Landestalsperrenverwaltung Sachsen,
Betrieb Spree/Neiße
Redynamisierung Spree – Querbauwerke Neudorf
Anhebung Straßendamm K 7211 (M17)
Baugrundvoruntersuchung (BVU)
Geotechnischer Bericht
Planungsgesellschaft Scholz + Lewis mbH
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Inhaltsverzeichnis
1.
Veranlassung und Aufgabenstellung ........................................................................ 2
2.
Unterlagen ............................................................................................................... 2
3.
Örtliche Verhältnisse ................................................................................................ 3
3.1
Lage und Topographie ............................................................................................. 3
3.2
Geologie, Hydrogeologie .......................................................................................... 4
4.
Untersuchungsprogramm ......................................................................................... 4
4.1
Geotechnische Kategorie ......................................................................................... 4
4.2
Felduntersuchungen ................................................................................................ 5
4.3
Probenahme und Laboruntersuchungen .................................................................. 5
5.
Untersuchungsergebnisse ....................................................................................... 6
5.1
Allgemeiner Schichtenaufbau ................................................................................... 6
5.2
Felduntersuchungen ................................................................................................ 6
5.3
Bodenmechanische Laboruntersuchungen .............................................................. 7
5.4
Chemische Laboruntersuchungen............................................................................ 8
5.5
Bodenklassifikation und Homogenbereiche.............................................................. 8
5.6
Bodenkennwerte .................................................................................................... 10
6.
Baugrundbeschreibung .......................................................................................... 11
7.
Hinweise und Empfehlungen .................................................................................. 12
7.1
Straßenneubau ...................................................................................................... 12
7.2
Durchlass Fischotter .............................................................................................. 14
7.3
Wiederverwendung Bodenaushub ......................................................................... 16
8.
Schlussbemerkungen ............................................................................................. 17
Abkürzungsverzeichnis ........................................................................................................ 18
Anlagenverzeichnis .............................................................................................................. 19
Abbildungsverzeichnis ......................................................................................................... 19
Verzeichnis der Normen, Regelwerke und Empfehlungen ................................................... 20

 
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1.
Veranlassung und Aufgabenstellung
Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen, vertreten durch den Betrieb
Spree/ Neiße, plant die Renaturierung der Spree in Verbindung mit einer Herstellung der
ökologischen Durchgängigkeit unterhalb der Mündung des Löbauer Wassers zwischen Lö-
mischau und Neudorf. Für das Vorhaben liegt die wasserrechtliche Genehmigung mit dem
Planfeststellungsbeschluss vom Sommer 2017 vor.
Der geplante Umbau der Querbauwerke Neudorf ruft eine größere Betroffenheit der Kreis-
straße K 7211 zwischen Halbendorf/Spree und Neudorf/Spree westlich der Kaupe hervor.
Um diese zusätzliche Hochwassergefährdung durch das Vorhaben zu kompensieren, wird
eine Anhebung der Straßengradiente notwendig. Auf Grund der zentralen Bedeutung der
Straßenverbindung für die gemeinsame Ortsfeuerwehr Halbendorf/Neudorf
1
soll diese in
diesem Zusammenhang über das HQ(100)-Wasserspiegellagenniveau auf eine Mindesthö-
he von 139,60 m NHN angehoben werden. Die Länge des geplanten Straßenausbaus be-
trägt ca. 220 m. Im Zuge der Veränderung der Kreisstraße wird auch der Neubau des vor-
handenen Durchlasses für den von Westen zufließenden Graben notwendig. Dieser ist für
Fischotter durchgängig auszubilden.
Für die Planungen war eine Baugrundvoruntersuchung (BVU) gemäß DIN EN 1997-2 in
Verbindung mit DIN 4020 einschließlich der dazu erforderlichen Feld- und Laborarbeiten er-
forderlich. Die Ergebnisse der Erkundung waren in einem Geotechnischen Bericht nach
DIN 4020 auszuwerten, zu beschreiben und darzustellen.
Der geotechnische Bericht sollte aussagefähige Angaben zu den Baugrund- und Grundwas-
serverhältnissen, ggf. bestehenden Schadstoffbelastungen, zur Einteilung der Böden in Ho-
mogenbereiche gemäß DIN 18300 und DIN 18311 sowie Empfehlungen für die Ausführung
der geplanten Baumaßnahmen enthalten.
Die Planungsgesellschaft Scholz+Lewis mbH wurde von der Landestalsperrenverwaltung
Sachsen, Betrieb Spree/ Neiße, im Rahmen der Planungen mit der Ausführung der Leistun-
gen zur geotechnischen Erkundung beauftragt.
2.
Unterlagen
/U 1/ Planungsgesellschaft Scholz + Lewis mbH:
Geotechnische Erkundung und Beurteilung Maßnahmen M 1 bis M 12 - Redynamisie-
rung Spree, Beschreibung der Homogenbereiche, 02/2018
/U 2/ Planungsgesellschaft Scholz + Lewis mbH:
Geotechnische Erkundung und Beurteilung Maßnahmen M 1 bis M 11 - Redynamisie-
rung Spree im Bereich des Biosphärenreservates Oberlausitzer Heide- und Teich-
landschaft“, 06/2015
/U 3/ Planungsgesellschaft Scholz + Lewis mbH:
„Redynamisierung Spree, Querbauwerke Neudorf“, Geotechnischer Bericht 10/2018
/U 4/ Planungsgesellschaft Scholz + Lewis mbH:
„Redynamisierung Spree, Querbauwerke Neudorf“, Maßnahmen M10, M15, M16,
M17 und M18, Lesefassung Entwurfsplanung 03/2020
1
Die Fahrzeuge der Feuerwehr stehen in Neudorf. Die Löschwasserentnahmestelle ist in Halbendorf.

image
image
 
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/U 5/ Geologische Karte des Königreiches Sachsen:
Blatt 4753 Baruth-Neudorf, M 1:25.000, 1.Auflage mit Erläuterungen, 1893
/U 6/ Geologische Karte der eiszeitlich bedeckten Gebiete von Sachsen:
Blatt 2570 Niesky, M 1:50.000, 1. Auflage, Sächsisches Landesamt für Umwelt und
Geologie, Freiberg 1999
/U 7/ Hydrogeologische Karte:
Nr. 1211-1/2, Blatt Weißenberg / Niesky, M 1:50.000, Zentrales Geologisches Institut
der DDR, Berlin 1984
/U 8/ Lithofazieskarte Quartär:
Blatt 2570/2571 Niesky/Zodel, M 1:50.000, Zentrales Geologisches Institut der DDR,
Berlin 1969/1970
/U 9/ Prinz, H., Strauß, R.:
“Abriss der Ingenieurgeologie“, Spektrum Akademischer Verlag, 4. Auflage,
München, 2006
3.
Örtliche Verhältnisse
3.1
Lage und Topographie
Das Untersuchungsgebiet befindet sich im Landkreis Bautzen innerhalb des FFH- und Vo-
gelschutzgebietes Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Die Lage
des Untersuchungsgebietes geht aus dem Übersichtsplan der Anlage 1 hervor.
Der betroffene Abschnitt der K 7211(M 17) befindet sich etwa 750 m nördlich der Ortslage
Halbendorf/Spree. Das Untersuchungsgebiet ist durch einen Altarm der Hauptspree sowie
die dazugehörige Kaupe im Osten sowie landwirtschaftliche Nutzflächen im Westen geprägt.
Die Geländehöhen des Abschnittes liegen zwischen 140,53 m NHN und 138,87 m NHN. Die
Höhen fallen im mittleren Maßnahmenbereich bzw. mit zunehmender Nähe zum Altarm ab.
Abbildung 3-1: K 7211, Blickrichtung Südost
Abbildung 3-2: K 7211, Blickrichtung Norden

