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1 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
Radon in sächsischen Schulen
Hintergrund und Zielstellung
Konzeptionelles
Durchführung
Ergebnisse
Konsequenzen
(Bsp. eines konkreten Untersuchungsobjekts)
Zusammenfassung
Messprogramm 2012 - 2013
2 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
seit 2009 keine staatlichen Untersuchungen in sächsischen Wohnhäusern und öffent-
lichen Gebäuden mehr, die lediglich die Überprüfung der Einhaltung von Empfehlungs-
werten oder des Baugrundes zum Ziel haben (
wenig Erkenntnisgewinn für Landes-
behörden, z.T. Konkurrenz zu gewerblichen Anbietern
)
zwei neue Messprogramme in überwiegend öffentlichem Interesse:
- "Erhebung vollständiger Datensätze zur methodischen Begründung der
Erfassung der Radonsituation in Wohngebäuden"
-
"Radon in öffentlichen Gebäuden"
Radonschutzkonferenz Bad Schlema 25./26. Juni 2012
Initiative des SMUL zur gezielten
Untersuchung sächsischer Schulen
zur
Wahrnehmung der Eigenverantwortung bei staatlichen Schulen und zum weiteren
Kompetenzgewinn bzgl. Messstrategie und Umgang mit erhöhten Konzentrationen
Keine flächendeckende Kampagne sondern anknüpfend an vorhandenes Interesse und
Aufgeschlossenheit von Schulträgern/–nutzern (Liegenschaft/Schulleitung).
Hintergrund und Zielstellung

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3 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
Ausgangspunkt: mehr als Freiwilligkeit
besondere Aufgeschlossenheit
Sondierung durch SMUL bei öffentlichen Schulträgern (Kreise und Kommunen)
Vorstellung des Vorhabens bei der "betroffenen" Schulleitung
- Motivation, prinzipielle Erläuterungen und "was kostet es – was bringt es ?"
- Behandlung möglicher erhöhter Radonkonzentrationen (Ursachenermittlung,
ineinandergreifendes Handeln – z.B. definiertes Lüftungsregime mit begleitenden
zeitaufgelösten Messungen, ggf. in mehreren Stufen)
- Kommunikation mit Mitarbeitern, Schülern und Eltern (Strategie?, Vorrang der
schulischen Sicht, Datenschutz)
Planung der Messpunkte in der Schule
- alle relevanten Räume im erdberührten Geschoss (potentielle ETP, Nutzung)
- weitere Räume (EG …, "vertikale Ankopplung", Repräsentativität)
- alle o.g. im Frühjahr/Herbst mit Exposimetern + einige mit zeitaufgelösten Mess.
Konzeptionelles
Messpunkte im Untergeschoss (Haus 1)
Exposimeter
zeitaufgelöst
4 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
Durchführung - an einem konkreten Untersuchungsobjekt (1)
1

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Messpunkte im Erdgeschoss (Haus 1)
Exposimeter
zeitaufgelöst
5 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
Durchführung - an einem konkreten Untersuchungsobjekt (2)
1
6 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
Messungen – 1. und 2. Runde
Erläuterung der ersten Ergebnisse und Beratung mit der Schulleitung und der
Liegenschaftsverwaltung am 27.06.13
Durchführung - an einem konkreten Untersuchungsobjekt (3)
Etage
Exposimeter
zeitaufgelöste Messungen
Anzahl
Zeitraum
Anzahl
Zeitraum
Untergeschoss
12
13.4. - 16.7.12
7
13.4. - 2.5.12
5
*)
2.7. - 16.7.12
Erdgeschoss
9
13.4. - 16.7.12
4
13.4. - 2.5.12
1. Obergeschoss
5
13.4. - 16.7.12
-
-
*)
Wiederholungsmessungen zur Überprüfung auffälliger Ergebnisse

