Handbuch zur Altlastenbehandlung
Teil 5: Gefährdungsabschätzung,
Pfad und Schutzgut Oberflächenwasser
Freistaat Sachsen
Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
Landesamt für Umwelt und Geologie

 
1. Einleitung
Neben Grundwasser und Boden können Oberflächengewässer durch Schadstoffe aus Alt-
lasten belastet werden. Der Eintrag kann oberflächlich durch Wind- und Wassererosion oder
Sickerwasser erfolgen, aber auch durch unterirdischen Sickerwassereintritt oder durch Spei-
sung mit schadstoffhaltigem Grundwasser. Nach dem Übertritt der Schadstoffe in das Ober-
flächenwasser wird ihre Konzentration im Wasser durch Verdünnung, Abbau und evtl. Aus-
gasung vermindert, während es in Wasserorganismen und im Sediment zur Anreicherungen
kommen kann. Das für eine Gefährdungsabschätzung entscheidende "Wohl der Allgemein-
heit" gilt sowohl für das Oberflächenwasser als Transportpfad zur Stelle seiner Nutzung z. B.
als Trink-, Brauch- oder Badewasser als auch für das Schutzgut Oberflächenwasser, d. h. für
den Erhalt des Ökosystems in einem guten Zustand.
Dieser Materialienband beschreibt die formalisierte Gefährdungsabschätzung für Altlastver-
dachtsflächen auf den Stufen der Historischen Erkundung und Orientierenden Untersuchung
(BN 1 und 2) für den Fall, dass Schadstoffe in Oberflächenwässer gelangen können. Die
Bewertung erfolgt auf der Grundlage des Baden-Württemberger Verfahrens und analog zur
Vorgehensweise in Sachsen bei Grundwasser und Boden (s. a. Handbuch Teil 1). Berück-
sichtigung fand auch der Teil "Oberflächengewässer" der Gefährdungsabschätzung von
Rüstungsaltlasten in Niedersachsen, der vom Institut für wassergefährdende Stoffe an der
TU Berlin erarbeitet wurde.
2.
Bewertungsverfahren
Den Ausgangspunkt der Bewertung bildet die Stoffgefährlichkeit r
O
der Schadstoffe, die aus
der Altlastenverdachtsfläche austreten bzw. zukünftig austreten könnten. Bei Oberflächen-
gewässern ist die Stoffgefährlichkeit human toxikologisch als r
0 (hum)
und ökotoxikologisch als
r
O (öko)
zu beachten.
Aus der humantoxikologischen Stoffgefährlichkeit wird in gewohnter Weise mit den Faktoren
m
I
... m
IV
das gewichtete Gefahrenrisiko r
IV (hum)
für das Schutzgut "Mensch" an der Stelle der
Nutzung des Oberflächenwassers errechnet:
r
IV (hum)
= r
O (hum)
. m
I
. m
II
. m
III
. m
IV
m
I
= Schadstoffaustrag
m
II
= Schadstoffeintrag
m
III
=
Transport, Verhalten und Wirkung im Oberflächenwasser
m
IV
=
Bedeutung des Oberflächenwassers als Wasserressource
Aus der ökotoxikologischen Stoffgefährlichkeit wird parallel dazu mit den gleichen Faktoren
m
I
... m
III
das gewichtete Gefahrenrisiko r
III (öko)
für das Schutzgut "Oberflächenwasser"
(= Schutzgut "Aquatische Lebensgemeinschaft") errechnet:

r
III (öko)
= r
O (öko)
. m
I
. m
II
. m
III
Das gewichtete Gefahrenrisiko kann, je nach Datenqualität, ein Wert oder ein Bereich sein.
Aus dem höheren der beiden Risikowerte (r
max
.) wird das für die Ermittlung des Handlungs-
bedarfes maßgebende Risiko R abgeleitet (Abb. 1)
r
O (öko)
r
O (hum)
m
I
m
II
m
III
m
III (öko)
1)
m
IV
r
III (öko)
r
IV (hum)
r
max
R (bzw. R
subj.
)
Abb. 1: Schema des Bewertungsverfahrens
1)
alternativ zu m
III
bei Vergleich mit Messwerten
Um zum Handlungsbedarf zu kommen ist es notwendig, das Beweisniveau entsprechend
dem Stufenprogramm der Altlastenbehandlung zu charakterisieren. Das Beweisniveau ist
Ausdruck für den derzeit vorhandenen Kenntnisstand über die zu bewertende Altlastver-
dachtsfläche. Durch Kombination des maßgebenden Risikos R (bzw. R
subj
) mit dem Beweis-
niveau BN lässt sich auf einfache Weise über die folgende Matrix der Handlungsbedarf ab-
leiten (Abb. 2).

 
012345
maßgebendes Risiko (R)
Beweis-
1
A
E
1-2
niveau
2
B
C
E
2-3
Abb. 2: Handlungsmatrix
Symbolbedeutung:
A =
Ausscheiden aus der Altlastenverdachtsfalldatei
B =
Belassen in der Altlastenverdachtsfalldatei
C =
Altlastenüberwachung
E =
Erkundung
E
1-2
= Orientierende Untersuchung
E
2-3
= Detailuntersuchung
3. Bewertungsablauf
3.1 Bewertungsformblatt Pfad und Schutzgut Oberflä-
chenwasser
Als Grundlage für die Bewertung dient das ausgefüllte Bewertungsformblatt Oberflächen-
wasser (im Sinne eines Datenerfassungsbeleges, siehe Anlage 1), soweit keine Erfassung
der Daten über das PC Programm GEFA möglich ist.
Der Kopf des Formblattes enthält die Falldaten entsprechend des Altlastenkatasters, die An-
gabe des zutreffenden Beweisniveaus (1 - Historische Erkundung, 2 - Orientierende Unter-
suchung) sowie die Firma, die die Bewertung durchgeführt hat, das Datum und den Standort
der Dokumentation.
Eine Bewertung von mehreren Fällen auf einem Formblatt ist möglich.
In der Auswertung der bewertungsrelevanten Sachverhalte schließt sich die stufenweise
Ermittlung des r
O
-, r
I
-, r
II
-, r
III
-, r
IV
- und R-Wertes an. Entsprechend der Fallzuordnung erfolgt
nur eine Bewertung der entsprechend relevanten Einflussfaktoren. Das KONTA-Blatt (siehe
Anlage 2) ist die Zusammenfassung der Bewertung (analog GW).
B

 
3.2 Stoffgefährlichkeit (r
O
)
Die humantoxikologisch begründete Stoffgefährlichkeit r
O(hum)
ist identisch mit der Stoffge-
fährlichkeit r
O
bei Grundwasser und Boden und kann aus der Bewertung dieser Medien direkt
entnommen werden. Da sich die Datenlage bezüglich der Quantifizierbarkeit chronisch toxi-
scher Wirkung in den letzten Jahren entscheidend verbessert hat, wurde die für das Pro-
gramm MAGMA erfolgte Aktualisierung der r
O
-Werte für chemische Stoffe und Stoffgruppen
übernommen und auch auf die Abfallarten und Branchen übertragen.
Die ökotoxikologische Stoffgefährlichkeit r
O(öko)
für Oberflächenwasser wurde vom Institut für
wassergefährdende Stoffe an der TU Berlin insbesondere aus den Werten zur akuten Toxi-
zität für Fisch, Daphnie und Alge abgeleitet. Die Zuordnung der r
O(öko)
-Werte zu den Toxizi-
tätsdaten zeigt nachstehende Übersicht:
Tab. 1: Zuordnung der r
o(öko)
-Werte zu den Toxizitätswerten
Konzentration EC
50
/LC
50
Bezeichnung
r
o(öko)
<
100 μg/l
hochgiftig
5,8
1 mg/l
sehr giftig
5,5-5,7
10 mg/l
giftig
4,5-5,4
100 mg/l
schädlich
3,5-4,4
1000 mg/l
wirksam
2,5-3,4
Der empfindlichste Organismus bestimmt den r
0(öko)
-Wert.
Die Stoffgefährlichkeitswerte sind aus [1] zu entnehmen.
3.3 Fallbestimmung für die jeweiligen Schutzobjekte
Die möglichen Fälle des Transportes von Schadstoffen aus dem Schadherd in ein Oberflä-
chengewässer sind in Abb. 3 schematisch dargestellt. Schutzobjekte sind konkrete Oberflä-
chengewässer im Einflussbereich einer Altlast.

Grundwasser-Leiter
6
2
1
3a
3b
4
4
5
Oberfl?chenwasser
Abb. 3: Mögliche Fälle des Schadstofftransportes in ein Oberflächengewässer
Fall 1: Der Schadstoff gelangt mit dem Sickerwasser oder in Phase bis zum Grundwasser
und im Grundwasserstrom zu einem Gewässer, das ständig oder zeitweilig von die-
sem Grundwasser gespeist wird.
Fall 2: Schadstoffbelastetes Sickerwasser wird gestaut und fließt ober- oder unterirdisch
dem Gewässer vor Vermischung mit dem Grundwasser direkt zu.
Fall 3: Schadstoffbelastete Partikel werden durch Wasser- (3a) oder Winderosion (3b) von
der Oberfläche des Schadherdes in das Gewässer eingetragen. Bei der Wasserero-
sion erfolgt außerdem ein Transport gelöster Stoffe.
Fall 4: Kontaminierte Flächen werden durch Hochwasserereignisse überstaut. Dabei werden
Schadstoffe sowohl gelöst als auch partikulär in das Gewässer gespült.
Fall 5: Schadstoffe auf einer stillgelegten befestigten Fläche werden durch den Niederschlag
abgespült und über eine noch vorhandene Kanalisation direkt in das Gewässer ge-
leitet.
Fall 6: Schadherd liegt im Oberflächengewässer (z. B. überstaute Deponie in einem Rest-
loch).

