig
weich
steif
halbfest
fest
Grundwasser
1,00
18.05.21
Grundwasser am 18.05.21 in 1,00 m unter
Gelände angebohrt
1,00
18.05.21
1,80
Grundwasser in 1,80 m unter Gelände
angebohrt, Anstieg des Wassers auf 1,00 m
unter Gelände am 18.05.21
1,00
18.05.21
Grundwasser nach Beendigung der
Bohrarbeiten am 18.05.21
1,00
18.05.21
Ruhewasserstand in einem ausgebauten
Bohrloch
1,00
18.05.21
Wasser versickert in 1,00 m unter Gelände

image
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Inselallee 26 – 28
01723 Kesselsdorf
Telefon: 035 204/791 391 Fax: 035 204/791 392
Maßstab: ohne
Wohnbebauung Am Bahnhof in
01917 Wiesa
Übersichtsplan
Anlage: 1
Projekt: IBU 2918.21
Auftraggeber: KM EntwicklungsHausprojekte UG
Bearb.: Mönchgenger
Datum: 18./19.05.2021
Bearbeitungsgebiet

image
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Pabst
Inselallee 26 – 28
01723 Kesselsdorf
Telefon: 035 204/791 391 Fax: 035 204/791 392
Maßstab:1 : 1.000
Wohnbebauung Am Bahnhof in
01917 Wiesa
Lageplan
Anlage: 2
Projekt: IBU 2918.21
Auftraggeber: KM EntwicklungsHausprojekte UG
Bearb.: Mönchgenger
Datum: 18./19.05.2021
RKB 1
RKB 2
RKB 3
RKB 4
RKB 5
1
1
2
2
RKB 6
RKB 7
RKB 8
RKB 9
3
3

Schnitt 1
M. d. L. 1 : 750, M. d. H. 1 : 25
RKB 1
NHN + 183,41 m
1,90
18.05.21
k. GW
A (G, s, u', Beton, Schotter), f,
braun, grau
3
S, g, u, f,
braun
4-6
G, s, u', f,
braun
3
U, g, s, f,
weich, braun
4
U, s, t', f,
steif, braun
4
NHN + 180,41 m
0,40
1,90
2,10
2,60
3,00
RKB 2
NHN + 183,57 m
k. GW
A (G, x, s, Schotter), f,
grau
3-5
G, x, s, f,
braun
3-5
S, g', f,
braun
3
S, g, f,
braun
3
NHN + 180,57 m
0,50
0,80
1,90
3,00
RKB 3
NHN + 184,00 m
1,00
19.05.21
k. GW
A (G, s, x, Kohle), f,
grau, braun, schwarz
3-5
S, g, f,
braun
3
S, g, f,
braun
3
S, f,
braun
3
NHN + 181,00 m
0,80
1,00
1,30
3,00
184,00
183,75
183,50
183,25
183,00
182,75
182,50
182,25
182,00
181,75
181,50
181,25
181,00
180,75
180,50
180,25
Ingenieurbüro für Baugrund und Umwelt Pabst
Inselallee 26 -28
01723 Kesselsdorf
Telefon: 035 204/791 391 Telefax: 035 204/791 392
Wohnbebauung Am Bahnhof in
01917 Wiesa
Anlage 3.1
Projekt: IBU 2918.21
Auftraggeber: KM EntwicklungsHausproj.
Bearb.: Mönchgenger Datum: 18./19.05.21

