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Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft
Freistaat
Sachsen
Grundlagen für eine Abrissförderung
Grundlagen für eine Abrissförderung im Rahmen der nachhaltigen
Ländlichen Entwicklung im Freistaat Sachsen

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Dresden, 02. August 2007
Wolfram Worm
Referat 34 - Ländliche Entwicklung
Folie 2
Gliederung
Projekthintergrund
Überblick über Fördermöglichkeiten in Sachsen
Abrissförderung und Erfahrungen anderer Bundesländer
Voraussichtlich benötigter Mittelbedarf
Anforderungen an eine nachhaltige Abrissförderung
Bewertung des Fördermodells für Abriss im Rahmen der ILE

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Folie 3
Projekthintergrund
Demografische Entwicklung und wirtschaftlicher Strukturwandel
Zunahme leer stehender Gebäude und Anlagen
geringere Auslastung der Infrastruktur

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Folie 4
Typische Brachen im Ländlichen Raum Sachsens
Ehemals landwirtschaftlich genutzte Gebäude (Ställe, Silos, u.ä.)
ehem. Schweinemastanlage in Helmsdorf bei Stolpen (Landkreis Sächsische Schweiz))
Foto: Entsiegelungsbörse,
http://www.lpv-osterzgebirge.de/neu/lpv1/entsiegstart.htm

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Folie 5
Typische Brachen im Ländlichen Raum Sachsens
Gewerbliche Brachen (ehemalige
Fabriken, Werkstätten, Lager u. ä.)
Gewerbliche Brache an der B96 in Neusalza-Spremberg (Landkreis Löbau-Zittau)

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Folie 6
Typische Brachen im Ländlichen Raum Sachsens
Ehemalige Herrenhäuser und Gutshöfe
!!! Denkmalschutz !!!
ehem. Herrenhaus in Boblitz bei Bautzen (Landkreis Bautzen)

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Folie 7
Typische Brachen im Ländlichen Raum Sachsens
Ehemalige Gasthöfe
ehem. Gasthof in Großschweidnitz (Landkreis Löbau-Zittau)

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Folie 8
Typische Brachen im Ländlichen Raum Sachsens
Wohn- und Geschäftshäuser
ehem. Wohn- und Geschäftshaus im Ortszentrum von Großpostwitz (Landkreis Bautzen)

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Folie 9
Typische Brachen im Ländlichen Raum Sachsens
Ehemalige Schulen
ehem. Schule Mückenhain (Gemeinde Horka, Niederschlesischer Oberlausitzkreis)

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Folie 10
Typische Brachen im Ländlichen Raum Sachsens
Ruinen
Ruine in Kodersdorf (Niederschlesischer Oberlausitzkreis)

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Folie 11
Projekthintergrund
Förderung von:
Abbruch nicht mehr sanierungs- oder umnutzungsfähiger Objekte,
Entsiegelungen,
Infrastrukturrückbau
= eine mögliche (nahe liegende) Entwicklungsmaßnahme
= gleichzeitig Beitrag zu:
nachhaltigen ländlichen Entwicklung,
Bodenschutz
Fachliche und rechtliche Grundlagen einer Abrissförderung
ermöglichen Bewertungen (Richtlinienentwurf)
geben Hinweise für Umsetzung (Priorisierung, Monitoring)
zeigen Entwicklungsperspektiven auf (z.B. Fondsfinanzierungen)

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Folie 12
FR-Regio (novelliert)
Arbeitsgelegenheiten (SGB II)
BSI (SGB III)
FR-Regio
REVOSax
RL ILE/2007
Überblick über Fördermöglichkeiten in Sachsen
Stadtentwicklung
VwV-Stadtentwicklung
VwV-StBauE
OP EFRE 2007-2013
Regionalentwicklung
Wirtschaftsförderung
Beschäftigungs-
förderung
Ländliche
Entwicklung
RL 25/2005
RL 55/00
RL 53/2000
GA-Infra
EPLR 2007-2013
31.12.2006 01.01.2007
OP EFRE 2007-2013
Darüber hinaus:
KfW-Förderdarlehen „Wohnraum Modernisieren“
Altlastenfreistellung (Umweltrahmengesetz, SächsABG)
SGB II / SGB III,
Bundesagentur für
Arbeit
ABM (SGB III)
Förderbereich
Informationsquelle

