Neubewertung von Spat-
und Erzvorkommen im
Freistaat Sachsen
Steckbriefkatalog
Im Auftrag des
Sächsischen Staatsministeriums
für Wirtschaft und Arbeit
Freiberg 2008

Anmerkungen
Unter dem Eindruck der verstärkten weltweiten Nachfrage nach Rohstoffen und den damit
verbundenen Preisentwicklungen wurde 2006 dem Geokompetenzzentrum Freiberg e. V.
vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit der Auftrag erteilt, ein neues
Rohstoffkataster für Erz- und Spatminerale im Freistaat Sachsen zu erstellen. Im Ergebnis
der Bearbeitung wurde durch kompetente Mitgliedsunternehmen des
Geokompetenzzentrums Freiberg e. V. eine Datenbank für 139 ausgewählte Spat- und
Erzvorkommen Sachsens geschaffen mit Informationen zu:
Name der Lagerstätte/Vorkommen
Lagebeschreibung
Koordinaten
Rohstoffart
Rohstoffgruppe
Größe der Lagerstätte/Vorkommen
Vorratssituation
Historie der Entdeckung, der Erkundung und des Altbergbaus
Beschreibung der regionalen Geologie und der Lagerstättengeologie
Aufbereitungsuntersuchungen
zugehörige Literatur, Karten und andere Datenquellen
Mit diesen Ergebnissen ist es im Freistaat Sachsen gelungen, die bisher verstreut in
verschiedenen Archiven, Ämtern und z. T. Privatbesitz befindlichen lagerstättenkundlichen –
bergbaulichen Berichte und Vorratsberechnungen in gesammelter Form
zusammenzufassen.
Die in der Datenbank zusammengefassten Informationen bieten potentiellen Nutzern für das
Gebiet der Exploration, des Bergbaus und der Aufbereitung eine schnelle Übersicht zu
wichtigen Kenndaten der sächsischen Vorkommen und Lagerstätten. Es ersetzt aber nicht
bei möglichen Rohstoffinteressenten eigene, detaillierte Untersuchungsarbeiten, da nur der
jeweilige historische Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Gewinnung der Daten
zusammengefasst werden konnte.
Um trotzdem ein breites Publikum interessierter Fachleute zu erreichen, wurde hieraus ein
Steckbriefkatalog entwickelt. Für alle 139 in der Datenbank detailliert beschriebenen
Lagerstätten und Vorkommen wurden auf jeweils einer Seite die wichtigsten Daten
komprimiert zusammengefasst. Mit diesem Steckbriefkatalog kann man sich in kurzer Zeit
einen Überblick über das sächsische Rohstoffpotential verschaffen. Zusätzlich werden kurze
Hinweise für eine wirtschaftliche Wertung der Einzelvorkommen aus gegenwärtiger Sicht
gegeben.
An der Bearbeitung waren folgende Mitglieder des Geokompetenzzentrum Freiberg e. V.
beteiligt:
BEAK Consultants GmbH Freiberg
BIUG – Beratende Ingenieure für Umweltgeotechnik und Grundbau GmbH Freiberg
Geologische Landesuntersuchung GmbH Freiberg
G.E.O.S. Freiberg Ingenieurgesellschaft mbH
WISUTEC GmbH Chemnitz
UVR – FIA GmbH Freiberg
TU Bergakademie Freiberg
Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie ermöglichte die
Recherche der in seinem Geologischen Archiv vorhandenen zahlreichen unveröffentlichten
Ergebnisberichte, Spezialkarten, Detailakten etc. und stand den Projektbeteiligten
angefangen von der Aufgabenformulierung über Fachdiskussionen bis hin zur
Ergebnisabnahme beratend zur Seite.

Verzeichnis der Abbildungen:
BAUMANN; KUSCHKA & SEIFERT (2000) – 1, 3, 5, 11, 16, 17, 20, 23, 31, 37, 38,
44, 45, 46, 54, 59, 65, 69, 70, 72, 73, 75, 76, 77, 79, 86, 87, 94, 95, 96, 97, 102, 103,
119, 121, 123, 124, 125, 131, 132, 133, 135, 136
REIßMANN (1991) – 2, 10, 15
TISCHENDORF (1955) - 4, 6, 7
VOLLSTÖDT; SCHMIDT & WEIß (1991) – 8, 71,109, 139, 137
TK 25, Blatt 5540 – 13
MATHÉ (1968) – 14
SCHILKA (2006) – 19, 35, 47, 48, 49
MÜLLER (1901) – 24, 33
G. RIEDEL & W. RIEDEL (1995) – 25
REICHMANN (1994) – 26
WAGENBRETH & WÄCHTLER (1990) – 27, 69, 92, 113, 118, 134
MEIER (1999) – 29
GEOLOGISCHE KARTE BLATT 117 – 30
GEOLOGISCHE KARTE BLATT 102 – 32
GEOLOGISCHE KARTE BLATT 119 – 106
GEOLOGISCHE KARTE BLATT 101 – 108, 115
BAUMANN; HOFMANN & WEBER (1997) – 34, 126, 128
HOTH; HÖSEL & EISENSCHMIDT (1986) - 36
HOTH & WOLF (1986) – 39
KUSCHKA & HAHN (1996) – 40, 50, 52, 57, 58, 112
HÖSEL (1994) – 41, 66, 67
GEOLODISCHE KARTE BLATT 101 – 42
HOTH & LORENZ (1964) – 43
KÜHNE & SEIDEL (1988) – 61

BECK (1912) – 62, 117
ROSE (1914) – 64
WISMUT CHRONIK (CD-ROM) – 68, 74, 81, 82 83, 84, 85, 93, 98, 99, 100, 101, 122
MÜLLER (1894) – 78
MÜLLER (1848) – 80
HILLER (1995) – 88
GEOLOGISCHE KARTE BLATT 137 & 146 (LAFO-AKTE) – 89, 104
GEOLOGISCHE REGIONALKARTE NR. 2 (LFUG) – 90, 105
SCHILKA (1995) – 110
Sächsische Zeitung (1994) – 114
BAUMANN & SCHILKA (1996) – 116
www.
bergbau-im-zschopautal.de – 129
www.
Lampertus.de – 130
Geologische Karte der Nationalparkregion Sächsische Schweiz 1:50.000 (1993) –
127
NETSCHAJEW & FRITSCH (1966) – 91
BAUMANN & VULPIUS (1991) – 51

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Nebengestein:
Zweiglimmerparagneis und
Muskowitgneis
Quarz- und Feldspatphyllit
Rhyolith
Lagerstättencharakteristik:
Das Fluorit-Baryt-Vorkommen Augustusburg sitzt als hydrothermale Gangzone auf der Kunnerstein-
verwerfung auf. Die Kunnersteinverwerfung ist eine Parallelstruktur zu der regionalgeologisch
bedeutenden NW-SE-streichenden Flöha-Zone. Die Verwerfung wurde anfangs mit Rhyolith gefällt,
der tektonisch später zerrüttet wurde. Zusitzende hydrothermische Lösungen haben vorwiegend
Fluorit, Baryt, Quarz und Calzedon abgeschieden, die die Gangmasse zu einer Quarz-Spat-Rhyolith-
Brekzie verkittet haben.
Lage und Größe
:
1
x – 4576550.00
y – 5630900.00
Die Gangstruktur hat eine
Erstreckung von 2,5 km Länge
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
220 kt Fluorit + 280 kt Boryt
Perspektivische Vorräte:
300 kt Fluorit
Gehalte und Mächtigkeiten sind unbekannt
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Ganglesesteine häufig hämatitisiert
Mineralisation mit Sulfiden tiefer Gangbereiche
wird vermutet (Sphalerit)
Art und Perioden des Bergbaus:
Im 18. Jahrhundert geringfügiger
Eisenerzbergbau im Bereich des „Eisernen
Hutes“
_ _ _ _ _ _ _
Augustusburg-Kunnerstein
_ _ _ _ _ _ _ _
__Fluorit-Baryt-Vorkommen
__
_
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügar
Grad der Erkundung:
Geochemie
Lesesteinkartierung
Erkundungsgrad gering
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Weitgehend unverritztes, oberflächennahes Gang-Brekzien-Vorkommen
Zur wirtschaftlichen Beurteilung sind weitere Erkundungsarbeiten notwendig
Schutzgebiete:
FFH-Gebiet 250

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Nebengestein:
Mittelkörniger Biotitgneis
Rhyolithe
Lagerstättencharakteristik:
Das Baryt-Vorkommen Berthelsdorf liegt im Freiberg-Fürstenwalder Gneisblock. Die Spatführung ist
an die Schlottwitzer Gang- und Störungszone gebunden. Diese Struktur besitzt eine Mächtigkeit von
20 – 80 m. Das Generalstreichen liegt bei 160° mit steilem Einfallen nach NE. Die Barytkörper
besitzen eine gestörte Brekzienstruktur, wobei Spatmächtigkeiten bis 7,5 m auftreten können.
Lage und Größe:
2
x – 4628859.11
y – 5637075.20
Spatkörper mit 280 m Länge und
durchschnittlich 2,47 m Mächtigkeit
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
366 kt Baryt,Haltigkeit des Rohspates: 73 %
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Hämatitisierung von Teilen des Vorkommens
beachten
Baryt liegt in mehreren Farbqualitäten aus
unterschiedlichen Altersabfolgen vor
Art und Perioden des Bergbaus:
Bisher hat kein aktenkundiger Bergbau
stattgefunden
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Berthelsdorf
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
__ Baryt-Vorkommen
__
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
Geochemie
Gamma-Spektrometrie
Schürfe
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Unverritztes, oberflächennahes Gangvorkommen
Zur Beurteilung der Tiefenerstreckung und Qualität des Spates sind Erkundungsbohrungen
notwendig
Schutzgebiete:
keine

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Nebengestein:
Kontaktmetamorphe
Schiefer
Lamprophyre
Explosionsbrekzien
Saure Mikroganggesteine
Lagerstättencharakteristik:
Die Zinnerzlagerstätte Gottesberg liegt im westlichen Teil des Eibenstock-Nejdecker Granitmassivs.
175 m unterhalb der Oberfläche erweitern sich mehrere schlauchförmige Metasomatite entlang von
Explosionsbrekzien zu einem großen Lagerstättenkörper, der bis 900 m Tiefe reicht. Die plattigen
Erzkörper fallen mit 80° SSE ein. Es sind mit Serizit-, Quarz- und Topas-Greisen drei Erztypen in
dem Syeno- und Monzogranit ausgebildet.
Lage und Größe:
3
x - 4534500.00
y - 5588000.00
20-50m mächtige plattige Erzkörper
über 300-400 m Länge und 700 m
Tiefenstreckung
Vorräte und Gehalte:
102,8 kt Zinn, Haltigkeit: 2,31 kg/t Roherzgehalt
als C2-Vorrat
Gesamtroherzmenge: 47 Mio. t
Nebenprodukt:
63,6 kt Cu, Haltigkeit des Roherzes: 1,3 kg/t als
C2-Vorrat
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Der Kassiterit aus den Greisenerzen verhält sich bei
der Aufbereitung analog wie der der anderen
erzgebirgischen Greisenlagerstätten.
Daneben sind im Erz enthalten: Chalkopyrit, Wolframit,
ged. Wismut, Arsenopyrit, Bismuthin, Pyrit, Markasit
und Uranglimmer.
In den Zinnkonzentraten wurden wechselnde
Goldgehalte festgestellt.
Art und Perioden des Bergbaus:
Altbergbau bis 1954, zuletzt Hahnewalder
Greisenzug bis 115 m Teufe
Der Greisenkörper befindet sich unterhalb der
Waschblei- und Waidgrubenpinge
Zusätzlich Uranbergbau von 1948-1951
Es wurde Weitungsbau in Oberflächennähe mit
der Entstehung mehrerer Pingen durchgeführt
Der Uranbergbau reichte bis zur 455 m-Sohle
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Gottesberg
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Greisenlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Die 3 bekannten Greisenerztypen sind mittels
Dichtesortierung und Flotation zu verkaufsfähigen
Konzentraten aufbereitbar. Versuchsergebnisse liegen
vor. Eine Sulfidflotation ist wegen der hohen As-
Gehalte (bis 1,0 kg/t) unerlässlich. Die Aufbereitbarkeit
der weiteren Wertstoffkomponenten Cu, Bi, W und Au
ist zu untersuchen.
Grad der Erkundung:
Es ist mit C2-Vorräten ein
mittlerer Erkundungsgrad
erreicht
5 Gutachten und Ergebnis-
berichte liegen vor.
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Zur Verdichtung der Erkundungsergebnisse und zur Materialgewinnung für
Aufbereitungsversuche sind weitere Erkundungsbohrungen notwendig
Für die hangenden Teile der Lagerstätte ist ein Rampenbetrieb mit LHD-Technik möglich
Schutzgebiete:
Naturpark
Erzgebirge/Vogtland
FFH-Gebiet 294
Trinkwasserschutzgebiet

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Nebengestein:
Biotitgneis
Muskowit-Biotit-Paragneis
Granatglimmerschiefer
Lagerstättencharakteristik:
Die polymetallische Lagerstätte Brand befindet sich im SW-Teil des Freiberger-Fürstenwalder
Gneisblockes. In der sudetischen und erzgebirgischen Phase kam es während der variszischen
Gebirgsbildung zu intensiver Bruchtektonik, die zu hydrothermaler Erzgangbildung führte. In einer
späteren Phase bildete sich eine zweite Erzabfolge im Zuge der Herausbildung eines Scherspalten-
Fiederspaltensystems über mehrere Kilometer Erstreckung. Bauwürdige Mächtigkeiten sind im
Wesentlichen an die Kreuzungsbereiche der Gangtrümer gebunden.
Lage und Größe:
4
x – 4592350.00
y – 5636250.00
Erstreckung der Gänge in einem Areal
von 3 x 4 km. Einzelgänge bis 1000 m
Länge bei 0,3 bis 0,5 m Mächtigkeit
und max. 800 m Tiefe
Vorräte und Gehalte:
C2-Vorräte:
64,1 kt Zn, Haltigkeit des Roherzes 33,0 kg/t
64,9 kt Pb Haltigkeit des Roherzes: 33,4 kg/t
Prognostische Vorräte:
17,0 kt Zn, Haltigkeit des Roherzes: 51,8 kg/t
16,0 kt Pb, Haltigkeit des Roherzes: 48,6 kg/t
Gesamtroherzmenge: 2,2 Mio. t
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Die polymetalische Lagerstätte ist reich an
seltenen Elementen wie In, Ge und Tl
Die Vererzung der Lagerstätte ist intensiv
untersucht worden und in zahlreichen
Veröffentlichungen wurden die Ergebnisse der
wissenschaftlichen Bearbeitung dargestellt
Art und Perioden des Bergbaus:
1. Periode 1387 – 1910
2. Periode 1960 – 1969
Firstenstoßbau mit Versatz bis in 680 m Tiefe
in der letzten Bergbauperiode
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Brand
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Blei-, Zink-und Silbererz, Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Es wurden in der Flotation Blei-, Zink-,
Schwefelkies- und Arsenkieskonzentrate mit
Korngrößen < 0,2 mm erzeugt
Mit diesem Verfahren wurde ein Ausbringen >
80 % erzielt
Kupfer und Silber wurden im Hüttenprozess als
Beiprodukte gewonnen
Grad der Erkundung:
Untertägige Kernbohrungen
und Erkundungsquer-
schläge
Östliche und westliche
Lagerstättenränder nicht
erkundet
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die Lagerstätte ist weitgehend abgebaut. Ob neue Gangstrukturen in den Randbereichen
erkundet werden können, ist völlig offen
Anlass zur Wiederaufnahme der Erkundung könnten die bedeutenden Gehalte der seltenen
Spurenelemente sein, die im Erz nachgewiesen worden sind
Die geringe Gangmächtigkeit läßt keinen Abbau mit LHD-Technik zu
Schutzgebiete:
keine

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Nebengestein:
Fleck- und Knotenschiefer
sowie Homfelse
Quarzitschiefer, Phyllite
Mikroganggranite
Rhyolite
Lagerstättencharakteristik:
Die hydrothermale Baryt-Ganglagerstätte ist an eine mächtige NW-SE-streichende Störungszone
gebunden. Die Lagerstätte liegt im kontaktmetamorphosen Exokontakt des Eibenstocker
Granitmassivs. Die bauwürdigen Barytmittel besitzen eine plattige bis linsenförmige Gestalt. Die
maximalen Barytmächtigkeiten betragen 6 m. Die Hauptgangzone fällt halbsteil mit 55-70° nach SW
ein. Der Baryt ist von rötlicher Färbung.
Lage und Größe:
5
x – 4531885.52
y – 5587416,08
Ganglänge 4,5 km,
Teufenerstreckung > 300 m und
Mächtigkeit von 1,2 m bis 2 m
Vorräte und Gehalte:
2,121 kt Baryt, Haltigkeit des Rohspates: 76 %
2,790 kt Rohspat als Bilanzvorräte
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Sr-Gehalt im Baryt 1,4 %. Quarz verdrängt im
Gang häufig den Baryt
Fe- und Mn-Oxide treten in zwei Generationen
im Baryt auf
Fluorit fehlt in der Lagerstätte
Art und Perioden des Bergbaus:
1948-1959 Uranbergbau und dabei
Entdeckung der Lagerstätte Brunndöbra
1963-1991 Barytbergbau
Firstenstoßbau mit Versatz
Aufschluss über Stollen und eine Rampe bis
475 m – Sohle
Oberflächennaher Gangbergbau
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Brunndöbra
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Baryt-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Der Quarz- und Eisengehalt bedingen eine
flotative Aufbereitung
Technisch ausgereifte Aufbereitungs-
technologie liegt vor
Gegenwärtig ist keine Aufbereitung vorhanden
Grad der Erkundung:
Die Lagerstätte ist
ausreichend erkundet
NW und SE-Randbereiche
sind nachzuerkunden
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die Lagerstätte ist vollständig aus- und vorgerichtet. Durch die Rampe ist LHD-Technik
einsetzbar.
Das Grubengebäude ist gegenwärtig komplett geflutet
Es besteht im Grubenfeld Kontakt zum alten Uranerzbergbau vom Schneckenstein
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge-
Vogtland

image
Nebengestein:
Biotitgneis
Lamprophyre, gangförmig
Rhyolite
Lagerstättencharakteristik:
Die polymetallische Ganglagerstätte Freiberg befindet sich im SW-Teil des Freiberger-Fürstenwalder
Gneisblockes. Intensive Bruchtektonik während der variszischen Gebirgsbildung ließ ein
engmaschiges hydrothermales Erzgangsystem in zwei Altersabfolgen entstehen. Es bildete sich ein
ausgeprägtes Scherspalten-Fiederspalten-System. Vor allem die N-S-streichenden Scherspalten
hatten für den Bergbau wegen ihrer reichen Mineralisation und weitreichenden Erstreckung neben
Ganggrenzen eine herausgehobene Bedeutung.
Lage und Größe:
6
x - 4594658,26
y – 5643821,98
Erstreckung der Gänge in einem
Areal von 5x8 km. Einzelgänge bis
6 km Länge bei 0,3 - 2,0 m
Mächtigkeit und > 800m Tiefe
Vorräte und Gehalte:
C1- und C2-Vorräte:
62,08 kt Pb, Haltigkeit des Roherzes: 31,5 kg/t
87,58 kt Zn, Haltigkeit des Roherzes: 44,5 kg/t
Prognostische Vorräte:
13,9 kt Pb, Haltigkeit des Roherzes: 22,1 kg/t
20,8 kt Zn, Haltigkeit des Roherzes: 32,8 kg/t
Nachgewiesene Roherzmenge: 2,6 Mio. t
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Die Freiberge Lagerstätte ist die am besten
wissenschaftlich bearbeitet Lagerstätte des
Erzgebirges
Die polymetallische Lagerstätte ist reich an
Spurenmetallen (In, Ge, Tl, Sb und
Randbereiche Au)
Es treten neben den Haupterzmineralien auch
bedeutende Erzmengen an Kupfer und Arsen
auf
Art und Perioden des Bergbaus:
1168-1913 1. Periode Silberbergbau
1939-1969 2. Periode Polymetallbergbau
Strossen- und Firstenbau; ab der zweiten
Periode Firstenstossbau mit Versatz bis 736 m
Tiefe
Seltener Strossenbau
_ _ _ _ _ _ _ _
Freiberg-Zentralteil
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Blei-, Zink- und Silbererz- Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Es wurden in der Freiberger Flotation Blei-,
Zink-, Schwefelkies- und Arsenkieskonzentrate
mit Korngrößen < 0,2 mm erzeugt
Das Ausbringen der Aufbereitung lag bei
> 80%
Kupfer und Silber wurden im Hüttenprozess
gewonnen
Im Mittelalter wurden in den Schmelzhütten
auch geringe Goldmengen gesaigert
Grad der Erkundung:
Untertägige Kernbohrungen
und bergmännische
Erkundungsquerschläge
Östliche und westliche
Lagerstättenränder nur
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die Lagerstätte ist weitgehend abgebaut worden. Unbekannte Reserven könnten in den
weniger erkundeten Randbereichen liegen
Die hohen Gehalte an Spurenelementen könnten diese Randbereiche der Lagerstätte
nochmals interessant werden lassen
Die geringe Gangmächtigkeit läßt keinen Abbau mit LHD-Technik zu
Schutzgebiete:
keine
Lehr- und Besucher-
bergwerk der TU
Bergakademie Freiberg

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schwach erkundet
Nebengestein:
Biotitgneis
Lamprophyre
Rhyolite
Lagerstättencharakteristik:
Die polymetallische Ganglagerstätte befindet sich im westlichen Teil des Freiberger
Biotitgneiskomplexes. Innerhalb des großen Freiberger Lagerstättendistriktes bildet Halsbrücke den
Nordbereich, wo die jüngeren Scherspalten mit E-W-Streichen dominieren. Um eine 8 km lange
Hauptstruktur (Halsbrücker Spat) wurden mehrere Parallel- und Fiedergänge abgebaut. Die
Mächtigkeit dieser Gänge (0,5 – 4 m) glich die geringe Vererzung aus.
Lage und Größe:
7
x – 4594472,59
y – 8648521,82
Gangbezirk von 2x10 km
Erstreckung. Durchschnittliche
Gangmächtigkeit 1 m,
Tiefenerstreckung bis 700 m
Vorräte und Gehalte:
C1- und C2- Vorräte:
21,4 kt Pb, Haltigkeit des Roherzes: 18,9 kg/t
10,5 kt Zn, Haltigkeit des Roherzes: 8,9 kg/t
Prognostische Vorräte:
8,0 kt Pb, Haltigkeit des Roherzes:16,5 kg/t
4,3 kt Zn, Haltigkeit des Roherzes: 8,8 kg/t
Nachgewiesene Roherzmenge: 1,6 Mio. t
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Die Halsbrücker Lagerstätte führt als Gangart
erhebliche Mengen an Baryt und Fluorit. Mit
zunehmender Tiefe nimmt der Quarzgehalt
deutlich zu
Die Spurenelemente sind nur in geringer
Konzentration im Vergleich zum Freiberger
Zentralteil vorhanden
Art und Perioden des Bergbaus:
Um 1200 bis 1900 1. Periode Silberbergbau
1935-1969 2. Periode Bleibergbau
Firstenstoßbau bis 559 m Teufe mit Versatz,
z.T. Magazinabbau ohne Versatz
Mittelalterliche Baue in Oberflächennähe z. T.
nur teilversetzt.
Im Kreuzungsbereich mit der Freiberger Mulde
komplizierte Gebirgsmechanik
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Halsbrücke
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Blei- Silbererz, Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
In der Halsbrücker Flotation wurde ein
Bleikonzentrat erzeugt. In der letzten
Betriebsperiode wurde zusätzlich ein
Zinkkonzentrat flotiert.
Das Silber wurde im Hüttenprozess gewonnen
Grad der Erkundung:
Untertägige Kernbohrungen
und bergmännische
Erkundungsquerschläge
Östlicher Lagerstättenrand
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die oberen Lagerstättenteile sind abgebaut
Eine weitere Nutzung ist nur bei gleichzeitiger Gewinnung der großen Spatanteile sinnvoll.
Die Verquarzung im Liegenden ist zu beachten.
Die z. T. großen Gangmächtigkeiten erlauben den Einsatz von LHD-Technik
Schutzgebiete:
keine

image
wenig erkundet
Nebengestein:
Biotitgneis
Lagerstättencharakteristik:
Das Vorkommen befindet sich im zentralen Teil des Freiberger Biotitgneiskomplexes. Es bildet die
östliche Fortsetzung des Freiberger zentralen Lagerstättendistriktes. Bisher sind zwei voneinander
getrennte Barytkörper erkundet worden (hydrothermale Mineralisation)
Lage und Größe:
8
x – 4598182,23
y – 5643413,68
Vorräte und Gehalte:
Prognostischer Vorrat:
90 kt Baryt
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
keine Daten ermittelt
Lesesteine zeigen Sekundärkupfer-
mineralisation
Art und Perioden des Bergbaus:
Unverritztes Gangvorkommen in Fortsetzung
eines mittelalterlichen Silberbergbaus
(Grube Friedrich am Rammelsberg)
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Hilbersdorf
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
__
Baryt - Vorkommen
_
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
8 Schürfe ohne weitere
Bearbeitung
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Weitere Erkundungsarbeiten notwendig
Schutzgebiete:
keine

image
Nebengestein:
Diabase
Kiesel- und Tonschiefer
Im tiefen Untergrund Granit
Lagerstättencharakteristik:
Die Baryt-Fluorit-Lagerstätte Jocketa liegt an der Südflanke des vogtländischen Teilsynklinoriums. Es
ist Bestandteil des Lagerstättengebietes Pöhl-Bergen. Um Jocketa-Neuensalz sind über 50 Erzgänge
erkundet worden, wovon einige Mächtigkeiten bis 4 Meter aufweisen. Die mineralisierten Gänge
streichen NW-SE mit SW-Einfallen.
Lage und Größe:
9
x – 4512675,00
y - 5601750,00
Gangrevier von 4 x 5 km
Erstreckung und unbekannter
Teufenerstreckung
Vorräte und Gehalte:
Perspektivische Vorräte:
150 kt Baryt ,
Haltigkeit des Roh Rohspates: 30 %
60 kt Fluorit,
Haltigkeit des Roh Rohspates: 40 %
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Siderit Hauptgangart und Gegenstand des
Bergbaus als Eisenerz
Sulfide und Quarzvarietäten
Baryt als Weißbaryt im 19. Jahrhundert
gewonnen
Art und Perioden des Bergbaus:
1462-1900 Eisenerzbergbau mit Gewinnung
von Baryt als Nebenprodukt
Firstenstoß- und Strossenbau
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Jocketa
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Baryt- Fluorit- Ganglagerstätten
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
Geochemie
Kernbohrungen bei der
Uranerkundung
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Lagerstätte teilweise bis in mittlere Tiefen abgebaut
Gezielte Spaterkundung notwendig, Gänge z. T. bis 4 m mächtig
Schutzgebiete:
Vogelschutzgebiet
Naturschutzgebiet C35
FFH-Gebiet 75E

