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Untersuchung Bodenmaterial
Bericht zur Auswertung analytischer Daten zu Unterböden
und Bodenaushub
Landesamt für Umwelt und Geologie

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Impressum
Bericht zur Auswertung analytischer Daten zu Unterbö-
den und Bodenaushub
Titelbild:
Aufbringung Bodenmaterial
Foto:
Dr. habil. Dieter Hiller
Herausgeber:
Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie
Öffentlichkeitsarbeit
Zur Wetterwarte 11, 01109 Dresden
E-Mail:
Abteilung1LfUG@smul.sachsen.de
(kein Zu-
gang für elektronisch signierte sowie für verschlüsselte
elektronische Dokumente)
Bearbeiter:
Bernd Opitz, Rico Slosarek, Christiane Sanllorente,
Referat Abfallwirtschaft
Heiko Ihling Referat Grundwasser, Altlasten
Abteilung Wasser / Abfall
Dr. Ingo Müller, Referat Bodenschutz
Kati Kardel, Günter Rank, Referat Bodenkartierung,
Geochemie
Abteilung Natur, Landschaft, Boden
Redaktionsschluss:
Mai 2007
Hinweis:
Diese Veröffentlichung wird im Rahmen der Öffentlichkeitsar-
beit des Sächsischen Landesamtes für Umwelt und Geologie
(LfUG) herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch von
Wahlhelfern im Wahlkampf zum Zwecke der Wahlwerbung
verwendet werden. Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevor-
stehenden Wahl darf die Veröffentlichung nicht in einer Weise
verwendet werden, die als Parteinahme des Landesamtes
zugunsten einzelner Gruppen verstanden werden kann. Den
Parteien ist es gestattet, die Veröffentlichung zur Unterrichtung
ihrer Mitglieder zu verwenden.
Copyright:
Diese Veröffentlichung ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte
sind dem Herausgeber vorbehalten.
Juni 2007
L III-4/4-2
Diese Veröffentlichung ist ausschließlich als Download
unter
www.umwelt.sachsen.de/lfug
verfügbar.

3
Inhaltsverzeichnis Seite
1
Bodenmaterial............................................................................................. 8
1.1
Uneingeschränkter Einbau / bodenähnliche Anwendungen...............................8
1.1.1
Einordnung der Böden im FS Sachsen in Z-Klassen nach TR Boden -neu-.............8
1.1.2
Schadstoffkonzentrationen im Feststoff und Eluat in Böden sächsischer
Bodenbelastungsgebiete .........................................................................................18
1.1.2.1
Allgemeines........................................................................................................................... 18
1.1.2.2
Datenkollektiv Elbaue............................................................................................................ 22
1.1.2.3
Datenkollektiv Auen der Freiberger Mulde............................................................................ 25
1.1.2.4
Datenkollektiv Auen der Vereinigten Mulde.......................................................................... 28
1.1.2.5
Datenkollektiv Auen der Zschopau ....................................................................................... 31
1.1.2.6
Datenkollektiv Belastungsgebiet Schneeberg/Aue ............................................................... 34
1.1.2.7
Datenkollektiv Belastungsgebiet Ehrenfriedersdorf .............................................................. 37
1.1.2.8
Datenkollektiv Belastungsgebiet Freiberg............................................................................. 40
1.1.2.9
Vergleich des Datenkollektivs Belastungsgebiet Freiberg und Umgebung .......................... 43
1.2
Eingeschränkter Einbau / Technische Bauwerke...............................................46
1.2.1
Datenrecherche / Datenerfassung...........................................................................46
1.2.2
Datenauswertung / Bewertung................................................................................47
2
Zusammenfassung Technische Bauwerke............................................. 66

4
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Zusätzliche Einschränkungen in der Verwertung durch Anwendung
der Eluatanforderungen........................................................................................20
Abbildung 2: Prozentuale Verteilung der Zuordnung von Analysen
Feststoff/Eluat im Vergleich TR Boden -at- und TR Boden -neu-.........................48
Abbildung 3: Verteilung des erfassten Mengenanteils Bodenmaterial in die
Einbauklassen nach TR Boden -alt- und -neu-....................................................49
Abbildung 4: Vergleich der Einbauklassen nach TR Boden -neu- bei
Feststoffbewertung und Feststoff/Eluat-Bewertung..............................................50
Abbildung 5: Eluatanalysen Sulfat im Bodenmaterial im FS Sachsen ...................................55
Abbildung 6: Eluatanalysen Sulfat im Bodenmaterial im RB Leipzig .....................................56
Abbildung 7: Eluatanalysen Sulfat im Bodenmaterial im RB Chemnitz..................................57
Abbildung 8: Eluatanalysen Sulfat im Bodenmaterial im RB Dresden ...................................58
Abbildung 9: Eluatanalysen Cyanid gesamt im Bodenmaterial im FS Sachsen ....................59
Abbildung 10: Eluatanalysen Cyanid gesamt im Bodenmaterial im RB Leipzig.....................60
Abbildung 11: Eluatanalysen Cyanid gesamt im Bodenmaterial im RB Chemnitz.................61
Abbildung 12: Eluatanalysen Cyanid gesamt im Bodenmaterial im RB Dresden ..................62
Abbildung 13: Eluatanalysen Elektrische Leitfähigkeit im Bodenmaterial aus
dem RB Leipzig....................................................................................................63
Abbildung 14: Eluatanalysen Cadmium im Bodenmaterial aus dem RB Leipzig ...................64
Abbildung 15: Eluatanalysen Arsen im Bodenmaterial aus dem RB Chemnitz .....................65
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Flächenanteile der Stoffkonzentrationen nach Zuordnungswerten LAGA
TR im FS Sachsen................................................................................................10
Tabelle 2: Hintergrundwerte für Böden - Freistaat Sachsen ..................................................13
Tabelle 3: Hintergrundwerte für Böden - Freistaat Sachsen ..................................................14
Tabelle 4: Hintergrundwerte für Böden - Freistaat Sachsen ..................................................15
Tabelle 5: Hintergrundwerte für Böden - Freistaat Sachsen ..................................................16
Tabelle 6: Hintergrundwerte für Böden - Freistaat Sachsen ..................................................17
Tabelle 7: Einordnung der Stoffkonzentrationen von 3173 Bodenproben aus
Belastungsgebieten Sachsens nach LAGA TR Boden; Angabe als
relativer Anteil [%].................................................................................................18
Tabelle 8: Statistischen Beziehungen zwischen Konzentrationen von
Unterbodenproben im Feststoff und im Eluat. ......................................................21
Tabelle 9: Statistische Kennzahlen der Stoffkonzentrationen in der Elbaue (n=553) ............22
Tabelle 10: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) in der Elbaue nach TR
Boden; Angabe als relativer Anteil [%] .................................................................22
Tabelle 11: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) in der Elbaue nach TR
Boden untergliedert nach Bodenart und Nutzung; Angabe als relativer
Anteil [%]...............................................................................................................23

5
Tabelle 12: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) in der Elbaue nach TR
Boden; Angabe als relativer Anteil [%] .................................................................23
Tabelle 13: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) in der Elbaue nach TR
Boden untergliedert nach Bodenart und Nutzung; Angabe als relativer
Anteil [%]...............................................................................................................24
Tabelle 14: Statistische Kennzahlen der Stoffkonzentrationen in Auen der
Freiberger Mulde (Unterböden; n=98)..................................................................25
Tabelle 15: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) in Auen der Freiberger
Mulde (Unterböden) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil [%]..................25
Tabelle 16: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) in Auen der Freiberger
Mulde (Unterböden) nach TR Boden untergliedert nach Bodenart und
Nutzung; Angabe als relativer Anteil [%] ..............................................................26
Tabelle 17: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) in Auen der Freiberger
Mulde (Unterböden) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil [%]..................26
Tabelle 18: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) in Auen der Freiberger
Mulde (Unterböden) nach TR Boden untergliedert nach Bodenart und
Nutzung; Angabe als relativer Anteil [%] ..............................................................27
Tabelle 19: Statistische Kennzahlen der Stoffkonzentrationen in Auen der
Vereinigten Mulde (Unterböden; n=605) ..............................................................28
Tabelle 20: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) in Auen der
Vereinigten Mulde (Unterböden) nach TR Boden; Angabe als relativer
Anteil [%]...............................................................................................................28
Tabelle 21: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) in Auen der
Vereinigten Mulde (Unterböden) nach TR Boden untergliedert nach
Bodenart und Nutzung; Angabe als relativer Anteil [%]........................................29
Tabelle 22: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) in Auen der Vereinigten
Mulde (Unterböden) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil [%]..................29
Tabelle 23: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) in Auen der Vereinigten
Mulde (Unterböden) nach TR Boden untergliedert nach Bodenart und
Nutzung; Angabe als relativer Anteil [%] ..............................................................30
Tabelle 24: Statistische Kennzahlen der Stoffkonzentrationen in Auen der
Zschopau (Unterböden; n=68)..............................................................................31
Tabelle 25: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) in Auen der Zschopau
(Unterböden) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil [%].............................31
Tabelle 26: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) in Auen der Zschopau
(Unterböden) nach TR Boden untergliedert nach Bodenart und
Nutzung; Angabe als relativer Anteil [%] ..............................................................32
Tabelle 27: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) in Auen der Zschopau
(Unterböden) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil [%].............................32
Tabelle 28: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) in Auen der Zschopau
(Unterböden) nach TR Boden untergliedert nach Bodenart und
Nutzung; Angabe als relativer Anteil [%] ..............................................................33
Tabelle 29: Statistische Kennzahlen der Stoffkonzentrationen im Belastungsgebiet
Schneeberg/Aue (Unterböden; n=338).................................................................34
Tabelle 30: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) im Belastungsgebiet
Schneeberg/ Aue (Unterböden) nach TR Boden; Angabe als relativer
Anteil [%]...............................................................................................................34

6
Tabelle 31: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) im Belastungsgebiet
Schneeberg/ Aue (Unterböden) nach TR Boden untergliedert nach
Bodenart und Nutzung; Angabe als relativer Anteil [%]........................................35
Tabelle 32: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) im Belastungsgebiet
Schneeberg/ Aue (Unterböden) nach TR Boden; Angabe als relativer
Anteil [%]...............................................................................................................35
Tabelle 33: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) im Belastungsgebiet
Schneeberg/ Aue (Unterböden) nach TR Boden untergliedert nach
Bodenart und Nutzung; Angabe als relativer Anteil [%]........................................35
Tabelle 34: Statistische Kennzahlen der Stoffkonzentrationen im Belastungsgebiet
Ehrenfriedersdorf (Unterböden; n=381)................................................................37
Tabelle 35: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) im Belastungsgebiet
Ehrenfriedersdorf (Unterböden) nach TR Boden; Angabe als relativer
Anteil [%]...............................................................................................................38
Tabelle 36: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) im Belastungsgebiet
Ehrenfriedersdorf (Unterböden) nach TR Boden untergliedert nach
Bodenart und Nutzung; Angabe als relativer Anteil [%]........................................38
Tabelle 37: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) im Belastungsgebiet
Ehrenfriedersdorf (Unterböden) nach TR Boden; Angabe als relativer
Anteil [%]...............................................................................................................38
Tabelle 38: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) im Belastungsgebiet
Ehrenfriedersdorf (Unterböden) nach TR Boden untergliedert nach
Bodenart und Nutzung; Angabe als relativer Anteil [%]........................................39
Tabelle 39: Statistische Kennzahlen der Stoffkonzentrationen im Belastungsgebiet
Freiberg (Unterböden; n=610)..............................................................................40
Tabelle 40: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) im Belastungsgebiet
Freiberg (Unterböden) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil [%]..............41
Tabelle 41: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) im Belastungsgebiet
Freiberg (Unterböden) nach TR Boden untergliedert nach Bodenart und
Nutzung; Angabe als relativer Anteil [%] ..............................................................41
Tabelle 42: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) im Belastungsgebiet
Freiberg (Unterböden) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil [%]..............42
Tabelle 43: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) im Belastungsgebiet
Freiberg (Unterböden) nach TR Boden untergliedert nach Bodenart und
Nutzung; Angabe als relativer Anteil [%] ..............................................................42
Tabelle 44: Statistische Kennzahlen der Stoffkonzentrationen im Belastungsgebiet
Freiberg im Vergleich zu Hilbersdorf, Halsbrücke und Kleinschirma
(Unterböden).........................................................................................................44
Tabelle 45: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) im Belastungsgebiet
Freiberg und Umgebung (Unterböden) nach TR Boden; Angabe als
relativer Anteil des gesamten Kollektivs [%].........................................................44
Tabelle 46: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) im Belastungsgebiet
Freiberg und Umgebung (Unterböden) nach TR Boden; Angabe als
relativer Anteil des gesamten Kollektivs [%].........................................................45
Tabelle 47: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff und Eluat) im
Belastungsgebiet Freiberg und Umgebung (Unterböden) nach TR
Boden; Angabe als relativer Anteil des gesamten Kollektivs [%]..........................45

7
Tabelle 48: Anzahl Analysenbericht mit der Anzahl der untersuchten
Bodenmaterialproben und Mengen nach Regierungsbezirken [RB] und
FS Sachsen gesamt .............................................................................................46
Tabelle 49: Prozentuale Verteilung der Zuordnungsklassen bei der Bewertung von
Analysen im Feststoff nach TR Boden -alt- und TR Boden -neu-.........................47
Tabelle 50: Prozentuale Verteilung der Zuordnungsklassen bei der Bewertung von
Analysen im Eluat nach TR Boden -alt- und TR Boden -neu- ..............................47
Tabelle 51: Analysenwerte Eluat für Bodenmaterial im Vergleich zu den Z-Werten
(Eluat) TR Boden -neu-.........................................................................................51
Tabelle 52: Analysenwerte Eluat für Bodenmaterial im Vergleich zu den Z-Werten
(Eluat) TR Boden -alt-...........................................................................................51
Tabelle 53: Prozentuale Verteilung der Zuordnung des Parameters Sulfat Eluat in
Sachsen und in den Regierungsbezirken.............................................................52
Tabelle 54: Prozentuale Verteilung der Zuordnung des Parameters Cyanid (ges.)
Eluat in Sachsen und in den Regierungsbezirken................................................53
Tabelle 55: Prozentuale Verteilung der Zuordnung des Parameters Elektrische
Leitfähigkeit im Regierungsbezirk Leipzig ............................................................53
Tabelle 56: Prozentuale Verteilung der Zuordnung des Parameters Cadium Eluat
im Regierungsbezirk Leipzig.................................................................................54
Tabelle 57: Prozentuale Verteilung der Zuordnung des Parameters Arsen Eluat im
Regierungsbezirk Chemnitz..................................................................................54

8
1 Bodenmaterial
1.1
Uneingeschränkter Einbau / bodenähnliche
Anwendungen
1.1.1 Einordnung der Böden im FS Sachsen in Z-Klassen nach TR
Boden -neu-
Datenbestand Feststoffgehalte
Durch Untersuchungen im Rahmen des Bodenmessprogramms des LfUG und der Einbezie-
hung von validierten Daten aus anderen Behörden, Hochschulen, Ing.-büros usw. liegen
(elementabhängig) bis zu ca. 7.000 Analysen aus dem Bereich des sog. Unterbodens vor.
Die Tiefe der beprobten Bodenhorizonte ist nutzungsabhängig und kann i. d. R. mit 0,20 m
bis 0,60 m angegeben werden. Es handelt sich dabei um fast ausschließlich natürliche, nicht
anthropogen veränderte Bodenhorizonte („gewachsene“ Böden). Es ist darauf hinzuweisen,
dass diese Proben mit einer anderen Zielstellung entnommen wurden und somit nicht exakt
der LAGA-Definition für Bodenmaterial entsprechen. Dieser Datenbestand bietet jedoch die
Möglichkeit, flächendeckend für Sachsen, den Stoffbestand des obersten Teils des Unterbo-
dens darzustellen und Bereiche mit besonders hohen Elementkonzentrationen abzugrenzen.
Hintergrundwerte Feststoffgehalte Unterboden
Der Hintergrundgehalt der natürlichen Böden wird i. W. durch den geogenen Grundgehalt
des Substrats (Chemismus des Ausgangsgesteins) bestimmt, der auch die Prozesse der
Stoffakkumulation durch lagerstättenbildende Prozesse (z. B. im Erzgebirge/Vogtland) um-
fasst. Durch zusätzliche ubiquitäre Einträge kann dieser geogene Stoffanteil erhöht sein, was
aber vor allem auf Oberböden, weniger auf die Unterbodenhorizonte zutrifft.
Die Berechnung der substrat- und nutzungsbezogenen Hintergrundwerte (HGW) für Unter-
böden (Tabelle 2 - 6) basiert auf den Untersuchungen des Bodenmessnetzes Sachsen, Ras-
ter 4x4 km, und den Bodenmessnetzen im Raster 1x1 km (ges. ca. 2.500 Proben). Die Er-
gebnisse der Sondermessnetze aus den Bergbauregionen und des Auenmessprogramms,
als regionale Belastungsgebiete, gingen dabei nicht ein. Die HGW der Elementgehalte für
die Unterböden werden als 50. Perzentil (Medianwert, P 50) und 90. Perzentil (P 90) für die
Nutzungsarten Acker, Grünland und Forst angegeben. Als HGW wird i. A. und in den folgen-
den Betrachtungen der Wert des P 90 verstanden.
Arsen
Aus geologisch-metallogenetischer Sicht gilt das Erzgebirge/Vogtland als „Arsenpro-
vinz“, d. h. Lagerstätten und Gesteine der Region besitzen außergewöhnlich hohe
geogene As-Gehalte. Die Böden über Festgesteinen, über Rotliegendsedimenten
und z. T. über Löss sind relativ As-reich. Der HGW P 90 liegt für Unterböden dieser
Substrate i. d. R. über dem Zuordungswert Z 0*. Böden über periglaziären sandi-
gen/lehmigen Substraten besitzen HGW <Z 0*.
Cadmium, Kupfer, Blei
Die HGW aller Unterböden liegen unterhalb Z 0*, wobei die Böden über den Festge-
steinen (meist Lehme/Schluffe) deutlich höher HGW aufweisen.