M. d. L. 1 : 500, M. d. H. 1 : 50
Schnitt 2-1
RKB 6
NHN + 183,57 m
2,00
19.05.21
Abbruch, kein Bohrfortschritt
k. GW
A (G, s, x', Keramik), f,
braun, grau
3
U, s, f,
steif, braun
4
S, g, f,
hellbraun
3
S, g, f,
hellbraun
3
Zv (G, s), f,
braun
3
NHN + 180,27 m
0,50
1,10
2,00
3,10
3,30
RKB 5
NHN + 182,23 m
Abbruch, kein Bohrfortschritt
k. GW
A (G, s, Kohle), f,
schwarz
3
X, f,
grau
6
Zv (G, s), f,
braun
3
NHN + 181,53 m
0,20
0,40
0,70
RKB 7
NHN + 182,21 m
Abbruch, kein Bohrfortschritt
k. GW
A (G, s, Kohle), f,
schwarz, braun
3
G, u, s, Wurzeln, f,
braun
4
U, s, f,
steif, braun
4
S, f,
braun
3
G, s, u, f,
braun
4
Zv (G, s), f,
braun
3
NHN + 178,31 m
0,40
0,80
1,90
2,20
3,70
3,90
184,00
183,50
183,00
182,50
182,00
181,50
181,00
180,50
180,00
179,50
179,00
178,50
178,00
Ingenieurbüro für Baugrund und Umwelt Pabst
Inselallee 26 -28
01723 Kesselsdorf
Telefon: 035 204/791 391 Telefax: 035 204/791 392
Wohnbebauung Am Bahnhof in
01917 Wiesa
Anlage 3.2.1
Projekt: IBU 2918.21
Auftraggeber: KM EntwicklungsHausproj.
Bearb.: Mönchgenger Datum: 18./19.05.21

Schnitt 2-2
M. d. L. 1 : 500, M. d. H. 1 : 50
RKB 8
NHN + 183,26 m
3,40
19.05.21
k. GW
A (G, s, u', x', Kohle, Beton), f,
braun, schwarz, grau
3
S, g, u, t', f,
braun
4
S, g, f,
hellgrau, hellbraun
3
S, g, u', f,
braun
3
U, s', t', f,
Ölgeruch, weich, dunkelgrau
4
NHN + 177,26 m
0,90
3,40
4,20
5,40
6,00
RKB 9
NHN + 182,02 m
k. GW
A (G, s, x, Beton, Schotter), f,
grau, braun
3-5
S, g, u', f,
braun
4
S, g, u, f,
braun
4
S, f,
braun
3
Zv (G, s), f,
braun
3
NHN + 176,02 m
0,50
2,30
3,00
4,20
6,00
183,50
183,00
182,50
182,00
181,50
181,00
180,50
180,00
179,50
179,00
178,50
178,00
177,50
177,00
176,50
176,00
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Inselallee 26 -28
01723 Kesselsdorf
Telefon: 035 204/791 391 Telefax: 035 204/791 392
Wohnbebauung Am Bahnhof in
01917 Wiesa
Anlage 3.2.2
Projekt: IBU 2918.21
Auftraggeber: KM EntwicklungsHausproj.
Bearb.: Mönchgenger Datum: 18./19.05.21

Schnitt 3
M. d. L. 1 : 250, M. d. H. 1 : 50
RKB 5
NHN + 182,23 m
Abbruch, kein Bohrfortschritt
k. GW
A (G, s, Kohle), f,
schwarz
3
X, f,
grau
6
Zv (G, s), f,
braun
3
NHN + 181,53 m
0,20
0,40
0,70
RKB 4
NHN + 184,24 m
Abbruch, kein Bohrfortschritt
k. GW
A (G, s, x, u', Ziegel, Kohle,
Wurzeln), f,
bunt
3-5
S, g, f,
hellbraun
3
S, g, f,
hellgrau, braun
3
Zv (G, s), f,
braun
3
NHN + 179,44 m
0,50
0,90
4,60
4,80
184,50
184,00
183,50
183,00
182,50
182,00
181,50
181,00
180,50
180,00
179,50
179,00
Ingenieurbüro für Baugrund und Umwelt Pabst
Inselallee 26 -28
01723 Kesselsdorf
Telefon: 035 204/791 391 Telefax: 035 204/791 392
Wohnbebauung Am Bahnhof in
01917 Wiesa
Anlage 3.3
Projekt: IBU 2918.21
Auftraggeber: KM EntwicklungsHausproj.
Bearb.: Mönchgenger Datum: 18./19.05.21