 
3.4 Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse
(m
I
, m
II
, m
III
-Werte)
Die Stoffgefährlichkeit r wird in den folgenden 3 Verfahrensschritten (Multiplikatorenberech-
nung m
I
, m
II
, m
III
) an die örtlichen Verhältnisse angepasst.
3.4.1 Schadstoffaustrag (m
I
-Wert)
Beim Pfad Oberflächenwasser werden im m
I
-Faktor alle Einflüsse zusammengefasst, die auf
den Schadstoffaustrag bis vor den Eintritt in das Oberflächenwasser wirken. Der m
I
-Faktor ist
für jeden relevanten Fall gesondert zu ermitteln.
Fall 1 (Schadstoffe im Grundwasser)
Der m
I
-Faktor wird aus den beim Grundwasserpfad bestimmten Faktoren m
I
, m
II
und m
III
in
folgender Weise gebildet:
m
I(1)
=
3
m
I(G)
. m
II(G)
. m
III(G)
Fall 2 (Schadstoffe im Sickerwasser)
Der m
I
-Wert unterscheidet sich von dem des Grundwasserpfades dadurch, dass nur die La-
ge im ungesättigten Bereich zu betrachten ist. Die Wirkung einer Sohlabdichtung und -
entwässerung bei Altablagerungen ist gegensätzlich zu bewerten: Je wirksamer die Barriere
zum Grundwasser hin ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit von Sickerwasseraustrit-
ten. An die Stelle des Transportes im Grundwasser tritt der Transport des Sickerwassers
zum Gewässer.
Tab. 2: Schadstoffaustrag, Fall 2
Einflussfaktoren
Abstufung der Einflussfaktoren
Bewertung
Lage zum Grundwasser
im ungesättigten Bereich
für AA
für AS
m
I
= 1,0
m
I
= 1,2
∆m
Sohlabdichtung
(nur bei AA)
Hydraulisch wirksame Sperre (natürl.
Barriere oder künstl. Sohlabdichtung)
vorhanden
mit k
f
<10
-10
m/s u. d < 0,6 m
keine hydraulisch wirksame Sperre
vorhandenoder k
f
> 10
-8
m/s u. d < 0,6 m
sonst
+ 0,2
- 0,1
±
0
Sohlentwässerung
(nur bei AA)
wirksame Sohlentwässerung
keine wirksame Sohlentwässerung
±
0
- 0,1
Oberflächenabdeckung
wirksame Oberflächenabdeckung
keine wirksame Oberflächenabdeckung
±
0
+ 0,1

Einflussfaktoren
Abstufung der Einflussfaktoren
Bewertung
Oberflächenabdichtung
wirksame Oberflächenabdichtung
keine wirksame Oberflächenabdichtung
- 0,1
±
0
Oberflächenwasserableitung
steile Oberflächengestaltung
sonst
- 0,1
±
0
Art der Wasserzutritte
Fremdwasserzufluss möglich
sonst
+ 0,1
±
0
Niederschlag
1 300 mm/a
1 000 ... < 1 300 mm/a
700 ... < 1 000 mm/a
< 700 mm/a
+ 0,2
+ 0,1
±
0
- 0,1
Art der Einlagerung
Fässer, Kassetten, Tanks, Becken,
Gebinde, lose über Kopf, keine Lagerung
Abschlag bis 0,2 nach
eigenem Ermessen
Volumen der Ablagerung
1 000 000 m
3
100 000 ... < 1 000 000 m
3
10 000 ... < 100 000 m
3
1 000
... < 10 000 m
3
< 1 000 m
3
+ 0,2
+ 0,1
±
0
- 0,1
- 0,2
Kontaminationsfläche des
Standortes
1 000 m
2
500 ... < 1 000 m
2
100
... < 500 m
2
50
... < 100 m
2
< 50 m
2
+ 0,2
+ 0,1
±
0
- 0,1
- 0,2
Löslichkeit - Aggregatzustand
flüssig oder leicht löslich (≥ 100 mg/l)
löslich (0,1 ... < 100 mg/l)
schwer löslich (< 0,1 mg/l)
±
0
- 0,3
- 0,7
Art des Zuflusses
ungehindert (Sickerwasserleitung, Kanal)
durch Kies/Sand
durch Humus/Vegetation
0,0
- 0,1
- 0,2
Fall 3 (Wasser- und Winderosion)
Vergleichslage:
Das Gewässer ist durch eine Gefällestrecke mit der Altlastverdachts-
fläche verbunden und/oder liegt in der Hauptwindrichtung der Verdachtsfläche (m
Iwa
bzw.
m
I wi
= 1,0)
Die Zu- und Abschläge erfolgen wie beim Bodenpfad, Tab. 4, Fall 2, lediglich bei der Löslich-
keit ist die Bewertung verändert.

Tab. 3: Schadstoffaustrag, Fall 3
Einflussfaktoren
Abstufung der Einflussfaktoren
m für m
I
= 1,0
keine Abdeckung
1
dünner Bewuchs
> 10
4
m
2
+ 0,3
+ 0,1
> 10
3
... 10
4
m
2
+ 0,2
0
> 10
2
... 10
3
m
2
+ 0,1
- 0,1
10
2
m
2
0 - 0,2
Größe der erosions-
gefährdeten Fläche
Winderosion
Wassererosion
sandig – kiesig
- 0,3
- 0,2
lehmig – tonig
2
- 0,2
-0,1
Körnung der erosions-
gefährdeten Fläche
tonarm – schluffreich
0
0
3
Hauptwindrichtung
4
und windex-
ponierte Lage
+ 0,1
Hauptwindrichtung
4
und weniger
windexp. Lage
0
keine Hauptwindrichtung
4
oder
keine windexp. Lage
- 0,1
Windrichtung/Lage
(bei Winderosion)
geringe Windgefährdung
(Richtung, Lage)
- 0,2
> 15 %
+ 0,1
> 7 ... 15 %
0
> 2 ... 7 %
- 0,1
Hangneigung
(bei Wassererosion)
2 %
- 0,2
> 1300 mm/a
+ 0,2
> 1000 ... 1300 mm/a
+ 0,1
> 700 ... 1000 mm/a
0
Niederschlag
(bei Wassererosion)
700 mm/a
- 0,1
Fremdwasserzutritt
ja
+ 0,1
(bei Wassererosion)
nein
0
flüssig oder leicht löslich
(≥ 100 mg/l)
+ 0,1
mäßig löslich
(0,1 ... < 100 mg/l)
0
Löslichkeit/Aggregat-
zustand
(bei Wassererosion)
schwer löslich
(< 0,1 mg/l)
- 0,1
1
und kein Bewuchs,
2
auch für inhomogenen Müll,
3
auch für Sickerwasser,
4
SO liegt in Hauptwindrichtung oder westlich von der Altlastenverdachtsfläche

Fall 4 (Überstau durch Hochwasser)
Der Austrag von Schadstoffen aus einer von Hochwasser überstauten Fläche ist umso grö-
ßer, je
häufiger das Hochwasserereignis eintritt,
größer die überstaute schadstoffbelastete Fläche ist,
größer die Löslichkeit der Schadstoffe ist,
höher die Fließgeschwindigkeit auf der überstauten Fläche ist.
Vergleichslage: Eine Altlastverdachtsfläche von > 1000 – 10.000 m
2
Größe wird im Durchschnitt aller 2 Jahre von einem Hochwasser überstaut.
Die m
I
- und
m-Werte sind der Tab. 3 zu entnehmen.
Tab. 4: Schadstoffaustrag, Fall 4
Einflussfaktoren
Abstufung der Einflussfaktoren
m
I
< 1
Jahr
1,2
1 ... < 3
Jahre
1,0
3 ... < 5
Jahre
0,8
5 ...
10
Jahre
0,7
Überschwemmungshäufig-
keit
(mittlerer Abstand zwischen
den Überschwemmungen)
> 10
Jahre
0,6
m
> 10
4
m
2
+ 0,2
10
3
...
10
4
m
2
0,0
5 . 10
2
... < 10
3
m
2
- 0,1
Größe der überstauten
schadstoffbelasteten Fläche
< 5 . 10
2
m
2
- 0,2
Löslichkeit/Aggregatzustand
flüssig oder leicht löslich
(≥ 100 mg/l)
+ 0,1
mäßig löslich
(0,1 ... < 100 mg/l)
0,0
schwer löslich
(< 0,1 mg/l)
- 0,1
stehendes Gewässer bzw. Fließge-
wässer mit geringer Fließgeschwin-
digkeit
(v
0,001 m/sec)
0,0
strömender Abfluss
(v > 0,001 m/sec)
+ 0,1
Fließgeschwindigkeit auf der
überstauten Fläche
turbulente Strömung
+ 0,2

Fall 5: (Kanalisierte Fläche)
Der Austrag von Schadstoffen von einer befestigten Fläche, die mit einer Direktableitung in
ein Gewässer verbunden ist, ist umso größer, je
größer die schadstoffbelastete Fläche ist,
größer die Niederschlagsmenge ist,
geringer die Flüchtigkeit der Schadstoffe ist.
Vergleichslage:
Eine befestigte Altlastverdachtsfläche von > 1000 ... 10 000 m
2
Größe,
von der eine Niederschlagsmenge von 700 ... < 1000 mm/a über eine
Kanalisation abfließt.
Tab. 5: Schadstoffaustrag, Fall 5
Einflussfaktoren
Abstufung der Einflussfaktoren
m
I
> 10
4
m
2
1,2
10
3
...
10
4
m
2
1,0
10
2
... < 10
3
m
2
0,8
Flächengröße
< 10
2
m
2
0,6
m
> 1300 mm/a
+ 0,2
1000 ...
1300 mm/a
+ 0,1
700 ... < 1000 mm/a
0
Niederschlag
< 700 mm/a
- 0,1
< 1
Pa
0
1 ... 100
Pa
- 0,2
Dampfdruck bei 25°C
> 100
Pa
- 0,4

Fall 6 (Schadherd im Oberflächenwasser)
Der Austrag von Schadstoffen aus einer Ablagerung bzw. einem Standort im Gewässer ist
umso größer, je
größer das Volumen der Ablagerung bzw. die Fläche des Standortes ist,
größer die Löslichkeit der Schadstoffe ist,
häufiger der Wasseraustausch erfolgt.
Vergleichslage:
Eine Altablagerung mit einem Volumen von 10
4
... 10
5
m
3
bzw. ein
Standort mit einer Fläche von 10
2
... 10
3
m
2
mit mäßig löslichen
Schadstoffen in einem stehenden Gewässer.
Tab. 6: Schadstoffaustrag, Fall 6
Einflussfaktoren
Abstufung der Einflussfaktoren
m
I
> 10
6
m
3
1,2
10
5
...
10
6
m
3
1,1
10
4
... < 10
5
m
3
1,0
10
3
... < 10
4
m
3
0,9
Volumen der Ablagerung
< 10
3
m
3
0,8
> 10
4
m
2
1,2
10
3
...
10
4
m
2
1,1
10
2
... < 10
3
m
2
1,0
bzw. Fläche des Standortes
< 10
2
m
2
0,8
m
flüssig oder leicht löslich
(≥ 100 mg/l)
+ 0,1
mäßig löslich
(0,1 ... < 100 mg/l)
0
Löslichkeit/Aggregatzustand
schwer löslich
(< 0,1 mg/l)
- 0,1
0 (stehendes Gewässer)
0
100 m/d
+ 0,1
Fließgeschwindigkeit des
Gewässers
> 100 m/d
+ 0,2

 
3.4.2 Schadstoffeintrag (m
II
- Wert)
Der Schadstoffeintrag bezieht sich auf den Übergang der Schadstoffe in das Gewässer. Der
Eintragsfaktor m
II
ist für die 6 Fälle getrennt zu ermitteln.
Fall 1 (Schadstoffeintrag mit dem Grundwasser)
Der Eintrag von Schadstoffen ist umso größer, je
größer die Übergangsfläche Grundwasser /Oberflächenwasser im Abstrombereich
des Schadherdes ist,
größer die Transportgeschwindigkeit im Grundwasser ist,
geringer der Schadstoffrückhalt beim Übergang ist.
Vergleichslage: Die Übergangsfläche von Grundwasser zum Oberflächenwasser liegt zwi-
schen 10 und 50 m
2
und die Abstandsgeschwindigkeit beträgt ca. 1 m/d.
Tab. 7: Schadstoffeintrag mit dem Grundwasser
Einflussfaktoren
Abstufung der Einflussfaktoren
m
II
> 200
m
2
1,2
50 ... 200
m
2
1,1
10 ... < 50
m
2
1,0
Größe der Übergangsfläche
1
< 10
m
2
0,9
m
0,8
m/d
- 0,2
ca. 1
m/d
0
4 ... 10
m/d
+ 0,2
Abstandsgeschwindigkeit
> 10
m/d
+ 0,3
Anteil Humus und/oder Ton
schwach -
mittel
stark
lg S
c
4
- 0,1
- 0,2
Sorbierbarkeit des Schadstoffes
in der Kolmationsschicht
lg S
c
< 4
0
- 0,1
1
Höhe des mittleren Grundwasserspiegels über Gewässersohle x Abstrombreite vom Schadherd im
Gewässerbereich