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7 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
Ergebnisse - an einem konkreten Untersuchungsobjekt (1)
Haus /
Etage
Beschreibung
Radonkonzentration (Bq/m³)
13.4. - 2.5.
13.4. - 2.5.
2.7. - 16.7.
13.4. - 16.7.
ges. Zeitraum
Unterrichtstage, 8-16 h
Exposimeter
1 / K
Sprachkabinett
1000
1 / K
Nebenraum Medien
2520
2340
280
1 / K
Informatik 1
130
650
1 / K
Informatik Vorbereitung
610
510
270
1 / K
Informatik 2
290
1 / K
Heizung
50
1 / K
Hausanschlussraum (W, E, G)
700
700
620
1 / K
Werken Vorbereitung 1
2960
2860
1700
1700
1 / K
Werken 2
2520
2430
2800
2900
1 / K
Treppenhaus Nordflügel (Keller)
700
2 / K
Musik
310
260
410
2 / K
Unterrichtsraum
260
2 / K
Unterrichtsraum
450
2 / K
Vorbereitung Musik
820
670
740
1 / EG
Unterrichtsraum
190
1 / EG
Kleingruppen-Arbeitsraum
410
430
… und in weiteren 14 Räumen des EG und 1.OG : durchweg < 300 Bq/m
3
0
500
1000
1500
2000
2500
3000
3500
4000
4500
H1 K
006
H1 K
004
H1 K
002
H1 K
002
H1 K
020
H1 K
020
H1 K
022
H1 K
022
H1 K
014
H2 K
042
H2 K
030
H1 EG
102
H1 EG
112
H2 EG
135
ZB EG
Bibl
H1 K
TH-N
Radonkonz. [Bq/m
3
]
8 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
Mittelwerte,
90%- und
10%-Quantile
der Stunden-
werte
13.4.-2.5.
2.7.-16.7.
Ergebnisse - an einem konkreten Untersuchungsobjekt (2)

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9 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
Mittlere Tagesgänge können
verschiedene Charakteristika
zeigen
Ergebnisse - an einem konkreten Untersuchungsobjekt (3)
10 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
Komplette Zeitreihe zeigt Auffällig-
keiten an einzelnen Tagen
Ergebnisse - an einem konkreten Untersuchungsobjekt (4)

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11 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
Messungen – 3. Runde
Potentielle Eintrittsstellen überwiegend unauffällig (einige 100 bis wenige 1000 Bq/m
3
angesaugt). Aber auch 5 Stellen mit Werten im Bereich von 10 kBq/m
3
!
Durchführung - an einem konkreten Untersuchungsobjekt (4)
Etage
Eintrittspfadsuche
zeitaufgelöste Messungen
*)
Räume / Anzahl
Zeitraum
Anzahl
Zeitraum
Untergeschoss
7/ 19
am 9.8.12
3
am 9.8.12
*)
in Verbindung mit gezielter Lüftung
12 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
Lüftungsversuche (nach "Nullstellung")
Ergebnisse - an einem konkreten Untersuchungsobjekt (4)
Messgerät
im Raum
umgesetzt
von Raummitte in die
Nähe des ETP (9 kBq/m
3
)
Ursache ?
unvollständige
Durchmischung ?

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13 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
Eintrittspfadsuche gibt Hinweise auf relevante Radoneintrittsstellen
Empfehlung an Liegenschaftsverwaltung einfache Abdichtungsmaßnahmen zu
realisieren – Angebot: Eintrittspfade noch genauer zu lokalisieren
(nach Entfernung vorhandener Verkleidungen)
Lüftungsversuche weisen auf das Potential der Senkung der Radonkonzentration durch
gezieltes Lüften hin
Empfehlung an die Schule probeweise ein (minimales) Lüftungsregime zu realisieren
– morgens vor Unterrichtsbeginn und in der Mittagspause in den 8 auffälligen
Räumen (mit > 400 Bq/m
3
) jeweils ca. 10 Minuten Querlüften
– Dokumentation auf einem durch die BfUL zur Verfügung gestellten Lüftungs-
protokoll (Liste)
– Angebot der messtechnischen Begleitung zur Überprüfung der Wirksamkeit der
Lüftungsmaßnahmen
Schulleiter überträgt das gezielte Lüften den Hausmeistern
Ergebnisse - an einem konkreten Untersuchungsobjekt (5)
14 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
Messungen – 4. Runde
Lüftungsprotokolle zeigten, dass die Vorgaben entweder missverstanden oder nicht
konsequent erfüllt wurden (oft gekippte Fenster über deutlich längere Zeiten)
bis auf eine Ausnahme deutliche Senkung der Radonkonzentration innerhalb der
regulären Nutzungszeit (8 – 16 h)
aber kein Nachweis für eine wintertaugliche Lösung
Durchführung - an einem konkreten Untersuchungsobjekt (5)
Etage
zeitaufgelöste Messungen
*)
Anzahl
Zeitraum
Untergeschoss
8
14.9. - 1.10.12
*)
in Verbindung mit vorgegebenen Lüftungsregime

