Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Landesamt fu
̈
rSchule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
Innovationspreis@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Medien und Technik
2002 CNC-Kompetenzzentrum
2003 Menschen in Dresden
2004 Courage leben –
gegen Rechtsextremismus
2004 Heurekia! Forum für Kreativität
und Technik
2005 Der Sächsische Kita-Bildungsserver
»www.kita-bildungsserver.de«
2006 Generationenübergreifende
Vermittlung von Medienkompetenz
2006 Internationaler Filmworkshop
2007 Ohrenzeuge II
2008 Schwierigkeiten mit dem Gesetz
2010 ALPHAFILM – leben schreiben
2010 Praxisorientierte Lernortkooperation
METALL
2014 Gründung der Zeitschrift
»kaffeepause«
2016
Techniklernwelten: ein Konzept für
Bildung mit Zukunft
2018
Fab-Mobil
2020
grillMOOC - Ernährungsbildung
online
2020
VZS.digital
Beruf und Arbeitswelt
2002 CNC-Kompetenzzentrum
2003 Der neue Lernort
2005 Fachkraft für Biotechnologie
2006 Internationaler Filmworkshop
2006 Qualitätsmanagement als
Lernprozess
2007 Lernenplus – Langeweileminus
2007
Impuls feminin
2008 Karriere hier
2009 Kompetenzplus
2009 Führungskräfteentwicklung durch
wissenschaftliche Weiterbildung
von Doktoranden
2010 Praxisorientierte Lernortkooperation
METALL
2012 Sächsisches Landesnetzwerk 50+
2013 Onkolotse Sachsen
2016
Techniklernwelten: ein Konzept für
Bildung mit Zukunft
2016
»Logbuch Generationswechsel«
2016
HZDR Technikerakademie – Aus der
Praxis in die Praxis
2017
»Wegweiserkurse für Asylsuchende
in Erstaufnahmeeinrichtungen«
2017
t.e.a.m. Förderprogramm für Nach-
wuchswissenschaftlerinnen
2018
Pilotprojekt zur Anpassungsquali -
fizierung vietnamesischer Kranken-
pfleger/-innen zum/zur deutschen
Gesundheits- und Krankenpfleger/-in
(GKP)
2019
Arbeitsorientierte Grundbildung
2020
Quabis - Sachsen
2020
WOHN-Meisterei
Politik und Weltanschauung
2002 Orientierung in der
Wissensgesellschaft
2004 Courage leben –
gegen Rechtsextremismus
2005 »Jugend für Jugend« –
TeamerInnen-Qualifikation im NDC
2006 Judentum erleben
2009
Geschichte erfahren –
mit dem Trabi durch die DDR
2011 Forum Bürgerstadt Leipzig –
Leipzig auf dem Weg zur
bürgerorientierten Kommune
2014 UNTOLD STORIES –
Friedliche Revolution `89
2015
FREI_RAUM 2015 für Demokratie
und Dialog
2015
Akademie für Junges Engagement
2016
App »ZEITFENSTER. Friedliche
Revolution Leipzig«
2018
Politische Bildung zur
Bundestagswahl 2017
2019
VHSmobil
Kategorisierung der Projekte

Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Landesamt fu
̈
rSchule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
Innovationspreis@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Soziales und Gesundheit
2003
FamilyGames
2003
Menschen in Dresden
2003
Weiterbildung von Menschen mit
geistiger Behinderung
2004
Deutsch lernen bei
gemeinnütziger Arbeit
2004
Mitbestimmen – aber wie?
2004
Zusammenleben in Deutschland
2005
»Jugend für Jugend« –
TeamerInnen-Qualifikation im NDC
2005
FamilienBildung
2006
Generationenübergreifende
Vermittlung von Medienkompetenz
2007
Ohrenzeuge II
2008
Für eine Kultur des Verstehens
und der Verständigung in Kitas
der Stadt Leipzig
2008
Schwierigkeiten mit dem Gesetz
2008
Gemeinsam für ein barrierefreies
Leipzig
2010
ALPHAFILM – leben schreiben
2010
Die Schaffung von Barrierefreiheit
beginnt in den Köpfen
unserer Kinder
2010
Angehende Erzieher mit Vision
2011
Seniorpartnerin School
2011
Elternakademie
2011
Gartenlabyrinth Hainichen –
Wege zwischen Vergangenheit
und Zukunft
2012
Behindern ist heilbar
2012
Wanderer – Legende und Visionen
2012
EX-IN Einbeziehung von Erfahrung
2013
Kinder in guten Händen
2013
Meine Reche – Meine Stimme
2013
Onkolotse Sachsen
2014
Ich – Du – Wir.
Familie sein trotz Pubertät.
2014
Die Volkshochschule -
Ort der Bildung für Jedermann
2015
Erwachsenenbildung als Dienst an
der Bürgergesellschaft
2016
»Logbuch Generationswechsel«
2017
Noteingang – Muskepeers und
Löweneltern – Weiterbildungsformate
des Kinder- und Jugendhilferechts-
vereins e.V.
2018
Politische Bildung zur
Bundestagswahl 2017
2018
Pilotprojekt zur Anpassungsquali -
fizierung vietnamesischer Kranken-
pfleger/-innen zum/zur deutschen
Gesundheits- und Krankenpfleger/-in
(GKP)
2019
Arbeitsorientierte Grundbildung
2019
Engagierte Stadt Görlitz – Gemein -
sam qualifizieren und vernetzen
2020
Quabis - Sachsen
2020
WOHN-Meisterei
Naturwissenschaft und Ökologie
2002
Prima Klima
2003
Der neue Lernort
2004
Heurekia! Forum für Kreativität
und Technik
2005
Fachkraft für Biotechnologie
2007
Werkstätten in den Weberhäusern
2009
Billardakademie
2018
Kunststoffschmiede
Kultur und Interkulturalität
2002
Prima Klima
2002
Konzeption zur umfassenden
Weiterbildung
im Daetz-Zentrum
2005
Weiterbildung und Architektur –
DAStietz
2006
Internationaler Filmworkshop
2006
Musiktheater für junge Leute
2007
Werkstätten in den Weberhäusern
2008
Für eine Kultur des Verstehens
und der Verständigung in Kitas
der Stadt Leipzig
2009
Sprachbilder 2008
2011
Elternakademie
2011
Gartenlabyrinth Hainichen –
Wege zwischen Vergangenheit
und Zukunft
2012
Wanderer – Legende und Visionen
2013
Meine Reche – Meine Stimme
2014
UNTOLD STORIES –
Friedliche Revolution `89
2014
Gründung der Zeitschrift
»kaffeepause«
2015
FREI_RAUM 2015 für Demokratie
und Dialog
2015
Erwachsenenbildung als Dienst an
der Bürgergesellschaft
2015
Akademie für Junges Engagement
2016
App »ZEITFENSTER. Friedliche
Revolution Leipzig«
2017
»Wegweiserkurse für Asylsuchende
in Erstaufnahmeeinrichtungen«
2018
Kunststoffschmiede
2018
Pilotprojekt zur Anpassungsquali -
fizierung vietnamesischer Kranken-
pfleger/-innen zum/zur deutschen
Gesundheits- und Krankenpfleger/-in
(GKP)
2019
VHSmobil
2019
Innovatives Theaterprojekt
›MARCO POLO‹
2019
Engagierte Stadt Görlitz – Gemein -
sam qualifizieren und vernetzen
Kategorisierung der Projekte

image
image
Beruf und Arbeitswelt
Soziales und Gesundheit
»QuaBIS – Sachsen«
Qualifizierung von Bildungs- und Inklusionsreferent*innen
für inklusive Hochschulentwicklung in Sachsen.
Unsere Vision
Bildungs- und Inklusionsrefe-
rent*innen sind Forscher*innen
und Expert*innen zu Fragen ge-
sellschaftlicher Veränderungs-
prozesse auf dem Weg zur
vollen und wirksamen Teilhabe
für alle Menschen. Aus dieser
Position heraus, legen sie Beur-
teilungskriterien an und hinter-
fragen hartnäckig benachteil-
igende Strukturen. Sie konkreti-
sieren durch ihre Bildungsarbeit
die Forderungen der UN-BRK
und setzen diese um.
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
Akteur*innen an Bildungseinrich-
tungen, insbesondere an der
Hochschule
Teilnehmende an inklusions-
orientierten Aus-, Fort- und
Weiterbildungsangeboten
Fach- und Führungskräfte
Stadtverwaltung, Behörden
und Kultureinrichtungen
Projektziele
Die persönliche Expertise und er-
worbenes Wissen werden in der
Qualifizierung professionalisiert,
sodass die Bildungs- und Inklusi-
onsreferent*innen befähigt werden
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
Bildungsarbeit anzubieten.
Kontakt
QuaBIS
Universität Leipzig
Prof.
in
Dr.
in
Saskia Schuppener
Marschnerstraße 29 e,
04109 Leipzig
Tel.: 0341/9731511
E-Mail: quabis@uni-leipzig.de
TU Dresden
Prof.
in
Dr.
in
Anke Langner
August-Bebel Straße 30,
01027 Dresden
Tel.: 0351/46332
E-Mail: quabis@mailbox.tu-dresden.de
www.quabis.info
1. Preis 2020
Universität Leipzig und Technische Universität Dresden

»QuaBIS – Sachsen«
1. Preis 2020
Universität
Leipzig und Technische Universität Dresden
Das Projekt „Qualifizierung von Bildungs- und Inklusions-
referent*innen in Sachsen (QuaBIS)“ lässt sich als ein Vor-
haben kennzeichnen, welches sich einer geforderten
strukturellen Veränderung im Sinne einer „Hochschule für
Alle“ widmet. Durch die Qualifizierung und Einbindung
von zwölf Menschen, die bisher in Systemen der soge-
nannten Behindertenhilfe (WfbM, Tagesstruktur) beschäf-
tigt waren, soll inklusionsorientierte Weiterbildung in den
Bereichen Lehre und Forschung entwickelt und ausgebaut
werden. Menschen mit Behinderungserfahrungen werden
so partizipativ in bestehende Prozesse eingebunden und
entwickeln diese gemeinsam weiter. Damit soll ihnen die
Möglichkeit gegeben werden, im Anschluss an die Quali-
fizierung im Rahmen einer Anstellung auf dem ersten Ar-
beitsmarkt im universitären Kontext und in individuell
gewählten Arbeitsfeldern selbst mitzugestalten, sich wei-
terzubilden, mit ihrem Wissen die Ausbildung angehender
Fach- und Lehrpersonen zu verbessern und sich an For-
schung und Wissensproduktion zu beteiligen. Es gilt, die
von den Bildungs- und Inklusionsreferent*innen durch
die Qualifizierung erworbenen Kompetenzen und die in
diesem Kontext neu entwickelten Bildungsangebote dau-
erhaft in verschiedene reguläre Studiengänge der Univer-
sität Leipzig und Technischen Universität Dresden sowie
darüber hinaus sachsenweit in verschiedene Weiterbil-
dungsformate zu überführen. Dabei geht es unter Rück-
bezug auf die Erfahrungs- und Lebenswelten um eine
Integration und Reflexion von subjektiven Theorien der
angehenden Bildungs- und Inklusionsreferent*innen in
die bisher exklusiv geführten Fachdiskussionen. Sie sind
Forscher*innen und Expert*innen zu Fragen gesellschaft-
licher Veränderungsprozesse auf dem Weg zur vollen und
wirksamen Teilhabe für alle Menschen und in allen Berei-
chen des Lebens. Sie hinterfragen benachteiligende Struk-
turen aus der Haupt(betroffenen)perspektive und können
somit erfahrungsbasiert zur Reflexion und Veränderung
von Benachteiligung und Diskriminierung beitragen.
Damit liefert eine Verschränkung von „Alltagswissen“ und
akademischem Wissen (Citizen Science) die nachhaltige
Chance zur Entwicklung einer diversitätssensiblen Pro-
fessionalität. Die angehenden Bildungs- und Inklusions-
referent*innen vermitteln Studierenden sowie Lehr-,
Fach- und Führungskräften beispielhaft, wie Inklusion
praktisch funktionieren kann. In Seminaren, Workshops,
Vorlesungssitzungen und Konferenzbeiträgen thematisie-
ren sie die Lebenswelten, spezifischen Bedarfe und Fähig-
keiten von Menschen mit Behinderungserfahrungen und
vermitteln Inhalte gemäß dem Grundsatz “Nicht über uns
ohne uns”, indem die Personengruppe direkt zu Wort
kommt. Die thematische Palette der verschiedenen Bil-
dungsformate ist bewusst breit aufgestellt, umfasst viele
Aspekte des menschlichen Lebens und wird flexibel an die
jeweiligen Anforderungen eines Studiengangs oder einer
beruflichen Weiterbildung angepasst (Beispiele: Bildung,
schulische Sozialisationen, Übergänge Schule-Beruf, Le-
benslanges Lernen, Anforderungen an einen inklusiven
Arbeitsmarkt, Wohnen in allen Facetten der Wohnformen
und ihrer sozialräumlichen Einbindung, Freizeit, Gesund-
heit, Barrierefreiheit, Teilhabe und Partizipation, Gesell-
schaft und Macht, Diskriminierung, Leichte Sprache,
u.v.m.). Das Tätigkeitsfeld erstreckt sich auf Aus- und Wei-
terbildung von Lehrpersonal, inklusionssensible Organi-
sationsentwicklung sowie auf partizipative Forschung,
und soll zukünftig in unterschiedlichsten Institutionen
angeboten werden: Fachhochschulen und Universitäten,
aber auch Städten und Kommunen sowieUnternehmen
und Verwaltungsstrukturen. Das Projekt wird vom Säch-
sischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
gefördert.
Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Landesamt fu
̈
rSchule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
Innovationspreis@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Fu
̈
rdie dargestellten Inhalte ist der Projektträger verantwortlich.

image
Medien und Technik
»grillMOOC - Ernährungsbildung online«
Vier Themenwochen zum Grillen – online und
live an den beteiligten Volkshochschulen
Unsere Vision
Unsere Vision ist, möglichst
viele Menschen mit den Mög-
lichkeiten digitaler Bildung
vertraut zu machen und
damit erweiterte Möglich-
keiten zur Teilhabe an
Bildung zu schaffen.
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
1. Preis 2020
Volkshochschule Leipzig
Zielgruppen
Menschen die bisher wenig
digitale Lernangebote
genutzt haben
Frauen, die sich bisher nicht
für das (männerdominierte)
Thema Grillen interessieren
Männer die sich bisher nicht
für die Lernangebote der
vhs interessieren (vhs-Kurse
werden zu 75% von Frauen
besucht)
Projektziele
Förderung der
digitalen Bildung
Bekanntmachung der
Lernplattform „vhs.cloud“
Förderung der
gesunden Ernährung
Kontakt
Volkshochschule Leipzig
Löhrstr. 3–7
04105 Leipzig
Frau Heike Richter
(Leiterin)
Herr Peter Kabitzsch
(Pädagogischer Mitarbeiter)
0341 / 123 6069
vhs@leipzig.de
www.vhs-leipzig.de

»grillMOOC - Ernährungsbildung online«
1. Preis 2020
Volkshochschule
Leipzig
Die Volkshochschule Leipzig verfolgt das Ziel, Menschen
mit den Möglichkeiten digitaler Bildung vertraut zu ma-
chen und damit erweiterte Möglichkeiten zur Teilhabe an
Bildung zu schaffen. Dafür haben die Volkshochschulen
mit der vhs.cloud eine Lernplattform entwickelt, die die
technische Basis für digitale Lernangebote bildet. Die
meisten Teilnehmer*innen der Volkshochschulkurse haben
bisher wenig Erfahrungen mit digitalen Lernangeboten
gemacht. Mit dem ubiquitären Thema „Grillen“ sollte diese
Zielgruppe mit der vhs.cloud und der Möglichkeit, Volks-
hochschule digital zu erleben, vertraut gemacht werden.
Der grillMOOC war von seiner Konzeption darauf ange-
legt, deutschlandweit von Teilnehmer*innen der Volks-
hochschulen bearbeitet werden zu können.
Im Mai 2019 wurde das Thema Grillen innerhalb von vier
Wochen als Massive Open Online Course sowohl in digi-
talen Lernbausteinen in der vhs.cloud als auch analog in
drei großen Veranstaltungen in den Volkshochschulen vor
Ort, bearbeitet.
Dafür wurden vier Themenwochen geplant. Die erste
Woche stand unter dem Gesichtspunkt von Ökologie und
Nachhaltigkeit. Es wurden die Themen energieeffizientes
Grillen, nachhaltiges (Einweg-)Geschirr und Grillgut, Plas-
tikvermeidung beim Einkauf sowie verschiedene Alterna-
tiven zur Holzkohle aus Bambus, Olivenabfällen und
Kokosnussschalen behandelt. In der zweiten Themenwo-
che wurde der Fokus auf die gesundheitlichen Aspekte
des Grillens gelegt. In der dritten Themenwoche standen
Grillmethoden, Grillgeräte und Zubehör im Mittelpunkt.
Es wurden viele verschiedene Grillgeräte mit unterschied-
lichen Brennmaterialen vorgestellt und getestet und das
Thema „Grillen in der Stadt“ mittels indoor-tauglichen
Grillgeräten den Lernenden näher gebracht. Zum Ab-
schluss des grillMOOCs wurde das für die Volkshochschu-
len, die in ihren Kursen Teilnehmer*innen aus vielen
Kulturen unterrichten, naheliegende Thema des interkul-
turellen Grillens gewählt und korrespondierende Getränke
vorgestellt.
In den MOOCbars anderer Volkshochschulen konnte ge-
meinsam mit den Teilnehmenden der Livestream über
Edudip (Software für online durchgeführte Seminare) ver-
folgt werden. Unter dem Begriff einer MOOCbar wurden
in anderen MOOCs lokale Veranstaltungen der begleiten-
den Bildungseinrichtungen verstanden, in denen sich vor
Ort über die Inhalte des MOOCs ausgetauscht werden
konnte. Diese MOOCbars dienen dazu, die Teilnehmer*innen
aus der (gefühlten) Anonymität digitaler Lernangebote zu-
rück in bekannte Präsenzformen zu holen und einen di-
rekten Austausch zu ermöglichen
Die Lerninhalte des grillMOOC wurden online als Lern-
bausteine im Kursraum der vhs.cloud bereitgestellt, wel-
che wochenweise freigeschaltet wurden. In den Lernbaustei-
nen wurden verschiedene Darstellungsformen und inter-
aktive Lernüberprüfungen in Form von Quizzen, Zuord-
nungsaufgaben oder Multiple Choice Tests durchgeführt.
Für die zweite und dritte Themenwoche wurden Lernvi-
deos angefertigt. Die Entscheidung, diese Themen in Form
von Lernvideos und darauf aufbauendem Wissenstest zu
erstellen, liegt darin begründet, dass sich Handlungsab-
läufe filmisch besser darstellen lassen als in reiner Text-
form. Die Vermittlung durch (bewegtes) Bild und Ton
spricht verschiedene Sinneskanäle an. Die Videos sind
strukturell gleich aufgebaut, um den Zuschauer*innen
eine Orientierung zu geben. Die Dauer der Videos liegt
zwischen zwei und sechs Minuten, um die Aufmerksam-
keitsspanne der Zuschauenden nicht zu überreizen. Des
Weiteren standen in dem Kursraum die Rezepte der Kurs-
leitenden als Download zur Verfügung, konnten Bilder der
MOOCbars hochgeladen werden und es erfolgte ein Aus-
tausch mit den Teilnehmer*innen über das Forum. Einige
Tage nach den Grillevents wurde die Aufzeichnung der
Liveshows zum Nachschauen zur Verfügung gestellt.
Die Lernbausteine, Lernmaterialien und Videos stehen
unter
www.grillmooc.de
auf einer offenen Seite der
vhs.cloud zur Verfügung.
Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Landesamt fu
̈
rSchule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
Innovationspreis@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Fu
̈
rdie dargestellten Inhalte ist der Projektträger verantwortlich.

image
image
Medien und Technik
»VSZ.digital«
Digitale Weiterbildungsangebote für Vereine und Stiftungen
Unsere Vision
Das Projekt „VSZ.digital“ soll die Nachteile und Zugangsbarrieren
der klassischen Weiterbildungsformate überwinden und internetba-
sierte, mobil verfügbare Formate der Bildung etablieren. Dabei soll
die damit verbundene höhere Reichweite bewusst genutzt werden.
Unsere Vision ist, ein Weiterbildungsangebot zu schaffen, dessen
Zugang jedem Menschen, zu jeder Zeit, an jedem Ort über eine
Vielzahl von Kanälen auf die jeweils vom Teilnehmer/-innen
bevorzugte Weise zu einem erschwinglichen Preis möglich ist.
Weiterbildung soll dann stattfinden können, wenn der Nutzer/-
innen nach dieser verlangt und in einer für ihn effektiven und
nutzbringenden Form. Der Fokus liegt auf der Unabhängigkeit,
da wir dadurch auch einem gewissen Ausgleich bestehender
regionaler Disparitäten schaffen können.
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
2. Preis 2020
Vereins- und Stiftungszentrum e. V., Dresden
Zielgruppen
ehren- und hauptamtliche Mit-
arbeiter/-innen steuerbegünstigter
Organisationen, Initiativen und
Projekte
Privatpersonen mit Bezug zu
gemeinnütziger, mildtätiger
oder kirchlicher Tätigkeit
die nachwachsende Generation
der sog. „Digital Natives“
die ältere Generation und Lehr-
personal, die jeweils im Umgang
mit digitalen Medien geschult
werden sollen
Projektziele
Zentrale Herausforderung und Strategie
des Projekts sind zum einen die Transfor-
mation der klassischen Weiterbildungsfor-
mate in digitale Formate(Live-Online-
seminare/Video on Demand (VoD))
sowie die Schaffung und Etablierung völlig
neuer digitaler Weiterbildungsangebote
und -kanäle (Vodcast, Podcast, VSZ-App,
Training: Fit fürs E-Teaching!)
Zudem gehört zur Strategie des Projektes
stets, die Weiterbildungsangebote immer
so nah wie möglich an die Zielgruppe
heran zu tragen, keine Bevölkerungs-
schicht auszuschließen und zugleich stets
eine hohe Reichweite zu erzeugen.
Kontakt
Vereins- und Stiftungszentrum e. V.
Vorstand:
Jens Trocha, Jan Graupner
Erna-Berger-Straße 5
01097 Dresden
Tel.: 0351 – 20 6700 0
Fax: 0351 – 20 6700 19
mail@vereine-stiftungen.de
www.vereine-stiftungen.de

»VSZ.digital«
2. Preis 2020
Vereins-
und Stiftungszentrum e. V., Dresden
Nach anfänglich ersten kleineren Testausflügen in die di-
gitale Onlinewelt und der daraus resultierenden positiven
Resonanz der Nutzer unseres Digitalangebotes, wurde das
Projekt „VSZ.digital“ im Herbst 2019 ins Leben gerufen und
in der Folgezeit umgesetzt.
Unser Projekt „VSZ.digital“ beinhaltet derzeit die Umset-
zung von drei verschiedenen digitalen Formaten über zwei
Kanäle sowie ein Kompetenztraining für Referent/-innen
zur Anwendung digitaler Bildungsformate. Zum Beispiel
folgende:
Digitales Weiterbildungsformat:
Live-Onlineseminare
Hierbei handelt es sich um Vorträge in Echtzeit, welche live
über das Internet gestreamt werden.
Mit diesem Format schafft das VSZ generell die Möglich-
keit, die Vortragsinhalte allen Interessierten via Livestream
zeitgleich an alle gewünschten Orte mit Internetverbin-
dung (z. B. Wohnung, Büro, Verkehrsmittel, externe Veran-
staltungsräume etc.) zu übertragen. Durch die öffentliche
Ausstrahlung des Livestreams in den Vereins-Zentren und
Freiwilligenagenturen können Personen erreicht werden,
die z.B. aufgrund fehlender Mobilität nicht persönlich am
Seminar teilnehmen können.
Digitales Weiterbildungsformat:
Video on Demand (VoD)
Bei den VoD handelt es sich um aufgezeichnete Seminare
zum Onlinestreaming, weshalb dieses Format in Bezug auf
die flexible Verfügbarkeit des Weiterbildungsangebotes
noch einen Schritt weiter geht: es überwindet nicht nur die
Ortsgebundenheit, sondern ermöglicht eine auch in zeitli-
cher Hinsicht unabhängige Nutzung. Werden dann hierfür
mobile Geräte eingesetzt (z. B. Smartphones, Tablets), wird
hieraus sogar eine „Weiterbildung zwischendurch“ bzw.
eine „Weiterbildung-to-go“ möglich. Durch diese Möglich-
keiten kann die persönliche Lerngeschwindigkeit selbst
festgelegt werden und das Gehörte individuell noch einmal
gefestigt.
Digitales Weiterbildungsformat:
Vodcast/Podcast
Die eigens durch das VSZ produzierten Vodcasts (= digitale
Videobeiträge) und Podcasts (= digitale Audiobeiträge),
geben kurze Fachbeiträge zu ausgewählten Themen wieder.
Hierbei handelt es sich bei uns nicht um Seminare oder
Vorträge, sondern um Experten/-innen-Interviews mit einer
Länge von ca. 5 – 10 min. Dieses Angebot stellt eine sinn-
volle Ergänzung zu den obig beschriebenen Formaten dar.
Zudem gibt es eine eigene VSZ-APP für die mobil opti-
mierte Nutzung der Formate.
Die oben genannten Weiterbildungsangebote können je-
derzeit wahrgenommen werden. Dies ist vor allem vor dem
Hintergrund wichtig, da der Bedarf an einer Weiterbildung
erfahrungsgemäß meist situativ entsteht und ein Aufschub
nur selten sinnvoll ist. Wenn sich Mitglieder und Mitarbei-
ter/-innen in Vereinen und Stiftungen zu bestimmten The-
men zu einem konkreten Zeitpunkt informieren wollen, ist
es nur bedingt hilfreich, auf ein möglicherweise in der Zu-
kunft irgendwann stattfindendes Seminar angewiesen zu
sein. Die einzigen Alternativen hierzu bilden die eigene zeit-
aufwendige Recherche in der Fachliteratur und/oder Inter-
net oder konkrete Beratungstermine bei Fachleuten, welche
durch die 1:1-Beratung meist sehr kostenintensiv sind.
Weitere strategische Ansätze
Wir legen im Rahmen des Projektes Wert auf die Bereit-
stellung qualitativ hochwertiger Inhalte bei gleichzeitig
möglichst geringen technischen Anforderungen für die
Nutzer/-innen, damit eine uneingeschränkte Nutzung
durch Jedermann möglich ist. So vermeiden wir bei der
Auswahl und Nutzung der Formate und Kanäle, das Nut-
zer/-innen erst komplexe Softwareprogramme installieren,
zusätzliche Datenübertragungsvolumen buchen oder Hard-
warekomponenten erneuern müssen, um unsere Weiter-
bildungsangebote wahrnehmen zu können.
Wir haben uns das Ziel gesetzt, das E-Learning, Vod- und
Podcast, VoD, Online-Seminare & Co. im Bereich des bür-
gerschaftlichen Engagements hierzulande aus den Kinder-
schuhen erwachsen zu lassen.
Durch die Umsetzung unseres Projekts „VSZ.digital“ haben
wir es geschafft, eine breit gefächerte digitale Angebots-
palette zu entwickeln, die konsequenter Weise über ver-
schiedene digitale Kanäle stationär, aber auch problemlos
mobil nutzbar ist. Damit wird die digitale Transformation
nicht nur punktuell durchgeführt, sondern durchdringt fol-
gerichtig den gesamten Produktlebenszyklus der Weiter-
bildungsangebote.
Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Landesamt fu
̈
rSchule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
Innovationspreis@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Fu
̈
rdie dargestellten Inhalte ist der Projektträger verantwortlich.

