1.
2.
§ 1
§ 2
§ 3
§ 4
§ 5
§ 6
§ 7
§ 8
§ 9
§ 10
§ 11
§ 11a
§ 12
§ 12a
§ 12b
§ 13
§ 13a
§ 14
§ 15
§ 16
§ 16a
§ 17
§ 18
§ 18a
§ 19
§ 20
§ 21
§ 22
§ 22a
Verordnung
des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus
über die Erste Staatsprüfung für Lehrämter an Schulen im Freistaat
Sachsen
(Lehramtsprüfungsordnung I – LAPO
I)
1
Vom 29. August 2012
Es wird verordnet aufgrund von
§ 40 Abs. 3 des
Schulgesetzes
für
den
Freistaat
Sachsen
(SchulG)
in der Fassung der
Bekanntmachung vom 16. Juli 2004 (SächsGVBl. S. 298), das zuletzt durch Artikel 2 Abs. 10 des
Gesetzes vom 19. Mai 2010 (SächsGVBl. S. 142, 144) geändert worden ist,
§
16
Abs.
1
Satz
2
Nr.
1
des
Gesetzes
über
die
Verwaltungsorganisation
des
Freistaates
Sachsen
(Sächsisches
Verwaltungsorganisationsgesetz
SächsVwOrgG)
vom
25.
November
2003
(SächsGVBl. S. 899), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 27. Januar 2012
(SächsGVBl. S. 130, 131) geändert worden ist:
Inhaltsübersicht
2
Teil 1
Allgemeine Bestimmungen
Zweck der Ersten Staatsprüfung
Zuständigkeiten
Prüfer
Prüfungskommissionen
Regelstudienzeit
Studienumfang, Verteilung der Leistungspunkte
Ergänzungsstudien, schulpraktische Studien
Prüfungszeiträume, Zulassungsantrag
Entscheidung über die Zulassung
Prüfungsbestandteile der Ersten Staatsprüfung
Wissenschaftliche Arbeit
Abweichende Regelungen zur Anfertigung der wissenschaftlichen Arbeit
Mündliche Prüfungen
Einsatz von Videotelefonie bei mündlichen Prüfungen
Entfallen der mündlichen Prüfungen wegen Unzumutbarkeit
Schriftliche Prüfung
Entfallen der schriftlichen Prüfung wegen Unzumutbarkeit
Nachteilsausgleich
Bewertung der Prüfungsleistungen
Ermittlung der Gesamtnote der Ersten Staatsprüfung
Ermittlung der Gesamtnote bei Entfallen von Prüfungsbestandteilen
Nichtbestehen und endgültiges Nichtbestehen der Ersten Staatsprüfung
Zeugnis
Zeugnis bei Entfallen von Prüfungsbestandteilen
Täuschungsversuch
Versäumnis, Nachholung
Wiederholungsprüfung
Erweiterungsprüfung
Datenverarbeitung
Teil 2
Lehramt an Grundschulen
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 1 von 90

§ 23
§ 24
§ 25
§ 26
§ 27
§ 28
§ 29
§ 30
§ 31
§ 32
§ 33
§ 34
§ 35
§ 36
§ 37
§ 38
§ 39
§ 40
§ 41
§ 42
§ 43
§ 44
§ 45
§ 46
§ 47
§ 48
§ 49
§ 50
§ 51
§ 52
§ 53
§ 54
§ 55
§ 56
§ 57
§ 58
§ 59
§ 60
§ 61
§ 62
Abschnitt 1
Allgemeine Bestimmungen
Prüfungsfächer, Fächerkombinationen, mündliche Prüfungen
Erweiterungsprüfung für das Lehramt an Grundschulen
Abschnitt 2
Studieninhalte, Prüfungsinhalte, Prüfungsumfang
Bildungswissenschaftlicher Bereich
Grundschuldidaktik
Deutsch
Deutsch als Zweitsprache (DaZ)
Englisch
Ethik/Philosophie
Französisch
Kunst
Mathematik
Musik
Polnisch
Evangelische Religion
Katholische Religion
Sorbisch
Sport
Tschechisch
Wirtschaft-Technik-Haushalt/Soziales (WTH)
Teil 3
Lehramt an Oberschulen
Abschnitt 1
Allgemeine Bestimmungen
Prüfungsfächer, Fächerkombinationen, mündliche Prüfungen
Erweiterungsprüfung für das Lehramt an Oberschulen
Abschnitt 2
Studieninhalte, Prüfungsinhalte, Prüfungsumfang
Bildungswissenschaftlicher Bereich
Biologie
Chemie
Deutsch
Deutsch als Zweitsprache (DaZ)
Englisch
Ethik/Philosophie
Französisch
Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung
Geographie
Geschichte
Informatik
Kunst
Mathematik
Musik
Physik
Polnisch
Evangelische Religion
Katholische Religion
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 2 von 90

 
§ 63
§ 64
§ 65
§ 66
§ 67
§ 68
§ 69
§ 70
§ 71
§ 72
§ 73
§ 74
§ 75
§ 76
§ 77
§ 78
§ 79
§ 80
§ 81
§ 82
§ 83
§ 84
§ 85
§ 86
§ 87
§ 88
§ 89
§ 90
§ 91
§ 92
§ 93
§ 94
§ 95
§ 96
§ 97
§ 98
§ 99
§ 100
Russisch
Sorbisch
Spanisch
Sport
Tschechisch
Wirtschaft-Technik-Haushalt/Soziales (WTH)
Teil 4
Lehramt an Gymnasien
Abschnitt 1
Allgemeine Bestimmungen
Prüfungsfächer, Fächerkombinationen, mündliche Prüfungen
Erweiterungsprüfung für das Lehramt an Gymnasien
Abschnitt 2
Studieninhalte, Prüfungsinhalte, Prüfungsumfang
Bildungswissenschaftlicher Bereich
Biologie
Chemie
Deutsch
Deutsch als Zweitsprache (DaZ)
Englisch
Ethik/Philosophie
Französisch
Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung/Wirtschaft
Geographie
Geschichte
Griechisch
Informatik
Italienisch
Kunst
Latein
Mathematik
Musik
Physik
Polnisch
Evangelische Religion
Katholische Religion
Russisch
Sorbisch
Spanisch
Sport
Tschechisch
Teil 5
Lehramt an berufsbildenden Schulen
Abschnitt 1
Allgemeine Bestimmungen
Prüfungsfächer, Fächerkombinationen, mündliche Prüfungen
Erweiterungsprüfung für das Lehramt an berufsbildenden Schulen
Berufspraktikum
Abschnitt 2
Studieninhalte, Prüfungsinhalte, Prüfungsumfang
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 3 von 90

 
§ 101
§ 102
§ 103
§ 104
§ 105
§ 106
§ 107
§ 108
§ 109
§ 110
§ 111
§ 112
§ 113
§ 114
§ 115
§ 116
§ 117
§ 118
Bildungswissenschaftlicher Bereich
Bautechnik
Druck- und Medientechnik
Elektrotechnik und Informationstechnik
Farbtechnik, Raumgestaltung und Oberflächentechnik
Gesundheit und Pflege
Holztechnik
Labor- und Prozesstechnik
Lebensmittel-, Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaft
Metall- und Maschinentechnik
Sozialpädagogik
Textiltechnik und Bekleidung
Teil 6
Lehramt Sonderpädagogik
Abschnitt 1
Allgemeine Bestimmungen
Prüfungsfächer, Fächerkombinationen, mündliche Prüfungen
Erweiterungsprüfung für das Lehramt Sonderpädagogik
Abschnitt 2
Studieninhalte, Prüfungsinhalte, Prüfungsumfang
Bildungswissenschaftlicher Bereich
Prüfungsanforderungen in den Förderschwerpunkten
Teil 7
Übergangs- und Schlussbestimmungen
Übergangsregelungen
Inkrafttreten und Außerkrafttreten
Teil 1
Allgemeine Bestimmungen
§ 1
Zweck der Ersten Staatsprüfung
1
Mit der Ersten Staatsprüfung wird ein Lehramtsstudium an einer Universität, an der Hochschule für Musik
Carl Maria von Weber Dresden oder an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn
Bartholdy“ Leipzig (Hochschulen) abgeschlossen.
2
In der Ersten Staatsprüfung soll nachgewiesen werden,
dass die bildungswissenschaftliche, fachwissenschaftliche, fachdidaktische und, soweit erforderlich,
künstlerische Eignung für die Übernahme in den Vorbereitungsdienst für das angestrebte Lehramt
erworben wurde.
§ 2
Zuständigkeiten
Für Angelegenheiten der Ersten Staatsprüfung ist die Schulaufsichtsbehörde zuständig, soweit in den
nachfolgenden Bestimmungen nicht andere Zuständigkeiten festgelegt sind.
§ 3
Prüfer
(1) Die Prüfer werden von der Schulaufsichtsbehörde mit dem Entwurf von Prüfungsaufgaben, der
Begutachtung und Bewertung der wissenschaftlichen Arbeiten nach § 11 und der schriftlichen Prüfungen
nach § 13 sowie der Abnahme und Bewertung der mündlichen Prüfungen nach § 12 beauftragt.
(2)
1
Hochschullehrer sind kraft Amtes als Prüfer in dem von ihnen vertretenen Fach, in der vertretenen
Fachrichtung oder dem vertretenen Förderschwerpunkt bestellt.
2
Darüber hinaus kann die
Schulaufsichtsbehörde als Prüfer bestellen:
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 4 von 90

 
1.
2.
3.
4.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
1.
wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiter, akademische Assistenten, Lehrkräfte für besondere
Aufgaben und Lehrbeauftragte der Hochschule,
Professoren im Ruhestand,
hauptamtlich tätige Lehrer der jeweiligen Schularten und Bedienstete der Schulaufsichtsbehörden
sowie
Lehrkräfte der Kirchen als Prüfer nach § 11 Absatz 2 Satz 3, die das Fach Evangelische oder
Katholische Religion unterrichten im jeweiligen Fach,
sofern sie fachlich geeignet sind.
3
Die Bestellung von Lehrkräften nach Satz 2 Nummer 4 erfolgt im
Einvernehmen mit der jeweiligen Kirche.
(3) Prüfer, die aus ihrem Dienstverhältnis innerhalb eines laufenden Prüfungszeitraumes ausscheiden, sind
zu verpflichten, bis zum Abschluss des laufenden Prüfungszeitraumes ihre Aufgaben im Rahmen der
Ersten Staatsprüfung wahrzunehmen.
(4) Die Prüfer sind bei ihrer Tätigkeit unabhängig und zur Verschwiegenheit verpflichtet.
§ 4
Prüfungskommissionen
(1)
1
Prüfungskommissionen für mündliche Prüfungen nach § 12 bestehen aus einem Vertreter der Lehrer
an öffentlichen Schulen oder der Schulaufsichtsbehörden als Vorsitzendem und, je nach fachlichen
Erfordernissen, aus mindestens einem, höchstens vier weiteren Prüfern als Mitglieder.
2
Mindestens einer
der Prüfer muss Hochschullehrer sein oder dem Kreis der prüfungsberechtigten Personen nach § 3
Absatz 2 Satz 2 Nummer 1 oder Nummer 2 angehören und das entsprechende Prüfungsfach an der
Hochschule lehren.
3
Der Vorsitzende der Prüfungskommission kann sich in die Prüfungen anderer
Mitglieder der Prüfungskommission einschalten und selbst prüfen.
(2) Zu den Prüfungen in den Fächern Evangelische Religion und Katholische Religion kann die jeweilige
Kirche einen Vertreter als Mitglied der Prüfungskommission entsenden.
§ 5
Regelstudienzeit
1
Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich der Prüfungszeit und der schulpraktischen Studien, unabhängig
von der gewählten Fächerkombination,
für das Lehramt an Grundschulen acht Semester,
für das Lehramt an Oberschulen neun Semester,
für das Lehramt an Gymnasien zehn Semester,
für das Lehramt an berufsbildenden Schulen zehn Semester,
für das Lehramt an berufsbildenden Schulen, wenn der Studiengang mit einer beruflichen Ausbildung
verbunden ist, zwölf Semester und
für das Lehramt Sonderpädagogik zehn Semester.
2
Sofern im Lehramtsstudium nach den Teilen 2 bis 4 das Fach Sorbisch gewählt wird und diese Sprache
nicht durch das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife nachgewiesen ist, verlängert sich die
Regelstudienzeit um zwei Semester.
3
Nach Maßgabe der Teile 2 bis 4 nachzuweisende Auslandsaufenthalte
werden auf die Regelstudienzeit nicht angerechnet.
4
Soweit nach den Teilen 3 und 4 nachzuweisende
Kenntnisse in Latein, Griechisch oder Hebräisch nicht durch das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife
nachgewiesen sind, bleibt ein Semester für die Regelstudienzeit unberücksichtigt.
5
Sofern
Prüfungsteilnehmer im ersten Prüfungszeitraum 2020 die Erste Staatsprüfung ablegen, bleibt ein
Semester für die Regelstudienzeit
unberücksichtigt.
3
§ 6
Studienumfang, Verteilung der Leistungspunkte
(1) Das Studium umfasst:
im Lehramt an Grundschulen 215 Leistungspunkte nach dem European Credit Transfer System
(Leistungspunkte).
2
Hiervon entfallen auf das Fach Deutsch, Mathematik oder Sorbisch
mindestens 50, auf die Grundschuldidaktik mindestens 90 und auf den bildungswissenschaftlichen
Bereich mindestens 40 Leistungspunkte.
3
Wird ein Fach nach § 23 Abs. 3 Nr. 2 studiert, entfallen auf
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 5 von 90

 
2.
3.
4.
5.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
das Fach mindestens 50, auf die Fachdidaktik mindestens 15, auf die Grundschuldidaktik
mindestens 75 und auf den bildungswissenschaftlichen Bereich mindestens 40 Leistungspunkte,
im Lehramt an Oberschulen 240 Leistungspunkte.
2
Hiervon entfallen auf die beiden Fächer
mindestens je 65, auf die Fachdidaktiken mindestens je 15 und auf den bildungswissenschaftlichen
Bereich mindestens 35 Leistungspunkte.
3
Auf das Fach Musik entfallen mindestens 75
Leistungspunkte.
im Lehramt an Gymnasien 270 Leistungspunkte.
2
Hiervon entfallen auf die beiden Fächer mindestens
je 80, auf die Fachdidaktiken mindestens je 15 und auf den bildungswissenschaftlichen Bereich
mindestens 35 Leistungspunkte.
3
Auf das Fach Musik entfallen mindestens 90 Leistungspunkte.
im Lehramt an berufsbildenden Schulen 270 Leistungspunkte.
2
Hiervon entfallen auf die erste
Fachrichtung mindestens 90, auf die zweite Fachrichtung oder das Fach mindestens 75, auf die
berufliche Didaktik oder die Fachdidaktik mindestens 15 und auf den bildungswissenschaftlichen
Bereich mindestens 35 Leistungspunkte und
im Lehramt Sonderpädagogik 270 Leistungspunkte.
2
Hiervon entfallen auf die beiden
Förderschwerpunkte mindestens je 50, auf das Fach mindestens 65, auf die Fachdidaktik des Faches
mindestens 15 und auf den bildungswissenschaftlichen Bereich mindestens 55 Leistungspunkte,
davon mindestens 20 auf allgemeine sonderpädagogische Inhalte.
(2) Daneben entfallen auf schulpraktische Studien jeweils ein Arbeitsaufwand in der Wertigkeit von
mindestens 25 und auf die Sprecherziehung jeweils ein Arbeitsaufwand in der Wertigkeit von mindestens 2
Leistungspunkten.
(3)
1
Der Arbeitsaufwand für die wissenschaftliche Arbeit im Rahmen der Ersten Staatsprüfung entspricht
im Lehramt an Grundschulen einer Wertigkeit von 15, in den anderen Lehrämtern einer Wertigkeit von 20
Leistungspunkten.
2
Der Arbeitsaufwand für die Prüfungsbestandteile nach § 10 Nummer 2 und 3
entspricht einer Wertigkeit von insgesamt 10 Leistungspunkten.
§ 7
Ergänzungsstudien, schulpraktische Studien
(1)
1
Die Leistungspunkte, die nach § 6 Abs. 1 und 2 in den einzelnen Lehrämtern als Differenz zwischen
dem Gesamtumfang und den mindestens erforderlichen Leistungspunkten verbleiben, können auf
Ergänzungsstudien entfallen, welche die Hochschulen anbieten.
2
Ergänzungsstudien sind insbesondere
Wahlmodule im bildungswissenschaftlichen, fachwissenschaftlichen oder fachdidaktischen Bereich, Module
zum Erwerb allgemeiner Qualifikationen und Angebote im Zusammenhang mit Forschungsprojekten sowie
Studien zum Erwerb zusätzlicher Sprachkenntnisse.
(2)
1
Schulpraktische Studien werden als Blockpraktika in der vorlesungsfreien Zeit und als
semesterbegleitende Praktika durchgeführt.
2
Der Schwerpunkt von mindestens zwei Blockpraktika und
mindestens zwei semesterbegleitenden Praktika muss in der Grundschuldidaktik, Fachdidaktik, beruflichen
Didaktik oder den Förderschwerpunkten liegen.
3
Der Schwerpunkt mindestens eines Blockpraktikums
muss im bildungswissenschaftlichen Bereich liegen.
§ 8
Prüfungszeiträume, Zulassungsantrag
(1)
1
Die Erste Staatsprüfung findet zweimal jährlich an den Hochschulen statt, an denen Studiengänge für
das betreffende Lehramt eingerichtet sind.
2
Die Schulaufsichtsbehörde gibt die Prüfungszeiträume und die
Termine für die Prüfungen, den nach § 9 Absatz 2 Satz 2 und 3 erforderlichen Nachweis des
Studienumfangs nach § 6 Absatz 1 und die Anmeldung im Internet bekannt.
(2)
1
Die Zulassung zur Ersten Staatsprüfung ist bis zum festgesetzten Termin für die Anmeldung bei der
Schulaufsichtsbehörde zu beantragen.
2
Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:
ein Antrag auf Zulassung zur Ersten Staatsprüfung mit der Angabe des angestrebten Lehramts,
eine Ausübung von Wahlrechten des Prüfungsteilnehmers nach den Teilen 2 bis 6,
die Ergebnisse der nach den Prüfungsordnungen der Hochschulen erforderlichen Modulprüfungen
(Nachweis des Mindeststudienumfangs),
eine Studienverlaufsbescheinigung,
für das Lehramt an berufsbildenden Schulen ein Nachweis nach § 100,
eine Erklärung des Antragstellers, ob er sich bereits zu einer Lehramtsprüfung gemeldet oder einer
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 6 von 90

 
7.
8.
1.
2.
3.
4.
5.
1.
2.
3.
solchen Prüfung unterzogen hat, gegebenenfalls wo und mit welchem Ergebnis,
gegebenenfalls Nachweise über Sprachkenntnisse und Sprachpraktika im Ausland und
gegebenenfalls Nachweise über bereits abgelegte Lehramtsprüfungen oder weitere akademische
Zeugnisse.
3
Unterlagen nach Satz 2 Nummer 3 bis 8 können innerhalb einer von der Schulaufsichtsbehörde
festgelegten Frist nachgereicht werden.
4
Die Unterlagen sind im Original vorzulegen.
5
Bei Zeugnissen
genügt die Vorlage beglaubigter Abschriften, sofern nicht die Schulaufsichtsbehörde die Vorlage des
Originals verlangt.
§ 9
Entscheidung über die Zulassung
(1) Die Schulaufsichtsbehörde soll innerhalb von sechs Wochen über die Zulassung zur Ersten
Staatsprüfung entscheiden.
(2)
1
Die Zulassung setzt die Ableistung des folgenden Mindeststudienumfangs voraus:
im Lehramt an Grundschulen 150 Leistungspunkte,
im Lehramt an Oberschulen 180 Leistungspunkte,
im Lehramt an Gymnasien 210 Leistungspunkte,
im Lehramt an berufsbildenden Schulen 210 Leistungspunkte und
im Lehramt Sonderpädagogik 210 Leistungspunkte.
2
Die Zulassung erfolgt unter der Bedingung, dass der Studienumfang nach § 6 Absatz 1 bis zu einem von
der Schulaufsichtsbehörde festzusetzenden Termin vor der Zeugniserteilung erbracht wird.
3
Die
Nachweise hat der Prüfungsteilnehmer bis zu dem festgesetzten Termin beizubringen.
4
Kann der
Prüfungsteilnehmer den Studienumfang nach § 6 Absatz 1 ohne Vorliegen eines wichtigen Grundes nicht
bis zu diesem Termin erbringen, gelten die Zulassung als versagt und die Erste Staatsprüfung als nicht
abgelegt.
(3)
1
Bei Vorliegen eines wichtigen Grundes ist der Studienumfang nach § 6 Absatz 1 innerhalb einer
Ausschlussfrist von 18 Monaten zu erbringen, die nach Ablauf des nach Absatz 2 Satz 2 festgesetzten
Termins beginnt.
2
Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der zum Zeitpunkt der Zulassung
ausstehende Studienumfang wegen Krankheit oder Nichtbestehen einer Modulprüfung nicht erbracht
werden kann.
3
Der Prüfungsteilnehmer hat den wichtigen Grund bis zu dem nach Absatz 2 Satz 2
festgesetzten Termin durch Vorlage entsprechender Nachweise mitzuteilen; die Krankheit ist durch
ärztliches Attest, auf Verlangen auch durch amtsärztliches Attest nachzuweisen.
4
Absatz 2 Satz 4 zweiter
Teilsatz gilt entsprechend, wenn der Studienumfang nicht innerhalb der Frist nach Satz 1 erbracht wird.
(4) Die Zulassung ist zu versagen, wenn die Zulassungsvoraussetzungen nach Absatz 2 Satz 1 nicht
erfüllt sind oder die Erste Staatsprüfung nach § 17 Absatz 2 endgültig nicht bestanden ist.
(5) Für nach Maßgabe der Teile 2 bis 6 geforderte Nachweise für Sprachkenntnisse, für Sprachpraktika im
Ausland oder für den Nachweis nach § 100, die der Schulaufsichtsbehörde nicht mit dem
Zulassungsantrag nach § 8 Absatz 2 nachgewiesen werden, gelten Absatz 2 Satz 2 bis 4 und Absatz 3
entsprechend.
§ 10
Prüfungsbestandteile der Ersten Staatsprüfung
Die Erste Staatsprüfung besteht aus
der wissenschaftlichen Arbeit nach § 11,
den mündlichen Prüfungen nach § 12 und nach Maßgabe der Teile 2 bis 6 sowie
der schriftlichen Prüfung nach § 13.
§ 11
Wissenschaftliche Arbeit
(1) Der Prüfungsteilnehmer muss eine wissenschaftliche Arbeit anfertigen und darin zeigen, dass er ein
fachwissenschaftliches, fachdidaktisches, berufsdidaktisches, sonderpädagogisches (betreffend einen
Förderschwerpunkt einschließlich der Allgemeinen Sonderpädagogik) oder bildungswissenschaftliches
Thema mit wissenschaftlichen Methoden und Hilfsmitteln sachgerecht bearbeiten kann.
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 7 von 90

 
(2)
1
Der Prüfungsteilnehmer erhält sein Thema durch einen von ihm gewählten Prüfer der Hochschule
frühestens vier, spätestens zwei Wochen vor dem nach § 8 Abs. 2 Satz 1 festgesetzten Termin.
2
Er teilt
der Schulaufsichtsbehörde das Thema und den Tag der Vergabe auf einem vom Prüfer unterschriebenen
Formblatt unverzüglich nach der Themenvergabe mit.
3
Der Prüfungsteilnehmer legt zudem eine
Bestätigung eines weiteren Prüfers über dessen Bereitschaft zur Übernahme der Beurteilung nach
Absatz 8 vor.
4
Entspricht das Thema nicht dem Zweck der wissenschaftlichen Arbeit nach Absatz 1,
verlangt die Schulaufsichtsbehörde vom gewählten Prüfer die Vergabe eines anderen Themas.
5
Äußert
sich die Schulaufsichtsbehörde innerhalb von zwei Wochen nicht, gilt das Thema als genehmigt.
(3)
1
Der Prüfungsteilnehmer kann das Thema einmal innerhalb eines Monats nach Erhalt zurückgeben und
von demselben oder einem anderen Prüfer der Hochschule ein neues Thema verlangen.
2
Er teilt die
Rückgabe unverzüglich der Schulaufsichtsbehörde mit.
3
Für das neue Thema gilt Absatz 2 Satz 2 bis 5
entsprechend.
(4)
1
Die Bearbeitungszeit beträgt sechs Monate ab Erhalt des Themas.
2
Die Schulaufsichtsbehörde
verlängert bei Vorliegen wichtiger Gründe die Frist um höchstens einen Monat.
(5)
1
Die wissenschaftliche Arbeit ist in deutscher Sprache zu verfassen; in Sorabistik ist sie in sorbischer
Sprache zu verfassen.
2
In fremdsprachlichen Fächern kann die wissenschaftliche Arbeit in der
Fremdsprache verfasst werden.
(6)
1
Von der wissenschaftlichen Arbeit sind 3 maschinenschriftliche und gebundene Exemplare sowie drei
elektronische Datenträger anzufertigen.
2
Der Prüfungsteilnehmer übergibt jeweils ein Exemplar und einen
elektronischen Datenträger der Schulaufsichtsbehörde sowie jedem der Prüfer, welche die Arbeit
bewerten.
3
Gibt ein Prüfungsteilnehmer die wissenschaftliche Arbeit nicht oder nicht rechtzeitig ab, wird sie
mit der Note „ungenügend“ (6,0) bewertet.
(7) Der Prüfungsteilnehmer fügt der wissenschaftlichen Arbeit die schriftliche Versicherung bei, dass er
diese selbstständig und nur mit den angegebenen Hilfsmitteln angefertigt hat und dass alle Stellen, die dem
Wortlaut oder dem Sinn nach anderen Werken entnommen sind, durch Angabe der Quellen als Entlehnung
kenntlich gemacht wurden.
(8)
1
Die wissenschaftliche Arbeit wird von zwei Prüfern schriftlich beurteilt und jeweils mit einer Note nach
§ 15 bewertet.
2
Die Bewertung erfolgt ohne Kenntnis der Bewertung des anderen Prüfers.
3
Die Prüfer
reichen ihre Beurteilungen und Bewertungen innerhalb von sechs Wochen nach Erhalt der
wissenschaftlichen Arbeit bei der Schulaufsichtsbehörde ein.
4
Weichen die Bewertungen der Prüfer
voneinander ab und einigen sie sich nicht, wird das arithmetische Mittel der beiden Bewertungen als Note
festgelegt.
(9)
1
Ist die Note schlechter als „ausreichend“ (4,0), kann der Prüfungsteilnehmer bei der
Schulaufsichtsbehörde innerhalb von drei Monaten nach Bekanntgabe des Ergebnisses einmal ein neues
Thema beantragen.
2
Versäumt der Prüfungsteilnehmer ohne wichtigen Grund fristgemäß ein neues Thema
zu beantragen oder die zum neuen Thema angefertigte zweite wissenschaftliche Arbeit innerhalb der Frist
nach Absatz 4 abzugeben oder wird die zum neuen Thema angefertigte zweite wissenschaftliche Arbeit
erneut schlechter als „ausreichend“ (4,0) bewertet, ist die wissenschaftliche Arbeit endgültig nicht
bestanden.
(10)
1
Die Schulaufsichtsbehörde erkennt gleichwertige Dissertationen, Diplom-, Magister- oder
Masterarbeiten auf Antrag des Prüfungsteilnehmers als wissenschaftliche Arbeit an.
2
Die Arbeit ist von
einer prüfungsberechtigten Person im Sinne des § 3 Abs. 2 mit einer Note nach § 15 zu bewerten.
§ 11a
Abweichende Regelungen zur Anfertigung
der wissenschaftlichen Arbeit
Die Schulaufsichtsbehörde kann abweichend von § 11 Absatz 4 Satz 1 die Bearbeitungszeit in
angemessenem Umfang verlängern, wenn die COVID-19-Pandemie eine ordnungsgemäße Bearbeitung
innerhalb der Bearbeitungszeit nicht
gestattet.
4
§ 12
Mündliche Prüfungen
(1) In der mündlichen Prüfung wird jeder Prüfungsteilnehmer einzeln geprüft.
(2)
1
Fachliche und didaktische Aspekte werden getrennt geprüft.
2
Die Prüfung soll über die in den Teilen 2
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 8 von 90

 
1.
2.
3.
4.
5.
6.
bis 6 geregelten Maßgaben hinaus auch weitere der jeweiligen Prüfungsinhalte umfassen.
3
Dabei sollen
Grundzüge des im Studium erworbenen Wissens geprüft werden.
(3) Die mündliche Prüfung dauert für die Prüfung eines Faches, einer Fachrichtung oder eines
Förderschwerpunktes einschließlich der Allgemeinen Sonderpädagogik 40 Minuten, für die Prüfung einer
Fachdidaktik oder einer beruflichen Didaktik 25 Minuten und für die Prüfung eines Gebietes der
Grundschuldidaktik 20 Minuten.
(4)
1
Im Anschluss an die mündliche Prüfung wird die Leistung beurteilt und mit einer Note nach § 15
bewertet, die dem Prüfungsteilnehmer unmittelbar nach der Beratung der Prüfungskommission mündlich
mitgeteilt wird.
2
Weichen die Bewertungen der Prüfer voneinander ab und einigen sie sich nicht, wird das
arithmetische Mittel der Bewertungen als Note festgelegt; bei mehr als zwei Prüfern entscheidet die
Prüfungskommission mit Stimmenmehrheit.
(5)
1
Zu jeder mündlichen Prüfung ist eine Niederschrift anzufertigen, in die
Name, Vorname und Geburtsdatum des Prüfungsteilnehmers,
Tag und Ort der mündlichen Prüfung sowie das geprüfte Fach, die geprüfte Fachrichtung, die
geprüfte Fachdidaktik, das geprüfte Gebiet der Grundschuldidaktik, die geprüfte berufliche Didaktik
oder der geprüfte Förderschwerpunkt einschließlich der Allgemeinen Sonderpädagogik,
die Besetzung der Prüfungskommission,
Beginn und Ende, Inhalte und Ablauf der Prüfung,
die Prüfungsnote und
gegebenenfalls besondere Vorkommnisse
aufzunehmen sind.
2
Die Niederschrift ist von allen Mitgliedern der Prüfungskommission zu unterzeichnen
und der Schulaufsichtsbehörde zuzuleiten.
(6)
1
An den mündlichen Prüfungen kann je ein Vertreter der obersten Schulaufsichtsbehörde und der
Schulaufsichtsbehörde als Zuhörer teilnehmen.
2
Die Schulaufsichtsbehörde kann zusätzlich bis zu drei
Studierenden für Lehrämter, die nicht Prüfungsteilnehmer desselben Prüfungszeitraums sind, die
Teilnahme als Zuhörer genehmigen, wenn der Prüfungsteilnehmer und die Mitglieder der
Prüfungskommission zugestimmt haben.
3
Die Teilnahme erstreckt sich im Fall des Satzes 2 nicht auf die
Beratung der Prüfungskommission und die Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses.
§ 12a
Einsatz von Videotelefonie bei mündlichen Prüfungen
(1)
1
Liegt ein wichtiger Grund vor, kann die Schulaufsichtsbehörde bestimmen, dass die mündlichen
Prüfungen unter Verwendung von bild- und tonübertragenden Fernkommunikationsmitteln (Videotelefonie)
durchgeführt werden.
2
Die Hochschulen stellen im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Prüfungsteilnehmern
die erforderlichen technischen Anlagen und geeigneten Räume zur Verfügung.
(2) Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn die Durchführung der mündlichen Präsenzprüfungen
aufgrund der COVID-19-Pandemie eine nicht unerhebliche Gefahr für das gesundheitliche Wohlergehen
der Prüfer oder Prüfungsteilnehmer darstellt und dieser Gefahr nicht mit geeigneten Schutzmaßnahmen
begegnet werden
kann.
5
§ 12b
Entfallen der mündlichen Prüfungen wegen Unzumutbarkeit
(1) Die mündlichen Prüfungen entfallen, sofern deren Durchführung für den einzelnen Prüfungsteilnehmer
aufgrund der COVID-19-Pandemie und den damit einhergehenden Gesundheitsrisiken unzumutbar ist und
der Einsatz von Videotelefonie nicht ermöglicht werden kann.
(2) Maßgeblich für die Feststellung der Unzumutbarkeit ist die Bewertung der obersten
Schulaufsichtsbehörde, die insbesondere auf der aktuellen Einschätzung des Infektionsrisikos mit dem
COVID-19-Erreger im Freistaat Sachsen durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und
Gesellschaftlichen Zusammenhalt beruhen muss.
(3)
1
Entfallen die mündlichen Prüfungen, sind diese abweichend von § 10 Nummer 2 nicht Bestandteil der
Ersten Staatsprüfung.
2
Die Gesamtnote der Ersten Staatsprüfung wird gemäß § 16a ermittelt und das
Zeugnis gemäß § 18a
erstellt.
6
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 9 von 90