Fall 2 (Schadstoffeintrag mit dem Sickerwasser)
Der Eintrag von Schadstoffen ist umso größer, je
häufiger ein Sickerwasserzutritt erfolgt,
größer die zufließende Sickerwassermenge ist.
Vergleichslage:
Bereits nach geringem Niederschlag entsteht Sickerwasser, das in
einer Menge von 1 – 10 l/sec dem Oberflächenwasser zufließt.
Tab. 8: Schadstoffeintrag mit dem Sickerwasser
Einflussfaktoren
Abstufung der Einflussfaktoren
m
II
ständiger Zufluss
1,2
Häufiger Zufluss
1,0
Häufigkeit des
Sickerwasserzutritts
Seltener Zufluss
0,8
m
> 10
l/min
+ 0,2
1 ... 10
l/min
0
Sickerwassermenge
< 1
l/min
- 0,2

Fall 3 (Schadstoffeintrag durch Wasser- und Winderosion)
Der Schadstoffeintrag ist umso größer, je
näher das Gewässer am Schadherd ist,
größer das Gefälle auf der Strecke Schadherd/Gewässer ist (Wassererosion),
ungehinderter der Abfluss erfolgen kann (Wassererosion),
größer die Gewässeroberfläche im Einflussbereich der Winderosion ist,
geringer der Staubrückhalt durch Vegetation ist (Winderosion).
Vergleichslage: Gewässer in geringer Entfernung zum Schadherd mit einem Gefälle von
2 ... 7 % zwischen Schadherd und Gewässer und/oder einer durch Windero-
sion betroffenen Gewässeroberfläche von 100 ... 1000 m
2
.
Tab. 9: Schadstoffeintrag durch Wasser und Winderosion
Einflussfaktoren
Abstufung der Einflussfaktoren
m
II
Gewässer grenzt an SH
1,2
Gewässer in geringer Entferung vom SH
1,0
Entfernung Schadherd/Gewässer
Gewässer in größerer Entfernung vom SH
0,9
Gewässer gerade noch im Einflussbereich
des SH
0,8
m
> 7 %
+ 0,1
2 ... 7 %
0
Gefälle zum Gewässer
(nur Wassererosion))
< 2 %
- 0,1
ungehinderter Abfluss
+ 0,1
geringe Abflusshindernisse
1
0
Abflusshindernisse zum
Gewässer
(nur Wassererosion)
größere Abflusshindernisse
1
- 0,1
> 1000 m
2
+ 0,1
100 ... 1000 m
2
0
Größe der betroffenen Gewässer-
oberfläche
(nur Winderosion)
< 100 m
2
- 0,1
ohne
+ 0,1
niedrige Pflanzendecke
0
Vegetation zwischen Schadherd
und Gewässer
(nur Winderosion)
Sträucher/Bäume
- 0,1
1
Pflanzen, Geländeoberfläche

 
Fall 4 (Eintrag mit dem Hochwasser)
Es besteht kein Unterschied zwischen Schadstoffaustrag und Schadstoffeintrag durch di-
rekten Kontakt der überstauten Fläche mit dem Gewässer (entspr. Fall 6: Altlast liegt im Ge-
wässer).
m
II
= 1,0
Fall 5 (Eintrag über Kanalisation)
Der Schadstoffeintrag in das Gewässer ist umso größer, je besser der Zustand des Entwäs-
serungssystems ist.
Vergleichslage: Die schadstoffbelastete Fläche ist durch ein voll funktionsfähiges Ent-
wässerungssystem mit dem Gewässer verbunden.
Tab. 10: Schadstoffeintrag über Kanalisation
Einflussfaktoren
Abstufung der Einflussfaktoren
m
II
voll funktionsfähig
1,0
teilweise zerstört und / oder durch
Hindernisse beeinflusst
0,8
Zustand des Entwässerungs-
systems
überwiegend zerstört
0,6
Fall 6 (Schadherd im Gewässer)
Es besteht kein Unterschied zwischen Schadstoffaustrag und Schadstoffeintrag durch di-
rekten Kontakt des Schadherdes mit dem Gewässer.
m
II
= 1,0
3.4.3 Transport, Verhalten und Wirkung im Oberflächenwasser
(m
III
-Wert)
Nach dem Eintritt einer bestimmten Schadstoffmenge in ein Oberflächengewässer ist es für
die Gefährdungsabschätzung entscheidend, in welchem Maße eine Verdünnung erfolgt.
Daraus wird ein entsprechender Grund –m
III
-Wert mit folgenden Annahmen abgeleitet:
Die Wasserführung wird auf mittleres Niedrigwasser (MNQ) bezogen.
Auf BN 1 wird davon ausgegangen, dass der Gewässerzufluss unbelastet und da-
mit ein Maß für die Verdünnung des Schadstoffs ist. Auf BN 2 wird die Verdünnung
aus den Konzentrationen vor und nach dem Schadstoffzufluss berechnet.
Es wird von einer völligen Vermischung ausgegangen, die bei hoher Turbulenz
schnell erfolgt, ansonsten eine Frage der Zeit ist. Örtliche Konzentrationserhöhun-
gen lassen Ausweichmöglichkeit für aquatische Lebensgemeinschaften offen.

Beim Transport im Gewässer wird die Schadstoffkonzentration durch
biologischen Abbau
Ausgasen flüchtiger Stoffe
Flockung/Fällung/Sedimentation
Adsorption
vermindert. Während sich eine Erhöhung der Fließgeschwindigkeit positiv auf biologischen
Abbau (Sauerstoffeintrag), Ausgasen flüchtiger Stoffe sowie Flockung, Fällung und Adsorpti-
on (bessere Vermischung) auswirkt, wird die Sedimentation verschlechtert.
Partikelgebundene Schadstoffe, die entweder als solche in das Gewässer gelangen, wie es
bei den Fällen 3 und 4 überwiegend geschieht, oder erst im Gewässer durch Flockung / Fäl-
lung / Adsorption entstehen (Fälle 1, 2, 5, 6) sind bei der Sedimentation sowohl hinsichtlich
ihrer Verringerung im Wasser (m
IIIWa
) als auch der Anreicherung im Sediment (m
III Sed.
) unter-
schiedlich zu bewerten. Bei hoher Turbulenz verbleiben partikelgebundene Schadstoffe im
Wasser suspendiert und werden in der wässrigen Phase bei den Gesamtgehalten mitbe-
stimmt (m
III Wa ges.
), während sie keine Erhöhung im Sediment bringen.
Für die formale Bewertung der Fälle 1, 2, 5, 6 wird nur die Adsorption von Schadstoffen an
im Gewässer bereits sichtbar vorhandenen Schwebstoffen berücksichtigt, während eine
nachträgliche Flockung und/oder Fällung erst Gegenstand der Detailuntersuchung ist.
Das für die Bewertung relevante Verhalten der Schadstoffe im Gewässer zeigt Abb.4
Vergleichslage:
Der Schadstoff wird im Gewässer 10 ... 1000fach verdünnt, ist weder
biologisch abbaubar noch flüchtig. Der Anteil an Schwebstoffen im
Gewässer ist unerheblich bzw. die Sorbierbarkeit des Schadstoffes zu
vernachlässigen.

Schadstoffeintritt
Verd?nnung
Biologischer Abbau
oder
Fl?chtigkeit
Schadstoffe gel?st
Schadstoffe partikul?r
F?lle 1,2,5,6
3,4
F?lle 3,4
Anteil von Schwebstoffen
im Gew?sser
Anteil partikelge-
bundener Schadstoffe
unerheblich
erheblich
unerheblich
erheblich
Adsorption
m
III
(Wa.gel.)
m
III
(Wa.ges.)
m
III
(Sed.)
turbulente Str?mung
fehlende Turbulenz
Sedimentation
lgSc<2
lgSc≥2
Abb. 4: Übersichtsschema zum Verhalten der Schadstoffe im Gewässer

Tab. 11: Veränderung der Schadstoffkonzentration im Oberflächenwasser
Einflussfaktoren
Abstufung der Einflussfaktoren
m
III
Verdünnung
Gewässer dient ausschließlich als Vor-
fluter für Sickerwasser und/oder Wasser-
erosion bzw. wird ausschließlich aus
belastetem Grundwasser gebildet
1,4
geringe Verdünnung
(< 10fach)
1,2
mittlere Verdünnung
(10 ... 1000fach)
1,0
hohe Verdünnung
(> 1000fach)
0,8
m
Biologischer Abbau
nicht möglich
0
stehendes Gewässer bzw. Fließgewäs-
ser mit geringer Fließgeschwindigkeit
(v
0,001 m/sec)
- 0,1
möglich
strömender Abfluss
(v > 0,001 m/sec)
- 0,2
turbulente Strömung
- 0,3
Flüchtigkeit
nicht flüchtig (D<1 Pa)
0
stehendes Gewässer bzw. Fließgewäs-
ser mit geringer Fließgeschwindigkeit
(v
0,001 m/sec)
- 0,1
flüchtig
(D
1 Pa)
strömender Abfluss
(v > 0,001 m/sec)
- 0,2
turbulente Strömung
- 0,3
m
Adsorption
Wasser
Sediment
(Sorbierbarkeit des Schadstoffes)
Anteil an Schwebstoffen unerheblich
0
-
Anteil an
lg Sc
< 2
0
0
Schwebstoffen
lg Sc
2 ... 4
- 0,1
+ 0,1
erheblich
lg Sc
> 4
- 0,2
+ 0,2
turbulente Strömung
0
0
strömender Abfluss
- 0,1
+ 0,1
Sedimentation
(Strömungs-verhältnisse im
Gewässer)
stehendes Gewässer
- 0,2
+ 0,2
Die Wirkung der Schadstoffe auf das Schutzgut "Aquatische Lebensgemeinschaften" ist be-
reits in der "Stoffgefährlichkeit" r
o (öko)
enthalten. Auf BN 2 ist ein Vergleich der im Gewässer
gemessenen Schadstoffgehalte mit den entsprechenden Orientierungswerten möglich.

