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von Pflanzenschutzmitteln
Grundsätze bei der Lagerung

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Lagerung von PSM
Für die Lagerung (
mehr als 24 Stunden
) von PSM, aber auch für einige
Reinigungsmittel, Farben, Klebstoffe, Lösungsmittel und ähnliche Chemikalien
gelten in Abhängigkeit von
Lagermenge und
Eigenschaften wie
Wassergefährdung,
Brennbarkeit und
Giftigkeit
eine Vielzahl rechtlicher Bestimmungen.
Ansprechpartner für fachliche und rechtliche Auskünfte sind die Landkreise,
Gewerbeaufsichtsämter und Berufsgenossenschaften.

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Zehn Grundsätze für die
Einrichtung eines PSM-Lagers
1. Pflanzenschutzmittel getrennt von Nahrungsmitteln, Futtermitteln,
Dünger, Branntkalk, Arzneimitteln und sonstigen brennbaren Stoffen
lagern.
2. Der Boden des Lagerraums muss so beschaffen sein, dass
ausgelaufene Pflanzenschutzmittel nicht in den Untergrund oder in die
Kanalisation gelangen können.
3. Zündquellen im Lagerraum vermeiden (z. B. Lichtschalter möglichst
außen anbringen, keine Elektrogeräte im Lager verwenden).
4. Für gute Belüftbarkeit sorgen.
5. Möglichst stabile, abschließbare Tür anbringen, Fenster
einbruchssicher gestalten.

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6. Geeigneten Feuerlöscher bereithalten. Je nach Größe des Lagers
kann es auch erforderlich sein, mehrere Feuerlöscher verfügbar zu
halten.
7. Waschgelegenheit in der Nähe des Lagerraums einrichten.
8. Stabile, standfeste Regale aus nicht brennbarem Material verwenden,
idealerweise mit integrierter Auffangwanne.
9. Geeignete Aufnahmebehälter und saugfähiges Material für
ausgelaufene Flüssigkeiten bereithalten, z. B. Chemikalienbinder oder
trockenen Sand.
10. Nach gesetzlich vorgeschriebenen Genehmigungen für das Lager bei
der zuständigen Behörde erkundigen.
Zehn Grundsätze für die
Einrichtung eines PSM-Lagers

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Kennzeichnung des Lagers
Warnhinweis an der Eingangstür:
„Pflanzenschutzmittellager – Zutritt verboten!“
Notfallplan (Tel. Nummern, Was ist im Havariefall zu tun?)
Lagerhinweise der Hersteller auf dem Umkarton oder im
Sicherheitsdatenblatt (Info auch über die Herstellerfirmen
im Internet) beachten

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Beschränkungen des Zugangs zu
PSM-Lagern
bei Gefahrstoffen mit der Einstufung: „sehr giftig“, „giftig“,
„krebserzeugend“, „erbgutverändernd oder
„fortpflanzungsgefährdend“:
Lagerung unter Verschluss
bei Gefahrstoffen mit der Einstufung: „gesundheitsschädlich“, „ätzend“
oder „reizend“:
nicht zugänglich für Betriebsfremde
nicht zugänglich für Kinder
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Welche Räumlichkeiten sind
für eine PSM-Lagerung nicht
geeignet?
Heizungsräume
Wohnräume
Viehställe
Kleinanwender können PSM im Schrank in Garagen,
Maschinen- u. Geräteschuppen kinderunzugänglich
aufbewahren
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Lagerung
wassergefährdender Stoffe
allgemeine gesetzliche Vorgabe:
Für die Lagerung wassergefährdender Stoffe dürfen
nur Anlagen mit Eignungsfeststellung und
Bauartzulassung verwendet werden.
Eine Ausnahme bilden die
Lageranlagen einfacher
oder herkömmlicher Art,
in denen man
nicht mehr
als 200 l/kg
Stoffe (Sachsen) der
WGK 3
lagern darf.

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Lagerung
wassergefährdender Stoffe
Bei der Lagerung von mehr als 1.000 kg/l der WGK 3 gelten die
Vorschriften der Löschwasser- Rückhalte-Richtlinie.
Bis 1.000 kg/l Lagervolumen der WGK 3 ist eine stoffundurchlässige
Fläche mit Nachweis und ein Rückhaltevermögen von
mindestens 10 % (100 % in Wasserschutzgebieten) des
Gesamtrauminhaltes (aber mindestens den Rauminhalt des größten
Gefäßes) vorgeschrieben!
Werden mehr als 100 kg/l der WGK 3 gelagert, besteht nach VAwS
eine Anzeigepflicht bzw.
Eignungsfeststellung
durch untere
Wasserbehörde (in Sachsen 200 kg/l ).