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Folie 13
Abrissförderung / Erfahrungen anderer Bundesländer
DE-Abrissförderung in 11 von 13 Flächenländern
i.d.R. im Zusammenhang mit anderen zuwendungsfähigen
Maßnahmen (Freilegung)
Umgang mit Leerstand / Verfall = aktuelles Thema in vielen BL
Schwerpunkte alte BL:
Reduzierung Flächenverbrauch, Innenentwicklung
Instrumente: Umnutzung, Sanierung, in Einzelfällen Abriss und
baulicher Ersatz
Initiativen: MELAP in BW, Dorf vital in BY, MELANIE im Saarland

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Folie 14
Abrissförderung / Erfahrungen anderer Bundesländer
Brandenburg, Sachsen-Anhalt: Modellprojekte
(Ziel: Sammeln von Erfahrungen mit Rückbaumaßnahmen)
Thüringen: Konzeption zur Flächenhaushaltspolitik
landesweite, aktuelle Brachflächenerfassung, statistische Auswertung
zahlreiche Forschungsprojekte
umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit
Förderrichtlinie zur Revitalisierung von Brachflächen (EFRE-
kofinanziert)

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Folie 15
Voraussichtlich benötigter Mittelbedarf
Ansatz: Abrissobjekte im LR x durchschnittliche Rückbaukosten
Anzahl Abrissobjekte im LR Sachsens?
zahlreiche Ansätze:
Kompensationsflächenkataster,
Brachflächenerhebung des RP Chemnitz,
LfUG-Projekt: innerörtliche Potenziale in 3 Städten des
Regierungsbezirkes Chemnitz,
Entsiegelungsbörse
aber
keine flächendeckenden, inhaltlich vereinheitlichten Daten
Empfehlungen:
zeitnahe Einrichtung eines flächendeckenden Brachflächenkatasters unter
Federführung des SMI
Inhalt, Umfang, Laufendhaltung analog RP Chemnitz bzw. Thüringen

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Folie 16
Voraussichtlich benötigter Mittelbedarf
Prognose des RP Chemnitz:
Grundlagen:
eigene Brachflächenerfassung,
Erfahrungswerte aus Städtebauförderung / Vollzug der FR-Regio
(durchschnittliche Rückbaukosten für 6 Objektgruppen, von LfL verifiziert)
Ergebnis:
ca. 80 Mio. Euro
(für 510 Dörfer bis 2.000 EW im LR des RB Chemnitz)
Hochrechnung auf Sachsen:
Grundlagen:
ausgewählte Kennzahlen der sächsischen Regierungsbezirke
(Fläche, EW, EW-Dichte, Gemeinden, Dörfer < 2.000 EW)
Zusatzinformationen
(z.B. höherer Anteil an Industriebrachen im RB Chemnitz)
Interpolationsansatz:
C : DD : L = 1 : 1 : 0,7
Ergebnis:
ca. 200 Mio. Euro
(geschätzter Mittelbedarf für ganz Sachsen)

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Folie 17
Anforderungen an eine nachhaltige Abrissförderung
Rechtskonformität
Erzielung nachhaltig positiver Wirkungen
Definition von Nachhaltigkeitszielen
Zuordnung von Indikatoren
Vorhabenspriorisierung
(Förder-)Zweckentsprechende Beihilfeform
Zielführende Zweckbindungsfrist und Zuwendungszweck
Regelungen zum Umgang mit Wertsteigerungen und Erlösen
Sicherstellung nachhaltig positiver Wirkungen (Folgenutzungen)

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Folie 18
Sicherung und
Weiterentwicklung
des ländlichen
Raumes
Einbindung von
Brachen in die Siedlungs-
entwicklung
Wohnqualität
und kulturelles Erbe
Bedarfsgerechte
Infrastruktur
Erhalt/Erhöhung der
Biodiversität
Reduzierung der
Flächenneuinanspruch-
nahme, Bodenschutz
Erzielung nachhaltig positiver Wirkungen
Verringerung der
Treibhausgasemission,
Klimaschutz
Stabilisierung/Verbesserung
des örtlichen Wirtschafts-
und Investitionsklimas
Schaffung und
langfristige Sicherung von
Beschäftigungs-
strukturen
Ressourcenschonende
Material- und
Stoffwirtschaft
Gewährleistung der
Sicherheit für Menschen,
Umwelt und Wirtschaft
Abriss,
Entsiegelungen,
IS-Rückbau

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Folie 19
Erzielung nachhaltig positiver Wirkungen
Zuordnung von Indikatoren - Beispiele
Nachhaltigkeitsziele
Indikatoren
Reduzierung der
Flächenneuinanspruch-
nahme, Bodenschutz
Bedarfsgerechte
Infrastruktur
Schaffung und
langfristige Sicherung von
Beschäftigungs-
strukturen
entsiegelte Fläche
von Versiegeglung frei gehaltene Fläche
Auslastungsgrad
eingesparte Planungs- und
Erschließungskosten
Betriebs-, Unterhaltungs- und
Sicherungskosten
Beitrags- und Gebührensätze
neue bzw. gesicherte Arbeitsplätze
Existenzgründungen
Bettenkapazität in Tourismusgebieten