 
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3.2 Geologie, Hydrogeologie
Regionalgeologisch betrachtet, liegt das Untersuchungsgebiet im Bereich des Lausitzer Ur-
stromtals (Teil des Breslau-Magdeburger Urstromtales), welches im Zuge der Saalekaltzeit
(Warthestadium) entstanden ist.
Gemäß der Kartendarstellung in /U 6/ befinden sich der Untersuchungsabschnitt am Rande
der Aueniederung der Spree. Demnach stehen oberflächennah pleistozäne fluviatile Ablage-
rungen in Form von Sanden
(
f
Q
Pl
)
an. In der älteren geologischen Karte Section Baruth-
Neudorf /U 5/ sind im Untersuchungsgebiet oberflächennah vorwiegend pleistozäne Talsan-
de dargestellt. Weiterhin sind räumlich begrenzt, holozäne Flugsandablagerungen (umgela-
gerte weichselkaltzeitliche Talsande) und Moorbildungen (Torf) dargestellt. Bereiche mit Au-
elehmbildungen sind in beiden Kartendarstellungen im Untersuchungsgebiet nicht vorhan-
den. Auch nach der Darstellung der Lithofazieskarte Quartär /U 8/ steht oberflächennah
ausschließlich Sand an. Es ist somit davon auszugehen, dass kein flächenhaft verbreiteter
Auelehm vorhanden ist. Die weichselkaltzeitlichen Sande werden großflächig von einer els-
terkaltzeitlichen Grundmoräne unterlagert. Teilweise liegen dieser Grundmoräne noch kiesi-
ge fluviatile Ablagerungen auf. Die Oberkante der Grundmoräne kann nach den Darstellun-
gen in /U 8/ nicht eindeutig für das Untersuchungsgebiet festgelegt werden, dürfte jedoch
zwischen ca. 110 m NHN und 130 m NHN liegen. Die holozänen Bildungen in der Spreeaue
werden lateral durch weichselkaltzeitliche Tal- und Flug- bzw. Dünensande begrenzt.
Die Basis des quartären Schichtenkomplexes liegt in etwa bei ca. 100 m NHN. Im Liegenden
der quartären Schichten folgen tertiären Bildungen des Miozäns (Sande, Schluffe, Tone).
In den Rand- und Sohlbereichen der Spreealtarme ist erfahrungsgemäß mit dem Auftreten
organischer und humoser Böden zu rechnen. Bedingt durch die Spreebegradigung, den
Deichbau, die Verlegung von Leitungsquerungen sowie angrenzende Geländeregulierungs-
und Wegebaumaßnahmen sind die natürlich anstehenden Lockergesteine teilweise durch
anthropogene Auffüllungen überdeckt bzw. mit diesen ausgetauscht worden.
Die hydrogeologischen Verhältnisse in der Spreeaue sind durch den Vorfluter Spree ge-
prägt. Die Grundwasserführung ist im Wesentlichen an den GWL1 (S3n-Ho) gebunden. Der
GWL 1 wird teilweise von den Grundwasserleitern GWL 2 (S1n) und GWL 4 (E1n-E2v) un-
terlagert. Gemäß den Darstellungen der hydrogeologischen Karte /U 7/ besteht im Untersu-
chungsgebiet zwischen den Grundwasserleitern GWL1, GWL 2 und GWL 4 größtenteils ei-
ne hydraulische Verbindung. Die Mächtigkeit des quartären grundwasserleitenden Komple-
xes ist in /U 7/ mit 2 m - 10 m, vereinzelt aber auch > 20 m, angegeben.
Die hydraulische Leitfähigkeit im GWL1 beträgt gemäß /U 7/ etwa 1 x 10
-4
bis 1 x 10
-3
m/s.
Die Grundwasserfließrichtung ist nach Norden gerichtet. Auf Grund des fehlenden Hangend-
stauers sind keine gespannten Grundwasserverhältnisse zu erwarten.
4.
Untersuchungsprogramm
4.1 Geotechnische Kategorie
Die geplanten Baumaßnahmen sind vorerst, da der Grundwasserstand höher als die Bau-
grubensohle liegt, der Geotechnischen Kategorie 2 nach DIN 4020 zugeordnet worden.
Demnach sind für die Beurteilung der Baugrund- und Grundwasserverhältnisse direkte Auf-
schlüsse sowie bodenmechanische Laboruntersuchungen auszuführen.

 
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4.2 Felduntersuchungen
Im Rahmen der Erkundungsarbeiten wurden direkte (Rammkernsondierungen – RKS) und
indirekte (Rammsondierungen – DPL) geotechnische Aufschlüsse ausgeführt. Insgesamt
wurden 4 RKS und 2 DPL bis 3 m Tiefe abgeteuft.
Alle Aufschlüsse sind in den Lageplänen der Anlage 2 dargestellt worden.
Die Tabelle 4-1 enthält eine Aufstellung aller Aufschlüsse mit Angaben zur Lage sowie den
Erkundungstiefen.
Tabelle 4-1: Übersicht der geotechnischen Aufschlüsse M 17
Aufschluss
Ansatzhöhe
Lagekoordinaten
Tiefe
Station
m NHN
Rechtswert
Hochwert
(m u. GOK)
RKS 1
139.19
468526.1
5683741.5
3,00
0+060
RKS 2
138,92
468527.0
5683708.7
3,00
0+090
RKS 3
138.83
468531.8
5683683.1
3,00
0+120
DPL 1 (RKS 3)
138.83
468531.8
5683683.1
3,00
0+120
RKS 4
139.48
468570.0
5683638.5
3,00
0+180
DPL 2 ( RKS 4)
139.48
468570.0
5683638.5
3,00
0+180
Die Ergebnisdarstellung der Feldarbeiten im Bereich der K 7211 sind in Anlage 3 enthalten.
Die Ausführung der Rammkernsondierungen und Rammsondierungen sowie das Einmessen
der Aufschlüsse erfolgten durch die Planungsgesellschaft Scholz+Lewis mbH im Zeitraum
vom 19.03. bis 24.03.2020.
4.3 Probenahme und Laboruntersuchungen
Im Rahmen der Erkundungsarbeiten wurden Proben von anthropogenen und geogenen Bö-
den sowie Straßenasphalt untersucht. Die nachfolgende Tabelle 4-2 enthält eine Übersicht
der entnommenen Asphalt-, Tragschicht- und Bodenproben.
Tabelle 4-2: Übersicht Probenahme und ausgeführte Laboruntersuchungen
Schicht
Probe
bodenmechanische
Laboruntersuchung
Proben
chemische
Laboruntersuchung
Asphalt
-
M17-MP-Asphalt
(RKS 1 - RKS 4)
RuVA-StB 01 (PAK, Phenol)
Schotter-
tragschicht
RKS 1 – P1
-
M17-MP-STS
Mindestuntersuchungsprogramm
nach LAGA TR Boden (2004), Tab.
II.1.2-1: im Feststoff und Eluat bei
Z0-Überschreitung
RKS 2 – P1
-
RKS 3 – P1
-
RKS 4 – P1
-
Sande
RKS 1 – P2
-
M17-MP-Sande
RKS 2 – P2
-
RKS 3 – P3
-
RKS 3 – P4
-
RKS 4 – P2
Kornverteilung
RKS 1 – P3
Kornverteilung
-

 
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Die bodenmechanischen Laboruntersuchungen sind von der Planungsgesellschaft
Scholz+Lewis mbH ausgeführt worden. Die chemischen Laboruntersuchungen erfolgten im
Labor der Wessling GmbH.
5.
Untersuchungsergebnisse
5.1 Allgemeiner Schichtenaufbau
Aus den durchgeführten Aufschlüssen ist der in der Tabelle 5-1 aufgeführte allgemeine
Schichtenaufbau abgeleitet worden. Die Schichtenbezeichnungen orientieren sich an dem
Schichtenmodell aus /U 1/.
Tabelle 5-1: Allgemeiner Schichtaufbau
Schicht
Bezeichnung
DIN 4023
Bodengruppe
DIN 18196
Mächtigkeit
[m]
Bemerkungen
S 1: Auffüllungen
S 1.2
gemischtkörnig
[G, ± s, ±u]
[GU]
bis 0,25
Schottertragschicht
S 2: feinkörnige Böden
(> 40 % Massenanteil < 0,06 mm)
S 2.1
leicht- bis mittel-
plastischer (Aue-)
Schluff/ Ton
T/U
± s, g’
UL-TL
bis 0,30
nur in RKS 3
S 3: gemischtkörnige Böden
(5-40 % Massenanteil < 0,06 mm)
S 3.2
Auesande,
nicht plastisch
S, ± u (± g)
SU-SU*
bis 1,50
Lagerung: mitteldicht
S 4: grobkörnige Böden
(< 5 % Massenanteil < 0,06 mm)
S 4.1
Sande
S ± g
SE (SU -SW)
bis 2,60
Lagerung: mitteldicht
Erläuterungen:
Bodenart in Klammern; tritt nicht oder nur untergeordnet auf
5.2 Felduntersuchungen
Rammkernsondierungen (RKS)
Die Ergebnisse der RKS sind als Bohrprofile nach DIN 4023 in Anlage 3.1 und dargestellt.
Rammsondierungen (DPL)
Die Auswertung der leichten Rammsondierungen (DPL) erfolgte unter Einbeziehung der Er-
gebnisse der Schlüsselbohrungen. Die Rammdiagramme sind in Anlage 3.2 dargestellt. Eine
Übersicht über die Ergebnisse der Rammsondierungen sowie die Zuordnung zu den jeweili-
gen Rammkernsondierungen (RKS) ist in der Tabelle 5-2 enthalten.

