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Medien und Technik
Beruf und Arbeitswelt
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Hoher Wirkungsgrad mit
Weiterbildung in Sachsen
CNC-Kompetenzzentrum
Kooperatives Unternehmensnetzwerk zur Qualifizierung von CNC-Fachkräften
2. Preis 2002
Bildungswerk
der Sächsischen Wirtschaft e.V.
Zielgruppen
Unternehmer
Führungskräfte
Fachkräfte
Jugendliche
Arbeitsuchende
Projektziele
im Bereich der beruflichen
Bildung Fachkräfte mit
Kompetenzen im Umgang mit
modernster CNC-Steuerungs-
technik ausbilden
dem Mangel von
CNC-Fachkräften in 79 Unter-
nehmen entgegenarbeiten
die Kooperation der Träger
durch aufeinander abgestimmte
Investitionen und in der Lehr-
organisation
Kontakt
Bildungswerk der
Sächsischen Wirtschaft e.V.
Rudolf-Walther-Straße 4
01156 Dresden
Postfach 280364
01143 Dresden
Telefon 0351 42502-0
info@bsw-mail.de
www.bsw-ev.de

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
CNC-Kompetenzzentrum
2. Preis 2002
Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft e.V.
Das CNC-Kompetenzzentrum
ist ein Netzwerk aus den Einrichtungen »BbV – Berufsbil-
dungsverein Annaberg«, »bsw – Bildungswerk der Säch
si-
schen Wirtschaft« und »BZE – Bildungszentrum Erzgebir-
ge«. Ausgangspunkt war eine spezifische Herausforderung:
79 Unternehmen brauch ten CNC-Fachkräfte. Für deren
Qualifizierung wurde ein Konzept geschaffen, und zwar
in Zusammenarbeit von Arbeitsamt, Unternehmen und
den Bildungsträgern. Auf dieser Grundlage wurden
Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt. Die ersten
drei Lehrgänge erreichten eine Vermittlungsquote von
100 Prozent. Mittlerweile wurden 232 Personen qualifi-
ziert. 92 Prozent konnten eine Arbeit aufnehmen.
Leitidee und Innovation
Beim CNC-Kompetenzzentrum besteht die Leitidee darin,
berufliche Fähigkeiten und Fertigkeiten in ihrem Gesamt-
spektrum genau zu beschreiben, und zwar bezogen auf
die regional eingesetzten Steuerungen von CNC-Maschi-
nen, daraus Bildungsmaßnahmen abzuleiten, die jeweils
einen Teilbereich erfassen und diese Teilbereiche mit
verschiedenen Trägern zu verwirklichen, wobei die Teil-
nehmer in einem Rotationsprinzip alle Teilbereiche und
damit alle Träger durchlaufen. Darin liegt zugleich die
Inno vation des Projektes: in einer Verbindung aus Ar-
beitsteilung und Kooperation zwischen Bildungseinrich-
tungen, die eigentlich Konkurrenten sind.
Vorteile
betriebswirtschaftlich und bildungsökonomisch:
nötige Neuinvestitionen für die Qualifizierungsmaß-
nahmen geschehen nach Absprache, sodass – einfach
gesagt – nicht einer alles kaufen muss und außerdem
noch eine Vielfalt an Maschinentechnik mit unter-
schiedlichen Steuerungen erreicht wird;
regionalwirtschaftlich und arbeitsmarktpolitisch:
Stärkung der regionalen Wirtschaft durch präzise
Qualifizierung;
individuell für den einzelnen Nutzer: Erwerbstätigkeit
in der eigenen Heimatregion
Man kann also durchaus von einem Modell sprechen.
Dementsprechend kommt es zu Nachnutzungen (Arbeits-
amtsbezirke Bautzen und Riesa und Interesse in Karlovy
Vary/Tschechien). Innovation betrifft somit zum einen die
Ideen. Sie geben Kraft und Zielrichtung. Innovation be-
trifft aber auch die Umsetzung, d. h. die Struktur. Das
CNC-Kompetenzzentrum hat seinen Kern in der arbeits-
teiligen Kooperation der drei Bildungsträger. Zu diesem
innovativen Kooperationsverbund gehören außerdem die
Handwerkskammer Chemnitz (Abnahme der Prüfungen),
die Firma Henka Rittersgrün (als direkte Vertretung der
Wirtschaft im CNC-Kompetenzzentrum), weitere Unter-
nehmen der Wirtschaftsregion Erzgebirge und das Ar-
beitsamt Annaberg-Buchholz. Auf Letzteres sei beson-
ders hingewiesen. Hieran wird nämlich deutlich, wie viel
Innovationsmöglichkeit in der herkömmlichen Struktur
steckt und auch verwirklicht wird. In der aktuellen Dis-
kussion zu Arbeitsamt und geförderter Weiterbildung
wird das manchmal übersehen. Damit schließt sich der
Kreis zu dem Motto »Herausforderung der Zeit und Ant-
wort durch Lernen und Bildung«.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
medieninteressierte
Bürgerinnen und Bürger
jeder Altersstufe
Jugendliche mit Orientierung
auf Medienberufe
Studierende in medienrelevanten
Studienrichtungen
ausländische Mitbürgerinnen
und Mitbürger
Projektziele
bürgeroffene, praktisch orien-
tierte Medienerweiterung und
-erprobung auf öffentlichen
Sendeplattformen und in
Wettbewerben
Verständnis und Toleranz für
das Fremde fördern
Möglichkeiten für ausländische
Jugendliche zur Integration
innerhalb der Projektarbeit
Weiterbildung im Medienbereich
mit Integrationsarbeit verbinden
Kontakt
Medienkulturzentrum Dresden e.V.
Schandauer Straße 64
01277 Dresden
Telefon 0351 31540670
post@medienkulturzentrum.de
www.medienkulturzentrum.de
Menschen in Dresden
Filmprojekt über ausländische Mitbürger in Dresden, das Weiterbildung
im Medienbereich und Integrationsarbeit miteinander verbindet
2. Preis 2003
Medienkulturzentrum Dresden
Medien und Technik
Unsere Vision
Mit dem Projekt »Menschen
in Dresden« möchte der
Verein ein Zeichen für
bürgeroffene und integrative
Medienarbeit setzen.
Es wendet sich gezielt
Menschen zu, die bisher
wenig oder keinen Zugang
zur öffentlichkeitswirksamen
Medienarbeit haben.
Gleichzeitig möchten wir
die Öffentlichkeit für die
Probleme und Lebenssitua-
tionen dieser Menschen
sensibilisieren und hier
insbesondere medienwirk-
same Formen der Integrati-
onsarbeit entwickeln.
Die Einbeziehung und Mit-
wirkung von Jugendlichen
in diese Projekte und die
Erweiterung der Aktivitäten
im europäischen Rahmen
wird ausgehend von
unseren Kernprojekten
weiter entwickelt werden.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Menschen in Dresden
2. Preis 2003
Medienkulturzentrum Dresden
Menschen in Dresden
Das Projekt des Medienkulturzentrum Dresden e.V.
»Menschen in Dresden« verbindet Weiterbildung
im Me-
dienbereich mit Integrationsarbeit. Multinationale und
-kulturelle Gruppen erstellen Filmporträts über auslän-
dische Mitbürgerinnen und Mitbürger in Dresden. Aus-
gangspunkt ist die Be fragung von Menschen unterschied-
licher Herkunft zu ihren Vorstellungen von Partnerschaft,
Geschlechter rollen, Jugend und Religion sowie zum The-
ma »Ausländer«. Positionen zum Thema des Fremden
werden durch das Kennenlernen und Gegenüberstellen
erarbeitet. Gemein samkeiten und Unterschiede sollen
zei gen, warum es manchen so schwer fällt, andere zu ak-
zep tieren. Darauf aufbauend setzen die Porträts bei den
eigenen Geschichten der ausländischen Mitbürgerinnen und
Mitbürger an, beschreiben deren Situation und Probleme.
Professionelle Anleitung für die Filmprojekte
Bestehende Kontakte zu Schulen in Dresden, zur Auslän-
derbeauftragten von Dresden, zum Ausländerrat, zum
Aus länderbeirat und zum Integrationszentrum für Russ-
land deutsche werden genutzt, um Hemmnisse und Vorbe-
halte abzubauen. Diese Kontakte werden für die Arbeit mit
Jugendlichen und Erwachsenen kontinuierlich ausgebaut.
Die Ausstrahlung der Beiträge auf der regionalen Sen-
deplattform (Dresden Fernsehen, Chemnitz Fernsehen
und Leipzig Fernsehen) gibt der Arbeit ein festes Ziel und
notwendige Rück- und Erfolgsmeldungen in der Öffent-
lichkeit. Damit leisten die Teilnehmerinen und Teilnehmer
des Weiterbildungsprojektes zugleich einen aktiven Bei-
trag zur öffentlichen Darstellung und Selbstverwirkli-
chung von ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger.
Aktivitäten und Kontakte für Medienprojekte mit
Menschen verschiedener europäischer Länder geplant
Projekte mit Jugendlichen aus den östlichen Nachbar-
ländern sind für uns dabei von besonderem Interesse.
Eine unserer Visionen ist das Entstehen eines europäi-
schen Austausches von Medienlernenden und -schaf-
fenden im Fernsehproduktionsbereich. Daran beteiligt
werden Video- und Filmstudios, die an Integrationspro-
blemen und Austausch interessiert sind.