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Nebengestein:
Flaseriger Biotitgneis
Rhyolit
Basaltschlot
Lagerstättencharakteristik:
Das Fluorit-Vorkommen liegt im Biotitgneisblock von Freiberg-Fürstenwalde. Es streicht parallel zum
400 m entfernten Rand der Caldera Teplia-Dippoldiswalde (NW-SE). Es sind drei linsenförmige
Körper eines dunkelvioletten Fluorits nachweisbar, die Fiederspalten ausfüllen.
Lage und Größe:
10
x – 4623820,00
y – 5633086,00
Erstreckung: 2 - 2,5 km bei 1- 3 m
Mächtigkeit , Tiefenerstreckung
unbekannt
Vorräte und Gehalte:
Prognostischer Vorrat:
225 kt Rohspat mit 70 kt Fluorit (Haltigkeit des
Roh Rohspates: 30 %)
Perspektivischer Vorrat:
weitere 1.000 kt Rohspat
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Gangmaterial intensiv mit diversen
Quarzvarietäten durchwachsen
Keine Sulfide bisher bekannt
Im Ostteil Anteile von Baryt und Hamätit als
Lesesteine
Art und Perioden des Bergbaus:
Uranerzbergbau 1949-1952 auf einem
Parallelgang
Das Fluoritvorkommen ist unverritzt
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Johnsbach
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
_
Fluorit-Vorkommen
Angaben zur Aufbereitung:
Keine Daten vorhanden. Der hohe Quarzanteil
erfordert eine flotative Aufbereitung
Grad der Erkundung:
Geophysik
Geochemie
Schürfe
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die Gänge streichen an der Oberfläche aus, worauf Lesesteinhäufungen hinweisen
Die Gangstruktur ist nur in Teilbereichen erkundet und entsprechend ist keine Aussage
möglich
Schutzgebiete:
keine

image
Nebengestein:
Muskowit-Biotit-Paragneis
Gneisglimmerschiefer
Marmor
Phonolitgänge
Lagerstättencharakteristik:
Die Spat-Lagerstätte Niederschlag liegt an der SE-Flanke der Annaberger Antiklinalstruktur. Die
Mineralisation ist an eine NW-SE streichende Störungszone von über 20 km Länge gebunden. Die
Staatsgrenze zur Tschechischen Republik teilt die Lagerstätte in zwei annähernd gleiche Teile. In
den oberen Gangbereichen tritt eine Fluorit-Baryt-Quarz-Mineralisation auf, in der Tiefe fehlt der
Baryt. Dieser Lagerstättenteil wird durch ein im Tertiär entstandenes Maar von
Hammerunterwiesenthal gestört.
Lage und Größe:
11
x – 4572036,34
y – 5593188,56
Längserstreckung > 1 km
Tiefenlage bis 600 m
Gangmächtigkeit: 1 m – 3,5 m
Einfallen: 80 gon
Vorräte und Gehalte:
C1-Vorräte
311,1 kt Fluorit, Haltigkeit des Rohspates: 45,2
%
C2-Vorräte
1.037,5 kt Fluorit,
Haltigkeit des Rohspates: 42,7 %
141,8 kt Baryt,
Haltigkeit des Rohspates: 20,6 %
Prognostische Vorräte
64,6 kt Fluorit, Haltigkeit des Rohspates:31,1 %
114,6 kt Baryt, Haltigkeit des Rohspates:4,7 %
Gesamtmenge Rohspat 3,3 Mio. t auf deutscher
Lagerstättenseite
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Hohe Kupfergehalte im Rohspat
In Nebenräumen ist mit Uranmineralisation zu
rechnen
Es können Kobalt-, Silber- und
Wismutmineralisationen auftreten
Art und Perioden des Bergbaus:
1755 – 1849 1. Periode auf Ag-Co-Erze
1948 – 1955 2. Periode auf U-Erze
Tagesnahe Bereich der Gangstruktur bis zur
736m – Sohle stark durchbaut
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Niederschlag
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Fluorit-Baryt-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Aufbereitbarkeit des Rohspates nachgewiesen.
Baryt-Fluoritverwachsungen sehr feinkörnig
Mahlprozess < 150 μm Korngröße
Sulfidflotation als Nachreinigung erforderlich
Grad der Erkundung:
Hauptteil der Struktur
bergmännisch und
bohrtechnisch erkundet.
Südteil im Grenzbereich zur
Tschechischen Republik
muss nacherkundet
werden.
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die Vorratsmenge und die Ausbildung der Lagerstätte gestatten einen Aufschluss mittels
Rampe und einenGewinnungsbetrieb mit LHD-Technik
Die Gangmächtigkeit wechselt auf kurze Entfernung von wenigen Dezimetern bis über 10 m
Gebirgsmechanische Schwierigkeiten durch den Altbergbau sind nicht auszuschließen.
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge
Antrag auf Bewilligung nach
§ 8 BBergG gestellt.

image
Nebengestein:
Biotitgneis
Granitporphyr
Rhyolit
Lagerstättencharakteristik:
Das Baryt-Vorkommen liegt im Freiberger-Fürstenwalder Biotitgneisblock. Diese Gneise werden nahe
der Vorkommen von einem mächtigen Granitporphyrgang von Flaje-Frauenstein durchschlagen. Die
Spatmineralisation ist an zwei NW-SE streichende Störungszonen gebunden. Es sind linsenförmige
Körper, die in östlicher Richtung als Lesesteine bis Sadisdorf verfolgbar sind.
Lage und Größe:
12
x – 4615706,25
y – 5639301,29
Erstreckung 2- 3 km bei 1,3 m
Mächtigkeit des Barytes. Reichweite
in die Tiefe unbekannt.
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
700 kt Baryt
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Barytmineralisation mit wechselnden Anteilen
von Fluorit und Quarz
Der westliche Gangbereich führt oberflächen-
nah Sulfide und Eisenerze
Art und Perioden des Bergbaus:
Bis 1880 oberflächennahe Bergbauversuche
auf Silber- und Eisenerz in der Redox-Zone
Firstenstoßbau ohne Versatz
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Reichstädt
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
_ Baryt-Vorkommen
__
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
Geochemie
Geophysik
Schürfe
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Vorkommen ist bergmännisch nur wenig bebaut worden
Ohne den weiteren Nachweis von Vorräten ist keine wirtschaftliche Nutzung möglich
Schutzgebiete:
keine

image
Nebengestein:
Kontaktmetamorphe
Schiefer und Hornfelse
Eibenstocker Granit
Lagerstättencharakteristik:
Die Barytstruktur Schnarrtanne befindet sich im Westabschnitt der Fichtelgebirgisch-
Erzgebirgischischen Antiklinalzone auf der kontaktmetamorph überprägten Schieferhülle des NW-
Randes des Eibenstocker Granitplutons. Der Barytkörper sitzt auf einer NNW-SSE-streichenden und
sehr steil nach WSW fallenden Gangstruktur von über 1 km Länge. Der Gang ist in drei bis vier
Einzelkörper zerschert.
Lage und Größe:
13
x – 4532200,00
y – 5595475,00
3 – 4 Barytlinsen von max. 110 m
Erstreckung; 1,85 m Mächtigkeit
und 100 – 350 m Tiefenreichweite
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
426 kt Baryt, Haltigkeit des Rohspates: 74 %
Rohspatmenge: 574 kt
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Rotbaryt – massig, grob- und feinspätig bis
kollomorph
Quarz sowie FE/Mn-Oxide/Hydroxide als
Begleitminerale
Geringe SrSO
4
-Gehalte im Baryt
Art und Perioden des Bergbaus:
Uranbergbau 1949 – 1957
Die oberen Teile des Vorkommens sind
abgebaut
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Schnarrtanne
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Baryt-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Aufbereitung könnte analog zur Lagerstätte
Brunndöbra erfolgen
Grad der Erkundung:
Auf den Sohlen 675 m und
615 m bergmännisch
erschlossen.
Kernbohrungen von
Übertage
20 Schürfe
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Wegen zu geringer Vorräte ist gegenwärtig eine wirtschaftliche Nutzung nicht möglich
Schwierige ingenieurgeologische Verhältnisse (Schwimmsand)
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge

image
Nebengestein:
Muskowit-Biotit-Paragneis
Glimmerschiefer
Lamprophyr
Lagerstättencharakteristik:
Das Barytvorkommen Schlettau liegt an der Westflanke der Annaberger Antiklinalstruktur. Das
Vorkommen besteht aus 2 Gängen mit N-S- und SW-NE-Streichen. Die Mineralisation ist
linsenförmig an 3 unterschiedliche Scherkörper gebunden.
Lage und Größe:
14
x – 4568600,00
y – 5602400,00
3 Scherlinsen von 200 m, 80 m und
380 m, Vertikalerstreckung 70 – 80
m, Mächtigkeit 0,7 – 1,4 m
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
44 kt Baryt
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Baryt in rosa Färbung, Weißbaryt
untergeordnet
Fluorit imprägniert in geringer Menge den Baryt
Hämatit
Sulfide in Oberflächennähe
Art und Perioden des Bergbaus:
1477 – 1850 Silberbergbau
1948 – 1950 Uranbergbau
Firstenstoßbau ohne Versatz aus der
Silberbergbauperiode
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Schlettau
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Baryt-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
Bergmännische Erkundung
1956 – 1959
Geophysik
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Wegen zu geringer Vorrätez. Zt. keine wirtschaftliche Nutzung möglich
Weitere Erkundungsarbeiten im Südteil der Struktur erforderlich
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge

image
Nebengestein:
Flaseriger Biotitgneis
Rhyolit
Lagerstättencharakteristik:
Das Vorkommen bei Schlottwitz liegt im Freiberg-Fürstenwalder Biotitgneisblock. Diese mineralisierte
Störungszone streicht ca. N – S über mehr als 6 km Länge. Der westliche Teil der Störungszone
besteht aus diversen Quarzvarianten, und der östliche Teil umfasst Baryt in drei Mineralisations-
zyklen. Quarz kann den Baryt verdrängen. Die Barytmächtigkeit variiert, aber die Gangstruktur weist
eine große Erstreckung auf.
Lage und Größe:
15
x – 4627716,43
y – 5639261,54
Große Längserstreckung über
mehrere km, Mächtigkeit 1 – 3 m,
Tiefenerstreckung unbekannt
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
1.700 kt Baryt
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Fe
2
O
3
< = 3 %; CaF
2
< 0,5 %
SrSO
4
0,4 – 0,9 %
Quarz verdrängt in vielfältiger Form den Baryt
Brekzienstruktur des Ganges
Art und Perioden des Bergbaus:
Unverritzes Spatvorkommen
Historische Achat- und Amethystgewinnung im
Tagebau
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Schlottwitz
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
____
Baryt-Vorkommen
____
Angaben zur Aufbereitung:
Es erfolgten noch keine Aufbereitungs-
versuche
Grad der Erkundung:
Bergmännische Erkundung
mit Stollen
Schürfe
Geoelektrik
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Nach weiterer Erkundung wirtschaftliche Nutzung nicht ausgeschlossen
Potential nicht vollständig bekannt
Oberflächennahes Vorkommen
Schutzgebiete:
Vogelschutzgebiet

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Nebengestein:
Muskowit-Biotit-Paragneis
Muskowitgneis
Granitporphyrgänge
Aplitgranitgänge
Explosionsbrekzien
Lagerstättencharakteristik:
Die Zinnerz-Lagerstätte Seiffen liegt im Grenzbereich zwischen dem Freiberger-Fürstenwalder Block
und der Flöha-Synklinale. Die Lagerstätte setzt sich aus metasomatischen Greisen, pneumatolytisch
überprägten Gangtrümern und einer vererzten Explosionsbrekzie zusammen. Der Brekzienkörper hat
einen Durchmesser von 300 m und fällt mit steilen Kontakten ein. Die Vererzungsabfolge in dem
Brekzienkörper besteht aus Kassiterit-Chlorid-Sulfide-Quarz.
Lage und Größe:
16
x – 4603110,00
y – 5613100,00
Der Erzkörper nimmt eine Fläche
von 9 ha ein. Die Tiefenerstreckung
reicht bis 520 m.
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
15,3 kt Sn, Haltigkeit des Roherzes: 1,75 kg/t
5,0 kt Cu, Haltigkeit des Roherzes: 3,2 kg/t
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Neben Kassiterit auch Stannin sowie
Chalkopyrit. Chalkosin und Bornit vorhanden.
Starke Hämatisierung der Greisen
Arsenopyrit in wechselnder Konzentration
Mo- und W-Mineralisation eher untergeordnet
Art und Perioden des Bergbaus:
1324 – 1855 Zinn- und Kupfererzbergbau bis
90 m Tiefe
Weitungsbau mit Feuersetzen
In den Gangtrümern Firstenstoßbau und
Strossenbau
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Seiffen
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz - Greisenlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Kassiterit besitzt im Brekzienerz eine deutlich
größere Korngröße gegenüber anderen
Greisenlagerstätten, was die geringeren
Gehalte durch ein besseres Ausbringen
ausgleicht
Sulfidflotation unerlässlich
Es liegen bisher keine Versuchsergebnisse zur
Aufbereitung vor
Grad der Erkundung:
1 Tiefbohrung zur Zinn-
erkundung und mehrere
Bohrungen zur Uran-
erkundung
Gravimetrie
Unzureichend für die
Lagerstättengröße
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Der Brekzienkörper ist unzureichend erkundet
Potential für eine arme Massenlagerstätte ist wegen der besonderen Genese gegeben
Gewinnung unterhalb des Pingenbereiches mit LHD-Technik ab 100 m Tiefe möglich
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge

image
Nebengestein:
Fruchtschiefer
Glimmerfels
Im tieferen Untergrund
Bergener Granit
Lagerstättencharakteristik:
Die Wolframitlagerstätte Tirpersdorf sitzt im SW-Teil des äußeren Kontakthofes vom Bergener Granit
auf. Die Quarz-Wolframitgänge streichen NNW-SSE und fallen mit 45° - 80° nach E ein. Bis in eine
Tiefe von 525 m sind die vererzten Gangtrümer nachgewiesen. Es sind bis zu 29 Gangtrümer
bekannt geworden. Bei den Trümergängen handelt es sich um Fiederspalten. Im Liegenden der
Lagerstätte tritt ein wenig erkundeter Skarnkörper mit Scheelit auf.
Lage und Größe:
17
x – 4517600,00
y – 5588920,00
Länge der Gangtrümer: 80 m
Mächtigkeit: 19 cm
Tiefenerstreckung: bis zu 500 m
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
172 t W, , Haltigkeit des Roherzes: 1,37 kg/t
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Neben Quarz und Wolfram traten Molybdänit,
Apatit und Turmalin auf
Als zweite Mineralparagnese traten diverse
Sulfide auf
Art und Perioden des Bergbaus:
1907 – 1919 Gewinnungsarbeiten
1939/40 und 1952 – 1956 Erkundungsarbeiten
Abbau bis 150 m Tiefe mittels Firstenstoßbau
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Tirpersdorf
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Wolframerz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Wolframitkonzentrate wurden mittels
Magnetscheidung erzeugt
Neuere Aufbereitungsversuche erfolgten nicht
Grad der Erkundung:
Trotz intensiver
bergmännischer und
Bohrerkundung wurden
keine abbauwürdigen
Vorräte exploriert
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die Lagerstätte gilt als abgebaut
Der Skarnhorizont ist nur gering erkundet
Schutzgebiete:
Keine

image
Nebengestein:
Biotitgneis, z. T.
kataklasiert
Rhyolit
Lamprophyre
Lagerstättencharakteristik:
Das Baryt-Vorkommen liegt im südlichen Bereich der Freiberger Biolitgneiskuppel und umfasst einen
Teil des Freiberg-Frauensteiner Rhyolitganges. Innerhalb einer WNW-ESE-streichenden
Strukturzone wurden neun Spatkörper nachgewiesen. Der Baryt liegt in Linsenform oder
brekzienartig vor.
Lage und Größe:
18
x – 4601113,95
y – 5638138,06
Erstreckung der Körper: > 100m
Mächtigkeit: 0,6 – 1,4 m
Tiefenlage: unbekannt
Steiles Einfallen der Linsen
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
450 kt Baryt, Haltigkeit des Roherzes: 75 %
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Baryt in den Färbungen rosa, hellgrau und
weiß
Fluorit < 0,2 %
Sulfide in unbekannter Konzentration
Art und Perioden des Bergbaus:
Mittelalterlicher, wenig risskundiger Bergbau im
Eisernen Hut
Vorkommen ist weitgehend unverritzt
_ _ _ _ _ _ _ _ _
Weißenborn-Süßenbach
_ _ _ _ _ _ _ _
___ Baryt-Vorkommen
__
Angaben zur Aufbereitung:
Keine Daten vorhanden
Der hohe Barytgehalt von 75 % lässt eine eher
unproblematische Aufbereitungstechnologie
erwarten
Grad der Erkundung:
Aerogeophysik
Geophysik + Geochemie
Schürfe
Abbruch der Erkundung
1989
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Oberflächennahes Vorkommen, das weiter erkundet werden müsste
Potential für wirtschaftliche Vorräte möglich, da der Barytgehalt sehr hoch ist
Schutzgebiete:
Keine

image
Nebengestein:
Rhyolith
(Teplitzer Quarzporphyr)
Albitgranit
Lagerstättencharakteristik:
Der Granitstock von Zinnwald, der von einem Rhyolith begrenzt wird, liegt zu zwei Dritteln auf
tschechischem Gebiet und damit auch der Hauptteil der Zinnerz-Lagerstätte. Die Metasomatose
erfasste den gesamten Albitgranitkörper, wobei in Wechsellagerung Greisenzonen und
Feldspatitkörper entstanden. Charakteristisch sind flach einfallende Greisenzonen, sog. „Flöze“, aber
auch kompakte Greisenkörper mit > 25 m Mächtigkeit.
Lage und Größe:
19
x - 4624741.00
y - 5623965.00
Der Lagerstättenkörper hat eine
Ausdehnung von 1200 m x 500 m
bei 250 m Tiefe
Vorräte und Gehalte:
5,35 kt Sn, Haltigkeit des Roherzes: 2,0 kg/t Sn
2,6 Mio. t Roherz
4,24 kt Li, Haltigkeit des Roherzes: 2,9 kg/t Li
(Angaben nur zum deutschen Lagerstättenteil)
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Neben Kassiterit tritt Stannin als Zinnerz auf
Wolframerze mit Wolframit und Scheelit in den
„Flözen“ verbreitet
Locus typicus des lithiumreichen Glimmers
„Zinnwaldit“
Art und Perioden des Bergbaus:
Gewinnung 1550-1939, im tschechischen
Lagerstättenteil bis 1989
Weitungs- und Firstenstoßbau mit Teilversatz
Strebbau auf Flözen
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnwald (Cinovec)
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _
___________
Zinnerz –Greisenlagerstätte
_________
Angaben zur Aufbereitung:
Zinnerze wurden mittels Dichtesortierung auf
den Herden zu einem Reichkonzentrat
angereichert
Wolframit wurde mit Magnetscheidung
gewonnen
Sulfide wurden mit einer Nachreinigung dem
Zinnkonzentrat entzogen (Flotation)
Grad der Erkundung:
Mehrere
Erkundungsetappen von
1940 bis 1989 auf Zinn-
und Lithiumerz
Bohrungen
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Bis in das Niveau des Tiefen Hilfe Gottes Stollns auf deutscher Seite Zinn-Wolfram-Erz
abgebaut
Lithiumreiche Glimmer (Zinnwaldit) reichlich vorhanden
Schutzgebiete:
keine
Schaubergwerk

image
Nebengestein:
Glimmerschiefer
Quarzite
Hornstein
Lagerstättencharakteristik:
Die Struktur Zschopau liegt unmittelbar westlich der Flöha-Zone am Nordrand des Annaberg-
Marienberger Blocks. WNW-ESE-streichende Bruchzonen durchsetzen einen Glimmerschiefer und
umfassen drei Spatkörper: Zschopau-Ost (Baryt-Fluorit), Zschopau-West (Baryt) und Börnichen
(Baryt). Weitere Spatkörper werden auf der Bruchzone vermutet.
Lage und Größe:
20
x – 4576760,00
y – 5623900,00
Erstreckung: 150 – 300 m
Mächtigkeit: 1 m
Tiefenlage: unbekannt
Steiles Einfallen
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
830 kt Baryt + 269 kt Fluorit
Perspektivische Vorräte:
300 kt Baryt + 500 kt Fluorit
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
3 Generationen von Weißbaryt (Grobspat,
Bänderspat, Zonenspat) mit Sulfid-Nestern
(Galenit, Chalkopyrit)
Jüngerer Fluorit verdrängt den Weißbaryt
Geochemie zeigt zusätzlich eine W-Anomalie
an
Art und Perioden des Bergbaus:
1478 – 1884 Bergbau auf silberhaltige Bleierze
im Bereich Zschopau-Ost
Firstenstoßbau mit Teilversatz
Spatkörper Börnichen und Zschopau-West
unverritzt
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zschopau
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Fluorit-Baryt-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
keine Daten verfügbar
Grad der Erkundung:
Geochemie
Spezialkartierung
Erkundungsgrad gering
Ergebnisse aus Altbergbau
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Höffige Struktur wegen des hohen Anteil von Weißbaryt
Günstige Gewinnungsmöglichkeiten wegen der Oberflächennähe
Für eine wirtschaftliche Beurteilung ist ein erheblicher Erkundungsaufwand notwendig
Schutzgebiete:
keine
Schaubergwerk

image
Nebengestein:
Biotitgneis
Niederbobritzscher Granit
Lagerstättencharakteristik:
Das Baryt-Vorkommen Naundorf befindet sich im Bereich des Freiberger Biotitgneiskomplexes. Ein
Barytgang (Samuel Spat) streicht NW-SE und ist unabhängig in 2 alten Stollen aufgeschlossen
worden. In Analogie zu anderen Gängen des Freiberger Reviers wird eine große Erstreckung
vermutet, gestützt durch die Ergebnisse ausgedehnter geophysikalischer Messungen.
Lage und Größe:
21
x – 4602200,00
y – 5644250,00
Länge des Ganges: > 200 m
Tieferstreckung: 500 m
Mächtigkeit: 0,5 – 1,0 m
Vorräte und Gehalte:
Prognostischer Vorrat:
126 kt Baryt
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Schaliger Baryt von rötlicher, gelblicher und
weißer Färbung
Art und Perioden des Bergbaus:
Sporadisch bis 1856 auf Silbererze gebaut
(Hilfe des Herrn-Stolln und Samuel-Stolln)
Weitgehend unverritztes Vorkommen
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Naundorf
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
__
Baryt-Vorkommen
__
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
Geophysik
Altbergbaubefahrungen
Erkundungsgrad gering
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die bislang vorliegenden Prospektions-Ergebnisse lassen eine gute Höffigkeitsprognose zu
Erst durch eine weitere Erkundung ist eine Einschätzung dieses Spatganges auf eine
wirtschaftliche Nutzung möglich
Schutzgebiete:
keine