Aufschluss/
Ent-
Bodenart/
Boden-
Konsis-
Korn- Trocken- Wasser- Kalk- Glüh-
k - Wert
Bezeichnung
nahme-
Bezeichnung
gruppe
tenz
w
L
w
P
I
C
dichte
dichte
gehalt
gehalt verlust
w
Pr
r
Pr
n bei
j
c
[m]
art
DIN 4023
DIN 18196
[%]
[%]
[t/m³]
[t/m³]
[%]
[%]
[%]
[%]
[g/cm³]
r
Pr
[°]
[kN/m²]
[m/s]
RKB 1
0,4 - 1,9
g
S, g, u
ST*
fest
19,8
12,5 1,67
7,6
9,7E-07
RKB 1
2,6 - 3,0
g
U, s, t'
ST*
steif
24,3
16,7 0,89
17,5
8,9E-08
RKB 5
0,4 - 0,7
g
G, s*
GE
5,2
2,4E-03
RKB 8
0,9 - 3,4
g
S, g, u, t'
SU*
13,8
3,4E-07
I ngenieurbüro für B augrund und U mwelt Pabst
Entnahme
Bodenbeschreibung
Ergebnisse
Anlage: 4.1
Zustandsgrenzen
Proctorversuch
Scherfestigkeit
IBU 2918.21
Wohnbebauung Am Bahnhof in 01917 Wiesa

Schlämmkorn
Siebkorn
Schluffkorn
Sandkorn
Kieskorn
Feinstes
Steine
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Korndurchmesser d in mm
Massenanteile der Körner < d in % der Gesamtmenge
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
0.001
0.002
0.006
0.01
0.02
0.06
0.1
0.2
0.6
1
2
6
10
20
60
100
Bodenart/Bezeichnung nach DIN 4023:
Bodengruppe nach DIN 18196:
U/Cc:
Probe trocken [g]:
Wassergehalt [%]:
Feinkorngehalt [%]:
Durchlässigkeit [m/s]:
S, g, u
S
_
T
103.9/0.6
856,4
7,6
27,3
9.7 * 10
-7
IBU 2918.21
Anlage 4.2
Bemerkungen:
Aufschluss:.................................... RKB 1
Tiefe:............................................. 0,4 - 1,9 m
Probe entnommen am:.................. 18.05.2021
Probe entnommen von:................. Mönchgenger
Bearbeiter: Sahm
Datum: 31.05.2021
2918-Anlage4-2.kvs
Korngrößenverteilung
nach DIN EN ISO 17892-4
Wohnbebauung Am Bahnhof
3
0.125
0.25
0.5
4
8
31,5
gepr.: Pa
Ingenieurbüro für Baugrund und Umwelt Pabst
Inselallee 26 - 28
01723 Kesselsdorf
Telefon: 035 204 / 791 391 Telefax 035 204 / 791 392
in 01917 Wiesa

Schlämmkorn
Siebkorn
Schluffkorn
Sandkorn
Kieskorn
Feinstes
Steine
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Korndurchmesser d in mm
Massenanteile der Körner < d in % der Gesamtmenge
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
0.001
0.002
0.006
0.01
0.02
0.06
0.1
0.2
0.6
1
2
6
10
20
60
100
Bodenart/Bezeichnung nach DIN 4023:
Bodengruppe nach DIN 18196:
U/Cc:
Probe trocken [g]:
Wassergehalt [%]:
Feinkorngehalt [%]:
Durchlässigkeit [m/s]:
U, s, t'
S
_
T
-/-
648,2
17,5
73,2
8.9 * 10
-8
IBU 2918.21
Anlage 4.3
Bemerkungen:
Aufschluss:.................................... RKB 1
Tiefe:............................................. 2,6 - 3,0 m
Probe entnommen am:.................. 18.05.2021
Probe entnommen von:................. Mönchgenger
Bearbeiter: Sahm
Datum: 31.05.2021
2918-Anlage4-3.kvs
Korngrößenverteilung
nach DIN EN ISO 17892-4
Wohnbebauung Am Bahnhof
3
0.125
0.25
0.5
4
8
31,5
gepr.: Pa
Ingenieurbüro für Baugrund und Umwelt Pabst
Inselallee 26 - 28
01723 Kesselsdorf
Telefon: 035 204 / 791 391 Telefax 035 204 / 791 392
in 01917 Wiesa