 
1.
2.
3.
4.
5.
§ 13
Schriftliche Prüfung
(1)
1
Die Prüfer reichen die Entwürfe von Prüfungsaufgaben spätestens acht Wochen vor Beginn der
schriftlichen Prüfung bei der Schulaufsichtsbehörde ein.
2
Alle Teilnehmer eines Prüfungstermins derselben
Hochschule erhalten im jeweiligen Lehramt im ausgewählten Bereich dieselben Aufgaben.
3
Die
Schulaufsichtsbehörde kann Hilfsmittel zulassen.
(2)
1
Die Bearbeitungszeit beträgt zwei Stunden.
2
Die Prüfungsteilnehmer geben anstelle ihres Namens auf
den Prüfungsarbeiten die Nummer ihres vor der Prüfung ausgelosten Arbeitsplatzes (Codenummer) an.
3
Prüfer haben keine Einsicht in das Verzeichnis der Codenummern.
(3)
1
Die schriftliche Prüfung erfolgt unter Aufsicht.
2
Der Aufsichtführende fertigt eine Niederschrift, in
die Tag und Ort der schriftlichen Prüfung, ein Verzeichnis der Prüfungsteilnehmer, die vergebenen
Codenummern, Beginn und Ende der Bearbeitungszeit und gegebenenfalls besondere Vorkommnisse
aufzunehmen sind.
(4) Gibt ein Prüfungsteilnehmer die Prüfungsarbeit nicht oder nicht rechtzeitig ab, wird sie mit der Note
„ungenügend“ (6,0) bewertet.
(5)
1
Die schriftliche Prüfung wird von zwei Prüfern schriftlich beurteilt und jeweils mit einer Note nach § 15
bewertet.
2
Der Zweitprüfer erhält Kenntnis von der Bewertung des Erstprüfers.
3
Weichen die
Bewertungen der Prüfer voneinander ab und einigen sie sich nicht, wird das arithmetische Mittel der
Bewertungen als Note festgelegt.
(6) Die Prüfer reichen die bewerteten schriftlichen Prüfungsarbeiten innerhalb von vier Wochen nach der
schriftlichen Prüfung bei der Schulaufsichtsbehörde ein.
§ 13a
Entfallen der schriftlichen Prüfung
wegen Unzumutbarkeit
(1) Eine schriftliche Prüfung entfällt, sofern deren Durchführung für den einzelnen Prüfungsteilnehmer
aufgrund der COVID-19-Pandemie und den damit einhergehenden Gesundheitsrisiken unzumutbar ist.
(2) § 12b Absatz 2 gilt entsprechend.
(3)
1
Entfällt eine schriftliche Prüfung, ist diese abweichend von § 10 Nummer 3 nicht Bestandteil der Ersten
Staatsprüfung.
2
Die Gesamtnote der Ersten Staatsprüfung wird gemäß § 16a ermittelt und das Zeugnis
gemäß § 18a
erstellt.
7
§ 14
Nachteilsausgleich
(1) Im Prüfungsverfahren sind die besonderen Belange von Prüfungsteilnehmern mit Behinderung zu
berücksichtigen.
(2)
1
Auf Antrag des Prüfungsteilnehmers legt die Schulaufsichtsbehörde Maßnahmen zur Organisation
und Gestaltung der Ersten Staatsprüfung fest, welche die Belange des Prüfungsteilnehmers mit
Behinderung berücksichtigen, jedoch die Prüfungsanforderungen nicht verändern.
2
Der Antrag soll
spätestens mit dem Antrag auf Zulassung zur Ersten Staatsprüfung gestellt werden.
§ 15
Bewertung der Prüfungsleistungen
(1) Die einzelnen Prüfungsleistungen sind mit folgenden Noten zu bewerten:
sehr gut (1,0), wenn eine Leistung den Anforderungen in besonderem Maße entspricht,
gut (2,0), wenn eine Leistung den Anforderungen voll entspricht,
befriedigend (3,0), wenn eine Leistung im Allgemeinen den Anforderungen entspricht,
ausreichend (4,0), wenn eine Leistung zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen
noch entspricht,
mangelhaft (5,0), wenn eine Leistung den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt,
dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 10 von 90

 
6.
1.
2.
3.
4.
5.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
1.
2.
3.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
1.
2.
3.
4.
5.
werden können und
ungenügend (6,0), wenn eine Leistung den Anforderungen nicht entspricht und selbst die
Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden
können.
(2)
1
Zwischennoten in Form von halben Noten werden vergeben, wenn die Leistung der besseren Note
nicht voll entspricht, jedoch über den Leistungsanforderungen der schlechteren Note liegt.
2
Für
Zwischennoten sind folgende Bezeichnungen zu verwenden:
sehr gut bis gut (1,5),
gut bis befriedigend (2,5),
befriedigend bis ausreichend (3,5),
ausreichend bis mangelhaft (4,5) und
mangelhaft bis ungenügend (5,5).
(3) Ein nach § 11 Absatz 8 Satz 4, § 12 Absatz 4 Satz 2 und § 13 Absatz 5 Satz 3 berechnetes
arithmetisches Mittel ergibt bei einem nach zwei Dezimalstellen abbrechenden Dezimalbruch
von 1,00 bis 1,24 die Note sehr gut (1),
von 1,25 bis 1,74 die Note sehr gut bis gut (1,5),
von 1,75 bis 2,24 die Note gut (2),
von 2,25 bis 2,74 die Note gut bis befriedigend (2,5),
von 2,75 bis 3,24 die Note befriedigend (3),
von 3,25 bis 3,74 die Note befriedigend bis ausreichend (3,5),
von 3,75 bis 4,24 die Note ausreichend (4),
von 4,25 bis 4,74 die Note ausreichend bis mangelhaft (4,5),
von 4,75 bis 5,24 die Note mangelhaft (5),
von 5,25 bis 5,74 die Note mangelhaft bis ungenügend (5,5) und
von 5,75 bis 6,00 die Note ungenügend (6).
§ 16
Ermittlung der Gesamtnote der Ersten Staatsprüfung
(1) Aus den in den Modulprüfungen erzielten Noten wird nach Maßgabe der in den Prüfungsordnungen der
Hochschulen geregelten Gewichtung eine Durchschnittsnote
je Fach, je Fachrichtung, je Förderschwerpunkt und für die Grundschuldidaktik,
je Fachdidaktik, je beruflicher Didaktik jeweils einschließlich der schulpraktischen Studien und
für den bildungswissenschaftlichen Bereich einschließlich der schulpraktischen Studien
ermittelt.
(2)
1
Die Gesamtnote der Ersten Staatsprüfung im Lehramt an Grundschulen und studierten Fach nach
§ 23 Absatz 3 Nummer 1 wird so gebildet, dass die Summe aus
dem 35-fachen der Durchschnittsnote in der Grundschuldidaktik,
dem 21-fachen der Durchschnittsnote im Fach,
dem 14-fachen der Durchschnittsnote im bildungswissenschaftlichen Bereich,
dem 12-fachen der Note in der wissenschaftlichen Arbeit,
dem achtfachen der Note in der mündlichen Prüfung im Fach,
dem vierfachen der Note in der mündlichen Prüfung in der Grundschuldidaktik und
dem sechsfachen der Note in der schriftlichen Prüfung
durch 100 geteilt wird.
2
Im Fall der mündlichen Prüfungen nach § 23 Absatz 4 Nummer 2 wird die
Gesamtnote so gebildet, dass die Summe aus
dem 35-fachen der Durchschnittsnote in der Grundschuldidaktik,
dem 21-fachen der Durchschnittsnote im Fach,
dem 14-fachen der Durchschnittsnote im bildungswissenschaftlichen Bereich,
dem 12-fachen der Note in der wissenschaftlichen Arbeit,
dem sechsfachen der Note in der mündlichen Prüfung in der Grundschuldidaktik nach § 23 Absatz 2
Nummer 1 oder Nummer 2,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 11 von 90

 
6.
7.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
1.
2.
3.
4.
5.
1.
dem sechsfachen der Note in der mündlichen Prüfung in der Grundschuldidaktik nach § 23 Absatz 2
Nummer 3 oder Nummer 4 und
dem sechsfachen der Note in der schriftlichen Prüfung
durch 100 geteilt wird.
(3)
1
Die Gesamtnote der Ersten Staatsprüfung im Lehramt an Grundschulen und studierten Fach nach
§ 23 Absatz 3 Nummer 2 wird so gebildet, dass die Summe aus
dem 28-fachen der Durchschnittsnote in der Grundschuldidaktik,
dem 21-fachen der Durchschnittsnote im Fach,
dem 14-fachen der Durchschnittsnote im bildungswissenschaftlichen Bereich,
dem siebenfachen der Durchschnittsnote in der Fachdidaktik,
dem 12-fachen der Note in der wissenschaftlichen Arbeit,
dem achtfachen der Note in der mündlichen Prüfung im Fach,
dem vierfachen der Note in der mündlichen Prüfung in der Grundschuldidaktik oder in der
Fachdidaktik und
dem sechsfachen der Note in der schriftlichen Prüfung
durch 100 geteilt wird.
2
Im Fall der mündlichen Prüfungen nach § 23 Absatz 4 Nummer 3 wird die
Gesamtnote so gebildet, dass die Summe aus
dem 28-fachen der Durchschnittsnote in der Grundschuldidaktik,
dem 21-fachen der Durchschnittsnote im Fach,
dem 14-fachen der Durchschnittsnote im bildungswissenschaftlichen Bereich,
dem siebenfachen der Durchschnittsnote in der Fachdidaktik,
dem 12-fachen der Note in der wissenschaftlichen Arbeit,
dem sechsfachen der Note in der mündlichen Prüfung in der Grundschuldidaktik nach § 23 Absatz 2
Nummer 1 oder Nummer 2,
dem sechsfachen der Note in der mündlichen Prüfung in der Fachdidaktik und
dem sechsfachen der Note in der schriftlichen Prüfung
durch 100 geteilt wird.
(4) Die Gesamtnote der Ersten Staatsprüfung im Lehramt an Oberschulen, im Lehramt an Gymnasien und
im Lehramt an berufsbildenden Schulen wird so gebildet, dass die Summe aus
dem je 140-fachen der Durchschnittsnoten in jedem Fach und in jeder Fachrichtung,
dem 70-fachen der Durchschnittsnote im bildungswissenschaftlichen Bereich,
dem je 35-fachen der Durchschnittsnoten in jeder Fachdidaktik eines Faches und in jeder beruflichen
Didaktik,
dem 72-fachen der Note in der wissenschaftlichen Arbeit,
dem 48-fachen der Note in der mündlichen Prüfung im Fach oder in der Fachrichtung,
dem 24-fachen der Note in der mündlichen Prüfung in der Fachdidaktik oder der beruflichen Didaktik
und
dem 36-fachen der Note in der schriftlichen Prüfung
durch 600 geteilt wird.
(5)
1
Die Gesamtnote der Ersten Staatsprüfung im Lehramt Sonderpädagogik mit dem Fach
Grundschuldidaktik wird so gebildet, dass die Summe aus
dem je 35-fachen der Durchschnittsnoten in jedem Förderschwerpunkt, im
bildungswissenschaftlichen Bereich und in der Grundschuldidaktik,
dem 24-fachen der Note in der wissenschaftlichen Arbeit,
dem 18-fachen der Note in der mündlichen Prüfung in dem Förderschwerpunkt einschließlich der
Allgemeinen Sonderpädagogik,
dem neunfachen der Note in der mündlichen Prüfung in der Grundschuldidaktik und
dem neunfachen der Note in der schriftlichen Prüfung
durch 200 geteilt wird.
2
Im Fall der mündlichen Prüfungen nach § 113 Absatz 5 Nummer 2 Buchstabe b
wird die Gesamtnote so gebildet, dass die Summe aus
dem je 35-fachen der Durchschnittsnoten in jedem Förderschwerpunkt, im
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 12 von 90

 
2.
3.
4.
5.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
1.
2.
3.
4.
5.
1.
2.
bildungswissenschaftlichen Bereich und in der Grundschuldidaktik,
dem 24-fachen der Note in der wissenschaftlichen Arbeit,
dem 13,5-fachen der Note in der mündlichen Prüfung in der Grundschuldidaktik nach § 23 Absatz 2
Nummer 1 oder Nummer 2,
dem 13,5-fachen der Note in der mündlichen Prüfung in der Grundschuldidaktik nach § 23 Absatz 2
Nummer 3 oder Nummer 4 und
dem neunfachen der Note in der schriftlichen Prüfung
durch 200 geteilt wird.
(6)
1
Wurde im Lehramt Sonderpädagogik anstelle der Grundschuldidaktik ein anderes Fach studiert, wird
die Gesamtnote der Ersten Staatsprüfung im Lehramt Sonderpädagogik so gebildet, dass die Summe aus
dem je 35-fachen der Durchschnittsnoten in jedem Förderschwerpunkt und im
bildungswissenschaftlichen Bereich,
dem 28-fachen der Durchschnittsnote im Fach,
dem siebenfachen der Durchschnittsnote in der Fachdidaktik,
dem 24-fachen der Note in der wissenschaftlichen Arbeit,
dem 18-fachen der Note in der mündlichen Prüfung in dem Förderschwerpunkt einschließlich der
Allgemeinen Sonderpädagogik oder im Fach,
dem neunfachen der Note in der mündlichen Prüfung in der Fachdidaktik und
dem neunfachen der Note in der schriftlichen Prüfung
durch 200 geteilt wird.
2
Im Fall der mündlichen Prüfungen nach § 113 Absatz 5 Nummer 4 wird die
Gesamtnote so gebildet, dass die Summe aus
dem je 35-fachen der Durchschnittsnoten in jedem Förderschwerpunkt und im
bildungswissenschaftlichen Bereich,
dem 28-fachen der Durchschnittsnote im Fach,
dem siebenfachen der Durchschnittsnote in der Fachdidaktik,
dem 24-fachen der Note in der wissenschaftlichen Arbeit,
dem 13,5-fachen der Note in der mündlichen Prüfung in dem Förderschwerpunkt einschließlich der
Allgemeinen Sonderpädagogik,
dem 13,5-fachen der Note in der mündlichen Prüfung im Fach und
dem neunfachen der Note in der schriftlichen Prüfung
durch 200 geteilt wird.
(7) Das Worturteil der Gesamtnote lautet bei einem arithmetischen Mittel von
1,00 bis 1,19 „mit Auszeichnung bestanden“,
1,20 bis 1,49 „mit sehr gut bestanden“,
1,50 bis 2,49 „mit gut bestanden“,
2,50 bis 3,49 „mit befriedigend bestanden“ und
3,50 bis 4,00 „bestanden“.
§ 16a
Ermittlung der Gesamtnote bei Entfallen von Prüfungsbestandteilen
1
Sind Prüfungsbestandteile entfallen, wird die Gesamtnote der Ersten Staatsprüfung im jeweiligen Lehramt
aus der Summe der gegebenen Durchschnittsnoten und Noten, die jeweils um einen in § 16 Absatz 2 bis 6
genannten Gewichtungsfaktor vermehrt sind, geteilt durch einen verminderten Divisor gebildet.
2
Der
verminderte Divisor ist die Summe der jeweiligen Gewichtungsfaktoren nach § 16 Absatz 2 bis 6, denen
eine Durchschnittsnote oder Note, die nicht entfallen ist, zugeordnet werden
kann.
8
§ 17
Nichtbestehen und endgültiges Nichtbestehen der Ersten Staatsprüfung
(1)
1
Die Erste Staatsprüfung ist nicht bestanden, wenn
die wissenschaftliche Arbeit schlechter als „ausreichend“ (4,0) bewertet wurde,
eine mündliche Prüfung schlechter als „ausreichend“ (4,0) bewertet wurde,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 13 von 90

 
3.
4.
1.
2.
3.
4.
die schriftliche Prüfung schlechter als „ausreichend“ (4,0) bewertet wurde oder
die Prüfung wegen Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel als nicht bestanden gilt.
2
Die Erste Staatsprüfung gilt als nicht bestanden, wenn der Prüfungsteilnehmer nicht innerhalb von vier
Semestern nach Ablauf der Regelstudienzeit die Erste Staatsprüfung abgelegt hat.
3
Die
Wiederholungsprüfung nach § 21 Abs. 1 Satz 1 gilt als nicht bestanden, wenn sie nicht rechtzeitig nach
§ 21 Abs. 1 Satz 3 begonnen wurde.
(2) Die Erste Staatsprüfung ist endgültig nicht bestanden, wenn
eine nach den Prüfungsordnungen der Hochschulen erforderliche Modulprüfung endgültig nicht
bestanden wurde,
die wissenschaftliche Arbeit nach § 11 Abs. 9 Satz 2 endgültig nicht bestanden ist,
die zweite Wiederholungsprüfung nicht rechtzeitig nach § 21 Abs. 2 Satz 2 begonnen wurde oder
die zweite Wiederholungsprüfung nicht bestanden oder nach § 21 Abs. 2 Satz 1 nicht möglich ist.
(3) Ist die Erste Staatsprüfung nicht oder endgültig nicht bestanden, erhält der Prüfungsteilnehmer außer
im Fall nach Absatz 2 Nr. 1 einen Bescheid der Schulaufsichtsbehörde.
§ 18
Zeugnis
(1)
1
Ist die Erste Staatsprüfung bestanden, erhält der Prüfungsteilnehmer ein Zeugnis, das mit dem
Dienstsiegel der Schulaufsichtsbehörde versehen wird.
2
Das Zeugnis enthält das Thema und die Note der
wissenschaftlichen Arbeit, die Durchschnittsnoten nach § 16 Abs. 1 und die Noten der mündlichen und der
schriftlichen Prüfungen.
3
Auf dem Zeugnis ist die auf zwei Stellen nach dem Komma abbrechende
Gesamtnote als Zahl und das Worturteil nach § 16 Absatz 7 anzugeben.
4
Als Datum ist der Tag der
Bekanntgabe des Ergebnisses der Ersten Staatsprüfung einzusetzen.
(2) Eine Anerkennung nach § 11 Abs. 10 wird im Zeugnis vermerkt.
§ 18a
Zeugnis bei Entfallen von Prüfungsbestandteilen
1
Sind Prüfungsbestandteile entfallen, enthält das Zeugnis das Thema und die Note der wissenschaftlichen
Arbeit, die Durchschnittsnoten nach § 16 Absatz 1 sowie die Noten der mündlichen und der schriftlichen
Prüfungen, sofern diese abgelegt wurden.
2
§ 18 Absatz 1 Satz 1, 3 und 4 gilt
entsprechend.
9
§ 19
Täuschungsversuch
Versucht ein Prüfungsteilnehmer, die Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht
zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen oder entspricht die Versicherung nach § 11 Abs. 7 nicht der
Wahrheit, schließt ihn die Schulaufsichtsbehörde unter Berücksichtigung der Schwere des Verstoßes von
der weiteren Teilnahme an der Ersten Staatsprüfung aus und erklärt die Erste Staatsprüfung für nicht
bestanden oder bewertet die betroffene Leistung mit der Note „ungenügend“ (6,0).
§ 20
Versäumnis, Nachholung
(1)
1
Versäumt ein Prüfungsteilnehmer einen Prüfungsbestandteil, wird für den versäumten
Prüfungsbestandteil die Note „ungenügend“ (6,0) erteilt, es sei denn, es liegt ein wichtiger Grund für das
Versäumnis vor.
2
Der Prüfungsteilnehmer hat den wichtigen Grund unverzüglich der
Schulaufsichtsbehörde durch Vorlage entsprechender Nachweise mitzuteilen.
3
Ein wichtiger Grund ist
insbesondere Krankheit, die unverzüglich durch ärztliches Attest, auf Verlangen auch durch amtsärztliches
Attest, nachzuweisen ist.
4
Das Attest darf in der Regel nicht später als am Prüfungstag ausgestellt sein.
(2)
1
Liegt ein wichtiger Grund vor, muss der versäumte Prüfungsbestandteil nachgeholt werden.
2
Die
Schulaufsichtsbehörde legt hierfür einen Termin fest.
3
Sie kann bestimmen, dass Prüfungsbestandteile, die
vor mehr als zwei Prüfungszeiträumen abgelegt wurden, erneut abzulegen sind.
4
Die Nachholung soll
spätestens nach einem Jahr begonnen oder fortgesetzt werden.
(3) Wer sich in Kenntnis eines wichtigen Grundes einem Prüfungsbestandteil unterzogen hat, kann diesen
nachträglich nicht mehr geltend machen.
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 14 von 90

 
1.
2.
3.
4.
§ 21
Wiederholungsprüfung
(1)
1
Prüfungsteilnehmer, welche die Erste Staatsprüfung nicht bestanden haben, können die Prüfung
einmal wiederholen (Wiederholungsprüfung).
2
Die Wiederholungsprüfung findet in den
Prüfungsbestandteilen statt, in denen nicht mindestens die Note „ausreichend“ (4,0) erteilt wurde.
3
Sie
kann nur im nächsten oder übernächsten Prüfungszeitraum abgelegt werden.
4
Der Prüfungsteilnehmer
teilt der Schulaufsichtsbehörde den gewählten Prüfungszeitraum bis spätestens vier Wochen vor dessen
Beginn schriftlich mit.
(2)
1
Auf schriftlichen Antrag des Prüfungsteilnehmers lässt die Schulaufsichtsbehörde eine zweite
Wiederholungsprüfung zu, wenn er zur Ersten Staatsprüfung erstmals innerhalb der Regelstudienzeit
nach § 5 Satz 1 zugelassen wurde.
2
Die zweite Wiederholungsprüfung kann nur im nächsten
Prüfungszeitraum abgelegt werden.
3
§ 8 Abs. 2 Satz 1 und § 9 gelten entsprechend.
(3)
1
Besteht ein Prüfungsteilnehmer im ersten Prüfungszeitraum 2020 die Erste Staatsprüfung nicht, gilt
die Prüfung als nicht unternommen.
2
Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend.
(4)
1
Prüfungsteilnehmer, welche die Erste Staatsprüfung im ersten Prüfungszeitraum 2020 bestanden
haben (Erstprüfung), können die Prüfung einmal wiederholen (Zweitprüfung).
2
Die Zweitprüfung kann nur
im nächsten Prüfungszeitraum abgelegt werden.
3
Sie umfasst alle Prüfungsbestandteile mit Ausnahme der
wissenschaftlichen Arbeit.
4
Die Note der wissenschaftlichen Arbeit der Erstprüfung gilt auch für die
Ermittlung der Gesamtnote der Zweitprüfung.
5
Absatz 2 Satz 3 gilt entsprechend.
(5)
1
Prüfungsteilnehmer, welche die Zweitprüfung bestanden haben, teilen innerhalb eines Monats nach
Bekanntgabe der Gesamtnote der Schulaufsichtsbehörde mit, ob sie diese oder die Gesamtnote der
Erstprüfung gelten lassen möchten.
2
Unterbleibt eine fristgerechte Mitteilung, gilt die bessere Gesamtnote,
bei gleicher Gesamtnote das spätere Prüfungsergebnis als gewählt.
3
Ist die Gesamtnote der Zweitprüfung
gewählt, erhält der Prüfungsteilnehmer ein Zeugnis gemäß § 18.
4
Das Zeugnis der Erstprüfung ist
zurückzugeben.
10
§ 22
Erweiterungsprüfung
(1) Wer die Erste Staatsprüfung für ein Lehramt erfolgreich abgelegt, den Abschluss „Master of
Education“ erworben oder außerhalb des Freistaates Sachsen eine Prüfung bestanden hat, die von der
Schulaufsichtsbehörde als der Ersten Staatsprüfung gleichwertig anerkannt wurde oder wer die
Laufbahnbefähigung für das jeweilige Lehramt besitzt, kann Erweiterungsprüfungen nach Maßgabe der
§§ 24, 43, 70, 99 oder 114 ablegen, soweit im Freistaat Sachsen ein Lehramtsstudiengang für das Fach,
die Fachrichtung oder den Förderschwerpunkt eingerichtet ist.
(2) Die Erweiterungsprüfung besteht aus einer mündlichen Prüfung:
im Fach und in der Fachdidaktik oder der Grundschuldidaktik des gewählten Faches,
in der Fachrichtung und in der beruflichen Didaktik,
in einem Förderschwerpunkt oder
im Gebiet Kunst, Musik, Sport oder Werken der Grundschuldidaktik.
(3)
1
Die §§ 2 bis 5, 8 Abs. 2, § 9 Abs. 1, §§ 12, 14, 15, 16 Abs. 1, § 17 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und § 21 gelten
entsprechend.
2
Schulpraktische Studien sind im Umfang eines Blockpraktikums in der vorlesungsfreien
Zeit oder eines semesterbegleitenden Praktikums durchzuführen.
(4)
1
Ist die Erweiterungsprüfung bestanden, erhält der Prüfungsteilnehmer ein Zeugnis, das mit dem
Dienstsiegel der Schulaufsichtsbehörde versehen wird.
2
Das Zeugnis enthält die Durchschnittsnoten nach
§ 16 Abs. 1 und die Note der mündlichen Prüfung.
3
Als Datum ist der Tag der Bekanntgabe des
Ergebnisses der Erweiterungsprüfung einzusetzen.
§ 22a
Datenverarbeitung
Die Schulaufsichtsbehörde darf zu den Zwecken der Zulassung zur Ersten Staatsprüfung und
Durchführung der Ersten Staatsprüfung sowie zur Zulassung zur Erweiterungsprüfung und
Durchführung der Erweiterungsprüfung personenbezogene Daten verarbeiten, soweit dies für die
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 15 von 90

 
1.
2.
3.
4.
1.
2.
1.
a)
b)
2.
3.
4.
5.
6.
7.
genannten Zwecke erforderlich ist.
Teil 2
Lehramt an Grundschulen
Abschnitt 1
Allgemeine Bestimmungen
§ 23
Prüfungsfächer, Fächerkombinationen, mündliche Prüfungen
(1) Die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Grundschulen erstreckt sich auf die Grundschuldidaktik,
ein Fach soweit nachfolgend geregelt einschließlich der zugehörigen Fachdidaktik und auf den
bildungswissenschaftlichen Bereich mit besonderem Schwerpunkt Grundschulpädagogik.
(2) Die Grundschuldidaktik umfasst folgende Gebiete:
Gebiet A: Deutsch oder Sorbisch,
Gebiet B: Mathematik,
Gebiet C: Sachunterricht und
Gebiet D: Kunst, Musik, Sport oder Werken.
(3) Der Prüfungsteilnehmer kann als Fach wählen:
Deutsch, Sorbisch oder Mathematik, jeweils in Verbindung mit der Grundschuldidaktik der Gebiete A
bis D oder
Englisch, Ethik/Philosophie, Kunst, Musik, Evangelische Religion, Katholische Religion, Sport oder
Wirtschaft-Technik-Haushalt/Soziales, jeweils in Verbindung mit der Grundschuldidaktik der Gebiete A
bis C.
(4) Die mündlichen Prüfungen umfassen nach Wahl des Prüfungsteilnehmers:
sofern die wissenschaftliche Arbeit zu einem bildungswissenschaftlichen Thema angefertigt wird,
eine Prüfung in dem Fach nach Absatz 3 Nummer 1 und eine Prüfung in dem zugehörigen Gebiet
der Grundschuldidaktik oder
eine Prüfung in dem Fach nach Absatz 3 Nummer 2 und eine Prüfung in der Fachdidaktik dieses
Faches,
sofern die wissenschaftliche Arbeit zu einem fachwissenschaftlichen Thema eines Faches nach
Absatz 3 Nummer 1 angefertigt wird, eine Prüfung in dem nicht zugehörigen Gebiet der
Grundschuldidaktik nach Absatz 2 Nummer 1 oder Nummer 2 und eine Prüfung in einem weiteren
Gebiet der Grundschuldidaktik nach Absatz 2 Nummer 3 oder Nummer 4,
sofern die wissenschaftliche Arbeit zu einem fachwissenschaftlichen Thema eines Faches nach
Absatz 3 Nummer 2 angefertigt wird, eine Prüfung in der Fachdidaktik dieses Faches und eine
Prüfung in einem Gebiet der Grundschuldidaktik nach Absatz 2 Nummer 1 oder Nummer 2,
sofern die wissenschaftliche Arbeit zu einem fachdidaktischen Thema angefertigt wird, eine Prüfung in
dem Fach nach Absatz 3 Nummer 2 und eine Prüfung in einem Gebiet der Grundschuldidaktik nach
Absatz 2 Nummer 1 oder Nummer 2,
sofern die wissenschaftliche Arbeit zu einem grundschuldidaktischen Thema einer Grundschuldidaktik
nach Absatz 2 Nummer 1 oder Nummer 2 angefertigt wird und der Prüfungsteilnehmer ein Fach nach
Absatz 3 Nummer 1 gewählt hat, eine Prüfung in dem Fach nach Absatz 3 Nummer 1 und eine
Prüfung in einem Gebiet der Grundschuldidaktik nach Absatz 2 Nummer 3 oder Nummer 4,
sofern die wissenschaftliche Arbeit zu einem grundschuldidaktischen Thema einer Grundschuldidaktik
nach Absatz 2 Nummer 3 oder Nummer 4 angefertigt wird und der Prüfungsteilnehmer ein Fach nach
Absatz 3 Nummer 1 gewählt hat, eine Prüfung in dem Fach nach Absatz 3 Nummer 1 und eine
Prüfung in dem zugehörigen Gebiet der Grundschuldidaktik, oder
sofern die wissenschaftliche Arbeit zu einem grundschuldidaktischen Thema angefertigt wird und der
Prüfungsteilnehmer ein Fach nach Absatz 3 Nummer 2 gewählt hat, eine Prüfung in dem Fach nach
Absatz 3 Nummer 2 und eine Prüfung in der Fachdidaktik dieses Faches.
§ 24
Erweiterungsprüfung für das Lehramt an Grundschulen
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 16 von 90