 
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Tabelle 5-2: Zusammenhang von Lagerungsdichte und Schlagzahl N
10
DPL
Schicht
DPL
GW
Tiefe
(m)
Schlagzahl
N
10
Schlagzahl
Ø N
10
Lagerungsdichte*
I
D
Wertebereich
Lagerungsdichte*
Ø I
D
S 4.1
DPL 1
(RKS 3)
ü
0,70 – 1,90
14 – 25
19,50
0,45 – 0,51, md
0,48 md
u
1,90 – 2,60
10 – 13
11,14
0,44 – 0,47, md
0,45 md
2,80 – 3,00
13 – 16
14,50
0,47 – 0,49, md
0,47 md
DPL 2
(RKS 4)
ü
0,40 – 1,00
13 – 28
17,33
0,44 – 0,53, md
0,47 md
1,00 – 1,50
5 – 10
7,6
0,33– 0,41, lo - md
0,38 md
u
2,60 – 3,00
14 – 18
15,25
0,47 – 0,50 md
0,48 md
* slo – sehr locker, lo – locker, md – mitteldicht, d – dicht, n. a. = nicht auswertbar
Die Angaben zur Lagerungsdichte für die Sande und Kiese wurden aus den Beispielen in
Anhang G DIN EN 1997-2 /R 28/ abgeleitet:
-
enggestufte Sande (C
u
3) über Grundwasser – S 4.1
I
D
= 0,15 + 0,260 lg N
10
-
enggestufte Sande (C
u
3) unter Grundwasser – S 4.1
I
D
= 0,21 + 0,230 lg N
10
Die Auswertung der Rammsondierungen ergab für die Sande der Schicht S 4.1 oberhalb
und unterhalb des Grundwasserspiegels im Mittel eine mitteldichte Lagerung. Die in der DPL
2 festgestellte lockere Lagerung beschränkt sich auf einen Bereich von 10 cm.
5.3 Bodenmechanische Laboruntersuchungen
Die Ergebnisse der bodenmechanischen Laboruntersuchungen sind in der Anlage 4 enthal-
ten.
Die Proben für die Bestimmung der Kornverteilungen wurden aus unterschiedlichen Boden-
schichten entnommen. Insgesamt wurde an 2 Bodenproben die Kornverteilung bestimmt.
Die Ergebnisse der untersuchten Proben bestätigen die Feldansprache. Die anhand der
Kornverteilungen ermittelte Durchlässigkeit und Kenngrößen sind in der nachfolgenden Ta-
belle 5-3 dargestellt.
Tabelle 5-3: Kenngrößen der Kornverteilungen
Aufschluss
Probe
Schicht
DIN
18196
C
U
d
<0,063 mm
d
10
d
20
k
f
n. BEYER
k
f
n. USBR
[ - ]
[%]
[mm]
[mm]
[m/s]
[m/s]
RKS 1
P 3
S 4.1
SE
3,4
3,73
0,106
0,200
1,0 x 10
-4
--
RKS 4
P 2
S 4.1
SE
2,9
0,25
0,135
0,237
1,8 x 10
-4
--
Gemäß DIN 18130 können die untersuchten Böden der Schicht S 4.1 als stark durchlässig
charakterisiert werden.

 
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5.4 Chemische Laboruntersuchungen
Untersuchungen nach LAGA TR Boden
Die Untersuchung des Tragschichtmaterials (MP-STS) und einer Bodenmischprobe der
Schicht S 4.1 (MP-Sande) erfolgte am Feststoff und teils am Eluat. Zur Bewertung wurden
die Zuordnungswerte aus Tabelle II.1.2.-2 (Feststoff) und Tabelle II.1.2-3 (Eluat) der TR
LAGA Boden herangezogen. Die Untersuchungsprotokolle sowie die Bewertungen der Er-
gebnisse sind in der Anlage 5.1 enthalten und in der Tabelle 5-4 aufgeführt.
Tabelle 5-4 Bewertungsergebnisse LAGA TR Boden
Probe
Schicht
Materialbeschreibung
Zuordnung LAGA TR Boden
MP-STS
S 1.2
Schottertragschicht unter Asphalt,
km 0+000 – 0+222
Einbauklasse 2 (≤ Z 2), Kohlenwasserstoffe,
PAK, und TOC im Feststoff
MP-Sande
S 4.1
Auesande unter Schottertragschicht
Einbauklasse 1 (≤ Z 1), TOC im Feststoff
Untersuchungen bituminöse Tragschichten (Asphalt)
Grundlage für die Untersuchung der bituminösen Tragschichten sind die Bestimmungen der
RuVA-StB 2001 - Fassung 2005, /R 40/.
In der untersuchten Asphaltmischprobe MP-Asphalt wurden keine erhöhten PAK-Gehalte im
Feststoff nachgewiesen. Die PAK-Gehalte lagen unter dem zulässigen Wert von 25 mg/kg
für die Verwertungsklasse A. Der Phenolindex liegt unter dem Grenzwert von 0,1 mg/l für die
Verwertungsklasse A. Auf Basis der Untersuchungsergebnisse wird folgende Einteilung vor-
genommen:
-
Bituminöse Tragschicht, km 0+000 bis 0+222:
Verwertungsklasse A
5.5 Bodenklassifikation und Homogenbereiche
Auf Grundlage der geotechnischen Erkundung erfolgte in der nachfolgenden Tabelle 5-5 ei-
ne Bodenklassifikation gemäß DIN 18196 (Bodengruppen) und ZTVE-StB 17 (Frostempfind-
lichkeitsklassen) sowie eine Einteilung in Homogenbereiche gemäß DIN 18300 und
DIN 18311. Die Einteilung in Homogenbereiche richtet sich dabei auch nach /U 1/ und /U 3/.
Tabelle 5-5 Bodenklassifikation
Schicht
Bezeichnung
Bodengruppe
DIN 18196
Homogen-
bereich
Frostempfindlichkeit
ZTVE-StB 17
S 1.2
Auffüllung gemischtkörnig mit
grobkörnigen Eigenschaften
[GU]
A2
F 2
S 2.1
leicht- bis mittelplastischer (Aue-)
Schluff/ Ton
UL - TL
B
F 3
S 3.2
Auesande,
nicht plastisch
SU-SU*
C
F 2 – (F3)
S 4.1
Sande
SE (SU -SW)
F 1
Die Tabelle 5-6 beinhaltet die Kennwerte der Homogenbereiche A2, B und C. Diese Kenn-
werte beruhen auf den Ergebnissen der Feld- und Laborarbeiten sowie Erfahrungswerten
(
kursiv
). Bei der Festlegung der Kennwerte sind ebenfalls die Angaben aus /U 1/ berücksich-
tigt worden.