image
Beruf und Arbeitswelt
Soziales und Gesundheit
»WOHN-Meisterei«
Beratung auf Augenhöhe mit Experten in eigener Sache – Weiterbildung
von Menschen mit Behinderung zu Beratern und Beraterinnen.
Unsere Vision
Beratung auf Augenhöhe!
Menschen mit geistiger Behin-
derung beraten Menschen mit
geistiger Behinderung und
deren Angehörige, teilen
Erfahrungen und Gedanken,
nehmen Ängste. Man kann
einander besser verstehen,
wenn man Ähnliches erlebt
hat. Menschen mit Behinde-
rung bekommen eine Stimme!
Werden stark! Werden gehört!
Sind Expert/innen in
eigener Sache!
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
3. Preis 2020
Lebenshilfe Dresden e. V.
Zielgruppen
Menschen mit geistiger
Behinderung
Angehörige
Berufsbetreuer/innen
Interessierte
Projektziele
Tandem-Beratung:
Fragen zu Finanzen, Anträgen etc.
werden von Berater/innen ohne
Behinderung beantwortet
Fragen zu Abläufen, Inhalten,
Gedanken, Ängsten etc. werden
von Berater/innen mit Behinderung
beantwortet, die ähnliche Erfahrun
gen gemacht haben
Kontakt
Lebenshilfe Dresden e.V.
Cornelia Weber
Josephinenstr. 31
01069 Dresden
0351-32027747
c.weber@lebenshilfe-dresden.de
www.lebenshilfe-dresden.de

»WOHN-Meisterei«
3. Preis 2020
Lebenshilfe
Dresden e. V.
Beratung von Betroffenen für Betroffene
Menschen mit Einschränkungen sind oftmals auf Unter-
stützung angewiesen. Daher haben wir als Lebenshilfe
Dresden Aspekte der sogenannten Peer-Beratung leben-
dig werden lassen - „Beratung von Betroffenen für Be-
troffene“. Grundlage bildet das Wissen darum und
letztlich auch das gute Gefühl, von jemandem beraten zu
werden, der schon mal in einer ähnlichen Situation war
oder ist. Daher gibt es in Deutschland glücklicherweise
einige Gruppen von Menschen, wie z.B. von Menschen mit
psychischer Erkrankung oder reiner Körperbehinderung,
denen es gelungen ist, so zu erstarken, dass sie ähnlich Be-
troffenen mittels Peer Beratung helfen können.
Die Gruppe der Menschen mit geistiger oder mehrfacher
Behinderung ist eine leise. Menschen mit geistiger Behin-
derung sind es (leider) gewohnt, immer die Ratsuchenden
zu sein, beraten zu werden. Dass sie selbst auch ganz viel
zu sagen haben, dass es anderen Menschen mit geistiger
Behinderung und deren Angehörigen immens wichtig
sein kann, was sie erlebt haben, müssen sie zum Teil erst
lernen. Wichtig zu sein. Gehört zu werden.
Nachfühlen können – ein Mehrwert
Um auch Menschen mit geistiger Behinderung diese Peer-
Ebene, also Beratung auf Augenhöhe ermöglichen zu
können, hat die Lebenshilfe Dresden im Rahmen eines
Projektes der WOHN-Meisterei zwischen 2017-2019 sechs
Menschen mit geistiger Behinderung als Peer- bzw. Tan-
demberater/innen weitergebildet. Zusammen mit jeweils
einem Menschen ohne Behinderung beraten sie im Tan-
dem, v.a. zu Themen des Wohnens, aber auch zu allem an-
deren, wofür sie durch ihre eigenen Erfahrungen
Expert/innen sind. Die/der Berater/in ohne Behinderung
kann bei Fragen unterstützen, die sich um Finanzierung
und Antragstellung drehen. Es stellt für den Ratsuchen-
den einen deutlichen Mehrwert dar, von jemandem ge-
hört und beraten zu werden, der Gleiches oder Ähnliches
erlebt hat.
Expertenwissen mit Strahlkraft
Im Osten Deutschlands war zum Zeitpunkt des Projekt-
startes 2017 eine Weiterbildung wie diese einzigartig und
auch im weiteren Bundesgebiet lagen nur wenige Erfah-
rungswerte vor. Inzwischen werden wir von vielen ande-
ren Trägern der Behindertenhilfe im Bundesgebiet zu
unserer Weiterbildung und der letztlich jetzt gelebten
Praxis befragt und das Modell der Peer- und Tandem-Be-
ratung macht Schule.
Unsere weitergebildeten Berater/innen haben inzwischen
schon zahllose Beratungen im Tandem gemacht. Anfangs
fühlte sich alles ungewohnt an, aber mittlerweile sind alle
routiniert, mit fremden Menschen zu sprechen.
Die Weiterbildung leistete einen deutlichen Beitrag auch
zur persönlichen Entwicklung der Berater/innen, die jetzt
um ein Vielfaches selbstbewusster aufzutreten vermögen,
als ihnen dies durch lebenslange Hilfebedarfe vorher
möglich war.
Man spricht in einfacher Sprache, nimmt sich Zeit, kann
Dinge so erklären, dass der/ die Ratsuchende es versteht,
auch bei einer kognitiven Einschränkung.
Auch Angehörigen bedeuten die berichteten Erfahrungen
viel, da sie nicht selten Ängste nehmen, z.B. vorm Auszug
bei den Eltern in eine Wohnform mit Assistenz.
Bei den Tandem-Berater/innen handelt es sich um drei
Männer und drei Frauen, die in ganz verschiedenen
Wohnformen leben, so dass ein breites Spektrum an Er-
fahrungen abgebildet werden kann.
Themen sind bei den Beratungen oft ein Auszugswunsch
von Menschen mit Behinderung bei deren Eltern, man-
gelnde Freizeitmöglichkeiten oder Probleme mit den ge-
setzlichen Vertreter/innen.
Auch das Netz derer, die mit den Peer-Berater/innen zu-
sammen beraten, hat sich ausgeweitet. So nutzen nun
mehrere verschiedene Stellen in der Lebenshilfe und auch
externe Beratungsstellen in Dresden die Berater/
innen mit Behinderung und den Mehrwert dieses
Expertenwissens.
Unser Projekt wurde gefördert von der Aktion Mensch.
Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Landesamt fu
̈
rSchule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
Innovationspreis@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Fu
̈
rdie dargestellten Inhalte ist der Projektträger verantwortlich.

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Kultur und Interkulturalität
»Engagierte Stadt Görlitz –
Gemeinsam qualifizieren und vernetzen«
Bürgerschaftlich Engagierte als aktive Gestalterinnen und Gestalter von
Gesellschaft und Demokratie stärken
1. Preis 2019
Görlitz für Familie e. V.
Unsere Vision
Görlitz hat eine vielfältige und ausgeprägte
Engagementlandschaft. Mehr als 400 Vereine
und zahlreiche Initiativen ermöglichen eine
aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben:
die Menschen machen die Stadt!
Unsere Vision: bürgerschaftliches Engage-
ment ist eine selbstbewusste und anerkannte
Säule der Stadtentwicklung. Dafür bauen wir
an nachhaltigen Strukturen für die gezielte
Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft, Stadt-
verwaltung und Wirtschaft und entwickeln
Qualifizierungs- und Vernetzungsangebote
für Engagierte.
Zielgruppen
Menschen, die sich kurz- oder
langfristig bürgerschaftlich enga-
gieren in Vereinen, Initiativen, Ver-
bänden, Projekten etc.
Engagierte aus allen Bereichen (wie
bspw. Familienhilfe, internationale
Jugendarbeit, Senior*innenarbeit,
Soziokultur, Kunst und Kultur,
Natur- und Umweltschutz, Demo-
kratieförderung, Stadtpolitik oder
Sport)
Menschen, die sich künftig gern
freiwillig engagieren möchten
Projektziele
Vereine und Engagierte als aktive
Gestalter*innen von Stadt und Ge-
sellschaft stärken und in ihrer
Selbstorganisation befähigen
mehr Görlitzer*innen für ein frei-
williges Engagement begeistern
Kontakt
Görlitz für Familie e.V.
Demianiplatz 7
02826 Görlitz
Daniel Wiesner (Vorstandsmitglied)
vorstand@goerlitz-fuer-familie.de
Anna Olbrich (Projektkoordination)
engagierte-stadt@
goerlitz-fuer-familie.de
Telefon 03581 – 8790 282
www.engagiertes-goerlitz.de
www.goerlitz-fuer-familie.de
www.facebook.com/
engagiertestadtgoerlitz
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Soziales und Gesundheit

Engagierte Stadt Görlitz – Gemeinsam qualifizieren und vernetzen
1. Preis 2019
Görlitz für Familie e. V.
Komplexe Anforderungen an bürgerschaftlich Enga-
gierte
Freiwillig Engagierte stehen vor vielfältigen Herausforde-
rungen und haben häufig einen Balanceakt zwischen
Beruf, Familie und Verein zu meistern. Neben ihrer eigent-
lichen ehrenamtlichen Tätigkeit in der Nachbarschaft mit
Senior*innen oder bei kulturellen Veranstaltungen über-
nehmen sie immer mehr verantwortungsvolle Aufgaben
bspw. als Projektmanager*innen ihrer eigenen Organisa-
tion.
Qualifizierung von bürgerschaftlich Engagierten
Mit dem Projekt wollen wir Vereine und Engagierte als
aktive Gestalter*innen von Stadt und Gesellschaft stärken
und in ihrer Selbstorganisation befähigen. Dazu bieten
wir verschiedene digitale und analoge Begegnungs- und
Lernmöglichkeiten an, die Akteur*innen aus Zivilgesell-
schaft, aber auch Verwaltung und Wirtschaft zusammen-
bringen, Identität stiften und Synergien erschließen.
Angebote kooperativ und bedarfsgerecht entwickeln
Alle Angebote zielen darauf ab, miteinander und vonei-
nander lernen zu können. Vorhandenes lokal-regionales
Wissen wird sichtbar gemacht und persönlicher Aus-
tausch – sowohl unter den Engagierten wie auch den ko-
operierenden Organisationen – angeregt. Die Angebote
werden nicht im Alleingang des Projektträgers umgesetzt.
Gute bestehende Konzepte werden aufgegriffen und ge-
meinsam weiterentwickelt; Partnerschaften zur Umset-
zung neuer Konzepte werden geschlossen. Regelmäßiger
Austausch und Abstimmung finden statt im Netzwerk der
Koordinierungsstellen für bürgerschaftliches Engagement
sowie in der AG Weiterbildung. Dem ganzheitlichen Netz-
werkcharakter des Projekts entsprechend, liegen der Ent-
wicklung
von
Angeboten
auch
immer
wieder
Bedarfsabfragen bei der Zielgruppe zugrunde, bspw. mit-
tels einer Online-Umfrage.
Angebote der Engagierten Stadt Görlitz
Engagierte Stadt Camp
Die ganztägige kompakte Weiterbildungsveranstaltung
im Format eines Barcamps versorgt ca. 50 Engagierte mit
mehreren Kurzworkshops zu Themen der Vereins- und
Projektarbeit und bietet ausreichend Raum für kollegialen
Erfahrungsaustausch.
Ideenlabor
Das Ideenlabor ist ein niedrigschwelliges mobiles Bera-
tungsangebot mit dem die Netzwerkpartner*innen der
Engagierten Stadt auf Festen und Veranstaltungen im öf-
fentlichen Raum in Görlitz unterwegs sind. Als erfahrene
Projektemacher*innen und Verwaltungsmitarbeitende
helfen sie bei der Entwicklung von kleineren Projektideen,
wie bspw. eine nachbarschaftliche Kennenlernaktion um-
zusetzen, weiter.
Onlineplattform für Engagement mit Wissens-Blog
Interessantes für die Vereins- und Projektarbeit bietet der
Blog auf der Plattform
www.engagiertes-goerlitz.de.
Die
Netzwerkpartner*innen und andere Organisationen aus
dem Engagementbereich stellen hier Wissen und Erfah-
rungen zu Freiwilligenmanagement, Fördermittelakquise
oder Projektstrukturierung zur Verfügung und informie-
ren über aktuelle Ausschreibungen oder Aufrufe.
EngagementBörse
Ca. 40 – 45 Vereine, Initiativen etc. präsentieren sich einer
breiten Öffentlichkeit an bunten Marktständen und kom-
men in kollegialen Austausch untereinander als auch mit
Menschen, die sich für Engagementmöglichkeiten inte-
ressieren. Die Börse fand erstmals auf Initiative des Se-
niorKompetenzTeams GörlitZgorzelec und des Ideenfluß
e. V. statt.
SpeedBeratung
In jeweils 10-minütigen Runden treffen Vertreter*innen
von Vereinen auf Fachexpert*innen (meist Unternehmer*
innen) und können drängende Fragen zu bspw. Vereins-
recht, Konfliktmanagement oder Öffentlichkeitsarbeit los-
werden und erhalten erste Tipps und hilfreiche Kontakte.
Die SpeedBeratung fand erstmals auf Initiative der Sozia-
len Netzwerk Lausitz gGmbH statt.
Vereinsstammtisch
In entspannter Feierabendatmosphäre in einem Café in
der Görlitzer Altstadt finden monatlich Kurz-Inputs zu
Themen wie Social Media, Nachwuchsgewinnung etc. mit
anschließendem Erfahrungsaustausch statt. Der Stamm-
tisch ist eine Initiative der Volkshochschule Görlitz und
des Oberlausitzer Kreissportbundes.
Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Landesamt für Schule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
Innovationspreis@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Für die dargestellten Inhalte ist der Projektträger verantwortlich.

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Kultur und Interkulturalität
»Innovatives Theaterprojekt ›MARCO POLO‹«
Ein gemeinsames Werk erschaffen durch einen generationenübergreifenden
Lernprozess von Menschen mit und ohne Behinderung aus unterschiedlichen
Nationen, Kulturen und Religionen
2. Preis 2019
Förderkreis Centro Arte Monte Onore e. V., Rittergut Ehrenberg
Unsere Vision
Der Verein beschäftigt sich seit 2000 mit dem
Thema Inklusion und Diversität von Men-
schen mit verschiedensten Einschränkungen
und Altersklassen in Zusammenarbeit mit
Personen ohne Einschränkung. Im Laufe der
Jahre hat sich die Erfahrung auf diesem Ge-
biet immer mehr erweitert. So arbeiteten wir
in den letzten Jahren z. B. mit Sehbehinder-
ten, Gehörlosen und Schwersteingeschränk-
ten zusammen. Durch die auch überregionale
Bekanntschaft unserer kulturellen Angebote
haben neue Mitstreiter ihr Interesse bekundet
und wurden in das Theaterprojekt mit
einbezogen.
Zielgruppen
Personen mit Mehrfach – oder Ein-
zeleinschränkungen,
so z. B. körperlichen, psychischen,
geistigen Einschränkungen sowie
blinde und gehörlose Menschen
Kinder, Jugendliche mit verhaltens-
auffälligem Hintergrund
Erwachsene jeden Alters, auch mit
Migrationshintergrund
Ehrenamtliche Mitarbeiter
Menschen jeglicher Konfession, Na-
tionalität und Kultur/Geschlecht
Projektziele
Das Zusammenspiel von Menschen
verschiedener Generationen, Natio-
nalitäten und Menschen mit und
ohne Einschränkungen, das gleich-
berechtigte und achtungsvolle Zu-
sammenspiel sollen nicht nur bei
den Mitwirkenden, sondern auch
beim Publikum zu einem Abbau von
Barrieren führen. Die Botschaft –
ein respektvoller und toleranter
Umgang miteinander über ver-
meintliche Grenzen hinweg. Jeder
Mensch ist wertvoll und im Rah-
men seiner Möglichkeiten leis-
tungsfähig.
Kontakt
Förderkreis Centro Arte Monte Onore
e. V.
Lochmühlenstraße 8
09648 Kriebstein OT Ehrenberg
Pier Giorgio Furlan
Künstlerischer Leiter
Rosa Louise Dekker
Projektkoor dinatorin
Petra Pietzsch
Künstlerische Assistenz
Telefon 034327/58787
centromonteonore@t-online.de
www.centro-monte-onore.de
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen

Innovatives Theaterprojekt ›MARCO POLO‹
2. Preis 2019
Förderkreis Centro Arte Monte Onore e. V., Rittergut Ehrenberg
Ziel des Projektes war die Begegnung und Zusammenar-
beit verschiedener Menschen bei der Erarbeitung und
Aufführung eines selbstentwickelten Theaterstückes be-
ruhend auf den Reiselegenden von Marco Polo. Die Dar-
steller zeigten in ihren Spielen keine Theatershow,
sondern präsentierten sinnlich-romantische Phantasien
und Anekdoten in Form von Tanz, Spiel und Pantomime.
Mit der Erfahrung des vorherigen Projektes wollten wir
neue Zielgruppen aus anderen Einrichtungen mit einbe-
ziehen. Auch Gäste der vorangegangenen Theaterstücke
sowie Teilnehmer und Besucher anderer Projekte mit dem
Thema Inklusion wollten sich gern aktiv an diesem Projekt
beteiligen.
Menschen, die sich in ihrem normalen Alltag eher weniger
begegnen, sollten zusammenfinden, gemeinsam Ideen
entwickeln und dabei die Erfordernisse im gegenseitigen
Miteinander kennenlernen. Erfolgserlebnisse entstanden
durch die Verwirklichung des Projektes mit dem Ziel einer
öffentlichen Aufführung. Die Kommunikation zwischen
allen Beteiligten wurde dadurch gefördert. Das Ziel war
ein barrierefreies Theater - nicht in Bezug auf räumliche
Gegebenheiten, sondern auf den Abbau von Barrieren im
Umgang miteinander, dessen Ergebnis das gemeinsame
Spiel auf der Bühne war. Dabei sollte jeder Teilnehmer
seine eigenen Grenzen ausloten und überwinden. Dies
konnte man im Wesentlichen durch die drei Phasen Ich –
Wir – Die Anderen beschreiben.
Die erste Phase umfasste die Überlegung, wie sich die ein-
zelnen Teilnehmer bzw. Gruppen in das zu entstehende
Stück einbringen möchten und welche Aussage ihr Teil in
der Inszenierung haben sollte. In der zweiten Phase stand
die Überlegung, mit welchen Mitteln diese Aussage zum
Ausdruck gebracht werden sollte, wie die Emotionen, Ge-
fühle und Erfahrungen auch für die Anderen sichtbar ge-
macht werden konnten. Außerdem war die Abstimmung
mit den weiteren Mitgliedern der Gruppe wichtig, damit
am Ende der Arbeit ein Gesamtkunstwerk entstehen
konnte, in dem sich jeder Einzelne, aber auch die Gruppe
als Gesamtheit wiederfand. Die dritte Phase war dann die
Aufführung vor Publikum. Dabei konnte man faszinie-
rende Dinge erleben.
Menschen, die es bisher nie gewagt hatten, vor Anderen
zu spielen, traten nun vor einem Publikum in der Öffent-
lichkeit auf und präsentierten ihr Werk. Durch dieses Me-
dium Kunst und auch durch das Publikum verschwanden
Berührungsängste und aus diesem gemeinsamen Erleben
erwuchs die Anerkennung der Leistung der Anderen und
wurde zu einem positiven Erlebnis für alle Mitwirkenden.
Durch die Zusammenarbeit von Laien, Jugendlichen, Ge-
hörlosen, Blinden, körperlich Schwersteingeschränkten,
Kindern aus sozial schwachen Familien, Jugendlichen, Ar-
beitsuchenden usw. wurde ein Produkt geschaffen, das
von den Zuschauern anerkannt und angenommen wurde.
Das Etikett „Behindertenprojekt“ sollte verschwinden und
nur die Anerkennung für ein „Menschenprojekt" sollte in
Erinnerung bleiben. Zuerst erarbeitete sich jede Gruppe
ein Maskenspiel zum Thema „Marco Polo". Anschließend
entstand ein gemeinsames Theaterstück aus den einzel-
nen Arbeiten. Jede Gruppe präsentierte sich dabei selbst.
Es entstanden aber auch neue gemeinsame Stücke, in
denen die Teilnehmer miteinander und gruppenübergrei-
fend agierten. Insgesamt nahmen 10 - 13 Gruppen teil.
Phasen des Projektes: - Ideenfindung - Themenfindung,
Auswahl der Stücke, Schreiben des Drehbuches – Mas-
kenherstellung - Anfertigen der Kostüme - Auswahl der
Musik - Kulissenbau - Marionettenbau - Einstudieren der
Szenen – verbunden zu einem komplexen Gesamtbild.
Die einzelnen Szenen sollten mit kleinen Intermezzi mit-
einander verbunden werden, so dass inspiriert von den
Reisegeschichten von Marco Polo ein theatralisches Rei-
setagebuch an der Grenze zwischen Realität und Extra-
vaganz
entstand,
dabei
die
kollektive
Phantasie
beflügelnd und eine parallele Welt bauend, in welcher der
Phantasie keine Grenzen gesetzt waren.
Im Februar fanden dann die beiden Aufführungen des Ge-
samtwerkes in der Oper Chemnitz statt. Die einzelnen In-
halte der Szenen wurden als Texte während der
Aufführung für das Publikum in die musikalische Umrah-
mung integriert. Für gehörlose Besucher standen Gebär-
dendolmetscher zur Übersetzung der Handlung zur
Verfügung.
Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Landesamt für Schule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
Innovationspreis@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Für die dargestellten Inhalte ist der Projektträger verantwortlich.

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»Arbeitsorientierte Grundbildung«
Am konkreten Bedarf des Arbeitsplatzes orientierte Fortbildungsformate für
arbeitstätige Menschen mit erheblichen Lese-, Schreib- und Rechendefiziten
sowie deren unternehmerisches und soziales Umfeld
3. Preis 2019
ARBEIT UND LEBEN Sachsen e. V., Leipzig, Dresden, Chemnitz
Unsere Vision
Unsere Vision ist es, Menschen zu befähigen,
ihre jeweiligen Arbeits- und Lebensverhält-
nisse bewusster und kompetenter zu gestal-
ten. Jeder Mensch steht mit seinen
individuellen Interessen, Bedürfnissen und
Problemlagen im Mittelpunkt unserer arbeits-
orientierten Grundbildung. Zusammen mit
der Sensibilisierung des unmittelbaren Ar-
beitsumfeldes gilt es, vorhandene Lese-,
Schreib- und Rechenschwächen ab- und
neues Vertrauen und Selbstbewusstsein in die
eigenen Fähigkeiten aufzubauen.
Zielgruppen
Erwerbstätige Personen mit Lese-,
Schreib- und Rechenschwächen
Multiplikator/-innen im Unterneh-
men (Betriebs- und Personalräte //
Vertrauensleute)
Personalverantwortliche
Geschäftsführende // Vorstände
Projektziele
Fortbildungsformate für erwerbstä-
tige Menschen
Abbau von Grundbildungsdefiziten
bei den Betroffenen
Sensibilisierung von Unternehmen
für Menschen mit Lese- und
Schreibschwächen und den damit
verbundenen Folgen
Ausbildung von innerbetrieblichen
Vertrauenspersonen als Mentor/
-innen
Kontakt
ARBEIT UND LEBEN Sachsen e. V.
Löhrstraße 17
04105 Leipzig
Miro Jennerjahn
Fachbereichsleiter Grundbildung
Tony Strunz
Fachreferent Grundbildung
Telefon 0341 71 00 50
info@arbeitundleben.eu
www.arbeitundleben.eu
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Beruf und Arbeitswelt
Soziales und Gesundheit

Arbeitsorientierte Grundbildung
3. Preis 2019
ARBEIT UND LEBEN Sachsen e. V., Leipzig, Dresden, Chemnitz
IDEE
ARBEIT UND LEBEN Sachsen e. V. entwickelt mit dem An-
satz der arbeitsorientierten Grundbildung Fortbildungs-
formate für erwerbstätige Menschen mit erheblichen
Lese-, Schreib- und Rechendefiziten. Damit werden
Grundbildungsschwächen bei den Betroffenen abgebaut
und Unternehmen für die Problematik und die damit ver-
bundenen Folgen sensibilisiert.
12,1 % der erwerbsfähigen Bevölkerung im Alter zwi-
schen 18 und 64 Jahren verfügen nicht über ausreichende
Grundbildungskompetenzen. Dies bedeutet, dass 6,2 Mil-
lionen Menschen in Deutschland vor besonderen Heraus-
forderungen stehen, wenn sie selbst einfache kurze Texte
sinnerfassend lesen und schreiben sollen. Etwa 62 % die-
ser Personen mit geringer Lese- und Schreibkompetenz,
das entspricht 3,9 Millionen Menschen, sind berufstätig,
häufig in ungelernten Tätigkeiten oder solchen, die ein
niedriges formales Bildungsniveau voraussetzen. Eine der
weitreichendsten Folgen sind die oftmals unsicheren Be-
rufsperspektiven der Betroffenen.
Mit den Projekten Alpha-PFLEGE, BasisKomPlus und
MENTO, die sich sinnhaft ergänzen und im Fachbereich
Grundbildung zusammengeführt werden, wird auf diese
Herausforderungen reagiert. Die Projekte Alpha-PFLEGE
und BasisKomPlus zielen auf die Entwicklung von Grund-
bildungsangeboten und die Sensibilisierung von Unter-
nehmen für das Thema „Grundbildung“ im Bereich der
Pflege sowie branchenübergreifend. Das Projekt MENTO
bildet Mentorinnen und Mentoren aus, die im Unterneh-
men als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für das
Thema „Grundbildung“ wirken, Grundbildungsbedarfe
identifizieren und sensibel mit den Betroffenen themati-
sieren.
ZIEL
Der Ansatz der arbeitsorientierten Grundbildung verfolgt
das übergeordnete Ziel, einen Beitrag zur Sicherung be-
stehender Arbeitsplätze bei Menschen mit geringer Lese-
und Schreibkompetenz zu leisten.
Dies geschieht anhand mehrerer Teilziele:
- Die Entwicklung passgenauer Angebote für Beschäftigte
mit Grundbildungsdefiziten zur Steigerung ihrer langfris-
tigen Jobperspektiven und zur Verbesserung der gleich-
berechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
- Die Unterstützung von Unternehmen bei der Entwick-
lung passgenauer Handlungsstrategien.
- Aufbau eines kollegialen Unterstützungsnetzwerks zur
nachhaltigen Verankerung des Themas im Betrieb durch
die Ausbildung von Mentorinnen und Mentoren.
Bei der Umsetzung der Grundbildungsangebote stehen
die Projekte dabei gemeinsam vor mehreren Herausfor-
derungen. Für eine große Mehrheit der Betroffenen ist
das Thema schambesetzt. Sie haben in der Regel Vermei-
dungsstrategien etabliert, um ihre Grundbildungsschwä-
chen zu kompensieren. Bestehende Angebote zur eigenen
Weiterbildung werden oft nicht wahrgenommen. Lernde-
fizite sollen nicht nach außen gelangen und der eigene
Umgang mit der Aneignung neuer Inhalte ist sehr oft
angstbesetzt.
STRATEGIEN
Zur Überwindung dieser Hürden verfolgen die Grundbil-
dungsangebote mehrere Strategien. Allen gemein ist der
aufsuchende Ansatz, welcher Bildungsangebote direkt vor
Ort am Arbeitsplatz durchführt und sich am konkreten
Bedarf der Teilnehmenden orientiert. Es werden keine
standardisierten Alphabetisierungskurse durchgeführt,
sondern alle Grundbildungsangebote werden individuell
anhand der benötigten Kompetenzen vor Ort konzipiert.
Die Strategie verfolgt stets das Ziel, die Teilnehmenden in
den Bereichen besonders zu fördern, welche ihnen im
Arbeitsalltag die größten Lese-, Schreib- und Rechen-
schwierigkeiten bereiten.
Da zu Beginn eines Schulungsangebots die jeweilig be-
nötigten Grundbildungsbedarfe gemeinsam mit den Be-
troffenen und den Unternehmen erarbeitet werden, wird
den Verantwortlichen unmittelbar der Mehrwert der An-
gebote sichtbar und die Teilnehmenden können aktiv auf
die Gestaltung der Inhalte Einfluss nehmen.
Durch die Ausbildung von Multiplikatorinnen und Multi-
plikatoren wird das mitwissende Umfeld am Arbeitsplatz
– in der Regel Kolleginnen und Kollegen – sensibilisiert.
Auf diese Weise können innerbetriebliche Strukturen ver-
ändert und möglichen Grundbildungsdefiziten von Mit-
arbeiterinnen und Mitarbeitern frühzeitig begegnet
werden.
Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Landesamt für Schule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
Innovationspreis@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Für die dargestellten Inhalte ist der Projektträger verantwortlich.