image
Nebengestein:
Glimmerschiefer
Phyllit
Tonschiefer
Lagerstättencharakteristik:
Das Baryt-Vorkommen Langenstriegis-Hausdorf liegt unmittelbar südlich des Kreuzungsbereiches
zweier regionaler tektonischer Elemente, dem Zentralsächsischen Lineament und der Flöha-Zone.
Die Spatvorkommen sind an junge NW-SE-streichende Bruchstrukturen gebunden. Es handelt sich
um einen eigenen Gangbezirk im NW der Freiberger Lagerstätte mit 9 namentlich bekundeten
Barytgängen.
Lage und Größe:
22
x – 4578700,00
y – 5641700,00
Angaben zu Erstreckungen und
Größe des Vorkommens liegen
nicht vor. Mächtigkeit: 0,5 – 2,0 m
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
1.080 kt Baryt + 250 kt Fluorit
Perspektivische Vorräte:
1.000 kt Baryt + 250 kt Fluorit
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Roter und weißer Baryt
Im Altbergbau werden häufig Pb- und Cu-
Sekundärminerale angetroffen
Ferner treten Eisen- und Manganmineralien
konzentriert bis 20 m Tiefe auf
Art und Perioden des Bergbaus:
Eisenerzbergbau vom 17. Jahrhundert bis
Ende des 18. Jahrhunderts im Bereich des
„Eisernen Hutes“ bis maximal 50 m Tiefe
Firstenstoßbau mit Teilversatz in
Oberflächennähe
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Langenstriegis
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Baryt-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
Sehr geringe Kenntnisse
vorhanden
Kartierung
Auswertung Ergebnisse
Altbergbau
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Für eine wirtschaftliche Einschätzung des Vorkommens sind weitere Erkundungsarbeiten
notwendig
Potential für eine Spatgewinnung scheint vorhanden zu sein
Schutzgebiete:
keine

image
Nebengestein:
Muskowit-Biotit-Paragneis
Glimmerschiefer
Phyllit
Rhyolit
Lagerstättencharakteristik:
Das Spat-Vorkommen Grünberg liegt im Randbereich zwischen der Flöha-Zone und dem NW-Rand
des Freiberg-Fürstenwalder Blockes. Die Struktur liegt im Kreuzungsbereich intensiver Bruchscharen,
wobei vor allem die NW-SE-streichenden Störungen mineralisiert sind. Bisher sind 2 bayrtführende
Gänge bekannt geworden.
Lage und Größe:
23
x – 4578350,00
y – 5633550,00
Es liegen keine Angaben zur Größe
und Erstreckung des Vorkommens
vor. Mächtigkeit > 1 m
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
324 kt Fluorit
Baryt keine Angaben
Perspektivische Vorräte:
420 kt Fluorit
900 kt Baryt
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Roter und weißer Baryt
Fluorit tritt mit zunehmender Tiefe auf
Art und Perioden des Bergbaus:
Unverritztes Vorkommen
_ _ _ _ _ _ _ _
Augustusburg-Grünburg
_ _ _ _ _ _ _ _ _
Baryt-Fluorit-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
Sehr geringer
Erkundungsgrad
Geochemie
Kartierung
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Oberflächennahes, leicht erschließbares Vorkommen mit einiger Höffigkeit.
Zur wirtschaftlichen Beurteilung des Vorkommens sind weitere Erkundungsarbeiten
notwendig
Schutzgebiete:
Keine

image
Nebengestein:
Biotitgneis
Rhyolit
Lamprophyr
Lagerstättencharakteristik:
Die Baryt-Lagerstätte Freiberg-Ostteil gehört zur östlichen Randzone der Freiberger Lagerstätte. Der
Baryt wurde ab 1850 bei der Silbererzgewinnung als Wertstoff von der Himmelfahrtgrube mit
abgebaut. Im Allgemeinen reicht die Gangmächtigkeit nicht für eine separate Barytgewinnung. Der
Barytanteil liegt allerdings im Gang bei > 80 %.
Lage und Größe:
24
x – 4596300,00
y – 5645080,00
Erstreckung 2 – 3 km
Tiefenlage bis 500 m
Mächtigkeit: 0,5 – 1,0 m
Vorräte und Gehalte:
C1-Vorräte:
0,7 kt Baryt
Prognostische Vorräte
34 kt Baryt
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Baryt ist von hellgrauer bis weißer Färbung
Quarz und Fluorit treten untergeordnet auf
Hämatit führt zu lokaler Rotfärbung
Feindisperser Galenit tritt häufig auf
Art und Perioden des Bergbaus:
1168 – 1914 1. Periode
1926 – 1931 2. Periode
1944 – 1969 3. Periode
unverritzt ab einer Tiefe von 500 m
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Freiberg-Ostteil
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
____
Baryt-Lagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
In der Gewinnungsphase bis 1914 wurde der
Baryt durch Handscheidung ausgehalten
In der letzten Bergbauperiode ging der Baryt in
die Aufbereitungsberge
Grad der Erkundung:
Kernbohrungen
Bergmännische
Untersuchungen
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Der bisher bekannte Spatkörper ist für eine wirtschaftliche Nutzung zu klein. Es sind
außerdem bereits bedeutende Ganganteile abgebaut.
Schutzgebiete:
Keine

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Nebengestein:
Muskowit-Biotit-Paragneis
Phyllit
Granulit
Im tiefen Untergrund
Mittweidaer Granit
Lagerstättencharakteristik:
Der Fluorit-Baryt-Struktur Sachsenburg gehören die vier Teilvorkommen Schönborn-Dreiwerden,
Treppenhauer-Sachsenburg, Biensdorf und Krumbach. Von besonderem Interesse ist der
Clementine-Spat von Schönborn, der als einziger Spatgang eine größere Erstreckung und
bedeutende Mächtigkeit besaß. Er ist an eine NW-SE-streichende Bruchstruktur gebunden.
Lage und Größe:
25
x – 4570800,00
y – 5646850,00
Länge des Ganges: 2200 m
Tiefenlage: > 300 m
Mächtigkeit: 2,5 m, maximal 7,0 m
Vorräte und Gehalte:
Restvorräte im Clementine Spat
0,7 Mio. t Rohspat
Prognostische Vorräte
340 kt Fluorit
120 kt Baryt
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Galenit, Chalkopyrit und Tetradrit brechen in
größerer Menge mit an
Der Baryt ist krummschalig bis dicht und von
heller Farbe
Pyrit ist fein verteilt in den Gangarten (Quarz,
Calcit, Fluorit, Baryt) eingesprengt
Art und Perioden des Bergbaus:
13. Jahrhundert – 1885 Silberbergbau
Firstenstoßbau mit Teilversatz
Der Gewinnungsbetrieb erfolgte bis in eine
Tiefe von 287 m und über eine Länge von 1390
m
_ _ _ _ _ _ _ _
Schönborn-Dreiwerden
_ _ _ _ _ _ _ _
Fluorit-Baryt-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
Sehr geringer
Erkundungsgrad
Altbergbau zugänglich
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Falls eine Erkundung Vorräte unterhalb von 300 m Tiefe nachweisen kann, dürfte der
Clementine Spat für eine Spatgewinnung zukünftig interessant werden. Die bekannten
Gangmächtigkeiten erlauben den Einsatz von LHD-Technik
Schutzgebiete:
keine
Schaubergwerk

image
Nebengestein:
Flaseriger Biotitgneis
Rhyolite
Im tiefen Untergrund Flajer
Granit
Lagerstättencharakteristik:
Das Spat-Vorkommen Teichhaus liegt im Ostteil des Freiberg-Fürstenwalder Blockes. Eine sich aus
mehreren parallel verlaufenden Störungen zusammensetzende Bruchzone ist mit Spat mineralisiert.
Auf tschechischem Gebiet wurde die Lagerstätte Moldava von 1957 bis 1994 abgebaut. Zwei der
bekannten Spatgänge streichen bis auf deutsches Gebiet und sind als Lesesteine nachweisbar
Lage und Größe:
26
x – 4617265,00
y – 5623212,00
Länge auf deutschem Gebiet: 1 km
Tiefenerstreckung: unbekannt
Mächtigkeit: < 0,5 m
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
1.000 kt Fluorit
800 kt Baryt
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Rotbaryt nimmt mit größerer Tiefe zu
40 % Quarz, z. T. sehr drusig
In den oberen 100 m sehr viele Silberminerale
im Spat eingewachsen
Der Barytanteil nimmt im nördlichen Teil des
Ganges zu
Art und Perioden des Bergbaus:
Unverritzte Lagerstätte, die bis zur Oberfläche
reicht
Abbau auf tschechischem Gebiet bis 450 m
Tiefe
_ _ _ _ _ _ _ _ _
Teichhaus/Moldava
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Baryt-Fluorit-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Spat gut flotierbar
Ergebnisse von RD s. p. Zavod Teplice liegen
vor
Grad der Erkundung:
Pedogeochemie
Geoelektrik
Schürfe
Erkundung tieferer
Gangbereiche fehlt
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Der Nachweis einer Mächtigkeit des Spatganges, der eine wirtschaftliche Nutzung erlauben
würde, steht aus
Schutzgebiete:
keine

image
Nebengestein:
Gabbro
Granulit
Phyllit
Glimmerschiefer
Lagerstättencharakteristik:
Die Spat-Lagerstätte Gersdorf befindet sich an der ENE-Grenze des Granulitgebirges. Sie besteht
aus einer größeren Anzahl von silberreichen Sulfiderzgängen und einigen spatführenden Trümern.
Die spatführenden Trümer waren bisher nicht Gegenstand bergmännischer Gewinnungsarbeiten. Sie
streichen NW-SE und sind in der Ausbildung mächtiger als die Sulfiderzgänge. Die Störung „Faule
Lage“ schneidet alle Erzgänge komplett in NE-Richtung ab.
Lage und Größe:
27
x – 4585600,00
y – 5659400,00
Gangfeld von 1,8km x 2,5km Größe
Tiefenerstreckung: > 300 m
Mächtigkeit Spatgänge: bis 1 m
Vorräte und Gehalte:
Restvorräte im Altbergbau:
259 kt Rohspat
Prognostische Vorräte:
104 kt Fluorit, Haltigkeit des Rohspates: 40 %
78 kt Baryt, Haltigkeit des Rohspates: 30 %
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Sulfiderzgänge führten eine reichliche
Silbermineralisation
Baryt von heller Färbung z. T. krummschalig
Art und Perioden des Bergbaus:
13. Jahrhundert – 1880 Silberbergbau
Lagerstätte in Teilbereichen bis 300 m Tiefe
abgebaut
Firstenstoßbau ohne Versatz
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Gersdorf-Roßwein
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Fluorit-Baryt-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Erze wurden im 19. Jahrhundert mit
Handscheidung und Pochwerk aufbereitet
Spatminerale gingen in die Berge
Grad der Erkundung:
Alte Grubenrisse gesichtet
Lesesteinkartierung
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die Lagerstätte kann als abgebaut gelten
Schutzgebiete:
Grundwasserschutzgebiet
Vogelschutzgebiet
FFH-Gebiet 237
Schaubergwerk

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Nebengestein:
Biotitgneis
Rhyolit
Lagerstättencharakteristik:
Das Baryt-Vorkommen Hartmannsdorf liegt im Zentrum des Biotitgneisblockes von Freiberg-
Fürstenwalde. Mehrere Bruchstrukturen, die NW-SE streichen, sind mit Spat mineralisiert. Im Bereich
Hartmannsdorf beschränkt sich der Spat auf trümerhafte Erstreckung mit geringen Mächtigkeiten.
Lage und Größe:
28
x – 4610348,00
y – 5634591,00
Erstreckung: 100 – 300 m
Tiefenerstreckung unbekannt
Mächtigkeit: 0,2 – 0,5 m
Vorräte und Gehalte:
Perspektivische Vorräte:
100 kt Baryt
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Rotbaryt mit diversen Quarzvarietäten
Art und Perioden des Bergbaus:
Oberflächennahes Vorkommen, unverritzt
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Hartmannsdorf
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Baryt-Vorkommen
_____
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
Pedogeochemie
Aerogeophysik +
Geoelektrik
Schürfe
Erkenntnisstand gering
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Gegenwärtig muss das Vorkommen als nicht bauwürdig eingestuft werden
Die Höffigkeit auf Erhöhung der Vorratsmenge ist wegen der bisher bekannten geringen
Mächtigkeit eher gering einzuschätzen
Schutzgebiete:
Keine

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Nebengestein:
Biotitgneis
Lagerstättencharakteristik:
Das Fluorit-Lagerstätte Lichtenberg befindet sich am südöstlichen Randbereich der Freiberger
Biotitgneiskuppel. Von den Gangtrümern um Lichtenberg ist nur ein Gang perspektivisch von
möglichem Interesse (Trau auf Gott Stehender). Er streicht mit SW-NE und Einfallen nach W völlig
anders, als die sonstigen spatführenden hydrtohermalen Gänge des Freiberger Reviers.
Lage und Größe:
29
x – 4600700,00
y – 5633000,00
Erstreckung: 1100 m
Tiefenlage unbekannt
Mächtigkeit 0,5 m
Vorräte und Gehalte:
Prognostischer Vorrat:
11,75 kt Fluorit, Haltigkeit des Rohspates:60 %
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Der Gang führt neben Quarz und Fluorit sehr
viel zersetztes Nebengestein (Mylonit,
Tonminerale)
Der Gang ist teilweise stark hämatitisiert
Art und Perioden des Bergbaus:
17. Jahrhundert – 1919 mit vielen
Unterbrechungen auf Silbererze
Gewinnungsbetrieb auf Gangkreuze im
Strossen- und Firstenstoßbau
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Lichtenberg
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Fluorit-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
Erkundungsgrad gering
Altbergbauauswertung
Lesesteinkartierung
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Gegenwärtig gibt es keine Anhaltspunkte für eine mögliche wirtschaftliche Nutzung dieses
Vorkommens.
Schutzgebiete:
keine
Schaustolln

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Nebengestein:
Muskowit-Biotit-Paragneis
Muskowitgneis
Lagerstättencharakteristik:
Am Südrand der Saydaer Kuppel liegt das Fluorit-Vorkommen Pfaffroda. Es sind zwei NW-SE-
streichende Störungszonen vorhanden, deren Mineralisation durch Lesesteine belegt ist.
Lage und Größe:
30
x – 4597050,00
y – 5619850,00
Ganglänge: 250 m
Tiefenerstreckung: 150 m
Mächtigkeit unbekannt
Vorräte und Gehalte:
Perspektivische Vorräte:
56 kt Rohspatmenge
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
keine Angaben verfügbar
Art und Perioden des Bergbaus:
Kein risskundiger Bergbau nachweisbar,
obwohl Schürfspuren vorhanden sind
Oberflächennahes, unverritztes Vorkommen
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Pfaffroda
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
__
Fluorit-Vorkommen
____
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
Lesesteinkartierung
Geringer Erkundungsgrad
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Es gibt keine Hinweise auf eine eventuelle wirtschaftliche Nutzungsmöglichkeit
Schutzgebiete:
Keine

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Nebengestein:
Muskowit-Biotit-Paragneise
Rhyolite
Im tieferen Untergrund
Schellerhauer Granit
Lagerstättencharakteristik:
Die Lagerstätte Niederpöbel befindet sich im nördlichen Teil der Altenberger Scholle, die hier intensiv
gestört ist. NW-SE-streichende Störungen führen dabei überwiegend Spatmineralisation, die an der
Oberfläche ansteht. Insgesamt treten aber in der Lagerstätte nur geringmächtige Gangtrümer auf.
Lage und Größe:
31
x – 4617222,00
y – 5631667,00
Erstreckung: mehrere 100 m
Tiefenerstreckung: > 250 m
Mächtigkeit: 0,5 – 1,0 m
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
370 kt Baryt, Haltigkeit des Rohspates: 52 %
140 kt Fluorit, Haltigkeit des Rohspates: 18 %
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Als spatführende Struktur ist besonders „Gang
Richard“ bekannt geworden
Die Hauptmenge des Baryts ist von roter
Färbung
Der Fluorit liegt teilweise als Stinkspat vor
Art und Perioden des Bergbaus:
Vor 1400 – 1889 Silberbergbau
1949 – 1953 Uranbergbau
Teile der Lagerstätte bis 200 m Tiefe abgebaut
mit Firstenstoßbau mit Teilversatz
„Spatgang Richard“ unverritzt bis zur
Oberfläche anstehend
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Niederpöbel
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Baryt-Fluorit-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Keine Angaben vorhanden, da in den
Bergbauperioden der Vergangenheit kein Spat
gewonnen wurde
Grad der Erkundung:
Übertage- und Untertage-
Bohrungen
Gravimetrie
Pedogeochemie
Schürfe
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die Lagerstätte Niederpöbel konnte in allen Bergbauperioden trotz guter Mineralisation
wegen zu geringer Mächtigkeiten der Gänge nie gewinnbringend abgebaut werden. Das
schließt den Spatgang „Richard“ ein.
Schutzgebiete:
FFH-Gebiet Nr. 175
Antrag auf Aufsuchung
nach § 7 B Berg G gestellt.

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Nebengestein:
Mittelkörnige Biotitgneise,
in Wechsellagerung mit
Muskowitgneisen
Porphyrischer
Mikrogranitgang
Lagerstättencharakteristik:
Das Fluorit-Vorkommen liegt im Ostteil des Freiberg-Fürstenwalder Gneisblocks am Kontaktbereich
zwischen Elbelineament und Erzgebirgsabbruch. Die Fluoritmineralisation bildet vermutlich die SE-
Fortsetzung der 20 km langen Schlottwitzer Struktur. Auf tschechischer Lagerstättenseite wurden
bereits mehrere industriell nutzbare Fluoritkörper nachgewiesen. Auf deutscher Siete sind zwei
Rohstoffkörper bis 300 m Tiefe nachgewiesen.
Lage und Größe:
32
x – 4634414,00
y – 5624858,00
Die Gangstruktur hat eine
Erstreckung von > 1,5 km Länge
und bis 300 m Tiefe
Vorräte und Gehalte:
Perspektivische Vorräte:
700 kt Fluorit
300 kt Baryt
Gehalte und Mächtigkeiten unbekannt
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
In Oberflächennähe dominiert in der
Gangausfüllung Quarz und Hornstein
Art und Perioden des Bergbaus:
Oberflächennaher Bergbau auf Ag-Erze im „Eisernen
Hut“ im 17./18. Jahrhundert (Haldenreste und Pingen
der Gottes Zeche Fundgrube)
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Oelsengrund
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Fluorit-Vorkommen
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
Geochemie und Geoelektrik
Lesesteinkartierung
Erkundungsgrad gering
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Weitgehend unverritztes, oberflächennahes Gangvorkommen
Zur wirtschaftlichen Beurteilung wären weitere Erkundungsarbeiten notwendig
Schutzgebiete:
Keine

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Nebengestein:
Biotitgneis
Amphibolit
Rhyolit
Lagerstättencharakteristik:
Das Spat-Lagerstättengebiet von Halsbrücke liegt an der N-NW-Flanke der Freiberger Antiklinale. Die
wichtigsten Spatgänge streichen WNW-ESE. Wegen der großen Erstreckung der Gänge und ihrer
bedeutenden Mächtigkeit ist der östliche Feldteil bei nur geringem Altbergbau als höffiges Gebiet
erhalten geblieben.
Lage und Größe:
33
x – 4594374,66
y – 5648404,30
Ganglänge: > 500 m
Tiefenerstreckung: > 400 m
Mächtigkeit: 0,5 – 1,5 m
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
2.500 kt Rohspat
Inhalt:
1.000 kt Fluorit, Haltigkeit des Rohspates: 40 %
750 kt Baryt, Haltigkeit des Rohspates: 30 %
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Baryt von heller bis weißlicher Färbung
Mit zunehmender Tiefe deutliche Zunahme des
Quarzanteils
Im Baryt feindispers eingesprengter Pyrit und
Galenit
Im Fluorit grobkörniger Galenit
In Drusen und auf Klüften viele Sekundär-
mineralbildungen
Art und Perioden des Bergbaus:
1438 - 1900 Bergbau auf Silbererz
1935 – 1968 Bleierzgewinnung, später Blei-
und Zinkerzgewinnung
Firstenstoßbau mit Versatz, bis 540 m NN
abgebaut
Magazinbau ohne Versatz
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Halsbrücke-Ost
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Fluorit-Baryt-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
In den vergangenen Betriebsperioden wurde
kein Spat aufgearbeitet
Eine Versuchsaufbereitung erfolgte von
Haldenerzen des Wittigschachtes in Lengefeld
i. V. auf Baryt
Grad der Erkundung:
Aerogeophysik
Geoelektrik
Bergmännische Erkundung
nur teilweise durchgeführt
wegen starkem Wasser-
andrang
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Tiefenlage der Restgangflächen und Mächtigkeit des Spates dürften den Einsatz von LHD-
Technik möglich machen
Die Zusammensetzung des Hauptganges (Lorentz Gegentrum und Sophien Spat) ist in der
Tiefe mittels Bohrungen zu überprüfen
Standwasserprobleme beachten
Schutzgebiete:
Trinkwasserschutzgebiet

image
Nebengestein:
Biotitgneis
Rhyolit
Granatglimmerschiefer
Lagerstättencharakteristik:
Zwischen den Revieren Brand und Freiberg wurde 1957 auf der ½ 14. Sohle im Bereich der
Mittelgruben der OWO-Spat aufgeschlossen. Der Spatgang streicht WNW-ESE und fällt mit 70° nach
Süden ein. Die Mächtigkeit beträgt 1 – 2 m, maximal 8 m. Der OWO-Spat ist eine typische
Fiederspalte. Zum Hangenden ließ die Mächtigkeit stark nach, auf der ½ 17. Sohle war der Gang
bauwürdig.
Lage und Größe:
34
x – 4592350,00
y – 5636250,00
Ganglänge: 1.500 m
Tiefenerstreckung zwischen 550 m
und 650 m im aufgeschlossenen
Zustand
Vorräte und Gehalte:
Perspektivische Vorräte:
320 kt Baryt, Haltigkeit des Rohspates: 80 %
30 kt Fluorit, Haltigkeit des Rohspates: 8 %
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Der grobspätige, weiße Baryt hat feinverteilten
Galenit dispers auf den Korngrenzen, was ihn
als Farbspat wegen Vergrauung ungeeignet
macht
Art und Perioden des Bergbaus:
1387 – 1910 Silberbergbau
1948 – 1969 Blei-Zinkerzbergbau
Firstenstoßbau mit Versatz bis 650 m Tiefe auf
Blei- und Zinkerze bebaut
OWO – Spat teilweise abgebaut auf 2 Gang-
kreuzen im Bereich Alte Mordgrube
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Brand-Nord
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Baryt-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Mahlversuche haben keine Eignung des
Barytes als Farbspat erbracht
Grad der Erkundung:
Bergmännisch
aufgeschlossen
Gesamterstreckung
unbekannt
Nacherkundung notwendig
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Trotz günstiger Mächtigkeiten ist die Tiefenlage und der intensive Altbergbau der
Mittelgruben im Hangenden des Spatganges wenig günstig für eine Neuaufnahme des
Abbaus
Standwasserprobleme sind wegen des Altbergbaufeldes zu erwarten
Schutzgebiete:
Keine