 
1.
2.
3.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
c)
d)
3.
a)
b)
c)
d)
e)
1.
2.
3.
4.
1.
a)
1
Erweiterungsprüfungen können in den Fächern nach § 23 Abs. 3 Nr. 1 einschließlich der
Grundschuldidaktik des gewählten Faches, in den Fächern nach § 23 Abs. 3 Nr. 2 einschließlich der
Fachdidaktik, im Fach Deutsch als Zweitsprache nach § 28, im Fach Französisch nach § 31, im Fach
Polnisch nach § 35, im Fach Tschechisch nach § 40 und in Förderschwerpunkten nach § 113 Abs. 2
abgelegt werden.
2
Erweiterungsprüfungen in den in § 23 Abs. 2 Nr. 4 genannten Gebieten der
Grundschuldidaktik können nur auf der Grundlage eines Studiums im Umfang von mindestens 25
Leistungspunkten abgelegt werden.
Abschnitt 2
Studieninhalte, Prüfungsinhalte, Prüfungsumfang
§ 25
Bildungswissenschaftlicher Bereich
(1) Das Studium umfasst:
Erziehungswissenschaft,
Grundschulpädagogik und
Pädagogische Psychologie.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Erziehungswissenschaft
Bildungs-, Erziehungs- und Sozialisationstheorien sowie Bildungssysteme unter historischen,
systematischen und international vergleichenden Gesichtspunkten, Schul- und Unterrichtstheorie,
Bildungs- und Unterrichtsforschung, Schul- und Unterrichtsentwicklung, Beruf und Rolle des
Lehrers,
Allgemeine Didaktik und Methodik,
pädagogische Handlungsfelder in Schule und Unterricht, schulbezogene Sozialpädagogik,
Grundschulpädagogik
Bildung und Erziehung in der Grundschule, grundlegende Handlungs- und Förderstrategien des
gemeinsamen Unterrichts,
Übergänge, Schulanfang und Anfangsunterricht,
Umgang mit Heterogenität in der Grundschule: Differenzierung, individuelle Förderung, Integration
und Inklusion einschließlich rechtlicher Grundlagen,
spezielle pädagogische Fragen der Grundschule, Ansätze fächerverbindenden und
fachübergreifenden Lernens, Medienerziehung und
Pädagogische Psychologie
Lern-, Gedächtnis-, Instruktions- und Motivationspsychologie,
Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters,
Interaktion und Kommunikation in Lehr- und Lernsituationen,
Diagnostik und Förderung von Schülerleistungen und Lernprozessen,
Diagnose, Beratung, Prävention und Intervention bei Lern- und Verhaltensauffälligkeiten.
(3) Die Prüfung umfasst eine schriftliche Prüfung zu einem der Bereiche nach Absatz 1 nach Wahl des
Prüfungsteilnehmers.
§ 26
Grundschuldidaktik
(1) Das Studium umfasst:
Grundschuldidaktik Deutsch oder Sorbisch,
Grundschuldidaktik Mathematik,
Grundschuldidaktik Sachunterricht und
Grundschuldidaktik eines weiteren Gebietes: Kunst, Musik, Sport oder Werken.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Grundschuldidaktik Deutsch
fachwissenschaftliche Grundlagen des Deutschunterrichts an der Grundschule:
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 17 von 90

 
b)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
4.
a)
b)
5.
a)
b)
6.
a)
b)
7.
a)
Grundlagen der Sprachwissenschaft, insbesondere der Schriftlinguistik, Grundlagen der
Literaturwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Kinder- und Jugendliteratur,
fachdidaktische Grundlagen:
Ziele und Inhalte des Deutschunterrichts in der Grundschule, Gestaltung von Lehr- und
Lernprozessen im Fach, Möglichkeiten und Grenzen integrativen Arbeitens, Besonderheiten des
schriftsprachlichen Anfangsunterrichts, Deutschunterricht in mehrsprachigen Lerngruppen,
Förderkonzepte bei Lernschwierigkeiten,
Grundschuldidaktik Sorbisch
fachwissenschaftliche Grundlagen des Sorbischunterrichts und des bilingualen
Sachfachunterrichts in der Grundschule:
Grundlagen der Sprachwissenschaft, insbesondere der Schriftlinguistik, Grundlagen der
Literaturwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Kinder- und Jugendliteratur,
fachdidaktische Grundlagen:
Ziele und Inhalte des Sorbischunterrichts in der Grundschule, Didaktik des bilingualen
Sachfachunterrichts, Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen im Fach, Möglichkeiten und
Grenzen integrativen Arbeitens, Besonderheiten des schriftsprachlichen Anfangsunterrichts,
Sorbischunterricht in mehrsprachigen Lerngruppen, Förderkonzepte bei Lernschwierigkeiten,
Grundschuldidaktik Mathematik
fachwissenschaftliche Grundlagen des Mathematikunterrichts in der Grundschule:
Arithmetik und Algebra, Formenkunde und Geometrie, Größen, Wahrscheinlichkeit und
Sachrechnen,
fachdidaktische Grundlagen:
Ziele, Inhalte und Leitideen des Mathematikunterrichts in der Grundschule, Besonderheiten des
Anfangsunterrichts sowie Förderung in heterogenen Lerngruppen, Gestaltung von Lehr- und
Lernprozessen im Fach, Entwicklungspotenziale und Lernausgangslagen der Schüler,
fachübergreifender und projektorientierter Mathematikunterricht,
Grundschuldidaktik Sachunterricht
fachwissenschaftliche Grundlagen des Sachunterrichts in der Grundschule unter sozial- und
kulturwissenschaftlichen, raumbezogenen, naturwissenschaftlichen, technischen und
historischen Perspektiven,
fachdidaktische Grundlagen:
Ziele und Inhalte des Sachunterrichts in der Grundschule, Gestaltung von Lehr- und
Lernprozessen im Sachunterricht unter Berücksichtigung des Entwicklungsstandes der Schüler
und der gesellschaftlichen Bedeutung, Umsetzung integrativer, fachübergreifender,
fächerverbindender und projektorientierter Unterrichtsinhalte,
Grundschuldidaktik Kunst
fachwissenschaftliche und fachpraktische Grundlagen des Kunstunterrichts in der Grundschule:
Grundlagen einer praxisorientierten Kunsttheorie und -geschichte unter grundschuldidaktischer
Sicht, künstlerisch-ästhetische und gestalterische Kompetenzen im Umgang mit der Sprache der
Formen und Farben als Medium bildnerischer Prozesse in tradierten und neuen Medien,
fachdidaktische Grundlagen:
Ziele und Inhalte des Faches Kunst, Lehr- und Lernprozesse bei der Kunstproduktion, -rezeption
und -reflexion, alters- und entwicklungsbedingte Besonderheiten des bildnerischen Gestaltens und
deren Berücksichtigung in der Grundschule,
Grundschuldidaktik Musik
fachwissenschaftliche und fachpraktische Grundlagen des Musikunterrichts in der Grundschule:
musikpraktische Fähigkeiten in den Bereichen Gesang, instrumentale Liedbegleitung, elementares
Arrangieren und Komponieren sowie Musiklehre, Grundlagen im Bereich Musikkultur aus
grundschuldidaktischer Sicht,
fachdidaktische Grundlagen:
Ziele und Inhalte des Faches Musik in der Grundschule, Anleitung künstlerischer Prozesse in den
Bereichen Singen, Bewegung, Tanz, Klassenmusizieren, Spiel, Improvisation und kreative
Rezeption, Beobachtung und Reflexion ästhetischer Ausdrucks- und Erfahrungsprozesse im
Kindesalter,
Grundschuldidaktik Sport
fachwissenschaftliche und fachpraktische Grundlagen des Sportunterrichts in der Grundschule:
besondere Bedeutung von Bewegung für die kindliche Entwicklung, schulartspezifische
bewegungs- und trainingswissenschaftliche Themenfelder, sportbiologische Grundlagen,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 18 von 90

 
b)
8.
a)
b)
1.
a)
b)
c)
d)
e)
2.
a)
b)
c)
1.
2.
1.
a)
b)
c)
d)
2.
sportartspezifische Kenntnisse und sportmotorisches Können zu den Inhalten des
Sportunterrichts in der Grundschule,
fachdidaktische Grundlagen:
Ziele und Inhalte des Faches Sport in der Grundschule, Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen
im Sportunterricht in den Lernbereichen turnerische Übungen, gymnastisch-tänzerische
Übungen, leichtathletische Übungen, Schwimmen sowie Ballspiele und Spielformen,
Besonderheiten des Anfangsunterrichts und
Grundschuldidaktik Werken
fachwissenschaftliche und fachpraktische Grundlagen des Werkunterrichts in der Grundschule
unter technischer und gestalterisch-ästhetischer Perspektive:
Grundlagen einer sach- und kindorientierten Auseinandersetzung mit der Planung und
Durchführung von Werkprozessen, werkstoff- und technikspezifische Kenntnisse und
Fähigkeiten,
fachdidaktische Grundlagen:
Ziele und Inhalte des Werkunterrichts in der Grundschule, Gestaltung von Lehr- und
Lernprozessen im Werken unter besonderer Berücksichtigung einer ästhetischen
Auseinandersetzung mit verschiedenen Werkstoffen sowie einer mehrperspektivischen
Zusammenschau von zeitgemäßen Komponenten der Technik, handlungsorientierte Methoden
und technikdidaktische Kompetenzentwicklung in fachspezifischer, fächerverbindender und
fachübergreifender Anwendung sowie in Projekten.
§ 27
Deutsch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der germanistischen Sprachwissenschaft,
System der Sprache: Phonologie, Graphematik, Morphologie, Syntax, Lexikologie, Semantik,
Entwicklung und Geschichte der deutschen Sprache,
funktionale und mediale Aspekte der Sprache,
Spracherwerb, Deutsch als Zweitsprache, Mehrsprachigkeit und
Literaturwissenschaft
Entwicklung der deutschen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart und Reflexion in ihrer
historischen, kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Bedeutung,
Epochen, Gattungen und Autoren mit den Schwerpunkten 19. Jahrhundert, Klassische Moderne
sowie Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur,
Geschichte und Theorie der Kinder- und Jugendliteratur.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Sprachwissenschaft: Überblick über Strukturen, Gebrauch und Geschichte der deutschen Sprache,
Interpretation deutschsprachiger Texte und
Literaturwissenschaft: Überblick über Gattungen und Autoren der Literatur des 19. Jahrhunderts, der
Klassischen Moderne sowie der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur, Interpretation
deutschsprachiger Texte im kulturellen, sozialen und politischen Zusammenhang.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf je einen Schwerpunkt aus den Bereichen nach
Absatz 1.
§ 28
Deutsch als Zweitsprache (DaZ)
(1) Das Studium umfasst:
Spracherwerbs- und Mehrsprachigkeitsforschung
Theorien des Spracherwerbs, Methoden der Spracherwerbsforschung,
Theorien der Mehrsprachigkeit, Methoden der Mehrsprachigkeitsforschung,
Theorien zum Einfluss der Herkunftssprachen auf die zweitsprachliche Entwicklung,
Lernervarietäten und Erwerbsverlaufsforschung,
Sprachdiagnostik und Sprachförderung
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 19 von 90

 
a)
b)
3.
a)
b)
c)
d)
e)
4.
a)
b)
c)
d)
e)
1.
2.
3.
4.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
c)
3.
a)
b)
c)
d)
4.
Modelle und Verfahren der Sprachstandsbeobachtung und Sprachstandsfeststellung,
Modelle, Konzepte und Programme schulischer Sprachförderung,
Migrationsforschung
Migrationsgeschichte Deutschlands einschließlich der verschiedenen Entwicklungsverläufe in der
Bundesrepublik Deutschland und der DDR bis 1989,
internationale Migrationsgeschichte,
Migrationssoziologie,
Migrations- und Integrationspolitik,
Sprache, Schule und Integration von Migranten und
Fachdidaktik
Modelle zweitsprachlichen Unterrichts, Besonderheit des Faches DaZ,
Methodik und Didaktik des Zweitsprachenerwerbs und des DaZ-Unterrichts,
Lehr- und Lernmedien,
Qualitätsmerkmale sprachförderlichen Unterrichts, bildungssprachliche Anforderungen im
Fachunterricht,
transkulturelles Lernen.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Spracherwerbs- und Mehrsprachigkeitsforschung: Überblick über die Theorien und Hypothesen des
Spracherwerbs unter Mehrsprachigkeitsbedingungen, Kenntnis der Spracherwerbsprozesse,
Überblick über die wissenschaftliche Beurteilung der Folgen von Mehrsprachigkeit, Kenntnis der
Theorien und Hypothesen zum Stellenwert herkunftssprachlichen Unterrichts,
Sprachdiagnostik und Sprachförderung: Kenntnis der wichtigsten Sprachdiagnosemodelle und -
verfahren einschließlich ihrer Messleistung, Kenntnis von Konzepten sprachlicher Bildung und
verschiedener Sprachfördermodelle, Analyse von Sprachförderinstrumenten in konkreten Lehr- und
Lernsituationen des Fachunterrichts,
Migrationsforschung: Überblick über die Migrationsgeschichte Deutschlands, Vergleich mit
internationalen Migrationsmodellen, Kenntnis migrationssoziologischer Theorien und Modelle, Überblick
über die Integrationsmaßnahmen in Deutschland und
Fachdidaktik: Theorien, Methoden, Modelle, Kenntnis der Bildungsstandards und curricularer
Dokumente einschließlich der Niveaustufen DaZ, Planung und Gestaltung von Förderunterricht,
theoriegeleitete Analyse von Lehr- und Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf einen der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1 bis
3.
§ 29
Englisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachpraxis
Sprachproduktion und Sprachrezeption,
soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz,
Sprachmittlung einschließlich Übersetzung,
Sprachwissenschaft
grundlegende Theorien, Methoden und Modelle der Sprachwissenschaft und deren Anwendung,
soziale, pragmatische, mediale und politische Aspekte der heutigen Varietäten des Englischen,
ausgewählte Aspekte der englischen Sprachgeschichte,
Literaturwissenschaft
grundlegende Theorien, Methoden und Modelle der Literaturwissenschaft,
Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation,
ausgewählte Aspekte der Entwicklung der englischsprachigen Literaturen vom Mittelalter bis zur
Gegenwart,
digitale Medien und Literatur,
Kulturwissenschaft
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 20 von 90

 
a)
b)
c)
5.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
3.
4.
5.
1.
a)
b)
c)
d)
e)
f)
2.
a)
b)
3.
a)
grundlegende Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft,
grundlegende Theorien des Fremdverstehens sowie Methoden und Kernbereiche des
kulturwissenschaftlichen Ländervergleichs,
länderspezifisches Orientierungswissen zu englischsprachigen Kulturräumen und ihrer
historischen Entwicklung, insbesondere zu den Britischen Inseln sowie den USA und
Fachdidaktik
Theorien des Sprachenlernens und individuelle Voraussetzungen des Spracherwerbs,
Grundlagen des sprachlichen und interkulturellen Lernens in der Grundschule,
Theorie und Methodik des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts einschließlich der
Förderung von Schülerleistungen,
Grundlagen der Literatur-, Kultur- und Mediendidaktik für den Englischunterricht in der
Grundschule.
(2) Zusätzlich sind ein oder mehrere Auslandsaufenthalte im englischsprachigen Raum im Gesamtumfang
von zwei Monaten nachzuweisen.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Sprachpraxis: kompetente Sprachverwendung, textsortengemäße Rezeption und Produktion von
englischsprachigen Texten,
Sprachwissenschaft: Überblick über die Geschichte der englischen Sprache, Probleme des modernen
Englisch als Weltsprache, Interpretation englischsprachiger Texte, Besonderheiten und regionale
Ausprägungen der Sprachpraxis im Englischen,
Literaturwissenschaft: Überblick über Epochen der englischsprachigen Literaturen, insbesondere der
englischen und nordamerikanischen sowie deren neuere Entwicklungen, Interpretation
englischsprachiger Texte im kulturellen, sozialen und politischen Zusammenhang,
Kulturwissenschaft: Überblick über Kultur, Geistesgeschichte, Geographie und politisch-
gesellschaftliche Verhältnisse der englischsprachigen Kulturräume, insbesondere der Britischen Inseln
und der USA, interkulturelle Betrachtung von Texten und digitalen Medien und
Fachdidaktik: Kenntnis des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen
(Referenzrahmen)
11
, der Bildungsstandards und curricularer Dokumente, Planung und Gestaltung
des Englischunterrichts in der Grundschule, Analyse von Lehr- und Lernmedien, Entwicklung und
Förderung von interkultureller kommunikativer Kompetenz einschließlich Sprachlernkompetenz im
Englischunterricht.
(4)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf einen der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 2 bis
4.
2
Die mündliche Prüfung des Faches und der Fachdidaktik findet in englischer Sprache statt.
§ 30
Ethik/Philosophie
(1) Das Studium umfasst:
Praktische Philosophie
ethische, politische und sozialphilosophische Theorien in Geschichte und Gegenwart,
ausgewählte Theorien der philosophischen Ethik,
ausgewählte Konflikte der angewandten Ethik unter Berücksichtigung der Problematik von
Willensfreiheit, Verantwortlichkeit und Gewissen,
ausgewählte anthropologische Fragestellungen: Wesen des Menschen, Glück, Sinn, Individualität,
Geschichtlichkeit, Technik, Kultur und Natur,
ausgewählte Fragestellungen der politischen Philosophie: Menschenrechte, Freiheit, Gleichheit,
Gerechtigkeit,
Grundlagenwissen zu den Weltreligionen,
Theoretische Philosophie
Positionen und Probleme der theoretischen Philosophie in Geschichte und Gegenwart,
zentrale Themen und Problemstellungen: Erkenntnistheorie, Wahrheit und Objektivität,
Argumentationstheorie und
Fachdidaktik
Theorien philosophischer Bildung, der Fachdidaktik und der Philosophie der Erziehung,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 21 von 90

b)
c)
1.
2.
3.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
d)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
Ziele, Inhalte, Methoden und Medien philosophischen Unterrichts einschließlich der Förderung von
Schülerleistungen,
Kontextwissen über kulturelle und religiöse Deutungsmuster und deren Bedeutung für die
Gestaltung von philosophischen Bildungsprozessen innerhalb einer heterogenen Gesellschaft.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Praktische Philosophie: Erörtern historischer Entwicklungen und systematischer Probleme innerhalb
der praktischen Philosophie und Ethik, Beurteilen von ausgewählten Problemen der angewandten
Ethik,
Theoretische Philosophie: Erörtern von historischen Entwicklungen und systematischen Problemen
innerhalb der theoretischen Philosophie und
Fachdidaktik: Kenntnis curricularer Dokumente, didaktische Aufbereitung philosophischer
Fragestellungen, erziehungsphilosophische und fachdidaktische Reflexion von Zielen, Inhalten, Medien
und Methoden philosophischen Unterrichts, Planung und Gestaltung des Ethikunterrichts in der
Grundschule.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf einen der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1 und
2.
§ 31
Französisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachpraxis
Sprachproduktion und Sprachrezeption,
soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz,
Sprachmittlung einschließlich Übersetzung,
Sprachwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der Sprachwissenschaft und deren Anwendung,
soziale, pragmatische, mediale und politische Aspekte der heutigen Varietäten des Französischen,
Literaturwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der Literaturwissenschaft,
theoriegeleitete Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation,
Entwicklung der französischen und frankophonen Literatur vom 17. Jahrhundert bis zur
Gegenwart,
digitale Medien und Literatur,
Kulturwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft,
ausgewählte Theorien des Fremdverstehens sowie Methoden und Kernbereiche des
kulturwissenschaftlichen Ländervergleichs,
Landeskunde, länderspezifisches Orientierungswissen zu Frankreich und zur Frankophonie und
Fachdidaktik
Theorien des Sprachenlernens und individuelle Voraussetzungen des Spracherwerbs,
Theorie und Methodik des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts einschließlich der
Förderung von Schülerleistungen,
Theorien, Ziele und Strategien des sprachlichen und interkulturellen Lernens und deren
Umsetzung im Unterricht,
literatur-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren.
(2) Zusätzlich sind ein oder mehrere Auslandsaufenthalte im französischsprachigen Raum im
Gesamtumfang von zwei Monaten nachzuweisen.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Sprachpraxis: kompetente Sprachverwendung, textsortengemäße Rezeption und Produktion von
französischsprachigen Texten,
Sprachwissenschaft: ausgewählte Probleme des modernen Französisch, Analyse
französischsprachiger Texte, Besonderheiten und regionale Ausprägungen der Sprachpraxis im
Französischen,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 22 von 90

3.
4.
5.
1.
a)
b)
c)
d)
e)
f)
2.
a)
b)
c)
d)
e)
f)
3.
a)
b)
c)
d)
e)
1.
2.
Literaturwissenschaft: Überblick über die Epochen der französischen und frankophonen Literatur ab
dem 17. Jahrhundert sowie die neueren Entwicklungen, Interpretation französischsprachiger Texte im
kulturellen, sozialen und politischen Zusammenhang,
Kulturwissenschaft: Überblick über Kultur, Geistesgeschichte, Geographie und politisch-
gesellschaftliche Verhältnisse Frankreichs und der Frankophonie, interkulturelle Betrachtung von
Texten und digitalen Medien und
Fachdidaktik: Entwicklung und Förderung von kommunikativen, interkulturellen und methodischen
Kompetenzen im Französischunterricht in der Grundschule, Kenntnis des Referenzrahmens, der
Bildungsstandards und curricularer Dokumente, Planung und Gestaltung des Französischunterrichts
in der Grundschule, theoriegeleitete Analyse von Lehr- und Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr-
und Lernkultur.
(4)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf einen der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 2 bis
4.
2
Die mündliche Prüfung des Faches und der Fachdidaktik findet überwiegend in französischer Sprache
statt.
§ 32
Kunst
(1) Das Studium umfasst:
Kunstpraxis
Grundformen des künstlerischen Gestaltens, raumbezogene Installationen,
Bilder unterschiedlicher Medialität in ästhetisch-künstlerischer Form,
spielerisch-experimentelle Verfahren im Umgang mit Materialien und Medien,
eigene künstlerische Positionen,
künstlerischer Umgang mit digitalen Medien,
Nachweis kunstpraktischer Kompetenzen mit Verteidigung des eigenen künstlerischen Konzepts,
Kunstgeschichte und Kunsttheorie
grundlegende künstlerische Epochen, Positionen und Konzepte sowie Gestaltungs- und
Ausdrucksweisen in der Geschichte der Kunst,
Umbrüche, Funktions- und Paradigmenwechsel in der Kunst,
historische Zusammenhänge zwischen Medien- und Kunstentwicklung,
künstlerische Strategien der Ersten und Zweiten Moderne und der Gegenwartskunst,
Entwicklung und Funktion visueller Medien und ihrer Ausdrucksmöglichkeiten,
grundlegende rezeptionsästhetische Methoden sowie Interpretationsverfahren und
Fachdidaktik
Konzepte und Methoden des Kunstunterrichts und ihrer Kritik,
Entwicklung der Kinder- und Jugendkultur sowie ihrer besonderen Ästhetik,
altersgemäße Methoden der Werkanalyse und -interpretation,
Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht einschließlich der Förderung von
Schülerleistungen,
Ergebnisse im Kunstunterricht, Evaluation kunstpädagogischer Prozesse.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Kunstgeschichte und Kunsttheorie: Kenntnis der epochengeschichtlichen Grundlagen und von
Inhalten des Faches, Reflexionen zu künstlerischen Strategien der Ersten und Zweiten Moderne,
Anwenden von Methoden und Inhalten der Rezeptions- und Bildwissenschaft, Beschreiben
besonderer Wirkungsmöglichkeiten audio-visueller und bildkünstlerischer Medien, Einordnung von
Künstlern, Theorien und Kunstwerken im Zusammenhang mit grundlegenden Paradigmenwechseln in
Kunstgeschichte und Kunsttheorie und
Fachdidaktik: fachdidaktische Grundlagen des Kunstunterrichts, Kenntnis curricularer Dokumente,
Planung und Gestaltung des Kunstunterrichts in der Grundschule auf der Grundlage aktueller
kunstpädagogischer Konzepte.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf einen Schwerpunkt aus dem Bereich nach
Absatz 1 Nummer 2.
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 23 von 90

1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
4.
a)
b)
1.
2.
3.
1.
a)
b)
c)
d)
e)
f)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
1.
2.
§ 33
Mathematik
(1) Das Studium umfasst:
Algebra
Arithmetik und elementare Zahlentheorie,
Grundstrukturen der Algebra,
lineare Algebra,
Analysis
elementare Funktionen,
Elemente der Differenzial- und Integralrechnung,
Geometrie
Geometrie der Ebene und des Raumes,
darstellende Geometrie,
ausgewählte Inhalte der analytischen Geometrie und
Stochastik
Wahrscheinlichkeitstheorie in endlichen Ereignisräumen,
Einführung in die mathematische Statistik.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Kenntnis grundlegender Begriffe, Aussagen und Methoden der Algebra, Analysis, Geometrie und
Stochastik sowie Nachweis der Fähigkeit, diese adäquat darzustellen, zu strukturieren und zu
interpretieren,
Herstellen von grundlegenden mathematischen Zusammenhängen in ausgewählten Kontexten und
Entwickeln von Lösungsstrategien für unterrichtsbezogene mathematische Probleme.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1, darunter nach
Wahl des Prüfungsteilnehmers Absatz 1 Nummer 1 oder Nummer 2.
§ 34
Musik
(1) Das Studium umfasst:
Musikalisch-künstlerische Praxis
instrumentale Ausbildung auf einem Instrument,
vokale Ausbildung einschließlich Sprecherziehung,
Ensembleleitung,
schulpraktisches Musizieren,
Tonsatz, Arrangement, Komposition,
Nachweis vielseitiger musikpraktischer und künstlerisch-ästhetischer Kompetenzen,
Musiktheorie und Musikwissenschaft
ausgewählte musiktheoretische Modelle, musikalische Analyse, Arbeitstechniken und
Forschungsmethoden,
historische und systematische Musikwissenschaft und
Musikpädagogik und Fachdidaktik
musikpädagogische Theorien und Methoden,
Planung von Musikunterricht,
Förderung von Schülerleistungen.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Musiktheorie und Musikwissenschaft: Anwenden von Begriffen und Kategorien in den Gebieten der
Musikwissenschaft, Überblick über die Epochen der Musikgeschichte und die Gattungs- und
Kompositionsgeschichte, Auseinandersetzung mit der kulturellen und sozialen Einbindung von Musik,
Analyse und Interpretation spezieller Werke und
Musikpädagogik und Fachdidaktik: Theorien und Modelle des Musiklernens, Bereiche und Methoden
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 24 von 90

1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
d)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
3.
4.
5.
musikpädagogischer Forschung einschließlich entwicklungspsychologischer Aspekte, Planung und
Gestaltung des Musikunterrichts in der Grundschule, auch fachübergreifend, Kenntnis curricularer
Dokumente, Kenntnis von Konzeptionen, Handlungsfeldern und Methoden des Unterrichts
einschließlich des Einsatzes neuer Medien.
(3)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf einen Schwerpunkt aus dem Bereich nach
Absatz 1 Nummer 2.
2
Die mündliche Prüfung der Fachdidaktik erstreckt sich auch auf die Musikpädagogik.
§ 35
Polnisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachpraxis
Sprachproduktion und Sprachrezeption,
soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz,
Sprachmittlung einschließlich Übersetzung,
Sprachwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der slawistischen, insbesondere der polonistischen
Sprachwissenschaft,
soziale, pragmatische, mediale und politische Aspekte des Polnischen,
Literaturwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der slawistischen, insbesondere der polonistischen
Literaturwissenschaft,
theoriegeleitete Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation,
Entwicklung der polnischen Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart,
digitale Medien und Literatur,
Kulturwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft,
ausgewählte Theorien des Fremdverstehens,
polnische Landeskunde und Kulturgeschichte und
Fachdidaktik
Theorien des Sprachenlernens und individuelle Voraussetzungen des Spracherwerbs,
Theorie und Methodik des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts einschließlich der
Förderung von Schülerleistungen,
Theorien, Ziele und Strategien des interkulturellen Lernens und deren Umsetzung im Unterricht,
literatur-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren.
(2) Zusätzlich sind ein oder mehrere Auslandsaufenthalte im polnischsprachigen Raum im Gesamtumfang
von zwei Monaten nachzuweisen.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Sprachpraxis: kompetente Sprachverwendung, textsortengemäße Rezeption und Produktion von
polnischsprachigen Texten,
Sprachwissenschaft: Überblick über die Geschichte der polnischen Sprache, Entwicklungstendenzen
der polnischen Sprache, Interpretation polnischsprachiger Texte, Besonderheiten und regionale
Ausprägungen der Sprachpraxis im Polnischen,
Literaturwissenschaft: Überblick über Epochen der polnischen Literatur, Interpretation
polnischsprachiger Texte im kulturellen, sozialen und politischen Zusammenhang,
Kulturwissenschaft: Überblick über Kultur, Geschichte, Geographie und politisch-gesellschaftliche
Verhältnisse Polens, interkulturelle Betrachtung von Texten und digitalen Medien und
Fachdidaktik: Kenntnis des Referenzrahmens und curricularer Dokumente, Planung und Gestaltung
des Polnischunterrichts in der Grundschule, theoriegeleitete Analyse von Lehr- und Lernmedien und
ihr Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur.
(4)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf einen der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 2 bis
4.
2
Die mündliche Prüfung des Faches und der Fachdidaktik findet überwiegend in polnischer Sprache
statt.
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 25 von 90

1.
a)
b)
c)
d)
e)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
3.
4.
5.
§ 36
Evangelische Religion
(1) Das Studium umfasst:
Bibelwissenschaften
wissenschaftliche Exegese des Alten und Neuen Testaments,
Geschichte, Literatur und Religion Israels,
Entstehung biblischer Schriften, die Bibel als Kanon, Bibelkunde,
zentrale Themen der Geschichte, Literatur und Religion des frühen Christentums,
hermeneutische Ansätze der Auslegung biblischer Texte,
Kirchengeschichte
Epochen der Kirchengeschichte und Geschichte des Christentums einschließlich Theologie- und
Dogmengeschichte,
Reformationsgeschichte, neuzeitliche Kirchengeschichte und Kirchengeschichte
des 20. Jahrhunderts,
Systematische Theologie
zentrale Themen der Dogmatik sowie der Theologiegeschichte der Neuzeit,
Geschichte und Grundprobleme der Ethik, Konzeptionen und Handlungsfelder,
ausgewählte gegenwärtige Fragestellungen der Ethik,
Ökumene, Weltreligionen und Weltanschauungen
Konfessionskunde,
Geschichte und Gegenwart der Weltreligionen, interreligiöser Dialog,
Judentum und Islam und
Religionspädagogik und Fachdidaktik
Handlungsfelder und fachdidaktische Ansätze der Religionspädagogik,
Bildungs- und Erziehungsauftrag des Religionsunterrichts, rechtlicher Rahmen,
religiöse Entwicklung und Sozialisation,
ausgewählte religionspädagogische, fachdidaktische und methodische Fragestellungen
einschließlich der Förderung von Schülerleistungen.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Bibelwissenschaften: Grundkenntnisse der Geschichte, Literatur und Religion Israels und des frühen
Christentums, Grundkenntnisse in der Exegese zentraler Schriften des Alten und Neuen Testaments,
Auseinandersetzung mit zentralen Themen der Theologie des Alten und Neuen Testaments,
Grundkenntnisse in Bibelkunde,
Kirchengeschichte: Grundkenntnisse der Epochen der Kirchengeschichte und der Geschichte des
Christentums einschließlich wichtiger Ereignisse der Theologie- und Dogmengeschichte, vertiefte
Kenntnis der Reformationsgeschichte,
Systematische Theologie: Grundkenntnisse zentraler Themen der Dogmatik sowie der
Theologiegeschichte der Neuzeit, Grundkenntnisse der Geschichte der Ethik sowie ihrer Konzeptionen
und Handlungsfelder,
Ökumene, Weltreligionen und Weltanschauungen: Grundkenntnisse der christlichen Konfessionen,
Überblick über die Weltreligionen und vertiefte Kenntnis zu Judentum und Islam, Grundkenntnisse
zum interreligiösen Dialog und
Religionspädagogik und Fachdidaktik: Kenntnis des Bildungs- und Erziehungsauftrags des Faches und
Einordnung der gegenwärtigen Situation, Grundkenntnisse zur religiösen Entwicklung und
Sozialisation im Kindesalter, Kenntnis curricularer Dokumente, Planung und Gestaltung des
Religionsunterrichts in der Grundschule, Reflexion ausgewählter Fragestellungen.
(3)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf einen der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1 bis
3.
2
Die mündliche Prüfung der Fachdidaktik erstreckt sich auch auf die Religionspädagogik.
§ 37
Katholische Religion
(1) Das Studium umfasst:
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 26 von 90