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Politik und Weltanschauung
»VHSmobil«
Ein fahrbarer Lernraum für bedarfsgerechte Bildungs- und Kulturangebote im
ländlichen Raum
Sonderpreis „Stadt, Land, Demokratie“ 2019
Volkshochschule Dreiländereck, Geschäftsstelle Löbau
Unsere Vision
Das VHSmobil soll als fahrbarer
Lernraum aufsuchende und be-
darfsgerechte Bildungs- und Kul-
turangebote im ländlichen Raum
vor Ort umsetzen.
Damit wollen wir neue Impulse im
kulturellen Leben der Dörfer setzen
und zur Bildung lokaler Gemein-
schaften und selbstbestimmten
Entwicklung beigetragen – gegen
das Gefühl des Abgehängt-Seins,
dass sich im ländlichen Raum ein-
gestellt hat.
Zielgruppen
Kinder, Jugendliche und
Erwachsene
generationenübergreifende
Angebote
Bewohner des ländliches Raumes
im Landkreis Görlitz
Projektziele
kulturelle Belebung der Dörfer
Anlaufpunkte für soziales Mitei-
nander schaffen
individuelle Bildungs- und
Kulturangebote vor Ort umsetzen
Strukturwandel begleiten
Kontakt
Kultur- und Weiterbildungsgesell-
schaft mbH - Volkshochschule
Dreiländereck
Poststraße 8
02708 Löbau
René Seidel
Telefon 03585 41 77 444
rene.seidel@vhs-dle.de
www.vhs-dle.de
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Kultur und Interkulturalität

VHSmobil
Sonderpreis »Stadt, Land, Demokratie 2019«
Volkshochschule Dreiländereck, Geschäftsstelle Löbau
Das Vorhaben wird ein aufsuchendes Angebot schaffen,
das im ländlichen Raum Bildung und Kultur in die Ort-
schaften und kleineren Städte bringt und damit den Zu-
gang der Bevölkerung zu diesen selbstverständlichen
Pfeilern des täglichen Lebens gewährleistet. Da die Mo-
bilität des Einzelnen nicht ohne weiteres zu steigern ist
und da in Zukunft mehr und mehr Menschen im ländli-
chen Raum leben werden, die nur eingeschränkten Zu-
gang zu einem eigenen Fahrzeug oder dem ÖPNV haben,
ist die logische Konsequenz das Angebot zu den Men-
schen zu bringen. Dadurch sinkt auch die Hemmschwelle
derartige Angebote wahrzunehmen, da sich potentielle
Zielgruppen in einem bekannten Umfeld bewegen. Auch
sollen die Ortschaften an Attraktivität gewinnen - eine
wichtige Waffe im Kampf gegen den zunehmenden Leer-
stand. Aus diesen ersten Impulsen sollen sich dann
Angebote verstetigen, die den ländlichen Raum wieder-
beleben und durch neu entwickelte Formate das Überle-
ben sichern.
Zu diesem Zweck planen wir die Anschaffung und Aus-
stattung eines VHSmobils, das sich als fahrender Lern-
raum auf den Weg ins dünn besiedelte Land macht und
bedarfsgerechte Angebote, aufgrund variabler Ausstat-
tung, vor Ort durchführen kann. Dies schließt die direkte
Nutzung als Kursraum ein, der Platz für maximal zwölf
Personen bieten soll und mit interaktivem Bildschirm
sowie klassischem Moderationsmaterial ausgestattet ist.
Zusätzlich wird es spezifisch für die Programmbereiche
der Volkshochschule weitere Materialien geben, die für
unterschiedliche Kursarten genutzt werden können: Yo-
gamatten für Gesundheitskurse, ein Satz Tablet-PCs für
digitale Weiterbildung, Staffeleien für Kunstkurse etc.
Auch die Bereitstellung von Beamer und Leinwand für
Vorführungen im Außenbereich ist vorgesehen, um da-
durch beispielsweise politische Bildung oder Weiterbil-
dungen für Vereine in den ländlichen Raum zu bringen,
wie im Fachbereich „Gesellschaft“ als Kursangebot vor-
handen.
Auch eine Nutzung durch Schulen im Sinne von Projekt-
tagen oder Firmen für interne Weiterbildungen direkt vor
Ort ist möglich und besonders für die Verstetigung inte-
ressant. Durch die Angrenzung an Polen und Tschechien
werden wir grenzüberschreitende Projekte durchführen,
wobei wir von bereits bestehenden Kontakten der zur Kul-
tur- und Weiterbildungsgesellschaft gehörenden Einrich-
tungsteile profitieren.
Die Bereiche Gesellschaft und Digitalisierung gehen dabei
Hand in Hand: Um das Abgehängt-Sein der Dorfbewoh-
ner zu bearbeiten, müssen Sie eingebunden bleiben in den
Prozess des lebenslangen Lernens, sich mit neuen Tech-
nologien auseinandersetzen und dadurch zukunfts -
sichernde Kompetenzen erwerben. Das geht am besten
vor Ort. Der Landkreis Görlitz ist prädestiniert für ein
solches Pilotprojekt: „Könnte nicht gerade die Mobilität
der Zukunft im ländlichen Raum am besten dort erprobt
werden, dort wo traditionelle Verkehrskonzepte versa-
gen?“ (Nikolaus von Wolff in Altes Land und neue Wege:
Perspektiven des Strukturwandels in Sachsen, 2018, Chro-
maland)
Mit dem VHSmobil wird es (älteren) Menschen in den
ländlichen Regionen ermöglicht, wieder an Weiterbildun-
gen und kulturellen Veranstaltungen teilzunehmen, weil
diese direkt im Ort stattfinden. Das Angewiesensein auf
ÖPNV, eigenen PKW oder Fahrer fällt damit weg, wodurch
auch die Gesamtkosten zur Teilhabe an Bildung und
Kultur sinken – ebenso wie die Hemmschwelle zu deren
Wahrnehmung. Durch die Dezentralisierung kommen die
Angebote in die Orte und finden dort wiederum an zen-
tralen Punkten statt, die gut zu erreichen sind.
Zudem wird der Inhalt der Angebote konkret vor Ort mit
den Menschen besprochen und anhand der Bedarfe aus-
gerichtet. Entscheidend ist dabei, dass dezentral in der
ländlichen Region entsprechende Angebote gemacht
werden können. Orte des informellen Austausches, an
denen sich wieder soziales Miteinander entwickeln kann,
fehlen häufig. Ein großes Plus von VHS-Kursen ist, neben
Bildungscharakter und Kompetenzerwerb, das Schaffen
eines sozialen Treffpunkts. Über Geselligkeit und Mitei-
nander lassen sich deutlich mehr Bildungsinteressierte
zur Teilnahme an Kursen motivieren, besonders bei nied-
rigschwelligen Angeboten.
Es wird ein neues Gemeinschaftsgefühl erzeugt, ebenso
wie wöchentliche Höhepunkte im sonst eher entsolidari-
sierten Dorfleben. Ein Ort des Zusammenseins und der
zwanglosen Gemeinschaft, wie der Gasthof, fehlt in den
Dörfern meist schon, so dass ein alternativer Ort für bil-
dende Angebote dringend nötig ist. Dieser wird durch das
VHSmobil angeboten und kann individuell gefüllt werden.
Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Landesamt für Schule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
Innovationspreis@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Für die dargestellten Inhalte ist der Projektträger verantwortlich.

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Naturwissenschaft und Ökologie
Kultur und Interkulturalität
Herausgeber:
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Carolaplatz 1, 01097 Dresden
Redaktion:
Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB),
Standort Radebeul
Dresdner Straße 78 c, 01445 Radebeul
Redaktionsschluss:
12/2017
Auflagenhöhe:
1.000
Gestaltung:
Ö GRAFIK agentur für marketing und design
Druck:
reprogress GmbH
Veröffentlichung:
Diese Ausschreibung wird auch
im Ministerialblatt veröffentlicht.
Das Informationsblatt steht unter
www.weiterbildung.sachsen.de/innovationspreis
zum Download bereit.
Verteilerhinweis:
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen
Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen
Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit
herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch
von deren Kandidaten oder Helfern im Zeit raum
von sechs Monaten vor einer Wahl zum Zwecke der
Wahlwerbung verwendet werden.
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
»Kunststoffschmiede«
Entwicklungslabor und offene Werkstatt
für nachbarschaftliches Plastikrecycling
1. Preis 2018
Konglomerat e.V. Dresden
Unsere Vision
Mittels Methoden der of-
fenen Werkstatt erlangen
Nachbarn und Nachbarinnen
Praxisbewusstsein für Recy-
cling, Prozessenergie und
lokale Kreislaufwirtschaft.
Das Ziel: Nachhaltiger Um-
gang mit Ressourcen, speziell
Kunststoff. Gearbeitet wird
dabei aus der Sicht der Kon-
sumenten, der Entsorger und
der Produzenten – in Perso-
nalunion verkörpert durch
die Bürger/-innen selbst.
Zielgruppen
Das Projekt richtet sich sowohl an
Verbraucher als auch Hersteller von
Kunststoffprodukten. Ziel der prakti-
schen Arbeit mit Plastik ist es, jedem
Bürger/jeder Bürgerin aufzuzeigen,
welche Handlungsmöglichkeiten
zum bewussten Umgang mit Plastik
für den Einzelnen im Alltag bestehen,
sowie darüber hinaus Ideengeber für
innovative Recyclingansätze für die
Industrie zu sein.
Projektziele
Bewusstsein für Plastik als wer-
tigen und vielfältigen Rohstoff
wecken
lokale Recycling-Kreisläufe
schaffen
innovative und nützliche
Recycling-Produkte mit der und
für die Nachbarschaft herstellen
Recycling-Werkstatt als Teil der
Nachbarschaft etablieren
das Erkennen der Selbstwirksam-
keit im Umgang mit der Umwelt
anregen und fördern
Kontakt
Konglomerat e.V.
Herr Matthias Röder
Jagdweg 1 – 3
01159 Dresden
Mobil +49 172 1407156
kuss@konglomerat.org
www.konglo.org/kuss

Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Landesamt für Schule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
kontakt@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Für die dargestellten Inhalte ist der Projektträger verantwortlich.
Projektbeschreibung
Plastikrecycling als Manufaktur!
Die Kunststoffschmiede ist Entwicklungslabor und offene
Werkstatt für lokales Plastikrecycling. Jeder kann hier den
eigenen Plastikmüll wieder in einen Rohstoff zurückver-
wandeln und unmittelbar zu neuen Dingen weiterverar-
beiten. Schon die inspirierende Werkstattumgebung ist ein
Erlebnis für sich: Die vielen Kisten voller bunter Plastiksor-
ten und einfach zu verstehende Selbstbaumaschinen regen
die Entdeckerfreude und den Schöpfergeist in uns an.
#Recycling #Sammeln #Schreddern #DIT
Im Handumdrehen lässt sich in verschiedenen Bereichen
aktiv und kreativ werden. Angefangen bei der Rohstoff-
gewinnung und -verarbeitung über die Produktgestaltung
und -entwicklung bis hin zum Formen- und Maschinen-
bau hält der gesamte Recyclingprozess für jedes Interes-
sengebiet entsprechende Möglichkeiten zum Mitmachen
bereit. Die handwerkliche Arbeit mit Plastikabfällen als
Ausgangsmaterial macht Spaß und beinhaltet gleicher-
maßen eine direkte Auseinandersetzung mit den Poten-
tialen von Kunststoffen wie auch den Risiken für Umwelt
und Klima. Die Teilnehmenden bekommen Einblicke in
gemeinhin unbekannte Produktions- sowie Entsorgungs-
prozesse von Kunststoffen und erkennen, dass Kunst-
stoffmüll nicht nur ein lästiges Problem, sondern auch ein
nützlicher Werkstoff sein kann. En passant werden die nö-
tigen Fähigkeiten vermittelt, die es dem Einzelnen erlau-
ben, selbstbewusst mit dem Plastikproblem umzugehen.
Es werden Erfahrungen gesammelt, die dazu ermutigen,
sich selbst wieder als Teil der Lösung zu verstehen und Zu-
kunft im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung aktiv und
eigenverantwortlich mitzugestalten.
#Umwelt #Precious-Plastic/kostbares Plastik #Lernen
Die Wirkungslogik des Projektes basiert auf dem Ansatz,
dass sich die Recyclingwerkstatt nicht nur als Produkti-
onsort nutzen lässt, sondern auch als Erfahrungsraum für
eine Praxis nachhaltiger Entwicklung fungieren kann. Sie
bietet die perfekte Umgebung, um lokale Antworten auf
globale Fragen zur nachhaltigen Verwendung von Kunst-
stoffen zu entwickeln und in der Nachbarschaft auszu-
probieren. Die involvierten Personen erfahren dabei, dass
sie ihre Welt erfolgreich verändern können und gewinnen
Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit.
Lernen passiert in der Werkstatt durch Versuch und Irrtum.
Hier lässt sich mit Plastik experimentieren und gleichzei-
tig kritisch über den Arbeitsprozess nachdenken. Diese
besondere Eigenschaft des Handwerks etabliert einen Ge-
brauchszusammenhang für abstraktes Wissen, wodurch
es erst im Alltag wirksam wird. In dieser Weise schlägt die
Kunststoffschmiede eine Brücke über die vielfach beklag-
te Kluft zwischen Wissen und Handeln im Umwelt- und
Klimaschutz.
#Selbermachen #Nachbarschaft
Seit 2015 werden am Standort Rosenwerk immer mehr
Werkbereiche unter einem Dach vereint: Vom hochtech-
nologischen FabLab mit digitalen Produktionsmethoden
wie 3D-Drucker und Laser-Cutter über die Näh-, Druck-,
Elektronik-, Holz- bis hin zur Fahrrad- und Metallwerkstatt
stellt der Verein eine offene Infrastruktur zur Verfügung.
Im gemeinsamen Selbermachen ist großes Potential, um
die Geschicke der Welt in die eigenen Hände zu nehmen,
wichtige Impulse für zukünftige Entwicklungen zu setzen
und voneinander – miteinander zu lernen. Von dieser In-
tention angetrieben, fördern wir auf vielfältige Weise eine
›Kultur der Marke Eigenbau‹.

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Politik und Weltanschauung
Soziales und Gesundheit
Herausgeber:
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Carolaplatz 1, 01097 Dresden
Redaktion:
Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB),
Standort Radebeul
Dresdner Straße 78 c, 01445 Radebeul
Redaktionsschluss:
12/2017
Auflagenhöhe:
1.000
Gestaltung:
Ö GRAFIK agentur für marketing und design
Druck:
reprogress GmbH
Veröffentlichung:
Diese Ausschreibung wird auch
im Ministerialblatt veröffentlicht.
Das Informationsblatt steht unter
www.weiterbildung.sachsen.de/innovationspreis
zum Download bereit.
Verteilerhinweis:
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen
Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen
Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit
herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch
von deren Kandidaten oder Helfern im Zeit raum
von sechs Monaten vor einer Wahl zum Zwecke der
Wahlwerbung verwendet werden.
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
»Politische Bildung
zur Bundestagswahl 2017«
Angebote für schwer erreichbare Zielgruppen
2. Preis 2018
Volkshochschule Leipzig
Unsere Vision
Unsere Vision ist, politische
Bildung erlebbar zu ma-
chen. Für Zielgruppen, die
einen kleineren Teil unserer
Gesellschaft ausmachen
oder schwer erreichbar sind,
schaffen wir Zugänge und
Motivation zur Teilhabe an
demokratischen Prozessen.
Zielgruppen
Menschen mit Lernschwierigkeiten
Jugendliche und junge Erwachsene
Erstwähler/-innen
Projektziele
Förderung von Teilhabeangeboten
für bestimmte Gesellschaftsgrup-
pen, sogenannte schwer erreichba-
re Zielgruppen
Verbesserung der Wahrnehmung
zielgruppenspezifischer Interessen
durch Dritte
Kontakt
Volkshochschule Leipzig
Löhrstr. 3 – 7
04105 Leipzig
Frau Heike Richter (Leiterin)
Frau Heike Büttner
(Pädagogische Mitarbeiterin)
Herr Christian Soyk
(Pädagogischer Mitarbeiter)
Telefon +49 341 123 6069
vhs@leipzig.de
www.vhs-leipzig.de

Projektbeschreibung
Die Volkshochschule Leipzig fördert durch Teilhabeange-
bote bestimmte Gesellschaftsgruppen, sogenannte schwer
erreichbare Zielgruppen, und stärkt gleichzeitig die Wahr-
nehmung deren Interessen durch Dritte. Zur Bundestags-
wahl lag der Fokus auf „Menschen mit Lernbehinderung“
und „Jugendliche/Junge Erwachsene“. Die Veranstaltungen
ermöglichten den Teilnehmenden, sich mit den politischen
Zielen der Parteien auseinanderzusetzen und persönlich
mit Politikerinnen und Politikern zu kommunizieren. Hier-
durch wurde auch die Motivation zum Wählen gefördert.
Menschen mit Lernbehinderung erhielten im Angebot
„Wählen ist wichtig!“ verständliche und speziell für sie
aufbereitete Informationen für eine bewusste Entschei-
dung zur Bundestagswahl. Das „Jugendforum Klartext!“
wandte sich an Erstwähler/-innen und Jugendliche un-
ter 18 Jahren, die sich für die Bundestagswahl sowie die
Kandidierenden interessierten. Nur durch Kooperationen
wurde sichergestellt, dass zielgruppenspezifische Belange
berücksichtigt sind.
Wählen ist wichtig!
Zu Beginn des zweiteiligen Angebots „Wählen ist wichtig!“
wurden Wahl und Funktion des Bundestages in leichter
Sprache vorgestellt sowie Themen gesammelt, die für die
Teilnehmenden von Interesse waren und den Kandidie-
renden im Anschluss zur Verfügung gestellt wurden. Die
Themenpalette reichte von Forderungen nach mehr Teil-
habe bis zu Auseinandersetzungen über allgemeine ge-
sellschaftliche und politische Fragestellungen. Für den
zweiten Teil erging eine Einladung an die Kandidierenden
der Parteien mit den nach Umfragen wahrscheinlichsten
Aussichten auf einen Einzug in den Bundestag (AfD, Bünd-
nis 90/Die Grünen, CDU, Die Linke, FDP, SPD), der – mit
Ausnahme AfD und FDP – alle folgten. Die zuvor gesam-
melten Themen wurden für die Gespräche genutzt. Die
Kandidierenden stellten sich im „Speed-Dating-Verfahren“
vor. In Gesprächskreisen wechselten sie regelmäßig in ei-
nen anderen Kreis. Die Teilnehmenden konnten sich einen
Eindruck verschaffen. Die zwei Moderatoren sorgten für
einen Rahmen, in dem alle zu Wort kamen.
Klartext, liebe Kandidatinnen und Kandidaten!
Zum „Jugendforum Klartext!“ wurden ebenfalls die o. g.
Kandidierenden eingeladen. Alle Parteien waren der Ein-
ladung gefolgt. Zu Beginn bereiteten die Kandidierenden
parteiengemischt ein Grillbüffet zu. Die anwesenden Ju-
gendlichen im Plenum richteten ihre Fragen, unterstützt
von den zwei Moderatoren, an die Kandidierenden. Über-
wiegend bewegten sich die Fragen um die Wahlprogram-
me, insbesondere um Themen wie Generationengerechtig-
keit und Bildungschancen. Die Kandidierenden mussten bei
diesem „Multi-Tasking“ unter Beweis stellen, dass sie ihr
Programm vertreten und Haltung zeigen können – egal,
was um sie herum geschieht. Nach Zubereitung des Grill-
büffets verteilten die Kandidierenden Essen an die Jugend-
lichen. Dabei gab es angeregte Diskussionen. Die Jugend-
lichen konnten an den Tischen ihre Anliegen zur Sprache
bringen. Am Ende des Abends erfolgte eine „Probewahl“, bei
der die Jugendlichen abstimmen konnten, welche/-r Kandi-
dierende sie am meisten überzeugte. Zusätzlich hatten die
Jugendlichen unter 18 Jahren die Möglichkeit, sich an der
bundesweiten U-18-Wahl zu beteiligen.
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Landesamt für Schule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
kontakt@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Für die dargestellten Inhalte ist der Projektträger verantwortlich.

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Kultur und Interkulturalität
Beruf und Arbeitswelt
Soziales und Gesundheit
Herausgeber:
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Carolaplatz 1, 01097 Dresden
Redaktion:
Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB),
Standort Radebeul
Dresdner Straße 78 c, 01445 Radebeul
Redaktionsschluss:
12/2017
Auflagenhöhe:
1.000
Gestaltung:
Ö GRAFIK agentur für marketing und design
Druck:
reprogress GmbH
Veröffentlichung:
Diese Ausschreibung wird auch
im Ministerialblatt veröffentlicht.
Das Informationsblatt steht unter
www.weiterbildung.sachsen.de/innovationspreis
zum Download bereit.
Verteilerhinweis:
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen
Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen
Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit
herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch
von deren Kandidaten oder Helfern im Zeit raum
von sechs Monaten vor einer Wahl zum Zwecke der
Wahlwerbung verwendet werden.
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
»Pilotprojekt zur Anpassungsqualifizierung viet-
namesischer Krankenpfleger zum/zur deutschen
Gesundheits- und Krankenpfleger/-in (GKP)«
Integration vietnamesischer Pflegefachkräfte in Sachsen durch intensive
Begleitung bei der Schaffung nachhaltiger beruflicher Perspektiven
3. Preis 2018
DPFA-Schulen gGmbH Dresden
Unsere Vision
„Bildung ist unsere Leiden-
schaft – Miteinander bauen wir
Wege fürs Leben“ – das ist un-
sere Unternehmensvision. Wir
sind davon überzeugt, dass zu-
künftig nur das kluge Zusam-
menspiel motivierter deutscher
und ausländischer Pflegefach-
kräfte den Herausforderungen
des demografischen Wandels
gerecht werden kann. Erfolg
kann am besten durch gemein-
same, vertrauensvolle Zusam-
menarbeit erreicht werden.
Zielgruppen
auszubildende ausländische
Fachkräfte
Einrichtungen des
Gesundheitswesens
Mitarbeiter/-innen öffentlicher
Einrichtungen und
regionaler Vereine
Projektziele
Ziel des Projektes ist es, junge vietna-
mesische Krankenpfleger/-innen zu
bundesrechtlich anerkannten Gesund-
heits- und Krankenpfleger/-innen (GKP)
zu führen, um damit den Fachkräfte-
bedarf im Pflegesektor nachhaltig zu
bedienen. Im Fokus stehen neben der
fachlichen Ausbildung vor allem The-
men der sprachlichen, interkulturellen
und gesellschaftlichen (Erwachsenen-)
Weiterbildung, um eine erfolgreiche
Integration in die deutsche Gesellschaft
bzw. Arbeitswelt zu erreichen.
Kontakt
DPFA-Schulen gGmbH
Bildungsstätte Dresden
Stauffenbergallee 4
01099 Dresden
Telefon +49 351 811 9359
dresden.dpfa@dpfa.de
www.dpfa.de

Projektbeschreibung
Inhalt
Die reine Umsetzung der Anpassungsqualifizierung betrug ca.
18 Monate. Zudem erfolgte vor dem Qualifizierungsbeginn eine
halbjährige sprachliche Vorbereitung in Vietnam. Diese ist neben
der sprachlichen Fokussierung auch mit interkulturellen Themen
über das Leben und Arbeiten in Deutschland versehen. Das in-
tensive gegenseitige Kennenlernen der Projektpartner/-innen in
Vietnam und Sachsen gehört ebenso zum Inhalt der Weiterbil-
dung, da dies nur durch partnerschaftliches und freundschaft-
liches Miteinander gelingen kann. Vieles, was zum Projekterfolg
beigetragen hat, erfolgte durch ehrenamtliche Tätigkeiten. Alle
Projektdokumente existieren in deutscher und vietnamesischer
Sprache, um Gleichwertigkeit und Fairness in der Projektpartner-
schaft zu gewährleisten. Besonderer Wert wurde auf ein vertrau-
ensvolles Miteinander sowohl zwischen den Schülerinnen und
den Schülern sowie den schulischen Mentorinnen und Mentoren
als auch zwischen den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern und
den schulischen Mentorinnen und Mentoren gelegt. So konnte
bei aufkommenden Konflikten schnell unter Berücksichtigung
der Mentalität beider Seiten reagiert werden. Verbunden ist dies
für die beteiligten Lehrer/-innen mit aktiver politischer und kul-
tureller Weiterbildung. Eine rechtliche Gleichstellung der Pflege-
schüler/-innen mit deutschen Schülern und Schülerinnen erfolg-
te zu Beginn der Anpassungsqualifizierung mit dem Abschluss
des Ausbildungs- bzw. Schulvertrages. Das Curriculum zur An-
passungsqualifizierung wurde anhand des komplett aus dem
Vietnamesischen übersetzten Lehrplans einer vietnamesischen
Fachschule speziell für diesen Lehrgang erarbeitet und mit dem
KSV Sachsen inhaltlich abgestimmt. Dabei mussten vorhandenes
Wissen der vietnamesischen Schüler/-innen, spezielle Lehrinhalte
der deutschen GKP-Ausbildung und Besonderheiten im kulturel-
len und familiären Erleben der Vietnamesinnen und Vietnamesen
mit sprachlicher Weiterentwicklung kombiniert werden. Damit
gelang eine Verzahnung von beruflicher, allgemeiner und (inter-)
kultureller Weiterbildung. Auch die Zusammenarbeit mit Ämtern
und Behörden erfolgte reibungslos, auch weil die Projektabläufe
zu jeder Zeit transparent und nachvollziehbar dargestellt wurden.
Methodisch-didaktisches Vorgehen
Von Anfang an erfolgte individueller Deutschunterricht anhand
von Originaldokumenten der Praxispartner/-innen, die mit den
Schülerinnen und Schülern nach erfolgreicher Qualifizierung
einen Arbeitsvertrag abgeschlossen hatten. Hier stand neben
der Erweiterung vorhandener Grundkenntnisse der deutschen
Sprache vor allem auch die medizinische Fachsprache im Fokus.
Aufgrund der stark unterschiedlichen Phonetik wurde zudem
phonetischer Unterricht von Logopäden der DPFA (auch durch
Schülerpatenschaften) durchgeführt. Via Skype erfolgte monat-
lich ein intensiver Austausch und ein voneinander Lernen mit den
Projektpartnerinnen und Projektpartnern in Vietnam. Darüber hi-
naus war der stetige und intensive Austausch aller am Projekt
beteiligten Personen in sogenannten „Weiterbildungs-Jour-fixe-
Konferenzen“ ein wesentlicher Erfolgsgarant. Gemeinsame Auf-
takt- und Abschlussveranstaltungen aller am Projekt Beteiligten
sorgten dafür, dass von Beginn an bei allen die gleichen Erwar-
tungshaltungen vorlagen und im Nachgang aus Fehlern, falschen
Ansätzen und Herangehensweisen gelernt werden konnte.
Ergebnisse
Von 15 vietnamesischen Schülerinnen und Schülern haben 12
ihre Prüfungen zum GKP bestanden und arbeiten heute in ver-
schiedenen Pflegeheimen und Kliniken in Sachsen als examinier-
te Krankenpfleger/-innen eigenverantwortlich. Die Arbeitgeber
haben gelernt, dass sprachliche Barrieren zwar bestehen, diese
aber mit gemeinsamer Anstrengung schrittweise abbaubar sind.
Hinsichtlich des Transfers der Bildungserfahrungen hat das Pro-
jekt sicherlich besondere Bedeutung. Schon im Umsetzungspro-
zess wurden zahlreiche Medien in Deutschland und Vietnam,
gesellschaftlich und politisch maßgebliche Entscheidungsträger
und auch viele potentielle Arbeitgeber/-innen auf uns aufmerk-
sam und sind mit uns in Erfahrungsaustausch getreten. Das
Projekt wurde komplett ohne Zuschüsse der öffentlichen Hand
finanziert.
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Landesamt für Schule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
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Medien und Technik
Herausgeber:
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Carolaplatz 1, 01097 Dresden
Redaktion:
Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB),
Standort Radebeul
Dresdner Straße 78 c, 01445 Radebeul
Redaktionsschluss:
12/2017
Auflagenhöhe:
1.000
Gestaltung:
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reprogress GmbH
Veröffentlichung:
Diese Ausschreibung wird auch
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Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen
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Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
»Fab-Mobil«
Ein fahrendes Kunst- und Digitallabor für die Oberlausitz
Sonderpreis „Erwachsenenbildung in der digitalisierten Welt“ 2018
Constitute e. V. Dresden
Unsere Vision
Das Fab-Mobil ist ein fah-
rendes Kunst-, Kultur- und
Zukunftslabor für die
Oberlausitz. Es ist ein mit
Digitaltechnik und Werk-
zeugmaschinen ausgestat-
teter Doppeldeckerbus und
bietet Workshops und Kurse
an – für Kids, Jugendliche
und darüber hinaus. Ziel des
Fab-Mobils ist es, creative
Technologies wie 3D-Druck,
Zielgruppen
Kinder und Jugendliche zwischen
13 – 19 Jahren. Darüber hinaus
intergenerationelle Angebote für
Menschen von 20 – 85 Jahren
Projektziele
Digital kulturelle Bildung für
Jugendliche
Revitalisierung des ländlichen
Raumes
Vermittlung von Creative
Technologies für Laien
Inspiration zum Nachahmen
und Selbermachen
Kontakt
Constitute e. V. Dresden
Herr Sebastian Piatza
Jordanstraße 16
01099 Dresden
Mobil +49 151 592 15 114
sebastian@fabmobil.org
www.fabmobil.org
Virtual Reality, Robotik und
Programmierung in den
ländlichen Raum zu bringen,
zur Vitalisierung und Aktivie-
rung bestehender Angebote
und zum Aufbau neuer, di-
gitaler und zeitgenössischer
Kultur- und Erlebnisformate.
Das Fab-Mobil ist regelmäßig
in Ostsachsen unterwegs und
fährt Schulen, Jugendzentren
und Begegnungsorte an.

