image
image
Leistungskurs - Biologie
Aufgabenbeispiel für den C - Teil
Bearbeiten Sie die nachfolgende Aufgabe.
Laubblätter der Samenpflanzen zeigen entsprechend des Wasserangebotes
verschiedener Standorte typische Anpassungserscheinungen.
Besonders deutlich wird diese Angepasstheit bei der Untersuchung ausgewählter
Laubblattquerschnitte.
1
Bestimmen Sie mit Hilfe der Ihnen zur Verfügung stehenden Bestimmungsliteratur zwei der
drei vorliegenden Pflanzen. Beginnen Sie mit der Bestimmungstabelle bzw. dem
Bestimmungsschlüssel für Gehölze. Notieren Sie den Bestimmungsweg, die Literaturangabe
zum Bestimmungsbuch, die Seitenangaben der Tabellen sowie die Ziffern der Fragenpaare,
für die Sie sich entschieden haben.
Geben Sie den deutschen und den wissenschaftlichen Artnamen und die Pflanzenfamilie für
die jeweilige Pflanze an.
Erreichbare BE-Anzahl: 09
2
Ordnen Sie die Laubblattquerschnitte von Material 1 einer gemeinsamen ökologischen
Gruppe zu und erläutern Sie unter Einbeziehung dieses Materials
jeweils eine
Angepasstheit an die entsprechenden Standortbedingungen.
Nennen Sie eine weitere Anpassungserscheinung dieser ökologischen Gruppe in Bezug auf
ein anderes Pflanzenorgan.
Erreichbare BE-Anzahl: 06
A
B
Material 1:
mikroskopische Aufnahmen von Laubblattquerschnitten
A – Ausschnitt Oleander
(Nerium oleander)
B – Ausschnitt Kiefer
(Pinus spec.)

Leistungskurs - Biologie
Bewertungsvorschlag für den C - Teil
1 (Anforderungsbereich II-III)
Bestimmen:
- richtiger Bestimmungsweg mit mindestens sechs Entscheidungen für zwei Pflanzen,
beginnend mit dem Gehölztabelle / -schlüssel
04 BE
Angeben:
- deutscher und wissenschaftlicher Artname der zwei Pflanzen
- Name der jeweiligen Pflanzenfamilie
04 BE
- Angaben zur Bestimmungsliteratur
01 BE
2 (Anforderungsbereich II)
Zuordnen:
Xerophyten
01 BE
Erläutern:
z. B.
A –
Nerium oleander
- Blatthaare sind vorhanden, dies verhindert eine zu starke Verdunstung
und damit eine optimale Angepasstheit an trockene Standorte
oder
- eine starke Kutikula ist ausgebildet, diese gewährleistet in trockener
Umgebung einen optimalen Verdunstungsschutz
02 BE
B –
Pinus spec.
- eingesenkte Spaltöffnungen verringern die Transpiration,
dies stellt eine optimale Angepasstheit an trockene Standorte dar
oder
- eine mehrschichtige Epidermis reduziert die kutikuläre Verdunstung
02 BE
Nennen:
z. B.
- tief reichendes Wurzelsystem
oder
- Sprosssukkulenz
01 BE
15 BE

Leistungskurs - Biologie
Vorinformation für den prüfenden Fachlehrer
Geräte:
- Präparierbesteck, Lupe
Materialien:
-
drei
mit Nummernschildern versehene nacktsamige Gehölze
(z. B. Weiß-Tanne, Blau-Fichte, Gewöhnliche Fichte)
Hinweis:
Zur richtigen Bestimmung der Pflanzen müssen mindestens
sechs
Entscheidungen
notwendig sein. Dabei soll der Schüler mit der Bestimmungstabelle bzw. dem
Bestimmungsschlüssel für Gehölze beginnen. Die verwendete Bestimmungsliteratur (Autor,
Titel,
Auflage/Erscheinungsjahr)
sowie
die
Bestimmungswege
sind
im
Protokoll
Pflanzenbestimmung zu vermerken.
Die zu bestimmenden Pflanzen sind mit Beginn der Prüfungszeit den Schülern im Prüfungs-
raum sichtbar und zugänglich zu machen.
Der Aufsicht führende Fachlehrer muss im Aufsichtsprotokoll
kein
verbales Urteil über die
Durchführung der Pflanzenbestimmung abgeben.