Schlämmkorn
Siebkorn
Schluffkorn
Sandkorn
Kieskorn
Feinstes
Steine
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Korndurchmesser d in mm
Massenanteile der Körner < d in % der Gesamtmenge
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
0.001
0.002
0.006
0.01
0.02
0.06
0.1
0.2
0.6
1
2
6
10
20
60
100
Bodenart/Bezeichnung nach DIN 4023:
Bodengruppe nach DIN 18196:
U/Cc:
Probe trocken [g]:
Wassergehalt [%]:
Feinkorngehalt [%]:
Durchlässigkeit [m/s]:
G,
_
s
GE
5.2/1.2
1276,4
5,2
0,7
2.4 * 10
-3
IBU 2918.21
Anlage 4.4
Bemerkungen:
Aufschluss:.................................... RKB 5
Tiefe:............................................. 0,4 - 0,7 m
Probe entnommen am:.................. 19.05.2021
Probe entnommen von:................. Mönchgenger
Bearbeiter: Sahm
Datum: 31.05.2021
2918-Anlage4-4.kvs
Korngrößenverteilung
nach DIN EN ISO 17892-4
Wohnbebauung Am Bahnhof
3
0.125
0.25
0.5
4
8
31,5
gepr.: Pa
Ingenieurbüro für Baugrund und Umwelt Pabst
Inselallee 26 - 28
01723 Kesselsdorf
Telefon: 035 204 / 791 391 Telefax 035 204 / 791 392
in 01917 Wiesa

Schlämmkorn
Siebkorn
Schluffkorn
Sandkorn
Kieskorn
Feinstes
Steine
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Korndurchmesser d in mm
Massenanteile der Körner < d in % der Gesamtmenge
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
0.001
0.002
0.006
0.01
0.02
0.06
0.1
0.2
0.6
1
2
6
10
20
60
100
Bodenart/Bezeichnung nach DIN 4023:
Bodengruppe nach DIN 18196:
U/Cc:
Probe trocken [g]:
Wassergehalt [%]:
Feinkorngehalt [%]:
Durchlässigkeit [m/s]:
S, g, u, t'
S
_
U
269.9/16.2
875,6
13,8
25,6
3.4 * 10
-7
IBU 2918.21
Anlage 4.5
Bemerkungen:
Aufschluss:.................................... RKB 8
Tiefe:............................................. 0,9 - 3,4 m
Probe entnommen am:.................. 19.05.2021
Probe entnommen von:................. Mönchgenger
Bearbeiter: Sahm
Datum: 31.05.2021
2918-Anlage4-5.kvs
Korngrößenverteilung
nach DIN EN ISO 17892-4
Wohnbebauung Am Bahnhof
3
0.125
0.25
0.5
4
8
31,5
gepr.: Pa
Ingenieurbüro für Baugrund und Umwelt Pabst
Inselallee 26 - 28
01723 Kesselsdorf
Telefon: 035 204 / 791 391 Telefax 035 204 / 791 392
in 01917 Wiesa

Plastizitätsdiagramm
0
10
20
30
35
40
50
60
70
80
Fließgrenze w
L
[%]
0
10
20
30
40
50
7
4
Plastizitätszahl I
P
[%]
A-Linie
I
P
=
0,73
*
(w
L
-
20)
Sand-Schluff-
Gemische SU
Zwischenbereich
Sand-Ton-
Gemische ST
leicht
plastische
Tone TL
mittelplastische
Tone TM
ausgeprägt
plastische
Tone TA
Tone mit organischen
Beimengungen, organische Tone OT
und ausgeprägt
zusammendrückbare Schluffe UA
Schluffe
mit organi-
schen Beimen-
gungen und organo-
gene Schluffe OU
und mittelplastische
leicht plasti-
Schluffe UM
sche Schluffe UL
O
X
0
10
20
30
40
50
60
70
80
Plastizitätsbereich (w
L
bis w
P
) [%]
w
P
w
L
10
15
20
25
30
35 40
Schlagzahl
Wassergehalt w [%]
18.0
18.4
18.8
19.2
19.6
20.0
20.4
20.8
21.2
21.6
22.0
I
C
= 1.67
Zustandsform
0.00
flüssig
0.50
breiig
0.75
weich
1.00
halbfest
steif
Wassergehalt w =
4.7 %
Fließgrenze w
L
=
19.8 %
Ausrollgrenze w
P
=
12.5 %
Plastizitätszahl I
P
=
7.3 %
Konsistenzzahl I
C
=
1.67
Anteil Überkorn ü =
44.8 %
Wassergeh. Überk. w
Ü
=
1.1 %
Korr. Wassergehalt =
7.6 %
Ingenieurbüro für Baugrund und Umwelt Pabst
Inselallee 26 - 28
01723 Kesselsdorf
Telefon: 035 204 / 791 391 Telefax: 035 204 / 791 392
Bearbeiter: Sahm
Datum: 31.05.2021
Aufschluss:................................................... RKB 1
Tiefe:............................................................ 0,4 - 1,9 m
Probe entnommen am:................................. 18.05.2021
Probe entnommen von:................................. Mönchgenger
Bodenart/Bezeichnung nach DIN 4023:........ S, g, u
IBU 2918.21
Anlage 4.6
Wohnbebauung Am Bahnhof
in 01917 Wiesa
Zustandsgrenzen nach DIN EN ISO 17892-12
Bestimmung der Fließ- und Ausrollgrenze