1.
a)
b)
c)
d)
2.
a)
b)
c)
3.
a)
b)
c)
d)
e)
4.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
3.
4.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
Biblische Theologie
Entstehungsgeschichte des Alten und Neuen Testaments,
biblische Grundthemen wie Schöpfung, Väterzählung, Exodus, Psalmen, Jesus Christus, Paulus,
biblisches Gottes-, Welt- und Menschenbild sowie Christusverständnis,
grundlegende Methoden und hermeneutische Ansätze der Auslegung biblischer Texte,
Historische Theologie
Entwicklung der Kirche von der Antike bis zur Gegenwart: Ämter und Dienste, Verhältnis von
Staat und Kirche, kirchliche Reformen und Reformation, Verhältnis von Religion und Gesellschaft,
zentrale Themen der Dogmen- und Theologiegeschichte,
ausgewählte Themen der Sozial- und Frömmigkeitsgeschichte,
Systematische Theologie
Überblick über die Struktur der Theologie als Glaubenswissenschaft in ihrer Einheit und Vielfalt,
zentrale Themen der Dogmatik: Gotteslehre, Christologie, Eschatologie, Schöpfungslehre,
Ekklesiologie, Sakramentenlehre,
ausgewählte Themen der Moraltheologie und der christlichen Gesellschaftslehre,
zentrale Themen der Fundamentaltheologie: theologische Hermeneutik, Ökumene, interreligiöser
Dialog,
aktuelle Fragestellungen und Ansätze der Dogmatik und Fundamentaltheologie und
Religionspädagogik und Fachdidaktik
Konzeptionen der Religionspädagogik,
religiöse Entwicklung und Sozialisation im Kindes- und Jugendalter,
Förderung religiöser Kompetenz und ausgewählte didaktische Elementarisierung theologischer
Inhalte einschließlich der Förderung von Schülerleistungen,
Martyria, Diakonie und Liturgie im schulischen Zusammenhang.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Biblische Theologie: Überblick über die Entstehungsgeschichte des Alten und Neuen Testaments
sowie ausgewählte zentrale biblische Themen, Grundkenntnisse zum biblischen Gottes-, Welt- und
Menschenbild sowie zum Christusverständnis, Kenntnis grundlegender Methoden und
hermeneutischer Ansätze der Auslegung biblischer Texte,
Historische Theologie: ausgewählte Einblicke in die Geschichte der Kirche von der Antike bis zur
Gegenwart, Grundkenntnisse ausgewählter Fragen der Dogmen- und Theologiegeschichte sowie
ausgewählter Themen der Sozial- und Frömmigkeitsgeschichte,
Systematische Theologie: Überblick über die Struktur der Theologie, Grundkenntnisse zentraler
Themen der Dogmatik, der Fundamentaltheologie, Auseinandersetzung mit aktuellen Fragestellungen
und Ansätzen der Dogmatik und Fundamentaltheologie und
Religionspädagogik und Fachdidaktik: Überblick über Konzeptionen der Religionspädagogik und
religiöser Entwicklung und Sozialisation im Kindesalter, religionspädagogische und fachdidaktische
Grundlagen religiösen Lernens, Kenntnis curricularer Dokumente, Planung und Gestaltung des
Religionsunterrichts in der Grundschule.
(3)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1 bis
3.
2
Die mündliche Prüfung der Fachdidaktik erstreckt sich auch auf die Religionspädagogik.
§ 38
Sorbisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachpraxis
Sprachproduktion und Sprachrezeption,
soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz,
Sprachmittlung einschließlich Übersetzung,
Sprachwissenschaft
Entwicklung und Geschichte der sorbischen Sprachen,
Theorien, Modelle, System, Lexikologie, Wortbildung,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 27 von 90

c)
3.
a)
b)
4.
a)
b)
1.
2.
3.
4.
1.
a)
b)
c)
d)
e)
2.
a)
b)
c)
3.
a)
b)
c)
1.
2.
Spracherwerb, Mehrsprachigkeit,
Literaturwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Literaturwissenschaft, Textanalyse und Textinterpretation,
Entwicklung der sorbischen Literatur, Epochen, Gattungen, Autoren, Werke und
Kulturwissenschaft
Geschichte und Kulturgeschichte der Sorben,
Ethnologie und Minderheitenforschung.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Sprachpraxis: kompetente Sprachverwendung des Ober- oder Niedersorbischen,
Sprachwissenschaft: Überblick über die Geschichte der sorbischen Sprachen, Kenntnis der Struktur
des Ober- und Niedersorbischen, von Lexikologie und Wortbildung, Interpretation sorbischer Texte,
Literaturwissenschaft: Überblick über Methoden und geschichtliche Entwicklung der sorbischen
Literatur seit ihren Anfängen einschließlich wichtiger Werke der ober- und niedersorbischen Literatur
aus verschiedenen Epochen, Interpretation sorbischer Texte und
Kulturwissenschaft: Überblick über die Geschichte und Kulturgeschichte der Sorben, materielle und
geistige Volkskultur, Auseinandersetzung mit Gegenwartsproblemen des sorbischen Volkes.
(3)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf einen der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 2 bis
4.
2
Die mündliche Prüfung des Faches und der Fachdidaktik findet nach Wahl des Prüfungsteilnehmers in
ober- oder niedersorbischer Sprache statt.
§ 39
Sport
(1) Das Studium umfasst:
Sportpraxis
Grundlagen des Bewegungskönnens,
sportorientierte Kompetenzen aus den Bewegungsfeldern: Spielen, Laufen/Werfen/Springen,
Bewegen an und mit Geräten, Bewegen im Wasser und Rettungsschwimmen sowie
Gestalten/Tanzen/Darstellen,
sportartübergreifende Kompetenzen in weiteren Bewegungsfeldern,
Grundlagen der Sicherheits- und Regelkenntnis in der Sportpraxis,
Nachweis sportpraktischer Kompetenzen aus einem der Bewegungsfelder Leichtathletik oder
Gerätturnen,
Sportwissenschaft
Bewegungs- und Trainingswissenschaft, Sportpsychologie,
sportmotorische und trainingswissenschaftliche Grundlagen,
sportbiologische Grundlagen von Bewegung und Training und
Fachdidaktik
fachdidaktische Konzepte,
kompetenzorientierte Planung, Erprobung und Reflexion von Unterricht einschließlich der
Förderung von Schülerleistungen,
Grundlagen der Leistungsermittlung und -bewertung.
(2) Zusätzlich ist das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Bronze nachzuweisen.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Sportwissenschaft: Kenntnis der Bewegungs- und Trainingswissenschaft, Sportpsychologie,
Anwenden von Gestaltungs- und Trainingsgrundsätzen des Sportunterrichts unter Beachtung von
Ontogenese und Geschlechtsspezifik, Wirkung und Gestaltung sportlichen Trainings, Umgang mit
Gruppendynamik, Motivation und Emotion im Sportunterricht und
Fachdidaktik: Konzepte und Methoden, Kenntnis curricularer Dokumente, Planung und Gestaltung des
Sportunterrichts in der Grundschule, Bewegung, Spiel und Sport unter fachübergreifender
Perspektive.
(4) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf einen Schwerpunkt aus dem Bereich nach
Absatz 1 Nummer 2.
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 28 von 90

1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
d)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
3.
4.
5.
1.
a)
§ 40
Tschechisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachpraxis
Sprachproduktion und Sprachrezeption,
soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz,
Sprachmittlung einschließlich Übersetzung,
Sprachwissenschaft
ausgewählte Theorien und Methoden der slawistischen, insbesondere der bohemistischen
Sprachwissenschaft,
soziale, pragmatische, mediale und politische Aspekte des Tschechischen,
Literaturwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der slawistischen, insbesondere der bohemistischen
Literaturwissenschaft,
theoriegeleitete Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation,
Entwicklung der tschechischen Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart,
digitale Medien und Literatur,
Kulturwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft,
ausgewählte Theorien des Fremdverstehens,
tschechische Landeskunde und Kulturgeschichte und
Fachdidaktik
Theorien des Sprachenlernens und individuelle Voraussetzungen des Spracherwerbs,
Theorie und Methodik des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts einschließlich der
Förderung von Schülerleistungen,
Theorien, Ziele und Strategien des interkulturellen Lernens und deren Umsetzung im Unterricht,
literatur-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren.
(2) Zusätzlich sind ein oder mehrere Auslandsaufenthalte im tschechischsprachigen Raum im
Gesamtumfang von zwei Monaten nachzuweisen.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Sprachpraxis: kompetente Sprachverwendung, textsortengemäße Rezeption und Produktion von
tschechischsprachigen Texten,
Sprachwissenschaft: Überblick über die Geschichte der tschechischen Sprache,
Entwicklungstendenzen der tschechischen Sprache, Analyse tschechischsprachiger Texte,
Besonderheiten und regionale Ausprägungen der Sprachpraxis im Tschechischen,
Literaturwissenschaft: Überblick über die Epochen der tschechischen Literatur, Interpretation
tschechischsprachiger Texte im kulturellen, sozialen und politischen Zusammenhang,
Kulturwissenschaft: Überblick über Kultur, Geschichte, Geographie und politisch-gesellschaftliche
Verhältnisse Tschechiens, interkulturelle Betrachtung von Texten und digitalen Medien und
Fachdidaktik: Kenntnis des Referenzrahmens und curricularer Dokumente, Planung und Gestaltung
des Tschechischunterrichts in der Grundschule, theoriegeleitete Analyse von Lehr- und Lernmedien
und ihr Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur.
(4)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf einen der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 2 bis
4.
2
Die mündliche Prüfung des Faches und der Fachdidaktik findet überwiegend in tschechischer Sprache
statt.
§ 41
Wirtschaft-Technik-Haushalt/Soziales (WTH)
(1) Das Studium umfasst:
Wirtschaft
volkswirtschaftliche Grundlagen,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 29 von 90

b)
2.
a)
b)
c)
3.
a)
b)
c)
d)
4.
1.
2.
3.
4.
1.
2.
betriebswirtschaftliche Grundlagen,
Technik
natur- und technikwissenschaftliche Grundlagen,
Technik und Gesellschaft, Technikverständnis und technische Prinzipien,
ausgewählte Inhalte und Methoden technischer Disziplinen: Bau- und Holztechnik oder
Elektrotechnik oder Metall- und Maschinentechnik,
Ökotrophologie
Wirtschaftslehre des Haushalts, Verbraucherschutz,
Ernährungslehre,
Textilgestaltung,
Wohnökologie und öffentlicher Raum und
Fachdidaktik.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Wirtschaft: Kenntnis volkswirtschaftlicher Probleme, Diskussion der Globalisierung in der
Marktwirtschaft, Geldpolitik, Geldwirtschaft, Kenntnis der Begriffe und Prinzipien der
Betriebswirtschaftslehre, Überblick über die Aufgaben in den Funktionsbereichen eines
Unternehmens, wie Management, Beschaffung, Produktion, Kenntnis der Funktionen von Markt und
Wettbewerb,
Technik: Nachweis von Fähigkeiten zu Denk- und Arbeitsweisen in technischen Disziplinen,
Kompetenzen in der Arbeit mit Werkzeugen und Maschinen, Bewerten von Materialien und Stoffen
hinsichtlich ihres Einsatzes in der Produktion und bei der Anwendung, Gegenüberstellung von
industriellen, maschinellen und handwerklichen Verfahren am Beispiel eines ausgewählten
Technikbereichs, Kenntnis des umweltgerechten und nachhaltigen Einsatzes von Ressourcen,
Ökotrophologie: Bewerten ernährungsphysiologischer und ernährungssoziologischer Erkenntnisse,
Beschreiben komplexer Sachverhalte unter Nutzung der Ernährungsökologie, Reflexion linearer und
iterativer Arbeitsprozesse und Aufgaben im Haushalt, Erörtern von Aspekten der Wohngestaltung
vor dem Hintergrund von Wohnbedürfnissen und -bedarfen verschiedener Nutzergruppen,
Anwenden von globalen natur- und kulturräumlichen Ordnungsmustern auf der Grundlage der
Allgemeinen Geographie, Kenntnis der Vielgestaltigkeit von Textilien und ihrer Bedeutung in der
Kleidermode und bei der Ausgestaltung von Räumen einschließlich Wohnräumen und
Fachdidaktik: Theorien und Leitlinien des WTH-Unterrichts, Kenntnis curricularer Dokumente,
Gestaltung von Lehr- und Lernarrangements unter dem Aspekt der Hinführung zur Lebens- und
Arbeitswelt, Anforderungen an das Lernen und Lehren in heterogenen Lerngruppen.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf einen der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1 bis
3.
Teil 3
Lehramt an Oberschulen
Abschnitt 1
Allgemeine Bestimmungen
§ 42
Prüfungsfächer, Fächerkombinationen, mündliche Prüfungen
(1) Die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Oberschulen erstreckt sich auf zwei Fächer einschließlich
der zugehörigen Fachdidaktiken und auf den bildungswissenschaftlichen Bereich.
(2)
1
Der Prüfungsteilnehmer kann zwei Fächer aus der ersten Fächergruppe oder ein Fach aus der ersten
und ein Fach aus der zweiten Fächergruppe wählen.
2
Zu den Fächergruppen gehören:
Erste Fächergruppe:
Biologie, Deutsch, Englisch, Geographie, Mathematik, Physik, Sorbisch und Sport,
Zweite Fächergruppe:
Chemie, Ethik/Philosophie, Französisch, Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung, Geschichte,
Informatik, Kunst, Musik, Polnisch, Evangelische Religion, Katholische Religion, Russisch, Spanisch,
Tschechisch und Wirtschaft-Technik-Haushalt/Soziales.
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 30 von 90

1.
2.
1.
a)
b)
c)
d)
e)
2.
a)
b)
c)
d)
e)
1.
2.
3.
4.
5.
3
Zusätzlich kann das Fach Wirtschaft-Technik-Haushalt/Soziales mit dem Fach Informatik sowie das Fach
Musik mit den Fächern Evangelische Religion, Katholische Religion oder Ethik/Philosophie kombiniert
werden.
(3)
1
Die mündlichen Prüfungen umfassen nach Wahl des Prüfungsteilnehmers eine Prüfung in einem Fach
und eine Prüfung in der Fachdidaktik des anderen Faches.
2
Dabei ist von der Wahl das Fach
ausgenommen, aus dem sich das Thema der wissenschaftlichen Arbeit ableitet; dies gilt für die
Fachdidaktik entsprechend.
§ 43
Erweiterungsprüfung für das Lehramt an Oberschulen
Erweiterungsprüfungen können in den in § 42 Abs. 2 Satz 2 genannten Fächern, im Fach Deutsch als
Zweitsprache nach § 48 und in Förderschwerpunkten nach § 113 Abs. 2 abgelegt werden.
Abschnitt 2
Studieninhalte, Prüfungsinhalte, Prüfungsumfang
§ 44
Bildungswissenschaftlicher Bereich
(1) Das Studium umfasst:
Erziehungswissenschaft und
Pädagogische Psychologie.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Erziehungswissenschaft
Bildungs-, Erziehungs- und Sozialisationstheorien sowie Bildungssysteme unter historischen,
systematischen und international vergleichenden Gesichtspunkten,
Schul- und Unterrichtstheorie, Bildungs- und Unterrichtsforschung, Schul- und
Unterrichtsentwicklung, Beruf und Rolle des Lehrers,
Allgemeine Didaktik und Methodik,
pädagogische Handlungsfelder in Schule und Unterricht: Heterogenität, Differenzierung,
individuelle Förderung, Integration und Inklusion einschließlich rechtlicher Grundlagen,
schulbezogene Sozialpädagogik,
spezielle pädagogische Fragen der Oberschule, Ansätze fächerverbindenden und
fachübergreifenden Lernens, Mediendidaktik und Medienerziehung, Berufs- und
Lebensweltorientierung und
Pädagogische Psychologie
Lern-, Gedächtnis-, Instruktions- und Motivationspsychologie,
Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters,
Interaktion und Kommunikation in Lehr- und Lernsituationen,
Diagnostik und Förderung von Schülerleistungen und Lernprozessen,
Diagnose, Beratung, Prävention und Intervention bei Lern- und Verhaltensauffälligkeiten.
(3) Die Prüfung umfasst eine schriftliche Prüfung zu einem der Bereiche nach Absatz 1 nach Wahl des
Prüfungsteilnehmers.
§ 45
Biologie
(1) Das Studium umfasst:
Allgemeine Botanik und Allgemeine Zoologie mit Grundlagen der Entwicklungsbiologie,
Spezielle Botanik und Spezielle Zoologie,
Pflanzenphysiologie und Tierphysiologie,
Ökologie,
Genetik mit Grundlagen der Reproduktionstechnik, Gentechnik und Züchtung,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 31 von 90

6.
7.
8.
9.
1.
2.
3.
4.
1.
2.
3.
4.
1.
2.
3.
4.
1.
a)
b)
c)
d)
e)
Humanbiologie mit Grundlagen der Immunbiologie,
Neurobiologie mit Grundlagen der Ethologie,
Evolution und biologische Vielfalt und
Fachdidaktik.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Kenntnis der Grundlagen der Botanik und Zoologie unter Berücksichtigung des Grundgedankens der
Evolution, Lösen von spezifischen Problemen in ausgewählten Bereichen der Speziellen Botanik und
der Speziellen Zoologie, der Pflanzenphysiologie und Tierphysiologie, der Ökologie, Genetik,
Humanbiologie, Neurobiologie, Biochemie,
Anwenden von wesentlichen Gesetzmäßigkeiten, Modellen, Arbeits- und Erkenntnismethoden der
Biologie einschließlich der experimentellen Methoden,
Anwenden von biologischen Sachverhalten auf unterrichtsbezogene Zusammenhänge, auch unter
fachübergreifender Perspektive und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis der Bildungsstandards und curricularer Dokumente,
fachdidaktische Durchdringung biologischer Sachverhalte und Zusammenhänge für den
Biologieunterricht in der Oberschule, Planung und Gestaltung des Biologieunterrichts in der
Oberschule, Kenntnis der Lehr- und Lernprozesse im Biologieunterricht einschließlich der Förderung
von Schülerleistungen, adäquater Einsatz von Medien, Anforderungen an das Lernen und Lehren in
heterogenen Lerngruppen.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1 bis 8.
§ 46
Chemie
(1) Das Studium umfasst:
Allgemeine und Anorganische Chemie mit Grundlagen der Analytischen Chemie,
Organische Chemie mit Grundlagen der Makromolekularen Chemie und der Biochemie,
Physikalische Chemie mit mathematischen Grundlagen und Anwendungen in der Technischen Chemie
und
Fachdidaktik.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Kenntnis der Grundlagen der Allgemeinen und Physikalischen Chemie, Lösen von spezifischen
Problemen in ausgewählten Bereichen der Anorganischen und Organischen Chemie,
Anwenden von wesentlichen Gesetzmäßigkeiten, Modellen, Arbeits- und Erkenntnismethoden der
Chemie einschließlich der experimentellen Methoden,
Anwenden von chemischen Sachverhalten auf unterrichtsbezogene Zusammenhänge, auch unter
fachübergreifender Perspektive und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis der Bildungsstandards und curricularer Dokumente,
fachdidaktische Durchdringung chemischer Sachverhalte und Zusammenhänge für den
Chemieunterricht in der Oberschule, Planung und Gestaltung des Chemieunterrichts in der
Oberschule, Kenntnis der Lehr- und Lernprozesse im Chemieunterricht einschließlich der Förderung
von Schülerleistungen, adäquater Einsatz von Medien, Anforderungen an das Lernen und Lehren in
heterogenen Lerngruppen.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1 bis 3.
§ 47
Deutsch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der germanistischen Sprachwissenschaft,
System der Sprache: Phonologie, Graphematik, Morphologie, Syntax, Lexikologie, Semantik,
Entwicklung und Geschichte der deutschen Sprache, Varietäten und Stile,
funktionale und mediale Aspekte der Sprache,
Spracherwerb, Deutsch als Zweitsprache, Mehrsprachigkeit,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 32 von 90

2.
a)
b)
c)
d)
e)
3.
a)
b)
c)
1.
2.
3.
1.
a)
b)
c)
d)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
d)
e)
4.
a)
b)
c)
d)
Literaturwissenschaft
Grundlagen und Methoden der Literaturwissenschaft,
Entwicklung der deutschen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart und Reflexion in ihrer
historischen, kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Bedeutung,
Epochen, Gattungen und Autoren mit den Schwerpunkten Mittelalter, Frühe Neuzeit, Aufklärung,
Klassik, Romantik, 19. Jahrhundert, Klassische Moderne sowie Nachkriegs- und
Gegenwartsliteratur,
Geschichte und Theorie der Kinder- und Jugendliteratur,
Medien und Literatur und
Fachdidaktik
Konzeptionen des sprachlichen, literarischen und medialen Lernens im Deutschunterricht
einschließlich ihrer unterrichtspraktischen Umsetzung und Evaluation,
Ziele und Kompetenzbereiche des Deutschunterrichts,
methodische Gestaltung des Deutschunterrichts einschließlich der Förderung von
Schülerleistungen.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Sprachwissenschaft: Überblick über die Entwicklung und Geschichte der deutschen Sprache, Analyse
und Interpretation sprachlicher und kommunikativer Phänomene,
Literaturwissenschaft: Grundlagen und Methoden der Literaturwissenschaft, Überblick über
ausgewählte Epochen der deutschen und deutschsprachigen Literatur sowie deren neuere
Entwicklungen, Interpretation deutschsprachiger Texte im kulturellen, sozialen und politischen
Zusammenhang und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis der Bildungsstandards und curricularer Dokumente,
Planung und Gestaltung des Deutschunterrichts in der Oberschule, theoriegeleitete Analyse von Lehr-
und Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur, Anforderungen an das Lernen und
Lehren in heterogenen Lerngruppen.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf je einen Schwerpunkt aus den Bereichen nach
Absatz 1 Nummer 1 und 2.
§ 48
Deutsch als Zweitsprache (DaZ)
(1) Das Studium umfasst:
Spracherwerbs- und Mehrsprachigkeitsforschung
Theorien des Spracherwerbs, Methoden der Spracherwerbsforschung,
Theorien der Mehrsprachigkeit, Methoden der Mehrsprachigkeitsforschung,
Theorien zum Einfluss der Herkunftssprachen auf die zweitsprachliche Entwicklung,
Lernervarietäten und Erwerbsverlaufsforschung,
Sprachdiagnostik und Sprachförderung
Modelle und Verfahren der Sprachstandsbeobachtung und Sprachstandsfeststellung,
Modelle, Konzepte und Programme schulischer Sprachförderung,
Migrationsforschung
Migrationsgeschichte Deutschlands einschließlich der verschiedenen Entwicklungsverläufe in der
Bundesrepublik Deutschland und der DDR bis 1989,
internationale Migrationsgeschichte,
Migrationssoziologie,
Migrations- und Integrationspolitik,
Sprache, Schule und Integration von Migranten und
Fachdidaktik
Modelle zweitsprachlichen Unterrichts, Besonderheit des Faches DaZ,
Methodik und Didaktik des Zweitsprachenerwerbs und des DaZ-Unterrichts,
Lehr- und Lernmedien,
Qualitätsmerkmale sprachförderlichen Unterrichts, bildungssprachliche Anforderungen im
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 33 von 90

e)
1.
2.
3.
4.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
c)
3.
a)
b)
c)
d)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
c)
d)
1.
Fachunterricht,
transkulturelles Lernen.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Spracherwerbs- und Mehrsprachigkeitsforschung: Überblick über die Theorien und Hypothesen des
Spracherwerbs unter Mehrsprachigkeitsbedingungen, Kenntnis der Spracherwerbsprozesse,
Überblick über die wissenschaftliche Beurteilung der Folgen von Mehrsprachigkeit, Kenntnis der
Theorien und Hypothesen zum Stellenwert herkunftssprachlichen Unterrichts,
Sprachdiagnostik und Sprachförderung: Kenntnis der wichtigsten Sprachdiagnosemodelle und -
verfahren einschließlich ihrer Messleistung, Kenntnis von Konzepten sprachlicher Bildung und
verschiedener Sprachfördermodelle, Analyse von Sprachförderinstrumenten in konkreten Lehr- und
Lernsituationen des Fachunterrichts,
Migrationsforschung: Überblick über die Migrationsgeschichte Deutschlands, Vergleich mit
internationalen Migrationsmodellen, Kenntnis migrationssoziologischer Theorien und Modelle, Überblick
über die Integrationsmaßnahmen in Deutschland und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis der Bildungsstandards und curricularer Dokumente
einschließlich der Niveaustufen DaZ, Planung und Gestaltung von Förderunterricht, theoriegeleitete
Analyse von Lehr- und Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1 bis 3.
§ 49
Englisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachpraxis
Sprachproduktion und Sprachrezeption,
soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz,
Sprachmittlung einschließlich Übersetzung,
Sprachwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der Sprachwissenschaft und deren Anwendung,
soziale, pragmatische, mediale und politische Aspekte der heutigen Varietäten des Englischen,
englische Sprachgeschichte,
Literaturwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der Literaturwissenschaft,
theoriegeleitete Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation,
Entwicklung der englischsprachigen Literaturen vom Mittelalter bis zur Gegenwart,
digitale Medien und Literatur,
Kulturwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft,
ausgewählte Theorien des Fremdverstehens sowie Methoden und Kernbereiche des
kulturwissenschaftlichen Ländervergleichs,
länderspezifisches Orientierungswissen zu englischsprachigen Kulturräumen und ihrer
historischen Entwicklung, insbesondere zu den Britischen Inseln sowie den USA und
Fachdidaktik
Theorien des Sprachenlernens und individuelle Voraussetzungen des Spracherwerbs,
Theorie und Methodik des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts einschließlich der
Förderung von Schülerleistungen,
Theorien, Ziele und Strategien des sprachlichen und interkulturellen Lernens und deren
Umsetzung im Unterricht,
literatur-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren.
(2) Zusätzlich sind ein oder mehrere Auslandsaufenthalte im englischsprachigen Raum im Gesamtumfang
von drei Monaten nachzuweisen.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Sprachpraxis: kompetente Sprachverwendung, textsortengemäße Rezeption und Produktion von
englischsprachigen Texten,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 34 von 90

2.
3.
4.
5.
1.
a)
b)
c)
d)
e)
f)
2.
a)
b)
c)
3.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
3.
Sprachwissenschaft: Überblick über die Geschichte der englischen Sprache, Probleme des modernen
Englisch als Weltsprache, Analyse englischsprachiger Texte, Besonderheiten und regionale
Ausprägungen der Sprachpraxis im Englischen,
Literaturwissenschaft: Überblick über die Epochen der englischsprachigen Literaturen, insbesondere
der englischen und nordamerikanischen, deren Gattungen, Autoren und Werke im jeweiligen
historischen Umfeld sowie neuerer Entwicklungen, Interpretation von Literatur im kulturellen, sozialen,
politischen, soziologischen und historischen Zusammenhang seit dem Mittelalter,
Kulturwissenschaft: Überblick über Kultur, Geistesgeschichte, Geographie und politisch-
gesellschaftliche Verhältnisse der englischsprachigen Kulturräume, insbesondere der Britischen Inseln
und der USA, interkulturelle Betrachtung von Texten und digitalen Medien und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis des Referenzrahmens, der Bildungsstandards und
curricularer Dokumente, Planung und Gestaltung des Englischunterrichts in der Oberschule,
theoriegeleitete Analyse von Lehr- und Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur,
Anforderungen an das Lernen und Lehren in heterogenen Lerngruppen.
(4)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 2 bis
4.
2
Die mündliche Prüfung des Faches und der Fachdidaktik findet in englischer Sprache statt.
§ 50
Ethik/Philosophie
(1) Das Studium umfasst:
Praktische Philosophie
ethische, politische und sozialphilosophische Theorien in Geschichte und Gegenwart,
ausgewählte Theorien der philosophischen Ethik,
ausgewählte Konflikte der angewandten Ethik unter Berücksichtigung der Problematik von
Willensfreiheit, Verantwortlichkeit und Gewissen,
ausgewählte anthropologische Fragestellungen: Wesen des Menschen, Glück, Sinn, Individualität,
Geschichtlichkeit, Technik, Kultur und Natur,
ausgewählte Fragestellungen der politischen Philosophie: Menschenrechte, Freiheit, Gleichheit,
Gerechtigkeit,
Grundlagenwissen zu den Weltreligionen und Probleme der Religionsphilosophie,
Theoretische Philosophie
Positionen und Probleme der theoretischen Philosophie in Geschichte und Gegenwart,
zentrale Themen und Problemstellungen: Erkenntnistheorie, Wahrheit und Objektivität, Philosophie
des Geistes, Sprachphilosophie, Logik und Argumentationstheorie,
philosophische Denkrichtungen und deren Methoden: Phänomenologie, Hermeneutik,
Pragmatismus, analytische Philosophie, Konstruktivismus, Dialektik und
Fachdidaktik
Theorien philosophischer Bildung, der Fachdidaktik und der Philosophie der Erziehung,
Ziele, Inhalte, Methoden und Medien philosophischen Unterrichts einschließlich der Förderung von
Schülerleistungen,
Lernarrangements für philosophische Bildungsprozesse,
kulturelle und religiöse Deutungsmuster und deren Bedeutung für die Gestaltung von
philosophischen Bildungsprozessen innerhalb einer heterogenen Gesellschaft.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Praktische Philosophie: Interpretation historischer Entwicklungen und systematischer Probleme
innerhalb der praktischen Philosophie und Ethik, Beurteilen von Problemen der angewandten Ethik,
Theoretische Philosophie: Interpretation historischer Entwicklungen und systematischer Probleme
innerhalb der theoretischen Philosophie und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis curricularer Dokumente, didaktische Aufbereitung
philosophischer Fragestellungen, erziehungsphilosophische und fachdidaktische Reflexion von Zielen,
Inhalten, Medien und Methoden des Ethik- und Philosophieunterrichts, Planung und Gestaltung des
Ethikunterrichts in der Oberschule, Anforderungen an das Lernen und Lehren in heterogenen
Lerngruppen.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf je einen Schwerpunkt aus den Bereichen nach
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 35 von 90

1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
d)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
c)
d)
1.
a)
b)
2.
1.
2.
3.
4.
5.
Absatz 1 Nummer 1 und 2.
§ 51
Französisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachpraxis
Sprachproduktion und Sprachrezeption,
soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz,
Sprachmittlung einschließlich Übersetzung,
Sprachwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der Sprachwissenschaft und deren Anwendung,
soziale, pragmatische, mediale und politische Aspekte der heutigen Varietäten des Französischen,
Literaturwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der Literaturwissenschaft,
theoriegeleitete Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation,
Entwicklung der französischen und frankophonen Literatur vom 17. Jahrhundert bis zur
Gegenwart,
digitale Medien und Literatur,
Kulturwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft,
ausgewählte Theorien des Fremdverstehens sowie Methoden und Kernbereiche des
kulturwissenschaftlichen Ländervergleichs,
Landeskunde, länderspezifisches Orientierungswissen zu Frankreich und zur Frankophonie und
Fachdidaktik
Theorien des Sprachenlernens und individuelle Voraussetzungen des Spracherwerbs,
Theorie und Methodik des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts einschließlich der
Förderung von Schülerleistungen,
Theorien, Ziele und Strategien des sprachlichen und interkulturellen Lernens und deren
Umsetzung im Unterricht,
literatur-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren.
(2) Zusätzlich sind nachzuweisen:
Kenntnisse weiterer Fremdsprachen durch
Kenntnisse in Latein oder
den Abschluss je eines Grundkurses in zwei Fremdsprachen auf dem Niveau B2 des
Referenzrahmens und
ein oder mehrere Auslandsaufenthalte im französischsprachigen Raum im Gesamtumfang
von drei Monaten.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Sprachpraxis: kompetente Sprachverwendung, textsortengemäße Rezeption und Produktion von
französischsprachigen Texten,
Sprachwissenschaft: Überblick über die Geschichte der französischen Sprache, Probleme des
modernen Französisch, Analyse französischsprachiger Texte, Besonderheiten und regionale
Ausprägungen der Sprachpraxis im Französischen,
Literaturwissenschaft: Überblick über die Epochen der französischen und frankophonen Literatur ab
dem 17. Jahrhundert sowie die neueren Entwicklungen, Interpretation französischsprachiger Texte im
kulturellen, sozialen und politischen Zusammenhang,
Kulturwissenschaft: Überblick über Kultur, Geistesgeschichte, Geographie und politisch-
gesellschaftliche Verhältnisse Frankreichs und der Frankophonie, interkulturelle Betrachtung von
Texten und digitalen Medien und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis des Referenzrahmens, der Bildungsstandards und
curricularer Dokumente, Planung und Gestaltung des Französischunterrichts in der Oberschule,
theoriegeleitete Analyse von Lehr- und Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur,
Anforderungen an das Lernen und Lehren in heterogenen Lerngruppen.
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 36 von 90