9
Chrom, Nickel
Die basischen Ausgangsgesteine (z. B. Diabase, Serpentinite, Basalte, Amphibolite)
sind aus geochemischer Sicht Cr- und Ni-spezialisiert. Die HGW der Unterböden
über diesen Substraten weisen dadurch erhöhte Gehalte auf, die meist über Z 0* lie-
gen. Die Unterböden über sauren Substraten, Löss und Sand besitzen deutlich nied-
rigere Gehalte.
Quecksilber
Die HGW aller Unterböden besitzen Gehalte < Z 0*. Bei sandigen und sandig-
lehmigen Substraten wird z. T. der Z 0 Wert erreicht.
Thallium
Die HGW von Unterböden über sauren Festgesteinen weisen häufig höhere Gehalte
auf. Die stark erhöhten Tl-Gehalte in Böden über Granit widerspiegeln die geochemi-
sche Spezialisierung des Ausgangsgesteins.
Zink
Der Z 0*-Wert wird von den HGW der Unterböden nicht überschritten. Erhöhte HGW
im Gehaltsniveau von Z 0 (Lehm/Schluff) finden sich vor allem über Ausgangsgestei-
nen von basischen Magmatiten sowie Tonschiefer und Phyllit im Erzgebir-
ge/Vogtland.
Karten der Feststoffgehalte im Unterboden, Maßstab 1:400 000
Die Karten der geschätzten Elementgehalte wurden mit den geostatistischen Methoden
KRIGING bzw. Inversdistanzwichtung (IDW) unter Verwendung der Originalwerte berechnet
und anschließend mit einer Abstufung nach den Zuordnungswerten der LAGA TR Boden
klassifiziert.
Bei den Analysenergebnissen der Elemente Cd, Cr, Cu, Hg, Ni, Pb und Zn handelt es sich
um Königswasserextrakte (KW) bzw. in KW umgerechnete Totalgehalte. Die Umrechnung
erfolgte nach den Empfehlungen von Utermann u. a (2000)
1)
. Totalgehalte von As und Tl
wurden mit den Faktoren 0,8 bzw. 0,7 in KW-Gehalte umgerechnet (Untersuchungen des
LfUG).
Zur Interpolation wurde ein Einwirkradius von 6000 m bzw. die Einbeziehung von 9 benach-
barten Punkten festgelegt. Die Parameter richten sich nach der Probendichte, welche im
ungünstigsten Fall 4 x 4 km beträgt. Die Interpolation erfolgte über alle Nutzungen hinweg.
Die Gehalte in den größeren Auen wurden separat interpoliert. Die Anwendung von
KRIGING bzw. IDW richtete sich nach der Probenanzahl bzw. Probenverteilung. Die Ele-
mentkarten mit vielen und unregelmäßig verteilten Proben wurden mit KRIGING (As, Cr, Cu,
Ni, Pb, Tl, Zn) interpoliert. Die Karten der Elemente Cd und Hg wurden mit IDW erstellt. Die
Probenanzahl in den Kartendarstellungen ist elementabhängig und schwankt von ca. 3000
(Hg) bis 7000 Proben (Pb).
Das Verbreitungsgebiet von großflächig auftretenden sandigen Substraten ist in der Karte
mit einer gepunkteten Signatur hinterlegt.
1)
Utermann, J., Düwel, O., Gäbler, H.-E. & Hindel, R (2000): Beziehungen zwischen Totalgehalten und königswasserextra-
hierbaren Gehalten von Schwermetallen in Böden. – In: Rosenkranz u. a. (Hrsg.) Bodenschutz – Ergänzbares Handbuch der
Maßnahmen und Empfehlungen für Schutz, Pflege und Sanierung von Böden und Grundwasser, 1600. – 36 S.; Schmidt
Verlag Berlin.

10
Da für die meisten Stadtgebiete nur Einzelwerte von bestimmten Nutzungen (z. B. Kleingär-
ten) vorliegen, wurden die größeren Stadtgebiete abgedeckt.
Die Abstufung für Z 0 Ton ist aus der Legende herausgenommen, da in Sachsen flächende-
ckend keine tonigen Substrate auftreten.
Bei der Verwendung und Interpretation der Karteninhalte ist zu beachten, dass sich die Pro-
ben u. U. nicht punktgenau wieder finden lassen, da sie durch Interpolation mit den umge-
benden Proben verrechnet wurden. Die Kartendarstellungen im Maßstab 1:400 000 dient
lediglich der Übersicht zu einer groben Abschätzung der Feststoffgehalte. Eine Gebietsab-
grenzung für den Vollzug lässt sich in diesem Maßstab nicht durchführen.
In der
Tabelle 1 sind die prozentualen Anteile der einzelnen Klassen der Zuordnungswerte
an der Gesamtfläche Sachsens aufgeführt. Es handelt sich hierbei nur um Richtwerte, da
durch die Interpolationsmethoden (starker Einfluss von hohen Einzelwerten, die Schätzung
als solche) Ungenauigkeiten auftreten. Es betrifft vor allem die Anteile < 1 %. Die Summe der
einzelnen Klassen ergibt keine 100%, da in den Karten noch optisch kaum sichtbare Berei-
che mit NODATA vorhanden sind.
Generell kommt auch in den Flächenanteilen die Arsen- und Thalliumspezialisierung der
Böden des Erzgebirges zum Ausdruck (erhöhte HGW). Für alle anderen Elemente liegen im
Durchschnitt mehr als 98% der Landesfläche unter dem Z0*-Wert.
Tabelle 1: Flächenanteile der Stoffkonzentrationen nach Zuordnungswerten LAGA TR im FS
Sachsen
Element
< Z0*
> Z0* < Z1
> Z1 < Z2
> Z2
Arsen 68,1 25,5 5,3 0,9
Blei 98,2 0,6 0,8 0,2
Cadmium 97,8 1,4 0,4 0,1
Chrom 99,2 0,3 0,1 -
Kupfer 98,9 0,7 0,2 -
Nickel 98,4 0,6 0,4 0,3
Thallium 89,6 9,8 0,4 -
Quecksilber 99,4 0,2 - -
Zink 98,8 0,6 0,4 -

11
Gebiete mit erhöhten Stoffkonzentrationen im Unterboden (Gehalte >Z 0*):
Arsen
Auf Grund der As-Führung der polymetallischen Lagerstätten, der Zinnlagerstätten
und der geochemischen As-Spezialisierung der Gesteine, finden sich in den Unter-
böden im Erzgebirge/Vogtland flächenhaft stark erhöhte As-Gehalte, die teilweise
auch in den äolischen Sedimenten (Löss), aber in geringerer Konzentration, auftre-
ten können. Die Auenböden des Muldensystems sind stark, die Elbaue weniger mit
As belast.
Blei, Cadmium
Eine hervorgehobene Position nimmt das Bergbau- und Hüttengebiet um Halsbrü-
cke– Freiberg – Brand-Erbisdorf ein, welches sich in abgeschwächter Form bei Pb
weiter nach Südosten Richtung Altenberg erstreckt. Lokale Überschreitungen wei-
sen ebenfalls die Böden in den Bergbaugebieten um Annaberg und Marienberg auf.
Aufgrund geogener und anthropogener Prozesse im Osterzgebirge treten in den
Auenböden der Freiberger Mulde und der Vereinigten Mulde hohe Pb- und Cd-
Belastungen auf. In der Aue der Zwickauer Mulde und der Elbe dominiert Cd.
Chrom, Nickel
Die Überschreitungen von Z 0* werden durch die geogene Cr-Ni-Spezialisierung der
basischen Magmatite verursacht (Serpentinite Mittelsachsens, vogtländische Diaba-
se). Punktförmige anomal hohe Gehalte werden durch kleine, bis an die Erdoberflä-
che aufragende Gesteinskörper verursacht (z. B. nördlich Chemnitz). Es existieren
noch weitere derartige kleine Aufragungen, die aber auf Grund des Probenrasters
nicht erfasst wurden (z. B. St. Egidien).
Kupfer
Kleinräumige Überschreitungen finden sich in den Bergbaugebieten (Freiberg, Eh-
renfriedersdorf), die i, W. geogen verursacht werden. Als Sediment und Abtra-
gungsprodukt gelangen die Böden und Gesteine aus den Bergbaugebieten in die
Vorfluter des Muldensystems. Die geogen erhöhten Cu-Gehalte in den Diabasen
des Vogtlandes werden quasi in die Verwitterungsböden vererbt.
Quecksilber
Überschreitungen der Z 0*-Werte finden sich nur in den Auenböden der Elbaue.
Thallium
Der Z 0*-Wert wird im Erzgebirge/Vogtland relativ häufig überschritten. Ursache ist
die petrogeochemische Spezialisierung der Granitoide (z. B. Eibenstocker Granit)
und in abgeschwächter Form der sauren Metamorphite. Erhöhte Gehalte finden sich
in den Auenböden der Vorfluter, insbesondere der Zwickauer und der Vereinigten
Mulde.
Zink
Gebiete mit erhöhten Stoffkonzentrationen finden sich vor allem Bergbau- und Hüt-
tengebiet um Freiberg. Deutliche Zn-Anreichungen besitzen die Auenböden der
Freiberger und Vereinigten Mulde. Die Elbaue zeigt räumlich begrenzte Anomalien
nordwestlich vom Stadtgebiet Dresden.

12
Datenbestand Eluatgehalte
Flächendeckende Untersuchungen zu den S4-Eluaten der Unterböden Sachsens wurden
entsprechend den Aufgabestellungen des Bodenmessprogramms nicht durchgeführt. Erst
bei der Untersuchung der belasteten Bergbaugebiete und der belasteten Auen des Mulden-
systems und der Elbe wurde das Untersuchungsprogramm auf S4-Eluate (DIN 38 414 (S4))
teilweise erweitert.

13
Tabelle 2: Hintergrundwerte für Böden - Freistaat Sachsen
Anorganische Stoffe
1,2
Ausgangsgestein: Basische Magmatite, Metamorphite (Basalt, Phonolith, Diabas, Amphibolit); Bodenart i. W. Lehm/Schluff
Totalgehalte u.
KW-Extrakte
mg/kg
n*)
As
KW
B
Be
Bi
Cd
KW
Cr
KW
Cu
KW
F
Hg
KW
Mo
Mn
Ni
KW
Pb
KW
Th
Tl
KW
U
V
W
Zn
KW
Acker Unterboden
3)
Typ O 50. P.
27 6,4 57 2,1 0,13 0,14 44 34 460 0,05 0,89 900 53 18 - 0,24 2,1 170 1,3 66
90. P.
19 110 3,2 0,270,35 115 51 810 0,08 1,7 1300 160 46 - 0,48 2,8 280 2,7 105
Grünland Unterboden
3)
Typ O 50. P.
11 3,8 59 1,4 0,21 0,16 36 23 420 0,05 0,74 730 23 11 - 0,32 1,9 140 1,4 57
90. P.
13 - - - 0,36 220 34 700 0,10 - 1700 360 51 - - - - - 94
Wald/Forst Unterboden
3)
Typ O 50. P.
18 7,7 27 2,0 0,14 0,14 59 20 380 0,05 0,63 1100 40 18 - 0,33 1,9 130 1,5 74
90. P.
14 - - - 0,36 170 45 660 0,24 - 1800 150 75 - - - - - 160
Ausgangsgestein: Mäßig saure Magmatite, Metamorphite (Paragneis, Granodiorit, Monzonit, Granulit); Bodenart i. W. Lehm/Schluff
Totalgehalte u.
KW-Extrakte
mg/kg
n*)
As
KW
B
Be
Bi
Cd
KW
Cr
KW
Cu
KW
F
Hg
KW
Mo
Mn
Ni
KW
Pb
KW
Th
Tl
KW
U
V
W
Zn
KW
Acker Unterboden
Typ O 50. P.
64 12 47 2,1 0,20 0,42 32 19 420 0,06 0,48 580 18 40 - 0,54 2,2 68 1,6 67
90. P.
36 74 3,7 0,550,72 49 36 650 0,13 0,99 1200 32 94 - 0,96 2,9 90 4,1 140
Grünland Unterboden
Typ O 50. P.
51 17 46 2,2 0,25 0,40 31 17 400 0,06 0,52 560 18 42 - 0,55 2,3 73 2,3 68
90. P.
30 74 3,7 0,940,72 51 32 610 0,17 0,85 830 32 83 - 0,98 3,5 92 5,2 120
Wald/Forst Unterboden
Typ O 50. P.
68 11 36 2,2 0,2 0,44 32 13 360 0,06 0,90 470 16 42 - 0,51 2,5 66 1,9 56
90. P
51 79 3,5 0,59 0,58 56 25 560 0,17 1,6 1000 34 95 - 0,84 5,6 94 6,7 110
1
Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie, Bodenmessnetze Raster 4 km x 4 km und 1 km x1 km
KW-Gehalte (Cd, Cr, Cu, Ni, Pb, Zn) aus Totalgehalten berechnet nach UTERMANN et al., 2000; As, Tl Faktor 0,8 bzw. 0,7
2
Typ O = ohne Gebietsdifferenzierung
3
Unterboden: ca. 20 bis 60 cm Tiefe, nutzungsabhängig
*) n<20 – Hintergrundwerte statistisch nicht gesichert, Gehaltsangaben besitzen orientierenden Charakter, P 90 z. T. nicht bestimmbar