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Medien und Technik
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
Multiplikatoren
(Sozialpädagoginnen und
Sozialpädagogen, Lehrkräfte,
Erzieherinnen und Erzieher)
Kinder und Jugend liche
Senioren
Projektziele
Unterstützung der demokrati-
schen, gemeinwesenorientierten
Gesamtkultur in Leipzig und
Umgebung
Zivilcourage gegen Rechtsextre-
mismus, Fremdenfeindlichkeit
und Gewalt handlungsorientiert
fördern
die Öffentlichkeit sensibilisieren
Kontakt
Landesfilmdienst Sachsen für
Jugend- und Erwachsenen-
bildung
e.
V.
Medienzentrum Leipzig
Karl-Heine-Straße 83
04229 Leipzig
Telefon 0341 4774155
medienverleih@
landesfilmdienst-sachsen.de
www.landesfilmdienst-sachsen.de
Courage leben -
gegen Rechtsextremismus
Mediengestützte Schulungsprogramme zum Thema Rassismus
Preisträger 2004
Landesfilmdienst
Sachsen für Jugend- und Erwachsenenbildung e.V.
Unsere Vision
Die weitere Gestaltung
und Entwicklung einer
modernen, für alle Genera-
tionen zugänglichen
medienpädagogischen
Einrichtung als eine
Grundlage, Medien und
Medieninhalte verantwort-
lich und selbstbestimmt
sowie als Kommunikations-
mittel aktiv zu nutzen
Medien und Technik
Politik und Weltanschauung

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Courage leben - gegen Rechtsextremismus
Preisträger 2004
Landesfilmdienst Sachsen für Jugend- und Erwachsenenbildung e.V.
Schulungsprogramm zum Thema Rassismus
Zum Erkennen und zur Bewältigung von Fremdenfeind-
lichkeit und rechtsextremem Gedankengut, zum kritischen
Hinterfragen eigener Auffassungen und zum Erarbeiten
von Handlungsmöglichkeiten bei Auseinandersetzungen
mit rechtsextremistischem und rassistischem Hinter-
grund werden im Rahmen des Projektes »Courage leben«
Schulungen für interessierte Gruppen aus der breiten
Öffentlichkeit erarbeitet und durchgeführt.
Die Schulungen sollen z. B. von Schulklassen, Unterneh-
men oder anderen Gruppen genutzt werden können.
Re ferenten der Schulungen im Jahr 2003 waren Anna
Kannemann, André Sobotta (Landesfilmdienst Sachsen
e.V.), Berit Lahm, Eiko Kühnert (Fachstelle für Extremis-
mus und Gewaltprävention des Jugendamts Leipzig) und
Solveig Höppner, Friedemann Affolderbach (Kulturbüro
Sachsen, Mobiles Beratungsteam für den Regierungsbe-
zirk Leipzig).
Möglichkeiten von Zivilcourage
Durch Gruppenarbeit, Filmanalyse und Selbstreflexion
werden Schubladendenken und Vorurteile
reflektiert
und diskutiert. Basierend auf Themenplakaten des Pro-
jektes »Courage leben« bestehen die Schulungen aus drei
Modulen zu den Themen »Schubladendenken«, »Rassis-
mus«, sowie »Informieren und Handeln«.
An den Projektschulungen im Jahr 2003 nahmen circa
1.000 Per sonen, darunter Mitarbeiterinnen und Mitar-
beiter der LVB GmbH, Aus zubildende einer Berufsschule
und der Euroschulen Leipzig sowie Mittelschülerinnen
und Mittelschüler teil. Die Zielgruppe umfasste eine Alters-
spanne von circa 16 bis 55 Jahren.
Kognitiv und emotional
Im Laufe der Schulungen konnten die anfänglichen Vor-
behalte fast jeder Gruppe bezüglich des Schulungsthe-
mas nahezu beseitigt werden. Es zeigte sich, dass Into-
leranz und Ablehnung von Hilfe bei denen am höchsten
waren, die weder Erfahrung mit fremden Kulturen noch
mit Gewalt gemacht hatten oder deren Erfahrungen nur
aus zweiter Hand – aus Berichten anderer – stammten.
Im Gegensatz dazu zeigten Teilnehmende mit Freunden
oder Familienmitgliedern aus anderen Kulturen oder mit
eigenen negativen Erfahrungen, z. B. durch selbst erlebte
gewalttätige Übergriffe, sehr viel mehr Verständnis und
auch Einsatzbereitschaft, anderen in Notsituationen zu
helfen.
»Courage leben« in seiner Form und
seinem Umfang modellhaft
Durch das Bündeln der Ressourcen verschiedener Koope-
rationspartner besitzt das Projekt eine große Spannweite.
Auf diese Weise
können viele Bereiche – wie zum Bei-
spiel öffentliche und private Einrichtungen und deren
Mitarbeitende oder Schüler – erreicht und für die Themen
Rechtsextremismus, Rassismus, Intoleranz und coura-
giertes Handeln sensibilisiert werden. Die enge Zusam-
menarbeit der Projektpartner ermöglicht ein gezieltes
und gründliches Arbeiten in allen Arbeitsfeldern und
öffnet neue Handlungsmöglichkeiten für alle.
Thema nachhaltig vermittelt
Neben diesen Schulungen organisiert der Verein Landes-
filmdienst Sachsen e.V.
auch Lesungen und eine Film-
woche zum Thema Rassismus und Toleranz. Gerade die
Kombination von Information mit Unterhaltung, wie beim
Filmeinsatz in den Schulungen, hilft Barrieren abzubauen
und Diskussionen oder Informationsvermittlung inter-
essanter zu gestalten.
Die Teilnehmenden werden in die Lage versetzt, Formen,
Inhalte und Strategien des Rechtsextremismus/Neona-
zismus sowie Vorurteile zu erkennen, verstärkt Verant-
wortung für sich und andere zu übernehmen, aggressives
Verhalten zu vermeiden und Möglichkeiten der Zivilcou-
rage anzuwenden. Es werden historische Hintergründe
deutlich gemacht, Zusammenhänge dargestellt und im
öffentlichen Kontext kritisch hinterfragt.

image
Naturwissenschaft und Ökologie
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
Studierende
Mitarbeiter und Führungskräfte
aus Unternehmen und öffent-
lichen Einrichtungen
Jugendliche
Erwachsene und Ältere
Projektziele
Beitrag zum generationenüber-
greifenden lebenslangen Lernen
und zur gezielten beruflichen
Weiterbildung von Multiplikato-
ren der Nachwuchsentwicklung
Kinder und Jugendliche erleben
Technik und Naturwissenschaften
auf neue, anregende Weise und
entwickeln Neugier, Engagement
und Interesse für technische
und naturwissenschaftliche
Aufgabenstellungen sowie
innovatives und unternehmeri-
sches Denken und Handeln
Kontakt
Technische Universität Chemnitz
Institut für Pädagogik und Philo-
sophie (Professur Erwachsenen-
bildung und Weiterbildung)
Reichenhainer Straße 41
09126 Chemnitz
Telefon 0371 5314532
jana.voigt@phil.tu-chemnitz.de
www.tu-chemnitz.de/phil/ipp/ebwb
Unsere Vision
Bildung steht künftig als
gesamtgesellschaftliche
Aufgabe im Vordergrund.
Angebote muss es auch
dort geben, wo sich
Bildung im rein marktwirt-
schaftlichen Sinne kurz-
fristig »nicht rechnet«.
Unser langfristiges Ziel ist
der Aufbau eines Kreativi-
tätszentrums in der Region
Südwestsachsen.
Heurekia! Forum für
Kreativität und Technik
Technik und Naturwissenschaften einmal ganz anders präsentieren
Preisträger 2004
Technische
Universität Chemnitz, Institut für allgemeine, berufliche und mediale
Bildung, Professur Erwachsenenbildung und betriebliche Weiterbildung
Medien und Technik

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Heurekia! Forum für Kreativität und Technik
Preisträger 2004
Technische Universität Chemnitz, Institut für allgemeine, berufliche und mediale Bildung
Forum für Kreativität und Technik
Vor dem Hintergrund des raschen technischen Wandels,
der fortwährenden Änderung gesellschaftlicher und wirt-
schaftlicher Strukturen sowie der Bevölkerungs- und
Fachkräfteentwicklung entstand das sachsen- und bun-
desweit einmalige »Heurekia! Forum für Kreativität und
Technik«. Es fand vom 8. bis zum 22. November 2003 im
Industriemuseum Chemnitz statt und wurde von der da-
maligen Professur Erwachsenenbildung und betriebliche
Weiterbildung der Technischen Universität Chemnitz aus-
gerichtet.
Interaktive Weiterbildungsangebote
Durch Experimente, Tests und Simulationen wurde in vier
Themenbereichen ein handlungsorientiertes und inter-
aktives Lernen angeregt, das Erleben und Entdecken,
Lernen und Verstehen, Erfahren und Erkennen, Experi-
mentieren und Forschen in den Vordergrund stellte. Im
Bereich Wahrnehmung standen interaktive Weiterbil-
dungsmöglichkeiten zur Verfügung, die die Sinne Sehen
und Hören, aber auch Riechen und Tasten ansprachen.
Im Rahmen des Bereiches Naturwissenschaften wurden
Experimente der Mathematik und der Physik durchge-
führt. Im Bereich Technik/Wirtschaft sollte der kreative,
erfinderische und unternehmerische Schaffensprozess
von der Idee bis zur Markteinführung anhand regionaler
Beispiele vermittelt werden. Im Heurekia!-Erfinderkabinett
standen Erfindergeist und logisches Denken im Mittel-
punkt.
Ganzheitliches Konzept
Zusätzliche Lernmöglichkeiten im Rahmen des Projektes,
das unterschiedliche Organisationsformen und didakti-
sche Ansätze miteinander verband, waren Technikwork-
shops, Fortbildungsangebote für Lehrende, Fachtagungen
und Diskussionsrunden. Auch künstlerische Abendver-
anstaltungen wie z. B. Lesungen und Vorträge, Filmabende,
eine Tanzperformance-Show oder eine Finissage trugen
auf spezifische Weise zur Kreativitätsentwicklung bei und
rundeten das Forum ab.
Resonanz
Das vierzehntägige interaktive »Heurekia!-Forum« wur-
de von über 3500 Gästen besucht. Die täglichen Besu-
cherzahlen lagen zwischen 150 und 450. 18 Mittelschulen
und Gymnasien des Regionalschulamtsbereiches Chem-
nitz suchten die interaktive Ausstellung mit insgesamt
1053 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 5 bis
10 auf.