1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
4.
a)
b)
1.
2.
3.
4.
1.
a)
b)
2.
a)
b)
(4)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 2 bis
4.
2
Die mündliche Prüfung des Faches und der Fachdidaktik findet überwiegend in französischer Sprache
statt.
§ 52
Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung
(1) Das Studium umfasst:
Politikwissenschaft
Politische Theorie,
Politische Systeme und Systemvergleich,
Internationale Beziehungen,
Soziologie
soziologische Theorien,
Mikrosoziologie und Makrosoziologie,
Rechts- und Wirtschaftswissenschaften
ausgewählte wirtschaftswissenschaftliche Theorien und Systeme,
Grundlagen und Problemfelder der sozialen Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland,
Verfassungsrecht, Rechtssystem der Bundesrepublik Deutschland und
Fachdidaktik
zentrale Methoden, Medien und Aufgabenfelder des Unterrichts einschließlich der Förderung von
Schülerleistungen,
politische Sozialisation von Jugendlichen.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Politikwissenschaft, Kernbereich Politische Theorie: Anwenden von Begriffen und Methoden der
Politikwissenschaft, Anwenden von Theorieansätzen aus der Geschichte der politischen Ideen und der
modernen politikwissenschaftlichen Theorien,
Politikwissenschaft, Kernbereich Politische Systeme: Analyse und Vergleich politischer Systeme
einschließlich der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen, Kenntnis
verfassungsrechtlicher Grundlagen der politischen Ordnung, politischer Akteure, Institutionen und
Prozesse,
Politikwissenschaft, Kernbereich Internationale Beziehungen: grundlegende Fragestellungen und
theoretische Ansätze der Analyse internationaler Beziehungen, Institutionen und Beziehungsmuster
der internationalen Politik, weltwirtschaftliche Arbeitsteilung und Handelsverflechtungen, wichtige
Handlungsfelder und Strategien deutscher Außen-, Europa-, Sicherheits-, Umwelt- und
Entwicklungspolitik und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis curricularer Dokumente, Kenntnis der Prozesse des
Lehrens und Lernens im gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht einschließlich der Förderung von
Schülerleistungen, Planung und Gestaltung des Unterrichts im Fach
Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung in der Oberschule, adäquater Medieneinsatz, Anforderungen
an das Lernen und Lehren in heterogenen Lerngruppen.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei Schwerpunkte aus den Kernbereichen der
Politikwissenschaft nach Absatz 1 Nummer 1.
§ 53
Geographie
(1) Das Studium umfasst:
Physische Geographie
Teildisziplinen Geomorphologie, Geologie, Bodengeographie, Hydrogeographie, Klimageographie,
Vegetationsgeographie,
Umweltrisiken, nachhaltige Entwicklung von Räumen,
Humangeographie
Teildisziplinen Bevölkerungs-, Wirtschafts- und Siedlungsgeographie,
Grundlagen der Raumplanung und nachhaltige Entwicklung von Räumen,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 37 von 90

3.
a)
b)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
c)
1.
2.
3.
4.
5.
6.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
3.
Regionale Geographie
Regionale Physische Geographie des Nahraums, Deutschlands, Europas, außereuropäischer
Räume und Geozonen,
Regionale Wirtschafts- und Sozialgeographie des Nahraums, Deutschlands, Europas,
außereuropäischer Räume und Prozesse der Globalisierung,
Methoden
fach- und erkenntnistheoretische Verfahrensweisen,
kartographische, statistische und informatische Verarbeitung und Auswertung geographischer
Daten,
Exkursion und
Fachdidaktik
Theorien und Leitideen des Geographieunterrichts,
Komponenten der Unterrichtsgestaltung einschließlich der Förderung von Schülerleistungen,
Besonderheiten des geographischen und geowissenschaftlichen Lehrens und Lernens.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Anwenden von globalen natur- und kulturräumlichen Ordnungsmustern auf der Grundlage der
Allgemeinen Geographie,
Analyse und Bewertung eines Großraums,
Erörtern geographischer Aspekte im Zusammenhang mit Problemen der Wirtschaft, der Gesellschaft
und der Umwelt,
Beurteilen raumbezogener Sachverhalte und Probleme in ihren naturgesetzlichen, sozialen,
ökonomischen und politischen Zusammenhängen,
Anwenden geographischer Arbeitsmethoden sowie von Methoden der geographischen
Erkenntnisgewinnung und
Kenntnis curricularer Dokumente, Planung und Gestaltung des Geographieunterrichts in der
Oberschule, auch fachübergreifend, theoriegeleitete Analyse von Lehr- und Lernmedien und ihr
Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur, Anforderungen an das Lernen und Lehren in heterogenen
Lerngruppen.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei Schwerpunkte nach Absatz 1 Nummer 3.
§ 54
Geschichte
(1) Das Studium umfasst:
Geschichte der Vormoderne
Antike,
Mittelalter,
Frühe Neuzeit,
Geschichte der Moderne
Neuere Geschichte,
Neueste Geschichte und Zeitgeschichte sowie
Fachdidaktik
Theorien der Geschichtsdidaktik,
Geschichte historischen Lernens,
Ziele, Inhalte, Methoden und Medien des Geschichtsunterrichts einschließlich der Förderung von
Schülerleistungen,
Planung und Gestaltung von Unterricht.
(2) Zusätzlich sind Kenntnisse in Latein nachzuweisen.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Beherrschen von Methoden und Hilfsmitteln der Geschichtswissenschaft,
Beurteilen grundlegender Werke der Geschichtsschreibung,
Kenntnis epochenspezifischer und epochenübergreifender systematischer Zusammenhänge der
Geschichte der Vormoderne und der Moderne,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 38 von 90

4.
5.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
4.
a)
b)
5.
a)
b)
6.
a)
b)
c)
1.
2.
3.
4.
1.
a)
b)
Kenntnis ausgewählter Inhalte epochenspezifischer Zusammenhänge wie der Geschichte der Antike,
des Mittelalters, der Frühen Neuzeit, der Neueren und Neuesten Geschichte sowie aus regional und
systematisch angelegten Lehrgebieten und
Kenntnis geschichtsdidaktischer Zentralkategorien und curricularer Dokumente, didaktische
Aufbereitung historischer Sachverhalte für den Unterricht, Dimensionen der Geschichtskultur,
Planung und Gestaltung des Geschichtsunterrichts in der Oberschule, Umgang mit Medien im
Geschichtsunterricht, Anforderungen an das Lernen und Lehren in heterogenen Lerngruppen.
(4) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf je eine Epoche aus den Bereichen nach Absatz 1
Nummer 1 und 2.
§ 55
Informatik
(1) Das Studium umfasst:
Technische Informatik
Rechneraufbau und Rechnerstrukturen,
Rechnerorganisation,
Betriebssysteme,
Theoretische Informatik
mathematische Grundlagen,
Sprachen und Automaten,
Praktische Informatik
Modellierung,
Algorithmen, Datenstrukturen,
Programmierung,
Angewandte Informatik
Rechnernetze und Rechnerdienste,
Datenmodellierung und Datenbankentwurf,
Informatik und Gesellschaft
Datenschutz, Datensicherheit und Urheberrecht,
Grundlagen und Folgen der Mensch-Computer-Interaktion und
Fachdidaktik
Theorien, Modelle und Konzepte der informatischen Bildung,
theoriegeleitete Planung, Durchführung und Reflexion von Lehr- und Lernprozessen einschließlich
der Förderung von Schülerleistungen,
Werkzeuge und Medien zur Vermittlung informatischer Inhalte.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Beherrschen von Denk- und Arbeitsweisen in der Informatik,
Arbeit mit Werkzeugen der Informatik, einschließlich der Lösungsbewertung, und Verständnis für
deren Wirkungsmechanismen,
Lösen von spezifischen Problemen in einem fachwissenschaftlichen Spezialgebiet der Informatik und
Kenntnis der Bedeutung, Ziele und Inhalte der informatischen Bildung und des Informatikunterrichts
in der Oberschule, fachdidaktische Aufbereitung von Sachverhalten der Informatik für den Unterricht
in der Oberschule, Anforderungen an das Lernen und Lehren in heterogenen Lerngruppen.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1, 3
und 4.
§ 56
Kunst
(1) Das Studium umfasst:
Kunstpraxis
Grundformen des künstlerischen Gestaltens, raumbezogene Installationen,
Bilder unterschiedlicher Medialität in ästhetisch-künstlerischer Form,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 39 von 90

c)
d)
e)
f)
2.
a)
b)
c)
d)
e)
f)
3.
a)
b)
c)
d)
e)
1.
2.
1.
a)
b)
c)
d)
2.
a)
b)
c)
3.
a)
b)
c)
4.
a)
b)
spielerisch-experimentelle Verfahren im Umgang mit Materialien und Medien,
eigene künstlerische Positionen,
künstlerischer Umgang mit digitalen Medien,
Nachweis kunstpraktischer Kompetenzen mit Verteidigung des eigenen künstlerischen Konzepts,
Kunstgeschichte und Kunsttheorie
grundlegende künstlerische Epochen, Positionen und Konzepte sowie Gestaltungs- und
Ausdrucksweisen in der Geschichte der Kunst,
historische Zusammenhänge zwischen Medien- und Kunstentwicklung,
künstlerische Strategien der Ersten und Zweiten Moderne und der Gegenwartskunst,
Umbrüche, Funktions- und Paradigmenwechsel in der Kunst,
Entwicklung und Funktion visueller Medien und ihrer Ausdrucksmöglichkeiten,
grundlegende rezeptionsästhetische Methoden, Werkanalyse- und Interpretationsverfahren und
Fachdidaktik
Konzepte und Methoden des Kunstunterrichts und ihrer Kritik,
Entwicklung der Kinder- und Jugendkultur sowie ihrer besonderen Ästhetik,
altersgemäße Methoden der Werkanalyse und -interpretation,
Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht einschließlich der Förderung von
Schülerleistungen,
Ergebnisse im Kunstunterricht, Evaluation kunstpädagogischer Prozesse.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Kunstgeschichte und Kunsttheorie: Kenntnis der epochengeschichtlichen Grundlagen und von
Inhalten des Faches, Reflexionen zu künstlerischen Strategien der Ersten und Zweiten Moderne,
Anwenden von Methoden und Inhalten der Rezeptions- und Bildwissenschaft, Beschreiben von
Wirkungsmöglichkeiten audio-visueller und bildkünstlerischer Medien, Einordnung von Künstlern,
Theorien und Kunstwerken im Zusammenhang mit grundlegenden Paradigmenwechseln in
Kunstgeschichte und Kunsttheorie und
Fachdidaktik: fachdidaktische Grundlagen des Kunstunterrichts, Kenntnis curricularer Dokumente,
Planung und Gestaltung des Kunstunterrichts in der Oberschule auf der Grundlage aktueller
kunstpädagogischer Konzepte, Anforderungen an das Lernen und Lehren in heterogenen
Lerngruppen.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei Schwerpunkte aus dem Bereich nach
Absatz 1 Nummer 2.
§ 57
Mathematik
(1) Das Studium umfasst:
Algebra
Mengenlehre, Logik, Zahlbereichserweiterungen,
Grundstrukturen der Algebra,
lineare Algebra,
Arithmetik und Elemente der Zahlentheorie,
Analysis
elementare Funktionen,
Differenzial- und Integralrechnung für eine Variable,
Einführung in Differenzialgleichungen,
Geometrie
analytische Geometrie,
Geometrie der Ebene und des Raumes,
geometrische Abbildungen,
Stochastik
Wahrscheinlichkeitstheorie in endlichen Ereignisräumen,
Einführung in die mathematische Statistik,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 40 von 90

5.
a)
b)
c)
6.
a)
b)
c)
1.
2.
3.
4.
5.
1.
a)
b)
c)
d)
e)
f)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
1.
2.
Angewandte Mathematik
Elemente der Numerischen Mathematik,
Modellierung,
Elemente der Informatik und mathematische Software und
Fachdidaktik
Theorien und Modelle des Mathematikunterrichts,
Komponenten der Unterrichtsgestaltung,
fachdidaktische Diagnoseverfahren und Förderkonzepte.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Kenntnis grundlegender Begriffe, Aussagen und Methoden der Algebra, Analysis, Geometrie,
Stochastik und der Angewandten Mathematik sowie der Nachweis der Fähigkeit, diese adäquat
darzustellen, zu strukturieren und zu interpretieren,
Herstellen von grundlegenden mathematischen Zusammenhängen an ausgewählten Beispielen,
Modellieren von ausgewählten inner- und außermathematischen Zusammenhängen,
Entwickeln von Lösungsstrategien für unterrichtsbezogene mathematische Probleme und
Kenntnis der Bildungsstandards und curricularer Dokumente, Kenntnis der Lehr- und Lernprozesse,
Planung und Gestaltung des Mathematikunterrichts in der Oberschule einschließlich der Förderung
von Schülerleistungen, Bewerten von Wirkungen eines adäquaten Einsatzes digitaler Medien auf das
Lehren und Lernen einschließlich Aufgaben- und Fehlerkultur.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1 bis 5,
darunter nach Wahl des Prüfungsteilnehmers Absatz 1 Nummer 1 oder Nummer 2.
§ 58
Musik
(1) Das Studium umfasst:
Musikalisch-künstlerische Praxis
instrumentale Ausbildung auf mindestens 2 Instrumenten, eines davon Klavier,
vokale Ausbildung einschließlich Sprecherziehung,
Ensembleleitung,
schulpraktisches Musizieren,
Tonsatz, Arrangement, Komposition,
Nachweis vielseitiger musikpraktischer und künstlerisch-ästhetischer Kompetenzen,
Musiktheorie und Musikwissenschaft
musiktheoretische Modelle, musikalische Analyse, Arbeitstechniken und Forschungsmethoden,
historische und systematische Musikwissenschaft und
Musikpädagogik und Fachdidaktik
musikpädagogische Theorien und Methoden,
Planung von Musikunterricht,
Förderung von Schülerleistungen.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Musiktheorie und Musikwissenschaft: Anwenden von Begriffen und Kategorien in den Gebieten der
Musikwissenschaft, Überblick über die Epochen der Musikgeschichte und die Gattungs- und
Kompositionsgeschichte, Auseinandersetzung mit der kulturellen und sozialen Einbindung von Musik,
Analyse und Interpretation ausgewählter Werke und
Musikpädagogik und Fachdidaktik: Theorien und Modelle des Musiklernens, Bereiche und Methoden
musikpädagogischer Forschung einschließlich entwicklungspsychologischer Aspekte, Planung und
Gestaltung des Musikunterrichts in der Oberschule, auch fachübergreifend, Kenntnis curricularer
Dokumente, Kenntnis von Konzeptionen und Handlungsfeldern des Unterrichts einschließlich des
Einsatzes neuer Medien, Anforderungen an das Lernen und Lehren in heterogenen Lerngruppen.
(3)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei Schwerpunkte aus dem Bereich nach
Absatz 1 Nummer 2.
2
Die mündliche Prüfung der Fachdidaktik erstreckt sich auch auf die Musikpädagogik.
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 41 von 90

1.
a)
b)
c)
d)
e)
2.
a)
b)
3.
4.
5.
6.
a)
b)
1.
2.
3.
4.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
§ 59
Physik
(1) Das Studium umfasst:
Experimentalphysik
Mechanik,
Thermodynamik,
Elektrizitätslehre und Optik,
Atom-, Kern- und Quantenphysik,
Struktur der Materie,
Theoretische Physik
Grundlagen der Theoretischen Mechanik,
Grundlagen der Elektrodynamik,
unterrichtsbezogene Gebiete der Angewandten Physik,
physikalische Praktika,
mathematische Grundlagen der Physik und
Fachdidaktik
Komponenten der Unterrichtsgestaltung,
Lehren und Lernen von Physik als Naturwissenschaft einschließlich der Förderung von
Schülerleistungen.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Experimentalphysik: Beherrschen von Begriffen und grundlegenden Gesetzen der
Experimentalphysik, Erklärung grundlegender physikalischer Phänomene, Herstellen von
Zusammenhängen zwischen einzelnen Teilgebieten,
Theoretische Physik: grundlegende Denk- und Arbeitsweisen in den Teilgebieten der Theoretischen
Mechanik und der Elektrodynamik,
Angewandte Physik: Anwenden physikalischer Modelle auf unterrichtsbezogene physikalische
Fragestellungen und
Fachdidaktik: Kenntnis der Bildungsstandards und curricularer Dokumente, fachdidaktische
Durchdringung physikalischer Sachverhalte und Zusammenhänge für den Physikunterricht in der
Oberschule, Planung und Gestaltung des Physikunterrichts in der Oberschule, Experimentieren im
Unterricht, Aufgabenkultur und adäquater Einsatz von Medien, Anforderungen an das Lernen und
Lehren in heterogenen Lerngruppen.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei Schwerpunkte aus dem Bereich nach
Absatz 1 Nummer 1 und auf einen Schwerpunkt aus dem Bereich nach Absatz 1 Nummer 2 oder
Nummer 3.
§ 60
Polnisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachpraxis
Sprachproduktion und Sprachrezeption,
soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz,
Sprachmittlung einschließlich Übersetzung,
Sprachwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der slawistischen, insbesondere der polonistischen
Sprachwissenschaft,
soziale, pragmatische, mediale und politische Aspekte des Polnischen,
Literaturwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der slawistischen, insbesondere der polonistischen
Literaturwissenschaft,
theoriegeleitete Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 42 von 90

c)
d)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
3.
4.
5.
1.
a)
b)
c)
d)
e)
f)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
d)
Entwicklung der polnischen Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart,
digitale Medien und Literatur,
Kulturwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft,
ausgewählte Theorien des Fremdverstehens,
polnische Landeskunde und Kulturgeschichte und
Fachdidaktik
Theorien des Sprachenlernens und individuelle Voraussetzungen des Spracherwerbs,
Theorie und Methodik des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts einschließlich der
Förderung von Schülerleistungen,
Theorien, Ziele und Strategien des interkulturellen Lernens und deren Umsetzung im Unterricht,
literatur-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren.
(2) Zusätzlich sind ein oder mehrere Auslandsaufenthalte im polnischsprachigen Raum im Gesamtumfang
von drei Monaten nachzuweisen.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Sprachpraxis: kompetente Sprachverwendung, textsortengemäße Rezeption und Produktion von
polnischsprachigen Texten,
Sprachwissenschaft: Überblick über die Geschichte der polnischen Sprache, Entwicklungstendenzen
der polnischen Sprache, Analyse polnischsprachiger Texte, Besonderheiten und regionale
Ausprägungen der Sprachpraxis im Polnischen,
Literaturwissenschaft: Überblick über die Epochen der polnischen Literatur, Interpretation
polnischsprachiger Texte im kulturellen, sozialen und politischen Zusammenhang,
Kulturwissenschaft: Überblick über Kultur, Geschichte, Geographie und politisch-gesellschaftliche
Verhältnisse Polens, interkulturelle Betrachtung von Texten und digitalen Medien und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis des Referenzrahmens und curricularer Dokumente,
Planung und Gestaltung des Polnischunterrichts in der Oberschule, theoriegeleitete Analyse von Lehr-
und Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur, Anforderungen an das Lernen und
Lehren in heterogenen Lerngruppen.
(4)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 2 bis
4.
2
Die mündliche Prüfung des Faches und der Fachdidaktik findet überwiegend in polnischer Sprache
statt.
§ 61
Evangelische Religion
(1) Das Studium umfasst:
Bibelwissenschaften
wissenschaftliche Exegese des Alten und Neuen Testaments,
Geschichte, Literatur und Religion Israels,
Entstehung biblischer Schriften, die Bibel als Kanon, Bibelkunde,
Geschichte, Literatur und Religion des frühen Christentums,
ein ausgewählter Schwerpunkt des Neuen Testaments,
hermeneutische Ansätze der Auslegung biblischer Texte,
Kirchengeschichte
Epochen der Kirchengeschichte und Geschichte des Christentums einschließlich Theologie- und
Dogmengeschichte,
Reformationsgeschichte, neuzeitliche Kirchengeschichte und Kirchengeschichte
des 20. Jahrhunderts,
Systematische Theologie
zentrale Themen der Dogmatik sowie der Theologiegeschichte der Neuzeit,
theologische Gegenwartsfragen,
Geschichte und Grundprobleme der Ethik, Konzeptionen und Handlungsfelder,
ausgewählte gegenwärtige Fragestellungen der Ethik,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 43 von 90

4.
a)
b)
c)
d)
5.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
3.
4.
5.
1.
a)
b)
c)
d)
2.
a)
b)
c)
3.
a)
b)
Ökumene, Weltreligionen und Weltanschauungen
Konfessionskunde einschließlich Ökumenische Bewegung,
Geschichte und Gegenwart der Weltreligionen, interreligiöser Dialog,
Judentum und Islam,
weltanschauliche oder religiöse Strömungen der Gegenwart sowie Konzepte der Religionskritik
und
Religionspädagogik und Fachdidaktik
Handlungsfelder und fachdidaktische Ansätze der Religionspädagogik,
Bildungs- und Erziehungsauftrag des Religionsunterrichts, rechtlicher Rahmen,
religiöse Entwicklung und Sozialisation,
Praxis des Religionsunterrichts, ausgewählte religionspädagogische, fachdidaktische und
methodische Fragestellungen einschließlich der Förderung von Schülerleistungen.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Bibelwissenschaften: Kenntnis der Geschichte, Literatur und Religion Israels und des frühen
Christentums, Grundkenntnisse der Exegese zentraler Schriften des Alten und Neuen Testaments,
Auseinandersetzung mit zentralen Themen der Theologie des Alten und Neuen Testaments,
Anwenden von ausgewählten Methoden und hermeneutischen Ansätzen der Auslegung biblischer
Texte,
Kirchengeschichte: Grundkenntnisse der Epochen der Kirchengeschichte und der Geschichte des
Christentums einschließlich wichtiger Ereignisse der Theologie- und Dogmengeschichte, vertiefte
Kenntnis der Reformationsgeschichte, der neuzeitlichen Kirchengeschichte und der Kirchengeschichte
des 20. Jahrhunderts,
Systematische Theologie: Grundkenntnisse der Dogmatik, Theologiegeschichte und religiöser
Gegenwartsfragen, reflektierte Darstellung von Grundproblemen und Handlungsfeldern der Ethik,
Ökumene, Weltreligionen und Weltanschauungen: Grundkenntnisse der christlichen Konfessionen
und der ökumenischen Bewegung, Überblick über die Weltreligionen und vertiefte Kenntnis zu
Judentum und Islam, Grundkenntnisse zum interreligiösen Dialog und
Religionspädagogik und Fachdidaktik: Kenntnis und Bewertung von Konzeptionen der
Religionspädagogik, Umgang mit ausgewählten Fragen religiöser Entwicklung und Sozialisation im
Kindes- und Jugendalter, Aufbereitung von Grundfragen und Begründungsargumentationen des
Religionsunterrichts, Kenntnis curricularer Dokumente, Planung und Gestaltung des
Religionsunterrichts in der Oberschule, Anforderungen an das Lernen und Lehren in heterogenen
Lerngruppen.
(3)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1 bis
3.
2
Die mündliche Prüfung der Fachdidaktik erstreckt sich auch auf die Religionspädagogik.
§ 62
Katholische Religion
(1) Das Studium umfasst:
Biblische Theologie
Entstehungsgeschichte und Exegese des Alten und Neuen Testaments,
biblisches Gottes-, Welt- und Menschenbild sowie Christusverständnis,
ausgewählte biblische Themen in gesamtbiblischer Perspektive,
grundlegende Methoden und hermeneutische Ansätze der Auslegung biblischer Texte,
Historische Theologie
Entwicklung der Kirche von der Antike bis zur Gegenwart: Ämter und Dienste, Verhältnis von
Staat und Kirche, kirchliche Reformen und Reformation, Verhältnis von Religion und Gesellschaft,
zentrale Themen der Dogmen- und Theologiegeschichte,
zentrale Themen der Institutionen- sowie der Sozial- und Frömmigkeitsgeschichte,
Systematische Theologie
Struktur der Theologie als Glaubenswissenschaft in ihrer Einheit und Vielfalt,
zentrale Themen der Dogmatik: Gotteslehre, Christologie, Eschatologie, Schöpfungslehre,
Ekklesiologie, Sakramentenlehre,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 44 von 90

c)
d)
e)
4.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
3.
4.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
d)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
ausgewählte Themen der Moraltheologie, der christlichen Gesellschaftslehre und des
Kirchenrechts,
zentrale Themen der Fundamentaltheologie: theologische Hermeneutik, Ökumene, interreligiöser
Dialog, Verhältnis der Theologie zu den Natur- und Technikwissenschaften,
aktuelle Fragen und Ansätze der Dogmatik und Fundamentaltheologie und
Religionspädagogik und Fachdidaktik
Konzeptionen und aktuelle Fragen der Religionspädagogik,
religiöse Entwicklung und Sozialisation im Kindes- und Jugendalter,
Förderung religiöser Kompetenz und religionsdidaktische Elementarisierung ausgewählter
theologischer Themen einschließlich der Förderung von Schülerleistungen,
Martyria, Diakonie und Liturgie im Selbstvollzug der Kirche und im schulischen Zusammenhang.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Biblische Theologie: Kenntnis der Entstehungsgeschichte und Exegese des Alten und Neuen
Testaments, von ausgewählten zentralen biblischen Themen, Methoden und Ansätzen der Auslegung
biblischer Texte,
Historische Theologie: Überblick über die Geschichte der Kirche von der Antike bis zur Gegenwart
einschließlich ausgewählter Fragen der Dogmen- und Theologiegeschichte und zentraler Themen der
Institutionengeschichte sowie der Sozial- und Frömmigkeitsgeschichte,
Systematische Theologie: Kenntnis der Struktur der Theologie, Auseinandersetzung mit zentralen
Themen der Dogmatik, der Fundamentaltheologie, der Moraltheologie und der christlichen
Gesellschaftslehre und
Religionspädagogik und Fachdidaktik: Überblick über zentrale Themen praktischer Theologie,
religionspädagogische und fachdidaktische Grundlagen religiösen Lernens, Kenntnis curricularer
Dokumente, Planung und Gestaltung des Religionsunterrichts in der Oberschule, Anforderungen an
das Lernen und Lehren in heterogenen Lerngruppen.
(3)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1 bis
3.
2
Die mündliche Prüfung der Fachdidaktik erstreckt sich auch auf die Religionspädagogik.
§ 63
Russisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachpraxis
Sprachproduktion und Sprachrezeption,
soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz,
Sprachmittlung einschließlich Übersetzung,
Sprachwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der slawistischen, insbesondere der russistischen
Sprachwissenschaft,
soziale, pragmatische, mediale und politische Aspekte des Russischen,
Literaturwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der slawistischen, insbesondere der russistischen
Literaturwissenschaft,
theoriegeleitete Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation,
Entwicklung der russischen Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart,
digitale Medien und Literatur,
Kulturwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft,
ausgewählte Theorien des Fremdverstehens,
russische Landeskunde und Kulturgeschichte und
Fachdidaktik
Theorien des Sprachenlernens und individuelle Voraussetzungen des Spracherwerbs,
Theorie und Methodik des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts einschließlich der
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 45 von 90

c)
d)
1.
2.
3.
4.
5.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
c)
d)
3.
a)
b)
c)
4.
a)
b)
5.
a)
b)
c)
d)
Förderung von Schülerleistungen,
Theorien, Ziele und Strategien des interkulturellen Lernens und deren Umsetzung im Unterricht,
literatur-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren.
(2) Zusätzlich sind ein oder mehrere Auslandsaufenthalte im russischsprachigen Raum im Gesamtumfang
von drei Monaten nachzuweisen.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Sprachpraxis: kompetente Sprachverwendung, textsortengemäße Rezeption und Produktion von
russischsprachigen Texten,
Sprachwissenschaft: Überblick über die Geschichte der russischen Sprache, Entwicklungstendenzen
der russischen Sprache, Analyse russischsprachiger Texte, Besonderheiten und regionale
Ausprägungen der Sprachpraxis im Russischen,
Literaturwissenschaft: Überblick über die Epochen der russischen Literatur, Interpretation
russischsprachiger Texte im kulturellen, sozialen und politischen Zusammenhang,
Kulturwissenschaft: Überblick über Kultur, Geschichte, Geographie und politisch-gesellschaftliche
Verhältnisse Russlands und der russischsprachigen Länder, interkulturelle Betrachtung von Texten
und digitalen Medien und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis des Referenzrahmens und curricularer Dokumente,
Planung und Gestaltung des Russischunterrichts in der Oberschule, theoriegeleitete Analyse von
Lehr- und Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur, Anforderungen an das Lernen
und Lehren in heterogenen Lerngruppen.
(4)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 2 bis
4.
2
Die mündliche Prüfung des Faches und der Fachdidaktik findet überwiegend in russischer Sprache
statt.
§ 64
Sorbisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachpraxis
Sprachproduktion und Sprachrezeption,
soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz,
Sprachmittlung einschließlich Übersetzung,
Sprachwissenschaft
Theorien, Modelle und System,
Entwicklung und Geschichte der sorbischen Sprachen, Varietäten, Stile,
funktionale und mediale Aspekte der Sprache,
Spracherwerb, Mehrsprachigkeit,
Literaturwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Literaturwissenschaft, Textanalyse und Textinterpretation,
Komparatistik,
Entwicklung der sorbischen Literatur, Epochen, Gattungen, Autoren, Werke,
Reflexion von Literatur in ihrer historischen, kulturellen, gesellschaftlichen und politischen
Bedeutung,
Kulturwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft,
Ethnologie und Minderheitenforschung und
Fachdidaktik
Theorien des Sprachenlernens und individuelle Voraussetzungen des Spracherwerbs, Sorbisch als
Mutter-, Zweit- und Fremdsprache,
Theorie und Methodik des Unterrichts einschließlich der Förderung von Schülerleistungen,
Theorie und Didaktik des bilingualen Fachunterrichts,
literatur-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele, Verfahren.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 46 von 90