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15 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
Messungen – 4. Runde
Ergebnisse - an einem konkreten Untersuchungsobjekt (6)
1)
gesamter Messzeitraum;
2)
Unterrichtstage, 8-16 Uhr;
3)
nach Belegungsplan
Haus /
Etage
Raum Beschreibung
Radonkonzentration (Bq/m³)
gesamt
1)
"reguläre"
Nutzung
2)
tatsächliche
Nutzung
3)
1 / K
001
Sprachkabinett
230
150
160
1 / K
003
Medien
260
150
k. A.
1 / K
004
Informatik 1
195
140
140
1 / K
020
Werken Vorbereitung 1
1500
750
20
1 / K
022
Werken 2
2280
1220
1130
2 / K
030
Musik
210
80
90
2 / K
035
Unterrichtsraum
370
100
110
2 / K
042
Vorbereitung Musik
540
170
k. A.
16 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
seltene Nutzung
der "Werken
Vorbereitung"
Ergebnisse - an einem konkreten Untersuchungsobjekt (7)

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17 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
Ergebnisse - an einem konkreten Untersuchungsobjekt (8)
Lüften passt nicht
zur Nutzung -
niedrige Werte z.T.
außerhalb der
Nutzung
Senkungspotential
auch für "Werken
2" demonstriert
18 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
Messungen – 5. Runde
Durchführung - an einem konkreten Untersuchungsobjekt (6)
Etage
zeitaufgelöste Messungen
*)
Anzahl
Zeitraum
Untergeschoss
7
18.2. - 12.3.13
Erdgeschoss
1
*)
in Verbindung mit vorgegebenen Lüftungsregime

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19 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
vorgeschlagenes Lüftungsregime
teilweise umgesetzt (nur morgens)
Praktische "gewohnheitsmäßige"
Umsetzung schwierig
- speziell im Untergeschoss relativ
seltene Nutzung
- dann optimales Lüften kaum
routinemäßig organisierbar
- starres Lüftungsregime zu
aufwändig ?
- kurze Aufenthaltszeiten gegen
hohe Radonkonz. abwägen ?
Durchführung - an einem konkreten Untersuchungsobjekt (7)
20 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
Messungen – 5. Runde
Ergebnisse - an einem konkreten Untersuchungsobjekt (9)
Haus /
Etage
Raum Beschreibung
Radonkonzentration (Bq/m³)
gesamt
1)
"reguläre"
Nutzung
2)
1)
gesamter
Messzeitraum
2)
Werktage,
1 / K
001
Sprachkabinett
620
420
jeweils 8-16h
1 / K
002
Nebenraum Medien
520
420
1 / K
004
Informatik 1
360
310
1 / K
020
Technik & Computer
3)
1900
1330
3)
Bezeichnung entspricht
der tatsächl. Nutzung
(bisher lt. Raumplan
mit "Werken 2"
bezeichnet)
1 / K
022
Werken 2
1870
1210
1 / K
006
Informatik Vorbereitung
70
100
1 / E
102
Kleingruppen ArbRaum
220
180
2 / K
042
Vorbereitung Musik
580
340

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21 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
Ergebnisse - an einem konkreten Untersuchungsobjekt (10)
nur morgendliches
Lüften reichte in
mind. 2 Räumen
nicht
Raumspezifische
Lüftungsintensitä-
ten jedoch nicht
praktikabel ?
Alternativen ?
dauerhafte Um-
setzung der abge-
leiteten Empfeh-
lungen ?
22 | 30. September 2013 |
Dr. Werner Preuße
Bisher 4 Schulstandorte mit dieser Herangehensweise untersucht.
Erfassung in DURAS: - Messergebnisse
(verschiedene Mittelwerte - gesamt, nutzungsbezogen)
- Gebäudecharakteristika
-…
Zwischenberichte an die Schulleitung und Liegenschaftsverwaltung nach jeder
Messrunde.
Bei Bedarf (Erläuterung von Ergebnissen und Empfehlungen, Abstimmung
gemeinsamer Schritte) Vor-Ort-Beratungen mit Schulleitung/ Liegenschaftsverwaltung.
Vor allem wir lernen eine Menge dabei.
Bewertung:
genau nutzungs-
pauschal nutzungs-
ohne Differen-
???
bezogen ?
bezogen ?
zierung ?
Zusammenfassung