14
Tabelle 3: Hintergrundwerte für Böden - Freistaat Sachsen
Anorganische Stoffe
1,2
Ausgangsgestein: Tonschiefer, Phyllit, Glimmerschiefer, Grauwacke; Bodenart i. W. Lehm/Schluff
Totalgehalte u.
KW-Extrakte
mg/kg
n*)
As
KW
B
Be
Bi
Cd
KW
Cr
KW
Cu
KW
F
Hg
KW
Mo
Mn
Ni
KW
Pb
KW
Th
Tl
KW
U
V
W
Zn
KW
Acker Unterboden
Typ O 50. P.
59 11 48 2,7 0,24 0,31 44 23 490 0,08 0,70 840 30 33 - 0,48 2,5 110 2,3 91
90. P.
30 58 4,6 0,42 0,66 72 41 740 0,20 2,3 1700 51 58 - 0,66 3,2 180 4,3 140
Grünland Unterboden
Typ O 50. P.
55 11 72 2,8 0,26 0,38 46 21 520 0,08 0,57 830 27 38 - 0,48 2,5 120 2,3 83
90. P.
26 100 4,7 0,480,90 65 44 760 0,20 093 1600 43 59 - 0,65 3,1 150 5,6 110
Wald/Forst Unterboden
Typ O 50. P.
64 16 78 3,4 0,42 0,34 46 23 620 0,10 0,67 670 27 38 - 0,53 2,7 100 2,5 91
90. P
58 130 4,5 2,3 0,90 61 48 840 0,20 2,0 1500 45 77 - 0,91 3,8 140 5,6 150
Ausgangsgestein: Extrem saure Magmatite, Metamorphite (Granit, Rhyolith, Metagranit, Metarhyolith); Bodenart i. W. Sand, z. T. Lehm Schluff
Totalgehalte u.
KW-Extrakte
mg/kg
n*)
As
KW
B
Be
Bi
Cd
KW
Cr
KW
Cu
KW
F
Hg
KW
Mo
Mn
Ni
KW
Pb
KW
Th
Tl
KW
U
V
W
Zn
KW
Acker Unterboden
Typ O 50. P.
14 17 45 2,9 0,37 0,44 22 12 560 0,04 0,74 290 10 29 - 0,98 2,9 43 5,5 47
90. P.
38 59 7,2 2,0 0,62 44 35 1500 0,07 2,5 780 26 80 - 2,2 5,2 85 14 83
Grünland Unterboden
Typ O 50. P.
23 22 44 3,3 0,56 0,38 16 13 640 0,08 0,67 500 10 53 - 1,1 3,5 43 5,0 59
90. P.
43 140 7,1 2,6 0,65 31 24 1500 0,17 1,3 820 16 91 - 3,1 7,1 70 13 100
Wald/Forst Unterboden
Typ O 50. P.
39 13 42 2,2 0,53 0,30 21 7,0 540 0,07 0,50 300 6,6 39 - 0,91 3,0 34 3,6 46
90. P
30 100 13 4,7 0,73 37 14 3800 0,16 1,3 800 17 81 - 2,9 4,5 53 13 100

15
Tabelle 4: Hintergrundwerte für Böden - Freistaat Sachsen
Anorganische Stoffe
1,2
Ausgangsgestein : Sandsteine (Kreide); Bodenart i. W. Sand
Totalgehalte u.
KW-Extrakte
mg/kg
n*)
As
KW
B
Be
Bi
Cd
KW
Cr
KW
Cu
KW
F
Hg
KW
Mo
Mn
Ni
KW
Pb
KW
Th
Tl
KW
U
V
W
Zn
KW
Acker Unterboden
Typ O 50. P.
4 6,4 58 1,4 0,16 0,23 11 12 320 0,04 0,46 460 15 31 - 0,39 2,0 54 1,4 37
90. P.
- - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Grünland Unterboden
Typ O 50. P.
1 6,4 43 1,7 0,21 0,17 1,8 12 320 0,07 0,41 230 12 42 - 0,41 2,2 66 1,4 39
90. P.
- - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Wald/Forst Unterboden
Typ O 50. P.
21 6,4 29 0,77 0,12 <0,10 8,0 3,4 210 0,04 0,36 120 4,2 30 - 0,29 1,7 35 1,1 22
90. P.
8,8 57 1,4 0,16 0,30 16 8,7 390 0,16 0,58 370 13 51 - 0,43 2,3 54 2,0 53
Ausgangsgestein: Rotsedimente (Rotliegend); Bodenart i. W. Lehm/Schluff
Totalgehalte u.
KW-Extrakte
mg/kg
n*)
As
KW
B
Be
Bi
Cd
KW
Cr
KW
Cu
KW
F
Hg
KW
Mo
Mn
Ni
KW
Pb
KW
Th
Tl
KW
U
V
W
Zn
KW
Acker Unterboden
Typ O 50. P.
35 11 50 2,0 0,28 0,11 22 14 400 0,04 0,49 760 25 25 - 0,48 2,4 69 2,0 79
90. P.
26 64 2,6 0,41 0,30 33 30 500 0,11 0,79 1500 36 54 - 0,61 2,5 93 3,1 100
Grünland Unterboden
Typ O 50. P.
25 11 70 2,1 0,21 0,14 23 17 390 0,05 0,48 700 28 16 - 0,42 2,5 74 1,6 69
90. P.
24 - - - 0,61 34 22 580 0,16 - 1000 41 30 - - - - - 100
Wald/Forst Unterboden
Typ O 50. P.
18 8,8 63 1,8 0,20<0,10 16 7,0 290 0,06 0,44 530 12 12 - 0,43 2,5 53 2,2 34
90. P
34 - - - 0,12 27 20 560 0,20 - 900 31 27 - - - - - 50

16
Tabelle 5: Hintergrundwerte für Böden - Freistaat Sachsen
Anorganische Stoffe
1,2
Ausgangsgestein: Äolische Sedimente: Löss; Bodenart i. W. Lehm/Schluff
Totalgehalte u.
KW-Extrakte
mg/kg
n*)
As
KW
B
Be
Bi
Cd
KW
Cr
KW
Cu
KW
F
Hg
KW
Mo
Mn
Ni
KW
Pb
KW
Th
Tl
KW
U
V
W
Zn
KW
Acker Unterboden
Typ O 50. P.
250 5,4 46 1,5 0,12 0,14 18 10 320 0,05 0,41 440 13 27 - 0,38 2,1 55 1,2 41
90. P.
12 63 1,9 0,17 0,30 27 16 420 0,09 0,62 730 21 38 - 0,43 2,5 69 1,7 53
Grünland Unterboden
Typ O 50. P.
80 6,4 49 1,6 0,13 0,14 22 11 330 0,08 0,45 440 15 28 - 0,38 2,2 58 1,3 43
90. P.
21 70 1,8 0,21 0,37 33 22 480 0,13 0,59 930 28 40 - 0,45 2,5 74 1,9 59
Wald/Forst Unterboden
Typ O 50. P.
33 6,1 45 1,2 0,11 <0,10 17 5,8 260 0,05 0,40 280 11 21 - 0,36 2,0 48 1,2 35
90. P.
9,6 63 1,8 0,18 0,22 23 14 400 0,08 0,68 580 18 43 - 0,43 2,5 59 1,6 50
Ausgangsgestein: Äolische Sedimente: Sandlöss; Bodenart i. W. Sand, z. T. Lehm/Schluff
Totalgehalte u.
KW-Extrakte
mg/kg
n*)
As
KW
B
Be
Bi
Cd
KW
Cr
KW
Cu
KW
F
Hg
KW
Mo
Mn
Ni
KW
Pb
KW
Th
Tl
KW
U
V
W
Zn
KW
Acker Unterboden
Typ O 50. P.
111 5,4 34 1,3 0,120,18 13 9,9 250 0,04 0,31 410 13 26 - 0,34 1,6 41 0,90 26
90. P.
11 52 1,6 0,140,38 23 17 350 0,09 0,49 660 23 43 - 0,41 2,1 57 1,2 34
Grünland Unterboden
Typ O 50. P.
15 3,2 35 1,3 0,12 0,12 10 6,6 230 0,03 0,32 310 8,9 30 - 0,33 1,4 40 0,91 26
90. P.
7,6 63 1,8 0,16 0,41 22 14 380 0,12 0,42 530 22 36 - 0,38 2,2 45 1,1 37
Wald/Forst Unterboden
Typ O 50. P.
17 4,0 32 1,2 0,11 0,12 11 4,5 200 0,07 0,38 370 6,8 30 - 0,36 1,7 36 1,0 24
90. P.
13 38 1,4 0,160,26 21 12 300 0,14 0,54 620 19 53 - 0,41 2,5 50 1,4 33

17
Tabelle 6: Hintergrundwerte für Böden - Freistaat Sachsen
Anorganische Stoffe
1,2
Ausgangsgestein : Periglaziäre Sedimente: Sand; Bodenart i. W. Sand
Totalgehalte u.
KW-Extrakte
mg/kg
n*)
As
KW
B
Be
Bi
Cd
KW
Cr
KW
Cu
KW
F
Hg
KW
Mo
Mn
Ni
KW
Pb
KW
Th
Tl
KW
U
V
W
Zn
KW
Acker Unterboden
Typ O 50. P.
36 3,2 15 1,0 0,12 0,11 6,5 4,0 150 0,03 0,18 100 2,9 14 - 0,29 0,71 19 0,44 13
90. P.
8,8 33 1,7 0,23 0,19 14 10 300 0,07 0,45 270 8,2 28 - 0,38 1,6 51 1,1 44
Grünland Unterboden
Typ O 50. P.
27 2,4 15 0,68 0,12 <0,10 5,7 1,8 160 0,03 0,16 62 4,0 10 - 0,25 0,59 12 0,34 8,7
90. P.
4,2 27 1,2 0,14 0,23 10 5,0 250 0,07 0,21 170 11 21 - 0,34 1,2 23 0,55 20
Wald/Forst Unterboden
Typ O 50. P.
91 3,1 11 0,51 0,12 <0,10 4,0 1,8 130 0,03 0,15 64 2,9 6,7 - 0,20 0,52 12 0,26 11
90. P
12 24 1,0 0,13 0,22 9,5 5,0 200 0,10 0,29 160 10 13 - 0,32 0,97 22 0,65 21
Ausgangsgestein: Periglaziäre Sedimente: (Sand-)Lehm; Bodenart i. W. Sand, z. T. Lehm/Schluff
Totalgehalte u.
KW-Extrakte
mg/kg
n*)
As
KW
B
Be
Bi
Cd
KW
Cr
KW
Cu
KW
F
Hg
KW
Mo
Mn
Ni
KW
Pb
KW
Th
Tl
KW
U
V
W
Zn
KW
Acker Unterboden
Typ O 50. P.
61 3,6 23 1,0 0,12 0,14 8,7 6,4 210 0,04 0,29 240 7,9 17 - 0,31 1,1 28 0,72 22
90. P.
11 45 1,7 0,16 0,36 21 13 360 0,09 0,48 430 21 36 - 0,38 1,8 61 1,2 36
Grünland Unterboden
Typ O 50. P.
11 6,8 26 1,1 0,12 0,10 7,0 5,0 190 0,04 0,20 160 3,6 21 - 0,27 1,2 18 0,81 26
90. P.
11 53 2,1 0,16 0,18 16 21 490 0,16 0,40 520 13 33 - 0,53 1,8 30 1,5 52
Wald/Forst Unterboden
Typ O 50. P.
20 2,6 15 0,51 0,12 <0,10 5,7 1,9 160 0,03 0,19 85 4,0 19 - 0,24 0,81 14 0,48 12
90. P.
10 27 0,730,15 0,24 12 5,3 220 0,08 0,41 190 11 38 - 0,34 1,2 30 0,92 23

18
1.1.2 Schadstoffkonzentrationen im Feststoff und Eluat in Böden
sächsischer Bodenbelastungsgebiete
1.1.2.1 Allgemeines
Datenlage
Für Bodenproben aus vornehmlich belasteten Bereichen (Auen der Elbe, Freiberger und
Vereinigten Mulde und Zschopau sowie durch Vererzungen, Bergbau- und Hüttentätigkeit
belastete Bereiche um Freiberg, Schneeberg/Aue und Ehrenfriedersdorf) liegen neben Daten
von Untersuchungen zur den Schadstoffkonzentrationen im Feststoff auch Daten von Unter-
suchungen im Eluat vor. Die Eluatuntersuchungen beschränkten sich vorwiegend auf die
Unterbodenhorizonte. Da auch die Verwertung von Bodenaushub vornehmlich auf Unterbö-
den beschränkt ist, konzentrieren sich die Auswertungen auf die Proben der Unterböden. Die
Tiefe der beprobten Schicht lag in der Regel zwischen 20 und 60 cm, 25% der Proben er-
reichten eine Tiefe von 80 cm, nur 10% der Proben wurden bis in eine Tiefe von 110 cm ent-
nommen. Insgesamt liegen Untersuchungen zu Feststoff- und Eluatkonzentrationen an 3173
Proben von Unterböden vor. Diese Proben verteilen sich auf die Bodenarten und Bodennut-
zungen wie folgt:
Bodenarten: Sand: 28,4% Lehm/Schluff: 69,0% Ton: 2,6
Nutzungen:
Acker: 40,8% Grünland: 36,6%
Forst: 20,6%
Übergreifende Betrachtungen
Bei der Auswertung des Datenpools hat sich gezeigt, dass hinsichtlich der unterschiedlichen
Elemente mit erhöhten Konzentrationen die einzelnen Gebiete der Auen und der Belas-
tungsgebiete im Erzgebirge getrennt auszuwerten sind. Daher werden vorab nur einige we-
nige übergreifende Auswertungen dargestellt, die den gesamten Datenbestand charakterisie-
ren sollen.
Insgesamt ist festzustellen, dass nach Einstufung der untersuchten Böden nach LAGA TR
Boden vom 05.11.2004 eine mögliche Verwertung vornehmlich durch die Höhe der Schad-
stoffkonzentrationen im Feststoff eingeschränkt wird (Tabelle 7).
Tabelle 7: Einordnung der Stoffkonzentrationen von 3173 Bodenproben aus Belastungsgebie-
ten Sachsens nach LAGA TR Boden; Angabe als relativer Anteil [%]
Feststoff Z0 Z0* Z1 Z2 >Z2
12,7 6,1 31,6 25,4 24,2
Eluat Z0/Z0* Z1.2 Z2 >Z2
57,2 13,1 14,6 15,1
Gesamt
12,7 (10,3)
#
5,5
29,7 25,1 27,0
#
Bei Bodenproben mit Feststoffgehalten unter Z0 ist nach derzeitiger Regelung der LAGA TR Boden keine zu-
sätzliche Eluatuntersuchung erforderlich, hier aber der Vollständigkeit halber aufgeführt (vgl. Abb. 1)
Demnach könnten 12,7 % der untersuchten Böden ohne Einschränkungen verwertet werden
(Zuordnung Z0 und Z0*). Die Konzentrationen im Eluat allein erlaubten hingegen auch in
diesen Belastungsgebieten für den überwiegenden Teil der Proben eine uneingeschränkte