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Tabelle 5-6: Homogenbereiche gemäß DIN 18300 und DIN 18311
Parameter
Homogenbereiche (HOM)
A2
B
C
Modellschichten
S1.2
S 2.1
S 3.2, S 4.1
Korngrößenverteilung
Abbildung 5-1
Abbildung 5-2
Abbildung 5-3
Anteil Steine [%]
5 - 10
0 - 1
1 - 5
Anteil Blöcke [%]
1 - 5
0
0
Anteil große Blöcke [%]
0
0
0
Dichte, feucht [g/cm
3
]
1,70 - 1,90
1,80 – 2,00
1,70 - 1,90
Kohäsion [kN/m
2
]
n.b.
0 - 2
n.b.
undränierte Scherfestigkeit [kN/m
2
]
n.b.
20 - 40
n.b.
Wassergehalt [%]
15 - 35
10 - 80
4 - 20
Konsistenzzahl I
C
[-]
n.b.
0,1 – 1,0
n.b.
Plastizitätszahl I
P
[%]
n.b.
2 - 14
n.b.
Lagerungsdichte I
D
[-]
0,00 – 065
n.b.
0,00 – 0,65
organischer Anteil [%]
1 - 5
3 – 10
0,5 – 11
Abrasivität [g/t]
800 - 1000
250 - 500
800 - 1000
Kalkgehalt [%]
0 - 2
0
0
Bodengruppe /R 9/
[GU]
TL - UL
SU-SU*, SE, SW
ortsübliche Bezeichnung
Schottertragschicht
Auelehm
Sand
LAGA TR Boden
Z2
Z0 – > Z2
Z1
n.b. = nicht bestimmbar, n.u. = nicht untersucht, * Einzelwerte,
kursiv = Erfahrungswert
Die folgenden Abbildungen zeigen die Körnungsbänder der Homogenbereiche A2, B und C.
Schlämmkorn
Siebkorn
Schluffkorn
Sandkorn
Kieskorn
Feinstes
Steine
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Korndurchmesser
d in mm
Massenanteile der Körner < d in % der Gesamtmenge
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
0.001
0.002
0.006
0.01
0.02
0.06
0.1
0.2
0.6
1
2
6
10
20
63
100
Schlämmkorn
Siebkorn
Schluffkorn
Sandkorn
Kieskorn
Feinstes
Steine
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Korndurchmesser
d in mm
Massenanteile der Körner < d in % der Gesamtmenge
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
0.001
0.002
0.006
0.01
0.02
0.06
0.1
0.2
0.6
1
2
6
10
20
63
100
Abbildung 5-1: Kornverteilungsband HOM A2

 
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Schlämmkorn
Siebkorn
Schluffkorn
Sandkorn
Kieskorn
Feinstes
Steine
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Korndurchmesser d in mm
Massenanteile der Körner < d in % der Gesamtmenge
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
0.001
0.002
0.006
0.01
0.02
0.06
0.1
0.2
0.6
1
2
6
10
20
63
100
Schlämmkorn
Siebkorn
Schluffkorn
Sandkorn
Kieskorn
Feinstes
Steine
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Korndurchmesser d in mm
Massenanteile der Körner < d in % der Gesamtmenge
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
0.001
0.002
0.006
0.01
0.02
0.06
0.1
0.2
0.6
1
2
6
10
20
63
100
Abbildung 5-2: Kornverteilungsband HOM B
Schlämmkorn
Siebkorn
Schluffkorn
Sandkorn
Kieskorn
Feinstes
Steine
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Korndurchmesser d in mm
Massenanteile der Körner < d in % der Gesamtmenge
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
0.001
0.002
0.006
0.01
0.02
0.06
0.1
0.2
0.6
1
2
6
10
20
63
100
Schlämmkorn
Siebkorn
Schluffkorn
Sandkorn
Kieskorn
Feinstes
Steine
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Korndurchmesser d in mm
Massenanteile der Körner < d in % der Gesamtmenge
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
0.001
0.002
0.006
0.01
0.02
0.06
0.1
0.2
0.6
1
2
6
10
20
63
100
Abbildung 5-3: Kornverteilungsband HOM C
5.6 Bodenkennwerte
In der nachfolgenden Tabelle 5-7 sind die charakteristischen Bodenkennwerte der maßgeb-
lichen Hauptvertreter der angetroffenen Schichten dargestellt. Die ausgewiesenen Kennwer-
te wurden unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Labor- und Felduntersuchung, der
DIN 1055-2 /R 2/ und den Angaben aus /U 2/ und /U 3/ zusammengestellt.

 
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Tabelle 5-7: Bodenkennwerte
Schicht
Bodenart
k
f
γ
k
/
γ
k
ϕ
k
c
k
E
s
DIN 18196
[m/s]
[kN/m
3
]
[°]
[kN/m
2
]
[MN/m²]
S 1.2
[GU]
1*10
-6
- 1*10
-4
17,5 / 10,0
30,0 (lo)
-
60 - 80
S 2.1
UL - TL
1*10
-8
- 1*10
-7
20,0 / 10,0 (st)
22,5
2 (w - st)
2 – 4
S 3.2
SU-SU*
1*10
-7
– 1*10
-5
16,5 / 9,0
30,0 (lo)
-
10 - 20
S 4.1
SE (SU -SW)
1*10
-4
- 5*10
-4
17,0 / 9,5 (md)
32,5
(md)
-
40–60 (md)
Erläuterungen:
γ
k
charakteristischer Wert der Wichte des erdfeuchten Bodens
γ
k
charakteristischer Wert der Wichte des Bodens unter Auftrieb
ϕ
k
charakteristischer Wert des Reibungswinkels des dränierten Bodens
c
k
charakteristischer Wert der Kohäsion des dränierten Bodens
E
s
Steifemodul, Spannungsbereich 100 – 400 kN/m²
kursiv
Werte aus Laborversuchen abgeleitet
(…)
Angabe der Bodenart in Klammern; tritt nur untergeordnet auf,
Abkürzung Konsistenz:
br … breiig, w … weich, st … steif, hf … halbfest,
Abkürzung Lagerung:
lo … locker, md … mitteldicht, d … dicht
6.
Baugrundbeschreibung
Die Erkundungsergebnisse sind zur Veranschaulichung in einem ingenieurgeologischen
Längsschnitt (siehe Anlage 6) dargestellt worden. Für die Interpretation der Untergrundver-
hältnisse wurden zusätzlich zwei Rammkernsondierungen (RKS M8-Q1 und RKS M8-Q2) im
Bereich des ehemaligen Trenndammes der Kaupe bei St. 0+095 (ca. bei RKS 2) sowie im
Jahr 2014 gemessene Grundwasserstände gemäß /U 2/ mit ausgewertet.
Straßenoberbau
Der untersuchte Abschnitt der K7211 (Station 0+000 bis km 0+222 der Planung) besitzt als
Oberflächenabschluss eine Asphaltschicht von ca. 15 cm Dicke. Eine Abgrenzung zwischen
einer Asphaltdeck-, -binder- oder -tragschicht war an den gewonnenen Asphaltkernen nicht
möglich. Unter der bituminösen Deckschicht folgt eine ungebundene Tragschicht (Schicht S
1.2), welche überwiegend aus gebrochenem Schotter (0-45 mm), aber auch aus gerundeten
Kiesen und Steinen besteht. Die Schottertragschicht weist neben den kiesig-steinigen
Hauptbestandteilen meist sandige aber auch schluffige Nebenbestandteile auf. Die Dicke
der Schottertragschicht beträgt 25 cm. Auf Grundlage der Ergebnisse der Bodenansprache
ist innerhalb der Schottertragschicht mit einem Anteil an bindigen Nebenbestandteilen von
5% bis ca. 10% zu rechnen. Die Gesamtdicke des Straßenoberbaus beläuft sich damit auf
40 cm.
Straßenuntergrund
An den Aufschlusspunkten RKS 1 und RKS 2 stehen unterhalb des Straßenoberbaus ge-
mischtkörnige Sande der Schicht S 3.2 an. Es handelt sich um Feinsande mit einem hohen
Anteil an bindigen Nebenbestandteilen. Diese schluffigen bis stark schluffigen Sande gehen
am Aufschlusspunkt RKS 3 (St. 0+120) in einen feinsandigen, leichtplastischen Ton (Schicht
S 2.1) von halbfester Konsistenz über. Die Mächtigkeit der Schichten S 3.2 und S 2.1 unter-