Projektbeschreibung
Projektidee
Unser Fab-Mobil ist als ein fahrendes Kunst- und Digitallabor mit
aktueller Digital- und Prototypingtechnologie ausgestattet. Zu
diesen neuen Technologien gehören 3D-Drucker, Lasercutter, Ro-
botikbausätze, Mikroelektronik, 360°-Kameras und Virtual Reality
Headsets. Die dazu erforderlichen Kenntnisse werden von ge-
schulten Workshopleitern, teils spielerisch, vermittelt. Ähnlich ei-
ner Fahrbücherei fährt der Bus wöchentlich Schulen, Kulturzent-
ren und Begegnungsstätten in der ostsächsischen Oberlausitz an.
In regelmäßigen Workshops und einer offenen Medienwerkstatt
bieten wir Jugendlichen die Möglichkeit, Kreativtechnologien
unter Betreuung auszutesten und Kompetenzen in digital- und
gesellschaftspolitischen Bereichen zu erlangen.
Projektablauf
Das Fab-Mobil versteht sich als sinnstiftender und mobiler Agent
für außergewöhnliche Kultur- und Bildungsangebote – ein be-
wusst offenes Kulturlabor mit kosmopolitischer und interkul-
tureller Ausrichtung für den ländlichen Raum. Im Verlauf der
kontinuierlichen Zusammenarbeit mit Schulen und anderen
öffentlichen Einrichtungen möchten wir eine Transformation
der Jugendlichen vom Konsumenten hin zum kulturellen Pro-
duzenten anstoßen. Durch unser Angebot fördern wir kulturelle
Selbstverwirklichung, berufliche Qualifizierung und eine breite
soziokulturelle Teilhabe. Mobile Workshops, Kurse und kreativkul-
turelle Erlebnisangebote ermöglichen dabei ein ergebnisoffenes
Experimentieren und vermitteln ein offenes Gesellschaftsbild.
Das Fab-Mobil bietet den jungen Akteuren einen beständigen
und verlässlichen Freiraum zur Entwicklung und Erprobung neu-
er ortsbezogener, digitaler Kulturformate. Projektbasiertes Mitei-
nander ist wichtig: Das freie und unterstützte Ausprobieren, die
Freude am Experiment und das spielerische Lernen eröffnen neue
Perspektiven für die berufliche und private Zukunft.
Ziele der verschiedenen Workshopangebote
Begeisterung für technologiebasierte und
künstlerische Kultur erzeugen
emanzipatorische Praktiken und kulturelle Bildung vermitteln
individuelle Kritikfähigkeit gegenüber neuen digital-technolo-
gischen Trends fördern
selbstbewussten, schöpferischen und sozial-reflektierten
Umgang mit (Online-) Technologie entwickeln
Konkrete Ziele und Methoden
Es gibt in den ländlichen Regionen Ostdeutschlands eine extre-
me Leerstelle im Bereich der kulturell-politischen Bildung und
der Bildung mit Neuen Medien. Ziel dieses Projektes ist es, durch
regelmäßiges Entwerfen, Testen und Arbeiten mit neuen Tech-
nologien ein tieferes Verständnis für Digitalität zu erlangen. Dies
ist unserer Meinung nach für einen zukünftigen Lebensweg im
21. Jahrhundert unabdingbar. Dabei thematisieren wir inhaltlich
vor allem kulturelle, soziale und gesellschafts-politische Aspekte.
Es ist uns ein persönliches Anliegen, einen gesellschaftspoliti-
schen und nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der kulturel-
len, künstlerischen und sozialen Kompetenz der Jugendlichen in
diesen Gebieten zu leisten. Dass wir mit dem Fab-Mobil direkt zu
den Jugendlichen gelangen, ist auf dem Land ein großer Vorteil.
Das Fab-Mobil verbindet darüber hinaus in intergenerationellen
Angeboten jugendliche Smartphoneprofis mit arbeitserfahrenen
und teils pensionierten Technikexperten – so kann ein langfristi-
ger und generationsübergreifender Lernprozess entstehen. Durch
den mobilen Charakter des Projektes entsteht eine engere Vernet-
zung der in der Region verteilten Kultur- und Bildungsorte. Somit
wird das Informationsmaterial breiter verteilt und Aufmerksam-
keit für ein regionales Kulturangebot erzeugt, was zur Knüpfung
von neuen Netzwerken führen kann.
Gefördert durch
Das Projekt ist gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, das Sächsische Staatsmi-
nisterium für Wissenschaft und Kunst sowie die PwC-Stiftung.
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Landesamt für Schule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
kontakt@lasub.smk.sachsen.de |
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Zielgruppe
❚❚
Studentinnen
❚❚
Promovendinnen
❚❚
Postdoktorandinnen
Projektziele
❚❚
Unterstützung❚von❚Nachwuchs­
wissenschaftlerinnen
❚❚
Weiterbildung❚durch❚verschie­
dene❚Veranstaltungsformate❚❚
und❚Mentorate
❚❚
Netzwerkausbau❚der❚Teilneh­
merinnen
Kontakt
Universität❚Leipzig
Gleichstellungsbeauftragter
Herr❚Georg❚Teichert
Nikolaistraße❚6­10
04109❚Leipzig
Tel.❚0341❚9730090
gleichstellung@uni­leipzig.de
www.gleichstellung.uni­leipzig.de
Unsere Vision
Wie❚in❚der❚Wirtschaft❚steigt❚
auch❚in❚der❚Wissenschaft❚der❚
Frauenanteil❚in❚Führungs­
positionen❚nur❚langsam.❚❚
Im❚Dezember❚2015❚lag❚laut❚
dem❚Statistischen❚Bundes­
amt❚der❚Anteil❚der❚Profes­
sorinnen❚an❚deutschen❚
Hochschulen❚bei❚22,7❚%.
Als❚Gleichstellungsbüro❚der❚
Universität❚Leipzig❚möchten❚
wir❚Nachwuchswissenschaft­
lerinnen❚dabei❚unterstützen,❚
»t.e.a.m. Förderprogramm für
Nachwuchswissenschaftlerinnen«
Begleitung von Nachwuchswissenschaftlerinnen auf dem
Weg zu Führungspositionen in Wissenschaft oder Verwaltung
1. Preis 2017
Universität Leipzig – Gleichstellungsbeauftragter
Beruf und Arbeitswelt
eine❚Karriere❚auf❚Leitungs­
ebene❚einzuschlagen.❚
❚Deshalb❚haben❚wir❚das❚
»t.e.a.m.❚Förderprogramm❚
für❚Nachwuchswissen­
schaftlerinnen«❚ins❚Leben❚
gerufen.
t.e.a.m.❚begleitet❚Frauen❚
aller❚Qualifikationsstufen❚
vom❚Studium❚über❚die❚
Promotion❚bis❚hin❚zur❚
PostDoc­Phase.

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Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
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Projektidee
Mit❚ t.e.a.m.❚ unterstützt❚ das❚ Gleichstellungsbüro❚ der❚
Uni❚versität❚Leipzig❚Nachwuchswissenschaftlerinnen❚aller❚
Qualifikationsstufen❚ (Studium,❚ Promotion,❚ PostDoc­
Phase),❚die❚eine❚Führungsposition❚in❚Wissenschaft❚oder❚
Verwaltung❚anstreben.
Die❚Verzahnung❚von❚Mentoring­Tandems❚mit❚Weiterbil­
dungsveranstaltungen❚sowie❚der❚Wissenstransfer❚durch❚
ExpertInnen❚der❚Universität❚Leipzig❚und❚die❚Vernetzung❚
mit❚erfolgreichen❚Alumnae❚bieten❚dabei❚vielfältige❚Impulse.
Drei Programmlinien
In❚der❚Programmlinie❚»UNI❚findet❚STADT«❚lernen❚Studen­
tinnen❚ in❚ einem❚ dreiwöchigen❚ Intensiv­Mentoring❚ die❚
Stadt❚Leipzig❚als❚Arbeitgeberin❚durch❚Mentorate❚mit❚Füh­
rungspersonen❚verschiedener❚Ämter❚kennen.❚
Die❚Teilnehmerinnen❚von❚»t.e.a.m.❚für❚Promovendinnen«❚
erhalten❚18❚Monate❚Rat❚von❚professoralen❚MentorInnen❚
der❚Universität❚Leipzig❚zu❚Karrierestrategien❚und❚erwei­
tern❚ihr❚Netzwerk.
»t.e.a.m.❚für❚Postdoktorandinnen«❚wird❚im❚Rahmen❚des❚
Unibundes❚Halle–Jena–Leipzig❚koordiniert.❚Hier❚überneh­
men❚ ProfessorInnen❚ der❚ jeweils❚ anderen❚ Universitäten❚
Mentorate❚für❚12❚bzw.❚24❚Monate.❚In❚allen❚drei❚Städten❚
finden❚wechselnd❚Workshops❚statt.
Die❚Expertise­❚und❚Alumnae­Veranstaltungen❚besuchen❚
Promovendinnen❚ und❚ Postdoktorandinnen❚ gemeinsam❚
und❚können❚so❚ihre❚Peer­Netzwerke❚ausbauen.
Training
Neben❚Führungs­❚und❚Wissenschaftskompetenz❚thema­
tisieren❚die❚Workshops❚auch❚eine❚persönliche❚Laufbahn­
planung.❚Die❚eintägigen❚Trainings❚werden❚von❚erfahrenen❚
Coaches❚durchgeführt❚und❚gelten❚als❚universitäre❚Weiter­
bildung.❚Grundlegend❚für❚die❚spezifische❚Themenauswahl❚
ist❚die❚jeweilige❚Qualifikationsstufe.❚
Expertise
Im❚Format❚»Campus❚Dialog«❚sind❚Führungskräfte❚aus❚Ver­
waltung❚und❚Wissenschaft❚der❚Universität❚im❚Gespräch,❚
um❚spezifische❚Einblicke❚in❚relevante❚Strukturbereiche❚zu❚
ermöglichen.❚Somit❚lernen❚die❚Teilnehmerinnen❚Arbeits­
weisen❚der❚für❚ihre❚akademische❚Laufbahn❚wichtigsten❚
Institutionen❚ besser❚ kennen,❚ wie❚ z.❚B.❚ den❚ Bereich❚ der❚
Forschungsfinanzierung.
Alumnae
Im❚Rahmen❚der❚Netzwerkabende❚treffen❚die❚Teilnehmer­
innen❚auf❚Frauen,❚die❚ihre❚Laufbahn❚an❚der❚Universität❚
Leipzig❚begonnen❚haben❚und❚nun❚außerhalb❚der❚Wissen­
schaft❚erfolgreich❚sind.❚In❚informeller❚Atmosphäre❚tau­
schen❚die❚Nachwuchswissenschaftlerinnen❚Erfahrungen❚
mit❚Alumnae❚der❚Universität❚Leipzig❚aus❚und❚erweitern❚
durch❚deren❚inspirierende❚Biographien❚ihre❚Perspektiven.
Mentoring
Zentrale❚ Methode❚ des❚ Programms❚ ist❚ das❚ Mentoring.❚
Dabei❚ werden❚ die❚ Teilnehmerinnen❚ in❚ einem❚ 1:1­Men­
torat❚über❚einen❚festgelegten❚Zeitraum❚begleitet.❚
Im❚ Mittelpunkt❚ stehen❚ Karriereplanung❚ und❚ Rahmen­
bedingungen❚der❚Arbeit❚in❚Wissenschaft❚und❚Verwaltung.❚
Die❚Themen,❚die❚in❚regelmäßigen❚Treffen❚behandelt❚wer­
den,❚sind❚vielfältig❚und❚reichen❚von❚informellen❚Spielregeln❚
über❚ Vereinbarkeitsfragen❚ bis❚ hin❚ zum❚ Erfahrungsaus­
tausch❚ über❚ etwaige❚ Karrierehürden❚ in❚ verschiedenen❚
Quali❚fikationsstufen.
t.e.a.m.❚wird❚im❚Rahmen❚des❚Professorinnen­Programms❚II❚
des❚Bundes❚und❚der❚Länder❚gefördert.

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Kultur und Interkulturalität
zu❚geben,❚werden❚in❚der❚
Sprachwerkstatt❚des❚Kurses❚
grundlegende❚Deutsch­
kenntnisse❚für❚den❚alltäg­
lichen❚Gebrauch❚vermittelt.❚
Im❚Kursteil❚»Alltagsorien­
tierung«❚vermitteln❚Kultur­
mittler❚mit❚eigener❚Migra­
tionserfahrung❚in❚der❚
Muttersprache❚der❚Zielgruppe❚
wichtige❚Informationen❚zum❚
Zusammenleben❚in❚Deutsch­
land.
ARBEIT❚UND❚LEBEN❚Sachsen❚e.❚V.
Stefan❚Grande
Löhrstraße❚17
04105❚Leipzig
Tel.❚0341❚71005­0
info@arbeitundleben.eu
www.arbeitundleben.eu
Zielgruppe
❚❚
Erwachsene❚Geflüchtete❚in❚
sächsischen❚Erstaufnahme❚­
einrichtungen
Projektziele
❚❚
Entwicklung❚und❚Erprobung❚
eines❚Curriculums❚für❚die❚
sprachliche❚und❚kulturelle❚
Erstorientierung❚von❚Geflüch­
teten❚in❚sächsischen❚Erstauf­
nahmeeinrichtungen
Kontakt
Sächsischer❚❚
Volkshochschulverband❚e.❚V.
Prof.❚Dr.❚Ulrich❚Klemm
Bergstraße❚61
09113❚Chemnitz
Tel.❚0371❚35427­50
info@vhs­sachsen.de
www.vhs­sachsen.de
Unsere Vision
Miteinander❚–❚Voneinander❚–❚
Füreinander❚lernen,❚und❚das❚
mit❚Kopf,❚Herz❚und❚Hand.❚
Unter❚dieser❚Prämisse❚ent­
wickelten❚wir❚die❚einwöchigen❚
Wegweiserkurse❚für❚Asyl­
suchende❚in❚Erstaufnahme­
einrichtungen.❚Menschen❚
also,❚die❚erst❚seit❚kurzem❚in❚
Deutschland❚leben❚und❚doch❚
ihren❚Alltag❚in❚der❚fremden❚
Umgebung❚meistern❚müssen.
Um❚hierbei❚Unterstützung❚
»Wegweiserkurse für
Asylsuchende in Erstaufnahmeeinrichtungen«
Entwicklung und Erprobung eines Curriculums für die sprachliche und kulturelle
Erstorientierung von Geflüchteten in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen
2. Preis 2017
Sächsischer Volkshochschulverband e. V. und ARBEIT UND LEBEN Sachsen e. V.
Beruf und Arbeitswelt

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Transfer in die Praxis
Zum❚ Einsatz❚ in❚ den❚ Kursen❚ kamen❚ neben❚ erfahrenen❚
Sprachdozenten❚ insbesondere❚ auch❚ Muttersprachler/❚
­innen❚ mit❚ eigenen❚ Migrationserfahrungen❚ als❚ Kultur­
mittler/­innen.❚ Dabei❚ handelte❚ es❚ sich❚ um❚ Menschen,❚
welche❚die❚gleiche❚Muttersprache❚wie❚die❚Asylsuchenden❚
sprechen❚und❚die❚die❚Herausforderungen❚bei❚der❚Orien­
tierung❚in❚einer❚anderen❚Kultur❚nachvollziehen❚können.❚
Das❚bot❚zudem❚einen❚zusätzlichen❚Raum❚für❚gemeinsame❚
Diskussionen❚ und❚ individuelle❚ Fragen❚ der❚ Teilnehmen­
den❚und❚ermöglichte❚eine❚besondere❚Verständigungs­❚und❚
Vertrauensebene.
Die❚ Wegweiserkurse❚ zeigen,❚ dass❚ Methoden❚ aus❚ der❚
interkulturellen❚ Bildung,❚ in❚ denen❚ ARBEIT❚ UND❚ LEBEN❚
über❚langjährige❚Erfahrungen❚verfügt,❚auch❚im❚Integra­
tionsprozess❚Zugewanderter❚eine❚bedeutsame❚Rolle❚spie­
len❚können.❚Der❚Sächsische❚Volkshochschulverband❚e.❚V.❚
(SVV)❚und❚ARBEIT❚UND❚LEBEN❚Sachsen❚e.❚V.❚führen❚den❚
Kurs❚in❚Kooperation❚mit❚den❚lokalen❚Volkshochschulen❚
durch.❚ Dem❚ SVV❚ oblag❚ dabei❚ die❚ Gesamtkoordination❚
des❚ Projektes❚ inklusive❚ der❚ Organisation❚ der❚ einzelnen❚
Kurse,❚ die❚ Gestaltung❚ des❚ Deutschunterrichts❚ und❚ die❚
Ausbildung❚der❚Deutsch­Lehrkräfte.❚ARBEIT❚UND❚LEBEN❚
Sachsen❚ sicherte❚ das❚ Projekt­Controlling❚ und❚ ­Moni­
toring❚sowie❚die❚Gewinnung,❚Ausbildung❚und❚die❚fach­
liche❚ und❚ pädagogische❚ Begleitung❚ der❚ Kultur❚mittler/❚
­innen.
Das❚Modellprojekt❚wurde❚im❚Auftrag❚und❚mit❚Unterstüt­
zung❚ der❚ Sächsischen❚ Staatsministerin❚ für❚ Integration❚
und❚Gleichstellung❚durchgeführt.
Mit❚ Wirkung❚ vom❚ 01.09.2017❚ werden❚ die❚ Wegweiser­
kurse❚ als❚ Erstorientierungskurse❚ in❚ Verantwortung❚ der❚
Erstaufnahmeeinrichtungen❚ mit❚ fachlicher❚ Begleitung❚
des❚ Sächsischen❚ Volkshochschulverbandes❚ und❚ ARBEIT❚
UND❚LEBEN❚Sachsen❚fortgeführt.
Erstorientierung
Ziel❚ des❚ Projektes❚ war❚ die❚ Entwicklung❚ und❚ Erprobung❚
eines❚Curriculums❚für❚die❚sprachliche❚und❚kulturelle❚Erst­
orientierung❚ von❚ Geflüchteten❚ in❚ sächsischen❚ Erstauf­
nahmeeinrichtungen.❚Dies❚bedeutet,❚dass❚Asylsuchende,❚
die❚erst❚seit❚kurzer❚Zeit❚in❚Deutschland❚leben,❚unter❚der❚
Verantwortung❚des❚Sächsischen❚Volkshochschulverbandes❚
und❚von❚ARBEIT❚UND❚LEBEN❚Sachsen❚eine❚Erstorientierung❚
nach❚dem❚Ankommen❚erhalten.❚Dabei❚geht❚das❚Konzept❚
der❚ Wegweiserkurse❚ nicht❚ nur❚ von❚ der❚ Integrations­
Prämisse❚»Auf❚den❚Anfang❚kommt❚es❚an«❚aus,❚sondern❚hat❚
auch❚das❚Ziel,❚einen❚Prozess❚des❚Verstehens❚und❚der❚Selbst­
erklärung❚in❚Gang❚zu❚setzen.
Herausforderungen und Perspektiven
Ein❚besonderer❚Fokus❚der❚Kurse❚lag❚auf❚den❚Themenbe­
reichen:❚
❚❚
räumliche❚Orientierung
❚❚
Leben❚in❚der❚Erstaufnahmeeinrichtung
❚❚
Asylverfahren
❚❚
Bildung❚und❚Arbeit
❚❚
Zusammenleben❚in❚Deutschland❚❚
(Werte❚und❚Normen)
❚❚
Mobilität
❚❚
Gesundheit
❚❚
Umwelt
❚❚
Kommunikation
❚❚
Selbstlernmöglichkeiten.
Frühzeitig❚ und❚ auf❚ einfache❚ Art❚ wurden❚ im❚ Unterricht❚
aber❚ auch❚ sensible❚ Themen❚ des❚ Zusammenlebens,❚ wie❚
das❚Geschlechterverhältnis❚und❚Diskriminierung❚behan­
delt.❚ Diese❚ Informationen❚ erleichtern❚ die❚ Orientierung❚
in❚Deutschland❚und❚helfen,❚Konflikte❚zu❚vermeiden❚sowie❚
das❚ Verständnis❚ der❚ Geflüchteten❚ für❚ die❚ alltäglichen❚
kulturellen❚–❚und❚institutionellen❚–❚Gegebenheiten❚vor❚
Ort❚ zu❚ fördern.❚ So❚ wurden❚ die❚ Teilnehmenden❚ in❚ der❚
Bewältigung❚ihres❚Alltags❚unterstützt,❚in❚ihrer❚Sprach­
kompetenz❚geschult,❚in❚ihrer❚Selbstwirksamkeit❚gestärkt.❚

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Soziales und Gesundheit
Zielgruppe
❚❚
Der❚Verein❚bietet❚Weiterbil­
dungsmöglichkeiten❚für❚sozial­
pädagogische❚Fachkräfte❚(Fort­
bildungsreihen,❚Fachtagungen,❚
In­House­Seminare)❚sowie❚für❚
betroffene❚Jugendliche❚❚
(»MUSKEPEER«,❚»CARELEAVER❚
MUSKEPEER«)❚und❚Eltern❚❚
(»LÖWENELTERN«)❚an.
Projektziele
❚❚
Schaffung❚eines❚Weiterbildungs­
angebots,❚das❚sich❚an❚junge❚
Menschen❚(MUSKEPEER)❚aus❚der❚
Heimerziehung❚sowie❚an❚Eltern❚
(LÖWENELTERN),❚die❚Erfahrungen❚
mit❚Jugendhilfe❚haben,❚richtet.❚Sie❚
kommen❚in❚einem❚Weiterbildungs­
durchlauf❚über❚mehrere❚Wochen­
enden❚mit❚anderen❚Jugendlichen❚
und❚Eltern❚in❚einen❚Austausch❚und❚
Reflexion.❚Außerdem❚erstellen❚sie❚
hilfreiche❚Informationsmaterialien❚
für❚andere❚Betroffene.
Kontakt
Kinder­❚und❚❚
Jugendhilferechtsverein❚e.❚V.❚
Bautzner❚Straße❚22❚HH❚
01099❚Dresden❚
www.jugendhilferechtsverein.de❚
Ansprechpartner❚
Björn❚Redmann,❚Projektkoordinator❚
Mobil❚0152❚34396475❚
redmann@jugendhilferechtsverein.de
Unsere Vision
…❚ist❚eine❚bedarfsgerechte,❚
emanzipatorische❚Jugendhilfe❚
ohne❚Rechtsbrüche,❚in❚der❚
Menschen❚die❚Unterstützung❚
bekommen,❚die❚sie❚benötigen.❚
Wir❚möchten❚Adressatinnen/
Adressaten❚hinsichtlich❚❚
Ge❚lingens❚und❚Scheiterns❚
der❚Jugendhilfe❚in❚Qualitäts­
debatten❚und❚die❚Weiterent­
wicklung❚von❚Jugendhilfe❚
einbeziehen.❚Dafür❚brauchen❚
»Noteingang – Muskepeers und Löweneltern –
Weiterbildungsformate des Kinder- und
Jugendhilferechtsvereines e. V.«
Stärkung betroffener Peers/Familien durch Weiterbildung und Ombudschaftshilfe
3. Preis 2017
Kinder- und Jugendhilferechtsverein e. V. Dresden
Adressatinnen/Adressaten❚
(1.)❚Informationen❚über❚die❚
ihnen❚zustehenden❚Rechte❚
auf❚Hilfe,❚(2.)❚einen❚Raum,❚❚
in❚dem❚sie❚sich❚mit❚anderen❚
Betroffenen❚austauschen❚
können❚und❚(3.)❚ihnen❚❚
tatsächlich❚zur❚Verfügung❚
stehende❚Artikulationsmög­
lichkeiten.❚In❚Seminaren❚❚
mit❚Betroffenen❚bieten❚wir❚
diese❚Möglichkeiten.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Ausgangslage
Nicht❚immer❚bekommen❚junge❚Menschen❚und❚ihre❚Fami­
lien❚von❚der❚Kinder­❚und❚Jugendhilfe❚die❚Unterstützung,❚
auf❚die❚sie❚einen❚Anspruch❚haben.❚In❚manchen❚Situatio❚nen❚
fühlen❚ sich❚ die❚ Betroffenen❚ auch❚ nicht❚ wertschätzend❚
angesprochen❚und❚ressourcenorientiert❚beteiligt.❚Manch­
mal❚gelingt❚es❚nicht,❚eine❚gute❚Kommunikation❚zwischen❚
Jugendamt❚und❚Betroffenen❚aufzubauen.❚Junge❚Menschen❚
und❚ihre❚Familien❚haben❚aber❚ein❚Recht❚auf❚würdige❚Be­
handlung❚und❚auf❚Unterstützung❚durch❚das❚Jugendamt.❚
Viele❚Hilfesuchende❚wissen❚nicht,❚welche❚Rechte❚sie❚ha­
ben❚und❚wie❚sie❚diese❚durchsetzen❚können.
Empowerment: Menschen stärken
Es❚ werden❚ längerfristige❚ Prozesse❚ in❚ festen❚ Gruppen❚
initiiert,❚in❚denen❚die❚Teilnehmer/innen❚Vertrauen❚fassen,❚
Kompetenzen❚entfalten❚und❚diese❚erproben❚können.❚Da­
durch❚machen❚Betroffene❚eine❚essenzielle❚Erfahrung:❚Sie❚
sind❚nicht❚allein❚und❚haben❚eine❚Stimme.❚Sie❚verharren❚
nicht❚länger❚in❚vereinzelten❚Ohnmachtspositionen.❚Ent­
lang❚ihrer❚eigenen❚positiven❚wie❚problematischen❚Erfah­
rungen❚ werden❚ sie❚ über❚ ihre❚ Rechte❚ sowie❚ Unterstüt­
zungsleistungen❚im❚Kontext❚von❚Jugendhilfe/Hilfen❚zur❚
Erziehung❚informiert.❚Ihnen❚wird❚auch❚vermittelt,❚wo❚sie❚
sich❚hinwenden❚können❚und❚welche❚Handlungsoptionen❚
sie❚ haben,❚ wenn❚ sie❚ allein❚ bei❚ der❚ Durchsetzung❚ ihrer❚
Rechte❚nicht❚weiterkommen.❚Jugendliche❚und❚Eltern❚wer­
den❚außerdem❚befähigt,❚eigene❚Bedürfnisse❚und❚Inter­
essen❚zu❚formulieren,❚diese❚selbstbewusst❚zu❚vertreten❚
und❚ihre❚Rechte❚stärker❚einzufordern.❚Auf❚dieser❚Grund­
lage❚werden❚sie❚in❚die❚Lage❚versetzt,❚sich❚selbst❚im❚Kon­
text❚öffentlicher❚Erziehungsinteressen❚mit❚ihren❚je❚eigenen❚
Anliegen❚ und❚ Kompetenzen❚ zurecht❚ zu❚ finden.❚ Eigene❚
Erfahrungen❚zum❚Ausgangspunkt❚zu❚nehmen❚und❚Adres­
satinnen/Adressaten❚in❚ihrer❚Position❚als❚aktive,❚selbst­
bestimmte❚ Akteurinnen/Akteure❚ in❚ der❚ Jugendhilfe❚ zu❚
stärken,❚ist❚wesentlich.❚Dadurch❚wird❚gewährleistet,❚dass❚
die❚ Erfahrungen❚ und❚ Inhalte❚ aus❚ den❚ Weiterbildungs­
wochenenden❚auch❚tatsächlich❚in❚den❚Alltag❚der❚Zielgrup­
pen❚übertragbar❚sind❚und❚dort❚nachhaltig❚wirken❚können.❚
Strukturelle Veränderungen durch Einbindung der
Einrichtungen
Nachhaltigkeit❚wird❚nicht❚nur❚auf❚der❚Seite❚der❚Adressa­
tinnen/Adressaten❚ angestrebt,❚ sondern❚ –❚ vor❚ allem❚ bei❚
MUSKEPEER❚–❚auch❚auf❚Seite❚der❚Jugendhilfeeinrichtun­
gen.❚Die❚Einrichtungen,❚in❚denen❚die❚jungen❚Menschen❚
leben,❚werden❚daher❚mit❚einbezogen.❚Durch❚die❚Einbin­
dung❚ der❚ Fachkräfte❚ in❚ die❚ Entwicklung❚ von❚ Beteili­
gungsideen,❚können❚strukturelle❚Änderungen❚konkret❚in❚
den❚Einrichtungen❚angeregt❚werden.❚
Peer-Ansatz: Betroffene stärken Betroffene
Der❚KJRV❚verfolgt❚außerdem❚einen❚Peer­Ansatz,❚da❚be­
kannt❚ist,❚dass❚»Gleichgesinnte«❚besser❚voneinander❚lernen❚
und❚Unterstützung❚gut❚angenommen❚wird,❚weil❚sie❚ein❚
Gegenüber❚haben,❚der/die❚eine❚ähnliche❚Erfahrungswelt❚
hat.❚Daher❚werden❚im❚Kontext❚der❚Weiterbildungen❚Ma­
terialen❚(z.❚B.❚Ratgeber­Broschüren)❚von❚Betroffenen❚für❚
Betroffene❚entwickelt.❚Dadurch❚werden❚die❚Erkenntnisse❚
aus❚den❚Weiterbildungen❚einer❚breiteren❚Masse❚zugäng­
lich.❚Junge❚Menschen❚und❚Eltern❚werden❚außerdem❚dazu❚
befähigt,❚ihr❚Wissen❚an❚andere❚Betroffene❚weiterzugeben❚
und❚ diese❚ in❚ problematischen❚ Situationen❚ zu❚ stärken❚
(Peer­Beratung).❚
Dialog und Öffentlichkeitsarbeit
Durch❚eine❚regelmäßige❚Berichterstattung❚über❚die❚ein­
zelnen❚Seminarwochenenden❚werden❚deren❚Erfahrungen❚
in❚ die❚ Fachwelt❚ widergespiegelt.❚ Der❚ KJRV❚ veranstaltet❚
außerdem❚regelmäßig❚Fachtagungen,❚in❚die❚Jugendliche❚
und❚Eltern❚aus❚den❚Weiterbildungen❚eingebunden❚werden.❚
Er❚bietet❚damit❚ein❚Forum,❚in❚dem❚sich❚Fachkräfte❚und❚
Adressatinnen/Adressaten❚in❚moderierten❚Räumen❚direkt❚
begegnen❚und❚in❚eine❚gemeinsame❚Reflexion❚kommen.❚
Darüber❚hinaus❚arbeitet❚er❚mit❚anderen❚Medien.❚Zuletzt❚
wurde❚ mit❚ jungen❚ Menschen❚ die❚ Wanderausstellung‚❚
»MUSKEPEER,❚HEIMKINDER,❚CARELEAVER❚–❚Einblicke❚in❚das❚
Leben❚von❚Jugendlichen❚in❚der❚Jugendhilfe«❚entwickelt.❚