19
Verwertung (Z0/Z0*). Bei gemeinsamer Betrachtung von Feststoff und Eluat zeigt sich, dass
sich im Vergleich zur reinen Betrachtung der Anforderungen an den Feststoff nur eine gerin-
ge Änderung in den Verwertungsklassen ergibt. In 92,7 % der Fälle bestimmen die Feststoff-
gehalte die Verwertungsklasse, nur in 7,3 % der Fälle sind die Proben aufgrund der Eluatun-
tersuchung in eine höhere Klasse einzustufen. Insgesamt würden etwa 3 % der Proben zu-
sätzlich aus der Verwertung ausgeschlossen.
Wie Abbildung 1verdeutlicht, haben die Eluatanforderungen allerdings bei Betrachtung der
Zuordnungsklassen als Teilkollektive erhebliche Verschiebungen im Hinblick auf weiterge-
hende Einschränkungen in der Verwertung zur Folge. So erfahren etwa 10 % der Proben mit
der Zuordnung Z0* (Feststoffkonzentrationen) bei Anwendung der Eluatanforderungen eine
Einschränkung in der Verwertung, in Einzelfällen sogar einen Ausschluss aus der Verwer-
tung. Während ein Großteil der Proben aus den Belastungsgebieten ein geringes Elutions-
verhalten zeigt, finden sich bei Teilen erhöhte Eluatkonzentrationen, die eine Verwertung nur
unter Auflagen zulassen. Daher können die stofflichen Anforderungen an eine Verwertung
von Bodenmaterial nicht allein anhand der Feststoffkonzentrationen beurteilt werden. Als ein
Nebenaspekt wurde beobachtet, dass auch bei Bodenproben mit Feststoffgehalten unterhalb
Z0, bei denen die LAGA TR Boden keine Eluatuntersuchungen fordert, sich in den Belas-
tungsgebieten dennoch in 19 % der Fälle eine höhere Zuordnungsklasse ergeben würde,
wenn Eluatuntersuchungen zusätzlich zur Beurteilung herangezogen würden.
Zusammenfassend kann daher gefolgert werden, dass in den betrachteten Belastungsgebie-
ten Sachsens ohne die Ausnahmeregelungen, welche die LAGA TR Boden eröffnet, eine
geregelte Verwertung von Bodenmaterial nur selten möglich sein würde. Wie die nachfol-
gende Auswertung der einzelnen Gebiete zeigt, sind die zu treffenden Ausnahmeregelungen
regional stark zu differenzieren. Dieses gilt im Hinblick auf die dort anzutreffenden regionalen
Hintergrundwerte sowohl für die Konzentration im Feststoff, als auch für einzelne Regionen
im Eluat. Eine Ableitung regionaler Hintergrundwerte für die betrachteten Belastungsgebiete
für mögliche Ausnahmeregelungen bedarf zudem noch einer weitergehenden Auswertung
und bodenschutzfachlichen Beurteilung. Zum einen ist vorab eine konkrete Gebietsabgren-
zung vorzunehmen; ob darüber hinaus eine feinere räumliche Differenzierung innerhalb die-
ser Belastungsgebiete notwendig ist, kann nur eine maßstabsabhängige geostatistische Be-
trachtung ergeben. Zum anderen wäre zu prüfen, ob die für die Ableitung von Hintergrund-
werten übliche Heranziehung des 90. Perzentils auch für Belastungsgebiete zielführend ist.
Hintergrundwerte geben Auskunft über die ubiquitäre, quellenunabhängige Schadstoffsituati-
on – üblicherweise in einem Konzentrationsbereich, der eine uneingeschränkte multifunktio-
nale Nutzung des Bodens einschließt. In den Belastungsgebieten wäre zu entscheiden, ob
die Grenze zu den obersten 10% der Messwerte die tatsächliche Belastungssituation des
Gebietes treffend wiedergibt und der Orientierung für eine Verwertung von anfallendem Bo-
denmaterial dienen kann. In einigen Regionen wäre aufgrund der sehr hohen Konzentratio-
nen in diese Überlegungen auch der bodenschutzrechtliche Aspekt der Gefahrenbeurteilung
und ggf. –abwehr aufzunehmen.

image
image
image
image
20
#
Bei Bodenproben mit Feststoffgehalten unter Z0 ist nach derzeitiger Regelung der LAGA TR Boden keine zu-
sätzliche Eluatuntersuchung erforderlich, hier aber der Vollständigkeit halber aufgeführt
Abbildung 1: Wechsel der Zuordnungsklassen durch Anwendung der Eluatanforderungen

21
Ein weiterer Aspekt, der regional übergreifend betrachtet werden kann, ist die Einordnung
der untersuchten Bodenproben anhand des Parameters pH-Wert. Die LAGA TR Boden er-
laubt als niedrigsten pH-Wert für eine uneingeschränkte Verwertung einen pH von 6,5. Von
den untersuchten Forstböden unterschreiten mehr 99%, von den Grünlandböden mehr als
90% und von den Ackerböden immerhin noch mehr als 75% diesen Wert. Sicherlich ist an-
zunehmen, dass mit steigender Bodentiefe beim Bodenaushub Bereiche erreicht werden, in
denen sich die Säureeinträge weniger gravierend bemerkbar machen. Dennoch sollte dieser
Aspekt zukünftig genauer betrachtet werden.
Eine enge statistische Beziehung zwischen den Konzentrationen im Feststoff und denen im
Eluat konnte nicht beobachtet werden (Tab. 8), auch nicht für einzelne regionale Teilgebiete
oder bei eingeschränkter Betrachtung von Proben mit Konzentrationen größer Z0*.
Tabelle 8: Statistische Beziehungen zwischen Konzentrationen von Unterbodenproben im
Feststoff und im Eluat.
Alle Unterböden
Unterböden mit Konzentrationen
(Feststoff und Eluat) >Z0*
R² (inkl pH)
a
n
R² (inkl pH)
a
n
As
0,274 0,274 3173 0,258 0,256 806
Cd
0,063 0,070 3173 0,031 0,125 439
Pb
0,215 0,237 3173 0,234 0,263 169
Tl
0,001 0,030 609 0,077 0,181 117
a
bei zusätzlichem Einbezug des pH-Wertes als Erklärende
Auch durch Einbezug des pH-Wertes als eine der wesentlichen Steuergrößen der Schwer-
metallmobilität wurden die Beziehungen zur Eluatkonzentration nur marginal verbessert.
Auch durch Anwendung nichtparametrischer Zusammenhangmaße wie Rangkorrelationen
kann keine Verbesserung der statistischen Zusammenhangmaße erzielt werden. Insgesamt
ist damit zu folgern, dass für die untersuchten Proben keine eindeutige Beziehung zwischen
Feststoff- und Eluatkonzentration zugrunde gelegt werden kann. Einschränkend muss ange-
führt werden, dass aufgrund der regionalen Konzentration der Proben auf das Erzgebirge
und die Auen der dieses Gebiet entwässernden Gewässer die Einstufung in die Verwer-
tungsklassen durch das Element Arsen dominiert wird.
Insgesamt sprechen die Auswertungen dafür, aus Sicht des Bodenschutzes die separaten
Anforderungen an Konzentrationen im Feststoff einerseits und im Eluat andererseits aufrecht
zu halten.
Nachfolgend sind die separaten Einzelauswertungen zu den Datenkollektiven der Belas-
tungsgebiete dargestellt.

22
1.1.2.2 Datenkollektiv Elbaue
Dieses Kollektiv enthält 553 Proben, davon 8 Oberbodenproben und 5 C-Horizonte (A/C-
Profile). Da keine systematischen Unterschiede erkennbar waren, wurden alle Proben in die
Betrachtung einbezogen.
Tabelle 9: Statistische Kennzahlen der Stoffkonzentrationen in der Elbaue (n=553)
Mittelwert
Median
90. Perzentil
95. Perzentil
KW-As [mg/kg] 24,0 18,0 52,6 76,0
KW-Cd [mg/kg] 1,08 0,56 3,06 4,70
KW-Hg [mg/kg] 0,59 0,23 1,80 2,73
KW-Pb [mg/kg]
56,8
38,0
150
170
KW-Tl [mg/kg] 0,38 0,25 0,72 0,85
S4-As [μg/l] 4,34 1,10 14,8 21,6
S4-Cd [μg/l] 0,20 0,05 0,25 0,47
S4-Cr [μg/l] 1,67 1,40 3,30 4,50
S4-Cu [μg/l] 7,09 4,30 18,4 23,2
S4-Hg [μg/l] 0,027 0,025 0,025 0,025
S4-Ni [μg/l] 3,06 2,20 5,10 6,79
S4-Pb [μg/l] 1,84 1,20 3,56 4,93
S4-Zn [μg/l] 24,5 10,9 33,6 50,7
Tabelle 10: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) in der Elbaue nach TR Boden; An-
gabe als relativer Anteil [%]
Z0 Z0* Z1 Z2 >Z2
As 32,4 9,8 45,4 12,3 0,2
Cd 61,5 14,6 13,9 9,9 -
Hg 49,5 33,3 5,2 11,8 0,2
Pb 69,4 20,3 9,0 1,3 -
Tl 84,6 4,2 11,2 - -
Gesamt 21,0 19,0 43,6 16,3 0,2

23
Tabelle 11: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) in der Elbaue nach TR Boden un-
tergliedert nach Bodenart und Nutzung; Angabe als relativer Anteil [%]
Z0 Z0* Z1 Z2 >Z2
Bodenart
Sand (41,8%)
15,6
44,6
29,4
10,4
-
Schluff/Lehm (55,8%)
24,3
0,6
53,7
21,0
0,3
Ton (2,4%)
38,5
-
53,8
7,7
-
Nutzung
Grünland (47,0%)
6,5
14,6
47,3
31,2
0,4
Acker (46,8%)
36,7
22,4
39,4
1,5
-
Forst (6,1%)
11,8
26,5
47,1
14,7
-
kursiv: geringe Probenanzahl, daher unsicher
Tabelle 12: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) in der Elbaue nach TR Boden; Angabe
als relativer Anteil [%]
Z0/Z0* = Z1.1
Z1.2
Z2
>Z2
As 89,9 3,8 6,1 0,2
Cd 98,7 0,4 0,7 0,2
Cr 100 0 0 0
Cu 92,4 7,6 0 0
Hg 100 0 0 0
Ni 98,4 0,7 0,7 0,2
Pb 100 0 0 0
Zn 99,1 0,4 0,4 0,2
Gesamt 85,9 6,5 7,2 0,4

24
Tabelle 13: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) in der Elbaue nach TR Boden unter-
gliedert nach Bodenart und Nutzung; Angabe als relativer Anteil [%]
Z0/Z0* = Z1.1
Z1.2
Z2
>Z2
Bodenart
Sand (41,8%)
87,4
5,6
6,5
0,4
Schluff/Lehm (55,8%)
85,1
7,4
7,4
0
Ton (2,4%)
76,9
0
15,4
7,7
Nutzung
Grünland (47,0%)
75,4
11,5
13,1
0
Acker (46,8%)
96,9
1,5
1,2
0,4
Forst (6,1%)
82,4
5,9
8,8
2,9
kursiv: geringe Probenanzahl, daher unsicher
Hauptproblemelemente
:
Feststoff: As, Cd, Hg, (Tl)
Eluat: (As)
Vergleich der Zuordnung der Bodenproben im Hinblick auf eine Verwertung gemäß LAGA
TR Boden zwischen Feststoff und Eluat:
„frei“ (Z0/Z0*) verwertbar nach Anforderungen Feststoff: 40,0 % der Proben
„frei“ (Z0/Z0*) verwertbar nach Anforderungen Eluat:
85,9 % der Proben
„frei“ verwertbar nach Anforderungen Feststoff und Eluat: 39,1 % der Proben
„nicht“ (>Z2) verwertbar nach Anforderungen Feststoff:
0,2 % der Proben
„nicht“ (>Z2) verwertbar nach Anforderungen Eluat:
0,4 % der Proben
„nicht“ verwertbar n. Anforderungen Feststoff und Eluat: 0,5 % der Proben
Extreme Belastungen, die eine Verwertung völlig ausschliessen, finden sich nur in Einzelfäl-
len. Trotz der regelmäßig erhöhten Gesamtgehalte zeigt ein Großteil der Proben eine gerin-
ge Eluierbarkeit der Schadstoffe. Dabei unterscheiden sich die Bodenarten hinsichtlich ihrer
Einstufung sowohl im Feststoff, als auch im Eluat kaum. Geringere Konzentrationen im Fest-
stoff wie im Eluat finden sich regelmäßig unter Ackernutzung, während Unterböden bei Grün-
land- oder Forstnutzung eher zu höheren Konzentrationen neigen. Die Beziehungen zwi-
schen den Messwerten der Feststoff- und Eluatkonzentration der Bodenproben aus der Elb-
aue sind mit r²=0,39 (As), r²=0,01 (Cd) und r²=0,07 (Pb) recht gering.

25
1.1.2.3 Datenkollektiv Auen der Freiberger Mulde
Das Kollektiv umfasst 206 Proben, davon 108 Oberbodenproben und 98 B-Horizonte. Da
systematische Unterschiede erkennbar sind, wurden nur Proben der Unterböden einbezo-
gen.
Tabelle 14: Statistische Kennzahlen der Stoffkonzentrationen in Auen der Freiberger Mulde
(Unterböden; n=98)
Mittelwert
Median
90. Perzentil
95. Perzentil
KW-As [mg/kg]
253
100
592
1010
KW-Cd [mg/kg] 2,74 0,63 7,70 15,2
KW-Cu [mg/kg]
67,0
31,0
174
242
KW-Pb [mg/kg]
462
170
1360
2005
KW-Tl [mg/kg] 0,35 0,26 0,73 1,21
KW-Zn [mg/kg]
381
205
1010
1405
S4-As [μg/l]
47,7
23,5
141
181
S4-Cd [μg/l] 2,06 0,25 6,53 9,32
S4-Cr [μg/l] - - - -
S4-Cu [μg/l] 37,9 26,5 75,0 101
S4-Hg [μg/l] - - - -
S4-Ni [μg/l] - - - -
S4-Pb [μg/l]
53,1
24,5
180
243
S4-Zn [μg/l] 123 55,0 374 526
Tabelle 15: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) in Auen der Freiberger Mulde (Un-
terböden) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil [%]
Z0 Z0* Z1 Z2 >Z2
As 15,3 - 20,4 25,5 38,8
Cd 54,1 4,1 19,4 16,3 6,1
Cu 54,1 17,3 10,2 17,3 1,0
Pb 27,6 19,4 8,2 23,5 21,4
Tl 80,6 8,2 11,2 - -
Zn 32,7 32,7 6,1 25,5 3,1
Gesamt 13,3 1,0 21,1 25,5 38,8

26
Tabelle 16: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) in Auen der Freiberger Mulde (Un-
terböden) nach TR Boden untergliedert nach Bodenart und Nutzung; Angabe als re-
lativer Anteil [%]
Z0 Z0* Z1 Z2 >Z2
Bodenart
Sand (38,8%)
-
2,8
5,6
27,8
63,9
Schluff/Lehm (60,2%)
21,3
-
29,5
24,6
24,6
Ton (1%)
-
-
-
-
-
Nutzung
Grünland (67,3%)
8,1
-
19,4
24,2
48,4
Acker (31,6%)
21,2
3,0
27,3
30,3
18,2
Forst (-)
-
-
-
-
-
kursiv: geringe oder keine Probenanzahl, daher unsicher bzw. keine Angabe
Tabelle 17: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) in Auen der Freiberger Mulde (Unter-
böden) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil [%]
Z0/Z0* = Z1.1
Z1.2
Z2
>Z2
As 41,8 5,1 23,5 29,6
Pb 70,4 11,2 11,2 7,1
Cd 73,5 10,2 5,1 11,2
Cr - - - -
Cu 36,7 48,0 11,2 4,1
Ni - - - -
Hg - - - -
Zn 75,5 4,1 16,3 4,1
Gesamt 20,4 20,4 24,5 34,7

27
Tabelle 18: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) in Auen der Freiberger Mulde (Unter-
böden) nach TR Boden untergliedert nach Bodenart und Nutzung; Angabe als rela-
tiver Anteil [%]
Z0/Z0* = Z1.1
Z1.2
Z2
>Z2
Bodenart
Sand (38,8%)
2,8
11,1
27,8
58,3
Schluff/Lehm (60,2%)
31,1
26,2
21,3
21,3
Ton (1%)
-
-
-
-
Nutzung
Grünland (67,3%)
12,9
24,2
17,7
45,2
Acker (31,6%)
30,3
15,2
39,4
15,2
Forst (-)
-
-
-
-
kursiv: zu geringe Probenanzahl
Hauptproblemelemente:
Feststoff: As, Cd, Cu, Pb, Zn, Tl / Eluat: As, Cd, Cu, Pb, Zn
Vergleich der Zuordnung der Bodenproben im Hinblick auf eine Verwertung gemäß LAGA
TR Boden zwischen Feststoff und Eluat:
„frei“ (Z0/Z0*) verwertbar nach Anforderungen
Feststoff
:
13,3 % der Proben
„frei“ (Z0/Z0*) verwertbar nach Anforderungen
Eluat
:
20,4 % der Proben
„frei“ verwertbar nach Anforderungen Feststoff und Eluat:
7,1 % der Proben
„nicht“ (>Z2) verwertbar nach Anforderungen
Feststoff
:
38,8 % der Proben
„nicht“ (>Z2) verwertbar nach Anforderungen
Eluat
:
34,7 % der Proben
„nicht“ verwertbar nach Anforderungen Feststoff und Eluat: 43,9 % der Proben
Für die Auen der Freiberger Mulde ergibt die Einstufung der Feststoff- und Eluatkonzentrati-
on ein ähnliches Bild. So scheiden über 40% der untersuchten Böden bei Zugrundelegung
der Feststoff- wie Eluatanforderungen der TR Boden (>Z2) derzeit für eine Verwertung völlig
aus. Demnach sind in den Auen der Freiberger Mulde regional sowohl die Feststoff- als auch
die Eluatkonzentrationen deutlich erhöht. Dabei finden sich höhere Konzentrationen eher auf
Sandböden wieder und bei Unterscheidung der Nutzungen eher auf Grünlandflächen. Auf-
grund der sehr hohen Gehalte wäre bei einer Regelung im Hinblick auf Ausnahmen von der
TR Boden auch die Gefahrenbeurteilung und -abwehr nach Bodenschutzrecht zu berück-
sichtigen. Im Kollektiv der Freiberger Mulde findet sich teilweise eine recht enge Beziehung
zwischen den Konzentrationen im Feststoff und denen im Eluat in der Reihe Cd (r²=0,75) >
As (r²=0,52) > Pb (r²=0,42); für Tl konnte hingegen keinerlei Zusammenhang beobachtet
werden (r²=0,002).