image
Medien und Technik
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
Kinder und Jugendliche
Erwachsene
Pädagoginnen und Pädagogen
Projektziele
eine interaktive Onlineplattform
zum Informations- und Erfah-
rungsaustausch für den Kita-
Bereich umsetzen
alle relevanten Informationen
rund um das Thema Kita
an einem zentralen Ort
(www.kita-bildungsserver.de)
zeit- und ortsunabhängig
bereitstellen
die Medienkompetenz der
Pädagoginnen und Pädagogen
stär ken und diese mit Materia-
lien, Weiterbildungen und einer
Online-Begleitung bedarfs-
orientiert unterstützen
Pädagoginnen und Pädagogen
an die Medienpädagogik heran-
führen, sodass sie die verschie-
denen Medien gezielt und
kreativ für die tägliche Arbeit
einsetzen können
Kontakt
Medien- und Kulturzentrum
Dresden e.V.
Schandauer Straße 64
01277 Dresden
Telefon 0351 31540678
post@medienkulturzentrum.de
www.medienkulturzentrum.de
Projekt:
ziegler@kita-bildungsserver.de
www.kita-bildungsserver.de
Unsere Vision
Der Kita-Bildungsserver soll
als ERSTE Adresse im Netz
für das Fachpersonal in der
sächsischen Kita-Land-
schaft etabliert und DAS
Fachportal für frühkindliche
Bildung, Erziehung und
Betreuung im Freistaat
Sachsen werden
Der Sächsische Kita-Bildungsserver
»www.kita-bildungsserver.de«
Eine interaktive Onlineplattform zum Informationsaustausch und zur
medienpädagogischen Weiterbildung von Pädagoginnen und Pädagogen
1. Preis 2005
Medien- und Kommunikationszentrum
Medienzille e.V.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Der Sächsische Kita-Bildungsserver
»www.kita-bildungsserver.de«
1. Preis 2005
Medien- und Kommunikationszentrum Medienzille e.V.
Die Anfänge des Projektes
März 2004: Start des Modellprojektes Kita-Bildungs-
server auf der Grundlage der Erfahrungen und
Ergebnisse des Modellprojektes P.I.N.G.U.I.N. – des
Bedarfs an Austausch, Information und Material-
bereitstellung
Januar 2005:
www.kita.bildungsserver.de
wird
offiziell gestartet
Februar 2005: bereits mehr als 10.000 Zugriffe
im Monat
März 2005: Einladung zum Treffen bundesweit
arbeitender Institutionen und Webseitenbetreiber
im Kita-Bereich
Juli 2005: mehr als 13.000 Zugriffe im Monat
2005: mehr als 10.000 Downloads
2004/2005: Weiterbildungsveranstaltungen auf den
unterschiedlichsten medienpädagogischen Gebieten,
Beginn der Pilotphase zum Online-Training (2005).
Der Kita-Bildungsserver ist in seinem Angebot und
seinem Umfang bundesweit einmalig und beispiel-
gebend für andere Bundesländer in Deutschland.
Die Weiterentwicklung des Projektes
2007: Fusion mit dem Medienkulturzentrum e.V.,
aktueller Trägerverein des Projektes
Kontinuierliche Weiterentwicklung des Angebots
(Etablierung eines Stellenmarktes 2009,
eines Fortbildungskalenders 2010)
Zurzeit Zuwachs auf ca. 10.000 Besucher mit
ca. 40.000 Seitenaufrufen im Monat
Zum Projektinhalt
Sächsische Kita-Bildungsserver ist eine Online-Plattform
für pädagogische Fachkräfte, Eltern, Studierende und
Fachleute rund um Kindertages einrichtungen. Er vereint
in sich einen informativen und einen (selbst)bildenden
Part.
Informativ
Sämtliche Informationen für den Kita-Bereich unter
Einbeziehung der unterschiedlichsten Strukturen und
Ressorts werden bereitgestellt: z. B. Rahmenbedingun-
gen für optimale Bildungsvoraussetzungen für Kinder,
Tagungen und Veranstaltungen, Ansprechpartnerinnen
und -partner, Veröffentlichungen sowie ein Newsletter.
Außerdem findet sich eine Datenbank mit allen sächsi-
schen Kita-Adressen, ein Fortbildungskalender für die
Kita-Branche im Freistaat Sachsen und ein Stellenmarkt.
(Selbst)bildend
Der sächsische Kita-Bildungsserver stellt Materialien zu
Themen der Bildung und Bildungsbedingungen bereit,
so z. B.
Diplom- und Abschlussarbeiten,
Projektveröffentlichungen und -beschreibungen,
Rechtstexte sowie
Tagungsinformationen und -materialien.

image
Soziales und Gesundheit
Medien und Technik
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
Kinder, Jugendliche und
junge Erwachsene
Familien, Eltern, Großeltern,
Multiplikatorinnen und Multi-
plikatoren aus Einrichtungen
der Kinder- und Jugendhilfe
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Verwaltungen
Projektziele
Insbesondere Fachkräften aus
den Arbeitsfeldern Kindertages-
stätte und Hort werden Praxis-
methoden zur Einbeziehung
neuer Medien und sozialer Netz-
werke in ihre Arbeit vermittelt.
Anwendungsvielfalt und
Ge fahren neuer Medien werden
diskutiert.
Pädagogische Fachkräfte
erarbeiten sich eine Orientierung
für den Einsatz neuer Medien
und sozialer Netzwerke zur
Ausgestaltung pädagogischer
Angebote.
Die Chancen und Grenzen neuer
Medien werden erörtert.
Kontakt
CVJM Computerclub e.V.
Am Laubengang 15
09116 Chemnitz
Telefon 0371 303011
Telefax 0371 303016
info@cvjmcc.de
www.cvjmcc.de
Generationenübergreifende Vermittlung
von Medienkompetenz
an Erzieher in Kindergarten und Hort durch Jugendliche als Experten
1. Preis 2006
CVJM Computerclub
e.V.
Unsere Vision
Ein selbstverständlicher,
offener und ehrlicher
Austausch zwischen den
Generationen wird ge-
fördert. Er ist ein Gewinn
für alle Beteiligten.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Generationsübergreifende Vermittlung von Medienkompetenz
1. Preis 2006
CVJM Computerclub e.V.
Erzieherinnen und Erzieher sind zunehmend
mit »neuen Medien« konfrontiert
Kinder und Jugendliche werden in vielen Fällen durch
den täglichen Umgang schnell zu »Experten« in Sachen
Medien nutzung. Bereits frühzeitig wachsen sie in eine
globalisierte Medien gesellschaft hinein, die zunehmend
durch soziale Netzwerke dominiert wird. Das Projekt des
CVJM Computerclub e.V. versuchte, zwei Gruppen die
Begegnung zu ermöglichen: Jugendliche aus einer Ju-
gendeinrichtung und Erzieherinnen und Erzieher aus Kin-
dertages stätten, Horten und Sozialeinrichtungen lernten
gemein sam von einander. Dabei wurden junge Menschen
in Theorie und Praxis zu Wissensvermittlern der praxis-
bezogenen Mediennutzung. Sie vermittelten methodische
Schlüssel kom petenzen. In verschiedenen thematischen
Veranstaltungen begleiteten Jugendliche pädagogische
Fachkräfte aus Kindergarten und Hort. Dazu gehörte das
Kennenlernen sozialer Netz werke ebenso wie das gemein-
same Spiel an Computer und Spielkonsole.
Die ungezwungene Arbeit der Jugendlichen als »Lehrer«
mit den pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
als Teilnehmer trug zu einer Lernatmosphäre bei, in der
neue Inhalte erarbeitet und ausprobiert werden konnten,
ohne zuerst auf den Frontalunterricht als Vermittlungs-
form zurückgreifen zu müssen. Die Jugend lichen lernten
aber auch von den Erzieherinnen und Erziehern. Vor allem
deren Erfahrung und Lebenskompe tenz führten in man-
chen Fällen dazu, dass auch All tags problemlagen von
Ju gendlichen fast »nebenbei« besprochen und geklärt
werden konnten: Ein Gewinn für beide Seiten.
Die Arbeit in Kleingruppen brachte den Erfolg
Die Aufgabe der Jugendlichen war die Betreuung einer
Kleingruppe, in der bis zu sechs Personen
das Kurspro-
gramm absolvierten. Dabei bestand die Chance, durch
kleinere, überschaubare Aufgaben in die »Referentenrolle«
hineinzuwachsen. Auf der Basis einer »Peergroup-Wissens-
vermittlung« gaben die älteren Jugendlichen ihre Erfah-
rungen in der Multiplikatorenbildung an Jüngere weiter.
Diese Vermittlungsform orientierte sich an den jeweili-
gen Inhalten sowie an bewährten Basismethoden der
klassischen Wissensvermittlung. Alle Referenten erhielten
am Seminarende ein qualifiziertes Feedback der Teilneh-
mer. Eine detaillierte Supervision für die jugendlichen Kurs-
leiterinnen und Kursleiter rundete das Kursprogramm
ab. Interessierte Einrichtungen konnten nach dem Semi-
nar die begonnene Arbeit mit ihrem »Juniorpartner« fort-
führen. Dies geschah in kleineren Projekten oder spezi-
ellen Weiterbildungsveranstaltungen vor Ort.
Basiswissen und Methodenkompetenz
wurden kombiniert
Zu den Vermittlungsschwerpunkten zählten u. a.
die Grundlagen der PC-Technik (Hardware),
Grundlagen der Textverarbeitung für einfache
Anwendungsfelder (z. B. eine »Kindergartenzeitung«)
und Grundlagen der Tabellenkalkulation,
prinzipielle Anmerkungen zur pädagogischen
Einschätzung von Spiel- und Lernprogrammen,
die Nutzungsmöglichkeiten des Internets
in Kindergarten und Hort,
Digitalfotografie und Bildbearbeitung
für die Gruppenarbeit,
die Nutzung von Lernprogrammen
für den Vor schul bereich,
Grundlegende Informationen über soziale Netzwerke.
Brückenschlag zwischen Jugendarbeit
und Kindertagesstätten/Horten
Das Projekt sollte mehrere Träger und Einrichtungen mit-
einander vernetzen und damit langfristige und nachhal-
tige Strukturen zwischen Arbeitsfeldern schaffen. Um
Ressourcen effizient zu nutzen, wurden Synergieeffekte
angestrebt und erzielt. Zusätzlich konnten pädagogische
Fachkräfte durch die Arbeit mit den »jugendlichen Lehr-
kräften« besonders für die Probleme in den Lebensüber-
gangsphasen (z. B. vom Hort in Schule/Jugendarbeit) sen-
sibilisiert werden. Das Amt für Jugend und Familie
Chemnitz unterstützte die kontinuierliche Qualitätssi-
cherung im Vorhaben und eröffnete so die Möglichkeit
für eine Weiterentwicklung des Angebotes.