 
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halb des Straßenoberbaus beträgt ca. 30 cm. Am Aufschlusspunkt RKS 4 (St. 0+180) waren
weder Schicht S 3.2 noch die Schicht S 2.1 unterhalb des Straßenoberbaus vorhanden.
Im Liegenden der Schichten S 3.2 und S 2.1 bzw. am Aufschlusspunkt RKS 4 unterhalb des
Straßenoberbaus folgen in allen Aufschlüssen grobkörnige, stark durchlässige Fein- bis Mit-
telsande der Schicht S 4.1. Den Sanden der Schicht S 4.1 ist am Aufschlusspunkt RKS 3 in
einer Tiefe von 2,60 – 2,80 m unter GOK eine 20 cm mächtige Lage leichtplastischen Au-
elehms zwischengeschaltet. Die Konsistenz dieser Schicht wurde zum Zeitpunkt der Erkun-
dungsarbeiten mit steif festgestellt. Die Lagerungsdichte der Sande der Schicht S 4.1 lässt
sich auf Grund der Schlagzahlen der DPL 1 und DPL 2 sowie des Bohrfortschrittes beim Ab-
teufen der Rammkernsondierungen als vorwiegend mitteldicht einschätzen.
Grundwasser
Im Zuge der Erkundungsarbeiten wurde in allen Aufschlüssen Grundwasser angetroffen. Der
mittlere Grundwasserstand im untersuchten Abschnitt zum Zeitpunkt der Erkundungsarbei-
ten lag bei etwa 136,90 m NHN und damit innerhalb der SE-Sande der Schicht S 4.1. Die
SE-Sande neigen aufgrund der ausgeprägten Gleichkörnigkeit unter Grundwassereinfluss
zum Fließen. Aufgrund des Fehlens eines Deckstauers sind keine gespannten Grundwas-
serverhältnisse zu erwarten.
Für den Untersuchungsabschnitt liegen keine langjährigen Messreihen zur Höhe des
Grundwasserstandes vor, aus den die Schwankungsbreite bzw. die Hauptzahlen abgeleitet
werden könnten. Im Oktober 2014 wurden im Bereich des ehemaligen Trenndammes der
Kaupe bei St. 0+095 Grundwasserstände von 137,43 m NHN gemessen (siehe /U 2/).
Da das Untersuchungsgebiet unmittelbar an einem Altarm der Spree liegt, ist der Grund-
wasserstand an den Wasserstand des Altarms gekoppelt. Somit können die in Anlage 6
dargestellten Wasserspiegellagen für das HW2, HW20 und HW100 als Referenzwerte für
die entsprechenden, möglichen Grundwasserstände genommen werden.
Der Mittelwasserstand der Spree beträgt im Untersuchungsgebiet ca. 136,90 m NHN. Dieser
entspricht damit den zum Zeitpunkt der Erkundung gemessenen Grundwasserständen.
7.
Hinweise und Empfehlungen
7.1 Straßenneubau
Die vorhandene Fahrbahnbreite der K7211 beträgt im Planungsbereich durchschnittlich ca.
4,65 m. Bankette sind nicht vorhanden. Gemäß der aktuellen Planung /U 4/ ist für den Neu-
bau dem Bestand entsprechend in Anlehnung an die RASt 06 ein Querschnitt mit 4,75 m
Fahrbahnbreite und beidseitigem, 0,50 m breiten Bankett vorgesehen. Somit ergibt sich eine
Ausbaubreite von 5,75 m. Für eine Ausweichstelle wird die Fahrbahnbreite zwischen Stra-
ßen-Station 0+090 und 0+110 auf einer Länge von ca. 10 m auf 6 m verbeitert, wobei sich
unter Zurechnung des Banketts eine Ausbaubreite von 7 m ergibt.
Das Straßenniveau soll auf mindestens 139,60 m NHN angehoben werden. Die Höhe der
Fahrbahnanhebung beträgt im Mittel 50 cm, maximal jedoch ca. 90 cm. Aus konstruktiven
und bautechnologischen Gründen sowie aus Gründen der Standsicherheit ist für diese An-
hebung das gleiche Material wie für den Oberbau der Straße vorgesehen (gebrochenes Mi-
neralgemisch). Die Böschungen des Straßendammes sind mit einer Regelneigung von 1 : 3
geplant und werden mit Oberboden angedeckt und begrünt. Die Neigung resultiert aus

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Gründen der Standsicherheit und dem bereits ab HQ(10) einsetzenden Einstau des Stra-
ßendamms.
Nach dem gegenwärtigen Stand der Planung (siehe /U 4/) wird die Fahrbahn für die Belas-
tungsklasse Bk 1,0 der Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflä-
chen (RStO 12) mit bituminöser Befestigung ausgebaut.
Es wird empfohlen, die vorhandene Asphaltschicht abzufräsen und die darunter befindliche
Schottertragschicht 0/45 (F2) als Unterbau zu belassen und nachzuverdichten. Bei einem
vollständigen Rückbau würden im Planum zum Untergrund zwischen St. 0+000 – ca. 0+135
mit den stark schluffigen Sanden (S 3.2) bzw. dem Auelehm (S 2.1) bis ca. 30 cm Dicke Bö-
den mit ungünstigen geotechnischen Eigenschaften (Frostempfindlichkeit F3, wenig tragfä-
hig) anstehen. Im Abschnitt 0+135 bis zum Bauende folgen unter der Schottertragschicht
0/45 (F2) enggestufte, schlecht verdichtbare Sande der Schicht S 4.1. Bei einer gegenüber
dem Neubau abweichenden Lage der vorhandenen Straße sind diese Schichten S 3.2 und
S2.1 gegen Schottertragschichtmaterial auszutauschen bzw. Schicht S 4.1 zu überschütten.
Beim Bodenaustausch ist zu berücksichtigen, dass die bindigen Böden stark wasseremp-
findlich sind. Bereits geringfügige Änderungen des Wassergehaltes führen zu verstärkter
Plastifizierung in deren Folge weiche bis breiige Konsistenzen zu erwarten sind. Dies führt
wiederum zu einer Verschlechterung der Tragfähigkeitseigenschaften. Deshalb sollten alle
Arbeiten möglichst bei trockener und frostfreier Witterung ausgeführt werden. Die Aus-
tauschsohle ist vor Witterungseinflüssen, insbesondere gegen Niederschläge, zu schützen
und sollte deshalb zügig überbaut werden.
Für die Bemessung des Straßenoberbaus gemäß RStO 12 und die Belastungsklasse Bk 1,0
gelten aus geotechnischer Sicht folgende Randbedingungen:
Frostempfindlichkeitsklasse:
F2 (vorhandene Schottertragschicht bzw. Austauschboden)
Frosteinwirkungszone:
III, Zuschlag 15 cm
Wasserverhältnisse im Untergrund:
Grundwasser zeitweise höher als 1,5 m unter Planum, Zuschlag 5 cm
Für die Herstellung der Verkehrsfläche ist auf dem Planum ein Verformungsmodul E
v2 von
mindestens 45 MPa erforderlich. Es wird eingeschätzt, dass dieser Wert durch Verdichtung
der vorhandenen Schottertragschicht bzw. äquivalentem Austauschmaterial erreicht werden
kann.
Auf Grund des möglichen hohen Grundwasserstandes ist für die Straßenanhebung und für
den künftigen Straßenoberbau (FSS und STS) Material der Kategorie UF3 gemäß TL SoB-
StB zu verwenden.
Bei der weiteren Planung sind die einschlägigen Normen und Regelwerke, insbesondere die
Angaben der RStO 12 und der ZTV E-StB 17 zu berücksichtigen.
Wenn die vorhandene STS im Untergrund verbleibt und der ggf. notwendige Bodenaus-
tausch mit vergleichbarem Material durchgeführt wird, ist bei der geplanten Straßenbefesti-
gung in Asphaltbauweise keine Planumsentwässerung erforderlich, da kein Niederschlag in
den Oberbau gelangen kann. Aufgrund der Tatsache, dass der Oberbau zeitweise durch
Oberflächenwasser eingestaut werden kann, sollte jedoch eine Planumsentwässerung vor-
gesehen werden.