 
Tab. 12: Vergleich der Messwerte mit Orientierungswerten für das Schutzgut "Aquatische
Lebensgemeinschaft" (Wasser und Schwebstoffe/Sedimente)
Messwerte
m
III
< B
0,8
= B
1,0
> B
2,5 B
1,2
> 2,5 B
1,3
B = Besorgniswert
3.5 Bedeutung des Oberflächenwassers als Wasserres-
source (m
IV
-Wert)
Mit dem m
IV
-Faktor wird die Nutzung des Oberflächenwassers durch den Menschen bewer-
tet, ausgehend von der humantoxikologischen Stoffgefährlichkeit (Tab. 12). Als sensibelste
Nutzung wird die zentrale Trinkwasserversorgung aus Oberflächenwasser ohne Vorhanden-
sein einer Aufbereitungsanlage verstanden. Bei der Berufs- und Sportfischerei wird der Fisch
als Nahrungsmittel für den Menschen betrachtet, wobei es bekanntlich über die Nahrungs-
kette zu einer Schadstoffanreicherung kommen kann.
Als Vergleichslage dient das Badegewässer mit seiner Nutzung für Freizeit und Erholung;
ihm gleichgestellt wird Wasser zur Bewässerung von landwirtschaftlichen und gärtnerischen
Kulturen. Die gemessenen Schadstoffkonzentrationen liegen in Höhe der Besorgniswerte.
Geringer bewertet werden Nutzungen, wo das Oberflächenwasser nicht mehr als Kontakt-
medium zum Menschen wirkt.
Liegen nach der Orientierenden Untersuchung repräsentative Messwerte im Oberflächen-
wasser vor, was erheblich einfacher als bei Grundwasser und Boden zu erreichen ist, so
führt ein Vergleich mit den Besorgniswerten für die jeweilige Nutzung (Tab. 13) zu den ent-
sprechenden m
IV
-Werten. Die Besorgniswerte sind aus [1] zu entnehmen.
Bewertungsrelevant ist in jedem Fall die empfindlichste Nutzung (höchster m
IV
-Wert).

 
Tab. 13: Nutzung des Oberflächenwassers
Nutzungsart
m
IV
Trinkwasser
zentrale Wasserversorgung ohne Aufbereitungsanlage
zentrale Wasserversorgung mit Aufbereitungsanlage
Einzelwasserversorgung oder Notwasserversorgung
1,6
1,5
1,4
Berufs- und Sportfischerei
1,2
Bewässerungswasser und/ oder
Badegewässer (Wassersport)
1,0
Brauchwasser
0,8
Vorfluter für eine Abwasserbehandlungsanlage bzw. keine Nutzung
0,4
Tab. 14: Vergleich der Messwerte mit den nutzungsbezogenen Orientierungswerten für
Oberflächenwasser (B = Besorgniswert)
Messwerte
m
IV
< B
0,8
= B
1,0
> B
2,5 B
1,2
> 2,5 B
1,3
3.6 Übersicht der m-Faktoren
Tab. 15: m-Faktoren in Abhängigkeit vom Fall
Fall
m
I
m
II
m
III
m
IV
1m
I(1)
= m
I(G)
. m
II(G)
. m
III(G)
m
II (1)
2m
I (2)
= m
I (G*)
m
II (2)
3m
I (3)
= m
I (Wa)
bzw. m
I (Wi)
m
II (3)
m
III(Wasser)
4m
I (4)
m
II (4)
= 1,0
m
III(Sediment)
5m
I (5)
m
II (5)
6m
I (6)
m
II (6)
= 1,0
m
IV

 
3.7 Bestimmung des Handlungsbedarfs und der
Priorisierung
Für jedes Schutzobjekt (Oberflächengewässer) sind im Allgemeinen für das Schutzgut "A-
quatische Lebensgemeinschaft" r
III (öko)
–Werte (oder -Bereiche), getrennt nach Wasser und
Sediment, und für das Schutzgut "Mensch" nutzungsabhängige r
IV (hum)
–Werte (oder –Berei-
che) errechnet worden.
Existieren mehrere Schutzobjekte im Einflussbereich einer Altlastverdachtsfläche, so ist das
maßgebende Gefahrenrisiko R bzw. das subjektive Risiko R
subj.
zunächst für jedes Schutz-
objekt getrennt sowohl für Wasser als auch Sediment in folgender Weise zu ermitteln:
Bei r-Werten der einzelnen Schutzobjekte (kein Bereich):
R
subj. (Wa)
r
IV (hum) (Wa)
r
max
= R
(Wa)
Handlungsbedarf und
r
III (öko) (Wa)
Priorisierung (Wasser)
R
subj. (Sed.)
r
III (öko) (Sed.)
= R
(Sed.)
Handlungsbedarf und
Priorisierung (Sediment)
Abb. 5: Ermittlung des Handlungsbedarfs und der Priorisierung
Der maximale R-Wert von allen betrachteten Schutzobjekten, getrennt nach R
(Wa)
und R
(Sed.)
, bestimmt im Allgemeinen Handlungsbedarf und Priorisierung.
Will man wesentliche zusätzliche Einflussfaktoren (z. B. repräsentative Messwerte aus der
Orientierenden Untersuchung) berücksichtigen, so kann R in ein R
subj.
geändert werden (mit
Begründung). Dieses R
subj.
bestimmt dann Priorisierung und Handlungsbedarf.

Bei r-Wert-Bereichen für die einzelnen Schutzobjekte (r
min
, r
g mittel
, r
max
):
Für Wasser:
r
IV (hum) (g mittel)
r
max (g mittel)
Priorisierung
r
III (Wa) (g mittel)
R
subj. (Wa)
r
IV (hum) (max)
r
max (max)
= R
(Wa)
Handlungsbedarf
r
III (Wa) (max)
Für Sediment:
r
III (Sed) (g mittel)
Priorisierung
R
Subj. (Sed)
r
III (Sed) (max)
=
R
(Sed)
Handlungsbedarf
Abb. 6: Ermittlung des Handlungsbedarfs und der Priorisierung bei der Bewertung von Wasser
bzw. Sediment
Der maximale R-Wert von allen betrachteten Schutzobjekten, getrennt nach R
(Wa)
und R
(Sed)
, bestimmt auch hier den Handlungsbedarf, während für die Priorisierung der höchste
r
max (g mittel)
– bzw. r
III (Sed) (g mittel)
–Wert verwendet wird.
Führt dagegen die Berücksichtigung wesentlicher zusätzlicher Einflussfaktoren zu R
subj.
-
Werten, so bestimmen diese Werte sowohl den Handlungsbedarf als auch die Priorisierung.
Der Handlungsbedarf ergibt sich jeweils aus der Handlungsmatrix nach Abb. 2.
Wird für das Sediment ein anderer, höherwertiger Handlungsbedarf ausgewiesen als für
Wasser, so ist fallweise zu entscheiden, ob dieser Handlungsbedarf den weiteren Umgang
mit der altlastverdächtigen Fläche bestimmen soll.

 
4.
Dokumentation der Ergebnisse
Ohne Programm GEFA:
Die Ergebnisse der Bewertung werden im Bewertungsformblatt Oberflächenwasser (Anl. 1)
dokumentiert. Ihre Zusammenfassung erfolgt in übersichtlicher Form auf dem KONTA-Blatt
(Anl. 2).
Vorhandene oder gewonnene Proben- und Analysendaten für Oberflächenwasser und Se-
diment werden in die jeweiligen Erfassungsblätter (Anl. 3.1) wie folgt eingetragen:
Ausfüllung der Daten im Listenkopf
Beschreibung von Probenmaterial und Probenentnahmeart für jeden Parameter mit
Schlüssel nach Anl. 3.2
Angabe der Gesamtanzahl der Messwerte für jeden Parameter
Angabe der Anzahl der davon kritischen Messwerte mit Kennzeichnung der rele-
vanten Nutzung
Angabe des maximalen Messwertes für jeden Parameter
Evtl. Angabe des durchschnittlichen Oberstromwertes
Nicht aufgelistete Parameter sind entsprechend zu ergänzen
Die sich aus dem weiteren Handlungsbedarf ableitenden Maßnahmen werden verbal be-
schrieben (z. B. Sofortmaßnahmen, Analysenplan für die nächste Erkundungsstufe).
Mit Programm GEFA:
Steht das Programm GEFA mit dem Bewertungsteil Oberflächenwasser zur Verfügung, so
erfolgt die Datendokumentation durch das Bewertungsprotokoll, das KONTA-Blatt sowie das
Analysenprotokoll und wird durch das Programm realisiert.
Die sich aus dem weiteren Handlungsbedarf ableitenden Maßnahmen werden verbal be-
schrieben. Die Dokumentation aller Daten zu einer Altlastverdachtsfläche erfolgt im Gutach-
ten.

 
5. Abkürzungsverzeichnis
A
Ausscheiden aus dem Sächsischen Altlastenkataster
B
Belassen im Sächsischen Altlastenkataster
BN
Beweisnineau
B-Wert
Besorgniswert
C
Altlastenüberwachung
E
Erkundung
E
1-2
orientierende Untersuchung
E
2-3
Detailuntersuchung
EC
50
effektive Konzentration, die bei 50 % der Wasserorganismenart Wirkungen zeigt
LC
50
letale Konzentration für 50 % der Wasserorganismenart
m
I
Schadstoffaustrag aus dem Schadherd und Transport zum Oberflächenwasser
m
II
Schadstoffeintrag in das Oberflächenwasser
m
III
Transport, Verhalten und Wirkung im Oberflächenwasser
m
IV
Bedeutung des Oberflächenwassers als Wasserressource
r
0 (hum)
humantoxikologische Stoffgefährlichkeit
r
0 (öko)
ökotoxikologische Stoffgefährlichkeit
r
III (öko)
gewichtetes ökotoxikologisches Gefahrenrisiko
r
IV (hum)
gewichtetes humantoxikologisches Gefahrenrisiko
R
maßgebendes Gefahrenrisiko
R
subj
subjektives Gefahrenrisiko
6.
Literatur
[1]
Materialien zur Altlastenbehandlung "Handhabung von Orientierungswerten sowie Prüf- und
Maßnahmenwerten zur Gefahrenverdachtsermittlung für die Altlastenbehandlung in Sachsen / Stoff-
gefährlichkeitswerte r
o
für Einzelstoffe, Branchen und Abfallarten

 
7.
Beispiele
Beispiel 1:
Altstandort Glashütte – Orientierende Untersuchung
Beispiel 2:
Altablagerung Altschotter – Historische Erkundung
Beispiel 3:
Altablagerung Schlammteich – Orientierende Untersuchung

 
Beispiel 1: Altstandort Glashütte – Orientierende Untersuchung
Schematischer Profilschnitt
Längenmaßstab 1 : 1.000
Höhenmaßstab 1 : 250
Altstandort Glashütte
Auensedimente
Auffüllung
Granit
nach oben zersetzt
S
N
Fluß