image
Medien und Technik
Beruf und Arbeitswelt
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppe
]
Jugendliche als Hauptzielgruppe
]
Lehrerinnen und Lehrer ver-
schiedener Schularten
Projektziele
]
Konzepterstellung für ein inno va-
tives regionales Bildungszentrum,
das nach einheitlichem Grund-
modell, aber regional modifizier-
bar in verschiedenen Kommunen
aufgebaut werden kann
]
Langfristige Unterstützung der
Nachwuchsgewinnung und
-förderung, insbesondere für
Unternehmen der Region
Kontakt
VDI-GaraGe gGmbH
Dr. Angelika Träger-Nestler
Karl-Heine-Straße 97
04229 Leipzig
Tel. 0341 870860
kontakt@g-a-r-a-g-e.biz
www.g-a-r-a-g-e.com
Unsere Vision
Technische Bildung ist ein
wesentlicher Bestandteil der
ganzheitlichen Erziehung,
der Allgemeinbildung und
unserer Kultur. Mit dem
Wissen um die rasante Ent-
wicklung von Technik, den
modernen Technologien und
dem Einfluss auf die gesell-
schaftliche Entwicklung
sehen wir es als unsere Auf-
gabe, technischer Bildung
mehr Raum und Aufmerk-
samkeit zu geben.
»Techniklernwelten: ein neues, integratives und
adaptierbares Konzept für Bildung mit Zukunft«
Modular aufgebautes Konzept zur optimalen Vermittlung von technischem Grund-
wissen für Jugendliche sowie Weiterbildungsangebot für Lehrende vor Ort
1. Preis 2016
VDI-GaraGe gemeinnützige GmbH Leipzig

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Projektidee und -ziel
Die VDI-GaraGe Leipzig verzeichnet jährlich rund
80 000 Besucher, die die unterschiedlichsten Lehr- und
Lernangebote im Bereich der technischen Bildung und
Berufsorien tierung nutzen. Arbeit und Produktion, Trans-
port und Verkehr, Bauen und Wohnen, Information und
Kommunikation sowie Versorgung und Entsorgung sind
Themen gebiete, die als Kernkompetenz technischer Bil-
dung an Jugendliche vermittelt werden sollen. Ange-
passt an die Erfahrungen der jungen Lernenden, ihre
Lebenswelt, ihr Wissen, ihre Interessen und Neigungen
werden verschiedene Programme und Projekte angebo-
ten. Diese sind sowohl im Rahmen der schulischen
Ausbildung als auch in der Freizeit nutzbar. Pädagogi-
sches Ziel ist die Entwicklung der Fach-, Handlungs-
und Sozialkompetenzen der jugendlichen Teilnehmenden
mit dem Ziel einer langfristigen Nach wuchsgewinnung
und -förderung für regionale Unternehmen. Zudem
werden Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkei-
ten für Lehrende angeboten. Eine fachliche Begleitung
durch Betreuer der VDI-GaraGe führt zur Entlastung der
Schulen und fördert Kontakte für und mit Unternehmen.
Das Konzept »Techniklernwelten«
Im Projekt wurde ein bisher einzigartiges, neues und
reales Techniklernkonzept entwickelt sowie konzeptio-
nell und räumlich umgesetzt. Dieses wird als Best-
Practice-Modell deutschlandweit zur Verfügung gestellt
und soll als Alternative zu vielen Einzelangeboten gesehen
werden. Das modular aufgebaute Konzept steht für ein
zeitgemäßes Kennenlernen und Erleben von Technik,
Berufen im Ingenieur- und Technikbereich sowie Unter-
nehmensabläufen. Aktives Forschen und Arbeiten sollen
dazu beitragen, Veränderungen erlebbar zu machen
sowie Interesse und Motivation für die Gestaltung der
Zukunft zu wecken. Darüber hinaus wurden gesell-
schaftsrelevante Zukunftstechnologien über ein Szena-
rio abgebildet und in das Konzept aufgenommen. Damit
bietet das Konzept mehr Motivation und Inspiration für
die Nutzer, ein pädagogisch ausgereiftes Vorgehen, ein
Höchstmaß an Handlungsorientierung und Flexibilität
für die Lernenden. Es stellt zugleich einen Beitrag zur
Digi talisierung der Bildung in Sachsen dar. Der Transfer
des Projektes in andere Städte wird vorbereitet, wo-
durch dessen Nachhaltigkeit gefördert wird.
Ein Grundmodell und seine Anwendung
Auf der Grundlage einer Analyse der Lehrpläne für
Technik- und Naturwissenschaften sowie angrenzender
Lernbereiche wurde ein Grundmodell mit verschiedenen
Lernwelten erarbeitet. Sowohl das Grundmodell als auch
die modularen Erweiterungen gliedern sich in Themen-
bereiche. Sie umfassen die Erlebnis- und Techniklern-
welten »Werkstoffe und Materialien«, »Elektrotechnik
und Elektronik«, »Automatisierungstechnik – Industrie 4.0«,
»Bionik«, »Robotik«, »Informations- und Kommunikations-
technik« sowie »Ressourcen«. Die Thermenbereiche stellen
unterschiedliche Lehr- und Lernangebote zur Nutzung
zur Verfügung. Mittels einer für sie geschaffenen »Un-
ternehmens- und Berufewelt« erwerben junge Lernende
beispielsweise Wissen über Fertigungs- und Verfahrens-
abläufe. Und in einer »transparenten Fabrik« (Industrie 4.0)
erleben sie selbst, wie spannend Technik und Naturwis-
senschaften sein können.
Arbeitsformen und Methoden
Für die konkreten Unterrichtseinheiten wurden und
werden Handlungsabläufe und Handreichungen für
Lehrende und Lernende erarbeitet bzw. vorhandenes
Material aufbereitet und modifiziert. Die nach Alters-
stufen und Technikbereichen neu konzipierten, modular
aufbereiteten Lehrprogramme können der jeweiligen
Situation entsprechend modifiziert werden. Sie sind
angepasst an die Bildungsbedarfe der Lernenden, an das
zur Verfügung stehende Zeitvolumen sowie an die zu
nutzenden Unterrichtseinheiten. Dadurch wird eine in-
teressante, aktuelle und zukunftsorientierende Vermitt-
lung technischer Bildung möglich.

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Kultur und Interkulturalität
Politik und Weltanschauung
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Kontakt
Universität Leipzig
Historisches Seminar
Professur für Geschichtsdidaktik
Prof. Dr. Alfons Kenkmann
Beethovenstraße 15
04107 Leipzig
Tel. 0341 9737090
zeitfenster@uni-leipzig.de
www.zeitfenster.uni-leipzig.de
Zielgruppe
]
Jugendliche, insbesondere
Schulgruppen
]
an Geschichte interessierte
Bürgerinnen und Bürger aus
Leipzig und Umgebung
]
Tourismusgäste aus dem
In- und Ausland
Projektziele
]
Bereicherung der Erinnerungs-
kultur in Leipzig um ein innova-
tives Format der Geschichtsver-
mittlung
]
Sensibilisierung für »Spuren« der
Geschichte am historischen Ort
]
Erinnerung an die friedliche
Revolution in Leipzig
]
Wecken von Interesse an
Geschichte
Unsere Vision
Wir möchten Geschichte auf
innovative und zeitge mäße
Weise vermitteln. Die Technik
Augmented Rea lity bietet
neue Möglich keiten, sich
historischen Ereignissen und
Orten anzunähern. Dabei
wird das Smartphone zur
»Zeitmaschine« im Hosen-
taschenformat und die Stadt
Leipzig zum »virtuellen
Museum« an der Schnitt-
stelle von Vergangenheit
und Gegenwart.
App »ZEITFENSTER.
Friedliche Revolution Leipzig«
Eine Augmented-Reality-App für zeitgemäßes historisches Lernen
2. Preis 2016
Universität Leipzig, Historisches Seminar, Professur für Geschichtsdidaktik
takt

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Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
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Nutzerorientierte Bedienung
Für ein möglichst benutzerfreundliches Geschichtser-
lebnis sorgen eine intuitive Bedienoberfläche, eine inte-
grierte Navigationsfunktion sowie die Möglichkeit, die
App auch offline zu nutzen.
Durch die großzügige Unterstützung der Bundesstif-
tung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur steht mit der
App »ZEITFENSTER« ein kostenfreies Angebot in den
Sprachen Deutsch und Englisch zur Verfügung. Dabei
erkennt die App während des Downloads automatisch
die Spracheinstellung des Nutzers und übernimmt diese
selbstständig.
Das Angebot steht für die beiden gängigsten Betriebs-
systeme iOS und Android zur Verfügung.
Erforschung historischer Lernprozesse
Das Hauptziel des Projektes besteht in der wissenschaft-
lichen Begleitung der Erforschung historischer Lernpro-
zesse im Zeitalter des »digitalen Wandels«. Parallel zur
allgemeinen Nutzung durch die Öffentlichkeit werden
an der Professur für Geschichtsdidaktik empirische Tests
zum Nutzerverhalten von jungen Lernenden durchgeführt.
Diese sollen Aufschluss darüber geben, welche Potenziale
digitale Techniken für das Geschichtslernen bieten und
wie sich Jugendliche die Ereignisse der Vergangenheit
ihrer Stadt mit Hilfe von Smartphone und Tablet er-
schließen.
»Zeitmaschine« im Hosentaschenformat
Die App »ZEITFENSTER. Friedliche Revolution Leipzig« ist
eine Zeitreise in die Umbruchzeit rund um das Jahr
1989. An 25 Orten der Leipziger Innenstadt, sogenannten
Zeitfenstern, sind historische Fotografien auf dem Smart-
phone oder Tablet perspektivisch genau abrufbar. Ein
interaktiver Abgleich mit der aktuellen Kameraperspek-
tive ermöglicht ein Verschmelzen der Zeithorizonte und
macht historischen Wandel greifbar. Zudem haben
Nutzerinnen und Nutzer die Gelegenheit, sich umfassend
über die Geschichte der friedlichen Revolution in Leipzig
zu informieren. Dazu können sie in einem multimedialen
Schatz von 300 Originalquellen wie Dokumenten der
Stasi, der Leipziger Bürgerbewegung oder zeitgenössi-
schem Video-, Audio- und Fotomaterial stöbern.
Geschichte fundiert und zeitgemäß
Bei der Konzeption und Umsetzung der App wurden
wissenschaftliche Kriterien und technische Ansprüche
miteinander vereint. Das Team der Geschichtsdidaktik
der Universität Leipzig recherchierte in den Archiven
des Bürgerbewegung Leipzig e. V. und der Behörde des
Bundesbeauftragten für die Unterlagen der Staatssi-
cherheit der ehemaligen DDR, Außenstelle Leipzig, um
ein quellenorientiertes, vielschichtiges und ausgewoge-
nes Bild der friedlichen Revolution zu präsentieren.
Kurze Autorentexte entsprechen dem aktuellen Stand der
Forschung und bieten zugleich einen kompakten und
verständlichen Einblick in ein wichtiges Kapitel der
Zeitgeschichte.
gefördert von
Mit freundlicher Unterstützung von

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Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppe
]
wissenschaftsunterstützendes
technisches Personal am HZDR
]
wissenschaftliche Mitarbeiter-
innen und Mitarbeiter des For -
schungszentrums als Lehrende
]
technische Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter anderer regionaler
Forschungseinrichtungen
Projektziele
]
Fachwissen der Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter arbeitsplatz-
bezogen aktuell halten
]
Know-how am Forschungs-
standort multiplizieren
]
Verstärkung der Kooperation
und Vernetzung der Kolleginnen
und Kollegen innerhalb des HZDR
]
Etablieren der HZDR-Techniker-
akademie mit regelmäßig
statt findenden
Weiterbildungs-
angeboten
Kontakt
Sächsische Bildungsgesellschaft für
Umweltschutz und Chemieberufe
Uta Lichtenstein
Dresden mbH
Gutenbergstraße 6
01307 Dresden
Tel. 0351 4445 758
u.lichtenstein@sbgdd.de
info@sbgdd.de
www.sbgdd.de
Unsere Vision
Wir schaffen mit unserem
Engagement für Chancen-
gleichheit in der betrieb-
lichen Weiterbildung eine
neue Qualität für das
lebens lange Lernen in
Unternehmen.
Unser Schlüssel: »Kollegen
lernen von Kollegen« und
Fachexperten/-innen werden
als Lehrende erwach senen-
pädagogisch begleitet.
»HZDR-Technikerakademie –
Aus der Praxis in die Praxis«
Fachspezifische und fachübergreifende Weiterbildung am Helmholtz-Zentrum
Dresden-Rossendorf (HZDR)
3. Preis 2016
Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe Dresden mbH
Beruf und Arbeitswelt
Daraus wächst eine kollegi-
ale betriebliche Lern- und
Kommunikationskultur, die
zum Weiterlernen anregt,
die Arbeitszufriedenheit
erhöht und die Identifika-
tion aller Beteiligten mit
»ihrem« Unternehmen
unterstützt.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Engagement für Chancengleichheit in der
betrieblichen Weiterbildung
Spitzenforschung kann nur gelingen, wenn gut ge-
schulte Technikerinnen und Techniker Hand in Hand mit
den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern arbeiten.
Mit der gemeinsam von den Kooperationspartnern
Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und
Chemieberufe Dresden mbH (SBG) und Helmholtz Zen-
trum Dresden-Rossendorf e. V. (HZDR) konzipierten
HZDR-Technikerakademie erhält nun die fachspezifische
und fachübergreifende Weiterbildung des wissen-
schaftsunterstützenden technischen Personals einen
besonderen Stellenwert.
Die Erhöhung der Innovations- und Wettbewerbsfähig-
keit motiviert das größte ostdeutsche Forschungszent-
rum, als lernendes Unternehmen neue Wege bei der Mit-
arbeiterentwicklung des wissenschaftsunterstützenden
technischen Personals zu gehen. Das HZDR verspricht
sich von der Etablierung der HZDR-Technikerakademie
eine bessere Nutzung vorhandener Potenziale und Quali-
fikationen beim technischen Personal, eine Verstärkung
der Kooperation innerhalb des HZDR und eine spürbar
positive Innen- und Außenwirkung.
Institutionalisiertes Angebot als dauerhafter
Beitrag zur Mitarbeiterentwicklung
Für die rund 200 technischen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter des HZDR wurde ein umfassendes betrieb-
liches Weiterbildungsprogramm erarbeitet, welches
neue Elemente der arbeitsplatzbezogenen Fachkunde
berücksichtigt, mit fachübergreifenden Angeboten sinn-
voll bündelt und mittels vielfältiger Arbeitsformen
zeitgemäß präsentiert. Zweck ist es, praxisnah spezielle
Themengebiete zu vermitteln, das durch die Erstausbil-
dung vermittelte Fachwissen aktuell zu halten und
durch Fach- und Sachbezüge zum Helmholtz-Zentrum
bedarfsgerecht anzureichern. Das Projekt zur Initiierung
eines betrieblichen Weiterbildungsprogramms wurde
mit der Absicht gestartet, stetige, zyklisch stattfindende
Angebote am Zentrum zu etablieren.
Die Lehrenden als Schlüssel zur Qualität von
innerbetrieblicher Weiterbildung
Das Besondere an der Akademie ist die Praxisnähe,
denn hier gilt: »Kollegen lernen von Kollegen.« Im Rahmen
der HZDR-Technikerakademie werden Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter des Forschungszentrums als Fach exper-
tinnen und Fachexperten zu Lehrenden. Das Konzept
schließt die erwachsenenpädagogische Begleitung durch
ein Expertenforum, die Ermittlung von Weiterbildungs-
bedarfen und die Evaluation der Lehrveranstaltungen
ein. Betriebliche Erfahrungsträgerinnen und Erfahrungs-
träger als Lernbe gleitung einzubeziehen wird so als wich-
tiges Gestaltungsmittel zur Entfaltung von Lernsituationen
im Um feld betrieblicher Arbeitsprozesse genutzt.
Arbeitserfahrungen und Know-how werden durch die
HZDR-Technikerakademie multipliziert. So kann es ge-
lingen, eine kollegiale betriebliche Lern- und Kommunika-
tionskultur zu etablieren, die zum Weiterlernen anregt
bzw. motiviert, die die Arbeitszufriedenheit erhöht und
die Identifikation aller Beteiligten mit »ihrem« Forschungs-
zentrum unterstützt.
Eine neue Qualität in der betrieblichen
Weiterbildung
Die beiden Kooperationspartner stellen mit der Techniker-
akademie ein erprobtes Kooperationsmodell zwischen
Unternehmen, Bildungsdienstleister und Universität
breiten Interessengruppen für die Übertragung und die
Anwendung auf vergleichbare Situationen zur Verfü-
gung. Insbesondere die richtungsweisende Konzeption
für unternehmensbezogene und bedarfsgerechte Weiter-
bildung »von Kollegen für Kollegen« mit der begleiten-
den Konzeption zur erwachsenendidaktischen Qualifi-
kation von betrieblichen Fachexpertinnen und Fachexperten
als Lernbegleitung ist qualitativ neuartig.
Die erarbeiteten Konzepte der HZDR-Technikerakademie
eignen sich in besonderer Weise zur Übertragung auf
andere Forschungseinrichtungen auf regionaler Ebene
und auf die Standorte der Helmholtz-Gemeinschaft
deutschlandweit. Die derzeitigen Aktivitäten erschließen
zusätzlich weitere Branchen für neue Bildungscluster.

image
Beruf und Arbeitswelt
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppe
]
Führungskräfte in kleinen und
mittleren Unternehmen
]
Personen, die ein Unternehmen
weiterführen wollen
]
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
des Unternehmens
Projektziele
]
Sensibilisierung von Führungs-
kräften für ihren eigenen
Weiterbildungsbedarf
]
Aufzeigen von Möglichkeiten
durch Weiterbildung
]
Entwicklung passgenauer
Weiterbildungsangebote
]
Abbau von Zugangshemmnissen
und Vernetzung
]
Sichtbarmachen von Kompetenz-
entwicklung
Kontakt
Leipziger Institut für angewandte
Weiterbildungsforschung e. V.
Silas Steinhilber
Jahnallee 59
04109 Leipzig
info@liwf.de
www.liwf.de
Unsere Vision
Wir wollen kleine und mitt-
lere Unternehmen in Sachsen
(KMU) für »weiche« Faktoren
im Generationswechsel sensi-
bilisieren und dazu beitragen,
dass der Nachfolgeprozess
als Chance für das Unter-
nehmen wahrgenommen
wird. Unser modularisiertes
Weiterbildungsangebot liefert
passgenaue Unterstützungs-
formate zu verschiedenen
für den Generationswechsel
bedeutsamen Themen.
»Logbuch Generationswechsel«
Ein modularisiertes Weiterbildungsangebot für kleine und mittlere
Unternehmen in Sachsen
3. Preis 2016
LIWF – Leipziger Institut für angewandte Weiterbildungsforschung e. V.
Soziales und Gesundheit

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Die Gestaltung und Anwendung des »Logbuchs«
Eng mit dem Weiterbildungsangebot verzahnt ist das
»Logbuch«, ein Instrument, mit dem Bedürfnisse geweckt,
Angebote unterbreitet und individuelle Lernerfolge
sichtbar gemacht werden sollen. Wie ein klassisches
Logbuch gibt es Orientierung im Verlauf der unterneh-
merischen Reise und dokumentiert einzelne Etappen.
Fragen regen zur Reflexion an und machen auf Lernge-
legenheiten im Prozess und den möglichen individuellen
Bedarf aufmerksam. Gleichzeitig werden einzelne Module
und Angebote aufgelistet, aus denen die Unternehmen je
nach Phase des Übergabeprozesses und der Ausgangs-
lage wählen können.
Netzwerkpflege und Bekanntmachung des Angebots
Das Logbuch wird an sächsische KMU verteilt und die
Zielgruppen werden direkt angesprochen. Eine Koope-
ration zwischen Weiterbildungseinrichtungen wie die
Volkshochschule Leipzig und der Sächsische Volkshoch-
schulverband und Unternehmen sowie den Handwerks-
kammern trägt zur Verankerung des Projekts bei. Zu-
sätzlich sollen interdisziplinäre wissenschaftliche
Fachtagungen und unternehmensnahe Podien zur Ver-
breitung des Angebots genutzt werden.
Durchführung und Evaluation einzelner Angebote
und des »Logbuchs« selbst
Um die Zielstellung des Projekts zu erfüllen, wird bei der
Durchführung der Veranstaltungen kompetentes Perso-
nal eingesetzt sowie eine umfassende Evaluation durch-
geführt. Die persönliche Beratung interessierter Unter-
nehmen sowie die passgenaue Ausgestaltung der
einzelnen Workshops und Seminare stellen sicher, dass
die Bedürfnisse der Lernenden berücksichtigt werden.
Neben den Veranstaltungen selbst wird auch das Inst-
rument »Logbuch« begleitend und abschließend nach
qualitativen und quantitativen Parametern evaluiert.
Strategie
Auf der Grundlage einer umfassenden Bedarfsermitt-
lung entstehen spezifische Weiterbildungsangebote für
kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Generations-
wechsel. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf Senio-
rinnen und Senioren sowie Juniorinnen und Junioren,
sondern ebenso auf die gesamte Belegschaft. Der inno-
vative Ansatz besteht darin, die Belegschaft nicht nur als
Betroffene, sondern als Beteiligte im Nachfolgeprozess
aufzufassen. Mit dem »Logbuch Generationswechsel«
soll ein Perspektivwechsel angeregt werden. Deshalb
stehen Weiterbildungsformate im Mittelpunkt, in denen
alle im Nachfolgeprozess Beteiligten zusammenkom-
men und gemeinsam den Wandel gestalten. Dabei können
Kompetenzen entwickelt werden, die sie nicht nur im
Generationswechsel, sondern auch darüber hinaus in
ihrer Arbeit voranbringen. Dem Prinzip der aufsuchen-
den Bildungsarbeit folgend wird ein Großteil der Ange-
bote in den Unternehmen vor Ort durchgeführt.
Die Konzeption eines modularisierten
Weiterbildungsangebots
Ausgehend von fundierten Bedarfshypothesen und einer
Marktanalyse wurden innovative Weiterbildungsange-
bote entwickelt, die sich in fünf Module unterteilen. Im
Fokus dieser Angebote stehen vor allem zwischenmensch-
liche und emotionale Aspekte, die im Nachfolge prozess
eine erfolgsentscheidende Rolle spielen.
Jedes Angebot baut grundsätzlich auf die Erfahrungen der
Teilnehmenden auf und bearbeitet aktuelle und konkrete
Beispiele aus deren beruflichem Alltag. Das erleichtert den
unmittelbaren Lerntransfer aus dem Seminarkontext. Im
Rahmen des Mentorings sowie der in formellen Aus-
tauschangebote werden Erfahrungen und Problemlösungen
aller Beteiligten einbezogen.
Jedes Angebotsformat stellt eine spezielle Arbeitsform
dar und umfasst spezifische Methoden. Dabei handelt
es sich um Weiterbildungsangebote, die je nach Bedarf
und Nachfrage individuell ausgestaltet werden. Sie
werden entweder als offene Veranstaltungen für ver-
schiedene Unternehmen oder als Inhouse-Veranstaltung
für ein Unternehmen konzipiert und durchgeführt.