 
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7.2 Durchlass Fischotter
Gründung
Im Zuge der Anhebung der Kreisstraße K7211 wird der Neubau des vorhandenen Durchlas-
ses (Rohrleitung DN 600) St 0+120 notwendig. Ein Längsschnitt des geplanten Bauwerks ist
/U 4/ zu entnehmen. Es ist vorgesehen, den Durchlass mit vorgefertigten Stahlbeton-
Rechteck-Rahmenprofilen mit einem Querschnittsmaß von 1,60 m x 1,60 m herzustellen.
Die Oberkante des Sohlsubstrates im geplanten Durchlass soll auf einem mittleren Höhenni-
veau von 136,75 m NHN ca. 0,15 m unterhalb des Mittelwassers der Spree liegen. Die Un-
terkante des Durchlasses liegt bei 136,35 m NHN. Es folgen ein Betonauflager von 15 cm
und ein Bodenaustausch von 50 cm Dicke. Somit liegt die Gesamteingriffstiefe für das Bau-
werk bei 135,70 m NHN und die Baugrubentiefe ausgehend vom derzeitigen Straßenniveau
bei St 0+120 von 138,87 m NHN bei ca. 3,20 m.
Damit greift das Bauvorhaben bei einem MW der Spree von ca. 136,90 m NHN ca. 1,2 m in
das Grundwasser ein.
Für die Beurteilung der geotechnischen Verhältnisse im Bereich des Durchlasses ist die
RKS 3 maßgebend. Zusätzlich können die Angaben zu RKS M8-Q1 nach /U 2/ verwendet
werden, welche eine Endtiefe von 134,54 m NHN aufweist.
Im Bereich der Eingriffstiefe sind eine geringmächtige (bis 25 cm) bindige Schicht S 2.1 so-
wie vorwiegend schwach schluffige Sande und grobkörnige Sande der Schichten S 3.2 und
S 4.1 zu erwarten.
Ausgehend von einer Flachgründung für den Durchlass liegt die geplante Gründungssohle
(Unterkante Betonauflager) in etwa bei 136,2 m NHN. In diesem Niveau steht die bindige
Schicht S 2.1
an, deren höhenmäßige Einordnung im Bereich der gesamten Baugrubenflä-
che nicht sicher angegeben werden kann. Dieser bindige Boden stellt für die Gründung ei-
nen nicht ausreichend tragfähigen Untergrund dar. Daher ist der planungsseitig vorgesehe-
ne Bodenaustausch von 50 cm gerechtfertigt. Hierzu sind weiterführende Untersuchungen
im Rahmen der Baugrundhauptuntersuchung (BHU) erforderlich.
Für das Bauwerk und die Gründung sind die entsprechenden Nachweise zur Tragfähigkeit
und Gebrauchstauglichkeit gemäß DIN EN 1997-1 /R 27/ und DIN 1054:2010-12 /R 1/ zu
führen. Hierzu sind die Bodenkennwerte gemäß Tabelle 5-7 zu verwenden.
Für die Herstellung des Rohrgrabens und der Baugruben gelten die Forderungen der
DIN 4124, die ZTV A-StB 12 in Verbindung mit der ZTV E-StB 17 sowie die DIN EN 1610 in
Verbindung mit dem Arbeitsblatt DWA-A139.
Für den Hinterfüll- und Überschüttungsbereich von Bauwerken gilt eine Forderung von D
Pr
=
100 %. Dabei bleibt diese Anforderung auf eine Dicke von 1 m der Überschüttung oberhalb
des Bauwerkes beschränkt. Im Hinterfüll- und Überschüttungsbereich (Überschüttung bis 1
m Dicke) können die anstehenden grobkörnigen Böden (S 3.2, S 4.1, HOM C) eingesetzt
werden. Die Böden der Schicht 4.1 sind schwer verdichtbar, so dass eine vor-Ort-Mischung
mit gröberen Material erfolgen (mindestens SW) oder gut verdichtbarer Lieferboden verwen-
det werden muss. Die Suffosionssicherheit zum anstehenden Boden ist zu gewährleisten.
Dies gilt generell auch für das Bodenaustauschmaterial.
Für den Geräteeinsatz bei der lagenweisen Verdichtung sowie die Schütthöhen gelten die
Hinweise gemäß ZTV A-StB 12 in Verbindung mit Anhang 1 zu ZTV A-StB 12 und für die
Verdichtungsanforderungen die Regelungen nach ZTVE-StB 17. In der Leitungs- und Ver-

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füllzone ist ein Verdichtungsgrad D
Pr
von 97 % zu erreichen. Es wird jedoch empfohlen, für
den Durchlass auf aufgrund der Hochwasserbelastung, die höherwertigen Forderungen,
welche für die Hinterfüllung von Bauwerken gelten, zu berücksichtigen.
Im Gründungsplanum ist ein E
v2
-Modul von mindestens 45 MN/m
2
oder ein Ver-
dichtungsgrad von 97% nachzuweisen. Diese Forderungen sollten mit dem Bodenaus-
tauschmaterial durch lagenweises Verdichten eingehalten werden können.
Baugrube und Wasserhaltung
Zur Errichtung des Durchlassbauwerkes ist die Herstellung einer Baugrube erforderlich. Die
Eingriffstiefe beträgt inklusive Bodenaustausch ca. 3,2 m (135,20 m NHN).
Es ist grundsätzlich möglich, die Baugrube in geböschter oder verbauter Bauweise auszu-
führen. Bei der Sicherung der Baugrube sind hierfür die Vorgaben der DIN 4124 /R 10/ zu
berücksichtigen.
Die Breite der Baugrube wird gleichfalls durch den Rückbau des vorhandenen Durchlasses
bestimmt, da dessen Lage von dem des Neubaus abweicht. Zudem ist im Zuge der Bauaus-
führung eine bauzeitliche Umverlegung oder ein Überpumpen des vorhandenen Entwässe-
rungsgrabens aufgrund saisonaler Wasserführung zu prüfen. Dies ist bei den weiteren Pla-
nungen zu berücksichtigen.
Die mittleren langjährigen Grundwasserstände entsprechen dem MW der Spree und liegen
bei ca. 136,90 m NHN. Davon ausgehend ist im Bereich der Baugrube mindestens mit
Grundwasserständen von ca. 1,2 m über Baugrubensohle zu rechnen. Unter Berücksichti-
gung eines Vorhaltemaßes von 50 cm unter Baugrubensohle ergibt sich ein Absenkziel von
ca. 1,7 m, so dass zwingend eine bauzeitliche Wasserhaltung erforderlich sein wird. Weiter-
hin liegt der HW2-Wasserstand der Spree bei etwa 138,10 m NHN, so dass das Absenkziel
in diesem Falle etwa 2,9 m betragen würde.
Folgende bautechnische Ausführungsvarianten zur Errichtung der Baugrube sind möglich:
Variante 1 – geböschte Baugrube mit geschlossener Wasserhaltung
Die Ränder der Baugrube sind bei den anstehenden gemischtkörnigen und grobkörnigen
Böden der Schichten S 3.2 und S 4.1 gemäß /R 10/ unter einem maximale Böschungsnei-
gungswinkel von 45° abzuböschen. Weiterhin sind die Böschungen vor Erosion zu schützen
(z.B. Folienabdeckung). Der Zutritt von Oberflächenwasser zur geböschten Baugrube von
der Kaupe her ist zwingend zu unterbinden, da die Sande zum Fließen neigen. Hierzu eignet
sich eine Teilumspundung der Baugrube zur Wasserseite (Kaupe).
Bei den anstehenden durchlässigen Sanden (k
f
-Wert ≈ 10
-4
) kommen unter
Berücksichtigung der zu erwartenden Grundwasserverhältnisse grundsätzlich
Entwässerungsanlagen gemäß DIN EN 1610 Anhang A, Abschnitte A3 bis A5 (Tief- und
Flachbrunnen) zum Einsatz.
Weitere geotechnische und grundwasseranalytische Angaben sind Voraussetzung für die
Planung der Grundwasserhaltung und im Rahmen der Baugrundhauptuntersuchung (BHU)
zu ermitteln.