image
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
Kinder und Jugendliche
Multiplikatorinnen und
Multiplikatoren
Tutorinnen und Tutoren
ausländische Kinder und
Jugendliche
Projektziele
Jugendliche aus Sachsen und
Ländern der EU arbeiten ge-
meinsam an Kurzfilmprojekten.
Möglichkeiten zu Ausbildung und
beruflicher Ent wicklung von
Aus ländern in Sa chsen sowie
für Sa ch sen im Ausland werden
vorgestellt.
Die Teilnehmerinnen und Teil-
nehmer entwickeln mit Hilfe
professioneller Betreuung eigene
Ideen für Kurzfilme und produ-
zieren diese in national ge-
mischten Gruppen.
Kontakt
Medientraktor e.V.
Verein für Medienbildung und
internationale Zusammenarbeit
Postfach 10 06 03
01076 Dresden
Telefon 0351 41723447
mt@medientraktor.de
www.medientraktor.de
Unsere Vision
Entwickeln eines regen
internationalen Austausches
im Bereich Medienpäda-
gogik, Überwinden der
bestehenden Barrieren,
Herstellen von Verbindungen
zur hiesigen Wirtschaft und
Politik, um die Arbeit zum
Nutzen der Region und
ihrer Menschen entwickeln
zu können
Internationaler Filmworkshop
Informationsaustausch über Aus- und Weiterbildung im Bereich Medien
in Sachsen und Ländern der EU
2. Preis 2006
Medientraktor
e.V.
Kultur und Interkulturalität
Medien und Technik

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Internationaler Filmworkshop
2. Preis 2006
Medientraktor e.V.
Gemeinsame Herstellung von Kurzfilmen
In das internationale Medienprojekt waren Jugendliche
aus Sachsen und mehreren Ländern der EU eingebunden.
Wir luden die Jugendlichen ein, ge
meinsam Kurzfilme
zu produzieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmern
ent wickelten mit Hilfe pro fes si oneller Betreuerinnen und
Betreuer eigene Ideen und setzten diese in ge mischt-
nationalen Gruppen um. Am Beginn des 14-tägigen
Work shops kam ein erprobtes Einstiegskonzept zum Ein-
satz. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden in den
ersten 2 bis 3 Ta gen bei einem Gruppendurchlauf durch
definierte Stationen (Geschichtenentwicklung, Produktion,
Filmschnitt) mit den Angeboten des Workshops vertraut
gemacht. Paral lel lief ein erstes sehr kurzes und struktu-
riertes Filmprojekt für alle Teilnehmer. Am Ende des Work-
shops hatte jede Gruppe ein eigenes Produkt geschaffen.
Angebot handlungsorientierter Medienpädagogik
für Jugendliche
Es ging darum, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern
auch Ängste zu nehmen. Die Erfahrung bestätigte, dass
Probleme, die ggf. durch unzureichende Sprachkennt-
nisse der Teilnehmer entstehen, durch die Intensität des
Ein satzes bei der gemeinsamen Arbeit wettgemacht wer-
den können. Die verbindende Qualität von Medien, die
eine Verständigung über die oft trennende Sprache hin-
weg ermöglicht, sollte beim Kennenlernen von vorerst
Fremdem nutzbar gemacht werden.
Orientierung für Ausbildungs- und Berufswege
In der Veranstaltung wurden die Teilnehmerinnen und Teil-
nehmer
über
Möglichkeiten
me dien bezogener
Aus bil dung
und beruflicher Entwicklung von Ausländern in Sachsen
sowie für Sachsen im Ausland informiert. Die beim ge-
meinsamen Arbeiten entstehende Atmosphäre der Nähe
schuf Neugier und stellte da durch den Bezug zu den In-
formationen her. Diese Informationen über Bildungs- und
Arbeitsangebote in Sachsen sowie in Staaten der EU
konn ten von den Jugendlichen besser ein geordnet wer-
den. Durch das Wissen über Me dien un ter nehmen und
-ausbildung wurden Zugänge zu kul turell unterschied-
lichen Weiterbildungs- und Arbeits welten hergestellt.
Die Arbeit im internationalen Kontext –
eine Herausforderung
Die das Projekt begleitenden Tutoren mussten ausgewie-
sene Expertinnen und Experten in der thematischen Me-
dienarbeit sein und dabei gleichzeitig die unterschied-
liche Aufnahme gleicher Inhalte in verschiedenen
Kulturkreisen beachten. Wir bilden gegenwärtig ein in-
ternationales Team von Tutoren, die sowohl den medi-
alen als auch kulturellen Auf gaben der Workshops ge-
wachsen sind. Dabei greifen wir auf ein wachsendes
Netzwerk europäischer Partner zurück. Das Projekt ist
langfristig angelegt. Einer seiner wesentlichen Bestand-
teile ist die Partnerschaft mit hiesigen Schulen, Ausbildern
und Unternehmen. Wir werden bei seiner Ent wicklung
jeweils geeignete Partner in die Arbeit einbeziehen und
dadurch Möglichkeiten für Aus- und Weiter bildung im
Medienbereich kommunizieren.
Denken in europäischen Dimensionen
Ein junger Deutscher, der mit uns zusammengearbeitet
hat, arbeitet jetzt in Dänemark. Andere absolvierten Teile
ihrer Ausbildung als Ausländer in Deutschland bzw. als
Deutsche im Ausland. Die Arbeit an einem gemeinsamen
Projekt ist eine der besten Möglichkeiten, Kommunikation
zwischen Menschen verschiedener Länder, Kulturen und
Sprachen herzustellen. Gleiche Interessen und Ziele för-
dern den Willen zum Kommunizieren.
Ergänzung um weitere Projekte
Die Entwicklung eines »sinnvollen und verfilmungsfähi-
gen« Drehbuches lässt sich aufgrund der zahlreichen
Erfordernisse, vor allem aber aufgrund der dafür notwen-
digen Zeit nur schwerlich innerhalb von 3 Projekttagen
verwirklichen. Aus diesem Defizit heraus entstand das
Konzept der Drehbucherstellung über einen Ideenwett-
bewerb im Internet (z. B. dieser:
www.medientraktor.net/
competitions/international-script-competition-2009)
sowie das Konzept der Entwicklung einer eigenständigen,
internationalen Drehbuchakademie, genannt »outofthe-
white.net«
(http://outofthewhite.net).
Dadurch wurden
die Kurzfilm-Workshops entlastet und konnten sich auf
die Produktion ausrichten.