1.
2.
3.
4.
5.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
d)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
Sprachpraxis: Beherrschen von Lexik, Grammatik und Ausdruck des Ober- oder Niedersorbischen,
Sprachwissenschaft: Kenntnis der Geschichte der sorbischen Sprachen von der Ausgliederung aus
dem Urslawischen bis zur Gegenwart einschließlich der Stellung des Sorbischen im Rahmen der
slawischen Sprachen, Kenntnis der Struktur des Ober- und Niedersorbischen, Lexikologie und
Wortbildung, Analyse sorbischer Texte,
Literaturwissenschaft: Überblick über Methoden, Kenntnis der geschichtlichen Entwicklung der
sorbischen Literatur seit ihren Anfängen einschließlich wichtiger Werke der ober- und
niedersorbischen Literatur aus verschiedenen Epochen, sorabistische Literaturgeschichtsschreibung,
Interpretation sorbischer Texte,
Kulturwissenschaft: Kenntnis der Geschichte und Kulturgeschichte der Sorben, der materiellen und
geistigen Volkskultur, Auseinandersetzung mit Gegenwartsproblemen des sorbischen Volkes und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis curricularer Dokumente, Planung und Gestaltung des
Sorbischunterrichts in der Oberschule auf der Grundlage von Vermittlungs- und Aneignungsformen
sprachlich-kommunikativer Handlungen, Besonderheiten im sorbischen Muttersprachunterricht in der
Oberschule, theoriegeleitete Analyse von Lehr- und Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr- und
Lernkultur, Anforderungen an das Lernen und Lehren in heterogenen Lerngruppen.
(3)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 2 bis
4.
2
Die mündliche Prüfung des Faches und der Fachdidaktik findet nach Wahl des Prüfungsteilnehmers in
ober- oder niedersorbischer Sprache statt.
§ 65
Spanisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachpraxis
Sprachproduktion und Sprachrezeption,
soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz,
Sprachmittlung einschließlich Übersetzung,
Sprachwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der Sprachwissenschaft,
soziale, pragmatische, mediale und politische Aspekte des Spanischen,
Literaturwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der Literaturwissenschaft,
theoriegeleitete Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation,
Entwicklung der spanischsprachigen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart,
digitale Medien und Literatur,
Kulturwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft,
ausgewählte Theorien des Fremdverstehens,
Landeskunde, länderspezifisches Orientierungswissen zu Spanien und zum übrigen
spanischsprachigen Raum und
Fachdidaktik
Theorien des Sprachenlernens und individuelle Voraussetzungen des Spracherwerbs,
Theorie und Methodik des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts einschließlich der
Förderung von Schülerleistungen,
Theorien, Ziele und Strategien des sprachlichen und interkulturellen Lernens und deren
Umsetzung im Unterricht,
literatur-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren.
(2) Zusätzlich sind nachzuweisen:
Kenntnisse in Latein oder der Abschluss je eines Grundkurses in zwei Fremdsprachen auf dem Niveau
B2 des Referenzrahmens und
ein oder mehrere Auslandsaufenthalte im spanischsprachigen Raum im Gesamtumfang
von drei Monaten.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 47 von 90

1.
2.
3.
4.
5.
1.
a)
b)
c)
d)
e)
2.
a)
b)
c)
3.
a)
b)
c)
1.
2.
1.
Sprachpraxis: kompetente Sprachverwendung, textsortengemäße Rezeption und Produktion von
spanischsprachigen Texten,
Sprachwissenschaft: Überblick über die Geschichte der spanischen Sprache, Entwicklungstendenzen
der spanischen Sprache, Analyse spanischsprachiger Texte, Besonderheiten und regionale
Ausprägungen der Sprachpraxis im Spanischen,
Literaturwissenschaft: Überblick über die Epochen der spanischen Literatur, Interpretation
spanischsprachiger Texte im kulturellen, sozialen und politischen Zusammenhang,
Kulturwissenschaft: Überblick über Kultur, Geschichte, Geographie und politisch-gesellschaftliche
Verhältnisse Spaniens und des übrigen spanischsprachigen Raums, interkulturelle Betrachtung von
Texten und digitalen Medien und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis des Referenzrahmens und curricularer Dokumente,
Planung und Gestaltung des Spanischunterrichts in der Oberschule, theoriegeleitete Analyse von
Lehr- und Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur, Anforderungen an das Lernen
und Lehren in heterogenen Lerngruppen.
(4)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 2 bis
4.
2
Die mündliche Prüfung des Faches und der Fachdidaktik findet überwiegend in spanischer Sprache
statt.
§ 66
Sport
(1) Das Studium umfasst:
Sportpraxis
Grundlagen des Bewegungskönnens,
sportorientierte Kompetenzen aus den Bewegungsfeldern: Spielen, Laufen/Werfen/Springen,
Bewegen an und mit Geräten, Bewegen im Wasser und Gestalten/Tanzen/Darstellen,
sportartübergreifende Kompetenzen in weiteren Bewegungsfeldern,
Grundlagen der Sicherheits- und Regelkenntnis in der Sportpraxis,
Nachweis sportpraktischer Kompetenzen aus einem der Bewegungsfelder Leichtathletik oder
Gerätturnen,
Sportwissenschaft
Bewegungs- und Trainingswissenschaft, Sportpsychologie,
sportmotorische und trainingswissenschaftliche Grundlagen,
sportbiologische Grundlagen von Bewegung und Training und
Fachdidaktik
fachdidaktische Konzepte,
kompetenzorientierte Planung, Erprobung und Reflexion von Unterricht einschließlich der
Förderung von Schülerleistungen,
Grundlagen der Leistungsermittlung und -bewertung.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Sportwissenschaft: Kenntnis der Bewegungs- und Trainingswissenschaft, Sportpsychologie,
Anwenden von Gestaltungs- und Trainingsgrundsätzen des Sportunterrichts unter Beachtung von
Ontogenese und Geschlechtsspezifik, Sportmedizin, Wirkung und Gestaltung sportlichen Trainings,
Umgang mit Gruppendynamik, Motivation und Emotion im Sportunterricht und
Fachdidaktik: Konzepte und Methoden, Kenntnis curricularer Dokumente, Planung und Gestaltung des
Sportunterrichts in der Oberschule, Bewegung, Spiel und Sport unter fachübergreifender Perspektive,
Anforderungen an das Lernen und Lehren in heterogenen Lerngruppen.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei Schwerpunkte aus dem Bereich nach
Absatz 1 Nummer 2.
§ 67
Tschechisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachpraxis
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 48 von 90

a)
b)
c)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
d)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
3.
4.
5.
1.
a)
b)
2.
a)
b)
Sprachproduktion und Sprachrezeption,
soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz,
Sprachmittlung einschließlich Übersetzung,
Sprachwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der slawistischen, insbesondere der bohemistischen
Sprachwissenschaft,
soziale, pragmatische, mediale und politische Aspekte des Tschechischen,
Literaturwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der slawistischen, insbesondere der bohemistischen
Literaturwissenschaft,
theoriegeleitete Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation,
Entwicklung der tschechischen Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart,
digitale Medien und Literatur,
Kulturwissenschaft
ausgewählte Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft,
ausgewählte Theorien des Fremdverstehens,
tschechische Landeskunde und Kulturgeschichte und
Fachdidaktik
Theorien des Sprachenlernens und individuelle Voraussetzungen des Spracherwerbs,
Theorie und Methodik des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts einschließlich der
Förderung von Schülerleistungen,
Theorien, Ziele und Strategien des interkulturellen Lernens und deren Umsetzung im Unterricht,
literatur-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren.
(2) Zusätzlich sind ein oder mehrere Auslandsaufenthalte im tschechischsprachigen Raum im
Gesamtumfang von drei Monaten nachzuweisen.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Sprachpraxis: kompetente Sprachverwendung, textsortengemäße Rezeption und Produktion von
tschechischsprachigen Texten,
Sprachwissenschaft: Überblick über die Geschichte der tschechischen Sprache,
Entwicklungstendenzen der tschechischen Sprache, Analyse tschechischsprachiger Texte,
Besonderheiten und regionale Ausprägungen der Sprachpraxis im Tschechischen,
Literaturwissenschaft: Überblick über die Epochen der tschechischen Literatur, Interpretation
tschechischsprachiger Texte im kulturellen, sozialen und politischen Zusammenhang,
Kulturwissenschaft: Überblick über Kultur, Geschichte, Geographie und politisch-gesellschaftliche
Verhältnisse Tschechiens, interkulturelle Betrachtung von Texten und digitalen Medien und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis des Referenzrahmens und curricularer Dokumente,
Planung und Gestaltung des Tschechischunterrichts in der Oberschule, theoriegeleitete Analyse von
Lehr- und Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur, Anforderungen an das Lernen
und Lehren in heterogenen Lerngruppen.
(4)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 2 bis
4.
2
Die mündliche Prüfung des Faches und der Fachdidaktik findet überwiegend in tschechischer Sprache
statt.
§ 68
Wirtschaft-Technik-Haushalt/Soziales (WTH)
(1) Das Studium umfasst:
Wirtschaft
volkswirtschaftliche Grundlagen,
betriebswirtschaftliche Grundlagen,
Technik
natur- und technikwissenschaftliche Grundlagen,
Technik und Gesellschaft, Technikverständnis und technische Prinzipien,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 49 von 90

c)
3.
a)
b)
c)
d)
4.
1.
2.
3.
4.
1.
2.
ausgewählte Inhalte und Methoden technischer Disziplinen: Bau- und Holztechnik oder
Elektrotechnik oder Metall- und Maschinentechnik,
Ökotrophologie
Wirtschaftslehre des Haushalts, Verbraucherschutz,
Ernährungslehre,
Textilgestaltung,
Wohnökologie und öffentlicher Raum und
Fachdidaktik.
(2) Zusätzlich sind einschlägige Praktika im Umfang von zwei Monaten nachzuweisen.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Wirtschaft: Kenntnis volkswirtschaftlicher Probleme, Diskussion der Globalisierung in der
Marktwirtschaft, Geldpolitik, Geldwirtschaft, Kenntnis der Begriffe und Prinzipien der
Betriebswirtschaftslehre, Überblick über die Aufgaben in den Funktionsbereichen eines Unternehmens
wie Management, Beschaffung, Produktion, Kenntnis der Funktionen von Markt und Wettbewerb,
Technik: Beherrschen ausgewählter Denk- und Arbeitsweisen in technischen Disziplinen,
Kompetenzen in der Arbeit mit Werkzeugen und Maschinen, Bewerten von Materialien und Stoffen
hinsichtlich ihres Einsatzes in der Produktion und bei der Anwendung, Gegenüberstellung von
industriellen, maschinellen und handwerklichen Verfahren am Beispiel eines ausgewählten
Technikbereichs, Kenntnis des umweltgerechten und nachhaltigen Einsatzes von Ressourcen,
Ökotrophologie: Bewerten ernährungsphysiologischer und ernährungssoziologischer Erkenntnisse,
Beschreiben komplexer Sachverhalte unter Nutzung der Ernährungsökologie, Reflexion linearer und
iterativer Arbeitsprozesse und Aufgaben im Haushalt, Erörtern von Aspekten der Wohngestaltung
vor dem Hintergrund von Wohnbedürfnissen und -bedarfen verschiedener Nutzergruppen,
Anwenden von globalen natur- und kulturräumlichen Ordnungsmustern auf der Grundlage der
Allgemeinen Geographie, Kenntnis der Vielgestaltigkeit von Textilien und ihrer Bedeutung in der
Kleidermode und bei der Ausgestaltung von Räumen einschließlich Wohnräumen und
Fachdidaktik: Theorien und Leitlinien des WTH-Unterrichts, Kenntnis curricularer Dokumente,
Gestaltung von Lehr- und Lernarrangements unter dem Aspekt der Hinführung zur Lebens- und
Arbeitswelt, Berufsorientierung als Aufgabe der Oberschule, Anforderungen an das Lernen und
Lehren in heterogenen Lerngruppen.
(4) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1 bis 3.
Teil 4
Lehramt an Gymnasien
Abschnitt 1
Allgemeine Bestimmungen
§ 69
Prüfungsfächer, Fächerkombinationen, mündliche Prüfungen
(1) Die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien erstreckt sich auf zwei Fächer einschließlich
der zugehörigen Fachdidaktiken und auf den bildungswissenschaftlichen Bereich.
(2)
1
Der Prüfungsteilnehmer kann zwei Fächer aus der ersten Fächergruppe oder ein Fach aus der ersten
und ein Fach aus der zweiten Fächergruppe wählen.
2
Zu den Fächergruppen gehören:
Erste Fächergruppe:
Biologie, Deutsch, Englisch, Französisch, Geographie, Latein, Mathematik, Physik, Sorbisch, Spanisch
und Sport,
Zweite Fächergruppe:
Chemie, Ethik/Philosophie, Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung/Wirtschaft, Geschichte, Griechisch,
Italienisch, Informatik, Kunst, Musik, Polnisch, Evangelische Religion, Katholische Religion, Russisch
und Tschechisch.
3
Zusätzlich kann das Fach Musik mit den Fächern Evangelische Religion, Katholische Religion oder
Ethik/Philosophie kombiniert werden.
(3)
1
Die mündlichen Prüfungen umfassen nach Wahl des Prüfungsteilnehmers eine Prüfung in einem Fach
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 50 von 90

1.
2.
1.
a)
b)
c)
d)
e)
2.
a)
b)
c)
d)
e)
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
und eine Prüfung in der Fachdidaktik des anderen Faches.
2
Dabei ist von der Wahl das Fach
ausgenommen, aus dem sich das Thema der wissenschaftlichen Arbeit ableitet; dies gilt für die
Fachdidaktik entsprechend.
§ 70
Erweiterungsprüfung für das Lehramt an Gymnasien
Erweiterungsprüfungen können in den in § 69 Abs. 2 Satz 2 genannten Fächern, im Fach Deutsch als
Zweitsprache nach § 75 und in Förderschwerpunkten nach § 113 Abs. 2 abgelegt werden.
Abschnitt 2
Studieninhalte, Prüfungsinhalte, Prüfungsumfang
§ 71
Bildungswissenschaftlicher Bereich
(1) Das Studium umfasst:
Erziehungswissenschaft und
Pädagogische Psychologie.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Erziehungswissenschaft
Bildungs-, Erziehungs- und Sozialisationstheorien sowie Bildungssysteme unter historischen,
systematischen und international vergleichenden Gesichtspunkten,
Schul- und Unterrichtstheorie, Bildungs- und Unterrichtsforschung, Schul- und
Unterrichtsentwicklung, Beruf und Rolle des Lehrers,
Allgemeine Didaktik und Methodik,
pädagogische Handlungsfelder in Schule und Unterricht: Heterogenität, Differenzierung,
individuelle Förderung, Integration und Inklusion einschließlich rechtlicher Grundlagen,
schulbezogene Sozialpädagogik,
spezielle pädagogische Fragen des Gymnasiums, Ansätze fächerverbindenden und
fachübergreifenden Lernens, Mediendidaktik und Medienerziehung, Berufs- und
Lebensweltorientierung und
Pädagogische Psychologie
Lern-, Gedächtnis-, Instruktions- und Motivationspsychologie,
Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters,
Interaktion und Kommunikation in Lehr- und Lernsituationen,
Diagnostik und Förderung von Schülerleistungen und Lernprozessen,
Diagnose, Beratung, Prävention und Intervention bei Lern- und Verhaltensauffälligkeiten.
(3) Die Prüfung umfasst eine schriftliche Prüfung zu einem der Bereiche nach Absatz 1 nach Wahl des
Prüfungsteilnehmers.
§ 72
Biologie
(1) Das Studium umfasst:
Allgemeine Botanik und Allgemeine Zoologie mit Grundlagen der Entwicklungsbiologie,
Spezielle Botanik und Spezielle Zoologie,
Pflanzenphysiologie und Tierphysiologie,
Ökologie mit Grundlagen der Biogeographie,
Genetik mit Grundlagen der Reproduktionstechnik, Gentechnik und Züchtung,
Humanbiologie mit Grundlagen der Immunbiologie,
Neurobiologie mit Grundlagen der Ethologie,
Mikrobiologie,
Biochemie,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 51 von 90

10.
11.
1.
2.
3.
4.
1.
2.
3.
4.
5.
1.
2.
3.
4.
1.
a)
b)
c)
d)
e)
2.
a)
Evolution und biologische Vielfalt und
Fachdidaktik.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Beherrschen der Grundlagen der Allgemeinen Botanik und Allgemeinen Zoologie unter
Berücksichtigung des Grundgedankens der Evolution, Lösen von spezifischen Problemen in
ausgewählten Bereichen der Speziellen Botanik und Speziellen Zoologie, der Pflanzenphysiologie und
Tierphysiologie, der Ökologie, Genetik, Humanbiologie, Neurobiologie, Mikrobiologie, Biochemie,
Anwenden von wesentlichen Gesetzmäßigkeiten, Modellen, Arbeits- und Erkenntnismethoden der
Biologie einschließlich der experimentellen Methoden,
Anwenden von biologischen Sachverhalten auf unterrichtsbezogene Zusammenhänge, auch unter
fachübergreifender Perspektive und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis der Bildungsstandards und curricularer Dokumente,
fachdidaktische Durchdringung biologischer Sachverhalte und Zusammenhänge für den
Biologieunterricht am Gymnasium, Planung und Gestaltung des Biologieunterrichts am Gymnasium,
Kenntnis der Lehr- und Lernprozesse im Biologieunterricht einschließlich der Förderung von
Schülerleistungen, adäquater Einsatz von Medien.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1 bis
10.
§ 73
Chemie
(1) Das Studium umfasst:
Allgemeine und Anorganische Chemie,
Organische Chemie mit Grundlagen der Makromolekularen Chemie und der Biochemie,
Physikalische Chemie mit mathematischen Grundlagen und Anwendungen in der Technischen Chemie,
Analytische Chemie und
Fachdidaktik.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Beherrschen der Grundlagen der Allgemeinen Chemie, Lösen von spezifischen Problemen in
ausgewählten Bereichen der Anorganischen, Analytischen, Organischen und Physikalischen Chemie,
Anwenden von wesentlichen Gesetzmäßigkeiten, Modellen, Arbeits- und Erkenntnismethoden der
Chemie einschließlich der experimentellen Methoden,
Anwenden und Beurteilen von chemischen Sachverhalten auf unterrichtsbezogene Zusammenhänge,
auch unter fachübergreifender Perspektive und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis der Bildungsstandards und curricularer Dokumente,
fachdidaktische Durchdringung chemischer Sachverhalte und Zusammenhänge für den
Chemieunterricht am Gymnasium, Kenntnis der Lehr- und Lernprozesse im Chemieunterricht
einschließlich der Förderung von Schülerleistungen, adäquater Einsatz von Medien.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1 bis 4.
§ 74
Deutsch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der germanistischen Sprachwissenschaft,
System der Sprache: Phonologie, Graphematik, Morphologie, Syntax, Lexikologie, Semantik,
Entwicklung und Geschichte der deutschen Sprache, Varietäten und Stile,
funktionale und mediale Aspekte der Sprache,
Spracherwerb, Deutsch als Zweitsprache, Mehrsprachigkeit,
Literaturwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Literaturwissenschaft sowie theoriegeleitete Verfahren der
Textanalyse und Textinterpretation,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 52 von 90

b)
c)
d)
3.
a)
b)
c)
1.
2.
1.
2.
3.
1.
a)
b)
c)
d)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
d)
e)
4.
a)
b)
c)
d)
Entwicklung der deutschen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Epochen, Gattungen,
Autoren und Werke,
Geschichte und Theorie der Kinder- und Jugendliteratur,
Reflexion von Literatur in ihrer historischen, kulturellen, medialen, gesellschaftlichen und
politischen Bedeutung seit dem Mittelalter und
Fachdidaktik
Konzeptionen des sprachlichen, literarischen und medialen Lernens im Deutschunterricht
einschließlich ihrer unterrichtspraktischen Umsetzung und Evaluation,
Ziele und Kompetenzbereiche des Deutschunterrichts,
methodische Gestaltung des Deutschunterrichts einschließlich der Förderung von
Schülerleistungen.
(2) Zusätzlich ist nachzuweisen:
das Latinum oder
der Abschluss eines Leistungskurses in einer Fremdsprache auf dem Niveau C1 des
Referenzrahmens und eines Grundkurses in einer weiteren Fremdsprache auf dem Niveau B2 des
Referenzrahmens.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Sprachwissenschaft: Überblick über die Entwicklung und Geschichte der deutschen Sprache,
theoretisch fundierte Analyse und Interpretation sprachlicher und kommunikativer Phänomene,
Literaturwissenschaft: Grundlagen und Methoden der Literaturwissenschaft, Überblick über die
Epochen der deutschen und deutschsprachigen Literatur sowie deren neuere Entwicklungen,
Interpretation deutschsprachiger Texte im kulturellen, sozialen und politischen Zusammenhang und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis der Bildungsstandards und curricularer Dokumente,
Planung und Gestaltung des Deutschunterrichts am Gymnasium auf der Grundlage von Vermittlungs-
und Aneignungsstrategien kommunikativer Handlungen, theoriegeleitete Analyse von Lehr- und
Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur.
(4) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf je einen Schwerpunkt aus den Bereichen nach
Absatz 1 Nummer 1 und 2.
§ 75
Deutsch als Zweitsprache (DaZ)
(1) Das Studium umfasst:
Spracherwerbs- und Mehrsprachigkeitsforschung
Theorien des Spracherwerbs, Methoden der Spracherwerbsforschung,
Theorien der Mehrsprachigkeit, Methoden der Mehrsprachigkeitsforschung,
Theorien zum Einfluss der Herkunftssprachen auf die zweitsprachliche Entwicklung,
Lernervarietäten und Erwerbsverlaufsforschung,
Sprachdiagnostik und Sprachförderung
Modelle und Verfahren der Sprachstandsbeobachtung und Sprachstandsfeststellung,
Modelle, Konzepte und Programme schulischer Sprachförderung,
Migrationsforschung
Migrationsgeschichte Deutschlands einschließlich der verschiedenen Entwicklungsverläufe in der
Bundesrepublik Deutschland und der DDR bis 1989,
internationale Migrationsgeschichte,
Migrationssoziologie,
Migrations- und Integrationspolitik,
Sprache, Schule und Integration von Migranten und
Fachdidaktik
Modelle zweitsprachlichen Unterrichts, Besonderheit des Faches DaZ,
Methodik und Didaktik des Zweitsprachenerwerbs und des DaZ-Unterrichts,
Lehr- und Lernmedien,
Qualitätsmerkmale sprachförderlichen Unterrichts, bildungssprachliche Anforderungen im
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 53 von 90

e)
1.
2.
3.
4.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
c)
3.
a)
b)
c)
d)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
c)
d)
1.
Fachunterricht,
transkulturelles Lernen.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Spracherwerbs- und Mehrsprachigkeitsforschung: Überblick über die Theorien und Hypothesen des
Spracherwerbs unter Mehrsprachigkeitsbedingungen, Kenntnis der Spracherwerbsprozesse,
Überblick über die wissenschaftliche Beurteilung der Folgen von Mehrsprachigkeit, Kenntnis der
Theorien und Hypothesen zum Stellenwert herkunftssprachlichen Unterrichts,
Sprachdiagnostik und Sprachförderung: Kenntnis der wichtigsten Sprachdiagnosemodelle und -
verfahren einschließlich ihrer Messleistung, Kenntnis von Konzepten sprachlicher Bildung und
verschiedener Sprachfördermodelle, Analyse von Sprachförderinstrumenten in konkreten Lehr- und
Lernsituationen des Fachunterrichts,
Migrationsforschung: Überblick über die Migrationsgeschichte Deutschlands, Vergleich mit
internationalen Migrationsmodellen, Kenntnis migrationssoziologischer Theorien und Modelle, Überblick
über die Integrationsmaßnahmen in Deutschland und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis der Bildungsstandards und curricularer Dokumente
einschließlich der Niveaustufen DaZ, Planung und Gestaltung von Förderunterricht, theoriegeleitete
Analyse von Lehr- und Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1 bis 3.
§ 76
Englisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachpraxis
Sprachproduktion und Sprachrezeption,
soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz,
Sprachmittlung einschließlich Übersetzung,
Sprachwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Sprachwissenschaft und deren Anwendung,
soziale, pragmatische, mediale, politische und interkulturelle Aspekte der heutigen Varietäten des
Englischen,
englische Sprachgeschichte,
Literaturwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Literaturwissenschaft,
theoriegeleitete Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation,
Entwicklung der englischsprachigen Literaturen vom Mittelalter bis zur Gegenwart,
digitale Medien und Literatur,
Kulturwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft,
Theorien des Fremdverstehens sowie Methoden und Kernbereiche des kulturwissenschaftlichen
Ländervergleichs,
länderspezifisches Orientierungswissen zu englischsprachigen Kulturräumen und ihrer
historischen Entwicklung, insbesondere zu den Britischen Inseln sowie den USA und
Fachdidaktik
Theorien des Sprachenlernens und der Mehrsprachigkeit sowie individuelle Voraussetzungen des
Spracherwerbs,
Theorie und Methodik des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts einschließlich der
Förderung von Schülerleistungen,
Theorien, Ziele und Strategien des bilingualen und interkulturellen Lernens und deren Umsetzung
im Unterricht,
literatur-, text-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren.
(2) Zusätzlich sind nachzuweisen:
Kenntnisse in Latein oder der Abschluss je eines Grundkurses in zwei Fremdsprachen auf dem Niveau
B2 des Referenzrahmens und
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 54 von 90

2.
1.
2.
3.
4.
5.
1.
a)
b)
c)
d)
e)
f)
2.
a)
b)
c)
3.
a)
b)
c)
1.
2.
ein oder mehrere Auslandsaufenthalte im englischsprachigen Raum im Gesamtumfang
von drei Monaten.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Sprachpraxis: kompetente Sprachverwendung, textsortengemäße Rezeption und Produktion von
englischsprachigen Texten,
Sprachwissenschaft: Überblick über die Geschichte der englischen Sprache, Probleme des modernen
Englisch als Weltsprache, Analyse englischsprachiger Texte, Besonderheiten und regionale
Ausprägungen der Sprachpraxis im Englischen,
Literaturwissenschaft: Kenntnis der Epochen der englischsprachigen Literaturen, insbesondere der
englischen und nordamerikanischen, deren Gattungen, Autoren und Werke im jeweiligen historischen
Umfeld sowie neuerer Entwicklungen, Interpretation englischsprachiger Texte im kulturellen, sozialen
und politischen Zusammenhang, Reflexion von Literatur im kulturellen, politischen, soziologischen,
epistemologischen und historischen Zusammenhang seit dem Mittelalter,
Kulturwissenschaft: Überblick über Kultur, Geistesgeschichte, Geographie und politisch-
gesellschaftliche Verhältnisse der englischsprachigen Kulturräume, insbesondere der Britischen Inseln
und der USA, interkulturelle Betrachtung von Texten und digitalen Medien, Interpretation text- und
kontextbasierter Ansätze der kulturwissenschaftlichen Theoriebildung und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis des Referenzrahmens, der Bildungsstandards und
curricularer Dokumente, Planung und Gestaltung des Englischunterrichts am Gymnasium,
theoriegeleitete Analyse von Lehr- und Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur,
Anforderungen an bilinguales Lernen und Lehren.
(4)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 2 bis
4.
2
Die mündliche Prüfung des Faches und der Fachdidaktik findet in englischer Sprache statt.
§ 77
Ethik/Philosophie
(1) Das Studium umfasst:
Praktische Philosophie
ethische, politische und sozialphilosophische Theorien in Geschichte und Gegenwart,
zentrale Theorien der philosophischen Ethik,
ausgewählte Konflikte der angewandten Ethik unter Berücksichtigung der Problematik von
Willensfreiheit, Verantwortlichkeit und Gewissen,
anthropologische Fragestellungen: Wesen des Menschen, Glück, Sinn, Individualität,
Geschichtlichkeit, Technik, Kultur und Natur,
Fragestellungen der politischen Philosophie: Menschenrechte, Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit,
Grundlagenwissen zu den Weltreligionen und Probleme der Religionsphilosophie,
Theoretische Philosophie
Positionen und Probleme der Theoretischen Philosophie in Geschichte und Gegenwart,
zentrale Themen und Problemstellungen: Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, Wahrheit und
Objektivität, Philosophie des Geistes, Sprachphilosophie, Ontologie, Logik und
Argumentationstheorie,
philosophische Denkrichtungen und deren Methoden: Phänomenologie, Hermeneutik,
Pragmatismus, analytische Philosophie, Konstruktivismus, Dialektik und
Fachdidaktik
Theorien philosophischer Bildung, der Fachdidaktik und der Philosophie der Erziehung,
Ziele, Inhalte, Methoden und Medien philosophischen Unterrichts einschließlich der Förderung von
Schülerleistungen,
kulturelle und religiöse Deutungsmuster und deren Bedeutung für die Gestaltung von
philosophischen Bildungsprozessen innerhalb einer heterogenen Gesellschaft.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Praktische Philosophie: Kenntnis und Bewertung historischer Entwicklungen und systematischer
Probleme innerhalb der praktischen Philosophie und Ethik, Beurteilen von Problemen der
angewandten Ethik,
Theoretische Philosophie: Interpretation historischer Entwicklungen und systematischer Probleme
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 55 von 90

3.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
d)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
c)
d)
1.
a)
b)
2.
1.
2.
3.
innerhalb der theoretischen Philosophie, formale Logik und zentrale wissenschaftstheoretische
Fragestellungen und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis curricularer Dokumente, didaktische Aufbereitung
philosophischer Fragestellungen, erziehungsphilosophische und fachdidaktische Reflexion von Zielen,
Inhalten, Medien und Methoden des Ethik- und Philosophieunterrichts, Planung und Gestaltung des
Ethikunterrichts am Gymnasium.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf je einen Schwerpunkt aus den Bereichen nach
Absatz 1 Nummer 1 und 2.
§ 78
Französisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachpraxis
Sprachproduktion und Sprachrezeption,
soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz,
Sprachmittlung einschließlich Übersetzung,
Sprachwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Sprachwissenschaft und deren Anwendung,
soziale, pragmatische, mediale, politische und interkulturelle Aspekte der heutigen Varietäten des
Französischen,
Literaturwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Literaturwissenschaft,
theoriegeleitete Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation,
Entwicklung der französischen und frankophonen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart,
digitale Medien und Literatur,
Kulturwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft,
Theorien des Fremdverstehens sowie Methoden und Kernbereiche des kulturwissenschaftlichen
Ländervergleichs,
Landeskunde, länderspezifisches Orientierungswissen zu Frankreich und zur Frankophonie und
Fachdidaktik
Theorien des Sprachenlernens und individuelle Voraussetzungen des Spracherwerbs,
Theorie und Methodik des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts einschließlich der
Förderung von Schülerleistungen,
Theorien, Ziele und Strategien des bilingualen und interkulturellen Lernens und deren Umsetzung
im Unterricht,
literatur-, text-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren.
(2) Zusätzlich sind nachzuweisen:
Kenntnisse weiterer Fremdsprachen durch
das Latinum oder
den Abschluss eines Leistungskurses in einer Fremdsprache auf dem Niveau C1 des
Referenzrahmens und eines Grundkurses in einer weiteren Fremdsprache auf dem Niveau B2 des
Referenzrahmens und
ein oder mehrere Auslandsaufenthalte im französischsprachigen Raum im Gesamtumfang
von drei Monaten.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Sprachpraxis: kompetente Sprachverwendung, textsortengemäße Rezeption und Produktion von
französischsprachigen Texten,
Sprachwissenschaft: Überblick über die Geschichte der französischen Sprache, Probleme des
modernen Französisch, Analyse französischsprachiger Texte, Besonderheiten und regionale
Ausprägungen der Sprachpraxis im Französischen,
Literaturwissenschaft: Kenntnis der Epochen der französischen und frankophonen Literatur sowie
deren neuere Entwicklungen, Interpretation französischsprachiger Texte im kulturellen, sozialen und
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 56 von 90