image
Nebengestein:
Rhyolit (Quarzporphyr)
Granitporphyr
Monzogranit
Albitgranit
Explosionsbrekzien
Lagerstättencharakteristik:
In die Caldera von Teplitz-Dippoldiswalde intrudierte ein Menzogranit, der metasomatisch überprägt
wurde. Es bildeten sich die zwei Greisentypen Topas-Glimmer-Greisen und Quarz-Topas-Greisen.
Der Greisenkörper ist zwischen 40 m und 240 m Tiefe vererzt. Der jüngere Albitgranit ist erzfrei, aber
durch Na-Metasomatose stark feldspatisiert. Es existiert eine Pinge von 12 ha Größe und 100 m
Tiefe aus der Zeit des 17. Jahrhunderts.
Lage und Größe:
35
x – 4624910,00
y – 5627010,00
Erzkörper mit 400 m Durchmesser
und 200 m Mächtigkeit, davon die
oberen 100 m verbrochen
Vorräte und Gehalte:
Restvorräte: 28.138 kt Roherzmenge
74,2 kt Zinn,
Haltigkeit des Roherzes: 2,64 kg/t
35,4 kt Arsen,
Haltigkeit des Roherzes: 1,26 kg/t
9,9 kt Wolfram,
Haltigkeit des Roherzes: 0,35 kg/t
4,1 kt Wismut,
Haltigkeit des Roherzes:0,15 kg/t
3,7 kt Molybdän, Haltigkeit des Rohspates
0,13 kg/t
(ohne Haldenerze)
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Der Kassiterit ist mit durchschnittlich 80μm
Korngröße sehr feinkörnig
Es muss beachtet werden, dass Arsenpyrit von
den anderen Sulfiden getrennt werden muss,
um verkaufsfähige Konzentrate zu erhalten
Art und Perioden des Bergbaus:
1446 – 1991 Bergbau
Weitungsbau und Teilsohlenbruchbau bzw.
Kammerpfeilerbruchbau
Eine seit 1620 sich ständig erweiternde Pinge
Ein Drittel der Vorräte liegt als Pingenerz vor.
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Altenberg
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Zinnerz-Greisenlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Es existiert ein ausgereiftes Verfahren zur
Herstellung verkaufsfähiger Konzentrate aus
Nassmechanik und Flotation, das bei 65 %
Ausbringen internationalen Ansprüchen genügt
Grad der Erkundung:
Lagerstätte ist umfassend
erkundet.
Die Möglichkeit der Aufbe-
reitung seltener Elemente
wie Nb, Ta, Rb und Ge ist
zu prüfen.
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Da die Grube wasserfrei gehalten wurde und ein Stollen mit 25 m² Auffahrungsfläche
existiert, ist ein Gewinnungsbetrieb wieder aufnehmbar unter Beachtung der
Pingenverhältnisse
Es muss eine neue Aufbereitungsanlage errichtet werden
Die Bergewirtschaft ist grundsätzlich neu zu konzipieren
Schutzgebiete:
Geotop
Antrag auf Aufsuchung
nach § 7 B Berg G gestellt
Bergbauberechtigung bei
der GVV
Schaustolln

image
Nebengestein:
Muskowit-Biotit-Paragneis
Muskowitgneis
Glimmerschiefer
Granit
Lagerstättencharakteristik:
Die Zinnerz-Greisenlagerstätte Buchholz weist folgende Genese auf:
Ein Granitkörper in der Annaberger Gneisstruktur ist im Endo- und Exokontakt metasomatisch in
Greisen verändert worden. Zusätzlich treten im Exokontakt Greisentrümerzüge auf, die bis zur
Oberfläche reichen. Die Vererzung schwankt sehr stark und ist wenig unterrückt, so dass noch kein
vollständiger Überblick über die Lagerstätte existiert.
Lage und Größe:
36
x – 4570170,00
y – 5606740,00
Auf 26,8 ha Fläche ist die Ver-
erzung mit wechselnden Mächtig-
keiten und Gehalten verbreitet.
Vorräte und Gehalte:
3.500 kt Roherzmenge
Prognostische Vorräte:
8,4 kt Zinn, Haltigkeit des Roherzes: 0,23 kg/t
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Neben Kassiterit geringfügig Wolframit
Der Greisen besteht aus Quarz, Glimmer und
Topas
Art und Perioden des Bergbaus:
1504 – 1802 Zinnerzbergbau
Weitungsbau und Firstenstoßbau bis 100 m
Tiefe im Exokontakt
Die Endokontaktvererzung ist unverritzt
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Buchholz
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Greisenlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
Geophysik
Aerogeophysik
Bohrungen
Schürfe
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Gehalte und unklare Mächtigkeitsverhältnisse lassen gegenwärtig keine wirtschaftliche
Nutzung zu
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge

image
Nebengestein:
Muskowit-Biotit-Paragneis
Phyllit
Lamprophyre
Skarne
Granit
Lagerstättencharakteristik:
Genese: An der Westflanke der Erzgebirgszentralzone intrudierte ein Granit in die hier anstehenden
Metamorphite. Im Exokontakt des Granits bildeten sich über 20 Gang- und Trümerzüge mit As- und
Sn-Vererzung. Der Endokontakt des Granits wurde metasomatisch zu einem Topas-Glimmer-Greisen
verändert und ebenfalls vererzt. Höffige Teile der Lagerstätte sind abgebaut.
Lage und Größe:
37
x – 4569160,00
y – 5612200,00
Gangtrümer 0,1 – 0,2 m mächtig
Endokontaktgreisen > 25 m mächtig
Vorräte und Gehalte:
Restvorräte: 4.500 kt Roherzmenge
Bilanzvorräte:
8,8 kt Zinn, Haltigkeit des Roherzes: 2,0 kg/t
13,5 kt Arsen, Haltigkeit des Roherzes:2,9 kg/t
0,5 kt Wolfram, Haltigkeit des Roherzes: 0,1
kg/t
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Der Kassiterit und der Wolframit sind mittel- bis
grobkörnig
Arsen liegt sowohl als Löllingit als auch als
Arsenopyrit vor
Art und Perioden des Bergbaus:
1293 – 1919 1. Periode Sn-As-Bergbau
1935 – 1990 2. Periode Sn-W-Bergbau
Firstenstoßbau und Kammer-Pfeiler-Bau z. T.
mit Versatz
_ _ _ _ _ _ _ _ _
Ehrenfriedersdorf-Sauberg
_ _ _ _ _ _
Zinnerz- Gang- und Greisenlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Einfache nassmechanische Aufbereitung, die
mit einer zusätzlichen Roherzsortierung
ausgestattet werden müsste, genügt den
Anforderungen an das gutartig verwachsene
Erz.
Sulfidflotation notwendig
Grad der Erkundung:
Lagerstätte umfassend
erkundet
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Wirtschaftliche Nutzung nur in Verbindung mit den Randlagerstätten und den Skarnerzen
Die hohen Arsengehalte stellten ein Umweltproblem in der Bergelagerung dar
Schutzgebiete:
keine
Antrag auf Aufsuchung
nach § 7 B Berg G gestellt
Schaubergwerk

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Nebengestein:
Porphyroide (=Felsit)
Amphibolite
Karbonatgesteine
Schwarzschiefer
Muskowit-Biotit-Paragneis
Lagerstättencharakteristik:
Am nordwestlichen Rand einer ESE-WNW-verlaufenden Antiklinalzone von Freiberg verläuft ein
Felsithorizont in NE-SW-Richtung, der vererzte Metabasite einschließt. Strukturell gehört die
prävariszische Vererzung in die Preßnitzer Serie. Die Vererzungen sind bevorzugt an eine im
Streichen weit durchhaltende Mylonitisierungszone gebunden. Es existiert eine sulfidische und eine
oxidische Vererzung.
Lage und Größe:
38
x – 4588040,00
y – 5651110,00
Erstreckung über mehr als 10 km in
linsenförmigen Lagern, Felsitzone I
ist 2 – 8 km mächtig
Vorräte und Gehalte:
Perspektivische Vorräte:
70 kt Zinn, Haltigkeit des Roherzes: 3,6 kg/t
28 kt Zink
5 kt Blei
5 kt Kupfer
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Sulfidische Mineralisation:
Pyrit, Markasit, Pyrrhotin, Sphalerit, Galenit,
Chalkopyrit
Oxidische Mineralsation:
Kassiterit, Magnetit, Thuringit
Kassiterit in 3 Generationen
Art und Perioden des Bergbaus:
1700 – 1900 durch Silberbergbau erschlossen
und versuchsweise Pyritabbau
1963 erneut aufgeschlossen und dabei die
Zinnvererzung erkannt
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Großschirma
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Skarnlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Bei Aufbereitungsversuchen erwies sich das
„Holzzinn“ und das „Nadelzinn“ als nicht
ausbringbar, so dass von einer Gewinnung
wegen fehlender Aufbereitungstechnologie
abgesehen werden musste.
Grad der Erkundung:
Kernbohrungen
Geochemie
Mineralogische Unter-
suchungen
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Hauptproblem ist sind geringe Korngröße und z. T. gelförmige Ausbildung des Kassiterites.
Wenn das Aufbereitungsproblem gelöst werden kann, sprechen Vererzung, Mächtigkeit und
Tiefe der Lagerstätte für die Möglichkeit einer wirtschaftlichen Nutzung
Beachtung muss dem Altbergbaugebiet als großer Standwasserbereich entgegengebracht
werden
Schutzgebiete:
keine

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Nebengestein:
Glimmerschiefer
Granit in 3 Varianten
Lagerstättencharakteristik:
Das Lagerstättengebiet Geyer gehört zur Erzgebirgsnordrandzone. Die eigentliche Lagerstätte ist an
den Endo-Kontaktbereich des Granitstocks vom Geyersberg gebunden und besteht aus
stockwerksartigem Greisen. Die Greisentrümer setzen sich aus Topas-Glimmer-Greisen zusammen.
Lage und Größe:
39
x – 4565790,00
y – 5609890,00
Durchmesser der Lagerstätte ca.
300 m
Mächtigkeit: 100 m
Vorräte und Gehalte:
Bilanzvorräte:
0,5 kt Sn, Haltigkeit des Roherzes: 1,9 kg/t
Prognostische Vorräte:
1,5 kt Sn, Haltigkeit des Roherzes: 5,0 kg/t
Perspektivische Vorräte:
0,2 kt Sn, Haltigkeit des Roherzes: 2,7 kg/t
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Stark wechselnde Löllingit- und Arsenopyrit-
gehalte im Greisenerz
Wolframit und Molybdänit treten nur
untergeordnet auf
Kassiterit ist das Haupterz
Art und Perioden des Bergbaus:
1395 – 1913 Zinngewinnung, z. T. auch Arsen
Weitungsbau mit Pingenbruch
Lagerstätte ist in wesentlichen Bereichen
abgebaut
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Geyer-Pinge
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Greisenlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
In der Vergangenheit Aufbereitung mit
Pochwerken und Herden
Neue Daten liegen nicht vor
Grad der Erkundung:
Bergmännisch bis 180 m
Tiefe erschlossen
Kernbohrungen
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die Lagerstätte ist abgebaut. Da in mehreren Erkundungsetappen keine neuen Vorräte
aufgefunden wurden, gilt das Vorkommen als erschöpft
Schutzgebiete:
FFH-Gebiet Nr. 249
Geotop
Antrag auf Aufsuchung
nach § 7 B Berg G gestellt

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Nebengestein:
Diabase
Tonschiefer
Kalkstein
Lagerstättencharakteristik:
Die Lagerstätte ist Bestandteil des vogtländischen Fluoritreviers innerhalb der vogtländischen
Synklinalzone. Die Lagerstätte ist an eine intensiv mineralisierte linsenförmige Struktur gebunden.
Diese Struktur verkörpert einen kompakten Spatgang. Er wird mehrfach von Störungen durchsetzt.
Lage und Größe:
40
x – 4506620,00
y – 5585830,00
Erstreckung Hauptgang: 600 m
Tiefenlage: 450 m
Mächtigkeit: 0,3 – 9,0 m
Steiles Einfallen
Vorräte und Gehalte:
Bilanz- und prognostische Vorräte:
835 kt Fluorit, Haltigkeit des Roherzes: 52,4 %
Rohspatmenge: 1,6 Mio. t
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Ausgeprägte rhythmische Bänderung von
Fluorit und Quarz
Sulfidführung mit Galenit, Sphalerit und Spuren
von Pyrit, Hämatit sowie Chalkopyrit
Deutliche Barytführung
Art und Perioden des Bergbaus:
Vor 1900 Kupfer- und Eisenerzbergbau im
Eisernen Hut
Lagerstätte unterhalb 180 m Tiefe unverritzt
Firstenstoßbau mit Versatz
Zwei Verbindungsquerschläge zur
benachbarten Grube Schönbrunn vorhanden
_ _ _ _ _ _ _
Bösenbrunn-Grüne Tanne
_ _ _ _ _ _ _ _ _
__
Fluorit-Ganglagerstätte
_
Angaben zur Aufbereitung:
Nach dem Brechprozess erfolgte die
Abtrennung des Nebengesteins mittels
Schwimm-Sinkanlage. Danach wurde der
Fluorit flotiert nach Passieren einer Kugelmühle
Aus den Sulfiden wurde ein Sulfidkonzentrat
flotiert
Der Fluorit ist gutartig verwachsen
Grad der Erkundung:
Geophysik
Bergmännischer Aufschluss
Endgültige Tiefen-
erkundung steht noch aus
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Bisher sind 200 kt Rohspat gewonnen worden
Gemeinsam mit der Lagerstätte Schönbrunn ist eine wirtschaftliche Gewinnung zu erwarten
Einsatz von LHD-Technik ist möglich
Schutzgebiete:
Vogelschutzgebiet

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Nebengestein:
Mehrphasiger Granit
Schieferhornfelse
Glimmerschiefer
Lagerstättencharakteristik:
Das Vorkommen Greifensteine ist Bestandteil der Lagerstätte Ehrenfriedersdorf. Die Erzkörper liegen
im Endo- und Exokontakt des Greifensteingranits. Es treten Greisentrümerzüge und gangförmige
Greisenzonen auf. Mehrere Störungen verwerfen die Greisenzonen zu einem komplizierten
Lagerstättengefüge. Der Endokontakt ist reicher vererzt.
Lage und Größe:
41
x – 4566590,00
y – 5611970,00
Erstreckung: 600 m x 200 m
Tiefe: 300 m
Mächtigkeit der Trümer: 1 – 5 m
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
2,2 kt Zinn, Haltigkeit des Roherzes: 1,7 kg/t
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Neben Kassiterit ist Sphalerit im Greisenerz
vertreten
Die Gehalte an Wolframit, Löllingit/Arsenopyrit
schwanken stark
Molybdänit besitzt keine Bedeutung
Haupterzträger ist der Topas-Glimmer-Greisen
Art und Perioden des Bergbaus:
1349 (Seifenbergbau) – 1859 Zinn- und
Arsenerzbergbau
Firstenstoß- und Strossenbau ohne Versatz bis
90 m Tiefe
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Greifensteine-Süd
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Greisenlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Die Aufbereitung arbeitete als klassische
Nassmechanik mit vorgeschalteter
Schwertrübeanlage
Das Ausbringen lag bei 64 %
Wolframit wurde mit Magnetscheidung
separiert
Das Zinnkonzentrat wurde in einer Flotation
von den Sulfiden gereinigt
Grad der Erkundung:
Kernbohrungen
Bergmännischer Aufschluss
mit Erkundungsstolln
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die diversen Teillagerstätten des Lagerstättenbezirks Ehrenfriedersdorf sind für sich allein
alle unwirtschaftlich. In Summe könnte bei Einbeziehung der Skarnerze, deren Aufbereitung
technologisch ungelöst ist, mittelfristig eine abbauwürdige Lagerstätte entstehen.
Die Problematik der Arsenerzentsorgung muss geklärt werden.
Schutzgebiete:
keine
Antrag auf Aufsuchung
nach § 7 B Berg G gestellt

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Nebengestein:
Granitporphyr
Flasriger Biotigneis
Im tieferen Untergrund
Granit
Lagerstättencharakteristik:
Die Zinn-Lagerstätte Hegelshöhe liegt am östlichen Rand der Caldera von Dippoldiswalde-Teplitz. An
einer lokalen Granithochlage treten Glimmergreisen und untergeordnet Quarzgreisen auf. Die
Greisentrümerzüge des Exokontaktes sind ärmer vererzt. Die nördliche Lagerstättengrenze wird
tektonisch begrenzt.
Lage und Größe:
42
x – 4623840,00
y – 5631060,00
Fläche der Greisentrümer: 2 km x
500 m
Tiefe: 200 m - 500 m
Mächtigkeit: 1 – 5 m
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
6,6 kt Zinn, Haltigkeit des Roherzes: 1,99 kg/t
3,3 Mio. t Roherz
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Wechselnde Gehalte im Greisenerz von
Kupfer-, Molybdän-, Arsen- und
Wismutmineralen
Molybdänit im Quarzgreisen in gutartiger
Korngröße für eine Aufbereitung ausgebildet.
NW-SE-Quarzgangzone mit Rotbaryt
Art und Perioden des Bergbaus:
1554 – 1856 Zinn- und Kupferbergbau
Weitungsbau und Firstenstoßbau ohne Versatz
bis 80 m Tiefe
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Hegelshöhe
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Greisenlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Eine sinnvolle Anreicherung des feinkörnigen
Greisenerzes ist nur in der Flotation möglich
Zusätzliche Sulfidflotation notwendig
Grad der Erkundung:
Bohrungen
Schürfe
Aufschluss von Altbergbau
Aerogeophysik
Geochemie
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Weder Roherzgehalt noch Erzmenge sind für eine wirtschaftliche Gewinnung ausreichend
Sollte ein Aufschluss der benachbarten Lagerstätte Schenkenshöhe erfolgen, sind einzelne
Partien der Struktur Hegelshöhe gemeinsam mitgewinnbar
Schutzgebiete:
keine
Antrag auf Aufsuchung
nach § 7 B Berg G gestellt

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Nebengestein:
Phyllite
Quarzite
Metabasite
Lagerstättencharakteristik:
Das Zink-Vorkommen Jahnsbach liegt in der Erzgebirgsnordrandzone. Die sulfidische Vererzung ist
an silikatische, prävaristische Gesteinsserien gebunden. Die stratiforme Vererzung besteht aus einer
Unzahl kleiner Erzlinsen mit Mächtigkeiten im mm-Bereich. Das Alter des Nebengesteins wird dem
Ordovizium zugeordnet. Das Vorkommen bildet die nördlichste bekannte Verbreitung des
Skarnhorizonts des Westerzgebirges.
Lage und Größe:
43
x – 4564070,00
y – 5614820,00
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
31,6 kt Zink, Haltigkeit des Roherzes:19,3 kg/t
6,5 kt Blei, Haltigkeit des Roherzes: 4,9 kg/t
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
keine Angaben verfügbar
Art und Perioden des Bergbaus:
Zinnseifen im 15. Jahrhundert
1740 – 1837 risskundiger Bergbau auf
Silbererz
Unverritzte Lagerstätte
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Jahnsbach
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinkerz – stratiformes Vorkommen
___
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
Kernbohrungen
Kartierungsarbeiten
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Eine wirtschaftliche Nutzung kann bei dem gegenwärtigen Kenntnisstand zum Vorkommen
Jahnsbach nicht beurteilt werden
Schutzgebiete:
keine

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Nebengestein:
Hornfels
Fleckschiefer
Andalusitglimmerschiefer
Eibenstocker Granit
Lamprophyre
Lagerstättencharakteristik:
Die Zinngreisen-Lagerstätte Mühlleithen-Tannenberg liegt am Westkontakt des Eibenstocker Granits.
Es sind sieben Greisenkörper bekannt geworden, wovon zwei wirtschaftliche Bedeutung erlangten.
Diese Greisenkörper bestanden aus einem Außengreisen (Glimmer-Greisen) und einem
Innengreisen (Topas-Greisen). Sie sind vollständig abgebaut.
Lage und Größe:
44
x – 4533690,00
y – 5586150,00
Fläche: 2 x 3 km
Tiefe: 200 m
Durchmesser der Greisenkörper:
40 – 60 m
Vorräte und Gehalte:
Restvorräte:
2,2 kt Zinn, Haltigkeit des Roherzes: 7,5 kg/t
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Hohe Hämatitgehalte und schwankende
Sulfidgehalte
Turmalin tritt in erheblichen Mengen auf
Art und Perioden des Bergbaus:
1506 -1868 1. Bergbauperiode
1934 – 1964 2. Bergbauperiode auf Zinnerz
Weitungsbau und versatzloser Teilsohlenbau
bis 200 m Tiefe
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Mühlleithen
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Greisenlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Nassmechanische Aufbereitung erfolgreich bis
1964 im Einsatz
Grad der Erkundung:
Kernbohrungen
Bergmännische
Aufschlüsse
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Eventuell bestehen kontaktparallel zum Granit in SE-Richtung noch Möglichkeiten weitere
Greisenkörper zu erkunden
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge-
Vogtland
Trinkwasserschutzgebiet
Schaubergwerk

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Nebengestein:
Muskowit-Biotit-Paragneise
Amphibolite
Lamprophyre
Wiesenbader Granit
Lagerstättencharakteristik:
Genese: In den Annaberg-Marienberger Gneisblock intrudierte der Wiesenbader Granit.
Postmagmatisch bildeten sich Greisentrümergänge im Exokontakt und Greisenzonen im
Endokontakt. Die Mächtigkeit der Vererzungen liegt in den Greisenbereichen im cm-Bereich. Die
Greisentrümergänge besitzen nur einen geringen Roherzgehalt.
Lage und Größe:
45
x – 4571790,00
y – 5611640,00
200 m breite Trümerzone mit
1100 m Erstreckung und 200 m
Tiefenlage
Vorräte und Gehalte:
Bilanzvorräte:
3,7 kt Zinn
Prognostische Vorräte:
3,1 kt Zinn
2,7 kt Arsen
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Neben Kassiterit ist Wolframit und Arsenopyrit
an der Vererzung beteiligt
Als zusätzliche Mineralsation tritt in geringer
Menge Fluorit auf
Art und Perioden des Bergbaus:
16. Jahrhundert – 1878 Zinn- und
Arsenerzgewinnung
Firstenstoß- und Strossenbau auf den
Greisentrümergängen bis maximal 120 m Tiefe
ohne Versatz
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Neundorf
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Greisenlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Für das Greisen- und Trümererz aus dem
Revier Ehrenfriedersdorf existiert eine
Aufbereitungstechnologie, die ein Ausbringen
von 64 % garantiert
Arsenflotation zur Konzentratnachreinigung ist
unerlässlich
Grad der Erkundung:
Geochemie
Geophysik
Umfangreiches
Kernbohrprogramm
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Eine wirtschaftliche Bedeutung kann das Vorkommen Neundorf nur im Verbund mit den
anderen Satellitenlagerstätten des Reviers Ehrenfriedersdorf erlangen.
Die Problematik der Arsenerzentsorgung muss geklärt werden.
Schutzgebiete:
keine

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Nebengestein:
Kirchberger Granit in zwei
Typen
Lagerstättencharakteristik:
Die Pechtelsgrüner Wolfram-Lagerstätte besteht aus mehreren NW-SE, parallel zueinander
streichenden Greisenzonen mit zentral eingelagerten Quarztrümern. Die Vererzung ist vorwiegend an
die größeren Quarzgangtrümer gebunden. Im Übergangsbereich zum zweiten Granittyp ist ein
flächenhafter Greisenkörper ausgebildet.
Lage und Größe:
46
x – 4530160,00
y – 5605780,00
Längserstreckung: 1000 m
Tiefenlage: 420 m
Mächtigkeit: 1 m
Vorräte und Gehalte:
Restvorräte:
0,08 kt Wolfram, Haltigkeit des Roherzes:1,7
kg/t
Perspektivische Vorräte:
253 kt Roherz mit 0,9 kg/t W-Gehalt = 0,2 kt
Wolfram
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Quarz-Glimmer-Greisen mit viel Hämatit
Neben Wolframit traten als Erzminerale
Kassiterit, Pyrit, Molybdänit und Scheelit auf.
Mit zunehmender Tiefe stieg der Scheelitgehalt
an
Art und Perioden des Bergbaus:
1936 – 1969 Wolframiterzgewinnung
Firstenstoßbau mit Versatz bis 420 m Tiefe
Lagerstätte völlig abgebaut
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Pechtelsgrün
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Wolframerz-Gang- und Greisenlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
In Lagerstättennähe existierte eine
funktionstüchtige Aufbereitungsanlage, die
nach Schließung der Lagerstätte zur
Aufbereitung von Spat weiter genutzt wurde
Grad der Erkundung:
Untertageerkundung
Suchbohrungen im Umfeld
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Derzeit bestehen keine Möglichkeiten einer wirtschaftlichen Nutzung
Schutzgebiete:
Keine