image
Soziales und Gesundheit
Medien und Technik
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
Kinder und Jugendliche
neu erblindete oder von hoch-
gradiger Sehschwäche betroffene
Menschen
Blinde und Sehbehinderte, die Rat
zur Alltagsbewältigung benötigen
Ehepartner, Freunde, Bekannte,
die helfen wollen
Projektziele
innerhalb einer Neugestaltung
des musealen Bereichs die
Ausstellung auch für Blinde und
Sehbehinderte zugänglich machen
mittels einer speziellen Führung
auf MP3-Playern den Blinden
und Sehbehinderten eine völlig
neue, individuelle Weiterbildungs-
möglichkeit erschließen und für
ihren Rezeptions- und Erfah-
rungsbereich erreichbar machen
durch aktive Medienarbeit das
Miteinander von Heranwachsen-
den mit und ohne Behinderung
fördern und die Medienkompe-
tenz der Teilnehmerinnen und
Teilnehmer stärken
Kontakt
Blinden- und Sehbehinderten-
verband Sachsen e.V.
Landesgeschäftsstelle
Louis-Braille-Straße 6
01099 Dresden
Telefon 0351 8090611
info@bsv-sachsen.de
www.bsv-sachsen.de
Unsere Vision
Eine Gesellschaft ohne
Barrieren – im Geist und
in der Umwelt
Ohrenzeuge II
Von Jugendlichen entwickelte kulturelle Weiterbildung mittels mobiler Audio-
führung für Blinde und Sehbehinderte im Zwickauer Robert-Schumann-Haus
2. Preis 2007
Blinden- und Sehbehindertenverband
Sachsen e.V.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Ohrenzeuge II
2. Preis 2007
Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen e.V.
Akustische Führung für Blinde und Sehbehinderte
Mit Hilfe akustischer Produktionen wurde Blinden und
Sehbehinderten ein völlig neuer Erfahrungsbereich zu-
gänglich gemacht. Möglich wurde dies durch einen von
Schülerinnen und Schülern gestalteten Audioguide. Diese
Führung berück sichtigt in besonderem Maße ertastbare
Exponate, aber auch Hörzeugnisse der Musik Schumanns
und macht sie den Blinden und Sehbehinderten zu-
gänglich. Zu hören sind beispielsweise Beschreibungen
von Ausstellungsstücken, Richtungs- und Entfernungs-
angaben, szenische Darstellungen, Orientierungshilfen
und Informationen zu Gegenständen, die berührt werden
dürfen.
Neue Medien – neue Chancen
Durch den Einsatz von tragbaren, bedienerfreundlichen
MP3-Playern wird blinden und sehbehinderten Besuchern
eine weitgehend eigenständige Erkundung des Museums
ermöglicht. Die technische Passgenauigkeit sorgt für eine
zielgruppengerechte Ansprache.
Geplant und umgesetzt wurde die akustische Führung
von einer Schülergruppe des Clara-Wieck-Gymnasiums.
Die Jugendlichen eigneten sich im Sächsischen Ausbil-
dungs- und Erprobungskanal Zwickau journalistisches
und produktionstechnisches Grundwissen an, um die
Füh rung professionell produzieren zu können.
Das Projekt in Teilschritten
inhaltliche Gliederung der Ausstellungsbereiche,
die jeweils wichtigsten Exponate aussuchen und
auditiv fasslich beschreiben
grundlegende Recherchen zu Robert Schumanns
Leben
Sensibilisierung der Jugendlichen für die Belange
Blinder und Sehbehinderter
Kennenlernen der journalistischen Grundlagen zum
redaktionellen Schreiben
Anfertigung eines Storyboards
ertastbare Exponate und Hörzeugnisse der Musik
Schumanns den Blinden und Sehbehinderten
museumstechnisch zugänglich machen
Erwerb der instrumentellen, kognitiven und ästheti-
schen Kompetenz zur Arbeit am digitalen Schnittplatz
Aufnahme der Texte im SAEK-Studio
Produktion der Führung am digitalen Schnittplatz
Recherche zu von Blinden und Sehbehinderten
leicht bedienbaren MP3-Playern
Test der praktischen Nutzbarkeit des mobilen
Museumsführers mit Blinden und Sehbehinderten
Sensibilisierung der Schüler für die Belange
Blinder und Sehbehinderter
Im Rahmen des Produktionsprozesses konnten sich
junge Menschen mit und ohne Behinderung mit den
Belangen des jeweils anderen auseinandersetzen. Ein
besonderes Kennzeichen des Projekts ist die enge Ver-
netzung zahlreicher Partner (Blinden- und Sehbehin-
dertenverband, Schülerinnen und Schüler, medienpäda-
gogische so wie kulturelle Einrichtungen). Das Gelingen
des Projekts ist besonders dem großen ehrenamtlichen
Engagement aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu
verdanken. Mit der Zwickauer Gebäude- und Grundstücks-
gesellschaft mbH wurde ein Partner gewonnen, der die
Finanzierung der benötigten MP3-Player absicherte.
Weiterentwicklung des Projekts
Durch finanzielle Unterstützung der Stadt Zwickau, Spon-
soren und das Preisgeld konnte 2008 ein professionelles
Audioguidesystem angeschafft werden. Seitdem starten
unauffällige »Objekt-Identifier« (Funksender) punktge-
nau automatisch gewünschte Informationsinhalte in
den Räumen des Robert-Schumann-Hauses, sobald sich
Besucher mit ihren Empfängern nähern. Jede Besucher-
führung passt sich somit an das Tempo des Einzelnen
an und wird zu einem entspannten Erlebnis.
Seit 2009 erhalten auch Kinder einen altersgerechten
Zugang zum Leben Robert Schumanns. Mit einem Teil
des Preisgeldes wurde ein Kinder-Audioguide produziert
und damit der Weiterbildungsgedanke des Projekts aus-
geweitet. Nach Umgestaltung der Ausstellung überarbei-
tete 2011 eine neue Schülergruppe des Clara-Wieck-
Gym nasiums zusammen mit dem SAEK Zwickau den
Audioguide grundlegend.

image
Soziales und Gesundheit
Medien und Technik
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppe
Jugendliche mit sonderpäda-
gogischem Förderbedarf im
Förderschwerpunkt Lernen
Projektziele
Ziel des Projektes ist die Produkti-
on eines Lehrfilms mit dem Titel
»Schwierigkeiten mit dem Gesetz«
welcher im Kampf gegen die
Kinder- und Jugendkriminalität
eingesetzt werden und als Weiter-
bildungsangebot der
Kriminalpolizei Bautzen dienen
soll. Wesentliche Ziele des Projekts
bestehen darin, die Präventions-
und Auf klärungsarbeit zum
Problemkreis Jugendkriminalität zu
verstärken, das Bewusstsein für
die Notwendigkeit von Zivilcourage
und für demokratisches Engagement
im Alltagsleben zu erhöhen und
vor den Konsequenzen kleinst-
krimineller Aktivitäten zu warnen.
Daneben sollte das aktive Mitwirken
am Pro jekt Medienkompetenz
ver mitteln.
Kontakt
Schule zur Lernförderung 1 Bautzen
»Martin Andersen Nexö«
Am Schützenplatz 6
02625 Bautzen
Telefon 03591 44278
Foerderschule-LB1Btz.M.A.Nexoe
@t-online.de
Unsere Vision
Weitere Qualitätssteigerung
unserer sonderpädagogi-
schen Arbeit; Aufbau
eines Netzwerkes zur
Förderung benachteiligter
Kinder und Jugendlicher
von der Frühförderung
bis zur Eingliederung ins
Berufsleben.
»Schwierigkeiten mit dem Gesetz«
Lehrfilm über Einstiegskriminalität von diesbezüglich gefährdeten
Jugendlichen für Weiterbildungsangebote der Kriminalpolizei Bautzen
1. Preis 2008
Schule zur Lernförderung
1 Bautzen »Martin Andersen Nexö«

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
»Schwierigkeiten mit dem Gesetz«
1. Preis 2008:
Schule zur Lernförderung 1 Bautzen »Martin Andersen Nexö«
Aggressionen und Einstiegskriminalität
als schulisches Thema
Da in den letzten Jahren vor allem bei den männlichen
Schülern der Bautzener Förderschule »Martin Andersen
Nexö« eine Erhöhung des Aggressionspotenzials festge-
stellt wurde und sich die Probleme der Einstiegskrimi-
nalität von Jahrgang zu Jahrgang in ähnlicher Weise
manifestierten, entwickelten die Kollegen A. Bartneck
und M. Michlenz der Schule die Idee, einen Lehrfilm zu
produzieren.
Der Lehrfilm war vor allem für den Einsatz in Weiterbil-
dungsveranstaltungen der Kriminalpolizei Bautzen so-
wie im Unterricht der Förderschule und in anderen schu-
lischen Einrichtungen des Landkreises konzipiert.
Im Lehrfilm wurde auf den Einsatz von Schauspielerin-
nen und Schauspielern und auf die Nachstellung von
Szenen komplett verzichtet. Dafür konnte durch Einbe-
ziehung zahlreicher Partner aus dem realen gesellschaft-
lichen Leben – Polizei, Staats an wälte, Gefangene der JVA,
Personal – ein hoher Grad von Glaubwürdigkeit herge-
stellt werden.
Dreharbeit, Schnitt, Präsentation
Die Produktionszeit betrug ca. zwei Monate einschließlich
Organisation und Vorbereitung,
Dreh, Schnitt und Post-
produktion. Die Dreharbeiten wurden im Rahmen eines
medienpädagogischen Projektes von Kindern und Ju-
gendlichen durchgeführt, die zuvor im SAEK Bautzen in
die Geheimnisse der Film- und Fernsehproduktion ein-
geweiht worden waren.
Alles entstand aus eigener Hand und wurde in originalen
Milieus umgesetzt. So zeigt der Film u. a. schwerstkri-
minelle Jugendliche beim Verhör, erschütternde und er-
greifende emotionale Momente, wahre Schicksale und
Situationen, wie man sie nur in einer Justizvollzugsanstalt
erleben kann. So entstand ein beeindruckendes Werk von
außergewöhnlicher Authentizität. Innovativ am Projekt
ist vor allem, dass sich hier eine Zielgruppe aus schließ-
lich mit sich selbst und den Konsequenzen falscher Hand-
lungsweisen beschäftigt, um sich während der Pro jekt-
realisierung weiterzubilden.
Eine weitere Besonderheit des Projektes ist die enge Ver-
netzung zahlreicher Partner – von Schülern über die
Kriminalpolizei bis hin zum Landgericht – die in den Ent-
stehungsprozess des Filmes einbezogen werden.
Positive Resonanz
Allein die Kriminalpolizei setzte den Lehrfilm bereits im
ersten Monat über 30 Mal ein. Mittlerweile entwickelte
sich der Film zum Selbstläufer und zieht seine Kreise nicht
nur in der Oberlausitz. Um keine Zugangsbarrieren für ein
interessiertes Publikum zu schaffen, wurde von vorn-
herein auf einen gewinnorientierten Ver trieb der Pro-
duktion verzichtet.

image
Soziales und Gesundheit
Medien und Technik
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
funktionale Analphabeten
Multiplikatoren, Vereine, Ver-
bände aus dem Bereich Alphabe-
tisierung und Grundbildung
Menschen, denen das Thema
Analphabetismus nicht oder
kaum bekannt ist
Projektziele
Selbstwahrnehmung der
Projektteilnehmer schärfen
Selbstvertrauen und Glauben an
die eigenen Fähigkeiten der
Projektteilnehmer stärken
funktionalen Analphabeten
Mut machen, sich an eine
Bildungs einrichtung zu wenden
Fähigkeiten funktionaler An-
alphabeten verdeutlichen
Bevölkerung, Unternehmen und
Institutionen für die Problematik
des funktionalen Analphabetis-
mus sensibilisieren
Wissenshorizont bezüglich der
Thematik erweitern
Tabuisierung und Stigmatisie-
rung abbauen
Kontakt
Volkshochschule Chemnitz
Moritzstraße 20
09111 Chemnitz
Stefan Markov
Telefon 0371 488-4343
Telefax 0371 488-4399
info@vhs-chemnitz.de
www.vhs-chemnitz.de
Unsere Vision
Als Ort der Bildung, Begeg-
nung und Kommunikation
initiiert, fördert und be-
gleitet die Volkshochschule
Chemnitz lebenslanges
Lernen. Ihr ganzheitliches,
innovatives und finanzier-
bares Bildungsangebot
macht die Volkshochschule
zum Dreh- und Angelpunkt
für Weiterbildung in
allen Bereichen, für alle
Menschen.
ALPHAFILM - leben schreiben
Filmprojekt als sozial-integrative und öffentlichkeitswirksame Maßnahme
für und von funktionalen Analphabeten mit künstlerischem und pädagogischem
Auftrag zur Förderung gesellschaftlicher Teilhabe, Steigerung eigener
Kompetenzen und Bildung von Nachhaltigkeit
1. Preis 2010
Volkshochschule
Chemnitz

Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Projektbeschreibung
ALPHAFILM - leben schreiben
1. Preis 2010
Volkshochschule Chemnitz
Ausgangssituation
In Deutschland leben 7,5 Millionen funktionale Analpha-
betinnen und Analphabeten. In Sachsen wird die Zahl
derer, die nicht ausreichend lesen und schreiben kön-
nen, auf 200.000 geschätzt. Allein in Chemnitz müssen
12.000 Menschen mit schriftsprachlichen Anforderungen
kämpfen, die sich ihnen im Alltag stellen. Diese Zahlen
belegen: Das Phänomen des Analphabetismus ist aktu-
ell und brisant. Die Darstellung des Analphabetismus in
den Medien begrenzt sich oftmals auf die Be schreibung
einzelner Schicksale und ist stark problemfixiert. In Ab-
grenzung dazu stehen im Projekt ALPHAFILM der Volks-
hochschule Chemnitz nicht die Einschränkungen, son-
dern die Fähigkeiten von Analphabeten im Fokus. Ansatz
des Projektes ist, dass sie durchaus in der Lage sind, mit
Hilfe professioneller Unterstützung komplexe Vorgänge
– wie bei spielsweise die Filmproduktion – zu bewältigen,
selbst wenn ihre Biografien eher durch ein bildungsfernes
Milieu geprägt sind.
Aufgabe
Das Projekt ALPHAFILM sollte die Teilnehmerinnen und
Teilnehmern
motivieren, den drängenden Fragen ihres
Lebens selbst nachzugehen. Sie nutzten das Medium Film,
um etwas zu erzählen, wo zu sonst die Schriftsprache
dient. Nicht vor der Kamera, sondern als Dramaturgen,
Regisseure und Kameraleute bewährten sich die ange-
henden Filmemacher hinter der Linse.
Für den eigenen Film setzten sie sich selbstständig mit
einer Erfahrung, einem Ereignis oder einer Begegnung
auseinander und nahmen die Rolle der aktiv Fragenden
ein. Ob dabei Lesen und Schreiben die vorrangige Rolle
spielen sollte, entschied jeder selbst.
Ergebnis
Es entstanden sechs individuelle Kurzfilme, die nicht nur
Auszüge aus dem Leben der Teilnehmerinnen
und Teil-
nehmer, sondern eindrucksvolle Dokumente unerwarteter
Fähigkeiten funktionaler Analphabeten sind. Die Film-
beiträge ermöglichen einen spannenden Sichtwechsel,
der den Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer neue
Perspektiven auf ihre individuelle Situation eröffnet und
die Zuschauerinnen und Zuschauer für den Moment des
Filmes durch andere Augen sehen lässt.
Die Kurzfilme sind eingebettet in einen Begleitfilm, in
dem die Protagonisten porträtiert und bei der Arbeit am
eigenen Film vorgestellt werden. Dadurch erhalten die
Film beiträge einen Rahmen und die Geschichten einen
Hintergrund.
Vielfältige Herausforderungen
Gefordert waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
nicht nur von den vielen Aufgaben, die es zu bewältigen
galt, sondern auch von der konsequenten Verfolgung
eines Konzepts. Ideen wurden entwickelt, verworfen,
überdacht und wieder aufgenommen. Die Bedienung der
Kamera musste bewältigt werden, Interviews waren zu
führen, das umfangreiche Ma terial war zu sichten, zu
sortieren und zu schneiden. Unterstützt wurden sie in
ihrem Vorhaben durch ein Film team, bestehend aus einer
Drehbuchautorin, einer Regisseurin und Cutterin sowie
einer pädagogischen Fachkraft.
Für die Dreharbeiten mussten sich die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer zunächst daran gewöhnen, die Kamera
direkt auf ihren Interviewpartner zu richten. Für manche
war es ungewohnt, Fragen zu stellen, die nicht unmittel-
bar sie selbst betrafen. Auch die Bedienung der Kamera
war Neuland. Schritt für Schritt machten sich die Teil-
nehmerinnen und Teilnehmer mit der Filmtechnik, aber
auch und vor allem mit der eigenen Persönlichkeit und
den eigenen Fähigkeiten vertraut.

image
Medien und Technik
Beruf und Arbeitswelt
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppe
Facharbeiter und Auszubildende
im Fachbereich Metall
Projektziel
Ziel des Projektes ist die berufs-
begleitende Weiterbildung von
Fachkräften ausbildender
Unternehmen als »praxisorien-
tierte Lernortkooperation
METALL« mit betrieblichen
Auszubildenden zum »Zerspa-
nungsmechaniker/in« des
dritten und vierten Ausbildungs-
jahres im Berufsschulzentrum
Pirna.
Das Pro jekt wird im Landkreis
Sächsische Schweiz-Osterzgebir-
ge, dem angrenzenden Raum
Landeshauptstadt Dresden sowie
dem Landkreis Bautzen umge-
setzt.
Bestehende Netzwerk- und
Kooperationsstrukturen werden
erweitert.
Kontakt
IMPRO – Interessenverband
Metall- und Präzisionstechnik
Osterzgebirge e.V. (IMPRO)
Hauptstraße 39
01768 Glashütte/Sachsen
Hubert Sperlich (Vorsitzender)
Peter Feine (Leiter Fachkräfte)
Telefon 035053 32091
Telefax 035053 32097
fachkraefte@impro-praezision.de
www.impro-praezision.de
www.impro-karriere.de
Unsere Vision
Sicherung der Zukunfts-
und Wettbewerbsfähigkeit
der metallverarbeitenden
und Zulieferindustrie im
Raum Osterzgebirge/Dres-
den durch regionale Bran-
chenkooperation zur Siche-
rung der Fach- und
Führungskräftebasis auf der
Grundlage dualer Berufs-
ausbildung.
Praxisorientierte Lernortkooperation METALL
Berufsbegleitende Weiterbildung für Facharbeiter und betriebliche
Auszubildende im Berufsschulzentrum für Technik Pirna
3. Preis 2010
Interessenverband
Metall- und Präzisionstechnik Osterzgebirge e.V. (IMPRO)

Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Projektbeschreibung
Praxisorientierte Lernortkooperation METALL
3. Preis 2010
Interessenverband Metall- und Präzisionstechnik Osterzgebirge e. V. (IMPRO)
Idee
Der IMPRO e.V. vertritt 15 Unternehmen der Metall-
branche im Raum Glashütte/Dresden. Seit 2005 betreibt
er das Fachkräftenetzwerk Präzisionsmechanik Osterz-
gebirge und engagiert sich besonders für regionale Be-
rufs orientierung und duale Berufsausbildung als Basis
der Fachkräftesicherung und Wettbewerbsfähigkeit. Um
die berufsbegleitende Weiterbildung von Facharbeitern zu
effektivieren und gleichzeitig den Praxisbezug der Fach-
arbeiterausbildung zu verstärken, entwickelte der IMPRO
gemeinsam mit dem Beruflichen Schulzentrum (BSZ) für
Technik Pirna einen Ansatz, der beide Bildungsaufgaben
miteinander verbindet. Das Besondere an diesem Projekt
ist, dass Kapazitäten der dualen Berufsausbildung mit be-
stehenden Praxiserfahrungen der Wirtschaft für die Er-
wachsenenweiterbildung kombiniert werden.
Effizienz durch Austausch
Facharbeiterinnen und Facharbeiter werden berufsbe-
gleitend gemeinsam mit Auszubildenden im Beruf »Zer-
spanungsmechaniker/in« des 3. und 4. Ausbildungsjahres
unter Moderation von Fach
ausbilderinnen und Fachaus-
bilder aktuelle fachliche Spezialkenntnisse und -fäh ig-
keiten vermittelt. Dabei wird zielgerichtet ein Bil dungs-
austausch initiiert, der einerseits neueste Bil dungs inhalte,
andererseits die Praxiserfahrungen älterer Facharbeiter-
generationen einbezieht und letztlich allen Teil nehmenden
eine höhere Fach- und Handlungskompetenz verschafft.
Die Einarbeitungszeit künftiger Jungfacharbeiterinnen
und -facharbeiter verkürzt sich, und die interne Kom-
munikation sowie der Wissens- und Erfahrungstransfer
in den Unternehmen, aber auch im Branchennetzwerk
IMPRO werden gefördert.
Hightech und Praxisbezug
Die Kurse berücksichtigen die individuellen Bildungs-
und Erfahrungsvoraussetzungen der im Arbeitsprozess
stehenden Facharbeiterinnen und Facharbeiter; sie wer-
den in praxisbezogener Kleingruppenarbeit und auf der
Grundlage tätigkeits- und/oder bedarfsorientierter Lern-
aufträge durchgeführt. Ihre Inhalte bauen modular auf-
einander auf und berücksichtigen unterschiedliche Ein-
stiegs- und Anspruchsniveaus. Durch ihren Bezug auf
die konkrete betriebliche Praxis besitzen sie eine hohe
Anwendungsrelevanz und Lösungs orientiertheit. Durch-
geführt werden die Kurse im BSZ für Technik in Pirna, in
dessen Fachkabinetten dem neuesten Stand der Technik
entsprechende, zeitflexibel nutzbare CNC-Automatendreh-
maschinen zur Verfügung stehen. Durch die Lernortko-
operation Unternehmen – Berufsschule orientiert sich die
betriebliche Weiterbildung von Facharbeitern somit eng
an der modernen Ausrichtung der Berufsausbildung.
Nutzbringende Partnerschaft
Das Projekt wird inhaltlich, organisatorisch, personell
und finanziell vom IMPRO geführt und in Abstimmung
mit dem Beruflichen Schulzentrum für Technik und den
ausbildenden Unternehmen schrittweise umgesetzt. Die
erforderliche Sach- und Personalausstattung sowie die
vorhandenen Netzwerkstrukturen stehen beiden Partnern
zur Verfügung. Im Ergebnis steht ein bedarfsgerecht
nutz bares Weiterbildungskonzept als künftig kostende-
ckende Kooperationsdienstleistung zwischen Wirtschaft
und Berufsbildungseinrichtungen. Die bestehende Koo-
perationsvereinbarung zwischen IMPRO und dem BSZ für
Technik wird zum gegenseitigen Nutzen um den Gel-
tungsbereich »Weiterbildung für Fachkräfte« ergänzt.