Plastizitätsdiagramm
0
10
20
30
35
40
50
60
70
80
Fließgrenze w
L
[%]
0
10
20
30
40
50
7
4
Plastizitätszahl I
P
[%]
A-Linie
I
P
=
0,73
*
(w
L
-
20)
Sand-Schluff-
Gemische SU
Zwischenbereich
Sand-Ton-
Gemische ST
leicht
plastische
Tone TL
mittelplastische
Tone TM
ausgeprägt
plastische
Tone TA
Tone mit organischen
Beimengungen, organische Tone OT
und ausgeprägt
zusammendrückbare Schluffe UA
Schluffe
mit organi-
schen Beimen-
gungen und organo-
gene Schluffe OU
und mittelplastische
leicht plasti-
Schluffe UM
sche Schluffe UL
O
X
0
10
20
30
40
50
60
70
80
Plastizitätsbereich (w
L
bis w
P
) [%]
w
P
w
L
10
15
20
25
30
35 40
Schlagzahl
Wassergehalt w [%]
22.0
23.0
24.0
25.0
26.0
27.0
28.0
I
C
= 0.89
Zustandsform
0.00
flüssig
0.50
breiig
0.75
weich
1.00
halbfest
steif
Wassergehalt w =
15.6 %
Fließgrenze w
L
=
24.3 %
Ausrollgrenze w
P
=
16.7 %
Plastizitätszahl I
P
=
7.6 %
Konsistenzzahl I
C
=
0.89
Anteil Überkorn ü =
12.1 %
Wassergeh. Überk. w
Ü
=
1.8 %
Korr. Wassergehalt =
17.5 %
Ingenieurbüro für Baugrund und Umwelt Pabst
Inselallee 26 - 28
01723 Kesselsdorf
Telefon: 035 204 / 791 391 Telefax: 035 204 / 791 392
Bearbeiter: Sahm
Datum: 31.05.2021
Aufschluss:................................................... RKB 1
Tiefe:............................................................ 2,6 - 3,0 m
Probe entnommen am:................................. 18.05.2021
Probe entnommen von:................................. Mönchgenger
Bodenart/Bezeichnung nach DIN 4023:........ U, s, t'
IBU 2918.21
Anlage 4.7
Wohnbebauung Am Bahnhof
in 01917 Wiesa
Zustandsgrenzen nach DIN EN ISO 17892-12
Bestimmung der Fließ- und Ausrollgrenze