 
ALTLASTENPROGRAMM DES LANDES SACHSEN – BEWERTUNGSFORMBLATT
- Oberflächenwasser
BEWERTUNGSFORMBLATT SCHUTZGUT Oberflächenwasser BEWEISNIVEAU:
2
Gemeinde
Altlastenkennziffer:
Standortbezeichnung:
Altstandort Glashütte
Art der Fläche:
Altstandort
Teilflächennummer:
Bezeichnung d. Teilfläche*
*
o. d. Schadstoffherdes:
Flurstück: **
Hoch-/Rechtswert: **
Bewertungsdatum:
23.11.2000
Firma:
Standort der Dokumentation:
Bewertung nach Fall:
1, 3
* Angabe erfolgt nur, wenn eine Aufteilung der Fläche erfolgt
** Angabe erfolgt für die Teilfläche bzw. die
Gesamtfläche
Bewertung bereits erfolgt:
Grundwasser: (
X
)
Boden: ( )
Luft: ( )
Stoffgefährlichkeit r
o
Bewertungsrelevante Sachverhalte
r
o
(hum)
r
o
(öko)
1. Branche bzw. Abfallarten
0530 Herstellung und Verarbeitung von Glas, 0010 Gaserzeu-
gung
2. Betriebe aus der Umgebung, die mög-
licherweise abgelagert haben (nur AA)
3. Konkrete Schadstoffe ...
PAK, BTEX, MKW
4. Technologie (nur AS)
Generatorengaserzeugung
5. Schadstoffherde (nur AS) ...
Gasgeneratorenanlage
6. Ablagerungs- bzw. Produktionsbeginn/
-ende
1840 - 1979
7. Gemeindegröße bzw. Beschäftigtenzahl
270
8. Zu bewertendes Oberflächengewässer:
Bezeichnung:
Art:
Fließgewässer (
X
) Stehendes Gewässer ( )
r
o
(um) =
5,4
r
o
(öko) =
6,0
Bemerkungen:
Schadstoffaustrag m
I
Bewertungsrelevante Sachverhalte
m
I
–Wert
9.
Fall 1:
m
I (G)
=
0,9
m
II (G)
=
1,3
m
III (G)
=
0,9
m
I (1)
=
1,0
10.
Fall 2:
10.1 Lage zum Grundwasser m
I
=
10.2 Sohlabdichtung
∆m
=
10.3 Sohlentwässerung
∆m
=
10.4 Oberflächenabdeckung
∆m
=

10.5 Oberflächenabdichtung
∆m=
10.6 Oberflächenableitung
∆m=
10.7 Art der Wasserzutritte
∆m=
10.8 Niederschlag
∆m=
10.9 Art der Einlagerung
∆m=
10.10 Volumen der Ablagerung
∆m=
10.11 Kontaminationsfläche
∆m=
10.12 Löslichkeit (Aggregatzustand)
∆m=
10.13 Art des Zuflusses
∆m=
m
I (2)
=
11.
Fall 3:
11.1
Erosionsfläche
m =
1,1 (ca. 500 m², keine Abdeckung)
Winderosion
Wassererosion
11.2
Körnung
∆m
=
- 0,3 (sandig-kiesig)
∆m
=
11.3
Windrichtung/Lage
∆m
=
±
0 (keine Hauptwindrichtung aber windexponierte Lage)
11.4
Hangneigung
∆m
=
11.5
Niederschlag
∆m
=
11.6
Fremdwasserzutritt
∆m
=
11.7
Löslichkeit/Aggregatzustand
∆m
=
m
I (3)(Wi)
=
0,8
m
I (3)(Wa)
=
m
I (3)
=
0,8
12.
Fall 4:
12.1
Überschwemmungshäufigkeit m =
12.2
Größe der überstauten
schadstoffbelasteten Fläche
∆m
=
12.3
Löslichkeit/Aggregatzustand
∆m
=
12.4
Fließgeschwindigkeit
∆m
=
m
I (4)
=
13.
Fall 5:
13.1
Flächengröße
m
I =
13.2
Niederschlag
∆m
=
13.3
Dampfdruck
∆m
=
m
I (5)
=
14.
Fall 6
14.1
Volumen der Ablagerung
m
I =
14.2
bzw. Fläche des Standortes
m
I =
14.3
Löslichkeit/Aggregatzustand
∆m
=
14.4 Fließgeschwindigkeit
∆m
m
I (6)
=

Schadstoffaustrag m
II
Bewertungsrelevante Sachverhalte
m
II
–Wert
15.
Fall 1:
15.1
Größe der Übergangsfläche
m
II
=
1,1 (ca. 100 m²)
15.2
Abstandsgeschwindigkeit
∆m
=
±
0 (ca. 1 m/d)
15.3
Sorbierbarkeit des Schadstoffes
∆m
=
- 0,1 (schwacher Tonanteil)
m
II (1)
=
1,0
16.
Fall 2:
16.1
Häufigkeit des Sickerwasserzutritts m
II
=
16.2
Sickerwassermenge
∆m
=
m
II (2)
=
17.
Fall 3:
17.1
Entfernung Schadherd/Gewässer
m
II
=
1,0 (geringe Entfernung)
Winderosion Wassererosion
17.2
Gefälle zum Gewässer
∆m
=
17.3
Abflusshindernisse
∆m
=
17.4
Größe der betroffenen
Gewässeroberfläche
∆m
=
±
0 (ca. 300 m²)
17.5
Vegetation
∆m
=
+ 0,1 (keine)
m
II (3)(Wi)
=
1,1
m
II (3)(Wa)
=
m
II (3)
=
1,1
18.
Fall 4:
m
II (4)
=
19.
Fall 5:
19.1
Zustand des Entwässerungssystems
m
II (5)
=
20.
Fall 6:
m
II (6)
=
Transport, Verhalten und Wirkung
im Oberflächenwasser m
III
Bewertungsrelevante Sachverhalte
m
III
-Wert
21.
Verdünnung
m
III
=
0,8 (hohe Verdünnung)
22.
Biologischer Abbau
∆m
=
- 0,2 (strömender Abfluß)
23.
oder Flüchtigkeit
∆m
=
Anteil an partikulären Schadstoffen
und Schwebstoffen im Gewässer
unerheblich bzw. lg Sc < 2
m
III (Wa.gel.)
=
0,6

24.
Vergleich Messwerte/Orientierungs-
werte für AL
m
III (öko)(Wa.gel.)
=
Anteil an Schwebstoffen
erheblich und lg Sc
2
Wasser (ges.)
Sediment
25.
Adsorption
∆m
=
∆m
=
Anteil an Schwebstoffen
bzw. partikulären Schadstoffen
erheblich
26.
Sedimentation
∆m
=
∆m
=
m
III (Wa ges.)
=
m
III (Sed.)
=m
III (Wa.)
=
0,6
27.
Vergleich Messwerte/Orientierungs-
werte für AL
m
III (öko.) (Wa ges..)
=m
III (öko) (Sed.)
=
m
III (öko) (Wa.)
=
Nutzung des Oberflächenwassers m
IV
m
IV
-Wert
28.
Nutzungsart
m
IV (Nutz.)
=
1,5 (TW-Schutzzone III)
oder
29.
Vergleich Messwerte/Orientierungswerte
m
IV (Mess.)
=
1,3 (<2,5 B;MKW)
m
IV
=
1,5

 
Berechnung der r
III
-Werte für das Schutzgut Oberflächenwasser
und des r
IV
-Wertes für das Schutzgut Mensch
1.
m
I
xm
II
für die relevanten Fälle:
m
I (1)
xm
II (1)
=
1,0 x
1,0
= 1,0
m
I (2)
xm
II (2)
=
m
I (3)
xm
II (3)
=
0,8 x
1,1
= 0,9
m
I (4)
xm
II (4)
=
m
I (5)
xm
II (5)
=
m
I (6)
xm
II (6)
=
(m
I
x m
II
)
max
=
1,0
2.
Ökotoxikologisches Risiko r
III
für Schutzgut Oberflächenwasser
2.1
Wasser
6,0 x
1,0
x
0,6
=
3,6
r
o (öko)
x (m
I
x m
II
)
max
x m
III (Wa)
=
r
III (öko) (Wa)
2.2
Sediment
r
o (öko)
x (m
I
x m
II
)
max
x m
III (Sed)
=
r
III (öko) (Sed)
3.
Humantoxikologisches Risiko r
IV
für Schutzgut Mensch
5,4 x
1,0
x
0,6 x 1,5 =
4,8
r
o (hum)
x (m
I
x m
II
)
max
x m
III (Wa)
x m
IV
=r
IV (hum) (Wa)

 
Bewertungsblatt KONTA Oberflächenwasser (Entwurf)
Altlastenkennziffer:
BN:
2
Bezeichnung der Fläche:
Gemeinde:
Altstandort Glashütte
Bezeichnung der Teilfläche oder
Art der Verdachtsfläche:
Altstandort
des Schadstoffherdes:
gesamte Altlast
Firma/Bearbeiter:
Bewertungsdatum:
23.11.2000
Bewertung weiterer Medien:
GW, Bo
Bewertung erfolgte nach Fall:
1, 3
O. Stoffgefährlichkeit
Bewertungsprofil des Risikos
r
0 (hum)
=
5,4
r
0 (öko)
=
6,0
0 1 2 3 4 5 6 7
I. Austrag + ll. Eintrag nachweisbar/möglich
r
0
(m
l
x m
ll
)
max
=
1,0
r
ll (hum)
=
5,9
r
ll (öko)
=
6,6
0 1 2 3 4 5678 9 10 11 12
IIl. Transport/Verhalten/Wirkung
r
Il
m
lll (Wa)
=
0,6
m
lll (Sed)
=
r
lll(hum)(Wa)
=
3,2
R
lll(Öko)(Wa)
=
3,6
r
lll (Öko)(Sed)
=
0 1 2 3 4 5678 9 10 11 12
IV. Bedeutung
r
lll
m
IV
=
1,5
r
IV
(hum)(Wa)
=
4,8
0 1 2 3 4 5678 9 10 11 12
Maßgebendes Risiko
r
lV
R
(Wa)
=
4,8
R
(Sed)
=
0 1 2 3 4 5678 9 10 11 12
Subjektives Risiko
R
R
subj.(Wa)
=
R
subj.(Sed)
=
0 1 2 3 4 5678 9 10 11 12
R
subj.
Priorisierung
nach:
R
(Wa)
= 4,8
Handlungsbedarf
nach:
R
(Wa)
= 4,8
E
2-3
Kommentar
BN
Durchführung einer Detailuntersuchung
1
E
1 – 2
2ABC
E
2 – 3
hu
öko

 
Beispiel 2: Altablagerung Altschotter – Historische Erkundung
Schematischer Profilschnitt
Längenmaßstab 1 : 200
Höhenmaßstab 1 : 100
Altschotterablagerung
Gleis DB AG
Glimmerschiefer
nach oben zersetzt
W
E
Fluß