4.
5.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
d)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
3.
4.
politischen Zusammenhang, Reflexion von Literatur im kulturellen, politischen, soziologischen,
epistemologischen und historischen Zusammenhang seit dem Mittelalter,
Kulturwissenschaft: Überblick über Kultur, Geistesgeschichte, Geographie und politisch-
gesellschaftliche Verhältnisse Frankreichs und der Frankophonie, epistemologische und intermediale
Perspektivierung der französischen und frankophonen Literatur- und Mediengeschichte und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis des Referenzrahmens, der Bildungsstandards und
curricularer Dokumente, Planung und Gestaltung des Französischunterrichts am Gymnasium,
theoriegeleitete Analyse von Lehr- und Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur,
Anforderungen an bilinguales Lernen und Lehren.
(4)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 2 bis
4.
2
Die mündliche Prüfung des Faches und der Fachdidaktik findet überwiegend in französischer Sprache
statt.
§ 79
Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung/Wirtschaft
(1) Das Studium umfasst:
Politikwissenschaft
Politische Theorie,
Politische Systeme und Systemvergleich,
Internationale Beziehungen,
Soziologie
soziologische Theorien,
Mikrosoziologie und Makrosoziologie,
Rechts- und Wirtschaftswissenschaften
grundlegende wirtschaftswissenschaftliche Theorien und Konzepte,
Theorie des Wirtschaftssystems sowie der Wirtschafts- und Sozialpolitik,
Institutionen, Funktionsweisen und Probleme des Wirtschaftssystems, Globalisierung,
Verfassungsrecht, Rechtssystem der Bundesrepublik Deutschland,
Grundlagen und Methoden der Sozialwissenschaften
Einführung in wissenschaftstheoretische und methodische Grundlagen der Sozialwissenschaften,
ausgewählte quantitative und qualitative sozialwissenschaftliche Methoden,
Grundlagen der Wirtschafts- und Sozialstatistik und
Fachdidaktik
Geschichte, Konzeptionen, fachdidaktische Ansätze und Methoden,
fachbezogene Lehr- und Lernforschung,
politische Sozialisation von Jugendlichen,
Probleme und Handlungsstrategien Demokratie fördernder gesellschaftlicher Teilhabe.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Politikwissenschaft, Kernbereich Politische Theorie: Anwenden von Begriffen und Methoden der
Politikwissenschaft, Kenntnis der politischen Ideengeschichte und moderner politischer Ideen,
Politikwissenschaft, Kernbereich Politische Systeme: Analyse und Vergleich politischer Systeme
einschließlich der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen, Kenntnis
verfassungsrechtlicher Grundlagen der politischen Ordnung, politischer Akteure, Institutionen und
Prozesse,
Politikwissenschaft, Kernbereich Internationale Beziehungen: Fragestellungen und theoretische
Ansätze der Analyse internationaler Beziehungen, Institutionen und Beziehungsmuster der
internationalen Politik, weltwirtschaftliche Arbeitsteilung und Handelsverflechtungen, wichtige
Handlungsfelder und Strategien deutscher Außen-, Europa-, Sicherheits-, Umwelt- und
Entwicklungspolitik,
Grundlagen und Methoden der Sozialwissenschaften: Überblick über die Entwicklung und die aktuellen
Diskurse in den Sozialwissenschaften, Entwicklung von Fragestellungen, Hypothesen- und
Modellbildung, Kenntnis quantitativer und qualitativer Methoden der Sozialwissenschaften, Kenntnis
der politikwissenschaftlichen Methoden und Forschungsansätze und
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 57 von 90

5.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
c)
3.
a)
b)
4.
a)
b)
c)
d)
5.
a)
b)
c)
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis curricularer Dokumente, Kenntnis der Prozesse des
Lehrens und Lernens im gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht einschließlich der Förderung von
Schülerleistungen, Planung und Gestaltung des Unterrichts im Fach
Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung/Wirtschaft am Gymnasium.
(3)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf die Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1 und 4.
2
In den Kernbereichen der Politikwissenschaft nach Absatz 1 Nummer 1 wird je ein Schwerpunkt geprüft.
§ 80
Geographie
(1) Das Studium umfasst:
Physische Geographie
Teildisziplinen Geomorphologie, Geologie, Bodengeographie, Hydrogeographie, Klimageographie,
Vegetationsgeographie,
physisch-geographische Raumanalyse und Landschaftsbewertung,
Umweltrisiken, nachhaltige Entwicklung von Räumen,
Humangeographie
Teildisziplinen Bevölkerungs-, Wirtschafts- und Siedlungsgeographie,
humangeographische Raumanalyse und Konzepte der Landschaftsbewertung,
Grundlagen der Raumplanung und nachhaltige Entwicklung von Räumen,
Regionale Geographie
Regionale Physische Geographie des Nahraums, Deutschlands, Europas, außereuropäischer
Räume und Geozonen,
Regionale Wirtschafts- und Sozialgeographie des Nahraums, Deutschlands, Europas,
außereuropäischer Räume und Prozesse der Globalisierung,
Methoden
fach- und erkenntnistheoretische Verfahrensweisen,
kartographische, statistische und informatische Verarbeitung und Auswertung geographischer
Daten,
Exkursion,
geographische Methoden im Zusammenhang mit der Raumplanung im Heimatgebiet und
Fachdidaktik
Theorien und Leitideen des Geographieunterrichts,
Komponenten der Unterrichtsgestaltung einschließlich der Förderung von Schülerleistungen,
Besonderheiten des geographischen und geowissenschaftlichen Lehrens und Lernens.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Anwenden von globalen natur- und kulturräumlichen Ordnungsmustern auf der Grundlage der
Allgemeinen Geographie,
Analyse und Bewertung mindestens eines Großraums,
Erörtern geographischer Aspekte im Zusammenhang mit Problemen der Wirtschaft, der Gesellschaft
und der Umwelt,
Beurteilen raumbezogener Sachverhalte und Probleme in ihren naturgesetzlichen, sozialen,
ökonomischen und politischen Zusammenhängen,
Anwenden geographischer Arbeitsmethoden sowie von Methoden der geographischen
Erkenntnisgewinnung und
Kenntnis curricularer Dokumente, Planung und Gestaltung des Geographieunterrichts am
Gymnasium, auch fachübergreifend, theoriegeleitete Analyse von Lehr- und Lernmedien und ihr
Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei Schwerpunkte aus dem Bereich nach
Absatz 1 Nummer 3.
§ 81
Geschichte
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 58 von 90

1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
3.
4.
5.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
c)
3.
a)
b)
c)
4.
a)
b)
c)
(1) Das Studium umfasst:
Geschichte der Vormoderne
Antike,
Mittelalter,
Frühe Neuzeit,
Geschichte der Moderne
Neuere Geschichte,
Neueste Geschichte und Zeitgeschichte und
Fachdidaktik
Theorien der Geschichtsdidaktik,
Geschichte historischen Lernens,
Ziele, Inhalte, Methoden und Medien des Geschichtsunterrichts einschließlich der Förderung von
Schülerleistungen,
Planung und Gestaltung von Unterricht.
(2) Zusätzlich ist das Latinum nachzuweisen.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Beherrschen von Methoden und Arbeitstechniken der Geschichtswissenschaft,
Beurteilen grundlegender Werke der Geschichtsschreibung,
Kenntnis epochenspezifischer und epochenübergreifender systematischer Zusammenhänge der
Geschichte der Vormoderne und der Moderne,
Erörtern ausgewählter Inhalte epochenspezifischer Zusammenhänge wie der Geschichte der Antike,
des Mittelalters, der Frühen Neuzeit, der Neueren und Neuesten Geschichte sowie aus regional und
systematisch angelegten Lehrgebieten und
Kenntnis geschichtsdidaktischer Zentralkategorien und curricularer Dokumente, didaktische
Aufbereitung historischer Sachverhalte für den Unterricht, Dimensionen der Geschichtskultur,
Planung und Gestaltung des Geschichtsunterrichts am Gymnasium, Umgang mit Medien im
Geschichtsunterricht.
(4) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf je einen Schwerpunkt aus den Bereichen nach
Absatz 1 Nummer 1 und 2.
§ 82
Griechisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprache
Wortschatz, Grammatik,
Geschichte der griechischen Sprache,
Prosodie und Metrik,
Literatur
Lektüre wichtiger Autoren und Werke aus Prosa und Dichtung in der griechischen
Originalsprache,
griechische und antike Literatur- und Textgeschichte unter Berücksichtigung der
Hilfswissenschaften, Rezeption griechischer Texte,
Methoden der Textarbeit,
Antike Kultur
Gesellschaft, Geschichte, Geographie,
Kunst, Architektur,
Mythologie, Religion, Philosophie und
Fachdidaktik
Theorien und Methoden des altsprachlichen Unterrichts,
curriculare Dokumente,
Planung und Durchführung von Unterricht einschließlich der Förderung von Schülerleistungen.
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 59 von 90

1.
2.
3.
4.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
c)
3.
a)
b)
c)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
6.
a)
b)
c)
1.
2.
3.
4.
(2) Zusätzlich sind das Graecum und das Latinum nachzuweisen.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Sprache: Beherrschen von Lexik, Grammatik und Stil durch Übersetzen vom Griechischen ins
Deutsche und umgekehrt ohne Hilfsmittel, wissenschaftliche Sprach- und Stilbetrachtung auf der
Grundlage eines sicheren methodischen Umgangs mit den einschlägigen Standardwerken,
Literatur: Interpretation griechischer Texte im Zusammenhang des Werks, der Gattung und der
Epoche, Einordnen griechischer Texte in ihren historischen, kulturellen und gesellschaftlichen
Zusammenhang,
Antike Kultur: Überblick über die Inhalte der antiken Kultur, insbesondere der Geschichte und der
Philosophie, sowie über das Fortwirken der Sprache und der Kultur, über die Verwurzelung
europäischen Denkens und Handelns in der griechisch-römischen Antike und
Fachdidaktik: Kenntnis der didaktischen und methodischen Grundlagen des altsprachlichen
Unterrichts, Planung und Gestaltung des Griechischunterrichts am Gymnasium in Spracherwerbs-
und Lektürephasen.
(4) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf jeweils einen Autor oder ein Werk aus dem
Bereich nach Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe a.
§ 83
Informatik
(1) Das Studium umfasst:
Technische Informatik
Rechneraufbau und Rechnerstrukturen,
Rechnerorganisation,
Betriebssysteme,
Theoretische Informatik
mathematische Grundlagen,
Sprachen und Automaten,
Berechenbarkeit und Komplexität,
Praktische Informatik
Modellierung,
Algorithmen, Datenstrukturen,
Programmierparadigmen und -sprachen,
Angewandte Informatik
Rechnernetze und Rechnerdienste,
Datenmodellierung und Datenbankentwurf,
Abfragesprachen,
Informatik und Gesellschaft
Datenschutz, Datensicherheit und Urheberrecht,
Grundlagen und Folgen der Mensch-Computer-Interaktion und
Fachdidaktik
Theorien, Modelle und Konzepte der informatischen Bildung,
theoriegeleitete Planung, Durchführung und Reflexion von Lehr- und Lernprozessen einschließlich
der Förderung von Schülerleistungen,
Werkzeuge und Medien zur Vermittlung informatischer Inhalte.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Beherrschen von Denk- und Arbeitsweisen in der Informatik,
Arbeit mit Werkzeugen der Informatik, einschließlich der Lösungsbewertung, und Verständnis für
deren Wirkungsmechanismen,
Lösen von spezifischen Problemen in einem fachwissenschaftlichen Spezialgebiet der Informatik und
Kenntnis der Bedeutung, Ziele und Inhalte der informatischen Bildung und des Informatikunterrichts
am Gymnasium, fachdidaktische Aufbereitung von Sachverhalten der Informatik für den Unterricht
am Gymnasium.
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 60 von 90

1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
d)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
c)
d)
1.
a)
b)
2.
1.
2.
3.
4.
5.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1 bis 4.
§ 84
Italienisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachpraxis
Sprachproduktion und Sprachrezeption,
soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz,
Sprachmittlung einschließlich Übersetzung,
Sprachwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Sprachwissenschaft und deren Anwendung,
soziale, pragmatische, mediale, politische und interkulturelle Aspekte des Italienischen,
Literaturwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Literaturwissenschaft,
theoriegeleitete Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation,
Entwicklung der italienischen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart,
digitale Medien und Literatur,
Kulturwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft,
Theorien des Fremdverstehens sowie Methoden und Kernbereiche des kulturwissenschaftlichen
Ländervergleichs,
Landeskunde, länderspezifisches Orientierungswissen zu Italien und
Fachdidaktik
Theorien des Sprachenlernens und der Mehrsprachigkeit sowie individuelle Voraussetzungen des
Spracherwerbs,
Theorie und Methodik des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts einschließlich der
Förderung von Schülerleistungen,
Theorien, Ziele und Strategien des interkulturellen Lernens und deren Umsetzung im Unterricht,
literatur-, text-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren.
(2) Zusätzlich sind nachzuweisen:
Kenntnisse weiterer Fremdsprachen durch
das Latinum oder
den Abschluss eines Leistungskurses in einer Fremdsprache auf dem Niveau C1 des
Referenzrahmens und eines Grundkurses in einer weiteren Fremdsprache auf dem Niveau B2 des
Referenzrahmens und
ein oder mehrere Auslandsaufenthalte im italienischsprachigen Raum im Gesamtumfang
von drei Monaten.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Sprachpraxis: kompetente Sprachverwendung, textsortengemäße Rezeption und Produktion von
italienischsprachigen Texten,
Sprachwissenschaft: Überblick über die Geschichte der italienischen Sprache, Probleme des
modernen Italienisch, Analyse italienischsprachiger Texte, Besonderheiten und regionale
Ausprägungen der Sprachpraxis im Italienischen,
Literaturwissenschaft: Kenntnis der Epochen der italienischen Literatur sowie deren neuere
Entwicklungen, Interpretation italienischsprachiger Texte im kulturellen, sozialen und politischen
Zusammenhang, Reflexion von Literatur im kulturellen, politischen, soziologischen, epistemologischen
und historischen Zusammenhang seit dem Mittelalter,
Kulturwissenschaft: Überblick über Kultur, Geistesgeschichte, Geographie und politisch-
gesellschaftliche Verhältnisse Italiens, epistemologische und intermediale Perspektivierung der
italienischen Literatur- und Mediengeschichte und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis des Referenzrahmens und curricularer Dokumente,
Planung und Gestaltung des Italienischunterrichts am Gymnasium, theoriegeleitete Analyse von Lehr-
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 61 von 90

1.
a)
b)
c)
d)
e)
f)
2.
a)
b)
c)
d)
e)
f)
g)
3.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
1.
a)
und Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur.
(4)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 2 bis
4.
2
Die mündliche Prüfung des Faches und der Fachdidaktik findet überwiegend in italienischer Sprache
statt.
§ 85
Kunst
(1) Das Studium umfasst:
Kunstpraxis
Grundformen des künstlerischen Gestaltens, raumbezogene Installationen, prozessorientierte
Verfahren,
Bilder unterschiedlicher Medialität in ästhetisch-künstlerischer Form,
spielerisch-experimentelle Verfahren im Umgang mit Materialien und Medien,
eigene künstlerische Positionen,
künstlerischer Umgang mit digitalen Medien,
Nachweis kunstpraktischer Kompetenzen mit Verteidigung des eigenen künstlerischen Konzepts,
Kunstgeschichte und Kunsttheorie
grundlegende künstlerische Epochen, Positionen und Konzepte sowie Gestaltungs- und
Ausdrucksweisen in der Geschichte der Kunst und der Gegenwart,
historische Zusammenhänge zwischen Medien- und Kunstentwicklung,
künstlerische Strategien der Ersten und Zweiten Moderne,
Umbrüche, Funktions- und Paradigmenwechsel in der Kunst,
Methoden und Diskussionen im Zusammenhang mit dem Bildbegriff und dem Begriff des
Performativen,
Entwicklung und Funktion visueller Medien und ihrer Ausdrucksmöglichkeiten,
ausgewählte rezeptionsästhetische Methoden, Werkanalyse- und Interpretationsverfahren und
Fachdidaktik
Modelle, Methoden und Medien des Kunstunterrichts,
Entwicklung der Kinder- und Jugendkultur sowie ihrer besonderen Ästhetik,
Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht,
Ergebnisse im Kunstunterricht, Evaluation kunstpädagogischer Prozesse.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Kunstgeschichte und Kunsttheorie: Kenntnis der epochengeschichtlichen Grundlagen und Inhalte des
Faches, Reflexionen zu künstlerischen Strategien der Ersten und Zweiten Moderne, Anwenden von
Methoden und Inhalten der Rezeptions- und Bildwissenschaft, Beschreiben von Zusammenhängen
der Medien- und Kunstentwicklung sowie von Wirkungsmöglichkeiten audio-visueller und
bildkünstlerischer Medien, Einordnung von Künstlern, Theorien und Kunstwerken im Zusammenhang
mit grundlegenden Paradigmenwechseln in Kunstgeschichte und Kunsttheorie, Anwenden von Bild-,
Gender-, Herrschafts-, Medien- und Identitätswissen im Zusammenhang mit Diskursen zur
künstlerischen Positionsbildung und
Fachdidaktik: Kenntnis curricularer Dokumente, Entwicklung innovativer Unterrichtskonzepte aus der
eigenen künstlerisch-gestalterischen Arbeit und als kreative Übersetzung historischer und aktueller
künstlerischer Positionen, didaktische Umsetzungsüberlegungen in angewandten Bereichen wie
Design und Architektur, Reflexion kunstpädagogischer Entwürfe.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei Schwerpunkte aus dem Bereich nach
Absatz 1 Nummer 2.
§ 86
Latein
(1) Das Studium umfasst:
Sprache
Wortschatz, Grammatik,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 62 von 90

b)
c)
2.
a)
b)
c)
3.
a)
b)
c)
4.
a)
b)
c)
1.
2.
3.
4.
1.
a)
b)
c)
d)
2.
a)
b)
c)
3.
a)
b)
c)
4.
a)
b)
Geschichte der lateinischen Sprache,
Prosodie und Metrik,
Literatur
Lektüre wichtiger Autoren und Werke aus Prosa und Dichtung in der lateinischen Originalsprache
unter Berücksichtigung der Einflüsse griechischer Literatur,
lateinische und antike Literatur- und Textgeschichte, Rezeption lateinischer Texte,
Methoden der Textarbeit,
Antike Kultur
Gesellschaft, Recht, Geschichte, Geographie,
Kunst, Architektur,
Mythologie, Religion, Philosophie und
Fachdidaktik
Theorien und Methoden des altsprachlichen Unterrichts,
curriculare Dokumente,
Planung und Durchführung von Unterricht einschließlich der Förderung von Schülerleistungen.
(2) Zusätzlich sind das Graecum und das Latinum nachzuweisen.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Sprache: Beherrschen von Lexik, Grammatik und Stil durch Übersetzen vom Lateinischen ins
Deutsche und umgekehrt ohne Hilfsmittel, wissenschaftliche Sprach- und Stilbetrachtung auf der
Grundlage eines sicheren methodischen Umgangs mit den einschlägigen Standardwerken,
Literatur: Interpretation lateinischer Texte im Zusammenhang des Werks, der Gattung und der
Epoche, Einordnen lateinischer Texte in ihren historischen, kulturellen und gesellschaftlichen
Zusammenhang,
Antike Kultur: Überblick über die Inhalte der antiken Kultur, insbesondere der Geschichte und der
Philosophie, sowie über das Fortwirken der Sprache und der Kultur, über die Verwurzelung
europäischen Denkens und Handelns in der griechisch-römischen Antike und
Fachdidaktik: Kenntnis der didaktischen und methodischen Grundlagen des altsprachlichen
Unterrichts, Planung und Gestaltung des Lateinunterrichts am Gymnasium in Spracherwerbs- und
Lektürephasen.
(4) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf jeweils einen Autor oder ein Werk aus dem
Bereich nach Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe a.
§ 87
Mathematik
(1) Das Studium umfasst:
Algebra
Mengenlehre, Logik, Zahlbereichserweiterungen,
Grundstrukturen der Algebra,
lineare Algebra,
Elemente der Zahlentheorie,
Analysis
Funktionen,
Differenzial- und Integralrechnung für eine und mehrere Variable,
Differenzialgleichungen,
Geometrie
analytische Geometrie,
euklidische und nicht-euklidische Geometrie,
geometrische Abbildungen,
Stochastik
Wahrscheinlichkeitstheorie,
Einführung in die mathematische Statistik,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 63 von 90

5.
a)
b)
c)
6.
a)
b)
c)
1.
2.
3.
4.
5.
1.
a)
b)
c)
d)
e)
f)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
1.
2.
Angewandte Mathematik und mathematische Technologien
Numerische Mathematik,
Modellierung,
Elemente der Informatik und mathematische Software und
Fachdidaktik
Theorien und Modelle des Mathematikunterrichts,
Komponenten der Unterrichtsgestaltung,
fachdidaktische Diagnoseverfahren und Förderkonzepte.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Beherrschen von grundlegenden Begriffen, Aussagen und Methoden der Algebra, Analysis,
Geometrie, Stochastik und der Angewandten Mathematik sowie der Nachweis der Fähigkeit, diese
adäquat darzustellen, zu strukturieren und zu interpretieren,
Herstellen von grundlegenden mathematischen Zusammenhängen an ausgewählten Beispielen,
Modellieren von inner- und außermathematischen Zusammenhängen,
Entwickeln von Lösungsstrategien für unterrichtsbezogene mathematische Probleme und
Kenntnis der Bildungsstandards und curricularer Dokumente, Kenntnis der Lehr- und Lernprozesse,
Planung und Gestaltung des Mathematikunterrichts am Gymnasium einschließlich der Förderung von
Schülerleistungen, Bewerten von Wirkungen eines adäquaten Einsatzes digitaler Medien auf das
Lehren und Lernen einschließlich Aufgaben- und Fehlerkultur.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1 bis 5,
darunter nach Wahl des Prüfungsteilnehmers Absatz 1 Nummer 1 oder Nummer 2.
§ 88
Musik
(1) Das Studium umfasst:
Musikalisch-künstlerische Praxis
instrumentale Ausbildung auf mindestens zwei Instrumenten, eines davon Klavier,
vokale Ausbildung einschließlich Sprecherziehung,
Ensembleleitung,
schulpraktisches Musizieren,
Tonsatz, Gehörbildung, Arrangement,
Nachweis vielseitiger musikpraktischer und künstlerisch-ästhetischer Kompetenzen,
Musiktheorie und Musikwissenschaft
musiktheoretische Modelle, musikalische Analyse, Arbeitstechniken und Forschungsmethoden,
historische und systematische Musikwissenschaft und
Musikpädagogik und Fachdidaktik
musikpädagogische Theorien und Methoden, Unterrichtsmodelle,
Planung von Musikunterricht,
Förderung von Schülerleistungen.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Musiktheorie und Musikwissenschaft: Anwenden von Begriffen und Kategorien in den Gebieten der
Musikwissenschaft, Überblick über die Epochen der Musikgeschichte und die Gattungs- und
Kompositionsgeschichte, Auseinandersetzung mit der kulturellen und sozialen Einbindung von Musik,
Analyse und Interpretation ausgewählter Werke und
Musikpädagogik und Fachdidaktik: Theorien und Modelle des Musiklernens, Bereiche und Methoden
musikpädagogischer Forschung einschließlich entwicklungspsychologischer Aspekte, Planung und
Gestaltung des Musikunterrichts am Gymnasium, auch fachübergreifend, Kenntnis curricularer
Dokumente, Kenntnis von Konzeptionen und Handlungsfeldern des Unterrichts einschließlich des
Einsatzes neuer Medien, Aspekte von Interkulturalität.
(3)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei Schwerpunkte aus dem Bereich nach
Absatz 1 Nummer 2.
2
Die mündliche Prüfung der Fachdidaktik erstreckt sich auch auf die Musikpädagogik.
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 64 von 90

1.
a)
b)
c)
d)
e)
2.
a)
b)
c)
3.
a)
b)
4.
5.
6.
a)
b)
1.
2.
3.
4.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
3.
a)
§ 89
Physik
(1) Das Studium umfasst:
Experimentalphysik
Mechanik,
Thermodynamik,
Elektrizitätslehre und Optik,
Atom-, Molekül- und Quantenphysik,
Festkörper-, Kern- und Elementarteilchenphysik,
Theoretische Physik
Theoretische Mechanik,
Elektrodynamik,
Quanten- und Relativitätstheorie,
Angewandte Physik
unterrichtsbezogene Gebiete,
ein Gebiet der angewandten Physik,
physikalische Praktika,
mathematische Grundlagen der Physik und
Fachdidaktik
Theorien und Konzeptionen des Physikunterrichts,
Lehren und Lernen von Physik als Naturwissenschaft einschließlich der Förderung von
Schülerleistungen.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Experimentalphysik: Beherrschen von Begriffen und grundlegenden Gesetzen der
Experimentalphysik, Erklären grundlegender physikalischer Phänomene, Herstellen von
Zusammenhängen zwischen einzelnen Teilgebieten,
Theoretische Physik: Denk- und Arbeitsweisen sowie Modelle in den Teilgebieten der Theoretischen
Mechanik, der Elektrodynamik und der Quanten- und Relativitätstheorie, Interpretation grundlegender
Ansätze, Theoreme und Axiome,
Angewandte Physik: Anwenden physikalischer Modelle auf unterrichtsbezogene physikalische
Fragestellungen und
Fachdidaktik: Kenntnis der Bildungsstandards und curricularer Dokumente, fachdidaktische
Durchdringung physikalischer Sachverhalte und Zusammenhänge für den Physikunterricht am
Gymnasium, Planung und Gestaltung des Physikunterrichts am Gymnasium, Experimentieren im
Unterricht, Aufgabenkultur und adäquater Einsatz von Medien.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei Schwerpunkte aus dem Bereich nach
Absatz 1 Nummer 1 und auf einen Schwerpunkt aus dem Bereich nach Absatz 1 Nummer 2.
§ 90
Polnisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachpraxis
Sprachproduktion und Sprachrezeption,
soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz,
Sprachmittlung einschließlich Übersetzung,
Sprachwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der slawistischen, insbesondere der polonistischen
Sprachwissenschaft und deren Anwendung,
soziale, pragmatische, mediale, politische und interkulturelle Aspekte des Polnischen,
Literaturwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der slawistischen, insbesondere der polonistischen
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 65 von 90

b)
c)
d)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
1.
2.
3.
4.
5.
1.
a)
b)
c)
d)
e)
2.
a)
Literaturwissenschaft, komparatistische Betrachtung slawischer Literatur,
theoriegeleitete Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation,
Entwicklung der polnischen Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart,
digitale Medien und Literatur,
Kulturwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft,
Theorien des Fremdverstehens sowie Methoden und Kernbereiche des kulturwissenschaftlichen
Ländervergleichs,
polnische Landeskunde und Kulturgeschichte und
Fachdidaktik
Theorien des Sprachenlernens und der Mehrsprachigkeit sowie individuelle Voraussetzungen des
Spracherwerbs,
Theorie und Methodik des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts einschließlich der
Förderung von Schülerleistungen,
Theorien, Ziele und Strategien des bilingualen und interkulturellen Lernens und deren Umsetzung
im Unterricht,
literatur-, text-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren.
(2) Zusätzlich sind nachzuweisen:
Kenntnisse in einer weiteren Fremdsprache auf dem Niveau B2 des Referenzrahmens und
ein oder mehrere Auslandaufenthalte im polnischsprachigen Raum im Gesamtumfang
von drei Monaten.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Sprachpraxis: kompetente Sprachverwendung, textsortengemäße Rezeption und Produktion von
polnischsprachigen Texten,
Sprachwissenschaft: Überblick über die Geschichte der polnischen Sprache, Entwicklungstendenzen
der polnischen Sprache, Analyse polnischsprachiger Texte, Besonderheiten und regionale
Ausprägungen der Sprachpraxis im Polnischen,
Literaturwissenschaft: Überblick über die Epochen der polnischen Literatur sowie deren neuere
Entwicklungen, Interpretation polnischsprachiger Texte im kulturellen, sozialen und politischen
Zusammenhang, Reflexion von Literatur im kulturellen, politischen, soziologischen, epistemologischen
und historischen Zusammenhang,
Kulturwissenschaft: Überblick über Kultur, Geschichte, Geographie und politisch-gesellschaftliche
Verhältnisse Polens, interkulturelle Betrachtung von Texten und digitalen Medien, text- und
kontextbasierte Ansätze der kulturwissenschaftlichen Theoriebildung und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis des Referenzrahmens und curricularer Dokumente,
Planung und Gestaltung des Polnischunterrichts am Gymnasium, theoriegeleitete Analyse von Lehr-
und Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur, Anforderungen an bilinguales Lernen
und Lehren.
(4)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 2 bis
4.
2
Die mündliche Prüfung des Faches und der Fachdidaktik findet überwiegend in polnischer Sprache
statt.
§ 91
Evangelische Religion
(1) Das Studium umfasst:
Bibelwissenschaften
wissenschaftliche Exegese des Alten und Neuen Testaments,
Geschichte, Literatur und Religion Israels und Theologie des Alten Testaments,
Entstehung biblischer Schriften, die Bibel als Kanon, Bibelkunde,
Geschichte, Literatur und Religion des frühen Christentums und Theologie des Neuen Testaments,
grundlegende Methoden und hermeneutische Ansätze der Auslegung biblischer Texte,
Kirchengeschichte
Epochen der Kirchengeschichte und Geschichte des Christentums einschließlich Theologie- und
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 66 von 90

b)
3.
a)
b)
c)
d)
4.
a)
b)
c)
d)
5.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
1.
2.
3.
4.
5.
1.
a)
b)
Dogmengeschichte,
Reformationsgeschichte, neuzeitliche Kirchengeschichte und Kirchengeschichte
des 20. Jahrhunderts,
Systematische Theologie
zentrale Themen der Dogmatik sowie der Theologiegeschichte,
theologische Gegenwartsfragen,
Geschichte und Grundprobleme der Ethik, Konzeptionen und Handlungsfelder,
ausgewählte gegenwärtige Fragestellungen der Ethik,
Ökumene, Weltreligionen und Weltanschauungen
Konfessionskunde einschließlich Ökumenische Bewegung,
Geschichte und Gegenwart der Weltreligionen, interreligiöser Dialog,
Judentum und Islam,
weltanschauliche oder religiöse Strömungen der Gegenwart sowie Konzepte der Religionskritik
und
Religionspädagogik und Fachdidaktik
Handlungsfelder und fachdidaktische Ansätze der Religionspädagogik,
Bildungs- und Erziehungsauftrag des Religionsunterrichts, rechtlicher Rahmen,
religiöse Entwicklung und Sozialisation,
Praxis des Religionsunterrichts, ausgewählte religionspädagogische, fachdidaktische und
methodische Fragestellungen einschließlich der Förderung von Schülerleistungen.
(2) Zusätzlich sind nachzuweisen:
das Latinum und
Kenntnisse in Griechisch oder Hebräisch.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Bibelwissenschaften: vertiefte Kenntnis der Geschichte, Literatur und Religion Israels und des frühen
Christentums, Kenntnis in Bibelkunde, Grundkenntnisse der Exegese zentraler Schriften des Alten
und Neuen Testaments, Auseinandersetzung mit zentralen Themen der Theologie des Alten und
Neuen Testaments, Anwenden von Methoden und hermeneutischen Ansätzen der Auslegung
biblischer Texte,
Kirchengeschichte: Grundkenntnisse der Epochen der Kirchengeschichte und der Geschichte des
Christentums einschließlich wichtiger Ereignisse der Theologie- und Dogmengeschichte, vertiefte
Kenntnis der Reformationsgeschichte, der neuzeitlichen Kirchengeschichte und der Kirchengeschichte
des 20. Jahrhunderts,
Systematische Theologie: Auseinandersetzung mit Fragestellungen der Dogmatik,
Theologiegeschichte und religiösen Gegenwartsfragen, reflektierte Darstellung von Grundproblemen
und Handlungsfeldern der Ethik,
Ökumene, Weltreligionen und Weltanschauungen: Kenntnis der christlichen Konfessionen und der
ökumenischen Bewegung, Überblick über die Weltreligionen und vertiefte Kenntnis zu Judentum und
Islam, Kenntnis des interreligiösen Dialogs und
Religionspädagogik und Fachdidaktik: Kenntnis und Bewertung von Konzeptionen der
Religionspädagogik, Umgang mit Fragen religiöser Entwicklung und Sozialisation im Kindes- und
Jugendalter, Aufbereitung von Grundfragen und Begründungsargumentationen des
Religionsunterrichts, Kenntnis curricularer Dokumente, Planung und Gestaltung des
Religionsunterrichts am Gymnasium.
(4)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1 bis
3.
2
Die mündliche Prüfung der Fachdidaktik erstreckt sich auch auf die Religionspädagogik.
§ 92
Katholische Religion
(1) Das Studium umfasst:
Biblische Theologie
Entstehungsgeschichte und Exegese des Alten Testaments,
Entstehungsgeschichte und Exegese des Neuen Testaments,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 67 von 90