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Nebengestein:
Biotitgneis
Syenogranit
Monzogranit
Albitgranit
Explosionsbrekzie
Lagerstättencharakteristik:
Die Zinn-Lagerstätte Sachsenhöhe bildet die nördliche Endschaft der Löwenhainer Greisenzone. Als
Besonderheit sind neben einer Explosionsbrekzie drei unterschiedliche Granittypen an der
Oberfläche anstehend. Die Granite sind vergreist und mit Kassiterit vererzt. Die Explosionsbrekzie
führt eine gut sichtbare Wolframitmineralsation.
Lage und Größe:
47
x – 4627100,00
y – 5629770,00
Erzkörper: 13.200 m² Fläche
Tiefenlage bis 250 m erkundet
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
9,9 kt Zinn, Haltigkeit des Roherzes: 1,9 kg/t
Perspektivische Vorräte:
18 kt Zinn
Wolframvorräte wurden wegen der geringen
Aufschlussdichte nicht berechnet
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Neben Zinnerz tritt Wismut in nennenswerter
Menge im Greisen auf
Der Greisenglimmer ist stark Pb-haltig
Die Explosionsbrekzie ist bisher unzureichend
mineralogisch untersucht
Art und Perioden des Bergbaus:
1449 – 1877 Zinnbergbau
Weitungs- und Strossenbau bis 60 m Tiefe
ohne Versatz
Warum die Wolframitvererzung Anfang des 20.
Jahrhunderts nicht erkannt wurde, ist nicht
nachvollziehbar
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Sachsenhöhe
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Greisenlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Typische Greisenmineralisation, wofür eine
bewährte Aufbereitungstechnologie besteht
Grad der Erkundung:
Geochemie
Aerogeophysik
Geophysik
Bohrungen
Schürfe
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die Lagerstätte ist nur im Verbund mit den benachbarten osterzgebirgischen Vorkommen
wirtschaftlich nutzbar
Der Einsatz von LHD-Technik ist möglich
Schutzgebiete:
keine
Antrag auf Aufsuchung
nach § 7 B Berg G gestellt

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Nebengestein:
Muskowit-Biotit-Prargneis
Explosionsbrekzien
Syeno-, Monzo- und
Albitgranit
Rhyolite
Lagerstättencharakteristik:
Genese: Am Nordrand der Caldera von Dippoldiswalde-Teplitz kam es zu einer mehrphasigen
Granitintrusion in die hier anstehenden Explosionsbrekzien. Die Granite und die Brekzien wurden
metasomatisch überprägt und vergreist. Der Greisen ist stellenweise vererzt. Den Lagerstätten-
bereich durchkreuzen Rhyolitgänge.
Lage und Größe:
48
x – 4616060,00
y – 5633590,00
Greisen- und Erzstockwerk mit
250 m Durchmesser und 200 m
Tiefenerstreckung
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
28 kt Zinn mit 2,3 kg/t Roherzgehalt
4 kt Wolfram
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Im Syenogranit sind Topas-Glimmer-Greisen
verbreitet. Der Albitgranit führt Quarz-Topas-
Greisen
Neben Kassiterit und Wolframit treten
Chalkopyrit, Covelin, Molybdänit sowie ged.
Wismut auf
Kassiterit mit Korngröße um 80 μm
Art und Perioden des Bergbaus:
1505 – 1769 1. Periode Kupfer- und Zinnerz
1832 – 1924 2. Periode Zinn- und Wolframerz
1934 – 1954 3. Periode Zinnerz
Weitungs- und Bruchbau
Letzte Bergbauperiode-Schubortbetrieb
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Sadisdorf
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Greisenlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Für diesen Lagerstättentyp existiert eine
moderne Aufbereitungstechnologie mit
Feinstkornflotation, die bis 1991 am Standort
Altenberg praktiziert wurde
Grad der Erkundung:
Geophysik
Geochemie
Schürfe
Bohrungen
Aufschluss des Altbergbaus
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Eine Lagerstätte, die einen Grenzfall für eine wirtschaftliche Nutzung darstellt. Das
südöstliche Lagerstättenvorfeld stellt ein Höffigkeitsgebiet für weiter dringend benötigte
Vorräte dar
Die bisher angewandte Bergbautechnologie muss vollständig verändert werden
(Schubortbetrieb)
Schutzgebiete:
keine
Antrag auf Aufsuchung
nach § 7 B Berg G gestellt

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Nebengestein:
Biotitgneis
Quarzporphyr Typ Teplice
Granitporphyr
Albitgranit/Syenogranit
Porphyrit
Lagerstättencharakteristik:
Genese: Am Ostrand der Caldera von Dippoldiswalde-Teplitze, ist ein Granitkörper in den Kontakt
Quarzporphyr zum Granitporphyr eingedrungen. Der Endo- und Exokontakt dieses Granits wurden
daher vergreist und z. T. vererzt. Nur der Endokontaktgreisen bildet einen kompakten,
zusammenhängenden Erzkörper.
Lage und Größe:
49
x – 4623090,00
y – 5632190,00
Im Albitgranit eine Greisenzone von
200 m x 200 m x 60 m, die in 300 m
Tiefe liegt und vererzt ist
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
13,5 kt Zinn , Haltigkeit des Roherzes: 2,11 kg/t
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Glimmer- und Topas-Glimmer-Greisen
Exokontaktgreisen Cu-reich
Endokontaktgreisen W-Mo-reich
Albitgranit ist außerhalb der Greisenzonen
stark feldspatisiert
Die Lagerstätte wird von einer NW-SE-
streichenden Fluorit führenden Quarzgangzone
durchquert
Art und Perioden des Bergbaus:
1553 – 1695 Zinnbergbau im
Exokontaktgreisen
Oberflächennaher Eigenlöhnerbergbau
Lagerstätte weitgehend unverritzt
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Schenkenshöhe
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Greisenlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Exokontakterz ist ohne Schwierigkeiten
aufbereitbar
Für feldspatisierte Albitgranite liegen keine
Erfahrungen zum Flotationsverhalten vor
Sulfidflotation der Konzentrate erforderlich
Grad der Erkundung:
Geophysik
Geochemie
Schürfe
Bohrungen
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Weder Roherzgehalt noch Vorräte sind für eine wirtschaftliche Gewinnung ausreichend.
Gemeinsam mit der zwei km entfernten Lagerstätte Hegelshöhe würden sich die Vorräte
nahezu verdoppeln
Es müsste der Südteil der Struktur Schenkenshöhe nacherkundet werden.
Einsatz von LHD-Technik ist möglich
Schutzgebiete:
keine
Antrag auf Aufsuchung
nach § 7 B Berg G gestellt.

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Nebengestein:
Tonschiefer, Kalksteine
Diabase
Granit im tieferen
Untergrund
Lagerstättencharakteristik:
Die Fluorit-Lagerstätte Schönbrunn ist an ein intensiv mineralisiertes Scherzonensystem gebunden,
das NNW-SSE streicht. In diese Störungszone sind der „Graue“, „Grüne“ und „Blaue Gang“ als
Rohstoffkörper ausgebildet. Es treten bis zu 15 m mächtige Mineralisationen auf. Über Bohrungen
konnte der Fluorit bis in eine Tiefe von 1000 m nachgewiesen werden.
Lage und Größe:
50
x – 4508500,00
y – 5586120,00
Länge: 1,6 km
Tiefenlage: 600 m
Mächtigkeit: 3,0 – 3,5 m
Vorräte und Gehalte:
Bilanz und prognostische Vorräte:
992 kt Fluorit, Haltigkeit des Roherzes: 46,8 %
Rohspatgehalt in 2117 kt Rohspat
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Neben dem Fluorit traten im Gang Quarz,
Adular und Baryt auf
Sulfide sind vertreten mit Pyrit, Chalkopyrit und
Arsensulfide
Im Liegenden tritt zusätzlich Karbonat
verdrängend auf
Art und Perioden des Bergbaus:
1858 – 1991 Fluoritbergbau
Firstenstoßbau mit Versatz bis 550 m Tiefe
Mit der Lagerstätte Bösenbrunn durch zwei
Querschläge verbunden
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Schönbrunn
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Fluorit-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Es erfolgte eine Bergetrennung in der Schwimm-
Sinkanlage, danach wurde zwei-stufig flotiert. Die
Sulfide wurden in der Flotation in einem eigenen
Konzentrat abgeschieden. Der Aufschluss vor der
Flotation erfolgte in Kugelmühlen. Die
Aufbereitungstechnologie entsprach internationalem
Standard.
Grad der Erkundung:
Kernbohrungen ut + üta
Bergmännisch
aufgeschlossen
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Gemeinsam mit der Lagerstätte Bösenbrunn stellt die Lagerstätte Schönbrunn ein
wirtschaftlich nutzbares Potential dar.
Einer Klärung bedürfen die Restriktionen aus dem Konkursverfahren des Vorbesitzers.
Einsatz von LHD-Technik ist möglich
Schutzgebiete:
keine

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Nebengestein:
Sandstein
Dolomit
Tonmergelschiefer
Lagerstättencharakteristik:
Die am SW-Rand der norddeutsch-polnischen Senke liegende stratiforme Kupfer-Lagerstätte
erstreckt sich in WNW-ESE-Richtung an der NE-Flanke der Struktur Mulkwitz. Die Felder Spremberg
und Weißwasser sind tektonisch voneinander getrennt. Der Kupferschiefer ist das tonmerglige
Basissediment der Werra-Serie des Zechsteins. In der Lagerstätte Weißwasser sind auch neben dem
Kupferschieferflöz die Hangend- und Liegendbereiche vererzt.
Lage und Größe:
51
x – 4671540,00
y – 5716420,00
Länge: noch nicht erkundet
Breite: 2 – 3 km, geschätzt
Mächtigkeit: 2 – 8 m
Vorräte und Gehalte:
Prognostischer Vorrat mit 20,6 Mio t Roherz mit 78,3 kt
Cu, Haltigkeit des Roherzes: 3,8 Kg/t Cu sowie 161 kt
Pb und 61,8 kt Zn
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Nutzbare Kupferminerale:
Chalkopyrit, Covellin, Bornit und Chalkosin
Weitere Sulfide: Sphalerit, Galenit
Art und Perioden des Bergbaus:
Unverritzte Lagerstätte in Teufen zwischen
940 m und 1550 m
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Weißwasser
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Kupferschiefer-stratiforme Lagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Da Lagerstätten dieses Typs in der Gewinnung stehen,
existieren ausgereifte Aufbereitungstechnologien, die
zur Anwendung gelangen können.
Grad der Erkundung:
Geophysik
Bohrungen von Übertage
Erkundungen in östlicher
Richtung nicht
abgeschlossen
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die Tiefenlage der Lagerstätte und die Instabilität des Deckgebirges erfordern einen hohen
Aufwand beim Aufschluss der Lagerstätte
Größe und Vererzung der Lagerstätte sind im Verbund mit der Teillagerstätte Spremberg-
Graustein ggfs. für eine wirtschaftliche Nutzung aus heutiger Sicht geeignet
Einsatz moderner Abbautechnologien mit Einsatz von Gleislostechnik möglich
Schutzgebiete:
keine
Antrag auf nach § 7 B Berg
G gestellt

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Nebengestein:
Ordovizische bis
devonische Schiefer
Diabase
Lagerstättencharakteristik:
Die Fluorit-Lagerstätte Wiedersberg ist das südwestlichste Fluoritvorkommen des Vogtlandes. Sie ist
an das tektonische System der „Ascher Spalte“ gebunden. Der Fluoritgang streicht NW-SE und
besteht aus zwei Scherlinsen, die 500 m voneinander entfernt sind. Die letzten Erkundungsarbeiten
wurden 1959 durchgeführt.
Lage und Größe:
52
x – 4500130,00
y – 5580320,00
Erstreckung: 800 – 900 m
Tiefenlage: 80 – 150 m
Mächtigkeit: 1,0 – 5 m
Vorräte und Gehalte:
Restvorräte:
144 kt Fluorit, Haltigkeit des Rohspates: 65,7
%
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Der Kupfergehalt im Fluoritgang betrug 0,8 –
1,4 % (Chalkopyrit)
Als Gangarten sind Quarz, Calzedon, Adular
und Weißbaryt vorhanden
Art und Perioden des Bergbaus:
1924 – 1958 Fluoritbergbau
Zwei Grubenbetriebe, die auf der 30 m – Sohle
verbunden sind
Firstenstoßbau bis maximal 120 m Tiefe
Bekannte Vorräte der Lagerstätte sind
abgebaut
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Wiedersberg
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Fluorit-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Es bestand direkt an der Grube eine
Aufbereitungsanlage, in der Fluorit in Setzmaschinen
zu drei Produkten (Stück-, Körner- und Grusspat)
verarbeitet wurde
Grad der Erkundung:
Untertage Kernbohrungen
Der SE-Teil und liegende
Teile der „Ascher Spalte“
sind bisher nicht erkundet
worden
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Gegenwärtig besteht keine wirtschaftliche Nutzungsmöglichkeit
Schutzgebiete:
Trinkwasserschutzgebiet

image
Nebengestein:
Muskowit-Biotit-Paragneis
Glimmerschiefer
Amphibolit
Granit
Granitporphyr
Lagerstättencharakteristik:
Die Entstehung der Zinn-Lagerstätte Wiesenbad erfolgte im Zuge der Intrusion des Wiesenbader
Granits in die Annaberg-Marienberger Gneiskuppel und anschließender postmagmatischen
Greisentrümerbildung im Exo- und Endokontakt mit pneumatolytischen Quarz-Kassiterit-Trümern.
Metasomatite und Vererzungen sind sehr geringmächtig. Das Lagerstättengebiet wird von Quarz-
Hämatit-Gängen durchsetzt, Bestandteil des Ehrenfriedersdorfer Lagerstättendistrikts.
Lage und Größe:
53
x – 4574530,00
y – 5608960,00
Gesamtlänge: 750 m
Breite: 100 m
Tiefenlage: 100 m
Vorräte und Gehalte:
keine Daten vorhanden
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Im Greisen tritt Turmalin auf
Art und Perioden des Bergbaus:
17. – 18. Jahrhundert Eigenlöhnerbergbau auf
Zinn, z. T. von der Erdoberfläche im
Strossenbau abgebaut
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Wiesenbad
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Gang- und Greisenlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Aufbereitung der Erze erfolgte in den
Pochwerken von Ehrenfriedersdorf
Grad der Erkundung:
Geophysik
ut.-Bohrungen
Schürfe
Kartierungsbohrungen
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
keine Aussage möglich
Schutzgebiete:
Heilquellenschutzgebiet
Vogelschutzgebiet
FFH – Gebiet Nr. 266

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Nebengestein:
Phyllite
Hornfelse
Granit
Lagerstättencharakteristik:
Genese: Am westlichen Kontakt der Granitaufragungen von Oberschlema und Auerhammer setzen
NW-SE-streichende Quarzgänge auf. Die Quarzgänge stellen eine große Anzahl geringmächtiger
Einzeltrümer (max. 0,2 m) kurzer Erstreckung von maximal 50 m dar. Die Wolframitvererzung ist in
den Trümern sehr schwankend.
Lage und Größe:
54
x – 4548730,00
y – 5603440,00
Länge Trümerzug: 5 km
Breite: 200 m
max. Tiefenlage: 150 m
Vorräte und Gehalte:
Lagerstätte ist erschöpft
Gehalt im Roherz lag bei 3 kg W / t
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
In Quarztrümern dominiert Wolframit. Selten
treten Scheelit, Molybdänit und Kassiterit auf.
Phyllite stark turmalinisiert
Trümer von Bi-, Co-, Ni-Gängen untergeordnet
vorhanden
Art und Perioden des Bergbaus:
1917 – 1955
Lagerstätte ist im Firstenstoßbau komplett
abgebaut
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zschorlau
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Wolframerz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Aufbereitung erfolgte gemeinsam mit den
Erzen aus der Lagerstätte Pechtelsgrün
Grad der Erkundung:
Nach Schließung des
Bergbaus keine
Erkundungsarbeiten
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
keine wirtschaftliche Nutzung möglich
Schutzgebiete:
keine
Schaubergwerk

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Nebengestein:
Altpaläozoische Grauwacke
und Quarzite
Lagerstättencharakteristik:
Das Baryt-Vorkommen Groß Radisch befindet sich an der bruchtektonischen NE-Flanke der
Lausitzer Antiklinalzone im Bereich der Hohen Dubrau. Diese regionale Störung streicht WNW-ESE
und ist sehr wahrscheinlich mineralisiert. Darauf weisen Barytlesesteine mit bis zu 0,5 m Dicke hin.
Lage und Größe:
55
x – 4688390,00
y – 5683420,00
Länge der Mineralisation: 1,7 km
Tiefenerstreckung: unbekannt
Mächtigkeit: > 1 m
Vorräte und Gehalte:
keine Angaben verfügbar
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Grobspätiger Baryt von weißer bis gelber
Färbung
Limonit und Psilomolan sind Begleitminerale
Art und Perioden des Bergbaus:
unverritztes Vorkommen
Zufallsfund bei Lesesteinsammlung 1981
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Groß Radisch
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
__
Baryt-Vorkommen
__
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
Kartierung
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Für eine Einschätzung ist der Erkundungsgrad zu gering
Schutzgebiete:
keine

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Nebengestein:
Rhyolite
Biotitgneis
Lagerstättencharakteristik:
In Freiberg-Fürstenwalder Biotitgneisblock befindet sich die östliche Fortsetzung des jüngsten
Mineralisationszyklusses des Freiberger Lagerstättenbezirkes. Mehrere Einzeltrümer mit WNW-ESE-
Streichen bilden dieses Baryt- Vorkommen bei Friedersdorf.
Lage und Größe:
56
x – 4606890,00
y – 5634740,00
Erstreckung: unbekannt
Tiefenerstreckung: unbekannt
Mächtigkeit: 0,6 m
Vorräte und Gehalte:
Perspektivische Vorräte:
< 5 kt mit 94 % Rohspatinhalt
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Grob- und Bänderspat von rosa Färbung
Häufig Verdrängungsquarze
Art und Perioden des Bergbaus:
undatierter Silberbergbau im Mittelalter
Vorkommen weitgehend unverritzt
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Friedersdorf
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Baryt-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
Schürfe
Kartierungsbohrungen
Geoelektrik
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Erkundungsergebnisse für eine wirtschaftliche Beurteilung sind nicht ausreichend
Schutzgebiete:
keine

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Nebengestein:
Ordovizisch bis
mitteldevonsische Schiefer
Diabase
Spilite
Lagerstättencharakteristik:
Das Fluorit-Vorkommen Geilsdorf tritt in der vogtländischen Synklinalzone als ein Schwarm von
Trümern und mineralisierten Einzelstörungen auf. Hervorzuheben ist der „Engel-Gabriel-Gang“ als
eine ausgeprägte Fluorit-Karbonat-Mineralisation. Die benachbarten Trümer führen überwiegend
Baryt. Die perspektivischen Vorräte an Fluorit wurden im „Simon-Peter-Flachen“ erbohrt.
Lage und Größe:
57
x – 4502350,00
y – 5587240,00
Länge des Ganges: 80 m
Tiefenerstreckung: 180 m
Mächtigkeit: 0,6 m
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
26,2 kt Fluorit, Haltigkeit des Rohspates: 60 %
Perspektivische Vorräte:
122,3 kt Fluorit, Haltigkeit des Rohspates: 25 %
zusätzlich in an Parallelstrukturen gebundenen
Spatkörpern als perspektivische Vorräte:
60 kt Baryt
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Nebenbestandteile der Trümer: Calcit, Siderit,
Quarz, Limonit
In Spuren Sulfide: Pyrit, Chalkopyrit und
Galenit
Art und Perioden des Bergbaus:
1770 – 1860 Eisenerzabbau in der
Oxydationszone
Ab 50 m Tiefe unverritztes Vorkommen
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Geilsdorf
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Fluorit-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Mineralistionszyklus analog zur Lagerstätte
Schönbrunn
Grad der Erkundung:
Bohrungen von Übertage
Geochemie
Elektromagnetik
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Vorräte für eine wirtschaftliche Nutzung sind zu gering
Perspektiven für eine Erweiterung der Vorratslage sind eher unsicher
Schutzgebiete:
keine

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Nebengestein:
Tonschiefer
Skarne
Diabase
Kalksteine
Lagerstättencharakteristik:
Das Fluorit-Vorkommen Triebel liegt im Vogtländischen Synklinorium. Innerhalb eines
Großlinsensystems ist der „Triebeler Fiedergang“ fluoritführend. Allerdings wurde die Spatführung nur
bis 30 m Tiefe nachgewiesen.
Lage und Größe:
58
x – 4507800,00
y – 5582580,00
Länge: 100 – 150 m
Tiefenerstreckung: 30 m
Mächtigkeit: > 1 m
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
1,9 kt Fluorit, Haltigkeit des Rohspates: 48 %
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Nebenbestandteile des Trumes: Quarz, Calcit,
Baryt
Sulfide: Pyrit, Chalkopyrit
Art und Perioden des Bergbaus:
16./17. Jahrhundert oberflächennaher
Mutungsbergbau
1978 Versuchstagebau
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Triebel
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
____
Fluorit-Vorkommen
Angaben zur Aufbereitung:
Material aus dem Versuchstagebau wurde in
der Aufbereitung Lengenfeld/V. verarbeitet
Grad der Erkundung:
Übertagebohrungen
Schürfe
Geochemie
Geoelektrik
Tiefenerkundung der
Struktur offen
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Keine Hinweise auf eine gegenwärtige wirtschaftliche Nutzung gegeben
Schutzgebiete:
Keine

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Nebengestein:
Muskowit-Biotit-Paragneise
Muskowitgneise
Lamprophyr
Monzogranite in größerer
Tiefe
Rhyolit
Lagerstättencharakteristik:
Die Zinnerz-Lagerstätte Pobershau liegt in der Marienberger Gneiskuppel im Grenzbereich zur
Reitzenhainer Orthogneisstruktur. Unterlagert werden die Metamorphite von einer Granithochlage. Im
Exokontakt des Granits treten zahlreiche ENE-WSW-streichende Greisentrümergänge auf, in denen
parallel zum Streichen Quarz-Kassiterit-Trümer eingelagert sind.
Lage und Größe:
59
x – 4586230,00
y – 5612030,00
Trümerzone 40 m breit und 1500 m
lang
Tiefenerstreckung: 500 m
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
5 kt Zinn, Haltigkeit des Roherzes: 2 kg/t
2.500 kt Roherz
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Glimmer-Greisen mit Quarz und Kassiterit
Nebenelement Wolframit, Arsenopyrit und
selten Molybdänit
Jüngere Baryttrümer mit Sulfiden und
Silbererzen
Art und Perioden des Bergbaus:
1497 – 1866 Zinnbergbau
1936 – 1939 Versuchs- und
Erkundungsbergbau auf Zinnerz
1946 – 1952 Uranerzbergbau
Firstenstoßbau ohne Versatz bis 140 m Tiefe
Tiefste Grubenbaue 300 m unter
Geländeoberkante
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Pobershau
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz- Gang- und Greisenlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Traditionelle Aufbereitung mit Pochwerken vor
Ort im 19. Jahrhundert
Weitere Angaben fehlen
Grad der Erkundung:
Bergbauerkundung
Bohrungen von üta.
Geochemie
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Wenn keine Endokontaktvererzung oder Explosionsbrekzien gefunden werden, besteht keine
Perspektive für eine wirtschaftliche Nutzung mehr, da die Hauptvorräte abgebaut sind
Schutzgebiete:
Schaubergwerk
Naturpark Erzgebirge

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Nebengestein:
Biotitgneis
Metagrauwacke
Muskowit-Biotit-Paragneis
Muskowitglimmerschiefer
Amphibolite
Lagerstättencharakteristik:
Am Nordrand der Freiberger Biotitgneiskuppel im Kontakt zu den Kambrischen Glimmerschiefern
befindet sich die Bleierz-Ganglagerstätte Kleinvoigtsberg. Es sind mehrere Gänge der Edlen
Quarzformation nachgewiesen und abgebaut worden, wobei ein Hauptgang dominant war (Peter-
Stehende). Die zentralen und damit mächtigeren Teile des Vorkommens sind restlos abgebaut, aber
Resterze können im Norden und Süden vermutet werden.
Lage und Größe:
60
x – 4591980,00
y – 5652400,00
Länge: 1,7 km
Tiefe: > 550 m
Mächtigkeit: 0,3 – 2,0 m
Vorräte und Gehalte:
Bilanzvorräte:
1,28 kt Blei, Haltigkeit des Roherzes: 43 kg/t
Prognostische Vorräte:
5,1 kt Blei in 146 kt Roherz
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Neben Argenit und gediegen Silber trat vor
allem Rotgültigerz auf.
Der Bleiglanz und Schwefelkies dieser
Formation ist überdurchschnittlich silberreich
Art und Perioden des Bergbaus:
1471 – 1928 Silberbergbau
Eine der reichsten Silbergruben des Freiberger
Reviers
Firstenstoßbau mit Teilversatz bis 560 m Tiefe
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Kleinvoigtsberg
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Bleierz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Handklaubung und Pochwerke waren die
Methoden zur Anreicherung des Konzentrates
für die Hütte Halsbrücke
Grad der Erkundung:
Altbergbauerkundung bis
1959
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Eine wirtschaftliche Nutzung ist nicht zu erwarten, da der Hauptgang abgebaut ist und die
Nebengänge nur geringmächtig sind
Schutzgebiete:
keine