 
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Variante 2 – verbaute Baugrube mit offener Restwasserhaltung
Als Alternative zu einer geböschten Baugrube ist ein
wasserdichter Baugrubenverbau mittels
Spundwänden möglich. Gemäß /U 8/ steht in Tiefen von 110 – 130 m NHN Geschiebemer-
gel (Liegendstauer) an. Der Liegendstauer ist generell im Rahmen der Baugrundhauptunter-
suchung (BHU) zu erkunden und auf Eignung für die Herstellung eines allseitig dichten Bau-
grubenverbaus zu prüfen. Die Erkundungstiefe sollte von GOK an gerechnet aus Kosten-
gründen nicht mehr als 20 m betragen. Die Kenntnis der Tiefenlage des Liegendstauers ist
insbesondere für die Dimensionierung der Wasserhaltung zwingend erforderlich.
Zur Herstellung einer ausreichenden Dichtigkeit der Baugrube ist die Einbindung der
Spundwände von mindestens 1,0 m in den Stauer erforderlich. Es ist dabei zu beachten,
dass statisch bedingt eine tiefere Einbindung der Spundwände erforderlich sein kann. Hin-
weise zur Bohr- und Rammbarkeit der Spundwände sind /U 2/ zu entnehmen. Bei den San-
den der Schicht 3.2 und 4.1 ist von einer mittelschweren Rammbarkeit auszugehen.
Erfah-
rungen haben gezeigt, dass das Einbringen der Spundwände ohne Hilfsmittel auf Grund der
geringen Verdichtbarkeit dieser enggestuften Sande mit Schwierigkeiten verbunden ist. Aus
diesem Grund müssen entsprechende Einbringhilfen, z. B. Spülhilfen bzw. ggf. Bodenaus-
tauschbohrungen, vorgesehen werden.
Nach Herstellung des Spundwandkastens ist die Baugrube im Nassen auszuheben und an-
schließend zu lenzen. Danach ist eine offene Restwasserhaltung erforderlich, um das auf
Grund der Schlossundichtigkeiten der Baugrube zufließende Grundwasser zu fassen. Hier-
für sind Pumpensümpfe anzulegen und dass zufließende Wasser abzupumpen.
Der Vorteil eines wasserdichten Spundwandkastens gegenüber einer geböschten Baugrube
mit geschlossener Wasserhaltung liegt in den geringeren zu fördernden Wassermengen.
Jedoch ist für die Herstellung ein höherer technologischer Aufwand (Rammtechnik) erforder-
lich.
Eine Entscheidung darüber, welche Variante ausgeführt werden kann, sollte erst nach Vor-
lage der Ergebnisse der Baugrundhauptuntersuchung (BHU) erfolgen.
Zur Einleitung des geförderten Grundwassers ist eine Vorflut erforderlich. Auf Grund der ört-
lichen Lage wird die Prüfung der Eignung des vorhandenen Entwässerungsgrabens oder der
Kaupe als Vorflut empfohlen.
Für den Betrieb einer bauzeitlichen Grundwasserhaltung und das Einleiten in die Vorflut ist
ein Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis bei der zuständigen Unteren Wasserbehörde zu
stellen.
7.3 Wiederverwendung Bodenaushub
Asphaltschicht
Die von km 0+000 bis km 0+222 anfallende bituminöse Tragschicht ist baubegleitend aus-
zubauen. Für die weitere Verwendung sollten ggf. nach behördlicher Abstimmung vorrangig
stoffliche Verwertungsverfahren entsprechend der RuVA-StB 01 angestrebt werden. Gemäß
den ausgeführten Untersuchungen sind die bituminösen Tragschichten der Verwertungs-
klasse A zuzuordnen.

 
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STS und Boden
Es wird empfohlen, das vorhandene STS Material als Basis für die Anhebung der Straße zu
belassen. Das kiesige Tragschichtmaterial kann als gut verdichtbar und tragfähig einge-
schätzt werden, so dass es grundsätzlich auch im Rahmen von Bodenaustauschmaßnah-
men innerhalb der Baumaßnahme wiedereingesetzt werden kann.
Bei der Wiederverwendung des STS-Materials (Z 2) bzw. der Schichten S 3.2 bzw. S 4.1
(Z 1) sind die festgestellten Zuordnungswerte gemäß Tabelle 5-4 zu berücksichtigen.
Böden der Einbauklasse 1 (≤ Z 1.1) können außerhalb der durchwurzelbaren Bodenschich-
ten zur Herstellung einer technischen Funktion in Bauwerken wiederverwendet oder verwer-
tet werden. Dabei ist ein offener Einbau z. B. im Verkehrswegebau (Ober- und Unterbau), in
Industrie-, Gewerbe- und Lagerflächen (Ober- und Unterbau), in Lärm- und Sichtschutzwäl-
len sowie als Unterbau von Gebäuden oder Sportanlagen möglich.
Die STS kann auf Grund ihrer Einstufung in die Einbauklasse 2 (≤ Z 2) nur mit definierten
technischen Sicherungsmaßnahmen wiedereingebaut werden. Durch nicht oder gering
durchlässige Bauweisen ist planerisch sicherzustellen, dass der Transport von Schadstoffen
in den Untergrund und das Grundwasser verhindert wird. Einsatzmöglichkeiten bestehen z.
B. als Tragschicht unter wasserundurchlässigen Beton-, Asphalt oder Pflasterschichten, so-
fern die geotechnische Eignung nachgewiesen wurde). Alternativ ist auch ein Wiedereinbau
in gebundener Form möglich (HGT, HGD). Ein Einsatz im Lärm-, Sichtschutzwällen oder im
Unterbau von Straßendämmen ist möglich, wenn durch geeignete Maßnahmen sicherge-
stellt wird, dass das Niederschlagswasser vom eingebauten Abfall weitestgehend ferngehal-
ten wird. Der Abstand zwischen Einbausohle und höchstem zu erwartenden Grundwasser-
stand sollte mindestens 1 m betragen, was unter den örtlichen Bedingungen nicht gegeben
ist. Daher sollte die vorhandene STS im Untergrund belassen werden, sonst ist eine Entsor-
gung bzw. Verwendung innerhalb einer anderen Baumaßnahme vorzunehmen. Ein Einbau
im Grundwasserbereich, d.h. als Austauschboden unter dem Durchlass, ist nicht möglich.
8.
Schlussbemerkungen
Im Rahmen der Baugrundhauptuntersuchung (BHU) sind insbesondere weitergehende geo-
technische, geohydraulische und grundwasseranalytische Untersuchungen für die Errichtung
des Durchlasses erforderlich. Diese dienen insbesondere der Feststellung der Untergrund-
verhältnisse für die Planung einer Baugrubenumschließung mittels Spundwänden sowie der
Dimensionierung der Grundwasserhaltung.
Abschließend sei darauf hingewiesen, dass die durchgeführten Aufschlüsse punktförmigen
Charakter tragen. Die daraus resultierenden Aussagen müssen deshalb nicht auf jede Stelle
des Untersuchungsgebietes zutreffen. Eventuell auftretende Abweichungen von den prog-
nostizierten Verhältnissen sollten durch die an der Baumaßnahme Beteiligten unter Hinzu-
ziehung eines Baugrundsachverständigen beraten werden.

 
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Abkürzungsverzeichnis
BK
Kernbohrung
D
Dichte
DB
Deichböschung
DF
Deichfuß
DK
Deichkrone bzw. Deponieklasse
DPH
Schwere Rammsondierung (dynamic probing heavy)
GK
Geotechnische Kategorie bzw. Güteklasse von Proben
GOK
Geländeoberkante
GW
Grundwasser
GWL
Grundwasserleiter
GWLK
Grundwasserleitender stratigrafischer Komplex
HOM
Homogenbereich
HWS
Hochwasserschutz
k
f
gesättigte Wasserdurchlässigkeit
KV
Korngrößenverteilung
LAGA
Länderarbeitsgemeinschaft Abfall
LAK
Abrasivitäts-Koeffizient
LP
(Erkundungs-) Längsprofil
LS
Landseite
MP
Mischprobe
OB
Oberboden
P
Einzelprobe
QP
(Erkundungs-) Querprofil
RKS
Rammkernsondierung
SCH
Schurf
ST
(Einschlag-) Stutzen
TR
Technische Regeln
V
GL
Glühverlust
w
n
Wassergehalt
Z
Zuordnungswert (LAGA)
ZG
Zustandsgrenzen
Abkürzung der Bodenarten nach DIN 4023 und der Bodengruppen nach DIN 18196

 
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Anlagenverzeichnis
Anlage 1
Übersichtslageplan, M 1:5000
Anlage 2
Lageplan der geotechnischen Aufschlüsse, M 1:250
Anlage 3
Dokumentation der geotechnischen Aufschlüsse
Anlage 3.1
Bohrprofile gemäß DIN 4023, RKS 1 bis RKS 4
Anlage 3.2
Rammdiagramm gemäß DIN 22476, DPL 1 und DPL 2
Anlage 4
Bodenmechanische Laboruntersuchungen
Anlage 5
Chemische Laboruntersuchungen
Anlage 5.1
Untersuchungen nach TR LAGA Boden, MP-STS, MP-Sande
Anlage 5.2
Asphaltuntersuchungen nach RuVA-StB 01 (PAK, Phenol), MP Asphalt
Anlage 6
Ingenieurgeologischer Längsschnitt M17, M 1:250 / 1:25
Tabellenverzeichnis
Tabelle 4-1:
Übersicht der geotechnischen Aufschlüsse M 17 .......................................... 5
Tabelle 4-2:
Übersicht Probenahme und ausgeführte Laboruntersuchungen ................... 5
Tabelle 5-1:
Allgemeiner Schichtaufbau ........................................................................... 6
Tabelle 5-2:
Zusammenhang von Lagerungsdichte und Schlagzahl N
10
DPL ................... 7
Tabelle 5-3:
Kenngrößen der Kornverteilungen ................................................................ 7
Tabelle 5-4
Bewertungsergebnisse LAGA TR Boden ...................................................... 8
Tabelle 5-5
Bodenklassifikation ....................................................................................... 8
Tabelle 5-6:
Homogenbereiche gemäß DIN 18300 und DIN 18311 .................................. 9
Tabelle 5-6:
Bodenkennwerte ......................................................................................... 11
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 3-1: K 7211, Blickrichtung Südost ......................................................................... 3
Abbildung 3-2: K 7211, Blickrichtung Norden ......................................................................... 3
Abbildung 5-1: Kornverteilungsband HOM A2 ........................................................................ 9
Abbildung 5-2: Kornverteilungsband HOM B........................................................................ 10
Abbildung 5-3: Kornverteilungsband HOM C ....................................................................... 10