 
ALTLASTENPROGRAMM DES LANDES SACHSEN – BEWERTUNGSFORMBLATT
- Oberflächenwasser
BEWERTUNGSFORMBLATT SCHUTZGUT Oberflächenwasser BEWEISNIVEAU:
1
Gemeinde
Altlastenkennziffer:
Standortbezeichnung:
Bahnhof
Art der Fläche:
Altablagerung
Teilflächennummer:
Bezeichnung d. Teilfläche*
*
o. d. Schadstoffherdes: Schüttplatz Alt-
schotter
Flurstück: **
Hoch-/Rechtswert: **
Bewertungsdatum:
24.11.2000
Firma:
Standort der Dokumentation:
Bewertung nach Fall:
2, 4
* Angabe erfolgt nur, wenn eine Aufteilung der Fläche erfolgt
** Angabe erfolgt für die Teilfläche bzw. die
Gesamtfläche
Bewertung bereits erfolgt:
Grundwasser: (
X
)
Boden: ( )
Luft: ( )
Stoffgefährlichkeit r
o
Bewertungsrelevante Sachverhalte
r
o
(hum)
r
o
(öko)
1. Branche bzw. Abfallarten
Gleisschotter
2. Betriebe aus der Umgebung, die mög-
licherweise abgelagert haben (nur AA)
Deutsche Bahn AG
3.
Konkrete Schadstoffe ...
MKW
4. Technologie (nur AS)
5. Schadstoffherde (nur AS) ...
6. Ablagerungs- bzw. Produktionsbeginn/
-ende
1950 - 1980
7.
Gemeindegröße bzw. Beschäftigtenzahl
8. Zu bewertendes Oberflächengewässer:
Bezeichnung:
Art:
Fließgewässer (
X
) Stehendes Gewässer ( )
r
o
(hum) =
2,3
r
o
(öko) =
-
Bemerkungen:
Schadstoffaustrag m
I
Bewertungsrelevante Sachverhalte
m
I
–Wert
9. Fall 1:
m
I (G)
=m
II (G)
= m
III (G)
=
m
I (1)
=
10.
Fall 2:
10.1
Lage zum Grundwasser
m
I
=
1,0
10.2 Sohlabdichtung
∆m
=
- 0,1 (keine wirksame Sperre)
10.3 Sohlentwässerung
∆m
=
- 0,1 (keine wirksame Sohlentwässerung)
10.4 Oberflächenabdeckung
∆m
=
±
0 (vorhanden)
10.5 Oberflächenabdichtung
∆m
=
±
0 (keine wirksame Oberflächenabdichtung)
10.6 Oberflächenableitung
∆m
=
- 0,1 (steile Oberflächengestaltung)

10.7 Art der Wasserzutritte
∆m=
+ 0,1 (Hangsickerwasser)
10.8
Niederschlag
∆m
=
±
0 (880 mm/a)
10.9
Art der Einlagerung
∆m
=
±
0 (lose über Kopf)
10.10 Volumen der Ablagerung
∆m
=
- 0,2 (ca. 500 m³)
10.11 Kontaminationsfläche
∆m
=
10.12 Löslichkeit (Aggregatzustand)
∆m
=
- 0,3 (löslich)
10.13 Art des Zuflusses
∆m
=
±
0 (ungehindert)
m
I (2)
=
0,3
11.
Fall 3:
11.1 Erosionsfläche
m =
Winderosion
Wassererosion
11.2
Körnung
∆m
=
∆m
=
11.3
Windrichtung/Lage
∆m
=
11.4
Hangneigung
∆m
=
11.5
Niederschlag
∆m
=
11.6
Fremdwasserzutritt
∆m
=
11.7
Löslichkeit/Aggregatzustand
∆m
=
m
I (3)(Wi)
=m
I (3)(Wa)
=m
I (3)
=
12.
Fall 4:
12.1
Überschwemmungshäufigkeit m =
1,0 (aller 1 – 3 Jahre)
12.2
Größe der überstauten
schadstoffbelasteten Fläche
∆m
=
- 0,2 (ca. 100 m²)
12.3
Löslichkeit/Aggregatzustand
∆m
=
±
0 (löslich)
12.4
Fließgeschwindigkeit
∆m
=
±
0 (gering)
m
I (4)
=
0,8
13.
Fall 5:
13.1
Flächengröße
m
I =
13.2
Niederschlag
∆m
=
13.3
Dampfdruck
∆m
=
m
I (5)
=
14.
Fall 6
14.1
Volumen der Ablagerung
m
I =
14.2
bzw. Fläche des Standortes
m
I =
14.3
Löslichkeit/Aggregatzustand
∆m
=
14.4
Fließgeschwindigkeit
∆m
=
m
I (6)
=

Schadstoffaustrag m
II
Bewertungsrelevante Sachverhalte
m
II
–Wert
15.
Fall 1:
15.1 Größe der Übergangsfläche
m
II
=
15.2 Abstandsgeschwindigkeit
∆m
=
15.3 Sorbierbarkeit des Schadstoffes
∆m
=
m
II (1)
=
16.
Fall 2:
16.1 Häufigkeit des Sickerwasserzutritts m
II
=
1,0 (häufiger Zufluß)
16.2 Sickerwassermenge
∆m
=
- 0,2 (gering)
m
II (2)
=
0,8
17.
Fall 3:
17.1
Entfernung Schadherd/Gewässer
m
II
=
Winderosion Wassererosion
17.2
Gefälle zum Gewässer
∆m
=
17.3
Abflusshindernisse
∆m
=
17.4
Größe der betroffenen
Gewässeroberfläche
∆m
=
17.5
Vegetation
∆m
=
m
II (3)(Wi)
=
m
II (3)(Wa)
=
m
II (3)
=
18.
Fall 4:
m
II (4)
=
19.
Fall 5:
19.1
Zustand des Entwässerungssystems
m
II (5)
=
20.
Fall 6:
m
II (6)
=
Transport, Verhalten und Wirkung
im Oberflächenwasser m
III
Bewertungsrelevante Sachverhalte
m
III
-Wert
21.
Verdünnung
m
III
=
0,8 (hohe Verdünnung)
22.
Biologischer Abbau
∆m
=
- 0,1 (Fließgewässer mit geringer Fließgeschwindigkeit)
23.
oder Flüchtigkeit
∆m
=
Anteil an partikulären Schadstoffen
und Schwebstoffen im Gewässer
unerheblich bzw. lg Sc < 2
m
III (Wa.gel.)
=
0,7

24.
Vergleich Messwerte/Orientierungs-
werte für AL
m
III (öko)(Wa.gel.)
=
Anteil an Schwebstoffen
erheblich und lg Sc
2
Wasser (ges.)
Sediment
25.
Adsorption
∆m
=
∆m
=
Anteil an Schwebstoffen
bzw. partikulären Schadstoffen
erheblich
26.
Sedimentation
∆m
=
∆m
=
m
III (Wa ges.)
=m
III (Sed.)
=
m
III (Wa.)
=
0,7
27.
Vergleich Messwerte/Orientierungs-
werte für AL
m
III (öko.) (Wa ges..)
=
m
III (öko) (Sed.)
=
m
III (öko) (Wa.)
=
Nutzung des Oberflächenwassers m
IV
m
IV
-Wert
28.
Nutzungsart
m
IV (Nutz.)
=
1,2 (Fischgewässer)
oder
29.
Vergleich Messwerte/Orientierungswerte
m
IV (Mess.)
=
m
IV
=
1,2

 
Berechnung der r
III
-Werte für das Schutzgut Oberflächenwasser
und des r
IV
-Wertes für das Schutzgut Mensch
1.
m
I
x m
II
für die relevanten Fälle:
m
I (1)
x m
II (1)
=
m
I (2)
x m
II (2)
=
0,3 x
0,8 = 0,2
m
I (3)
x m
II (3)
=
m
I (4)
x m
II (4)
=
0,8 x
1,0
= 0,8
m
I (5)
x m
II (5)
=
m
I (6)
x m
II (6)
=
(m
I
x m
II
)
max
=
0,8
2.
Ökotoxikologisches Risiko r
III
für Schutzgut Oberflächenwasser
2.1
Wasser
r
o (öko)
x (m
I
x m
II
)
max
x m
III (Wa)
=
r
III (öko) (Wa)
2.2
Sediment
r
o (öko)
x (m
I
x m
II
)
max
x m
III (Sed)
=
r
III (öko) (Sed)
3.
Humantoxikologisches Risiko r
IV
für Schutzgut Mensch
2,3 x
0,8
x
0,7 x 1,2 =
1,6
r
o (hum)
x (m
I
x m
II
)
max
x m
III (Wa)
x m
IV
=
r
IV (hum) (Wa)

 
Bewertungsblatt KONTA Oberflächenwasser (Entwurf)
Altlastenkennziffer:
BN:
1
Bezeichnung der Fläche:
Gemeinde:
Bezeichnung der Teilfläche oder
Art der Verdachtsfläche:
Altablagerung
des Schadstoffherdes:
Schüttplatz Altschotter
Firma/Bearbeiter:
Bewertungsdatum:
24.11.2000
Bewertung weiterer Medien:
GW
Bewertung erfolgte nach Fall:
2, 4
O. Stoffgefährlichkeit
Bewertungsprofil des Risikos
r
0 (hum)
=
2,3
r
0 (öko)
=
-
0 1 2 3 4 5 6 7
I. Austrag + ll. Eintrag nachweisbar/möglich
r
0
(m
l
x m
ll
)
max
=
0,8
r
ll (hum)
=
1,8
r
ll (öko)
=
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
IIl. Transport/Verhalten/Wirkung
r
Il
m
lll (Wa)
=
0,7
m
lll (Sed)
=
r
lll(hum)(Wa)
=
1,3
R
lll(Öko)(Wa)
=
r
lll (Öko)(Sed)
=
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
IV. Bedeutung
r
lll
m
IV
=
1,2
r
IV
(hum)(Wa)
=
1,6
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Maßgebendes Risiko
r
lV
R
(Wa)
=
1,6
R
(Sed)
=
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Subjektives Risiko
R
R
subj.(Wa)
=
R
subj.(Sed)
=
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
R
subj.
Priorisierung
nach:
R
(Wa)
= 1,6
Handlungsbedarf
nach:
R
(Wa)
= 1,6
B
Kommentar
BN
Kein weiterer Handlungsbedarf, Belassen
1
E
1 – 2
im Sächsischen Altlastenkataster
2ABC
E
2 – 3
hu

 
Beispiel 3: Altablagerung Schlammteich – Orientierende Untersuchung
Schematischer Profilschnitt
Längenmaßstab 1 : 2.000
Höhenmaßstab 1 :
500
Schlammteich
Auffüllung
Rotliegendes
W
E
Damm
Uranerz-Aufbereitungs-
schlämme