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Folie 20
Erhalt/Erhöhung der
Biodiversität
Reduzierung der
Flächenneuinanspruch-
nahme, Bodenschutz
Verringerung der
Treibhausgasemission,
Klimaschutz
Ressourcenschonende
Material- und
Stoffwirtschaft
Sicherung und
Weiterentwicklung
des ländlichen
Raumes
Einbindung von
Brachen in die Siedlungs-
entwicklung
Wohnqualität
und kulturelles Erbe
Bedarfsgerechte
Infrastruktur
Erzielung nachhaltig positiver Wirkungen
Stabilisierung/Verbesserung
des örtlichen Wirtschafts-
und Investitionsklimas
Schaffung und
langfristige Sicherung von
Beschäftigungs-
strukturen
Gewährleistung der
Sicherheit für Menschen,
Umwelt und Wirtschaft
Vorhabenspriorisierung anhand
immer
aktueller Problemlagen

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Folie 21
Erzielung nachhaltig positiver Wirkungen
Priorisierungsschema (Vorschlag)
oder
höchste
Priorität
mittlere
Priorität
nach-
rangig
höchster und mittlerer Priorität nicht zuzuordnen
Rangfolgen innerhalb der Prioritätsstufen:
1.
Gesamtzahl an unterstützten Nachhaltigkeitszielen
2.
Berücksichtigung von Indikatorenwerten
3.
Ermessensentscheidungen (besonders positive Wirkungen sind zu
erwarten)
1.800
4
Stellen
+22%
Auslastung

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Folie 22
Zweckentsprechende Beihilfeform
Selbstläufer
Entwicklungsflächen
Entw.-Flächen
Reserveflächen
Umnutzungsflächen
0
2
10
Verwertungsdauer [Jahre]
0%
Erlöse minus Rückbaukosten
-25%
-50%
5
+10%
Grundsatz: wirtschaftlicher und sparsamer Einsatz öffentlicher Mittel
nicht
fördern
Bürgschaft,
öff.-rechtl.
Beteiligung
zinsver-
billigtes Darlehen,
Zinszuschuss
niedriger
Zuschuss
mäßiger
Zuschuss
hoher
Zuschuss
Maximalzuschuss
Stiftungen
Fonds
ab 2014?

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Folie 23
Zweckbindungsfrist und Zuwendungszweck
Zweckbindungsfristen dienen:
Steuerung (sachgerechter und nachhaltiger Fördermitteleinsatz)
Minimierung von Spekulationen und Mitnahmeeffekten
Problem:
Wirtschaftliche Verwertung
(z.B. bei fehlenden Nachnutzungskonzepten oder bei zeitlich nicht
planbarer Umsetzung eines Konzepts)
Rechtliche Vorgaben:
EU (ELER-VO): 5 Jahre
Sachsen (VwV-SäHO zu § 44): Zuwendungszweck und Dauer der
Zweckbindung sind im ZWB zu regeln
Empfehlungen:
Zuwendungszweck sollte mehrere Nachnutzungsoptionen beinhalten
mehr Flexibilität durch Ausschluss unerwünschter Nachnutzungen bei
gleichzeitiger Zulassung aller sonstigen Optionen

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Folie 24
Umgang mit Wertsteigerungen und Erlösen
Grundsatz:
keine Schlechterstellung von Trägern defizitärer Rückbauvorhaben
Empfehlung:
während angemessener Zweckbindungsfrist Anrechnung von Erlösen auf
zuwendungsfähige Kosten
Minderung der Zuwendung
Zwei Ansätze:
1.
Vorwegabzug fiktiver Erlöse
Zuwendung verringert sich von vornherein, später keine Rückzahlung
2.
Nachträglicher Abzug tatsächlicher Erlöse
zum Zeitpunkt des Entstehens (spätestens zum Ablauf der Zweckbindungsfrist)
Abzug der Erlöse von Kosten
Differenz zur Zuwendung ist zurückzuzahlen