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Löschwasserrückhaltevolumen
Die Menge der wassergefährdenden Stoffe WGK 3 wird auf unter
1000 kg je Lager begrenzt.
Bei mehr als 1000 kg muss eine Löschwasserrückhalteeinrichtung
vorhanden sein.
Für PSM- Lager unter 5 t ergibt sich dann ein notwendiges
Löschwasserrückhaltevolumen von 0,48 m³/m² Lagerfläche
Die Gruppe der giftigen und sehr giftigen Stoffe darf 200 kg, darunter
höchstens 50 kg sehr giftige Stoffe nicht übersteigen, sonst ist hier
ebenfalls eine Löschwasserrückhalteeinrichtung einzuplanen.

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Lagerung
brennbarer Stoffe
Auch die brennbaren Stoffe und Zubereitungen zählen zu den Gefahrstoffen
und unterliegen somit den Vorschriften der Gefahrstoffverordnung.
Für die Lagerung von über 200 kg brandfördernden Stoffen gilt die
TRGS 510.
Bei einer Lagermenge
> 450 l F/F
+ muss eine Anzeige beim Landkreis
erfolgen, über 1.000 l F/F
+
muss beim Landkreis eine Erlaubnis beantragt
werden.
baulicher Brandschutz (Bedachung), Türen und Tore, Flucht- und
Rettungswege, Feuerlöscheinrichtungen, Blitzschutz, Vermeidung von
Zündquellen

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Brandschutz / Feuerlöscher
geeignet sind Pulverlöscher mit ABC Löschpulver
in Lagern bis 50 m² reicht meist ein Feuerlöscher mit 6 kg
ABC Löschpulver
Zufahrt für Feuerwehr gewährleisten

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Lagerung von
Gefahrstoffen
Mindestangaben Gefahrstoffverzeichnis:
Bezeichnung des Gefahrstoffs
Einstufung des Gefahrstoffes oder Angabe der gefährlichen
Eigenschaften
Mengenbereiche des Gefahrstoffes im Betrieb
Arbeitsbereiche, in denen mit dem Gefahrstoff umgegangen wird
Hinweis auf die entsprechenden Sicherheitsdatenblätter
(Quelle: Gefahrstoffverordnung
§
6 Absatz 12)

Gefährdungsbeurteilung nach
§6
GefStoffV
Für Lagerstätten von PSM unter 1.000 kg / l
Ist für die Tätigkeit und Lagerung eine Gefährdungsbeurteilung
durchzuführen
Diese hat die von den Gefahrstoffen ausgehenden Gefahren zu
berücksichtigen und erforderliche Schutzmaßnahmen sind zu treffen.
Durchführende sind Sach- und Fachkundige nach Sachkunde-VO (bei
kleinen Lägern < 1.000 kg/l) sonst Betriebsarzt oder Fachkraft für
Arbeitssicherheit
Gefährdungsbeurteilung des Gefahrgutes PSM durch Hersteller
z.Zt. in Form des Sicherheitsdatenblattes
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Lagerraum
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Sicherheits-Lagerhaus für die Lagerung
wassergefährdender Stoffe,
zur Aufstellung in Gebäuden oder im Freien,
auf ebenem und befestigten Grund,
aus verzinktem Stahlblech,
mit integrierter Auffangwanne
und Gitterrostauflage als Boden
Gefahrstoffschrank: widerstandsfähig gegen
Feuer; mit selbstschließenden Türen und
selbstschließenden Lüftungsanschlüssen
Alternative
Lagerungsvarianten

Lagermanagement
- das müssen Sie beachten
Lagerraum immer abschließen
Lagerraum ordentlich und sauber halten
Lagerliste zur Bestandsüberwachung führen
PSM trocken und frostfrei lagern
Gebinde regelmäßig auf Undichtigkeit kontrollieren
Anbruchgebinde gut verschließen
Beim Umgang mit Gebinden notwendige und geeignete Schutzkleidung
tragen
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Lagerung und Entsorgung der
restentleerten und gereinigten Gebinde
Gespülte (sofern spülbar) und restentleerte Gebinde getrennt von den
Verschlüssen aufbewahren.
Das PSM-Lager kann dazu benutzt werden.
Mit dem Zeichen PAMIRA gekennzeichnete Packmittel zur PAMIRA-
Sammlung bringen (Sammelstellen und Termine unter
www.pamira.de),
ansonsten nach Instruktion in der
Gebrauchsanleitung handeln.

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Frank Müller
Vielen Dank für Ihre
Aufmerksamkeit!