28
1.1.2.4 Datenkollektiv Auen der Vereinigten Mulde
Das Kollektiv umfasst 632 Proben, davon 27 Oberbodenproben und 605 B-Horizonte. Da
systematische Unterschiede erkennbar sind, wurden nur Proben der Unterböden einbezo-
gen.
Tabelle 19: Statistische Kennzahlen der Stoffkonzentrationen in Auen der Vereinigten Mulde
(Unterböden; n=605)
Mittelwert
Median
90. Perzentil
95. Perzentil
KW-As [mg/kg] 195 147 446 546
KW-Cd [mg/kg] 7,89 3,85 22,5 28,3
KW-Pb [mg/kg]
409
303
925
1208
KW-Tl [mg/kg] 0,70 0,67 1,20 1,40
S4-As [μg/l] 20,6 14,9 44,2 56,3
S4-Cd [μg/l] 12,7 2,5 20,8 43,6
S4-Cr [μg/l] 3,45 1,80 7,86 12,01
S4-Cu [μg/l] 36,3 24,6 73,9 90,5
S4-Hg [μg/l] 0,030 0,025 0,025 0,060
S4-Ni [μg/l] 27,3 8,80 39,4 69,4
S4-Pb [μg/l] 8,57 5,70 15,9 22,0
S4-Zn [μg/l]
752
135
1024
1674
Tabelle 20: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) in Auen der Vereinigten Mulde
(Unterböden) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil [%]
Z0 Z0* Z1 Z2 >Z2
As 2,1 2,0 11,1 35,8 49,0
Cd 11,7 9,9 22,1 29,0 27,2
Pb 9,7 15,8 10,2 46,5 17,7
Tl 41,7 11,6 45,7 1,0 -
Gesamt 1,8 2,0 11,2 27,6 57,4

29
Tabelle 21: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) in Auen der Vereinigten Mulde
(Unterböden) nach TR Boden untergliedert nach Bodenart und Nutzung; Angabe als
relativer Anteil [%]
Z0 Z0* Z1 Z2 >Z2
Bodenart
Sand (60,2%)
2,7
3,3
9,6
33,0
51,4
Schluff/Lehm (39,2%)
-
-
13,5
19,4
67,1
Ton (0,6%)
-
-
-
-
-
Nutzung
Grünland (57,9%)
0,3
0,3
3,2
19,9
76,4
Acker (30,1%)
4,4
3,8
27,9
45,9
18,0
Forst (11,8%)
2,8
5,6
4,2
16,9
70,4
kursiv: geringe oder keine Probenanzahl, daher unsicher bzw. keine Angabe
Tabelle 22: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) in Auen der Vereinigten Mulde (Unter-
böden) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil [%]
Z0/Z0* = Z1.1
Z1.2
Z2
>Z2
As 48,2 13,0 34,8 4,0
Pb 98,7 1,2 - 0,2
Cd 40,6 12,5 14,9 32,0
Cr 96,4 3,5 - 0,2
Cu 43,9 40,3 12,2 3,6
Ni 64,2 8,4 22,8 4,6
Hg 100 - - -
Zn 52,1 5,4 24,8 17,7
Gesamt 28,9 11,1 24,4 35,6

30
Tabelle 23: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) in Auen der Vereinigten Mulde (Unter-
böden) nach TR Boden untergliedert nach Bodenart und Nutzung; Angabe als rela-
tiver Anteil [%]
Z0/Z0* = Z1.1
Z1.2
Z2
>Z2
Bodenart
Sand (60,2%)
26,6
13,2
27,7
32,6
Schluff/Lehm (39,2%)
32,1
8,0
19,8
40,1
Ton (0,6%)
-
-
-
-
Nutzung
Grünland (57,9%)
6,6
10,7
31,7
51,0
Acker (30,1%)
77,6
10,9
9,3
2,2
Forst (11,8%)
9,9
12,7
28,2
49,3
kursiv: zu geringe Probenanzahl
Hauptproblemelemente:
Feststoff: As, Cd, Pb, Tl / Eluat: As, Cd, Cu, Ni, Zn
Vergleich der Zuordnung der Bodenproben im Hinblick auf eine Verwertung gemäß LAGA
TR Boden zwischen Feststoff und Eluat:
„frei“ (Z0/Z0*) verwertbar nach Anforderungen Feststoff:
4,0 % der Proben
„frei“ (Z0/Z0*) verwertbar nach Anforderungen Eluat:
28,9 % der Proben
„frei“ verwertbar nach Anforderungen Feststoff und Eluat:
3,5 % der Proben
„nicht“ (>Z2) verwertbar nach Anforderungen Feststoff:
57,4 % der Proben
„nicht“ (>Z2) verwertbar nach Anforderungen Eluat:
35,6 % der Proben
„nicht“ verwertbar nach Anforderungen Feststoff und Eluat: 61,9 % der Proben
Die Einstufung der Feststoff- und Eluatkonzentration ergibt für die Auen der Vereinigten Mul-
de, dass bei teils sehr hohen Feststoffkonzentrationen dennoch Teile der Böden die Anforde-
rungen an die Eluatkonzentrationen erfüllen. Allerdings scheiden mehr als die Hälfte der un-
tersuchten Böden bei Zugrundelegung der Feststoffanforderungen der TR Boden (>Z2) der-
zeit für eine Verwertung völlig aus. Unterschiede bei der Einstufung zwischen den Bodenar-
ten lassen sich nicht erkennen, allerdings finden sich nutzungsabhängige Unterschiede: un-
ter Grünland- oder Forstnutzung werden höhere Gehalten sowohl im Feststoff, als auch im
Eluat gefunden. Aufgrund der sehr hohen Gehalte wäre bei einer Regelung im Hinblick auf
Ausnahmen von der TR Boden auch die Gefahrenbeurteilung und -abwehr nach Boden-
schutzrecht zu berücksichtigen. Zwischen den Konzentrationen im Feststoff und denen im
Eluat wurde für das Kollektiv „Auen der Vereinigten Mulde“ kein statistischer Zusammenhang
gefunden (r²: 0,05 bis 0,06).

31
1.1.2.5 Datenkollektiv Auen der Zschopau
Das Kollektiv umfasst 141 Proben, davon 90 Oberbodenproben und 68 B-Horizonte. Da sys-
tematische Unterschiede erkennbar sind, wurden nur Proben der Unterböden einbezogen.
Tabelle 24: Statistische Kennzahlen der Stoffkonzentrationen in Auen der Zschopau (Unterbö-
den; n=68)
Mittelwert
Median
90. Perzentil
95. Perzentil
KW-As [mg/kg] 307 225 790 923
KW-Cd [mg/kg] 0,66 0,45 1,30 2,26
KW-Cu [mg/kg] 45,1 42,0 89,5 100
KW-Pb [mg/kg]
74,4
71,0
140
171
KW_Tl [mg/kg] 0,30 0,31 0,70 0,80
KW-Zn [mg/kg] 195 195 282 357
S4-As [μg/l]
88,7
18,5
254
411
S4-Cd [μg/l] 0,38 0,25 0,69 1,44
S4-Cu [μg/l] 24,0 21,5 51,0 58,1
S4-Tl [μg/l] 0,90 0,50 2,12 2,51
S4-Pb [μg/l] 14,7 7,8 26,1 53,6
S4-Zn [μg/l]
68,5
34,0
123
338
Tabelle 25: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) in Auen der Zschopau (Unterbö-
den) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil [%]
Z0 Z0* Z1 Z2 >Z2
As 1,3 1,3 16,0 22,7 58,7
Cd 62,7 26,7 9,3 1,3 -
Cu 41,3 49,3 8,0 1,3 -
Pb 48,0 45,3 6,7 - -
Tl 81,3 13,3 5,3 - -
Zn 20,0 74,7 4,0 1,3 -
Gesamt 1,3 1,3 16,0 22,7 58,7

32
Tabelle 26: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) in Auen der Zschopau (Unterbö-
den) nach TR Boden untergliedert nach Bodenart und Nutzung; Angabe als relati-
ver Anteil [%]
Z0 Z0* Z1 Z2 >Z2
Bodenart
Sand (55,9%)
-
2,4
17,7
24,4
56,1
Schluff/Lehm (27,9%)
4,3
-
21,7
26,1
47,8
Ton (16,2%)
-
-
-
9,1
90,9
Nutzung
Grünland (58,8%)
2,2
-
15,2
23,9
58,7
Acker (38,2%)
-
-
18,5
22,2
59,3
Forst (2,9%)
-
-
-
-
-
kursiv: geringe oder keine Probenanzahl, daher unsicher bzw. keine Angabe
Tabelle 27: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) in Auen der Zschopau (Unterböden)
nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil [%]
Z0/Z0* = Z1.1
Z1.2
Z2
>Z2
As 46,7 5,3 17,3 30,7
Pb 94,7 2,7 2,7 -
Cd 96,0 4,0 - -
Cr
Cu 52,0 46,7 1,3 -
Ni
Hg
Zn 93,3 1,3 4,0 1,3
Gesamt 29,3 18,7 20,0 32,0

33
Tabelle 28: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) in Auen der Zschopau (Unterböden)
nach TR Boden untergliedert nach Bodenart und Nutzung; Angabe als relativer An-
teil [%]
Z0/Z0* = Z1.1
Z1.2
Z2
>Z2
Bodenart
Sand (55,9%)
31,7
14,6
17,1
36,6
Schluff/Lehm (27,9%)
34,8
26,1
26,1
13,0
Ton (16,2%)
9,1
18,2
18,2
54,5
Nutzung
Grünland (58,8%)
21,7
19,6
28,3
30,4
Acker (38,2%)
40,7
18,5
3,7
37,0
Forst (2,9%)
- - - -
kursiv: zu geringe Probenanzahl
Hauptproblemelemente:
Feststoff: As, Cd, Cu, Pb / Eluat: As, Cu
Vergleich der Zuordnung der Bodenproben im Hinblick auf eine Verwertung gemäß LAGA
TR Boden zwischen Feststoff und Eluat:
„frei“ (Z0/Z0*) verwertbar nach Anforderungen Feststoff:
2,6 % der Proben
„frei“ (Z0/Z0*) verwertbar nach Anforderungen Eluat:
29,3 % der Proben
„frei“ verwertbar nach Anforderungen Feststoff und Eluat:
1,3 % der Proben
„nicht“ (>Z2) verwertbar nach Anforderungen Feststoff:
58,7 % der Proben
„nicht“ (>Z2) verwertbar nach Anforderungen Eluat:
32,0 % der Proben
„nicht“ verwertbar nach Anforderungen Feststoff und Eluat: 58,7 % der Proben
Die Einstufung der Feststoff- und Eluatkonzentration ergibt für die Auen der Zschopau ein
mit der Vereinigten Mulde vergleichbares Bild. Die Einstufung der Feststoff- und Eluatkon-
zentration ergibt, dass bei teils sehr hohen Feststoffkonzentrationen dennoch Teile der Bö-
den die Anforderungen an die Eluatkonzentrationen erfüllen. Allerdings scheiden etwa 60%
der untersuchten Böden bei Zugrundelegung der Feststoffanforderungen der TR Boden
(>Z2) derzeit für eine Verwertung völlig aus. Unterschiede bei der Einstufung zwischen den
Bodenarten oder Nutzungen lassen sich nicht erkennen. Aufgrund der sehr hohen Gehalte
wäre bei einer Regelung im Hinblick auf Ausnahmen von der TR Boden auch die Gefahren-
beurteilung und -abwehr nach Bodenschutzrecht zu berücksichtigen. Für das Datenkollektiv
„Auen der Zschopau“ findet sich im Hinblick auf die Konzentrationen im Feststoff und denen
im Eluat ein mäßiger Zusammenhang für die Elemente As (r²=0,30) und Cd (r²=0,36), aber
kaum ein bzw. kein Zusammenhang für Pb (r²=0,13) bzw. Tl (r²=0,01).