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Folie 25
Umgang mit Wertsteigerungen und Erlösen
Empfehlung:
Variante 2 - nachträglicher Abzug tatsächlicher Erlöse
Vorteile
Nachteile
Variante 1
Vorwegabzug
fiktiver Erlöse
- finanzielle Planungssicherheit
- i.d.R. keine Rückzahlung
- kaum Spekulations-
möglichkeiten
- keine Bindung von Mitteln
- höheres Trägerrisiko
- mehr Finanzierungsbedarf
- erheblicher Verwertungsdruck
- Unsicherheit bei der
Zuwendungsbemessung
Variante 2
nachträglicher
Abzug
tatsächlicher
Erlöse
- Finanzierungsaufwand und
Trägerrisiko nur für Eigenanteil
- Darlehenswirkung
- geringer Verwertungsdruck
- exakte Zuwendungs-
bemessung
- Einnahmen
(Teil)Rückzahlung
- geringer Spekulations-
spielraum verbleibt
- Bindung von Mitteln

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Folie 26
Sicherstellung nachhaltig positiver Wirkungen
Zuwendungsrecht:
Auflagen und / oder Nebenbestimmungen zum Zuwendungsbescheid
Öffentliches Planungsrecht:
Bauplanungsrecht (F- und B-Pläne, Städtebauliche Gebote, Satzungen)
Planungsrecht nach Fachgesetzen (Planfeststellungsbeschlüsse,
Plangenehmigungen)
Öffentlich-rechtliche Festlegungen nach Fachgesetzen (z.B.
Schutzgebiete)
Zivilrecht:
beschränkte persönliche Dienstbarkeiten zugunsten des
Zuwendungsgebers
Empfehlungen:
Öffentliches Planungsrecht, vorzugsweise Bauleitplanung
mehr Sicherheit durch Kombination mit Auflagen und / oder
Nebenbestimmungen zum ZWB, keine Kombination mit Dienstbarkeiten

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Folie 27
Bewertung Abrissförderung im Rahmen der ILE
Erstes Angebot - Verbesserung der Agrarstruktur:
Fokus: bauplanerischer Außenbereich, Landschaftspflege, TG
Entsiegelungen als landschaftspflegerische Maßnahmen in Verfahren
nach FlurbG (wenn Verfahrenszweck dienlich)
spezieller Zuwendungsempfängerkreis (TG, deren
Zusammenschlüsse)
relativ hohe Zuschüsse (75 … 85 Prozent)
derzeit nur für 8,5 Prozent der Fläche Sachsens relevant
Wertung:
sehr spezielles (und somit beschränktes) Angebot
ermöglicht Realisierung stark defizitärer Vorhaben

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Folie 28
Bewertung Abrissförderung im Rahmen der ILE
Zweites Angebot – Siedlungsökologische Maßnahmen:
Fokus: Ortslagen (Innenbereich), Dorfentwicklung
Abbruch baulicher Anlagen / Flächenentsiegelungen / Rückbau
überdimensionierter, finanziell nicht tragbarer Infrastruktur
Voraussetzung:
Erhalt / Weiterentwicklung der orts- und regionaltypischen Siedlungs-
und Landschaftsstruktur und der ökonomischen Entwicklung
Zuwendungsempfänger:
alle wichtigen Akteure des LR Sachsens
Schwerpunktsetzung: Gebietskörperschaften und private Eigennutzer
Gebietskörperschaften / nichtgewerbliche Zusammenschlüsse:
60 … 70 Prozent Zuschuss (max. 80.000 Euro)
Natürliche Personen / Unternehmen:
40 … 50 Prozent Zuschuss (max. 80.000 Euro)

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Folie 29
Bewertung Abrissförderung im Rahmen der ILE
Wertung:
Anerkennung als eigenständige ländliche Entwicklungsmaßnahme
(Entkopplung von zuwendungsfähigen Folgemaßnahmen),
Zuwendungsvoraussetzungen repräsentieren die wesentlichsten
Nachhaltigkeitsziele der ländlichen Entwicklung
Öffnungsklausel für kommunale Antragsteller ermöglicht wirtschaftliche
Verwertung während der Zweckbindungsfrist
angemessene Zweckbindungsfrist (10 Jahre)
Anrechnung von Erlösen erst zum Zeitpunkt deren Entstehung
scheinbar angemessene Konditionen (Fördersätze, -obergrenzen)
Empfehlungen:
Programm begleitendes Monitoring hinsichtlich Fördersätze, Förderober-
grenzen und Prioritätensetzung bei den Zuwendungsempfängern
ggf. nachjustieren

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Folie 30
Vielen Dank für Ihre
Aufmerksamkeit!
Entsiegelung
Abriss
Ortseingang Nieschütz (Gemeinde Diera-Zehren)
Foto: ALE Kamenz
Berbersdorf (Gemeinde Striegistal)