image
 
Kultur und Interkulturalität
Medien und Technik
Gründung der Zeitschrift »kaffeepause«
Besondere Menschen gestalten eine Zeitschrift für Bildung, Kultur und
Kommunikation zum Lesen für alle Interessierten
3. Preis 2014
Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen, Dresden
Unsere Vision
Mit der Zeitschrift »kaffeepause«
wollen wir auch in Zukunft
Anlässe schaffen, damit sich
Menschen Zeit nehmen, um
sich mit »Genuss« in ihrer
Verschiedenartigkeit kennen-
zulernen.
Zielgruppen
Menschen mit und ohne Behinderung
Projektziele
Unterstützung des gleichberechtig-
ten Zusammenlebens von Men-
schen mit und ohne Behinderung
Ermöglichung individueller Weiter-
bildung und aktiver Teilnahme der
Zielgruppe am kulturellen Leben
Sensibilisierung für Ideen, Gedan-
ken und Gefühle von Behinderten,
Wahrnehmung als Bereicherung für
unsere Gesellschaft
Kontakt
Evangelische Erwachsenenbildung
Sachsen
Karl-Heinz Maischner
Tauscherstraße 44
01277 Dresden
Telefon 0351 6561540
www.eeb-sachsen.de
info@eeb-sachsen.de
Projektleitung: Kathleen Roth
Redaktion2013@yahoo.de
www.redaktion-kaffeepause.de
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen

Gründung der Zeitschrift »kaffeepause«
Besondere Menschen gestalten eine Zeitschrift für Bildung, Kultur und
Kommunikation
zum Lesen für alle Interessierten
Projektidee und -ziel
In vorangegangenen Projekten fand sich eine kleine
Gruppe von Autoren zusammen, die großes Interesse
am Formulieren und Mitteilen eigener Standpunkte hat.
Daraus entstand der Gedanke, eine Zeitschrift heraus -
zugeben, in der Menschen mit Behinderung tätig sind.
Mit der Arbeit an der Zeitschrift werden zum einen die
individuellen Kompetenzen der Teilnehmenden gestei-
gert und zum anderen verdichtet sich die Kommunika-
tion zwischen den Beteiligten und den Lesern.
Im Wesentlichen werden folgende Ziele erreicht:
1. Weiterentwicklung der Fähigkeiten zur Kommunika-
tion und im Umgang mit Kommunikationstechnik
2. Integration von Menschen mit geistiger Behinderung
in der Gesellschaft
3. Einbindung von Menschen mit geistiger und mehr -
facher Behinderung in gesellschaftliche Prozesse
Inhalte und Methoden
Die Zeitschrift, »zubereitet von besonderen Menschen
zum Lesen für alle«, bietet die Möglichkeit des projekt -
bezogenen Lernens und geht auf die Bedürfnisse nach
Kommunikation und Selbstverwirklichung ein. Dadurch
entsteht einerseits die Motivation aktiv zu sein und
andererseits die Bereitschaft eigene Kompetenzen zu
erweitern.
Drei Arbeitsbereiche mit unterschiedlichen Methoden
führen zum Ziel des Projektes:
Themenfindung:
. in Interviews und Gruppengesprächen
Gestaltung:
. Freude am Mitteilen durch spielerischen Umgang
mit Sprache und Bild
. Vermittlung von Kenntnissen u
̈ber verschiedene
Strukturen von Text
. Bildsprache als eigenständiges Ausdrucksmittel
. Kennenlernen des Computers als Arbeitsmittel
Organisation/Kommunikation:
. Zusammenarbeit in der Gruppe in wöchentlicher
Redaktionssitzung
. Wissensaustausch zwischen den Arbeitsgruppen in
Projekt sitzungen bei beteiligten Trägereinrichtungen
. Chance der Integration durch Kommunikation mit
allen Leserinnen und Lesern
Kooperationen
Die Redaktionsgruppe, dreizehn Menschen mit Behinde-
rung, traf sich wöchentlich im Ambulanten Behinderten -
zent rum des Diakonischen Werkes. Dieses stellte
kosten los Räumlichkeiten und bestehende Infrastruktu-
ren zur Verfügung, bewarb das Projekt und stellte die
Ergebnisse in einer Dauerausstellung aus.
Die Hochschule für Bildende Künste Dresden bildet
Künst lerinnen und Künstler in einem Aufbaustudium im
Fachbereich Kunsttherapie aus. Zwei Praktikantinnen der
Hochschule assistierten den Teilnehmenden beim
Schreiben.
Rehabilitationswerkstätten für Menschen mit Behinde-
rungen in Dresden und Umgebung nahmen aktiv teil am
Projekt. Sie stellten Gruppen zusammen, waren Binde-
glied zwischen Gruppen und Projektleitung und bewar-
ben und verteilten die Zeitschrift.
Besonders kooperativ war die Zusammenarbeit mit dem
Atelier der Inpuncto Werkstätten der Lebenshilfe in Rade-
beul, mit dem es eine gemeinsame Ausstellung gibt.
Nachhaltigkeit
Mit der Erweiterung der persönlichen Kompetenzen der
Teilnehmenden und den Impulsen, die durch den Dialog
von Menschen mit und ohne Behinderung gegeben wer-
den, erreicht das Projekt einen nachhaltigen Bildungs-
effekt. Die Zeitschrift bleibt u
̈ber den Projektzeitraum
hinaus als Dokumentation der Arbeit des Projektes erhal-
ten. Sie kann somit auch als Ausgangsmaterial in neuen
Arbeitszusammenhängen genutzt werden.
Die Projektidee lässt sich auf andere Weiterbildungs-
situationen u
̈bertragen. Zeitschriften von Menschen mit
Behinderung können in allen Bundesländern erscheinen.
Die Methoden der Projektidee lassen sich in vielen
Bildungsbereichen, wie z. B. Förderschulen, einsetzen.
Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/
innovationspreis

image
 
Medien und Technik
Beruf und Arbeitswelt
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppe
]
Jugendliche als Hauptzielgruppe
]
Lehrerinnen und Lehrer ver-
schiedener Schularten
Projektziele
]
Konzepterstellung für ein inno va-
tives regionales Bildungszentrum,
das nach einheitlichem Grund-
modell, aber regional modifizier-
bar in verschiedenen Kommunen
aufgebaut werden kann
]
Langfristige Unterstützung der
Nachwuchsgewinnung und
-förderung, insbesondere für
Unternehmen der Region
Kontakt
VDI-GaraGe gGmbH
Dr. Angelika Träger-Nestler
Karl-Heine-Straße 97
04229 Leipzig
Tel. 0341 870860
kontakt@g-a-r-a-g-e.biz
www.g-a-r-a-g-e.com
Unsere Vision
Technische Bildung ist ein
wesentlicher Bestandteil der
ganzheitlichen Erziehung,
der Allgemeinbildung und
unserer Kultur. Mit dem
Wissen um die rasante Ent-
wicklung von Technik, den
modernen Technologien und
dem Einfluss auf die gesell-
schaftliche Entwicklung
sehen wir es als unsere Auf-
gabe, technischer Bildung
mehr Raum und Aufmerk-
samkeit zu geben.
»Techniklernwelten: ein neues, integratives und
adaptierbares Konzept für Bildung mit Zukunft«
Modular aufgebautes Konzept zur optimalen Vermittlung von technischem Grund-
wissen für Jugendliche sowie Weiterbildungsangebot für Lehrende vor Ort
1. Preis 2016
VDI-GaraGe gemeinnützige GmbH Leipzig