34
1.1.2.6 Datenkollektiv Belastungsgebiet Schneeberg/Aue
Das Kollektiv umfasst 683 Proben, davon 345 Oberbodenproben und 338 B-Horizonte. Da
systematische Unterschiede erkennbar sind, wurden nur die 338 Proben der Unterböden
einbezogen.
Tabelle 29: Statistische Kennzahlen der Stoffkonzentrationen im Belastungsgebiet Schnee-
berg/Aue (Unterböden; n=338)
Mittelwert
Median
90. Perzentil
95. Perzentil
KW-As [mg/kg]
78,8
50,7
158
227
KW-Cd [mg/kg] 0,35 0,19 0,57 0,97
KW-Cu [mg/kg] 34,0 27,7 61,7 73,5
KW-Cr [mg/kg] 69,4 70,0 93,0 104
KW-Ni [mg/kg] 36,1 34,0 55,8 66,1
KW-Pb [mg/kg]
57,7
35,4
111
173
KW-Zn [mg/kg] 140 110 244 341
S4-As [μg/l] 10,6 2,70 27,5 47,2
S4-Cd [μg/l] 0,83 0,53 1,50 2,28
S4-Pb [μg/l] 31,6 8,3 66,6 131
Tabelle 30: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) im Belastungsgebiet Schneeberg/
Aue (Unterböden) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil [%]
Z0 Z0* Z1 Z2 >Z2
As 12,4 1,2 32,0 42,9 11,5
Cd 92,3 3,3 3,3 1,2 -
Cu 66,3 29,9 2,7 1,2 -
Cr 29,0 69,2 1,8 - -
Ni 72,2 26,9 0,9 - -
Pb 70,7 22,5 3,6 3,3 -
Zn 64,5 29,9 3,6 1,8 0,3
Gesamt 4,1 9,5 31,7 43,2 11,5

35
Tabelle 31: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) im Belastungsgebiet Schneeberg/
Aue (Unterböden) nach TR Boden untergliedert nach Bodenart und Nutzung; Angabe
als relativer Anteil [%]
Z0 Z0* Z1 Z2 >Z2
Bodenart
Sand (16,6%)
-
8,9
19,6
50,0
21,4
Schluff/Lehm (82,5%)
4,3
9,7
34,4
41,9
9,7
Ton (0,9%)
-
-
-
-
-
Nutzung
Grünland (30,2%)
2,0
11,8
29,4
47,1
9,8
Acker (18,0%)
-
11,5
42,6
34,4
11,5
Forst (49,1%)
7,2
7,8
30,1
42,8
12,0
kursiv: geringe oder keine Probenanzahl, daher unsicher bzw. keine Angabe
Tabelle 32: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) im Belastungsgebiet Schneeberg/ Aue
(Unterböden) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil [%]
Z0/Z0* = Z1.1
Z1.2
Z2
>Z2
As 81,1 5,6 10,7 2,7
Pb 83,4 7,4 5,6 3,6
Cd 90,2 8,0 1,2 0,6
Gesamt 59,5 17,8 16,3 6,5
Tabelle 33: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) im Belastungsgebiet Schneeberg/ Aue
(Unterböden) nach TR Boden untergliedert nach Bodenart und Nutzung; Angabe als
relativer Anteil [%]
Z0/Z0* = Z1.1
Z1.2
Z2
>Z2
Bodenart
Sand (16,6%)
53,6
23,2
14,3
8,9
Schluff/Lehm (82,5%)
60,6
16,8
16,5
6,1
Ton (0,9%)
-
-
-
-
Nutzung
Grünland (30,2%)
55,9
15,7
22,5
5,9
Acker (18,0%)
57,4
19,7
18,0
4,9
Forst (49,1%)
64,5
18,1
12,0
5,4
kursiv: zu geringe Probenanzahl

36
Hauptproblemelemente:
Feststoff: As
Eluat: As
Vergleich der Zuordnung der Bodenproben im Hinblick auf eine Verwertung gemäß LAGA TR
Boden zwischen Feststoff und Eluat:
„frei“ (Z0/Z0*) verwertbar nach Anforderungen Feststoff:
13,6 % der Proben
„frei“ (Z0/Z0*) verwertbar nach Anforderungen Eluat:
59,5 % der Proben
„frei“ verwertbar nach Anforderungen Feststoff und Eluat:
10,4 % der Proben
„nicht“ (>Z2) verwertbar nach Anforderungen Feststoff:
11,5 % der Proben
„nicht“ (>Z2) verwertbar nach Anforderungen Eluat:
6,5 % der Proben
„nicht“ verwertbar nach Anforderungen Feststoff und Eluat: 15,4 % der Proben
Die Einstufung der Feststoff- und Eluatkonzentration von Proben aus dem Belastungsgebiet
Schneeberg / Aue zeigt, dass eine Verwertung vornehmlich aufgrund des Feststoffs von As
eingeschränkt ist. Extreme Belastungen, die eine Verwertung völlig ausschließen, sind in etwa
15% der untersuchten Böden gefunden worden. Dabei sind keine erheblichen Unterschiede
zwischen den Bodenarten oder Nutzungen erkennbar. Ein statistischer Zusammenhang zwi-
schen den Gehalten im Feststoff und denen im Eluat konnte für das Kollektiv „Schneeberg/Aue“
allenfalls für As (r²=0,26) gefunden werden.

37
1.1.2.7 Datenkollektiv Belastungsgebiet Ehrenfriedersdorf
Das Kollektiv umfasst 778 Proben, davon 397 Oberbodenproben und 381 B-Horizonte. Da sys-
tematische Unterschiede erkennbar sind, wurden nur die 381 Proben der Unterböden einbezo-
gen. Informationen zu den Bodenarten lagen nicht vor, daher wurde als Hauptbodenartgruppe
für alle Proben
Lehm
festgelegt (Braunerden und Podsole aus Hanglehm).
Tabelle 34: Statistische Kennzahlen der Stoffkonzentrationen im Belastungsgebiet Ehrenfrieders-
dorf (Unterböden; n=381)
Mittelwert
Median
90. Perzentil
95. Perzentil
KW-As [mg/kg]
398
158
922
1514
KW-Cd [mg/kg] 0,37 0,25 0,58 1,06
KW-Cu [mg/kg] 44,6 31,7 76,3 107
KW-Cr [mg/kg] 54,5 55,2 66,3 71,9
KW-Hg [mg/kg] 0,103 0,100 0,100 0,146
KW-Ni [mg/kg] 20,1 19,2 31,5 36,7
KW-Pb [mg/kg]
77,9
41,0
110
147
KW-Tl* [mg/kg] 0,60 0,48 1,04 1,32
KW-Zn [mg/kg] 145 108 237 357
S4-As [μg/l] 139 12,0 275 536
S4-Cd [μg/l] 1,66 0,92 3,23 5,58
S4-Pb [μg/l] 40,7 8,5 76,4 127
S4-Tl [μg/l] 0,32 0,25 0,56 0,75
* KW-Tl berechnet aus Totalgehalten

38
Tabelle 35: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) im Belastungsgebiet Ehrenfrieders-
dorf (Unterböden) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil [%]
Z0 Z0* Z1 Z2 >Z2
As 1,6 - 7,9 39,4 51,2
Cd 95,0 - 4,2 0,8 -
Cu 65,1 25,7 6,3 2,4 0,5
Cr 70,9 29,1 - - -
Hg 100 - - - -
Ni 98,4 1,6 - - -
Pb 78,0 16,3 2,4 2,4 1,0
Tl 73,5 - 26,0 0,5 -
Zn 72,7 21,3 2,1 3,4 0,5
Gesamt 1,0 0,5 7,9 39,1 51,4
Tabelle 36: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) im Belastungsgebiet Ehrenfrieders-
dorf (Unterböden) nach TR Boden untergliedert nach Bodenart und Nutzung; Angabe
als relativer Anteil [%]
Z0 Z0* Z1 Z2 >Z2
Bodenart
entfällt, da allen Proben die Bodenart „Lehm“ zugeordnet wurde
Nutzung
Grünland (23,4%)
1,1
-
7,9
29,2
61,8
Acker (16,0%)
1,6
-
11,5
63,9
23,0
Forst (58,8%)
0,4
0,9
6,7
37,1
54,9
Tabelle 37: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) im Belastungsgebiet Ehrenfriedersdorf
(Unterböden) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil [%]
Z0/Z0* = Z1.1
Z1.2
Z2
>Z2
As 57,0 6,8 12,9 23,4
Pb 80,3 10,0 6,6 3,1
Cd 72,1 16,5 6,8 4,2
Gesamt 42,0 15,2 16,0 26,8

39
Tabelle 38: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) im Belastungsgebiet Ehrenfriedersdorf
(Unterböden) nach TR Boden untergliedert nach Bodenart und Nutzung; Angabe als
relativer Anteil [%]
Z0/Z0* = Z1.1
Z1.2
Z2
>Z2
Bodenart
entfällt, da allen Proben die Bodenart „Lehm“ zugeordnet wurde
Nutzung
Grünland (30,2%)
28,1
22,5
15,7
33,7
Acker (18,0%)
77,0
16,4
1,6
4,9
Forst (49,1%)
38,8
12,5
20,1
28,6
Hauptproblemelemente:
Feststoff: As, (Cu), (Pb), (Tl), (Zn)
Eluat: As, (Cd), (Pb)
Vergleich der Zuordnung der Bodenproben im Hinblick auf eine Verwertung gemäß LAGA TR
Boden zwischen Feststoff und Eluat:
„frei“ (Z0/Z0*) verwertbar nach Anforderungen
Feststoff
:
1,5 % der Proben
„frei“ (Z0/Z0*) verwertbar nach Anforderungen
Eluat
:
40,7 % der Proben
„frei“ verwertbar nach Anforderungen Feststoff und Eluat:
1,0 % der Proben
„nicht“ (>Z2) verwertbar nach Anforderungen
Feststoff
:
51,4 % der Proben
„nicht“ (>Z2) verwertbar nach Anforderungen
Eluat
:
26,8 % der Proben
„nicht“ verwertbar nach Anforderungen Feststoff und Eluat: 57,7 % der Proben
Die Einstufung der Feststoff- und Eluatkonzentration von Proben aus dem Belastungsgebiet
Ehrenfriedersdorf zeigt, dass eine Verwertung vornehmlich aufgrund der Feststoff- und Eluat-
konzentrationen von As eingeschränkt ist. In sauren Forstböden kann zudem auch die Eluat-
konzentration von Cd die Verwertung einschränken. Geringere Eluatkonzentrationen finden sich
– weitestgehend pH-bedingt- in den Böden unter Ackernutzung.
Insgesamt scheiden mehr als 50% der untersuchten Böden bei Zugrundelegung der Feststoff-
anforderungen der TR Boden (>Z2) derzeit für eine Verwertung völlig aus. Aufgrund der sehr
hohen Gehalte wäre bei einer Regelung im Hinblick auf Ausnahmen von der TR Boden auch
die Gefahrenbeurteilung und -abwehr nach Bodenschutzrecht zu berücksichtigen. Schwache
Korrelationen zwischen den Gehalten im Feststoff und denen im Eluat für das Datenkollektiv
„Ehrenfriedersdorf“ finden sich für As (r²=0,31) und für Cd (0,17).

40
1.1.2.8 Datenkollektiv Belastungsgebiet Freiberg
Das Kollektiv (ohne Hilbersdorf, Halsbrücke bzw. Kleinwaltersdorf als unbelastetes Vergleichs-
kollektiv) umfasst 616 Proben, davon 6 Oberbodenproben und 610 B-Horizonte. Um systemati-
sche Fehler auszuschließen, wurden nur die 610 Proben der Unterböden einbezogen.
Tabelle 39: Statistische Kennzahlen der Stoffkonzentrationen im Belastungsgebiet Freiberg (Un-
terböden; n=610)
Mittelwert
Median
90. Perzentil
95. Perzentil
KW-As [mg/kg] 109 26,0 149 389
KW-Cd [mg/kg] 0,80 0,22 1,30 2,95
KW-Cu [mg/kg] 30,6 14,0 41,9 75,2
KW-Pb [mg/kg] 236 47,5 359 774
KW-Tl [mg/kg] 0,53 0,46 0,92 1,10
KW-Zn [mg/kg] 179 92,0 297 463
S4-As [μg/l] 19,2 2,50 22,0 44,1
S4-Cd [μg/l] 0,77 0,25 1,29 2,09
S4-Cr [μg/l] 5,66 2,90 16,3 19,7
S4-Cu [μg/l] 7,19 5,40 14,9 18,9
S4-Hg [μg/l] 0,025 0,025 0,025 0,025
S4-Ni [μg/l] 5,94 3,20 13,4 20,3
S4-Pb [μg/l] 33,3 9,8 52,9 91,7
S4-Zn [μg/l]
64,2
33,8
128
219

41
Tabelle 40: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) im Belastungsgebiet Freiberg (Unter-
böden) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil [%]
Z0 Z0* Z1 Z2 >Z2
As 24,9 0,8 45,2 19,3 9,7
Cd 85,6 2,1 7,7 3,9 0,7
Cu 86,6 8,9 2,1 1,8 0,7
Cr 100 - - - -
Hg 100 - - - -
Ni 100 - - - -
Pb 59,8 18,9 6,2 9,5 5,6
Tl 75,4 5,4 18,7 0,3 0,2
Zn 68,0 22,5 4,4 4,4 0,7
Gesamt 22,5 2,0 45,6 20,2 10,0
Tabelle 41: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) im Belastungsgebiet Freiberg (Unter-
böden) nach TR Boden untergliedert nach Bodenart und Nutzung; Angabe als relativer
Anteil [%]
Z0 Z0* Z1 Z2 >Z2
Bodenart
Sand (14,3%)
1,1
9,2
43,7
25,3
20,7
Schluff/Lehm (77,7%)
24,1
0,4
47,3
20,3
8,2
Ton (8,0%)
44,9
4,1
30,6
12,2
8,2
Nutzung
Grünland (28,2%)
16,3
1,7
50,0
22,1
9,9
Acker (51,6%)
27,0
2,9
46,3
17,1
6,7
Forst (15,1%)
25,0
-
38,0
25,0
12,0
kursiv: unsicher, geringe Probenanzahl

42
Tabelle 42: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) im Belastungsgebiet Freiberg (Unterbö-
den) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil [%]
Z0/Z0* = Z1.1
Z1.2
Z2
>Z2
As 86,7 2,6 6,7 3,9
Pb 85,4 8,5 3,0 3,1
Cd 92,5 4,6 2,3 0,7
Cr 95,9 3,4 0,5 0,2
Cu 99,2 0,8 - -
Ni 97,9 0,7 1,5 -
Hg 100 - - -
Zn 98,2 0,3 1,3 0,2
Gesamt 71,6 11,1 10,8 6,4
Tabelle 43: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) im Belastungsgebiet Freiberg (Unterbö-
den) nach TR Boden untergliedert nach Bodenart und Nutzung; Angabe als relativer
Anteil [%]
Z0/Z0* = Z1.1
Z1.2
Z2
>Z2
Bodenart
Sand (14,3%)
66,7
4,6
11,5
17,2
Schluff/Lehm (77,7%)
72,2
12,7
10,5
4,6
Ton (8,0%)
75,5
8,2
12,2
4,1
Nutzung
Grünland (28,2%)
75,6
7,0
10,5
7,0
Acker (51,6%)
80,0
12,1
5,7
2,2
Forst (15,1%)
44,6
19,6
23,9
12,0
kursiv: unsicher, geringe Probenanzahl
Hauptproblemelemente:
Feststoff: As, (Cd), (Pb), Tl, (Zn)
Eluat: (As), (Pb)
Vergleich der Zuordnung der Bodenproben im Hinblick auf eine Verwertung gemäß LAGA TR
Boden zwischen Feststoff und Eluat:
„frei“ (Z0/Z0*) verwertbar nach Anforderungen Feststoff:
24,5 % der Proben
„frei“ (Z0/Z0*) verwertbar nach Anforderungen Eluat:
71,6 % der Proben
„frei“ verwertbar nach Anforderungen Feststoff und Eluat:
18,9 % der Proben
„nicht“ (>Z2) verwertbar nach Anforderungen Feststoff:
10,0 % der Proben

43
„nicht“ (>Z2) verwertbar nach Anforderungen Eluat:
6,4 % der Proben
„nicht“ verwertbar nach Anforderungen Feststoff und Eluat: 11,6 % der Proben
Die Einstufung der Feststoff- und Eluatkonzentration von Proben aus dem Belastungsgebiet
Freiberg zeigt, dass eine Verwertung vornehmlich aufgrund der Feststoffkonzentrationen von
As und Tl eingeschränkt ist. Sandige Böden und Böden unter forstlicher Nutzung zeigen oftmals
höhere Konzentrationen als die übrigen Bodenarten bzw. –nutzungen. Insgesamt scheiden et-
wa 10% der untersuchten Böden bei Zugrundelegung der Feststoffanforderungen der TR Bo-
den (>Z2) derzeit für eine Verwertung völlig aus. Für das Datenkollektiv „Freiberg“ findet sich
lediglich für Pb (r²=0,35) und As (0,17) ein nennenswerter Zusammenhang zwischen den Kon-
zentrationen im Feststoff und denen im Eluat.
1.1.2.9 Vergleich des Datenkollektivs Belastungsgebiet Freiberg und Umgebung
Teilkollektive (nur Unterböden)
:
Freiberg (FG)
n=610 (Vererzungen, Bergbau- und Hüttentätigkeit, Immissionen)
Hilbersdorf (HIL)
n=188 (vornehmlich Hüttentätigkeit und Immissionen)
Halsbrücke (HLB)
n=126 (vornehmlich Hüttentätigkeit und Immissionen)
Kleinschirma (KLS) n=103 (eher unbelastetes Vergleichsgebiet)