 
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Verzeichnis der Normen, Regelwerke und Empfehlungen
/R 1/
DIN 1054: 2010-12: „Baugrund - Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau -
Ergänzende Regelungen zu DIN EN 1997-1“ mit Änderungen A1 und A2
/R 2/
DIN 1055-2: 2010-11: Einwirkungen auf Tragwerke - Teil 2: Bodenkenngrößen“
/R 3/
DIN 4017:2006-03: „Baugrund – Berechnung des Grundbruchwiderstandes bei
Flachgründungen“
/R 4/
DIN 4019:2014-01: „Baugrund – Setzungsberechnungen“
/R 5/
DIN 4020: 2010-12: „Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke -
Ergänzende Regelungen zu DIN EN 1997-2“
/R 6/
DIN 4023: 2006-02: „Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Zeichnerische
Darstellung der Ergebnisse von Bohrungen und sonstigen direkten Aufschlüssen“
/R 7/
DIN 4030: 2008-06: „Beurteilung betonangreifender Wässer, Böden und Gase -
Teil 1: Grundlagen und Grenzwerte; Teil 2: Entnahme und Analyse von Wasser-
und Bodenproben“
/R 8/
DIN 4094-3:2002-01: „Baugrund – Felduntersuchungen, Teil 3 Rammsondierungen“
/R 9/
DIN 4094-4:2002-01: „Baugrund – Felduntersuchungen, Teil 4 Flügelscher-
versuche“
/R 10/
DIN 4124:2012-01:“Baugruben und Gräben – Böschungen, Verbau, Arbeitsraum-
breiten“
/R 11/
DIN 18122-1: 1997-07: „Baugrund, Untersuchung von Bodenproben - Zustands-
grenzen (Konsistenzgrenzen) - Teil 1: Bestimmung der Fließ- und Ausrollgrenze“
/R 12/
DIN 18123: 2011-04: „Baugrund, Untersuchung von Bodenproben - Bestimmung
der Korngrößenverteilung“
/R 13/
DIN 18125-2: 2011-03: „Baugrund, Untersuchung von Bodenproben -
Bestimmung der Dichte des Bodens - Teil 2: Feldversuche“
/R 14/
DIN 18126: 1996-11: „Baugrund, Untersuchung von Bodenproben -
Bestimmung der Dichte nichtbindiger Böden bei lockerster und dichtester Lagerung“
/R 15/
DIN 18128: 2002-12: „Baugrund - Untersuchung von Bodenproben -
Bestimmung des Glühverlustes“
/R 16/
DIN 18137-3: 2002-09 „Baugrund, Untersuchung von Bodenproben - Bestimmung
der Scherfestigkeit, Teil 3: Direkter Scherversuch“
/R 17/
DIN 18196: 2011-05 „Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation für bautechnische
Zwecke“
/R 18/
DIN 18300: 2016-09: „VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen - Teil
C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) - Erdar-
beiten“

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/R 19/
DIN 18301: 2016-09: „VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen - Teil
C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) - Bohrar-
beiten“
/R 20/
DIN 18304: 2016-09: „VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen - Teil
C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) – Ramm-,
Rüttel- und Pressarbeiten“
/R 21/
DIN 18311: 2016-09: „VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen - Teil
C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) - Nass-
baggerarbeiten“
/R 22/
DIN 19712: 2013-01: „Hochwasserschutzanlagen an Fließgewässern
/R 23/
DIN 19702: 2013-02: „Massivbauwerke im Wasserbau – Tragfähigkeit, Ge-
brauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit“
/R 24/
DIN 50929: 1985-09: „Korrosion der Metalle; Korrosionswahrscheinlichkeit metalli-
scher Werkstoffe bei äußerer Korrosionsbelastung; Rohrleitungen und Bauteile in
Böden und Wässern“
/R 25/
NF P18-579: 2013-02-09: „Gesteinskörnungen – Bestimmung der Koeffizienten der
Abrasivität und Mahlbarkeit“ (französische Norm)
/R 26/
NF P94-430-1: 2000-10: „Gestein - Bestimmung der Schleifbarkeit von Gestein -
Teil 1 : Ritzprobe mit einer Prüfspitze“ (französische Norm)
/R 27/
DIN EN 1997-1: 2014-03: “Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung in der
Geotechnik - Teil 1: Allgemeine Regeln“ mit nationalem Anhang DIN EN 1997-1/NA:
2010-12
/R 28/
DIN EN 1997-2: 2010-10: “Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung in der
Geotechnik - Teil 2: Erkundung und Untersuchung des Baugrunds“ mit nationalem
Anhang DIN EN 1997-2/NA: 2010-12
/R 29/
DIN EN 12063:1999-05: „Ausführung von besonderen geotechnischen Arbeiten
(Spezialtiefbau) – Spundwandwandkonstruktionen“
/R 30/
DIN EN ISO 14688-1: 2013-12: „Geotechnische Erkundung und Untersuchung –
Benennung, Beschreibung und Klassifizierung von Boden, Teil 1: Benennung und
Beschreibung“
/R 31/
DIN EN ISO 14688-2: 2013-12: „Geotechnische Erkundung und Untersuchung –
Benennung, Beschreibung und Klassifizierung von Böden, Teil 2: Grundlagen für
Bodenklassifizierungen“
/R 32/
DIN EN ISO 14689-1:2011-076: „Geotechnische Erkundung und Untersuchung –
Benennung, Beschreibung und Klassifizierung von Fels, Teil 1: Benennung und Be-
schreibung“
/R 33/
DIN EN ISO 17892-1: 2015-03: „Geotechnische Erkundung und Untersuchung –
Laborversuche an Bodenproben – Bestimmung des Wassergehalts“

Landestalsperrenverwaltung Sachsen,
Betrieb Spree/Neiße
Redynamisierung Spree – Querbauwerke Neudorf
Anhebung Straßendamm K 7211 (M17)
Baugrundvoruntersuchung (BVU)
Geotechnischer Bericht
Planungsgesellschaft Scholz + Lewis mbH
Seite 22 / 22
G:\FB_Geotechnik\Projekte\8167_M17-M21_RedynamisierungSpree\1_M17\5_Bericht\1_Textteil\G_8167_Bericht_M17.doc
/R 34/
DIN EN ISO 22476-2: 2012-03: „Geotechnische Erkundung und Untersuchung –
Felduntersuchungen – Teils 2: Rammsondierungen“
/R 35/
ZTV-W - Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für den Wasserbau:
Leistungsbereich 203 „Baugrunderschließung und Bohrarbeiten“, Ausgabe 2016
/R 36/
ZTV-W - Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für den Wasserbau:
Leistungsbereich 205 „Erdarbeiten“, Ausgabe 2015
/R 37/
ZTV-W - Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für den Wasserbau:
Leistungsbereich 206 „Nassbaggerarbeiten“, Ausgabe 2008
/R 38/
ZTV-W - Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für den Wasserbau:
Leistungsbereich 209 „Baugrubenverbau, Baugrundverbesserung“, Ausgabe 2005
/R 39/
ZTV-W - Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für den Wasserbau:
Leistungsbereich 214 „Spundwände, Pfähle, Verankerungen“, Ausgabe 2008
/R 40/
ZTV A-StB 12: Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für
Aufgrabungen im Straßenbau, Ausgabe 2012
/R 41/
ZTVE-StB 17: Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für
Erdarbeiten im Straßenbau, Ausgabe 2017
/R 42/
LAGA TR Boden – Anforderungen an die stoffliche Verwertung von mineralischen
Abfällen, Bodenmaterial, Ausgabe 2004