image
Ingenieurbüro für Baugrund und Umwelt Pabst
IBU 2918.21
Wohnbebauung Am Bahnhof in 01917 Wiesa
Anlage 5
Entnahmeprotokoll
Auftraggeber:
KM EntwicklungsHausprojekte UG
Probenentnahme:
Fr. Mönchgenger (IBU Pabst)
Probenbezeichnung:
MP 1
MP 2
Entnahmestelle/ -tiefe:
RKB 1: 0,0 - 0,4 m
RKB 2: 0,0 - 0,5 m
RKB 3: 0,0 - 0,8 m
RKB 4: 0,0 - 0,5 m
RKB 5: 0,0 - 0,2 m
RKB 6: 0,0 - 0,5 m
RKB 7: 0,0 - 0,4 m
RKB 8: 0,0 - 0,9 m
RKB 9: 0,0 - 0,5 m
RKB 1: 0,4 - 3,0 m
RKB 2: 0,5 - 3,0 m
RKB 3: 0,8 - 3,0 m
RKB 4: 0,5 - 3,0 m
RKB 5: 0,2 - 0,7 m
RKB 6: 0,5 - 3,0 m
RKB 7: 0,4 - 3,0 m
RKB 8: 0,9 - 3,0 m
RKB 9: 0,5 - 3,0 m
Entnahmedatum:
18.-19.05.2021
18.-19.05.2021
Beschreibung der Probenahme:
Art des Probenbehälters:
PE-Eimer, Bodenglas,
Methanolglas
PE-Eimer, Bodenglas,
Methanolglas
Art des Verschlusses
Kunststoff
Kunststoff
Probenmenge:
5.000 ml
5.000 ml
Einzel-/Mischprobe:
Mischprobe aus 9 Einzelproben
Mischprobe aus 23 Einzelproben
Herstellung der Mischprobe:
vor Ort
vor Ort
Beschreibung der Probe:
Aussehen/Farbe:
bunt
braun, grau
Geruch:
Erdgeruch
Erdgeruch
Probenart:
Auffüllungen, nicht bindig
Boden, teilweise bindig
Verschmutzung/
Verschmutzungsart:
Wurzeln, Beton, Schotter, Kohle,
Keramik, Ziegel
Wurzeln
Einflüsse auf die Probe:
--
--
Besonderheiten/Bemerkungen:
--
--
Probenüberführung:
Stabilisierung:
Methanol
Methanol
Transport- und
Lagerungsbedingungen:
kühl und dunkel
kühl und dunkel

Ingenieurbüro für Baugrund und Umwelt Pabst
IBU 2918.21
Wohnbebauung Am Bahnhof in 01917 Wiesa
Anlage 6.1
Ergebnis des Versickerungsversuches
Messstelle: RKB 4
Auswertung von Versickerungsversuchen mit Wasserspiegelabsenkung nach U. S. Bureau of
Reclamation (Openend-Test, Earth Manual 1963, 1974)
Bohrlochtiefe (Versuchstiefe)
m
2,00
Pegeltiefe t
m
2,00
Radius der Bohrung
r (m):
0,030
Radius Messstellenausbau
r
i
(m):
0,025
Versuchsdauer
t (s):
45
Höhe des Wasserspiegels
unter Pegeloberkante am
Beginn des Versuches
h
1
(m):
0,00
Höhe des Wasserspiegels
unter Pegeloberkante am
Ende des Versuches
h
2
(m):
1,98
Q = r
i
2
· π (h
2
– h
1
) 1/t
(m³/s)
8,64E-05
k
f
= Q / [5,5 · r
i
· (h
1
+ h
2
) / 2]
(m/s)
6,22E-04
Durchlässigkeitsbeiwert
k
f
(m/s):
6,22E-04

Ingenieurbüro für Baugrund und Umwelt Pabst
IBU 2918.21
Wohnbebauung Am Bahnhof in 01917 Wiesa
Anlage 6.2
Ergebnis des Versickerungsversuches
Messstelle: RKB 9
Auswertung von Versickerungsversuchen mit Wasserspiegelabsenkung nach U. S. Bureau of
Reclamation (Openend-Test, Earth Manual 1963, 1974)
Bohrlochtiefe (Versuchstiefe)
m
1,50
Pegeltiefe t
m
2,00
Radius der Bohrung
r (m):
0,030
Radius Messstellenausbau
r
i
(m):
0,025
Versuchsdauer
t (s):
300
Höhe des Wasserspiegels
unter Pegeloberkante am
Beginn des Versuches
h
1
(m):
0,00
Höhe des Wasserspiegels
unter Pegeloberkante am
Ende des Versuches
h
2
(m):
1,91
Q = r
i
2
· π (h
2
– h
1
) 1/t
(m³/s)
1,25E-05
k
f
= Q / [5,5 · r
i
· (h
1
+ h
2
) / 2]
(m/s)
8,70E-05
Durchlässigkeitsbeiwert
k
f
(m/s):
8,70E-05