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Projektidee und -ziel
Die VDI-GaraGe Leipzig verzeichnet jährlich rund
80 000 Besucher, die die unterschiedlichsten Lehr- und
Lernangebote im Bereich der technischen Bildung und
Berufsorien tierung nutzen. Arbeit und Produktion, Trans-
port und Verkehr, Bauen und Wohnen, Information und
Kommunikation sowie Versorgung und Entsorgung sind
Themen gebiete, die als Kernkompetenz technischer Bil-
dung an Jugendliche vermittelt werden sollen. Ange-
passt an die Erfahrungen der jungen Lernenden, ihre
Lebenswelt, ihr Wissen, ihre Interessen und Neigungen
werden verschiedene Programme und Projekte angebo-
ten. Diese sind sowohl im Rahmen der schulischen
Ausbildung als auch in der Freizeit nutzbar. Pädagogi-
sches Ziel ist die Entwicklung der Fach-, Handlungs-
und Sozialkompetenzen der jugendlichen Teilnehmenden
mit dem Ziel einer langfristigen Nach wuchsgewinnung
und -förderung für regionale Unternehmen. Zudem
werden Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkei-
ten für Lehrende angeboten. Eine fachliche Begleitung
durch Betreuer der VDI-GaraGe führt zur Entlastung der
Schulen und fördert Kontakte für und mit Unternehmen.
Das Konzept »Techniklernwelten«
Im Projekt wurde ein bisher einzigartiges, neues und
reales Techniklernkonzept entwickelt sowie konzeptio-
nell und räumlich umgesetzt. Dieses wird als Best-
Practice-Modell deutschlandweit zur Verfügung gestellt
und soll als Alternative zu vielen Einzelangeboten gesehen
werden. Das modular aufgebaute Konzept steht für ein
zeitgemäßes Kennenlernen und Erleben von Technik,
Berufen im Ingenieur- und Technikbereich sowie Unter-
nehmensabläufen. Aktives Forschen und Arbeiten sollen
dazu beitragen, Veränderungen erlebbar zu machen
sowie Interesse und Motivation für die Gestaltung der
Zukunft zu wecken. Darüber hinaus wurden gesell-
schaftsrelevante Zukunftstechnologien über ein Szena-
rio abgebildet und in das Konzept aufgenommen. Damit
bietet das Konzept mehr Motivation und Inspiration für
die Nutzer, ein pädagogisch ausgereiftes Vorgehen, ein
Höchstmaß an Handlungsorientierung und Flexibilität
für die Lernenden. Es stellt zugleich einen Beitrag zur
Digi talisierung der Bildung in Sachsen dar. Der Transfer
des Projektes in andere Städte wird vorbereitet, wo-
durch dessen Nachhaltigkeit gefördert wird.
Ein Grundmodell und seine Anwendung
Auf der Grundlage einer Analyse der Lehrpläne für
Technik- und Naturwissenschaften sowie angrenzender
Lernbereiche wurde ein Grundmodell mit verschiedenen
Lernwelten erarbeitet. Sowohl das Grundmodell als auch
die modularen Erweiterungen gliedern sich in Themen-
bereiche. Sie umfassen die Erlebnis- und Techniklern-
welten »Werkstoffe und Materialien«, »Elektrotechnik
und Elektronik«, »Automatisierungstechnik – Industrie 4.0«,
»Bionik«, »Robotik«, »Informations- und Kommunikations-
technik« sowie »Ressourcen«. Die Thermenbereiche stellen
unterschiedliche Lehr- und Lernangebote zur Nutzung
zur Verfügung. Mittels einer für sie geschaffenen »Un-
ternehmens- und Berufewelt« erwerben junge Lernende
beispielsweise Wissen über Fertigungs- und Verfahrens-
abläufe. Und in einer »transparenten Fabrik« (Industrie 4.0)
erleben sie selbst, wie spannend Technik und Naturwis-
senschaften sein können.
Arbeitsformen und Methoden
Für die konkreten Unterrichtseinheiten wurden und
werden Handlungsabläufe und Handreichungen für
Lehrende und Lernende erarbeitet bzw. vorhandenes
Material aufbereitet und modifiziert. Die nach Alters-
stufen und Technikbereichen neu konzipierten, modular
aufbereiteten Lehrprogramme können der jeweiligen
Situation entsprechend modifiziert werden. Sie sind
angepasst an die Bildungsbedarfe der Lernenden, an das
zur Verfügung stehende Zeitvolumen sowie an die zu
nutzenden Unterrichtseinheiten. Dadurch wird eine in-
teressante, aktuelle und zukunftsorientierende Vermitt-
lung technischer Bildung möglich.

image
Medien und Technik
Herausgeber:
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Carolaplatz 1, 01097 Dresden
Redaktion:
Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB),
Standort Radebeul
Dresdner Straße 78 c, 01445 Radebeul
Redaktionsschluss:
12/2017
Auflagenhöhe:
1.000
Gestaltung:
Ö GRAFIK agentur für marketing und design
Druck:
reprogress GmbH
Veröffentlichung:
Diese Ausschreibung wird auch
im Ministerialblatt veröffentlicht.
Das Informationsblatt steht unter
www.weiterbildung.sachsen.de/innovationspreis
zum Download bereit.
Verteilerhinweis:
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen
Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen
Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit
herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch
von deren Kandidaten oder Helfern im Zeit raum
von sechs Monaten vor einer Wahl zum Zwecke der
Wahlwerbung verwendet werden.
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
»Fab-Mobil«
Ein fahrendes Kunst- und Digitallabor für die Oberlausitz
Sonderpreis „Erwachsenenbildung in der digitalisierten Welt“ 2018
Constitute e. V. Dresden
Unsere Vision
Das Fab-Mobil ist ein fah-
rendes Kunst-, Kultur- und
Zukunftslabor für die
Oberlausitz. Es ist ein mit
Digitaltechnik und Werk-
zeugmaschinen ausgestat-
teter Doppeldeckerbus und
bietet Workshops und Kurse
an – für Kids, Jugendliche
und darüber hinaus. Ziel des
Fab-Mobils ist es, creative
Technologies wie 3D-Druck,
Zielgruppen
Kinder und Jugendliche zwischen
13 – 19 Jahren. Darüber hinaus
intergenerationelle Angebote für
Menschen von 20 – 85 Jahren
Projektziele
Digital kulturelle Bildung für
Jugendliche
Revitalisierung des ländlichen
Raumes
Vermittlung von Creative
Technologies für Laien
Inspiration zum Nachahmen
und Selbermachen
Kontakt
Constitute e. V. Dresden
Herr Sebastian Piatza
Jordanstraße 16
01099 Dresden
Mobil +49 151 592 15 114
sebastian@fabmobil.org
www.fabmobil.org
Virtual Reality, Robotik und
Programmierung in den
ländlichen Raum zu bringen,
zur Vitalisierung und Aktivie-
rung bestehender Angebote
und zum Aufbau neuer, di-
gitaler und zeitgenössischer
Kultur- und Erlebnisformate.
Das Fab-Mobil ist regelmäßig
in Ostsachsen unterwegs und
fährt Schulen, Jugendzentren
und Begegnungsorte an.

Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Landesamt für Schule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
kontakt@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Projektbeschreibung
Projektidee
Unser Fab-Mobil ist als ein fahrendes Kunst- und Digitallabor mit
aktueller Digital- und Prototypingtechnologie ausgestattet. Zu
diesen neuen Technologien gehören 3D-Drucker, Lasercutter, Ro-
botikbausätze, Mikroelektronik, 360°-Kameras und Virtual Reality
Headsets. Die dazu erforderlichen Kenntnisse werden von ge-
schulten Workshopleitern, teils spielerisch, vermittelt. Ähnlich ei-
ner Fahrbücherei fährt der Bus wöchentlich Schulen, Kulturzent-
ren und Begegnungsstätten in der ostsächsischen Oberlausitz an.
In regelmäßigen Workshops und einer offenen Medienwerkstatt
bieten wir Jugendlichen die Möglichkeit, Kreativtechnologien
unter Betreuung auszutesten und Kompetenzen in digital- und
gesellschaftspolitischen Bereichen zu erlangen.
Projektablauf
Das Fab-Mobil versteht sich als sinnstiftender und mobiler Agent
für außergewöhnliche Kultur- und Bildungsangebote – ein be-
wusst offenes Kulturlabor mit kosmopolitischer und interkul-
tureller Ausrichtung für den ländlichen Raum. Im Verlauf der
kontinuierlichen Zusammenarbeit mit Schulen und anderen
öffentlichen Einrichtungen möchten wir eine Transformation
der Jugendlichen vom Konsumenten hin zum kulturellen Pro-
duzenten anstoßen. Durch unser Angebot fördern wir kulturelle
Selbstverwirklichung, berufliche Qualifizierung und eine breite
soziokulturelle Teilhabe. Mobile Workshops, Kurse und kreativkul-
turelle Erlebnisangebote ermöglichen dabei ein ergebnisoffenes
Experimentieren und vermitteln ein offenes Gesellschaftsbild.
Das Fab-Mobil bietet den jungen Akteuren einen beständigen
und verlässlichen Freiraum zur Entwicklung und Erprobung neu-
er ortsbezogener, digitaler Kulturformate. Projektbasiertes Mitei-
nander ist wichtig: Das freie und unterstützte Ausprobieren, die
Freude am Experiment und das spielerische Lernen eröffnen neue
Perspektiven für die berufliche und private Zukunft.
Ziele der verschiedenen Workshopangebote
Begeisterung für technologiebasierte und
künstlerische Kultur erzeugen
emanzipatorische Praktiken und kulturelle Bildung vermitteln
individuelle Kritikfähigkeit gegenüber neuen digital-technolo-
gischen Trends fördern
selbstbewussten, schöpferischen und sozial-reflektierten
Umgang mit (Online-) Technologie entwickeln
Konkrete Ziele und Methoden
Es gibt in den ländlichen Regionen Ostdeutschlands eine extre-
me Leerstelle im Bereich der kulturell-politischen Bildung und
der Bildung mit Neuen Medien. Ziel dieses Projektes ist es, durch
regelmäßiges Entwerfen, Testen und Arbeiten mit neuen Tech-
nologien ein tieferes Verständnis für Digitalität zu erlangen. Dies
ist unserer Meinung nach für einen zukünftigen Lebensweg im
21. Jahrhundert unabdingbar. Dabei thematisieren wir inhaltlich
vor allem kulturelle, soziale und gesellschafts-politische Aspekte.
Es ist uns ein persönliches Anliegen, einen gesellschaftspoliti-
schen und nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der kulturel-
len, künstlerischen und sozialen Kompetenz der Jugendlichen in
diesen Gebieten zu leisten. Dass wir mit dem Fab-Mobil direkt zu
den Jugendlichen gelangen, ist auf dem Land ein großer Vorteil.
Das Fab-Mobil verbindet darüber hinaus in intergenerationellen
Angeboten jugendliche Smartphoneprofis mit arbeitserfahrenen
und teils pensionierten Technikexperten – so kann ein langfristi-
ger und generationsübergreifender Lernprozess entstehen. Durch
den mobilen Charakter des Projektes entsteht eine engere Vernet-
zung der in der Region verteilten Kultur- und Bildungsorte. Somit
wird das Informationsmaterial breiter verteilt und Aufmerksam-
keit für ein regionales Kulturangebot erzeugt, was zur Knüpfung
von neuen Netzwerken führen kann.
Gefördert durch
Das Projekt ist gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, das Sächsische Staatsmi-
nisterium für Wissenschaft und Kunst sowie die PwC Stiftung.