image
Unsere Vision
Kultur und Interkulturalität
Politik und Weltanschauung
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
❚❚
interessierte❚Bürgerinnen❚und❚
Bürger❚aus❚allen❚Altersgruppen
❚❚
Jugendliche,❚insbesondere❚
Schulgruppen
❚❚
Kultur-❚und❚Kunstinitiativen❚
sowie❚soziokulturelle❚Projekte
Projektziele
❚❚
Förderung❚des❚gesellschaftlichen❚
Dialoges❚zu❚Fragen❚von❚Demo-
kratie❚und❚Politik❚
❚❚
Auseinandersetzung❚mit❚histori-
schen❚Prozessen❚und❚Reaktion❚
auf❚aktuelle❚politische❚Situationen
❚❚
Aufzeigen❚von❚Wegen❚zu❚
Partizipation❚und❚Mitverant-
wortung
Kontakt
Stiftung❚Friedliche❚Revolution❚–❚❚
gemeinnützige❚Stiftung❚b.❚R.❚Leipzig
Projektleiterin❚Gesine❚Oltmanns
Nikolaikirchhof❚3
04109❚Leipzig
Tel.❚0341❚9837860❚❚
info@stiftung-fr.de❚❚
oltmanns@stiftung-fr.de
Unsere Vision
In❚Sachsen❚wird❚wieder❚
über❚Politik❚diskutiert.❚
Dafür❚wünschen❚wir❚uns❚
eine❚Kultur❚der❚lebendigen❚
Auseinandersetzung❚im❚
öffentlichen❚Raum,❚die❚von❚
Offenheit❚und❚gegenseiti-
gem❚Respekt❚geprägt❚ist.
»FREI_RAUM 2015 für Demokratie und Dialog«
Generationsübergreifendes Veranstaltungsangebot für interessierte
Bürgerinnen und Bürger für eine lebendige Auseinandersetzung
mit dem Thema »Friedliche Revolution 1989«
1. Preis 2015
Stiftung Friedliche Revolution – gemeinnützige Stiftung b. R. Leipzig

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
FREI_RAUM 2015 für Demokratie und Dialog
1. Preis 2015
Stiftung Friedliche Revolution – gemeinnützige Stiftung b. R. Leipzig
Plattform für politischen Diskurs
Seit❚ der❚ Gründung❚ im❚ Jahr❚ 2009❚ versteht❚ sich❚ die❚ Stif-
tung❚ Friedliche❚ Revolution❚ als❚ politische❚ Plattform❚ für❚
alle❚Bürgerinnen❚und❚Bürger.❚In❚der❚Tradition❚des❚Ereig-
nisses,❚das❚die❚Stiftung❚im❚Namen❚nennt,❚will❚sie❚sich❚
für❚ Demokratie,❚ kulturelle❚ Vielfalt,❚ Gewaltlosigkeit❚ und❚
Frieden❚ engagieren.❚ Das❚ Projekt❚ »FREI_RAUM❚ 2015❚ für❚
Demokratie❚und❚Dialog«❚widmete❚sich❚speziell❚den❚poli-
tischen❚Entwicklungen❚der❚letzten❚Jahrzehnte,❚ausgehend❚
von❚den❚Aktivitäten❚der❚sächsischen❚Bürgerbewegung❚im❚
Revolutionsherbst❚1989.❚Die❚Akteure❚stellten❚besonders❚
die❚aktuellen❚Ereignisse❚seit❚2014❚in❚Sachsen,❚aber❚auch❚
in❚ganz❚Deutschland❚in❚den❚Mittelpunkt❚ihrer❚Betrach-
tungen.❚Davon❚ausgehend❚regten❚sie❚zur❚offensiven❚Aus-
einandersetzung❚ mit❚ Ursachen❚ und❚ Folgen❚ der❚ damals❚
neu❚ entstandenen❚ »Bewegung❚ der❚ Unzufriedenen«❚ an,❚
die❚ sich❚ unter❚ anderem❚ in❚ den❚ Aktionen❚ von❚ PEGIDA❚
und❚LEGIDA❚wiederspiegelt.
Vielfältig nutzbarer Pavillon
Ein❚wichtiger❚Bestandteil❚des❚Projektes❚war❚ein❚großzü-
giger,❚etwa❚100❚Personen❚Platz❚bietender❚offener❚Veran-
staltungspavillon❚ auf❚ dem❚ zentral❚ gelegenen❚ Wilhelm-
Leuschner-Platz,❚der❚vom❚25.❚September❚bis❚zum❚11.❚Oktober❚
2015❚täglich❚12❚Stunden❚lang❚Raum❚für❚Diskussionsfo-
ren,❚ politisch-kulturelle❚ Veranstaltungen❚ und❚ Filmpro-
gramme❚bot.❚Die❚Konstruktion❚des❚Pavillons❚wurde❚von❚
Architekturstudentinnen❚ und❚ -studenten❚ der❚ Leipziger❚
Hochschule❚ für❚ Technik,❚ Wirtschaft❚ und❚ Kultur❚ unter❚
Leitung❚ihres❚Professors❚Ronald❚Scherzer-Heidenberger❚
entwickelt.❚Der❚Pavillon❚bezog❚eine❚Freiluftbühne❚ein,❚auf❚
der❚Diskussionsrunden,❚Theateraufführungen,❚Konzerte,❚
Filmvorführungen❚ und❚ andere❚ Veranstaltungen❚ statt-
fanden.
Demokratische Auseinandersetzung üben
Grundprinzipien❚ der❚ durchweg❚ kostenlos❚ angebotenen❚
Veranstaltungen❚waren❚Offenheit,❚Dialog❚und❚Pluralität.❚
Der❚FREI_RAUM❚lud❚ein,❚freimütig❚zu❚erzählen,❚Meinun-
gen❚und❚Erfahrungen❚auszutauschen,❚zu❚diskutieren,❚zu❚
streiten❚und❚dabei❚auch❚Dissens❚auszuhalten.❚Auf❚diese❚
Weise❚ wurde❚ eine❚ Kultur❚ der❚ lebendigen❚ Auseinander-
setzung❚im❚öffentlichen❚Raum❚erprobt❚und❚eingeübt.❚Die❚
historischen❚Ereignisse❚seit❚1989❚wurden❚dabei❚aus❚un-
terschiedlichsten❚ Perspektiven❚ betrachtet❚ und❚ zugleich❚
eine❚Brücke❚zu❚Fragen❚der❚Entwicklung❚unserer❚Demo-
kratie❚ und❚ zu❚ heutigen❚ Formen❚ der❚ Bürgerbeteiligung❚
geschlagen,❚um❚über❚Charakter❚und❚Gefahren❚totalitä-
rer❚Systeme❚aufzuklären❚und❚so❚die❚Beteiligten❚für❚Ge-
fährdungen❚der❚1989❚gewonnenen❚Freiheit❚zu❚sensibi-
lisieren.
Eignung als Modell bewiesen
Mit❚ seinem❚ niedrigschwelligen❚ Angebot❚ erreichte❚ das❚
Projekt❚ »FREI_RAUM❚ 2015❚ für❚ Demokratie❚ und❚ Dialog«❚
auch❚solche❚gesellschaftlichen❚Gruppen,❚die❚sich❚bislang❚
entweder❚dem❚öffentlichen❚Diskurs❚weitgehend❚verwei-
gern❚oder❚als❚»Wutbürger«❚die❚Diskussion❚betont❚emo-
tional❚ auf❚ der❚ Straße❚ führen.❚ Damit❚ bewies❚ es,❚ dass❚
seine❚Grundprinzipien❚und❚-methoden❚auch❚als❚Modell❚
für❚ähnliche❚Aktivitäten❚taugen,❚die❚angesichts❚der❚Be-
deutung❚politischer❚Bildung❚und❚demokratischer❚Ausein-
andersetzung❚geradezu❚nach❚Fortsetzung❚rufen.❚Als❚wich-
tige❚Partner❚des❚Projekts❚engagierten❚sich❚neben❚der❚Stadt❚
Leipzig❚ und❚ der❚ Sächsischen❚ Landeszentrale❚ für❚ politi-
sche❚ Bildung❚ Dresden❚ unter❚ anderem❚ das❚ Archiv❚ Bür-
gerbewegung❚Leipzig❚e.❚V.,❚die❚HTWK❚Leipzig❚/❚Architek-
tur,❚die❚Hochschule❚für❚Graphik❚und❚Buchkunst❚–❚über❚
den❚ Kunstverein❚ Leipzig❚ e.❚V.❚ –,❚ die❚ Stadt❚ Leipzig,❚ die❚
4.❚Internationale❚Demokratiekonferenz❚Leipzig,❚der❚MDR,❚
Saxonia,❚die❚Bundesstiftung❚zur❚Aufarbeitung❚der❚SED-
Diktatur,❚ der❚ Landesfilmdienst❚ Sachsen,❚ das❚ Netzwerk❚
Courage❚und❚Demokratie❚e.❚V.,❚die❚DEFA❚Stiftung❚und❚die❚
Deutsche❚Kinemathek❚–❚Museum❚für❚Film❚und❚Fernsehen.❚

image
Unsere Vision
Kultur und Interkulturalität
Politik und Weltanschauung
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Wir❚wünschen❚uns❚eine❚
lebendige❚Bürgergesell-
schaft,❚an❚deren❚Ausgestal-
tung❚sich❚möglichst❚viele❚
Bürgerinnen❚und❚Bürger❚
freiwillig❚beteiligen❚–❚und❚
dass❚sie❚dabei❚die❚nötige❚
Anerkennung❚und❚Unter-
stützung❚finden.❚
Kultur und Interkulturalität
Soziales und Gesundheit
»Erwachsenenbildung
als Dienst an der Bürgergesellschaft«
»Willkommen in Dresden« und »EhrenamtsKomPass« – Weiterbildungskurse
für ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger
2. Preis 2015
Volkshochschule Dresden e. V.
Zielgruppen
❚❚
ehrenamtlich❚tätige❚Bürgerinnen❚
und❚Bürger❚aller❚Altersgruppen❚
und❚Einsatzgebiete
Projektziele
❚❚
Schaffung❚einer❚Willkommens-
kultur❚in❚Dresden
❚❚
Vermittlung❚von❚Wissen❚und❚
Entwicklung❚von❚Basis-❚und❚
Fachkompetenzen❚für❚vielfältige❚
Bereiche❚des❚gesellschaftlichen❚
Lebens
❚❚
Wertschätzung❚ehrenamtlicher❚
Tätigkeit
Kontakt
Volkshochschule❚Dresden❚e.❚V.
Projektleitung:❚Ulrike❚Struck❚und❚❚
Ivo❚Gerhard❚
Schilfweg❚3
01237❚Dresden
Tel.❚0351❚254400
post@vhs-dresden.de

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Erwachsenenbildung als Dienst an der Bürgergesellschaft – Weiterbildungskurse für ehrenamtlich Tätige
2. Preis 2015
Volkshochschule Dresden e. V.
Basiskompetenzen für das Ehrenamt
Um❚eine❚lebendige❚Bürgergesellschaft❚nachhaltig❚zu❚för-
dern,❚nahm❚die❚Volkshochschule❚Dresden❚Kurse❚in❚ihr❚An-
gebot❚auf,❚die❚sich❚speziell❚an❚Erwachsene❚mit❚Interesse❚
an❚bürgerschaftlichem❚Engagement❚richten.❚Mit❚der❚Wei-
terbildungsreihe❚»EhrenamtsKomPass«❚bietet❚sie❚diesen❚
die❚ Möglichkeit,❚ Kenntnisse❚ zu❚ erwerben,❚ die❚ für❚ eine❚
qualifizierte❚ ehrenamtliche❚ Tätigkeit❚ in❚ vielen❚ gesell-
schaftlichen❚Bereichen❚wichtig❚sind.❚In❚einem❚Zeitraum❚
von❚ vier❚ Semestern❚ werden❚ Basiskompetenzen❚ zu❚ den❚
Themenfeldern❚ »Recht,❚ Finanzen❚ und❚ Verwaltung,❚ Mar-
keting❚und❚Öffentlichkeitsarbeit«❚sowie❚»Kommunikation❚
und❚ Persönlichkeit«❚ vermittelt.❚ Nach❚ Ablauf❚ eines❚ voll-
ständigen❚Zyklus❚beginnt❚die❚Kursreihe❚erneut.❚Dies❚bietet❚
die❚ Gelegenheit,❚ zu❚ unterschiedlichen❚ Zeitpunkten❚ in❚
das❚Programm❚einzusteigen.❚Die❚einzige❚Voraussetzung❚
für❚die❚Teilnahme❚an❚den❚Weiterbildungskursen❚besteht❚
darin,❚dass❚sich❚die❚Bewerberinnen❚und❚Bewerber❚nach-
weislich❚bereits❚bürgerschaftlich❚engagiert❚haben.
Unterstützung von Asylbewerber-Begleitern
Diese❚Weiterbildungsreihe❚ergänzte❚die❚Volkshochschule❚
Dresden❚durch❚einen❚neuen❚Angebotskomplex.❚Er❚wen-
det❚ sich❚ speziell❚ an❚ die❚ Bürgerinnen❚ und❚ Bürger,❚ die❚
Asylsuchende❚ auf❚ ihren❚ ersten❚ Schritten❚ in❚ der❚ neuen❚
Umgebung❚begleiten❚möchten.❚Unter❚dem❚Thema❚»Will-
kommen❚in❚Dresden«❚bietet❚das❚Veranstaltungsportfolio❚
Wissensvermittlung❚ und❚ praxisorientierte❚ Übungen❚ zu❚
den❚drei❚Bereichen❚»Sprache❚und❚Verständigung«,❚»Hin-
tergründe❚und❚Zusammenhänge«❚sowie❚»Hilfe❚und❚Beglei-
tung«.❚ Im❚ Mittelpunkt❚ der❚ einzelnen❚ Veranstaltungen❚
stehen❚Themen❚wie❚»Fremdenfeindlichkeit❚und❚ethische❚
Toleranz«❚ oder❚ »Traumatische❚ Erfahrungen❚ von❚ Flücht-
lingen«.❚Auch❚Fragen❚der❚Asylgesetzgebung❚in❚Deutsch-
land❚und❚des❚kultursensiblen❚Umgangs❚mit❚Asylsuchen-
den❚werden❚behandelt.
Vielfältige Arbeitsformen, kompetente Partner
Die❚Auswahl❚der❚Inhalte❚und❚Methoden❚für❚die❚einzelnen❚
Weiterbildungsveranstaltungen❚orientiert❚sich❚am❚kon-
kreten❚ Bedarf❚ und❚ wird❚ in❚ Abstimmung❚ mit❚ aktuellen❚
und❚potenziellen❚Kursteilnehmerinnen❚und❚-teilnehmern❚
entwickelt.❚Dabei❚bezieht❚die❚Volkshochschule❚Dresden❚als❚
Initiator❚ und❚ Organisator❚ des❚ Projekts❚ zahlreiche❚ Netz-
werk-Partner❚wie❚Vereine❚und❚Initiativen❚ein.❚So❚nutzt❚sie❚
für❚die❚Veranstaltungen❚auch❚Räumlichkeiten❚dieser❚Part-
ner.❚Außerdem❚werden❚geeignete❚Referentinnen❚und❚Re-
ferenten❚einbezogen,❚die❚bereits❚in❚diesen❚Einrichtungen❚
als❚Lehrende❚tätig❚waren.❚Die❚angewandten❚Kursformen❚
sind❚vielfältig❚und❚hängen❚von❚den❚jeweiligen❚Zielen❚und❚
Inhalten❚ab.❚Sie❚reichen❚vom❚Lehrervortrag❚über❚Grup-
pen-❚und❚Partnerarbeit❚und❚Rundgespräche❚bis❚zu❚Teil-
nehmerreferaten❚und❚Planspielen.❚Im❚Mittelpunkt❚stehen❚
stets❚ die❚ Teilnehmenden,❚ die❚ selbsttätig❚ Kompetenzen❚
erwerben❚und❚somit❚ihre❚individuellen❚Fähigkeiten❚und❚
Anlagen❚entfalten❚können.
Nachhaltigkeit gesichert
Alle❚Veranstaltungen❚sind❚so❚angelegt,❚dass❚sie❚Hilfe❚zur❚
Selbsthilfe❚ bieten.❚ Viele❚ der❚ erworbenen❚ theoretischen❚
Kenntnisse❚werden❚erst❚bei❚ihrer❚Anwendung❚in❚der❚Pra-
xis❚erprobt❚und❚manifestieren❚sich❚in❚neuen❚Fähigkeiten.❚
Daher❚werden❚die❚Kursteilnehmerinnen❚und❚-teilnehmer❚
von❚ vornherein❚ ermutigt,❚ in❚ den❚ jeweiligen❚ Praxisfel-
dern❚ständig❚mit-,❚um-❚und❚weiterzulernen.❚Infolgedes-
sen❚ können❚ sie❚ ihr❚ Wissen❚ sowie❚ ihre❚ Erfahrungen❚ an❚
andere❚ehrenamtlich❚Tätige❚weitergeben.❚Um❚die❚Quali-
tät❚ der❚ Angebote❚ zu❚ gewährleisten,❚ wird❚ jeder❚ einzelne❚
Kurs❚evaluiert.
Alle❚Kurse❚beider❚Teilprojekte❚–❚»EhrenamtsKomPass«❚und❚
»Willkommen❚in❚Dresden«❚–❚werden❚durch❚die❚Landes-
hauptstadt❚Dresden❚gefördert.❚

image
Unsere Vision
Kultur und Interkulturalität
Politik und Weltanschauung
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Junge❚Menschen❚treffen❚sich❚
in❚spannenden❚Bildungs-
veranstaltungen.❚Sie❚erken-
nen❚ihre❚Begabungen❚und❚
Fähigkeiten❚und❚entwickeln❚
diese❚weiter.❚Wir❚wollen❚ihr❚
Interesse❚für❚zivilgesell-
schaftliches❚Engagement❚
wecken❚und❚sie❚darin❚❚
bestärken.
»Akademie für Junges Engagement«
Weiterbildungsangebot für engagierte junge Menschen in Form
von fünf aufeinander aufbauenden Workshops
3. Preis 2015
Stiftung Elemente der Begeisterung e. V. Leipzig
Zielgruppen
❚❚
bereits❚ehrenamtlich❚tätige❚
junge❚Menschen❚und❚solche,❚❚
die❚sich❚zukünftig❚für❚die❚
Gesellschaft❚engagieren❚wollen
Projektziele
❚❚
Begeisterung❚von❚jungen❚
Menschen❚zur❚Übernahme❚eines❚
Engagements❚in❚den❚unter-
schiedlichsten❚Bereichen❚der❚
Gesellschaft❚
❚❚
Wissensvermittlung❚und❚Kompe-
tenzentwicklung❚durch❚ein❚
modulartiges❚Weiterbildungs-
angebot❚mit❚den❚Schwerpunkten❚
Information❚–❚Unterstützung❚–
Vermittlung
Kontakt
Stiftung❚Elemente❚der❚Begeisterung❚e.❚V.❚
Leipzig
Projektleiter❚Robert❚Benjamin❚Biskop
Tschaikowskistraße❚23
04109❚Leipzig
Tel.❚0341❚974983
biskop@edb-stiftung.de

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Akademie für Junges Engagement
3. Preis 2015
Stiftung Elemente der Begeisterung e. V.
Gesellschaftliches Engagement fördern
Es❚ist❚wichtig,❚dass❚junge❚Menschen❚die❚Gegebenheiten❚
des❚gesellschaftlichen❚Umfeldes,❚in❚dem❚sie❚aufwachsen,❚
nicht❚ einfach❚ als❚ gesetzt❚ hinnehmen,❚ sondern❚ prüfen,❚
was❚ daran❚ verbessert❚ werden❚ könnte.❚ Viele❚ von❚ ihnen❚
setzen❚sich❚begeistert❚für❚Veränderungen❚ein❚und❚ent-
wickeln❚ Ideen,❚ diese❚ umzusetzen.❚ Oft❚ werden❚ sie❚ aber❚
entmutigt,❚wenn❚sich❚Dinge❚nicht❚so❚entwickeln,❚wie❚sie❚
es❚sich❚wünschen.❚Dann❚besteht❚die❚Gefahr,❚dass❚sie❚ihre❚
ursprüngliche❚Einsatzbereitschaft❚verlieren❚und❚sich❚zu-
rückziehen.❚Mit❚der❚»Akademie❚für❚Junges❚Engagement«❚
will❚die❚Stiftung❚Elemente❚der❚Begeisterung❚e.❚V.❚junge❚
Menschen,❚die❚sich❚bereits❚zivilgesellschaftlich❚engagie-
ren❚bzw.❚an❚einem❚solchen❚Engagement❚interessiert❚sind,❚
in❚ihrem❚Bestreben❚bestärken.❚Das❚Projekt❚ist❚ein❚Weiter-
bildungsangebot,❚das❚die❚daran❚Teilnehmenden❚dazu❚be-
fähigt,❚die❚Aufgaben❚zu❚bewältigen,❚die❚mit❚ihrem❚Enga-
gement❚verbunden❚sein❚können.❚Außerdem❚versetzt❚es❚die❚
Akteure❚in❚die❚Lage,❚selbstständig❚Ansatzpunkte❚für❚neue❚
Projekte❚zu❚finden❚und❚solche❚Vorhaben❚eigenverantwort-
lich❚umzusetzen.❚
Zielgruppen und Inhalte
Das❚Projekt❚wendet❚sich❚in❚erster❚Linie❚an❚junge❚Men-
schen,❚die❚in❚Leipzig❚oder❚in❚der❚Nähe❚dieser❚Stadt❚woh-
nen.❚Gleichzeitig❚hat❚es❚gemäß❚den❚interkulturellen❚Grund-
sätzen❚ seines❚ Trägervereins❚ aber❚ auch❚ den❚ Anspruch,❚
Personen❚aller❚Nationen,❚Ethnien❚und❚Religionen❚zusam-
menzubringen.❚ Die❚ Akademie❚ bietet❚ ihren❚ Teilnehmen-
den❚ ein❚ modular❚ aufgebautes,❚ aus❚ Präsenzworkshops❚
bestehendes❚Weiterbildungsprogramm,❚das❚durch❚zusätz-
liche❚Angebote❚wie❚z.❚B.❚individuelle❚Beratung,❚gemein-
same❚ Naturerlebnisse❚ oder❚ die❚ Nutzung❚ der❚ Bibliothek❚
ergänzt❚wird.❚Fünf❚aufeinander❚aufbauende❚interaktive❚
Workshops❚ befassen❚ sich❚ mit❚ drei❚ Schwerpunkten:❚ der❚
Information❚über❚Chancen❚und❚Möglichkeiten❚zivilgesell-
schaftlichen❚Engagements,❚der❚Selbsterkenntnis❚durch❚Re-
flexion❚eigener❚Werte,❚Interessen❚und❚Talente❚sowie❚der❚
Befähigung❚zum❚eigenständigen❚Handeln❚durch❚die❚Ver-
mittlung❚von❚Strategien❚und❚Werkzeugen❚–❚Projektma-
nagement,❚Marketing,❚Rhetorik,❚Netzwerkbildung,❚inter-
kulturelle❚Kompetenz❚–❚zum❚Erreichen❚der❚selbst❚gesetzten❚
Ziele.❚
Strategien und Methoden
Die❚»Akademie❚für❚Junges❚Engagement«❚arbeitet❚mit❚einem❚
Peer-Learning-Ansatz:❚ Menschen❚ mit❚ ähnlichen❚ Erfah-
rungen,❚Lebensumständen❚und❚Zielvorstellungen❚kommen❚
zusammen,❚ um❚ sich❚ im❚ Weiterbildungskontext❚ gegen-
seitig❚zu❚unterstützen.❚Die❚jeweils❚dreistündigen❚Veran-
staltungen❚finden❚einmal❚monatlich❚an❚einem❚Mittwoch-
abend❚ statt.❚ Beim❚ Informationsmaterial❚ und❚ bei❚ der❚
Organisation❚der❚Workshops❚wird❚auf❚Barrierearmut❚ge-
achtet.❚Einzel-,❚Partner-❚sowie❚Gruppenarbeit❚sind❚wech-
selnde❚Bestandteile❚der❚Kurse,❚wobei❚das❚Partner-Prinzip❚
–❚Buddy-System❚–❚eine❚besondere❚Rolle❚spielt.❚Pädago-
gische❚Kriterien❚sind❚u.❚a.❚Interaktivität,❚Konstrukti❚vität,❚
Sensibilität,❚Vertraulichkeit❚und❚Freiwilligkeit.
Organisation und Kooperationspartner
Die❚Schirmherrschaft❚über❚das❚Projekt❚hat❚der❚Leipziger❚
Oberbürgermeister❚inne.❚Verantwortet❚wird❚das❚Weiter-
bildungsprogramm❚durch❚einen❚Projektleiter,❚der❚durch❚
eine❚Projektassistenz❚und❚einen❚pädagogischen❚Leiter❚un-
terstützt❚wird.❚Ein❚Team❚von❚zwölf❚jungen❚Menschen❚ar-
beitet❚ehrenamtlich❚in❚den❚verschiedenen❚Aufgabenbe-
reichen❚ der❚ Akademie.❚ Als❚ Kooperationspartner❚ wirken❚
die❚ Freiwilligenagentur❚ Leipzig❚ und❚ die❚ Social❚ Impact❚
gGmbH❚/❚Social❚Impact❚Lab❚Leipzig❚sowie❚Vereine❚wie❚der❚
rosalinde❚e.❚V.❚am❚Projekt❚mit.❚Mithilfe❚von❚Auswertungen❚
anonymisierter❚Fragebögen❚wird❚das❚Projekt❚weiter❚entwi-
ckelt.❚ Auch❚ an❚ Materialien❚ für❚ ein❚ begleitendes❚ Online-
Angebot❚wird❚gearbeitet.

image
Kultur und Interkulturalität
Politik und Weltanschauung
UNTOLD STORIES - Friedliche Revolution `89
Spurensuche und Auseinandersetzung mit geschichtlichen Ereignissen
und unterschiedlichen Lebenswelten unter Nutzung unbekannter oder
vergessener Geschichten
1. Preis 2014
Steinhaus e. V. Bautzen und BStU-Außenstelle Leipzig
Unsere Vision
Lernen soll Spaß machen!
Geschichte soll Spaß machen!
UNTOLD STORIES will Geschich te(n)
vermitteln.
»Nachwende-Geborenen« fällt es nicht
selten schwer, die Friedliche Revolution als
geschichtliches Ereignis einzuordnen.
Die Auseinandersetzung mit dem Thema
geschieht auf kreative Weise, unter Nutzung
individueller Geschichten.
UNTOLD STORIES will nicht nur die Geschich-
te(n) erlebbar machen, sondern setzt auch
auf die Vermittlung demokratischer Werte.
Zielgruppen
vor allem junge Menschen
Lehrerinnen und Lehrer
Multiplikatoren in der Sozial- und
Kulturarbeit
alle Interessierten
Projektziele
die Errungenschaften der Fried -
lichen Revolution erlebbar
machen
vor allem junge Menschen auf
kreative Weise an der Gestaltung
gesellschaftlicher Entwicklungspro-
zesse aktiv beteiligen
für Freiheit, Menschlichkeit, Empa-
thie sowie weltoffene Denk- und
demokratische Handlungs weisen
werben
nachhaltige Nutzung des Projekts
Kontakt
Soziokulturelles Zentrum
Steinhaus e. V. Bautzen
Reno Rössel
Albert-Schweitzer-Straße 1b
02625 Bautzen
03591 410 86
reno.roessel@steinhaus-bautzen.de
www.steinhaus-bautzen.de
BStU Außenstelle Leipzig
Regina Schild
Dittrichring 24
04109 Leipzig
0341 2247-3210
Regina.Schild@bstu.bund.de
www.bstu.bund.de
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen

UNTOLD STORIES Friedliche Revolution `89
1. Preis 2014
Steinhaus e. V. Bautzen und BStU-Außenstelle Leipzig
Problemlage
Die Errungenschaften der Friedlichen Revolution von
1989/1990 stellen nicht nur die Verankerung im derzei-
tigen gesellschaftspolitischen System dar, sondern
mü ssen durch den Einzelnen stetig neu definiert und
tagtäglich verantwortungsbewusst gelebt werden.
Es erschien den Akteuren daher besonders wichtig, die
historische Bedeutung der Friedlichen Revolution und
die daraus resultierenden individuellen Freiheiten, ge-
rade der jugendlichen Zielgruppe, bewusst zu machen
und sie zur aktiven Teilhabe am Prozess der gesell-
schaftlichen Entwicklung zu ermuntern.
Geschichte aktiv erkunden
UNTOLD STORIES begibt sich auf »Spurensuche« und
bringt bislang noch nicht erzählte Geschichten aus der
Zeit der Friedlichen Revolution in die öffentliche Wahr-
nehmung. Durch Zeitzeugengespräche, Archiv- sowie
Gedenkstättenfü hrungen und mittels Akten des ehema-
ligen Ministeriums fü r Staatssicherheit der DDR wird
das Interesse fü r die Auseinander setzung mit den zeit-
geschichtlichen Ereignissen bei der vorrangig jugend -
lichen Zielgruppe geweckt.
In unterschiedlichen Workshops kreieren die Jugend -
lichen Orte, welche die geschichtlichen Geschehnisse
dokumentieren, den Wert der Demokratie aufzeigen
sowie zivilgesellschaftliches Engagement wü rdigen.
Zur Vermittlung moderner Kompetenzen ist eine
fortfü hrende Kooperation mit erfahrenen Partnern
in der Soziokultur/Sozialen Arbeit notwendig.
Geschichte individuell erfahren
Vor dem Hintergrund des 25. Jahrestages der Fried li -
chen Revolution im Herbst '89 erinnern die Akteure an
die Geschehnisse aus dieser Zeit. Dabei stehen einzelne,
ganz individuelle Geschichten im Vordergrund –
Geschichten, von engagierten Bü rgerinnen und Bü r -
gern, welche bislang noch nicht erzählt wurden,
aber ganz sicher zur gesellschaftlichen Entwicklung
bei getragen haben.
Mit UNTOLD STORIES werben die Akteure vor allem bei
der jugendlichen Zielgruppe fü r zivilgesellschaftliches
Engagement und Offenheit. Ein respektvoller und tole-
ranter Umgang stellt dabei die Basis fü r ein friedvolles
Miteinander dar. Weltoffenheit und demokratische
Verhaltensweisen mü ssen im Alltag junger Menschen
erlebbare Relevanz haben.
Methoden der Umsetzung
Das Projekt versteht sich als ein nicht formales Bildungs-
angebot, welches jugendkulturelle Trends wie Geo -
caching, Graffiti, Poetry usw. aufgreift und an den
Inte ressen der jugendlichen Zielgruppe anknü pft.
Es bedient sich primär der Geschichtsdidaktik, der kul-
turellen sowie der politischen Bildung im Sinne der
Förderung von weltoffenen Denk- und demokra tischen
Verhaltensweisen.
Nachhaltigkeit
Mit einer Weiterbildungsveranstaltung werden Sozial -
pädagoginnen und -pädagogen, Lehrende und Studie-
rende auf die Möglichkeit hingewiesen, das Projekt
nachhaltig zu nutzen.
Durch die offiziellen Veröffentlichungen der Caches
steht das Projekt jedem interessierten Nutzer, ob neu-
gieriger Geocacher oder wissensdurstiger Geschichts -
interessierter, frei zur Verfügung.
Die Zielgruppe erfährt nicht-formales Lernen durch
Freiwilligkeitsprinzip, Methodenvielfalt, Erfahrungs -
lernen, sowie zielorientiertes Arbeiten und öffentliche
Wahrnehmung.
Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis

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Soziales und Gesundheit
Ich – Du – Wir. Familie sein trotz Pubertät.
Der Prozess des Erwachsenwerdens – Eltern und Jugendliche im Dialog
2. Preis 2014
Volkshochschule Sächsische Schweiz-Osterzgebirge e. V. Pirna
Unsere Vision
Begegnung und Vielfalt
Wir stehen für ein Bildungs-
angebot, das
• Generationen verbindet,
• gesellschaftliche Teilhabe
ermöglicht,
• Regionalität und Welt -
offenheit einschließt,
• vor Ort und nah an den
Themen des Lebens
stattfindet.
Zielgruppen
Eltern, die Kinder im jugendlichen
Alter von 14 bis 18 Jahren haben
Jugendliche in der Entwicklungs-
phase der Pubertät
Projektziele
Sensibilisierung und Wissens -
vermittlung für Eltern zu den
Besonderheiten im Prozess des
Erwachsenwerdens
Schaffung einer Möglichkeit zum
respektvollen Kommunizieren von
Eltern und Jugendlichen über
diesen Lebensabschnitt
Kontakt
Volkshochschule Sächsische Schweiz-
Osterzgebirge e. V.
Andree Klapper
Geschwister-Scholl-Straße 2
01796 Pirna
Telefon 03501 710990
info@vhs-ssoe.de
www.vhs-ssoe.de
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen

Ich – Du – Wir. Familie sein trotz Pubertät.
Der Prozess des Erwachsenwerdens – Eltern und Jugendliche im Dialog
Volkshochschule Sächsische Schweiz-Osterzgebirge e. V. Pirna
Problemlage Pubertät
In der Pubertätszeit treten häufig Konflikte innerhalb
der Familie auf. Dabei sind Kommunikations probleme
sowohl Ursache als auch Folge der puber tätsbedingten
Veränderungen in der Familie.
Erfahrungsgemäß setzen sich Eltern nicht bewusst oder
nicht ausreichend mit dem neuen Lebensabschnitt ihrer
Kinder auseinander. Sie fu
̈
hlen sich u
̈
berfordert mit den
Aufgaben, die in der Phase des Erwachsenwerdens ihrer
Kinder auf sie zukommen.
Auch auf Seiten der Jugendlichen wird die Pubertät
häufig als eine schwierige Lebensphase wahrgenom-
men, in der körperliche und emotionale Veränderungen
zu konfliktreichen Situationen in der Familie fu
̈
hren.
Eltern fehlen in dieser Zeit oft geeignete Präventions-
mechanismen bzw. Handlungsstra tegien, die neuen
Stresssituationen und Kommunikationssperren vor -
beugen oder einen ziel gerichteten Umgang damit
er mög lichen.
Jugendliche wiederum verfügen nicht über aus -
reichende Kompetenzen, ihre eigenen Bedu
̈
rfnisse und
Schwierig keiten angemessen und konfliktvermeidend
zu kommunizieren.
Projektziele
Im Projekt sollen folgende Teilziele erreicht werden:
Für Eltern:
. Sensibilisierung fu
̈
r die Besonderheiten der Pubertät
. Vermittlung von Wissen zu Themen, die fu
̈
r Puber -
tierende wichtig sind
. Hilfestellung beim Vermeiden von Kommunikations-
sperren
. Erarbeiten von Kompetenzen und Bewältigungsstra -
tegien fu
̈
r Alltagsprobleme in der Familie
Für Jugendliche:
. Stärkung der persönlichkeitsbezogenen Kompetenzen
und Unterstu
̈
tzung bei der Entwicklung zu selbststän-
digen und verantwortlich handelnden Menschen
Für Eltern und Jugendliche:
. Schaffung von Möglichkeiten zum respektvollen
gemein samen Kommunizieren u
̈
ber Fragen zum
Lebensabschnitt Pubertät
Methodik, Gliederung
Das Projekt setzt sich aus zwei Bausteinen zusammen.
Baustein 1
besteht aus fünf bis sechs separaten Eltern-
veranstaltungen, die je einen thematischen Schwerpunkt
zur Entwicklung der Jugendlichen während der Pubertät
aufgreifen und von den Eltern unabhängig voneinander
besucht werden können.
Baustein 2
bildet eine Elternveranstaltung, die von sechs
bis acht Jugendlichen gestaltet, durchgefu
̈
hrt und ge-
leitet wird. Die Jugendlichen sollen dabei ihre Sichtweise
auf den Lebensabschnitt Pubertät darstellen. Zur Vor be-
reitung dieser Elternveranstaltung finden mit den Jugend-
lichen ein Tagesworkshop und zwei Kurztreffen statt.
Darüber hinaus besteht das Angebot, ein Online-Eltern -
forum zum Austausch zu nutzen.
Nachhaltigkeit
Die erprobten Inhalte des Projektes werden so gefestigt,
dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch nach Be-
endigung des Projektes auf das Erlernte zuru
̈
ckgreifen
und dieses erfolgreich anwenden können.
Zur nachhaltigen Festigung erhalten die Eltern Handouts
zu allen Themen, die zum Nachlesen zuhause oder auch
zum Weitergeben an andere Familien geeignet sind.
Außerdem wird den Eltern eine Liste mit Literatur an -
gaben zum Thema zur Verfügung gestellt.
Nach Projektende unterstu
̈
tzt die Projekt-Homepage den
Aspekt der Nachhaltigkeit. So bietet sie Hilfe suchenden
Eltern dauerhaft Informationen zum Thema Familie
und Bildung.
Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis

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Kultur und Interkulturalität
Medien und Technik
Gründung der Zeitschrift »kaffeepause«
Besondere Menschen gestalten eine Zeitschrift für Bildung, Kultur und
Kommunikation zum Lesen für alle Interessierten
3. Preis 2014
Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen, Dresden
Unsere Vision
Mit der Zeitschrift »kaffeepause«
wollen wir auch in Zukunft
Anlässe schaffen, damit sich
Menschen Zeit nehmen, um
sich mit »Genuss« in ihrer
Verschiedenartigkeit kennen-
zulernen.
Zielgruppen
Menschen mit und ohne Behinderung
Projektziele
Unterstützung des gleichberechtig-
ten Zusammenlebens von Men-
schen mit und ohne Behinderung
Ermöglichung individueller Weiter-
bildung und aktiver Teilnahme der
Zielgruppe am kulturellen Leben
Sensibilisierung für Ideen, Gedan-
ken und Gefühle von Behinderten,
Wahrnehmung als Bereicherung für
unsere Gesellschaft
Kontakt
Evangelische Erwachsenenbildung
Sachsen
Karl-Heinz Maischner
Tauscherstraße 44
01277 Dresden
Telefon 0351 6561540
www.eeb-sachsen.de
info@eeb-sachsen.de
Projektleitung: Kathleen Roth
Redaktion2013@yahoo.de
www.redaktion-kaffeepause.de
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen

Gründung der Zeitschrift »kaffeepause«
Besondere Menschen gestalten eine Zeitschrift für Bildung, Kultur und
Kommunikation zum Lesen für alle Interessierten
Projektidee und -ziel
In vorangegangenen Projekten fand sich eine kleine
Gruppe von Autoren zusammen, die großes Interesse
am Formulieren und Mitteilen eigener Standpunkte hat.
Daraus entstand der Gedanke, eine Zeitschrift heraus -
zugeben, in der Menschen mit Behinderung tätig sind.
Mit der Arbeit an der Zeitschrift werden zum einen die
individuellen Kompetenzen der Teilnehmenden gestei-
gert und zum anderen verdichtet sich die Kommunika-
tion zwischen den Beteiligten und den Lesern.
Im Wesentlichen werden folgende Ziele erreicht:
1. Weiterentwicklung der Fähigkeiten zur Kommunika-
tion und im Umgang mit Kommunikationstechnik
2. Integration von Menschen mit geistiger Behinderung
in der Gesellschaft
3. Einbindung von Menschen mit geistiger und mehr -
facher Behinderung in gesellschaftliche Prozesse
Inhalte und Methoden
Die Zeitschrift, »zubereitet von besonderen Menschen
zum Lesen fü r alle«, bietet die Möglichkeit des projekt -
bezogenen Lernens und geht auf die Bedü rfnisse nach
Kommunikation und Selbstverwirklichung ein. Dadurch
entsteht einerseits die Motivation aktiv zu sein und
andererseits die Bereitschaft eigene Kompetenzen zu
erweitern.
Drei Arbeitsbereiche mit unterschiedlichen Methoden
führen zum Ziel des Projektes:
Themenfindung:
. in Interviews und Gruppengesprächen
Gestaltung:
. Freude am Mitteilen durch spielerischen Umgang
mit Sprache und Bild
. Vermittlung von Kenntnissen u
̈
ber verschiedene
Strukturen von Text
. Bildsprache als eigenständiges Ausdrucksmittel
. Kennenlernen des Computers als Arbeitsmittel
Organisation/Kommunikation:
. Zusammenarbeit in der Gruppe in wöchentlicher
Redaktionssitzung
. Wissensaustausch zwischen den Arbeitsgruppen in
Projekt sitzungen bei beteiligten Trägereinrichtungen
. Chance der Integration durch Kommunikation mit
allen Leserinnen und Lesern
Kooperationen
Die Redaktionsgruppe, dreizehn Menschen mit Behinde-
rung, traf sich wöchentlich im Ambulanten Behinderten -
zent rum des Diakonischen Werkes. Dieses stellte
kosten los Räumlichkeiten und bestehende Infrastruktu-
ren zur Verfügung, bewarb das Projekt und stellte die
Ergebnisse in einer Dauerausstellung aus.
Die Hochschule für Bildende Künste Dresden bildet
Künst lerinnen und Künstler in einem Aufbaustudium im
Fachbereich Kunsttherapie aus. Zwei Praktikantinnen der
Hochschule assistierten den Teilnehmenden beim
Schreiben.
Rehabilitationswerkstätten für Menschen mit Behinde-
rungen in Dresden und Umgebung nahmen aktiv teil am
Projekt. Sie stellten Gruppen zusammen, waren Binde-
glied zwischen Gruppen und Projektleitung und bewar-
ben und verteilten die Zeitschrift.
Besonders kooperativ war die Zusammenarbeit mit dem
Atelier der Inpuncto Werkstätten der Lebenshilfe in Rade-
beul, mit dem es eine gemeinsame Ausstellung gibt.
Nachhaltigkeit
Mit der Erweiterung der persönlichen Kompetenzen der
Teilnehmenden und den Impulsen, die durch den Dialog
von Menschen mit und ohne Behinderung gegeben wer-
den, erreicht das Projekt einen nachhaltigen Bildungs-
effekt. Die Zeitschrift bleibt u
̈
ber den Projektzeitraum
hinaus als Dokumentation der Arbeit des Projektes erhal-
ten. Sie kann somit auch als Ausgangsmaterial in neuen
Arbeitszusammenhängen genutzt werden.
Die Projektidee lässt sich auf andere Weiterbildungs-
situationen u
̈
bertragen. Zeitschriften von Menschen mit
Behinderung können in allen Bundesländern erscheinen.
Die Methoden der Projektidee lassen sich in vielen
Bildungsbereichen, wie z. B. Förderschulen, einsetzen.
Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
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Soziales und Gesundheit
Die Volkshochschule - Ort der Bildung für Jedermann
Die Vision einer inklusiven Bildungseinrichtung wird Realität,
indem interessierte Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen
4. Preis 2014
Volkshochschule im Landkreis Meißen e. V., Radebeul
Unsere Vision
Bei uns kann JEDER
etwas lernen
Zielgruppen
Bisher eher von der Weiterbildung
ausgeschlossene Bevölkerungs -
gruppen, insbesondere Menschen
mit geistiger oder körperlicher
Behinderung sowie Menschen mit
Lernschwierigkeiten
Projektziele
Inklusive Kursangebote für Men-
schen mit und ohne Behinderung
Evaluierung genannter Zielgruppen
bezüglich ihrer Kurs wünsche in der
Weiterbildung
Kooperationen mit Einrichtungen
der Behindertenhilfe
Sensibilisierung von Besuchern der
Volkshochschule und Dozenten für
eine inklusive Bildungseinrichtung
Öffentlichkeitsarbeit und Gewin-
nung von Kooperationspartnern
Kontakt
Volkshochschule im Landkreis
Meißen e.V.
Grit Tarnowski (Geschäftsführerin)
Geschäftsstelle Radebeul
Sidonienstraße 1 A
01445 Radebeul
Tel.:
0351 8304788
Fax.:
0351 8301476
Mail:
info@vhs-LKmeissen.de
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen

Die Volkshochschule - Ort der Bildung für Jedermann
Die Vision einer inklusiven Bildungseinrichtung wird Realität,
indem interessierte Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen
Projektziel
Das Ziel ist, dass alle Menschen, ob mit oder ohne Be-
hinderung selbstverständlich die Bildungsangebote der
Volkshochschule nutzen können und Barrieren nicht
existieren.
Daraus wurden folgende Schritte für die konkrete Arbeit
abgeleitet:
. Kursangebote für Menschen mit Lernschwächen bzw.
mit geistiger Behinderung ergänzend zu denen von
Einrichtungen der Behindertenhilfe
. Analyse des Bedarfs und der Inhalte für die Ziel-
gruppe
. Reduzierung von Barrieren (räumlich und mental)
. Sensibilisierung von Kursteilnehmenden und Dozen-
tinnen und Dozenten der Volkshochschule für die
Inklusion
Inhalte und Methoden
Die Mitarbeitenden der Volkshochschule und Dozentin-
nen und Dozenten werden in Workshops und Teambe-
sprechungen geschult für das Thema Inklusion.
In Einrichtungen der Behindertenhilfe wurden Info tage
veranstaltet, in denen die Zielgruppe konkret ange -
sprochen werden konnte. Das rege Interesse dort führte
dazu, dass bereits acht Kurse durchgeführt werden
konnten, weitere sind geplant.
Als Dozenten wurden einerseits Förderpädagogen,
andererseits Lehrkräfte ohne Erfahrung in der Arbeit mit
Behinderten eingesetzt. Dieses Herangehen wurde
durch gehend von allen positiv bewertet.
Die Kursbesuche brachten den Teilnehmenden Selbst -
vertrauen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
Impulse für neue Bildungsangebote, die in die weitere
Programmplanung einfließen werden.
Geschäftsbedingungen und Anmeldeformulare der
Volkshochschule wurden in eine »leichte Sprache« über-
setzt. Die räum liche Barrierefreiheit wurde von einer
Arbeitsgruppe Behinderter geprüft und sie gaben nütz-
liche Tipps zur Umgestaltung des Hauses.
Organisation und Kooperationen
Ein Koordinator wurde mit der Organisation des Projekts
betraut. Er ermittelt den Bedarf hinsichtlich des Themen-
spektrums und die Platzkapazitäten, ist für die Kontakte
zu Einrichtungen der Behindertenhilfe zuständig, berät
die Dozentinnen und Dozenten organisatorisch und me-
thodisch.
Eine enge Kooperation entwickelt sich zu den Einrichtun-
gen der Behindertenhilfe. Durch sie ist eine direkte Er-
reichbarkeit der Zielgruppe gegeben; die Angebote der
Volkshochschule werden bekannt gemacht und bewor-
ben und organisatorische Unterstützungsleistungen
(z. B. Fahrdienst) werden erbracht.
Nachhaltigkeit
Innerhalb eines Jahres kann kein inklusives Bildungsan -
gebot im Sinne eines selbstverständlichen Miteinanders
von Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Dozentinnen
und Dozenten erzielt werden.
Mit der Öffnung der Volkshochschule als Ort der Bildung
für alle Bevölkerungsgruppen ist ein erster Schritt dahin
getan. Es ist ein großer Erfolg, wenn Menschen mit
Behinderung außerhalb ihrer gewohnten Einrichtung
Bildungsangebote selbstbestimmt nutzen können und
wollen und die Volkshochschule dafür der fachkompe-
tente Lernort ist.
Um die Weiterentwicklung des Projektes zu garantieren
wird ein Finanzierungskonzept auf der Basis einer Regel-
finanzierung erarbeitet.
Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Endlich ein roter Faden für
Erzieherinnen und Erzieher
im Kinderschutz
Zielgruppen
Pädagogische Fachkräfte
Kindertagespflegepersonen
Projektziele
Die Fachkräfte sind in der Lage,
kurzzeitig die richtigen Entschei-
dungen zu treffen, um das Kind
vor weiteren Gefahren zu
schützen.
Sie erkennen Anhaltspunkte für
Kindeswohlgefährdung und
reagieren angemessen darauf.
Dabei arbeiten sie mit anderen
Fachdiensten und erfahrenen
Fachkräften sowie den Eltern
zusammen.
Kontakt
Deutscher Kinderschutzbund
Landesverband Sachsen e.V.
Klopstockstr. 50
01157 Dresden
Tel. 0351 4242044
info@kinderschutzbund-sachsen.de
www.kinderschutzbund-sachsen.de
»Kinder in guten Händen«
Ein innovatives Fortbildungsprogramm für pädagogische Fachkräfte und
Kindertagespflegepersonen zum Umgang mit akuter Kindeswohlgefährdung
1. Preis 2013
Deutscher Kinderschutzbund Landesverband Sachsen e.V.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Kinder in guten Händen
1. Preis 2013
Deutscher Kinderschutzbund Landesverband Sachsen e.V.
Problemlage akute Kindeswohlgefährdung
Pädagogische Fachkräfte (Erzieherinnen/Erzieher und
Kindertagespflegepersonen) müssen in der Lage sein,
Fälle von akuter Kindeswohlgefährdung rasch zu erken-
nen und in kurzer Zeit die richtigen Entscheidungen zu
treffen, um die Kinder vor Gefahren zu schützen. Dieser
Kompetenz wird im Rahmen ihrer beruflichen Ausbil-
dung bisher jedoch zu geringe Aufmerksamkeit ein-
geräumt. Deshalb fühlen sich viele Verantwortliche
unsicher, wenn es um die Beurteilung von Gefähr-
dungssituationen und die angemessene Reaktion dar-
auf geht. Das Projekt »Kinder in guten Händen« widme-
te sich der Aufgabe, praktikable Wege zur Beseitigung
der Defizite zu finden. Im Ergebnis der Arbeit wurde das
Konzept für eine themenspezifische Fortbildung entwi-
ckelt und erprobt.
Methodischer Ansatz
Die Vermittlung des nötigen Wissens erfolgt innerhalb
von drei Tagen, zwischen denen jeweils vier Wochen
Arbeitszeit liegen. Diese intensive Verknüpfung von
Theorievermittlung und Lösung praktischer Aufgaben
im täglichen Arbeitsprozess fördert die Festigung und
Anwendungsbereitschaft der neu erworbenen Kennt-
nisse. Die Veranstaltungen selbst sind didaktisch ab-
wechslungsreich konzipiert. Kurzreferate, an Praxisbei-
spielen orientierte Übungen und Diskussionen wechseln
einander ab. Ein im Rahmen des Projekts erarbeitetes
Praxishandbuch unterstützt den Lernprozess und wird
den Erzieherinnen und Erziehern auch künftig als Erin-
nerungshilfe dienen. Es ist übersichtlich gestaltet und
enthält wichtige Inhalte in einer komprimierten Fas-
sung, sodass auch kurze Pausen genutzt werden kön-
nen, Gelerntes zu reaktivieren oder zu vertiefen. Kopier-
bare Checklisten enthalten u.a. konkret nutzbare
Handlungsleitfäden und Elemente (z.B. sprachliche
Formulierungen) für die Arbeit an Fällen in der eigenen
erzieherischen Praxis.
Partner und Förderer
Die Umsetzung des Projekts erfolgte durch Mitarbeite-
rinnen und Mitarbeiter des deutschen Kinderschutz-
bundes Landesverband Sach sen e.V., deren Personal-
stellen für den Zeitraum von zwei Jahren anteilig durch
das Sächsische Staatsministerium für Kultus gefördert
wurden. Ein Beirat be gleitete die Arbeit und eine spezi-
elle Arbeitsgruppe unterstützte zusätzlich die Erstellung
des Praxishandbuches. Hier wirkten u.a. Koordinatorin-
nen und Koordinatoren der regionalen Netzwerke für
Kinderschutz, Vertreterinnen und Vertreter von Jugend-
ämtern, Fachberaterinnen und Fachberater sowie päd-
agogische Fachkräfte mit.
Erfolg gesichert
Eine externe Evaluation belegte den Erfolg des Fortbil-
dungsprogramms. Etwa vier Fünftel derer, die daran
teilgenommen hatten, bestätigten, dass sie nun wüss-
ten, was zu tun ist, wenn bei einem Kind Anzeichen von
Kindeswohlgefährdung festzustellen seien. Viele weite-
re fühlten einen deutlichen Zuwachs an Sicherheit beim
Ansprechen schwieriger Themen in Gesprächen mit den
Eltern. Ein Folgeprojekt widmete sich der Umsetzung
des innovativen Fortbildungskonzeptes in den sächsi-
schen Kindertageseinrichtungen. Dazu werden künftige
Dozentinnen und Dozenten so geschult, dass sie die
Maßnahmen eigenständig durchführen können. Vier
von bislang neun haben im Sommer 2013 bereits mit
dieser Arbeit begonnen. Das bisher und weiterhin große
Engagement aller Beteiligten für das Projekt »Kinder in
guten Händen« wird so dazu beitragen, die Qualität der
Arbeit in den sächsischen Kindertages- und -pflegeein-
richtungen sukzessive weiter zu erhöhen.

image
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Inklusion verwirklichen!
Menschen mit Behinderung
haben mit ihren Rechten
und Erwartungen einen
Platz inmitten der Gesell-
schaft. Dafür stehen die
Kursangebote der Diakoni-
schen Akademie für Fort-
und Weiterbildung.
Zielgruppen
Menschen mit Lernbehinderung
Mitarbeiterinnen und Mitarbei-
tern in Einrichtungen und
Diensten der Behindertenhilfe
Projektziele
Schulung von Menschen mit
Behinderungen zur UN-Behin-
dertenrechtskonvention und
Ausbildung zur Trainerin/zum
Trainer – die in der Lage sind,
ihr Wissen methodisch abwechs-
lungsreich, strukturiert und
anschaulich an Mitarbeitende
in Einrichtungen und Diensten
der Behindertenhilfe weiter-
zugeben
Kontakt
Diakonische Akademie für
Fort- und Weiterbildung e.V.
Bahnhofstraße 9
01468 Moritzburg
Tel. 035207 84350
info@diakademie.de
www.diakademie.de
Meine Rechte – Meine Stimme
Menschen mit Lernbehinderung werden zu Trainerinnen und Trainern
in Bezug auf die UN-Behindertenrechtskonvention ausgebildet und lernen,
wie sie Mitarbeitende in Einrichtungen der Behindertenhilfe schulen können
1. Preis 2013
Diakonische Akademie für Fort- und Weiterbildung e.V. Moritzburg
Soziales und Gesundheit
Kultur und Interkulturalität