 
ALTLASTENPROGRAMM DES LANDES SACHSEN –
BEWERTUNGSFORMBLATT - Oberflächenwasser
BEWERTUNGSFORMBLATT SCHUTZGUT Oberflächenwasser BEWEISNIVEAU:
2
Gemeinde
Altlastenkennziffer:
Standortbezeichnung:
Schlammteich
Art der Fläche:
Altablagerung
Teilflächennummer:
Bezeichnung d. Teilfläche*
*
o. d. Schadstoffherdes:
Flurstück: **
Hoch-/Rechtswert: **
Bewertungsdatum:
27.11.2000
Firma:
Standort der Dokumentation:
Bewertung nach Fall:
6
* Angabe erfolgt nur, wenn eine Aufteilung der Fläche erfolgt
** Angabe erfolgt für die Teilfläche bzw. die
Gesamtfläche
Bewertung bereits erfolgt:
Grundwasser: (
X
)
Boden: ( )
Luft: (
)
Stoffgefährlichkeit r
o
Bewertungsrelevante Sachverhalte
r
o
(hum)
r
o
(öko)
1. Branche bzw. Abfallarten
Absetzbecken mit überdurchschnittlich kritischen
Gewerbe- und Industriebesatz
8. Betriebe aus der Umgebung, die mög-
licherweise abgelagert haben (nur AA)
SDAG Wismut
9.
Konkrete Schadstoffe ...
Arsen, Cadmium
10. Technologie (nur AS)
11. Schadstoffherde (nur AS) ...
12. Ablagerungs- bzw. Produktionsbeginn/
-ende
1957 - 1960
13.
Gemeindegröße bzw. Beschäftigtenzahl
8. Zu bewertendes Oberflächengewässer:
Bezeichnung:
Schlammteich
Art:
Fließgewässer () Stehendes Gewässer (
X
)
r
o
(hum) =
5,1
r
o
(öko) =
6,0
Bemerkungen:
Rückstände der Uraneraufbereitung (Aufbereitungsschlamm)
Schadstoffaustrag m
I
Bewertungsrelevante Sachverhalte
m
I
–Wert
9. Fall 1:
m
I (G)
=m
II (G)
= m
III (G)
=
m
I (1)
=
10.
Fall 2:
10.1
Lage zum Grundwasser
m
I
=
10.2 Sohlabdichtung
∆m
=
10.3 Sohlentwässerung
∆m
=

10.4 Oberflächenabdeckung
∆m=
10.5 Oberflächenabdichtung
∆m=
10.6 Oberflächenableitung
∆m=
10.7 Art der Wasserzutritte
∆m=
10.8 Niederschlag
∆m=
10.9 Art der Einlagerung
∆m=
10.10 Volumen der Ablagerung
∆m=
10.11 Kontaminationsfläche
∆m=
10.12 Löslichkeit (Aggregatzustand)
∆m=
10.13 Art des Zuflusses
∆m=
m
I (2)
=
11.
Fall 3:
11.1 Erosionsfläche
m =
Winderosion
Wassererosion
11.2
Körnung
∆m
=
∆m
=
11.3
Windrichtung/Lage
∆m
=
11.4
Hangneigung
∆m
=
11.5
Niederschlag
∆m
=
11.6
Fremdwasserzutritt
∆m
=
11.7
Löslichkeit/Aggregatzustand
∆m
=
m
I (3)(Wi)
=m
I (3)(Wa)
=m
I (3)
=
12.
Fall 4:
12.1
Überschwemmungshäufigkeit m =
12.2
Größe der überstauten
schadstoffbelasteten Fläche
∆m
=
12.3
Löslichkeit/Aggregatzustand
∆m
=
12.4
Fließgeschwindigkeit
∆m
=
m
I (4)
=
13.
Fall 5:
13.1
Flächengröße
m
I
=
13.2
Niederschlag
∆m
=
13.3
Dampfdruck
∆m
=
m
I (5)
=
14.
Fall 6
14.1
Volumen der Ablagerung
m
I
=
1,2 (ca. 50.000 m
3
)
14.2
bzw. Fläche des Standortes
m
I

14.3
Löslichkeit/Aggregatzustand
∆m
=
-0,1 (schwer löslich)
14.4
Fließgeschwindigkeit
∆m
=
± 0 (stehendes Gewässer)
m
I (6)
= 1,1
Schadstoffaustrag m
II
Bewertungsrelevante Sachverhalte
m
II
–Wert
15.
Fall 1:
15.1 Größe der Übergangsfläche
m
II
=
15.2 Abstandsgeschwindigkeit
∆m
=
15.3 Sorbierbarkeit des Schadstoffes
∆m
=
m
II (1)
=
16.
Fall 2:
16.1 Häufigkeit des Sickerwasserzutritts m
II
=
16.2 Sickerwassermenge
∆m
=
m
II (2)
=
17.
Fall 3:
17.1
Entfernung Schadherd/Gewässer
m
II
=
Winderosion Wassererosion
17.2
Gefälle zum Gewässer
∆m
=
17.3
Abflusshindernisse
∆m
=
17.4
Größe der betroffenen
Gewässeroberfläche
∆m
=
17.5
Vegetation
∆m
=
m
II (3)(Wi)
=
m
II (3)(Wa)
=
m
II (3)
=
18.
Fall 4:
m
II (4)
=
19.
Fall 5:
19.1
Zustand des Entwässerungssystems
m
II (5)
=
20.
Fall 6:
m
II (6)
= 1,0
Transport, Verhalten und Wirkung
im Oberflächenwasser m
III
Bewertungsrelevante Sachverhalte
m
III
-Wert
21.
Verdünnung
m
III
=
0,8 (hohe Verdünnung)
22.
Biologischer Abbau
∆m
=
± 0 (nicht möglich)

23.
oder Flüchtigkeit
∆m
=
Anteil an partikulären Schadstoffen
und Schwebstoffen im Gewässer
unerheblich bzw. lg Sc < 2
m
III (Wa.gel.)
=
24.
Vergleich Messwerte/Orientierungs-
werte für AL
m
III (öko)(Wa.gel.)
=
Anteil an Schwebstoffen
erheblich und lg Sc
2
Wasser (ges.)
Sediment
25.
Adsorption
∆m
=
- 0,1
∆m
=
+ 0,1
Anteil an Schwebstoffen
bzw. partikulären Schadstoffen
erheblich
26.
Sedimentation
∆m
=
- 0,2
∆m
=
+ 0,2
m
III (Wa ges.)
=
0,5
m
III (Sed.)
= 1,1
m
III (Wa.)
=
0,8
27.
Vergleich Messwerte/Orientierungs-
werte für AL
m
III (öko.) (Wa ges..)
=
m
III (öko) (Sed.)
=
m
III (öko) (Wa.)
=
Nutzung des Oberflächenwassers m
IV
m
IV
-Wert
28.
Nutzungsart
m
IV (Nutz.)
=
0,4 (keine Nutzung)
oder
29.
Vergleich Messwerte/Orientierungswerte
m
IV (Mess.)
=
m
IV
=
0,4

 
Berechnung der r
III
-Werte für das Schutzgut Oberflächenwasser
und des r
IV
-Wertes für das Schutzgut Mensch
1.
m
I
xm
II
für die relevanten Fälle:
m
I (1)
xm
II (1)
=
m
I (2)
xm
II (2)
=
m
I (3)
xm
II (3)
=
m
I (4)
xm
II (4)
=
m
I (5)
xm
II (5)
=
m
I (6)
xm
II (6)
=
1,1 x
1,0
= 1,1
(m
I
x m
II
)
max
=
1,1
2.
Ökotoxikologisches Risiko r
III
für Schutzgut Oberflächenwasser
2.1
Wasser
6,0 x
1,1
x
0,8
=
5,3
r
o (öko)
x (m
I
x m
II
)
max
x m
III (Wa)
=
r
III (öko) (Wa)
2.2
Sediment
6,0 x
1,1
x 1,1
=
7,3
r
o (öko)
x (m
I
x m
II
)
max
x m
III (Sed)
=
r
III (öko) (Sed)
3.
Humantoxikologisches Risiko r
IV
für Schutzgut Mensch
5,1 x
1,1
x
0,8 x 0,4 =
1,8
r
o (hum)
x (m
I
x m
II
)
max
x m
III (Wa)
x m
IV
=r
IV (hum) (Wa)

 
Bewertungsblatt KONTA Oberflächenwasser
Altlastenkennziffer:
BN:
2
Bezeichnung der Fläche:
Gemeinde
Schlammteich
Bezeichnung der Teilfläche oder
Art der Verdachtsfläche:
Altablagerung
des Schadstoffherdes:
gesamte Altlast
Firma/Bearbeiter:
Bewertungsdatum:
27.11.2000
Bewertung weiterer Medien:
GW; Bo
Bewertung erfolgte nach Fall:
6
O. Stoffgefährlichkeit
Bewertungsprofil des Risikos
r
0 (hum)
=
5,1
r
0 (öko)
=
6,0
0 1 2 3 4 5 6 7
I. Austrag + ll. Eintrag nachweisbar/möglich
r
0
(m
l
x m
ll
)
max
=
1,1
r
ll (hum)
=
5,6
r
ll (öko)
=
6,6
0 1 2 3 4 5678 9 10 11 12
IIl. Transport/Verhalten/Wirkung
R
Il
m
lll (Wa)
=
0,8
m
lll (Sed)
=
1,1
r
lll(hum)(Wa)
=
4,5
R
lll(Öko)(Wa)
=
5,3
r
lll (Öko)(Sed)
=
7,3
0 1 2 3 4 5678 9 10 11 12
IV. Bedeutung
R
lll
m
IV
=
0,4
r
IV
(hum)(Wa)
=
1,8
0 1 2 3 4 5678 9 10 11 12
Maßgebendes Risiko
r
lV
R
(Wa)
=
5,3
R
(Sed)
=
7,3
0 1 2 3 4 5678 9 10 11 12
Subjektives Risiko
R
R
subj.(Wa)
=
R
subj.(Sed)
=
0 1 2 3 4 5678 9 10 11 12
R
subj.
Priorisierung
nach:
R
(Sed)
= 7,3
Handlungsbedarf
nach:
R
(Sed)
= 7,3
E
2-3
Kommentar
BN
Detailuntersuchung
1
E
1 – 2
2ABC
E
2 – 3
hu
ök
öko
wa
öko-

 
A n l a g e n

 
Anlage 1
ALTLASTENPROGRAMM DES LANDES SACHSEN – BEWERTUNGSFORMBLATT
- Oberflächenwasser
BEWERTUNGSFORMBLATT SCHUTZGUT Oberflächenwasser BEWEISNIVEAU:
Gemeinde
Altlastenkennziffer:
.....................................................................
Standortbezeichnung:
.....................................................................................................
Art der Fläche:
...................................................................
Teilflächennummer:
Bezeichnung d. Teilfläche
*
o. d. Schadstoffherdes*:
Flurstück: .................................................................................. **
...................................................................................................
Hoch-/Rechtswert:
..................................../.............................**
Bewertungsdatum:
.................................................................
Firma:
Standort der Dokumentation:
Bewertung nach Fall/ Fälle:
* Angabe erfolgt nur, wenn eine Aufteilung der Fläche erfolgt
** Angabe erfolgt für die Teilfläche bzw. die
Gesamtfläche
Bewertung bereits erfolgt:
Grundwasser: ( )
Boden: ( )
Luft: ( )
Stoffgefährlichkeit r
o
Bewertungsrelevante Sachverhalte
r
o
(hum)
r
o
(öko)
1. Branche bzw. Abfallarten
............................................................................................
8. Betriebe aus der Umgebung, die mög-
licherweise abgelagert haben (nur AA) ............................................................................................
9. Konkrete Schadstoffe ...............................................................................................
10. Technologie (nur AS)
............................................................................................
11. Schadstoffherde (nur AS) ...............................................................................................
12. Ablagerungs- bzw. Produktionsbeginn/
-ende
...........................................................................................
13. Gemeindegröße bzw. Beschäftigtenzahl
8. Zu bewertendes Oberflächengewässer: ...........................................................................................
Bezeichnung:
.............................................................................................................................
Art:
Fließgewässer ( ) Stehendes Gewässer ( )
r
o
(um) =
r
o
(öko) =
Bemerkungen:
.....................................................................................................................
Schadstoffaustrag m
I
Bewertungsrelevante Sachverhalte
m
I
–Wert
9.
Fall 1:
m
I (G)
= ........ m
II (G)
= ........ m
III (G)
= ........ m
I (1)
= ........
10.
Fall 2:
10.10 Lage zum Grundwasser m
I
=
10.11 Sohlabdichtung
∆m
=
10.12 Sohlentwässerung
∆m
=