c)
d)
e)
2.
a)
b)
c)
d)
3.
a)
b)
c)
d)
e)
4.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
1.
2.
3.
4.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
biblisches Gottes-, Welt- und Menschenbild sowie Christusverständnis,
zentrale biblische Themen in gesamtbiblischer Perspektive,
grundlegende Methoden und hermeneutische Ansätze der Auslegung biblischer Texte,
Historische Theologie
Entwicklung der Kirche von der Antike bis zur Gegenwart: Ämter und Dienste, Verhältnis von
Staat und Kirche, kirchliche Reformen und Reformation, Verhältnis von Religion und Gesellschaft,
Dogmen- und Theologiegeschichte,
Institutionengeschichte,
Sozial- und Frömmigkeitsgeschichte,
Systematische Theologie
Struktur der Theologie als Glaubenswissenschaft in ihrer Einheit und Vielfalt,
Dogmatik: Gotteslehre, Christologie, Eschatologie, Schöpfungslehre, Ekklesiologie,
Sakramentenlehre,
Moraltheologie, christliche Gesellschaftslehre und Kirchenrecht,
Fundamentaltheologie: theologische Hermeneutik, Ökumene, interreligiöser Dialog, Verhältnis der
Theologie zu den Natur- und Technikwissenschaften,
aktuelle Fragen und Ansätze der Dogmatik und Fundamentaltheologie und
Religionspädagogik und Fachdidaktik
Konzeptionen und aktuelle Forschungsfragen der Religionspädagogik,
religiöse Entwicklung und Sozialisation im Kindes- und Jugendalter,
Förderung religiöser Kompetenz und religionsdidaktische Elementarisierung theologischer Themen
einschließlich der Förderung von Schülerleistungen,
Martyria, Diakonie und Liturgie im Selbstvollzug der Kirche und Praxisfelder pastoralen Handelns.
(2) Zusätzlich sind nachzuweisen:
das Latinum und
Kenntnisse in Griechisch.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Biblische Theologie: vertiefte Kenntnis der Entstehungsgeschichte und Exegese des Alten und Neuen
Testaments, Erörtern zentraler biblischer Themen in gesamtbiblischer Perspektive, Anwenden von
Methoden und hermeneutischen Ansätzen der Auslegung biblischer Texte,
Historische Theologie: Überblick über die Geschichte der Kirche von der Antike bis zur Gegenwart
einschließlich Fragen der Dogmen- und Theologiegeschichte, der Institutionengeschichte sowie der
Sozial- und Frömmigkeitsgeschichte,
Systematische Theologie: Kenntnis der Struktur der Theologie, Auseinandersetzung mit zentralen
Themen der Dogmatik, der Fundamentaltheologie, der Moraltheologie und der christlichen
Gesellschaftslehre und
Religionspädagogik und Fachdidaktik: Überblick über zentrale Themen praktischer Theologie,
religionspädagogische und fachdidaktische Grundlagen religiösen Lernens, Kenntnis curricularer
Dokumente, Planung und Gestaltung des Religionsunterrichts am Gymnasium.
(4)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 1 bis
3.
2
Die mündliche Prüfung der Fachdidaktik erstreckt sich auch auf die Religionspädagogik.
§ 93
Russisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachpraxis
Sprachproduktion und Sprachrezeption,
soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz,
Sprachmittlung einschließlich Übersetzung,
Sprachwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der slawistischen, insbesondere der russistischen
Sprachwissenschaft, russische Sprachgeschichte,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 68 von 90

b)
3.
a)
b)
c)
d)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
1.
2.
3.
4.
5.
1.
a)
b)
c)
2.
Struktureigenschaften, Erscheinungsformen, Entwicklungstendenzen sowie soziale,
pragmatische, mediale, politische und interkulturelle Aspekte des Russischen,
Literaturwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der slawistischen, insbesondere der russistischen
Literaturwissenschaft, komparatistische Betrachtung slawischer Literatur,
theoriegeleitete Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation,
Entwicklung der russischen Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart,
digitale Medien und Literatur,
Kulturwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft,
Theorien des Fremdverstehens und Kernbereiche des kulturwissenschaftlichen Ländervergleichs,
russische Landeskunde und Kulturgeschichte und
Fachdidaktik
Theorien des Sprachenlernens und individuelle Voraussetzungen des Spracherwerbs,
Theorie und Methodik des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts einschließlich der
Förderung von Schülerleistungen,
Theorien, Ziele und Strategien des bilingualen und interkulturellen Lernens und deren Umsetzung
im Unterricht,
literatur-, text-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren.
(2) Zusätzlich sind nachzuweisen:
Kenntnisse in einer weiteren Fremdsprache auf dem Niveau B2 des Referenzrahmens und
ein oder mehrere Auslandsaufenthalte im russischsprachigen Raum im Gesamtumfang
von drei Monaten.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Sprachpraxis: kompetente Sprachverwendung, textsortengemäße Rezeption und Produktion von
russischsprachigen Texten,
Sprachwissenschaft: Überblick über die Geschichte der russischen Sprache, Entwicklungstendenzen
der russischen Sprache, Analyse russischsprachiger Texte, Besonderheiten und regionale
Ausprägungen der Sprachpraxis im Russischen,
Literaturwissenschaft: Überblick über die Epochen der russischen Literatur sowie deren neuere
Entwicklungen, Interpretation russischsprachiger Texte im kulturellen, sozialen und politischen
Zusammenhang, Reflexion von Literatur im kulturellen, politischen, soziologischen, epistemologischen
und historischen Zusammenhang,
Kulturwissenschaft: Überblick über Kultur, Geschichte, Geographie und politisch-gesellschaftliche
Verhältnisse Russlands und der russischsprachigen Länder, interkulturelle Betrachtung von Texten
und digitalen Medien, text- und kontextbasierte Ansätze der kulturwissenschaftlichen Theoriebildung
und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis des Referenzrahmens und curricularer Dokumente,
Planung und Gestaltung des Russischunterrichts am Gymnasium, theoriegeleitete Analyse von Lehr-
und Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur, Anforderungen an bilinguales Lernen
und Lehren.
(4)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 2 bis
4.
2
Die mündliche Prüfung des Faches und der Fachdidaktik findet überwiegend in russischer Sprache
statt.
§ 94
Sorbisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachpraxis
Sprachproduktion und Sprachrezeption,
soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz,
Sprachmittlung einschließlich Übersetzung,
Sprachwissenschaft
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 69 von 90

a)
b)
c)
d)
3.
a)
b)
c)
4.
a)
b)
5.
a)
b)
c)
d)
1.
2.
3.
4.
5.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
3.
a)
Theorien, Modelle und System,
Entwicklung und Geschichte der sorbischen Sprachen, Varietäten, Stile,
funktionale und mediale Aspekte der Sprache,
Spracherwerb, Mehrsprachigkeit,
Literaturwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Literaturwissenschaft, Textanalyse und Textinterpretation,
Komparatistik,
Entwicklung der sorbischen Literatur, Epochen, Gattungen, Autoren, Werke,
Reflexion von Literatur in ihrer historischen, kulturellen, gesellschaftlichen und politischen
Bedeutung,
Kulturwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft,
Ethnologie und Minderheitenforschung und
Fachdidaktik
Theorien des Sprachenlernens und individuelle Voraussetzungen des Spracherwerbs, Sorbisch als
Mutter-, Zweit- und Fremdsprache,
Theorie und Methodik des Unterrichts einschließlich der Förderung von Schülerleistungen,
Theorie und Didaktik des bilingualen Fachunterrichts,
literatur-, text-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Sprachpraxis: sicheres Beherrschen von Lexik, Grammatik und Ausdruck des Ober- oder
Niedersorbischen,
Sprachwissenschaft: Kenntnis der Geschichte der sorbischen Sprachen von der Ausgliederung aus
dem Urslawischen bis zur Gegenwart einschließlich der Stellung des Sorbischen im Rahmen der
slawischen Sprachen, Kenntnis der Struktur des Ober- und Niedersorbischen, Lexikologie und
Wortbildung, Analyse sorbischer Texte,
Literaturwissenschaft: Überblick über Methoden, Kenntnis der geschichtlichen Entwicklung der
sorbischen Literatur seit ihren Anfängen einschließlich wichtiger Werke der ober- und
niedersorbischen Literatur aus verschiedenen Epochen, sorabistische Literaturgeschichtsschreibung,
Interpretation sorbischer Texte,
Kulturwissenschaft: Kenntnis der Geschichte und Kulturgeschichte der Sorben, der materiellen und
geistigen Volkskultur, Auseinandersetzung mit Gegenwartsproblemen des sorbischen Volkes und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis curricularer Dokumente, Planung und Gestaltung des
Sorbischunterrichts am Gymnasium auf der Grundlage von Vermittlungs- und Aneignungsstrategien
sprachlich-kommunikativer Handlungen, Besonderheiten im sorbischen Muttersprachunterricht am
Gymnasium, theoriegeleitete Analyse von Lehr- und Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr- und
Lernkultur.
(3)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 2 bis
4.
2
Die mündliche Prüfung des Faches und der Fachdidaktik findet nach Wahl des Prüfungsteilnehmers in
ober- oder niedersorbischer Sprache statt.
§ 95
Spanisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachpraxis
Sprachproduktion und Sprachrezeption,
soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz,
Sprachmittlung einschließlich Übersetzung,
Sprachwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Sprachwissenschaft,
soziale, pragmatische, mediale, politische und interkulturelle Aspekte des Spanischen,
Literaturwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Literaturwissenschaft,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 70 von 90

b)
c)
d)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
c)
d)
1.
a)
b)
2.
1.
2.
3.
4.
5.
1.
a)
b)
theoriegeleitete Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation,
Entwicklung der spanischsprachigen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart,
digitale Medien und Literatur,
Kulturwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft,
Theorien des Fremdverstehens sowie Methoden und Kernbereiche des kulturwissenschaftlichen
Ländervergleichs,
Landeskunde, länderspezifisches Orientierungswissen zu Spanien und zum übrigen
spanischsprachigen Raum und
Fachdidaktik
Theorien des Sprachenlernens und der Mehrsprachigkeit sowie individuelle Voraussetzungen des
Spracherwerbs,
Theorie und Methodik des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts einschließlich der
Förderung von Schülerleistungen,
Theorien, Ziele und Strategien des bilingualen und interkulturellen Lernens und deren Umsetzung
im Unterricht,
literatur-, text-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren.
(2) Zusätzlich sind nachzuweisen:
Kenntnisse weiterer Fremdsprachen durch
das Latinum oder
den Abschluss eines Leistungskurses in einer Fremdsprache auf dem Niveau C1 des
Referenzrahmens und eines Grundkurses in einer weiteren Fremdsprache auf dem Niveau B2 des
Referenzrahmens und
ein oder mehrere Auslandsaufenthalte im spanischsprachigen Raum im Gesamtumfang
von drei Monaten.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Sprachpraxis: kompetente Sprachverwendung, textsortengemäße Rezeption und Produktion von
spanischsprachigen Texten,
Sprachwissenschaft: Überblick über die Geschichte der spanischen Sprache, Probleme des modernen
Spanisch, Analyse spanischsprachiger Texte, Besonderheiten und regionale Ausprägungen der
Sprachpraxis im Spanischen,
Literaturwissenschaft: Überblick über die Epochen der spanischen Literatur sowie deren neuere
Entwicklungen, Interpretation spanischsprachiger Texte im kulturellen, sozialen und politischen
Zusammenhang, Reflexion von Literatur im kulturellen, politischen, soziologischen, epistemologischen
und historischen Zusammenhang seit dem Mittelalter,
Kulturwissenschaft: Überblick über Kultur, Geschichte, Geographie und politisch-gesellschaftliche
Verhältnisse Spaniens und des übrigen spanischsprachigen Raums, interkulturelle Betrachtung von
Texten und digitalen Medien, text- und kontextbasierte Ansätze der kulturwissenschaftlichen
Theoriebildung und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis des Referenzrahmens und curricularer Dokumente,
Planung und Gestaltung des Spanischunterrichts am Gymnasium, theoriegeleitete Analyse von Lehr-
und Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur, Anforderungen an bilinguales Lernen
und Lehren.
(4)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 2 bis
4.
2
Die mündliche Prüfung des Faches und der Fachdidaktik findet überwiegend in spanischer Sprache
statt.
§ 96
Sport
(1) Das Studium umfasst:
Sportpraxis
Grundlagen des Bewegungskönnens,
sportorientierte Kompetenzen aus den Bewegungsfeldern: Spielen, Laufen/Werfen/Springen,
Bewegen an und mit Geräten, Bewegen im Wasser und Gestalten/Tanzen/Darstellen,
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 71 von 90

c)
d)
e)
2.
a)
b)
c)
d)
3.
a)
b)
c)
1.
2.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
d)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
c)
sportartübergreifende Kompetenzen in weiteren Bewegungsfeldern,
Grundlagen der Sicherheits- und Regelkenntnis in der Sportpraxis,
Nachweis sportpraktischer Kompetenzen aus einem der Bewegungsfelder Leichtathletik oder
Gerätturnen,
Sportwissenschaft
Bewegungs- und Trainingswissenschaft, Sportpsychologie,
sportmotorische und trainingswissenschaftliche Grundlagen,
sportbiologische Grundlagen von Bewegung und Training,
Bewegung und Körperlichkeit in Kultur, Gesellschaft und individuellem Handeln und
Fachdidaktik
fachdidaktische Konzepte sowie Verfahren der Schulsportforschung,
kompetenzorientierte Planung, Erprobung und Reflexion von Unterricht einschließlich der
Förderung von Schülerleistungen,
Grundlagen der Leistungsermittlung und -bewertung.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Sportwissenschaft: vertiefte Kenntnis der Bewegungs- und Trainingswissenschaft, Sportpsychologie,
Anwenden von Gestaltungs- und Trainingsgrundsätzen des Sportunterrichts unter Beachtung von
Ontogenese und Geschlechtsspezifik, Sportmedizin, Wirkung und Gestaltung sportlichen Trainings,
Umgang mit Gruppendynamik, Motivation und Emotion im Sportunterricht und
Fachdidaktik: Konzepte und Methoden, Kenntnis curricularer Dokumente, Planung und Gestaltung des
Sportunterrichts am Gymnasium, Bewegung, Spiel und Sport unter fachübergreifender Perspektive.
(3) Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei Schwerpunkte aus dem Bereich nach
Absatz 1 Nummer 2.
§ 97
Tschechisch
(1) Das Studium umfasst:
Sprachpraxis
Sprachproduktion und Sprachrezeption,
soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz,
Sprachmittlung einschließlich Übersetzung,
Sprachwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der slawistischen, insbesondere der bohemistischen
Sprachwissenschaft,
soziale, pragmatische, mediale, politische und interkulturelle Aspekte des Tschechischen,
Literaturwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der slawistischen, insbesondere der bohemistischen
Literaturwissenschaft, komparatistische Betrachtung slawischer Literatur,
theoriegeleitete Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation,
Entwicklung der tschechischen Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart,
digitale Medien und Literatur,
Kulturwissenschaft
Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft,
Theorien des Fremdverstehens sowie Methoden und Kernbereiche des kulturwissenschaftlichen
Ländervergleichs,
tschechische Landeskunde und Kulturgeschichte und
Fachdidaktik
Theorien des Sprachenlernens und der Mehrsprachigkeit sowie individuelle Voraussetzungen des
Spracherwerbs,
Theorie und Methodik des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts einschließlich der
Förderung von Schülerleistungen,
Theorien, Ziele und Strategien des bilingualen und interkulturellen Lernens und deren Umsetzung
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 72 von 90

d)
1.
2.
1.
2.
3.
4.
5.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
im Unterricht,
literatur-, text-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren.
(2) Zusätzlich sind nachzuweisen:
Kenntnisse in einer weiteren Fremdsprache auf dem Niveau B2 des Referenzrahmens und
ein oder mehrere Auslandsaufenthalte im tschechischsprachigen Raum im Gesamtumfang
von drei Monaten.
(3) Prüfungsinhalte sind:
Sprachpraxis: kompetente Sprachverwendung, textsortengemäße Rezeption und Produktion von
tschechischsprachigen Texten,
Sprachwissenschaft: Überblick über die Geschichte der tschechischen Sprache, Probleme des
modernen Tschechisch, Analyse tschechischsprachiger Texte, Besonderheiten und regionale
Ausprägungen der Sprachpraxis im Tschechischen,
Literaturwissenschaft: Überblick über die Epochen der tschechischen Literatur sowie deren neuere
Entwicklungen, Interpretation tschechischsprachiger Texte im kulturellen, sozialen und politischen
Zusammenhang, Reflexion von Literatur im kulturellen, politischen, soziologischen, epistemologischen
und historischen Zusammenhang,
Kulturwissenschaft: Überblick über Kultur, Geschichte, Geographie und politisch-gesellschaftliche
Verhältnisse Tschechiens, interkulturelle Betrachtung von Texten und digitalen Medien, text- und
kontextbasierte Ansätze der kulturwissenschaftlichen Theoriebildung und
Fachdidaktik: Theorien und Methoden, Kenntnis des Referenzrahmens und curricularer Dokumente,
Planung und Gestaltung des Tschechischunterrichts am Gymnasium, theoriegeleitete Analyse von
Lehr- und Lernmedien und ihr Einfluss auf die Lehr- und Lernkultur, Anforderungen an bilinguales
Lernen und Lehren.
(4)
1
Die mündliche Prüfung des Faches erstreckt sich auf zwei der Bereiche nach Absatz 1 Nummer 2 bis
4.
2
Die mündliche Prüfung des Faches und der Fachdidaktik findet überwiegend in tschechischer Sprache
statt.
Teil 5
Lehramt an berufsbildenden Schulen
Abschnitt 1
Allgemeine Bestimmungen
§ 98
Prüfungsfächer, Fächerkombinationen, mündliche Prüfungen
(1)
1
Die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an berufsbildenden Schulen erstreckt sich auf eine
Fachrichtung einschließlich der beruflichen Didaktik, auf ein Fach einschließlich der Fachdidaktik und auf
den bildungswissenschaftlichen Bereich.
2
Die Wahl einer Fachrichtung schließt, soweit mehrere
Vertiefungsrichtungen vorgesehen sind, eine Vertiefungsrichtung ein.
3
An Stelle des Faches kann auch
eine weitere Fachrichtung gewählt werden.
(2) Der Prüfungsteilnehmer kann als Fachrichtung wählen:
Bautechnik,
Druck- und Medientechnik,
Elektrotechnik und Informationstechnik,
Farbtechnik, Raumgestaltung und Oberflächentechnik,
Gesundheit und Pflege,
Holztechnik,
Labor- und Prozesstechnik,
Lebensmittel-, Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaft,
Metall- und Maschinentechnik,
Sozialpädagogik und
Textiltechnik und Bekleidung.
(3) Der Prüfungsteilnehmer kann als Fach wählen:
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 73 von 90

1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19.
20.
21.
1.
2.
3.
1.
2.
3.
Biologie,
Chemie,
Deutsch,
Englisch,
Ethik/Philosophie,
Französisch,
Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung/Wirtschaft,
Geschichte,
Informatik,
Italienisch,
Kunst,
Mathematik,
Musik,
Physik,
Polnisch,
Evangelische Religion,
Katholische Religion,
Russisch,
Spanisch,
Sport und
Tschechisch.
(4) Die Fachrichtung Labor- und Prozesstechnik kann nicht mit dem Fach Chemie kombiniert werden.
(5) Für das Studium, die Prüfungsinhalte und den Umfang der Prüfung in den Fächern nach Absatz 3
gelten die §§ 72 bis 74, 76 bis 79, 81, 83 bis 85, 87 bis 93 und 95 bis 97 entsprechend.
(6)
1
Die mündlichen Prüfungen umfassen nach Wahl des Prüfungsteilnehmers:
eine Prüfung in einer Fachrichtung und eine Prüfung in der beruflichen Didaktik der anderen
Fachrichtung,
eine Prüfung in dem Fach nach Absatz 3 und eine Prüfung in der beruflichen Didaktik der
Fachrichtung oder
eine Prüfung in einer Fachrichtung und eine Prüfung in der Fachdidaktik des Faches nach Absatz 3.
2
Dabei ist von der Wahl die Fachrichtung ausgenommen, aus der sich das Thema der wissenschaftlichen
Arbeit ableitet; dies gilt für die berufliche Didaktik, das Fach und die Fachdidaktik entsprechend.
§ 99
Erweiterungsprüfung für das Lehramt an berufsbildenden Schulen
Erweiterungsprüfungen können in den Fachrichtungen nach § 98 Abs. 2, in den Fächern nach § 98 Abs. 3,
im Fach Deutsch als Zweitsprache nach § 75 und in den Förderschwerpunkten nach § 113 Abs. 2 abgelegt
werden.
§ 100
Berufspraktikum
(1)
1
Die Zulassung zur Ersten Staatsprüfung setzt den Nachweis eines mindestens zwölfmonatigen
berufsbereichsbezogenen Berufspraktikums oder einer berufsbereichsbezogenen abgeschlossenen
Berufsausbildung voraus.
2
Die Zulassung zur Erweiterungsprüfung setzt den Nachweis eines weiteren
mindestens sechsmonatigen Berufspraktikums in der zweiten Fachrichtung voraus.
(2) Auf das Berufspraktikum werden mit bis zu sechs Monaten angerechnet:
einschlägige praktische Studiensemester an Fachhochschulen oder vergleichbaren Einrichtungen,
soweit kein Fachrichtungswechsel im Lehramtsstudium vorgenommen wurde,
einschlägige berufliche Tätigkeiten und
die Beschulung an einem einschlägigen Beruflichen Gymnasium, wenn die allgemeine Hochschulreife
erreicht wurde.
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 74 von 90

1.
2.
1.
a)
b)
c)
d)
e)
f)
g)
2.
a)
b)
c)
d)
e)
1.
a)
b)
c)
d)
2.
a)
b)
3.
a)
b)
c)
1.
Abschnitt 2
Studieninhalte, Prüfungsinhalte, Prüfungsumfang
§ 101
Bildungswissenschaftlicher Bereich
(1) Das Studium umfasst:
Grundlagen der beruflichen Bildung und Gestaltung beruflichen Unterrichts und
Pädagogische Psychologie.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Grundlagen der beruflichen Bildung und Gestaltung beruflichen Unterrichts
wesentliche ideen- und sozialgeschichtliche Strömungen des Berufs- und Berufsbildungsdenkens
des 18. bis 21. Jahrhunderts einschließlich institutioneller Entwicklungen im Berufsbildungsbereich,
ausgewählte Theorien und Interpretationsmodelle der Berufsbildung und Berufserziehung,
qualitative und quantitative Methoden berufspädagogischer Forschung,
Modelle und Theorien der Gestaltung beruflicher Lernprozesse unter Berücksichtigung der
Entwicklungen von Produktions- und Dienstleistungsstrukturen und ihrer bildungsrelevanten
Komponenten sowie der Besonderheiten der beruflichen Sozialisation,
didaktische Gestaltungselemente beruflichen Unterrichts,
Modelle und Verfahren der Qualitätssicherung und -entwicklung beruflicher Bildungsinstitutionen,
Partizipation von Lehrenden an Qualitätsentwicklungsprozessen,
didaktische Medien im Zusammenhang beruflicher Aus- und Weiterbildung einschließlich der
Gestaltung ihrer Einsatzszenarien und
Pädagogische Psychologie
Lern-, Gedächtnis-, Instruktions- und Motivationspsychologie,
Entwicklungspsychologie des Jugendalters,
Interaktion und Kommunikation in Lehr- und Lernsituationen,
Diagnostik und Förderung von Schülerleistungen und Lernprozessen,
Diagnose, Beratung, Prävention und Intervention bei Lern- und Verhaltensauffälligkeiten.
(3) Die Prüfung umfasst eine schriftliche Prüfung zu einem der Bereiche nach Absatz 1 nach Wahl des
Prüfungsteilnehmers.
§ 102
Bautechnik
(1) Das Studium umfasst:
Technikwissenschaftliche Aspekte
Bau- und Tragkonstruktionen des Hoch- und Ausbaus,
Grundlagen des Tiefbaus,
berufsbereichstypische Bau- und Werkstoffe,
nachhaltiges Bauen in Neubau und Bestand,
Naturwissenschaftliche Aspekte
Mathematik des Berufsbereichs,
Wärme-, Feuchte- und Schallschutz im Berufsbereich und
berufliche Didaktik
didaktische Handlungs- und Forschungsfelder im Berufsbereich,
theoriegeleitete Planung, Durchführung und Reflexion von Lehr- und Lernprozessen,
institutionelle Rahmenbedingungen pädagogischen Handelns.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Bereich Baukonstruktion und Bauphysik: Lesen und Erstellen von Bauzeichnungen, Planung,
Konstruktion und statische Bewertung von Konstruktionselementen, Gründungen, Wand- und
Deckenkonstruktionen, Fußbodenaufbauten sowie Dachkonstruktionen, ursachengeleitete Bewertung
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 75 von 90

2.
3.
1.
a)
b)
c)
d)
2.
a)
b)
c)
d)
3.
a)
b)
c)
1.
2.
3.
von Bauschäden, bauphysikalisch begründete Planung passfähiger Sanierungskonzepte, energetische
Sanierung bestehender Gebäude unter Beachtung des thermischen und hygrischen Verhaltens von
Bauteilen und Bauwerken, Möglichkeiten und Grenzen des Wärme-, Feuchte- und Schallschutzes aus
konstruktiver sowie baustofflicher Sicht, Darstellen von ökonomischen, ökologischen und
gesellschaftlichen Aspekten von Baukonstruktionen, Nachhaltigkeit im Bauwesen,
Bereich Baukonstruktion und Baustoffe: Lesen und Erstellen von Bauzeichnungen, Planung,
Konstruktion und statische Bewertung von Konstruktionselementen, Gründungen, Wand- und
Deckenkonstruktionen, Fußbodenaufbauten sowie Dachkonstruktionen, ursachengeleitete Bewertung
von Bauschäden, Kenntnis der Eigenschaften und Stoffstrukturen von organischen und
anorganischen Baustoffen, Prozesse und Verfahren zur Bau- und Werkstoffherstellung, Verhalten
von Bau- und Werkstoffen in Abhängigkeit von physikalischen, chemischen und biologischen
Einflüssen, Darstellen von ökonomischen und ökologischen Aspekten von Baustoffen, Nachhaltigkeit
im Bauwesen und
berufliche Didaktik: Analyse und Bewertung von Arbeit und Bildung im Berufsbereich, Analyse und
Bewertung curricularer Konzepte für den Berufsbereich, theoriegeleitete Analyse, Gestaltung und
Bewertung beruflicher Lehr- und Lernprozesse an den unterschiedlichen Lernorten beruflicher
Bildung unter Berücksichtigung erkenntnisunterstützender Mittel.
(3) Die mündliche Prüfung der Fachrichtung erstreckt sich auf einen der Bereiche nach Absatz 2
Nummer 1 und 2.
§ 103
Druck- und Medientechnik
(1) Das Studium umfasst:
Technikwissenschaftliche Aspekte
berufsbereichstypische Werk- und Hilfsstoffe,
maschinenbautechnische Konstruktionen von Druck- und Verarbeitungsmaschinen und -
aggregaten,
Grundlagen der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik,
informationstechnische Grundlagen der Datenverarbeitung und -übertragung,
Naturwissenschaftliche Aspekte
physikalische und chemische Grundlagen,
Mathematik des Berufsbereichs,
Farb- und Gestaltungslehre,
Grafik- und Layoutdesign und
berufliche Didaktik
didaktische Handlungs- und Forschungsfelder im Berufsbereich,
theoriegeleitete Planung, Durchführung und Reflexion von Lehr- und Lernprozessen,
institutionelle Rahmenbedingungen pädagogischen Handelns.
(2) Prüfungsinhalte sind:
Bereich Mediengestaltung, Satz- und Bildbearbeitung: Kenntnis der Text- und Bildintegration,
Mehrfarbenreproduktion und Rasterung, Druckformmontage, Druckformenherstellung sowie
berufsbereichstypische Anwendersoftware, Überblick über Farbsysteme und -räume in Abhängigkeit
von Print- und Nonprintverarbeitung, Anwenden berufsbereichstypischer Mess- und Prüfverfahren
zur qualitativen Bewertung von Farbsystemen, Farbmanagement, Kenntnis von Netzwerkaufbau,
Datenbanken und Contentmanagementsystemen, Datenübertragung in der vernetzten Druckerei,
Bereich Medientechnologie, Druck und Siebdruck: Überblick über Druckformenherstellung in
Abhängigkeit vom Druckverfahren, Beschreiben von Wechselwirkungen zwischen Druckverfahren,
Bedruckstoffen und Druckmaschinen, Kenntnis der Konstruktionsarten von Druckmaschinen und
Aggregaten im Bogen- und Rollendruck sowie im Siebdruck, Farbwerke, Bogen- und Bahntransport,
Trocknung, Veredelung und Verarbeitung, Steuerung und Bedienung von Druckmaschinen,
Anwenden berufsbereichstypischer Mess- und Prüfverfahren zur qualitativen Bewertung von
Printprodukten, Kenntnis der berufsbereichstypischen Prozessstandards,
Bereich Medientechnologien und Druckverarbeitung: Überblick über Werkstoffe und Verfahren,
Planung und Steuerung von Fertigungsabläufen für die industrielle Produktion von Printprodukten,
Fertigung von Produkten und Sonderarbeiten der handwerklichen Buchbinderei, Überblick über
Konstruktionsarten von Verarbeitungsmaschinen und Aggregaten, Aufbau, Bedienung, Wartung und
Lehramtsprüfungsordnung I
https://www.revosax.sachsen.de
Fassung vom 15.05.2020
Seite 76 von 90

4.
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
c)
3.
a)
b)
c)
4.
a)
b)
c)
5.
a)
b)
c)
6.
a)
b)
c)
1.
a)
b)
c)
2.
a)
b)
c)
3.
a)
b)
c)
Instandhaltung, Kenntnis der berufsbereichstypischen Mess- und Prüfverfahren zur qualitativen
Bewertung von Vor-, Teil- und Endprodukten der industriellen Druckverarbeitung und
buchbinderischen Erzeugnissen und
berufliche Didaktik: Analyse und Bewertung von Arbeit und Bildung im Berufsbereich, Analyse und
Bewertung curricularer Konzepte für den Berufsbereich, theoriegeleitete Analyse, Gestaltung und
Bewertung beruflicher Lehr- und Lernprozesse an den unterschiedlichen Lernorten beruflicher
Bildung unter Berücksichtigung erkenntnisunterstützender Mittel.
(3) Die mündliche Prüfung der Fachrichtung erstreckt sich auf einen der Bereiche nach Absatz 2
Nummer 1 bis 3.
§ 104
Elektrotechnik und Informationstechnik
(1) Das Studium umfasst:
Grundlagen der Mathematik der Elektrotechnik
algebraische und analytische Grundlagen,
mehrdimensionale Differential- und Integralrechnung,
Komplexe Zahlen,
Grundlagen der Elektrotechnik
Stromkreise,
elektrische und magnetische Felder,
dynamische Netzwerke,
Elektronische Bauelemente
Halbleiterbauelemente,
physikalisch-technische Grundlagen der Herstellung,
Kennlinien,
Elektroenergietechnik