44
Tabelle 44: Statistische Kennzahlen der Stoffkonzentrationen im Belastungsgebiet Freiberg im
Vergleich zu Hilbersdorf, Halsbrücke und Kleinschirma (Unterböden)
Mittel
Median
90. Perz.
95. Perz.
KW-As [mg/kg]
FG
109
26,0
149
389
HIL 98,0 32,0 171 338
HLB 72,3 24,0 91,5 150
KLS 21,0 19,0 30,2 43,0
KW-Pb [mg/kg]
FG
236
47,5
359
774
HIL 231 81,5 579 762
HLB 192 59,0 260 498
KLS 66,7 53,0 134 146
KW-Tl [mg/kg]
FG
0,53
0,46
0,92
1,10
HIL 0,42 0,39 0,71 0,99
HLB 0,46 0,36 0,71 1,00
KLS 0,50 0,45 0,71 0,96
S4-As [μg/l]
FG
19,2
2,50
22,0
44,1
HIL 12,9 2,40 13,6 93,6
HLB 23,8 3,50 13,9 21,3
KLS 2,34 1,30 3,36 6,34
S4-Pb [μg/l]
FG
33,3
9,8
52,9
91,7
HIL 68,4 14,3 218 341
HLB 68,2 37,2 122 163
KLS 27,5 20,7 47,2 71,4
Tabelle 45: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff) im Belastungsgebiet Freiberg und
Umgebung (Unterböden) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil des gesamten
Kollektivs [%]
Z0 Z0* Z1 Z2 >Z2
FG 22,5 2,0 45,4 20,2 10,2
HIL 7,4 7,4 49,5 22,9 12,8
HLB 22,2 - 54,8 18,3 4,8
KLS 25,2 4,9 64,1 5,8 -

45
Tabelle 46: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Eluat) im Belastungsgebiet Freiberg und Umge-
bung (Unterböden) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil des gesamten Kollek-
tivs [%]
Z0/Z0* = Z1.1
Z1.2
Z2
>Z2
FG 71,6 11,1 10,8 6,4
HIL 70,7 8,5 5,9 14,9
HLB 36,5 37,3 20,6 5,6
KLS 78,6 14,6 6,8 -
Tabelle 47: Einordnung der Stoffkonzentrationen (Feststoff und Eluat) im Belastungsgebiet Frei-
berg und Umgebung (Unterböden) nach TR Boden; Angabe als relativer Anteil des ge-
samten Kollektivs [%]
Z0/Z0* Z1 Z2 >Z2
FG 18,9 45,6 23,9 11,6
HIL 13,8 48,9 20,2 17,0
HLB 8,7 56,3 27,0 7,9
KLS 25,2 64,1 10,7 -
Im Hinblick auf die Einstufung der Verwertbarkeit anhand der Feststoffkonzentration zeigen die
Kollektive von Freiberg und Umgebung ein sehr ähnliches Bild mit leicht schlechterer Einstu-
fung für den Bereich Hilbersdorf und leicht besserer für den Raum Kleinschirma. Dennoch zeigt
sich auch in Kleinschirma, dass hier außerhalb der eigentlichen Belastungszone dennoch As-
Konzentrationen erreicht werden, die eine Verwertung einschränken. Die Eluatkonzentrationen
sind hier zwar geringer als in den angrenzenden Bereichen, aber dennoch erreichen ca. 20%
der Proben nicht die Anforderungen Z0/Z0*. In Halsbrücke scheint die Belastung auch mit einer
leicht erhöhten Eluierbarkeit einherzugehen, da nur etwa 35% der Proben die Anforderungen
Z0/Z0* erfüllen. Insgesamt zeigen sich für das Datenkollektiv „Freiberg und Umgebung“ nur ein
geringer Zusammenhang zwischen den Gehalten im Feststoff und denen im Eluat für Pb
(r²=0,35), As (r²=0,26) und Cd (r²=0,11).
Insgesamt deuten diese Vergleichsuntersuchungen darauf hin, bei möglichen Ausnahmerege-
lungen zur TR Boden zumindest das Freiberger Belastungsgebiet einer genaueren Betrachtung
zu unterziehen.

46
1.2
Eingeschränkter Einbau / Technische Bauwerke
1.2.1 Datenrecherche / Datenerfassung
Für die Recherche zur Qualität sächsischen Bodenmaterials bzw. Bauschutts konnten Anfragen
von Abfallbesitzern oder deren Beauftragten bei den Abfallverbänden RAVON, AWVC, ZAOE,
ZAW, ZAS, EVV sowie bei der Stadt Dresden genutzt werden. Der Staatsbetrieb Sächsisches
Immobilien- und Baumanagement (SIB) stellte seine Analysenberichte von Bodenmaterial für
die Erfassung zur Verfügung. Einige der bewerteten Analysen stammten von Bodenmaterial
bzw. von Bauschutt, der zur Beseitigung auf Deponien vorgesehen war. Weitere Analysendaten
waren aufgrund des Datenschutzes und Eigentumsrechts nicht zugänglich.
Zur Qualitätsrecherche von
Bodenmaterial
wurden insgesamt
mit insgesamt
9 500
Parameter-Einzeluntersuchungen der Abfallart 17 05 04 Boden und Steine
erfasst. Sofern die Berichte Angaben über die zu entsorgende Menge enthielten, wurde diese
mit aufgenommen. Es kann insgesamt von etwa 1.72 Mio. Mg ausgegangen werden. Das ent-
spricht 18,5 % der geschätzten Gesamtmenge im FS Sachsen von 9,4 Mio. Mg für Boden und
Steine.
Die Analysenberichte für die Abfallart Boden und Steine kommen aus allen drei Regierungsbe-
zirken und verteilen sich wie folgt:
Tabelle 48: Anzahl Analysenbericht mit der Anzahl der untersuchten Bodenmaterialproben und
Mengen nach Regierungsbezirken [RB] und FS Sachsen gesamt
RB Anzahl
Bodenmaterialproben
Menge
[Mg]
Leipzig 169 1.031.000
Chemnitz 173 510.000
Dresden 268 180.000
FS Sachsen
610
1.721.000
610
Bodenmaterialproben
536
Analysen Feststoff
546
Analysen Eluat
472
Wertepaare Feststoff/Eluat

47
Die Bodenmaterialproben aus dem RB Leipzig stammen teilweise aus einer Bodenbehand-
lungsanlage und aus der Sanierung eines Altstandortes. Sie sind demzufolge höher belastet.
1.2.2 Datenauswertung / Bewertung
Vergleich TR Boden –alt und TR Boden –neu-
Die Datenauswertung und Bewertung erfolgt nach den Zuordnungswerten der TR Boden mit
Stand vom 15.11.2004 (Kurz: TR Boden –neu-) und im Vergleich zu der TR Boden vom
06.11.1997 (Kurz: TR Boden -alt-) für den eingeschränkten Einbau in technischen Bauwerken.
Nach Auswertung der erfassten Analysen Feststoff, Analysen Eluat sowie der Wertepaare
Feststoff/Eluat (Tabellen 49 und 50, Abbildung 2) kann folgende prozentuale Verteilung nach
Zuordnungswerten festgestellt werden:
a.
Analysen im Feststoff
Tabelle 49: Prozentuale Verteilung der Zuordnungsklassen bei der Bewertung von Analysen im
Feststoff nach TR Boden -alt- und TR Boden -neu-
Zuordnungswerte
Feststoff
Z 0/ Z0*
Z 1.1
[%]
Z 1.2
[%]
Z 1
[%]
Z 2
[%]
>Z 2
[%]
TR Boden –alt-
19
20
19
-
18
24
TR Boden –neu-
20
-
-
27
30
23
Im Vergleich TR Boden –neu- zu TR Boden –alt- im Feststoff wird eine Verlagerung nach Z 2
sichtbar. Der Anteil von Analysen außerhalb des Verwertungsbereiches bleibt gleich.
b.
Analysen im Eluat
Tabelle 50: Prozentuale Verteilung der Zuordnungsklassen bei der Bewertung von Analysen im
Eluat nach TR Boden -alt- und TR Boden -neu-
Zuordnungswerte
Eluat
Z 1.1
[%]
Z 1.2
[%]
Z 2
[%]
>Z 2
[%]
TR Boden –alt-
29
23
13
35
TR Boden –neu-
22
24
25
29
Im Vergleich TR Boden -neu- zur TR Boden -alt- im Eluat ist eine Verlagerung von Z 1.1 nach Z
2 zu verzeichnen. Im Bereich Z 1.2 gibt es kaum Veränderungen. Der prozentuale Anteil des zu
beseitigenden Bodenmaterials (> Z2) würde sich sogar verringern.

48
c. Analysen Wertepaare Feststoff/Eluat
Abbildung 2: Prozentuale Verteilung der Zuordnung von Analysen Feststoff/Eluat im Vergleich
TR Boden -alt- und TR Boden -neu-
In der Gesamtbetrachtung der Qualität des Bodenmaterials ist eine Verlagerung von der (al-
ten) Z1 -Einbauklasse und von der über die Verwertung hinausgehende Qualität (> Z2) ins-
gesamt zu der (neuen) Z2 – Einbauklasse ersichtlich. Bei einer Bewertung nach der TR Bo-
den -neu- nimmt der Anteil an dem beseitigungsbedürftigen Bodenmaterials geringfügig ab.
Diese Qualitätsbetrachtung bezogen auf den erfassten Mengenanteil von Bodenaushub zeigt
nachstehende Verteilung. An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass die
Grundlage für diese Stoffstrombetrachtung sich auf 18,5% des geschätzten Gesamtaufkom-
mens im FS Sachsen bezieht.
Wertepaare Feststoff/Eluat
TR Boden -alt-
Z0
12%
Z1.1/Z1.2
28%
Z2
17%
>Z2
44%
Wertepaare Feststoff/Eluat
TR Boden -neu-
Z0
12%
Z2
30%
>Z2
38%
Z1.1/Z1.2
20%

49
0
100.000
200.000
300.000
400.000
500.000
600.000
700.000
800.000
900.000
1.000.000
Z0
Z1.1
Z1.2
Z2
>Z2
Einbauklassen
Menge [Mg]
TR Boden - alt-
TR Boden - neu -
Abbildung 3: Verteilung des erfassten Mengenanteils Bodenmaterial in die Einbauklassen
nach TR Boden -alt- und -neu-
Der überwiegende Mengenanteil des erfassten Bodenmaterials entspricht der Z2-
Einbaukonfiguration. Er nimmt bei einer Bewertung nach TR Boden –neu- geringfügig zu,
nur bei Z1.1 und >Z2 würde der Mengenanteil zurückgehen (Abbildung
3). Die gleiche Ten-
denz ist bei der Einbauklasse Z0 und Z1.2 zu beobachten.
Die in Abbildung 3 gezeigte Qualitätsverlagerung beeinflusst die Mengenverteilung sichtlich
in der Einbauklasse Z1.1. Die Menge der „alten“ Z1.1-Klasse verteilt sich auf die nach der TR
Boden -neu- auf die Einbauklassen Z0, Z1.2 und Z2.
Bewertung nach TR Boden -neu-
Besteht nach Punkt 1.2.2.1 der TR Boden (neu) ein Untersuchungserfordernis für Bodenma-
terial, so kann der Untersuchungsumfang sich ausschließlich auf die Feststoffuntersuchung
beziehen. Voraussetzung hierfür jedoch ist, dass dem Bodenmaterial eindeutig die Bodenar-
ten zugeordnet und die Feststoffgehalte < Z0 eingehalten werden können. In allen anderen
Fällen muss das Eluat mit analysiert und in die Bewertung mit eingeschlossen werden. Das
gilt auch im Freistaat Sachsen, wo die Verwertung von Bodenmaterial ist in Sachsen per
Erlass vom 27.09.2006 geregelt ist. Darin wird auf die Feststoffwerte der TR Boden verwie-
sen. Die Anforderungen an die Eluatwerte sind im Einzelfall festzulegen.
Abbildung 4 soll den Einfluss der Eluatwerte auf die Zuordnung zu den Z-Klassen verdeutli-
chen. Dazu wird ein Vergleich der Zuordnung auf alleiniger Grundlage der Feststoffwerte
gegenüber einer Zuordnung auf Grundlage der Feststoff-
und
Eluatwerte vorgenommen.
Dabei wurden auch die Analysen berücksichtigt, deren Feststoffwerte geringer als Z0 waren.

50
Feststoffbewertung TR Boden -neu-
Z0
20%
Z1.1/Z1.2
27%
Z2
31%
>Z2
22%
Wertepaare Feststoff/Eluat
TR Boden -neu-
Z0
12%
Z2
30%
>Z2
38%
Z1.1/Z1.2
20%
Abbildung 4: Vergleich der Einbauklassen nach TR Boden -neu- bei Feststoff-
bewertung und Feststoff/Eluat-Bewertung
Es kann festgestellt werden, dass die Eluatwerte die Gesamtbewertung und damit auch die
Zuordnung in die Einbauklassen maßgeblich beeinflussen. Der Anteil aus den Zuordnungs-
klassen Z0 und Z1 nimmt ab und verlagert sich über den Verwertungsbereich hinaus in die
Beseitigung (>Z2).
Da die Eluatwerte die Zuordnung so deutlich beeinflussen, werden im Weiteren die Eluat-
analysenwerte des Bodenmaterials mit den Parametern und Grenzwerten nach der TR Bo-
den im Eluat betrachtet.
Alle die in diesem Bericht angegebenen Eluatanalysenwerte beziehen sich auf das
Elutionsverfahren nach der DIN 38 414 (S4).
Bodenanalysenwerte Eluat
Für eine weitere Bewertung im eingeschränkten Einbau / Technische Bauwerke werden ge-
mäß Aufgabenstellung die Eluatwerte herangezogen. In der
Tabelle 51 und Tabelle 52 sind
die ermittelten Median- und 90%-Perzentilwerte aus allen erfassten Eluatanalysewerten den
Zuordnungswerten nach TR Boden -neu- und TR Boden -alt- gegenübergestellt.