10.13 Oberflächenabdeckung
∆m=
10.14 Oberflächenabdichtung
∆m=
10.15 Oberflächenableitung
∆m=
10.16 Art der Wasserzutritte
∆m=
10.17 Niederschlag
∆m=
10.18 Art der Einlagerung
∆m=
10.10 Volumen der Ablagerung
∆m=
10.11 Kontaminationsfläche
∆m=
10.12 Löslichkeit (Aggregatzustand)
∆m=
10.13 Art des Zuflusses
∆m=
m
I (2)
=
11.
Fall 3:
11.1
Erosionsfläche
m =
Winderosion
Wassererosion
11.2
Körnung
∆m
=
∆m
=
11.3
Windrichtung/Lage
∆m
=
11.4
Hangneigung
∆m
=
11.5
Niederschlag
∆m
=
11.6
Fremdwasserzutritt
∆m
=
11.7
Löslichkeit/Aggregatzustand
∆m
=
m
I (3)(Wi)
=
m
I (3)(Wa)
=
m
I (3)
=
12.
Fall 4:
12.1
Überschwemmungshäufigkeit m =
12.2
Größe der überstauten
schadstoffbelasteten Fläche
∆m
=
12.3
Löslichkeit/Aggregatzustand
∆m
=
12.4
Fließgeschwindigkeit
∆m
=
m
I (4)
=
13.
Fall 5:
13.1
Flächengröße
m
I =
13.2
Niederschlag
∆m
=
13.3
Dampfdruck
∆m
=
m
I (5)
=
14.
Fall 6
14.1
Volumen der Ablagerung
m
I =
14.2
bzw. Fläche des Standortes
m
I =
14.3
Löslichkeit/Aggregatzustand
∆m
=
14.4 Fließgeschwindigkeit
∆m
m
I (6)
=

Schadstoffaustrag m
II
Bewertungsrelevante Sachverhalte
m
II
–Wert
15.
Fall 1:
15.1
Größe der Übergangsfläche
m
II
=
15.2
Abstandsgeschwindigkeit
∆m
=
15.3
Sorbierbarkeit des Schadstoffes
∆m
=
m
II (1)
=
16.
Fall 2:
16.1
Häufigkeit des Sickerwasserzutritts m
II
=
16.2
Sickerwassermenge
∆m
=
m
II (2)
=
17.
Fall 3:
17.1
Entfernung Schadherd/Gewässer
m
II
=
Winderosion Wassererosion
17.2
Gefälle zum Gewässer
∆m
=
17.3
Abflusshindernisse
∆m
=
17.4
Größe der betroffenen
Gewässeroberfläche
∆m
=
17.5
Vegetation
∆m
=
m
II (3)(Wi)
=
m
II (3)(Wa)
=
m
II (3)
=
18.
Fall 4:
m
II (4)
=
19.
Fall 5:
19.1
Zustand des Entwässerungssystems
m
II (5)
=
20.
Fall 6:
m
II (6)
=
Transport, Verhalten und Wirkung
im Oberflächenwasser m
III
Bewertungsrelevante Sachverhalte
m
III
-Wert
21.
Verdünnung
m
III
=
22.
Biologischer Abbau
∆m
=
23.
oder Flüchtigkeit
∆m
=
Anteil an partikulären Schadstoffen
und Schwebstoffen im Gewässer
unerheblich bzw. lg Sc < 2
m
III (Wa.gel.)
=

24.
Vergleich Messwerte/Orientierungs-
werte für AL
m
III (öko)(Wa.gel.)
=
Anteil an Schwebstoffen
erheblich und lg Sc
2
Wasser (ges.)
Sediment
25.
Adsorption
∆m
=
∆m
=
Anteil an Schwebstoffen
bzw. partikulären Schadstoffen
erheblich
26.
Sedimentation
∆m
=
∆m
=
m
III (Wa ges.)
=
m
III (Sed.)
=m
III (Wa.)
=
27.
Vergleich Messwerte/Orientierungs-
werte für AL
m
III (öko.) (Wa ges..)
=m
III (öko) (Sed.)
=
m
III (öko) (Wa.)
=
Nutzung des Oberflächenwassers m
IV
m
IV
-Wert
28.
Nutzungsart
m
IV (Nutz.)
=
oder
29.
Vergleich Messwerte/Orientierungswerte
m
IV (Mess.)
=
m
IV
=

Berechnung der r
III
-Werte für das Schutzgut Oberflächenwasser und des r
IV
-Wertes für
das Schutzgut Mensch
1.
m
I
xm
II
für die relevanten Fälle:
m
I (1)
xm
II (1) = ......... x ............ =
m
I (2)
xm
II (2) = ......... x ............ =
m
I (3)
xm
II (3) = ......... x ............ =
m
I (4)
xm
II (4) = ......... x ............ =
m
I (5)
xm
II (5) = ......... x ............ =
m
I (6)
xm
II (6) = ......... x ............ =
(m
I
x m
II
)
max
=
2.
Ökotoxikologisches Risiko r
III
für Schutzgut Oberflächenwasser
2.1
Wasser
...... x ................. x .......... x
=
r
o (öko)
x (m
I
x m
II
)
max
x m
III (Wa)
=r
III (öko) (Wa)
x m
III (öko) (Wa)
2.2
Sediment
...... x ................. x .......... x
=
r
o (öko)
x (m
I
x m
II
)
max
x m
III (Sed)
=
r
III (öko) (Sed)
x m
III (öko) (Sed)
3.
Humantoxikologisches Risiko r
IV
für Schutzgut Mensch
...... x ................. x .......... x ...... =
r
o (hum)
x (m
I
x m
II
)
max
x m
III (Wa)
x m
IV
=r
IV (hum) (Wa)

 
Anlage 2
Bewertungsblatt KONTA Oberflächenwasser
Altlastenkennziffer:
BN:
Bezeichnung der Fläche:
Gemeinde:
Bezeichnung der Teilfläche oder
Art der Verdachtsfläche:
des Schadstoffherdes:
Firma/Bearbeiter:
Bewertungsdatum:
Bewertung weiterer Medien:
Bewertung erfolgte nach Fall:
Grundwasser
Boden
Luft
O. Stoffgefährlichkeit
Bewertungsprofil des Risikos
r
0 (hum)
=
r
0 (öko)
=
0 1 23 4 56 7
I. Austrag + ll. Eintrag nachweisbar/möglich
r
0
(m
l
m
ll
)
max
=
r
ll (hum)
=
r
ll (öko)
=
0 1 2 3 4 5678 9 10 11 12
IIl. Transport/Verhalten/Wirkung
r
Il
m
lll (Wa)
=m
lll (Sed)
=
r
lll(hum)(Wa)
=
r
lll(öko)(Wa)
=
r
lll (öko)(Sed)
=
01 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
IV. Bedeutung
r
lll
m
IV
=
r
IV
(hum)(Wa)
=
0 1 2 3 4 5678 9 10 11 12
Maßgebendes Risiko
r
lV
R
(Wa)
=
R
(Sed)
=
0 1 2 3 4 5678 9 10 11 12
Subjektives Risiko
R
R
subj.(Wa)
=
R
subj.(Sed)
=
0 1 2 3 4 5678 9 10 11 12
R
subj.
Priorisierung
nach:
Handlungsbedarf
nach:
Kommentar
BN
1 E
1 – 2
2ABC
E
2 – 3

 
Anlage 3
Anlage 3.1
ERFASSUNG DER PROBEN- UND ANALYSENDATEN
(Anlage zum Bewertungsformblatt Oberflächenwasser)
Kennziffer:
Teilflächennummer:
Beweisniveau:
Beprobungsbeginn:
Beprobungsende:
Bezeichnung des Gewässers:
Parame-
ter-
Parameter- Proben-
Proben-
Meßwertan-
zahl
Max.
Ober-
Dimension
schlüssel
bezeich-
nung
material*
entnahme
art*
ge-
samt
krit./N
+
Meßwert
stromwert
x
(entspr. Para-
meterliste)
AEAs
Arsen
μg/l
AEPb
Blei
μg/l
AECd
Cadmium
μg/l
AECr
Chrom ges.
μg/l
AECu
Kupfer
μg/l
AENi
Nickel
μg/l
AEHg
Quecksilber
μg/l
AESe
Selen
μg/l
AEU
Uran
μg/l
AEZn
Zink
μg/l
AACNG
Cyanid,
ges.
μg/l
*
Abgestimmte Schlüssel innerhalb des Informationssystems von Sachsen
+
Als kritischer Wert ist hier die Überschreitung des Besorgniswertes mit Angabe der rele-
vanten Nutzung zu verstehen
Nutzung N:
AL = Aquatische Lebensgemeinschaft
TW = Trinkwasser
FI = Fischerei
BW = Bewässerungswasser
BA = Badewasser
x
Der durchschnittliche Oberstromwert kann angegeben werden, ist aber für die formale
Bewertung nicht erforderlich

ERFASSUNG DER PROBEN- UND ANALYSENDATEN
(Anlage zum Bewertungsformblatt Oberflächenwasser, Teil Sedimente)
Kennziffer:
Teilflächennummer:
Beweisniveau:
Beprobungsbeginn:
Beprobungsende:
Bezeichnung des Gewässers:
Parame-
ter-
Parameter- Proben-
Proben-
Meßwertan-
zahl
Max.
Ober-
Dimension
schlüssel
bezeich-
nung
material*
entnahme
art*
ge-
samt
krit./N
+
Meßwert
stromwert
x
(entspr.
Parameter-
liste)
AEPb
Blei
mg/kg TM
AECd
Cadmium
mg/kg TM
AECr
Chrom ges.
mg/kg TM
AECu
Kupfer
mg/kg TM
AENi
Nickel
mg/kg TM
AEHg
Quecksilber
mg/kg TM
AEZn
Zink
mg/kg TM
*
Abgestimmte Schlüssel innerhalb des Informationssystems von Sachsen
+
Als kritischer Wert ist hier die Überschreitung der Besorgniswerte zu verstehen
x
Der durchschnittliche Oberstromwert kann angegeben werden, ist aber für die formale
Bewertung nicht erforderlich

 
Anlage 3.2
Schlüsselverzeichnis zur Erfassung von Proben- und Analysendaten
Probenmaterial
WO
Oberflächenwasser
WF
Wasser aus Fließgewässern
WH
Wasser aus stehenden Gewässern
SF
Sediment aus Fließgewässern
SS
Sediment aus stehenden Gewässern
Probenentnahmeart
W.
Wasserprobe, allgemein
WM
Wassermischprobe
WV
Mischprobe über 24 h
WH
Schöpfprobe
WP
Pumpprobe
WF
Entnahme Vorfluter