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Nebengestein:
Quarzporphyr
Explosionsbrekzien
Albitgranit
Granitporphyr
Lagerstättencharakteristik:
Innerhalb der Caldera von Dippoldiswalde-Teplitz ist 200 m NW des Altenberger Greisenstock-
werkes ein weiteres kleines isoliertes Greisenvorkommen entstanden. In Verbindung mit einer
Explosionsbrekzie tritt hier ein vergreister und z. T. feldspatisierter Albitgranit auf, der stark
wechselnde Zinnerzgehalte aufweist. Mit der Strecke 501 ist nördlich von Überhaun 126 der
Zinnklufter Granit in der Grube Altenberg unterfahren worden.
Lage und Größe:
61
x – 4624320,00
y – 5627370,00
Durchmesser der Greisenzone
100 m x 50 m
Tiefenerstreckung: 150 m
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
5,2 kt Sn, Haltigkeit des Roherzes: 2,0 kg/t
Roherzgehalt in 2,6 Mio. t Roherz
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Topas-Glimmer-Greisen und Quarzgreisen
Die gesamte Mineralisation ähnelt sehr stark
der Lagerstätte Zinnwald, d. h. Sulfide sind nur
untergeordnet ausgebildet
Art und Perioden des Bergbaus:
1552 – 1802 Zinnerzbergbau
Weitungsbau von der Erdoberfläche bis 60 m
Tiefe
_ _ _ _ _ _ _ _
Altenberg-Zinnkluft
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Greisenlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Das Endokontakterz besitzt mittel- bis
grobkörnigen Kassiterit und Wolframit, das
leicht aufbereitbar ist (Nassmechanik)
Die Exokontakterze sind deutlich feinkörniger
und müssen zur Anreicherung flotiert werden
Grad der Erkundung:
Erkundungsbohrungen
Geophysik
Geochemie
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Gewinnung nur im Rahmen eines Abbaus der Lagerstätte Altenberg möglich. Ein Problem
stellt die Überbauung (Sprengwirkung) und die Oberflächennähe der Vererzung dar
Kein eigenständiges Vorkommen, da auf der 5. Sohle des Zwitterstockes aufgeschlossen
Schutzgebiete:
keine
Antrag auf Aufsuchung
nach § 7 B Berg G gestellt

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Nebengestein:
Kontaktmetamorphe
Kambrische Schiefer
Bergener Granit in der Tiefe
Lagerstättencharakteristik:
Im nördlichen Kontakthof des Bergener Granits setzen einige Quarztrümer auf, die Wolframit führend
sind. Die Trümer streichen NW-SE. Die Mächtigkeit liegt unter 25 cm. Zwei Gangtrümer wurden
versuchsweise abgebaut. Vor diesem Hintergrund muss von einem Vorkommen gesprochen weren.
Lage und Größe:
62
x – 4524760,00
y – 5600640,00
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
0,6 kt Wolfram, Haltigkeit des Roherzes: 1 kg/t
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Quarz mit Wolframit, Turmalin und Scheelit
Art und Perioden des Bergbaus:
1913 -1917 Wolframerzbergbau
z. T. im Tagebau, z. T. mit Firstenstoßbau ohne
Versatz gewonnen
sehr oberflächennahe Grubenbaue
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Eich/Vogtland
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Wolframerz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
Schürfe 1953
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Wegen zu geringer Erstreckung und Mächtigkeit keine wirtschaftliche Bedeutung
Fortsetzung der Gangtrümer in der Tiefe offen
Schutzgebiete:
Keine

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Nebengestein:
Biotitgneis
Lagerstättencharakteristik:
Im Südostteil der Freiberger Biotitgneisstruktur gelegen, treten kupferreiche Erze der kiesig-blendigen
Formation auf, die im späten Mittelalter abgebaut wurden. Lesesteine von Baryt im erweiterten
Umfeld des Altbergbaus waren Gegenstand von neuzeitlichen Prospektionsarbeiten, die bisher
erfolglos verliefen.
Lage und Größe:
63
x – 4606620,00
y – 5624300,00
Areal von 20 km² mit vereinzelten
Lesesteinen von Baryt
Vorräte und Gehalte:
keine Vorräte nachgewiesen
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Altbergbau (begehbar) und Halden zeigen
deutliche Spuren von Kupfersekundär-
mineralien
Roter Baryt als Lesesteine
Art und Perioden des Bergbaus:
15. – 16. Jahrhundert Kupfererzbergbau
Oberflächennaher Bergbau im Firstenstoß- und
Strossenbau, der auf die Redox-Zone
beschränkt blieb
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Clausnitz
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
___ Baryt-Vorkommen/Lesesteine
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
Pedogeochemie
Kartierung
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Eigentliche Herkunft der Barytlesesteine noch ungeklärt
Ohne wirtschaftliche Bedeutung, reines Prospektionsgebiet
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge

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Nebengestein:
Eibenstocker Granit in 3
Varianten
Glimmerschieferscholle in
Granit (An der Grün)
Lagerstättencharakteristik:
Nördlich („An der Grün“) und östlich von Eibenstock (Sosa) setzen im grobkörnigen Eibenstocker
Granit eine große Zahl Greisentrümergänge auf. Es sind Glimmer- und Quarz-Turmalin-Greisen mit
ausschließlich Zinnvererzung. Die Trümerzüge streichen WSW-ENE. Die Greisentrümer werden
häufig von N-S-streichenden Quarz-Hämatit-Gängen gekreutzt.
Lage und Größe:
64
x – 4544990,00
y – 5595560,00
Länge: 200 – 400 m
Tiefenlage: bis 400 m
Mächtigkeit: 0,1 – 0,2 m vererzt
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
6,0 kt Zinn, Haltigkeit des Roherzes: 2,6 kg/t
2,3 Mio. t Roherz im Bereich Buchberg
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
In der Paragenese tritt neben Kassiterit nur
gediegen Wismut als Erzmineral auf
Die Quarz-Hämatit-Gänge führen diverse Fe-
und Mn-Minerale
Greisentrümer z. T. sekundär hämatitisiert
Art und Perioden des Bergbaus:
1350 Seifenbergbau auf Zinnerz
1524 – 1814 Zinnerz- und Eisenerzbergbau
Tagebau- und Strossenbau, später auch
Firstenstoßbau ohne Versatz
Altbergbautätigkeit nur in Oberflächennähe
_ _ _ _ _ _ _ _ _
Eibenstock-Sosa
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Greisen- und Ganglagerstätten
Angaben zur Aufbereitung:
Zinnerzkonzentrate von Lagerstätten aus dem
Eibenstocker Granit brauchten nicht abgeröstet
zu werden, da Arsenmineralisation fehlte
Einfache Pochwerke genügten zur
Aufbereitung.
Grad der Erkundung:
Erkundungsbohrungen auf
Uranerz
Kartierungen
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die Zinnerzlagerstätten im Eibenstocker Granit galten als abgebaut, da sie die Wurzelzonen
erodierter, größerer Lagerstätten darstellen sollten
Durch die Uranexploration wurden aber Zinnvererzungen bis 400 m Tiefe nachgewiesen,
was dieses Gebiet zwischen Eibenstock und Carlsfeld wieder für weitere Vorkommen höffig
werden lässt
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge

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Nebengestein:
Biotitgneis
Eruptivbrekzien
Lagerstättencharakteristik:
Im Zentrum des Fürstenwalder Biotitgranitblockes zieht über 10 km Länge eine Greisentrümerzone
von NW nach SE (Löwenhainer Greisenzone). Die Greisen- und Erzbildungen sind intensiv mit
Eruptivbrekzien verknüpft. Im Umfeld des Ortes Löwenhain, am Hutberg und Hirschberg, streichen
sie aus und sind dort auch bergmännisch erschlossen worden.
Lage und Größe:
65
x – 4628810,00
y – 5627070,00
Länge der Einzeltrümer: 100 m
Tiefenerstreckung: 40 – 50 m
Mächtigkeit der Vererzung: 0,3 m
Vorräte und Gehalte:
Vorräte konnten bisher nicht nachgewiesen
werden
Trotz massiver Vergreisungszonen meist sehr
geringe Erzgehalte
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Quarz-Glimmer- und Glimmer-Chlorit-Greisen
im Biotitgneis
Neben Kassiterit auch Galenit, Sphalerit und
etwas Chalkopyrit vorhanden
Wolframit und Molybdänit fehlen
Art und Perioden des Bergbaus:
1570 – 1919 Zinnerzbergbau mit vielen
Unterbrechungen
Strossenbau von übertage und später
Firstenstoßbau über Wasserableitungsstollen
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Löwenhain
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Ganglagerstätten
Angaben zur Aufbereitung:
Schwierige Aufbereitung in den Pochwerken
wegen der Verwachsungen mit Sulfiden
Probleme bei der nachfolgenden Verhüttung
der Konzentrate werden beschrieben
Ausbringen im Vergleich zu anderen
Lagerstätten unter dem Durchschnitt
Grad der Erkundung:
Zwei Explorationsetappen
mit Tiefbohrungen und
Schürfen
Kartierung
Geochemie
Aerogeophysik
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Gegenwärtig keine wirtschaftliche Nutzung möglich
Hinweis: 1944 erkundete die Zwitterstock AG Altenberg ein Vorkommen innerhalb der
Löwenhainer Greisenzone mit 8,5 kg/t Zinn im Roherz, dass später nicht mehr aufgefunden
werden konnte!
Schutzgebiete:
keine

image
Nebengestein:
Glimmerschiefer bis
Hornfels
Granitporphyr
Muskowitgneis
Marmor
Granit im tiefen Untergrund
Lagerstättencharakteristik:
Das NW – Feld der berühmten Zinn-Lagerstätte von Ehrenfriedersdorf liegt im Exo-Kontaktbereich
des Greifensteingranits. Steil einfallende Gang- und Trümergreisenzonen mit nur geringer Vererzung
sind hier charakteristisch für diesen Lagerstättenteil. Der Greisenkörper im Endokontakt des Granits
ist erzfrei.
Lage und Größe:
66
x – 4567780,00
y – 5613070,00
Länge: 600 m
Breite: 200 m
Mächtigkeit der Vererzung:
0,1 – 0,3 m
Vorräte und Gehalte:
Bilanzvorräte B – C 2:
9,9 kt Zinn, Haltigkeit des Roherzes: 1,8 kg/t
5,5 Mio. t Roherz
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Sehr starke As-Vererzung (1,5 kg/t) der
Greisen
Quarz-Glimmer-Greisen und Topas-Glimmer-
Greisen
Kassiterit auf die Quarz-Trümer innerhalb der
Greisenzonen konzentriert
Art und Perioden des Bergbaus:
1716 – 1882 Zinnbergbau
Firstenstoßbau bis in 60 m Tiefe
In der letzten Bergbauperiode mit zwei Sohlen
und drei Teilsohlen aufgeschlossen.
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Ehrenfriedersdorf-NW
_ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Gang- und Greisenlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Nassmechanische Aufbereitung der Erze
möglich
Aufwändige Sulfidflotation zur Entfernung der
hohen As-Gehalte aus dem Konzentrat
Grad der Erkundung:
Geochemie
Geophysik
Bergmännische Erkundung
ut - Bohrungen
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Der geringe Zinninhalt der Erze lässt gegenwärtig keine wirtschaftliche Nutzung erwarten
Das NW- Feld ist nur im Verbund mit den anderen Lagerstättenteilen des Distrikts
Ehrenfriedersdorf zu bewerten
Schutzgebiete:
keine
Antrag auf Aufsuchung
nach § 7 B Berg G gestellt

image
Nebengestein:
Glimmerschiefer
Muskowitgneis
Granit im tieferen
Untergrund
Lagerstättencharakteristik:
Die Vererzung der Zinn-Lagerstätte Röhrenbohrer liegt im Exokontakt des Greifensteingranits des
Lagerstättendistrikts Ehrenfriedersdorf. Die ENE-WSW-streichenden Greisentrümerzüge sind bis zu
15 m mächtig, wobei nur darin liegende Quarztrümer Kassiterit und Wolfram führen. Mit
zunehmender Tiefe wird der Greisen erzfrei. Eine Endokontaktvererzung wurde bisher nicht
gefunden.
Lage und Größe:
67
x – 4566810,00
y – 5613260,00
Länge: 650 m
Breite der Zone: 250 m
Tiefenersteckung: bis 250 m
Vorräte und Gehalte:
Bilanzvorräte C 1 – C 2:
10 kt Zinn, Haltigkeit des Roherzes: 2,0 kg/t
5,0 Mio. t Roherz
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Neben Kassiterit tritt als weitere
Nutzkomponente Wolframit auf
Der Arsengehalt übertrifft in einigen Bereichen
des Feldes den Zinngehalt
Art und Perioden des Bergbaus:
Um 1650 – 1878 Zinnerzbergbau
Oberflächennaher Firstenstoß- und
Strossenbau bis 60 m Tiefe
1984 Anschluss an das Grubenfeld
Ehrenfriedersdorf-Sauberg
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Röhrenbohrer
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Gang- und Greisenlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Nassmechanische Aufbereitung der Erze
wurde praktiziert
Hohe Arsengehalte erfordern eine
Konzentratnachreinigung mit großem Aufwand
Grad der Erkundung:
Kernbohrungen
Bergmännischer Aufschluss
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Der geringe Zinngehalt der Erze lässt keine wirtschaftliche Nutzung erwarten
Das Feld Röhrenbohrer ist nur in Verbindung mit den anderen Lagerstättenteilen des
Distrikts Ehrenfriedersdorf zu bewerten
Schutzgebiete:
Grundwasserschutzgebiet
Antrag auf Aufsuchung
nach § 7 B Berg G gestellt

image
Nebengestein:
Diabase
Graphitführende Schiefer
Quarzite
Tonschiefer
Alter: Ordovizium bis Devon
Lagerstättencharakteristik:
Die Lagerstätte liegt an der SE-Flanke der Vogtländischen Hauptmulde. Intensive Bruchtektonik hat
diesen Bereich in zahlreiche Schollen zergliedert. Von den Störungen ausgehend wurde das
Nebengestein hämatitisiert, karbonitisiert und argillisiert. Mit dieser Argillisitierung steht die
Uranvererzung im Bereich Neumark-Hauptmannsgrün in Zusammenhang.
Lage und Größe:
68
x – 4527500,00
y – 5612500,00
Auf 14,5 km² sind drei Teilfelder
lokalisiert
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
2,27 kt Uran, Haltigkeit des Roherzes: 0,78 kg/t
6,9 Mio. t Roherz
Die 2,27 kt Uran entsprechen 40 % der
Gesamtvorräte lt. Festlegung der
Vorratskommission der SDAG Wismut
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Die Uranvererzung wird von Sulfiden, meist
Pyrit, begleitet
Nasturan ist feinkörnig-dispers eingesprengt.
Daneben tritt Torbernit auf
Weitere Erzminerale sind Chalkopyrit, Galenit
und Sphalerit
Art und Perioden des Bergbaus:
Es liegen keine Angaben zu Altbergbau vor
_ _ _ _ _ _
Neumark-Hauptmannsgrün
_ _ _ _ _ _ _ _ _
Uranerz-Imprägnationslagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Das Erz der Lagerstätte gehört zum
Ronneburger Typ, dessen Aufbereitung
technologisch geklärt ist.
Als Säureverbrauch für den Aufschluss werden
250 kg/t Erz angegeben.
Grad der Erkundung:
Umfangreiche
Bohrerkundung mit 401
Bohrlöchern
Geophysik, Aerogeophysik
Schürfschächte bis 25 m
Tiefe
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Da die Lagerstätte relativ flach unter der Oberfläche liegt, ist mittelfristig eine Nutzung im
Kleinbergbau nicht auszuschließen
Schutzgebiete:
keine

image
Nebengestein:
Bergener Granit
Lamprophyre
Lagerstättencharakteristik:
Die Uran-Lagerstätte Bergen/Vogtland befindet sich im SW-Teil des Bergener Granits. An
Tiefenbruchzonen sind hier NW-SE-streichende hydrothermale Gangmineralisationen gebunden. In
Folge einer intensiven Überprägung durch exogene Prozesse reicht die Oxydationszone bis in 400 m
Tiefe. Deshalb stellten sekundäre Uranminerale (Urantrümer) den Hauptteil der Erzmenge dar.
Lage und Größe:
69
x – 4517750,00
y – 5592440,00
Länge: 1000 m
Tiefenerstreckung: 400 m
Mächtigkeit: 0,1 – 0,2 m
Vorräte und Gehalte:
Aktuell keine Vorräte
Lagerstätte abgebaut
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Haupterzminerale: Torbenit, Antumit,
Pechblende
Polymetallsulfide
Quarz-Hämatit
Art und Perioden des Bergbaus:
1951 – 1956 Uranerzbergbau bis 428 m Tiefe
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Bergen/Vogtland
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Uranerz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Verarbeitung im Objekt 31 (Fabrik 75) in
Lengenfeld
Anfangs nassmechanische, ab 1952
hydrometallurgische Aufbereitung
Konzentrat wurde zur Zeche (Aue) geliefert
Grad der Erkundung:
Bohrungen üta und ut
Geophysik
Schurfgräben
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Keine wirtschaftliche Nutzung möglich
Schutzgebiete:
Keine

image
Nebengestein:
Paläozoischer Schiefer, Phyllit
Diabase
Kalksteine im Skarnhorizont
Granit im tieferen
Untergund
Lagerstättencharakteristik:
Die Lagerstätte Zobes liegt an der SE-Flanke der Vogtländischen Hauptmulde. Sie befindet sich im
Kontaktbereich des Bergener Granits zu ordivizischen bis devonischen Sedimentiten und Diabasen.
Eine Skarnlage (Zobes Horizont) ist in diese schwach metamorphen Sedimentite eingefaltet. Im
Kontakt mit hydrothermalen Gängen hat sich hierin die Uranvererzung abgeschieden. Der
„Zobeshorizont“ besitzt eine schichtgebundene Scheelitvererzung.
Lage und Größe:
70
x – 4517800,00
y – 5595700,00
Länge: 1000 m
Tiefenerstreckung: 700 m
Mächtigkeit: 0,1 bis 0,3 m
Vorräte und Gehalte:
Uranerzvorräte abgebaut
Perspektivische Vorräte:
3,9 kt Wolfram,
Haltigkeit des Roherzes: 2,4 kg/t
1,6 Mio. t Roherz
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Neben der Pechblende traten typische BiCoNi-
und AgS-Erze auf
Scheelit im „Zobes Horizont“
Lokal traten auch erhöhte Chalkopyritgehalte
auf
Art und Perioden des Bergbaus:
1947 – 1963 Uranerzbergbau bis 733 m Tiefe
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zobes
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Uranerz- Gang- und Skarnlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Zum Scheelit liegen keine Angaben zur
möglichen Aufbereitung vor
Pechblende wurde im Objekt 31 (Fabrik 75)
nassmechanisch und hydrometallurgisch
aufbereitet
Konzentrat wurde an Zeche 50 (Aue) geliefert
Grad der Erkundung:
Bohrungen
Geophysik
Bergmännischer Aufschluss
1961 – 1963
Scheeliterkundung
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Gegenwärtig bekannte Wolframvererzung ist für eine wirtschaftliche Gewinnung nicht
ausreichend
Nordosterstreckung des Zobes-Horizontes ist noch nicht vollständig erkundet
Schutzgebiete:
keine

image
Nebengestein:
Quarzite, Hornfels
Phyllite, Fleckschiefer
Metabasite
Kontakthof Eibenstocker
Granit
Lagerstättencharakteristik:
Im südwestlichen Exokontakt des Eibenstocker Granitmassivs bilden kontaktmetamorphe
altpaläozoische Schiefer den NW-Flügel des etwa erzgebirgisch streichenden Adorf-Kottenheider
Sattels. Hieran sind zahlreiche hydrothermale Gänge mit einer Uranvererzung auf NNW-SSE-
streichenden Fiederspalten anzutreffen.
Lage und Größe:
71
x – 4531550,00
y – 5585970,00
Länge der Gänge: 1 – 2 km
Tiefenerstreckung: 800 m
Mächtigkeit: 0,1 – 0,5 m
Vorräte und Gehalte:
Lagerstätte abgebaut
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Uranvererzung steht im engen Zusammenhang
mit der Barytmineralisation
Daneben BiCoNi-Erze, aber auch Chalkopyrit
und Hämatit
Art und Perioden des Bergbaus:
1946 – 1959 Uranerzbergbau bis 800 m Tiefe
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Schneckenstein
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Uranerz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Radiometrische, gravitative und chemische
Verfahren im Objekt 32 (Gottesberg) bis 1957
Konzentrat wurde zur Zeche 50 (Aue) geliefert
Grad der Erkundung:
Geophysik
ut-Bohrungen
Bergmännischer Aufschluss
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Eine wirtschaftliche Nutzung ist nicht möglich
Ob Reste der reichlich vorhandenen BiCoNi-Erze in der Lagerstätte verblieben sind, ist nicht
dokumentiert
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge
Trinkwasserschutzgebiet
Geotop

image
Nebengestein:
Phyllit
Quarzite
Diabase
Schiefer, graphithaltig
Granit in der Tiefe
Lagerstättencharakteristik:
Die Uran-Silber-Lagerstätte Schneeberg liegt im SW-Abschnitt der Lößnitz-Zwönitzer Synklinale und
dem Kreuzungsbereich der Gera-Joachimsthaler Störungszone. Hydrothermale Gangvererzungen
sind besonders in den kontaktmetamorphen Schiefern anzutreffen. Die Anzahl der Gänge ist groß,
ebenfalls das Spektrum der verschiedenen Paragenesen.
Lage und Größe:
72
x – 4545123,36
y – 5606463,20
Auf > 10 km² eine große Zahl
Gänge bis 500 m Tiefe,
Mächtigkeit: bis 2,5 m, normal 40 cm
Vorräte und Gehalte:
Die Uranerze der Lagerstätte sind vollständig
abgebaut
Welche Resterze der AgS- und BiCoNi-
Paragenese vom Urangewinnungsbetrieb nicht
berührt wurden, ist bisher nicht untersucht
worden
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Polymetallische Lagerstätte mit diversen
Paragenesen aus mindestens 2
Mineralisationszyklen
Aus der Lagerstätte sind 230 Minerale bekannt
Art und Perioden des Bergbaus:
1465 – 1957 Gewinnung von Silber-, Kobalt-,
Wismut- und schließlich Uranerz
Die Abbautiefe erreichte 500 m
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Schneeberg_
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Uran-Silbererz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Aufbereitung der Uranerze vermutlich im
Objekt 99 (Oberschlema) mit
nassmechanischer Anreicherung
Edel- und Buntmetalle wurden traditionell in
Pochwerken und mit Handklaubung
angereichert
Arme Wismuterze wurden ab 1936 flotiert
(Aufbereitung Weißer Hirsch)
Grad der Erkundung:
Geophysik
ut-Bohrungen
Bergmännischer Aufschluss
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Keine wirtschaftliche Nutzung der Uranerze mehr möglich
Revision der BiCoNi-Erze höffig, sofern die gebirgsmechanischen Herausforderungen des
Uranbergbaus beherrschbar sind
Schutzgebiete:
Schaubergwerk
Grundwasserschutzzone III

image
Nebengestein:
Quarzite
Phyllite
Schiefer, graphitführend
Diabase
Granit in der Tiefe
Lagerstättencharakteristik:
Die Uranerz-Lagerstätte Schlema-Alberoda liegt im Kreuzungsbereich der Lößnitz-Zwönitzer
Synklinale mit der NW-SE-streichenden Gera-Joachimsthaler-Störungszone. Zahlreiche Störungen in
den Kontaktmetamorphiten sind hydrothermal vererzt worden. Es sind etwa 2000 Erzgänge mit
polymetallischer Vererzung bekannt.
Lage und Größe:
73
x – 4550398,90
y – 5608900,14
Auf 20 km² eine große Anzahl von
Gängen bis 1800 m Tiefe bei
0,1 – 0,3 m Mächtigkeit
Vorräte und Gehalte:
Restvorräte:
- Bilanzvorräte: 1,05 kt Uran
- Prognostische Vorräte: 0,9 kt Uran
Nebenprodukte:
- Prognostische Vorräte: 0,1 kt Silber
Alle Vorräte unterhalb 1350 m Tiefe
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Eng verzweigtes Gangnetz mit drei
Mineralisationszyklen und einer großen Anzahl
von Paragenesen
Hauptträger der Mineralisation war die
Pechblende
Art und Perioden des Bergbaus:
1952 – 1991 Uranerzbergbau bis 1800 m Tiefe
Lagerstätte geflutet und umfangreich saniert
_ _ _ _ _ _ _ _ _
Schlema-Alberoda
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Uranerz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Aufbereitung in der radiometrischen
Sortierfabrik Schacht 371 (Betrieb 09)
Genauere Angaben fehlen
Grad der Erkundung:
Geophysik
Bohrungen üta und ut
Bergmännischer Aufschluss
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Keine wirtschaftliche Nutzung der Restvorräte möglich
Schutzgebiete:
Bestehende
Bergbauberechtigung der
Wismut GmbH
Schaubergwerk