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Meine Rechte – Meine Stimme
1. Preis 2013
Diakonische Akademie für Fort- und Weiterbildung e.V. Moritzburg
Menschen mit Behinderungen als Trainerinnen
und Trainer
Die UN-Behindertenrechtskonvention (BRK), die 2009 in
Deutschland in Kraft trat, fordert die Inklusion von Men-
schen mit Behinderungen in die Gesellschaft. Dies be-
deutet, dass sich nicht der Mensch mit Behinderung
anzupassen hat, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben
zu können, sondern dass sich alle gesellschaftlichen
Bereiche den Bedürfnissen der Menschen anpassen
müssen. Es ist unerlässlich, Menschen mit Behinderun-
gen am Prozess der Umsetzung dieses wichtigen Überein-
kommens zu beteiligen. Dies ist der Ausgangspunkt und
gleichzeitig ein wesentlicher innovativer Aspekt des Pro-
jektes »Meine Rechte – Meine Stimme«. Im Rahmen des
Projektes schult die Diakonische Akademie für Fort- und
Weiterbildung e.V. Menschen mit Behinderungen zur
BRK und bildet sie zu Trainerinnen und Trainern aus, die
dann im Rahmen von Weiterbildungsveranstaltungen an
der Akademie als »Experten in eigener Sache« Mitarbei-
tende aus Einrichtungen der Behindertenhilfe schulen.
Inhalte und Methoden der Ausbildung
Die künftigen Trainerinnen und Trainer werden zu ihren
Aufgaben vor, in und nach einem Seminar sowie zu
Fragen der BRK von Menschen mit Behinderungen ge-
schult. Diese werden dabei durch Co-Trainer unterstützt,
die nicht behindert sind. Im Rahmen dieser Ausbildung
werden vor allem solche Schwerpunkte berücksichtigt,
die sich durch Befragungen von Werkstatträten und
Heimbeiräten in Sachsen als für die Betroffenen beson-
ders wichtig herauskristallisiert haben. So wurden u. a.
Themen wie »Selbstbestimmt leben«, »Wohnen und Fami-
lie«, »Bildung«, »Arbeit« und »Mobilität« im Konzept auf-
gegriffen. In Form von Gruppenarbeiten, Präsentationen,
Rollenspielen und Unterrichtsgesprächen tauschen die
Teilnehmenden eigene Erfahrungen aus, erlangen Kennt-
nisse zum jeweiligen Thema und erarbeiten gemeinsam
mit den Trainerinnen und Trainern, welche Möglichkei-
ten es gibt, aktiv seine Rechte einzufordern und selbst
zur Umsetzung der BRK beizutragen. Spezielle Seminar-
einheiten widmen sich der Befähigung zur Trainerin/
zum Trainer. In ihnen geht es um deren/dessen Rolle
und Kompetenzen, Trainingsmethoden und -materialien,
Kommunikationsformen und den Ablauf eines Trainings-
kurses. Durch diese Kombination der Schulungsinhalte
erlangen die Teilnehmenden zunehmend Sicherheit in
der Anwendung von Methoden und Materialien. Sie wer-
den in die Lage versetzt, selbstbewusst, fachlich fundiert
und abwechslungsreich Trainings durchzuführen.
Phasengliederung
Das Projekt gliedert sich in zwei Phasen: Die erste um-
fasst die Schulung der Menschen mit Behinderung zu
Trainerinnen und Trainern, die zweite deren Einsatz in
Weiterbildungsveranstaltungen der Diakonischen Aka-
demie für Mitarbeitende in Einrichtungen und Diensten
der Behin dertenhilfe. Vorgesehen sind dafür die Heilpä-
dagogische Zusatzqualifikation für Mitarbeitende in
Wohnformen, Be ratungsstellen u.ä. (HPZ), die Sonderpä-
dagogische Zu satzqualifikation für Gruppenleiter in
Werkstätten für behinderte Menschen (SPZ) und die
Zusatzausbildung »Sozialpsychiatrie« für Mitarbeitende,
die mit psychisch kranken Menschen arbeiten (SPs). Es ist
ein wichtiges An liegen, auch nach der Projektlaufzeit die
Schulungen fort zuführen und als festen Bestandteil in
Fortbildungsprogrammen zu etablieren. Deshalb ist vor-
gesehen, gemeinsam mit den bereits ausgebildeten
Trainerinnen und Trainern weitere Seminare anzubieten –
auch in Kooperation mit anderen Einrichtungen und Bil-
dungsträgern.
Solide Finanzierung
Sowohl die erste Schulungswoche für Menschen mit
Behinderung als auch die erste Schulung von Mitarbei-
tenden durch die ausgebildeten Trainerinnen und Trainer
wurden aus EU-Mitteln finanziert. Um im Anschluss an
die Projektphase die nachhaltige Etablierung der Schu-
lungen als regelmäßiges Angebot zu ermöglichen, wird
für die Zukunft eine reguläre Finanzierung über Teilneh-
merbeiträge und Weiterbildungsangebote geplant. – Der
Preis berücksichtigt alle entstehenden Kosten wie z.B.
Honorare, Miete usw., damit gewährleistet ist, dass die
Schulungen weiterhin unter angemessenen Rahmenbe-
dingungen und in hoher Qualität stattfinden können.

image
Onkolotse Sachsen
Qualifizierung von mittlerem medizinischen Personal bzw. weiteren mit der
Betreuung und Begleitung onkologischer Patientinnen und Patienten betrauten
Menschen aus dem sächsischen Gesundheitswesen (Onkolotse I bzw. II)
3. Preis 2013
Sächsische Krebsgesellschaft e.V.
Unsere Vision
Langfristig erfolgreiche und
wirtschaftlich abgesicherte
Etablierung des sektoren-
übergreifenden Betreu-
ungsansatzes für onkologi-
sche Patienten im Freistaat
Sachsen
Beruf und Arbeitswelt
Zielgruppe
mittleres medizinisches Personal
mit der Betreuung und Begleitung
onkologischer Patientinnen und
Patienten betraute Menschen
Projektziele
Steigerung der Anpassungs- und
Wettbewerbsfähigkeit der
Beschäftigten und Unternehmen
im sächsischen Gesundheitssek-
tor durch Verbesserung der
Weiterbildung
Information und Begleitung
onkologischer Patientinnen und
Patienten und deren Angehörigen
verbessern
Kontakt
Sächsische Krebsgesellschaft e.V.
Projekt Onkolotse I
Schlobigplatz 23
08056 Zwickau
Tel. 0375 281403
info@onkolotse.de
www.onkolotse.de
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Soziales und Gesundheit

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Onkolotse Sachsen
3. Preis 2013
Sächsische Krebsgesellschaft e. V.
Krebs – Herausforderung für Betroffene
und Personal
Nicht nur die Lebenserwartung, sondern auch das Durch-
schnittsalter der Menschen in unserem Land steigt. Dies
ist verbunden mit dem vermehrten Auftreten onkologi-
scher Erkrankungen. Um Krebspatienten und deren
Angehörige besser betreuen zu können und die Belas-
tungssituation vor allem des mittleren medizinischen
Personals zu reduzieren, wurde eine berufsbegleitende
Weiterbildung zum Onkolotsen konzipiert. Damit soll das
Arbeitsumfeld für das medizinische Personal bei der
Betreuung onkologischer Patienten im stationären Be-
reich verbessert werden. Es geht darum, mit der Etab-
lierung von Onkolotsen auf Stationen und in Praxen ein
nachhaltiges Modell der Betreuung und Begleitung
onkologischer Patienten zu entwickeln und praktisch zu
erproben.
Moderne Methoden, breites Inhaltsspektrum
Die Weiterbildung stützt sich auf bewährte Methoden
der Erwachsenenbildung wie handlungs- und problem-
orientiertes Lernen, Gruppenarbeiten, Übungen zur Ver-
tiefung des Stoffes, Coaching/Supervision und autodi-
daktische Elemente.
Zum Spektrum der vermittelten Inhalte gehört u. a.
Wissen über Tumorerkrankungen, deren Früherkennung
und Behandlungsoptionen sowie Grundkenntnisse über
medizinische/psychologische Aspekte der Erkrankungen
als Beratungsgrundlage. Außerdem werden Netzwerk-
kenntnisse zu Angeboten in medizinischer Versorgung,
Rehabilitation, Nachsorge, Sozialberatung und Psycho-
therapie vermittelt. Darüber hinaus werden Onkolotsen
befähigt, Tumorpatienten in Entscheidungssituationen
z.B. bei verschiedenen Behandlungsangeboten beratend
zu hel fen und sie in schwierigen Situationen angemes-
sen zu begleiten.
Umfang und Struktur
Der Umfang der Weiterbildung beträgt insgesamt 150
Unterrichtsstunden. Die Weiterbildung ist modular an-
gelegt und integriert eine Praxiszeit, die aus drei Blö-
cken besteht. Insgesamt werden fünf Module durchlau-
fen. Die fünf Inhaltsmodule werden an Wochenenden
jeweils von Freitag bis Samstag angeboten und haben
einen Umfang von viermal je 14 Unterrichtsstunden.
Zwischen dem 3. und 4. bzw. dem 4. und 5. Block wird
eine Praxiseinheit von je drei Monaten eingeplant, in
der je drei Beratungen durchzuführen sind. Diese sind
zu dokumentieren und werden im 4. bzw. 5. Block su-
pervidiert. Daran schließt sich eine finale Praxisphase
an, in denen sich die Teilnehmenden zu kontinuierlichen
Auswertungs- und Abstimmungstreffen in der Gruppe
zusammenfinden.
Partner und Ergebnisse
Im Pilotprojekt existierte ein Projektteam der Sächsi-
schen Krebsgesellschaft, das durch das Deutsche Insti-
tut für Gesundheitsforschung und einen emeritierten
Lehrstuhlinhaber der Universität Dresden fachlich un-
terstützt wurde. Es begleitete in enger Kooperation mit
externen Referierenden für die jeweiligen Spezialthe-
men die Weiterbildung der Teilnehmenden. Für die
Umsetzung des Projektes wurden Kooperationen mit
relevanten Einrichtungen des sächsischen und bundes-
weiten Gesundheitswesens (Konferenz Onkologische
Pflege, Deutsches Institut für Gesundheitsforschung
DIG, Organzentren) aufgebaut. – Das Pilotprojekt wurde
von September 2009 bis August 2012 erfolgreich um-
gesetzt. Dabei wurden zunächst 30 Onkolotsen ausge-
bildet und in den am Projekt beteiligten Einrichtungen
etabliert. Seit Oktober 2012 widmet sich das parallele
Pilotprojekt Onkolotse II schwerpunktmäßig dem ambu-
lanten Bereich, um das Onkolotsen-Netzwerk in Sachsen
noch weiter in der Fläche zu verankern und mit den
bisherigen Onkolotsen eng zu verzahnen.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Gemeinsam für ein
barrierefreies Sachsen
Zielgruppen
Menschen mit Behinderungen
jeder Mitmensch, denn die
Schaffung von Barrierefreiheit
geht uns alle an
im Projekt insbesondere
die Kinder
Projektziele
Kinder erwerben spielerisch
Wissen zum Thema
Behinderungen bewusst machen
Barrieren erkennen und
abbauen lernen
Kontakt
Behindertenverband
Leipzig e.V. (BVL)
Bernhard-Göring-Straße 152
04277 Leipzig
Telefon/Fax 0341 3065120
bvl.leipzig@t-online.de
www.le-online.de
Behindern ist heilbar –
Das kleine Einmaleins der Barrierefreiheit
Lernkoffer »Barrierefreiheit spielend lernen« für den Vor- und Grundschul-
bereich und Loseblattsammlung zum Thema »Menschen mit Behinderungen«
als Unterrichtshilfen für Lehrer und Schüler aller Jahrgangsstufen
Sonderpreis für Transfer 2012
Behindertenverband Leipzig e.V. (BVL)

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Behindern ist heilbar - Das kleine Einmaleins der Barrierefreiheit
Sonderpreis für Transfer 2012
Behindertenverband Leipzig e.V. (BVL)
Behindern ist heilbar – das kleine Einmaleins
der Barrierefreiheit
Der Behindertenverband Leipzig e.V. beschäftigt sich im
Rahmen seiner Projektarbeiten seit über 20 Jahren mit
dem Thema der Schaffung von Barrierefreiheit aus der
Sicht unterschiedlicher Behinderungsarten; seit ca. 10
Jah ren erfolgt die Realisierung dieses Anliegens im
Rahmen von Netzwerkarbeit. In der Entstehungsphase
des Lernbuches »Der kleine Löwe und seine Freunde«
brachten Lehrer wiederholt zum Ausdruck, dass sie sich
für Kinder eine Zusammenfassung von Lehrmaterialien
über Barrierefreiheit und ein Leben mit Behinderung
wünschen.
Lernkoffer »Barrierefreiheit spielend lernen«
für den Vor- und Grundschulbereich
Das Lernbuch »Der kleine Löwe und seine Freunde« und
die Spiele Memo und Domino bieten die Möglichkeit,
Kinder zu sensibilisieren und ihnen Grundwissen über
die Belange von Menschen mit Behinderung spielerisch
zu vermitteln.
Fünf ca. 70 cm große Klappmaulpuppen repräsentieren
die fünf Grundbehinderungsarten: Liesa (Hörbehinde-
rung/Gehörlosigkeit), Eddy (Lernbehinderung), Leon
(Körperbehinderung), Brailli (Sehbehinderung/Blind-
heit), Borstel (Psychische Erkrankungen). Die Handpup-
pen sind Wissensvermittler auf kindlichem Niveau und
eine enorme Kommunikationshilfe für Lehrer und Erzie-
her. In der Loseblattsammlung wird auf alle grundle-
genden Behinderungsarten und deren Spezifika aus der
Sicht der Betroffenen eingegangen. Neben Wissen für
Lehrer wurden Arbeitsblätter und Elemente für die
prak tische Unterrichtsgestaltung entwickelt. Der erste
Teil widmet sich Informationen zu Behinderungen und
Barriere freiheit. Im zweiten Teil geht es um das Leben
mit einer Behinderung, um die subjektive Komponente
der Alltagsbewältigung.
Behinderung als eine Form von Normalität verstehen
Beispiele aus dem Bereich des Bauens und Wohnens
zeigen die Umsetzung von Barrierefreiheit. Die Schüler
sollen selbst Ideen zur Schaffung von Barrierefreiheit
entwickeln. Fragebögen und Merkblätter zur Schaffung
eines Stadtführers für eine barrierefreie Stadt auf der
Basis des Leipziger Stadtführers
(www.le-online.de)
sind
beigelegt. Weiterhin enthält der Lernkoffer ein Hörbuch,
Simulationshilfen, ein Steckbrett für Blindenschrift,
Langstock, Ausmalvorlagen und einen Lormhandschuh.
Kommunikationsformen wie Fingerund Lormalphabet
sowie Brailleschrift werden erfahrbar gemacht. Die Ba-
sis des Hörbuches bildet der Buchtext, der über die
Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig eingelesen wurde.
Musik verbindet die Geschichten und trägt zur Wieder-
erkennung der Figuren bei.
»Der kleine Löwe und seine Freunde
entdecken Sachsen«
Der zweite Teil des Lernbuches wird Ende 2014 als vor-
läufiger Abschluss des Lernkofferprojektes erscheinen.
Hier werden alle bisherigen Erfahrungen und bisher noch
fehlende Aspekte wie z. B. psychische Erkrankungen
sowie Taubblindheit einfließen. Dieses Buch wird sich
auf verschiedene Orten des Freistaates beziehen und im
direkten Kontakt mit Partnern vor Ort entstehen. An der
Erarbeitung der Loseblattsammlung waren alle Mitglie-
der des Netzwerkes Weiterbildung Leipzig beteiligt.
Als erster Nutzer des Lernkoffers hat die Kindertages-
stätte an der Heilandskirche in Leipzig in enger Zusam-
menarbeit mit dem Behindertenverband Leipzig die
diesjährige Fastenzeit unter dem Thema »Menschen die
anders sind – Leben mit Behinderungen« begangen.
Jede Woche widmete sich einer anderen Behinderungs-
art und wurde mit einer Andacht begonnen, deren
Hauptakteur jeweils die entsprechende Handpuppe war.
Die Lernkoffer werden an die Städtischen Bibliotheken
in Sachsen zur Ausleihe verteilt. Die Aktion beginnt mit
den 13 Kreisen und kreisfreien Städten, wird in Zusam-
menarbeit mit den Behindertenbeauftragten der Regio-
nen öffentlich vorgestellt und dann auf 50 Städte er-
weitert. Gefördert wird der Koffer u. a. vom Freistaat
Sachsen, der Stadt Leipzig sowie von der Aktion Mensch
im Rahmen der Kampagne »Jede Barriere ist eine zu viel«.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
In jedem Menschen steckt
ein einzigartiges Potenzial
an Talenten und Stärken.
Wir folgen unserer Vision
eines menschlichen Mitein-
anders in der Gesellschaft,
die in einem achtsamen
und würdevollen Umgang
miteinander ihren Ausdruck
findet.
Zielgruppen
Wohn-, Betreuungs-, Beratungs-
und Beschäftigungsangebote für
Menschen mit einer psychischen
bzw. Suchterkrankung und deren
Angehörige, unabhängig von
ihrer Herkunft und ihrem
Glauben
Projektziele
Stärkung von Menschen, die in
ihrer psychischen und physi-
schen Gesundheit eingeschränkt
und allein nicht in der Lage sind,
gleichberechtigt am gesell-
schaftlichen Leben teilzuhaben
Individuelle Entwicklung sowie
Selbstmächtigkeit im Denken
und im Handeln
Interne und externe Vernetzung
mit anderen Einrichtungen der
Sozialarbeit und Sozialpsychiatrie
Kontakt
GESOP gGmbH
(Gesellschaft für die gemeindenahe
Sozialpsychiatrische Versorgung)
Gasanstaltstraße 10
01237 Dresden
Telefon 0351 21530832
ex-in@gesop-dresden.de
www.gesop-dd.de
»EX-IN (Experienced Involvement –
Einbeziehung von Erfahrung)«
Qualifizierung von psychiatrieerfahrenen Menschen zu Genesungsbegleitern bzw.
Mitarbeitern in psychiatrischen Diensten oder in der Aus-, Fort- und Weiterbildung
1. Preis 2012
GESOP gGmbH (Gesellschaft für die gemeindenahe Sozialpsychiatrische Versorgung)

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
»EX-IN (Experienced Involvement - Einbeziehung von Erfahrung)«
1. Preis 2012
GESOP gGmbH (Gesellschaft für die gemeindenahe Sozialpsychiatrische Versorgung)
EX-IN steht für Experienced Involvement (Einbeziehung
von Erfahrung) und ist eine spezifische Ausbildung für
psychiatrie-/krisenerfahrene Menschen, die auf dem Er-
fahrungswissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
basiert.
EX-IN ist neu in Sachsen
Das Konzept für das Curriculum zur Ausbildung von
Psychiatrie-Erfahrenen ist von norwegischen, schwedi-
schen, niederländischen, englischen, slowenischen und
deutschen Partnern im Rahmen des europäischen Leo-
nardo-da-Vinci-Pilotprojektes EX-IN 2005–2007 entwi-
ckelt worden. Es spiegelt die Zusammenarbeit von
Psychiatrie-Erfahrenen und psychiatrischen Fachkräf-
ten, Forschern und Lehrkräften wider. In allen teilneh-
menden Ländern wurden Verbände von Psychiatrie-Er-
fahrenen, Ausbildungseinrichtungen und psychiatrische
Dienste in den Diskussionsprozess und die Erprobung
des Curriculums einbezogen.
Das Projekt basiert auf der Überzeugung, dass Menschen,
die psychische Krisen durchlebt haben, diese Erfahrun-
gen nutzen können, um andere in ähnlichen Situationen
zu verstehen und zu unterstützen. Auf diese Weise wer-
den traditionelles Wissen und bekannte Erklärungen über
die Entstehung psychischer Erkrankungen und deren
Bewältigung reproduziert.
Die Beteiligung von Psychiatrie-Erfahrenen
an der Weiterentwicklung psychiatrischer Dienste
Das Hauptanliegen der Beteiligung von »Experten durch
Erfahrung« ist, die individuelle Erfahrung als Ressource
zu nutzen. Dies ist mit der Bereitschaft und der Fähigkeit
verbunden, Erfahrungen zu reflektieren und mit anderen
auszutauschen. Das Vorhandensein verschiedener Krank-
heitsbilder innerhalb einer Seminargruppe ermöglicht das
Kennenlernen von unterschiedlichsten Diagnose-, Krisen-
und Bewältigungserfahrungen.
Die Ausbildung setzt sich aus einem Basis- und einem
Aufbaukurs zusammen, zu denen jeweils ein Praktikum von
mindestens 40 Stunden gehört, und umfasst 11 Module,
welche sich über je drei Tage mit jeweils 22 Stunden
er strecken. Das Ausbildungsprogramm bietet folgende
Themen an:
Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden,
Unabhängige Fürsprecher in der Psychiatrie,
Empowerment in Theorie und Praxis,
Selbsterforschung,
Erfahrung und Teilhabe,
Assessment,
Trialog,
Begleiten und Unterstützen,
Perspektiven und Erfahrungen von Genesung
(recovery),
Umgang mit Krisen,
Lernen und Lehren.
Die Seminare werden immer gemeinsam von einem EX-
IN-Trainer mit fachlichem Hintergrund und einem EX-
IN-Trainer mit Erfahrungshintergrund durchgeführt.
Neben Wissensvermittlung stehen Kleingruppenarbeit
und Gruppendiskussionen im Vordergrund. Das Projekt
unterstützt Menschen mit Psychiatrie-Erfahrungen bei
der Anti-Stigma-Arbeit. Die Öffentlichkeitsarbeit verfolgt
dabei das Ziel, offen über das Tabuthema »Psychiatrische
Diagnose« zu sprechen.
Das Projekt soll dazu beitragen, den Status von Psychia-
trie-Erfahrenen zu verbessern und zu einer verbesserten
Beschäftigungsmöglichkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt
mit einer angemessenen Bezahlung führen. Sachsen
steht noch am Anfang dieser Entwicklungen.
Es gelang jedoch schon nach einigen Monaten, erste
Honorartätigkeiten für EX-IN-Teilnehmerinnen und
Teilnehmer zu akquirieren.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Unsere Vision war, ist und
bleibt, Menschen aller Gene-
rationen, unterschiedlicher
Herkunft und in individuellen
Lebenssituationen dabei zu
unterstützen, sich die Welt,
die sie umgibt, bewusst zu
machen. Wir möchten sie
auf dem Weg begleiten, auf
ihre ganz persönliche Weise
auszudrücken, wie sie ihre
Welt empfinden, wie sie sie
sich wünschen und wie sie
sie verändern können.
Zielgruppen
Kinder
Jugendliche
Erwachsene
Projektziele
Erlernen handwerklicher und
gestalterischer Fertigkeiten und
Fähigkeiten
Erlangen sozialer Kompetenz im
gemeinsamen kreativen Lernen
von Menschen unterschiedlichen
Alters, auch mit Behinderungen
und Beeinträchtigungen
Kontakt
KJF e.V.
Bernsdorfer Straße 135
09126 Chemnitz
Telefon 0371 49502100
Kjf-chemnitz@kjf-online.de
www.kjf-online.de
Kreativzentrum
Liddy-Ebersberger-Straße 2
09127 Chemnitz
Telefon 0371 49502430
kreativzentrum@kjf-online.de
»Wanderer« – Legende und Visionen
Ein ungewöhnlicher Weg, die Industriekultur der
»Wanderer«-Werke in Chemnitz aufzuarbeiten und künstlerisch
zu interpretieren
2. Preis 2012
Kinder-, Jugend- und Familienhilfe e.V. (KJF) Chemnitz
Kultur und Interkulturalität

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
»Wanderer« – Legende und Visionen
2. Preis 2012
Kinder-, Jugend- und Familienhilfe e.V. (KJF) Chemnitz
Der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe e.V. Chemnitz
ist ein freier Träger der Jugendhilfe, der seit 1992 Erzie-
hungs-, Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder,
Jugendliche, Eltern und Familien unterbreitet. Seit 2004
gehört das Kreativzentrum, das sich 1990 als »Keramik
kreativ e.V.« gegründet hat, zur Angebotspalette des
KJF e.V. Chemnitz.
Vergangenes forschend und lernend hinterfragen
Zurückliegende Projekte widmeten sich bedeutenden Per-
sönlichkeiten, die maßgeblich zur Entwicklungsgeschichte
der Stadt Chemnitz beigetragen haben. Anlass für dieses
Projekt war die Gründung der »Wanderer«-Werke vor etwa
100 Jahren in Chemnitz. Es ging um die Visionen, den
unbedingten Willen und die Besessenheit früherer »In-
dustriepioniere«. Die Verarbeitung des Wissens um die
Legende der »Wanderer«- Werke, das Wirken der Grün-
der, das Wachsen des Industriezweiges sowie eigene
Visionen, all das bot eine Menge an Anregungen für das
Projekt. Was Herbert Esche für die Textilindustrie und
Richard Hartmann als »Sächsischer Lokomotivkönig« in
der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für Chemnitz,
waren Winkelhofer und Jaenicke als Gründer der
»Wanderer«-Werke zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie
waren die »Ur väter« der Fahrrad-, Auto- und Büroma-
schinenherstellung.
Die Beschäftigung mit der Geschichte seiner Heimat-
stadt in allen ihren Facetten eröffnet Möglichkeiten,
Vergangenheit zu hinterfragen, Gegenwart besser zu ver-
stehen und dieses Wissen in die Zukunft mitzunehmen.
Mit den Ausdrucksweisen der Malerei, Grafik, Plastik,
Objektgestaltung und Fotografie haben die Teilnehme-
rinnen und Teilnehmer ihre Gedanken, Ideen und Be-
findlichkeiten zum Thema sichtbar gemacht.
Eine Wandgestaltung aus Keramik-Reliefplatten (1,80 m x
0,75 m), die Strukturen, Firmenzeichen, Produkte und
Gebäude der »Wanderer«-Werke wiedergeben, wurde
durch eine Frauengruppe erarbeitet. Seit März 2012 hat
sie ihren Platz im Sächsischen Fahrzeugmuseum gefun-
den. Malerei und Grafik sowie plastische Objekte wer-
den im Laufe des Jahres in verschiedenen Ausstellungen
gezeigt. Ein Textilfries (1,50 x 3,00 m) entstand in einer
generationsübergreifenden Gruppe (18 bis 75 Jahre).
Menschen mit den unterschiedlichsten
Voraussetzungen arbeiteten mit
Kinder der Mal- und Zeichenwerkstatt des Kreativzent-
rums, Kinder und junge Menschen im Alter von 6 bis
16 Jahren mit individuell unterschiedlichen sozialen,
bildungs- und damit lernbedingten Voraussetzungen –
einige Kin der dieser Gruppe sind hör- und sprachge-
schädigt–, Schüler eines Kunstkurses der Klassen 8 bis 10,
Schüler der Werkstufe (17 bis 19 Jahre) der Förderschule
für geistig Behinderte, Erwachsene und Jugendliche un-
serer Weiterbildungskurse Malerei/Grafik und Keramik
(18 bis 75 Jahre, vorwiegend Seniorinnen) waren in zwei
Teilprojekten aktiv.
Im Teilprojekt »Spurensuche« hinterfragten sie die his-
torische Entwicklung, verbunden mit der Produktent-
wicklung. Die Vermittlung von Fakten in Bezug auf die
Gesamtheit des Wissens um die geschichtliche, techni-
sche, kulturhistorische und soziologische Entwicklung
der »Wanderer«-Werke war dabei Voraussetzung für
individuelles »Nachforschen«. Intensive Materialstudien
in Archiven, im Industrie- und Fahrzeugmuseum gingen
der künstlerischen Arbeit voraus.
Beim Teilprojekt »Wanderer«-Aktionen führten geistig
behinderte Jugendliche eine mehrtägige Fotoaktion zu
Gebäuden der »Wanderer«-Werke, zur »Wanderer«-Sied-
lung und ins Sächsische Fahrzeugmuseum durch. Hier
war eine besonders feinfühlige, den individuellen Auf-
fassungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten der einzel-
nen Behinderten angemessene Anleitung und Wissens-
vermittlung notwendig.
Ausstellung in der »Villa Esche«
Es entstanden zahlreiche Einzelarbeiten der Malerei und
Grafik sowie Objekte unterschiedlichster Aussagen zum
Thema. Ein großer Teil der Arbeiten konnte in einer Aus-
stellung von November 2011 bis Februar 2012 in der von
Henry van der Velde um 1900 er bauten »Villa Esche« in
Chemnitz einem breiten Publikum vorgestellt werden.

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Sächsisches Landesnetzwerk 50+
Erhöhung von Beschäftigungschancen für Langzeitarbeitslose über 50
3. Preis 2012
Bildungsinstitut PSCHERER gGmbH
Unsere Vision
Das Landesnetzwerk ist
offen für alle Interessierten.
Damit sind die erarbeiteten
Methoden und Instrumente
jedermann zugänglich. Die
flächendeckende Umset-
zung guter Praxisbeispiele
innerhalb und außerhalb
Sachsens wird durch eine
Transferakademie forciert.
Beruf und Arbeitswelt
Zielgruppe
offene Plattform für
Institutionen, Einrichtungen
und Sozialpartner