51
Tabelle 51: Analysenwerte Eluat für Bodenmaterial im Vergleich zu den Z-Werten (Eluat) TR Boden -neu-
Median
90%-
Perzentil
Median
90%-
Perzentil
Median
90%-
Perzentil
Median
90%-
Perzentil
pH
-
8,0
9,2
7,9
9,9
7,6
10,4
7,9
9,6
6,5
9,5
6,0 12,0
5,5 12,0
ele. Leitf.
μS/cm
130
753
187
1.729
353
2.759
170
1.770
250
1500
2000
Chlorid mg/l 5 28 5 24 5 55 5 39 30 50 100
Sulfat
mg/l
10
174
21
423
70
1.565
16
413
20
50
200
Cyanid
μg/l
10
10
5
141
10
100
10
33
5
10
20
Phenolindex μg/l
10
20
10
10
10
86
10
39
20
40
100
Arsen
μg/l
10
46
10
186
10
13
10
58
14
20
60
Blei
μg/l
10
20
5
20
10
23
10
20
40
80
200
Cadmium μg/l 1 2 2 21 9 1 2 2 3 6
Chrom
μg/l
5
10
10
18
10
19
10
13
13
25
60
Kupfer
μg/l
10
35
10
26
20
30
10
30
20
60
100
Nickel
μg/l
10
20
10
30
20
34
10
20
15
20
70
Quecksilber μg/l
0,2
0,2
0,2
1,0
0,2
0,2
0,2
0,3
0,5
1
2
Zink
μg/l
13
100
17
96
20
113
20
100
150
200
600
RB Dresden
RB Chemnitz
RB Leipzig
> Z2
Sachsen
TR Boden -neu-
Parameter
Z 1.1
Z 1.2
Z 2
Tabelle 52: Analysenwerte Eluat für Bodenmaterial im Vergleich zu den Z-Werten (Eluat) TR Boden -alt-
Median
90%-
Perzentil
Median
90%-
Perzentil
Median
90%-
Perzentil
Median
90%-
Perzentil
pH
-
8,0
9,2
7,9
9,9
7,6
10,4
7,9
9,6
6,5
9,5
6,0
12,0
5,5
12,0
ele. Leitf.
μS/cm
130
753
187
1.729
353
2.759
170
1.770
500
1000
1500
Chlorid mg/l 5 28 5 24 5 55 5 39 10 20 30
Sulfat
mg/l
10
174
21
423
70
1.565
16
413
50
100
150
Cyanid
μg/l
10
10
5
141
10
100
10
33
10
50
100
Phenolindex μg/l
10
20
10
10
10
86
10
39
10
50
100
Arsen
μg/l
10
46
10
186
10
13
10
58
10
40
60
Blei
μg/l
10
20
5
20
10
23
10
20
40
100
200
Cadmium μg/l 1 2 2 2 1 9 1 2 2 5 10
Chrom
μg/l
5
10
10
18
10
19
10
13
30
75
150
Kupfer
μg/l
10
35
10
26
20
30
10
30
50
150
300
Nickel
μg/l
10
20
10
30
20
34
10
20
50
150
200
Quecksilber μg/l
0,2
0,2
0,2
1,0
0,2
0,2
0,2
0,3
0,2
1
2
Zink
μg/l
13
100
17
96
20
113
20
100
100
300
600
TR Boden -alt-
Parameter
Z 1.1
Z 1.2
Z 2
> Z2
RB Dresden
RB Chemnitz
RB Leipzig
Sachsen

52
Medianwerte
Im Median liegen alle Analysenwerte im verwertbaren Bereich.
Es überwiegt der Einbaubereich Z 1.1. Das trifft sowohl bei einer Bewertung nach TR Boden
–alt- als auch nach TR Boden –neu- zu.
Im RB Leipzig sind insbesondere die Parameter Elektrische Leitfähigkeit, Sulfat, Cyanid
(ges.) und Nickel auffällig. Diese wären nach TR Boden –neu- einen Zuordnungswert höher
in Z 1.2 bzw. Z 2 einzuordnen. Das korrespondiert mit der prozentualen Verteilung der Ana-
lysenwerte (s. Tabelle 49).
90%-Perzentilwerte
Der Vergleich der 90%-Perzentilwerte mit den Zuordnungswerten nach TR Boden –alt- und
TR Boden –neu- zeigt deutlich die Veränderungen in der Zuordnung auf. Für Sachsen insge-
samt wäre eine Verschiebung der Zuordnung von Z 1.1 nach Z 1.2 und höher zu verzeich-
nen. Das korrespondiert ebenso wie bei den Medianwerten mit der prozentualen Verteilung
der Analysenwerte. Wesentliche Ursache dafür sind die Verschärfung der Zuordnungswerte
nach TR Boden (neu) bei den Parametern Chrom, Kupfer und Nickel. Deutliche Auswirkun-
gen würden sich ebenso bei den Parametern Cyanid (ges) und Cadmium (nur RB Leipzig)
ergeben. Diese lägen nicht mehr im Verwertungsbereich. Bei den Parametern Elektrische
Leitfähigkeit, Chlorid, Sulfat wäre mit einer Entspannung zu rechnen. Das würde sich in eini-
gen Regierungsbezirken zu Gunsten der Verwertung auswirken.
Nach einer Bewertung nach TR Boden –neu- lägen im RB Leipzig die Parameter Elektrische
Leitfähigkeit, Sulfat, Cyanid (ges.) und Cadmium außerhalb des Verwertungsbereiches. Im
RB Chemnitz betrifft das die Parameter Sulfat, Cyanid (ges.) und Arsen. Nur im RB Dresden
wären bei den 90%-Perzentilwerten keine Überschreitungen von Z 2 zu verzeichnen.
Einzelparameterbewertung nach TR Boden –neu-
Der Parameter
Sulfat
ist in allen 3 Regierungsbezirken auffällig. Insgesamt wurden 435 Elu-
atwerte Sulfat für Sachsen erfasst. Die Verteilung nach den Zuordnungswerten in Sachsen
und in den Regierungsbezirken zeigt nachstehende Tabelle. Die Abbildungen 1 bis 4 geben
einen Überblick zu der Anzahl und Konzentration der Eluatanalysenwerte für Sulfat im Ver-
gleich zu den Zuordnungswerten.
Tabelle 53: Prozentuale Verteilung der Zuordnung des Parameters Sulfat Eluat in Sachsen und
in den Regierungsbezirken
Sulfat Eluat
nach TR Boden-neu-
Z 1.1
[%]
Z1.2
[%]
Z 2
[%]
>Z 2
[%]
RB Leipzig 38 10 21 31
RB Chemnitz 49 23 13 15
RB Dresden
69
13
9
9
Sachsen 57 14 13 16

53
Für Sachsen sind über die Hälfte der Sulfat-Analysen Z 1.1 zuzuordnen. Die Verteilung bei
Z1.2 und Z 2 ist nahezu gleich. Es fallen 16% der Analysen aus dem Verwertungsbereich
heraus. Beim Vergleich der Regierungsbezirke ist die deutlich steigende Reihenfolge Leip-
zig, Chemnitz, Dresden bei Z 1.1 und eine fallende Tendenz bei >Z 2 erkennbar.
Der Parameter
Cyanid
ist im RB Chemnitz und RB Leipzig auffällig. Ein wesentlicher Pro-
zentsatz der Analysen aus Bodenproben der genannten Regierungsbezirke liegt außerhalb
des Verwertungsbereiches (s. Tabelle 53). Nur im RB Dresden können die Analysenwerte
ausschließlich dem Verwertungsbereich zugeordnet werden. Insgesamt für Sachsen tendiert
die Zuordnung nach Z 1.1 und Z 1.2. Die Abbildungen 5 bis 8 geben einen Überblick zu der
Anzahl und Konzentration der Eluatanalysenwerte für Cyanid im Vergleich zu den Zuord-
nungswerten.
Tabelle 54: Prozentuale Verteilung der Zuordnung des Parameters Cyanid (ges.) Eluat in Sach-
sen und in den Regierungsbezirken
Cyanid Eluat
nach TR Boden-neu-
Z 1.1
[%]
Z1.2
[%]
Z 2
[%]
>Z 2
[%]
RB Leipzig 35 35 6 24
RB Chemnitz 52 30 0 18
RB Dresden
23
71
6
0
Sachsen 32 51 5 12
Der Parameter
Elektrische Leitfähigkeit
ist im RB Leipzig auffällig. Die Tabelle 54 zeigt die
prozentuale, die Abbildung 9 die absolute Verteilung nach Zuordnungswerten. Von 138 Ana-
lysen liegen 82 % im Verwertungsbereich.
Tabelle 55: Prozentuale Verteilung der Zuordnung des Parameters Elektrische Leitfähigkeit im
Regierungsbezirk Leipzig
Elektr. Leitfähigkeit
nach TR Boden-neu-
Z 1.1
[%]
Z1.2
[%]
Z 2
[%]
>Z 2
[%]
RB Leipzig 40 38 4 18
Der Parameter
Cadmium
ist im RB Leipzig auffällig. Obwohl 89 % der Analysen dem Ver-
wertungsbereich zugerechnet werden können, befindet sich der 90%-Perzentilwert (Tab. 55
und Abbildung 10) außerhalb des Verwertungsbereiches. Die zwei „Ausreißer“ mit über 50
μg/l stammen von Bodenmaterial aus der Altlastensanierung des Leipziger Gasometers und
aus einer Bodenbehandlungsanlage.

54
Tabelle 56: Prozentuale Verteilung der Zuordnung des Parameters Cadium Eluat im Regie-
rungsbezirk Leipzig
Cadmium Eluat
nach TR Boden-neu-
Z 1.1
[%]
Z1.2
[%]
Z 2
[%]
>Z 2
[%]
RB Leipzig 87 0 2 11
Der Parameter
Arsen
ist im RB Chemnitz auffällig. Dies ist mit der Hintergrundbelastung von
Arsen insbesondere im Raum Freiberg erklärbar. Nahezu ein Viertel der Analysen fallen aus
dem Verwertungsbereich heraus (s. Tabelle 56 und Abbildung 11).
Tabelle 57: Prozentuale Verteilung der Zuordnung des Parameters Arsen Eluat im Regierungs-
bezirk Chemnitz
Arsen Eluat
nach TR Boden-neu-
Z 1.1
[%]
Z1.2
[%]
Z 2
[%]
>Z 2
[%]
RB Chemnitz 57 6 13 24

55
0,00
50,00
100,00
150,00
200,00
250,00
1
15 29 43
57 71
85 99 113 127 141 155 169 183 197 211 225 239 253 267 281 295 309 323 337 351 365 379 393 407 421 435
Anzahl Analysenwerte
Konzentration Sulfat (mg/l)
500,00
1.000,00
1.500,00
2.000,00
2.500,00
3.000,00
3.500,00
4.000,00
Z 1.1
246
Z 1.2
307
Z 2
364
>Z 2
Abbildung 5: Eluatanalysen Sulfat im Bodenmaterial im FS Sachsen

56
0,00
50,00
100,00
150,00
200,00
250,00
1 15 29 43 57 71 85 99 113
Anzahl Analysenwerte
Konzentration Sulfat (mg/l)
500,00
1.000,00
1.500,00
2.000,00
2.500,00
3.000,00
3.500,00
4.000,00
Z 1.1
44
Z 1.2
56
Z 2
81
>Z 2
118
Abbildung 6: Eluatanalysen Sulfat im Bodenmaterial im RB Leipzig

57
0,00
50,00
100,00
150,00
200,00
250,00
1 15 29 43 57 71
Anzahl Analysenwerte
Konzentration Sulfat (mg/l)
500,00
1.000,00
1.500,00
2.000,00
2.500,00
3.000,00
3.500,00
4.000,00
Z 1.1
39
Z 1.2
57
Z 2
67
>Z 2
79
Abbildung 7: Eluatanalysen Sulfat im Bodenmaterial im RB Chemnitz

58
0,00
50,00
100,00
150,00
200,00
250,00
1
15
29
43
57
71
85
99
113
127
141
155
169
183
197
211
225
Anzahl Analysenwerte
Konzentration Sulfat (mg/l)
500,00
1.000,00
1.500,00
2.000,00
2.500,00
3.000,00
3.500,00
4.000,00
Z 1.1
163
Z 1.2
194
Z 2
216
>Z 2
238
Abbildung 8: Eluatanalysen Sulfat im Bodenmaterial im RB Dresden

59
0,00
5,00
10,00
15,00
20,00
25,00
30,00
35,00
40,00
45,00
50,00
55,00
60,00
65,00
70,00
75,00
1
7
13
19
25
31
37
43
49
55
61
67
73
79
85
91
97 103 109 115 121 127 133 139 145 151 157 163
Anzahl der Analysen
Cynanid ges. (μg/l)
Z 1.1
100,00
150,00
200,00
250,00
300,00
350,00
400,00
450,00
500,00
550,00
Z 1.2
139
Z 2
54
148
>Z 2
168
Abbildung 9: Eluatanalysen Cyanid gesamt im Bodenmaterial im FS Sachsen

60
0,00
5,00
10,00
15,00
20,00
25,00
30,00
35,00
40,00
45,00
50,00
55,00
60,00
65,00
70,00
75,00
1
3
5
7
9
11 13 15 17 19 21 23 25 27 29 31 33 35 37 39 41 43 45 47 49 51 53 55 57 59 61
Anzahl der Analysen
Cynanid ges. (μg/l)
Z 1.1
100,00
150,00
200,00
250,00
300,00
350,00
400,00
450,00
500,00
550,00
43
Z 1.2
Z 2
22
47
>Z 2
62
Abbildung 10: Eluatanalysen Cyanid gesamt im Bodenmaterial im RB Leipzig

61
0,00
5,00
10,00
15,00
20,00
25,00
30,00
35,00
40,00
45,00
50,00
55,00
60,00
65,00
70,00
75,00
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27
Anzahl der Analysen
Cynanid ges. (μg/l)
Z 1.1
100,00
150,00
200,00
250,00
300,00
350,00
400,00
450,00
500,00
550,00
Z 1.2
22
Z 2
14
>Z 2
Abbildung 11: Eluatanalysen Cyanid gesamt im Bodenmaterial im RB Chemnitz

62
0,00
2,50
5,00
7,50
10,00
12,50
15,00
17,50
20,00
22,50
25,00
1
7
13
19
25
31
37
43
49
55
61
67
73
79
Anzahl der Analysen
Cynanid ges. (μg/l)
Z 1.1
74
Z 1.2
Z 2
18
>Z 2
Abbildung 12: Eluatanalysen Cyanid gesamt im Bodenmaterial im RB Dresden

63
0
500
1.000
1.500
2.000
2.500
3.000
3.500
4.000
4.500
5.000
1
8
15
22
29
36
43
50
57
64
71
78
85
92
99
106
113
120
127
134
Anzahl der Analysen
elektrische Leitfähigkeit (μS/cm)
55
Z 1.1
Z 1.2
108
Z 2
113
138
>Z 2
Abbildung 13: Eluatanalysen Elektrische Leitfähigkeit im Bodenmaterial aus dem RB Leipzig

64
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
1 3 5 7 9 11 13 15 17 19 21 23 25 27 29 31 33 35 37 39 41 43 45 47 49 51 53 55 57 59 61 63
Anzahl der Analysen
Konzentration Cadmium (μg/l)
Z 1.1
40
50
60
70
80
90
100
Z 1.2
Z 2
56
55
> Z 2
Abbildung 14: Eluatanalysen Cadmium im Bodenmaterial aus dem RB Leipzig

65
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
1
6
11
16
21
26
31
36
41
46
51
56
61
66
71
76
81
86
91
96
101
Anzahl der Analysen
Konzentration Arsen (μg/l)
150
450
750
1.050
1.350
1.650
1.950
2.250
2.550
Z 1.2
65
Z 2
79
59
Z 1.1
> Z 2
104
Abbildung 15: Eluatanalysen Arsen im Bodenmaterial aus dem RB Chemnitz

66
2 Zusammenfassung Technische Bauwerke
Die schutzgutbezogenen Anforderungen bei der Verwertung von Bodenmaterial in techni-
schen Bauwerken (ab Einbauklasse Z1 bis Z2) wurden mit der TR Boden –neu – vom
05.11.2004 neu formuliert. Anhand sächsischer Bodenmaterialdaten wurde geprüft, welche
Bodenmaterialqualität durch diese neuen Anforderungen zu erwarten ist und welche Auswir-
kungen sich auf den Stoffstrom Bodenmaterial ergeben.
Den größten Einfluss auf die Qualität und damit auf die Verwertungsmöglichkeit haben die
Analysenwerte im Eluat. Im Detail überschreitet der 90%-Perzentil-Eluatwert der Parameter
Sulfat, Cyanid, Elektrische Leitfähigkeit, Cadmium und Arsen die Z-Eluatwerte, die auf die
restriktiveren Grenzwerte, höhere Hintergrundwerte im natürlichen Boden, aber auf Einzel-
fälle (z.B. Sanierung von Altlasten) zurückzuführen sind.
Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) hat mit Erlass
vom 27.09.2006 die Feststoffwerte der TR Boden -neu - in den sächsischen Vollzug einge-
führt. Die Anforderungen an die Eluatwerte sind danach zunächst im Einzelfall zu entschei-
den. Nähere Informationen dazu finden Sie derzeit (Stand: Mai 2007) auf den Internetseiten
des SMUL unter
http://www.smul.sachsen.de
unter dem Thema Wertstoffe und Altlasten.