image
Nebengestein:
Glimmerschiefer
Amphibolite
Skarne
Lamprophyre
Granite in der Tiefe
Lagerstättencharakteristik:
Die Uranerz-Ganglagerstätte Weißer Hirsch befindet sich an der SW-Umrandung der
Schwarzenberger Kuppel. In einem Kreuzungsbereich von NW-SE und W-E-streichenden Störungen
sind vor allem die Störungskreuze hydrothermal vererzt. Die Uranvererzung folgt den NW-SE-
Gängen, die BiCoNi-Vererzung ist an die E-W-gerichteten Gänge gebunden. Die Skarne sind
polymetallisch vererzt (Nr. 104).
Lage und Größe:
74
x – 4553970,00
y – 5599980,00
Ganglänge: 100 m
Tiefenerstreckung: 600 m
Mächtigkeit: 0,1 – 0,3 m
Vorräte und Gehalte:
Lagerstätte ist abgebaut
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Erzmineral war Pechblende
BiCoNi-Erze wurden nicht gewonnen
Art und Perioden des Bergbaus:
17. Jahrhundert – 1869 Eisenerz- und
Silberbergbau im „Eisernen Hut“
1949 – 1959 Uranerzbergbau
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Antonsthal-Weißer Hirsch
_ _ _ _ _ _ _
_
___ Uranerz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
keine Daten verfügbar, vermutlich Aufbereitung
in Objekt 100 Aue oder Fabrik 79
Johanngeorgenstadt
Grad der Erkundung:
Geophysik
Bohrungen
Bergmännischer Aufschluss
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Keine wirtschaftliche Nutzung möglich
Schutzgebiete:
keine
Schaubergwerk

image
Nebengestein:
Phyllit
Amphibolit
Quarzit
Eibenstocker Granit in der
Tiefe
Lagerstättencharakteristik:
Die Uranerz-Lagerstätte Rabenberg-Halbmeile liegt am östlichen Endokontakt des Eibenstocker
Granitmassivs. Ausgehend von der Breitenbrunner Störung ist eine NW-SE-gerichtete hydrothermale
Vererzung entwickelt. Die Uranvererzung ist an diese hydrothermalen Gänge gebunden.
Lage und Größe:
75
x – 4555080,00
y – 5591529,00
Geringmächtige Gänge von kurzer
Erstreckung - Kleinlagerstätte
Vorräte und Gehalte:
keinen Vorräte mehr vorhanden
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Erzmineral war Pechblende
Andere Erzminerale wurden nicht gewonnen
Art und Perioden des Bergbaus:
17. – 19. Jahrhundert Silber- und
Wismuterzbergbau
1949 – 1955 Uranerzbergbau
_ _ _ _ _ _ _ _ _
Rabenberg-Halbmeile
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Uranerz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Keine Daten verfügbar,vermutlich Aufbereitung
in Fabrik 79 Johanngeorgenstadt
Grad der Erkundung:
Geophysik
Bohrungen
Bergmännischer Aufschluss
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Keine wirtschaftliche Nutzung möglich
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge
Grundwasserschutzzone III

image
Nebengestein:
Phyllit
Amphibolite
Quarzite
Skarn
Muskowitschiefer
Lagerstättencharakteristik:
Die polymetallische Lagerstätte Johanngeorgenstadt befindet sich am Ostrand des Eibenstocker
Granitmassivs. In den kontaktmetamorph veränderten Schiefern ist auf NW-SE- und W-E-
streichenden Störungen eine hydrothermale Gangvererzung ausgebildet. Die Uran-Karbonat- und
Quarz-Hämatit-Gänge folgen der NW-SE-Richtung, Zinn- und Polymetall-Gänge der W-E-Richtung.
Lage und Größe:
76
x – 4551470,00
y – 5588750,00
Länge der Gänge: max. 4 km
Tiefenerstreckung: max. 500 m
Mächtigkeit: bis zu 0,5 m
Vorräte und Gehalte:
Es existieren keine ausgewiesenen
Vorratsmengen mehr.
Die Uranerze sind vollständig abgebaut
Die Zahl der Zinnerz- und Polymetall-Gänge
beträgt mehrere Hundert. Ob noch Reserven
existieren, ist nicht abschließend beurteilt.
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Als Uranerz wurde Uraninit gewonnen
Daneben treten Minerale der BiCoNi-, AgS-,
Zinn- und Quarz-Hämatit-Formation auf
Art und Perioden des Bergbaus:
1551 – 1945 Bergbau auf Eisen-, Silber-, Zinn-
und Wismuterze
1946 – 1958 Uranerzbergbau
Stark durchbaute Lagerstätte bis 360 m üNN
Abbauhohlräume nur teilversetzt.
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Johanngeorgenstadt
_ _ _ _ _ _ _ _ _
Uran- und Polymetallerz-Ganglagerstätten
Angaben zur Aufbereitung:
Im Mittelalter traditionelle Aufbereitung der
Erze in Pochwerken und Verhüttung der
Konzentrate (Antonshütte)
Die Uranerzaufbereitung erfolgte in einem
eigenen Objekt Nr. 98 am Fastenberg nach
dem nassmechanischen Prinzip
Grad der Erkundung:
Geophysik
Kernbohrungen
Bergmännischer Aufschluss
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Für einen wirtschaftlichen Uranabbau besteht keine Möglichkeit mehr
Bei der Vielzahl der Gänge der BiCoNi-Formation könnten Kreuzungsbereiche mit
stratiformen Skarnlagern westlich von Johanngeorgenstadt höffige Strukturen darstellen
Schutzgebiete:
Schaubergwerk
Naturpark Erzgebirge

image
Nebengestein:
Glimmerschiefer
Skarn
Amphibolite
graphitführender Schiefer
Lagerstättencharakteristik:
Die Uran-Lagerstätte Tellerhäuser liegt auf dem Lineament Gera-Joachimsthal. Auf Teilen der
Störungszone ist eine hydrothermale Mineralisation mit uranführenden Gängen ausgebildet. In den
Skarnlagern ist außerdem eine schichtgebundene, polymetallische Vererzung nachweisbar.
Lage und Größe:
77
x – 4562260,00
y – 5590880,00
Zur Verbreitung und Mächtigkeit der
Gänge liegen keine Angaben vor.
Vorräte und Gehalte:
Bilanzvorräte:
0,7 kt Uran
Prognostische Vorräte:
1,5 kt Uran
Perspektivische Vorräte:
9,0 kt Uran
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Uraninit als Haupterzmineral
Polymetallische Vererzung mit Zinnvormacht
Die Skarne führen reichlich Spurenmmetalle
(In, Cd)
Art und Perioden des Bergbaus:
18. Jahrhundert – oberflächennaher
Eisenerzbergbau
1966 – 1991 – Uranerzbergbau zwischen
200 m und 900 m Tiefe
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Tellerhäuser Uran
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Uranerz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Es liegen keine näheren Angaben vor.
Vorsortierung der Erze vermutlich in der
Radiometrischen Automatischen Sortierfabrik
(RAF) Pöhla.
Grad der Erkundung:
Bergmännischer Aufschluss
Bohrungen
Geophysik
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Das Grubengebäude ist geflutet und die Tageszugänge sind verschlossen. Mittelfristig
scheint eine Gewinnung der Resterze nicht unmöglich zu sein.
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge
Vogelschutzgebiet

image
Nebengestein:
Biotigneis
Amphibolit
graphitführender Gneis
Granit im tieferen
Untergrund
Lagerstättencharakteristik:
Die polymetallische Lagerstätte liegt zentral in der Annaberger Gneiskuppel, die von Graniten des
mittelerzgebirgischen Teilplutons unterlagert wird. Tektonische Strukturen mit NW-SE- und WSW-
ENE-Streichrichtung sind hydrothermal vererzt. Die Uranvererzung konzentriert sich auf Kreuzungs-
bereiche der hydrothermalen Gänge mit graphitführenden Gneisen.
Lage und Größe:
78
x – 4569500,00
y – 5604600,00
Mehrere hundert Gänge auf 25 km²
Fläche.
Mächtigkeiten: 5 – 30 cm
Vorräte und Gehalte:
Die Lagerstätte ist abgebaut. Es existieren
keine Uranerzvorräte mehr.
Polymetallerze sind seit dem 19. Jahrhundert
nicht mehr Gegenstand einer Exploration
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Haupturanerz: Uraninit
Erze BiCoNi-Formation
Redoxzone sehr silberreich
Gehalt an Spurenelementen wenig untersucht
Art und Perioden des Bergbaus:
1491 – 1892 Silber- und Kobalterzbergbau
1947 – 1958 Uranerzbergbau
Firstenstoßbau bis 528 mNN teilweise ohne
Versatz
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Annaberg
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Uran- und Polymetallerz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Im Mittelalter Pochwerke und Handklaubung
Zur Uranerzaufbereitung keine Angaben
vorhanden. 1947 wurde das Erz zur
Aufbereitung Lengenfeld (Objekt 31) geliefert
und nassmechanisch weiter verarbeitet.
Grad der Erkundung:
Geophysik
Bohrungen
Bergmännischer Aufschluss
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Für einen Uranerzabbau bestehen keine Perspektiven mehr
Die große Anzahl der Polymetallerzgänge ist nicht nach modernen Gesichtspunkten
exploriert worden
Als besonders höffig sind die Bereiche der graphitführenden Gneise zu bewerten
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge
Schaubergwerk

image
Nebengestein:
Muskowit-Biotit-Paragneis
Glimmerschiefer
Marmor
Amphibolit
Graphitführender Schiefer
Lagerstättencharakteristik:
Die Uranerz-Lagerstätte Niederschlag-Bärenstein befindet sich am Westflügel der Bärensteiner
Antiklinale. Es sind bevorzugt Störungen mit NW-SE-Streichen vererzt. Graphitführende Schiefer im
Kreuzungsbereich mit hydrothermalen Gängen führten zu einer verstärkten Uranmineralisation, die
auf die obersten 200 m unterhalb der Oberfläche beschränkt ist. Im Liegenden tritt eine
Spatmineralisation auf.
Lage und Größe:
79
x – 4571980,00
y - 5593120,00
Länge der Gänge: 2 km
Tiefenerstreckung: > 800 m
Mächtigkeit: 1 – 8 m
Vorräte und Gehalte:
Uranrestvorräte als perspektivische Vorräte:
200 t Uran
Die Lagerstätte gilt als abgebaut
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Uranerz: Uraninit
Erze der BiCoNi – Formation
Liegendbereiche der Gangstruktur mit Fluorit-
Baryt-Mineralisation
Art und Perioden des Bergbaus:
1755 – 1853 Silber- und Kobalterzbergbau mit
Unterbrechungen
1948 – 1955 Uranerzbergbau
Von der 736 m – Sohle der Hangendbereich
stark durchbaut bis zur Erdoberfläche
(Pingenbildung)
_ _ _ _ _ _ _ _ _
Niederschlag-Bärenstein
_ _ _ _ _ _ _ _
Uranerz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Vermutlich wurden mehrere Anlagen
(Lengenfeld, Crossen, Freital) beliefert
Grad der Erkundung:
Geophysik
Bohrungen
Bergmännischer Aufschluss
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Eine Uranerzgewinnung scheidet aus gebirgsmechanischen Gründen und wegen geringer
Abbaumengen grundsätzlich aus
Die Spatmineralisation ist ggfs. wirtschaftlich gewinnbar. (siehe Steckbrief – Nr. 11)
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge

image
Nebengestein:
Biotitgneis
Metagrauwacke
Amphibolit
Graphitführende Gneise
Granit in größerer Tiefe
Lagerstättencharakteristik:
Die polymetallische Lagerstätte Marienberg-Wolkenstein liegt in der Marienberger Gneis-Kuppel. Die
hydrothermale Gangvererzung konzentriert sich auf NW-SE- und WSW-ENE-streichende Störungen.
Die Uranvererzung konzentrierte sich auf Kreuzungsbereiche von Gängen mit graphitführenden
Gneisen. Als Gangart tritt teilweise mächtiger Fluorit und Baryt auf (vor allem im „Tzscherper
Flachen“).
Lage und Größe:
80
x – 4581000,00
y – 5614800,00
370 Gänge auf 20 km² Fläche
Gangmächtigkeiten: 02, - 3,0 m
Einfallen: halbsteil mit 70 gon
Vorräte und Gehalte:
Die Uranerze der Lagerstätte sind abgebaut
Zur Ermittlgun der Vorräte wurden 300 m Gang
untersucht. Der Fluoritvorrat des Tzscherper
Flachen beträgt danach 30 kt, Haltigkeit des
Rohspates: 71,5 %
Die Lagerstätte ist seit dem 19. Jahrhundert
nicht mehr auf polymetallische Erze erkundet
worden.
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Uranerz: Uraninit (Pechblende)
BiCoNi-Erze mit reichlicher Silbermineralisation
vor allem in der Redoxzone
Als Gangart z. T. mächtiger Fluorit und Baryt
Art und Perioden des Bergbaus:
1519 – 1899 Silbererzbergbau
1947 – 1954 Uranerzbergbau
1955 – 1958 Fluoritbergbau
Firstenstoßbau mit Teilversatz bis 450 m Tiefe
_ _ _ _ _ _ _ _
Marienberg-Wolkenstein
_ _ _ _ _ _ _ _ _
Uran- und Polymetallerz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Die mittelalterliche Aufbereitung der Silbererze
erfolgte mittels Pochwerken
Zur Uranaufbereitung liegen keine Angaben vor
Der Fluorit wurde als Flussspatgrus, Rohspat-
Körner und – Stücke verkauft
Grad der Erkundung:
Geophysik
Bohrungen
Bergmännischer Aufschluss
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die Uranerze sind vollständig abgebaut
Höffige polymetallische Erze sind in Kreuzungsbereichen der graphitführenden Gneise mit
hydrothermalen Gängen zu erwarten
Fluorit könnte bei ausreichender Gangmächtigkeit wirtschaftlich gewonnen werden
Einsatz von Gleislostechnik möglich
Schutzgebiete:
keine

image
Nebengestein:
Steinkohle
Arkosen
Schluff- und Tonsteine
Brandschiefer
Porphyre und Tuffe
Lagerstättencharakteristik:
Innerhalb der permokarbonischen Sedimentite des Döhlener Beckens treten mehrere
Steinkohlenflöze auf, die in ihrem Liegenden eine unregelmäßig, feindispers verteilte Uranvererzung
aufweisen. Die U-Vererzung wird auf syngenetischem Eintrag wässriger Lösungen und z. T.
epigenetische Umlagerung zurückgeführt.
Lage und Größe:
81
x – 4616724,00
y – 5652800,00
Über 30 km² große Fläche verteilte
Steinkohlenflöze mit 0,5 bis 3,0 m
Mächtigkeit
Vorräte und Gehalte:
Die Lagerstätte ist abgebaut
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Uranerz: Uraninit (Pechblende)
Schwermetallsulfide von Pb, Zn, V, Mo und As
Art und Perioden des Bergbaus:
1542 Bergbaubeginn auf Steinkohle.
1989 stillgelegt als Uranerzbergbau
Flächenhaft, stark absetziger Flözbergbau auf
mehreren Sohlen
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Freital-Gittersee
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Uranerz-Sedimentäre Lagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Bis 1960 arbeiteten die Aufbereitungen Freital
(Fabrik 93/96) und Gittersee (Fabrik 95/20)
nach dem chemisch-hydrometallurgischen
Verfahren. Gittersee wurde umgebaut zur
Radiometrischen Automatischen Sortieranlage
(RAF Willi Agatz)
Grad der Erkundung:
Geophysik
Erkundungsbohrungen in
großer Zahl
Bergmännischer Aufschluss
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die Lagerstätte hat für den Uranerzbergbau keine wirtschaftliche Perspektiven mehr
Schutzgebiete:
Keine

image
Nebengestein:
Sandstein
Schieferton
Schluffstein
Lagerstättencharakteristik:
Die Uran-Lagerstätte Königstein liegt in der Elbtalzone. Auf kristallinem Fundament lagern diskordant
oberkretazische Sedimente. In den basisnahen Sedimentiten ist eine schichtgebundene
Uranvererzung ausgebildet. Es treten linsenförmige bzw. taflig-flözförmige Erzkörper in 3 Horizonten
auf. Zusätzlich kann eine kluftgebundene vertikale Vererzung zwischen den Horizonten auftreten.
Lage und Größe:
82
x – 4643006,00
y – 5642524,00
Vererzte Fläche 6 km x 2 km in
3 Horizonten bis 50 m mächtig
Vorräte und Gehalte:
Bilanzvorräte:
7,5 kt Uran, Haltigkeit des Roherzes: 0,2 kg/t,
das entspricht 37,5 Mio. t Roherz
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Uranerze: Uraninit (Pechblende), Autinit und
Coffinit
Art und Perioden des Bergbaus:
1967 – 1990 Uranerzbergbau, momentan noch
Restlaugung als Teil des Sanierungsprozesses
Strebbau und Kammer-Pfeiler-Bau
Laugungsbergbau bis 300 m Tiefe
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Königstein
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Uranerz-Sedimentäre Lagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Keine Angaben zur Verfahrenstechnik
verfügbar
Grad der Erkundung:
Geophysik
Sehr dichtes Bohrnetz
Bergmännischer Aufschluss
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Grubenbetrieb befindet sich in der Verwahrungsphase
Ein Abschlussbetriebsplan liegt vor
Wirtschaftliche Nutzung wegen der fehlenden Umweltverträglichkeit der angewandten
Gewinnungstechnologie problematisch
Schutzgebiete:
Bestehende Bergbau-
berechtigung der Wismut
GmbH

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Nebengestein:
Plagiogranitporphyr
Tonschiefer im Liegenden
Schluffsteine z. T.
kohlenstoffhaltig
Lagerstättencharakteristik:
Die kleine Uranerz-Lagerstätte Kyhna-Schenkenberg in der Schenkenberger Grabensynklinale liegt
im Bereich des Nordsächsischen Sattels. Im Kontakt zwischen einem Plagiogranitporphyr und einer
Karbonischen Frühmolasse ist der Exo- und z. T. Endokontakt des Vulkanites mit Uran vererzt. Die
Vererzung ist an steil fallende SW-NE-streichende Störungen gebunden, vor allem in Bereichen mit
kohlenstoffhaltigem Nebengestein.
Lage und Größe:
83
x – 4519500,00
y – 5710000,00
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
2,5 kt Uran, Haltigkeit des Roherzes: 1,53 kg/t
Es bestehen Unsicherheiten bei der
Konturierung der Erzbereiche
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Uranerz: Umangit und Coffinit
Sulfidführung (Fe, Pb und Zn)
Art und Perioden des Bergbaus:
Unverritze Lagerstätte
_ _ _ _ _ _ _ _ _
Kyhna-Schenkenberg
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Uranerz - Imprägnationslagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Keine Angaben möglich
Grad der Erkundung:
Form und Größe des
Erzkörpers nicht sicher
erkundet.
Bohrungen üta
Gravimetrie
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Höffige Uranlagerstätte mit komplizierten geomechanisch – hydrologischen Verhältnissen
Fortsetzung der Erkundung kann positive Ergebnisse bringen
Schutzgebiete:
keine
Antrag auf Aufsuchung
nach § 7 B Berg G gestellt

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Nebengestein:
Karbonatite
Lamprophyre
Lagerstättencharakteristik:
Die SEE-Lagerstätte in der Schenkenberger Grabensynklinale liegt im Bereich des Nordsächsischen
Sattels. Lamprophyre und karbonatische Intrusivbrekzien drangen als schlotförmige Röhren und
Gänge in die kambrisch-karbonischen Gesteine der Grabensynklinale ein. Die Vulkanite führen eine
SEE-Nb-Mineralisation.
Lage und Größe:
84
x – 4519800,00
y – 5711200,00
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
37,7 kt Lanthan,
Haltigkeit des Roherzes: 4,8 kg/t
5,5 kt Niob, Haltigkeit des Roherzes:0,7 kg/t
7,8 Mio. t Roherz
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
SEE-Erzträger: Bästnasit, Apatit
Nb-Erzträger: Pyrochlor
Art und Perioden des Bergbaus:
Unverritze Lagerstätte
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Storkwitz
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Selten Erden-Erze / Imprägnations-Lagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
Unzureichender
Erkundungsstand
Bohrungen
Gravimetrie
Magnetik
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Höffige Seltene Erden-Erzlagerstätte mit komplizierten Deckgebirgsverhältnissen
Positive Ergebnisse bei einer Fortsetzung der Erkundung sind zu erwarten
Schutzgebiete:
keine
Antrag auf Aufsuchung
nach § 7 B Berg G gestellt

image
Nebengestein:
Kalksteinhornfels
Kalkskarn
Marmor
Hornfels
Granodiorit
Lagerstättencharakteristik:
Die mittelgroße Wolfram-Lagerstätte liegt im Exokontakt des Delitzscher Granodioritmassivs. Durch
Kontaktmetamorphose und Metasomatose wurden Skarne gebildet, die bevorzugt eine
Wolframvererzung führen. Die Skarne streichen N-S parallel zum Magmatitkontakt und fallen mit 45°
nach W ein. Es tritt unabhängig von der Wolframvererzung noch eine polymetallische Vererzung auf.
Lage und Größe:
85
x – 4519600,00
y – 5707500,00
Fläche: 3 km x 500 m
Tiefe: 120 – 450 m
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
40,9 kt Wolfram,
Haltigkeit des Roherzes: 3,6 kg/t
2,9 kt Molybdän,
Haltigkeit des Roherzes: 0,2 kg/t
1,9 kt Zinn, Haltigkeit des Roherzes: 0,1 kg/t
11,4 Mio. t Roherz
Germaniumgehalte ohne nähere Angabe
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Haupterz: Scheelit, Molybdoscheelit, Kassiterit
Spurenelemente: Germanium
Magnetit und Pb-, Zn- sowie Cu-Sulfide
Art und Perioden des Bergbaus:
Unverritze Lagerstätte
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Delitzsch-SW
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Wolframerz-Skarnlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Keine Angaben verfügbar.
Es wird darauf hingewiesen, dass nur ein
geringer Anteil Erz reiner Scheelit ist.
Grad der Erkundung:
Erkundungsdichte muss
erhöht werden.
Bohrungen
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Einfallen der Lagerstätte mit 45° setzt eine anspruchsvolle Bergbauplanung voraus.
Kompliziertes Deckgebirge und schwierige Hydrologie
Scheelitflotation erforderlich
Höffige Lagerstätte ggfs. für eine wirtschaftliche Nutzung
Schutzgebiete:
keine
Antrag auf Aufsuchung
nach § 7 B Berg G gestellt.

