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Medieninformation
09 / 2013
Staatsbetrieb Sachsenforst, Geschäftsleitung
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Daniel Thomann
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Telefax: +49 3501 542 213
daniel.thomann@
smul.sachsen.de
Graupa,
29. April 2013
Nachhaltigkeit für die Zukunft sichern
Beim Tag von Sachsenforst am 25. April 2013 in Dresden-Pillnitz
ging es um Konzepte für eine zukunftsfähige nachhaltige
Waldbewirtschaftung.
„Wir sind Forstbetrieb, Naturschutzproduzent, Berater und Betreuer für die
sächsischen Waldbesitzer, Bildungspartner und Forschungsinstitution –
diese Verbundstruktur hat sich als Erfolgsfaktor für die nachhaltige
Waldbewirtschaftung in Sachsen erwiesen, und wir werden uns dieser
Aufgabe auch in Zukunft stellen“. Diese Feststellung traf Sachsenforst-
Geschäftsführer Professor Hubert Braun bei der Begrüßung der rund 250
Tagungsteilnehmer, darunter auch Staatsminister Frank Kupfer und der
umweltpolitische Sprecher der sächsischen CDU-Fraktion Dr. Stephan
Meyer. Anhand von fünf Vorträgen wurden beispielhaft die zukünftigen
Herausforderungen an eine nachhaltige Waldbewirtschaftung dargestellt
und wie Sachsenforst diesen Herausforderungen begegnet.
Neben privaten, körperschaftlichen und staatlichen Waldbesitzern waren
auch Vertreter von kommunalen und staatlichen Verwaltungen sowie
forstliche Dienstleistern und Partner aus der Holzwirtschaft unter den
Gästen. Auch Forstleute aus der Tschechischen Republik und aus
benachbarten Bundesländern waren der Einladung gefolgt.
Dr. Henning Andreae, Leiter des Referates Standortserkundung,
Bodenmonitoring, Labor im Kompetenzzentrum Wald und Forstwirtschaft,
zeigte auf, dass sich trotz stark zurückgegangener Schadstoffimmissionen
die versauerten Waldböden im Erzgebirge nur sehr langsam regenerieren.
Eine wichtige Hilfe ist dabei die Bodenschutzkalkung. Anhand aktueller
Analysedaten wird es immer besser möglich sein, Kalkgaben genau dem
lokalen Bedarf der Böden anzupassen.
Im zweiten Vortrag beleuchtete Prof. Dr. Thomas Knoke von der
Technischen Universität München Nachhaltigkeitsmodelle in der
Forstwirtschaft aus ökonomischer Sicht. Sein Fazit: Eine möglichst
kontinuierliche Holznutzung senkt die Risiken und gewährleistet die
Nachhaltigkeit am besten; die Kosten von Flächenstilllegungen werden zu
wenig quantifiziert; in Nadelholzreinbeständen erhöht der Waldumbau mit
Hausanschrift:
Staatsbetrieb Sachsenforst
Geschäftsleitung
Bonnewitzer Str. 34
01796 Pirna OT Graupa
www.sachsenforst.de
Sprechzeiten:
Mo - Fr: 9.00 - 16.00 Uhr
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Laubholz bereits bei relativ geringen Beimischungen die Stabilität erheblich und bringt
ökonomische und ökologische Vorteile für den Waldbesitzer und die Gesellschaft.
Aus wachsenden Vorräten in strukturarmen Fichtenaltbeständen ohne Unterstand, die
im sächsischen Staatswald immer noch auf großen Flächen stocken, erwachsen in den
kommenden Jahren enorme Waldschutzrisiken. Dr. Eisenhauer, Leiter des
Kompetenzzentrums für Wald und Forstwirtschaft bei Sachsenforst, beschrieb die
waldbaulichen Handlungsoptionen für den zukünftigen Umgang mit solchen Beständen.
Ziel für Sachsenforst besteht darin, diese Bestände so zügig und risikoarm wie möglich
in stabilere Strukturen zu überführen und Verjüngungsvorräte aufzubauen.
Bei der Holzernte, einem Kernprozess im Forstbetrieb, werden neue
Organisationsformen beim Einsatz von Waldarbeitern erprobt, zum Beispiel
revierübergreifende flexible Waldarbeitergruppen. Auf sensiblen Standorten testet
Sachsenforst eine besonders bodenschonende Ausstattung von Forstmaschinen.
Bernd Flechsig, Leiter des Referates für Waldarbeit, Forsttechnik und Arbeitsschutz
zeigte in seinem Vortrag, dass sowohl soziale als auch technische Aspekte zur
Nachhaltigkeit in der Holzernte gehören.
Im Privatwald kann Sachsenforst in Form von Beratung, Öffentlichkeitsarbeit,
Fortbildung und Betreuung Einfluss auf die Waldbewirtschaftung nehmen. Wenn dieses
Angebot vertrauenswürdig und attraktiv ist, wird es von den Waldbesitzern
angenommen. Wie Holm Karraß, Leiter des Forstbezirks Oberlausitz mit knapp 90.000
ha Privatwald im Territorium erläuterte, bewirkt die Unterstützung der Waldbesitzer
durch Sachsenforst nicht nur mehr Sicherheit sondern auch mehr Wertschöpfung bei
der Privatwaldbewirtschaftung. Er machte unmissverständlich klar, dass Sachsenforst
seine Leistungen in Kooperation mit privaten Forstdienstleistern und
Forstbetriebsgemeinschaften erbringt und nicht als Konkurrent.
Die Vorträge gaben einen Eindruck von der Breite des Aufgabenfeldes, in dem
Sachsenforst aktuell, aber auch in Zukunft nachhaltig und vorbildlich agieren will. Die
lebhaften Diskussionen brachten zum Ausdruck, wie schwierig nachhaltiges Handeln
im Wald ist, wenn es unterschiedlichsten Ansprüchen und Interessen genügen soll.

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Staatsminister Kupfer bestätigte in seinem Grußwort den integrativen Ansatz von
Sachsenforst: „Mit der Waldstrategie 2050 der sächsischen Staatsregierung halten wir
an einer nachhaltigen, multifunktionalen und naturnahen Waldbewirtschaftung fest.
Denn mir ist es wichtig, dass auch künftig Anforderungen an die biologische Vielfalt, die
Erholungsfunktion, den Erosions- und Trinkwasserschutz sowie die Holznutzung auf
ein und derselben Fläche erfüllt werden und sich nicht gegenseitig ausschließen,“ so
der Minister.
Die Vorträge und weitere Informationen über Sachsenforst erhalten Sie unter
www.sachsenforst.de.
Daniel Thomann
Pressesprecher