Kommission zum Schutz gegen Fluglärm und Luftschadstoffe (FLK)
für den Flughafen Leipzig/Halle
Bericht der Sondersitzung am 15.10.2014
Einziger Tagesordnungspunkt der Sondersitzung war die Vorstellung eines neuen, mit Point
Merge bezeichneten, Anflugverfahrens.
Die DFS beschreibt das Verfahren wie folgt:
„Point Merge bedeutet, dass an einem definierten Punkt die Flugwege der anfliegenden
Flugzeuge hintereinander aufgereiht zusammenfließen, ähnlich dem
‚Reißverschlussverfahren‘ im Straßenverkehr. … Bei ‚Point Merge‘ werden Anflüge in relativ
großer Höhe kanalisiert und mit dem notwendigen Sicherheitsabstand kontinuierlich sinkend
zum Endanflug geführt.“ Weitere Informationen dazu auch in Publikationen der DFS (z.B.
http://www.dfs.de/dfs_homepage/de/Presse/Publikationen/01_transmission_2012.pdf
,
Seiten
12/13).
Die Deutsche Flugsicherung (DFS) informierte über ihre Planungen, dieses bisher in Europa
noch wenig angewendete Verfahren am Flughafen Leipzig/Halle zum Ende 2015
einzuführen. Point Merge könnte die bisherigen Anflugverfahren in der besonders
aufkommensstarken Nachtzeit von 22:00 bis 2:00 Uhr zunächst ergänzen.
Die Deutsche Flugsicherung verspricht sich davon neben einer Optimierung des
Anflugverkehrs auch Entlastung von Fluglärm in den Großstädten Leipzig und Halle sowie
ggf. eine Reduzierung des Treibstoffverbrauchs (CO
2
).
Erstmals soll dieses Verfahren in Deutschland demnächst am Flughafen Hannover
eingeführt werden. Über eigene Erfahrungen damit verfügt die Deutsche Flugsicherung
bisher nicht.
Die Fluglärmkommission zeigte sich offen für diese Neuerung. Sie sieht jedoch noch
Informations- und Diskussionsbedarf.
Die nächste Sitzung findet im November 2014 statt.
Manfred Heumos
Vorsitzender der Fluglärmkommission am Flughafen Leipzig/Halle