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Nebengestein:
Glimmerschiefer
Amphibolit
Dolomitmarmor
Skarn
Lagerstättencharakteristik:
Die Zn-W-Lagerstätte Pöhla-Globenstein liegt im Kontakt der Gera-Joachimsthaler-Störung mit
verskarnten Dolomitmarmoren. An die Skarnlager ist eine komplexe polymetallische Vererzung
gebunden. Die Skarnlager fallen flach nach SE ein. Die Vererzung ist an Vergitterungsbereiche
lokaler Störungen gebunden. Es treten intensive Verskarnungen im Lagerstättenbereich auf, die zu
ganzen Zonen sandig-tonigen Zersatzes führten.
Lage und Größe:
86
x – 4557700,00
y – 5596240,00
Grubenfeld 2 x 3 km
Tiefenerstreckung: 250 m
Vorräte und Gehalte:
Bilanzvorräte:
83,9 kt Zinn, Haltigkeit des Roherzes: 5,7 kg/t
34,5 kt Wolfram,
Haltigkeit des Roherzes: 3,6 kg/t
129 kt Zink, Haltigkeit des Roherzes: 8,1 kg/t
Die Roherzmenge beträgt > 16 Mio. t
Es werden weitere Vorräte für In, Cd, Cu, Bi, B,
Ag, Fe und Fluorit ausgewiesen
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Haupterzminerale: Kassiterit, Scheelit und
Sphalerit
Die Neben- und Spurenmetalle sind: Indium,
Silber, Kadmium und Bor
Art und Perioden des Bergbaus:
17. Jahrhundert bis 1941 oberflächennaher
Eisenerzbergbau
1957 – 1988 Eisen- und Uranerzbergbau
Versuchsbergbau auf Zinn- und Wolframerze
Kammer-Pfeiler-Bau ohne Versatz
(Langkammern 45 m x 6 m Breite x 12 m
Höhe)
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Pöhla-Globenstein
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Zinn- und Wolframerz, Skarnlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Es existiert noch keine Technologie zur
Aufbereitung von Kassiterit und Scheelit unter
Beachtung der alkalischen
Nebengesteinsverhältnisse und der
Mitgewinnung von Zersatzmaterial aus den
Störungsbereichen
Grad der Erkundung:
Die Lagerstätte ist durch
berg-männischen Auf-
schluss komplett erkundet
Flanken müssen für
zusätzliche Vorräte
nacherkundet werden
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Ggfs. wirtschaftlich nutzbare Lagerstätte
Schwierige geomechanische Abschnitte im Grubenfeld und Fehlen einer geeigneten
Aufbereitungstechnologie
Lagerstätte Pöhla bildet einen Komplex mit den Lagerstätten Hämmerlein und Tellerhäuser
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge
Antrag auf Aufsuchung
nach § 7 B Berg G gestellt

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Nebengestein:
Marmor
Graphitführender
Glimmerschiefer
Skarn
Granit im Untergrund
Lagerstättencharakteristik:
Die Zinn-Lagerstätte Tellerhäuser liegt im Kontakt der Gera-JoachimsthalerStörung mit
Kalksilikatgestein. Es sind 6 Skarnhorizonte ausgebildet, wovon die Lager „Dreiberg“ und
„Breitenbrunn“ zinnführend sind. Die Skarnlager fallen nach SE ein und wurden auch auf
tschechischem Gebiet nachgewiesen.
Lage und Größe:
87
x – 4562260,00
y – 5590880,00
Grubenfeld 3 x 2 km
Tiefenerstreckung bis 900 m
Vorräte und Gehalte:
Bilanzvorräte:
69,6 kt Zinn, Haltigkeit des Roherzes: 6,7 kg/t
31,1 kt Zink, Haltigkeit des Roherzes: 3,0 kg/t
Gesamtroherzmenge > 10 Mio. t
Weitere Vorräte an Eisen und Cadmium
vorhanden
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Neben Kassiterit und Magnetit treten in den
Skarnerzen diverse Sulfiderze (Sphalerit) auf
Auf der 120 m – Sohle wurden derbe Blöcke
mit gediegen Arsen und gediegen Silber
gefunden
Art und Perioden des Bergbaus:
1750 – 1852 Altbergbau auf Eisen-, Silber- und
Zinkerz in Oberflächennähe
1966 – 1990 Erkundung auf Zinnerz
Firstenstoßbau und Kammer-Pfeiler-
Versuchsbau
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Tellerhäuser Sn
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Skarnlagerstätte
__
Angaben zur Aufbereitung:
Die Feinkörnigkeit des Kassiterits, die
Verwachsung mit Sulfiden sowie die Alkalität
des Nebengesteins müssen in einer
Aufbereitungstechnologie Beachtung finden,
um verkaufsfähige Konzentrate erzeugen zu
können
Grad der Erkundung:
Lagerstätte ist gut erkundet
Flanken müssen
nacherkundet werden
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Eine wirtschaftliche Nutzung ist bei Lösung des Aufbereitungsproblems ggfs. möglich
Lagerstätte Tellerhäuser ist im Verbund mit den Lagerstätten Pöhla und Hämmerlein zu
betrachten
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge
Vogelschutzgebiet
Antrag auf Erkundung nach
§ 7 B Berg G gestellt.

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Nebengestein:
Glimmerschiefer
Skarn
Marmor
Im unteren Lagerstätten-
bereich Granit
Lagerstättencharakteristik:
Im Bereich der Zinn-Lagerstätte Hämmerlein durchschneidet die Störungszone von Gera-
Joachimsthal Kalksilikatgesteine wodurch sich Skarne ausbildeten. Eines dieser Skarnlager
(Hämmerlein Lager) ist hydrothermal vererzt. Einfallen des Skarnlagers nach SE. Stratiform-
epigenetische Vererzung,Skarne von Kluft- und Trümerzügen durchzogen.
Lage und Größe:
88
x – 4559810,00
y – 5593060,00
Grubenfeld 3 x 2 km
Tiefenerstreckung bis 800 m
Vorräte und Gehalte:
Bilanzvorräte:
51,6 kt Zinn, Haltigkeit des Roherzes: 4,2 kg/t
65,8 kt Zink, Haltigkeit des Roherzes: 9,7 kg/t
Gesamtroherzmenge: > 12 Mio. t
Weitere Vorräte an Cadmuim und Eisen
vorhanden
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Haupterze: Kassiterit und Sphalerit
Nebenprodukte: Magnetit, eine Vielzahl von
Sulfiden
In den Skarnen viele Ca-Silikate
Art und Perioden des Bergbaus:
1982 – 1991 Versuchsabbau auf 3 Sohlen auf
Skarnerz
Kammer-Pfeiler-Bau ohne Versatz
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Hämmerlein
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Skarnlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Der Kassiterit ist sehr feinkörnig bis
kryptokristallin. Es treten auch Zinnsilikate auf.
Es fehlt bisher eine geeignete Aufbereitungs-
technologie zur Erzielung von verkaufsfähigen
Konzentraten bei vertretbarem Ausbringen
Grad der Erkundung:
Lagerstätte ist zur Auf-
nahme der Gewinnungs-
arbeiten bereit
Nacherkundung der
Flanken zur Vorrats-
gewinnung
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Mit einer geeigneten Aufbereitungstechnologie und der Umgestaltung des Grubenfeldes auf
LHD-Technik ist eine wirtschaftliche Nutzung ggfs. möglich
Lagerstätte Hämmerlein ist im Verbund mit den Lagerstätten Pöhla und Tellerhäuser zu
betrachten
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge
Antrag auf Aufsuchung
nach § 7 B Berg G gestellt.

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Nebengestein:
Skarn
Marmor
Amphibolit
Quarzit
Gneisglimmerschiefer
Lagerstättencharakteristik:
Die Zinn-Lagerstätte Breitenbrunn liegt an der SW-Umrandung der Schwarzenberger Kuppel. In
Skarnlagern tritt eine polymetallische Vererzung auf. Diese Skarne werden von Greisentrümern
gekreuzt, die für eine betonte Zinnvererzung verantwortlich zeichnen. Insgesamt sind 8 Skarnlager
ausgebildet, die über-wiegend flach nach SSW einfallen.
Lage und Größe:
89
x – 4554800,00
y – 5594000,00
Feldgröße 5 x 1 km
Tiefe: 100 – 500 m bis zum Granit
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
55 kt Zinn, Haltigkeit des Roherzes: 2,5 kg/t
22 Mio. t Roherz
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Haupterz: Kassiterit
Nebenbestandteile: Vererzungen mit Zn, Cu,
Cd, Fe, W und B
Metasomatische Fluoritvererzung
Art und Perioden des Bergbaus:
1567 – 1941 Bergbau auf Zinn- und Eisenerze
sowie Fluorit
1948 – 1955 Uranerzbergbau
Offener Kammer-Pfeiler-Bau in flach geneigten
Skarnlagen
In Gangbereichen Firstenstoßbau mit Versatz
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Breitenbrunn
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Skarnlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Die Feinkörnigkeit des Kassiterits im Skarn
bedarf einer geeigneten Aufbereitungs-
technologie
Grad der Erkundung:
Revision Altbergbau
Bohrungen
Systematische Erkundung
steht noch aus
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die Lagerstätte ist nicht vollständig erkundet. Ohne nennenswerte Vorräte der Neben-
bestandteile, die mitgewonnen werden können, ist die Lagerstätte zu gering vererzt
Die Lösung des Problems der Aufbereitung von Skarnerzen entscheidet über eine
wirtschaftliche Nutzung
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge
Schaubergwerk

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Nebengestein:
Gneis
Glimmerschiefer
Skarn
Amphibolit
Granit im Liegenden
Lagerstättencharakteristik:
Die Zinn-Lagerstätte Geyer-Süd liegt am NW-Rand der Annaberger Gneiskuppel und schließt sich
SW an die Pinge von Geyer an. Insgesamt 9 Skarnlager mit polymetallischer Vererzung unter
Vormacht von Zinnerzen treten auf. Stark vererzt sind Kreuzungsbereiche von ebenfalls vererzten
Greisen-trümern mit den Skarnlagen. Zusätzlich treten hydrothermale Bildungen mit
Spatmineralisation auf.
Lage und Größe:
90
x – 4564700,00
y – 5608400,00
Verbreitungsgebiet der Skarne:
4 x 1 km
Tiefenerstreckung: 100 – 600 m
Vorräte und Gehalte:
Bilanzvorräte:
46 kt Zinn, Haltigkeit des Roherzes: 5,6 kg/t
57 kt Zink, Haltigkeit des Roherzes: 11,0 kg/t
8Mio. t Roherz
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Skarnerze mit Sn, Zn, Fe, Cu und Cd
Greisenerze mit Sn, W, und Quarz
Spatmineralisation mit Fluorit und Baryt
Art und Perioden des Bergbaus:
Unverritzte Lagerstätte
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Geyer-Süd
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Zinnerz-Skarnlagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Für Greisenerze bestehen keine
Aufbereitungsprobleme
Skarnerze sind für gewöhnlich feinkörnig und
bringen in der Flotation nur unter großen
Ausbringenverlusten nach gegenwärtigem
Kenntnisstand verkaufsfertige Konzentrate
Grad der Erkundung:
Bohrungen
Lagerstätte nicht komplett
erkundet
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die halbsteile Lagerung der Skarnhorizonte sowie die Aufbereitungsprobleme müssen eine
technologische Lösung erfahren, dann bietet die Lagerstätte ggfs. eine wirtschaftliche
Nutzungsmöglichkeit
Nacherkundung im Streichen der Lagerstätte notwendig
Schutzgebiete:
keine
Antrag auf Aufsuchung
nach § 7 B Berg G gestellt

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image
Nebengestein:
Diabase
Phyllite
Lagerstättencharakteristik:
Das Antimonerz-Vorkommen Dorfchemnitz liegt am NW-Rand der Erzgebirgszentralzone. Auf einer
SW-NE-streichenden Störungsschar wurde eine Antimonvererzung in Diabasen und seltener in
Phylliten erkundet. Die Mineralisation besteht aus Gängen, Trümern und brekziösen Gangzonen. Das
Nebengestein ist metasomatisch verändert.
Lage und Größe:
91
x – 4560800,00
y – 5614700,00
Länge der Vererzung: 0,5 km
Mächtigkeit im cm-Bereich
Vorräte und Gehalte:
Perspektivische Vorräte:
14 kt Antimon, Haltigkeit des Roherzes: 10 kg/t
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Erzminerale: Antimonit, Berthierit, Sphalerit,
Pyrit
Gangarten: Quarz, Karbonate
Der Sb-Gehalt schwankt sehr stark in der
Vererzung von 1,5 kg/t bis 100 kg/t
Art und Perioden des Bergbaus:
Unverritztes Vorkommen
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Dorfchemnitz
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Antimonerz-Vorkommen
___
Angaben zur Aufbereitung:
keine Angaben verfügbar
Grad der Erkundung:
Bohrungen, davon 10 direkt
im Vorkommen
Zur abschließenden
Beurteilung weitere
Erkundungsbohrungen
nötig
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Beim gegenwärtigen Kenntnisstand keine Aussage zur wirtschaftlichen Nutzung möglich.
Schutzgebiete:
Keine

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Nebengestein:
Granit
Andalusitglimmerfels
Sande
Schluffe
Gerölle
Lagerstättencharakteristik:
Die Zinnerz-Lagerstätte Sauschwemme liegt im Eibenstocker Granitmassiv. In einer flachen Senke
haben sich die Schwerminerale des verwitterten Granits und eines turmalinisierten
Andalusitglimmerfelses als alluvial-deluviale Ablagerungen angereichert. Die Seifen liegen unter
einem Torfmoor und stellen Restvorräte einer ursprünglich größeren Lagerstätte dar.
Lage und Größe:
92
x – 4547100,00
y – 5589700,00
Fläche: 3 km
Tiefenlage: < 30 m
Vorräte und Gehalte:
Prognostische Vorräte:
2,4 kt Zinn, Haltigkeit des Roherzes: 0,37 kg/t
41,3 kt Bor, Haltigkeit des Roherzes:3,0 kg/t
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Nutzminerale: Kassiterit, Turmalin
Nebenbestandteile: Wolframit, gelegentlich
Edelsteine (Topas, Aquamarin), selten
Goldkörner
Art und Perioden des Bergbaus:
Intensiv von 1604 - 1825 abgebaute
Seifenlagerstätte
Kein Tiefbau
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Sauschwemme
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
______
Zinnerz-Seifen
_____
Angaben zur Aufbereitung:
Die Schwerminerale wurden an Ort und Stelle
zu einem verhüttungsfähigen Konzentrat
verwaschen
Vererzte Gerölle wurden an benachbarte
Pochwerke geliefert
Grad der Erkundung:
Seifenlagerstätte durch
Bohrungen ausreichend
erkundet
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Keine wirtschaftliche Nutzung möglich.
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge
Vogelschutzgebiet
FFH-Gebiet Nr. 283

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Nebengestein:
Augengneis
Flasergneis
Glimmerschiefer
Quarzit
Versantit
Lagerstättencharakteristik:
Die Uranerz-Lagerstätte Raschau-Grünstädtel wurde an der Ostflanke der Schwarzenberger
Gneiskuppel aufgeschlossen. NW-SE-streichende und z. T. quer dazu orientierte Gänge weisen eine
hydrothermale Gangmineralisation auf, darunter auch Uranminerale. Kreuzungsbereiche erwiesen
sich als Reicherzzonen.
Lage und Größe:
93
x – 4558190,00
y – 6500020,00
Länge der Gänge: 200 – 300 m
Tiefenerstreckung: 250 m
Mächtigkeiten: wenige cm
Vorräte und Gehalte:
Die Lagerstätte ist vollständig auf Uranerz
abgebaut
Ob uranfreie BiCoNi-Gänge in abbauwürdigen
Mächtigkeiten vorhanden sind, ist bei der
Erkundung nicht erfasst worden
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Uranminerale: Autunit, Uraninit, Torbernit
Erze der BiCoNi-Formation
Art und Perioden des Bergbaus:
1361 – 1921 Bergbau mit Unterbrechungen auf
Eisen-, Silber- und Zinnerz
1949 – 1954 Uranerzbergbau Firstenstoßbau
_ _ _ _ _ _ _ _ _
Raschau-Grünstädtel
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _
__
Uranerz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Keine Angaben darüber verfügbar, welche der
umliegenden Aufbereitungen beliefert wurden.
Grad der Erkundung:
Bohrungen
Schürfe
Bergmännischer Aufschluss
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Gegenwärtig keine wirtschaftliche Nutzung möglich.
Schutzgebiete:
Keine

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Nebengestein:
Augengneis
Glimmerschiefer
Quarzit
Skarn
Marmor
Lagerstättencharakteristik:
Die Uranerz-Lagerstätte Erla-Crandorf liegt in der SE-Umrandung der Schwarzenberger Gneiskuppel.
In der bunten Serie aus Gneisen, Glimmerschiefern, Quarziten, Marmoren und Skarnen treten
hydrothermale Gangmineralisationen mit Uranerz auf. Die Vererzung konzentriert sich auf den
Kreuzungsbereich Gänge/Skarne mit der Störung Weißer Hirsch. Die Skarne sind polymetall vererzt.
Lage und Größe:
94
x – 4556700,00
y – 5597370,00
Längen der Gänge: max. 1 km
Tiefenerstreckung: 250 m
Mächtigkeit: < 30 cm
Vorräte und Gehalte:
Perspektivische Vorräte:
0,6 kt Uran
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Uranerz: Uraninit
Skarne weisen eine Vererzung mit Wolfram,
Zinn und Zink auf.
Zusätzlich treten Eisenerzgänge auf, die
parallel zur Weißen Hirsch-Störung streichen
Art und Perioden des Bergbaus:
17. – 18. Jahrhundert Altbergbau auf Eisenerz
und Silbererz
1950 – 1955 Uranerzbergbau
Firstenstoßbau bis 230 m Tiefe
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Erla-Crandorf
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Uranerz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Keine Angaben darüber verfügbar, welche der
benachbarten Aufbereitungen beliefert wurden
Grad der Erkundung:
Vorkommen nur
teilerkundet
Bohrungen
Bergmännischer Aufschluss
auf 7 Sohlen
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die weitgehend ausgeerzte Lagerstätte bietet momentan keine wirtschaftliche
Nutzungsmöglichkeit
Erkundungsarbeiten auf eine mögliche Mineralisation der Skarne können wegen der
Nachbarschaft zur Lagerstätte Pöhla als höffig eingeschätzt werden
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge

image
Nebengestein:
Augengneis
Amphibolite
Glimmerschiefer
Skarn
Lamprophyre
Lagerstättencharakteristik:
Die Uranerz-Lagerstätte Tannenbaum liegt im Süden der Schwarzenberger Augengneiskuppel. Sie
wurde vollständig über den Schacht „September“ abgebaut. Eine hydrothermale Gangmineralisation
mit Uranvererzung ist auf Kreuzungsbereiche mehrerer Gangtrümer konzentriert. Es treten
zusätzliche Skarne auf, über deren mögliche Vererzung keine Angaben vorliegen.
Lage und Größe:
95
x – 4555540,00
y – 5596950,00
Länge der Gänge: 300 – 500 m
Tiefenerstreckung: 180 m
Mächtigkeit: einige cm
Vorräte und Gehalte:
Lagerstätte abgebaut
Keine Uranvorräte mehr vorhanden
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Uranvererzung: Uraninit (Pechblende)
Art und Perioden des Bergbaus:
Geringer Altbergbau 17. und 18. Jahrhundert
auf vererzte Skarne
1949 – 1955 Uranerzbergbau
Firstenstoßbau
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Tannenbaum
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Uranerz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Keine Angaben darüber verfügbar, welche der
benachbarten Aufbereitungen beliefert wurden
Grad der Erkundung:
nach 1956 keine
Erkundung mehr
Bohrungen
Bergmännischer Aufschluss
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Wirtschaftliche Nutzung der Uranvererzung ist nicht mehr möglich
Da die Lagerstätte Tannenbaum sehr nahe an der Skarnlagerstätte Antonsthal liegt und 1956
bei Einstellung der Erkundung die polymetallische Vererzung der Skarne nicht von Interesse
war, sollte trotz Granitnähe der Skarn nacherkundet werden
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge

image
Nebengestein:
Augengneis
Amphibolit
Metagrauwacke
Glimmerschiefer
Skarn
Lagerstättencharakteristik:
An der Südflanke der Augengneiskuppel von Schwarzenberg liegt die Uranerz-Lagerstätte von
Antonsthal. NW-SE-streichende Bruchscharen sind hydrothermal mineralisiert. Auf Gangkreuzungen
war häufig eine Uranmineralisation anzutreffen. Die Gewinnung erfolgte über den Mai-Schacht. Die
Skarnhorizonte wurden nicht in die bergmännische Gewinnung einbezogen.
Lage und Größe:
96
x – 4553760,00
y – 5596140,00
Länge der Gänge: 300 – 500 m
Tiefenerstreckung: 250 m
Mächtigkeit: einige cm
Vorräte und Gehalte:
Es sind keine Uranerzvorräte mehr vorhanden
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Uranerz: Uraninit (Pechblende)
Art und Perioden des Bergbaus:
17. und 18. Jahrhundert Eisenerz- und
Silbererzbergbau in kleinen, oberflächennahen
Gruben
1950 – 1954 Uranerzbergbau
Firstenstoßbau
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Antonsthal-U
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Uranerz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Keine Angaben darüber verfügbar, welche der
benachbarten Aufbereitungen beliefert wurden
Grad der Erkundung:
Nach 1954 keine
Erkundung mehr
Bohrungen
Bergmännischer Aufschluss
auf 13 Sohlen
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Die Skarnhorizonte werden unter Steckbrief Nr. 104 beschrieben
Schutzgebiete:
keine

image
Nebengestein:
Glimmerschiefer
Quarzit
Amphibolit
Skarne
Lagerstättencharakteristik:
An der Südflanke der Schwarzenberger Augengneiskuppel ist unmittelbar an der Arnoldshammer
Störung eine hydrothermale Gangmineralsation ausgebildet. Eine Uranvererzung erfolgte nur auf
NW-SE-streichenden Gängen. Zusätzlich treten auf E-W-streichenden Gangstrukturen mit
polymetallischer Vererzung sowie Greisentrümer mit Kassiterit auf.
Lage und Größe:
97
x – 4555020,00
y – 5595010,00
Vorräte und Gehalte:
Es sind keine Uranerzvorräte mehr vorhanden
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Uranerz: Uraninit
Sulfidvererzung Polymetalle
Kassiterit
Art und Perioden des Bergbaus:
Polymetallerzbergbau bis 1880, Grube Segen
Gottes
1949 – 1954 Uranerzbergbau
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Unterrittersgrün
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Uranerz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Keine Angaben darüber verfügbar, welche der
benachbarten Aufbereitungen beliefert wurden
Grad der Erkundung:
1972 Zinnerkundung ohne
Resultat
Bergmännischer Aufschluss
Bohrungen auf Uran und
später Zinn
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Skarne zu geringmächtig, deshalb kein Höffigkeitsgebiet für Sn-W-Zn-Erkundungen
Eine wirtschaftliche Nutzung des Vorkommens wenig wahrscheinlich
Schutzgebiete:
Naturpark Erzgebirge

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Nebengestein:
Quarzit
Phyllit
Amphibolit
Lagerstättencharakteristik:
Die Uranerz-Lagerstätte Halbmeile liegt im Bereich des Lineaments Gera-Joachimsthal. Auf NW-SE-
streichenden Bruchscharen tritt eine Uranmineralisation auf. Das Vorkommen erstreckt sich bis auf
tschechisches Staatsgebiet.
Lage und Größe:
98
x – 4556590,00
y – 5591420,00
Länge der Gänge: 200 – 300 m
Tiefenerstreckung: 300 – 400 m
Gangmächtigkeit: wenige cm
Vorräte und Gehalte:
Es sind keine Uranerzvorräte mehr vorhanden
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Uranerze: Uraninit (Pechblende) Torbernit
Art und Perioden des Bergbaus:
Zinn-Seifenbergbau im Mittelalter
1950 – 1955 Uranerzbergbau
Firstenstoßbau
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Halbmeile
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Uranerz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Keine Angaben darüber verfügbar, welche der
benachbarten Aufbereitungen beliefert wurden
Grad der Erkundung:
Bohrungen
Bergmännischer Aufschluss
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Keine wirtschaftliche Nutzung möglich.
Schutzgebiete:
Grundwasserschutzgebiet
Naturpark Erzgebirge

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Nebengestein:
Phyllit
Glimmerschiefer
Lagerstättencharakteristik:
Die Uranerz-Lagerstätte Tellerhäuser-Kaffenberg liegt am Westflügel der Brachysynklinale von
Tellerhäuser im Einflussbereich der Rittersgrüner Störung. Parallstörungen mit NW-SE Streichen sind
mit Uranvererzung mineralisiert. Während der Gewinnungsphase von Uranerz am Kaffenberg waren
die Skarnvererzungen noch unbekannt.
Lage und Größe:
99
x – 4560340,00
y – 5591290,00
Länge der Gänge: 200 – 300 m
Mächtigkeit: wenige cm
Vorräte und Gehalte:
Es existieren keine Uranerzvorräte mehr
Mineralogische und geochemische
Besonderheiten:
Uranerze: Uraninit (Pechblende) Torbernit
Zinnvererzung
Art und Perioden des Bergbaus:
1530 – 1730 oberflächennaher Zinnerzbergbau
am Kaffenberg
1953 – 1955 Uranerzbergbau
Firstenstoßbau
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Tellerhäuser - alt
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Uranerz-Ganglagerstätte
Angaben zur Aufbereitung:
Keine Angaben darüber verfügbar, welche
benachbarten Aufbereitungen beliefert wurden
Grad der Erkundung:
Bergmännischer Aufschluss
Bohrungen
Hinweise zur wirtschaftlichen Nutzung:
Keine wirtschaftliche Nutzung der Uranerze möglich.
Schutzgebiete:
Keine

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Nebengestein:
Phyllit
Lagerstättencharakteristik:
Die Uranerz-Lagerstätte Seifenbach stellt die nördliche Fortsetzung der Lagerstätte
Johanngeorgenstadt dar. Sie liegt zwischen den Bruchstrukturen „Irrgang“ und Rabenberg-Störung.
Die Uranvererzung ist gangförmig und als Stockwerk ausgebildet.
Lage und Größe:
100
x – 4552300,00
y – 5590670,00
Erstreckung: > 500 m
Tiefe: 300 m